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 Partner (eine H5-0 FF)

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leiCa
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BeitragThema: Partner (eine H5-0 FF)   Mi Dez 08, 2010 1:16 pm

Sooo, nun denn... Zuerst - ich bin nervös, total. Aber diese Idee ploppte plötzlich in mein Hirn. Und was noch schlimmer war: Sie wollte raus! Dringend! So etwas hatte ich noch nie, das ist es was Herr McG bei mir anrichtet. Dies ist meine allerallererste FF, ein wirklich nur kleiner OS. Allerdings in zwei Teilen. Also ein Two-Shot... Weil's passt und weil ich eben ich bin. Nämlich fies!
So ihr Leserlinge, wenn ich mir das mal von Nina ausleihen darf, ihr seid jetzt mein Testpublikum. Das Ding soll nämlich ein kleines Weihnachtsgeschenk werden an meinen mindestens ebenso H5-0 verrückten Nebenmiraufdemsofa-Sitzer. Leider gehören mir die Figuren nicht, ich spiel nur mit rum und stell sie wieder zurück. Wenn sie mir gehören würden, würde Herr McG 44 Min. lang mit feuchten Augen in meine Richtung starren. Also los geht's! Mein allererster literarischer Erguss. Hab ich schon erwähnt, dass ich nervös bin?


Ich habe es jetzt mal hier gepostet, weil Fevers H5-0 FF auch hier ist. Aber vielleicht brauchen wir einen H5-0 FF Thread???

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PARTNER

Kapitel 1

ALLEIN



Er wusste nicht, wie lange er schon in dem Wagen saß und wartete. Zwischenzeitlich hatte es sogar angefangen zu regnen, was zusätzlich nicht zu seiner Stimmung beitrug. Es war immerhin der Tag vor Weihnachten, eigentlich hatte er etwas ganz anderes geplant. Eigentlich. Aber das war, bevor... ehe... . Er schob diesen Gedanken beiseite. Das konnte er sich jetzt nicht erlauben. Er wusste genau was er wollte, hatte alles durchdacht, genau geplant.
Herrgottnochmal, er war ein SEAL. Navy SEAL. Kampftaucher. Ausgebildeter Einzelkämpfer. Kampfsportler.
Und genau das war auch sein Problem. Niemand hatte ihm beigebracht, wie man so eine Aufgabe bewältigte. Verlass dich auf deine Intuition! Das hatte ihm sein Vater immer gesagt und er war immer gut damit gefahren. Bis Danny kam. Daniel Williams, Detektiv aus New Jersey und eine unglaubliche Nervensäge. Intuitiv handeln? Fehlanzeige! Spontaneität? Um Gottes Willen!
„Du willst da jetzt rein? Allein? Ohne Rückendeckung? Ohne Verstärkung?“ Das hätte Danny gefragt. Um dann sicherlich eine Stunde lang ohne Unterlass zu lamentieren. Über die Sturheit von Lieutenant Commander Steve McGarrett, seine Risikobereitschaft und Kompromisslosigkeit! Steve hätte sich dann zum wiederholten Male über Dannys Krawatte beschwert, die sich Steves Meinung nach nur zum Abbinden von Schuss- oder Stichverletzungen eignete. Professionell wollte der Detektiv vom Festland, der Fremde auf Hawaii, der Haole damit aussehen. Steve musste leise lachen, als er sich erinnerte, wie genervt Danny war, als er auf einer Feier feststellen musste, selbst mit einem Kellner verwechselt zu werden, während Steve im schwarzen Anzug und der seltenen Krawatte aussah wie James Bond.
Wütend auf sich selbst schüttelte Steve alle Gedanken an Danny aus seinem Kopf. Danny war nicht mehr da, und das, was er vorhatte, war einfach. Punkt.
Seine rechte Hand öffnete das Handschuhfach seines Fahrzeugs nur um dann über der Waffe zu verharren. Steve öffnete und schloss die Hand ein paar Mal und besann sich. Er konnte doch keine Waffe da mit reinnehmen, vielleicht gab es ja dort diese Schnüffler, die auf so etwas spezialisiert waren. Wenn sie die Waffe entdeckten, war sein Vorhaben gescheitert, bevor es angefangen hatte. Frustriert über sich selbst knallte Steve mit etwas zu viel Schwung das Handschuhfach wieder zu. Für so etwas Einfaches brauchte man keine Waffe!
Er würde das Tor öffnen, das Büro – oder was auch immer es dort gab – aufsuchen, seine 'Bestellung' abholen, bezahlen und fertig. Ganz normal, wie jeder andere ihrer 'Kunden'. Niemand würde ihn erkennen, niemand würde Verdacht schöpfen und er wäre einen ganz großen Schritt weiter.
Mit einem kleinen Seufzer sprang Steve aus dem Wagen in den jetzt immer stärker prasselnden Regen. Er war mit seinem eigenen Fahrzeug, einem großen schwarzen Truck, zu dieser Adresse gefahren. Der 5-0 Camaro war auf der Insel einfach viel zu bekannt. Ein weiteres Mal fiel sein Blick auf das große hohe Eisentor in dem festen Gitterzaun, der das abgelegene, weitläufige Gelände umfasste. Er war noch nie hier gewesen, kannte die Gegend überhaupt nicht. Dabei kannte er doch sonst auf dieser Insel jeden noch so verlassenen Pfad, jede noch so unbekannte Straße. Jedenfalls für Steve McGarrett waren es Straßen, man konnte auf ihnen von A nach B fahren, ohne dass einem Bäume, Felsen oder sonst was den Weg versperrten. DAS war es, was seiner Meinung nach Straßen taten. DAS war die Aufgabe von Straßen. Das entscheidende an Straßen aus Daniel Williams' Sicht war, dass man sie mit einem sauberen Auto befuhr und mit einem ebenso sauberen Auto auch wieder verließ. Sie hatten Leitplanken und waren aus Beton oder zumindest gepflastert! Und vor allem waren sie in jeder Karte verzeichnet!!!
Aber Danny war nicht hier um sich zu beschweren.
Steve war hier.
Allein.
Und bewegte sich trotz des Regens ziemlich langsam auf das geschlossene Tor zu.

________________________________________________________________________________

„Du willst was??? Ein... ein.... WAS??? Ich weiß ja, du bist total irre, durchgeknallt und so weiter, aber das?“

Kamokane hielt einen seiner beliebten Shave-Ice Becher in seiner Pranke, vergass völlig den kleinen Jungen neben sich, der das quietschblaue Eis sehnsüchtig anstarrte.
'Schlumpfgeschmack?' dachte Steve kurz, bevor er sich wieder dem Riesenfleischberg vor ihm zuwandte.
„Was muss ich tun? Wieder eins deiner Triple-XXL Shirts kaufen und damit rumlaufen? Muss ich wieder Litfasssäule spielen? Komm schon, du weißt doch, wo man sich so etwas auf dieser Insel besorgt. Du kannst doch auch sonst immer alles beschaffen, was es hier gibt. Erzähl's mir, und ich verrate auch keinem, dass der Tipp von dir kam.“

„Sei ehrlich. Das tust du nur wegen Williams, oder? Du tust es für den Haole?“

Der kleine Junge zupfte mittlerweile sehr ungeduldig an Kamokanes Hosenbein, nicht im Mindesten von dessen Statur beeindruckt. Sein Blick ging zwischen den Männern hin und her und fiel dann auf Steves Polizeimarke am Gürtel. Seine Augen wurden größer.

„Du bist ein Cop nicht wahr!? Der Kerl hat mein Geld und gibt mir mein Eis nicht. Das tropft schon! Tu was!“

Ungeduldig riss Steve Kamokane den Eisbecher aus der Hand und knallte ihn dem Jungen vor die Brust.

„Hier... und wenn deine Zunge dauerhaft blau bleibt: Komm nicht zu mir!“

„Besser 'ne blaue Zunge als so bunte Bildchen auf den Armen! Bunt ist für Mädchen!“

Sprach's, drehte sich um und rannte, nur um aus sicherer Entfernung noch mal zurück zu schauen und Steve die (noch) nicht blaue Zunge raus zu strecken. Steve verschränkte die Arme, ließ lächelnd das Kinn auf die Brust fallen und schüttelte leicht den Kopf.

„Tust du es für ihn, brah?“, versuchte es Kamokane leise noch einmal.

Steve blickte ihn lange an.

„Ganz ehrlich? Ich tue es für mich!“



_____________________________________________________________


Nachdem Steve das Tor hinter sich geschlossen hatte, blickte er sich um. Viel los war hier nicht. Einige wenige Menschen rannten durch den Regen, um in den verschiedenen Lagerhallen und Hütten zu verschwinden. An einem kleinen Haus führte eine Treppe zu einer weit geöffneten Eingangstür, drinnen brannte Licht. „BÜRO“ stand in großen Lettern neben einem schon lange nicht mehr geputzten Fenster.
„Na, das erspart mir zuviel überflüssige Fragerei“, dachte Steve erleichtert und setzte sich in Bewegung. Weit kam er allerdings nicht.
Durch den Regen hatte er das leichte Knurren hinter sich erst gar nicht gehört. Aber es wurde lauter und als Steve sich umdrehte, starrten ihn zwei große runde Augen an. Ein blaues und ein braunes...
„Dass es das nur bei Hunden gibt“, wunderte er sich kurz. In so eine Richtung gingen seine Gedanken in letzter Zeit öfter... .
Durfte man das ignorieren, wenn Hunde einen anknurrten? Und wenn sie wie jetzt dieser Fellhaufen die Lefzen hochzogen? Vielleicht hätte er doch Kono mitnehmen sollen. Kono konnte gut mit Hunden. Sie hatte ja auch den kleinen komischen Hund dieser Mädchenhändlerin aufgenommen. Eindeutig kein Männerhund. Im Gegensatz zu diesem Riesenvieh.
OK, was hatten Hunde gerne?
Knochen! Hatte er nicht dabei. Jedenfalls keinen, den er hergeben wollte.
Würstchen! Gleiche Antwort.
Kraulen hinter den Ohren? Bingo! Gesetz den Fall das Vieh hatte Ohren. Zu sehen waren sie nämlich nicht, sie waren unter jeder Menge Fell vergraben. Recht zögerlich ging Steve in die Knie und streckte seine Hand nach dem Kopf des Tieres aus um ihn nur ganz vorsichtig zu tätscheln. Zögerlich und vorsichtig waren allerdings Eigenschaften von denen dieser Hund noch nie gehört hatte. Ehe sich Steve versah, hatte er die Zunge des Hundes begleitet von einem nicht ganz so zarten Hauch Hundeatem im Gesicht. Lecker!

„Ah, da hat sich ja jemand schon einen Freund gemacht!“ hörte er plötzlich eine leise Stimme hinter sich.
Er stand langsam auf, versuchte sich den Hund und dessen überschwängliche Liebesbeweise dabei vom Leib zu halten, drehte sich um und beobachtete mit schiefgelegtem Kopf einen älteren Mann mit Baseballmütze, der ohne zu zögern auf ihn zukam. Jetzt ging es los... .

„Wir hatten telefoniert. Ich komme wegen-“

„Natürlich tun sie das, natürlich...“ sagte der Mann bedächtig. „Ich habe schon alles vorbereitet, kommen Sie mit. Ins Trockene.“

Während er dem Mann ins Büro folgte, war einzig und allein ein Gedanke in seinem Kopf. Danny hätte das auch getan, ganz sicher. Vielleicht nicht genau so, aber das Ergebnis wäre das Gleiche. Er schreckte aus seinen Gedanken, als ein Karton vor ihn auf den Tisch gestellt wurde. Nach einem kurzen Zögern zog er das Päckchen langsam zu sich herüber. Er öffnete vorsichtig den Deckel und blickte hinein. Langsam lies er den Atem aus seiner Lunge, von dem er noch nicht mal wusste, dass er ihn angehalten hatte.
Steve zog die Augenbrauen zusammen, so dass diese für ihn so typische Falte über der Nase entstand, und starrte sein Gegenüber lange an. Er wollte, dass der Typ ihm erklärte, was es nun damit auf sich hatte. Bis ins letzte Detail wollte er alles wissen, ganz genau informiert werden. Mit diesem Gesichtsausdruck klappte das immer, allerdings er war sich nicht ganz sicher wie Danny diese Variante immer genannt hatte. Aneurysmus Gesicht? Verstopfungsgesicht? Egal. Auf jeden Fall funktionierte es auch dieses Mal.

„Sie sollten sich diese Informationen gut merken und weiter geben. Denn das ist ja wohl nicht für sie, oder? Oder etwa doch?“

Steve funkelte den Mann ungläubig an, zog ganz langsam die linke Augenbraue hoch und drückte den Deckel wieder auf die Box. Dann drehte er sich wortlos um und ging.
In seinem Truck stellte er den kleinen Karton vorsichtig auf den Beifahrersitz, lehnte sich zurück und atmete tief durch. Er hatte es getan, er hatte es wirklich getan. Und wenn er es jetzt auch noch auf direktem Wege lieferte, nichts dazwischenkam, dann würde es sonst auch niemand erfahren.


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BeitragThema: Re: Partner (eine H5-0 FF)   So Dez 12, 2010 4:31 pm

So, meine Lieben Leserlinge, hier geht es jetzt weiter mit Steve, unserem Lieblingsseal. Danke danke danke an alle Feedbacklinge, das hat mich wahnsinnig gefreut!
Und nun, öffnen wir das Paket!
Let me entertain you, hoffentlich......








Kapitel 2

NICHT ALLEIN

Der Weg zu seinem Ziel war weit. Auf direktem Wege ging hier auf dieser Insel nichts. Auch nicht eine Autofahrt. Steve wusste das.
Eigentlich wollte er das Päckchen schnellstmöglich abliefern. Das war das Wichtigste. Aber ein kurzer Blick an sich herunter zeigte Steve, dass das so nicht ging. Durchnässt, vollgesabbert und voller Hundepfotenabdrücke - 'Wann hatte dieses Vieh denn das letzte Mal eine Pfotiküre gehabt?' – das wirkte weder einladend noch unverdächtig. Duschen war angesagt und obwohl das Hawaii Five-0 Hauptquartier mit seiner wirklich großzügigen Dusche und Steves Lieblingsduschbad mit Ananasduft näher war, zog es Steve zu seinem eigenen Haus am Strand. Lästige Fragen von Chin und Kono waren genau das, was er jetzt nicht gebrauchen konnte.
In der Auffahrt vor seinem Haus blieb Steve noch eine Weile im Wagen sitzen. Immer wieder warf er einen Blick auf das Päckchen neben sich. Sollte er es im Truck lassen oder mit ins Haus nehmen? Da er nicht wusste, ob seine Schwester Mary im Haus war, aber im Gegensatz dazu wiederum ganz genau wusste, wie neugierig sie war, entschied er sich dafür, die Box auf dem Beifahrersitz stehen zu lassen. Er wollte niemandem irgend etwas erklären müssen. Nicht, bevor er es nicht für sich selbst geklärt hatte.
Er musste sich eben ein bisschen beeilen. Kein Problem. Er war immerhin ein Kerl, konnte schnell duschen, brauchte sich nicht stylen, einmal ein Handtuch durch die Haare und fertig. Der Karton würde nicht lange unbeobachtet bleiben. Trotzdem ging er noch zwei Mal zurück, um zu überprüfen, ob er den Truck auch wirklich abgeschlossen hatte.

Ein halbe Stunde später und umgeben von einem leichten Hauch Kokosduft setzte Steve seine Fahrt fort. Er hasste dieses Shampoo von Mary. So unmännlich. Aber da sie die meisten Einkäufe erledigte, hatte er kein Recht sich groß zu beschweren. Und zarte Andeutungen verstand sie nicht – oder wollte sie nicht verstehen.
Damals, als Danny noch neben ihm im Auto saß, hatte er es tunlichst vermieden, irgendwie zu duften. SEALs dufteten nicht, sie rochen. Sie rochen gut. Nach SEa, nach Air und nach Land. Nach Meerwasser, Männerschweiß und im Höchstfall nach feuchtem Sand. Erst als er erfuhr, wie sehr Danny Ananas hasste, nicht nur auf Pizza, hatte er sich dieses Ananasduschbad gekauft. Der Ausdruck in Dannys Gesicht als er frisch geduscht mit 'Pineapple Dreams' ins Auto stieg, war nicht zu bezahlen. Und das Beste war, er konnte sich nicht revanchieren – jedenfalls nicht, solange es kein Schinkenduftshampoo gab! Die Wahrscheinlichkeit war allerdings gering... Steve musste lachen. Der ganze Camaro hätte dann nach Pizza Hawaii gerochen...
McGarrett atmete tief durch. Schon wieder diese Erinnerungen. Das war einfach nicht gut. Vor allem nicht über die Feiertage. Steve schaltete das Autoradio ein. Ablenkung!

Last christmas, I gave you my heart....
Na großartig, alle Jahre wieder der gleiche Mist. Nächster Sender. Knopfdruck.

Rudolph the rednosed reindeer....
Gene Autry. Noch schlimmer. Knopfdruck.

...Santa Claus is coming to town...
Verboten. Gehört eindeutig verboten. Knopfdruck.

All I want for christmas is you...
Jetzt reicht's. Schluss. Aus.

Waren denn alle im Weihnachtswahn? Steve McGarrett, Lieutenant Commander und Ex-SEAL, hört so etwas nicht. Auch nicht zu Weihnachten. Wo waren denn Rammstein, wenn man sie mal brauchte? Oder Korn? Oder wenigstens Wolfmother? Alle untergetaucht?
Naaaah, Steve grunzte, saßen bestimmt auch alle um den verdammten Weihnachtsbaum und hörten den lieben Kinderchen zu, wie sie Blockflöte spielten. 'Der Flötenschlumpf fängt an'. Was??? Wo kam das denn jetzt schon wieder her? Warum schlichen sich auf einmal ständig irgendwelche schlumpfigen Gedanken in sein Hirn. Fing er an den Verstand zu verlieren? Dieser Hawaii-Cocktail war auch blau... Danny hasste ihn. Verdammt. Verdammt. Verdammt. Steve schlug auf's Lenkrad.
Verdammt, er war da.

Er parkte an der üblichen Stelle. Dort, wo er auch schon die letzten Wochen immer mal wieder geparkt hatte. Steve griff nach dem Päckchen, stieg aus und ging auf das ausladende, schmiedeeiserne und sicherlich ziemlich teure Eingangstor zu.

„Ja?“, meldete sich eine verzerrte Frauenstimme, nachdem Steve auf den Klingelknopf an der Gegensprechanlage gedrückt hatte.

„Ich bin's. Steve. Also... ich wollte etwas ab-“

„Oh, ja natürlich, sicher, komm rein.“

Ein Summer ertönte, das Eingangstor öffnete sich und gab den Blick auf ein sehr großzügiges Anwesen frei. Der Kies auf der Einfahrt knirschte als Steve sich mit großen Schritten der Villa näherte. Er blickte sich nicht groß um. In der letzten Zeit war er öfter hier gewesen. Aber an das erste Mal würde er sich ewig erinnern.

__________________________________________________________________

„Hier ist es“, meinte Danny. Glücklich sah er dabei nicht aus.

„Hier ist was?“ Steve starrte ihn verdutzt an.

„Das Haus in dem meine Ex wohnt“.

„Oh.“

Es war wirklich ideal. Das musste Steve zugeben. Und nur das hatte Danny auch wohl zu dieser Entscheidung bewogen. Von hier aus konnten sie die Verdächtigen, die das Nachbarhaus als Unterschlupf und Tarnung benutzten, hervorragend im Auge behalten.

„Und bevor ich mir von dir hinterher auch nur irgendwas anhören muss... Ja, ich habe mich hochgeheiratet. Rachel ist heiß, heiß, heiß und sexy und ich kenne alle Witze darüber! Präzise gesagt: Halt dich zurück, Steve“.

„Präzise?“ Steve hob eine Augenbraue und grinste. „Darf ich denn wenigstens ein Gesicht machen? Komm schon, ich habe geübt.“

„Nein!!!“

„Mein Empathie-Gesicht solltest du sehen. Sehr präzise. Leicht schräge Kopfhaltung, feuchte Augen, ich beiße mir leicht von innen in die Wange. Und meine Nasenflügel vibrieren – wow - das war schwierig.“

„Nein!!!!!!!“

„Oh, noch besser, wie wär's mit meinem 'Ich nehme dich immer ernst-Gesicht'? Kurz Indie-Face? Oder dem 'Dannys Ex ist heiß, ERGO mache ich mich lustig-Gesicht?'“

„Du hörst nicht auf, oder? Wenn wir jetzt nicht sofort reingehen, hörst du nie auf, nicht wahr?“

Steve warf seinen Kopf in den Nacken und lachte. Aber wenn Dannys Rachel auch nur annähernd so aussah, wie seine Rachel damals, dann müsste er wohl spontan dieses ERGO-Gesicht erfinden.

Sehr, sehr neugierig stand Steve dann zusammen mit seinem Partner vor der Haustür und wartete. In den Händen und unter seinen Armen hielt er die silberfarbenen Alukoffer mit der kompletten Überwachungsausrüstung des Hawaii Five-0 Teams.

„Hallo Rachel, das ist Commander Steve McGarrett. Steve, das ist meine ziemlich hässliche Ex-Frau Rachel“.

Alles was Steve dann noch tun konnte war starren und sich verzweifelt an seinen Koffern festhalten.




___________________________________________________________



Steves Erinnerungen fanden ein abruptes Ende, denn dieses Mal öffnete Rachel die Tür noch bevor Steve klingeln konnte.

„Ich hätte nicht gedacht, dich vor den Feiertagen noch mal zu sehen“, meinte sie erstaunt. Ein paar überraschte braune Augen blickten fragend in Steves dunkle blaue.

Steve lächelte und schaute nach unten.

„Verständlich. Unsere Feiertags-Tradition ist ja wohl ein bisschen anders. Immerhin habe wir uns vor acht Jahren um diese Zeit getrennt.“

„Ganz so war es ja wohl nicht. Du wurdest abberufen...“

„Und du bist nach New York. Ohne ein Wort... Aber du hast ja schnell Ersatz gefunden, erstaunlich schnell sogar, oder?“

Rachel reagierte nicht – zeigte keinerlei Regung. Und keiner von beiden wusste überhaupt, ob es richtig wäre, wenn sie es täte...

„Aber genau genommen wollte ich ja auch nicht zu dir sondern zu Gracie. Ist sie da?“

Die Frage war überflüssig, denn im selben Moment ertönte ein glückliches „Onkel Steve, Onkel Steve!!!“ aus dem Treppenhaus und ein quirliges, dunkelhaariges, siebenjähriges Mädchen stürmte auf ihn zu. Ehe Steve auch nur irgendetwas erwidern konnte, zerrte sie ihn die Treppe hinauf.

„Komm mit auf mein Zimmer. Ich muss dir etwas zeigen!“

Mit einem gespielt verzweifelten Blick drehte sich Steve nochmal zu der lachenden Rachel um und ließ sich bereitwillig abführen. Grace' Zimmer kannte er mittlerweile schon, aber er war jedes Mal auf's Neue wie erschlagen. Pink, pink und nochmal pink. Er konnte sich nicht erinnern, dass Mary jemals so eine pinke Phase gehabt hatte. Das Einzige, was hier nicht pink war, war Mister Hoppy in seinem Käfig.

„Hier schau mal, Onkel Steve... Danno hat mir eine Weihnachtskarte geschrieben, aus New Jersey!“

Steve schluckte, um ein Lächeln bemüht.

„Das... das ist schön Kleines. Das freut mich.“

„Ich vermisse Dad“, flüsterte sie so leise, dass Steve sie kaum verstand. „Ich würde gerne auch mit ihm Weihnachten feiern. Aber Stan meint, das wäre nicht so schön.“

„Hey“, meinte Steve ruhig, „das ist okay, dass du deinen.... dass du Danny vermisst, Liebes. Ich bin überzeugt, er vermisst dich genauso. Aber er ist bei deinen Großeltern, sie haben so lange auf ihn verzichten müssen. Du besuchst ihn doch zum Jahreswechsel.“

Steve legte Grace sanft einen Finger unter das Kinn, hob ihren Kopf ein wenig und sah die Kleine eindringlich an, bis er ihr zu seiner Erleichterung ein kleines Nicken abringen konnte. Das allerdings schon bald abgelöst wurde von einem erwartungsvollen Grinsen.

„Aber wir beide gehen bald surfen? Nicht wahr? Mit Kono? Das hast du mir versprochen!!!! Ich kann schon auf dem Brett stehen, auch wenn's wackelt, ich habe im Pool geübt!“

„Keine Angst vor Quallen?“

„Pffft, Quallen, es ist nicht die Jahreszeit für Quallen, das hast du selber gesagt und außerdem können wir ja Essig mitnehmen. Haben wir in der Schule gelernt. Das hilft!!!“

'Das wird ein wirkliches Beach-Girl, so anders als ihr Danno', dachte Steve kurz.

Sie wirbelte herum mit ihren langen dunklen Haaren und den langen Armen und Beinen. Und Steve McGarrett erinnerte sich an ihre erste Begegnung, als er Grace kennenlernte. Zusammen mit Chin, Kono und Danny in diesem Football-Stadion. Wie hat Danny das nur hingekriegt, hatte er sich noch gefragt. Der kleine bullige, gedrungene, blonde Daniel Williams und dieses hübsche Mädchen mit diesen dunklen Haaren, dem lustigen Grübchen im Kinn und diesem schlaksigen Körper. Er hatte es auf die wohl starken Gene von Dannys Ex-Frau geschoben.

„Wann gehen wir denn nun surfen, wann wann wann Onkel Steve?“

Abwartend schaute sie ihn an und zog dabei die linke Augenbraue in die Höhe.

„Wenn deine Mutter nichts dagegen hat, können wir jeden Tag gehen, Kleines, jeden Tag“, meinte Steve leise. Bei 'Onkel Steve' musste es wohl bleiben und das war schon mehr als er jemals erwartet hätte. 'Onkel Steve' – das fühlte sich doch gut an...

Grace' große fragende Augen fielen auf die Box, die Steve schon die ganze Zeit in der Hand hielt. Mein Gott, jetzt hatte er das Wichtigste schon fast vergessen.

„Weißt du wie schön es ist, Weihnachten nicht allein zu sein? Das ist das Allerallerallerwichtigste. Niemand sollte zu dieser Zeit allein sein. Wirklich niemand. Und darum.... das hier, Gracie, das ist mein Weihnachtsgeschenk für dich!“

Er reichte Grace die kleine Box.

„Du darfst, nein, du musst es allerdings jetzt schon öffnen. Aber ganz vorsichtig. Merry Christmas, Gracie!“

Grace stellte den Karton vor sich auf den Boden, setzte sich im Schneidersitz davor und hob vorsichtig den Deckel.

Steves „Es ist leider nicht pink“ ging in einem Mix aus Lachen und Quietschen unter.

„Aber es ist sooooooo weiß und soooooo puschelig!!!!“, rief Grace glücklich.

„Und ich habe auch schon einen Namen“, verkündete Steve stolz.

„Nennen wir es Mrs. Hoppy!“





-AUS DIE MAUS-

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Szene 1


Szene 2

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