Und wieder eine Woche rum...neuer Montag neue Folge

Hier sind die Beiträge für Episode 3
Avatar (von Miss St. John)
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Signatur (by Miss St. John)
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Wallpaper (by Fever)1440x900
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Hier klicken für die GroßansichtWallpaper (by Miss St. John)1440x900
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Zeichnung (by Lilith)
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Video (by snApe)Link zum Downloaden:
sendspace.com sendspace.com/file/fqpxlb----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Liedinterpretation (by NobodayKnowsNina)Fauxliage - All The WorldI'll break you down
I'll take you down, down
Fill you with sadness
Make your life madnessIch werde dich zermürbenIch werde dich runterziehenDich mit Traurigkeit erfüllenDein Leben zum Wahnsinn machenEs gibt zwei Wege, diese Zeilen auszulegen. In Folge 3 sehen wir, wie es ist, ein Vampir zu werden. Es ist ein bisschen als würde die „Krankheit“ selbst sprechen. Ich werde dich zermürben… dein Leben zum Wahnsinn machen. Im einen Moment ist der Doktor noch der helfende Mediziner und im nächsten Moment verhält er sich wie ein Wahnsinniger. Dich mit Traurigkeit erfüllen… Der Flashback; den wir von Mick sehen: im einen Moment ein glücklicher, frischgebackener Ehemann und im nächsten Moment ein trauriger Schatten seiner selbst nachdem Coraline ihn verwandelt hat. Eine Traurigkeit, die auch in der Schlussszene der Folge noch aus seinen Augen spricht. Gerade in dieser Schlussszene findet allerdings auch eine Unterhaltung zwischen Mick und Beth statt, in der diese Zeilen aus Micks Sicht auch mitschwingen könnten. Willst du immer noch wissen, wie ich ein Vampir wurde? Wenn ich es dir erzähle, werde ich dich mit runterziehen. Wenn du dich auf mein Schicksal und auf mich einlässt, dann werde ich dich mit Traurigkeit erfüllen. Er lässt ihr mit seiner Frage die Chance, Nein zu sagen, aber
Beth nutzt sie nicht.
I'm having a hard time
I'm making you do the hard time too.
I'm stuck in a bad way
And I'm gonna make you pay for it.Ich habe es schwerIch erlege dir eine genauso schwere Zeit auf
Ich sitze in einer Klemme fest Und ich werde dich dafür zahlen lassenIch habe es schwer, und jetzt erzähl ich dir davon. Ich erlege dir eine genauso schwere Zeit auf, weil selbst das Zuhören weh tut. Ganz zu schweigen davon, wie schwer du es haben wirst, wenn du dich noch weiter auf mich einlässt. Ich sitze in einer Klemme fest, weil ich bin was ich bin. Du wirst dafür zahlen müssen, was mir jemand anders angetan hat. Bindungsängste – eine Mauer um meinem Herzen – Unerreichbarkeit, weil ich nicht bin wie du.
Give me a mile
I'll take a hundred miles
Such a mistake
Sorry you makeGib mir eine Meile Ich werde hundert Meilen gehenWas für ein FehlerDen du da leider machst
Reich mir den kleinen Finger und ich nehm die ganze Hand – weil du die einzige bist, der ich vertraue. Mick weiß, dass sich Abgründe vor Beth auftun werden, aber andererseits kann er seine Geschichte auch nicht länger für sich behalten, jetzt wo er nach all der Zeit endlich einen Menschen gefunden hat, mit dem er reden kann. Und vielleicht auch endlich reden will. Man könnte es als Fehler sehen, dass Beth ihre Chance Nein zu sagen nicht genutzt hat, weil sie eigentlich gar nicht abschätzen konnte, was auf sie zukommt, wenn Mick sich ihr weiter öffnet.
I'm having a hard time
(3x)
I know you're here
I know you're gone
I never asked you to stay
I'm waking up, baby
Now tell me, are you ok?Ich weiß dass du hier bistIch weiß dass du fort bistIch habe dich nie gebeten zu bleibenIch wache auf, BabyJetzt sag mir, bist du ok?Beth ist bei ihm und trotzdem ganz weit fort. Die letzten Zeilen sind wie eine Entschuldigung dafür, dass er sie in sein Dasein verstrickt. Ich habe dich nie gebeten zu bleiben, ich habe immer Abstand gewahrt, ich habe dich sogar noch gefragt ob du wissen willst, was wirklich passiert ist, aber du hast nicht nein gesagt. Ich wache aus meiner selbstauferlegten Distanz auf und ich erzähle dir von mir. Und jetzt? Die Art und Weise wie das „are you ok?“ in dem Lied spielt, trägt eine Hoffnung in sich. Ich hoffe, es geht dir jetzt trotzdem gut. Ich hoffe, du kannst mit dem was ich dir erzählt habe umgehen. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.----------------------------------------------------------------------------------------------------------
One-Shot (by Miss St. John)Dr. Feelgood- oder:
Teil 1: Lauf nicht davon...
Als Beth den Gang zu seinem Apartment lang lief war sie tief in Gedanken. Sie war schon immer eine logisch denkende rationale Frau gewesen, die nicht an Märchen und Illusionen glaubte, allerdings konnte ihr Verstand die Bilder des gestrigen Abends nicht unter Logik einordnen.
Was sie gesehen hatte, war ihr bis tief in die Glieder gefahren.
Sie schloss kurz die Augen und holte tief Luft um sich dann leise zu zusprechen „ Du schaffst das Turner. Du gehst jetzt durch diese Tür und dann wird er dir sagen, dass nichts von dem was du erlebt hast wahr ist. Sicherlich hast du dir das alles bloß eingebildet.“ Genau bei dem wenigen Schlafkonsum den sie zur Zeit hatte wäre das die plausibelste Erklärung.
Sie zögerte als sie an die Tür trat, ihr Herz schlug eine Spur zu schnell. Vor ihrem inneren konnte Beth sein Gesicht sehen, wie er mit Blutverschmierten Lippen und eisblauen, fast schon weißen Augen zitternd vor ihr kauerte. Einen Beutel Blut an sich drückend und hilflos wie ein Tier zu ihr aufblickend. Lange Raubtier ähnliche Fänge hatten sich aus seinem Kiefer geschoben und glänzten in dem fahlen Licht des Mondes der durch die Fensterscheiben ins Innere fiel. Mick St. John war kein Mensch. Er hatte sie angefleht zu verschwinden. ' Geh weg', klang das verzweifelte Echo in ihrem Kopf wieder. ' Bitte geh weg' Aber Beth konnte nicht eher, bis sie gesehen hatte was er wirklich war. Bis sie es mit eigenen Augen erlebt hatte. Das Monster in ihm.
Schließlich rang sie sich dazu durch sachte gegen die gläserne Tür zu klopfen.
Auf der anderen Seite beobachtete Mick das ganze auf seinem Videobildschirm. Er stieß einen tiefen Seufzer aus, wohl wissend, dass er sich diesem Gespräch jetzt stellen musste. Sie hatte zu viel von all dem gesehen, was er so mühsam vor ihr verbergen wollte, also konnte er ihr auch die ganze Wahrheit sagen. Nein nicht konnte. Er musste es sogar, das war das mindeste, was er Beth Turner schuldete.
„Beth“
Ihr Name klang so wunderbar sanft von seinen Lippen, so ermutigend. Noch ein letztes Mal füllte sie ihre Lungen mit Sauerstoff, ehe die Tür vor ihr geöffnet wurde und Mick im Rahmen erschien.
„ Ich... ich bin hier um mit dir zu reden...über uhm dich“, begann sie mit wackeliger Stimme.
Er nickte „ Dann solltest du vielleicht erst einmal rein kommen.“
Damit war der Abstand überwunden und sie betrat mit butterweichen Knien das stielvoll gehaltene Ambiente seines Wohnzimmers um auf seinem Sofa platz zu nehmen. Mick setzte sich ihr gegenüber in den Sessel.
„ Sag mir dass, ich nicht gesehen habe was ich gestern Nacht gesehen habe.“, schoss sie ohne langes Drum herum auf ihn ein, ihre blauen Augen eindringlich in die seinen bohrend. „ Das ganze Blut, die Fangzähne... ich habe gehört was du gesagt hast.“
Auf seinem Gesicht zeichnete sich keinerlei Gefühlsregung ab und als er ihr antwortete klang er erstaunlich ruhig, beinahe kühl „ Dass ich ein Vampir bin? Ja es ist richtig ich bin ein Vampir Beth.“
Eigentlich wäre das nun genau die Stelle gewesen an der er sie am liebsten wieder vor die Tür gesetzt , sie aus seinem Leben verbannt und von hier fort geschickt hätte, ehe es zu spät war und sie zu tief in das Innere seiner dunklen leidenden Seele blicken konnte. Doch diese Frau, diese kleine zierliche Blondine die da auf seiner Couch lümmelte, als würden sie bloß belanglosen Smalltalk halten war nicht nur unglaublich hartnäckig, sie war auch so was von dickköpfig. Beth ließ einfach nicht locker, sie schien regelrecht darauf zu brennen mehr über sein düsteres Geheimnis zu erfahren. Mick fuhr sich mit der Handfläche über das Gesicht, unschlüssig wie bereit er schon dafür war diesen Schritt zu gehen.
Beth betrachte ihr Gegenüber nachdenklich, nahm jedes Detail dieses einzigartigen Wesens in sich auf. Sein Teint war für einen Vampir erstaunlich golden und das Aquamarin seiner Augen wirkte so ausdrucksstark, so intensiv , dass sie sich am liebsten augenblicklich darin verloren hätte. Unter dem engen Shirt konnte sie breite muskulöse Schultern erahnen und Arme die zum anlehnen einluden. Dieser Mann sollte ein Monster sein? Nein das konnte sie sich nicht vorstellen, er machte auf sie nicht den Eindruck eines wahnsinnigen blutrünstigen Killers,viel mehr erinnerte er sie an einen dunklen gefallenen Engel.
„ Gibt es noch weitere Vampire außer dir?“, wollte Beth mit ehrlicher Neugier wissen.
Mick wusste er würde da so schnell nicht mehr raus kommen. „ Ein paar Hundert in L.A.“, entgegnete er schulterzuckend. Ehe sie weiter darauf eingehen konnte hob er eine seiner großen Hände und gebot ihrem Redefluss Einhalt „ Hör mal Beth es ist okay wenn du das erst einmal alles verarbeiten musst, es ist eine Menge... also wenn du...“ Er stockte, brachte die Worte nur schwerfällig über seine Lippen „ Lieber gehen willst und das hier alles vergessen willst...“
Mich vergessen willst, fügte er im Stillen an.
Wie auch immer sie das machte, was auch immer sie tat, es erreichte ihn tief in seinem einsamen Herzen und das wollte einfach nicht, dass sie ihn so schnell wieder vergaß.
Beth war unfähig seinem melancholischen Blick länger stand zu halten, sie spürte die innere Aufruhr, die Unsicherheit die an ihr nagte. Natürlich war das alles verrückt, geradezu absurd und sie konnte bei Gott nicht sagen wie sie damit umgehen würde. Aber ihn einfach so vergessen? Ihn aus ihrem Leben streichen, als hätte es ihn niemals gegeben, als wären sie sich nie begegnet? Das konnte sie einfach nicht...
Teil zwei: … sondern vertraue mir
Wenn man schläft, sollte auch das Bewusstsein ruhen, man sollte nicht mal wissen, dass jemand neben einem liegt...
aber irgendwie weiß man es doch. Mehr denn je...Mick konnte in dieser Nacht keinen Schlaf finden, als er seine Lider schloss sah er nur eines: Beth. Ihre großen blauen Augen die ihn so liebevoll anblickten, als könnten sie geradewegs in die Abgründe seiner Selbst dringen. Ihr sanftes verständnisvolles Lächeln, die sinnlichen weichen Lippen in ihrem zerbrechlichen hübschen Gesicht. Selbst in der Eisigen Kälte seiner Gefriertruhe brannte seine Haut als würden Flammen der Sehnsucht darauf tanzen. Ja gut... konnte schon sein dass sie ihm wichtig war, dass sie ihm eine ganze Menge bedeutete. So viel, dass sein Verstand sich heftig weigerte sie daraus zu verbannen und sein sonst so ruhiges Herz, sich unter der Brust verzehrend aufbäumte. Begierde durchströmte seine Adern wie kochende Lavaflüsse wenn er auch nur daran dachte ihre Lippen mit den seinen zu berühren und es war, als berührte diese Frau seinen männlichsten Teil, ließ ein Verlangen in ihm aufleben, dass er schon viel zu lange in Ketten gelegt hatte. Selbstbeherrschung konnte ja eine solch grausame Folter, eine so zermürbende Qual sein.
Jede Faser seines Körpers, jeder Muskeln, jede Sehne, jedes Glied war bis zum zerreißen gespannt, würde sie jetzt durch diese Tür herein spazieren, so wusste er ganz sicher, würde er für nichts mehr garantieren können, die Sehnsucht nach Körperlicher Nähe, nach Wärme und Geborgenheit zerriss ihn schier.
Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Mick konnte die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne schmecken, ihr ozonlastiger Duft schwängerte den Raum, kroch durch die Ritzen seiner Kühltruhe und riss ihn aus einem unruhigen, viel zu leichten Schlaf, der ihn erst vor wenigen Stunden des Erwachens heimgesucht hatte.
Beth, war sein erster Gedanke an diesem Morgen gewesen, und sein letzter in der vergangenen Nacht. Er hatte einen wirklich sehr intensiven und nicht minder erregenden Traum von ihr gehabt. Erregend in vielerlei Hinsichten. Zum einen war er das Gefühl nicht los geworden, sich ihr unglaublich nahe zu fühlen, so als läge sie direkt neben ihm. Etwas in seinem innersten Kern sagte ihm, dass auch Beth die Nacht über wach gelegen hatte und so merkwürdig das klang, sie hatte an ihn gedacht. Er fühlte sich ihr so verbunden, wollte ihr nahe sein. Dann hatte er ihre Hände auf seinem Körper gespürt und das Verlangen war erwacht, so reißend wie ein wilder Fluss, so unberechenbar und erschütternd wie Naturgewalten hatte es an seinen Sinnen gekitzelt, hatte seine Männlichkeit aus dem Dornröschenschlaf auferstehen lassen.
Sexuelle Begierde, wie er nicht mehr geglaubt hatte, sie eines Tages noch erleben zu dürfen, hatte ihn völlig aus den Fugen gerissen.
Nach einer sehr kalten Dusche und einem inneren Kampf, bei dem er dem Drang nur mit seiner ganzen Willenskraft widerstand sich Erleichterung zu verschaffen, hatte er es schließlich nicht mehr ausgehalten und war regelrecht aus seinem Apartment geflohen.
Jetzt stand er vor ihrer Tür, mit wild klopfenden Herzen und er atmete fiebrig den für ihn unnützen Sauerstoff ein. Warum war er denn so nervös? Empfand er etwa doch mehr als er sich eingestehen wollte?
Ein Lächeln erhellte seine düsteren Züge als Beth die Türe öffnend vor ihn trat und mit einem überraschten aber warmen Ausdruck seinen Namen aussprach. „ Mick? Willst du vielleicht rein kommen?“ Das Angebot war wirklich verlockend, und in seinen Augen blitzte für zwei Sekunden etwas auf. Sehnsucht?
„ Nein... ich meine... willst du immer noch wissen wie ich zu einem Vampir geworden bin?“, entgegnete er, die Stimme ein rauchiges Kratzen. Sie nickte und er blieb unschlüssig im Türrahmen stehen.
Mick begann zu erzählen, von seiner Hochzeitsnacht in der er als glücklicher Mensch einschlief und als Monster erwachte. Beth schüttelte den Kopf und schenkte ihm eines dieser warmen Lächeln die er schon jetzt so sehr liebte „ Du bist kein Monster.“
„ Glaube mir ich war eines.“, hielt er dagegen und über sein Gesicht legte sich ein Schatten.
Wie gerne hätte er sich jetzt einfach in ihre Arme geworfen und all den Schmerz der auf seinen Schultern lastete vergessen, ihre Wärme genossen, dem beruhigenden Klang ihres Herzens gelauscht. Was um Himmels Willen geschah nur mit ihm, wenn sie da war? Dann war es so anders, alles Dunkel der Welt wurde in ein angenehmes Licht getaucht und die Kälte in seinem Herzen wich, er fühlte sich so... so lebendig.
„ Es muss schwer sein für dich jemandem zu vertrauen richtig?“, drang ihre Stimme in seine Gedanken.
Mick dachte einen Moment darüber nach, senkte kurz den Blick um einen Imaginären Fleck auf seinen Schuhspitzen zu fixieren. Als er sie wieder ansah leuchteten seine Augen heller denn je: „ Du hast mich mal gefragt ob ich dir vertraue. Du bist der erste Mensch dem ich davon erzählt hab. Darüber wer ich bin, oder was ich bin. Also... ja ich vertraue dir.“
Seine Ausdrucksstarken Augen ruhten noch einen Wimpernschlag lang auf ihrem Gesicht, dann löste er langsam, wie in gefühlter Zeitlupe seinen Blick, seine Hand von der Tür und lief mit langen Schritten den Gang runter .
Beth schaute ihm nach, mit wissenden leuchtenden Augen, ihr Herz machte einen Freudensprung und ihr wurde warm. Sie spürte es ganz deutlich. Da war etwas zwischen ihnen. Etwas das sie schon jetzt auf geheimnisvolle Weise verband. So wie wenn man im Schlaf wusste, dass Jemand neben einem lag, wenn doch das Bewusstsein eigentlich ruhen sollte. Was er war konnte sie noch nicht sagen, aber eines war sicher: Sie konnte es kaum erwarten es raus zu finden.