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 Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)

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fever
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BeitragThema: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Sa Jun 12, 2010 11:40 pm

Okay.. hab mich mal an eine neue FF gesetzt... diesmal an eine Hawaii five 0 geschichte, und natürlich muss bei mir mal wieder ein Charakter rein der eigentlich nicht mit dabei ist... Aber da H5-0 ja noch nicht läuft, könnte es ja so sein :zwinker: .. mal sehn ob sie jemandem gefällt.. dann schreib ich weiter .. *big smile*
Ach und ja.. Die Charakter gehören nicht mir, die hab ich mir nur ausgeliehen
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................ Count Down 72 Stunden


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Kapitel 1

Steve McGarrett sass hinter seinem Schreibtisch im Polizei-Hauptgebäude und schaute sich halbherzig Fahndungsbilder auf seinem Computer an. Dabei schaute er immer wieder auf seine Uhr, und mit jeder Minute die verstrich, wurde er nervöser. Schliesslich stand er auf und ging raus ins Hauptbüro, wo seine Leute ihre Schreibtische stehen hatten.

"Ist Danny schon zurück?", rief er laut in den Raum hinein. Ein Kopfschütteln war das einzige, was er zur Antwort bekam. "Verdammt!", fluchte er, und während er Richtung Aufenthaltsraum ging, nahm er sein I-Phone hervor und wählte Dannys Nummer.

"Ja", hörte er Dannys Stimme am andern Ende.
"Wo bist du?", zischte Steve ins Telefon.
"Auf dem Weg zurück ins Büro."
"Du solltest schon seit gut 30 Minuten hier sein!", sagte Steve wütend
"Sorry.. Ich hab die Zeit total vergessen.. aber ich bin in 40 Minuten zurück", entschuldigte sich Danny.
"Verdammt Danny.. du hattest mir versprochen, pünktlich wieder hier zu sein und mich nach Hause zu fahren", sagte Steve ziemlich laut.
"Es tut mir leid.. ich komm so schnell ich kann.. Ich..."
"So schnell du kannst ist nicht schnell genug!", schrie Steve nun ins Telefon und legte auf.

"Fuck!", fluchte er und trat mit dem Fuss gegen den Kaffeautomaten
"Der kann nun wirklich nichts dafür", hörte er eine Stimme hinter sich. Er drehte sich um und sah Sam, die hinter ihm stand. Sie war erst vor einem Monat zu seinem Team gestossen und ein absolutes Computer-Genie. "Was willst du?", zischte er sie wütend an.
"Eigentlich wollte ich dir anbieten, dich nach Hause zu fahren. Aber ich glaube ,das war keine gute Idee", sagte sie, drehte sich um und wollte gehen.
"Hey... tut mir leid, dass ich dich eben so 'angefahren' hab. Es wäre wirklich sehr nett von dir, wenn du mich mitnehmen könntest", sagte er entschuldigend

Sam drehte sich zu ihm um und sah ihn an. Wie er sie wieder ansah... Diese Augen... wie sollte sie ihm da noch böse sein können. "Okay.. Entschuldigung angenommen. Na los komm, ich fahr dich", sagte sie lächelnd und ging Richtung Ausgang.

"Komme gleich", sagte Steve, ging in sein Büro, packte sein Jackett und folgte Sam zum Ausgang. "Ach ja... wenn Danny kommt, sagt ihm, ich bin nach Hause gefahren", rief er noch in den Raum, wo seine Beamten sassen, dann war er durch die Tür verschwunden.

Auf der Fahrt zu seinem Haus schaute Steve dauernd auf die Uhr.
"Wow... Du musst ja einen ziemlich dringenden Termin haben", sagte Sam.
"Was?", fragte Steve, dessen Gedanken im Moment an einem völlig andern Ort waren.
"Ich sagte... dein Termin muss ziemlich dringend sein", wiederholte sie sich nochmal.
"Ja, ist er", erwiderte Steve knapp.
'Wow... nicht gerade gesprächig, der Gute...', dachte Sam und so fuhren sie schweigend weiter.

Zehn Minuten später kamen sie bei Steves Haus an. Es lag direkt am Strand. Sam hielt an und Steve stieg aus. "Danke", sagte er noch, bevor er zum Eingang hastete und im Innern seines Hauses verschwand.

Kopfschüttelnd sah Sam ihm nach. Was war heute bloss los mit ihm? So kannte sie ihn gar nicht. Na ja... vielleicht war das ja auch eine Seite an ihm, die sie bisher noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Sie war ja auch erst seit gut einem Monat in seinem Team. Sie wollte eben losfahren, als sie Steves Jackett auf dem Sitz liegen sah. Sie packte es, stieg aus und ging zur Tür. Sie klingelte. Keine Reaktion. Sie wollte eben mit der Faust an die Tür klopfen, als sie ein lautes Scheppern von drinnen hörte. Kurzentschlossen drückte sie die Türfalle runter und trat ein.

Steve war froh, als er die Haustür hinter sich geschlossen hatte. Er fühlte sich gar nicht gut. Und das Wissen, was ihn jetzt erwartete, lies ihn erschaudern. Er ging Richtung Schlafzimmer. Doch noch bevor er die Tür erreicht hatte, bekam er einen Krampfanfall. Als er spürte, wie seine Beine ihn nicht mehr weiter tragen wollten, wollte er sich am kleinen Tischchen festhalten, das im Gang stand, zerrte es dabei aber um und die Vase, die drauf stand, fiel auf den Boden und zerbrach. Steve schlug hart auf dem Boden auf und blieb verkrümmt liegen.

"Steve...", rief Sam laut ins Haus rein. Keine Reaktion. Vorsichtshalber zog sie ihre Waffe aus dem Schulterhalfter und ging vorsichtig weiter. Schliesslich sah sie Steve auf dem Boden liegen. "Oh mein Gott... Steve... was ist passiert?", sagte sie entsetzt, steckte die Waffe weg und kniete sich zu ihm.

"Geh...", presste er mühsam zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hervor. Aber sie ignorierte ihn einfach. "Bitte ... geh...", flehte er nochmal. Er wollte nicht, dass ihn jemand so sah, so hilflos und schwach. Aber wieder tat sie so, als ob sie nichts gehört hätte.

"Ich rufe einen Arzt", sagte sie und zog ihr Handy aus der Tasche.
"Die können mir nicht helfen", sagte Steve und setzte sich mühsam auf, da sein Krampfanfall vorbei war.

"Ist es vorbei?", fragte sie ihn und steckte ihr Handy wieder in die Tasche. Er schüttelte nur den Kopf. "Dann bringe ich dich besser ins Bett", erwiderte Sam und half ihm auf die Beine. Er hatte Mühe zu gehen, aber schliesslich waren sie beim Bett angekommen und er setzte sich drauf. "Was ist los mit dir?", fragte Sam

"Sie... Sie haben mich vergiftet", stotterte er rum.
"Oh Gott.. dann musst du zu einem Arzt.. sie müssen..."
"Da war ich schon. Sie haben kein Gegenmittel. Und auch nicht die Zeit um eins zu finden", sagte Steve leise.
"Heisst das, du wirst... " Sam konnte nicht zu Ende sprechen, weil ein weiterer Anfall Steves Körper verkrampfen liess. Schmerzgepeinigt rutschte er von der Bettkante runter auf den Boden. Sam kniete sich zu ihm und zog ihn vorsichtig in ihre Arme, hielt ihn fest, während sein Körper von Krämpfen gepeinigt wurde.

Auf einmal spürte Steve, wie sich sein Magen schmerzhaft zusammenzog, aber er war nicht schnell genug, um sein Gesicht von Sam wegzudrehen. So entleerte sich sein Mageninhalt über ihre Bluse und Jeans. "Es tut mir leid", brachte er mühsam über seine Lippen.
"Hey.. Da gibt es nichts, was dir leid tun müsste.. Okay.. ", sagte sie und strich ihm sanft übers Gesicht. "Ich hab dich eben..." Sie legte ihm einfach ihren Finger auf den Mund. "Es ist okay.. Ich werd mir einfach ein paar Sachen von dir ausborgen."

Kurze Zeit später spürte sie, dass sein Krampf nachliess. Sie half ihm, ins Bett zu kommen. Sie zog ihm die Schuhe aus, um es ihm wenigstens ein klein wenig bequemer zu machen. Dann ging sie in die Küche, wusch ihre Bluse etwas aus, nahm ein kleines Becken, ein Glas Wasser sowie einen nassen Waschlappen und ging zurück in Steves Zimmer.
Er lag zusammengekrümmt auf dem Bett. Hatte schon wieder einen Krampfanfall. Dieses Mal so stark, dass er aufstöhnte vor Schmerz. Sam stellte die Sachen auf dem Nachttisch ab, setzte sich auf die Bettkante von Steves Bett und strich ihm sanft übers Gesicht. Er öffnete seine Augen, schaute sie einen kurzen Moment an, wollte etwas sagen, aber sein Magen zog sich ein weiteres Mal schmerzhaft zusammen.

Sam sah sofort, was los war. Sie griff nach dem Becken auf dem Nachttisch und hielt es Steve hin. Kaum hatte er erbrochen, liess auch der Krampfanfall nach. Mühsam setzte er sich auf. Sam gab ihm das Glas mit Wasser, damit er sich den Mund ausspülen konnte. Mit dem Lappen wusch er sich anschliessend das Gesicht. Sam stand auf, ging ins Bad wusch den Lappen und das Becken aus und ging dann zurück in Steves Zimmer.

Er sass noch immer, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, am Kopfende seines Bettes. Seine Gesichtsfarbe wechselte aber schon wieder in ein verdächtiges Weiss. Sam ging zu ihm und setzte sich neben ihn aufs Bett. "Es fängt schon wieder an", sagte er leise.
"Ich weiss..." antwortete sie nur ,und als sein Körper erneut schmerzhaft verkrampfte, zog sie ihn in ihre Arme und hielt ihn einfach fest. Mehr konnte sie im Moment nicht für ihn tun.

Nach einer Stunde, in denen Steve immer wieder starke Krampfanfälle hatte, liessen sie nach, wurden schwächer und weniger, bis sie nach eineinhalb Stunden ganz aufhörten. Steve war so erschöpft, dass er sofort einschlief.

Nachdem Sam das Becken ein weiteres Mal ausgewaschen hatte, ging sie zurück in Steves Zimmer, öffnete seinen Kleiderschrank und nahm sich ein T-Shirt und eine kurze Sporthose raus. Dann ging sie ins Bad und stellte sich unter die Dusche. Frisch angezogen trat sie wieder in Steves Zimmer, um zu sehn, ob alles in Ordnung war mit ihm. Er schlief ruhig. Sie schaute auf ihre Uhr. Es war inzwischen schon halb neun Uhr Abends geworden. Ob sie nach Hause fahren sollte? Aber was, wenn Steve wieder Krampfanfälle bekam? Wenn er Hilfe brauchte und keiner da war? Nein... sie konnte und wollte ihn nicht alleine lassen. Zudem wollte sie wissen, was genau passiert war, und das würde er ihr sicher nicht auf dem Revier erzählen.

"Sie haben mich vergiftet... Sie haben kein Gegenmittel und auch nicht genug Zeit, um eins zu finden", hörte sie immer wieder Steves Worte in ihrem Kopf. Oh Gott... hiess das, dass er sterben musste? Bei dem Gedanken wurde ihr ganz schummrig und sie musste sich auf die Bettkante setzen, um nicht umzufallen. Sie schloss ihre Augen und erinnerte sich an ihr erstes Zusammentreffen mit Steve.

Sie war an diesem Morgen im Revier angekommen. Die Gouverneurin persönlich hatte sie dem Team vorgestellt. Allerdings glänzten Daniel Williams und Steve McGarrett mit Abwesenheit, weil sie wegen einem Fall unterwegs waren. Sie hatte danach den ganzen Tag in ihrem neuen Büro verbracht, der nur so mit Hightech und Computern vollgestopft war. Genau das, was sie sich immer gewünscht hatte. Am späten Nachmittag wollte sie sich dann einen Kaffee holen gehen. Und da sie dabei eh am Aktenraum vorbei kam, holte sie da gleich noch eine Akte raus, die sie brauchte. Während sie nun weiter Richtung Kaffeeautomaten lief, las sie sich schon mal die Akte etwas durch und so merkte sie gar nicht, dass hinter der nächsten Ecke, um die sie bog, zwei Männer in ein Gespräch vertieft waren. Erst als sie unsanft gegen ein Hindernis lief, schaute sie hoch.

"Kannst du nicht aufpassen!", ertönte eine verärgerte Stimme, und der Mann, den sie so eben unsanft angerempelt hatte, drehte sich zu ihr um. Sie hatte sofort gemerkt, wie ihr die Röte ins Gesicht schoss. "Es tut mir leid.. ich... ", begann sie rumzustottern. Und dann sah sie, wie das verärgerte Funkeln aus seinen blauen Augen verschwand und sich ein Grinsen auf sein Gesicht legte.

Das einzige, wozu sie noch fähig war, war da zu stehn und einfach nur in diese wunderschönen blauen Augen zu starren. Natürlich hatte er das bemerkt, und sein Grinsen wurde noch etwas breiter. "Steve McGarrett", stellte er sich schliesslich vor, und als sie noch immer kein Wort sagte, fügte er an: "Es wäre ganz nett zu erfahren, wer mich hier eben angerempelt hat. Ach ja.. und das ist Daniel Williams."

"Sam ... Sam Ryan", brachte sie schliesslich doch über ihre Lippen.

"Sam Ryan? Dann bist du unser neuer Computer-Freak? Eine Frau? Ich mein..."

"Was meinst du? Dass sich nur Männer mit Computern auskennen? Dass Frauen sowieso keine Ahnung von Technik haben?", unterbrach sie ihn wütend, drehte sich um und ging zurück in ihr Büro. Sie knallte die Tür hinter sich zu, warf die Akte auf den Tisch und setzte sich hinter ihren Schreibtisch. Oh shit... was hatte sie sich denn eben dabei gedacht, ihren neuen Boss so wütend "anzufahren" und ihn dann auch noch einfach stehen zu lassen. Sie schloss die Augen und atmete tief durch. "Das hast du wieder mal toll hinbekommen", sagte sie leise zu sich selber.

Kurze Zeit später klopfte es an ihre Tür. "Ja", rief sie. Steve trat ein. 'Na toll... das hast du jetzt davon... am ersten Tag schon einen "Anschiss" vom Boss', dachte sie und überlegte sich gerade eine gute Entschuldigung, aber irgendwie wollte ihr nichts einfallen.

"Hey...", riss er sie aus ihren Gedanken, "Ich hab das wirklich nicht so gemeint. Ich dachte einfach, dass Sam Ryan ein Mann ist. Du musst zugeben, dass dein Vorname nicht wirklich darauf schliessen lässt, dass es sich dabei um eine Frau handelt."

"Ich weiss... Ich sollte mir angewöhnen, auf meine Unterlagen den vollen Namen mit drauf zu schreiben", gab sie kleinlaut zu.

"Okay. Ich glaub, wir sollten nochmal von vorne beginnen", sagte er und streckte ihr die Hand hin, "Steve McGarrett."

"Sam Ryan", erwiderte sie und gab ihm ihre Hand.

"Willkommen im Team, Samantha", sagte er und schüttelte kurz ihre Hand

"Nenn mich nicht so", sagte sie sofort

"Warum denn nicht. Ist doch ein sehr schöner Name. Und der passt eigentlich auch viel besser zu dir", sagte er lächelnd.

"Ich mag Sam einfach lieber", erwiderte sie.

"Okay... ich versuche es mir zu merken", sagte er grinsend und ging zur Tür. Bevor er jedoch raus ging, drehte er sich nochmal zu ihr um. "Und noch was... Lass es bloss nicht zur Gewohnheit werden, deinen Boss so anzustarren."

Sofort schoss ihr wieder die Hitze ins Gesicht. "Ich... es...."
Er grinste nur und mit einem Augenzwinkern war er durch die Tür verschwunden.


Sie öffnete die Augen, sah Steve lange an. Sie hatte es immer verdrängt, dieses Gefühl, das sie jedesmal überkam, wenn sie in Steves Nähe war. Sie hatte auch nie wirklich an dieses "Liebe auf den ersten Blick" geglaubt. Bis zu jenem Tag, wo sie in die Augen von Steve McGarrett geblickt hatte.

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Zuletzt von fever am Di Sep 13, 2011 7:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Sa Jun 19, 2010 5:24 pm

Okay.. ich war ja überwältigt von den vielen Feedbacks die ich zu meiner Geschichte erhalten hab.. ( Danke nochmal dafür).. deshalb bekommt ihr das zweite Kapitel jetzt auch schon.. weiss allerdings noch nicht bis wann Kapitel 3 kommen wird..
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Kapitel 2
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Sie schaute Steve noch immer an, und schon begannen die Schmetterlinge in ihrem Bauch wieder zu "fliegen". Sie schloss die Augen und atmete tief durch. 'Vergiss es, Sam... er ist nicht deine Kragenweite... er sieht zu gut aus...du hast eh null Chancen bei ihm... so wie du aussiehst,' meldete sich mal wieder diese fiese kleine innere Stimme, die sich Vernunft nannte. Wie sie diese Stimme hasste. Vor allem, weil sie meist auch noch recht hatte. Sie war nichts Besonderes, und für wirklich hübsch hielt sie sich auch nicht gerade. Also wieso sollte sie einem Kerl wie Steve überhaupt auffallen. Für ihn war sie nur der Computerfreak seines Teams, und mehr würde sie wohl auch nie sein.

Sie öffnete die Augen und schaute ihn wieder an, und ohne dass sie es sich wirklich bewusst war, strich sie ihm sanft übers Gesicht. Erschrocken zog sie ihre Hand zurück und hielt den Atem an, als er sich bewegte. Erst als sie sich sicher war, dass, er nicht aufwachte atmete sie erleichtert aus. Sie stand auf, holte sich den Sessel, der in der Ecke des Zimmers stand und stellte ihn neben das Bett. Sie setzte sich rein und während sie Steve ansah, und sich jeden Zentimeter seines Gesichtes einprägte, fielen ihr die Augen zu und sie schlief ein. Sie merkte nicht mal mehr wie ihr ihre Brille von der Nase rutschte und auf dem Fussboden landete.

Als Steve aufwachte, wusste er im ersten Moment nicht mehr genau, wo er war. Erst als er sich bewegte und ihn dabei jeder Muskel seines Körpers schmerzte, erinnerte er sich wieder an das, was los gewesen war. Schlaftrunken stand er auf und trat dabei auf etwas Hartes. Das Knirschen unter seinem rechten Fuss liess nichts Gutes erahnen und liess ihn sofort hellwach werden. Er griff nach der Lampe und machte Licht. Erst jetzt erkannte er, dass Sam im Sessel neben seinem Bett schlief, und als er seinen Fuss hochhob, sah er auch, auf was er da eben getreten war. Ihre Brille. ''Shit...," fluchte er leise, bückte sich und hob die Brille hoch. Als er sie begutachtete, sah er sofort, dass das Gestell an zwei Orten gebrochen war, und eins der Gläser hatte einen Sprung. 'Na toll.. die ist hin,' dachte er und legte sie auf dem Nachttisch ab.

Leise ging er zu seinem Schrank und nahm sich frische Sachen zum Anziehen raus. Dann ging er zurück zum Nachttisch, um das Licht zu löschen. Doch bevor er das tat, schaute er Sam nochmal an. Sie sah so anders aus. Mit offenem Haar und ohne dieses hässliche Ding von Brille sah sie sogar richtig hübsch aus. Er schüttelte den Gedanken ab, machte das Licht aus und ging ins Bad. Da stellte er sich unter die Dusche und liess das warme Wasser über seinen Körper laufen. Es half immerhin ein klein wenig, seine schmerzenden Muskeln etwas zu entspannen. Irgendwann griff er dann doch zur Seife, um sich den Gestank von Erbrochenem und Schweiss vom Körper zu waschen.

Als er angezogen aus dem Bad trat, ging über dem Horizont gerade die Sonne auf. Er verliess das Haus und ging runter zum Strand. Dort setzte er sich in den Sand und schaute sich den Sonnenaufgang an.

Als Sam ihre Augen aufmachte, merkte sie sofort, dass da was fehlte. Ihre Weitsichtigkeit war zwar nicht so extrem schlimm, aber dennoch nahm sie die Gegenstände in ihrer Nähe alle leicht verschwommen wahr. Sie schaute sich nach ihrer Brille um und fand sie schliesslich auf dem Nachttisch. Und trotz ihres Sehfehlers sah sie sofort, dass ihre Brille hin war. 'Na toll, jetzt muss ich mir auch noch ne neue Brille besorgen,' dachte sie und steckte die Brille in ihre Tasche. Sie ging raus und schaute sich nach Steve um. Er war nirgends zu sehn, also ging sie raus auf die Terrasse. Als sie sich da umsah, entdeckte sie sie ihn am Strand.

Sie ging zu ihm und setzte sich neben ihm in den Sand. Sie sagte kein Wort, sass nur da und schaute ebenfalls zum Horizont, wo die Sonne eben als vollendete Kugel aus dem Meer hochstieg. "Ist das nicht ein wunderschöner Moment, wenn die Sonne am Morgen den Horizont durchbricht und die Luft noch so klar ist?", fragte er plötzlich. "Ja..ist es," antwortete sie nur und wieder sassen sie schweigend da.

"Erzählst du mir, was los war? Warum und wer dich vergiftet hat?", fragte sie schliesslich und schaute ihn dabei an. Er atmete tief durch und schaute sie dann auch an. Er konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, als er ihren leichten Silberblick wahrnahm, mit dem sie ihn eben anschaute. 'Irgendwie süss', dachte er.
"Was?", wollte sie wissen.
"Nichts.. ich...", stotterte er rum, "..das mit deiner Brille tut mir leid," sagte er entschuldigend, obwohl es eine glatte Lüge war. Es tat ihm kein bisschen leid, dass er auf dieses hässliche Teil getreten war. "Ich hab nicht gesehen, dass sie auf dem Boden liegt."
"Schon gut. War mein Fehler. Ich hätte sie ablegen sollen", antwortete sie. "Aber versuch jetzt nicht von meiner Frage abzulenken. Was ist passiert?", fragte sie nochmal.

Er schloss kurz seine Augen. Er hatte es eigentlich keinem erzählen wollen, aber dafür war es jetzt zu spät. Nach dem, was sie bisher gesehen und erfahren hatte, würde sie wohl nicht locker lassen, bis er ihr alles erzählt hatte. Na ja... zumindest einen Teil davon, denn alles wollte und konnte er ihr einfach nicht erzählen.

"Ich hab vorgestern einen Anruf von einem Informanten bekommen. Er sagte, dass er Beweise hätte, die den Mörder meines Vaters hinter Gitter bringen könnten. Und er wolle sich mit mir treffen, um mir eine kleine "Kostprobe" davon zu übergeben. Den Rest müsse ich dann kaufen, wenn ich sie haben wollte. Also bin ich heute früh morgens zum vereinbarten Treffpunkt gefahren. Leider war ich so dumm, in eine Falle zu laufen. Plötzlich waren sie da. Vier Kerle, schwer bewaffnet. Sie nahmen mir meine Waffe, das I-phone sowie die Wagenschlüssel ab, fesselten mich und warfen mich hinten in den Kofferraum ihres Wagens. Ich weiss nicht, wie lange die Fahrt gedauert hat, aber als sie stoppten und mich aus dem Kofferraum zerrten, standen wir vor einem alten Fabrikgebäude. Sie brachten mich runter in einen Kellerraum und banden mich auf einem Stuhl fest, der mitten im Raum stand. Und dann kam ihr Boss rein."

Nun begann er ihr in groben Zügen zu erzählen, was los war. Dass sie von ihm wollten, dass er ihnen die Hand von Danny brachte. Und dass sie ihm ein Gift gespritzt hatten, dessen Wirkung nach 72 Sunden nicht mehr aufzuhalten war. Und auch, dass er schon in diesem Keller die ersten Krämpfe hatte, und sie sich nun alle 12 Stunden wiederholen würden. Aber einige Dinge, die passiert waren, behielt er für sich, weil er der Meinung war, dass sie das nicht zu wissen brauchte. Oder war es, weil er sich einfach nicht an diese Dinge erinnern wollte? Dann hatte er Pech gehabt, denn sein Unterbewusstsein liess ihn diese Dinge nicht einfach vergessen, nein, es brachte sogar alles wieder in ihm hoch. Und in seinem Kopf begann sich die Geschichte wie ein Film abzuspielen.. liess ihn alles nochmal erleben...

Der Kerl trat vor ihn. "Guten Morgen McGarrett"
"Kennen wir uns?", fragte er ihn
"Ich weiss, wer du bist, das reicht", bekam er als Antwort
"Was wollt ihr von mir?"
"Eigentlich nur, dads du mir die rechte Hand deines Partners Daniel Williams bringst. Und wenn ich Hand sage, dann meine ich auch Hand, ohne dass der Rest von ihm noch dranhängt", antwortete der Boss.
"Und wenn ich es nicht tue?"
"Dann wirst du sterben", war die knappe Antwort, die er erhielt.
"Dann töte mich. Denn nie im Leben werde ich meinen Partner töten."
"Wer sagt denn was von töten? Ich will nicht, dass er stirbt. Du sollst ihm nur die Hand abhacken. Das ist alles, was ich von ihm will, seine rechte Hand", erwiderte der Kerl
"Dann hol sie dir selber."
"Das würde doch keinen Spass machen. Ist doch viel interessanter zu sehn, ob der eine von euch bereit ist, ein Opfer für den andern zu bringen. Wobei dein "Opfer" um einiges grösser ist als seins. Er würde "nur" eine Hand verlieren, um dir das Leben zu retten. Du aber verlierst dein Leben, wenn du ihn nicht zum Krüppel machst. Das ist doch ein amüsantes Spiel oder?", sagte der Boss grinsend.
"Du bist krank! Ich werde das niemals tun. Lieber sterbe ich!"
"Wir werden sehn", sagte der Kerl und holte eine Spritze aus der Tasche. "Joe.. Halt ihn fest", befahl er einem seiner Leute, während er dafür sorgte, dass keine Luft in der Spritze war.
Joe trat hinter ihn, packte seinen Kopf, zog ihn leicht zur Seite und hielt ihn so fest. Er spürte den Einstich der Nadel, spürte, wie ihm der Kerl die Flüssigkeit in die Halsvene spritzte. "Was war das?", fragte er, als sie ihn wieder losgelassen hatten.
"Ein langsam wirkendes Gift. Du hast 72 Stunden Zeit, um mir das zu bringen, was ich will. Danach ist die Wirkung des Giftes nicht mehr aufzuhalten", antwortete der Boss und warf ihm eine Stoppuhr vor die Füsse. Dann zog er eine Zigarre aus der Tasche und zündete sie sich an.
"Und warum lässt du mich jetzt nicht gehen?"
"Weil ich meinen Männer das Vergnügen gönnen will, einen Bullen im Dreck liegen zu sehn", bekam er als Antwort zu hören.
Er verstand in dem Moment nicht, was er damit meinte, aber das änderte sich schnell. Zehn Minuten später begann er sich unwohl zu fühlen.
Der Boss grinste ihn nur an. "Bindet ihn los", befahl er. Seine Fesseln wurden sofort durchgeschnitten. "Du darfst gehen McGarrett."
Er stand auf, wollte gehen, aber in diesem Moment verkrampften sich die Muskeln seines Körpers. Er fiel hin und blieb verkrümmt auf dem dreckigen Fussboden liegen.
"Oh.. was ist denn, McGarrett? Willst du noch nicht gehen?", fragte einer. Sie kamen näher, standen im Kreis um ihn rum und grinsten auf ihn runter.
Als der Krampf nachliess, wollte er aufstehn, doch als er auf den Knien war, versetzte ihn einer der Kerle einen Stoss mit dem Fuss, so dass er wieder im Dreck landete.
"Bleib, wo du hingehörst", hörte er den Kerl sagen. "Genau.. Dreck gehört in den Dreck", erwiederte ein anderer. Und wenig später begannen seine Muskeln ein weiteres Mal schmerzhaft zu verkrampfen.
"Schaut euch an, wie er sich im Dreck windet. Sowas sollte man doch viel öfter sehn. Bullen, die sich vor einem im Dreck wälzen", sagte einer, und als ob die Krämpfe ihm nicht schon genug zusetzten, gab ihm der Kerl auch noch einen Tritt in die Seite.
Er biss die Zähne zusammen, damit er nicht aufstöhnte vor Schmerz. Er wollte keine Schwäche zeigen, oder besser gesagt, ihnen nicht noch einen Grund liefern, ihn zu verspotten.
Als der Krampf nachliess, versuchte er nicht mal mehr auf die Beine zu kommen. Er blieb einfach auf dem Boden liegen.
"Oh.. anscheinend gefällt es ihm, im Dreck zu liegen. Scheint, er hat kapiert wohin er gehört", hörte er einen sagen, wärend er spürte, dass sich schon der nächste Krampfanfall anbahnte.
Und wirklich, keine Minute später begannen die Krämpfe erneut. Und schliesslich verkrampfte sich sein Magen und er erbrach. Dabei "traf" er auch die Schuhe von einem der Kerle.
"Hey.. was soll das das! Du Schwein kotzt mir auf meine Schuhe!?", sagte einer, trat zu ihm und packte ihn an den Haaren. "Sieh dir die Schweinerei an, die du hier gemacht hast", sagte er und drückte ihm sein Gesicht mitten ins Erbrochene. "Eigentlich sollte ich dich jetzt deine eigene Kotze fressen lassen, aber womöglich kotzt du mir dann noch mal auf meine Schuhe, und die sind mir dafür echt zu schade."
"Boah.. Leute lasst uns abhauen, der Gestank, den der Bulle verbreitet, ist ja kaum auszuhalten", sagte ein anderer und ging Richtung Tür.
Der Kerl über ihm liess seine Haare los und ging auch. Nur der Boss trat nochmal auf ihn zu, drehte ihn auf den Rücken, stellte ihm dann seinen Fuss auf die Brust und drückte ihn hart auf den Boden.
"Diese Krämpfe sind nicht die letzten. Die wirst du ab jetzt alle zwölf Stunden bekommen. Vielleicht erleichtert dir das die Entscheidung, mir zu bringen, was ich will. Die Nummer, unter der du mich erreichen kannst, steht hinten auf der Stoppuhr", sagte der Kerl und ging dann auch. Er machte das Licht aus und schloss die Tür. Nun lag er in diesem Kellerraum, in völliger Dunkelheit, es stank nach seinem Erbrochenen, nach Schimmel und Fäulnis und sein Körper wurde immer wieder aufs neue von starken Krämpfen geschüttelt. Er versuchte nicht mal aufzustehn und zur Tür zu gehn, weil er im moment eh nicht in der lage war sie in der Dunkelheit zu finden. Also blieb er einfach an der Stelle liegen wo er war. Und umso länger er da lag, umso mehr drängte diese Erinnerung in ihm hoch. Eine Erinnerung aus seiner Kinheit, die er tief in sich vergraben hatte. Die jetzt aber langsam in ihm hochkroch, weil sie ihn in völliger Dunkelheit zurück gelassen hatten. Nur dank seinem jahrelangem Training bei den Seals schaffte er es, sich auf was anderes zu konzentrieren, das Gefühl von Hilflosigkeit und Schwäche nicht in ihm hochkommen zu lassen.


Die Bilder in Steves Kopf verblassten. "Als die Krämpfe endlich vorbei waren, ging ich raus. Sie hatten mir meinen Wagen da gelassen. Also fuhr ich nach Hause, habe geduscht und mich umgezogen und bin dann ins Krankenhaus gefahren, wo mir ein Arzt Blut abgenommen hat. Danach bin ich ins Büro gefahren, und zwei Stunden später rief mich der Arzt an und teilte mir mit, dass sie nicht wüssten, was für ein Gift es ist. Und dass es mindestens eine Woche dauert, bis sie es rausgefunden und ein Gegenmittel hergestellt hätten. Zudem könne er mir nichts gegen die Krämpfe geben, weil er ja nicht wüsste, ob ein Medikament sie nicht noch schlimmer machen würde", beendete Steve seine Story.

"Wieso hast du mir nichts davon erzählt?!", ertönte eine Stimme hinter ihnen, und als sie sich umsahen, stand Danny da.
"Wie lange..."
"Lange genug. Verdammt, Steve!! Wieso hast du mir das nicht erzählt?", unterbrach er Steve wütend
"Es hätte nichts geändert", antwortete Steve.
"Und ob das was ändert!", schrie Danny ihn nun an.
"Was denn? Was ändert sich jetzt, Danny? Denkst du wirklich, ich lasse es zu, dass du dich wegen mir zum Krüppel machen lässt?", schrie Steve zurück.
"Das ist ja wohl alleine meine Entscheidung!", sagte Danny wütend.
"Nein, ist es nicht. Es geht um mein Leben, also ist es meine Entscheidung!", schrie Steve ihn wieder an.
"Aber die wollen meine Hand. Und wenn ich die für meinen Partner opfern will, dann ist das meine Entscheidung. Verstehst du!", schrie Danny zurück.
Steve ging zu ihm. Wütend gab er ihm einen Stoss gegen die Brust. So stark, dass Danny hinfiel und unsanft auf seinem Hintern landete. "Ich sagte, es ist meine Entscheidung. Ist das klar?", schrie er ihn nochmal an, wandte sich ab und wollte gehen.
Danny stand auf und sprang Steve an und warf ihn zu Boden. Er kniete sich über ihn, packte ihn am T-Shirt und drückte ihn in den Sand. " Nein, ist es nicht", zischte er Steve an.
Steve packte nun Danny ebenfalls am Shirt und die beiden Männer begannen ein Gerangel, bei dem jeder versuchte, den andern unter sich in den Sand zu drücken.

"Hey Jungs.. Lasst das ... Was ihr hier macht, hat doch keinen Sinn.. okay?", mischte sich Sam jetzt ein. Die beiden hielten inne und schauten sie an. Und schliesslich liessen sie sich los und setzten sich auf.

"Ich will nicht, dass du sterben musst. Verdammt Steve, du bist mein Partner... und mein Freund", sagte Danny jetzt ruhig.
"Und ich will nicht, dass du dich wegen mir zum Krüppel machen lässt. Ich könnte nicht damit leben zu wissen, das du deinen Job aufgeben musst. Ich weiss, was er dir bedeutet. Verstehst du das? Ich kann das einfach nicht", sagte Steve leise.
"Aber du erwartest, dass ich dich einfach so sterben lasse. Denkst du, ich könnte damit leben?", fragte Danny.
"Ich hab mich entschieden", sagte Steve, stand auf und ging Richtung Haus, da er sich plötzlich gar nicht mehr gut fühlte. Er schaute auf seine Uhr, und mit Schrecken stellte er fest, dass die zwölf Stunden seit seinen letzten Krampfanfällen schon wieder um waren.
"Was soll das jetzt... wir haben das noch nicht ausdiskutiert! Hörst du! Steve!" Wütend ging Danny ihm nach, packte ihn an der Schulter und wollte ihn zu sich umdrehen. In diesem Moment sackte Steve auf die Knie. Erschrocken wich er einen Schritt zurück, sah mit Entsetzen zu, wie Steves Körper verkrampfte und er sich schmerzgepeinigt vor ihm im Sand wälzte.
Sam ging sofort zu ihm, kniete sich in den Sand und hob seinen Oberkörper leicht an. So dass sein Kopf nicht mehr im Sand lag, sondern auf ihrem Schoss ruhte. Sie sah, dass er grosse Schmerzen hatte. "Verdammt... Zwölf Stunden können ganz schön kurz sein", presste er angestrengt zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hervor und schliesslich konnte er ein Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Die Schmerzen waren einfach zu stark.

"Oh Gott... das kann ich nicht zulassen... das muss aufhören...", sagte Danny und ging ins Haus.
"Danny!... Danny!", rief Steve ihm angestrengt hinterher, aber Danny schaute sich nicht mal um. "Verdammt .. Sam.. geh ihm nach."
"Aber du..."
"Bitte..." sagte er und schaute sie flehend an.
"Okay... ich bin gleich zurück", sagte sie, liess Steve los und stand auf. Aber dann zögerte sie, wollte Steve nicht alleine hier draussen liegen lassen.
"Geh... bitte..", flehte er sie nochmal angestrengt an.
"Na gut", sagte sie und ging ins Haus.

Sie fand Danny sofort. Er stand in der Küche. In der linken Hand hielt er ein Fleischbeil, seinen rechten Arm hielt er so auf den Küchentisch, dass er sich die Hand ohne Probleme hätte abhacken können.
"Daniel... Mach keinen Scheiss", sagte Sam entsetzt.
"Was ist schon der Verlust einer Hand, wenn ich damit das Leben meines Partners retten kann", sagte er und holte mit dem Beil aus.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Mo Jul 05, 2010 4:45 pm

Erst mal ein danke an die fleissigen Feedbackschreiber... Es ist toll zu wissen das so viele die geschichte mitlesen.. Ich hoffe das ich euch auch bis zum, schluss "halten" kann... aber jetzt gibts erst mal .....
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Kapitel 3
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'Oh mein Gott... Ich muss ihn stoppen!',schoss es durch ihren Kopf.'aber wie?.. Reden, reden war immer gut'. " Und was ist wenn du dir die Hand umsonst abhackst?",warf sie ihm an den Kopf. Und es zeigte Wirkung. Er zögerte und schaute sie fragend an. " Was ist wenn der scheiss Kerl Steve trotzdem sterben lässt?", stellte sie ihm die nächste Frage.
"Er will nur meine Hand. Dann wird er Steve das Gegenmittel geben.",antwortete Danny
"Bist du sicher? Was wenn er es sich plötzlich anders überlegt? Wenn ihm eine Hand von dir nicht mehr reicht und er auch noch ein anderes Körperteil von dir fordert? Was dann Danny?", Sam wartete seine Antwort erst gar nicht ab und fuhr fort." Danny.. er spielt mit euch! Er kann die Regeln ändern wann immer er will."
Danny schloss kurz seine Augen und atmete tief durch." Ich will nicht das Steve sterben muss.", sagte er schliesslich leise
"Ich auch nicht. Aber dir die Hand abzuhacken ist der falsche Weg um ihm zu helfen." erwiderte Sam

"Sie hat recht Danny. Leg das Ding weg. Bitte.. denk an dein Tochter. Wie willst du ihr erklären das du dir deine eigene Hand abgehackt hast", ertönte Steve's Stimme von der Tür her. Danny schaute ihn an, atmete einige male tief durch und legte das Fleischbeil schliesslich auf dem Tisch ab." Okay.. das ist schon besser", sagte Steve lehnte sich an die Wand und lies sich an ihr runter auf den Boden gleiten. Er war schon wieder bedenklich weiß im Gesicht. Der nächste Krampfanfall würde nicht mehr lange auf sich warten lassen.
"Steve... kann ich irgendwas für dich tun?", fragte Danny besorgt. Steve schüttelte den Kopf. " Du solltest besser geh", sagte er leise.
"Aber....."
"Bitte Danny...", unterbrach Steve ihn flehend.
"Okay..", sagte Danny laut und dann flüsternd zu Sam, " Ich warte draussen".
"Es könnte länger ....".
"Egal.",unterbrach er sie noch immer flüsternd und und ging raus. Er wusste das Steve ihn weggeschickt hatte weil er nicht wollte das er ihn so sah. Und er verstand es. Er hätte das gleiche gewollt. Er setzte sich draussen auf der Terrasse in einen Stuhl und wartete. Dabei überlegte er fieberhaft wer Interesse daran haben könnte das er seine Hand verlor.

Sam nahm das kleine Becken vom Tisch und kniete sich zu Steve. "Soll ich dir helfen ins Bett zu kommen?" fragte sie ihn
"Zu spät..", antwortete er und wieder verkrampften sich die Muskeln seines Körpers. Vorsichtig zog Sam ihn in ihre Arme und hielt ihn fest bis der Anfall vorbei war. Dann half sie ihm auf die Beine und brachte ihn ins Schlafzimmer.
Es dauerte nicht lange bis seine Muskeln erneut schmerzhaft verkrampften. Steve versuchte seinen Schmerz zu unterdrücken und biss seine Zähne zusammen. So stark das sie unter dem Druck seines Kiefers zu knirschen begannen. Aber schliesslich waren seine Schmerzen so gross das er ein Stöhnen nicht mehr unterdrücken konnte. Sam strich ihm sanft übers Gesicht.Es tat ihr in der Seele weh ihn so leiden zu sehn. Und noch schlimmer war das sie ihm nicht wirklich helfen konnte. Das einzige was sie tun konnte war hier bei ihm zu sein, und ihm das Becken hin zu halte wenn er erbrechen musste.

Diesmal dauerten die starken Krämpfe gute 45 Minuten, dann wurden sie schwächer und nach einer Stunde waren sie vorbei. Mühsam setzte sich Steve auf. Er wollte aufstehen, aber seine Muskeln schmerzten noch zu sehr. Also blieb er kurz auf der Bettkante sitzen.
Sam setzte sich zu ihm. "Sie werden mit jedem mal stärker, nicht wahr?", fragte sie ihn und schaute ihn an. Er nickte nur. " Ich ruf im Krankenhaus an. Vielleicht wissen die inzwischen mehr.", sagte sie und stand auf. "Tu das wenn du willst. Ich muss erst mal unter die Dusche." erwiderte Steve stand auf, nahm sich neue Sachen aus dem Kleiderschrank und verschwand dann im Bad.

Sam ging ins Wohnzimmer, nahm ihr Handy und wählte die Nummer vom Krankenhaus." Hallo... ich rufe im Auftrag von Steve McGarrett an. Ich soll fragen ob es schon was neues gibt wegen seiner Blutuntersuchung. Ja.... Steve McGarrett. Er war gestern morgen bei ihnen und hat sich Blut abnehmen lassen. Was?! Das kann nicht sein. Schauen sie bitte nochmal nach. Steve McGarrett.. okay ich buchstabiere ..M..C..G..A..R..R..E..T..T.... Okay ... Danke." Sam beendete den Anruf und steckte das Handy in ihre Hosentasche. Kurz stand sie da, atmete tief durch und versuchte zu begreifen was sie eben erfahren hatte. "Scheisse...." fluchte sie schliesslich.
"Was ist Scheisse?" wurde sie aus ihren Gedanken gerissen und als sie sich umdrehte stand Danny im Raum.
"Ich hab im Krankenhaus angerufen..."
"Und?" fragte Danny ungeduldig als Sam stockte.
"Sie haben keine Akte von einem Steve McGarrett. Und auch keine Blutprobe von ihm im Labor." fuhr Sam fort.
"Was...aber... wieso?" stotterte Danny rum.
"Wahrscheinlich hat der Mistkerl, der Steve vergiftet hat, einen Arzt bestochen. So das Steves Blut nie im Labor angekommen ist. Sie konnten es noch gar nicht untersuchen, weil keins da ist." sagte Sam.
"Dieser verdammte Mistkerl! Wenn ich den Arzt erwische bring ich ihn um! Dieses...."

"Wen willst du umbringen?" fragte Steve der eben ins Wohnzimmer trat.
"Den Arzt der dir Blut abgenommen hat. Er..." Sam stockte
"Was ist mit ihm?" fragte Steve
"Er war gekauft!" antwortete Danny
"Gekauft? Ich versteh nicht... was.. "
"Dein Blut wurde noch gar nicht untersucht, weil es nie im Labor angekommen ist. Es gibt im Krankenhaus nicht mal mehr eine Akte von einem Steve McGarrett. Man hat ihn bestochen damit er alles verschwinden lässt." unterbrach Sam Steve.
Jetzt verstand auch Steve was das bedeutete. Er schloss kurz seine Augen, biss sich auf die Unterlippe und machte einige tiefe Atemzüge. Als er die Augen wieder öffnete glänzten sie verdächtig. "Wow.. der Kerl unternimmt wirklich alles um mich qualvoll sterben zu lassen." sagte er und und atmete nochmal tief durch.
"Wir können das ändern. Wenn du ihm meine Hand.."
"Nein Danny! Hör auf damit! Auf keinen Fall werde ich diesem Phsycophaten irgend ein Körperteil von dir bringen! Hast du das verstanden?!" sagte Steve wütend. "Ich fragte ob du das verstanden hast!" setzte er nochmal nach weil Danny ihm nicht geantwortet hatte.
"Ja hab ich.. " erwiderte Danny jetzt.
"Gut.. Ich sollte vielleicht nochmal ins Krankenhaus fahren und mir Blut abnehmen lassen. Und um den Arzt zu finden." sagte Steve
"Nein.. lass Danny ins Krankenhaus fahren wegen des Arztes, und wir beide fahren in die Pathologie." sagte Sam
"Was soll ich da? Ich bin noch nicht tot." erwiderte Steve
"Und ich hoffe das bleibt auch noch lange so. Aber die können dein Blut auch untersuchen. Die haben da top Leute die sich in der Toxologie auskennen. Und vor allem sind die ganz sicher nicht gekauft. Wer weiss wie viele Leute im Krankenhaus noch von dem Kerl bezahlt wurden um dein Blut verschwinden zu lassen. Vielleicht würden sie es wieder tun." sagte Sam
"Ich weiss nicht..."
"Komm schon Steve. Die sind wirklich gut. vertrau mir." unterbrach Sam ihn
Er schaute sie an." Okay." stimmte er ihr schliesslich zu.

"Okay...Ich fahr dann mal ins Krankenhaus und versuch diesen Arzt zu finden.Wie war sein Name?" fragte Danny
"Frederik Powell." antwortete Steve.
"Gut.." sagte Danny und ging Richtung Tür. "Oh.. Steve.. kann ich mir nochmal deinen Wagen ausborgen? Ich wollte ja eigentlich das du mich zur Garage fährst damit ich meinen abholen kann.. aber jetzt..."
"Ja nimm ihn, aber bring ihn heil zurück." unterbrach Steve ihn. "Danke" hörte er noch und schon war Danny durch die Tür verschwunden.

"Wir sollten wohl auch los." sagte Steve und drehte sich zu Sam um. Sie stand da und hielt ihm ihre Autoschlüssel entgegen. "Was soll ich damit?" fragte er verwundert.
"Fahren. Weil ohne Brille sollte ich das besser nicht tun." antwortete sie.
"Oh....ja... klar." sagte Steve, nahm ihr den Schlüssel aus der Hand und ging zur Tür. Sie gingen zu Sam's Wagen stiegen ein und fuhren los.

Fünfzehn Minuten später traten sie durch die Tür der Pathologie. Zielstrebig ging Sam auf eine der Türen zu und klopfte. Als ein lautes "Ja" ertönte, öffnete sie die Tür, und trat ein. Steve folgte ihr. nachdem er die Tür wieder geschlossen hatte schaute er sich um. Sie standen in einem kleinen Labor. Die einzige Person die ausser ihnen noch hier drin war, war eine Frau. Sie sass hinter einem Tisch und begutachtete irgendwas durch ein Mikroskop.

"Hi Angela" sagte Sam
"Hallo Sam... was führt dich her?" fragte sie ohne von ihrer Arbeit hoch zu sehn.
"Es geht um meinen Boss..."
"Ach schickt er dich jetzt schon vor Dienstbeginn her um Sachen für ihn zu erledigen? Sonst hat er dich doch immer nach Dienstschluss...."
"Angela..." versuchte Sam ihren Redefluss zu unterbrechen. Aber es nutzte nichts
"Du solltest dir das echt nicht von deinem Boss gefallen lassen. Sowas..."
"Angela.." unterbrach Sam sie nochmal Laut. Aber sie reagierte noch immer nicht.
"Ja..ja.. ich weiss.. es macht dir nichts aus das für ihn zu tun. Aber das sagst du doch nur weil du dich....." Angela verstummte sofort und schaute erschrocken von ihrer Arbeit hoch, als es laut schepperte. Sam hatte kurzerhand eine Chromstahlplatte mit einigen Instrumenten drauf vom Tisch gestossen.

" Sorry..Bin wohl dran gestossen." sagte Sam und hob die Sachen auf und legte sie wieder auf den Tisch.
"Oh.. Ich hab gar nicht bemerkt das du nicht alleine bist. Ein Arbeitskollege von dir?" fragte sie als sie Steves Waffe im Schulterhalfter sah.
"Nicht ganz.." sagte Sam verlegen
"Was heisst dass denn?" fragte Angela verwirrt
"Das ist Steve McGarrett." antwortete Sam und schaute Angela dabei an.
"McGarrett? Den Namen kenn ich doch. Aber woher bloss?" sagte Angela und fing an zu überlegen.
"Vielleicht von den Akten die Sam ab und zu hier vorbei bringt." mischte sich Steve nun grinsend ein. Er war sichtlich amüsiert von dem was hier eben vor sich ging.
"Von den Akten.. natürlich..das..." Angela stockte und sah Sam an die nur dastand und sie ansah. Und dann endlich viel der Groschen. " Oh.. das ist der Steve McGarrett.. dann ist er ..." Angela stockte
".. mein Boss" beendete Sam den Satz
Angela schaute Steve an der noch immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht da stand. " Es ist nicht.. nicht das du das falsch... aber es ist..."
Angela lass es.. okay.." unterbrach Sam ihr gestammel.
Angela räusperte sich kurz." Warum genau seit ihr nochmal hier?" fragte sie um das Thema zu wechseln.
"Steve wurde vergiftet. Und ich möchte das du rausfindest was für ein Gift es ist und mir das Gegenmittel besorgst." sagte Sam
"Sollte er dafür nicht besser ins Krankenhaus?" fragte Angela
"Da war er schon. Aber Anscheinend hat der Kerl, der ihn Vergiftet hat, den Arzt bestochen damit er Steves Blut verschwinden lassen hat. Und wer weiss wie viele Leute da noch mit drin hängen. Bitte Angela. Tu mir den gefallen und versuch raus zu finden was für ein Gift ihm gespritzt wurde." flehte Sam
"Na gut. Weil du mich darum bittest. ich schulde dir eh noch was." sagte Angela holte Desinfektionsmittel, eine Spritze und zwei Reagenzgläser.

"Setz dich" sagte sie zu Steve während sie die Spritze auspackte.Steve setzte sich hin. "Halt mal kurz" sagte Angela zu Sam und drückte ihr die Spritze und Reagenzgläser in die Hand. Dann desinfizierte sie Steves Armbeuge und band ihm ein Gummiband um den Oberarm. So wurde seine Vene gut sichtbar und sie konnte ihm ohne Probleme Blut abnehmen, das sie dann in die Reagenzgläser spritze. Am Schluss drückte sie ihm einen Gazetupfer auf die Einstichstelle. "Drück den noch etwas drauf" sagte sie zu Steve und als er das tat wante sie sich Sam zu.
"Hast du sonst noch irgendwelche Infos für mich?" fragte sie.
"Das Gift verursacht starke Muskelkrämpfe die sich alle 12 Stunden wiederholen und mit jedem mal stärker werden. Zudem hat man ihm gesagt das man die Wirkung nach 72 Stunden nicht mehr aufhalten kann." sagte Sam
"Und wie lange hab ich noch Zeit um rauszufinden was für ein Gift es ist und das Gegengift zu besorgen?" fragte Angela weiter
"Keine 48 Stunden mehr" antwortete Sam
"Wow.. dann sollte ich mich beeilen. ich ruf dich an wenn ich was weiss." Sagte Angela nahm die beiden Reagenzgläser und verschwand durch die Tür.

"Sie mag mich nicht besonders" sagte Steve als die Tür hinter Angela ins Schloss gefallen war
"Ach was.. sie kennt dich doch gar nicht." erwiderte Sam
"Irgendwie versteh ich sie sogar...sie hat recht. Dich nach Dienstschluss her zu schicken war nicht richtig....."
"Aber es macht mir wirklich nichts aus. Liegt doch sowieso auf dem Weg zu meiner Wohnung. Und ist zudem immer ein guter Grund Angela zu besuchen." unterbrach Sam ihn
"Trotzdem... Es tut mir leid.. Ich.."
"Hey.. du must dich nicht entschuldigen. Weil es mir wirklich nichts ausmacht. Also vergiss einfach was Angela gesagt hat. Okay." unterbrach Sam ihn ein weiteres mal.
"Okay." sagte Steve und ging Richtung Tür. Bevor er sie erreichte stoppte er und drehte sich zu Sam um." Ich würde allerdings zu gerne wissen was sie sagen wollte als du sie so lautstark unterbrochen hast..."
"Ich bin aus versehen an dieses Ding gestossen." versuchte Sam sich raus zu reden
"Natürlich... so ganz aus versehen." sagte Steve mit gespielt ernstem Gesichtausdruck.
"Ja.. genau so war es." erwiederte Sam
"Und du wirst mir auch gleich ernstahft erklären wollen, das du eben einen Sonnenbrand im Gesicht bekommst, wegen den Spezialllampen hier im Labor." sagte er und ein breites Grinsen legte sich auf sein Gesicht.
"Nein .. ich... es ist nur etwas heiss hier ." nuschelte Sam und ging an Steve vorbei Richtung Tür. "Wir sollten gehn" fügte sie an und ging raus.

Sie gingen zu Sam's Wagen und stiegen ein.
Steve grinste noch immer. "Hör auf zu grinsen und fahr mich nach Hause. Ich muss mich umziehen bevor ich ins Büro fahren kann." sagte Sam sichtlich genervt.
"Hey.. du bist mir doch nicht böse.. oder?, fragte Steve und schaute sie entschuldigend an.
Sam schaute ihn an. Oh Gott.. dieser Blick und diese Augen. Sie war immer wieder aufs neue fasziniert wie sich seine Augenfarbe dem anpasste was er trug. Und im Moment strahlten sie in einem wunderschönen dunklen Grün, so wie das T-Shirt das er trug. Und wieder mal lies dieser Blick von ihm, ihr Herz ein klein wenig schneller schlagen. Sie atmete einmal tief durch. Er hatte es mal wieder geschaft das sie ihm nicht wirklich böse sein konnte. Im Gegenteil, er brachte es es sogar fertig, das sie ihn anlächelte. "Nein, bin ich nicht.. wenn du endlich losfährst" antwortete sie ihm schliesslich.
Steve lächelte, startete den Wagen und fuhr los.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Jul 18, 2010 1:43 pm

Wie immer an dieser Stelle.. Danke an die eifrigen Feedback schreiber.. *friend*
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Kapitel 4
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Während der Fahrt zu Sams Appartement zog Steve plötzlich sein iPhone aus der Tasche und gab es Sam. "Könntest du mir bitte ein Taxi bestellen, damit ich von deiner Wohnung ins Revier komme."

"Klar." sagte Sam, nahm ihm das Telefon ab und rief bei einem Taxiunternehmen an. "Ist das Ding hier gut?" fragte Sam nachdem sie den Anruf beendet hatte und schaute sich das iPhone an. "Ja." antwortete Steve nur. "Darf ich es mir mal ansehen? Ich mein die Funktionen und so." sagte sie sichtlich interessiert. "Sicher, mach nur." antwortete er. "Danke." erwiderte Sam und begann damit, auf dem Handy "rum zu drücken". Hätte Steve sich nicht aufs fahren konzentrieren müssen, dann hätte er vielleicht bemerkt das Sam ziemlich gezielt Sachen auf seinen iPhone an- und eintippte. Und das mit einer Geschwindigkeit die nur jemand an den Tag legen konnte der sowas in- und auswendig kannte. So dauerte es auch nicht lange und sie hatte erledigt was sie hatte erledigen wollen. "Ganz interessant das Ding." sagte sie und gab Steve das iPhone zurück. "Aber ich glaube ich bleib bei meinem alten Handy."
"Wenn du meinst." sagte er nur und steckte das iPhone wieder in die Tasche.

Keine fünf Minuten später hielten sie auf dem Parkplatz vor Sams Wohnung an.Kaum waren sie ausgestiegen fuhr ein Taxi auf den Parkplatz. "Das ist wohl meines." sagte Steve drückte Sam den Autoschlüssel in die Hand und stieg ins Taxi ein. Sam ging rauf in ihre Wohnung. Sie lag im zweiten Stock und bestand aus Wohnzimmer, Küche, Bad, Büro und Schlafzimmer. Nachdem sie geduscht und sich frische Sachen angezogen hatte, band sie sich ihre lockigen,langen, braunen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen und setzte sich Kontaktlinsen ein. Sie hasste diese Dinger. Sie wusste genau, dass wenn sie den ganzen Tag damit vor dem Computer sass, ihre Augen am Abend so gerötet waren das sie aussah wie jemand der unter Drogen stand. Aber da sie sich erst mal eine neue Brille besorgen musste hatte sie keine andere Wahl als sich diese Dinger in die Augen zu setzten.

Sie ging aus dem Bad, nahm die Brille aus der Tasche, ging zu dem Gestell das an der Wand hing, und legte die Brille da drauf. Sie nahm das eingerahmte Bild das daneben stand und schaute es lange an. Es zeigte sie und ihren älteren Bruder Bryan. Das Foto hatten sie an Sams siebten Geburtstag gemacht, am gleichen Tag an dem Bryan starb. " Es tut mir leid Bryan. Ich weiss ich hatte dir versprochen sie immer zu tragen. Aber nicht mal das hab ich hinbekommen." sagte sie leise und stellte das Bild wieder hin. Sie fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, atmete einige male tief durch um ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu bringen, drehte sich dann um, nahm den Autoschlüssel vom Tisch und verlies die Wohnung. Auf dem Weg ins Büro hielt sie an einer Bäckerei an und besorgte einige Donuts. Die waren für den Fall das Steve noch nichts gegessen hatte. Denn diesen Dingern konnte er einfach nicht wiederstehn. Für sich kaufte sie ein belegtes Brötchen und ass es noch während der fahrt ins Büro auf.

Kaum war Steve im Büro angekommen setzte er sich hinter seinen Schreibtisch und machte da weiter wo er gestern aufgehört hatte. Er schaute sich Fahndungsbilder an, in der Hoffnung den Kerl, der ihm das Gift gespritzt hatte, zu finden. Zudem hoffte er das Danny bald anrief und ihm irgendwas mitteilen konnte was sie in den Fall weiterbringen konnte. Irgendwas das ihn zu dem Kerl führen konnte, und zum Gegenmittel das er so dringend brauchte falls Angela nicht rausfand was im gespritzt wurde.

Irgendwann klopfte es an seine Tür. " Ja." rief er laut. "Was willst du denn hier?" fragte er mürrisch als er Sam eintreten sah.
"Wow.. was für eine nette Begrüssung." erwiderte sie trat an seinen Schreibtisch und stellte die Schachtel mit Donuts darauf ab. " Ich dachte du könntest vielleicht was zu Essen vertragen." fügte sie an, drehte sich um und wollte gehen.
"Hey.. Sorry.. Ich habs nicht so gemeint....Ich...." stotterte er rum. Sam drehte sich zu ihm um und schaute ihn nur an. Er schloss kurz seine Augen. " Meine Nerven liegen im Moment einfach etwas blank." beendete er den Satz und schaute sie wieder an. Sie trat zu seinem Schreibtisch nahm die Schachtel, öffnete sie und hielt sie Steve hin. " Schokolade und Zucker sollen da wahre Wunder wirken." sagte sie lächelnd. Steve lächelte auch, griff in die Schachtel, nahm sich einen, mit Schokolade überzogenen Donut raus und verschlang ihn innert kürze. " Kann ich noch einen Haben? fragte er. "So viele du willst. Die sind nämlich alle für dich." antwortete Sam Augenzwinkernd und stellte die Schachtel wieder auf dem Schreibtisch ab.

"Wie viele Fahndungsfotos hast du dir denn schon angesehen?" fragte sie als sie einen Blick auf Steves Computer geworfen hatte. "Hunderte." antwortete er. "Vielleicht kann ich helfen wenn du mir...."
"Hey.. Danny und ich machen das schon. Halt dich da raus." unterbrach er sie. "Aber ich.."
"Nein... Du hällst dich da raus." unterbrach er sie nochmal. Sam überlegte sich gerade ob sie ihm wiedersprechen sollte als Steves iPhone klingelte. Er nahm ab.
"Danny.. hast du den Arzt gefunden? Oh.. Okay.. Ja gib mir die Adresse. Gut wir treffen uns da." sagte Steve und legte auf. "Hat er den Arzt gefunden?" fragte Sam.
"Hab ich mich nicht klar ausgedrückt? Halt dich aus dem Fall raus!" antwortete Steve schroff, zerrte den Zettel vom Notizblock ab, auf dem er die Adresse aufgeschrieben hatte und ging zur Tür. Da drehte er sich nochmal zu Sam um. "Könntest du mir deinen Wagen borgen?" fragte er. Sam atmete tief durch. Was dachte er sich eigentlich? Er wollte ihren Wagen? Und dass obwohl er ihr eben ziemlich schroff mitgeteilt hatte das sie sich aus dem Fall raus halten soll?! Niemals!! Wollte sie zumindest sagen, bevor sie den Fehler machte ihn anzusehen. Und wieder mal schauten sie zwei Augen an denen sie einfach nicht böse sein konnte. "Sicher..." brachte sie knapp über die Lippen und streckte ihm ihren Schlüssel hin. Er lächelte. " Danke... auch für die Donuts." sagte er und verschwand durch die Tür.

"Verdammt" entfuhr es Sam als die Tür hinter Steve ins Schloss fiel. So langsam hatte sie die Nase echt voll. Und das hatte jetzt nicht nur damit zu tun das er sie jedes mal mit nur einem Blick um den Finger wickeln konnte, nein es hatte auch damit zu tun das sie jetzt schon gut einen Monat hier war, aber noch nie an einem Fall mitarbeiten durfte. Das einzige was sie bisher gemacht hatte war alte Akten auf dem Computer zu archivieren. Was war bloß Steves Problem? War es weil sie eine Frau war? Wollte er sie deshalb aus den Fällen raus halten? Wut stieg in ihr hoch. Okay, wenn er sie nicht offiziell an dem Fall mitarbeiten durfte dann würde sie das eben auf eigene Faust machen. Sie würde ihm schon zeigen zu was sie fähig war.

Sie ging zu Steves Schreibtisch, nahm den Notizblock auf dem Steve eben das Blatt mit der Adresse abgerissen hatte, griff nach einem Bleistift und schraffierte damit leicht über das Papier. So lange bis sie die Adresse lesen konnte die sich auf das Blatt Papier eingedrückt hatte. Sie zerrte das Blatt ab und ging damit in ihr Büro. Dort setzte sie sich erst mal an ihren Computer und gab den Namen Frederick Powell ein um zu sehn was dabei so alles "ausgespuckt" wurde.

Steve war inzwischen bei der Adresse angekommen die ihm Danny mitgeteilt hatte. Schon von weitem sah er seinen Silberfarbenen Camaro am Strassenrand stehen. Er parkte Sams Wagen gleich hinter seinem und stieg aus. Danny war inzwischen auch ausgestiegen und schaute ihn an. "wo sind den Chin Ho und Kono?" fragte er. "Ich bin alleine gekommen." antwortete Steve. "Aber...."
"Ich will nicht das sie erfahren das ich vergiftet wurde." unterbrach Steve Danny. "Wir könnten Hilfe brauchen. Umso mehr an dem Fall arbeiten..."
"Ich sagte ich will das nicht! Okay?!" sagte Steve wütend und ging Richtung Haus. Danny verdrehte die Augen und folgte ihm. Er wusste genau das es keinen Zweck hatte weiter mit Steve darüber zu diskutieren. Er würde seine Meinung nicht ändern.

Vorsichtig schlichen die Beiden ums Haus rum, schauten durch jedes Fenster rein. Aber es war nichts zu sehn. Schliesslich kamen sie am Hintereingang an und stellten überrascht fest das die Tür einen Spalt offenstand. Stumm schauten sie sich an, zogen dann ihre Waffen aus den Schulterhalftern und gingen vorsichtig ins Haus rein. Zuerst schauten sie sich gründlich im Erdgeschoss um bevor sie dann die Treppe rauf, ins Obergeschoss gingen. Aber auch da war keiner. Im Schlafzimmer waren aber alle Schränke und Schublade offen und fast sämtliche Kleider waren verschwunden.
"Mist der Kerl hat sich abgesetzt." sagte Steve enttäuscht und steckte seine Waffe zurück ins Schulterhalfter. "Scheint so. Wir sollten uns etwas im Haus umsehen. Vielleicht finden wir was das uns verrät wohin er verschwunden ist." sagte Danny steckte seine Waffe auch wieder ein und begann sich umzusehen. Steve ging begann seine Suche im Büro des Kerls. Er öffnete eine Schublade nach der andern, schaute sich die Papiere an die darin lagen aber er konnte keinen Hinweis darauf finden wohin sich der Kerl abgesetzt haben könnte. Schliesslich startete er den Computer auf der auf dem Schreibtisch stand. Aber auch da hatte er kein Glück. Die Festplatte war gelöscht worden.

"Hast du was gefunden?" fragte Danny der eben den Raum betrat. Steve schüttelte nur den Kopf und schaltete den Computer wieder aus. In dem Moment klingelte sein iPhone. "Ja." meldete er sich.
"Hi McGarrett." erklang eine Stimme die er nur zu gut kannte. Es war der Kerl der ihn vergiftet hatte. Steve drückte auf die Lautsprecher Taste damit Danny das Gespräch auch hören konnte. " Was willst du?" fragte Steve nur
"Ach nur mal fragen wie es dir so geht." hörten sie den Kerl spöttisch sagen
"Mir gehts gut. Aber dir bestimmt nicht mehr wenn ich dich erwische." erwiderte Steve wütend.
"Oh.. du drohst mir. Scheint die Krämpfe haben dir noch nicht genug zugesetzt. Aber glaub mir.. das wird sich bald ändern. Und dann wirst du nicht mehr so überheblich sein. Du wirst mich anflehen das du mir das bringen darfst was ich haben will. Ruf mich einfach an wenn du mir Dannys Hand bringen willst." sagte der Kerl mit ruhiger Stimme.
"Träum weiter." zischte Steve ins Telefon
Der Kerl lachte trocken. "Wir werden sehn. Ach noch was... versuch nicht mich rein zu legen. Ich werde erfahren wenn Danny seine Hand wirklich verloren hat, und bevor ich diese Info nicht bekommen habe werde ich mich nicht mit dir treffen. Aloha McGarrett. Und viel spass bei deinen nächsten Krampfanfällen." sagte der Kerl und mit einem hämischen lachen legte er auf.

"Hast du die Stimme erkannt?" fragte Steve Danny. " Nein leider nicht. Aber sag mal, wie will er erfahren das ich meine Hand wirklich verloren hab? Beobachtet er uns?" fragte Danny und spähte durchs Fenster. Doch er konnte nichts verdächtiges sehn. " Woher soll ich das wissen!" Zischte Steve ihn unfreundlich an. " Hey.. lass das nicht an mir aus! Ich bin nicht derjenige der dich Vergiftet hat! Okay?!" erwiderte Danny wütend drehte sich um und ging. Steve biss sich auf die Unterlippe und schloss kurz seine Augen. 'Shit.. er hatte es heute wirklich drauf Leute anzuschnauzen die ihm eigentlich nur helfen wollten' Er öffnete seine Augen und rannte Danny nach.

Er erwischte ihn gerade noch bevor er ins Auto stieg. "Danny.. es tut mir leid.. Ich..."
" Schon gut. Ich hab eben auch etwas überreagiert." unterbrach Danny ihn und drehte sich zu ihm um. " Es ist nur so das es für mich auch nicht einfach ist zu wissen das du wegen mir vergiftet wurdest. Das ich schuld daran bin das du das alles durchmachen musst. Ich...."
"Hey.. Du bist nicht schuld daran. Nur dieser scheiss Kerl ist schuld, verstehst du. Nur er.. Und jetzt lass uns dem Kerl in den Hintern treten indem wir ihn finden" unterbrach Steve Danny und schaute ihn an. Danny schaute ihn auch an. "Du hast recht. Wir sollten zurück ins Revier fahren damit ich mir die Akten meiner alten Fälle durchsehen kann. Vielleicht finde ich da was, das mir einen Hinweis liefern könnte, wer Interesse daran hat das ich meine Hand verliere." sagte er schliesslich und wollte ins Auto einsteigen.
"Hey... Ich werde mit meinem Wagen zurück fahren. Du kannst den von Sam nehmen." sagte Steve und streckte Danny die Schlüssel von Sams Wagen hin. Danny nahm sie ihm ab." Oh .. ja .. natürlich." stotterte er rum und gab Steve die Wagenschlüssel vom Camaro zurück. Wenig später waren sie beide auf dem Weg zurück ins Revier.

Sam sass noch immer in ihrem Büro und las die wenigen Infos durch die sie über Powell hatte finden können. Der Kerl war noch nie Polizeilich aufgefallen. Hatte noch nicht mal einen Strafzettel wegen Falschparkens oder zu schnellem fahren bekommen. Während sie da sass schaute sie immer wieder auf die beiden Bildschirme die den Parkplatz und das Großraumbüro des Reviers überwachten. Und schliesslich hatte das Warten ein Ende als sie sah wie Steves Silberfarbener Camaro und ihr Wagen auf den Parkplatz fuhren. Sie sah wie die beiden Männer ausstiegen und zusammen zum Eingang des Gebäudes gingen. Sie stand auf und ging zum, Kaffeautomaten da sie sich sicher war das die beiden Männer sich erst mal einen Becher Kaffe holen würden. Und sie behielt recht. Es dauerte nicht lange und die Beiden tauchten auf.

"Was raus gefunden?" fragte sie neugierig. " Nein der Kerl war weg.. wir.."
"Das braucht sie nicht zu wissen." unterbrach Steve Danny. " Hab ich dir nicht gesagt du sollst dich raus halten?" fragte er Sam
"Aber...."
"Ich will mich nicht dauernd wiederholen müssen !" sagte Steve schroff nahm sich einen Becher Kaffee und trank einen Schluck. Es viel Sam schwer sich zu beherrschen. Ihm nicht zu zeigen wie Wütend sie auf ihn war, dass er sie von den Fällen ausschloss die dieses Team bearbeitete, aber sie schafte es. "Ich bekomme noch was von dir." sagte Sie ruhig und streckte ihm die Hand hin. Steve schaute sie nur fragend an. "Meine Autoschlüssel." fügte sie schliesslich an.
"Oh.. die hab ich." sagte Danny und gab sie Sam. "Übrigens ganz schön mutig von dir Steve deinen Wagen zu leihen." fügte er an. "Warum?" fragte sie verwundert. " Ach ja.. ich vergass.. du bist ja noch nicht lange hier und wahrscheinlich hat es sich noch nicht bis zu dir rumgesprochen wie Steve fährt falls er ein Verbrecher verfolgt." sagte Danny grinsend. "Mein Fahrstiel ist sehr gut." protestierte Steve. " Klar.. wenn gut heisst das die Wagen dann meist Schrott sind. Also schliesse besser ne gute Versicherung ab, nur falls du vor hast, ihm dein Auto, jemals wieder anzuvertrauen." erwiderte Danny augenzwinkernd
"Ich werds mir merken." sagte Sam und ging Richtung Ausgang. " Ach übrigens.. nur falls mich ausnahmsweise mal jemand suchen sollte. Ich bin für ein paar Stunden ausser Haus." fügte sie an und ging,

Sie war eben dabei in ihr Auto zu steigen als Danny auftauchte. " Könntest du mich mitnehmen und bei der Werkstatt absetzten damit ich endlich meinen Wagen abholen kann?" fragte er. "Klar steig ein." antwortete Sam und schloss die Tür. Als Danny eingestiegen war fuhr sie los. Sie setzte Danny bei der Werkstatt ab bevor sie dann zu der Adresse fuhr, die sie von Steves Schreibtisch hatte mitgehen lassen. Sie Parkte den Wagen vor dem Haus, ging zur Tür und klingelte erst mal. Keine Reaktion. Sie ging ums Haus rum und fand schliesslich die Hintertür die offen stand. Vorsichtig ging sie rein. horchte ins Haus ob sie irgendwas hören konnte. Aber es war alles ruhig. Der Kerl war wohl wirklich abgehauen. Sie schaute sich im Haus um bis sie das Büro fand. Sie setzte sich an den Schreibtisch und startete den Computer auf. Sie sah sofort das die Festplatte gelöscht worden war. Die Frage war jetzt nur, wirklich gelöscht oder "nur" gelöscht. Denn das war ein Unterschied. Die eine Löschung vernichtete wirklich alle Daten, die andere lies es zu das man, mit etwas Computerwissen, die Daten wieder zurück holen konnte. Um das raus zu finden fing sie an in die Tastatur zu "hauen".

Das sie dabei aufmerksam von zwei Stahlblauen Augen beobachtet wurde merkte sie nicht.

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Zuletzt von fever am So Aug 15, 2010 9:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Aug 08, 2010 9:54 pm

okay.. ich weiss ihr musstet lange warten.. Ich hoffe ihr verzeiht mir.. hier ist also das nächste Kapitel.. und danke an alle die die der geschichte noch immer "folgen"
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Kapitel 5

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Sam war völlig in den Computer vertieft als plötzlich etwas neben ihr auf dem Schreibtisch landete. Sie erschrak so sehr das sie, mitsamt dem Stuhl auf dem sie sass, nach hinten kippte und unsanft auf dem Boden aufschlug. Aus dem Augenwinkel konnte sie gerade noch sehn wie ein cremefarbenes Fellknäuel unter dem Sessel verschwand der in der Ecke stand. Mühsam stand Sam auf, ging rüber zum Sessel, kniete sich hin und schaute unter das Möbelstück.

Ängstlich aber dennoch vorwurfsvoll schauten sie zwei Blaue Augen an. "Hey... schau mich bloss nicht so an. Ich bin nur hingeknallt weil du mich zuerst erschreckt hast." sagte Sam und streckte dem verängstigten Tier die Hand hin. Es dauerte nicht lange und die Katze streckte neugierig ihren Kopf unter dem Sessel hervor und schnupperte an Sams Hand. Schliesslich kam sie ganz aus ihrem versteck raus und lies zu das Sam ihr sanft übers Fell strich. " Wie kann jemand so ein schönes Tier einfach zurück lassen. Hast du hunger?" und als ob die Katze sie verstanden hätte erklang ein "Miau". "Na dann komm, wir schauen mal nach ob wir in der Küche was finden können." sagte Sam stand auf und ging, dicht gefolgt von der Katze, runter in die Küche.

Schnell hatte sie einen Napf und das Futter gefunden. Sie stellte den Napf auf den Tisch und begann Futter rein zu füllen. Es dauerte keine fünf Sekunden und schon sass die Katze auf dem Tisch und begann zu fressen. Doch plötzlich hielt sie inne, spitzte die Ohren und rannte dann weg. Sam spürte das eben jemand den Raum betreten hatte. Ihr Herz begann sofort schneller zu schlagen, ein Adrenalinschub schoss durch ihren Körper und bewirkte das sich jeder Muskel ihres Körpers spannte. Als sich eine Hand auf ihre Schulter legte packte sie blitzschnell zu und warf ihren Angreifer gekonnt mit einem Überwurf zu Boden. Noch bevor dieser auf dem Boden aufschlug hatte sie schon ihre Waffe gezogen und sie hörbar entsichert.

"Halt... nicht schiessen.. ich bin es." hörte Sam eine Stimme die ihr sehr bekannt vorkam. "Verdammt .... Danny.... bist du wahnsinnig!! Wie kannst du dich so an mich rann schleichen?! Ich hätte dich töten können!" schrie Sam ihn an, sicherte ihre Waffe und steckte sie zurück ins Schulterhalfter.
"Wenn ich gewusst hätte was du drauf hast, hätte ich das bestimmt nicht getan." sagte er, stand auf und rieb sich dabei die Schulter, auf der er eben so unsanft gelandet war. "Shit... woher kannst du das?" fragte er noch immer überrascht darüber, das Sam ihn eben so leicht durch die Luft geschleudert hatte.
"Das solltest du doch eigentlich wissen. Sowas gehört zur Grundausbildung jedes Polizisten." antwortete Sam
"Schon.. aber du bist ein Computerfreak.... Ich mein.. du sitzt am Schreibtisch.. normal haben Innendienstler sowas nicht drauf." erwiderte Danny und machte einige kreisende Bewegungen mit seiner linken Schulter um zu sehn ob er sich beim Sturz ernsthaft verletzt hatte
"Tja.. ich bin eben eine Ausnahme." antwortete sie nur. Er brauchte ja nicht zu wissen das sie Kampfsport betrieb seit sie Zehn Jahre alt war.

"Warum bist du eigentlich hier?" fragte sie ihn um das Thema zu wechseln. "Das könnt ich dich auch fragen." kam die prompte Antwort. "Aber ich hab zuerst gefragt!" erwiderte Sam trotzig.
"Ich dachte ich fahr auf dem Weg zurück ins Revier nochmal hier vorbei um zu sehn ob sich hier irgendwas tut. Und was sehe ich da.. deinen Wagen. Deshalb bin ich rein gekommen. Und als ich dich in der Küche hab stehen sehn..."
"Da dachtest du.'Ich erschrecke sie mal'." unterbrach Sam ihn. Er schaute sie an. "Ja so war das eigentlich geplant.."
"Tja.. manchmal kommt es anders als man denkt." erwiderte Sam mit einem leichten Grinsen im Gesicht. "Ha..Ha.. sehr komisch. Ich hätte mir was brechen können." erwiderte Danny leicht beleidigt. " Hey.. du hast dich an mich ran geschlichen." verteidigte sich Sam.

"Okay.. lassen wir das. Warum bist du hier?" fragte Danny. "Ich dachte ich fahr her und schau mich um ob ich was finden kann das uns weiterhilft."
"Uns? Warte mal... da war doch heute irgendwas?!.. Oh ja.. ich glaub Steve sagte sowas wie.. 'Halte dich aus dem Fall raus'." unterbrach Danny sie
"Ich weiss was er gesagt hat! Aber ich habs langsam satt das er mich nur alte Akten archivieren lässt! Warum holt er sich einen Computerspezialisten ins Team wenn er ihn dann nur Arbeit machen lässt die jede normale Sekretärin erledigen könnte?! sagte Sam wütend
"Weil er dich nicht ins Team geholt hat." sagte Danny nur.
"Was?" fragte Sam. Sie hatte eben das Gefühl das sie ihn nicht richtig verstanden hatte. "Er war es nicht der dich ins Team geholt hat. Die Gouverneurin war der Meinung das wir dich brauchen." erwiderte Danny.
"Oh... jetzt wird mir so einiges klar. Er lässt mich nur Akten archievieren um ihr zu zeigen das er mich nicht braucht. Und er war deshalb so überrascht das ich eine Frau bin weil er meine Akte nie gelesen hat. Es hat ihn nicht interessiert wer da kommt, weil er mich gar nicht haben wollte." sie schloss kurz die Augen und atmete einige male tief durch. Sie fühlte wie die Wut in ihr hochstieg. "Verdammt... Er hat mich angelogen!" zischte sie leise als sie ihre Augen wieder öffnete.
"Wer hat gelogen? Steve?" fragte Danny verwirrt. Er konnte Sam im Moment irgendwie nicht ganz folgen. "Nein nicht Steve. Kann ich kurz dein iPhone haben? Ich muss dringend jemanden anrufen, hab aber mein Handy im Büro vergessen." sagte Sam. "Klar." antwortete er, zog sein iPhone aus der Tasche und gab es ihr. Sie nahm es brummelte ein "Danke" und verschwand raus in den Garten.

Draussen angekommen wählte sie eine Nummer und wartete. "Peter Ryan" meldete sich eine Stimme.
"Wieso hast du mich angelogen?"
"Sam.. bist du es?" wurde sie gefragt.
"Ja ich bins... warum hast du mich angelogen?" wiederholte sie ihre Frage.
"Was meinst du mit angelogen?"
"Das weisst du ganz genau! Du hast mir gesagt das Steve McGarrett mich als Computerspezialisten in seinem Team haben will! Wieso hast du mich angelogen!?!"schrie sie ins Telefon.
"Weil ich dich schützen wollte."
"Ach wirklich, du wolltest mich schützen?! Wovor?" fragte sie wütend.
"Das weisst du ganz genau. Du hast deinen eigenen Partner angezeigt."
"Auch wenn er mein Partner war... ich musste ihn anzeigen. Ich konnte nicht einfach wegsehen. Er hat seine Frau und die Kinder verprügelt." erwiderte sie laut.
"Ich weiss. Aber seine Freunde hier auf dem Revier sehen das etwas anders. Das mit deinen aufgeschlitzten Reifen und den toten Ratten in deinem Spint waren nur der Anfang. Sie hätten dir das Leben hier zur Hölle gemacht...."
"Ich wäre schon damit klar gekommen." unterbrach sie ihn
"Sam.. Es war einfach zu gefährlich. Ich konnte nicht mehr sicher sein das dir einer von ihnen den Rücken deckt wenn du auf der Strasse ermittelst. Verstehst du! Auch wenn ich nicht dein leiblicher Vater bin will ich nur dein bestes. Ich lie.... "
"Nein sag es nicht" Unterbrach Sam ihn Laut." Du weisst das die Menschen die das zu mir sagen sterben." fügte sie leise an.
"Sam... hör endlich auf damit. Du bist nicht schuld am Tod deiner Mutter. Und auch nicht an dem von Bryan."
"Doch bin ich..." erwiderte sie leise. "Sam...du.. " Ich weiss nicht ob es wirklich zu meinem besten ist das ich jetzt hier auf Hawaii bin. Steve will mich nicht haben. Genausowenig wie das mein Vater damals wollte." unterbrach sie ihn und wieder mal drohten sie schmerzliche Erinnerungen, an ihre frühe Kindheit, einzuholen.
"Gib ihm etwas Zeit. Wenn er merkt was du drauf hast wird er seine Meinung sicher ändern. Sam.. ich muss Schluß machen. Ich muss zu einem Meeting. Aber wir werden nochmal darüber reden. Okay?"
"Ja.. okay.. Bye Dad."
"Bye Sam." er legte auf. Kurz stand Sam einfach da, schloss ihre Augen, atmete tief durch und versuchte so das Gefühlschaos in ihrem Innern wieder in den Griff zu bekommen.

Danny war Sam leise in den Garten gefolgt. Er wollte eine Antwort auf seine Frage wer sie angelogen hatte. Und da es nicht so aussah als ob sie ihm freiwillig eine Antwort darauf geben würde, musste er sich eben selber 'helfen'. Es war zwar nicht die feine Art andere zu belauschen, aber das war ihm im Moment ziemlich egal. Er schlich sich auf Hörweite an Sam ran. So konnte er alles hören was sie sagte und als sie das Gespräch beendete ging er leise zurück ins Haus. Tja.. er wusste jetzt zwar wer Sam angelogen hatte, aber dafür hatte der Anruf viele neue Fragen aufgeworfen auf die er jetzt keine Antworten hatte. 'Womit wäre sie klar gekommen? Und wovor musste sie beschützt werden? Hatte es etwas damit zu tun das sie ihren Partner angezeigt hatte? Seit wann hatten Innendienstler überhaupt Partner? Und wie war das mit ihrem Vater? Er wollte sie nicht haben? Warum rief sie ihn dann an? Und die Frage die ihn am meisten beschäftigte was bedeutete die Aussage "Die Menschen die das zu mir sagen sterben" Fragen über Fragen. Und Danny hasste es wenn Fragen unbeantwortet blieben. Er würde sich die Antworten besorgen, irgendwie, aber erst musste er Steve helfen. Da es noch immer ungewiss war ob die Leute von der Pathalogie es fertig brachten ein Gegenmittel zu finden, mussten sie diesen Kerl finden. Und mit ihm das Mittel das verhindern konnte das Steve sterben musste.

Nachdem Sam sich etwas beruhigt hatte nahm sie Dannys iPhone und begann verschiedene Sachen aufzurufen und einzutippen. Als sie damit fertig war ging sie ins Haus zurück und gab Danny das Telefon zurück.
"Ist alles in Ordnung?" fragte er nahm das iPhone und steckte es in seine Tasche.
"Ja" erwiderte sie. Aber Danny sah das gar nichts in Ordnung war." Hey.. Steve meint das nicht persönlich. Er hat nichts gegen dich. Er ist einfach nur der Meinung das wir keinen Computer Spezialisten brauchen. Er hätte das Geld, das sie für diese Stelle ' locker' machen lieber in neues Equipment investiert." versuchte er sie etwas aufzuheitern, aber er sah sofort das es nichts nützte.
"Schon gut.. wir sollten uns besser wieder auf diesen Fall konzentrieren." antwortete Sam.
"Aber Steve.."
"Bitte Danny... Ich will das dieser Kerl geschnappt wird. Und ich bin mir sicher das ich dabei helfen kann. Auf der Festplate von Powells Computer sind noch Daten. Ich kann die wieder herstellen und so vieleicht raus finden wer ihn gekauft hat. Bitte .. gib mir diese Chance." flehte Sam
Danny schloss kurz seine Augen. Was sollte er jetzt tun? Auf Steve hören, der nicht wollte das Sam sich einmischt? Oder auf Sam die helfen wollte den Kerl zu schnappen der seinen Partner vergiftet hatte. "Steve wird mich umbringen wenn er raus findet das du an dem Fall arbeitest und ich das wusste." sagte er als er seine Augen wieder öffnete
"Heisst das ich kann weiter machen ohne das du ihm was sagst?" fragte Sam. Danny nickte nur. "Danke.. und er wird es nicht raus finden.. ausser du verrätst ihm was."
"Und was wenn du was findest? Wie willst du die Info an Steve weiter geben?" fragte Danny.
"Ganz einfach. Ich werde die Infos dir geben. Und du wirst sie Steve geben. So denkt er das du sie gefunden hast." antwortete Sam
"Okay.. aber wenn du das nächste mal losziehst um dir Informationen zu besorgen gibst du mir erst bescheid! Ich will nicht das du ohne Rückendeckung im fremden Häusern oder sonst wo rumschnüffelst! Ist das Klar?!" sagte er in einem Tonfall der Sam klar machte das er es ernst meinte.
"Glasklar." erwiderte sie.
"Gut.. jetzt schnapp dir was immer du brauchst und dann lass uns hier abhauen. Ich muss ins Revier zurück bevor Steve verdacht schöpft." sagte Danny.
"Werd ich." erwiderte Sam ging rauf in Powells Büro, schaltete den Computer aus, öffnete das Gehäuse und entfernte die Festplatte. Sie steckte sie ein und ging wieder runter in die Küche.

"Hast du alles?" Sam nickte. "Gut dann lass uns gehen."
Sie verliesen das Haus und gingen zu ihren Wagen. "Du solltest vielleicht noch einen kleinen Umweg fahren damit wir nicht zur gleichen Zeit im Revier ankommen." sagte Danny bevor er in seinen Wagen stieg.
"Hey Danny.. danke das du mich helfen lässt. " sagte Sam bevor er die Tür schliessen konnte.
"Schon gut.. aber dafür schuldest du mir was." erwiderte er
"Klar." sagte Sam und stieg auch ein. Beide fuhren los. Danny direkt zurück ins Revier. Sam mit einem Umweg quer durch die Stadt.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Aug 22, 2010 6:51 pm

Okay okay..ihr habt geschrien und ich habs gehört.. hier also das nächste kapitel meiner FF.. und wie immer an dieser Stelle ein Danke an die Leser und FB schreiber. Und auch an die, die Schreien bis es mir in den Ohren Klingelt. Heisst ja wohl ihr wollt nachschub weil ihr meine Geschichte mögt.. also nochmal ein Danke an alle

Kapitel 6

Zurück im Büro angekommen setzte sich Danny hinter seinen Schreibtisch und begann sich die Akten seiner alten Fälle anzusehen. Er fragte sich noch immer wer Interesse daran haben konnte das er eine Hand verlor. Er hatte ja schon viele Drohungen erhalten wie.. "wenn ich aus dem Knast komme bringe ich dich um".. aber noch nie hatte einer gedroht im die Hand abzuhacken.
"Hey was machst du denn da?" wurde er aus seinen Gedanken gerissen, und als er von seinem Computer auf schaute stand Kono vor ihm. " Nichts besonderes. Ich geh nur ab und zu meine alten Fälle durch um zu sehn ob nächstens einer aus dem Gefängnis entlassen wird, der mir mit dem Tod gedroht hat. So bin ich wenigstens vorbereitet falls einer hier auftauchen sollte." log er. Na ja .. gelogen war es ja eigentlich nicht. Er hatte ihr nur nicht die ganze Wahrheit erzählt.
"Ach so.. warum ich dich eigentlich gestört hab.."
"Du störst doch nicht." unterbrach er sie
Sie setzte ihr bezauberndes Lächeln auf und fuhr fort." Ich wollte dich fragen ob du mit ins Restaurant kommst. Mittagessen."
"Würd ich sehr gerne. Aber ich kann nicht. Steve und ich...."
"Hey..kein Problem. Geh ich eben alleine Essen." unterbrach sie ihn, drehte sich um und wollte gehen.
"Dein Cousin wird dich ja sicher begleiten." rief Danny ihr hinterher.
"Nein. Er ist ausser Haus." antwortete sie ihm und verschwand durch die Tür.

Danny schloss seine Augen, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und atmete tief durch die Nase ein. "Shit.." entfuhr es ihm schliesslich leise. Er hatte sich eben die Chance entgehen lassen mit Kono essen zu gehen. Nur mit ihr, ohne ihren Aufpasser Chin Ho. Dem passte es nicht das Danny ein Auge auf Kono geworfen hatte als er sie, damals am Strand, das erste mal sah. Deshalb lies Chin Ho seine Cousine auch kaum aus den Augen. Vor allem nicht wenn Danny in der Nähe war.

"Schläft du?" erschrocken zuckte Danny zusammen und öffnete ruckartig seine Augen. Steve stand vor ihm.
"Nein ich.. Ich hab nur eine kurze Pause gemacht. Das durchgehen der alten Fälle ist echt anstrengend." log er
"Hast du irgendwas gefunden das uns Hinweise darauf liefern könnte wer hinter der ganzen Sache steckt?" fragte Steve. Danny schüttelte den Kopf. "Okay.. lass uns Essen gehen. Ich muss dringend was in den Magen bekommen." sagte Steve und ging Richtung Tür. Danny stand auf und folgte ihm. Sie Verliesen das Revier und fuhren in ein Restaurant.

Sam sass in ihrem Büro und stellte die Dateien, die noch auf der Festplatte von Powell drauf waren, wieder her . Das nahm einige Zeit in Anspruch und so merkte sie gar nicht wie die Zeit verging. Erst als ihr Magen mit einem lauten "rumoren" zu verstehen gab das er jetzt eigentlich gerne was zu tun bekommen würde, schaute sie auf die Uhr. Es war schon ein Uhr Mittag. Eindeutig Zeit um Essen zu gehen. Sie stand auf nahm ihr Handy vom Schreibtisch und verlies das Revier.
Auf dem Parkplatz begegnete sie Steve und Danny die eben von ihrer Mittagspause zurück gekommen waren. "Wo gehst du denn hin?" fragte Danny und Sam entging nicht der strenge Blick den er ihr zu warf. Er dachte wohl sie würde wieder auf eigene Faust losziehen. "Ich gehe Essen." erwiderte sie und wie auf Kommando lies ihr Magen ein lautes "knurren" hören. Dannys Blick heiterte sich sofort auf. "Dann wünsche ich guten Appetit." sagte er und folgte Steve der schon Richtung Eingang verschwunden war. Sam stieg in ihren Wagen und fuhr los

"Weisst du was mich noch immer beschäftigt?" fragte Steve als sie im Büro angekommen waren.
"Denkst du wenn ich Hellseherische Fähigkeiten hätte, dann hätte ich dir jemals meinen Wagen anvertraut?" erwiderte Danny trocken.
Steve schaute ihn kurz an, überlegte ob er was darauf erwidern sollte, lies es aber bleiben. Stattdessen fuhr er mit dem fort was ihn eigentlich wirklich beschäftigte. " Wie will der Kerl an die Info kommen falls du eine Hand verlieren würdest?"
"Das hab ich dich heute auch schon gefragt." antwortete Danny nur.
"Ich denke er hat einen Informanten. Jemand der sehr schnell an diese Info kommt. Vielleicht sogar jemand aus diesem Revier." sagte Steve
"Bist du verrückt?! Keiner vom Team würde so was tun!" erwiderte Danny wütend. Wie konnte Steve auch nur an so was denken?!
"Stimmt.. nicht von meinem Team. Aber da ist noch jemand da, den ich nicht fürs Team ausgesucht hab.Sie..."
"Hey.. vergiss das ganz schnell wieder. Sam würde so was nicht tun." unterbrach Danny ihn
"Woher willst du das wissen? Was wissen wir überhaupt von ihr?"erwiderte Steve wütend.
"Genug um zu wissen das sie es nicht zulassen würde das dir jemand Schmerzen zufügt. Und.."
"Ach ja ?! Und warum sollte sie das nicht zulassen?" unterbrach Steve Danny

Danny schaute seinen Partner lange an. Versuchte in dessen Gesicht einen Hinweis darauf zu finden das dieser eigentlich ganz genau wusste wovon er sprach. Doch der blieb aus. "Ich kann es nicht glauben. Du weisst wirklich nicht wovon ich rede! Du hast es tatsächlich noch nie bemerkt?!?! "stellte er schliesslich amüsiert fest
"Was gemerkt?" fragte Steve sichtlich genervt darüber das ihm sein Partner nicht endlich sagte um was es ging.
"Tja.. ich glaub das lass ich dich dann lieber selber raus finden." erwiderte Danny mit einem leichten Grinsen im Gesicht. Das aber sofort verschwand als er weitersprach." Aber ich kann dir mit 100%iger Sicherheit garantieren das Sam nicht der Informant ist den wir suchen. Also vergiss diesen absurden Gedanken ganz schnell wieder und lass uns den wirklichen Informanten suchen."
"Komm schon Danny.. sage mir was ich nicht bemerkt haben soll."stocherte Steve nochmal nach. Er wollte endlich wissen was sein Partner wusste das ihm anscheinend entgangen war.
"Würdest du dich bitte auf den Fall konzentrieren. Wir.."
"Danny.. komm schon.." unterbrach Steve ihn.
"Vergiss es! Hilf mir lieber raus zu finden wer dich Vergiftet hat." erwiderte Danny nur. Steve war ganz schön genervt darüber das Danny ihm nicht sagte um was es ging. Hörbar zog er die Luft durch seine Nase ein. Und Danny grinste innerlich weil er endlich mal was in der Hand hatte womit er seinen Partner aufziehen konnte. Normalerweise musste er sich solche Sticheleien ja von Steve gefallen lassen.

"Also.. was würde passieren wenn mir meine Hand abgehackt würde. Ich mein ausser das ich höllische Schmerzen hätte und alles mit meinem Blut vollspritzen würde." versuchte Danny das Gespräch wieder auf den Fall zu lenken
"Zuerst würden wir dir deine Wunde wohl verbinden, und dann einen Krankenwagen rufen oder dich gleich ins Krankenhaus fahren." führte Steve das Szenario weiter.
"Das ist es. Egal wo und wer mir die Hand abhacken würde, ich würde auf jeden Fall im Krankenhaus landen. Der Kerl muss da noch mehr Leute gekauft haben ausser Powell."
"Na toll" da gibt es Hunderte von Angestellten. Wie sollen wir da raus finden wer es war? Da kann man ja gleich eine Stecknadel im Heuhaufen suchen gehen." erwiderte Steve.
"Also ich denke die Geburts-, Frauen- und Kinderabteilung können wir ja schon mal wegstreichen." sagte Danny
"Bist du sicher? Könnte doch gut sein das sie dich auf die Kinderabteilung legen. Bei deiner Grösse." erwiderte Steve mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
"Ha.. da wärst du aber der erste der neidisch auf mich wäre. Wo doch allgemein bekannt ist das da die nettesten Schwestern arbeiten." konterte Danny und um Steve die Möglichkeit zu nehmen etwas darauf zu erwidern fuhr er fort."Ich denke wir müssen uns eher auf die Leute in der Notaufnahme beschränken. Die sind es die als erstes in Kontakt mit einem Patienten kommen und die teilen dich auch den Ärzten zu."
"Das sind immer noch Duzende. Und wir haben nicht genug Zeit die alle zu überprüfen." antwortete Steve.
"Ich weiss, deshalb muss uns was einfallen wie wir die Personen noch mehr einschränken können." sagte Danny
"Na dann überlege mal schön. Ich mach das in meinem Büro während ich mir nochmal Fahndungbilder ansehe." sagte Steve und verschwand in seinem Büro.
Danny setzte sich hinter seinen Schreibtisch und ging den Rest seiner alten Fälle durch während er sich überlegte wie sie den Informanten ausfindig machen konnten.

Als Sam gegessen hatte fuhr sie zu Angela in die Pathalogie. "Hi Angela" sagte Sam als sie durch die Tür von Angelas Labor trat.
"Hallo Sam. Bist du alleine hier?" fragte sie
"Ja."
"Oh gut.. das mit heute Morgen tut mir echt leid. Gut hast du mich gestoppt bevor ich den Satz ,,weil du dich in ihn verliebt hast,, zu Ende ausgesprochen hatte. Ich hab dich schon so genug in Verlegenheit gebracht. Ich..."
"Schon gut. Vergiss es. Ich bin nur hier um zu sehen ob du was raus gefunden hast." unterbrach Sam sie
"Ja hab ich...und ich hab eine gute und eine eher schlechte Nachricht. Welche willst du zuerst hören?" fragte Angela
"Die Gute, schlechte hatte ich heute schon genug." antwortete Sam
"Was war den los?" wollte Angela wissen
"Ich erzähle es dir ein anderes mal.. Okay?" antwortete Sam
"Okay... also ich weiss um was für ein Gift es sich handelt..."
"Oh Gott .. sage jetzt nicht das die schlechte Nachricht bedeutet das es kein Gegenmittel gibt." unterbrach Sam sie
"Nein.. es gibt eins. Aber es ist äusserst schwierig es herzustellen. Oder besser gesagt unmöglich wenn man nicht die Liste der genauen Komponenten hat." antwortete Angela
"Aber wenn es ein Gegenmittel gibt dann muss es doch eine solche Liste geben. Oder?" fragte Sam
"Ja die gibt es. Und damit kommen wir zur schlechten Nachricht. Dieses Gift wurde für den Geheimdienst entwickelt. Als Foltermittel für Gefangene. Und offiziell gibt es das gar nicht. Deshalb hat auch nur ein Labor diese Liste unter Verschluß und wird sie nicht hergeben." sagte Angela
"Aber die könnten doch wenigstens das Gegenmittel raus rücken. Ich mein wenn wir denen sagen das das leben eines Cops auf dem Spiel steht werden die das doch tun." sagte Sam
"Vergiss es. Damit müssten sie zugeben das sie sowas haben und das werden sie nicht tun." antwortete Angela.

"Das heisst wohl wenn wir den Kerl nicht finden der Steve Vergiftet hat, dann muss er sterben." sagte Sam und sie spürte wie sich alles in ihr zusammenzog und ihre Beine schwach wurden. Angela war sofort bei ihr und schob ihr einen Stuhl hin. "Setz dich besser hin." Sam tat es und Angela fuhr fort
" Es gibt da vielleicht eine Möglichkeit an die Liste rann zu kommen. Ich hab jemanden angerufen der mir einen Gefallen schuldet und der kennt jemanden der jemanden kennt der in diesem Labor arbeitet und ihm auch noch einen Gefallen schuldet. Und jetzt warte ich darauf das mich der anruft der mir noch was schuldet."
"Wow..Das ist ganz schön verwirrend. Weisst du das?" Sagte Sam
"Ach was.. ist doch ganz einfach.. wenn sich der, der im Labor arbeitet dazu bereit erklärt mir eine Kopie der Liste zukommen zu lassen dann... " Das Klingeln des Telefons unterbrach sie. Angela nahm ab. " Hi Tom.. Ja.. Klar... Ich verstehe... Ich werd sehn was ich tun kann... Ich ruf dich wieder an." Sie legte auf.

"Okay.. es ist so. Der aus dem Labor ist bereit uns die Liste zu geben. Aber er will das sie jemand bei ihm abholt. Eine Person die zu 100% Vertrauenswürdig ist und das Risiko eingeht das sie mächtigen Ärger bekommt falls was schief läuft." sagte Angela
"Ich kann das tun. Ich fliege da hin und hole die Formel ab." sagte Sam
"Das kannst du nicht. Wir.."
"Warum nicht? Sind Frauen für ihn nicht vertrauenswürdig?" fragte Sam wütend
"Nein das ist es nicht. Aber du kannst sie nicht abholen weil das zu lange dauern würde. Wir brauen jemand der in der nähe von Sacramento lebt. Ich werde meine Adresslisten von Kollegen durchgehen die mir noch einen Gefallen schulden. Vielleicht ist da einer dabei der in der nähe lebt.

"Mein Dad lebt in Frisco. Er ist Polizeichef auf dem fünften Revier. Aber wenn ich ihn anrufe und irgendwas geht schief... ich würde es mir nie verzeihen wenn ihm was zustossen würde... Sam atmete einmal tief durch. Aber genausowenig könnt ich es mir verzeihen wenn Steve sterben würde weil ich nicht alles versucht habe um ihm zu helfen... Oh Gott ich will nicht das wieder jemandem was passiert den ich liebe. Ich.. " Sam konnte nicht zu Ende reden, zu sehr drängten die Erinnerungen an den Tod ihrer Mutter und ihres Bruder in ihr hoch. Sie versuchte ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten, atmete gleichmässig ein und aus. Aber trotzdem konnte sie es nicht verhindern das ihr eine Träne über die Wange lief.
"Willst du mir erzählen was dich so aufwühlt?" fragte Angela vorsichtig.
"Nein.. Nicht jetzt.. ein anderes mal.. okay? Ich muss jetzt eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens treffen. und sollte es die falsche sein, werd ich mir das niemals verzeihen können." sagte Sam und wischte sich die Träne aus dem Gesicht.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Sa Aug 28, 2010 8:06 pm

Ich hatte gerade schreiblaune und deshlb hier schon das nächste Kapitel meiner FF.. Wie immer geht ein spezieller Dank an alle die mir ein FB hinterlassen haben.
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Kapitel 7
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Sam schloss die Augen, begann ruhig und gleichmässig ein und aus zu Atmen. In Gedanken wägte sie das für und wieder ab. Fand aber schnell raus das sie in diesem Fall mit Logik nicht weit kam. Sie musste einfach ihr Gefühl entscheiden lassen und hoffen das es die richtige Entscheidung sein würde. Sie zog ihr Handy aus der Tasche. "Ich rufe Dad an." sagte sie mehr zu sich selber als zu Angela.
"Nein, warte." warf Angela ein als sie die Nummer eintippen wollte. Sam schaute sie verwundert an. "Ich werde erst meine Liste durchgehen. Vielleicht finde ich ja jemanden der da lebt und bereit ist uns zu helfen. Und wenn nicht dann ruf ich dich an und du kannst immer noch deinen Dad anrufen. Ist das okay?" fragte Angela
"Wir haben doch keine Zeit. Ich..."
"Hey.. auf ne halbe Stunde kommt es nun wirklich nicht an, okay! Fahr du zurück ins Revier und versuch raus zu finden wer Steve vergiftet hat, und ich ruf dich in einer halben Stunde an." unterbrach Angela sie
"Okay." willigte Sam ein. " Und danke das du Steve hilfst."
"Ich tu das nicht für ihn." erwiderte Angela."Obwohl.. der Kerl ist ganz schön heiss." geriet sie ins Schwärmen." Trotzdem ist er ein Arsch das er dich so behandelt. Er hat es eigentlich gar nicht verdient das du dich so für ihn einsetzt. Und nur weil dich Amor scheinbar mitten ins Herz getroffen hat, will ich nicht das Steve stirbt. Und jetzt geh ich Adresslisten durchstöbern." sagte Angela und verlies das Labor.

Sam atmete nochmal tief durch. Okay.. eine halbe Stunde konnte sie warten.Vielleicht fand Angela ja wirklich jemanden der bereit war zu helfen. Dann musste sie ihren Dad nicht anrufen und sich keine Sorgen darüber machen das ihm irgendwas zustossen könnte. Und trotzdem würde Angela die Liste für das Gegenmittel bekommen und somit Steve helfen können. Wenn alles gut ging. Es musste einfach gut gehen. Aber trotzdem hatte Angela recht. Sie musste zurück ins Büro und versuchen raus zu finden wer Steve vergiftet hatte, nur für den Fall das was schief.. 'Nein Sam.. es wird alles gut gehen." redete sie sich selber ein. Und trotzdem mussten sie diesen Kerl schnappen. Er musste büssen für das was er Steve angetan hatte. Sam verlies das Labor ging zu ihrem Wagen und fuhr zurück ins Revier.

Da angekommen setzte sie sich sofort wieder hinter ihren Schreibtisch und begann die Mails zu lesen die sie auf Powells Computer gefunden hatte. Die meisten waren Uninteressant für Sam aber eine weckte ihr Interesse.
,,Flugticket ist bezahlt und liegt, zur Abholung, am Infoschalter des Flughafens bereit.,, Nicht viel aber vielleicht endlich mal etwas wo sie ansetzten konnten.

Es Klopfte an Sams Tür. "Ja." rief Sam und klickte gleichzeitig das Fenster auf ihrem Bildschirm weg. Die Tür ging auf und Dany trat ein. "Oh gut das du kommst ich hab was für dich. Ich hab eine Mail auf Powells Computer gefunden." sagte Sam und klickte das Fenster wieder an. Sie drehte den Bildschirm Richtung Danny damit er das Mail lesen konnte. "Und wie soll uns das weiterhelfen?" fragte er
"Wenn wir Glück haben dann hat der Kerl das Ticket mit der Kreditkarte bezahlt. Dann hätten wir einen Namen." antwortete Sam
"Denkst du wirklich der Kerl ist so Dumm?" fragte Danny
"Keine Ahnung. Aber wir finden es nur raus wenn du zum Flughafen fährst und das abklärst." erwiderte Sam
"Okay werd ich tun. Aber warum ich hier bin." sagte Danny und setzte sich auf den Stuhl vor Sams Schreibtisch. "Steve und ich sind uns ziemlich sicher das es einen weiteren Informanten im Krankenhaus gibt. Wir denken es muss einer aus der Notaufnahme sein, aber wir wissen nicht wer genau."
"Und wie soll ich da helfen?" fragte Sam verwundert
"Ich weiss auch nicht. Ich dachte vielleicht fällt dir was ein was Steve und ich übersehen haben könnten." sagte Danny enttäuscht
"Hmm.. Ich könnt die Liste der abgehenden Anrufe aus dem Krankenhaus überprüfen um zu sehn ob einer die Nummer gewählt hat, die auf der Stoppuhr steht, die der Kerl Steve gegeben hat." sagte Sam
"Das klingt gut. Los an die Arbeit." drängte Danny
"Komm mal wieder runter. Erst brauch ich mal die Nummer. Und die hat Steve. Und falls der Informant ein Handy benutzt hat, werde ich auch nichts finden." antwortete Sam
"Die Nummer besorge ich dir." sagte Danny stand auf und verlies ihr Büro
Sam lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und rieb sich ihre Schmerzenden Augen. Diese verdammten Linsen. Die Dinger waren einfach nicht gut für sie. Zumindest nicht dann wenn sie hinter dem Computer sass.

Als ihr Handy klingelte nahm sie es vom Tisch und schaute aufs Display wer anrief. Es war Angela.
"Hi Angela." nahm Sam ab
"Hallo Sam. Ich wollte dir nur kurz mitteilen das ich jemanden gefunden hab der die Liste abholt und sie mir bringt."
"Endlich mal ne gute Nachricht. Danke." erwiderte Sam
"Danke mir nicht zu früh. Ich halte die Liste noch nicht in meinen Händen, und hab auch noch kein Gegenmittel hergestellt. Es könnte noch immer schief gehen. Und bitte sage Steve nichts von der Liste. Wer weiss was er unternimmt wenn er davon erfährt. Er könnte alles zunichte machen wenn er sich jetzt einmischen würde." flehte Angela
"Keine Angst. Ich verspreche dir, ich werd ihm kein Wort sagen." antwortete Sam
"Gut.. Ich ruf dich wieder an sobald ich die Liste habe. Bye Sam."
"Bye Angela"erwiderte Sam und legte auf
Sam lehnte sich wieder in ihrem Stuhl zurück. Erleichterung machte sich in ihr breit. Jemand holte die Liste ab und würde sie Angela bringen. Also musste sie ihren Dad nicht anrufen, und musste sich auch keine Sorgen darüber machen das ihm etwas passieren hätte können.

"Ich hab die Nummer" platzte Danny rein und riss Sam aus ihren Gedanken. Er legte ihr einen Zettel auf den Schreibtisch.
"Gut ich kümmere mich darum. Und du solltest besser gehen bevor Steve verdacht schöpft weil du dauernd in meinem Büro rumhängst."
"Stimmt.. ich glaub nicht das er mir glauben würde das ich nur wegen der schönen Aussicht hier rein komme." erwiderte Danny
" Na ja.. wer weiss.. da du Strände nicht magst würde er dir vielleicht sogar glauben das du eine Hausfassade als schöne Aussicht bezeichnest" neckte Sam ihn
"Hey.. woher weiss du das?" fragte Danny überrascht.
"Du weisst doch.. Ein guter Cop gibt seine Informationsquellen nicht preis" sagte sie augenzwinkernd.
"Wenn ich den finde der sowas rumerzählt... dann..."
"Was dann? Schleichst du dich wieder an ihn rann und versuchst ihn zu erschrecken?" foppte Sam ihn mit einem Grinsen im Gesicht.
"Hey.. das mit heute Morgen bleibt unter uns! Verstanden?! Das bist du mir schuldig dafür das ich dich an dem Fall mitarbeiten lasse." sagte Danny eindringlich
"Verstanden. Ich werde nichts sagen. Ich verspreche es." erwiderte Sam schmunzelnd
"Gut. Ich fahr dann mal zu Flughafen." antwortete Danny und verschwand durch die Tür.

Sam fing an sich in die Telefonzentrale des Krankenhauses einzuhacken um raus zu finden ob die Nummer die sie suchte in den letzten Tagen angerufen wurde. Als sie drin war startete sie das automatische Suchprogramm für die Nummer. Sobald es eine Übereinstimmung gab würde ihr Computer das "melden". Eine halbe Stunde später hatte sie einen Treffer. Sie griff zu ihrem Telefon und rief die Nummer an von der aus der Anruf raus gegangen war. " Notaufnahme, Rick Nash .. wie kann ich helfen?" meldete sich eine Stimme. " Oh.. Entschuldigung.. ich hab mich wohl verwählt." antwortete Sam. "Macht doch nichts." sagte die Stimme und legte auf

Sam wählte Dannys Nummer. "Ja?" meldete er sich
"Ich habe eben raus gefunden das wirklich jemand von der Notaufnahme den Kerl angerufen hat, der Steve vergiftet hat. Ein gewisser Rick Nash hat abgehoben als ich da angerufen habe." Informierte Sam ihn
"Gut. Ich bin eh auf dem Weg zurück ins Büro. Das mit dem Ticket war eine Niete. Die wurden Baar bezahlt. Also gab's auch keinen Namen. Ich hoffe der Kerl im Krankenhaus weiss mehr." sagte Danny und legte auf. Sam legte ihr Handy auf den Schreibtisch. Am liebsten wäre sie sofort losgefahren um im Krankenhaus zu ermitteln. Aber Danny würde mit Steve dahin fahren. Und da er nicht wissen durfte das Sam doch an dem Fall mitarbeitete durfte sie nicht in Erscheinung treten. Sie war gezwungen zu warten bis Danny ihr Infos über Nash liefern konnte. Oder wenn sie Glück hatten, den Namen von dem den sie suchten. Sie beschloss diesen Nash schon mal genauer unter die Lupe zu nehmen, also hackte sie den Krankenhaus Computer um an die Akten der Mittarbeiter zu kommen. Zum Glück hatte vor nicht allzulanger zeit ein Achtzehnjähriger ein Programm entwickelt das es ermöglichte jedes Passwort zu hacken. Das machte es um vieles einfacher irgendwo "rein" zu kommen. Kurze Zeit später "blätterte" sie in den Akten von Rick Nash und versuchte möglichst viel über ihn raus zu finden.

Steve sass hinter seinem Schreibtisch, drehte gedankenversunken einen Bleistift in seiner Hand während er auf sein iPhone starrte. Er grübelte darüber nach ob er seine Schwester anrufen sollte oder ob er noch warten sollte. Vielleicht fanden sie das Gegenmittel ja noch rechtzeitig, und dann hätte er sie völlig umsonst in Angst und schrecken versetzt. Aber wenn sie das Gegenmittel nicht fanden? Dann würde er kaum noch Zeit mit ihr verbringen können bevor er starb. Noch immer starrte er sein iPhone an, und es schien so als ob er hoffte das es ihm eine Antwort liefern konnte. Anrufen oder nicht.. er schloss seine Augen und Atmete tief ein. Hielt für einen kurzen Moment die Luft an bevor er wieder hörbar ausatmete. Er öffnete seine Augen und griff zum Telefon.

Er hatte gerade die ersten drei Zahlen eingetippt als Danny in sein Büro gestürmt kam." Steve, ich hab raus gefunden wer von der Notaufnahme der Informant ist. Sein Name ist Rick Nash." Steve unterbrach sofort das eintippen der Nummer und steckte sein I-Phone in die Tasche. Er würde sie später anrufen. "Okay.. dann lass uns da hin fahren und uns den Kerl vorknöpfen." sagte Steve stand auf, steckte seine Waffe in den Schulterhalfter und ging zur Tür. Sie verliessen das Revier und fuhren ins Krankenhaus.

Schnell hatten sie Nash gefunden, und Steve erkannte sofort das es der gleiche Kerl war der ihn damals in "Empfang" genommen hatte als er wegen der Vergiftung hergekommen war. Dieser Kerl hatte Powell angerufen. Den Arzt der seine Akten hatte verschwinden lassen. Leider erkannte Nash Steve auch sofort und anhand von Steves Gesichtsausdruck erkannte er sofort das dieser Besuch wohl ihm galt. Also rannte er los. "Scheisse er haut ab" fluchte Steve und nahm die Verfolgung auf. Sie rannten durch den Gang der Notaufnahme. Nash zerrte dabei immer wieder Wagen um die mit Verbandsmaterial und Medikamenten gefüllt waren. Behinderte damit seine Verfolger und schaffte es das sie den Blickkontakt zu ihm verloren und nicht sahen durch welche Tür er verschwand.

Als Steve und Danny um die nächste Ecke bogen war Nash weg und sie hatten nur noch vier Türen vor sich. Vorsichtig öffneten sie die Erste. Es war nur ein Abstellraum. Die Zweite die sie öffneten war ein Lager für Betten. Die Dritte führte ins Treppenhaus. Steve blieb kurz stehen, hielt seinen Atem an und horchte. Und schliesslich hörte er schnelle Schritte die nach oben hasteten. Danny öffnete zur Sicherheit auch noch die letzte Tür aber hinter der war nur Wäsche für die Betten gestapelt. Also drehte er sich um um rannte Steve nach.

Steve verfolgte den Verdächtigen vier Stockwerke hoch bis zu einer Tür. Vorsichtig öffnete er sie. Sie führte aufs Dach. Steve sah wie Nash in einen Hubschrauber stieg und ihn versuchte zu starten. Sofort rannte er los, zerrte die Tür des Hubschraubers auf packt Nash am Kragen und zerrte ihn ins freie. "Wer bezahlt dich?" fragte Steve. "Ich weiss nicht wovon du redest." antwortete Nash. "Falsche Antwort." schrie Steve ihn an und zerrte ihn Richtung Dachrand. Dort angekommen drückte er ihn gefährlich weit übers Geländer raus. " Wer bezahlt dich?" fragte er nochmal. "Ich kenn ihn nicht." war Nashs Antwort. "Lüg mich nicht an!" schrie Steve und drückte ihn noch weiter übers Geländer raus. Nash spürte wie er den Bodenkontakt unter seinen Füssen verlor und schrie ängstlich auf. "Ahhh.. Bitte.. Ich sage die Wahrheit. Ich kenn seinen Namen nicht. Und ich hab ihn nie gesehen." krächzte er.
"Du lügst doch! Ich..."
"Steve.. siehst du nicht wie viel angst er hat? Er lügt dich nicht an. Also zieh ihn bitte wieder rein." sagte Danny der eben aufs Dach gekommen war.

Steve atmete tief durch und schliesslich zog er Nash auf den sicheren Boden zurück. Völlig verängstigt gaben dessen Beine unter ihm nach und er sank zu Boden. Danny trat auf ihn zu und legte ihm Handschellen an. "Er ist verrückt.. er wollte mich töten.. Ich..."
"Halt deine Klappe!" unterbrach Danny ihn laut. Er lies Nash auf dem Boden sitzen und ging rüber zu Steve. Er stand nur da, hatte seine Hände krampfhaft ums Geländer gelegt und starrte auf die Stadt raus. Danny wusste das sein Partner gehofft hatte endlich einen Namen zu bekommen. Einen Namen der ihm helfen konnte den Mann zu finden, der das Mittel besass, das ihm das Leben retten konnte.
"Hey.. wir sollten ins Revier zurück fahren. Wir können ihn da in aller Ruhe verhören und vielleicht weiss er ja doch noch etwas das uns weiterhelfen könnte." sagte er ruhig.
Steve löste seine Hände vom Geländer, schaute Danny an und nickte dann kurz.
Danny Packte Nash und zerrte ihn auf die Beine hoch. Sie brachten Nash runter zu ihrem Wagen und fuhren zurück ins Revier.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Mi Sep 08, 2010 8:26 pm

So ich bin mal wieder zum schreiben gekommen.. Wie immer an der Stelle.. Vielen dank für euer Feedback.. das spornt mich echt an die Geschichte nicht zu lange in der "luft" hängen zu lassen..
Und natürlich an alle die meiner Story noch immer folgen... Danke *friend*
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Kapitel 8
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Sam sah wie Steve und Danny zurück ins Revier kamen. Und sie waren nicht alleine. Sie sah wie sie den Verhafteten ins Verhörzimmer brachten und sofort hackte sie sich ins Überwachungssystem des Verhörraums ein. So konnte sie alles sehn und hören ohne das es jemand bemerkte.
"Okay Nash, erzähl uns alles was du über den Kerl weisst der dich bestochen hat." begann Danny das Verhör.
"Ich sag gar nichts solange dieser Verrückte mit im Raum ist, der mich fast von Dach geworfen hat." antwortete Nash und schaute dabei Steve an der in der Ecke stand.
"Steve.. könntest du vielleicht raus gehen?" fragte Danny
Steve schaute Nash an. Wut stieg in ihm hoch, aber er beherrschte sich und verlies den Raum. Durch die Spiegelwand im Nebenzimmer konnte er sehn was vor sich ging und über den Lautsprecher konnte er auch alles mithören.
"Okay er ist draussen. Nun fang endlich an zu reden." führte Danny das Verhör weiter
"Ohne meinen Anwalt sag ich überhaupt nichts." antwortete Nash
" Okay.. mir scheint du weisst nicht um was es hier geht. Jemand wurde vergiftet und nur der Kerl der dich bestochen hat, hat das Gegenmittel. Wir haben nicht viel Zeit um es zu finden also sag uns was du weisst. Sonst kriegen wir dich wegen mithilfe zu einem Mord dran." versuchte Danny Nash einzuschüchtern
"Jetzt verstehe ich wieso ich Powell anrufen sollte wenn dieser McGarrett im Krankenhaus auftaucht. Er wurde vergiftet. Nicht wahr?! Ich hoffe er verreckt dieser scheiss Psycho B...." der Rest des Satzes blieb Nash im Hals stecken weil Steve die Tür aufriss und Wutentbrannt auf Nash los stürmte. Danny stellte sich ihm in den Weg und hielt ihn zurück.
"Lass mich los" schrie Steve."
"Nein Steve! Du wirst ihm nichts antun! Er ist es nicht wert das du deinen Job aufs Spiel setzt! Verstehst du!" schrie Danny zurück. Er sah das Steve innerlich kochte. Seine Nasenflügel bebten während er schnaubend die Luft durch die Nase ein und ausatmete, und seine Augen sahen Nash Hasserfüllt an. Danny war sich sicher das Steve den Kerl totschlagen würde wenn er ihn losließ. Also nahm er alle Kraft zusammen und schob seinen Partner zur Tür raus.

Im Nebenzimmer angekommen lies er Steve los." Beruhige dich okay."
"Er wird nicht reden Danny! Er wird seinen Anwalt anrufen und mit ihm hier raus spazieren ohne das er uns irgendwas erzählt hat!" Schrie Steve ihn wütend an
"Wenn du ihn Verprügelst dann wirst du deinen Job verlieren." antwortete Danny möglichst ruhig.
"Na und?! Wenn er nicht redet und wir den Kerl nicht finden, der das Gegenmittel hat, werde ich weit aus mehr verlieren! Ich werde sterben Danny! Verstehst du?! Sterben!" schrie Steve ihn weiter an
"Wenn du ihm was antust werden sie dich suspendieren und du wirst nicht mehr in diesem Fall ermitteln können. Und mich würden sie wahrscheinlich auch von dem Fall abziehen. Und was dann? Wer sucht dann nach dem Kerl? Also beruhige dich und geh einen Kaffee trinken oder sonst was bis ich mit Nash fertig bin. Okay?!" antwortete Danny. Er vermied es Steve anzuschreien, obwohl ihm danach war, aber wenn er wollte das sich sein Partner wieder beruhigte, dann musste er selber auch ruhig bleiben.
Steve Atem fing an ruhiger zu werden und schliesslich schaute er Danny an." Ich geh in mein Büro." sagte er und verlies den Raum.
Erleichtert atmete Danny auf und ging zurück ins Verhörzimmer.

"Ich sag doch der Kerl ist Verrückt. Der will mich...."
"Halt einfach den Mund wenn du mir schon nicht sagen willst was ich wissen will!" schnauzte Danny ihn wütend an
"Nein werd ich nicht. Dieser scheiss Bulle will mich Kalt machen. Er ist verrückt. Ich hoffe dieses Gift lässt ihn Qualvoll verrecken." schrie Nash ihn an
Danny schloss kurz seine Augen, atmete tief durch und versuchte die aufkommende Wut in den Griff zu bekommen. Er musste sich wirklich beherrschen um Nash nicht an den Kragen zu gehen. Erst als er hörte das die Tür aufging öffnete er ruckartig seine Augen. Sein ganzer Körper spannte sich weil er befürchtete das es Steve war der da rein kam, weil er vielleicht Nashs Aussage gehört hatte. Erst als er Sam reinkommen sah entspannte er sich wieder.

"Was willst du hier?" fragte er sie
"Mit ihm reden." antwortete Sam nur
"Ich sag nichts ohne meinen Anwalt." erwiderte Nash hochnäsig
"Oh doch du wirst reden, Glaub mir." sagte Sam bedrohlich und noch bevor Danny auch nur die Chance hatte zu reagieren stand sie schon hinter Nash, hatte ihn an den Haaren gepackt, seinen Kopf nach hinten gezogen und ihm ihre Waffe an die Schläfe gesetzt.
"Sam! Was soll der scheiss! Lass ihn..."
"Bleib wo du bist." zischte sie Danny an als der sich auf sie zu bewegte.
"Und wenn nicht? Erschiesst du mich?!" fragte er laut und machte noch einen Schritt auf sie zu.
"Nein! Aber ich jag ihm ne Kugel ins Bein!" antwortete sie und richtete ihre Waffe auf Nashs Oberschenkel
"Um Gottes willen.. bleib stehen!"schrie Nash Danny an
Danny blieb stehen und schaute sie an." Sam... das hier kann dich deinen Job kosten."
"Welchen? Den in diesem Team? Ich werde sowieso gehen müssen. Egal was ich tue. Also kann ich dem Mistkerl hier auch das Gehirn weg pusten wenn er mir nicht sagt was ich wissen will! Für mich ändert sich dadurch gar nichts! Mich wird sowieso kein Revier mehr einstellen." schrie Sam und drückte Nash die Waffe wieder an den Kopf.
"Sam... wenn du jetzt die Waffe weglegst dann rede ich mit Steve... Ich..."
"Es ist besser für dich wenn du dir jetzt einen Kaffee holen gehst" unterbrach Sam ihn
"Sam..."
"Geh raus!" schrie sie ihn an. Danny sah die Entschlossenheit in ihren Augen. Er atmete tief durch und verliess schliesslich den Raum.

"Okay und jetzt zu dir. Wie hat er dir das Geld zukommen lassen?" fragte sie bedrohlich und drückte ihm die Waffe noch etwas fester an die Schläfe.
Nash hatte die Hosen gestrichen voll deshalb fing er sofort an zu reden." Er hat es auf mein Konto überwiesen. Ich hab ihn nie getroffen.. ich kenn ihn nicht.. ich schwöre es.. ich hab nur per Telefon..."
"Ruf deine Bank an." unterbrach Sam seinen Redefluss und legte ihr Handy neben ihm auf den Tisch. "Frag sie nach der Kontonummer von der aus die Überweisung gemacht wurde."
Nash nahm das Handy und rief bei seiner Bank an. Er fing an mit dem Bankangestellten zu reden. Er gab seinen Namen plus verschiedene Daten von sich an und seine Kontonummer. "Ja.. ich brauche die Kontonummer von der aus das Geld überwiesen wurde. Moment.." er nahm das Handy vom Ohr weg und schaute Sam an." Kann ich ein Blatt Papier und einen Stift haben?"
Sam griff nach dem Notizblock und dem Bleistift auf dem Tisch und legte es vor Nash hin. Der schrieb sofort die Nummer auf die ihm der Angestellte durchgab.
Schliesslich nahm Sam ihm das Handy ab und stellte es auf Lautsprecher.
"Er soll sie wiederholen" sagte sie leise zu Nash.
"Können sie die Nummer bitte nochmal wiederholen? "fragte Nash. Der Angestellte tat es und Sam kontrollierte die Nummer. Sie stimmte. "Okay leg auf" sagte sie leise. Nash verabschiedete sich und beendete den Anruf. Sam nahm ihr Telefon und steckte es in ihre Tasche.
"Wieso nicht gleich so?" sagte sie und steckte ihre Waffe zurück ins Schulterhalfter.
"Ach übrigens... Solltest du Steve McGarrett auf irgend eine Weise schaden wollen, dann weiss ich wo ich dich finden kann." drohte sie Nash bevor sie das Verhörzimmer verlies und zurück in ihr Büro ging.

Es dauerte nicht lange und Danny kam Wutentbrannt durch die Tür gestürmt. "Verdammt Sam... Bist du nicht ganz dicht?! Wie konntest du da drinnen so ne Show abziehen?!" schrie er sie an
"Wir brauchten diese Infos." erwiderte Sam nur
"Die hätten wir auch anders bekommen." schrie er sie wieder an
"Ach ja?! Wie denn?! Hätten wir warten sollen bis sein Anwalt hier auftaucht? Steve hat recht. Nash wäre hier raus spaziert ohne uns was zu sagen!" erwiderte Sam wütend.
"Das rechtfertigt nicht was du da drin eben abgezogen hast! Du.."
" Ach ja?! Steves Leben retten zu wollen rechtfertigt also nicht einem Kerl wie Nash etwas Angst einzujagen?" unterbrach sie ihn wütend
"Es geht hier nicht nur um Steve." antwortete Danny ruhig
"Oh doch tut es. Er..."
"Nein Sam! Es geht hier auch um dich! Was du da drin abgezogen hast kann dich deinen Job als Cop kosten!" unterbrach er sie wütend
Sam setzte ein falsches Grinsen auf und schüttelte verständnislos den Kopf. "Scheint du hast mir nicht zugehört da drinnen! Ich werd meinen Job sowieso verlieren! Steve will mich nicht hier haben und kein Revier wird einen Polizisten einstellen der seinen eigenen Partner angezeigt hat! Und wenn ich meinen Job schon verliere, dann wenigstens in dem Wissen das ich alles, und ich mein alles, getan habe was nötig war um Steve zu helfen! Verstehst du?!
"Oh man... genau wie Steve.. egal was es kostet.. immer mit dem Kopf durch die Wand! Euch beiden ist echt nicht mehr zu helfen!" sagte Danny wütend und verlies Sams Büro.

Sam sah wie Danny wieder zu Nash ins Verhörzimmer trat. "Ich hab euch alles gesagt was ich weiss. Kann ich gehen?" fragte Nash ängstlich.
"Wolltest du nicht deinen Anwalt anrufen?" fragte Danny überrascht.
"Den brauch ich doch nicht mehr oder? Ich meine.. ich hab euch doch alles gesagt." antwortete Nash
"Bist du sicher das du ihn nicht anrufen willst?" fragte Danny
"Hey.. ich will einfach hier raus bevor nochmal einer der beiden Verrückten hier auftaucht. Ich hab euch alles gesagt und damit ist dieser Fall für mich erledigt. ich will einfach nur nach Hause gehen und nie wieder was mit euch zu tun haben. Okay?!" sagte Nash
"Okay. Ich bring dich raus." sagte Danny öffnete die Tür und ging raus. Nash folgte ihm sofort.

Sam lehnte sich zufrieden in ihrem Stuhl zurück. Nash würde kein Wort darüber verlieren was heute passiert war. Dazu hatte er eindeutig zu viel schiss. Also hatte sie erreicht was sie wollte. Sie hatte die Infos die sie brauchte und hatte gleichzeitig dafür gesorgt das Nash Steve keine Schwierigkeiten machte.
Na ja.. dafür war Danny jetzt ziemlich wütend auf sie. Aber das würde sich sicher wieder legen wenn sie ihm sagen konnte wer hinter der ganzen Sache steckte. Sie setzte sich gerade hin und fing an in ihre Tastatur zu "hauen". Sie musste einen Bankcomputer hacken, und das würde einige Zeit in Anspruch nehmen. obwohl sie ja zugriff auf ein Programm der Regierung hatte das jedes Passwort knacken konnte. Entwickelt hatte es ein Achtzehnjähriger. Das war ein Computergenie.. gegen den war sie geradezu ein Anfänger.

Nach etlichen Stunden hatte sie endlich eine Firmenadresse von der aus die Überweisung an Nash gemacht wurde. Sie war sich zwar ziemlich sicher das es sich nur um eine Briefkastenfirma handelte. Aber sie würde rausfinden wer hinter dieser Firma steckte. Sie schaute auf die Uhr. " Verdammt schon so spät?!" murmelte sie leise vor sich hin. Es würde nicht mehr lange dauern bis Steve seine nächsten Krämpfe bekam.
' Na und... er will dich doch gar nicht hier haben. Soll er doch selber sehen wie er damit klar kommt.' schoss es ihr durch den Kopf. 'Und was ist wenn er Hilfe braucht aber keiner da ist der ihm helfen kann?' meldete sich ihr Gewissen.
Sie atmete tief durch. Auch wenn sie wütend auf ihn war. Sie konnte ihn das nicht alleine durchstehen lassen. Sie stand auf und ging in Steves Büro. Er war schon weg. Also ging sie zu ihrem Wagen und fuhr zu Steves Haus.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Sa Sep 18, 2010 9:37 am

So an der Stelle erst mal wieder ein Danke an alle die noch immer Mitlesen und mir auch fleissig FB hinterlassen... *friend* .. hier also das nächste Kapitel.. es beantwortet noch immer keine Fragen, die ihr ja eigentlich schon so lange beantwortet haben wollt.. aber das kommt schon noch.. :zwinker:
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Kapitel 9
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Sie stellte ihren Wagen in Steves Einfahrt ab, stieg aus, ging zur Tür und Klingelte.
Steve öffnete "Was willst du hier?" fragte er schroff. "Das weisst du doch ganz genau" antwortete sie nur. "Ich komm alleine damit klar." antwortete Steve und wollte die Tür schliessen. Sam verhinderte es indem sie kurzerhand ihren Fuss zwischen Tür und Rahmen stellte. "Auf keinen fall wirst du das alleine durchmachen! Wenn du nicht willst das ich hier bleibe dann ruf ich Danny an damit er vorbei kommt."
"Ich hab gesagt ich komm alleine damit klar!" sagte Steve wütend, trat auf Sam zu, packte ihren rechten Arm und verdrehte ihn ihr schmerzhaft auf den Rücken. "Also geh" fügte er an und schob sie so vor sich her zu ihrem Wagen.
"Und was tust du wenn ich nicht gehe? Brichst du mir den Arm?" fragte sie, erhielt aber keine Antwort. "Wenn du mich nicht freiwillig rein lässt dann warte ich eben bis deine Krämpfe anfangen und breche dann in dein Haus ein! Es ist mir egal wenn ich dafür ein Fenster einschlagen, oder deine Tür aufbrechen muss! Ich werd dich auf keinen fall allein lassen!" sagte Sam wütend. Sie hasste es das er sie mit diesem Griff festhielt. Steve biss sich kurz auf die Unterlippe und schloss seine Augen. Er spürte das sie jedes Wort ernst meinte. Sie würde nicht gehen, egal was er tat. Also lies er sie los und ging ins Haus.

Sam rieb sich kurz ihre schmerzende Schulter bevor sie ihm folgte. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte suchte sie Steve. Sie fand ihn im Wohnzimmer. Er stand am Fenster und schaute raus aufs Meer. "Steve ich..."
"Warum lässt du mich nicht einfach alleine?" unterbrach er sie.
"Ich kann nicht." erwiderte sie nur. "Warum nicht? Was ist so schwer daran einfach zu gehen?" fragte er, drehte sich zu ihr um und schaute sie an. Sam schloss ihre Augen und atmete tief durch. "Weil... weil... Was wenn ich weggehe und dir passiert irgendwas... wenn du Hilfe brauchst ... Ich könnt es nicht ertragen nochmal jemanden im Stich gelassen zu haben der meine Hilfe gebraucht hätte." antwortete sie ihm leise. Er schaute sie noch immer an. Er sah das dieses Thema sie ziemlich aufwühlte. Sie wich seinem Blick aus und biss sich nervös auf der Unterlippe rum. Die Frage 'Wen hast du im Stich gelassen?' lag ihm auf der Zunge, aber er unterlies es sie auszusprechen, weil der Zeitpunkt ziemlich ungünstig war. Denn er spürte wie dieses Gefühl wieder in ihm hochkroch. Die Krämpfe würden nicht mehr lange auf sich warten lassen. "Ich werde mich besser hinlegen." sagte er und ging in sein Schlafzimmer. Sam holte das kleine Becken, einen Waschlappen, einen Krug Wasser und ein Glas aus der Küche und ging ihm dann nach.

Seine Krämpfe waren heftig und dauerten gute vierzig Minuten. Dann waren sie endlich vorbei. Mühsam setzte sich Steve auf. Jeder Muskel seines Körpers schmerzte und er konnte nicht verhindern das ein leises Stöhnen aus seiner Kehle drang. " Hey.. du solltest vielleicht besser noch etwas liegen bleiben und dich ausruhen." sagte Sam. "Nein.. geht schon." erwiderte er. Aber es würde dir gut tun. Du..."
"Nein! Wenn ich mich jetzt hinlege dann würde ich einschlafen. Ich würde nicht merken wie die Zeit vergeht. Ich würde aufwachen, auf die Uhr sehen, und feststellen das die Zwölf Stunden schon bald wieder um sind. Und das will ich nicht. Verstehst du? Ich will diese zwölf Stunden nicht mit schlafen verschwenden. Ich will die Zeit noch nutzen um irgendwas zu tun." unterbrach er sie und Sam konnte die leichte Verzweiflung in seiner Stimme hören. "Okay.. und was genau hast du jetzt vor?" fragte sie ihn. " Ich glaub ich geh erst mal Duschen." antwortete er. "Wie wäre es mit einem heissen Bad? Das würde deinen Muskeln gut tun." sagte Sam. " Das klingt gar nicht so schlecht." erwiderte er. "Gut. Ich lass dir ein Bad ein." sagte Sam und ging aus dem Zimmer. Steve blieb noch einige Zeit auf der Bettkante sitzen bevor er aufstand sich neue Sachen, zum anziehen, aus dem Schrank holte und ins Bad ging.

Heisser Wasserdampf schlug ihm entgegen als er eintrat. Sam stand vor dem Spiegel und war dabei sich die Kontaktlinsen aus den Augen zu holen. "Oh.. entschuldige.. ich bin gleich weg. Muss nur diese Dinger los werden." sagte sie entschuldigend als sie Steve bemerkte. "Kein Problem. lass dir ruhig Zeit." erwiderte Steve, legte seine frischen Sachen auf der Ablage ab, setzte sich auf den Rand der Badewanne und beobachtete wie Sam auch die zweite Linse entfernte und sie in den Abfalleimer warf. Sie musste gespürt haben das er sie beobachtete, denn plötzlich drehte sie sich zu ihm um und schaute ihn an. Und da war er wieder. Dieser leichte Silberblick. Und wie schon beim letzten mal, als sie ihn mit diesem Blick ansah, konnte er sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.

"Was?" fragte sie nur. "Nichts." antwortete er noch immer grinsend. "Und warum grinst du dann?" fragte sie weiter. "Ich grinse doch gar nicht." antwortete er und versuchte ein ernstes Gesicht zu machen. "Doch hast du!" sagte Sam. " Hab ich nicht." antwortete er nochmal. "Bist du sicher das du mein Gesicht überhaupt richtig erkennen kannst? So ganz ohne Kontaktlinsen?" fügte er neckend an. "Hmm...vielleicht hast du recht..." sage sie und ging Richtung Tür. Als sie an Steve vorbei ging gab sie ihm einen leichten Stoss gegen die Brust, so das er das Gleichgewicht verlor, und rückwärts in die Badewanne fiel. "Oh.. entschuldige.. sowas passiert manchmal wenn ich mir meinen Weg ertasten muss." fügte sie grinsend an und verlies das Bad.

Steve sass noch immer verdutzt in der Wanne und starrte auf die Tür, durch die Sam eben verschwunden war. Ihre Schlagfertigkeit gerade eben hatte ihn ziemlich überrascht. " Dieses freche Biest." murmelte er leise vor sich hin, fing aber gleichzeitig an zu grinsen. Er stand auf zog sich die Nassen Kleider aus, warf sie ins Waschbecken und legte sich dann gemütlich in die Badewanne. Während er mit geschlossen Augen da lag und sich entspannte, dachte er an Sam. Wie recht sie damit hatte das ihm ein heisses Bad gut tun würde. Und auch wenn er es sich nicht gerne eingestand. Er war irgendwie froh das sie hier war. Das sie ihn diese Krämpfe nicht alleine durchstehen lies. So konnte er sich, während den Krämpfen, wenigstens auf sie konzentrieren. Auf ihre Hand die ihm übers Gesicht strich, auf ihren Duft, den er jeweils roch, wenn sie ihn in den Arm nahm. Und auf ihre Stimme, wenn sie sanft auf ihn einredete. Das alles half ihm sich abzulenken, für kurze Momente die Schmerzen erträglicher zu machen, um nicht langsam durchzudrehen. Und trotzdem machte es ihm zu schaffen das sie ihn so sah. Miterlebte wie schwach er in diesen Momenten war.

Während Steve in der Wanne sass ging Sam in sein Zimmer und bezog das Bett neu. Das dreckige Zeugs warf sie in den Wäschekorb. Dann ging sie runter in die Küche und machte sich eine Tasse Kaffee. Damit ging sie auf die Terrasse und setzte sich da in einen Stuhl. Während sie ihren Kaffee trank schaute sie raus aufs Meer. Die Sonne war schon verschwunden und die Nacht brach herein. Ein leichter Wind wehte vom Meer her und hinterliess einen Salzigen Geschmack auf Sams Lippen. 'Wie friedlich es hier ist.' dachte Sam bevor sie eine Stimme aus ihren Gedanken riss. "Hast du hunger?" Sie drehte sich um und schaute Steve an. "Ein wenig" gab sie zu. "Gut... wie wäre es mit einem Picknick am Strand?" fragte er. "Um diese Zeit?" Es ist schon dunkel." antwortete sie ihm. "Na und?! Ich hab einige Fackeln und zudem ist heute Vollmond. Da werden wir genug Licht haben. Bitte...." flehte er sie an. "Du bist ganz schön verrückt." antwortete sie. "Ist das ein Ja?" fragte er lächelnd. Sam nickte nur. "Gut dann geh ich mal den Korb einpacken."
"Soll ich dir helfen?" fragte Sam. "Nein.. bleib einfach hier sitzen bis ich fertig bin." antwortete er und verschwand im Haus.

Kurze Zeit später tauchte er, mit einem Korb in der Hand, wieder auf der Terrasse auf. Er griff nach den beiden Fackeln in der Ecke und der Decke die neben Sam auf einem Stuhl lag. "Okay.. lass uns gehen." sagte er und ging Richtung Strand. Sam stellte ihre Tasse auf dem Tisch ab und ging ihm nach. Am Strand angekommen breitete Steve die Decke aus und steckte die Fackeln in in den Sand. Er holte sein Feuerzeug hervor und zündete beide an. "Setz dich." sagte er zu Sam und setzte sich hin. Sie tat es ihm gleich. Steve öffnete den Korb und holte eine Flasche Rotwein sowie zwei Weingläser raus. "Ich hoffe du magst Wein. Sonst hab ich auch noch..."
"Ich trinke sehr gerne ein Glas Wein mit dir." unterbrach Sam ihn. Er lächelte, nahm den Korkenzieher und öffnete die Flasche. Erst roch er kurz am Korken, dann schenkte er sich einen Schluck Wein ins Glas und probierte ihn. " Der ist gut." sagte er schliesslich. nahm das andere Glas und schenkte ein. Er reichte es Sam und füllte sein Glas dann auch. Er hielt es ihr entgegen. Auf was wollen wir den anstossen?" fragte sie. "Ich weiss nicht...oder doch...Lass uns einfach auf diesen Moment anstossen." antwortete er. "Okay.." sagte Sam, stiess mit ihm an und trank dann einen Schluck. Er trank fast das ganze Glas leer bevor er es hinstellte.

"Ich hoffe du magst was ich eingepackt habe." sagte er und begann auszupacken. "Tomaten mit Mozzarella..Parmaschinken, Brot und Erdbeeren."
"Und ob ich das mag." sagte Sam und nahm eine Erdbeere aus der Schüssel. "Hey.. die sind eigentlich als Dessert gedacht." sagte er mit gespieltem entsetzen. "Hmm... warum gönnen sich die meisten Leute das Beste immer erst zum Schluss?" fragte sie und schob sich die Beere in den Mund. "Ich weiss nicht... Aber eigentlich hast du recht. Wieso bis zum Schluss warten." antwortete er nahm sich eine Erdbeere und biss genüsslich ein Stück ab. Die sind wirklich gut." sagte er und schob sich auch noch den Rest davon in den Mund. "Aber die andern Sachen solltest du trotzdem auch versuchen." sagte er und hielt ihr die Schüssel mit dem Parmaschicnken hin. Sie nahm sich eine Scheib davon legte sie auf ein stück Brot und nahm einen Bissen davon. " Wow.. der schmeckt richtig gut." schwärmte sie. "Ich weiss. Es gibt nur eine Metzgerei auf der Insel die den verkauft." antwortete er und stellte die Schüssel wieder hin. "Die musst du mir unbedingt verraten." sagte Sam. "Klar.. ich schreib dir die Adresse später auf." erwiderte Steve und begann auch zu essen. Dazu trank er zwei Gläser Wein.

"Und denkst du noch immer das ich verrückt bin?" fragte er plötzlich. "Ja."antwortete Sam. Steve zog seine rechte Augenbraue in die Höhe und schaute sie verdutzt an. Mit dieser Antwort hatte er nun wirklich nicht gerechnet." Aber auf eine ganz nette Art." fügte Sam augenzwinkernd an. Steve begann zu lächeln. "Noch etwas Wein?" fragte er. "Sehr gerne. Aber nur noch ein halbes Glas. Sonst kann es sein das ich viel zu viel rede." antwortete sie und hielt ihm ihr Glas hin. "Hmm... Das könnte aber doch ganz interessant werden. Oder?" sagte er grinsend und füllte ihr ganzes Glas. "Legst du es darauf an mich auszuhorchen?" fragte sie lächelnd. "Wie kommst du denn auf sowas?! Würd ich doch nie tun." antwortete er und versuchte sie mit einem unschuldigen Gesichtsausdruck anzusehen, was ihm aber nicht sonderlich gut gelang. "Obwohl.. Ob ich dann endlich erfahre wieso du heute Morgen Angela so lautstark unterbrochen hast?" fügte er grinsend an. "Vergiss es!" antwortete Sam und nahm einen Schluck Wein um die aufkommende Röte in ihrem Gesicht wenigstens etwas hinter dem Weinglas zu verstecken. "Schade." erwiderte er gespielt enttäuscht, schenkte sich auch Wein ein und trank das Glas in einem Zug leer bevor er sich nochmal nachschenkte.

"Ich wünschte ich könnte von meinem Appartement aus das Meer auch sehn. Du hast so ein Glück ein Haus direkt am Meer zu haben." sagte sie um das Thema zu wechseln. " Es gehörte meinem Vater." sagte Steve nur und trank das Weinglas erneut in einem Zug aus. "Oh... Ich... es tut mir leid.. ich wollte nicht..."
"Schon gut." unterbrach er ihr Gestotter. Sam sah aber das dass eine Lüge war. Er versuchte zwar sich nichts anmerken zu lassen, aber Sam sah wie er mit seinen aufkommenden Erinnerungen zu kämpfen hatte. Um sich abzulenken schenkte er sich kurzerhand auch noch den Rest des Weines ein und trank ihn aus. Dann stellte er das Glas ab und stand auf.

"Lass uns schwimmen gehen." sagte er zog sein T-Shirt aus und warf es in den Sand. " Bist du verrückt?" fragte Sam entsetzt und stand auch auf. "Das hast du heute schon mal von mir gedacht und dann hat sich rausgestellt das ich es nicht bin." antwortete er lächelnd. "Aber dieses mal meine ich es ernst. Du wirst auf keinen Fall ins Wasser gehen! Du.."
"Warum den nicht? Das Wasser ist herrlich warm." unterbrach er sie und öffnete seinen Gürtel. "Weil das bei Dunkelheit und diesem Wellengang viel zu riskant ist. Du könntest ertrinken." antwortete sie ihm. "Na und? Dann würde ich wenigstens schnell sterben und nicht so schleichend und Qualvoll wie jetzt." erwiderte er und wollte seine Hose öffnen. Sam trat auf ihn zu und hielt seine Hände fest. Hinderte ihn so daran sich weiter auszuziehen. "Lass mich...." sagte er und wollte sich von ihr abwenden, aber Sam lies ihn nicht los. "Schau mich an."sagte sie aber er reagierte nicht. "Bitte Steve, schau mich an." dieses mal tat er es. Das schimmern des Mondlichts in seinen Augen verrieten Sam das er seine Tränen nur mit Mühe zurück halten konnte.

"Angela wird das Gegenmittel rechtzeitig herstellen. Sie wird es schaffen .. sie"
"Ich wünschte ich könnte auch daran glauben. Aber ich.." er sprach nicht zu Ende sondern drehte sein Gesicht von Sam weg und schloss seine Augen. Sie sollte nicht sehn das sich doch noch eine Träne verselbstständigt hatte und ihm nun langsam über die Wange lief. Aber Sam hatte es schon gesehen. Sie lies seine Hände los, legte eine Hand unter sein Kinn, drehte sein Gesicht zu ihr hin und wischte ihm dann vorsichtig die Träne aus dem Gesicht. "Du wirst nicht sterben." sagte sie leise zu ihm und strich ihm nochmal sanft über die Wange. Jetzt erst öffnete er seine Augen wieder und schaute sie lange an. Sein Blick wanderte dabei von ihren Augen zu ihren Lippen und wieder zurück. Schliesslich nahm er ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte ihr zögernd einen Kuss auf die Lippen.Als er spürte wie sich ihre Hände in seinen Nacken legten und sie anfing seinen Kuss zu erwidern, öffnete er leicht seinen Mund und lies seine Zunge sanft über ihre Oberlippe gleiten, bis Sam ihr einlass gewährte und sich ihre Zungenspitzen sanft trafen. Wie bei einem Tanz umkreisten sich ihre Zungen, zogen sich kurz zurück um sich dann, mit noch mehr Leidenschaft, wieder zu vereinen.

Während sie sich noch immer küssten glitt seine Hand unter ihr Shirt, streichelte sanft über ihren Bauch und wanderte hinauf zum sanft geschwungenen Ansatz ihrer Brüste. Ein prickelnder Schauer lief über Sams Rücken und entlockte ihr einen leisen Seufzer. Ihre Hände legten sich wie von selbst auf seine Muskulöse, leicht behaarte Brust und strichen sanft darüber. 'Wie gut sich das anfühlt'. dachte er und wusste im gleichen Moment das er mehr wollte. Viel mehr. Also legte er seine Hände an den Saum von Sams Shirt und wollten es ihr ausziehen. Doch in diesem Augenblick lösten sich ihre Hände Blitzschnell von seiner Brust und packten seine Hände. Hinderten ihn so daran, ihr das Shirt auszuziehen. Seine Lippen lösten sich von den ihren, er trat einen Schritt zurück und schaute sie erschrocken an. War er zu weit gegangen? Erleichterung machte sich in ihm breit als sie leise sagte. "Nicht hier draussen". Er lächelte nahm ihre Hand und zog sie sanft hinter sich her, Richtung Haus.

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Tja.. nun weiss ich nicht wies weiter geht... sollte ich mich entschliessen ein FSK Kapitel zu schreiben, dann könnt es ne ewigkeit dauern bis ich das hab.. Also weiss ich noch nicht ob es eins geben wird.. Also nicht Hauen falls ich diesen Teil eurer Phantasie überlasse.. *blush*

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Nov 07, 2010 12:15 am

Erst mal an dieser Stelle ein danke an alle die meine Geschichte noch immer Lesen und mir fleissig FB hinterlassen... ohne euch würde das Schreiben nur halb so viel spass machen...

Und nun das neue kapitel....
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Kapitel 10
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Als Steve die Augen aufschlug wurde er vom hellen Sonnenlicht geblendet das durchs Fenster fiel. Sofort schloss er sie wieder und drehte sich schlaftrunken auf die andere Seite. Erschrocken riss er seine Augen auf als er dabei mit seiner Hand auf ein "Hindernis" stieß. Ein leises "Shit" drang aus seinem Mund als er in Sams Gesicht sah und er sich sofort an das erinnerte was in der letzten Nacht passiert war.

'Verdammter Idiot... wieso hast du das getan?' schoss es ihm durch den Kopf während er sie noch immer ansah. Wie sollte er ihr jetzt klar machen das sie nicht in seinem Team bleiben konnte? Das kein Platz da war für einen Computerfreak? 'Sie wird denken das sie gehen muss, weil du mit ihr geschlafen hast' meldete sich sein Gewissen. Aber das stimmte nicht. Sie konnte nicht bleiben weil er nicht für noch jemanden die Verantwortung tragen konnte. Er hatte schon drei Leute unter sich, für deren Leben er sich verantwortlich fühlte, er konnte nicht auch noch einen "Innendienstler" beschützen. Die hatten keine Ahnung von der Strasse, und waren somit Schwachpunkte in einem Team, weil sie einfach zu unvorsichtig waren. Vor allem wenn man hinter Leuten wie Hesse her war, der vor nichts zurück schreckte, waren Laute wie Sam einfach zu leichte "Opfer". Und dieses Risiko konnte und wollte er nicht eingehen. Shit.. er hatte alles noch komplizierter gemacht nur weil ihm gestern Abend sein Hirn in die Hose gerutscht war.

"Idiot.." fluchte er leise vor sich hin und wollte aufstehen. Doch genau in diesem Moment begannen sich die Muskeln seines Körpers zu verkrampfen und ihm wurde schmerzhaft bewusst wie kurz Zwölf Stunden sein konnten. Er spürte wie sich sein Brustkorb verkrampfte um ihm das Atmen schwer machte. Erinnerungen drängten in ihm hoch. Solche die er normalerweise immer verdrängen konnte, aber weil er seinem Körper in dieser Nacht nicht genug Ruhe gegönnt hatte, fehlte ihm dieses mal die Kraft, die Mentale Mauer aufrecht zu erhalten, hinter der er seine Erinnerungen normalerweise eingemauert hatte. Sie bekam Risse die immer grösser wurden bis sie schliesslich ganz in sich zusammenfiel. Sofort waren sie da.. Erinnerungen an die Dunkelheit, die Hitze, den Krach, die Enge und schliesslich das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Schlagartig wurde er in die Gegenwart zurückversetzt. Spürte wieder diese Enge in seiner Brust die ihm das Atmen so schwer machte und dann war sie da, die Panik davor zu ersticken. Sofort fing er an Luft in seine Lungen zu ziehen, vergass dabei aber das Ausatmen und so war es dann wirklich unmöglich für ihn Luft zu bekommen.

Sam wusste nicht genau was sie geweckt hatte, aber sie wusste sofort das irgendwas nicht stimmte. Sie riss ihre Augen auf und sah Steve der noch immer versuchte krampfhaft Luft in seine Lungen zu ziehen aber nicht ausatmete. Seine Lippen begann sich schon blau zu färben als sie ihm sanft übers Gesicht strich. "Steve..du musst ausatmen " sagte sie ruhig zu ihm. Sie hatte das schon mal erlebt.. als ein Klassenkamerad beim Turnunterricht einen Astmaanfall erlitt. Genau wie Steve begann er daraufhin zu Hyperventilieren. "Steve .. atme aus." nichts tat sich. "Komm schon Steve.. Ausatmen" wieder nichts und so langsam machte sich ein wenig Panik in ihr breit. Aber genau das durfte sie ihm nicht zeigen. "Okay.. spürst du meine Hand?"fragte sie und legte sie ihm auf die Brust." Ich helfe dir jetzt aus zu atmen. Wenn ich auf deine Brust drücke atmest du aus.. Okay?!" sagte sie und drückte sanft auf seine Brust. Keine Reaktion. "Komm schon Steve.. konzentriere dich auf meine Hand." wider drückte sie auf seine Brust. "Ausatmen Steve.. komm schon.. ich weiss das du das schaffst." Und wirklich dieses mal atmete er aus.

Aber kaum hatte er das getan begann er auch schon wieder krampfhaft Luft in seine Lungen zu ziehen. "Nein Steve.. Du musst ruhig und gleichmässig atmen. Konzentriere dich auf meine Hand. Wenn ich dir auf die Brust drücke atmest du aus, wenn ich los lasse langsam ein." sagte sie und drückte ihm sanft auf die Brust. Er atmete aus. "Gut.. und jetzt langsam einatmen. Es fiel ihm schwer aber er tat es. Sam drückte wieder auf seine Brust und er atmete aus. Sam sah wie schwer ihm das alles fiel und er konnte die Luft jeweils nur keuchend einatmen. Zudem sah sie die Panik in seinen Augen. "Ich weiss es fällt dir schwer, aber wenn du ruhig atmest bekommst du genug Luft. Okay..?! sagte sie leise und strich ihm dabei sanft übers Gesicht. Sie wusste wie schwer es für ihn sein musste ruhig zu atmen. Es war ja nicht nur so das er kaum Luft bekam, sondern die Krämpfe verursachten auch noch heftige Schmerzen die ihn immer wieder aufstöhnen liessen. Sam hätte so gerne mehr für ihn getan. Aber sie konnte nicht mehr tun als einfach für ihn da zu sein.

Schliesslich war dieser Krampanfall vorbei. Steve setzte sich auf und fing sofort an heftig zu Atmen. "Du musst ruhig atmen.." er hörte ihr nicht mal zu. "Ich muss hier raus... Ich brauche Luft..." Er stand auf, hob seine Shorts auf, zog sie an und ging Richtung Tür. "Hey.. wo willst du hin? Bleib hier." sagte Sam und stand auf. In Windeseile streifte sie sich ihren Slip über und ging Steve nach der eben durch die Tür verschwunden war. Sie holte ihn ein bevor er die Treppe erreicht hatte. "Steve, bleib hier." sagte sie. packte ihn sanft am Arm und drehte ihn zu sich um. "Lass mich.. Ich muss hier raus...Ich... " er sprach nicht zu Ende da er wieder dieses beklemmende Gefühl in der Brust spürte. Der nächste Krampfanfall bahnte sich an. Er lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und fing an schneller zu atmen. Sam trat auf ihn zu. "Du musst ruhig atmen. Hörst du Steve." sagte sie und strich ihm sanft übers Gesicht.

Er schaute sie an und dann verlies ihn auch das letzte bisschen Kraft das er noch hatte und er brach innerlich zusammen. Er lies sich langsam der Wand entlang zu Boden gleiten. "Ich will nicht ersticken..." sagte er immer wieder und schliesslich liefen ihm Tränen übers Gesicht. Sam kniete sich zu ihm und zog ihn in sanft in ihre Arme. "Ich lass es nicht zu das du erstickst. Hörst du? Ich lasse es nicht zu." redete sie beruhigend auf ihn ein während sie ihm sanft übers Haar strich. Sie fühlte sich so schuldig an dem was er eben durchmachte. Sie hätte dafür sorgen müssen das er sich ausruht. Das er seinem Körper Ruhe gönnt damit er neue Kraft tanken konnte. Sie hätte ihn stoppen müssen als er mit schlafen wollte. Aber sie hatte es nicht getan. Nur weil sie so egoistisch war und ihn unbedingt spüren wollte war er jetzt am Ende seiner Kräfte. "Es tut mir leid" flüsterte sie so leise das nicht mal Steve sie verstehen konnte. "Was?" fragte er noch, bevor ihn der nächste Krampf vor Schmerz aufstöhnen lies. Wieder fiel ihm das Atmen schwer. Aber mit Sams Hilfe schaffte er es nicht in Panik zu geraten und gleichmässig ein und aus zu atmen.

"Wir sollten zurück ins Schlafzimmer gehen." sagte Sam nachdem der Krampfanfall vorbei war. Er nickte nur stumm. Nur mit Mühe und Sams Hilfe kam er auf die Beine und zurück in sein Bett. Dieses mal dauerten die Krämpfe 30 Minuten und als sie vorbei waren war Steve Schweiss gebadet und völlig erschöpft. Trotzdem wollte er aufstehen. "Hey.. bleib liegen und ruh dich aus." sagte Sam. "Ich muss ins Büro.. ich.."
"Nein Steve. In deinem Zustand gehst du nirgendwo hin." unterbrach sie ihn. "Mir geht es gut." erwiderte er und versuchte aufzustehen, sackte aber sofort auf die Knie. Sam stand auf und ging zu ihm. "Das nennst du also gut gehen?! Du schaffst es ja nicht mal von hier ins Bad zu kommen. Also leg dich wieder hin und ruh dich aus." sagte sie in einem Tonfall der keine wiederrede zu lies und half ihm zurück ins Bett zu kommen. "Okay.. okay...Ich bleib noch einige Minuten im Bett." antwortete er. "Minuten? Du bleibst mindestens eine ganze Stunde im Bett!.."
"Aber.." versuchte er sie zu unterbrechen aber sie lies es nicht zu. "Hey.. so lange braucht eine Frau nun mal Morgens im Bad." schnitt sie ihm augenzwinkernd das Wort ab. Ein leichtes Grinsen huschte über sein Gesicht. "Okay.. eine Stunde."
"Na siehst du.. geht doch." sagte sie lächelnd, drehte sich um und ging zur Tür. Steve sah ihr dabei nach und erst jetzt fielen ihm die Narben auf ihrem Rücken auf. "Sam..." sie drehte sich zu ihm um und schaute ihn an."Die Narben... Woher.." stammelte er rum. "Später okay?! Du musst dich erst ausruhen." antwortete sie. "Versprichst du mir das?" fragte er. Sie schloss kurz ihre Augen und nickte dann stumm bevor sie das Zimmer verlies. Steve schloss die Augen und schlief erschöpft ein.

Sam suchte erst mal ihre verstreuten Kleider zusammen und ging dann unter die Dusche. Während das Wasser auf ihren Körper einprasselte kamen die Erinnerungen in ihr hoch und sie wurde zurück versetzt zu jenem Tag wo das Verhängnis seinen Lauf nahm.

Zwei Wochen nachdem sie Eingeschult wurde kam ihre Lehrerin zu ihr und gab ihr einen Brief. "Den gibst du deinem Vater. Okay Sam?"
Sie hatte nur genickt und den Brief in die Tasche gesteckt. Zu Hause angekommen packte sie ihn aus und ging damit zu ihrem Bruder. Er war Fünfzehn und seit dem Tod ihrer Mutter, vor einem guten Jahr, war eigentlich er es, der sich um sie kümmerte. Sie klopfte an seine Zimmertür. "Komm rein" hörte sie ihn rufen. Sie öffnete die Tür und trat ein. "Bryan.. ich hab einen Brief für Dad.. ich mein für Dave." stammelte sie rum. "Von wem ?" fragte Bryan. "Von meiner Lehrerin."antwortete sie. "Hast du was angestellt?"
"Nein bestimmt nicht.. ich..."
"Lass ihn mich sehen." unterbrach er sie, nahm ihr den Brief ab und las ihn. "Oh.. Sie schreibt das du wahrscheinlich eine Brille brauchst. Ich werde heute abend mit Dad darüber reden. Ist sonst alles in Ordnung? Hast du deine Hausaufgaben gemacht?" Sie nickte nur. "Gut. Hilfst du mir nachher beim Abendessen machen?" "Klar."antwortete sie ihm. "Okay.. ich ruf dich wenn's soweit ist." sagte er und widmete sich wieder seinen Hausaufgaben.
Sie ging zurück in ihr Zimmer und setzte sich vor den alten PC der Bryan ihr hier rein gestellt hatte als er einen neuen bekam. Sie startete ihn auf und spielte einige Games.

Zwei Stunden später klopfte Bryan an ihre Tür und sie machten gemeinsam das Abendessen. Sie waren gerade damit fertig als ihr Vater nach hause kam. Wortlos assen sie das Essen und danach räumte Sam den Tisch ab. " Dad.. Sam hat heute einen Brief von der Schule mit nach Hause gebracht.. Sie"
"Was hast du angestellt?!" schrie er sie sofort an. Sie zuckte sofort zusammen. "Nichts Dad.." Er packte sie hart am Arm. "Wie oft hab ich dir schon gesagt das du mich nicht so nennen sollst! Und lüg mich nicht an! Was hast du angestellt?" schrie er sie weiter an. "Dad.. Sam hat nichts gemacht. Die Lehrerin schreibt das Sam wahrscheinlich eine Brille braucht weil sie beim lesen aus den Büchern Schwierigkeiten hat." mischte Bryan sich nun ein. Ihr Vater lies sie sofort los. "Ach was.. sie braucht keine Brille. Samantha ist einfach nur zu dumm um richtig lesen zu können." kam es abschätzig über seine Lippen. "Dad.. Sie..."
"Nein Bryan. Sie braucht keine Brille. Das kostet Geld das wir nicht haben." unterbrach er ihn. "Du kannst es von dem nehmen das du für meine Fahrprüfung auf die Seite legst. Ich kann die auch später..."
"Nein Bryan. Dieses Geld ist für dich. Sie braucht keine Brille. Samantha ist nun mal nicht die Hellste. Sie kapiert ja nicht mal das sie mich Dave und nicht mehr Dad nennen soll." unterbrach er ihn und zu ihr gewannt." Los verschwinde auf dein Zimmer und ich will dich die nächste Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Ist das Klar!" schnauzte er sie wütend an. Sie nickte nur und ging Richtung Zimmer. "Dad.. wieso tust du das?" hörte sie Bryan sagen. "Weil sie schuld am Tod deiner Mutter ist." antwortete ihr Vater. "Das ist nicht wahr. Der Krebs hat sie getötet nicht Sam." sagte Bryan. "Hätte deine Mutter Samantha abgetrieben dann hätte sie viel früher mit der Chemo anfangen können. Hätte sie Samantha nicht auf die Welt gebracht könnte sie vielleicht noch leben." hörte sie ihren Vater noch wütend sagen bevor sie ihre Zimmertür hinter sich schloss.

Sie lies sich auf ihr Bett fallen und fing an zu weinen. Zum ersten mal wurde ihr wirklich bewusst wie sehr ihr Vater sie hasste. Fünf Minuten später trat Bryan ins Zimmer und setzte sich zu ihr aufs Bett. "Hey Sam..schau mich an." sagte er leise zu ihr. Sie tat es. Vorsichtig wischte er ihr die Tränen aus dem Gesicht. "Glaub nicht was er dir sagt. Du bist nicht schuld an Mam's Tod. Und du bist auf keinen fall dumm. Ich werde dir diese Brille besorgen und dann wird er sehen wie klug du eigentlich bist." Sie setzte sich auf. "Ich vermisse Mam."
"Ich weiss.. ich vermisse sie auch." sagte er, zog sie in seine Arme und hielt sie fest bis sie nicht mehr weinte. " Vergiss nie das ich dich genau so liebe wie Mam das getan hat. Okay?" sagte er bevor er sie los lies. " Okay." antwortete sie nur. "Gut. und die nächsten paar Tage gehst du Dad besser aus dem Weg." Sie nickte nur." Okay.. und jetzt geh dir die Zähne putzen und dann ab ins Bett. Es ist schon nach 20 Uhr." sagte er stand auf und ging zur Tür. "Bryan... " er drehte sich zu ihr um und schaute sie an. " Ich liebe dich auch." beendete sie den Satz. Er lächelte "Ich weiss.. aber trotzdem wirst du jetzt schlafen gehen."

Einige Tage später nahm Bryan sie mit in die Stadt. Da gingen sie dann in einen Laden rein der voll mit Brillen war. Sie hatte sowas noch nie gesehen und schaute sich erstaunt im Laden um. "Kann ich helfen?" wurde Bryan von einem Mann angesprochen. "Ja.. ich war schon mal hier und hab mich wegen einer Brille für meine Schwester erkundigt." antwortete Bryan. "Oh ja.. jetzt erinnere ich mich wieder an dich. Das wird sie dann wohl sein." sagte er und trat auf sie zu. "Wie heisst du denn?"
"Sam." sagte sie nur. "Okay Sam.. wir werden jetzt einige Tests machen. Aber keine Angst es wird nicht weh tun." sagte der Mann und sie gingen in ein Zimmer voll mit Geräten. Nach einiger Zeit waren die Tests vorbei und sie gingen wieder aus dem Raum raus. "Wann ist die Brille fertig?" fragte Bryan. " In einer Woche." antwortete der Verkäufer und gab Bryan einen Zettel. "Gut ich hole sie dann ab." sagte Bryan und dann fuhren sie wieder nach Hause.

Zwei Wochen später war ihr siebter Geburtstag. Bryan kam in ihr Zimmer und gab ihr ein kleines Packet. "Für mich?" fragte sie überrascht. Er nickte nur. Sofort öffnete sie es und eine Brille kam zum Vorschein. Sie schaute sie nur an. "Na los setz sie auf." sagte Bryan. Vorsichtig tat sie es. "Und?" fragte er. "Es ist gar nichts mehr verschwommen. Sie riss ein Buch aus dem Regal und öffnete es. "Ich kann alle Buchstaben sehn! Danke Bryan." sagte sie lächelnd und viel ihrem Bruder um den Hals. "Hey.. ich sagte doch das du deine Brille bekommst. Aber leider hab ich dafür keinen Kuchen für dich." sagte er entschuldigend. "Macht nichts..Kuchen ist doch eh nicht gut für die Zähne. Die Brille ist viel besser." antwortete sie. "Schön das sie dir gefällt. Aber jetzt muss ich noch Hausaufgaben machen. Also wäre es gut wenn du mich loslassen könntest." sagte Bryan lächelnd. "Oh.. ja sicher.." antwortete sie und lies ihn los. Kaum war er durch die Tür verschwunden setzte sie sich an den PC und endlich konnte sie ein Game spielen ohne das alle Bilder verschwommen waren. Sie war das erste mal seit langem wieder richtig Glücklich. Das dieses Glück nur zwei Stunden anhalten würde wusste sie da noch nicht.

Denn zwei Stunden später trat ihr Vater wütend durch ihre Zimmertür." Du miese kleine Diebin! Wo ist das Geld?" zischte er sie wütend an. Sie sah ihn nur fragend an, hatte keine Ahnung wovon er sprach. "Ach so.. dafür hast du das Geld aus der Kasse für Bryans Fahrstunden gestohlen. Für dieses hässliche Ding." zischte er weiter, zerrte ihr die Brille von der Nase und warf sie in den Abfalleimer. "Ich hab das Geld nicht gestohlen" versuchte sie sich zu verteidigen. "Lügen auch noch... du... Zieh dein T-Shirt aus. Ich sagte du sollst dein Shirt ausziehen." schnauzte er sie gefährlich an als sie nicht gleich tat was er wollte. Eingeschüchtert tat sie schliesslich was er ihr befohlen hatte. "Ich werde dir zeigen was mit Dieben und Lügnern passiert." Zischte er, packte sie an der Schulter und stiess sie hart aufs Bett. "Du wirst nie wieder stehlen. Dafür werde ich sorgen." sagte er kalt öffnete seinen Gürtel und zog ihn aus seiner Hose. Und dann Schlug er zu. Der Schmerz durzuckte ihren ganzen Körper und instinktiv legte sie ihre Arme schützend um ihren Kopf. Immer wieder schlug er zu. Lies seinen Gürtel hart auf ihren Rücken knallen. "Bitte aufhören.... Bitte Dad." flehte sie ihn an. "Nenn mich nicht so.. hörst du! Nenne mich nie wieder so!" schrie er sie an und schlug noch härter zu.

In diesem Moment trat Bryan durch die Tür weil er das Schreien gehört hatte." Hör auf Dad!" schrie er ihn an. Aber er hörte gar nicht hin schlug wieder auf Sie ein. Ein weiteres mal riss der Gürtel ihre Haut auf, raste der Schmerz durch ihren Körper bevor es plötzlich aufhörte. "Wir müssen hier weg." hörte sie Bryan sagen bevor er ihre Hand packte und sie vom Bett hoch zog. "Wo ist deine Brille?" fragte er und als sie auf den Eimer zeigte holte er sie raus. Sie sah ihren Dad. Er lag am Boden und hatte eine Blutende Wunde am Kopf. Daneben lag ihre Nachtischlampe. "Hier.. " sagte Bryan und gab ihr die Brille zurück. "Komm wir müssen weg hier." sagte er nochmal und zog sie mit sich raus aus dem Zimmer.
"Wo willst du mit ihr hin? Sie ist eine Diebin.. Bryan bleib hier." schrie ihr Vater wütend. Er war wieder zu sich gekommen und kam ihnen nach.

"Wenn du die Brille zurück bringst dann bekommst du das Geld zurück und kannst es Dad geben. Dann wird er nicht mehr wütend auf dich sein." sagte sie schluchzend und streckte Bryan die Brille hin. Sie wollte nicht das ihr Dad auch auf ihn wütend war. "Nein Sam. Du brauchst sie. Du wirst sie tragen. versprich es mir.. Versprich mir das du sie immer tragen wirst." sagte er während er die Wohnungstüre aufschloss. "Ich verspreche es." sagte sie bevor zwei Hände nach ihrem Arm griffen. Ihr Vater hatte sie eingeholt. Wieder zog er mit dem Gürtel auf.
"Nein lass sie in Ruhe." schrie Bryan und ging auf Ihn los so das er Sam loslassen musste. "Renn...Sam... renn weg..." schrie Bryan sie an und ohne nachzudenken rannte sie los.

Am Ende des Treppenhauses lief sie Peter Ryan in die Arme. " Du musst ihm helfen.. Bitte du musst Bryan helfen.." flehte sie ihn an, packte seinen Arm und zog ihn hinter sich her zu ihrer Wohnung. "Sam.. du Blutest.. was ist passiert?" fragte er sie aber sie antwortete ihm nicht. "Du musst ihm helfen.. Bitte.." schluchzte sie und zog ihn weiter bis zur Tür. "Okay.. du wartest hier." befahl er ihr, zog seine Dienstwaffe und ging vorsichtig in die Wohnung rein. natürlich gehorchte Sam nicht sondern schlich hinter ihm in die Wohnung rein. Und dann sah sie ihn. Ihr Vater kniete am Boden und hielt Bryan in seinem Arm. Bryan Blutete aus der Nase und den Ohren und bewegte sich nicht. "Du bist schuld das er tot ist! nur deinetwegen ist er tot." schrie ihr Vater als er sie sah. "Bryan!! Bryan!! Bitte Bryan.. wach auf." schrie sie verzweifelt aber er bewegte sich nicht. Sie wollte zu ihm. Aber Peter Ryan hielt sie zurück. " Er wird nicht aufwachen! Er ist tot. Deinetwegen ist Bryan tot! Es wäre besser gewesen du wärest nie geboren worden!" schrie ihr Vater sie an stand auf und wollte auf sie los gehen. "Bleib stehen, oder ich schiesse." sagte Peter Ryan und als er trotzdem weiter ging schoss er ihm ins Bein. Ihr Vater schrie auf vor Schmerz und viel zu Boden. Hasserfüllt schaute er sie an. "Du bist schuld... Du bist schuld das dein Bruder und deine Mutter tot sind" schrie er sie nochmal an. Das letzte, an was sie sich nach diesem Augenblick noch erinnern konnte, war das sie gerannt war bis sie am Ende des Treppenhauses von Mary Ryan festgehalten wurde und in ihren Armen weinend zusammenbrach.


Langsam kehrte Sam aus ihren Erinnerungen zurück in die Gegenwart. Das Wasser der Dusche prasselte auf ihr Gesicht und wusch die Tränen mit sich fort die ihr übers Gesicht liefen. Sie hatte Bryan im Stich gelassen als er sie gebraucht hätte. Ihr Vater hatte recht. Sie war schuld das er tot war.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Mi Dez 29, 2010 8:51 pm

Ja ja.. ich weiss dieses mal het es etwas lange gedauert... ich hoffe das ihr meine Geschichte trotzdem noch weiter lest. Und vielen dank an die die mir immer wieder ein Feedback hinterlassen... nur wegen euch schreib ich weiter .. Danke
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Kapitel 11
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Dreissig Minuten später trat Sam angezogen aus dem Bad. Sie ging runter zu ihrem Wagen um sich dort ein Paar Eintages-Kontaktlinsen zu holen die sie gestern ins Handschuhfach geworfen hatte. Zurück im Haus setzte sie sich die Dinger erst mal ein bevor sie sich einen Kaffee machte. Nachdem sie in getrunken hatte ging sie runter zum Strand. Die Sachen vom Picknick lagen noch genau so da wie sie, sie zurück gelassen hatten. Ihr Blick fiel auf Steve's T-Shirt das im Sand lag.

Sie hob es auf, schüttelte den Sand aus und drückte es sich dann sanft ins Gesicht um den Duft, Steve's Duft tief in ihre Nase einziehen zu können. Und sofort waren sie wieder da. Die Erinnerungen an die letzte Nacht.'wieso hast du das zugelassen? Was wenn er sich in dich verliebt?' meldete sich ihr Gewissen. "Steve? Im mich? Das wird nie passieren. Ein Kerl wie Steve verliebt sich nicht in jemanden wie mich. Niemals" brummelte sie leise vor sich hin. 'Bist du dir da so sicher? Was wenn doch? Was wenn er dir sagt das er dich l....' "Nein! Das wird er nicht tun! Niemals!"unterbrach sie ihre Gedankengänge laut. "Er darf nicht. Leute die das tun sterben. und ich will nicht das ihm was passiert." fügte sie leise an, schloss ihre Augen und atmete tief durch um die aufkommenden Erinnerungen zu unterdrücken.

Schliesslich begann sie damit die Überbleibsel vom Picknick in den Korb zu packen und ging damit zurück zum Haus. Die Decke legte sie draussen über einen Stuhl und das Geschirr brachte sie in die Küche um es in die Abwaschmaschiene zu räumen. Dann durchstöberte sie Steve's Schränke nach etwas essbarem. Schliesslich fand sie ein Pack Frischbackbrötchen im Gefrierfach und etwas Parmaschinken im Kühlschrank. Nicht gerade viel aber besser als nichts. So konnte sie Steve zumindest etwas essbares anbieten wenn er aufwachte. Und wie auf's Stichwort hörte sie wie Steve ins Bad ging. 'Dann kann ich den Backoffen ja schon mal vorheizen.' dachte sie und schaltete ihn ein.

Fünfzehn Minuten später trat Steve angezogen in die Küche. "Wie fühlst du dich?" fragte Sam. "Ich könnte einen Kaffee vertragen." antwortete er. "Okay.. setzt dich. Ich mach dir gleich einen." sagte Sam schob die Brötchen in den Offen und machte ihm dann einen Kaffee. Nachdem sie die Tasse vor ihm auf den Tisch gestellt hatte machte sie sich auch noch eine Tasse und setzte sich zu ihm an den Tisch. Keiner sagte ein Wort. Sie sassen nur da tranken von ihrem Kaffee und starrten in die Schwarze Brühe als ob die ihnen irgendwelche Antworten liefern konnte.

Plötzlich machte Steve einen tiefen Atemzug. "Sam... wegen letzter Nacht... es.. ich.." stotterte er etwas hilflos rum. "Hey.. was passiert ist ist passiert. Wir hatten beide zu viel getrunken.. sonst wäre das nie passiert... Es hatte nichts zu bedeuten.. dafür kennen wir uns ja auch viel zu wenig.. ich meine.. Es war nur Sex.." Sie stockte als sie Steve's Blick sah den er ihr eben zugeworfen hatte. War es nur ihre Einbildung oder hatte sie wirklich sowas wie Enttäuschung in seinen Augen gesehen. ' Na grossartig Sam.. wie kannst du auch sowas wie.. 'Es war nur Sex' raus lassen.' schoss es ihr durch den Kopf. "Ich glaub die Brötchen sind fertig" lenkte sie vom Thema ab, stand auf und holte die Brötchen aus dem Offen.

'Nur Sex?!' Steve wusste nicht ob er jetzt erleichtert sein sollte weil sie nichts von ihm erwartete oder enttäuscht weil ihr dies Nacht anscheinend so wenig bedeutet hatte. Wahrscheinlich war es von beiden etwas. "Ich hab leider nicht sehr viel essbares in deinen Schränken gefunden." riss Sam ihn aus seinen Gedanken und stellte die Brötchen sowie den Parmaschinken auf den Tisch. "Ich weiss.. ich sollte dringend einkaufen gehen." antwortete er, nahm sich ein Brötchen und begann zu essen. Sam setzte sich wieder an den Tisch und ass auch. Sie sprachen kein Wort und Sam wurde das ganze schon etwas unangenehm als ihr Handy klingelte. Froh über diese 'Störung' holte sie es aus ihrer Tasche und hob ab.

"Hallo Angela... was?.. kannst du das nochmal wiederholen?" fragte Sam und stellte ihr Handy auf Lautsprecher. "Ich sagte... ich hab die Liste bekommen um das Gegenmittel herzustellen." wiederholte Angela. "Wow..das sind ja endlich mal gute Nachrichten.. danke..."
"Wie lange?" unterbrach Steves Sam. Sie schaute ihn fragend an. "Wie lange dauert es bis das Mittel fertig ist?" fragte Steve. "Angela.."
"Ich hab die Frage gehört" unterbrach Angela Sam. "Bis ich alle Komponenten zusammen hab und sie nach Rezept gemischt habe.. Vierzehn Stunden."
Sam sah wie Steve seine Augen schloss und schwer schluckte. " Geht es nicht schneller?" fragte Sam. "Nicht wenn es auch wirken soll. Und wenn ich noch lange mit die Quatsche dann dauert es noch länger. Ich ruf dich an wenn das Mittel fertig ist." sagte Angela und legte auf.

Sam schaute Steve an. Er sass noch immer mit geschlossenen Augen da und atmete tief durch. Ihm war bewusst das dass Gegenmittel nicht früh genug fertig war um ihm weitere Krämpfe zu ersparen. "Steve.. es tut mir leid.."
"Was sollte dir leid tun? Ich werde nicht sterben. Also ist doch alles in Ordnung." unterbrach er sie. Aber Sam wusste das nichts in Ordnung war. Das ihm die Krämpfe mit jedem mal mehr zusetzten und die Schmerzen immer schlimmer wurden. "Hey.. ich werde da sein. ich werde dir helfen so gut ich kann." sagte sie leise zu ihm und strich ihm dabei sanft übers Gesicht.

Er öffnete seine Augen und sah sie an. Und wieder mal drohte sie sich in seinen Augen zu verlieren. "Ich muss los. Ich muss nach Hause ... mich umziehen... bevor ich ins Büro fahre." stotterte sie rum und wollte gehen. " Du hast mir noch etwas versprochen" rief Steve ihr nach. Sie stoppte, drehte sich zu ihm um und schaute ihn fragend an. "Die Narben auf deinem Rücken... wer hat dir das angetan?" fragte er schliesslich. Sie schloss kurz ihre Augen, atmete tief ein und schaute ihn dann wieder an. "Mein Vater." antwortete sie ihm gerade laut genug das er sie verstehen konnte. "Oh Gott... Sam.. es tut mir leid.. ich..."
"Vergiss es. Das ist lange her. Ich muss los." unterbrach sie ihn und ging.

Geschockt von dem was er eben erfahren hatte sass Steve da und starrte auf die Tür durch die Sam verschwunden war. Wie konnte ein Vater sowas seinem Kind antun. Er schob das Brötchen beiseite das vor ihm stand. Der Appetit war ihm gründlich vergangen. Er trank seinen Kaffee aus, nahm seine Autoschlüssel vom Tisch und fuhr ins Büro.

Als Sam durch die Tür ihres Appartements trat spürte sie sofort das sie nicht alleine war. Sie zog ihre Waffe und ging vorsichtig weiter. "Du kannst deine Waffe ruhig wieder einstecken. Ich bin es nur." erklang eine Stimme die Sam sofort erkannte. Sie steckte ihre Waffe zurück in den Schulterhalfter und trat ins Wohnzimmer. "Dad.. wie bist du hier rein gekommen? Und was machst du überhaupt hier?"fragte sie.
"Also erst mal hallo Sam.. schön dich zu sehen."sagte er stand auf ging zu ihr und nahm sie in den Arm. Sie erwiderte die Umarmung. "Ja.. schön das du da bist.. aber ich wüsste doch gerne was dich herführt." Er lies sie los und setzte sich wieder aufs Sofa. " Du solltest das Schloss an deiner Tür wechseln. Das Aktuelle lässt sich zu leicht knacken. Und warum ich hier bin. Ich hab Angela die Liste für das Gegenmittel gebracht das Steve McGarrett so dringend braucht." antwortete er.

"Du?.. Aber woher.. ich hab doch gar nicht.. warum? Ich versteh nicht." stotterte Sam rum. "Angela hat mich angerufen und mir alles erzählt. Sie konnte keinen finden der die Liste abholt und ihr bringt. Deshalb hat sie mich gefragt ob ich bereit wäre zu helfen." klärte er sie auf. "Ich glaube das nicht! Wie konnte sie das tun ohne mir bescheid zu geben! Ich hätte diese Entscheidung treffen müssen! Ich..."
"Sam.. Sie hat es getan weil sie das Gefühl hatte das du nicht damit klar kommen könntest wenn irgendwas schief gelaufen wäre. Und wir beide wissen das sie recht hat. Du.."
"Vielleicht hätte ich dich ja gar nicht angerufen." unterbrach sie ihn wütend drehte sich um und schaute zum Fenster raus.

"Sam.. schau mich an. Sie tat es nicht. Er ging zu ihr und legte ihr sanft seine Hand auf die Schulter. "Sam.. schau mich bitte an." Dieses mal tat sie es. "Und jetzt sag mir ins Gesicht das du mich nicht angerufen hättest." Sie schaute ihren Dad an, sagte aber kein Wort. "Siehst du deshalb hat sie es getan. Sie wusste das du Steve nicht im Stich lassen würdest. Und deshalb hat sie mich angerufen. Sie wollte dich nur schützen. Also sei nicht böse auf sie. Sie hat es nur gut gemeint."
"Und was wenn etwas schief....."
"Hey.. Es ist alles gut gegangen. Also hör auf darüber nach zu denken was hätte sein können. Okay?!" unterbrach er sie. "Ich will nicht das dir was passiert." antwortete sie und eine Träne lief ihr übers Gesicht. "Ich weiss." antworte er und nahm sie in den Arm.

Nach einiger Zeit lies er sie los. "Hast du was dagegen wenn ich mich etwas hinlege? Ich war die ganze Nacht unterwegs und hab kaum geschlafen."
"Kein Problem. Schlaf dich ruhig aus. Ich muss eh ins Büro. Aber erst muss ich mich umziehen." antwortete sie und ging ins Schlafzimmer um sich umzuziehen. "Wie lange bleibst du eigentlich hier?" fragte sie. "Ein paar Tage. Es soll ja wie ein Kurzurlaub aussehen." antwortete ihr Dad. "Gut dann könnten wir ja heute zusammen Mittagessen gehen. So gegen Ein Uhr?" fragte Sam. "Okay.. ich komm bei dir im Revier vorbei. Will ja mal sehen wo du arbeitest." antwortete ihr Dad. "Gut.. ich muss los. Oh.. und hier ein Schlüssel für die Wohnung damit du nicht dauernd einbrechen musst."sagte sie, legte ihm den Schlüssel auf den Tisch und wollte gehen.

"Hey.. liebst du ihn?" erstaunt über die Frage drehte sich Sam zu ihrem Dad um. "Was?" fragte sie. "Liebst du Steve?" fragte er nochmal. "Wie kommst du den jetzt auf sowas..ich..."
"Komm schon. Angela hat mir alles erzählt." unterbrach er sie. "Also sag mir.. liebst du ihn?" wiederholte er seine Frage. "Ich werde wahrscheinlich eh nicht mehr lange hier sein." wich sie seiner Frage aus. "Das hab ich dich nicht gefragt. Ich wollte wissen ob du ihn liebst." sie antwortete ihm nicht sondern senkte ihren Blick und biss sich nervös auf der Lippe rum. "Ich muss los." sagte sie schliesslich und ging.

Kopfschüttelnd stand ihr Dad da. Es tat ihm weh zu sehen das sie ihre Gefühle, für einen anderen Menschen, ein weiteres mal unterdrückte nur weil sie noch immer dachte das Menschen die sie liebten starben. Wie oft hatte er schon versucht ihr das auszureden. Aber die Ereignisse aus ihrer Kindheit sassen einfach noch zu tief. Trotzdem würde er wieder und wieder versuchen ihr klar zu machen das nicht jeder der sie liebt starb. Aber jetzt brauchte er erst mal dringend etwas schlaf.

Steve war inzwischen im Revier angekommen. Er ging in sein Büro und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. 'Oh Gott bin ich müde' dachte er schloss kurz seine Augen und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. In diesem Moment ging die Tür auf und Danny trat ein. "Oh man.. du siehst nicht besonders gut aus." Steve öffnete seine Augen und schaute Danny an. "Genau das hat mir noch gefehlt.Das mein Partner mir sagt das ich scheisse aussehe."
"Hey.. das hab ich nicht gemeint"..
"Aber gedacht."unterbrach Steve ihn.
"Willst du einen Kaffee? Ich geb dir einen aus." wechselte Danny das Thema. "Gute Idee." antwortete Steve stand auf und ging mit Danny zum Kaffeeautomaten.

Sie waren gerade dabei ihren Kaffe zu trinken als Sam eintrat. "Morgen" begrüsste sie Danny, warf eine Münze in den Automaten und drückte die Taste für einen Espresso. "Morgen." antwortete Danny und trank einen weiteren Schluck Kaffee. Ihm entging dabei nicht wie Steve , Sam über den Rand seines Kaffebechers ansah. Und als Sam beim verlassen des Pausenraumes herzhaft gähnte legte sich ein Grinsen auf sein Gesicht.
"Was? wollte Steve wissen. "Nichts." antwortete Danny noch immer grinsend, warf seinen leeren Becher in dem Mülleimer und ging Richtung Tür. Steve trank seinen Kaffee auch aus und warf den leeren Becher weg bevor er Danny folgte. "Was heisst hier nichts? Du grinst doch nicht wegen nichts! Also wieso grinst du?" bohrte Steve weiter. "Ich grinse doch gar nicht." erwiderte Danny und versuchte dabei ernst auszusehen. Er öffnete die Tür und ging raus. Steve folgte ihm. "Oh doch.. Du hast gegrinst! Und ich will wissen warum!" sagte Steve leicht genervt. "Ach mir ist nur eben klar geworden wieso du so müde bist." brummelte Danny leise vor sich hin. "Was?" fragte Steve der ihn nicht verstanden hatte. Danny stoppte und drehte sich zu Steve um. "Ich sagte.. mir ist eben klar geworden warum du so müde bist." wiederholte er laut und als er Steve's ertappten Gesichtsausdruck sah legte sich erneut ein Grinsen auf sein Gesicht.

"Ach übrigens.. ich hab dir die gute Nachricht ja gar noch nicht erzählt." wechselte Steve schnell das Thema. "Und die wäre?" fragte Danny. "Angela von der Pathologie kann das Gegenmittel herstellen." antwortete Steve. "Wow.. das sind nicht nur gute, sondern grossartige Nachrichten. Oh man... ich bin so froh das zu hören. Ich..."
"Trotzdem will ich diesen Mistkerl finden. Ich will das er büsst für das was ich durchmachen muss wegen ihm." unterbrach Steve seinen Partner und Danny entging nicht der Hass der kurz in Steves Augen aufblitzte. "Das werden wir. Er wird dafür in den Knast wandern. Das verspreche ich dir! Wann bekommst du das Gegenmittel?" fragte Danny. Steve schaute auf seine Uhr. "In etwa Dreizehn Stunden." Danny war sofort klar das das Steve das Gegenmittel nicht früh genug bekommen wurde um ihm die nächsten Krämpfe zu ersparen. " Scheisse... Steve.. es tut mir leid.. ich..."
"Vergiss es.. Ich werde am Leben bleiben. Und du wirst mir helfen diesen Mistkerl zu schnappen." unterbrach Steve ihn und ging in sein Büro.

Danny atmete kurz tief durch und ging dann zu Sam's Büro. Er klopfte. "Ja." erklang Sam's Stimme und er trat ein. " Nur das dass klar ist. Ich bin noch immer wütend auf dich wegen dem was du mit Nash abgezogen hast! Aber falls du irgendwelche Infos hast die helfen den Kerl zu finden der Steve vergiftet hat, dann will ich die haben. ist das klar?! " sagte er und schaute sie ziemlich grimmig an. "Ich hab nur eine Adresse. Aber ich denke die gehört nur zu einem Briefkasten." antwortete Sam. "Gib sie mir." sagte Danny. Sam schrieb sie ihm auf und gab ihm den Zettel. " Ich glaub nicht das du da was finden wirst.. Ich.."
"Wir werden sehen." unterbrach er sie, nahm den Zettel und ging. Sam sass da und schaute ihm nach wie er ziemlich heftig die Tür hinter sich schloss. Wow... er schien wirklich noch sehr wütend zu sein. 'Na was solls.. ich bin ja eh nicht mehr lange hier.' schoss es ihr durch den Kopf und sie konzentrierte sich wieder auf ihre Arbeit am Computer.

Es war kurz vor Ein Uhr als Steve der Mann auffiel der im Revier aufgetaucht war. Da anscheinend alle von seinem Team schon Essen gegangen waren ging er zu ihm raus. "Kann ich ihnen helfen?" fragte er ziemlich schroff. "Ja.. ich suche das Büro von Sam Ryan." antwortete der Kerl. "Und wieso sollte ich ihnen zeigen wo das ist?" fragte Steve weiter. "Weil ich ihr Vater bin. "Oh.. das ist natürlich was anderes. Ich bringe sie hin." sagte Steve nun überfreundlich und ging mit ihm Richtung Sam's Büro. Doch als sie am Kopierraum, dessen Tür wie immer offen stand, vorbei kamen, packte Steve blitzschnell den Arm des Kerls und verdrehte ihn ihm schmerzhaft auf den Rücken. Dann schob er ihn so vor sich her in den Kopierraum und gab der Tür mit dem Fuss einen Stoss damit sie ins Schloss fiel.

"Was soll der scheiss? Ich bin wirklich Sam's Dad. Ich kann mich ausweisen. Meine Dienstmarke ist in meiner Hosentasche. Wenn du.."
"Oh.. das wird ja immer besser. Ein Cop der gerne Kinder schlägt! Wieso legst du dich nicht mit jemandem an der sich wehren kann?" zischte Steve ihn wütend an und drückte Sam's Vater unsanft gegen die Wand. "Wovon redest du da? Ich schlage keine Kinder! Ich.."
"Lüg mich nicht an! Ich hab die Narben auf Sam's Rücken gesehen!" unterbrach Steve ihn wütend. "Das war ich nicht! Das..."
"Willst du etwas behaupten das Sam lügt?!"zischte Steve ihn nun gefährlich an. "Nein.. sie sagt die Wahrheit. Es war ihr Vater. Ihr leiblicher Vater. Ich bin ihr Adoptiv Dad." verteidigte sich Sam's Vater. Sofort lies Steve ihn los. "Oh.. ich .. es tut mir leid. Ich dachte..."
"Schon gut. Ist ja nichts passiert." unterbrach Sam's Vater ihn und drehte sich zu ihm um. "Peter Ryan." stellte er sich vor

"Steve McGarrett." erwiderte Steve. "Oh dann bist du der Idiot der Sam nicht in seinem Team haben will. Du... "
"Wer sagt das?" wollte Steve wissen. "Das mit dem Idiotien.. ich. Und das andere hat mir Sam erzählt." antwortete Peter Ryan. "Woher... woher weiss sie..."
"Keine Ahnung, aber du machst einen Fehler. Du wirst keinen besseren Cop finden als Sam." unterbrach er Steve. "Ich brauche keinen Computer Freak in meinem Team, auf den man dauernd aufpassen muss." antwortete Steve. "Aufpassen? Auf Sam? Hast du die Akte nicht gelesen die ich dir zugeschickt habe?" fragte Peter Ryan. "Nein hast du anscheinend nicht." fuhr er fort als er Steve's schuldbewussten Blick sah. "Sie ist einer der besten Cop's die je unter meinem Kommando gestanden haben. Sie ist eine ausgezeichnete Schützin und im Kampfsport sowieso ein Ass. Was kein Wunder ist. Sie hat ja auch schon mit Zehn Jahren damit angefangen. Und auch wenn sie ein Computer Freak ist, bisher hat sie immer auf der Strasse ermittelt. Und ich hatte nie das Gefühl das ich sie Beschützen müsste. Na ja.. zumindest bis vor ein paar Monaten. Deshalb hab ich sie der Gouverneurin als Computer Spezialisten für dein Team empfohlen. Ich...

"Das musstest du wohl tun weil sie jemanden im Stich gelassen hat." unterbrach Steve ihn. "Sam? Jemanden im Stich lassen? Niemals würde sie das tun." antwortete Peter wütend. "Ach ja.. und weshalb hat sie dann zu mir gesagt das sie es nicht ertragen könnte nochmal jemanden im Stich gelassen zu haben der ihre Hilfe gebraucht hätte?" fragte Steve schnippisch. Sam's Vater schaute ihn entsetzt an. " Oh Gott.. wieso bloss gibt sie sich noch immer die Schuld an Bryans Tod. Sie.."
"Ach sieh an. Hatte ich also recht. Dann ist sie wohl doch nicht der super Cop für den du..." Steve konnte nicht zu Ende reden weil Peter Ryan ihn blitzschnell am Arm packte und ihn ihm schmerzhaft verdrehte.

"Du hast keine Ahnung! Sam denkt das sie ihren Bruder im Stich gelassen hat. Das sie schuld an seinem Tod ist. Aber sie konnte ihm nicht helfen! Sie war erst sieben! Verstehst du ?! Sie war erst sieben Jahre alt als ihr Vater ausgerastet ist und sie mit seinem Gürtel geschlagen hat. Bryan, ihr Fünfzehnjähriger Bruder ist dazwischen gegangen. Er hat ihr befohlen wegzurennen und deshalb hat sie es getan. Als sie mir im Treppenhaus in die Arme gelaufen ist lief ihr das Blut über den Rücken, aber das interessierte sie nicht. Das einzige was sie wollte war das ich Bryan helfe. Aber es war zu spät. Sam's Vater hatte Bryan einen heftigen Schlag versetzt und Bryan ist mit dem Kopf auf einen Marmortisch aufgeschlagen. Dabei hat er sich das Genick gebrochen. Und weisst du was ihr Vater zu ihr gesagt hat? Das sie schuld am Tod ihrer Mutter und ihres Bruders sei. Und das er sich wünschte sie wäre nie geboren worden. Verstehst du jetzt?! Sie denkt noch immer sie habe ihren Bruder im Stich gelassen!" Zischte Peter Ryan Steve an und lies ihn los. Geschockt von dem was er eben gehört hatte stand Steve da und suchte nach Worten. "Oh Gott.. ich...ich weiss nicht was ich... es tut mir leid." stotterte er schliesslich rum. " Davon kann sie sich nichts kaufen. Es wäre besser wenn du dir das mit ihrer Kündigung nochmal überlegen würdest." antwortete Peter Ryan und ging Richtung Tür.

"Warum hast du sie her geschickt?" wollte Steve nun wissen. "Sie hat ihren Partner angezeigt weil er seine Frau und die Kinder verprügelt hat. Leider hatte er eine menge Freunde im Revier und ich konnte mir nicht mehr sicher sein ob die Sam den Rücken decken wenn sie auf der Strasse ermittelt. Deshalb wollte ich das sie geht. Zeigst du mir jetzt wo ihr Büro ist?" fragte Peter Ryan.
"Ja.. natürlich." antwortete Steve und ging an ihm vorbei raus. Sie gingen zu Sam's Büro und Klopften.

"Ja." rief Sam. Steve trat ein. "Du hast Besuch." sagte er und trat beiseite damit Ihr Dad eintreten konnte. " Oh.. Dad.. ist es schon so spät? Ich komm gleich." sagte Sam und stellte ihre Computer aus. Sie stand auf und ging zur Tür.
"Wir gehen essen. Wieso kommst du nicht mit. Ich lade dich ein." sagte Sam's Dad zu Steve. "Ich weiss nicht..."
"Hey... man schlägt eine Einladung nicht einfach so aus. Also kommst du mit. Du hast heute bestimmt noch nichts richtiges gegessen." sagte Sam packte Steve am Ärmel seines Hemdes und zog ihn mit sich zur Tür raus. "Okay.. okay.. ich komm ja mit. Aber lass mich los." sagte Steve. Sam tat es. Sie gingen zu Sam's Wagen, stiegen ein und fuhren in ein Restaurant.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Feb 20, 2011 10:02 pm

Sorry das es so lange gedauert hat mit diesem Kapitel.. aber ich verspreche das nächste kommt dafür schon bald....

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Kapitel 12
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Nachdem sie in aller Ruhe zu Mittag gegessen hatten kramte Steve plötzlich in seiner Hosentasche rum und beförderte ein paar 20$ Scheine zu tage. "Was willst du denn damit?" fragte Peter Ryan. "Bezahlen. Ich muss zurück ins Büro und...."
"Hey.. willst du mich beleidigen? Ich hab dich eingeladen! Also steck das ganz schnell wieder ein." unterbrach Peter ihn. "Okay." erwiderte Steve und steckte das Geld wieder in die Tasche.
"Gut.. während du bezahlst geh ich noch schnell wohin." sagte Sam augenzwinkernd zu ihrem Dad, stand auf und ging Richtung Toilette.

Auf dem Weg dorthin stellte sich ihr plötzlich ein Kerl in den Weg. Er war braungebrannt, gross und durchtrainiert. Wahrscheinlich einer der Surfer die jedes Jahr nach Hawaii kamen um die riesen Wellen hier zu Surfen. "Hey... Darf ich dich zu einem Drink einladen?" quatschte er sie an. "Kein Interesse." erwiderte Sam und wollte an ihm vorbei gehen. Er lies es aber nicht zu sondern hielt sie am Arm fest."Lass mich los!" sagte Sam zu dem Kerl. Aber der dachte gar nicht daran.

Steve sah was da vor sich ging. Er stand auf und wollte zu Sam aber Peter hinderte ihn daran indem er ihn am Arm festhielt. "Sie regelt das schon."
"Aber ich muss ihr helfen. Sie..."
"Sie kann sich sehr gut selber helfen. Also setz dich wieder hin." unterbrach Peter ihn in einem leichten Befehlston. Steve schaute ihn kurz an und schliesslich setzte er sich wiederwillig wieder hin.

"Komm schon Süsse.. du.." Blitzschnell packte Sam den Kerl am Arm und verdrehte ihn ihm auf den Rücken. "Ich bin nicht deine Süsse! Und fass mich nie wieder an!" Zischte Sam den Kerl an, lies seinen Arm los und ging weiter Richtung Toilette. Wütend darüber wie Sam ihn eben abblitzen lassen hatte, packte er sie an der Schulter und war echt überrascht als er sich kurz darauf vor ihr auf dem Boden wiederfand. Sein Arm schon wieder schmerzhaft verdreht und ihren Fuss auf seinem Rücken stehend. "Welchen Teil von fass mich nie wieder an hast du nicht verstanden!?"Zischte sie ihn wütend an und verdrehte ihm den Arm noch etwas mehr. "Ahhh... "stöhnte der Kerl sofort auf. "...lass mich los."
"Nur wenn du versprichst dich zu verziehen." sagte Sam ruhig. "Werd ich.. ich verspreche es." antwortete er. "Gut." sagte Sam lies ihn los und verschwand in der Tür zur Toilette. Es dauerte einen Augenblick bis der Kerl aufstand, sich die schmerzende Schulter rieb und sich zurück an seinen Tisch verzog.

Steve hatte das ganze natürlich beobachtet und als der Kerl durch die Luft flog erschien ein Lächeln auf Steves Gesicht und als der Kerl so kleinlaut abzog sah Peter dieses klitzekleine aufflackern von Bewunderung in Steves Augen. "Willst du dir das mit der Kündigung nicht nochmal überlegen?" fragte er Steve. Steve schaute ihn an und sofort verschwand sein Lächeln. "Ich kann nicht." antwortete er.
"Warum nicht? Weil du mit ihr geschlafen hast?" fragte Peter ihn direkt. Steve schaute ihn für einen Moment geschockt an. " Oh man.. Ich glaub das nicht. Wie konnte Sam dir das erzählen." erwiderte er dann wütend. "Hat sie nicht." antwortete Peter. "Ach ja?! Wer denn sonst?" fragte Steve noch immer wütend. "Du." erwiderte Peter. "Ich?! Willst du mich hier verarschen?! Ich hab kein Wort..."
"Doch hast du. Als du mir sagtest das du die Narben auf ihrem Rücken gesehen hast. Die zeigt sie nicht mal einfach so her." unterbrach Peter ihn. "Oh.. ich.." fing Steve an rum zu stottern. Es war nicht zu übersehen das es ihm Peinlich war das Peter wusste das er mit Sam geschlafen hatte.

"Ist das der Grund wieso du deine Meinung nicht ändern willst? Ich meine du hast eben gesehen was sie drauf hat. Du.."
"Nein.. das hat nichts damit zu tun. Okay!? Ich kann einfach nicht für noch jemanden die Verantwortung übernehmen. Und egal was sie drauf hat.. Ich wäre für sie Verantwortlich." unterbrach Steve ihn. " Okay.." erwiderte Peter und legte das Geld fürs Essen auf den Tisch." Aber eins musst du noch wissen. Sollte ich jemals erfahren das du Sam ausnutzt weil sie dich mag, dann werd ich dir das Leben zur Hölle machen. Ist das klar !?" fuhr Peter in einem bedrohlichen Ton fort. "Hey... Ich bin nicht so ein Kerl ... Okay... " erwiderte Steve beleidigt. " Wir hatten nur zu viel getrunken, sonst wäre das nie passiert. Und nur um dich zu beruhigen. Sam sieht das genau so..."
"Was sehe ich genau so?" erklang Sams Stimme hinter Steve's Rücken. "Das ihr so schnell wie möglich ins Büro zurück fahren wollt. Deshalb nehme ich ein Taxi um nach Hause zu kommen." erwiderte Peter schnell. "Also so eilig haben wir es nun auch nicht. Wir können dich schon zurück fahren." sagte Sam. "Nein.. lasst mal.. ich will mir eh noch etwas die Gegend hier ansehen." antwortete ihr Dad. "Bist du sicher?" Fragte sie. "Absolut"
"Na gut. Viel vergnügen. Wir sehen uns später" sagte Sam und ging Richtung Ausgang. " Ja.. danke.. Steve.. war nett dich kennen gelernt zu haben." sagte Peter und streckte Steve die Hand hin. Steve nahm sie. "Gleichfalls." erwiderte er, lies Peter's Hand nach einem Kurzen Shake wieder los und folgte Sam.

"War da irgend was zwischen dir und meinem Dad von dem ich wissen müsste?" fragte Sam auf der Rückfahrt ins Büro. "Nein.. da war nichts." antwortete Steve. "Ach komm schon. Da war doch was. So wie ihr euch angesehen habt als ich zurück kam." bohrte Sam nach. "Ich weiss nicht was du meinst." erwiderte Steve, vermied es aber sie anzusehen. Sie schaute ihn an. "Warum glaube ich dir das nicht?" Jetzt schaute er sie auch an. "Keine Ahnung. Sag du es mir."
"Ich werde schon noch dahinter kommen." erwiderte Sam und bog in den Parkplatz des H5-0 Gebäudes ein. "Wenn du meinst." sagte Steve und stieg aus. Wortlos gingen sie rein und da in ihre Büros. Sam setzte sich hinter ihren Schreibtisch und machte da weiter wo sie vor dem Essen aufgehört hatte.

Zwei Stunden später trat Danny durch die Tür. "Und?" fragte Sam nur. "Du hattest recht. Es ist nur eine Briefkastenfirma. Aber ich hab da ne nette alte Dame getroffen die mir erzählt hat das immer am Montag, so gegen Zehn, einer vorbei kommt um die Post ab zu holen. Und jetzt wo Steve das Gegenmittel ja von Angela bekommt, können wir in aller Ruhe bis Montag warten und uns den Kerl dann schnappen." sagte Danny. "Das klingt nach einem guten Plan.Dann kann sich Steve morgen den ganzen tag ausruhen bevor er Jagt auf den Kerl macht." antwortete Sam. "Genau meine Gedanken. Deine Aufgabe ist es dafür zu sorgen das er sich ausruht und am Montag wieder fit ist. Und ich kann den morgigen Tag ohne Gewissensbisse mit meiner Tochter verbringen. Denkst du du kriegst das mit Steve hin?" fragte Danny. "Klar. Sollte kein Problem sein." antwortete Sam. "Gut...aber vergiss nicht. Er soll sich ausruhen!" sagte Danny. "Natürlich... was den sonst?" antwortete Sam verwirrt. " Na ja.. Was weiss ich was euch beiden einfällt wenn ihr alleine seit." erwiderte er schmunzelnd und als er sah wie Sams Gesicht rot anlief verwandelte sich das Schmunzeln in ein Grinsen. Er drehte sich um und ging.

Verdammt! Woher wusste Danny.. ob Steve ihm?... nein bestimmt nicht... oder vielleicht doch? "Das werde ich schon noch raus finden." sagte sie leise vor sich hin und gab die Adresse die sie hatte nochmal in den Computer ein. Vielleicht fand sie ja doch noch etwas raus das ihnen weiterhelfen konnte diesen Kerl zu schnappen. Gegen fünf Uhr gab sie es genervt auf. Sie schaltete ihre Computer aus und ging zu Steves Büro. Sie klopfte. "Komm rein" rief Steve und Sam trat ein. "Ich mach schluss für heute. Ich fahr nach Hause."
"Okay.. tu das." erwiderte Steve nur. Sam drehte sich um und verlies sein Büro. bevor sie den Gang runter ging schaute sie nochmal durch die Glasscheibe von Steves Büro. Er sass mit Geschlossenen Augen da atmete tief durch. Erst jetzt wurde ihr bewusst wie sich das eben für ihn angehört haben musste. Sie ging zurück und trat ohne zu klopfen ein. Sofort öffnete er seine Augen. " Was ich noch sagen wollte. Das was ich gestern gesagt habe gilt auch für heute. Wenn du mich nicht freiwillig rein lässt, dann brech ich einfach ein Fenster auf um rein zu kommen." sagte sie machte kehrt und ging wieder raus. Als sie dieses mal durch die Glasscheibe in Steves Büro schaute, sah Steve sie, mit einem dankbaren lächeln im Gesicht an. Sie lächelte auch und verlies dann das Hauptquartier.

"Dad.. bist du da?" fragte Sam laut als sie durch die Tür ihres Appartements trat. "Ja im Wohnzimmer." kam die prompte Antwort. Sam ging zu ihm. "Schon Feierabend?" fragte er. "Ja.. ich wollte noch mal hier vorbei schauen um zu sehen ob du noch was brauchst bevor ich zu Steve fahre." antwortete Sam. " Er macht ganz schön was durch. Nicht wahr?" fragte ihr Dad. Sam nickte nur. " und das schlimme ist das die Krämpfe mit jedem mal stärker werden. Und ich... ich kann ihm nicht wirklich helfen. Ich..."
"Hey. Ich bin sicher das du für ihn da bist, das du ihn das nicht alleine Durchstehen lässt, das Hilft ihm." unterbrach er sie. Trotzdem es tut mir in der Seele weh ihn so leiden zu sehen." antwortete Sam und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Ihr Dad stand vom Sofa auf und ging zu ihr. "Weisst du auch wieso dir das so weh tut?" fragte er. Sam öffnete die Augen und schaute ihn fragend an. "Weil du ihn liebst." fügte er an. "Nein... tu ich nicht." antwortete sie sofort. " Verdammt Sam! Ich hab gesehen wie du ihn ansiehst und ich weiss das du ihn liebst! Warum also versuchst du nicht endlich deine Gefühle für einen andern Menschen zuzulassen? Du..."
"Ich kann nicht! Und du weisst auch genau warum! Menschen die ich liebe sterben. Verstehst du!" unterbrach sie ihn schloss ihre Augen und atmete tief ein und aus weil die Erinnerungen an Bryans Tod wieder in ihr hochdrängten. ihr Dad trat auf sie zu und nahm sie in den Arm. "Nein Sam. Menschen sterben nicht weil sie dich lieben.. sie.."
"Bryan ist Tod. Und ich bin schuld daran. Hätte er mich nicht geliebt dann hätte er nicht versucht mich zu beschützen." unterbrach sie ihn und Tränen begannen ihr übers Gesicht zu laufen. "Nein Sam. Du hast keine Schuld an Bryans Tod. Dave hat ihn getötet. Und das alles wäre nie passiert wenn dein Vater dich geliebt hätte, wie er das eigentlich hätte tun sollen. Bryan ist Tod weil dich dein Vater nicht geliebt hat."
"Aber Mam"
"Hey.. auch deine Mutter starb nicht weil sie dich geliebt hat. Der Krebs war schuld an ihrem Tod. Und das sie den Kampf gegen den Krebs nicht schon viel früher aufgegeben hat, war nur weil sie dich und Bryan so sehr geliebt hat. Sie hat gegen ihn gekämpft weil sie so lange wie möglich bei euch bleiben wollte. Vor allem weil sie wusste das dein Vater dich nicht genug liebt. Sie wollte möglichst lange bei dir bleiben um dier die liebe zu geben die du verdient hast. Verstehst du Sam? Ohne dich hätte sie den Kampf viel früher aufgegeben. Aber weisst du was.. Sie und Bryan wären ziemlich enttäuscht wenn sie sehen könnten das du diese Liebe, die sie dir mit auf den Weg gegeben haben, mit niemandem teilen willst. Also höre auf deine Gefühle für dich zu behalten." beendete er seine Standpauke.

Sam löste sich aus seiner Umarmung und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. "Ich bin sowieso nicht Steves Typ." murmelte sie leise vor sich hin. "Ach ja? Willst du mir hier weiss machen das deine Mutter hässlich war?" fragte er. "Ich rede hier von mir nicht von Mam." antwortete sie ihm. "Komm mit."sagte ihr Dad nahm ihre Hand und zog sie mit sich Richtung Korridor. Als sie dabei an den Fotos vorbei kamen die Sam aufgestellt hatte packte er eines davon und nahm es mit. Vor dem Spiegel der an der Korridor Wand hing hielt er an und drehte Sam so das sie sich selber im Spiegel sehen konnte. "Was siehst du?" fragte er. " Was soll das?" fragte sie verwirrt. "sag mir was du siehst." wiederholte er sich. "Dich uns mich" antwortete Sam. "Okay.. mach die Augen zu." Sam reagierte nicht. Bitte Sam. Schliesse deine Augen." Dieses mal tat sie was er wollte. Ihr Dad öffnete das Band mit dem sie ihre Haare zusammengebunden hatte. "Was soll das?" fragte sie und öffnete die Augen. "Was siehst du jetzt?" fragte er sie und hielt das Foto neben ihr hoch auf dem Sams Mutter zu sehen war.

"Ich... das.. " fing sie an zu stottern. "Ja erstaunlich nicht wahr? Mit offenem Haar und ohne diese hässliche Brille siehst du aus wie deine Mutter. Und du willst mir doch nicht sagen das sie hässlich war. Oder?" unterbrach er ihr Gestotter. "Nein... war sie nicht... ich... "sie sprach nicht weiter sondern starrte weiter auf den Spiegel in dem ihr Gesicht und das Bild ihrer Mutter zu sehen waren. "Stimmt. Und du bist genau so Hübsch wie sie. Und ich glaube dank dem du deine Brille nicht trägst hat das Steve auch schon bemerkt." sagte ihr Dad lächelnd lies Sam vor dem Spiegel stehen und ging zurück ins Wohnzimmer.

Er stellte das Foto zurück. "Übrigens.. was hast du eigentlich mit deiner Brille angestellt?" fragte er als er sie neben Bryans Bild liegen sah. Sam riss sich vom Spiegel los und ging zu ihm. " Steve ist drauf getreten." antwortete sie. "Oh.. wenn das mal kein Wink der Schicksaals war. Ich hab eh nie verstanden wieso du in deiner Freizeit immer diese Brille getragen hast. Du.." Weil ich Bryan versprochen hatte sie immer zu tragen. Nur konnte ich das auf der Strasse nie tun. Deshalb hab ich da Kontaktlinsen getragen." unterbrach sie ihn. "Ich glaub nicht das Bryan gewollt hat das du diese Brille dein Leben lang trägst. Ich bin mir sicher er hat dir dieses Versprechen nur abgenommen weil er Angst hatte du würdest sie nicht mehr tragen weil dein Vater dich deshalb geschlagen hat. Bryan wäre bestimmt einverstanden das du stattdessen Kontaktlinsen trägst." erwiderte ihr Dad. "Am Computer ist eine Brille aber besser." sagte Sam. "Dann leg dir eine zu die zu dir passt."
"Muss ich wohl eh tun. Ich glaub nicht das man die noch reparieren kann." unterbrach sie ihn. "Gut. vielleicht solltest du Steve mitnehmen wenn du dir eine neue aussuchen gehst. Nicht das er nachher wieder drauftreten muss weil sie ihm nicht gefällt." erwiderte er grinsend.

"Hör auf zu Grinsen. Ich weiss sowieso nicht wieso du denkst das Steve mich mag. Er will mich ja nicht mal in seinem Team haben." sagte Sam leicht genervt. "Das er dich nicht in seinem Team haben will hat nichts mit dir Persönlich zu tun. Er hat einfach das Gefühl das er nicht für noch ein Leben die Verantwortung übernehmen kann. Er hat angst das er es nicht schafft dich auch noch zu beschützen. Er.."
"Ich kann mich sehr gut selber beschützen." unterbrach sie ihn wütend. "Ich weiss. Aber er fühlt sich nun mal für die Leute seines Teams verantwortlich. verstehst du.. das Team ist wie eine Familie für ihn. Und das er dich mag, dass weiss ich weil er mit dir geschlafen hat." sagte er schmunzelnd. Sam schaute in entsetzt an. "Wieso.. woher.. wie konnte er...."
"Hey. Beruhige dich. Steve hat mir nichts erzählt. Zumindest war er sich nicht bewusst das er es tut." unterbrach er ihr Gestotter. "Ach ja!? und wie soll das gehen?" fragte sie noch immer wütend.

"Als ich dich heute im Büro abholen wollte dachte er ich wäre der der dich als Kind misshandelt hat. Und bei unserer Diskussion sagte er dann. Lüg nicht ich hab die Naben auf ihrem Rücken gesehen. Und ich kenne dich gut genug um zu wissen das du die nicht einfach mal so herzeigst." antwortete er ihr. "Oh... ich.. es hatte nichts zu bedeuten. Wir...."
"Ja.. ja... Ich weiss... ihr hattet nur zu viel getrunken. Sam.. das kannst du vielleicht Steve erzählen und er glaubt dir das.. aber nicht mir. Ich weiss das du nicht so viel Alkohol trinkst das du mit jemandem im Bett landest der dir nichts bedeutet. Und weisst du was? Irgendwie hab ich das Gefühl das Steve das auch nicht tun würde." unterbrach ihr Dad sie ein weiteres mal. "Können wir bitte das Thema wechseln." fragte Sam der das ganze sichtlich peinlich war. Ihr Dad begann zu grinsen. "Hey.. du hast mich gefragt wieso ich denke das er dich mag." Ja.. ja.. und jetzt weiss ich es. Also lass uns das Thema jetzt einfach vergessen. Brauchst du noch was bevor ich gehe?" fragte sie ihn. "Nein ich hab alles." antwortete er. "Gut. Dann esse ich noch schnell was und fahr dann zu Steve." sagte sie ging zum Kühlschrank nahm sich einen Salat und ass ihn. Danach verabschiedete sie sich von ihrem Dad und machte sich auf den Weg zu Steve. Unterwegs hielt si noch kurz an um einige Esswaren einzukaufen bevor sie zu Steves Haus fuhr.

Mit einer grossen Tüte in der Hand klopfte sie an seine Tür. Er machte auf. "Was ist das denn?" fragte er. "Was zu Essen für Morgen. Oder hast du was eingekauft?" fragte sie ihn. Er schüttelte schuldbewusst den Kopf. "Na siehst du." sagte sie und ging an ihm vorbei ins Haus. Sie ging in die Küche und fing an die Sachen zu verstauen.

Steve setzte sich an den Tisch und schaute ihr dabei zu. Was er heute über Sam erfahren hatte lies ihm einfach keine Ruhe. Wie konnte ein Vater seinem Kind sowas antun? Sam konnte seine Blicke förmlich spüren. Sie drehte sich zu ihm um. "Was?" fragte sie nur. Steve biss sich auf die Unterlippe. Er war sich nicht sicher ob er wirklich was sagen sollte. Aber schliesslich platzte es doch aus ihm raus. "Dein Dad hat mir das mit Bryan erzählt." Sam schloss die Augen und Atmete tief durch. "Du warst erst sieben. Du..."
"Ich will nicht darüber reden." unterbrach sie ihn. "Du hast ihn nicht im Stich gelassen. Du..."
"Ich sagte ich will nicht darüber reden." schnitt sie ihm wütend das Wort ab und ging aus der Küche. Steve zögerte kurz. Stand dann aber doch auf und ging ihr nach. Als er auf den Balkon trat sah er Sam unten am Strand stehen. Er ging zu ihr. "Sam.." sie reagierte nicht, schaute weiter aufs Meer raus. Er legte ihr sanft seine Hand auf die Schulter. "Du bist nicht Schuld an Bryans..." er konnte den Satz nicht zu ende sprechen weil Sam ihn am Arm packte und mit einem Überwurf vor sich in den Sand beförderte. "Du hast keine Ahnung! Also lass mich einfach in Ruhe!" schrie sie ihn wütend an machte kehrt und ging zurück ins Haus.

Steve sass im Sand und schaute ihr nach wie sie im Haus verschwand. Er war echt überrascht mit welcher Leichtigkeit sie ihn eben durch die Luft hatte "segeln" lassen. Gut.. er hatte auch nicht mit sowas gerechnet. Aber trotzdem. Sie hatte wirklich was drauf. Er stand auf, klopfte sich den Sand aus den Kleidern und ging zurück ins Haus. "Sam.." rief er laut ins innere, aber er erhielt keine Antwort. Plötzlich vernahm er Motorengeräusche. "Shit.." entfuhr es ihm. Er rannte zur Haustür, riss sie auf und trat ins Freie. Aber alles was er noch sah waren die Rücklichter von Sams Wagen. Er schloss seine Augen, strich sich mit der Hand durchs Haar und atmete einmal tief durch. Dann öffnete er seine Augen wieder, schaute auf seine Uhr und nochmal auf die Einfahrt zu seinem Haus, in der Hoffnung das sie es sich anders überlegt hatte. Aber da war nichts. Er drehte sich um und ging zurück ins Haus. Drinnen angekommen ging er rauf in sein Schlafzimmer zog sich bis aufs T-Shirt und seine Shorts aus und setzte sich aufs Bett. Er fühlte sich nicht gut. Die Krämpfe würden bald anfangen und dieses mal war er alleine. Er würde sich nicht auf Sam konzentrieren können. Nichts würde ihn von den Schmerzen ablenken.

'Wieso hast du nicht einfach deine Klappe gehalten. Das hast du nun davon.' schoss es ihm durch den Kopf bevor er sich hinlegte und die Decke über sich zog. Es dauerte nicht lange und die Muskeln seines Körpers begannen sich schmerzhaft zu verkrampfen

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Sa März 05, 2011 9:02 pm

Erst mal vielen dank an die, die noch immer mitlesen und mir auch immer tolles FB hinterlassen.
Und wie versprochen.. dieses mal gings nicht so lange mit dem neuen Kapi...
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Kapitel 13
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Sam war wütend, wirklich wütend als sie ins Auto stieg und losfuhr. Was bildete Steve sich ein! Er hatte keine Ahnung! Gar keine! Und ihr Dad.. wie kam er dazu Steve von Bryan zu erzählen? Was hatte er sich dabei gedacht?! "Ich ruf ihn an" sagte sie wütend vor sich her, griff in ihre Hosentasche und holte ihr Handy raus. Als sie die Uhrzeit sah die gross im Display zu sehen war, wurde ihr schlagartig bewusst das die zwölf Stunden um waren. Steve's Krämpfe begannen genau jetzt in diesem Moment und keiner war bei ihm. Sie war nicht bei ihm. "Shit." fluchte sie machte eine 180 Grad Wendung mit ihrem Wagen und raste zurück zu Steve's Haus. Sie stieg aus rannte zur Tür und war froh als sie feststellte das sie nicht verschlossen war. So schnell sie konnte rannte sie die Treppe rauf und betrat Steve's Zimmer.

Er lag zusammengekrümmt auf seinem Bett. Sie ging zu ihm und ihr Schuldgefühl, ihn alleine gelassen zu haben, wuchs noch weiter an, als sie sah das er in seinem eigenen Erbrochenen lag . Sie setzte sich zu ihm aufs Bett und strich ihm vorsichtig übers Gesicht. "Es tut mir leid Steve. Es tut mir leid das ich nicht früher hier war."
Er öffnete seine Augen und schaute sie an. Bevor er jedoch etwas erwidern konnte spürte er wieder diese Enge in seiner Brust, die ihm das Atmen schwer machte.

Sam sah das aufflackern von Panik in seinen Augen und wusste sofort was los war. Noch bevor er anfing verzweifelt nach Luft zu schnappen legte sie ihm ihre Hand auf die Brust. "Ruhig atmen Steve." redete sie sanft auf ihn ein und es half. Dadurch das er sich auf sie konzentrierte, auf ihre Hand, ihre Stimme mit der sie ruhig auf ihn einredete machte die Panik dem Gefühl von Sicherheit platz. Die Sicherheit das jemand da war die ihn nicht ersticken lassen würde. Und obwohl ihm das Atmen schwer fiel schaffte er es relativ gleichmässig ein und aus zu atmen.

Als dieser Anfall vorbei war ging Sam ins Bad und holte ein Becken mit Wasser und einen Waschlappen. Zurück im Zimmer half sie Steve, sich aufzusetzen damit sie ihm das verdreckte T-Shirt ausziehen konnte. Dann wusch sie ihm das Erbrochene aus dem Gesicht und das gröbste auch vom Bett. "Es ist wohl besser wenn du dich jetzt auf der andern Seite hinlegst." sagte sie während sie ein Tuch über die Stelle legte die sie eben gereinigt hatte. Er tat es. "Ich dachte du kommst nicht mehr zurück." sagte er nachdem er sie zuerst nur angeschaut hatte.

"Es tut mir leid...ich wollte dich nicht im Stich lassen.. ich war nur..."
"Du bist hier. Nur das zählt." unterbrach er sie. "Ich hätte aber von Anfang an da sein müssen. Was wenn dir was passiert wäre.. wenn..."
"Hey.. Es ist nichts passiert. Und du bist hier. Du würdest nie jemand im stich...." Er sprach nicht zu Ende weil seine Muskeln sich schon wieder schmerzhaft verkrampften. Er stöhnte auf vor Scherz. "Ich werde diesen Mistkerl finden..." brachte er mühsam raus bevor er wieder aufstöhnte vor Schmerz. "... und dann wird er dafür büssen.. für alles was er mir angetan hat." beendete er den Satz. " Ja... du wirst ihn finden. Und dann wird er für eine lange Zeit hinter Gitter wandern. Du..." sie sprach nicht weiter weil Steve schon wieder mühe mit dem atmen bekam.
Sie legte ihm erneut ihre Hand auf die Brust und redete leise auf ihn ein. Und auch dieses mal half es ihm.

Dieses mal waren die Krämpfe noch heftiger als die letzten und seine Muskeln konnten sich nicht mal mehr in den kurzen Pausen zwischen den Krämpfen entspannen. Als sie nach zwanzig Minuten endlich vorbei waren lag Steve Schweissüberströmt und erschöpft auf dem Bett. Seine Muskeln waren noch immer schmerzhaft verkrampft. "Ich lasse dir ein Bad ein." sagte Sam und strich ihm sanft über die Wange. Er nickte nur. Sie ging ins Bad und lies Wasser in die Wanne. Während sich die Wanne langsam füllte ging sie runter in die Küche und holte da den Badezusatz den sie heute im Laden gekauft hatte. Damit ging sie wieder zurück ins Bad und schüttete etwas davon ins Wasser. Der würde seinen Muskeln helfen sich zu entspannen. Als die Wanne voll war drehte sie das Wasser ab und ging zurück in Steve's Zimmer.

Vorsichtig half sie ihm aus dem Bett zu kommen. Damit er überhaupt gehen konnte musste Sam ihn stützen. "Schaffst du es kurz stehen zu bleiben?" fragte sie ihn als sie im Bad angekommen waren. Er nickte nur. "Gut." sagte sie und lies ihn vorsichtig los.Sie schob ihre Daumen in seine Shorts. "Hey... was soll das?" fragte er etwas verwirrt. "Ich will dir die Shorts ausziehen. Oder schaffst du das alleine?" fragte sie ihn. "Im Moment wohl eher nicht." gab er kleinlaut zu. "Dann darf ich dir helfen?" fragte sie. Er nickte. "Gut... zudem.... da ist doch nichts drunter was ich nicht schon gesehen habe.. oder?" sagte sie Augenzwinkernd und zog ihm die Shorts aus. Dann half sie ihm in die Wanne zu steigen.

Steve merkte sofort wie gut das warme Wasser, seinen Muskeln tat. Er schloss die Augen und genoss die entspannende Wirkung des warmen Wassers. Er merkte nicht mal wie er langsam weg döste und dabei immer tiefer in die Wanne rutschte. Sam sah das, ging zu ihm und nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände bevor es untertauchte. Erschrocken über die plötzliche Berührung öffnete Steve seine Augen und schaute sie an. " Nicht einschlafen okay?! Sonst ertrinkst du mir noch. Und wie soll ich das dann dem Beamten erklären der herkommt? Der würde mir nie im Leben glauben das ich nichts damit zu tun habe, das ein Seal, in seiner Badewanne ertrunken ist." sagte sie mit einem Schmunzeln im Gesicht. Er fing an zu lächeln. "Stimmt. Der würde denken das du mich ertränkt hast." antwortete er und setzte sich wieder etwas mehr auf.

Sam lies sein Gesicht los und setzte sich auf den Rand der Badewanne. "Erzähle mir was."
"Was soll ich den erzählen?" fragte er überrascht. " Ich weiss nicht... Irgendwas damit du nicht einschläfst." antwortete sie. "hmm.. warum erzählst du mir nicht etwas?"
"Ich? Was sollte ich dir den erzählen?" fragte sie verwundert. " Zum Beispiel was Angela gestern zu dir sagen wollte als du sie so lautstark unterbrochen hast." antwortete er mit einem leichten Grinsen im Gesicht. "Ich hab diese Platte aus versehen runter geworfen." antwortete sie und im gleichen Moment merkte sie wie ihr die Hitze ins Gesicht stieg. "Die Änderung deiner Gesichtsfarbe sagt mir das dass so nicht stimmen kann. Also.. was wollte Angela sagen als du sie unterbrochen hast." fragte er grinsend.
"Ich weiss nicht mehr was sie gesagt hat." log sie ihn an. "Oh.. da kann ich helfen. Der Satz endete mit... 'Aber das sagst du doch nur weil du dich'.. und dann hat es gescheppert. Also.. weil du dich was?" fragte er nochmal und schaute sie herausfordernd an.

"Okay.. du hast gewonnen. Ich sag es dir. Sie wollte sagen... weil du dich nicht mit einem Stur köpfigen Seal anlegen willst, der denkt, das er dich mit einem frechen Grinsen im Gesicht dazu bringt, Dinge zu erzählen die ihn gar nix angehen." erwiderte sie mit gespielt ernster Mine. Er schaute sie kurz an. "Du weisst schon das du hier gerade deinen Boss verarscht?!"
"Was.. ich? Würde ich doch nie tun." sagte sie, konnte aber ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken. "Das könnte ein übles Nachspiel für dich haben. Weisst du das? Und übrigens.. wer ist hier stur köpfig?"
"Du.." unterbrach sie ihn sofort, tauchte ihre Hand ins Badewasser und spritzte ihm etwas davon ins Gesicht. Aber das hätte sie wohl besser sein lassen. Denn kurz darauf hatte er sie schon am Arm gepackt und in die Wanne gezogen.

"Oh.. da hat wohl jemand das Gleichgewicht verloren." zog er sie auf als sie quer über ihm in der Wanne sass, ihre Beine noch immer über den Rand der Wanne ragend. "Ich hätte dich ertrinken lassen sollen." erwiderte sie und versuchte sich aus der unbequemen Lage zu befreien. Was sich allerdings als gar nicht so einfach rausstellte. Aber schliesslich hatte sie es geschafft aus der Wanne zu klettern. Steve hatte amüsiert dabei zu gesehen wie sie mühsam aus der Wanne "geklettert" war und schaute sie auch jetzt noch, mit einem breiten Grinsen im Gesicht an.

"Mach die Augen zu!" befahl sie ihm. "Warum sollte ich das tun?" fragte er. "Damit ich mir die nassen Sachen ausziehen kann." antwortete sie. "Wieso? Da ist doch nichts drunter was ich nicht schon gesehen habe.. oder?" antwortete er augenzwinkernd. "Mir scheint.. dir geht's schon wieder um einiges besser." erwiderte sie, drehte ihm den Rücken zu und zog ihre nassen Kleider aus. Steve schaute ihr dabei zu und wie von selbst wanderte sein Blick über ihren Körper. Als erstes blieb er an den Narben auf ihrem Rücken "hängen". Wut stieg in ihm hoch als er daran dachte was Sams Vater ihr angetan hatte. Wie konnte ein Vater sowas seinem Kind antun? Er würde das niemals verstehen. Dann wanderte sein Blick weiter und blieb schliesslich auf ihrem wohlgeformten Hintern "haften". Er spürte sofort wie sich die Wärme in seiner Lendengegend ausbreitete. Sofort schloss er die Augen, versuchte an was anderes zu denken doch er konnte nicht. Denn kaum hatte er seine Augen geschlossen sah er Bilder in seinem Kopf. Bilder von Sam. Ihr Gesicht, ihr Lächeln, das funkeln in ihren braunen Augen wenn sie wütend war und ihm wurde bewusst das die letzte Nacht nicht einfach nur Sex war. Zumindest nicht für ihn.

"Hey.. du schläfst doch nicht wieder ein." riss ihn Sams Stimme aus seinen Gedanken. "Nein.. ich hab nur getan was du mir befohlen hast und meine Augen geschlossen." log er. "Gut.. dann lass ich dich für einen Moment alleine um mir was anzuziehen." antwortete Sam. "Warum.. das Badetuch das du umgeschlungen hast steht dir doch ganz gut." ärgerte er sie ein wenig. "Also dir geht's eindeutig besser." erwiderte sie und ging aus dem Bad. Sie ging in Steves Zimmer öffnete den Kleiderschrank und nahm sich ein T-Shirt und Shorts aus dem Schrank und zog sich an. Sie schaute im Schrank nach ob sie noch frische Bettwäsche fand und tatsächlich war da noch eine Garnitur drin. Sie zog das verdreckte Zeugs ab und bezog das Bett neu. Mit der dreckigen Bettwäsche ging sie zurück ins Bad. Dort warf sie die Wäsche in die Waschmaschine nahm etwas Waschpulver schüttete es rein und startete dann die Maschine.

Als sie sich zu Steve umdrehte war der eben wieder dabei einzuschlafen. "Hey... Ich glaub du solltest dich besser ins Bett legen." sagte sie Laut und schreckte ihn so hoch. "Ja.. ist vielleicht besser." erwiderte er. Sie nahm den Badmantel vom Haken an der Wand und half Steve aus der Wanne zu steigen. Diesmal schaffte er den Weg zurück ins Schlafzimmer alleine. Er lies den Bademantel einfach auf den Boden gleiten, legte sich ins Bett und zog die Decke über sich. Es dauerte nicht lange und Steve war eingeschlafen.

Als Sam sicher war das er tief und fest schlief verlies sie sein Zimmer ging ins Bad und steckte ihre nassen Kleider in den Trockner. Ihr Blick fiel dabei auf ihre Uhr. Bald würde Angela wegen dem Gegenmittel anrufen. "Shit.." fluchte sie als ihr klar wurde das ihr Handy noch im Wagen lag. "Was wenn sie es schon versucht hat" sagte sie leise und ging runter zu ihrem Auto. Sie nahm ihr Handy und schaute aufs Display. Da war kein Anruf drauf. Erleichtert atmete sie durch und ging zurück ins Haus. Sie ging in die Küche und machte sich einen Kaffee. Mit der vollen Tasse in der Hand setzte sie sich raus auf die Terrasse um ihren Kaffee in aller ruhe zu trinken. Gerade als sie den letzten Schluck nahm klingelte ihr Handy. Es war Angela.

"Hi Angela."
"Hallo Sam. Ich hab das Gegenmittel fertig." antwortete Angela. "Das ist ne tolle Nachricht. Ich wecke Steve und komm zu dir..."
"Nein. Besser ich komm zu Steve." unterbrach Angela sie. "Was ist los?" wollte Sam wissen. "Ich hab keine Ahnung wie das Gegenmittel wirkt. verstehst du? Ich weiss nicht was für Reaktionen es in Steves Körper auslösen wird." antwortete Angela. "Heisst das er könnte davon genau so schlimme Krämpfe bekommen wie vom Gift?" fragte Sam weiter. "Ja... könnte sein. Aber es kann auch sein das gar nichts passiert. Ich weiss es einfach nicht. Deshalb ist es besser wenn ich zu Steve komme und ihm das Gegenmittel da spritze." antwortete Angela. "Okay." sagte Sam und gab ihr die Adresse.

Nachdem Sam aufgelegt hatte ging sie rauf in Steves Zimmers. Er schlief friedlich in seinem Bett. Sie setzte sich in den Stuhl der neben dem Bett stand und schaute ihn lange an. Oh Gott.. was wenn das Gegenmittel genau so schmerzhafte Krämpfe auslöste wie das Gift. Sollte sie es einfach darauf ankommen lassen und ihm nichts davon sagen? 'Nein.. das kannst du nicht tun. Falls es so ist dann muss er darauf vorbereitet sein.' meldete sich ihr Gewissen. Vorsichtig weckte sie Steve.

Sofort schreckte er hoch und schaute sie schlaftrunken an. "Entschuldige das ich dich geweckt habe. Aber Angela wird in etwa 10 Minuten mit dem Gegenmittel hier sein." sagte Sam. Er schaute sie an. "Aber das ist nicht alles. Du hast noch etwas auf dem Herzen das du mir sagen willst. Oder?" Sie nickte." Angela weiss nicht ob das Mittel Nebenwirkungen hat. Vielleicht hat es keine. Aber...." sie stockte. "..vielleicht verursacht es genau so starke Krämpfe wie das Gift. Ist es das was du mir sagen wolltest." unterbrach er sie. Sam nickte nur. Er schloss kurz seine Augen. "Tu mir einfach einen Gefallen. Sorge dafür das Angela nicht hier bleibt." sagte er und schaute sie an. "Ich verspreche es." antwortete sie. "Gut. Ich sollte mir wohl besser etwas anziehen. Könntest du mir bitte ein T-Shirt und ein paar Shorts aus dem Schrank holen?"
"Klar. Antwortete Sam ging zum Schrank, nahm beides raus und gab es Steve und er zog sie an. Zehn Minuten später klingelte es an der Tür. Sam ging runter und machte auf.

Kaum war Sam aus der Tür verschwunden klingelte Steves Handy. Er nahm es vom Nachttisch und schaute aufs Display um zu sehen wer anrief. Er erkannte die Nummer sofort. Er nahm ab. "Hallo McGarrett... wie geht's dir den so? Die Schmerzen müssen inzwischen ja schon grausam sein." hörte er den Kerl am andern Ende hämisch sagen. Wut stieg in Steve hoch. "Ich werde dich finden. Und dann wirst du dafür büssen. Das Verspreche ich dir." zischte er ins Telefon. "Oh.. wirklich? Dann musst du dich aber ganz schön beeilen. Du hast doch nicht mal mehr 10 Stunden um mich zu finden. Und... " Ich werde dich finden! Und wenn es das letzte ist was ich tue." unterbrach Steve den Kerl wütend und legte auf. Er atmete einige male tief durch um sich wieder zu beruhigen. Schlisslich sollten die beiden Frauen nichts von dem Anruf erfahren.

"Hi Angela." sagte Sam als sie die Tür öffnete. "Hallo Sam" erwiderte sie und trat ein. Sie musterte Sam und fing dann an zu grinsen. Erst jetzt wurde Sam bewusst wie es für Angela aussehen musste das sie hier nur in Shorts und T-Shirt bekleidet vor ihr stand. Nicht zu vergessen das es Sachen von Steve waren die sie trug. "Es ist nicht so wie du denkst. Ich...."
"Ach ja?.. was denk ich denn?" unterbrach Angela sie und ihr Grinsen wurde noch breiter. Sam wollte ihr eben die Story mit der Badewanne erzählen als ihr bewusst wurde wie unglaubhaft das die klingen würde. "Ach denk doch was du willst."
"Tu ich doch." erwiderte Angela. Sam verdrehte kurz die Augen. "Hast du das Gegenmittel'" fragte sie um vom Thema weg zu kommen. "Natürlich. Sonst wäre ich ja nicht hier. Oder? " antwortete sie. "Gut.. er ist oben." sagte Sam und ging Richtung Treppe. Angela schloss die Tür und folgte ihr dann.

Als sie ins Schlafzimmer traten Sass Steve auf dem Bett. "Hi Steve." begrüsste Angela ihn knapp. "Hallo Angela" erwiderte er. Angela stellte ihre Tasche auf dem Stuhl ab, öffnete sie und nahm ein Gummiband raus das sie Steve um den Oberarm Band. Dann nahm sie einen Tupfer, tränkte ihn mit Desinfektionsmittel und desinfizierte seine Armbeuge. Sie holte eine Spritze aus der Tasche. "Ich hab keine Ahnung ob das Zeug Nebenwirkungen hat." sagte Sie. "Ich weiss.. Sam hat es mir erzählt. Aber egal was kommt. Ich brauche das Gegenmittel. Sonst werde ich sterben." sagte Steve und streckte ihr den Arm hin. Vorsichtig stach sie die Nadel in die Vene seiner Armbeuge und spritzte ihm das Gegenmittel. Dann löste sie das Gummiband und packte alles wieder in ihre Tasche. "Soll ich hier bleiben?" fragte sie. "Nein.. musst du nicht. Ich bin ja da." erwiderte Sam sofort. "Gut. dann fahr ich nach Hause. War heute ein langer Tag." sagte Angela und ging Richtung Tür.

"Hey.. Angela.." rief Steve ihr nach. Sie drehte sich zu ihm um. " Vielen dank für deine Hilfe mit dem Gegenmittel. Falls ich irgendwann mal was für dich tun kann.. gib mir bescheid. Okay?!"
Da gibt es wirklich was das du für mich tun kannst." erwiderte sie, drückte Sam ihre Tasche in die Hand und ging zurück zu Steve. Sie senkte ihren Kopf und flüsterte ihm dann leise ins Ohr. "Behandle Sam gut. Denn solltest du ihr jemals weh tun dann werde ich persönlich dafür sorgen das du bei mir in der Pathologie landest. Verstanden?" Steve nickte nur weil er im Moment gerade sprachlos war. Er wusste das Angela ihn nicht besonders mochte. Aber das sie ihm mit dem Tode drohte, sollte er Sam weh tun... damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. "Gut.." sagte Angela laut, ging zu Sam nahm ihr die Tasche ab und ging raus aus dem Zimmer.
Sam folgte ihr. "Was hast du zu ihm gesagt?" wollte sie wissen. "Nur das er aufhören soll dich in der Gegend rum zu scheuchen." antwortete Angela. "Das hättest du auch laut sagen können. Also was für einen Gefallen soll er dir tun?" fragte Sam genervt. Angela schaute sie an. "Sag nur du bist eifersüchtig?"
"Nein bin ich nicht. Wieso sollte ich.."
"Du bist eifersüchtig." stellte Angela amüsiert fest. "keine Angst.. er ist nicht mein Typ.. ich will nichts von ihm." neckte sie Sam. "Ich bin nicht eifersüchtig.. ich will nur wissen was du zu ihm gesagt hast." antwortete Sam. "Geh besser zu ihm. Wer weiss was das Gegenmittel bewirkt. Vielleicht braucht er dich" wich sie Sams Frage aus. "Angela..."
"Auf wiedersehen Sam." war ihre Antwort und schon war sie durch die Tür verschwunden.

Sam ging nach oben. Dann wird mir eben Steve sagen müssen was Angela ihm zugeflüstert hat. dachte sie und ging ins Zimmer. Steve lag mit geschlossenen Augen da. Sie ging zu ihm. "Steve.. " sagte sie und strich ihm dabei sanft übers Gesicht. Er öffnete seine Augen und schaute sie an. "Das Zeug brennt ganz schön in meinen Muskeln."
"Es tut mir leid." sagte Sam und strich ihm noch mal übers Gesicht. "Du kannst doch nichts dafür. Zudem.. wenn es dabei bleibt ist es noch ganz erträglich." erwiderte er und schloss seine Augen wieder. Sam setzte sich in den Stuhl neben Steve's Bett. Sie sass eine ganze weile einfach nur da und schaute ihn an. Plötzlich fing er an am ganzen Körper zu zittern. "Steve.." sagte Sam besorgt und strich ihm übers Gesicht. Sofort merkte sie das er glühte. Er hatte Fieber. So hoch das er Schüttelfrost bekam. "Verdammt.." fluchte sie leise vor sich hin. Sie musste dringend dafür sorgen das dass Fieber wieder sank. Er hatte ihr Fluchen gehört und schaute sie nur an. "Ich bin gleich wieder da. Ich geh nur schnell was holen. Okay?" sagte sie. Er nickte nur leicht mit dem Kopf.

Sam ging raus und runter in die Küche. Sie machte die Schränke auf bis sie eine Flasche mit Essig fand. Sie nahm eine Schüssel und eine rolle mit Abfallsäcken mit und ging mit all dem Zeugs nach oben ins Bad. Da füllte sie die Schüssel mit warmem Wasser und gab dann etwas Essig hinzu. Sie öffnete den Schrank nahm zwei Handtücher raus und legte sie in die Schüssel rein. Drei weitere Tücher klemmte sie sich unter den Arm und ging dann zurück zu Steve. Sie stellte die Schüssel auf dem Nachttisch ab, und legte die trockenen Tücher auf den Stuhl. Sie schlug die Bettdecke zurück. "Was tust du?'" fragte er angestrengt. "Das Fieber muss runter." antwortete sie nahm eins der mit Essigwasser durchtränkten Tücher drückte es etwas aus und wickelte es dann um Steve's Wade. Darüber wickelte sie ein Trockenes Tuch. Das gleiche machte sie mit seinem Andern Bein. Dann nahm sie einen Abfallsack und legte ihn unter Steve's Beine aufs Bett. Darüber legte sie das dritte Tuch. So verhinderte sie das sich die Matratze mit Wasser vollsog. Danach deckte sie Steve wider zu. "Du solltest jetzt versuchen zu schlafen." sagte sie leise zu ihm. Er nickte matt und schloss seine Augen.

Es dauerte nicht lange und er fiel in einen unruhigen Schlaf. Sam wechselte die Wadenwickel noch ein paar mal bis der Schüttelfrost aufhörte und sie merkte das dass fieber sank. Schliesslich entfernte sie die Wadenwickel und zwei Stunden später fiel Steve dann in einen ruhigen erholsamen Schlaf. Erleichtert lehnte sie sich im Stuhl zurück und kurze zeit später war sie auch eingeschlafen.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Mo Apr 11, 2011 6:12 pm

So.. erst mal sorry das ihr schon wieder so lange auf das nächste Kapitel warten musstet.. *blush* .. Und auch sorry das es nicht ganz so lang geworden ist. Aber dafür bekommt ihr heute einen kleinen "Einblick" in Steves Vergangenheit.

Nochmal danke an alle die meine Story noch immer lesen.. Danke *friend*

Aber jetzt zu dem was ihr eigentlich lesen wollt:
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Kapitel 14
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Das erste was Steve tat als er aufwachte, war auf den Wecker zu sehen der neben seinem Bett stand. Erleichtert stellte er fest das es schon nach neun Uhr war. Es waren also mehr als zwölf Stunden vergangen ohne das er weitere Krampfanfälle bekommen hatte. Er schloss die Augen und atmete einmal tief durch. Das Gegenmittel hatte gewirkt. Es war vorbei. Als er seine Augen wieder aufmachte flackerte Hass in ihnen auf. Nein.. es war noch nicht vorbei. Nicht solange bis er diesen Mistkerl der ihn vergiftet hatte gefunden hatte. Ruckartig setzte er sich auf, lies sich aber, mit einem leisen stöhnen, sofort wieder zurück ins Kissen fallen.

Steves kurzes aufstöhnen riss Sam aus dem schlaf und lies sie sofort hell wach werden. Sie schaute ihn besorgt an. "Steve.. was ist los? Hast du..."
"Hey.. ich hab mich nur etwas zu heftig bewegt. Meine Muskeln schmerzen noch etwas. Das ist alles." unterbrach er sie. Sam atmete erleichtert auf. "Bei den starken Krämpfen die du gestern hattest ist das auch kein Wunder. Du solltest einfach liegen bleiben und dich ausruhen."
"Ich kann nicht. Ich muss diesen Kerl.."
"Das kannst du auch Morgen noch tun" unterbrach Sam ihn.
"Aber..."
"Hey..erstens bist du gar nicht fit genug um ihn zu jagen und zweitens ist heute Sonntag." unterbrach sie ihn ein weiteres mal. Und obwohl er es sich nicht gerne eingestand, sie hatte recht. In seiner momentanen Verfassung war er gar nicht dazu fähig den Kerl zu schnappen. "Okay.. aber nur weil du sonst eh keine Ruhe gibst." erwiderte er. "Gut...hast du Hunger?" fragte Sam und wie auf Kommando gab Steves Magen ein lautes "knurren" von sich. "Wow.. wenn das mal keine klare Antwort war." sagte sie lächelnd und stand auf. "Magst du Pfannkuchen?"
"Ja." erwiderte Steve und erneut begann sein Magen laut zu "rumoren". "Er übrigens auch." fügte Steve grinsend an. "Gut." erwiderte Sam und ging runter in die Küche.

Sie hatte eben die ersten fünf Pfannkuchen fertig als Steve in die Küche trat. "Hey.. wieso bist du denn aufgestanden? Ich hätte sie dir rauf gebracht."
"Ich esse lieber in der Küche. Ich will keine Krümel in meinem Bett haben." erwiderte er und setzte sich hin. Sam sah das ihn jede Bewegung schmerzte, unterlies es aber ihn darauf anzusprechen. " Normalerweise ist man die Dinger auch, und zerkrümelt sie nicht." zog sie ihn auf während sie den Teller vor ihm auf den Tisch stellte. "Dafür das ich dein Vorgesetzter bin bist du ganz schön frech zu mir. Weisst du dass? fragte er. " Es ist Sonntag. Also Dienstfrei... und das heisst, heute bist du nicht mein Boss." erwiderte sie augenzwinkernd und stellte den A-Hornsirup auf den Tisch. "Und jetzt solltest du essen bevor die Pfannkuchen kalt werden." fügte sie an bevor er etwas erwidern konnte. Steve schmunzelte leicht, griff zum Sirup und goss etwas davon über seine Pfannkuchen. Ihre Schlagfertigkeit überraschte ihn immer wieder aufs neue.

Während er zu essen begann stellte Sam ihm eine Tasse Kaffee hin. "Danke."
"Bitte." erwiderte sie und begann noch einige Pfannkuchen zu backen. "Willst du auch noch welche?" fragte sie ihn. "Nein danke." kam es mampfend zurück. Als sie ihre Pfannkuchen fertig hatte nahm sie den Teller und setzte sich zu Steve an den Tisch. "Kann ich den Sirup haben?" fragte sie. " Was sagt man." fragte er im Gegenzug. Sam verdrehte kurz die Augen."Kannst du mir bitte den Sirup geben."
"geht doch." erwiderte er grinsend und reichte ihr die Flasche rüber. " Danke." sagte Sam und goss etwas von dem Sirup über ihre Pfannkuchen. Dann begann sie auch zu essen.

Nachdem sie fertig gegessen hatten räumte Sam das Geschirr in die Abwaschmaschiene und reinigte den Herd. Steve sass am Tisch und schaute ihr dabei zu. "Willst du dich nicht wieder hinlegen?" fragte Sam nachdem sie alles aufgeräumt hatte. Anstatt ihre Frage zu beantworten fragte er. "Erzählst du mir was damals passiert ist?" Sam wusste sofort was er meinte. Sie schloss kurz die Augen und atmete tief durch, dann öffnete sie ihre Augen wieder und schaute ihn einen Moment lang nur an. " Erzählst du mir dann wieso du solche Panik vor dem ersticken hast?" fragte sie schliesslich. Dieses mal war es Steve der tief durchatmete. Er hatte bisher noch keinem erzählt was damals passiert war, und eigentlich wollte er es auch nie jemandem erzählen. Aber wenn er wollte das Sam ihm von Bryan erzählte, dann musste er es jetzt tun. schliesslich nickte er. "Versprochen?" fragte sie nach. Nochmal nickte er. Sam atmete tief durch. "Können wir draussen reden?"
"Sicher." antwortete Steve stand auf und ging mit Sam runter zum Strand.

Dort angekommen setzten sie sich in den Sand und schauten raus aufs Meer. Es dauerte eine weile bis Sam anfing ihm die Geschichte zu erzählen. Sie erzählte ihm alles.. von dem Brief, in dem stand das sie eine Brille braucht, wie ihr Vater darauf reagiert hatte und wie Bryan ihr schliesslich eine Brille zum Geburtstag geschenkt hatte. An dieser Stelle stockte sie kurz und atmete tief durch erst dann erzählte sie ihm davon wie ihr Vater in ihr Zimmer kam, sie beschuldigte eine Diebin zu sein und schliesslich angefangen hatte mit seinem Gürtel auf sie ein zu schlagen. Wie Bryan ihn niedergeschlagen hatte und mir zusammen weggerannt war. "Aber mein Vater hat uns eingeholt. er hat mich am Arm gepackt und wollte wieder auf mich einschlagen. Da ist Bryan auf ihn los gegangen. Er sagte ich solle wegrennen und ich.. ich Hab es getan. Ich hab ihn einfach im stich gelassen." beendete sie ihre Geschichte. Sie schloss ihre Augen und atmete tief durch.

"Sam... du hast ihn nicht im stich gelassen. Du bist zu ihm zurück gegangen. Du hast Hilfe geholt und ..."
"Aber das hat Bryan nicht mehr geholfen. Als ich mit Peter zurück kam war Bryan tot. Verstehst du.. er war tot.. weil ich weggerannt bin." unterbrach sie Steve und stand auf. Sie ging einige Schritte bis sie mit den Füssen im Wasser stand. Sie schloss die Augen und hörte den Wellen zu die sanft gegen das Ufer schlugen. So konnte sie ihre Gefühle unter Kontrolle halten. Steve stand auf und ging zu ihr. "Du konntest nicht mehr tun. Du warst erst sieben. Und Bryan wollte das du gehst weil er dich beschützen wollte."
"Ich wünschte er hätte mich gehasst. Dann hätte er sich nicht schützend vor mich gestellt und würde noch leben." erwiderte Sam. "Hey.. schau mich an." sagte Steve. Und als sie es tat führ er fort. "Wie hätte er dich hassen können? Er war dein grosser Bruder. Auch wenn du die nervigste, anstrengendste kleine Schwester der Welt gewesen wärest, hätte er dich beschützt weil jeder grosse Bruder seine kleine Schwester liebt. Auch wenn sie das vielleicht nicht immer zeigen. Sie tun es."
"Mich sollte man besser nicht lieben. Weil die, die das tun sterben." sagte Sam leise. "Sam... das meinst du nicht ernst oder? Leute sterben doch nicht..."

"Du bist dran. Erzähl mir deine Geschichte." unterbrach sie ihn einfach, drehte sich um, ging zu einem der Stühle die am Strand standen und setzte sich hin. Steve atmete tief durch. Sam hatte das Thema ziemlich abrupt gewechselt und ihm damit deutlich zu verstehen gegeben das sie nicht weiter mit ihm über Bryan diskutieren wollte. Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und ging dann zu Sam. Er setzte sich in den andern Stuhl. Es dauerte einen Augenblick bis er anfing zu erzählen. Und während er erzählte spielte sich das ganze nochmal in seinem Kopf ab.

Er war eben aus dem Bus gestiegen und ging die paar Meter bis zu ihrem damaligen Haus zu Fuss, als die drei Jungs aus der nachtbarschaft auftauchten. Er war damals Neun und diese Jungs zwischen vierzehn und sechszehn Jahre alt. Sie sagten kein Wort. Packten ihn einfach und sperrten ihn in den Kofferraum ihres Wagens. Es ging alles so schnell das er nicht mal mehr zeit hatte um nach Hilfe zu rufen. Er wusste nicht wie lange sie dann gefahren waren, aber es kam ihm vor wie Stunden bevor sie wieder anhielten, den Kofferraumdeckel öffneten und ihn ins Freie zerrten. Sie hatten ihn zu einem Alten Fabrikgelände gebracht. "Was soll das? Ich muss nach hause. Meine Mam..."
"Halt die Klappe!" schrie ihn einer an. Und er war ruhig. "Dein Vater hat meinen Bruder in den Knast gebracht. Und das soll er büssen. Aber da wir nicht an deinen Alten rann kommen muss halt der kleine McGarrett dran glauben." sagte der älteste wütend und gab den beiden andern einen Wink. Die packten ihn und zerrten ihn zu einer Mettalkiste. Sie machten sie auf und stiessen ihn rein. Er hatte gerade genug platz um darin zu liegen. Dann schlossen sie den Deckel und er war gefangen in absoluter Dunkelheit. Und dann begannen sie mit Gegenständen auf die Kiste einzuschlagen. Er hielt sich die Ohren zu aber trotzdem schmerzten sie von dem lauten Krach.

Plötzlich hörte der krach auf und es war einfach nur still. Er hörte wie sie den Motor ihres Wagen starteten und dann einfach weg fuhren.
Er stemmte seine Beine und Arme gegen den Deckel der Kiste, versuchte sie zu öffnen, aber er hatte keine Chance. Er begann mit den Fäusten dagegen zu schlagen schrie um Hilfe, aber nichts tat sich. Die Sonne brannte noch immer vom Himmel und die Hitze in der Kiste wurde immer unerträglicher. Der Schweiss lief ihm in Strömen über den Körper und lies seine Kleider unangenehm auf seiner Haut kleben. Aber das schlimmste kam erst viel später. Die Kiste war Luftdicht verschlossen und so wurde der Sauerstoff darin immer knapper. Das Atmen viel ihm immer schwerer und dann war sie da. Die Panik vor der Enge, der Dunkelheit und davor zu ersticken.

Er fing an gegen den Deckel zu hämmern, schrie so laut er konnte, verbrauchte aber so noch mehr Sauerstoff. Er war nahe dran das Bewusstsein zu verlieren als der Deckel der Kiste aufgerissen wurde. Das helle Licht blendete ihn und zwangen ihn dazu seine Augen wieder zu schliessen. Zudem zog er gierig die frische Luft in seine Lungen. Erst dann öffnete er seine Augen wieder und sah in das Gesicht seines Vaters. "Es ist vorbei Steve. Ich bring dich nach hause."
Er wollte aufstehen um mit seinem Dad mit zu gehen, aber er schaffte es nicht. Sein Dad schob seine Arme unter seinen Körper, hob ihn hoch und brachte ihn zum Wagen. Da setzte er ihn auf dem Beifahrersitz ab und gab ihm erst mal etwas Wasser zu trinken. Schliesslich fuhren sie los.

Zu hause angekommen trug ihn sein Dad ins Schlafzimmer und setzte ihn auf dem Bett ab. Seine Mutter kam kurz darauf ins Zimmer gestürzt setzte sich auf sein Bett und strich ihm sanft über sein Gesicht. "Oh Gott Steven, sie nannte ihn immer Steven, du siehst schrecklich aus. Was ist passiert?" Er hatte keine Kraft um ihr zu erzählen was los gewesen war. Oder vielleicht wollte er sich auch einfach nicht daran erinnern was er durchgemacht hatte. "Er wird schon wieder. Steve ist hart im nehmen." hörte er seinen Vater sagen bevor dieser das Zimmer verlies. "Hör nicht auf ihn Steven. Es ist nicht gut seine Gefühle für sich zu behalten. Hörst du? Du musst nicht immer stark sein." sagte sie sanft zu ihm und zog ihm seine Verschwitzten Sachen aus. Sie ging raus und kam wenig später mit einer Flasche Wasser und einem Waschlappen zurück. Sie stellte die Flasche neben seinem Bett ab bevor sie ihm sanft das Gesicht wusch. "Soll ich dir was zu Essen bringen?" fragte sie. Er schüttelte nur den Kopf. Er war müde... das einzige was er wollte war schlafen. "Okay.. ruh dich aus. und wenn du was brauchst rufst du mich. Okay?!" Er nickte. Sie strich ihm nochmal übers Gesicht und ging dann raus.

Irgendwann war er dann aufgewacht. Er öffnete seine Augen und da war nichts ausser Dunkelheit. Panik stieg in ihm hoch. Er hatte alles nur Geträumt. Er war gar nicht zu hause, er war noch immer in dieser Kiste. Er fing an zu schreien. Sofort stürmte seine Mutter ins Zimmer, machte Licht, kam zu ihm und nahm ihn in den Arm. "Es ist alles gut Steven... du bist zu hause...hörst du.. es ist alles in Ordnung.."
Nur langsam beruhigte er sich. erst dann bemerkte er seinen Dad der in der Tür stand und ihn ansah. Dann verschwand er wieder ohne ein Wort gesagt zu haben. Schliesslich lies seine Mam ihn los. "Geht es wieder?" fragte sie. Er nickte nur. "Soll ich das Licht anlassen?"
"Nein.. ist schon gut." antwortete er. "Bist du sicher?" fragte sie ihn. "Ja.. aber kannst du vielleicht die Vorhänge auf machen?" fragte er sie. "Natürlich" antwortete sie und machte die Vorhänge auf. nun konnte er den Sternenhimmel sehen. "Danke.."
"Bitte. Schlaf gut." antwortete sie und strich ihm nochmal übers Gesicht bevor sie das Licht löschte und raus ging.


Langsam kehrte er aus der Vergangenheit zurück in die Gegenwart. Er hatte Sam nun die ganze Geschichte erzählt. Na ja zumindest fast die ganze. Er hatte einiges ausgelassen, das er einfach für zu persönlich hielt um es Sam zu erzählen. So auch, das seine Mutter ihm gesagt hatte, das er nicht auf seinen Vater hören soll, das es nicht gut sei seine Gefühle für sich zu behalten und das er nicht immer stark sein müsse. "Ich glaub mein Dad war ziemlich endtäuscht von mir." schloss er seine Geschichte ab.
"Endtäuscht? Wie kommst du auf sowas?" fragte Sam überrascht. "Na ja...Er hat kein Wort zu mir gesagt als ich mitten in der Nacht geschrien hab. Er stand nur da an der Tür und hat mich angesehen. Und dann ist er, ohne ein Wort gesagt zu haben, wieder verschwunden." antwortete Steve. "Denkst du wirklich er hätte sich die Mühe gemacht aufzustehen und nach dir zu sehen wenn er enttäuscht von dir gewesen wäre? Ich glaub eher das er sich verantwortlich fühlte für das was sie dir angetan haben. Und das er Schuldgefühle hatte weil er nicht nicht verhindert hat das dir sowas schreckliches passiert ist. Und deshalb wusste er auch nicht was er in dem Moment zu dir sagen soll. Und da deine Mam sich um dich gekümmert hat ist er eben wieder gegangen." sagte Sam.

Steve schaute sie einen Moment lang an. So hatte er das noch gar nie gesehen. Er war immer der festen Überzeugung gewesen das sein Dad enttäuscht war weil er nicht so stark war wie sein Dad sich das gewünscht hatte. Aber vielleicht war es wirklich so das er sich das nur eingebildet hatte. Er wusste es nicht. " Na ja.. auf jeden Fall ist das der Grund wieso ich ein wenig Panik bekommen habe als mir das Atmen wegen den Krämpfen schwer fiel." Unterbrach er seine eigenen Gedankengänge. " Und deshalb hast du wohl auch noch immer Vorhänge in deinem Zimmer durch die du den Sternenhimmel sehen kannst." sagte Sam. "Ja.. Ich kann zwar inzwischen auch in absoluter Dunkelheit schlafen, aber trotzdem fühl ich mich besser wenn ich die Sterne sehen kann." antwortete er lehnte sich zurück und schaute raus aufs Meer.

Sie sassen einige Zeit einfach so da und sprachen kein Wort bis Steve plötzlich sagte. "Sam... Das was ich dir eben erzählt habe muss unter uns bleiben. Ich will nicht das jemand davon erfährt. Okay?!"
"Wovon erfährt?" erwiderte sie nur. Steve schaute sie an, sah ihren Blick und verstand. Sein kleines Geheimnis würde bei ihr sicher sein. "Danke." sagte er mit einem erleichterten lächeln auf den Lippen. "Nichts zu danken. Ich erwarte das gleiche nämlich auch von dir." antwortete sie. "Klar." antwortete er und stand auf. " Ich geh Duschen." fügte er an und ging zurück ins Haus.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Mai 08, 2011 9:18 pm

Ich weiss es hat wieder viel zu lange gedauert mit dem neuen Kapitel.. aber ich hoffe das es trotzdem noch von einigen gelesen wird..

An der Stelle natürlich auch mal wieder ein Dankeschön an alle die die meine Geschichte lesen und auch an die die mir immer so tolle FB hinterlassen.. Danke .. :)
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Kapitel 14
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Sam sass noch eine ganze weile am Strand bevor sie zurück ins Haus ging. Da machte sie sich noch einen Kaffee, setzte sich an den Küchentisch und begann ihn zu trinken. In dem Moment klingelte ihr Handy. Als sie aus der Tasche zog leuchtete Angelas Name auf dem Display auf. "Hi Angela" hob sie ab. "Guten Morgen Sam. Wie gehst Steve?" fragte Angela. "Ganz gut. Seine Muskeln schmerzen noch etwas, aber das Gegenmittel hat gewirkt." antwortete Sam. "Gut.. waren die Nebenwirkungen schlimm?" fragte Angela weiter. "Es ging. Er sagte das dass Mittel in seinen Muskeln brennen würde, und etwas später bekam er ziemlich hohes Fieber. Aber ich habs wieder "runter" gebracht. Und jetzt geht es ihm eigentlich ziemlich gut." antwortete Sam.

"Gut.. und Sam.... Ich hoffe du bist nicht allzu wütend auf mich, weil ich deinen Dad hinter deinem Rücken, angerufen und ihn gefragt habe ob er mir die Liste bringen kann. Aber ich hatte einfach das Gefühl das du diese Entscheidung in dem Moment nicht wirklich treffen konntest. Ich hoffe du verzeihst mir." sagte Angela entschuldigend. "Hey.. wie sollte ich wütend auf dich sein? Du hast Steve das leben gerettet. Und dafür möchte ich mich bei dir bedanken. Was du für ihn riskiert hast...
"Das hab ich nicht für ihn getan sondern für dich. Schliesslich bist du die einzige die mal mit einer langweiligen Laborratte wie mir um die Häuser zieht. und ich hoffe das wirst du auch weiterhin ab und zu machen." antwortete Angela. "Natürlich. Wieso sollte ich nicht?" fragte Sam verwundert. "Na ja.. jetzt wo du und Steve.."
"Ich weiss gar nicht wie du auf sowas kommst." unterbrach Sam sie. "Hmm.. wie komme ich auf sowas?! Vielleicht weil du dauernd Sachen für ihn erledigst, oder weil du dich die letzten Tage so intensiv um ihn gekümmert hast als er diese Krämpfe hatte?! Oder nein.. ich glaub ich komm auf sowas weil du mir in seinen Sachen die Haustüre geöffnet hast." erwiderte Angela. Und obwohl Sam sie nicht sehen konnte wusste sie genau das Angela gerade grinste.

"Ich werde sowieso nicht mehr lange hier sein." wechselte Sam das Thema. "Was soll das denn heissen? Willst du weg von hier?" fragte Angela geschockt. "Von wollen kann keine Rede sein. Aber ich werde gehen müssen weil Steve mich nicht in seinem Team haben will. Nie wirklich haben wollte."antwortete Sam. "Hat er dir das gesagt?" fragte Angela. "Nein noch nicht..."
"Und woher weisst du dann das du gehen musst?" unterbrach Angela sie. "Weil Danny es mir gesagt hat." antwortete Sam. "Und du glaubst ihm?" fragte Angela. "Warum sollte er lügen?" antwortete Sam. "Oh man.. das ist nicht fair. Nicht nach all dem was du für ihn getan hast." sagte Angela und Sam konnte hören wie sie tief einatmete. " Was wirst du dann tun? Wohin gehst du?" fragte Angela schliesslich besorgt. "Ich weiss es nicht." antwortete Sam. "Hör zu.. ich kenne jede menge Leute hier. Ich bin sicher irgend einer könnte ein Computergenie wie dich brauchen. Sag mir einfach bescheid wenn ich die mal anrufen soll. Okay?!" sagte Angela. "Okay.. und danke das du mir deine Hilfe anbietest...
"Hey.. dazu sind Freunde doch da. Ich höre von dir. Okay?!" unterbrach Angela sie. "Ja natürlich. Ciao Angela."
"Ciao Sam." antwortete Angela und legte auf.

Erst als Sam ihr Handy zurück in die Tasche steckte bemerkte sie Steve, der in der Tür stand. "Wie lange stehst du schon da?" fragte sie verlegen. "Noch nicht lange, aber lange genug. Sam.. das ich dich nicht im Team behalten kann hat nichts mit dir persönlich zu tun. Es ist einfach so das ich schon für das Leben von drei Leuten verantwortlich bin, Und ich kann diese Verantwortung nicht für noch einen mehr tragen. Verstehst du? Ich..."
"Nein,, ich verstehe das nicht! Ich hab dir nie gesagt das du verantwortlich für mich sein sollst. Ich kann das sehr gut alleine." unterbrach sie ihn. "Ich bin der Leiter von Five-O, das ist mein Team! Und deshalb ist es auch meine Aufgabe dafür zu sorgen das meinen Leuten nichts passiert! Verstehst du!?" erwiderte er schroff. "Ich arbeite doch eh nur am Computer, was soll mir da schon passieren? Gib mir wenigstens eine Chance dir zu zeigen...
"Sam.. versteh doch endlich.. Ich kann nicht!" unterbrach er sie. "Ich kann es aber nicht verstehen! Ich verstehe nicht wieso du du denkst das du die Verantwortung für etwas übernehmen musst um das dich keiner gebeten hat!" antwortete sie wütend.
"Das sagst ausgerechnet du. Wo du doch diejenige bist die sich noch immer für den Tod ihres Bruders verantwortlich fühlt." erwiderte er schnippisch. Er wusste genau das er damit einen wunden Punkt bei ihr traf. Sam sah ihn kurz fassungslos an. Dann sah er das sie wütend wurde. Sie nahm einen tiefen Atemzug und wollte was darauf erwidern aber Steve lies das gar nicht erst zu. "Aber du wirst mir sicher gleich sagen das dass was anderes ist. Das es zwar okay ist wenn sich eine Siebenjährige für den Tod ihres acht Jahre älteren Bruders verantwortlich fühlt. Aber das es falsch ist wenn sich der Leiter einer Sondereinheit für das Leben seiner Leute verantwortlich fühlt die er jeden Tag raus auf die Strasse schickt." fuhr er mit einem sarkastischen Unterton in seiner Stimme fort und sah Sam an.

Er hatte erwartet das sie ihn noch wütender ansehen würde, ihn vielleicht sogar anschreien würde, aber nichts davon geschah. Sie stand nur da und schaute ihn an. Erst als er die Enttäuschung in ihren Augen sah wurde ihm schlagartig klar, das er sie eben tief verletzt hatte. Er hatte sie verletzt weil er die Geschichte, die sie ihm anvertraut hatte, eben gegen sie verwendet hatte, um ihre Argumente nicht gelten lassen zu müssen. "Wann muss ich gehen." brachte sie schliesslich über ihre Lippen. "Sam.. ich.."
"Ich will wissen wann ich meine Sachen packen muss." unterbrach sie ihn einfach. "Wenn deine Probezeit um ist." antwortete er ihr schliesslich. "Okay.. ich zieh mich nur schnell um und fahr dann nach Hause. Mein Dad hat nämlich angerufen und gesagt das er gerne noch etwas Zeit mit mir verbringen würde bevor er wieder nach Hause fährt." log sie und verschwand rauf ins Bad. Sie holte ihre Sachen aus dem Tumbler und zog sich um. Als sie wieder runter in die Küche ging sass Steve am Tisch und trank einen Kaffee. "versprich mir das du heute zu Hause bleibst. Keine Verbrecherjagt." sagte sie nur. "Sam .. ich.."
"Versprich es." unterbrach sie ihn. Er sah das sie sich nicht auf weitere Diskusionen mit ihm einlassen würde also erwiderte er nur. " Ich verspreche es."
"Gut." sagte Sam machte kehrt und verlies ohne ein weiteres Wort das Haus.

Steve lehnte sich in seinem Stuhl zurück und atmete tief durch. 'Oh man.. bist du ein Arschloch. Sie war die letzten Tage immer für dich da, hat sich um dich gekümmert. Dir dein Erbrochenes aus dem Gesicht gewischt, und dafür gesorgt das du nicht durchdrehst.. und was machst du?! Anstatt ihr dafür dankbar zu sein wirfst du sie aus dem Team! Du bist echt das letzte.' meldete sich sein Gewissen. "Ich schaffe es einfach nicht für noch ein leben mehr verantwortlich zu sein." unterbrach er seine eigenen Gedankengänge laut. 'Das hat sie auch nicht von dir erwartet. Sie wollte nur ne echte Chance dir zu zeigen das sie es wert ist das du sie im Team behältst. Aber du bist nicht mal dazu bereit! Du hast ihr nie eine Chance gegeben! Du bist nicht besser als ihr Vater das war!' klagte ihn sein Gewissen weiter an. "Nein.. Ich bin nicht wie er! Das hier ist was anderes!" schrie er sich selber an und fegte die Kaffeetasse wütend mit der Hand vom Tisch so das sie zu Boden fiel und zerbrach. Er schloss seine Augen und atmete erneut Tief durch um sich wieder zu beruhigen. "Sie wird es verstehen. Wenn sie sich beruhigt hat wird sie es verstehen." redete er sich leise ein, stand auf und fing an die Scherben aufzuheben.

Sam war inzwischen auf dem Weg zu ihrem Appartement. Obwohl sie ja schon gewusst hatte das Steve sie nicht in seinem Team haben wollte, hatte es sie ziemlich hart getroffen es aus seinem Mund zu hören. Denn irgendwo tief in ihr drinnen hatte sie doch noch so einen kleinen Hoffungsschimmer gehabt das er sie vielleicht doch nicht wegschicken würde. Aber jetzt? Jetzt war das letzte bisschen Hoffnung weg und zudem war sie enttäuscht darüber das Steve, die Geschichte aus ihrer Vergangenheit, die sie ihm anvertraut hatte, auch noch gegen sie verwendet hatte. Sie atmete tief durch und bog in den Parkplatz vor ihrem Appartement ein. Kaum hatte sie geparkt und war ausgestiegen, kam ihr Dad ihr entgegen.

"Guten Morgen Sam".
"Hi Dad. Wohin gehst du?" fragte sie. "Ach ich wollte runter zum Strand. Wie geht es Steve?" fragte er weiter. "Gut. Das Gegenmittel von Angela hat gewirkt." antwortete Sam nur. "Hey.. was ist los?" wollte ihr Dad wissen. "Nichts ich..."
"Lüg mich nicht an. Ich merke doch das etwas nicht stimmt. Also.. was ist los?" unterbrach er sie. "Steve hat mir gesagt das ich Ende Monat gehen muss." antwortet Sam. "Oh man.. ich dachte echt das der Kerl klüger ist. Ich sollte..."
"Kann ich zurück kommen Dad? Ich meine.. kann ich wieder für dich Arbeiten? Auf deinem Revier?"unterbrach Sam ihn. "Sam... Das geht nicht. Ich kann.."
"Du willst mich nicht mehr haben! Keiner will das! Mein Vater hatte recht! Es wäre besser gewesen wenn ich nie geboren worden wäre!" unterbrach Sam ihn wütend und wollte gehen. Ihr Dad hielt sie am Arm fest. "Lass mich gehen!" zischte sie wütend, aber er tat es nicht. "Nein... so nicht Junges Fräulein! So lasse ich dich nicht gehen. Du weisst genau das dass was du eben gesagt hast nicht stimmt. Du weisst wie sehr Mary und ich dich lieben! Du bist wie unser eigen Fleisch und Blut! Also komm mir jetzt nicht damit das wir dich nicht wollen! Hast du verstanden?!" erwiderte ihr Dad wütend.

Sam drehte sich zu ihm um. "Junges Fräulein". So hatte er sie das letzte mal genannt als sie Zehn war und ihre Probleme mit einem Mitschüler mal wieder mit den Fäusten gelöst hatte. Damals hatte er sie zur Seite genommen und gesagt.
"So nicht Junges Fräulein. Es wird zeit das du deine Wut unter Kontrolle bringst. Und wenn du keinem deiner Therapeuten erzählen willst was damals passiert ist, dann versuchen wir halt mal was ganz anderes." Und dann war er mit ihr zu diesem Sportstudio gefahren. Und vom ersten Augenblick an wo sie in diese grosse Halle trat und die Kinder sah die da trainierten, war sie fasziniert vom Kampfsport. "Du bleibst hier stehen." hatte ihr Dad gesagt und war kurz verschwunden. Wenig später kam er mit einem Asiatisch aussehenden Mann zurück. "Hallo.. du musst Sam sein." sagte der zu ihr. Sie hatte nur genickt. " Würdest du das auch gerne können wollen?" fragte der Mann. Wieder nickte sie. "okay.. wie wäre es wenn du ab jetzt jede Woche zwei mal herkommen würdest um mit uns zu trainieren?"
Sam hatte ihren Dad fragen angesehen. "Darf ich denn?" fragte sie. " Es ist deine Entscheidung." antwortete er ihr. Sie schaute den Mann an. "Das würde ich sehr gerne tun." antwortete sie ihm. "Okay.. aber eins musst du mir versprechen wenn du hier trainieren willst. Keine Prügeleien mehr auf dem Schulhof. Sonst kannst du nicht mehr her kommen." sagte der Mann. "Werd ich nicht mehr.. ich verspreche es." antwortet sie ihm. "Gut dann sehen wir uns am Freitag. Auf wiedersehen Sam."
"Auf wiedersehen Herr.."
"Nenn mich einfach Lee." unterbrach der Mann sie. "Auf wiedersehen Lee." Von diesem Tag an war sie regelmässig ins Training gegangen und lernte da auch das man Konflikte nicht mit den Fäusten regelte und sein Können nur zur Verteidigung einsetzte.

"Ich fragte ob du das verstanden hast." riss ihr Dad sie aus ihren Erinnerungen. Sie nickte. "Tut mir leid."
"Das hoffe ich auch. Und jetzt gehen wir runter zum Strand, machen da einen Spaziergang und reden. Okay?" erwiderte ihr Dad. Sam nickte nur.

Wenig später liefen sie am Strand entlang. "Sam.. du weisst wie gerne ich dich wieder auf meinem Revier haben würde. Du bist eine hervorragende Polizistin. Aber ich kann es nicht verantworten dich zurück zu holen. Ich kann dich nicht mal mehr mit gutem Gewissen zu einem Einsatz schicken weil ich mir nicht sicher sein kann das die anderen dir den Rücken decken. Kevin war auf dem Revier einfach zu beliebt. Und er hat noch immer viele Freunde da die zu ihm stehen. Verstehst du? Ich will es nicht riskieren dich zu verlieren." begann ihr Dad das Gespräch. "Ich weiss.. Es sind auch Kevins Freunde die mich auf jedem Revier anschwärzen wo ich mich bewerbe. Oh Gott.. als ich Kevin angezeigt habe dachte ich, ich tu das richtige. Aber jetzt..."
"Sam du hast das Richtige getan." unterbrach ihr Dad sie. "Ach ja? Hab ich das? Vor der Sache mit Kevin war alles in Ordnung. Ich hatte alles im Griff. Meinen Job, mein Leben und meine Vergangenheit. Aber jetzt.. jetzt ist alles nur noch ein Chaos." erwiderte sie. "Sam.. hör auf dir etwas vor zu machen. Deine Vergangenheit hattest du nie im Griff. Du hast sie nur verdrängt. Hast nie jemandem erzählt was damals genau passiert ist. Du..."
"Darüber zu reden hätte nichts geändert." unterbrach sie ihn. "Doch Sam, das hätte es. Es hätte dir geholfen." antwortete er. " Du täuscht dich. Es hat mir kein bisschen geholfen. Im Gegenteil.. er hat es gleich gegen mich verwendet um mich aus seinem Team raus werfen zu können." erwiderte Sam wütend. Sie ging noch ein paar Schritte bis sie merkte das ihr Dad stehengeblieben war. Sie bleib auch stehen und schaute ihn fragen an.

"Ich.. ich bin gerade etwas sprachlos. Nach all den Jahren hast du tatsächlich jemandem erzählt was damals genau passiert ist. Darf ich wissen wie er das geschafft hat?" fragte ihr Dad. Sam wandte ihren Blick kurz ab und schaute raus aufs Meer bevor sie ihn wieder ansah. " Ich wollte das er mir was aus seiner Vergangenheit erzählte." antwortete sie. " Oh.. ich verstehe. So im stiel. " Wenn du mir was von dir erzählst dann erzähle ich dir auch was von mir." sagte ihr Dad. " Ja genau. Aber ich hätte es besser nicht getan. Ich hätte ihm nicht davon erzählen sollen. Es wäre besser gewesen wenn ich es für mich behalten hätte." antwortete sie. "Nein Sam.. es war gut das du es jemandem erzählt hast. Es wird dir helfen. Glaub mir.. nur wenn du das endlich alles raus lässt, kannst du das was damals geschehen ist auch wirklich verarbeiten. Schade nur das ich kein "dunkles" Geheimnis in meiner Vergangenheit habe das ich dir zum tausch für deine Geschichte anbieten kann. Denn ich weiss noch immer nicht was damals passiert ist bevor du mir im Treppenhaus in die Arme gelaufen bist." sagte er.

Sam schaute ihn lange an. Dann schloss sie die Augen und atmete tief durch bevor sie ihn wieder ansah. "Willst du es wirklich wissen?" fragte sie. "Nur wenn du es mir auch wirklich erzählen willst." antwortete er. "Ich denke nachdem was Mary und du alles für mich getan habt wird es langsam Zeit das ich dir erzähle was damals genau passiert ist. Zudem, wenn ich sie dir erzähle kann ich mir wenigstens sicher sein das du sie nicht irgendwann gegen mich verwendest." sagte sie und die Entäuschung in ihren Augen war nicht zu übersehen. "Hey...Ich weiss was Steve getan hat war Idiotisch. Aber ich denke nicht das er sich bewusst war wie sehr dich das verletzt. Weisst du er ist wie du..."
"Ich bin nicht wie er! Ich.."
"Doch Sam. Das bist du. Zumindest in der Hinsicht das du oftmals handelst ohne zu überlegst was für Konsequenzen dein Handeln haben könnte. Und er ist genau so. Und das er dich nicht in seinem Team haben will hat nichts mit deiner Vergangenheit zu tun sondern mit seiner." unterbrach ihr Dad sie. "Mit seiner?" fragte sie überrascht. "Ja.. er hat fast seine ganze Familie verloren. Erst seine Mutter, dann seinen Vater und seine Schwester musste untertauchen nachdem man sie entführt hatte. Alles was er noch hat ist sein Team. Es ist seine Familie und die will er beschützen. Und er will dich nicht im Team weil er angst hat das er es nicht schafft noch jemanden mehr zu beschützen." antwortete ihr Dad. "Ich hab ihm gesagt das ich auf mich selber aufpassen kann. Seine Angst ist also völlig unbegründet." erwiderte sie. "Genau wie deine. Und trotzdem ich dir schon so viele male gesagt habe das es nicht stimmt das Leute sterben weil sie dich lieben, kannst du diese Angst nicht ablegen. Genausowenig wie Steve seine Angst ablegen kann." sagte ihr Dad.

"Du wolltest doch wissen was damals genau passiert ist. Also lass uns da rüber zu den Felsen gehen und uns hinsetzen damit wir reden können." wechselte Sam das Thema ziemlich abrupt. Ihr Dad wusste das es ihre Art war ihm zu sagen das sie nicht weiter über das Thema Angst reden wollte. Und er wusste aus Erfahrung das es nichts brachte es weiter zu versuchen. Sie würde nicht mehr auf das Thema eingehen. "Okay." erwiderte er deshalb und ging mit ihr zu den Felsen. Sie setzten sich hin und Sam begann zu erzählen was damals genau passiert war.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Mai 22, 2011 6:24 pm

Okay.. dieses mal gibts den nachschub etwas schneller als beim letzten mal.. Vielen dank an all jene die mir jedes mal Feedbacks hinterlassen. So weiss ich das zumindest einige noch immer mitlesen *blush*
Aber hier nun mal das worums hier geht.. das neue Kapitel ..
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Kapitel 16
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"Und den Rest kennst du ja." beendete Sam ihre Geschichte als sie an der Stelle angekommen war wo sie Peter in die Arme gelaufen war. "Oh Gott .. Wieso hab ich das nicht früher bemerkt?! Ich hätte merken müssen wie sehr er dich ablehnt. Ich.."
"Wie denn? Er hat mich ja nie irgendwohin mitgenommen. Und selbst du kannst nicht hinter verschlossene Türen sehen. Zudem hat Bryan alles für mich getan was sonst Eltern für ihr Kind tun. Er war immer für mich da. Nur als er mich gebraucht hat, da hab ich ihn im Stich gelassen."unterbrach Sam ihren Dad und schaute raus aufs Meer. "Sam.. Du musst damit aufhören. Hörst du?" Verwundert schaute Sam ihren Dad an. "Du musst aufhören dich für Bryans Tod verantwortlich zu fühlen. Du bist nicht schuld das er tot ist. Dein Vater hat Bryan getötet, nicht du!" fuhr Peter fort. "Aber ich..."
"Nein Sam! Kein aber! Du hast getan was dir Bryan befohlen hat und sogar mehr. Du hast Hilfe geholt. Das es zu spät war, dafür kannst du nichts! Wäre Bryan damals nicht auf diesen Marmortisch aufgeschlagen hätte er sich auch nicht das Genick gebrochen und würde noch leben. Und egal was dein Vater gesagt hat. Er ist schuld an Bryans Tod. Er hat ihn geschlagen, wegen ihm hat sich Bryan das Genick gebrochen. Er ist verantwortlich für das was damals passiert ist und nicht du! Verstehst du?! Du trägst seit Zwanzig Jahren eine Last auf deinen Schultern die du nicht tragen musst. Gib sie endlich ab." sagte Peter

"Das ist nicht so einfach." erwiderte Sam. "Ich weiss. Aber versuche es wenigstens. Versprich mir das du es versuchst." antwortete ihr Dad. Sam schaute ihn lange an. "Ich verspreche, ich versuche es.. aber.."
"Hey.. das du es versuchst ist doch schon mal ein Anfang." unterbrach ihr Dad sie, ging zu ihr und nahm sie in den Arm. "Ich liebe dich Sam."
"Sag das nicht..."
"Sam.. was hast du mir eben versprochen?!" unterbrach er sie sofort. Sie schaute ihn nur an. "Ich.. ich liebe dich auch." erwiderte sie schliesslich leise. "Na siehst du, geht doch." erwiderte Peter lächelnd. "Und jetzt lass uns was essen gehen."
Sie suchten sich ein kleines Restaurant und assen da eine Kleinigkeit bevor Sam ihrem Dad einige schöne Plätze auf Oahu zeigte. So war der Sonntag dann auch ziemlich schnell um.

Als Der Wecker Sam am nächsten Morgen aus dem Schlaf riss stand sie mit gemischten Gefühlen auf. Es würde sich wohl kaum vermeiden lassen das sie im Büro auf Steve traf. Sie konnte zwar versuchen sich in ihrem Büro zu 'verschanzen' aber sie war sich sicher das nicht mal das helfen würde ihm aus dem Weg zu gehen. Sie ass ein paar Cornflakes und fuhr dann ins Büro. Sie war froh das sie an diesem Morgen die erste war die im Büro erschien. Sie holte sich einen Kaffee und verzog sich in ihr Büro.

Um Halb neuen Uhr trat Danny durch die Tür. "Guten Morgen. Wo ist Steve?"
"Woher soll ich das wissen?" erwiderte Sam genervt. "Na ja.. du warst gestern doch bei ihm." sagte Danny. "Ich bin gegangen als es ihm besser ging. Ich.."
"Du hast ihn allein gelassen? Bist du verrückt? Du hattest mir versprochen das du dafür sorgst das er zu Hause bleibt! Du..."
"Er hat mir versprochen das er nicht aus dem Haus geht." unterbrach Sam ihn.
"Versprochen? Er hat es dir versprochen?! Wir reden hier von Steve! Wahrscheinlich hatte er seine Finger hinter seinem Rücken gekreuzt damit er später sagen kann das sein Versprechen nicht gezählt hat und ist fünf Minuten nachdem du das Haus verlassen hast losgezogen um den Kerl zu finden der ihn vergiftet hat! Du.."
"Ich glaub nicht das er dazu in der Lage gewesen wäre." unterbrach sie Danny. "So.. das glaubst du also? Und warum ist er noch nicht hier?!"schnauzte er sie an. "Was weiss ich! Ruf ihn doch an wenn es dich interessiert!" schrie Sam ihn wütend an. Danny schaute sie kurz an, dann griff er zu seinem I-Phone und rief Steve an.

"Hey Steve.. ich wollte nur wissen was los ist. normalerweise bist du um die Zeit doch längst im Büro.... Ach so.. nein ich wollte nur wissen wies dir geht.... Okay wir sehen uns." sagte Danny und legte auf. Sam sah ihn nur an. "Okay.. okay.. er hat verschlafen." gab Danny kleinlaut zu." Aber es war trotzdem unverantwortlich von dir ihn allein zu lassen! Du weisst doch auf was für Idiotische Ideen Steve kommen kann. Du hättest bei ihm bleiben müssen! Du warst... "
"Er war gar nicht in der Lage etwas Idiotisches zu tun! Und zudem, hatte ich besseres zu tun als den Aufpasser für Steve zu spielen!" unterbrach Sam ihn wütend. "Ach ja?! Was gab es den so dringendes zu tun? Surfen, am Strand liegen? Oder..."
"Ich hab mich mit meinem Dad getroffen. Okay!?" unterbrach sie ihn ein weiteres mal. "Oh.. du hast dich also mit deinem Dad getroffen. Mit welchem? Der der dich angelogen hat oder der der dich nicht haben wollte? Oder sind das..."
"Raus!" schrie Sam ihn an. Aber Danny rührte sich nicht. Sam griff nach dem Briefbeschwerer auf ihrem Schreibtisch und zog auf. "Du willst den jetzt nicht ernsthaft nach mir werfen oder?" sagte Danny
"Raus aus meinem Büro!" schrie sie ihn nochmal an und warf den Briefbeschwerer nach ihm. Danny wich dem Teil geschickt aus und als er sah das Sam nach dem Brieföffner griff verlies er fluchtartig das Büro.

"Wow.. was ist den mit der los?!" brummelte er kopfschüttelnd vor sich her und ging in sein Büro. Als Steve gegen Neun Uhr noch immer nicht aufgetaucht war schrieb Danny eine Kurze Notiz, legte sie auf Steves Schreibtisch und verlies das Gebäude. Denn wenn er heute den Kerl erwischen wollte der immer Montags den Briefkasten der Scheinfirma leerte dann musste er jetzt los. Er fuhr zu dem Haus wo der Briefkasten stand und Parkte so das er sehen konnte wehr die Post abholte. Gegen Zehn fuhr ein schwarzer Wagen vor und ein Kerl stieg aus. Schnurstracks ging er zu dem Briefkasten. Danny zog sein I-Phone aus der Tasche und machte ein Bild von dem Kerl. Das schickte er dann gleich weiter an Steve. Als er das getan hatte steckte er es zurück in seine Tasche und beobachtet gespannt was der Kerl am Briefkasten tat. Dabei war er so auf den Kerl fixiert das er nicht merkte wie sich ein anderer an sein Auto anschlich. Erst als die Tür aufgerissen wurde und sich der kalte Stahl einer Waffe in seine Schläfe bohrte wurde ihm bewusst wie unvorsichtig er gewesen war.

"Hände ans Lenkrad. Aber ganz langsam." wurde ihm befohlen und Danny tat es. Der Kerl griff nach der Waffe in Dannys Holster, zog sie raus und warf sie auf den Rücksitz. "Okay.. Aussteigen! Langsam und ich will deine Hände immer sehen können. Verstanden?" Danny nickte nur und tat ein weiteres mal was ihm befohlen wurde. Der andere Kerl der zum Briefkasten gegangen war kam zu ihnen rüber und während ihm der eine noch immer die Waffe an den Kopf drückte durchsuchte der andere ihn nach weiteren Waffen. " Er ist sauber. Das ist alles was er bei sich hat." sagte er schliesslich und zog Dannys Marke und I-Phone aus der Tasche. die Marke warf er achtlos auf den Rücksitz von Dannys Wagen. Das i-Phone steckte er ein. Dann nahm er die Handschwellen die Danny dabei hatte und lies sie um dessen Handgelenke schnappen. Schliesslich zerrten sie ihn zu ihrem Wagen und 'verfrachteten' ihn in den Kofferraum. Kurz schauten sie sich um bevor sie einstiegen und los fuhren.

Die Fahrt dauerte so an die Fünfzehn Minuten dann hielten sie an. Der Kofferraum wurde geöffnet und Danny unsanft ins Freie gezerrt. Sie standen vor einem ziemlich vornehmen Haus. 'Fast so gross wie das meiner Ex-frau Rachel.' schoss es Danny durch den Kopf bevor er weiter Richtung Haus gezerrt wurde. Sie brachten ihn rein und von da gleich runter in den Keller. Der Raum in den sie ihn brachten hatte einen Weiß gefliesten Boden und auch die Wände waren bis einen halben Meter unter die Decke mit den selben Fliesen verkleidet worden. Zudem waren da noch ein metallener Stützpfeiler mitten im Raum. Danny wurde eine Fussfessel angelegt deren Kette an genau jenem Pfeiler festgekettet war. Die Handschellen nahmen sie ihm dafür ab bevor sie den Raum verliesen. Danny hob die Kette hoch und zerrte mit aller Kraft daran, merkte aber schnell das er keine Chance hatte die irgendwie los zu bekommen. Enttäuscht lies er sie wieder fallen.
'Oh man... wie konntest du nur so dämlich sein und ohne Rückendeckung los ziehen. Das hast du nun davon!' schoss es ihm durch den Kopf als die Tür aufging und ein Kerl eintrat der ihm sehr bekannt vorkam. Aber es wollte ihm nicht einfallen woher er ihn kannte.

"Detektiv Williams.. schon einige Jahre her das wir uns das letzte mal getroffen haben." fing der Kerl an zu reden, sah aber schnell das Danny nicht wusste wer er war. "Mir scheint du erinnerst dich nicht mehr an mich. Aber meinen Sohn wirst du sicher noch kennen." fuhr er fort und trat zur Seite. Hinter ihm trat ein Junger Mann in den Raum. Er hatte kurzgeschorenes Haar und trug einen alten abgetragenen Kampfanzug sowie schwere Armeestiefel. Obwohl es einige Jahre her war und er sich jetzt ganz anders kleidete als damals erkannte Danny ihn sofort. "Russel Boyd. Der Junge Musikstudent der einen Mann absichtlich über den Haufen gefahren hat." sagte Danny nur.

Schön das du noch weisst wer ich bin. Ich hatte schon angst das der Kerl der mein Leben zerstört hat mich nicht wiedererkennen würde." sagte Russel und der Hass der dabei in seinen Augen aufflammte war nicht zu übersehen. "Du hast diesen Menschen getötet. Du.."
"Du hättest ein gutes Wort für ihn einlegen können vor Gericht. Du hättest dafür sorgen können das seine Strafe auf Bewährung ausgelegt wird. Er war erst Achtzehn und hat in seinem Jugendlichen Leichtsinn etwas unüberlegtes getan." unterbrach Russels Dad ihn. " Jugendlicher Leichtsinn?! Er hat diesem Mann absichtlich überfahren als er ihn dabei erwischt hat wie er mit dem gestohlenen Wagen wegfahren wollte." sagte Danny. "Russel hatte nur angst das er seinen Studium platz am Konservatorium verliert. Das sein Traum ein grossartiger Pianist zu werden durch diesen Kerl platzen könnte. Er hat in Panik gehandelt..."
"In Panik? Als ich Russel verhaftet habe hat er kein bisschen Reue gezeigt. Im Gegenteil das einzige was er sagte war... ' Um den Schwarzen Mistkerl ist es doch nicht schade..' Russel hat verdient was er bekommen hat." unterbrach Danny Russels Dad.
"Reue.. du zeigst doch auch keine Reue." sagte Russels Vater. "Ich wüsste nicht was ich bereuen sollte." antwortete Danny. " Na ja.. vielleicht das du deinen Partner sterben lässt. Das du nicht Manns genug warst dir deine Hand abzuhacken um ihm das Leben zu retten. Du lässt es einfach zu das McGarrett qualvoll sterben muss. Was für ein Partner... "
"Du hättest ihm das Gegenmittel sowieso nicht gegeben." unterbrach Danny ihn. "Wehr weiss, vielleicht schon. Aber das wirst du nie erfahren weil dein Partner in gut fünf Stunden tot sein wird. Und was für einen Qualvollen Tod er sterben wird. Diese Krämpfe, die Schmerzen.. und am Schluss wird er erfahren das alles umsonst war. Das wir dir deine Hand trotz allem doch noch abgehackt haben. Und das sein Tod so sinnlos sein wird." sagte Russels Vater.

Obwohl Danny wusste das Steve nicht sterben würde war er wütend darüber was diese Kerle ihm angetan hatten. "Warum verdammt ist es dir so wichtig das ich meine Hand verliere? Willst du sie dir als Trophäe über den Kamin hängen? Oder was? Wieso meine Hand?" fragte Danny wütend. "Deshalb." sagte Russel und streckte Danny seine Linke Hand hin. "Siehst du meine Finger? Drei Stück hab ich mir im Knast gebrochen. Zwei davon werde ich nie wieder richtig bewegen können weil die Ärzte im Gefängniskrankenhaus gepfuscht haben." schrie Russel ihn an.
"Na ja.. immerhin sind sie noch dran." kam es unüberlegt aus Dannys Mund was er kurze zeit später schon bitter bereute. "Noch dran?" Schrie Russel ihn wütend an zog ein Elektroschock Gerät aus seiner Tasche, hielt es Danny an die Brust und aktivierte es. Der Stromstoss durchzuckte seinen ganzen Körper und lies ihn in die Knie sacken
"Ich werde nie wieder Klavier spielen können! Nie wieder! Und daran bist nur du schuld!" schrie Russel weiter und verpasste Danny einen weiteren Stromstoss. Und dann gleich noch einen. Danny war längst ganz zu Boden gegangen als Russel ihm auch noch einen vierten Stromstoss durch den Körper jagte. Und dieses mal konnte Danny ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Zu heftig waren die Schmerzen.

"Russel.. das reicht. Wir wollen ihn schliesslich nicht umbringen. Also hör auf." befahl sein Dad. Wiederwillig lies Russel von Danny ab. Danny wollte Russel nicht das vergnügen gönnen ihn so am Boden liegen zu sehen, also versuchte er sich zumindest aufzusetzen. Als er sich deshalb mit der Rechten Hand auf dem Boden abstützte um hoch zu kommen, trat Russel ihm mit voller Wucht auf die Hand. Danny schrie kurz auf vor Schmerz und viel zurück auf den Boden. "Keine Angst die wird dir nicht lange weh tun. In gut fünf Stunden wird sie nämlich nicht mehr da sein." grinste Russel ihn an und verlies zusammen mit seinem Dad den Raum. Als die Tür ins Schloss gefallen war setzte sich Danny mühsam auf so das er sich gegen den Pfeiler lehnen konnte an den er gekettet war. Er schaute sich seine Hand an. Russel hatte ihm, mit seinen schweren Stiefeln, mindestens zwei Finger gebrochen. Zudem hatte er zahlreiche Schürfwunden die Bluteten. Er löste seine Krawatte und band sich damit seine Hand etwas ein. Als er das getan hatte lehnte er seinen Kopf zurück und schloss die Augen.

Die gute Nachricht war das sie ihn nicht töten wollten. Die schlechte. Er würde in fünf Stunden seine Hand verlieren und somit auch seinen Job. Das einzig gute war das sie dachten das Steve im sterben lag. Vielleicht wurden sie so unvorsichtiger und würden Fehler machen. So das Steve ihn vielleicht finden konnte. Obwohl.. wie sollte Steve ihn in fünf Stunden finden wo es doch noch Stunden dauern konnte bis jemand merkte das er entführt wurde. Vielelleicht sollte er anfangen darüber nach zu denken was er in Zukunft alles noch tun konnte falls Steve ihn nicht rechtzeitig fand. Zu was war ein einhändiger überhaupt noch fähig? Er würde seiner Tochter nicht mal mehr helfen können ihre Jacke zuzuknöpfen. Er Atmete tief durch. " Finde mich Steve.. Bitte finde mich bevor ich zum Krüppel gemacht werde."flehte er leise vor sich hin bevor die Tür aufging und Russel eintrat.
"Denkst du wirklich dass das vorhin schon alles war? Mein Dad ist für mindestens eine Stunde aus dem Haus, also hab ich viel Zeit die ich ganz und gar dir widmen werde." sagte er grinsend und zog erneut das Elektroschock Gerät aus der Tasche.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Do Jun 02, 2011 10:08 pm

Okay.. erst mal wieder ein dickes Dankeschön an alle Leser und FB schreiber.. Ihr spornt mich immer wieder an weiter zu schreiben....
Und hier ist das neue Kapitel...
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Kapitel 17
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Als Steve im Büro ankam war es schon Zehn Uhr. Obwohl Danny ihn ja eigentlich schon kurz vor Neun Uhr angerufen hatte, hatte er es nicht geschafft aus dem Bett zu kommen und war nochmal eingeschlafen. Auch jetzt fühlte er sich noch nicht wirklich fit. Die letzten Tage hatten ihm doch mehr zugesetzt als er sich das selber eingestehen wollte. Zudem hatte er lange nicht einschlafen können weil ihm zu viel im Kopf rum gegangen war. Vor allem der enttäuschte Blick von Sam war ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Er hatte sie sehr verletzt und das tat ihm wirklich leid. Auch wenn er seine Meinung was die Kündigung angeht nicht ändern würde, er musste sich bei ihr entschuldigen. Entschuldigen dafür das er ihr Vertrauen missbraucht hatte.

Als er vor Sams Bürotür stand atmete er nochmal tief durch und klopfte dann. "Ja." hörte er sie antworten. Er trat ein. Sie schaute ihn nur kurz an und tippte dann weiter. "Sam..."
"Keine Angst. Ich werde den Stapel Akten den du mir gegeben hast bis Ende Monat abgetippt haben." unterbrach sie ihn. "Sam ich..." Steves iPhone gab einen Signalton von sich. "Willst du nicht nachsehen wer dir eine Nachricht schickt?" sagte Sam sofort. "Das kann warten. Ich muss mit dir reden also würdest du bitte mal mit dem Tippen aufhören und mir zuhören?" sagte Steve. "Wenn es sein muss." antwortete Sam tippte noch ein paar Wörter ein bevor sie die Tastatur zur Seite schob und sich in ihrem Stuhl zurück lehnte. "Okay.. was gibt es so wichtiges?" fragte sie.

Steve atmete tief durch und wollte eben etwas sagen als Sams Handy klingelte. "Sorry.. könnte wichtig sein." sagte Sam und hob ab bevor Steve was sagen konnte. Als er sah das ihr Gesichtsausdruck immer ernster wurde wusste er das irgendwas nicht stimmte. "Können sie das wiederholen?" fragte Sam, stellte ihr Handy auf Lautsprecher und legte es auf den Tisch. "Ich sagte das man eben diesen netten Detektiv Williams entführt hat." erklang die Stimme einer Frau. "Wann genau wurde er entführt?" fragte Steve sofort. "Vor ein paar Minuten. Zwei Männer haben ihn in den Kofferraum ihres Wagens gesperrt und sind weggefahren. Ich..."
"Was für ein Wagen? Und was für ein Kennzeichen hatte er?" unterbrach Steve sie. "Ein schwarzer Wagen. Das Nummernschild konnte ich leider nicht erkennen. Wissen sie .. in meinem Alter sieht man nicht mehr so gut." antwortete die Frau entschuldigend. "Schon gut. Geben sie mir die Adresse durch." sagte Steve. Die Frau tat es. "Es tut mir leid das ich nicht mehr helfen kann." entschuldigte sie sich. "Schon gut. Danke das sie uns informiert haben." sagte Sam und legte auf.

"Du musst sofort raus finden wo das ist." sagte Steve und schrieb ihr die Adresse auf. "Muss ich nicht, Ich weiss wo das ist." antwortete Sam. "Du weisst...? Woher..?"stotterte Steve verwirrt rum. "Da steht der Briefkasten der Scheinfirma." antwortete Sam. "Was für eine Scheinfirma?" fragte Steve. Sam stockte kurz, sagte nichts. "Was für eine Scheinfirma?!" fragte Steve laut. " Ich hab die Zahlung von Nash bis zu einer Scheinfirma hier in Hawaii zurück verfolgt. Und.."
"Du hast was?! Heisst das Danny wurde deinetwegen entführt ?! Weil du ihm diese Adresse gegeben hast?! Verdammt Sam.. ich hab dir gesagt das du dich aus dem Fall raus halten sollst¨" schrie er sie an. "Ich wollte nur..."
"Was wollteste du? Was Sam?" zischte er sie an. " Dir helfen damit du nicht..."
"Schöne Hilfe! Deinetwegen ist Danny jetzt in Gefahr! Verstehst du?! Deinetwegen könnte er sterben!" schrie er sie wütend an. Erst als er sah wie sie unter seinen Worten zusammenzuckte wurde ihm bewusst was er hier eben tat. Und plötzlich sah er vor sich das kleine Siebenjährige Mädchen das von ihrem Vater angeschrien wurde das sie schuld am Tod ihres Bruders ist.

"Du hast recht .. ich hätte ihm die Adresse nicht geben sollen. Ich hätte selber dahin fahren sollen. Dann hätten sie Danny jetzt nicht entführt. Ich ... "
"Es tut mir leid." unterbrach Steve sie einfach. Verwirrt schaute sie ihn an. "Was? Ich versteh nicht.." stotterte sie rum. "Es tut mir leid das ich dich eben angeschrien hab. Ich.."
"Ist schon gut du hast recht. Ich bin schuld das Danny entführt wurde. Und wenn ihm was passiert.."
"Nein Sam... das ist nicht wahr! Du bist nicht schuld das er entführt wurde." sagte Steve. "Aber du hast gesagt.."
"Hey.. das eben war idiotisch von mir.. okay?! Du hast ihm zwar die Adresse gegeben, aber Danny ist lange genug Polizist um zu wissen das man nicht alleine loszieht. Er selbst ist dafür verantwortlich das er entführt wurde. Und ein klein wenig ich. Denn hätte ich Kono und Chin von Anfang an mit einbezogen dann hätte Danny heute sicher einen der beiden mitgenommen. Vielleicht sogar mich wenn ich heute morgen meinen Hintern aus dem Bett hochbekommen hätte." sagte Steve und atmete tief durch. "Hey.. nachdem was du die letzten Tage durchgemacht hast ist es kein Wunder das du noch nicht zu 100% fit bist." sagte Sam. Steve schaute sie kurz an. Hatte sie ihn eben in Schutz genommen? Wieso tat sie das nachdem er sie doch eben noch angeschrien hatte das sie Schuld an Dannys Entführung sei. Er schüttelte die Gedanken ab. Dafür war jetzt keine Zeit. "Das wichtigste ist das wir Danny jetzt so schnell wie möglich finden . Vielleicht finden wir einen Hinweis..." er sprach nicht weiter sondern zog sein iPhone aus der Tasche weil ihm einfiel das er vor kurzem eine Nachricht bekommen hatte. Und tatsächlich sie war von Danny. Er öffnete sie. Aber alles was er sah war das Bild von einem Kerl den er nur zu gut kannte. Es war einer der Gorillas die dabei waren als ihm das Gift gespritzt wurde.

"Ich weiss wie wir ihn vielleicht finden können." sagte Sam plötzlich und begann etwas auf ihrem Computer einzutippen. "Wie?" fragte Steve. "Sein iPhone. Als ich damit Telefoniert hab, habe ich einige Einstellungen verändert. Wenn es eingeschaltet ist kann ich es Orten." antwortete Sam und tippte weiter auf der Tastatur rum. "Weiss Danny davon?" fragte Steve. Sam schaute kurz vom Computer hoch sagte aber kein Wort. "Das heisst wohl nein. Wenn Danny das erfährt wird er..."
"Er muss es ja nicht erfahren." unterbrach Sam ihn und bevor Steve was sagen konnte fuhr sie fort. "Ich hab es." Sie nahm einen Zettel und schrieb etwas drauf. Sie streckte ihn Steve hin. " Das ist die Adresse wo sein iPhone im Moment ist. Ich kann nicht garantieren das Danny auch da ist."
"Hey.. er ist da. Ich bin sicher wir werden ihn da finden." sagte Steve. "Okay.. lass uns fahren." erwiderte Sam und stand auf. "Nein.. du bleibst hier. Du..."
"Aber du hast gesagt das wir ihn finden." sagte Sam. "Damit meinte ich nicht dich. Ich werde Chin und Kono mitnehmen." sagte Steve. "Aber.."
"Nein Sam.. kein aber.. du bleibst hier! Hast du verstanden?!" unterbrach er sie streng. Sie atmete tief durch, nickte mit dem Kopf und setzte sich wieder hin.

"Gib mir deine Autoschlüssel!" befahl Steve. "Du hast doch einen eigenen Wagen." sagte Sam. "Ja.. aber ich will nicht das du uns folgst. Also gib mir die Schlüssel!" antwortete er. Sie atmete tief durch und warf ihm die Schlüssel zu. " Gut und deine Waffe will ich auch haben. Also her damit!" befahl er ihr ein weiteres mal. Er sah wie wütend sie war als sie ihre Waffe aus dem Holster zog und sie ihm entgegenstreckte. Er nahm sie ihr ab. "Ich will nicht das dir was passiert. verstehst du?!" sagte Steve drehte sich um und verlies ihr Büro. Sam schaltete die Überwachungskameras ein. So konnte sie sehen wie Steve ins Büro von Chin ging kurz mit ihm redete und sie dann beide zusammen in Konos Büro gingen. Nachdem sie kurz miteinander geredet hatten packten sie einiges an Equipment zusammen und verliesen dann das Bürogebäude. Auf dem Parkplatz stiegen sie in Steves Wagen und fuhren los.

Sam lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. Was wenn Danny doch nicht da war. Wenn es nur sein iPhone war das sie da finden würden. Sie konnte nicht einfach hier rum sitzen und nichts tun. Sie griff zum Telefon und rief sich ein Taxi. Dann steckte sie ihr Handy in die Tasche, packte das Notebook und verlies ihr Büro. Sie ging kurz zu ihrem Wagen. Vielleicht hatte sie ja ausnahmsweise mal vergessen ihn abzuschliessen und hätte so wenigstens ihre Kugelsichere Weste aus dem Kofferraum holen können, aber sie hatte Pech. Er war abgeschlossen. Also ging sie Richtung Strasse und wartete da aufs Taxi. Es dauerte nicht lange und es kam. Sam stieg ein und lies sich zu der Adresse fahren wo Danny zuletzt gesehen worden war.

Als sie bei der Adresse angekommen war sah sie den Silberfarbenen Camaro sofort. Sie bezahlte den Taxifahrer stieg aus und ging zum Camaro. Er war offen. Dannys Waffe und seine Marke lagen hinten auf dem Rücksitz, und die Schlüssel steckten noch im Zündschloss. Gut dann hatte sie wenigstens wieder einen fahrbaren Untersatz. Sie griff zu ihrem Handy und rief die Nummer von der Frau an, die ihr die Entführung von Danny gemeldet hatte. Vielleicht wusste sie ja doch mehr, aber hatte einfach einiges in der Aufregung vergessen. "Lani Keao" meldete sich die Stimme. " Hallo hier ist Sam Ryan. Sie haben mich angerufen wegen der Entführung von Danny Williams. Ich würde gerne persönlich mit ihnen reden." antwortete Sam. " Tut mir leid.. ich bin nicht mehr so mobil. Ich kann nicht aufs Revier kommen." antwortete sie. "Kein Problem ich komme einfach zu ihnen. Ich bin eh gerade unten bei Dannys Wagen." sagte Sam. "Oh.. okay.. ich wohne im Haus mit der Nummer 114." sagte die Frau. "Okay.. bin gleich bei ihnen." antwortete Sam und legte auf. Sie zog die Schlüssel vom Camaro ab, steckte Dannys Waffe in ihren Holster und warf seine Marke ins Handschuhfach. Dann schloss sie den Wagen ab und ging zum Haus mit der Nummer 114. Sie klingelte. Sie hörte Geräusche hinter der Tür. "Ich will erst ihre Marke sehen." hörte sie eine Stimme von drinnen. Sam zog ihre Marke aus der Tasche und hielt sie vor den Türspion. erst dann öffnete sich die Tür und Sam durfte eintreten. Sie gingen ins Wohnzimmer und setzten sich hin. " Wollen sie auch einen Tee" fragte Lani Keao. "Sehr gerne." antwortete Sam. Sie wusste das sie sich etwas zeit nehmen musste wen sie etwas von Lani erfahren wollte. Die Alte Frau stand auf ging in die Küche und kam wenig später mit einem Tablett zurück auf dem zwei Tassen mit Tee standen. Lani stellte eine Tasse vor Sam ab , setzte sich dann wieder hin und nahm sich die zweite Tasse vom Tablett. Sie trank einen schluck. "Was wollen sie denn genau wissen'" fragte sie dann. "Alles." antwortete Sam. "alles woran sie sich erinnern können."
"Okay..." erwiderte Lani und fing an Sam zu erzählen was sie gesehen hatte.

"Steve,Chin und Kono waren inzwischen beim Haus angekommen das zu der Adresse gehörte die Sam Steve gegeben hatte. Sie waren über die Mauer geklettert und versteckten sich jetzt im Garten hinter dichtem Gestrüpp. Chin hielt eine Abhörantene aufs Haus gerichtet aber bisher hatten sie noch nichts hören können. Dann war da plötzlich diese Stimme. "Wo ist Russel" Und eine Zweite antwortete. "Er ist unten im Keller."
"Und was tut er da?" fragte die erste Stimme. "Was wohl?.." antwortete der zweite. "Sein Vater wird nicht begeistert sein wenn er zurück kommt und merkt das Russel den Bullen gefoltert hat."
"Na und? Ist nicht mein Problem" antwortete der zweite. Steve riss sich die Kopfhörer vom Kopf. "Wir müssen sofort da rein." sagte er und wollte losstürmen. Chin hielt ihn zurück. "Bist du verrückt. Wenn du jetzt einfach so los stürmst werden sie Danny vielleicht töten."
"Und was sollen wir dann tun? Du hast doch gehört sie foltern Danny!" sagte Steve mit Panik in den Augen. "Trotzdem müssen wir uns vorsichtig an die Kerle rann schleichen. Auch wenn das etwas länger dauert. Am besten von der Seite aus wo die Garage ist. Da können sie uns nicht sehen." sagte Chin. Steve atmete tief durch. Der Gedanke das man Danny Folterte gefiel ihm gar nicht, aber Chin hatte recht, wenn sie nicht vorsichtig waren dann würden die Kerle Danny ohne zu zögern töten. Also stimmte er Chins Plan zu.

Sie zogen sich zurück und näherten sich dann von der Garagenseite aus dem Haus. "Kono.. du bleibst hier und deckst uns den Rücken falls einer kommt." sagte Steve und ging zusammen mit Chin weiter ums Haus rum bis sie an ein Fenster kamen. Steve spähte kurz rein. nichts zu sehen. er drückte gegen das Fenster. Es war zu. Also gingen sie zum nächsten und dieses mal hatten sie Glück, es stand offen. Wieder schauten sie erst rein ob jemand drin war, als sie niemanden sahen kletterten sie rein. Drinnen angekommen gingen sie zur Tür. Steve legte sein Ohr an die Tür. Es war nichts zu hören also öffnete er sie vorsichtig und schaute raus. Es war niemand zu sehen. As sie raus gingen vernahmen sie Stimmen ganz in der nähe. Langsam gingen sie auf den Raum zu dessen Tür offen stand. Steve gab Chin ein kurzes Zeichen das sie bei drei reingehen würden. Chin nickte nur und Steve begann einen Finger nach dem andern in die Luft zu strecken. Beim dritten gingen sie rein. "H5-0 .. Hände hoch und keine Falsche Bewegung." sagte Steve laut. Die Kerle rührten sich nicht sondern starrten Steve nur fassungslos an. "Du. du müsstest doch im Sterben liegen." stotterte einer verwirrt rum während Chin ihnen Handschellen umlegte. "Anscheinend hat sich euer Boss getäuscht. Chin.. pass auf die beiden auf. Ich suche Danny." sagte Steve ging raus und suchte die Tür die in den Keller führte. Er fand sie schnell. Vorsichtig ging er die Treppe runter. Er war noch nicht unten als er einen Schmerzensschrei hörte. Das war eindeutig Danny. Steve warf seine ganze Vorsicht über den Haufen, eilte die Treppe runter und riss die Tür auf.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Mi Jun 15, 2011 11:58 pm

So.. dieses mal gings nicht ganz so lange.. Mein Dank geht wie immer an die FB Schreiber und Leser .. Danke :gruss:

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Kapitel 18
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Danny schluckte schwer als Russel einen Schritt auf ihn zu machte. So schnell er konnte stand er auf und wich vor Russel zurück soweit es seine ­Fussfessel ­zuliess. Dabei war er darauf bedacht den Pfeiler, an den er gekettet war, zwischen sich und Russel zu bringen. "Denkst du wirklich das bringt etwas?­" fragte Russel spöttisch und trat auf Danny zu. Der ­wechselte sofort die Position um den Pfeiler wieder zwischen sich und Russel zu bringen. Natürlich wusste er, dass Russel ihn früher oder später sowieso erwischen würde, aber er hoffte, dass er zumindest etwas Zeit schinden konnte. Umso mehr umso besser. Vielleicht kam Russels Vater ja etwas eher zurück und würde seinen Sohn dann stoppen.

Nach ein paar Minuten, in denen Danny es immer wieder geschafft hatte, Russel auf Distanz zu halten trat dieser zum Pfeiler griff blitzschnell nach der Kette und zog ruckartig daran. Der kräftige Ruck an seiner ­Fusskette riss Danny von den Beinen und noch bevor er sich wieder aufrappeln konnte stand Russel schon über ihm. "Ups.. scheint das dein kleines Spielchen vorbei ist. Also starten wir meins." grinste Russel, hielt ihm dass Elektroschock gerät an die Seite, und aktivierte es. Danny biss die Zähne zusammen um nicht aufzuschreien, aber ein leises Stöhnen kam dennoch über seine Lippen.Fünf ­Stromstösse ertrug er, beim Sechsten waren die Schmerzen zu ­gross und er verlor das Bewusstsein. "Denkst du, ich fall auf so was rein?!­" sagte Russel packte Dannys rechten Arm, hob ihn etwas hoch und lies ihn dann so los dass Dannys verletzte Hand mit voller Wucht auf dem harten Fliesenboden aufschlug. Keine Reaktion. "Mist, der Kerl ist ja wirklich weggetreten.­" fluchte Russel leise vor sich hin. Er ging einige Schritte von Danny weg, zog eine Zigarette aus der Jackentasche und zündete sie an.

Als er sie fertig geraucht hatte, warf er sie auf den Boden und trat sie mit dem Schuh aus. Dann ging er kurz aus dem Raum und kam wenig später mit einem Eimer in der Hand zurück. Er ging zu Danny und schüttete ihm das kalte Wasser über den Kopf. Der kalte Wasserschwall riss Danny sofort aus der Bewusstlosigkeit. Als er die Augen öffnete, sah er in das Gesicht von Russel. "Schön das Du wieder wach bist dann kann die zweite Runde ja beginnen.­" sagte Russel grinsend und drückte Danny das Elektroschockgerät an die rechte Schulter. Als er es aktivierte, stöhnte Danny sofort auf.
"Aufhören­.. bitte­..­" flehte Danny nach drei weiteren ­Stromstössen. "Vergiss es­.. jetzt wird es doch erst lustig.­" sagte Russel kalt stellte das Gerät eine Stufe höher und setzte es Danny auf die Brust. Als er es aktivierte, schrie Danny sofort auf vor Schmerz und verlor ein weiteres ­mal das Bewusstsein. So bekam er auch nicht mehr mit, wie die Tür aufgerissen wurde und Steve mit gezogener Waffe in den Raum stürmte.

Steve sah Danny reglos am Boden liegen, sah einen Kerl, der über ihm stand mit einem Elektroschocker in der Hand. "Lass das Ding fallen. Sofort!" Zischte er den Kerl wütend an. Russel sah die Wut in Steves Augen und lies das Gerät sofort fallen. "Und jetzt nimm die Hände hinter den Kopf und knie dich hin.­" befahl Steve. Russel tat wieder, was ihm befohlen wurde. Steve ging zu ihm packte seine Arme zerrte sie ihm unsanft auf den Rücken und lies die Handschellen einschnappen. Dann ging er zu Danny. Er fühlte nach seinem Puls. Erleichtert atmete er auf, als er Dannys Herzschlag spüren konnte. "Danny.. Danny.." sagte er laut und klatschte ihm leicht mit der flachen Hand auf die Wange. Schliesslich öffnete Danny seine Augen. "Hör auf meine Wange zu tätscheln"
"Ich tätschle nicht. Ich.."
"Doch du hast getätschelt.­" unterbrach Danny ihn und setzte sich mühsam auf. Steve verdrehte kurz die Augen, unterlies es aber weiter auf das Thema einzugehen. "Bist du in Ordnung?­" fragte er stattdessen. "Ob ich in Ordnung bin? Sieht das für dich aus als, als ob ich in Ordnung bin?!" fragte Danny und streckte ihm seine verletzte Hand hin. "Ich meine geht's dir sonst gut.­" fragte Steve leicht genervt. "Was stellst du heute den für Fragen?! Mir wurde eben eine Schocktherapie verabreicht und du fragst, ob es mir gut geht?!" ­erwiderte Danny in seiner typischen Art die er sonst so gerne raus lies, wenn er im Auto mit Steve diskutierte. Steve atmete tief durch, stand auf, ging zu Russel und zerrte ihn auf die Beine. Dann schob er ihn Richtung Tür. "Hey.. wo willst du hin.Würdest du mir bitte diese Kette abnehmen." sagte Danny doch Steve drehte sich nicht mal um, sondern ging durch die Tür raus. "­Hey... komm schon.. das ist nicht dein ernst oder? Steve! Steve! Steven McGarrett!" schrie er ihm nach.

Steve grinste leicht, als er Russel die Treppe rauf schob und ihn ins Wohnzimmer brachte. "Hast du Danny gefunden?­" fragte Chin. "Ja hab ich." sagte Steve. "Und geht's ihm gut?­" fragte ­Chin weiter. "Immerhin so gut das ­er mich schon wieder in seiner Typischen Danny Art angemacht hat." antwortete Steve. Und zu den Kerlen gewannt fragte er. "Wer von euch hat den Schlüssel für die Fusskette."
"Ich.­" meldete sich einer der Kerle. Steve ging zu ihm und durchsuchte seine Taschen. Als Erstes fand er Dannys iPhone. Er steckte es ein und suchte in der anderen Tasche nach dem Schlüssel. Und dieses mal fand er ihn. Er ging wieder runter in den Keller. Mit verschränkten Armen blieb er im Türrahmen stehen und schaute Danny an.

"Okay.. okay.. es tut mir leid. Und ich fühle mich beschissen aber zumindest ist noch alles dran.Genügt dir das als Antwort?" fragte Danny. Steve nickte. "Wärest du dann so nett und würdest mich losbinden?" fragte Danny weiter. "Klar." sagte Steve ging zu ihm und öffnete die Fussfessel. Mühsam stand Danny auf. Seine Muskeln schmerzen noch immer aber das wollte er Steve nicht zeigen. Also tat er so, als ob alles in Ordnung wäre, und ging Richtung Tür. Dabei wäre er beinahe in die Knie gegangen, weil seine Beine sich plötzlich so schwach anfühlten. Doch bevor das geschah, war Steve neben ihm und stützte ihn. Danny schaute ihn kurz an sagte aber kein Wort. Aber als ein kurzes leichtes Lächeln auf Steves Lippen erschien, wusste Danny, dass sein Freund wusste, wie dankbar er ihm war. " Lass uns hier verschwinden." sagte Steve und half seinem Freund die Treppe hoch.

Er brachte Danny rauf ins Wohnzimmer. Kono war inzwischen rein gekommen. Sie sah Dannys blutende Hand. "Oh Gott Danny was haben sie dir angetan." fragte sie entsetzt. "Russel ist mir auf die Hand getreten.­" antwortete Danny. "Du kennst ihn also?­" fragte ­Chin. "Ja. Ich hab ihn vor ein paar Jahren ins Gefängnis gebracht weile er einen Mann absichtlich überfahren hat. Sein Vater ist übrigens der, der dich vergiftet hat." sagte Danny zu Steve. "Du wurdest vergiftet?­" fragten Kono und Chin wie aus einem Mund. "Wieso wissen wir nichts davon­" fragte Chin der merkte das Kono genau so wenig darüber wusste wie er. "Das ist ne lange Geschichte. Die erzähle ich euch später." sagte Steve. "Aber wenn du vergiftet.."
"Ich hab das Gegenmittel schon bekommen. Aber wie gesagt.. ich erzähle euch das später." unterbrach Steve Kono und ging zu Russel.

"Wo ist dein Vater?" fragte er ihn. Russel schwieg. "Rede! Oder willst du das ich dir auch einige Stromstösse durch den Körper jage?" zischte Steve ihn wütend an.
"Also wenn ich du wäre, würde ich anfangen zu reden, weil.. ­siehst du diesen Blick? Wenn er den drauf hat, ist nicht mit ihm zu spassen." mischte Danny sich ein. "Ich weiss nicht wo er ist." antwortete Russel schliesslich. "Lüg mich nicht an!" schrie Steve ihn an packte ihn am Kragen und drückte ihn unsanft an die nächste Wand. "Wo ist er?" fragte er nochmal bedrohlich. "Ich.. ich weiss es nicht. Er hat nur gesagt, dass er für eine Stunde weg ist." erwiderte Russel eingeschüchtert. Steve sah das ­er ihn nicht anlog also lies er ihn los. "Weiss einer von euch, wo er ist?" fragte er die beiden anderen Kerle. Die schüttelten sofort den Kopf.

"Hey Leute die Streifenwagen sind hier." sagte Kono. "Zeit zu gehen." sagte Chin packte einen der Kerle und schob ihn Richtung Ausgang. Kono tat das selbe mit dem zweiten Gorilla und Steve brachte Russel raus. Sie übergaben die Kerle den Polizeibeamten. Die verfrachteten sie in die Wagen und fuhren los. Steve wollte zurück ins Haus um Danny zu helfen raus zu kommen, aber der war schon alleine raus gekommen und sass jetzt auf der Treppe vor der Eingangstüre.

"Wie habt ihr mich eigentlich gefunden?" fragte er. "Eine Frau hat angerufen und uns gesagt, dass du entführt wurdest." antwortete Steve. "Sie hat sich also das Kennzeichen gemerkt." sagte Danny. "Nein hat sie nicht." erwiderte Steve. "Und wie habt ihr mich dann gefunden? Ist sie hinter den Kerlen hergefahren? Oder was?" fragte Danny weiter. "Nein. Sam hat dich gefunden." antwortete Steve. "Sam? Wie konnte Sam mich finden?" fragte Danny leicht genervt darüber, dass Steve nicht einfach sagte, was er wissen wollte. "Das kannst du sie gleich selber fragen, wenn du sie anrufst." sagte Steve. "Wieso soll ich sie anrufen?" fragte Danny. "Weil ich ihr gesagt habe, dass wir sie anrufen, wenn wir dich gefunden haben." erwiderte Steve zog Dannys iPhone aus der Tasche und wählte Sams Nummer. Dann drückte er Danny das iPhone in die Hand."Ich hole inzwischen den Wagen. Und Kono.. kannst du einen Krankenwagen für Danny rufen?" fragte Steve. "Klar." antwortete Kono nahm ihr iPhone raus und rief den Notruf an.

Danny musste nicht lange warten und Sam nahm ab. "Danny bist du das?" fragte sie. "Ja.. wer sonst?" antwortete er. "Geht's dir gut?" fragte sie weiter. "Ziemlich."antwortete er. "Was bitte ­heisst ziemlich?"
"Ziemlich heisst das noch alles dran ist. Was gut ist, aber ein paar Finger sind gebrochen, was nicht gut ist. Zudem hab ich auch noch eine ungewollte Elektroschocktherapie verabreicht bekommen. Deshalb geht es mir ziemlich gut." antwortete Danny. "Oh Gott Danny.. es tut mir leid.. ich "
"Steve sagt das du mich gefunden hast. Mich würde interessieren wie." unterbrach Danny sie einfach. "Ich.."sie stockte kurz. "Über dein iPhone." antwortete sie. " Über mein iPhone? Wie kannst du mich über mein iPhone.." Danny stockte, weil er sah wie Steve, der eben die Einfahrt hochgefahren kam, seinen Wagen wendete und hinter dem Schwarzen Wagen her fuhr, der kurz vor dem Tor gewendet hatte. Danny wusste das in dem Wagen Russels Vater sitzen musste. Und Steve hatte das gesehen.

"Shit" fluchte Danny. "Was ist los.? Wollte Sam wissen. "Steve ist hinter dem Kerl her der ihn vergiftet hat. Alleine." antwortete er. "Dann folgt ihm!" sagte Sam. "Das können wir nicht. Wir haben keinen anderen Wagen hier. Verdammt." fluchte Danny. "Okay.. besorgt euch so schnell wie möglich einen Wagen und ich versuche inzwischen Steve zu finden." sagte Sam. "Nein Sam! Du ziehst jetzt nicht auch noch alleine los! Hast du verstanden!" erwiderte Danny laut. "Er ist alleine da draussen. Und er ist noch nicht wirklich fit. Ich muss ihn finden." antwortete sie. "Sam..."
"Ich ruf dich an, wenn ich ihn gefunden habe." unterbrach sie ihn und legte auf.

"Verdammt.. "fluchte Danny und steckte sein iPhone in die Tasche. "Chin du musst dringend einen Wagen besorgen.Wir müssen.."
"Ich hab schon einen Streifenwagen bestellt. Aber du wirst nicht mit uns mit kommen. Du wirst mit der Ambulanz mit fahren und dich im Krankenhaus behandeln lassen. Verstanden!" unterbrach Chin ihn. "Aber Sam wird mich anrufen, wenn sie Steve gefunden hat." versuchte Danny zu protestieren. "Dann solltest du mir dein iPhone geben. Denn du wirst auf keinen Fall mitkommen." erwiderte Chin in einem Ton der keine Wiederrede zuliess. "Okay.. okay.. hier." sagte Danny und gab Chin sein IPhone.

Zehn Minuten später kamen zwei Streifenwagen und der Krankenwagen. Sie hielten vor dem Haus an, stiegen aus und gaben Chin die Schlüssel für einen der Wagen. Die Sanitäter kamen mit einer Barre auf Danny zugerannt. "Die brauche ich nicht. Ich kann sehr gut zu Fuss zum Krankenwagen gehen." sagte Danny stand auf und ging Richtung Krankenwagen. "Auf was wartet ihr noch? Fahrt los!" sagte er zu Chin als er sah, dass dieser noch immer da stand. "Das können wir nicht. Wir müssen warten bis Sam anruft, sonst könnten wir in die völlig falsche Richtung fahren." erwiderte Chin. "Okay.. Ruft mich an.. mist ich hab ja gar kein Telefon.."
"Hier nimm meins." sagte Kono und streckte Danny ihr iPhone hin. "Wir rufen dich an, wenn wir ihn gefunden haben." fügte sie an. "Danke." sagte Danny, nahm das iPhone, steckte es in die Tasche und stieg dann in den Krankenwagen. Wenig später fuhr der los. Chin und Kono setzten sich in den Streifenwagen und warteten.

Kaum hatte Sam aufgelegt packte sie ihr Notebook und stellte es an. Sie tippte einiges ein und ortete so Steves iPhone Signal. Er war noch immer unterwegs. Er fuhr auf der Strasse die ganz in der Nähe vorbei führte. Das hiess er würde in Kürze hier vorbei fahren. "Ich muss gehen. Danke für die Infos und den Tee." bedankte sich Sam bei Lani stand auf und rannte zum ­Camaro. Sie stieg ein und fuhr die paar Meter rauf zur Strasse. Und in genau dem Moment wo sie die Strasse erreichte fuhr Steve vorbei. Sie bog in die Strasse ein und folgte ihm.

Sie fuhren Richtung Hafen. Als sie in die Container Docks einbogen, kam da plötzlich ein betrunkener Obdachloser auf die Strasse getorkelt. Steve konnte ihm gerade noch ausweichen und fuhr an ihm vorbei. Aber vor Schreck viel der Kerl hin und blieb liegen. So musste Sam eine Vollbremsung machen und blieb knapp einen Meter vor dem Kerl stehen. Der Betrunkene rappelte sich hoch, fluchte vor sich hin und zog dann ab. Er hatte gar nicht mitbekommen, wie knapp er eben dem Tode entkommen war. Sam schloss kurz die Augen und atmete tief durch, damit sich ihr Puls wieder beruhigen konnte, dann startete sie den Motor wieder und fuhr weiter.
Sie konnte Steves Wagen nirgends sehen also hielt sie mit laufendem Motor an und klappte ihr Notebook auf. Erneut ortete sie Steves iPhone Signal dann griff sie zu ihrem Telefon und rief Danny an.

"Chin Ho Kelly." meldete sich die Stimme. "Chin.. Steve ist unten im Hafen bei den Frachtcontainern ganz am ende der Docks." sagte Sam. "Okay.. bleib, wo du bist, wir sind in weniger als 10 Minuten da." erwiderte Chin. "Ich kann nicht warten. Steve ist ohne Rückendeckung da ­draussen." beendete sie das Gespräch. Langsam fuhr sie weiter Richtung Dockende, bis sie Steves Wagen sah. Sie parkte den Camaro und schaute dann noch mal auf ihr Notebook. Das Signal bewegte sich nicht. Aber das ­hiess gar nichts, weil die Ortung nicht auf dem Meter genau gemacht werden konnte. Sie hatte also keine Ahnung, wo genau sie jetzt hin musste.

Sie stieg aus und ging einige Meter. Plötzlich hörte sie Schüsse und ging sofort in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Vorsichtig und auf Deckung bedacht bewegte sie sich vorwärts.
Nach einigen Hundert Metern fand sie einen Toten. Der Kerl hatte zwei Kugeln in der Brust. Um ganz sicher zu gehen das ­er Tod war tastete sie nach seinem Puls. Sie konnte keinen spüren. Von dem drohte keine Gefahr mehr. Weitere Schüsse waren zu hören. Sofort ging sie weiter. Plötzlich konnte sie Steve sehen, er schlug auf einen Kerl ein. Selbst als dieser zu Boden ging, zog Steve ihn wieder hoch und schlug weiter auf ihn ein. Das musste der Kerl sein, der ihn vergiftet hatte. Sie rannte zu ihm.. "Steve.. hör auf." schrie sie, aber Steve reagierte nicht. "Hör auf.. hörst du Steve.. hör auf! "schrie sie ihn ein weiteres mal an. Aber Steve war so in Rage, dass er sie nicht mal wahrnahm. "Steve.. hör auf!" schrie sie ihn noch mal an und packte ihn am Arm.

Wutentbrannt drehte er sich um. Seine Augen versprühten puren Hass und seine Nasenflügel bebten vor Zorn. Er zog mit der Faust auf und wollte schon zuschlagen, als er endlich erkannte, wer da vor ihm stand."Er hat mich vergiftet." kam es hasserfüllt aus seinem Mund. "Ich ­weiss.. und er wird dafür ­büssen. Aber nicht so. Verstehst du?! Er ist es nicht wert das du deinen Job verlierst. Also beruhige dich.. okay." redete Sam beruhigend auf ihn ein und schob ihn von dem Kerl weg. Steve setzte sich auf eine der Kisten, die da standen, schloss seine Augen und atmete tief durch. "Gut so... " sagte Sam und drehte sich kurz zu dem Kerl um, der blutend am Boden lag. Und mit entsetzten sah sie wie der Kerl eine Waffe auf Steve richtete. "Nein..!" schrie sie und stellte sich vor Steve.

Als Sam schrie, riss Steve die Augen auf, er hörte den Schuss, sah wie Sam getroffen zur Seite taumelte und schliesslich über die Pierkante stolperte und rückwärts ins Wasser fiel. Und dann hörte er den zweiten Schuss.



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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Fr Jul 01, 2011 8:14 pm

Also erst mal ein Danke an die Leser und fleissigen FB schreiber.. Ihr seit echt toll .. *friend*
aber jetzt zu dem was ihr wirklich lesen wollt.....

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Kapitel 19
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Ein kurzer Schmerz raste durch Steves Körper, als ihn die Kugel traf, und riss ihn nach hinten. So landete er ziemlich unsanft auf dem Boden hinter der Kiste, auf der er eben noch gesessen hatte. Sofort zog er seine Waffe und setzte sich gleichzeitig in Bewegung, indem er leise vorwärts robbte. Zum Glück für ihn stand hier ein ganzer Stapel von Kisten. Er kroch so weit bist der Kistenstappel so hoch aufgetürmt war, ­dass er problemlos aufstehen konnte ohne das ­er seine Deckung verlor. So schnell er konnte lief er nun um den Kistenstapel herum, und als er an dessen Ende angekommen war, spähte er vorsichtig um die Ecke rum.

Russels Vater hatte sich inzwischen aufgerappelt und ging mit vorgehaltener Waffe in die Richtung, wo Steve noch vor Kurzem gesessen hatte. Steve trat aus seiner Deckung ohne das ihn der Kerl bemerkte. "Lass deine Waffe fallen!­" sagte Steve laut. Aber Russels Vater dachte gar nicht daran. Er versuchte sich blitzschnell umzudrehen um auf Steve ­schiessen zu können aber noch bevor er abdrücken konnte hatte Steves kugel ihn in die Brust getroffen. Er wurde nach hinten gerissen und blieb regungslos auf dem Boden liegen. Vorsichtig und die Waffe immer auf den Kerl gerichtet ging Steve zu ihm. Er trat die Waffe, die am Boden lag, einige Meter weit weg, bevor er sich zu dem Kerl runter beugte, um nach seinem Puls zu fühlen. Aber da war keiner mehr. Russels Vater war tot.

Jetzt, wo Steve sich sicher war, das er Tod war rannte er sofort zur ­Pierkannte und sah sich nach Sam um. ­Schliesslich sah er Sam. Sie war einige Hundert Meter weit weg von der Stelle, wo er stand, und versuchte sich mit einer Hand an einer Boje festzuhalten, rutschte aber immer wieder ab und tauchte unter. Steve riss sich seine Weste förmlich vom Leib. Er entledigte sich seiner Schuhe sowie seiner Waffe und seinem iPhone und sprang ins Wasser. So schnell er konnte schwamm er zu Sam. Er war noch gute 100 Meter von ihr entfernt als sie ein weiteres ­mal abrutschte und untertauchte. Nur dieses mal tauchte sie nicht wieder auf. Sofort tauchte Steve unter und schwamm zu Sam die immer weiter runter sank. Er packte sie am Kragen ihrer Bluse und zog sie hoch.

Als sie auftauchten, begann Sam sofort zu husten. Steve hielt sie fest und schwamm mit ihr Richtung Pier. Bei der Treppe angekommen drehte er sich so zu ihr das ­er sie ansehen konnte. "Okay Sam­.. wir müssen jetzt diese Leiter hoch. Schaffst du das?" fragte er. Sie nickte nur. "Gut. Leg deinen Arm um meine Schulter." Sam tat es. Steve legte ihr seinen linken Arm um die Taille und hielt sie am Bund ihrer Jeans fest, während er mit der rechten Hand nach der Leiter griff. Sam hielt sich mit der linken Hand fest. So gingen sie langsam Sprosse für Sprosse nach oben. Steve merkte das Sams Kräfte immer mehr nachliessen und kurz bevor sie oben ankamen, rutschte sie ab. Steve hielt sie fest, wusste aber das seine Kraft nicht ausreichen würde um sie so aufs ­Pier rauf zu bringen. "Komm schon Sam.. stell deine ­Füsse auf die Leiter.­" sagte er angestrengt. Aber sie schaffte es nicht. Er war sich gerade am ­überlegen, ob er sich nicht wieder mit ihr zurück ins Wasser fallen lassen sollte, als eine Hand von oben runter gestreckt wurde. "­Sam... Gib mir deine Hand." erklang die Stimme von ­Chin. Sam streckte ihren Arm nach oben so das ­Chin ihre Hand festhalten konnte. Jetzt wo ­Chin mithalf Sam nach oben zu ziehen, hatte Steve genug Kraft, um auch die letzten beiden Sprossen hoch zu klettern und Sam so aufs ­Pier zu bringen.

Jetzt erst, wo sie so vor ihm auf dem Boden lag, sah Steve das Einschussloch über ihrer rechten Brust. "Ruf einen Krankenwagen." sagte er zu Chin. "Das hab ich schon erledigt." sagte Kono die eben zu ihnen gekommen war. "Okay..Chin.. sorge dafür, dass er uns so schnell wie möglich hier findet." sagte Steve, während er sein T-Shirt auszog. "Okay.­" erwiderte Chin und rannte los um den Krankenwagen abzufangen und in die richtige Richtung zu lotsen. Steve drückte sein T-Shirt auf Sams Wunde, die ziemlich stark blutete. Sam stöhnte auf. "Tut mir leid. Aber das muss leider sein." sagte er entschuldigend. Sie schaute ihn an. "Bist du in Ordnung?" fragte sie angestrengt. "Ob ich in Ordnung bin?" fragte er etwas ungläubig. Schliesslich war sie es die vor ihm auf dem Boden lag mit einer Kugel in der Brust. Aber als er ihren besorgten Blick sah, antwortete er. "Ja mir geht es gut."
"Gut.. ich dachte schon die zweite Kugel hätte dich getroffen." sagte Sam. "Das hat sie auch.. aber im Gegensatz zu dir trage ich eine Weste." antwortete er und fuhr sich automatisch über die Stelle am Brustbein, wo ihn die Kugel getroffen hatte.
"Das war aber ganz schön knapp." sagte Sam angestrengt. Und Steve wusste, dass sie recht hatte. Zehn Zentimeter höher und die Kugel hätte ihm die Kehle zerfetzt.

Er schaute Sam an und sah das sie ihre Augen schloss. "Sam.. schau mich an!" Keine Reaktion. "Ich sagte du sollst mich ansehen!" wiederholte er laut. Mühsam öffnete sie ihre Augen und sah ihn an. "Habe ich dir nicht gesagt, dass du im Büro bleiben sollst? Wieso kannst du nicht einmal auf mich hören?" redete er einfach weiter. Er wusste das es eigentlich idiotisch war jetzt mit ihr über so was zu diskutieren aber ihm fiel nichts besseres ein und er wollte nicht das sie ihre Augen schloss weil er angst hatte, dass er sie dann verlieren könnte. Sie antwortete ihm nicht sondern schaute ihn nur weiter an. "Was hattest du überhaupt für eine Ausbildung? Hat man dir nicht beigebracht das man eine Weste anzieht wenn man raus auf die Strasse geht um Verbrecher zu jagen?" fragte er weiter. "Doch.." antwortete sie leise. "Und warum trägst du dann keine? Wieso hast du sie nicht angezogen?!" fragte er weiter und versuchte dabei wütend zu klingen, was ihm aber nicht wirklich gelang. "Ich habe sie vergessen.­" log sie, weil sie nicht wollte, dass er sich schuldig fühlte, weil er ihr den Autoschlüssel abgenommen hatte. "Vergessen? Wie kann man so was vergessen? Und warum zum Teufel stellst du dich überhaupt vor mich? Ich trage eine Weste. Ich.."
"Er hat auf dein Gesicht gezielt.­" unterbrach sie ihn leise. "Trotzdem. Wieso setzt du dein Leben für mich aufs Spiel? Ich hab dir gesagt, dass du nicht im Team bleiben kannst und trotzdem stellst du dich vor ­mich... warum Sam?!" fragte er. "Ich wollte nicht das wieder jemand stirbt den ich...." sie konnte nicht zu Ende sprechen. Ein Zucken ging durch ihren Körper und sie schloss ihre Augen.

"Sam... Sam..!!" schrie Steve aber sie rührte sich nicht mehr. Er tastete nach ihrem Puls, konnte aber keinen mehr spüren. "Kono.. drück mein T-Shirt auf ihre Wunde." sagte er und begann mit der Herzmassage. "Komm schon Sam.. bleib bei mir.." flehte er während er weiter versuchte ihr Herz wieder zum schlagen zu bringen. "Verdammt.. wo bleibt der Krankenwagen." sagte er ­schliesslich verzweifelt. Es dauerte nicht lange und er konnte die Sirenen des Krankenwagens hören und wenig später war er da. Die Helfer sprangen aus dem Wagen, packten den Defibrillator und knieten sich neben Sam auf den Boden. Einer schnitt ihre Bluse auf und der andere setzte ihr die beiden Elektroden an den Körper. "Zurück treten." sagte er und verabreichte ihr dann einen Elektroschock. Aber nichts tat sich.

Sam fühlte sich auf einmal so komisch. So leicht. Und als sie die Augen aufmachte, konnte sie sich selber sehen. Sah, wie sie am Boden lag, sah wie Steve verzweifelt versuchte ihr Herz wieder zum ­schlagen zu bringen und dann war da plötzlich diese Helligkeit. Sie drehte sich um und ging auf das Licht zu. Doch bevor sie es erreicht hatte, kamen zwei Gestalten auf sie zu. Aber weil das Licht sie blendete, konnte sie nicht sehen, wer da kam, also blieb sie stehen. Die beiden Gestalten kamen immer näher und ­schliesslich erkannte sie die beiden. "Mam.. Bryan.." sagte sie ging zu ihnen und umarmte ihre Mutter. Dann drehte sie sich zu Bryan um. "Es tut mir so leid." sagte sie und eine Träne rann ihr über die Wange. Bryan trat auf sie zu und nahm sie in den Arm. "Da gibt es nichts, was dir leidtun müsste." sagte er. "Aber ich habe dich.."
"Hey.. kleine Schwester, hör auf dir Vorwürfe zu machen. Du hast getan, was du tun konntest. Du bist nicht schuld an dem, was damals passiert ist. Und noch was. Auch wenn ich gewusst hätte, wie es ausgeht.. Ich hätte nicht anders gehandelt. Weil ich dich liebe." unterbrach er sie. "Sam.­" unterbrach ihre Mutter die beiden. "Ja?­" fragte Sam. "Was tust du eigentlich hier?" fragte ihr Mutter. "Ich wurde ­angeschossen... Und jetzt bin ich tot. Oder?" antwortete Sam. "Nein.. bist du nicht. Noch nicht. Du kannst noch zurückgehen." sagte ihre Mutter. "Wieso sollte ich das wollen. Ich bin endlich wieder bei euch. Ich.."
"Sam... da gibt es Menschen, die dich brauchen." unterbrach ihre Mam sie. "Peter und Mary werden schon damit klarkommen. Sie.."
"Ich hab nicht sie gemeint, sondern ihn." unterbrach ihre Mutter sie ein weiteres ­mal und zeigte in die Richtung aus ­der Sam gekommen war. Sam drehte sich um, sah Steve da stehen. Sah, wie er verzweifelt, zusah wie die Helfer versuchten ihr Herz wieder zum schlagen zu bringen. "Du täuscht dich. Er braucht mich nicht." antwortete Sam.

"Doch tut er." mischte sich plötzlich eine Stimme ein die Sam nicht kannte. Als Sam sich umdrehte um zu sehen wer das eben gesagt hatte sah sie Steves Vater da stehen. "Es ist mein Fehler, dass er so ist, wie er ist. Ich habe immer von ihm verlangt, dass er stark ist. Nur deshalb ­fällt es ihm jetzt so schwer seine wahren Gefühle zuzulassen. Aber ich weiss das er dich liebt und das er es nicht verkraften würde, wenn er dich auch noch verlieren würde. Er hat schon so viel verloren, zu viel. Deshalb bitte ich dich.. geh zurück." flehte Steves Dad sie an. Sam schaute Bryan und ihre Mam an. "Aber.."
"Sam.. wir werden hier sein, wenn deine Zeit gekommen ist. Aber das ist jetzt noch nicht der Fall. Verstehst du. Geh zurück." unterbrach ihre Mam sie. Sam sah noch mal zurück. Sah wie die Sanitäter ihr einen weiteren ­Stromstoss durch den Körper jagten. "Bitte Sam.. geh zurück." sagte jetzt auch Bryan. Und plötzlich wusste Sam, dass sie recht hatten. Sie musste zurück. "Ich liebe euch." sagte sie und eine Träne ­begann ihr über die Wange zu laufen. "Wir lieben dich auch. Und wir werden uns wiedersehen. Irgendwann.. aber lass dir viel Zeit damit ... hörst du." sagte ihre Mam und nahm sie in den Arm. "Pass auf dich auf kleine Schwester." sagte Bryan, bevor er sie in seine Arme schloss. Als er sie los lies drehte sie sich um und wollte gehen. "Sam." hörte sie Steves Vater sagen. Sie drehte sich zu ihm um. "Kannst du meinem Sohn etwas von mir ausrichten? " fragte er. Sie nickte nur. "Sag ihm das er mich niemals enttäuscht hat. Und noch was." sagte er und trat auf Sam zu, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. "Sagst du ihm das?" fragte er am Ende. "Das werde ich." sagte Sam.
"Du musst gehen." sagte ihre Mam und Sam entfernte sich immer weiter von ihnen und vom Licht.

Die Retter hatten Sam schon zwei Stromstösse durch den Körper gejagt ohne das sich, was getan hatte. Also setzten sie ein drittes mal an und als es wieder so schien das es nichts nützen würde ging Steve neben Sam auf die Knie legte seine Hände an ihr Gesicht und hob ihren Kopf leicht hoch. "Sam... Das kannst du mir nicht antun! Verstehst du! Tu mir das nicht an!" schrie er sie an. Die beiden Sanitäter sahen ihn mitleidig an aber nur solange bis sie sahen, dass ein leichtes Zucken durch Sams Körper ging und ihr Herz wieder anfing zu schlagen. Schwerfällig öffnete sie ihre Augen und schaute Steve an. "Schrei mich nicht so an." sagte sie leise. Erleichtert atmete Steve auf und strich ihr sanft übers Gesicht bevor ihn die Sanitäter zur Seite schoben damit sie Sam die Infusionen setzten konnten. Dann legten sie Sam auf die Barre und brachten sie in den Krankenwagen. "Ich fahre mit ihr mit." sagte Steve und stieg auch in den Krankenwagen. "Gut.. Kono und ich werden hier aufräumen und kommen dann nach." erwiderte Chin. "Okay.. Ach und hier.." sagte Steve und warf Chin seinen Wagenschlüssel zu. " Bring den bitte mit zum Krankenhaus." beendete er den Satz, bevor die Türen des Krankenwagens geschlossen wurden und sie mit Blaulicht davon rasten.

Es dauerte nicht lange und sie kamen im Krankenhaus an. Sam wurde sofort in den Op gebracht. Steve setzte sich im Wartezimmer hin, schloss seine Augen und atmete erst einmal tief durch. "Hey.." schreckte ihn eine Stimme hoch die er sehr gut kannte. "Danny.. wie geht es dir?" fragte Steve. "Ganz gut. Es waren nur einfache Brüche deshalb mussten sie nur geschient werden. Wie geht es Sam?" fragte Danny. Steve schaute ihn verwundert an. "Woher.."
"Kono hat mich angerufen und mir erzählt, dass Sam angeschossen wurde." unterbrach Danny ihn. "Ich weiss noch nichts ­genaues. Sie Operieren noch." antwortete Steve und die Sorge in seiner Stimme war nicht zu überhören. "Hey.. Sie ist zäh. Sie wird wieder." sagte Danny. "Ich hoffe du hast recht." ­erwiderte Steve und legte kurz seinen Kopf in den Nacken. Dabei verzog er kurz das Gesicht und fuhr sich mit der Hand übers Brustbein. Erst jetzt fiel Danny der Bluterguss auf den Steve am Ansatz seines Brustbeines hatte. "War das eine Kugel?" fragte er. Steve nickte. "Die zweite die er auf mich abgefeuert hat."
"Und wo hat dich die Erste erwischt?" fragte Danny nichts ahnend, was sich auf dem Pier wirklich abgespielt hatte. "Die steckt in Sams Brust. Sie hat sich einfach vor mich gestellt. Die Kugel, die sie getroffen hat, war für mich bestimmt." sagte Steve und Danny sah, dass er mit sich kämpfte, um nicht die Fassung zu verlieren. "Es ist meine Schuld, dass sie jetzt da drin auf dem Op Tisch liegt. Ich.." Steve wurde unterbrochen weil Chin und Kono durch die Tür traten."Wie geht es Sam?" fragte Chin. "Wir wissen noch nichts ­genaues." antwortete Danny.

"Ach Steve ...ich dachte ich bring dir deine Ersatzkleider aus deinem Wagen mit nach oben. Und deine Schuhe." sagte Chin und streckte Steve die Sachen hin. "Danke. Dann geh ich mich mal umziehen." sagte Steve nahm die Sachen und ging auf die Toilette. Dort zog er sich die frischen Sachen an. Bevor er sich das T-Shirt überstreifte, stellte er sich vor den Spiegel und sah sich die Stelle an, wo ihn die Kugel getroffen hatte. Und wieder wurde ihm bewusst wie wenig gefehlt hatte, das ihm die Kugel die Kehle zerfetzt hätte. Und das nur, weil er so wütend auf den Kerl gewesen war, der ihn vergiftet hatte, dass er auf ihn eingeprügelt hatte, bevor er kontrolliert hatte, ob der Kerl noch eine zweite Waffe bei sich trug. Er drehte den Wasserhahn auf, streckte seine Hände unter das kalte Wasser und spritzte sich etwas davon ins Gesicht. Dann trocknete er es mit einem Papiertuch ab, zog sein T-Shirt an und ging zurück in den Warteraum.
Danny ­sass alleine da. "Wo sind Kono und Chin?" fragte Steve. "Die sind zurück ins Büro gefahren. Die konnten hier sowieso nichts tun. Ich hab gesagt das wir sie anrufen wenn es was neues gibt." antwortete Danny. "Und was ist mit dir?" fragte Steve. "Ach ich hab Zeit." antwortete Danny. "Willst du einen Kaffee?" fragte Steve.
"Ja gerne." antwortete Danny. Steve ging zu Automaten und lies zwei Kaffees raus. Dann ging er zu Danny und streckte ihm einen Becher hin. "Danke." sagte er nahm ihn und trank einen Schluck. Steve setzte sich auch wieder hin und trank seinen Kaffee.

Dreissig Minuten sassen sie so da, ohne zu reden, bis die Tür aufgerissen wurde und Peter Ryan in den Raum trat. "Wie geht es ihr?" fragte er Steve. "Ich weiss noch nichts ­genaues. Sie ist noch immer im Op" antwortete Steve. Danny schaute Peter nur an. Er hatte ja keine Ahnung, dass er Sams Dad war. Steve sah das und klärte seinen Partner auf. "Danny.. das ist Peter Ryan.. Sams Vater. Peter.. das ist Daniel Williams... mein Partner." Die beiden Männer schüttelten kurz die Hände. "Wie hast du erfahren, dass sie hier ist?" fragte Steve. "Ich hab vorhin im Büro angerufen, weil ich sie nicht über ihr Handy erreichen konnte. Und die haben mir gesagt, dass sie angeschossen wurde. Was genau ist, passiert?" wollte Peter wissen. "Ich geh mal schnell wohin." sagte Danny und ging raus. "Sie hat sich vor mich gestellt, als dieser Mistkerl auf mich geschossen hat. Die Kugel war für mich bestimmt, nicht für sie. Verdammt... ich weiss nicht mal, wieso sie das getan hat. Wieso hat sie sich vor mich gestellt?" fragte Steve und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.

"Weil sie dich liebt." antwortete Peter. Steve schaute ihn an. "Nein... das tut sie nicht.. ich bedeute ihr nichts...ich meine sie sagte doch das es nichts bedeutet hat das wir miteinander ... wieso sollte sie mich anlügen?"stotterte Steve rum." Weil sie noch immer denkt, dass alle die sie liebt sterben. Aber glaube mir.. auch wenn sie dir das nicht sagt. Sie liebt dich." sagte Peter. "Nein.. da kann nicht.."
"Hey.. er hat recht." sagte Danny, der eben durch die Tür gekommen war und den letzten Satz von Peter gehört hatte. "Sam liebt dich. Und das vom ersten Moment, an wo sie dir begegnet ist."
"Woher willst du das wissen?" fragte Steve genervt darüber das sich sein Partner jetzt auch noch einmischte. "Woher ich das weiss? Ich hab Augen im Kopf Steve! Wie sie dich ansieht. Oder was sie alles für dich tut. Sowas machen Menschen nur, wenn sie jemanden lieben. Deshalb war ich mir auch so sicher das sie dich niemals verraten würde. Sie würde alles tun, um dich zu beschützen.Sie...."
"Ich brauche niemanden der mich beschützt!" unterbrach Steve Danny wütend: In seinem Kopf drehte sich alles. Er musste dringend hier raus. Er stand auf und ging Richtung Tür. "Ich brauch frische Luft." sagte er und ging raus.

Danny wollte ihm nachgehen. "Nein.. lass mich das machen." stoppte Peter ihn. "Aber ich bin sein Freund.­" wandte Danny ein. "Und ich Sams Vater. Ich weiss sehr genau, was sie für ihn empfindet. Verstehst du?" fragte Peter. Danny nickte nur. Peter hatte recht. Also setzte er sich wieder hin. Peter ging aus dem Raum und runter zum Eingang des Krankenhauses. Als er ins Freie trat, schaute er sich kurz um, bis er Steve sah. Er sass auf einer Bank. Seine Ellenbogen auf den Knien aufgestützt und sein Gesicht in seinen Händen vergraben. Peter setzte sich zu ihm sagte aber kein Wort, sondern lies Steve Zeit seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Während Peter so da sass wurde ihm ein weiteres mal bewusst, wie ähnlich sich Steve und Sam doch waren. Beide trugen sie diese Last von Schuld und Angst auf ihren Schultern. Sam die Angst hatte, dass jeder starb, den sie liebte, weil sie sich noch immer die Schuld an Bryans Tod gab und Steve der Angst hatte, dass er sein Team nicht genug beschützen konnte, weil er sich schuldig fühlte, an dem was seiner richtigen Familie ­zugestossen war. Weil er dachte, dass er sie nicht genug beschützt hatte. Und diese Ängste und Schuldgefühle waren auch schuld daran, dass die beiden noch nicht bemerkt hatten, wie gut sie einander taten. Es waren nur kleine Anzeichen des gegenseitigen Öffnens aber sie waren da.

"Ich bin schuld das sie angeschossen wurde." unterbrach Steve plötzlich Peters Gedankengänge. "Hey.. Sam hat sich vor dich..."
"Ich war so wütend auf den Kerl, und war so auf Rache aus das ich mich nicht vergewissert habe, ob er noch eine Waffe bei sich hat. Nur deshalb konnte er auf mich schiessen. Verstehst du... ich bin schuld, wenn Sam stirbt."unterbrach Steve Peter einfach. "Hey... Sam wird nicht sterben. Und jeder macht mal Fehler. Du bist auch nur ein Mensch. Und Menschen sind nun mal nicht perfekt." erwiderte Peter. "Ich sollte es aber sein. Ich bin für meine Leute verantwortlich. Ich muss sie beschützen. Ich.."
"Steve.. du tust, was du kannst. Aber du kannst sie nicht immer beschützen. Genau so wenig wie Eltern ihre Kinder immer beschützen können. Aber das heisst nicht das sie deshalb schlechte Eltern sind. Zudem sind die Leute in deinem Team ­alle Erwachsen und alt genug um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Und manchmal sind die eben auch falsch, dann kann man nichts weiter tun als versuchen sie da raus zu holen und hoffen das nichts Schlimmes passiert. Aber sie immer 100% zu beschützen das geht einfach nicht. Verstehst du?! Und ich kenne Sam, sie macht es einem besonders schwer sie zu beschützen, weil sie dauernd ihren eigenen Kopf durchsetzten will." sagte Peter und verdrehte kurz die Augen.

Steve schaute ihn an. "Ja das ist allerdings wahr. Sie ist ein echter Dickschädel." erwiderte er. "Das hat sie aber nicht von mir." sagte Peter und entlockte Steve so ein flüchtiges Lächeln. Er klopfte Steve kurz auf die Schulter. "Lass uns rein gehen. Vielleicht weiss Danny schon etwas Neues." sagte Peter stand auf und ging Richtung Tür. Steve nickte nur und folgte ihm. Peters Geste eben hatte ihm gut getan, auch wenn er sich noch immer schuldig fühlte, an dem was mit Sam passiert war, so war er doch erleichtert, dass Peter ihn dafür nicht hasste.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Jul 24, 2011 3:16 pm

Ich weiss es hat mal wieder länger gedauert... aber nun ist es da... und wie immer ein Danke an die, die mir immer so ein nettes FB hinterlassen... *friend*

Kapitel 20

Sie warteten weitere vier Stunden bis endlich der Arzt ins Wartezimmer trat der Sam operiert hatte. "Wie geht es ihr?" fragte Peter sofort. "Sie hat sehr viel Blut verloren, und die Kugel steckte ziemlich nahe an der Wirbelsäule deshalb dauerte die ­Op auch so lange. Aber jetzt ist die Kugel ­draussen und ich denke es ist alles gut verlaufen. Wenn...."
"Was heisst, sie denken es ist alles gut verlaufen?" unterbrach Steve ihn einfach. "Na ja bei einer Operation so nahe dem Rückenmark besteht immer das Risiko das Nerven verletzt werden können. Genaueres werden wir erst wissen, wenn sie aufgewacht ist." erwiderte der Arzt. "Heisst das sie könnte gelähmt sein?" fragte Steve geschockt. " Im schlimmsten Fall? Ja. Aber wie gesagt ich bin zuversichtlich das alles gut verlaufen ist und sie keine Beeinträchtigungen in ihrer Beweglichkeit zurückbehalten wird. Und wenn es keine Komplikationen wie Infekte oder Thrombosen gibt, dann ist sie über dem Berg." antwortete der Arzt. "Können wir zu ihr?" fragte Peter. "Nicht vor morgen früh." antwortete der Arzt und ging.

Steve begann nervös im Raum auf und ab zu gehen. Schliesslich blieb er vor einer Wand stehen legte seine Hände dagegen und schloss die Augen. Er begann tief durch zu Atmen bevor er plötzlich kräftig, mit der flachen Hand, gegen die Wand schlug. Und er zog gleich noch mal auf, um wieder zuzuschlagen, aber Peter hinderte ihn daran, indem er ihm einfach den Arm festhielt. "Hör auf! Das bringt nichts! Du brichst dir höchstens die Hand." sagte er. "Hast du nicht zugehört?! Sam könnte gelähmt sein. Und es wäre meine Schuld!" erwiderte Steve verzweifelt und ohne seine Augen zu öffnen. " Steve... sieh mich an." sagte Peter. Es dauerte etwas aber schliesslich drehte sich Steve zu ihm um und sah ihn an. " Höre auf dich selber fertigzumachen. Es gibt keinen Grund dafür. Okay?!" fuhr Peter fort. "Aber.."
"Nein Steve! Kein aber! Ich lass es nicht zu das du dir eine Schuld auflädst, die du nicht zu tragen hast! Es war Sams Entscheidung sich vor dich zu stellen. Sie hat diese Entscheidung getroffen. So wie Bryan sich damals schützend vor sie gestellt hat. Verstehst du was ich damit sagen will?" unterbrach Peter ihn. Steve schaute ihn einen Moment lang nur an. Aber dann nickte er. Er hatte verstanden.

"Gut. Und jetzt solltest du vielleicht nach Hause fahren und dich hinlegen. Du siehst nämlich ziemlich müde aus." sagte Peter. "Aber wenn Sam.."
"Steve vertrau mir.. sie wird wieder ganz gesund. Und vor morgen früh kann eh keiner zu ihr rein. Also reicht es, wenn ich mir hier in diesem Wartezimmer die Nacht um die Ohren schlage. Geht ihr beide nach Hause und ruht euch aus. Ihr habt heute schon genug durchgemacht. Und falls etwas sein sollte, was ich nicht glaube, dann ruf ich dich an." unterbrach Peter ihn ein weiteres mal. Steve wusste, dass Peter recht hatte. Er war wirklich Hundemüde, aber er wusste, dass er unmöglich nach Hause fahren konnte, wo er ganz alleine mit seinen Gedanken war. " Ich glaub nicht das ich jetzt schlafen kann." sagte er deshalb.

"Hey.. ein Sixpack Bier wirkt da wahre Wunder. Wir könnten schnell bei mir vorbei fahren, damit ich mich umziehen kann und uns dann einige Sixpacks besorgen, wenn wir zu dir fahren. Was hältst du davon?" fragte Danny. Steve zögerte. "Das klingt doch nach einem guten Plan, und wenn Sam morgen aufwacht, ruf ich dich an und du kannst sie ausgeschlafen besuchen." sagte Peter. " Okay... aber du rufst mich an, wenn was ist. Versprich es mir." erwiderte Steve schliesslich und gab Peter seine Nummer. " Ich verspreche es." antwortete Peter. " Gut. Wir sehen uns." sagte Steve und ging Richtung Tür. Danny ging zu Peter und reichte ihm die linke Hand, damit es aussah, als ob er sich von Peter verabschieden wollte. Aber anstelle von einem Auf wiedersehen sagte er leise. "Ich passe auf ihn auf." Peter drückte kurz seine Hand und lächelte dankbar. Dann ging Danny Steve nach und die beiden verliessen das Krankenhaus.

Als Erstes fuhr Steve zu Dannys Appartement, damit sich sein Partner umziehen konnte. Kurze zeit später war er wieder zurück und stieg ein. "Was?" fragte Danny, als er merkte, dass Steve ihn von Kopf bis Fuss musterte. " T-Shirt und Jeans? Keine Krawatte?" sagte Steve nur. "hey.. ich bin nicht im Dienst. Dann trage ich auch keine Krawatte." antwortete Danny. "Steht dir. Solltest du öfters tragen. Vielleicht auch im Dienst damit.."
"Fahr los! Okay.." unterbrach Danny ihn einfach. Und Steve fuhr grinsend los. Auf dem Weg zu Steves Haus hielten sie an einem Laden an und besorgten sich einige Sixpacks Bier. Dann fuhren sie weiter und wenig später kamen sie bei Steves Haus an und gingen rein. "Geh du schon mal runter zum Strand. Ich zieh mir nur schnell was Bequemeres an." sagte Steve und ging nach oben in sein Zimmer. Danny schnappte sich ein Sixpack und ging runter zum Strand. Da setzte er sich in einen der Stühle und wartete auf Steve. Es dauerte nicht lange und Steve war auch da. Er hatte sich eine kurze Hose und ein ­muscle Shirt über gezogen. Er öffnete das Sixpack zog eine Flasche Bier raus und gab sie Danny. Dann nahm er auch eine für sich raus und öffnete sie. Kurz stiessen sie mit den Flaschen an, bevor sie den ersten Schluck tranken. Schnell hatten sie die erste Flasche leer und öffneten ein weiteres Bier.

"Ich hab dir noch gar nicht danke gesagt, dass du mich heute da raus geholt hast." sagte Danny plötzlich. " Du musst Sam danken. Sie hat dich gefunden." erwiderte Steve. " Werde ich. Aber trotzdem hast du mich da raus geholt. Danke." Sagte Danny. " Kein Problem Kumpel. Tut mir leid das ich nicht früher da war." sagte Steve entschuldigend. "Hey.. ich bin Polizist. Ich müsste eigentlich wissen, dass man nicht ohne Rückendeckung loszieht." erwiderte Danny. "Und wieso hast du es dann getan?" fragte Steve. "Ich weiss nicht. Ich bin eben auch nur ein Mensch und mache Fehler." antwortete Danny. "Zum Glück arbeite ich mit Leuten zusammen die so gut sind das sie meine Fehler ausbügeln können." fügte er noch an, bevor er einen Schluck Bier nahm.

"Weisst du, was ich noch immer nicht verstehe? Wie konnte Sam mich über mein iPhone finden?" fragte Danny plötzlich. " Sie sagte irgendwas davon, dass sie einige Einstellungen auf deinem iPhone verändert hätte, als sie damit telefoniert hat. Du solltest vielleicht besser darauf achten, wem du dein Telefon gibst." antwortete Steve lächelnd. "Danke gleichfalls." erwiderte Danny nur. Steve schaute ihn verwundert an. " Na was denkst du, wie sie dich heute unten am Pier gefunden hat?" fragte Danny nur. "Das kann nicht sein. Ich hab sie nie mit meinem iPhone telefonieren lassen." sagte Steve. Danny schaute ihn nur an. "Okay.. sie hat mir ein Taxi gerufen. Aber da konnte sie nicht.." Steve stockte weil auf einmal erinnerte er sich an Sams frage. "Ist das Ding gut?" und als er ja gesagt hatte. "Kann ich es mir mal ansehen?" natürlich hatte er nichts dagegen gehabt. "Das kann nicht sein. Sie hatte es nur ganz kurz um es sich anzusehen." fuhr Steve fort. " Muss ihr wohl gereicht haben. Du solltest vielleicht vorsichtiger sein, wem du dein Telefon gibst." sagte Danny grinsend. "Sehr witzig." sagte Steve und trank einen weiteren Schluck Bier.

Kurz sassen sie da, tranken ihr Bier und sagten keinen Ton bis Danny plötzlich sagte. "Darf ich dich etwas fragen?"
"Klar." antwortete Steve nur. " Ich hab Sam beim Telefonieren belauscht. und da hat sie einige Dinge gesagt, die keinen Sinn ergaben. Aber vielleicht weisst du mehr darüber." sagte Danny. " Was für Dinge?" fragte Steve. "Na ja.. ich hab mich gefragt, wovor sie beschützt werden muss. Hat es damit zu tun, dass sie ihren Partner angezeigt hat? Und sie sagte auch noch das ihr Vater sie nicht haben wollte. Warum ist er dann hier?" fragte Danny. "Hör zu. Ich kann dir nicht alles erzählen, weil ich es Sam versprochen habe. Aber soviel darf ich dir wohl sagen. Peter ist Sams Adoptievdad. Und er hat Sam her geschickt, weil er Angst hatte, dass sie nicht mehr genug Rückendeckung ihrer Kollegen erhält, wenn er sie auf die ­Strasse schickt. Ihr Partner war wohl sehr beliebt bei seinen Kollegen." antwortete Steve. "Dann war sie nicht immer ein Innendienstler?" fragte Danny. "Nein sie hat auf der ­Strasse ermittelt.­" erwiderte Steve. "Okay.. das erklärt einiges." sagte Danny. Jetzt wusste er, wieso sie ihn so leicht hatte, zu Boden werfen können.

Wieder sassen sie da und schwiegen eine Weile. Schliesslich nahm Steve eine weitere Flasche Bier. "Willst du auch noch eins?" fragte er Danny. "Danke ich hab noch." antwortete er. Steve öffnete die Flasche und trank einige Schlücke. "Du und Sam... ihr seit euch die letzten Tage ziemlich nahe gekommen.. Nicht wahr?" sagte Danny. "Nein sind wir nicht." erwiderte Steve sofort. "Komm schon.. du hast mit ihr geschlafen." sagte Danny. " Warum... woher..."
"Woher ich es weiss?" unterbrach Danny Steves Gestotter. "Die Anzeichen dafür waren mehr als deutlich." fuhr er grinsend fort. " Es hatte nichts zu bedeuten. Wir hatten nur zu viel getrunken und ich war an diesem Abend nicht ich selber. Sonst wäre das nie passiert." versuchte Steve sich raus zu reden. Aber Danny sah sofort das, dass eine Lüge war. "Warum kannst du nicht einfach zugeben, dass sie dir was bedeutet?" fragte er. "Weil da nichts ist! Zumindest von meiner Seite aus nicht." log Steve und trank einen weiteren Schluck Bier, um Danny nicht ansehen zu müssen.

"Wovor hast du Angst Steve?" fragte Danny. "Angst? Ich hab keine Angst! Wovor sollte ich Angst haben?" antwortete Steve aufgebracht. "Okay.. dann sag mir.. wann hattest du das letzte mal eine Beziehung?" sagte Danny nur. " Das weisst du doch. Ich und Cat...."
"Nein Steve.. Ich meine eine echte Beziehung und nicht dieses "Wenn ich Lust auf Sex hab Ruf ich dich eben mal an" Ding. Ich rede von wirklichen Gefühlen Steve. Verstehst du? Von Liebe! Oder weisst du nicht, was das ist?" fragte Danny im Bewusstsein, das er seinen Freund damit provozieren würde. "Natürlich ­weiss ich, was Liebe ist!" ­erwiderte Steve wütend. "Okay ... Dann sag mir, wann hast du das letzte mal eine Frau wirklich geliebt. Und es ihr auch gesagt?" fragte Danny. Steve wandte seinen Blick von Danny ab und schaute raus aufs Meer. "Das ist lange her." gab er schliesslich leise zu und Danny sah sofort an Steves Blick, dass diese Beziehung kein gutes Ende genommen hatte.

"Was ist passiert?" wollte er deshalb wissen. "Ich will nicht darüber reden." sagte Steve und trank sein Bier leer. "Hey Steve... egal, was damals passiert ist. Das ist kein Grund jetzt deine Gefühle für Sam nicht zuzulassen." sagte Danny. Steve sah Danny an. Und Danny sah dieses wütende Funkeln in seinen Augen. "Du hast keine Ahnung!" zischte er Danny schliesslich an, nahm eine weitere Flasche Bier, stand auf und ging Richtung Meer bis seine Füsse im Wasser standen. Danny folgte ihm nicht. Er wusste, dass Steve jetzt alleine sein wollte. Vielleicht war er dann bereit mit ihm über das zu reden, was passiert war.

Steve stand einfach nur da, hatte seine Augen geschlossen und hörte dem sanften Rauschen des Meeres zu und dann drifteten seine Gedanken ab und die Erinnerung kehrte zurück. Die Erinnerung an Leila.

Er war damals erst einige Monate in Afghanistan Stationiert als er sie in einer typischen Baar kennenlernte, wo die Soldaten rumhingen, wenn sie mal vom Stützpunkt weg konnten. Sie waren sich sofort sympathisch und die nächsten Wochen trafen sie sich immer öfters und dabei verliebten sie sich ineinander. Zumindest hatte er damals gedacht, dass sie ihn genau so sehr liebte wie er sie. Das er sich geirrt hatte wurde ihm erst eine Woche später schmerzlich bewusst. An diesem Abend erhielt er einen Anruf. Auf dem Display erschien Leilas Name aber als er abhob war nicht sie am andern Ende der Leitung, sondern ein Kerl. "Wir haben deine Freundin. Wenn ­du sie leben wiedersehen willst, dann sei in einer Stunde bei der "Army- Baar". Alleine oder sie ist tot." hörte er den Kerl sagen, bevor die Leitung wieder tot war. Natürlich hatte er sich sofort vom Stützpunkt geschlichen und war zu der Baar gefahren. Da erhielt er dann einen weiteren Anruf der ihn ein eine verlassene ­Seitenstrasse führte.

Kurze Zeit später kam ein Wagen, hielt hundert Meter von ihm entfernt an und zwei Männer stiegen aus. Es waren eindeutig Einheimische. "Wo ist Leila?" fragte Steve sofort. Einer der Kerle öffnete die hintere Tür des Wagens und zerrte Leila raus. "Lasst sie gehen.. dann komme ich mit euch.."
"Denkst du wirklich das du hier irgendwelche Forderungen stellen kannst?" unterbrach ihn einer der beiden Männer wütend. "Okay.. was soll ich tun?" fragte Steve. "Zieh deine Uniform aus." wurde ihm befohlen. "Was?" fragte Steve. "Du sollst dich ausziehen. Und zwar bis auf die Unterhose." Zischte der andere wütend und drückte Leila die Waffe an den Kopf. "Okay.. okay.. ich tu ja, was ihr wollt. Aber tut ihr nichts." erwiderte Steve und zog sich aus. "Gut.. und jetzt herkommen.. ganz langsam." befahl ihm der Kerl. Er ging die halbe Strecke dann blieb er stehen. " Was ist.. komm her." schrie ihn der eine wütend an. "Lasst sie erst gehen." sagte Steve.

Der Kerl nickte und gab seinem Kumpel ein Zeichen, das er Leila loslassen sollte. "Geh!" zischte der Kerl Leila an und sie tat es. Sie kam auf ihn zu, und als sie sich trafen, umarmte sie ihn und gab ihm einen Kuss. "Steve.."
"Geh zum Wagen und fahr weg." unterbrach er sie, während er sie von sich weg schob. "Aber.."
Geh!" Befahl er ihr und ging dann weiter auf die beiden Kerle zu. "Auf die Knie." wurde ihm befohlen und er tat es.
Mit der Überzeugung, dass sie ihn nun ohne Probleme überwältigen konnten, traten die Beiden Kerle unvorsichtig an ihn rann. Das reichte ihm, um aufzuspringen und die beiden Kerle zu entwaffnen und kampfunfähig zu machen. Er wollte die beiden eben Fesseln, als ihn ein harter Schlag am Kopf traf. Sofort ging er zu Boden. Bevor er jedoch das Bewusstsein verlor, konnte er noch sehen, wer ihn da eben niedergeschlagen hatte. Leila.

Als er zu sich kam, lag er gefesselt in einem Kellerraum. Wenig später traten zwei vermummte Männer in den Raum, zerrten ihn auf die Beine hoch und brachten ihn in einen anderen Raum. Zwei weitere Männer kamen rein gefolgt von Leila. Er wollte etwas zu ihr sagen doch er kam nicht dazu, weil ihm ein Gewehrkolben in die Magengegend gerammt wurde und er mit einem Schmerzenslaut zu Boden ging. Dann wurde ihm eine Faust mitten ins Gesicht geschlagen. Sofort schoss ihm das Blut aus der gebrochenen Nase. Sie zerrten ihn vom Boden hoch und setzten ihn auf einen Stuhl. Leila stellte eine Videokamera auf und begann zu Filmen, während einer der Männer ihm einen Zettel vor die Nase hielt. "Lies das laut vor" zischte er ihn an. Er tat es. Es war eine Aufforderung an die Navy, dass sie eine Million zahlen, sollten, wenn sie ihn lebend zurückhaben wollten. "Das werden sie nicht bezahlen. Du weisst das." sagte Steve, nachdem Leila die Kamera aus gemacht hatte. "Wir werden sehen." sagte sie nur.

Zwei der Kerle traten auf ihn zu zerrten ihn vom Stuhl hoch und er wurde wieder in einen andern Raum gebracht. Da hing ein Seil von der Decke runter. Sie banden seine Hände so am Seil fest das er mitten im Raum stehen musste. Nun brachte einer eine Autobatterie rein und ein Überbrückungskabel. Dann ging er zu einem Eimer, der in der Ecke stand und nahm da zwei Schwämme raus von denen das Wasser runter tropfte. Der Kerl drückte sie etwas aus und klemmte dann je einen an eine Klemme der Kabel. Dann ging er zurück zur Batterie und klemmte die andern Ende der Kabel an den Plus und Minus Polen der Batterie fest. Leila war inzwischen in den Raum gekommen und hatte die Kamera aufgestellt. Okay.. sie läuft.. ihr könnt anfangen. " sagte sie kalt und begann zu filmen. Einer der Kerle holte den Eimer mit Wasser und goss ihn über ihm aus. Dann trat der andere auf ihn zu. "Ich denke das wird deinen Leuten zeigen, wie ernst wir das Ganze meinen." sagte der Kerl, hob die beiden Kabel auf und drückte ihm die beiden Schwämme an den Körper, an denen die Stromkabel angeschlossen waren. Ein heftiger ­Stromstoss durchzuckte seinen Körper und dann gleich noch einer. Er versuchte nicht zu schreien. Keine Schwäche zu zeigen, aber schliesslich konnte er einen Schmerzensschrei nicht mehr unterdrücken. Und irgendwann ertrug er die Schmerzen nicht mehr und verlor das Bewusstsein.

Die Nächsten vier Tage waren die Hölle. Immer wieder schlugen sie ihn, jagten ihm weitere Stromstösse durch den Körper und brachen ihm Knochen. Aber das Schlimmste für ihn war, das Leila die ganze Zeit emotionslos zusah, wie sie ihn brutal folterten. Und als er sie nach dem Warum gefragt hatte, hatte sie ihm nicht einmal geantwortet. Am fünften Tag holten sie ihn früh morgens aus seinem Gefängnis raus und brachten ihn in den Hinterhof. Dort musste er sich mitten auf dem Platz hinknien. "Deine Leute weigern sich zu bezahlen. Deshalb wirst du jetzt sterben." sagte der Kerl, der hier das sagen hatte, drückte Leila eine Waffe in die Hand und verschwand. Leila trat näher auf ihn zu und legte auf ihn an. Er hatte sie angesehen, hatte versucht in ihren Augen ein kleines Anzeichen davon zu sehen das es ihr leid tat was sie ihm angetan hatten. Aber da war nichts ­ausser kälte. Er schloss die Augen und wartete darauf, dass sie ihn von seinen Schmerzen befreite. Den Körperlichen und den Schmerzen, die ihr Verrat tief in ihm drin ausgelöst hatten. Als der Schuss fiel erwartete er einen letzten kurzen Schmerz, aber der blieb aus. Als er die Augen öffnete, lag Leila tot vor ihm auf dem Boden. Seine Einheit hatte ihn gefunden.


Die Erinnerung verblasste und er war wieder zurück am Strand vor seinem Haus. Er hatte sie geliebt und sie hatte ihn verraten. Sie hatte gewusst, dass sie seine Schwäche war, und hatte das ­ausgenutzt um ihn in eine Falle zu locken. Und das war der Grund, wieso er sich seit dem nie wieder auf eine Beziehung eingelassen hatte. Er hatte Angst. Angst davor das, wenn er sich einem Menschen öffnete und sein Innerstes offenlegte, dieser Mensch das irgendwann gegen ihn verwenden würde. Seine Schwächen gnadenlos gegen ihn ausnützen würde. Und das wollte er nicht. Er wollte diesen inneren Schmerz der Leilas Verrat damals in ihm ausgelöst hatte nie wieder zu spüren bekommen. Auch wenn das bedeutete das er seine Gefühle für sich behalten musste.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Aug 14, 2011 2:00 pm

So.. an dieser Stelle wie immer ein Danke an die leser und Feedback Schreiber.. Ihr seit es die mich dazu bringen die Geschichte auch bis zum Ende fertig zu schreiben.. Und das nächste Kapitel wird dann auch das letzte sein. Und deshalb ist das hier auch ein wenig kürzer als sonst. Für ein Kapitel war es zu lang.. und an einer anderen Stelle zu trennen ging einfach irgendwie nicht. Deshalb wurde das Kapitel hier so kurz.
Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit dem letzten Teil, aber er wird noch vor meiner Reise nach Hawaii kommen. Aber jetzt erst mal das was ihr eigentlich lesen wollt...
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Kapitel 21
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Steve stand noch immer mit den Füssen im Wasser und schaute raus aufs Meer. Schliesslich setzte er die Bierflasche an die Lippen und trank sie in einem Zug leer. Danny stand auf und trat zu ihm in der Hoffnung, dass Steve ihm doch noch erzählte, was passiert war. Aber Steve tat ihm diesen Gefallen nicht sondern fragte in stattdessen. "Warst du dieses Wochenende mit Grace surfen?" Danny atmete tief durch. Es ­fiel ihm schwer jetzt einfach das Thema zu wechseln. Aber er kannte seinen Partner inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er im Moment nicht bereit war, über das zu reden, was passiert war.Also antwortete er; "Nein wir waren im Zoo. Was mir persönlich ja viel lieber ist, weil die wilden Tiere da hinter Gitter sind. Nicht wie die Haie im Meer.
"Du weisst aber das du sie nicht ewig davon abhalten kannst Surfen zu lernen." sagte Steve. "Ja.. das weiss ich. Aber umso länger ich es raus zögern kann umso besser." erwiderte Danny.

Sie standen noch einige Zeit, da bevor sie sich wieder hinsetzten. Sie redeten über alles mögliche, tranken noch einige Flaschen Bier und schauten schliesslich zu, wie die Sonne am Horizont verschwand. Es war schon Dunkel als Danny plötzlich sagte. "Es ist spät, ich ruf mir ein Taxi und fahre nach Hause."
"Das musst du nicht. Du kannst doch hier im Gästezimmer pennen. Und wenn ich morgen zu Sam ins Krankenhaus fahre, dann setzt ich dich bei dir zu Hause ab." erwiderte Steve. "Ich weiss nicht.."
"Komm schon Danny.... Ich hab sogar noch eine neue Zahnbürste für dich." unterbrach Steve ihn und versuchte aufzustehen. Er brauchte einige Anläufe, bis er endlich aus dem Stuhl hochkam, da er inzwischen doch schon einige Flaschen Bier Intus hatte und der Alkohol so langsam seine Wirkung zeigte. Vor allem auch, weil er heute noch nicht wirklich viel gegessen hatte. So war es auch kein Wunder, das er mit ziemlich unsicheren Schritten Richtung Haus ging. Danny schüttelte kurz den Kopf und folgte Steve dann. So konnte er ihn einfach nicht alleine lassen.

Im Haus angekommen öffnete Steve einen der Schränke, nahm eine verpackte Zahnbürste raus und streckte sie Danny hin. Danny schaute die Zahnbürste an, dann Steve, wieder die Zahnbürste und dann noch mal Steve. "Rosa?! Ist das dein Ernst?! Du gibst mir eine rosafarbene Zahnbürste?!" fragte Danny ungläubig. "Das ist die einzig Neue, die ich noch im Haus habe." antwortete Steve entschuldigend. "Rosa... Wieso um Himmelswillen kauft sich ein Kerl wie du eine rosafarbene Zahnbürste?! Gab es keine in Navy Blau?" fragte Danny. "Die hab nicht ich gekauft, sondern meine Schwester! Zudem... es ist nur eine Zahnbürste! Und keiner sieht dich hier. Also wo liegt das Problem?!" fragte Steve etwas genervt. Wie konnte man sich wegen der Farbe einer Zahnbürste bloss so aufregen. "Weil Kerle blaue Zahnbürsten benutzen, zur Not vielleicht mal ne Weisse.. aber niemals Rosafarbene! Verstehst du?!" erwiderte Danny. " Okay.... Nächstes mal hab ich eine Blaue für dich da. Aber im Moment hab ich nur die hier." sagte Steve und streckte Danny die Zahnbürste noch mal entgegen. " Okay... ich benutze die ­heute... aber nur unter Protest. Und wehe du erzählst das jemandem!" erwiderte Danny nahm die Zahnbürste und ging ins Bad um sich die Zähne zu putzen.

Steve schloss den Schrank und plötzlich legte sich ein Grinsen auf sein Gesicht. Er zog sein iPhone aus der Tasche und ging damit Richtung Bad. Die Tür stand offen und Danny war gerade dabei sich die Zähne zu putzen. Steve trat mit vorgehaltenem iPhone ein und machte ein Foto von Danny. "Du... gib das sofort her!" sagte Danny. "Hols dir doch."sagte Steve grinsend und ging von der Tür weg. Danny legte die Zahnbürste aufs Waschbecken spülte sich den Mund aus und ging Steve dann nach. " Gib mir dein iPhone!" sagte er, aber Steve dachte gar nicht daran sondern ging in die Küche. Danny folgte ihm. "Du wirst dieses Bild sofort löschen!"
"Wieso.. sieht doch gut aus.... Danny mit Rosa Zahnbürste." zog Steve ihn grinsend auf und hielt ihm das iPhone entgegen so das Danny das Bild sehen konnte. Danny versuchte nach dem iPhone zu greifen, aber da zwischen ihm und Steve der Küchentisch stand, hatte er keine Chance an das Ding ran zu kommen. "Gib mir das iPhone!" sagte Danny und ging um den Tisch rum. Aber da Steve das Gleiche tat, brachte das nichts. "Hols dir doch." foppte Steve ihn ein weiteres mal. "Na warte!" sagte Danny und sprang kurzerhand auf den Tisch. Steve verschwand daraufhin sofort durch die Tür und rannte Richtung Wohnzimmer. Aber da der Alkohol nun anfing seine ganze Wirkung zu zeigen, stolperte er und fiel hin. Danny ging zu ihm und riss ihm das iPhone aus der Hand. Sofort löschte er das Bild. "Schade.. das war doch ganz niedlich.." sagte Steve grinsend und versuchte auf die Beine zu kommen, hatte aber sichtlich mühe damit.

Danny verdrehte kurz die Augen, ging zu ihm und half ihm aufzustehen. "Du gehst jetzt wohl besser ins Bett um deinen Rausch auszuschlafen."
"Ja.. ist wohl besser." erwiderte Steve und wollte gehen, wäre aber beinahe wieder hingefallen. Danny ging zu ihm und hielt ihn fest, damit er nicht umkippte. "Ich bring dich wohl besser rauf ins Bett. Sonst fällst du mir noch die Treppe runter." sagte er und stützte Steve, damit dieser fähig war, die Treppe rauf zu gehen. Im Zimmer angekommen lies er Steve aufs Bett sinken. Nachdem er ihm die Flip Flops ausgezogen hatte, zog er die Decke über seinen Partner als Steve plötzlich sagte; "Sie hat mich verraten...."

"Wer?" fragte Danny nur, da er im Moment nicht wusste, wovon Steve sprach. "Laila.. Ich hab sie geliebt und sie hat mich verraten." lallte Steve mehr als das er sprach. Danny sah ihn kurz an, sah die Träne, die seinem Partner über die Wange lief, und ihm wurde bewusst, das dass der Grund dafür war, wieso Steve nicht zugab, dass er Sam liebte. Er hatte Angst davor, wieder verraten zu werden. "Sam würde dich nie verraten. Eher würde sie sterben." erwiderte er schliesslich. " Wie kannst du dir da so sicher sein? fragte Steve. "Du weisst doch.. meine Menschenkenntnisse sind verdammt gut." antwortete Danny und löschte das Licht. "Meine wohl leider nicht." hörte er Steve leise sagen bevor er das Zimmer verlies.

Danny ging noch mal runter, schloss alle Türen und Fenster, machte das Licht aus und ging dann wieder nach oben. Bevor er ins Gästezimmer ging um sich hinzulegen, ging er noch mal in Steves Zimmer und legte ihm sein iPhone auf den Nachttisch. Kurz schaute er Steve an, der inzwischen eingeschlafen war. Er wusste nicht, was diese Laila getan hatte. Aber was auch immer es war, es hatte tiefe Narben in Steves Seele hinterlassen. So tiefe das er es jetzt für besser ­hielt seine Gefühle für sich zu behalten. Und obwohl Danny diese Frau nicht kannte und nicht wusste, was sie getan hatte, hasste er sie dafür. Er atmete einmal tief durch, löschte das Licht, schloss die Tür und ging dann ins Gästezimmer um sich hinzulegen.

Peter hatte die ganze Nacht im Wartezimmer des Krankenhauses verbracht und war dabei eingeschlafen. Irgendwann am Morgen weckte ihn eine Krankenschwester. "Sie dürfen jetzt zu ihr. Aber sie ist noch nicht wach." Peter stand sofort auf und folgte der Schwester ins Zimmer von Sam. Er nahm sich den Stuhl, der in der Ecke stand, stellte ihn neben Sams Bett und setzte sich hin. Erst jetzt wo er sie so da liegen sah, an all die Apparate und Infusionen angeschlossen, wurde ihm bewusst das er sie hätte verlieren können. Und in diesem Moment war er froh das er sich hingesetzt hatte, weil er sich plötzlich so schwach fühlte. Er schloss kurz seine Augen und atmete tief durch, bis er sich wieder besser fühlte.

Während er nun da sass und darauf wartete ­das Sam aufwachte erinnerte er sich automatisch an Dinge von früher. An Momente, in denen Sam mal nicht an ihre Vergangenheit dachte, sondern einfach nur ein ganz normales Kind war. Und gleichzeitig wurde ihm schmerzlich bewusst das diese Momente viel zu selten gewesen waren. Er schaute sie lange an bevor er leise ­anfing mit ihr zu reden. "Du wirst sicher wütend auf mich sein, wenn du rausfindest, dass ich Steve gesagt habe, dass du ihn liebst. Aber das ist mir egal. Ihr beide..... ihr tut einander gut...
Na ja... ich muss zugeben...nicht immer, weil ihr beide ziemliche Sturköpfe sein könnt. Aber im Grunde braucht ihr euch mehr als ihr zugeben wollt. Leider weiss ich nicht, was ich tun muss, damit ihr beide endlich über euren Schatten springt und den andern wissen lasst, was ihr wirklich für ihn empfindet. Mehr als euch beiden zu sagen was der andere für euch fühlt kann ich leider nicht. Ich kann nur hoffen, dass ihr beide irgendwie zusammenfindet. Denn ich würde gerne sehen, dass du .. nein.. das ihr beide glücklich seit." sagte er leise und strich ihr sanft übers Gesicht.

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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   So Sep 11, 2011 12:51 am

Okay.. ich hab gesagt es gibt noch ein Kapitel ... aber es wurden zwei daraus weil ich mit dem Schluss nicht zu frieden war und es nochmal umgeschrieben habe.. Aber die gute Nachricht.. es sind beide fertig und das letzte Kapitel kommt bevor ich in die Ferien Fliege.. Nochmal ein danke an all die Feedback Schreiber und leser hier im Forum.. und jetzt zum neuen Kapitel..
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Kapitel 22
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Es dauerte noch eine weitere Stunde, bevor Sam endlich aufwachte.
"Hi Dad." sagte sie angestrengt. "Hallo Sam.Wie fühlst du dich?" fragte er. "Noch etwas müde aber sonst ganz okay." antwortete sie. "Das ist auch kein Wunder. Die OP hat ganz schön lange gedauert. Und wenn wir schon davon reden... tust du mir einen Gefallen?" sagte Peter und schlug die Bettdecke am Fussende so zurück das er Sams Füsse sehen konnte. "Was für einen?" fragte Sam verwirrt. "Bewege deine Füsse." antwortete Peter. "Was?" fragte Sam. " Tu es einfach." sagte ihr Dad. "Ich weiss zwar nicht was das soll, aber wenn dir so viel daran liegt." antwortete Sam und begann ihre Zehen zu bewegen. Als Peter das sah, zog er erleichtert die Decke wieder zurecht. "Darf ich wissen was dass eben sollte?" fragte Sam. "Die Kugel steckte ziemlich nahe an deiner Wirbelsäule und deshalb hätte es sein können das du..." er stockte kurz. "Ich hätte gelähmt sein können." beendete Sam deshalb den Satz. Peter nickte nur.

Kurz sagte keiner von beiden ein Wort bis Sam plötzlich fragte; "Bist du alleine hier?" Peter sah sie an. Ihm war der leicht enttäuschte Unterton in ihrer Stimme nicht entgangen. "Ja bin ich. Aber nur weil der Arzt sagte, dass vor heute Morgen eh niemand zu dir rein darf. Und weil Steve nicht wirklich fit aussah, hab ich ihn nach Hause geschickt. Aber er ging erst als ich ihm versprochen hatte ihn anzurufen wenn es was neues gibt. Und deshalb rufe ich ihn jetzt auch an." sagte er, zog sein Handy aus der Tasche und wählte Steves Nummer.

"McGarrett." meldete sich eine verschlafene Stimme. "Steve ich bin es Peter.."
"Ist was mit Sam? Geht es ihr gut?" unterbrach Steve ihn aufgeregt. "Hey.. beruhige dich. Es ist alles okay. Ich wollte dir nur sagen, dass sie aufgewacht ist." antwortete Peter. Er konnte hören wie Steve erleichtert aufatmete. "Ist alles in Ordnung mit ihr?" fragte Steve weiter und Peter wusste sofort, um was es ging. "Ja.. es ist alles gut verlaufen." antwortete er ihm. Erneut war ein Aufatmen am andern ende der Leitung zu hören. "Okay.. sobald ich richtig wach bin und geduscht habe komme ich ins Krankenhaus." sagte Steve und legte auf. "Er wird bald hier sein." sagte Peter und steckte sein Handy wieder in die Tasche. Dann schaute er Sam lange an.

"Was?" wollte sie wissen. "Warum hast du deine Weste nicht getragen?" fragte er schliesslich. "Ich hab sie vergessen.."
"Sam... Du weisst genau das ich sofort merke, wenn du schwindelst." unterbrach er sie. Sie schloss kurz die Augen. "Sie liegt in meinem Wagen."
"Und?" fragte Peter. "Steve hat mir meine Wagenschlüssel abgenommen, weil er nicht wollte, dass ich ihnen folgen kann." antwortete Sam. " Ich verstehe.. du konntest sie gar nicht anziehen." sagte ihr Dad. Sam schüttelte den Kopf. "Aber du darfst Steve das nicht erzählen. Ich will nicht das er sich deshalb schuldig fühlt. Verspricht du mir dass?" fragte Sam. "Ich verspreche es. Ich sage ihm kein Wort. Aber du versprichst mir dafür, dass du ab jetzt immer einen Zweitschlüssel dabei hast." erwiderte Peter. "Werde ich." antwortete Sam. "Gut. Und jetzt sage mir, was du alles brauchst. Dann werde ich, wenn Steve hier ist, kurz nach Hause fahren und dir die Sachen holen." sagte ihr Dad. "Okay.. lass mich kurz überlegen." erwiderte Sam und schliesslich begann sie ihm aufzuzählen was er ihr alles mitbringen soll.

Nachdem Steve aufgelegt hatte, stand er auf und merkte dabei, dass er noch immer die Kleider vom gestrigen Tag trug. Nur bruchstückweise erinnerte er sich daran das Danny ihm geholfen hatte ins Bett zu kommen, da er zu betrunken war, um alleine die Treppe rauf zu kommen. Er atmete tief durch, ging zum Schrank nahm sich frische Sachen raus und ging dann erst mal unter die Dusche um einen klaren Kopf zu bekommen. Fünfzehn Minuten später verlies er frisch geduscht und angezogen das Bad und ging runter in die Küche um sich einen Kaffee zu machen. Er hatte eben den ersten Schluck davon getrunken als im einfiel, dass Danny im Gästezimmer übernachtet hatte und er ihm versprochen hatte ihn zu Hause abzusetzen, wenn er zu Sam ins Krankenhaus fuhr. Er eilte die Treppe rauf und ging ins Gästezimmer.

"Hey Danny... Aufwachen."sagte er laut. Schlaftrunken blinzelte Danny ihn an. "Na los komm schon. Aufstehen. Sam ist aufgewacht." sagte Steve. "Weisst du was.. geh einfach... okay. Ich rufe mir ein Taxi, das mich nach Hause bringt." erwiderte Danny mürrisch. "Bist du sicher?" fragte Steve nach. "Ja.. geh schon... na los!" erwiderte Danny. "Okay.. ich leg dir einen Hausschlüssel auf den Tisch. Schliess ab und nimm ihn dann einfach mit." sagte Steve ging wieder runter in die Küche, trank seinen Kaffee zu Ende, legte den Schlüssel für Danny auf den Tisch und verlies dann das Haus.


Kurze Zeit später kam er im Krankenhaus an. Er ging zu Sams Zimmer, klopfte und trat dann ein."Oh gut das du kommst. Dann kann ich ja kurz nach Hause fahren und mich etwas frisch machen." sagte Peter stand auf und verlies das Zimmer. Steve trat näher an Sams Bett. "Wie geht es dir?" wollte er wissen." Etwas müde... aber sonst ist alles in Ordnung." erwiderte Sie. Steve atmete tief durch und jetzt wo er wusste, das es ihr gut ging fiel die ganze Sorge um sie ab und sofort drängte er seine Gefühle wieder in den Hintergrund. Schloss sie tief in sich drin ein, sodass er ihr nicht zeigen musste, was er wirklich für sie empfand. Dafür lies er es zu das die Wut in ihm hochkam.


"Wieso kannst du nicht einmal auf mich hören? Hatte ich dir nicht gesagt, dass du im Büro bleiben sollst?!" fragte er sie wütend. "Doch ... aber ich wollte doch nur helfen. Ich ..."
"Hatte ich mich nicht klar genug ausgedrückt? Ich sagte, dass ich deine Hilfe nicht brauche! Weisst du .. genau das ist einer der Gründe, wieso ich dich nicht im Team haben will! Weil du nie auf das hörst, was ich dir sage und deshalb Leute in Gefahr bringst!" zischte er sie weiter an. " Es tut mir leid." versuchte sie sich zu entschuldigen. " Es tut dir leid?! Weisst du überhaupt, wie knapp es war? Weisst du dass?!" sagte er laut. "Ja ich weiss. Und es tut mir leid. Ich hab nie gewollt das du wegen mir in Gefahr gerätst. Wirklich nicht.. das musst du mir glauben." sagte sie leise. Verwundert schaute er sie an. Dachte sie wirklich das er von sich redete? "Verdammt Sam... Es geht hier nicht um mich! Ich rede von dir! Du hättest da draussen sterben können!" schrie er sie an. "Ich weiss.. ich konnte mich sehen.. wie ich da lag.. und auf einmal waren Mam und Bryan da .. und dein Vater..."

"Hör auf Sam! Höre auf davon ablenken zu wollen das du dich völlig unprofessionell verhalten hast! Kein Cop geht ohne schusssichere Weste raus auf die Strasse um Verbrecher zu jagen! Keiner! Ausser eine gewisse Sam Ryan! Das war unverantwortlich! Verstehst du? Unverantwortlich und unprofessionell! Und so jemanden kann ich in meinem Team nicht brauchen!" schrie er sie weiter an. Sam versuchte es einfach zu ignorieren. " Dein Vater wollte, dass ich dir etwas sage. Er.."
"Hör auf! Ich will diese Märchen nicht hören!" unterbrach er sie schreiend.
"Aber..."
"Sobald du hier raus bist, kannst du deine Sachen im Büro abholen! Denn hiermit bist du gefeuert!" unterbrach er sie drehte sich um und ging Richtung Türe. " Er sagte, dass du ihn niemals enttäuscht hast.. und das du ...." Sam unterlies es den Satz zu beenden weil Steve schon draussen war und die Tür lautstark hinter sich ins Schloss fallen lies.

Sam schloss ihre Augen, versuchte ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Aber sie konnte nicht verhindern, dass ihr eine Träne über die Wange lief. 'Verdammt.. höre auf damit. Du wusstest doch schon vorher das du gehen musst. Also nimm dich zusammen.' schoss es ihr durch den Kopf. Sie öffnete die Augen und wischte sich die Träne weg. Und das anscheinend kleine Sekunde zu früh. Denn es klopfte und Danny trat ein.

"Hi Danny.."
"Hallo Sam. Wie gehts dir?" fragte er.
"Gut. Und dir?" fragte Sam zurück. "Ist noch alles dran. Und der Rest wird wieder." antwortete er. " Es tut mir leid." sagte Sam entschuldigend. "Was denn? Dass du mein iPhone angezapft hast?" fragte Danny. "Ja das auch. Und das ich dir die Adresse gegeben habe. Ich hätte selber da hinfahren sollen. Ich..."
"Hey.. was erzählst du da? Ich ganz alleine bin schuld daran, was mir passiert ist. Ich bin der, der immer allen sagt wie wichtig es ist nicht ohne Rückendeckung loszuziehen. Und was mache ich? Genau das. Ich war ein Idiot. Und das mit dem iPhone.... Ich verzeihe dir. Denn hättest du es nicht getan dann hätte Steve mich nicht so schnell gefunden und ich hätte meine Hand verloren. Aber so ist noch alles an mir dran und deshalb bin ich auch hergekommen. Ich wollte dir für deine Hilfe danken." sagte Danny. " War doch nichts." antwortete Sam.


Wo ist eigentlich Steve? Der wollte doch herkommen." sagte Danny. "Er musste weg." log Sam und schaute zum Fenster raus. "Okay.. was hat er jetzt wieder angestellt?" fragte er sofort. " Nichts.. er hat mich nur wissen lassen, dass ich fristlos entlassen bin. Aber das ich gehen muss weiss ich ja schon lange." antwortete Sam. " Das war alles?" fragte Danny. "Na ja.. er sagte noch das ich mich unverantwortlich und unprofessionell verhalten habe. Aber im Grunde ging es darum das er mich nicht im Team haben will." antwortete Sam.
Wow.. Ich hatte eigentlich gedacht das er dir.... Na egal. Ich muss los. Ich will noch bei Grace vorbei sehen. Gute Besserung." sagte Danny und ging. "Dir auch." erwiderte Sam, bevor er aus der Tür verschwunden war. Als sie alleine war, überkam sie die Müdigkeit und es dauerte nicht lange, bis sie eingeschlafen war.

Danny fuhr ins Hauptquartier. Dort ging er auf direktem Weg in Steves Büro. Natürlich mal wieder, ohne anzuklopfen. Steve schaute kurz vom Bericht, auf den er eben schrieb. "Wann lernst du endlich anzuklopfen? Und was tust du überhaupt hier? Du bist doch krankgeschrieben."
"Ich bin hier, weil ich wissen will was mit dir los ist." antwortete Danny. " Wovon redest du?" fragte Steve. "Davon das du Sam als unprofessionell und unverantwortlich bezeichnet hast! Und davon, dass du sie raus geworfen hast! Und.."
"Sie ist mir nachgefahren! Und das, obwohl ich ihr gesagt habe, dass sie im Büro bleiben soll! Und das ohne ihre schusssichere Weste anzuziehen! Das ist unverantwortlich und unprofessionell!" unterbrach Steve ihn wütend. "Verdammt Steve... Sie hat dir das Leben gerettet!" erwiderte Danny laut. "Hätte sie getan was ich ihr gesagt habe, hätte der Kerl nie auf mich schiessen können!" fuhr Steve wütend fort.

"Stimmt.. aber dafür hättest du den Kerl tot geprügelt und hättest dann deinen Job verloren. Oder noch schlimmer sie hätten dich in den Knast gesteckt!" erwiderte Danny. Steve atmete einmal tief durch, sagte aber kein Wort. "Ich versteh dich nicht Steve. Es ist so offensichtlich das du etwas für sie empfindest. Und Sam.. bei ihr war es im wahrsten Sinne des Wortes Liebe auf den ersten Blick. An jenem Tag als sie in dich rein gelaufen ist hat sie sich in dich verliebt. Und was tust du? Du stösst sie mit aller Kraft von dir weg. Warum Steve? Warum tust du dass? Nur weil dich diese Leila verraten hat? Sam..."
"Du hast keine Ahnung." unterbrach Steve ihn schreiend. "Stimmt.. ich weiss nicht, was sie getan hat. Aber ich weiss das Sam eher sterben würde als dir zu schaden! Das einzige was du tun musst ist ihr.. nein euch.. eine Chance zu geben!" schrie Danny zurück. "Ich kann nicht. Also lass mich in Ruhe." sagte Steve und begann wieder damit den Bericht weiter zu schreiben.

"Irgendwann wirst du es bereuen, dass du sie hast gehen lassen." sagte Danny erhielt aber keine Antwort von Steve. "Hast du dich wenigstens bei ihr bedankt, dass sie sich eine Kugel für dich eingefangen hat? Oder hast du sie nur angebrüllt?" fragte Danny. Steve schaute vom Bericht hoch, antwortete ihm aber nicht. "Also nur angeschrien. Dir ist echt nicht mehr zu helfen." sagte Danny kopfschüttelnd und verlies das Büro. Steve lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schloss die Augen. Er wusste, dass Danny recht hatte. Aber er konnte Sam nicht sagen, dass er sich in sie verliebt hatte. Die Angst erneut verraten zu werden sass einfach zu tief. Er öffnete seine Augen wieder. Sobald sie ihr Zeugs gepackt und hier weg war würde alles wieder so sein wie vorher. Er würde sie vergessen. Zumindest hoffte er dass. Er schüttelte die Gedanken an Sam ab und schrieb weiter am Bericht.

Sam wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte. Aber es musste ne ganze Weile gewesen sein. Denn als sie aufwachte, sah sie ihren Dad am Fenster stehen. "Dad." sagte sie nur. "Hab ich dich geweckt?" fragte er. Sie schüttelte den Kopf. "Ich hab gar nicht gehört, dass du wieder da bist."
"Ich hab die Sachen, die du wolltest, im Schrank verstaut. Ich hoffe ich hab nichts vergessen."sagte er. "Danke." erwiderte Sam. Wo ist eigentlich Steve? Ich dachte er bleibt bei dir, bis ich wieder da bin." sagte Peter. "Er musste weg." erwiderte Sam nur. Peter atmete einmal tief durch. "Okay was war los?" fragte er, weil er sofort gemerkt hatte, dass irgendwas nicht stimmte. "Nichts. Er hat mir nur noch mal klar gemacht, dass ich keinen Platz in seinem Team habe. Und das ich ein ganz mieser Cop bin." antwortete Sam. "Er hat was?" fragte Peter ungläubig. Und schliesslich erzählte Sam ihm, was los gewesen war.

"Wieso hast du ihm nicht gesagt, dass du deine Weste in deinem Wagen hast. Und das er schuld ist, dass du sie nicht anziehen konntest?" fragte er, als sie ihm alles erzählt hatte. "Weil es nichts geändert hätte." antwortete sie. "Doch Sam, das hätte es. Er hätte dich nicht als unverantwortlich und unprofessionell bezeichnen können. Das hast du nicht verdient. Verstehst du?" erwiderte Peter. "Das hätte nichts daran geändert, dass er mich aus dem Team geworfen hätte. Also hätte es nichts gebracht." erwiderte sie. Peter atmete tief durch. Er mochte Steve eigentlich. Aber im Moment war er echt sauer auf ihn. Wie konnte er Sam so behandeln? Was war bloss mit diesem Kerl los? Es war so offensichtlich das er Sam liebte. Warum konnte er ihr das nicht einfach sagen? "Dad?" riss Sam ihn aus seinen Gedanken. Er schaute sie an. "Du weisst was du mir versprochen hast. Oder?"
"Ja weiss ich. Ich sag ihm nicht das deine Weste im Auto liegt." antwortete er.

"Du hast von deiner Mutter und Bryan erzählt. Wie.. ich meine.." stotterte er rum. "Du willst wissen was ich erlebt habe?" fragte Sam. Er nickte. Und Sam erzählte ihm alles. Ausser das, was Steves Dad ihr aufgetragen hatte, Steve zu sagen. Das war nun wirklich nur für Steves Ohren bestimmt." Klingt verrückt nicht wahr?" beendete sie ihre Geschichte. "Nein tut es nicht." antwortete Peter. "Du denkst also das ich das wirklich erlebt habe? Da sie wirklich da waren? Das sie mich zurückgeschickt haben? Wie ist das möglich?" fragte sie. "Sam.. es gibt Dinge die kann man einfach nicht erklären. Glaub einfach daran." erwiderte er. Kurz schwiegen sie.

"Weisst du.. in einem Punkt hatten sie unrecht. Steve braucht mich nicht. Es hätte ihm nichts ausgemacht, wenn ich nicht zurückgekommen wäre." sagte Sam leise. " Oh doch Sam.. es hätte ihm was ausgemacht. Er.."
"Ja klar.. deshalb hat er mir auch gleich klar gemacht, dass ich meinen Schreibtisch räumen soll, sobald ich hier raus bin." unterbrach sie ihren Dad. "Sam.."
"Egal.. ich werde weggehen. Ich werde Hawaii verlassen. Und dann wird das hier bald alles nur noch eine Erinnerung sein, die langsam verblasst. Ich werd ihn vergessen." unterbrach sie Peter ein weiteres mal. Er schaute sie nur an. Sah den Schmerz in ihren Augen und er wusste. Wenn er wollte, das Sam endlich ihr Glück fand dann durfte es nicht so enden. Schliesslich wusste er inzwischen das sich die beiden wirklich liebten. Er wusste nur nicht wieso Steve mit aller Macht versuchte Sam vom Gegenteil zu überzeugen. Aber er würde es raus finden. Er musste. Denn er wollte Sam glücklich sehen.

Er schloss kurz die Augen fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und gähnte. "Hey.. du solltest nach Hause fahren und dich hinlegen. Du siehst ziemlich müde aus." sagte Sam. "Aber ich kann dich doch nicht alleine..."
"Dad... ich hab hier einen Fernseher. Also kann ich mich sehr gut alleine unterhalten." unterbrach sie ihn. "Okay.. vielleicht hast du recht. Ich fahr nach Hause und lege mich etwas hin. Aber ich ruf dich heute Abend noch mal an. Und komme morgen wieder vorbei." sagte er. "Ja tu das." erwiderte sie. Peter stand auf und ging Richtung Türe."Bye Sam." sagte er, bevor er die Tür öffnete. "Bye Dad." erwiderte Sam, bevor er durch die Tür verschwunden war.

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Zuletzt von fever am Di Sep 13, 2011 8:11 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Count Down 72 Stunden - (Fertiggestellt)   Di Sep 13, 2011 7:31 pm

Zuerst mal ein riesen Dankeschön an alle die seit über einem Jahr an meiner Story dran geblieben sind. Und auch an jene die Mir immer wieder grossartige FB hinterlassen haben. Ich glaube ohne das hätte ich die Story längst "augegeben" und sie wäre niemals fertig geworden. Also Vielen dank an euch :friends:
Und wie versprochen kommt jetzt das letzte Kapitel meiner Geschichte. Und mir ist erneut aufgefallen das ich es irgendwie nicht wirklich hinbekomme das meine Geschichten ein wirklich tolles Ende bekommen. Aber ich hab noch nicht raus gefunden weshalb das so ist.. Aber ich hoffe ihr könnt mit diesem Ende "leben"... :blush:
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Kapitel 23
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Peter fuhr nach Hause. Aber dort legte er sich nicht hin, sondern rief Danny an und verabredete sich mit ihm in einem kleinen Restaurant. Wenn einer wusste, was mit Steve los war dann war er dass. Zwei Stunden später sass Peter im Restaurant und wartete auf Danny. Es dauerte keine fünf Minuten und Danny kam rein. Er setzte sich zu Peter an den Tisch. "Okay.. es klang wichtig. Wieso bin ich hier?" fragte Er. "Ich wollte dich fragen ob du weisst was mit Steve los ist:" antwortete Peter. "Du denkst also ich verrate dir irgendetwas über meinen Partner?" fragte Danny. "Ich hatte es zumindest gehofft. Danny... ich will Steve nicht schaden. Verstehst du? Ich möchte nur wissen, was mit ihm los ist. Warum er mit aller Macht versucht Sam von sich fernzuhalten, obwohl er sie liebt. Ich .."
"Er ist mein Partner. Er vertraut mir." unterbrach Danny ihn. " Hey das weiss ich. Und ich würde dich nicht darum bitten, wenn es nicht wichtig wäre. Danny.. wenn das mit den beiden jetzt so endet, werden sie das beide irgendwann bereuen. Verstehst du? Also bitte ich dich. Wenn du was weisst dann erzähle es mir." flehte Peter ihn an. Danny atmete tief durch. Er wusste, dass Peter recht hatte. "Wenn er erfährt, das ich dir was erzählt habe wird er mich wahrscheinlich mit einem Einweg Ticket in ein Flugzeug nach New Jersey setzten und mir Inselverbot erteilen...

"Hey .. er wird es nicht erfahren. Das verspreche ich dir. Genauso wenig wie Sam etwas von mir erfahren wird." unterbrach ihn Peter. "Okay.. ich weiss nicht viel. Er hat nur gestern etwas davon gesagt, dass er jemanden namens Leila geliebt hat und das sie ihn verraten hat. Aber was genau da los war das weiss ich nicht." sagte Danny. "Okay.. das reicht auch schon. Jetzt weiss ich, wonach ich suchen muss. Danke." sagte Peter und streckte ihm die Hand hin. "Schon gut. Ich glaub das bin ich Sam schuldig. Und ich vertraue darauf, dass du Wort hältst und keiner erfährt, woher du die Info hast." erwiderte Danny. "Ich verspreche es." sagte Peter, bezahlte das Bier und ging. Er fuhr zurück in Sams Appartement. Dort begann er sofort zu telefonieren. Eine gute Stunde und etliche Telefonate später war er am Ziel. Zufrieden hängte er auf. Morgen würde er die Informationen bekommen, die ihm hoffentlich zeigten, was mit Steve los war.

Am nächsten Tag traf Peter seinen Informanten frühmorgens am Strand. Er bekam einen Gelben Umschlag überreicht und dann war der Informant auch schon wieder verschwunden. Peter ging in Sams Appartement zurück, setzte sich an den Schreibtisch und öffnete den Umschlag. Eine DVD sowie die Kopie einer Akte kamen zum Vorschein. Peter legte die DVD im Computer ein und startete sie. Er sah Steve. Gefesselt auf einem Stuhl sitzend. Blut rann ihm aus der Nase und schliesslich wurde im ein Zettel vor die Nase gehalten, den er vorlesen musste. Es war eine Forderung an die Navy. Sie sollten eine Million zahlen, wenn sie ihn lebend zurückhaben wollten.

Dann änderte die Szene abrupt. Steve stand in einem Raum. Seine Hände an ein Seil gefesselt das von der Decke hing. Ein vermummter Kerl übergoss ihn mit einem Eimer Wasser, und dann kam der Zweite vermummter. Er sagte etwas zu Steve, dass man auf der Aufnahme nicht verstehen konnte und dann drückte er Steve Zwei nasse Schwämme, die an Überbrückungskabel geklemmt waren, an die Brust und versetzte ihm so einen Stromstoss. Und gleich noch einen. Geschockt stellte Peter die DVD aus. Er nahm den Bericht und fing an ihn zu lesen. Am Ende angekommen waren noch einige Bilder angeheftet, aber Peter ersparte sich deren Anblick. Er hatte genug gelesen und gesehen. Er wusste, dass man Steve damals brutal gefoltert hatte, da musste er sich die Bilder von ihm, die der Navy Arzt bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus gemacht hatte, nicht auch noch antun.


Peter schloss die Akte und lehnte sich im Stuhl zurück. Verraten von der Frau, die er geliebt hatte. Jetzt verstand Peter wieso Steve seine Gefühle für Sam nicht zuliess. Er hatte Angst. Angst davor das ihm, das Gleiche noch mal passieren konnte. Peter atmete tief durch. Er wusste jetzt zwar, warum Steve sich so verhielt. Aber das machte die Sache nicht einfacher. Er konnte ja nicht einfach zu ihm hingehen und sagen.." Hey Steve.. ich weiss was damals passiert ist. Aber Sam ist nicht wie Leila. Sie wird dich nie verraten." Wahrscheinlich würde Steve dann vollkommen ausrasten, weil es jemand gewagt hatte, in seiner Vergangenheit rumzuschnüffeln. Also musste er einen anderen Weg finden um Steve zu zeigen, dass Sam anders war. Dass Steve ihr wichtiger war als alles andere. Aber wie? Er hatte nur noch zwei Tage zeit, bevor Sam aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Denn, wenn sie erst mal da raus war, dann würde es nicht lange dauern, bis sie Hawaii verlassen würde. Ihm musste einfach was einfallen.

Er schaute auf die Uhr. Es war bald Zeit, um zu Sam ins Krankenhaus zu fahren. Aber erst musste er dieses Zeugs hier verschwinden. Er nahm die Akte ging zum Aktenvernichter und lies sie durch. Dann nahm er die DVD und zerbrach sie in mehrere Stücke. Dann nahm er einen Abfallsack und stopfte die Papierfetzen sowie die DVD Resten da rein und brachte das alles runter zum Container, wo er ihn rein warf. Dann fuhr er zu Sam.


"Wie fühlst du dich?" fragte er, als er bei ihr war. "Viel besser. Eigentlich so gut das ich nach Hause könnte" erwiderte sie. "Sind ja nur noch zwei Tage, bis du hier raus kommst. Die hältst du noch durch." sagte Peter. "Muss ich ja wohl. Ach Dad. Könntest du mir einen Gefallen tun?" fragte Sam: "Sicher, was für einen?" fragte Peter. "Kannst du ins Büro fahren und meine Sachen abholen? Ich will da nicht mehr hin." antwortete sie. "Klar kann ich machen." sagte er. "Gut. Und mein Auto steht auch noch da." sagte Sam. "Kein Problem kann ich dir auch bringen, wenn du mich damit fahren lässt:" sagte er augenzwinkernd. "Weil du es bist:" erwiderte sie lächelnd. "Ach ja.. wenn du bei Steve den Wagenschlüssel abholst.. könntest du ihm den hier geben? " fragte Sam und gab Peter einen Brief. " Klar mach ich. Aber wäre es nicht besser ihm persönlich zu sagen, was da drin steht?" fragte er. " Besser nicht. Ich hab, da rein geschrieben was ich ihm von seinem Dad ausrichten soll. Und da er denkt ja sowieso das ich das nur erfunden hab. Also würde er mir eh nicht zuhören." antwortete Sam. "Okay.. ich werde ihm den Brief geben. Noch was?" fragte er. "Ja.... könntest du irgendwie dafür sorgen, dass er ihn auch wirklich liest. Ich hab seinem Dad doch versprochen, dass ich es Steve ausrichte. " sagte Sam: "Ich werde mir etwas einfallen lassen." antwortete Peter. " Danke."sagte Sam.
"Kein Problem." erwiderte Peter und steckte den Brief lächelnd ein. Ohne das Sam es wusste hatte sie Peter einen Weg gezeigt, wie er Steve vielleicht endlich davon überzeugen konnte, dass Sam ihn niemals verraten würde.

Zwei Tage später fuhr Peter zum Hauptquartier von H5-0. Er hatte extra vorher angerufen damit Steve auch wirklich da war. Und wirklich er sah, dass Steve in seinem Büro sass. Er ging erst in Sams Büro und packte ihre Sachen in eine Kiste. Dann ging er zu Steves Büro, und da er die Hände voll hatte, klopfte er mit dem Fuss an. Steve schaute von seiner Arbeit hoch, stand auf kam zur Türe und öffnete sie. " Ich sehe du hast Sams Sachen schon eingepackt." sagte Steve. " Ja hab ich. Jetzt brauche ich nur noch ihre Wagenschlüssel." erwiderte Peter. "Oh.. natürlich. " sagte Steve ging zu seinem Schreibtisch und nahm die Schlüssel sowie Sams Waffe raus. Er wollte beides Peter geben. "Könntest du mir vielleicht den Gefallen tun und kurz mit mir zu Sams Wagen kommen und mir den Kofferraum aufschliessen? Ich hab im Moment leider keine Hand frei." sagte Peter und tat so, als ob die Kiste ziemlich schwer war. " Klar.. kann ich machen." antwortete Steve ging an Peter vorbei und öffnete ihm die Türe, damit er raus gehen konnte.

Bei Sams Wagen angekommen öffnete Steve den Kofferraum. "Könntest du das Zeugs das da im Weg liegt etwas wegräumen, damit ich die Kiste rein stellen kann?" fragte Peter. "Klar. "sagte Steve und schaute in den Kofferraum, um zu sehen, was da im Weg lag. Peter sah, wie sich Steves Gesichtsausdruck änderte und er in den Kofferraum griff. "Das.. das ist Sams Weste." stotterte er rum und zog sie raus. " Ja die hat sie immer im Wagen. Kannst du einfach nach vorne werfen." sagte Peter nur und stellte die Kiste in den Kofferraum. "Sie sagte, dass sie, sie vergessen hat." hörte er Steve sagen tat, aber so als ob er ihn nicht verstanden hatte. "Was?" fragte er. "Wieso hat sie mir das nicht gesagt?" brummelte Steve weiter. "Was gesagt?" stellte sich Peter noch immer dumm. "Nichts ... ich..." stotterte Steve und legte die Weste wieder in den Wagen.

"Ach übrigens.. ich habe noch einen Brief für dich. Den sollst du lesen." sagte Peter. "Werde ich nachher.."
"Nein.. ich musste ihr versprechen, dass du ihn gleich liest. Also bitte tu es sonst bekomme ich noch Ärger mit ihr. Und das willst du doch nicht oder?" sagte Peter und verdrehte die Augen etwas. "Nein natürlich nicht." erwiderte Steve und öffnete den Brief. Er begann zu lesen.
Lieber Steve.
Eigentlich wollte ich dir das ja persönlich sagen. Aber du wolltest mir nicht zuhören. Ich bitte dich ... lies ihn zu Ende. Den ich habe jemandem etwas versprochen und dieses versprechen würde ich gerne einhalten.
Wie ich dir im Krankenhaus schon versucht habe zu sagen.. ich hab deinen Dad gesehen. Ob Einbildung oder Wirklichkeit.. das weiss ich nicht. Aber er hat mich gebeten dir zwei Dinge zu sagen. Erstens.. Das du ihn nie enttäuscht hast. und zweitens.. Das du auf das hören sollst, was deine Mutter dir gesagt hat. Das es nicht gut ist seine Gefühle für sich zu behalten und das man nicht immer stark sein muss. Ich weiss nicht, wieso er wollte, dass ich dir das sage. Aber es schien ihm wichtig zu sein. Ich wünsche dir und dem Team alles gute für die Zukunft. Und pass auf dich auf.
Sam


Steve lies die Hand, in der er den Brief hielt, sinken und schloss die Augen. Das konnte nicht sein. Er hatte nie jemandem erzählt, was seine Mutter damals zu ihm gesagt hatte. Wie konnte Sam jetzt davon wissen? Was wenn sie die Wahrheit gesagt hatte? Wenn sie seinen Dad wirklich gesehen hatte, und er sie mit dieser Nachricht zu ihm zurück geschickt hatte, um ihm etwas mitzuteilen? 'mach dich nicht lächerlich McGarrett! Du bist ein Seal, ein Realist! So was Albernes hat keinen Platz in deinem Leben.' schaltete sich sein Verstand ein. Er atmete kurz durch. Ja er war ein Realist. Das musste er sein. Nur Fakten zählten. Dinge die greifbar waren, die ihn stark machten. Den anderen keine Schwäche zeigen, um nicht verwundbar zu sein.

Er öffnete seine Augen wieder und sein Blick fiel erneut auf Sams Weste. Und auf einmal waren sie da. Erinnerungen an die letzten Tage. Bilder tauchten in seinem Kopf auf. Bilder von Sam. Wie sie ihn im Arm hielt während den Krämpfen. Wie sie auf ihn einredete, ihn beruhigte und so half, dass er atmen konnte. Wie sie ihm sanft übers Gesicht strich, um ihm zu zeigen das jemand da war. Sie hatte sie gesehen seine Schwäche, seine Verletzlichkeit, und obwohl er sie ein paar Mal ziemlich verletzt hatte, mit seinen Worten hatte sie seine Schwäche niemals ausgenutzt. Im Gegenteil, sie hatte sich immer mehr Sorgen um ihn gemacht als um sich selber. Sie hatte sich vor ihn gestellt und so eine Kugel abbekommen, die eigentlich ihm gegolten hatte. Und als er sie im Krankenhaus angeschrien hatte, das sie unprofessionell und unverantwortlich gehandelt hätte, hatte sie ihm nicht mal gesagt, dass er schuld daran war, dass sie ihre Weste nicht hatte anziehen können. Er schloss seine Augen noch mal und atmete durch und auf einmal wusste er, was die Nachricht zu bedeuten hatte. Er öffnete seine Augen wieder und schaute Peter an der nur da stand aber kein Wort gesagt hatte.

"Wo ist Sam?" wollte Steve wissen. "Ich wollte sie im Krankenhaus abholen." antwortete Peter. "Gib mir fünfzehn Minuten.. Okay?" sagte Steve und ging zu seinem Wagen. " ich geb dir auch dreissig wenn du willst." rief Peter Steve nach, bevor dieser einstieg und losfuhr. Mit einem Lächeln im Gesicht sah Peter wie Steves Wagen hinter der nächsten Kurve verschwand. Sein Plan schien aufzugehen. Er hoffte nur das Sam jetzt auch bereit war mit Steve zu reden.

Steve fuhr so schnell er konnte ins Krankenhaus. Er parkte seinen Wagen und ging in Sams Zimmer. Es war leer. Er stürmte auf den Gang und hielt die erste Krankenschwester die ihm begegnete auf. " Wo ist Sam Ryan?" fragte er. "Sie wurde entlassen." antwortete sie ihm. Das weiss ich. Ich wollte sie abholen." erwiderte Steve. "Vielleicht wartet sie unten in der Halle." sagte die Schwester. Steve ging sofort runter in die Eingangshalle aber auch da keine Spur von Sam. Er ging zum Info Schalter und fragte nach ihr. "Sie wollen sie abholen?" fragte die Frau da am Schalter. " Ja." antwortete Steve. "Sie sagte ich soll ausrichten, dass sie unten am Strand wartet. Und hier ist ihre Tasche. sagte die Frau und reichte Steve Sams Tasche. "Danke." sagte Steve nahm die Tasche ging zu seinem Wagen und warf sie rein. Dann ging er runter zum Strand.


Schon von Weitem sah er Sam. Sie sass im Sand und schaute raus aufs Meer. Er ging zu ihr und setzte sich neben sie in den Sand. Verwundert schaute Sam ihn an. "Was willst du denn hier?" fragte sie nur. " Mit dir reden." antwortet er. "Worüber? Du hast mich doch schon ziemlich lautstark wissen lassen, dass ich ein mieser Cop bin und das ich gefeuert bin. Was den noch?" fragte sie und Steve konnte den leichten Schmerz in ihrer Stimme hören. Ihm wurde bewusst das er sie ein weiteres mal verletzt hatte mit dem, was er ihr an den Kopf geworfen hatte, und vor allem so wie er es getan hatte. "Es tut mir leid Sam. Es tut mir leid das ich dich angeschrien hab." sagte er entschuldigend. "Ist schon gut." erwiderte Sam nur. "Nein ist es nicht. Und ich möchte dir gerne erklären wieso ich es getan habe." sagte Steve. "Okay.. also wieso hast du es getan." fragte Sam. "Bevor ich dir das erzähle muss ich etwas von dir wissen. Und du musst mir versprechen das du mir die Wahrheit sagst." sagte Steve.
Sam merkte das ihm das ziemlich wichtig war deshalb nickte sie. "Ich verspreche es."
"Okay... warum hast du dich vor mich gestellt?" fragte er. Sam atmete tief durch. Sie hatte es ihm versprochen. Also musste sie ihm jetzt die Wahrheit sagen. " Weil .. weil ich nicht wollte, das wieder jemand stirbt den ich liebe." antwortete sie schliesslich und schaute raus aufs Meer.


Steve schaute sie an. Und auf einmal war er sich sicher. Sein Dad hatte Sam mit dieser Nachricht zu ihm zurück geschickt, um ihm zu sagen, dass Sam die richtige für ihn war. Bei ihr musste er nicht immer stark sein. Bei ihr konnte er sich auch einfach mal fallen lassen ohne Angst haben zu müssen das sie seine Schwäche ausnutzen würde. "Sam..:"
"Hey.. ich erwarte nicht....."
"Sam lass mich bitte ausreden.. Okay?" unterbrach er sie. Sie nickte nur. "Versprich mir das du in Zukunft auf mich hörst und das tust was ich dir sage." sagte Steve. Verwundert schaute sie ihn an. "Heisst das ich darf im Team bleiben?" fragte sie verwirrt. "Ja, genau das heisst es. Weil, wenn du jetzt weggehst, dann werde ich dich nicht fragen können ob du mit mir Essen gehst damit wir uns besser kennenlernen.. Aber genau das will tun. Ich will das du mich besser kennenlernst, weil ich nie wieder von dir zu hören bekommen will, dass es nichts bedeutet hat, dass wir miteinander geschlafen haben, weil wir uns ja gar nicht richtig kennen. Denn mir hat diese Nacht etwas bedeutet." sagte Steve.

Sam schaute ihn verwirrt an. "Ich versteh nicht... Warum hast du mir das nicht gesagt?" stotterte sie rum.
"Weil es für mich nicht so einfach ist, jemandem zu sagen, was ich für ihn empfinde. Das ist auch der Grund wieso ich dich so angeschrien habe. Ich dachte wenn du weggehen würdest, dann würde ich diese Gefühle für dich einfach wieder vergessen können. Weil ich angst habe dir zu sagen was ich wirklich für dich Empfinde." sagte er und schaute raus aufs Meer. " Wieso?" fragte Sam nur. "Weil der letzte Mensch dem ich gesagt habe das ich ihn liebe mich verraten hat." antwortete er leise und schloss seine Augen. Sam strich ihm sanft mit der Hand übers Gesicht. "Möchtest du mir davon erzählen?" fragte sie vorsichtig. Er öffnete seine Augen und sah sie an. Wieder mal konnte er es in ihren Augen sehen. Dieses Mitgefühl und die Sorge um ihn. "Ja das möchte ich. Weil... Vielleicht kannst du mir dann verzeihen das ich mich so idiotisch benommen habe" sagte er und fing an, ihr von Leila und ihrem Verrat zu erzählen.

Als Steve zu Ende erzählt hatte, sass er einfach nur da und starrte in die Ferne raus.

Sam war geschockt von dem, was sie erfahren hatte. Wie hatte Leila Steve das antun können. Wie konnte überhaupt jemand so kaltherzig und skrupellos sein. Sanft legte sie ihre Hand unter sein Kinn und drehte seinen Kopf so zu ihr hin das er sie ansehen musste. "Ich verspreche dir.. ich werde dich niemals verraten. Verstehst du?! Niemals! Lieber würde ich sterben als es zuzulassen das dir jemand was antut." sagte sie und strich ihm dabei sanft übers Gesicht. "Ich weiss.... es hat zwar etwas gedauert, bis ich es begriffen habe, aber seit heute weiss ich es." erwiderte er. "Seit heute? Was war den heute?" fragte Sam verwundert und lies sein Gesicht los.

"Das hier." sagte Steve und zog den Brief aus der Tasche. "Und deine Weste im Kofferraum deines Wagens." fügte er an. "Wieso.. warum.. wie hast du sie..." stotterte Sam rum. " Warum ich sie da gesehen hab? Weil ich deinem Dad den Kofferraum aufgemacht habe, damit er die Kiste mit deinen Sachen reinstellen konnte." antwortete Steve. "Er sollte dir doch nichts davon sagen." sagte Sam. "Er hat also gewusst, dass sie da drin liegt?" fragte Steve. "Ja. Und er hatte mir versprochen dir nichts davon zu sagen." antwortete Sam. " Das hat er auch nicht. Er hat es so hinbekommen das ich die Weste da drin hab liegen sehen ohne das er mir ein Wort davon gesagt hat." erwiderte Steve und schaute Sam an. "Verzeihst du mir?" fragte er. "Was sollte ich dir verzeihen?" fragte Sam. "Das ich dich in den letzten Tag so oft mit meinen Worten verletzt habe." antwortete Steve schuldbewusst. "Jetzt wo ich weiss weshalb du es getan hast.. Ja ich verzeihe dir.. " antwortete sie. "Danke." sagte Steve und stand auf.

"Wollen wir gehen?" fragte er und streckte ihr die Hand hin. "Wohin denn?" fragte Sam und nahm seine Hand damit er sie auf die Füsse hochziehen konnte. "Ich würde vorschlagen erst mal gehen wir essen." antwortete er lächelnd. "Erst mal?" fragte Sam nur. "Na ja..man weiss ja nie, wo so ein Essen hinführt. Ich meine.. wir reden etwas, lernen uns besser kennen, machen einen langen Spaziergang am Strand. Und wer weiss was dann kommt. Nur eins musst du mir versprechen."
"Was denn?" fragte Sam. "Das ich nie wieder den Satz... ' Es war nur Sex '.. von dir zu hören bekomme." antwortete er mit einem Schmunzeln. "Es war nicht nur.. ich meine... ich hab das nicht so..." fing sie an rum zu stottern und sie merkte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Steve grinste. "Ich glaube wir sollten aus der Sonne gehen.. du wirst schon ganz rot im Gesicht." neckte er sie. "Du.." Sam stockte, weil Steve ihr einfach seine Arme um die Taille schlang und sie zu sich rann, zog. "Was denn?" fragte er lächelnd und schaute ihr in die Augen. Und wieder mal versank Sam in diesen wunderschönen Augen die im Moment in einem schöneren Blaugrün leuchteten als das Meer. "Nichts." erwiderte sie und legte ihm den Arm, den sie nicht in der Schlinge trug um seine Taille."Ausser das ich dich liebe." fügte sie an und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Lippe. "Ich liebe dich auch." hauchte er leise gegen ihre Lippen bevor sie sich ein weiteres mal leidenschaftlich küssten.

Ende

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