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 Burgfrieden (Halloween-Gruselstory)

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kimba
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BeitragThema: Burgfrieden (Halloween-Gruselstory)   Sa Okt 30, 2010 7:54 pm

Tja, da es momentan harzig läuft mit meiner ML-FF, dachte ich, dafür dann halt das. Eine kleine klassische Gruselstory. Allerdings ohne Mick oder Alex. Ich hoffe, das ist okay hier, wenn nicht, bitte schieben oder löschen. Happy Halloween!


Burgfrieden




Bewundernd stand sie in der Einfahrt und legte den Kopf in den Nacken, um über das Gebäude hinaufzusehen. Die dunkelgrauen, fast schwarzen Steine, aus denen die Burg gebaut war, sahen kalt und abweisend aus. Verstärkt wurde der Eindruck durch die Schiessscharten, die sich rundum in den dicken Mauern befanden. Verwitterte Zinnen und darüber links und rechts je ein Turm rundeten das Bild einer klassischen Trutzburg ab. Passend dazu hüllte sich der die Burg umgebende Wald in Nebelschwaden, die leise hin und her zu tanzen schienen, wie ein atmendes Lebewesen. Der Himmel dräute grauschwarz darüber, ein leichter, doch kühler Wind wehte und zauste ihr die blonden langen Haare.

Sie sah sich um. Kein Mensch war zu sehen, und sie seufzte zufrieden. Die Burg lag abgelegen im Wald, das nächste Dorf war zu Fuss 10 Minuten entfernt. Hier würde sie bestimmt Ruhe finden, Ruhe, die sie so dringend benötigte. Die letzten Monate waren sehr stressig gewesen, und ihre Batterien waren restlos aufgebraucht. Alles, was sie wollte, war Ruhe und Frieden. Nichts tun müssen, nirgendwo hin müssen, einfach nur entspannen.


Sie war Geschäftsführerin einer Partnervermittlung, und obwohl es eigentlich ein schöner Job war, konnten die Leute doch sehr nervig sein. Sie lächelte. Naja, nicht alle, dachte sie. Ihr letzter Kunde war sehr nett gewesen, gutaussehend und charmant. Sie konnte gar nicht verstehen, wieso er eine Partnervermittlung aufsuchte, ihm mussten doch die Frauen reihenweise nachlaufen. Sie waren ins Gespräch gekommen, sie hatte ihm erzählt, wie dringend sie ein paar Tage Urlaub brauchte, und er hatte ihr den Tipp mit dem Burghotel gegeben.

Sehr friedlich sei es hier, geradezu langweilig ruhig. Er hatte ihr die Adresse gegeben, sie hatte den Besitzer angerufen und glücklicherweise problemlos ein Zimmer übers Wochenende bekommen. Ende Oktober war wohl nicht viel los, die meisten Leute mochten keinen Nebel, und zum Wandern war es bereits zu kühl. Ihr sollte es recht sein, je weniger Leute, desto mehr Erholung.

Sie riss sich vom Anblick der düstern Mauern los, packte ihren Rucksack und betrat das Hotel. Kurz darauf sass sie auf ihrem Bett, einem alten, riesigen Himmelbett mit gedrechselten Füssen, weich und kuschelig. Die Wände waren unverputzt und roh, ganz wie in den Zeiten der Ritter und Fürsten, die diese Burg wohl einst bewohnt hatten. Zwei grosse Bilder hingen an der Wand, die wohl Mitglieder der Besitzer-Familie zeigten. Es liess sich nicht genau erkennen, da die Bilder über die Jahrhunderte eine dicke Schickt Patina angesetzt hatten und derart abgedunkelt waren, dass man viel Phantasie benötigte, um zu erkennen, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte. Egal, es interessierte sie nicht wirklich.
Sie gähnte ausgiebig und beschloss, noch schnell eine Dusche zu nehmen, ehe sie sich in den Rittersaal begab, in dem das Abendessen serviert werden würde. Etwas wacher geworden, zog sie sich danach wieder an.

Sie pflückte einen einfachen gepunkteten Rock aus ihrem Rucksack und schlüpfte dazu in eine weisse Bluse. Dann verliess sie ihr Zimmer. Nach einigen Fehlversuchen schaffte sie es schliesslich, den Saal zu finden. Als sie dort an ihrem kleinen Tisch sass, fühlte sie sich nun doch ein wenig allein. Ausser ihr war nur ein anderer Gast zu sehen, ein Herr mittleren Alters, fein angezogen mit grauem Anzug und Krawatte. Hier schien echt nichts los zu sein. Da war es wohl nichts mit einem Schlummertrunk an der Bar. Alleine hatte sie dazu keine Lust, und der andere Gast sah viel zu geschäftsmässig und zu verkniffen aus, auf ein Gepräch mit ihm war sie nicht erpicht. Also erhob sie sich gleich nach dem Essen und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. Das jedoch war einfacher gesagt, als getan.

Die Burg war wie ein Kaninchenbau, überall zweigten Gänge ab, und ehe sie sich versah, hatte sie sich total verlaufen. Wohin sollte sie sich jetzt wenden? Ein Gang führte nach rechts, einer nach links. Sie entschied sich für den linken und war gespannt, wo er hinführte. Plötzlich wurde ihr der Weg durch eine Tür versperrt, eine dicke, schwere alte Holztür, die über und über mit Schnitzereien verziert war. Was war wohl dahinter? Dieser Weg führte definitiv nicht zu ihrem Zimmer, aber ihre Neugier war geweckt. Was war wohl hinter dieser Tür? Sie sah sich vorsichtig um. Niemand war in der Nähe, und sie holte tief Atem, packte die Türklinke und drückte sie hinunter.



Die Tür quietschte leise in den Angeln, liess sich aber problemlos öffnen. Sie steckte den Kopf hinein. Drinnen war es dunkel, und das Licht vom Gang hinter ihr reichte nicht aus, um zu erkennen, was in dem Raum war. Sie stiess die Tür vollends auf und trat ein. Mit der Hand tastete sie an der Wand herum auf der Suche nach einem Lichtschalter. Ihre Finger erspürten einen Knubbel, und sie drückte darauf.

Und riss verzückt die Augen auf. Kleine bläuliche Glühbirnen tauchten den Raum in fahles Licht, und geschickt an versteckten Orten angebrachte Lampen brachten die Szenerie aufs Beste zur Geltung. Sie lachte. Ein kleines Wachsfigurenkabinett! Unglaublich, dass sie hier in dieser Einöde auf so ein Kleinod stiess. Sie liebte Wachsfiguren, war fasziniert von der lebensechten Ausstrahlung, die sie hatten. Langsam trat sie näher an die erste Szene heran.

Es schien sich eher um die düstere Seite der Menschheit zu handeln, die hier verewigt war. Ein leiser Schauer lief ihr über den Rücken, als sie Jack the Ripper betrachtete, der vornübergebeugt dastand, eingehüllt in einen schwarzen Umhang. In der Hand hielt er ein langes Messer, und unter ihm am Boden lag sein Opfer, die Augen vor Entsetzen aufgerissen, den Mund zu einem unhörbaren Schrei geöffnet. Sie ging weiter. Die nächste Szene zeigte einen Mann, der auf einer Streckbank lag. Seine Augen waren leer vor Schmerz, sein Rücken durchgebogen, und der Folterknecht daneben drehte am Rad, um ihn noch weiter zu strecken, ihm die Knochen zu brechen und die Sehnen zu zerreissen. Sein Gesicht war unter einer Kapuze verborgen, und nur das bösartige Glitzern in seinen Glasaugen zeigte, dass der Job für ihn mehr Vergnügen als Pflicht war.

Ja, die Zeiten waren grausam gewesen, dachte sie und ging weiter, von Szene zu Szene, und eine war grausiger als die andere. Sie staunte. Es schien eine sehr umfangreiche Sammlung zu sein, der Raum war grösser als gedacht. Sie bog um eine Ecke und hielt überrascht inne. Hier begann das Reich der Monster und Mythen. Gleich als erstes erblickte sie einen Werwolf, dessen Fell jedoch schon ziemlich räudig und mottenzerfressen schien. Es musste sich um eine ältere Figur handeln. Dennoch war sie sehr gut gearbeitet.

Die roten Augen schienen von innen heraus zu glühen, und die Fänge glänzten wie von frischem Speichel. Beinahe glaubte sie seinen fauligen Atem zu riechen, und eine Gänsehaut überlief sie. Die Figuren des Kabinetts waren ausserordentlich realistisch gearbeitet, sehr lebendig, und in der spärlichen Beleuchtung hätte man leicht glauben können, sie seien echt. Leicht fröstelnd ging sie weiter. Die nächste Figur war wahrhaft schaurig.



Nosferatu, in all seiner Hässlichkeit. Die Glatze, die langen klauenartigen Fingernägel, die grau-weisse Haut, die blutbefleckten Reisszähne, all das war der Filmfigur perfekt nachempfunden. Die blutunterlaufenen Augen glänzten und schienen sie anzustarren. Er stand leicht vorgebeugt da, die Klauen ausgebreitet zum Zupacken, das Maul zum tödlichen Biss geöffnet.

Sie wich einen Schritt zurück. Diese Figur war ihr wirklich unheimlich. Die Augen schienen sie zu verfolgen, wenn sie sich bewegte. Sie beschloss, dass sie nun genug gesehen hatte, und drehte sich um, um zum Ausgang zurückzugelangen. Kaum war sie einige Schritte gegangen, hörte sie hinter sich ein leises Schlurfen. Der Schreck fuhr ihr in die Glieder und sie blieb stocksteif stehen. Das Geräusch wiederholte sich nicht, und schliesslich fasste sie sich ein Herz und drehte sich um. Nichts.

Sie lachte zittrig. Natürlich war da nichts, was sollte da schon sein? Dennoch fingen ihre Zähne an zu klappern, und sie zitterte. Hastig lief sie weiter, vorbei am Werwolf, der sie höhnisch anzugrinsen schien. Ein Kratzen erklang in ihrem Rücken, ein Kratzen wie von Krallen auf Steinboden, und ihr Herz begann ängstlich zu flattern. Bilde dir doch nichts ein, versuchte sie sich zu beruhigen, das sind nur deine Nerven. Ihre Beine wollten rennen, doch sie zwang sich, möglichst ruhig weiterzugehen. Sie wusste, je schneller sie laufen würde, desto grösser würde ihre Panik werden.

Plötzlich rollte ihr ein Gegenstand vor die Füsse, und sie schrie auf. Entsetzt sprang sie zurück, und als sie sah, was da lag, war es endgültig um ihre Selbstbeherrschung geschehen. Ein Kopf lag da, der abgeschlagene Kopf des armen Kerls aus einer Henkersszene, die sie vorhin bewundert hatte. Nur vorhin hatte der Kopf in einem Korb unter der Guillotine gelegen. Wie also konnte er in den Gang rollen? Mittlerweile zitterte ihr ganzer Körper, und sie hatte Angst, entsetzliche Angst.


Diese Angst steigerte sich zu nacktem Grauen, als sie spürte, dass hinter ihr jemand stand. Sie konnte seine Anwesenheit fühlen, und ihre Nackenhaare sträubten sich. Eiskalt lief es ihr den Rücken hinunter, als sie ein Atmen an ihrem Hals fühlte, das ihr die Haare zauste. Sie wollte davonrennen, aber ihre Beine waren vor Furcht gelähmt, und sie konnte sie nicht bewegen. Ein Wimmern entrang sich ihrer Kehle. Dann drehte sie langsam den Kopf zur Seite, die Augen weit aufgerissen, um zu sehen, wer oder was da hinter ihr stand.

Sie sah eine kleine Bewegung aus dem Augenwinkel, etwas bewegte sich auf ihren Hals zu, dann legte sich eine schwere Hand kalt auf ihre Schulter. Sie konnte die langen Fingernägel sehen, die sich durch die Bluse in ihre Haut krallten, und sie schrie. Der Griff der Finger wurde stärker, und sie hörte ein Schnuppern, fühlte dann ein Lecken auf der Haut. Sie wollte sich losreissen, um ihr Leben rennen, doch keiner ihrer Muskeln rührte sich, nur ihr Herz raste, und ein schwarzer Schleier legte sich über ihre Augen.

Eine Eiseskälte fuhr ihr in die Glieder, als sich ein kahler Kopf an ihren Hals drückte, und sie konnte seinen Atem riechen, der nach Tod und Verwesung stank. Als sich die langen Reisszähne in ihre zarte Haut bohrten, verwandelte sich ihr Schreien in ein Kreischen, das schliesslich in ein Röcheln überging, leiser wurde und verklang.


Als der Mann im grauen Anzug am nächsten Tag durch das Wachsfiguren-Kabinett schlenderte, welches er per Zufall gefunden hatte, war er beeindruckt. Besonders angetan hatte es ihm die Vampir-Szene. Unglaublich, wie realistisch die Figuren aussahen, dachte er.

Nosferatu stand da, über sein Opfer gebeugt, die Zähne tief in den Hals des Mädchens geschlagen, dessen lange blonde Haare fast den Boden berührten. Ihre gläsernen Augen, in denen sich das Grauen spiegelte, waren zur Seite verdreht, die Hände abwehrend erhoben, und nur ihr gepunkteter Rock bewegte sich leicht hin und her...





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Burgfrieden (Halloween-Gruselstory)

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