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 Unexpected

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Eisherz
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BeitragThema: Unexpected   Mi Mai 25, 2011 3:21 pm

Hi Mädels :)

Tja, eine Pause muss überbrückt werden und manche Gedanken wollen einfach niedergeschrieben werden und so überbrücke ich unsere Pause mit einer Geschichte über Steve und Danno. Ich hoffe ihr lest sie, obwohl sie wirklich an den Haaren herbei gezogen ist, aber mir kommen nunmal immer komische Ideen, wenn ich die beiden sehe. Dies ist sicherlich nicht meine beste Geschichte, aber ich wollte sie euch nicht vorenthalten :)

Ich freue mich auf Kritik und Lob und was immer ihr mir zu sagen habt :)
(Mal sehen, wer mich als erstes haut, weil Steve etwas weich ist ;))


----
Cover:


Big: http://1.bp.blogspot.com/-P_CYKohstK8/Td0dCwSd8CI/AAAAAAAAASE/WWaY_c2lNZQ/s1600/cover22.jpg

Chapter one - Unknown

Unexpected
Unreachable
For me
Shines a light in the window to the sky
Unexpected
For me


„Ich brauche dich.“ Die Augen seines Gegenübers waren wie dunkle Murmeln, die das Sternenlicht reflektierten. Die Lippen von einem zarten rosa und dunkles Haar, mit leichtem Ansatz von grau. Er begann zu schwärmen und sich vorzustellen, seine Hand über die Wange zu streichen. Das alles erinnerte ihn an etwas, dass er schon lange vergessen hatte. Er hatte vergessen wie es war jemanden so toll zu finden, dass alles andere unwichtig wurde. Er hatte die Liebe vergessen.
Sein Gegenüber war unerwartet in sein Leben getreten, als er einen neuen Job angenommen hatte. Damals hatte er in Jersey gelebt und nicht auf dieser Insel. Nun war er hier, in Hawaii. Sein Gegenüber beugte sich zu ihm und schlang seine Arme um seinen Körper....
Dann wurde er mit riesiger Geschwindigkeit in die Realität befördert. Unsanft. Unerwartet.

Steve stand nun schon seit zehn Minuten in Danno's Büro, der mit dem Kopf auf dem Tisch lag und die Tischplatte vollsabberte. Steve nahm sein Handy und machte ein Beweisfoto, dass er am Ende des Tages ausdrucken würde und dann an die Pinnwand heften würde. Er schlich sich leise an Daniel ran und beugte sich über ihn. Als er dicht an seinem Ohr war, schrie er: „FEUERALARM.“
Danny schreckte hoch, sah ihn mit offenem Mund an und seine Gesichtsfarbe wechselte von normal zu knallrot. „Sorry Alter, ich bin eingepennt.“
„Harte Nacht gehabt?“ Steve grinste anzüglich.
„Jo. Gracie ist krank und Rachel hat sich einen tollen Tag mit Staaaan gemacht.“ Danny dehnte den Namen dieses abscheulichen Menschen absichtlich. Er hatte ihm die große Liebe weggenommen und kaufte seiner Tochter ständig tolle Sachen, die sich Danno nie im Leben leisten konnte.
„Scheiße.“
„Du sagst es. Was gibt's?“
„Es ist Mittag. Wollen wir was essen gehen? Kono und Chin sind bereits weg.“
„Jo, gib mir eine Minute.“
Steve nickte und verließ das Büro, um in sein eigenes zurück zu kehren. Danno hielt sich die Hand vor die Stirn. Was war denn das gewesen? Er war noch nie auf der Arbeit eingeschlafen und vor allem hatte er dabei noch nie so merkwürdige Gedanken gehabt. Er schüttelte den Kopf, stand auf und reckte sich, um die wirren Gedanken zu verscheuchen. Er räusperte sich und ging dann in Steves Büro. Er trug eine helle Cargohose und ein dunkelblaues Hemd. Sein Stil war einfach schrecklich. Und diese Schuhe. Danny sah an sich hinunter. So unterschiedlich wie Mann und Frau. Aber wer war die Frau? Danny schüttelte den Kopf. Was war nur mit ihm los?
„Alles klar bei dir? Hast du ein Gespenst gesehen oder hab ich was im Gesicht?“
„Äh nein. Lass uns gehen.“
„Ich fahre.“
„Das ist ja wohl nichts Neues. Du fährst doch ständig.“
„Du fährst ja auch wie eine Schnecke.“ Steve grinste.
„Und du wie eine Sau.“
Daniel stieg auf den Beifahrersitz und lehnte seinen Kopf gegen die Scheibe. Steve beobachtete ihn und begann sich zu fragen, was mit seinem Partner los war. Sonst war er doch nicht so abwesend. Selbst wenn er wenig Schlaf hatte. Er zuckte mit den Achseln, startete den Wagen und fuhr zum Restaurant. Sie nahmen an einem kleinen Tisch Platz und bestellten Essen.
Danny sah Steve dabei zu, wie er auf seinem Handy herumtippte und es machte ihn rasend. Er wusste genau, dass er wieder mit einer seiner vielen Frauen schrieb. Er konnte nicht verstehen, wie ein Mann so viele Frauen gleichzeitig beglücken konnte und das so ganz ohne Gefühle. Er war immer jemand gewesen, der nur mit einer Frau was anfing, wenn er auch etwas für sie übrig gehabt hatte. Es waren nicht viele gewesen und viele hatten ihn wieder abserviert, aber er war nie so rücksichtslos gewesen, wie Steve. Da war diese Kleine, Cathrine, die ihn manchmal mit Informationen versorgte und mit Kono flirtete er auch des Öfteren. Er konnte seine Finger einfach nicht bei sich behalten und immer wirkte er so, als würde er einfach nicht das finden, was er sucht. Steve legte sein Handy weg und blickte zu Danny, der ihn immer noch ansah. “Wenn du mir nicht gleich verrätst, warum du mich so ansiehst, hast du meine Faust irgendwo, wo du sie nicht haben willst.”
“Du bist nur einfach so hässlich und du bekommst immer mehr graue Haare. Ich hab nur mal wieder festgestellt, dass ich viel besser aussehe als du.”
“Keiner steht auf Gartenzwerge, die eine Krawatte tragen.”
“Und keiner steht auf Möchtegern-Rambos.”
“Gut.Wie du meinst. Du gehst mir heute echt auf den Sack. Hast du wenigstens was für unseren Fall getan? Ach nein, warte, du hast ja GESCHLAFEN! Wärst du nicht mein Partner, würde ich dich jetzt raus werfen.” Steve sah ihn grimmig an. Seine Augenbrauen hatte er zusammengezogen und seine Lippen fest aufeinander gepresst. Seine Stimme war lauter gewesen, als sie hätte sein müssen und an seinem Hals trat eine Ader hervor. Das tat sie immer, wenn er sich aufregte.
“Reg dich ab. Ich hab im Geiste gearbeitet.”
“Woran? An einer Soap?”
“Sei einfach still.” Danny bekam immer schlechte Laune, wenn Steve sich wieder benahm wie ein Baby, dass zu groß geraten war. Er hatte weder Manieren, noch Respekt und schon gar keine Gefühle. Der Mann war einfach ein riesiger, gutaussehender Klotz. Danny musste lächeln. Das war der passendste Vergleich den er in den letzten Monaten gemacht hatte.
Steve stocherte in seinem Essen herum und sah auf Danno's Teller. “Steve, schmeckt es dir wieder nicht?” “Dein Essen sieht besser aus als meins.”
“Was bist du? Ein Kind, dass das Essen von Papi haben will?” Steve sah aus dem Fenster. Sein Blick wurde dunkel. Danny schlug sich gedanklich vor die Stirn. “Man, es tut mir leid. Ich wollte nicht..”
“Schon gut.”
“Hier, wir tauschen.” Danno stellte seinen Teller auf Steves Platz und nahm sich den anderen Teller. Steve nickte. Manchmal konnte er Danny gut leiden. Er war ein guter Freund. Er war es nicht gewohnt Freunde zu haben. Er hatte immer nur Kollegen gehabt, die gar nicht mit ihm zurecht kamen, doch die meiste Zeit war er alleine gewesen. Er hatte immer Befehle gegeben. Keiner hatte sie je angezweifelt oder auch nur gewagt eigenständig zu denken. Jetzt in der Taskforce war das anders. Jeder kam mit Vorschlägen zu ihm und Danny stoppte ihn, wenn er wieder zu weit ging. Er merkte das nichtmal mehr. Steve wusste, dass er nichts mehr fühlen konnte. Nicht seitdem sein Vater erschossen wurde. Er hatte niemanden mehr. Nur seine kleine Schwester, die weit weg lebte und ihn eigentlich auch nicht richtig leiden konnte. Er war einfach ein zu schlechter Mensch. Steve sah Danno an. Danno war klein, blond und hatte blaue Augen. Er sah ehr nach einem Versicherungsvertreter aus, als nach einem Cop. Aber er war ein guter Cop und ein guter Freund geworden und doch hatten sie sich ständig in den Haaren und nur Gott wusste, wieso das so ist.
“Ist das besser?” Danno deutete auf den Teller.
“Ja. Danke.”
“Kein Problem. Hier auf der Insel schmeckt ja eh alles gleich.”
“Du vermisst die Stadt, oder?”
“Manchmal. Aber du weißt doch...”
“...Gracie..:”
“Ja.” Steve nickte. Er hatte Daniels Tochter ins Herz geschlossen, auch wenn er das nie richtig zeigen konnte und er war froh, dass Danny nicht weggehen würde, solange seine kleine Tochter hier lebte.
“Was steht heute auf dem Plan?”
“Ähm. Es gibt noch keinen neuen Fall. Nur den, an dem wir schon seit Monaten arbeiten. Manchmal glaube ich, dass wir Hess niemals kriegen und wir das Rätsel um meinen Vater niemals knacken werden.”
“Sag das nicht Steve. Wir werden ihn schnappen und er wird büßen für das, was er dir angetan hat.” Danno sah Steve lange in die Augen, die wieder so weit weg waren. Das passierte ihm oft, auch wenn er es immer zu vermeiden versuchte. Aber manchmal, wenn er sich unbeobachtet fühlte, sah er so verletzlich aus. Manchmal, so wie jetzt, nur für den Bruchteil einer Sekunde. Kaum wahrzunehmen für jemanden, der nicht so viel Zeit mit ihm verbrachte. Er war ein guter Seal, aber ein noch besserer Schauspieler.
“Wir sollten zurück ins Büro. Du fährst.”
“Ich?” Daniel zog die Stirn kraus. Er ließ ihn doch sonst nicht fahren. Auch wenn es eindeutig sein Wagen war, den Steve jedes Mal quälte.
“Ist doch dein Auto.”
“Ach, auf einmal?”
“Jo.” Lächelnd ging Steve davon und drehte sich dann um: “Kommst du jetzt oder soll ich schon vorlaufen?”
“Spinner.” Daniel legte Geld auf den Tisch und ging Steve hinterher. Warum musste er eigentlich ständig zahlen? Steve hatte viel mehr Kohle. Und warum ließ er sich ständig von ihm rumkommandieren. Er war doch kein Dressuräffchen.
Kaum saß er hinter dem Steuer fing Steve an am Radio rumzuspielen. Doch irgendwie gefiel ihm kein einziges Lied und er stellte es wieder ab. “Immer dieses schnulzige Zeug. Da bekommt man ja Krämpfe.”
“Stell dich nicht so an. Letztens erst haben wir hier “Sexy Eyes” gehört, weil du es toll fandest.”
“Dir hat es doch auch gefallen.” Zornig blickte Danny zu Steve herüber, der sich das Lachen verkneifen musste. Steve war eindeutig die Frau. Selbst Kono war lockerer als er.
“Hast du eigentlich einen Stock im Hintern oder warum bist du immer so auf Krawall gebürstet?”
“Ich bin nicht auf Krawall gebürstet. Ich bin einfach nur ehrlich.”
“Ehrlich? Echt? Wollen wir doch mal sehen...Wann warst du das letzte Mal verliebt?”
“Geht dich nichts an.”
“So viel dann zu deiner Ehrlichkeit.”
“Ist eben privat.” Steve verschränkte die Arme vor der Brust und starrte aus dem Fenster. Verliebt. So ein Blödsinn.
“Also noch nie. Verstehe. Stimmt ja, du bist ein Eisklotz. Du kriegst bestimmt nichtmal mehr einen hoch, weil du keine Gefühle hast.”
“Ey, fahr lieber, statt deinen Boss fertig zu machen. Und nur zu deiner Info, mit meinem Sexualleben läuft es Bestens.”
“Du bist nicht mein Boss. Du bist mein Partner. Du hast nur gewisse Prioritäten, dank deiner Beziehung zu unserer Gouverneurin.”
“Und diese Prioritäten könnten deinen weißen Hintern ganz schnell von der Insel katapultieren.”
“Wenn ich gehen soll, dann sag es nur. Wobei ich glaube, dass du mich magst und mich gar nicht loswerden willst. Du bist einfach nur nicht fähig zu akzeptieren, dass ich manchmal Recht habe.”
“Pff.” Steve hatte die Nase voll und flüchtete aus dem Auto, als Danno den Wagen parkte. Dieser kam Kopfschüttelnd in sein Büro zurück und schaltete den Rechner an. Er warf einen Blick durch die Scheibe und sah, wie Steve telefonierte. Da machte wohl einer wieder ein Date für abends klar. Danny wünschte sich, er würde das nicht tun. Aber warum nicht? Er war Single. Kurz fragte Danny sich, wie es wäre, mit einer Frau die er nur flüchtig kannte ins Bett zu gehen und seinen Frust rauszulassen, doch er verwarf den Gedanken, denn er war nicht wie Steve. Er hatte noch seine Gefühle. Gefühle die ihn gerade um den Verstand brachten. Sein Magen brannte, weil er einfach nicht mit ansehen konnte, wie Steve Dinge tat, die ihm mehr schadeten als das sie ihm gut taten. Er wollte seinen Freund nur beschützen und doch wagte er nicht, ihm zu sagen, dass er das alles für falsch hielt. Steve würde eh abblocken, so wie immer. Danny setzte sich an seinen Tisch und rief seine Mails ab. Es kam nur eine Mail von seiner Tochter.

“Lieb dich, Danno.”

“Ich dich auch, Monkey.”

Er dachte gar nicht darüber nach, dass seine Tochter gar kein Internet hatte und seine Antwort vielleicht bei seiner Exfrau ankommen würde. Aber es war egal. Er liebte sie beide. Oder nicht?

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BeitragThema: Re: Unexpected   Do Mai 26, 2011 6:48 am

Da ich schon weiter geschrieben habe, kommt heute gleich das nächste Kapitel. Am Wochenende weiß ich noch nicht, ob ich viel online sein werde. Spätestens Sonntag müsstet ihr dann Kapitel drei bekommen. Ich danke nochmal allen für das Feedback. Hab irgendwie Angst euren Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Aber nun gut, weiter gehts.

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Chapter two - Unconscious

Can I make it right?
I realize there's no end in sight
yet still I wait
for you to see the light


Steve pfefferte sein Mobiltelefon auf den Schreibtisch und lief kurz auf und ab. Dieses Nichtstun machte ihn wahnsinnig. Da wünschte man sich fast, es würde wieder einer ein Verbrechen begehen. Es war viel zu ruhig gewesen die letzten Tage. Beunruhigend still. Er setzte sich an den Schreibtisch und rief seine Mails ab. Nichts.
Chin und Kono waren unterwegs, um Verwandten zu helfen, bei denen eingebrochen worden war. Steve warf einen Blick zu Danny, der ihn gerade ansah. Ihre Büros lagen sich gegenüber, so dass sie einander immer ansehen mussten, wenn sie am Schreibtisch saßen. Danno sah weg und tat so, als würde er etwas am PC machen. Doch Steve wusste, dass es nichts zu tun gab und es auch keine Hinweise mehr gab, was den Tod seines Vaters betraf.
Er seufzte und nahm sich die Karten und die Bücher erneut zur Hand. Alle anderen Beweismittel waren geklaut worden und kamen nur nach und nach zu ihm zurück. Gerade als er anfing zu lesen, kam Danno in sein Büro.
„Was machst du?“, fragte ihn Danny.
„Ich gehe nochmal die Beweismittel durch.“
„Meinst du du findest was?“
Danno sah sich Steve an. Er wirkte traurig und rastlos. Steve sah ihn an und zuckte mit den Achseln.
„Ich habe keine Ahnung. Aber vom rumsitzen wird es auch nicht besser“, antwortete Steve seinem Partner.
„Kann ich dir helfen?“
Steve zuckte die Achseln und Danno setzte sich ihm gegenüber hin und nahm sich eine der Postkarten. Er verstand nicht viel von Codierungen, doch für Steve würde er es versuchen. Er brauchte einen lebenden Partner, nicht einen, der nur funktionierte.
Nach zwanzig Minuten stand Steve auf und schrie „Verdammt!“
„Hast du was gefunden?“
„Nein, Mann! Und das werden wir auch nicht. Das macht mich ganz...“
„...krank?“
„Ja.“ Danno stand auf und ging zu Steve. Er legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: „Ich verspreche dir, wir werden diesen Mistkerl kriegen. Aber bitte mach dich nicht so verrückt.“
Steve schlug Dannos Hand weg und stürmte aus dem Büro. Seufzend blieb Danny in Steves Büro zurück. Er zuckte mit den Achseln, ging in sein Büro und schrieb einen Zettel.

„Bin Zuhause. Wenn was ist ruft an. Gibt im Moment nichts zu tun.“

Er klebte den Zettel an seine Bürotüre, schaltete den Rechner aus und schloss sein Büro ab. Er schloss auch das von Steve ab und bevor er rausging vergewisserte er sich, dass er auch die Haupttüre abgeschlossen hatte. Dann setzte er sich in seinen Wagen, der Gott sei Dank vor der Türe stand und fuhr in seine Wohnung. Er hatte einfach keinen Nerv mehr, ständig der Fußabtreter für alle zu sein, nur weil er nicht auf dieser Insel geboren worden war. Alleine das er das Wasser nicht mochte und eine weiße Hautfarbe hatte, machte ihn zum Außenseiter und Sündenbock für alle. Steve war am Anfang anders gewesen. Auch er ist weiß, aber er wurde hier geboren. Und sein Großvater starb auf Pearl Habor um sein Land zu verteidigen. Steves Dad war ebenfalls Polizist und lebte hier auf der Insel. Es machte ihn krank. Danno wünschte sich er könnte einfach so wieder nach Jersey ziehen. Aber das ging nicht, so lange seine Exfrau und seine Tochter hier auf der Insel wohnten. Er musste bei seiner kleinen Tochter sein. Auch wenn er das nicht mehr so oft sein konnte, wie er wollte. Es gab nur die Wochenenden, an denen er sie sehen durfte oder zu besonderen Anlässen. Während Danno seine Klamotten auszog und in eine graue Shorts und ein rotes Shirt schlüpfte, vibrierte sein Handy. Er sah auf das Display. Steve. Er ging nicht ran. Er hatte keine Lust wieder eine Diskussion zu führen. Stattdessen ging er auf die Terrasse und gönnte sich eine kalte Coke.
Steve versuchte Danno zu erreichen. Er hatte seinen Zettel gefunden und machte sich Gedanken. Er ging so rücksichtslos mit allen um und das obwohl er wusste, dass Danno es nicht leicht gehabt hatte. Frustriert knüllte er den Zettel zusammen, fuhr seinen Rechner runter und schloss alles ab. Er rief kurz Chin an und teilte ihm mit, dass keiner mehr im Büro war und wenn was sein sollte, dass er bei Danny sei. Steve setzte sich in seinen Wagen und fuhr zu Danno. Er hatte das vage Gefühl, dass er sich für etwas entschuldigen sollte. Zwar hatte er keine Ahnung wie, aber ihm würde schon etwas einfallen. Er hielt an einem Supermarkt, holte einen Sixpack Bier und hielt dann noch an einem Stand um Burger zu holen. Er dachte, dass die Danno vielleicht schmecken würden und ihm ein kleines bisschen das Gefühl gaben Zuhause zu sein. Als Steve vor Dannos Zuhause stand, war er sich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee gewesen war her zu kommen. Was sollte er nur sagen und was genau sollte er tun? Doch nun war er einmal hier und es wäre dumm wieder umzudrehen. Er stieg aus, ging zur Türe und klopfte, so wie Danno es ihm beigebracht hatte, wartete und rief dann einmal nach Danno. Als dann immer noch keine Reaktion kam, öffnete er die Türe und ging durch die Wohnung. Doch er fand Danny nicht. Also ging er zur Terrasse hinaus und sah dort Danny sitzen. Danny saß auf einem Stuhl, eine Flasche Cola in der Hand und mit geschlossenen Augen. Steve beobachtete ihn eine Weile. Danno sah friedlich aus. Und endlich trug er mal keinen Schlips um den Hals und auch kein Hemd. Er trug nur ein Shirt und Shorts. Das ließ ihn wenigstens ein bisschen nach einem Hawaiianer aussehen und nicht nach einem Typen vom Festland. Danno schlief ganz offensichtlich. Steve hielt ihm die Burger unter die Nase und berührte ihn sanft an der Schulter. „Danny?“ Doch Danny reagierte nicht.
Dieser jedoch hörte Steve. Er schlief nicht. Er hatte ihn schon kommen hören, doch er hatte einfach keinen Nerv auf ein weiteres Gespräch mit seinem Partner. Steve war ein Hornochse. Wenn auch ein gutausehender. Als Steve seine Schulter berührte, musste Danno sich darauf konzentrieren ruhig weiter zu atmen. Er hoffte, dass Steve einfach ging. Doch Steve ging nicht. Er ließ sich neben Daniel in den anderen Stuhl fallen. Danny verdrehte innerlich die Augen und sah Steve dann an. „Was willst du?“
Flüsternd gab dieser zur Antwort: „Mich entschuldigen.“
„Halleluja. Hat es eben Gefühle geregnet oder Gewissen?“
„Danno...“
Die Art wie er seinen Namen aussprach ließ Danny aufblicken. Er hatte gedankenverloren an seiner Colaflasche gespielt und stoppte auch das. Er sah etwas in Steves Augen, dass er schon öfter bemerkt hatte, aber bisher nie in Worte fassen konnte. Einsamkeit. Und die Art wie er seinen Namen gesagt hatte klang fast brüchig, traurig und so, als ob morgen die Welt unter ginge. Danno wurde bewusst, dass es Steve ernst war.
Danny seufzte und sagte: „Alter, es tut mir Leid. Ist doch alles halb so wild. Wir sind Kerle. Wir sind so, hm?“
„Trotzdem ist es nicht leicht. Ich benehme mich so daneben. Ich weiß nichtmal, warum ich mich ständig mit dir streite“, gestand Steve.
„Okay, hör zu. Du musst dich für nichts entschuldigen. Immerhin gehören immer zwei zu einem Streit. Und ich kann verstehen, wenn du nicht reden magst. Denn im Grunde bedeutet es dir nichts, oder?“
„Doch Danno, das tut es...Mehr als du ahnst.“
„Dann erklär's mir.“
Daniel sah Steve an. Er spielte an den Tüten, die er auf seinem Schoss sitzen hatte.
„Du bist mein einziger Freund. Mein einziger richtiger Freund. Ich bin nach Hause gekommen. An den Platz wo ich geboren wurde. Mein Vater tot. Meine Schwester nicht mehr da. Meine Freunde sind nicht mehr meine Freunde. Aber du bist da. Und ein Ort kann sich erst Zuhause nennen, wenn dort etwas ist, was einem etwas bedeutet. Aber...“
„Aber?“
„Jetzt habe ich dich,. Chin und Kono. Familie.“
Danno schluckte trocken und um nicht husten zu müssen, nahm er einen großen Schluck von seiner Cola. Das war ja eine gewaltige Offenbahrung des Oberrüpels. Er schluckte den Kloß runter und dachte nur, dass der Tag gar nicht mehr verrückter werden konnte. „Steve, danke. Man, also. Du bist hier auch mein bester Freund. Und zusammen sind wir eine Familie, das stimmt. Aber Alter, wie viel von dem Zeug hast du getrunken, dass du so redest?“ Danny zeigte auf die Flaschen, die Steve in der Hand hielt. Er konnte jetzt nicht reden. Nicht nach diesen Träumen und dem vergangenen Tag.
„Du kennst mich einfach nicht.“
„Dann lass zu, dass man dich kennen lernt.“
„Lass uns essen. Die Dinger schmecken sonst wie aufgeweichte Pappe.“
„Aufbauend.“ Steve reichte Danno einen Burger und dieser riss die Augen auf. „Burger.“
„Ja, ich dachte die magst du vielleicht.“
„Danke.“
Steve zuckte mit den Achseln und lächelte, was Danno ebenfalls zum lächeln brachte. Er beobachtete Steve, wie er die Gurken von seinem Burger nahm. „Unverbesserlich“, dachte Danno.
Nach dem sie gegessen hatten, saßen sie still beieinander und tranken Bier. Steve sah immer wieder zu Danny herüber, aber er sprach nicht und Danny wollte ihm nicht zuvor kommen. Er wollte, dass Steve von sich aus redete, wenn er etwas auf dem Herzen hatte. Immerhin war er heute scheinbar anders als sonst. Nach einer Weile räusperte sich Steve und sagte: „Hast du am Wochenende Gracie?“
„Nein. Ich hatte sie letztes Wochenende. Also gestern und vorgestern.“ Danno runzelte die Stirn.
„Achja“, sagte Steve.
„Warum?“
„Nur so.“
Daniel wurde nicht schlau aus Steve. Was sollte denn das bitte werden? Es vergingen wieder einige Minuten und dann sagte Steve: „Wollen wir dann vielleicht am Wochenende etwas gemeinsam unternehmen? Weißt du, mein Dad hätte am Samstag Geburtstag. Vielleicht können wir wandern gehen oder so.“
„Klingt gut. Ich bin nicht gut im wandern, aber du kannst mir ja ein bisschen was von der Insel zeigen.“
„Ja. Ich weiß auch schon wo wir hingehen. Das wird total toll.“
Danno lachte. Steve klang einmal mehr wie ein kleines Kind. Doch diesmal erinnerte er ihn ehr an seine kleine Tochter, wenn er ihr zu Weihnachten ein Geschenk überreichte.
An diesem Abend sagte Steve nichts mehr, was irgendwie seltsam war. Sie redeten nur noch über die Arbeit und über einige Fälle die Danno vor Steves Ankunft bearbeitet hatte. Doch beide genossen es, einen Abend nicht allein sein zu müssen. Steve stand auf, weil er gehen wollte, doch dann sagte er: „Huch, ich glaub ich bin angeheitert.“
„Du fährst unter keinen Umständen mehr. Du kannst hier pennen.“
„Nein. Schon gut. Ich fahre.“
„Nein“, bestand Danno.
„Doch.“
„Tust du nicht. Du bist ein Cop. Übernehme Verantwortung.“
„Ach du immer mit deinen Moralpredigten. Du hättest Priester werden sollen.“
Steve ging in Danno's Wohnung und seufzte. Er konnte wirklich nicht mehr fahren. Also legte er sich auf die Couch und brummte: „Nacht.“ Danno schüttelte den Kopf, nahm eine Decke aus dem Schrank und warf sie Steve über. Dieser öffnete noch einmal die Augen und lächelte. „Wenn Steve eine Frau wäre“, dachte Danno „würde ich ihn in mein Bett bitten und ihn festhalten.“ Denn sein Blick war durchdringend und weich. Er schüttelte den Kopf und ging ins Bett. Insgeheim hoffte er, dass der Tag nur ein Traum gewesen war. Insbesondere sein Nickerchen im Büro.

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BeitragThema: Re: Unexpected   So Mai 29, 2011 10:59 am

Hey ihr Lieben.

Heute ist Sonntag und es gibt wie versprochen ein neues Kapitel. MIr selber gefällt das Kapitel nicht so sehr, aber auch nach mehrmaligem Umschreiben und ändern, ist es nicht so, wie ich es gerne hätte. Dennoch stelle ich es nun ein.
So, und nun holt eure Axt raus und haut mir die Kritik um die Ohren^^

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Chapter three - unusual

Sometimes in our lives we all have pain
We all have sorrow
But if we are wise
We know that there's always tomorrow



Danno streckte sich, als sein Wecker ging und ließ sich ein wenig die Sonne ins Gesicht scheinen. Er blinzelte und blickte nach draußen. Ein neuer Tag. Ein besserer Tag. Während er da lag, kitzelte ihn der Duft von Kaffee in der Nase und es roch nach etwas Gebackenen. Nach frischen Brötchen. Wie der Blitz stand Danno auf, rannte in die Küche und schrie schon. „Rachel“, als er seinen Fehler bemerkte. Steve grinste ihn an und sagte: „Guten Morgen Schatz. Hast du gut geschlafen? Ich dachte ich mache dir etwas zu Essen bevor du zur Arbeit musst.“ Danno sah ihn grimmig an und lief dann wieder zurück in sein Schlafzimmer und knallte dir Türe zu. „Das war also kein Traum“, sagte er zu sich selbst. Aber warum zum Geier stand Steve in seiner Küche und machte Frühstück. Das war ja nicht zum aushalten. Er hörte Schritte vor seiner Tür. „Ach komm Danno. Das war ein Scherz. Ich hab doch nur Brötchen geholt und Kaffee gemacht.“
Danno verschränkte die Arme vor der Brust und blieb im Zimmer stehen. Die Tür öffnete sich und Steve trat ein. „Das ist meine Küche. Meine Wohnung und du hast darin nichts verloren.“
„Du wolltest doch das ich bleibe.“ Steve verschränkte ebenfalls die Arme und sah Danno an. Was hatte er denn nun wieder falsch gemacht? Manchmal verstand er es nicht. Egal was er tat, er machte nie was richtig.
„Na, ich dachte halt..“
„..ich wäre Rachel.“
„Ja.“
„Komm schon. Wie lange seid ihr nun getrennt?“
„Schon länger.“
Steve ging auf Danno zu und zog ihn an sich. Er wusste nicht warum er es tat, aber er wusste, dass er es tun musste. Er drückte ihn an sich und sagte: „Das wird schon. Und nun komm frühstücken. Wir müssen zur Arbeit.“
Danny's Herz klopfte wie ein Presslufthammer in seiner Brust. Er wusste nicht was hier geschah. Warum fühlte sich das gerade so gut an. Ohne etwas zu sagen, befreite er sich aus der Umarmung, griff in seinen Kleiderschrank und verschwand im Bad. Nach 15 Minuten war er fertig und setzte sich neben Steve in die Küche. „Oh nein. Jetzt hast du schon wieder diese Krawatte an.“
„Ja. Lass mich. Ich bin ein Cop.“
„Wehe du hast die Samstag auch an!“
„Bestimmt nicht. Will sie mir ja nicht dreckig machen. Krieg ich jetzt ein Brötchen oder willst du hier Wurzeln schlagen?“
„Man bist du ruppig heute.“
„Leck mich.“
„Uuuuh Herr Williams, ich muss sie gleich wegen Beleidigung von Beamten festnehmen.“
„Tu was du nicht lassen kannst. Im Knast bin ich dich wenigstens los.“
„Wie du willst.“ Steve stand auf, sah Danny nochmal an und verschwand dann aus der Küche. Er ging aus dem Haus und setzte sich in seinen Wagen und fuhr davon. Sollte Danny ihn mal kreuzweise. Auf sowas hatte er keinen Nerv. Er hatte sich doch alle Mühe gegeben. Danny wusste doch, wie wichtig er für ihn war und dennoch behandelte er ihn wie ein Stück Dreck. Er fuhr gleich zum Hauptquartier und ging an Kono und Chin vorbei in sein Büro. Er ignorierte ihr „Guten Morgen“ und schloss die Türe.
Seine beiden Teammitglieder sahen sich an, zuckten die Achseln und begaben sich wieder an die Arbeit. Zehn Minuten später tauchte Danno auf, ging ebenfalls an Chin und Kono vorbei und verbarrikadierte sich in sein Büro. Wieder tauschten die anderen beiden Blicke aus, zuckten die Achseln und machten mit ihrer Arbeit weiter. Danno sah zu Steve herüber, der einfach aus dem Fenster starrte. Danno war sich bewusst, dass er einen Fehler gemacht hatte. Vor allem nachdem Steve ihm gestern Abend angefangen hatte ihm sein Herz auszuschütten. Er hatte sich ihm geöffnet und er machte das alles kaputt. Er atmete tief ein und aus, ging aus seinem Büro, vorbei an Chin und Kono, denen er zunickte und betrat ohne zu klopfen Steve's Büro.
„Raus hier“, schrie dieser.
„Hör zu...“
„NEIN! Du hörst mir zu! Ich bin gestern zu dir gekommen, um mit dir zu reden. Ich habe dir gesagt, was du mir bedeutest und dann, obwohl du weißt, wie schwer mir das gefallen ist, behandelst du mich so wie heute morgen? Ich hab doch nur Frühstück gemacht.“ Chin und Kono tauschten wieder einen Blick und grinsten dann. Danno schrie eben so laut wie Steve zurück: „ES TUT MIR LEID! Okay? Ich hab mich einfach so erschrocken als du da in der Küche gestanden hast. Ich hab gedacht der gestrige Tag war ein Traum und ich wache auf und Rachel ist wieder da. Ich HASSE das allein sein. Ich HASSE es hier zu sein.“ Steve verdrehte die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust. Danno schloss die Augen, warf den Kopf nach hinten und versuchte seinen Blutdruck wieder zu regeln.
„Trotzdem musst du mich nicht so behandeln.“
„Es tut mir leid.“
„Das sagtest du bereits.“ Danno sah Steve an. Er sah wieder so unschuldig und jung aus. Ihm fiel der Blick von Abends ein. Dieser durchdringende, weiche Blick, in dem er immer ertrinken könnte. Er ging auf Steve zu und obwohl er kleiner war als er, nahm er ihn in den Arm. Er drückte ihn fest an sich und sagte: „Es tut mir leid Steve. Okay? Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich drehe durch oder so.“
Steve atmete schwer und öffnete seine Arme ein Stück und nahm auch Danno in den Arm. Sie blieben einige Sekunden so stehen, bis sie die Blicke von Kono und Chin bemerkten. In der Tat sah diese innige Umarmung ziemlich schwul aus. Und schwul waren sie ja nunmal nicht. Steve räusperte sich. „Die beiden denken jetzt wir hätten eine Beziehung.“
„Um Himmels Willen. Bloß nicht.“ Danno löste sich schnell aus Steve's Armen und ging zu den anderen. Steve schloss eine Tür und setzte sich an den Schreibtisch. Sollte Danno das lieber aufklären.
Chin fragte: „Alles okay mit euch?“
„Ja. Steve war gestern bei mir, hat zu viel getrunken und ich bin ein Morgenmuffel und hab ihn ziemlich blöde angemacht heute morgen.“
„Ihr seid so süß zusammen“, sagte Kono.
„Wir sind kein Paar. Nur Freunde.“
„Also wir“, Chin zeigte auf sich und Kono, „fänden das nicht schlimm, wenn ihr ein Paar wärt. Ihr seid echt süß miteinander.“ Dann fing er an zu lachen und auch Kono konnte sich ein kichern nicht vergreifen. Danno schüttelte den Kopf, zuckte mit den Achseln und ging dann in sein Büro. Sollten sie doch denken, was sie wollten. Er schaltete den PC an und rief seine Mails ab. Er hatte eine von Steve. Er sah durch die Scheibe in Steves Büro. Dieser grinste.
Auf dem Bildschirm stand.

„Na Schatz, sind die anderen neidisch?“

Danno grinste. Wir wollen also ein Spiel spielen, na gut.

„Das sind sie ganz bestimmt. Immerhin wollen die dich doch alle für sich. Du siehst so gut aus mein Baby. Diese blauen Kulleraugen, dieser Ansatz von Grau in deinen Haaren, die starken Arme und die Art wie du deine Waffe ziehst, sind einfach so sexy. Ich glaube Kono hat gehofft, dass du mal mit ihr nach Hause gehst.“

Danny lachte und schickte ab. Er hatte gesehen, dass die Mail an alle ging. Steve war ein Noob, wenn es um Technik ging. Von daher, konnte er sagen, es sei ein Versehen gewesen und Danny habe vor lauter Schmetterlingen im Bauch auf nichts mehr achten können. Danny lachte. Endlich kam Leben ins Hauptquartier. Doch irgendwie wünschte er sich, dass sie bald wieder einen neuen Fall bekamen. Der ganze Papierkram und das warten machten ihn müde. Er sah zu Steve herüber, der strahlend vor seinem Monitor saß und ihm zuzwinkerte. Dann sahen sie beide zu Chin und Kono, die ihre Augenbrauen hochgezogen hatten und dann fing Kono an zu tippen.
Kurze Zeit später flackerte eine Mail auf.

„Ich gebe Danny Recht. Manchmal möchte ich Steve mit nach Hause nehmen, damit er mir zeigt, wie man eine Waffe richtig benutzt. Insbesondere die, die anscheinend kein anderer anfassen darf, als Danny. Aber ich wünsche euch beiden viel Spaß beim Schiessen.“

Danny lachte und auch Steve lachte. Steve kam herüber und lief dabei absichtlich ein wenig anders. Es sollte wohl schwul aussehen, sah aber ehr nach einer Ente aus. Er kam in sein Büro und sagte: „Meinst du ich soll Kono ausführen?“
„Nein Steve. Du spielst nur mit den Frauen und ich will nicht, dass du ihr weh tust und ich befürchte Chin macht dich kalt, wenn du es auch nur versuchst.“
„Ich spiele nicht...“
Steve sah Danny an..
„Doch Boss, dass tust du. Du kannst einfach keine Gefühle zulassen.“
Steve senkte den Kopf und dachte darüber nach. Vermutlich hatte Danny wiedereinmal Recht.
„Danke.“ Danno nickte und Steve verließ sein Büro.

Den Rest der Woche verlief eigentlich alles wie immer. Sie hatten einen neuen Auftrag bekommen und daran gearbeitet. Sie waren zusammen essen gegangen, mit Chin und Kono und hatten auch keine weiteren Mails mehr geschrieben. Danno war glücklich darüber, denn er träumte auch keine schrägen Sachen mehr. War ja auch völlig absurd, dass er an Steve dachte. Vor allem nicht so.
Nun war Freitag und Steve kam kurz vor Feierabend in sein Büro.
„Bleibt es bei morgen?“
„Klar. Wann gehen wir los?“
„Morgen früh. Ich komme dich um zehn holen.“
„Abgemacht.“
Danno dachte Steve würde gehen, doch er blieb noch einen Moment und sah ihn an. Er räusperte sich und trat ein. Er schloss die Tür hinter sich, sah sich um und sagte dann: „Kannst du vielleicht bei mir schlafen? Ich will in dem Haus nicht alleine sein.“
Daniel sah ihn an und Steve rechnete schon damit, dass er lachen würde, aber er täuschte sich. „Natürlich Steve. Ich muss aber erst Heim mir Sachen holen.“
„Ja. Ja gerne und ich lade dich zum Essen ein. Alles was du willst, nur lass mich nicht allein. Ich würde ja eine meiner Frauen anrufen, aber du hast gesagt, dass ich nicht mit ihnen spielen soll. Cathrine würde sich ja bereitstellen, aber sie ist auf Dienstreise und du hast Recht, ich liebe sie nicht.“
„Beruhige dich. Ich komme mit.“ Danno seufzte. Das war ja klar. Irgendwas musste da ja noch kommen, aber er war froh, dass er für Steve da sein konnte. Sie waren immerhin Freunde und Freunde waren immer füreinander da. Egal wann. Egal wie.


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BeitragThema: Re: Unexpected   Di Mai 31, 2011 5:07 pm

Da meine Freundin später kommt, schaffe ich es noch euch ein Kapitel einzustellen. Oh man..Ich geh mich verstecken :tüte: *blush*

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Chapter four - Unforseen

So just call on me brother, when you need a hand
We all need somebody to lean on
I just might have a problem that you'd understand
We all need somebody to lean on

Steve fuhr schon vor zu seinem Haus. Er wusste nicht genau, warum er Danno darum gebeten hatte bei ihm zu bleiben, aber er hielt es für eine gute Idee. Er war einfach so einsam hier und er hatte Angst, dass ihn die Gefühle überrannten, die sich schon seit Tagen in seiner Bauchgegend ansammelten und die seit Tagen seine Laune senkten. Alles wirkte nur noch grau. Er war es einfach leid. Steve parkte den Wagen vor dem Haus, ging hinein und räumte noch schnell ein paar Klamotten weg, die er auf dem Boden hatte liegen lassen. Er vergewisserte sich, dass er genug zu trinken da hatte und ob etwas Essbares im Kühlschrank war. Leider gab der Kühlschrank nicht so viel her. Er musste dringend wieder einkaufen.
Währenddessen fuhr Danno zu seiner Wohnung und rief kurz Rachel an, damit er mit seiner Tochter sprechen konnte.
„Hey Monkey.“
„Danno!“
„Na meine Kleine, wie geht es dir? Wie war dein Tag?“
„Gut Daddy. Ich hab eine eins in Kunst.“
„Das ist schön Schätzchen. Sei brav und hör auf deine Mommy.“
Gracie lachte und sagte: „Ja, Danno. Siehst du Onkel Steve morgen? Bestell ihm bitte Grüße und gib ihm einen Kuss.“
„Ich fahr jetzt gleich zu Steve und morgen gehen wir wandern. Aber einen Kuss geb ich ihm nicht.“ „Kommt gar nicht in Frage“, fügte er in Gedanken hinzu.
„Och Daddy, bitte. Wann machen wir nochmal was mit ihm? Er ist so witzig.“
„Steve ist nicht witzig, Kleines. Ich frag ihn aber, wann er wieder was mit uns macht.“
„Okay. Ich muss jetzt weiter Hausaufgaben machen und dann essen.“
„Gut mein Äffchen. Ich liebe dich.“
„Ich dich auch Papa.“
Danno lächelte und schob sein Handy zurück in die Hosentasche. Er zog seine Krawatte aus und schmiss sie über den Sessel. Dann zog er eine schwarze Jeans, ein weißes Shirt und seine braunen Wanderschuhe aus dem Schrank und stopfte sie in einen Rucksack. Außerdem noch Unterwäsche und sein Ladekabel fürs Handy. Er schnappte sich seine Zahnbürste und grinste, als er fertig war. Er kam sich vor wie ein kleiner Junge, der bei einem Freund übernachtete und er war mindestens genauso nervös, wie beim ersten Mal, als er eine Nacht von Zuhause weg war.
Er schmiss sich frisches Wasser ins Gesicht und stieg dann in seinen Wagen und fuhr zu Steve. Dieser saß bereits am Strand, als Danno ankam. Danno beobachtete ihn einen Moment. Wenn er in diesem Moment gezwungen worden wäre Steve zu beschreiben, hätte er gesagt: „Ein Mann der zu viel gesehen hat, um wirklich stark zu sein und der es dennoch ist, weil ihm nichts weiter als das geblieben ist. Alles andere hat er auf dem Schlachtfeld verloren. Auch seinen Weg.“ Er ging zu ihm herüber und sagte: „Hey.“
„Hi. Hab dich nicht kommen hören. Bier?“
„Jo.“
Sie saßen schweigend beieinander und sahen dabei zu, wie die rote Sonne hinabtauchte in das blaue Meer und somit den Abend einläutete. Sie saßen noch so, als schon die ersten Sterne zu sehen waren und dann sagte Steve: „Du bist still.“
„Ja, ich wollte dir Ruhe geben.“ In Wirklichkeit hatte Danny einfach nicht gewusst, was er hätte sagen sollen.
„Danke. Es tut gut, zu wissen, dass du da bist.“
„Ich erkenne dich nicht wieder. Du hast eine richtig weiche Seite.“
Steve sah Danno eine Weile an, nahm einen Schluck aus seiner Flasche und antwortete: „Ich war nicht immer so wie jetzt Danno. Ich war mal wie du. Doch dann starb meine Mum, ich jagte Victor Hess und verlor im Kampf viele Freunde und Kameraden. Mein Dad wurde erschossen und die Frauen sehen nur eins in mir: einen erfolgreichen, gutaussehenden Kerl.“
Steve stand auf und ging hinunter zum Meer. Danno blickte ihm nach, seufzte und ging dann hinterher. „Steve, du bist gutaussehend und erfolgreich und ein Teil von dir, wünscht sich immer noch eine Beziehung und Liebe. Doch du kannst nicht mehr vertrauen. Am wenigsten vertraust du dir selbst. Du musst lernen loszulassen. Die Welt dreht sich weiter, auch ohne dich. Und hör auf diesen harten Kerl zu spielen. Das bist du genauso wenig wie ich.“
Daniel sah hinaus aufs Meer. Es war ruhig und die Sterne spiegelten sich darin. Dann blickte er zu Steve, der ihn ebenfalls ansah. Seine Augen spiegelten ebenso das Licht der Sterne und waren genauso dunkel wie das Meer. Danno schluckte. Schon wieder hatte er das Gefühl darin zu ertrinken. Dann blinzelte Steve und flüsterte: „Ich habe Angst.“
„Wovor?“
„Allem.“
„Ach komm. Du hast keine Angst. Nicht vor allem. Im Kampf bist du furchtlos.“
„Ja, weil ich nichts mehr zu verlieren habe.“
„Doch das hast du.“
Daniel drehte Steve zu sich. „Was hab ich zu verlieren?“
„Mich zum Beispiel. Weißt du, du hast mir mal gesagt, dass ich hier auf dieser Insel nicht so alleine bin, wie ich denke. Ich glaube dir liegt etwas an mir. Wenn du also schon keine Angst hast, dir selbst weh zu tun, dann tue bitte mir nicht weh. Und denk daran, dass du auch meiner kleinen Tochter weh tust.“
„Gracie...“
„Ja.“
„Sie kennt mich doch nicht.“
„Aber sie hat dich gern. Ich habe eben mit ihr telefoniert und sie hat nach dir gefragt. Sie hat mich gebeten dir Grüße auszurichten.“
„Danke. Drück sie das nächste Mal von mir.“
Danno überlegte, grinste und sagte: „Außerdem soll ich dir einen Kuss geben.“
„Igitt. Danno, das hast du doch nicht vor?“
„Nein, wo denkst du hin?“, erwiederte Daniel sicher, „Ich bin doch nicht schwul.“
„Meinst du ich?“, fragte Steve.
Beide fingen an zu lachen und gingen dann in Steves Haus. Steve zog die Couch aus, damit Danno für die Nacht genügend Platz hatte und sagte dann: „Ich geh ins Bett. Danke, dass du hier bleibst.“
„Sicher.“ Danno nickte und sah Steve hinterher, wie er im Bad verschwand. Er zog sich seine Sachen aus und blieb dann in Boxershorts auf seinem Nachtquartier sitzen. Als Steve aus dem Badezimmer kam, musste Danno grinsen. Steve trug natürlich hautenge Shorts und ein Shirt. Steve ging in sein Zimmer, ließ aber die Tür auf. Daniel ging ins Bad und danach auf die Couch. Er schloss die Augen und konnte nicht schlafen. Er dachte an Steve. Der vermutlich ebenfalls nicht schlafen konnte. Was war nur los? Und wie konnte er ihm helfen?

Danno döste gerade ein, als er hörte, wie Steve aufstand und an ihm vorbei lief. Er stellte sich schlafend, um zu sehen, was er tat. Sein Partner ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank und setzte sich. Daniel war sich nicht sicher was er tun sollte. Hin gehen, liegen bleiben oder nur was sagen? Er entschied sich dazu aufzustehen. Langsam tappste er in die Küche, setzte sich neben Steve und sah ihn an. Seine Augen funkelten verdächtig und er sah ihn nur traurig und leer an. Automatisch legte sich Dannos Arm um Steve und seine Hand legte sich auf Steves Schulter. Das machte die Situation nicht besser. Steve sah noch verletzter aus. Was sollte Danny nur tun? Bei einer Frau hätte er seine Arme um sie geschlungen und gesagt: „Lass es raus.“ Und hätte ihr dann Taschentücher gereicht. Aber Steve war keine Frau. Sondern ein Mann. So wie er selbst.
„Oh Scheisse“, fluchte Steve.
„Hey, komm schon. Das wird alles wieder.“
„Was weißt du schon?“ Steve sprang auf und lehnte sich gegen die Küche und sah heraus. Danny erhob sich ebenfalls und legte erneut seine Hand auf Steves Schulter. Dieser drehte sich zu ihm um. „Du hast doch keine Ahnung“, brachte er gerade noch mit gebrochener Stimme hervor und dann sah Danny etwas, was er niemals geglaubt hätte, wenn er es nicht selbst gesehen hätte. Eine einzelne Träne lief Steves Wange hinunter. Sie sahen sich eine Weile in die Augen und dann zog Danny ihn einfach an sich. Er nahm ihn in den Arm. So wie er es bei seiner Tochter tat. Steve stand erst ganz still. Er wusste nicht, wie ihm geschah und was er tun sollte. Er war viel zu verwirrt um zu reagieren. Er ließ seine Arme baumeln, doch nach einer Weile merkte er, wie Dannos Ruhe auf ihn über ging und legte zaghaft seine Arme um Danny. Er legte seinen Kopf auf seine Schulter und fühlte sich das erste Mal nach vielen Jahren nicht allein. Er fühlte sich geborgen. Hier in den Armen seines besten Freundes. Einem Mann. Das hatte er nie für möglich gehalten. Danno musste sich konzentrieren, um nicht an seinen Traum zu denken und daran, wie seltsam diese Situation für ihn war. Doch hatte er gespürt, wie gut es Steve tat und konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen, als der große Eisklotz seine Arme um ihn legte und innerhalb von Sekunden zu einem großen Kuschelbär wurde. Daniel strich sanft über Steves Rücken und musste wieder einmal feststellen, dass dieser Mann nur aus Muskeln bestand.
Nach einer Weile löste Danno die Umarmung auf und drehte sich um, ohne einen weiteren Blick auf Steve zu werfen. Das alles war einfach so eine komische Situation und die beiden waren viel zu männlich, um hier aneinander gekuschelt rumzustehen. Er legte sich auf die Couch und zog die Decke bis zum Hals. Steve stand noch eine Weile am selben Fleck, ging dann herüber zu Danny und sah ihn einen Augenblick an. In diesem kleinen Zwerg steckte mehr, als er erwartet hatte. Er ging ins Bett und konnte einschlafen. Denn er wusste, er war nicht allein und es würde ihm nichts passieren, solange jemand da war. Das war immer seine größte Angst, dass jemand in sein Haus eindrang, während er schlief. So wie es bereits geschehen war. Vor einigen Monaten.


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Kleine Anekdote der durchgeknallten Schreibertante:
In meiner ersten Fassung gibt Danno seinem Partner tatsächlich den von Gracie verlangten Kuss. Dann wischen sie sich beide angeekelt die Wange bzw den Mund ab und gehen rein. Hehe. Aber ich dachte ich sollte euch nicht alles was in meinem Kopf so vorgeht in die Geschichte knallen, sonst sehe ich euch shcon mit Herzklabastern hier sitzen. Oder ihr holt die Axt raus :D
crazy

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BeitragThema: Re: Unexpected   So Jun 12, 2011 4:12 pm

So meine Lieben, es geht weiter. Doch gleich vorweg: Das folgende Kapitel ist ein einziger Spoiler für die unter uns, die nur die deutschen Folgen gucken. Ich habe jetzt extra was länger gewartet, weil ich dachte, dass einige evtl die englischen Folgen noch nachholen wollen. Also, wer nicht komplett gespoilert werden möchte, sollte nicht weiter lesen!




VORSICHT SPOILER!

Chapter five – Unaware

As you walk through your pointless danger,
You will go through twisted sorrow.
And you will know that if you really saw the world,
It would all just tumble down.



Am nächsten Morgen weckte Steve Danno, indem er Kaffee aufsetzte und sich dann in die Küche setzte. Danno war nur froh, dass er sich diesmal bewusst war, wo er sich befand und das es nicht Rachel war, die im dort Kaffee zubereitete, sondern Steve. Er ging erst ins Bad, wusch sich die Hände und schlenderte dann zu Steve in die Küche.
„Morgen“, brummte er.
„Morgen. Gut geschlafen?“
„Ja.“
„Sehr gut. Wir haben einen anstrengenden Wandertag vor uns.“
„Wo geht es hin?“
„Ko 'Olau Mountain Range. Wird dir gefallen.“
„Aha.“
Sie tranken Kaffee und Steve machte sich zuerst auf ins Bad. Danny nutzte die Zeit um sich ein wenig im Haus umzusehen. Steve's alter Herr hatte einen guten Geschmack gehabt und die Aussicht war einfach einzigartig. Danno wünschte sich, dass er auch eine bessere Wohnung hätte, aber dazu fehlte ihm das Geld. Er nahm ein Bild von Steve in die Hand. Er sah aus wie 10 oder 12 und hielt ein Gewehr in der Hand. Danno lächelte. Man konnte damals schon sehen, dass er ein Cop oder ein Soldat werden würde. Sein Vater hatte ihn scheinbar gut trainiert. Er fand auch eins von Steve und seiner kleinen Schwester. Er hatte sie kennen gelernt. Sie war nett, aber ganz anders als Steve, zumindest in manchen Beziehungen. Daniel hörte, wie Steve das Wasser abstellte und begann damit, die Couch wieder zusammen zu schieben und das Bettzeug zu falten und ordentlich auf einen Stapel zu legen. Als Steve durch die Tür trat, kam lauter Dampf ins Wohnzimmer.
„Du bist dran.“ Er strahlte und fummelte sich mit den Händen in den nassen Haaren rum. Danno schüttelte den Kopf, grinste und nahm sich seine Sachen und verschwand damit im Bad. Einem Bad das ehr einer Sauna glich.
Steve hingegen packte einige Sachen in den Rucksack und machte alles fertig, damit sie bald aufbrechen konnten. Daniel war nach einer Viertelstunde fertig und Steve schaute ihn überrascht an. „Oh, Dan, du hast ja sogar ein T-Shirt gefunden. Wo ist deine Krawatte?“
„Daheim, damit ich mich unterwegs nicht aus Versehen an einem Baum aufhänge, weil du mir auf den Senkel gehst.“
„Uuuuh, hast du zu heiß geduscht oder warum bist du so gereizt? Das ist sonst mein Part.“
„Ich bin nicht gereizt.“ Steve grinste ihn an und schob ihn dann Richtung Haustür.
„Komm, wir fahren los. Vorher holen wir uns noch einen Donut.“
„Nein, ich esse Salat. Das weißt du doch.“
„Achja. Der Ernährungsplan von Gracie. Den hab ich aber doch schon mit den Burgern vernichtet.“
„Ach, sei still.“
Die Autofahrt dauerte eine ganze Weile und Steve aß währenddessen drei Donuts. Danno wunderte sich nur, wo er die hinstecke und wie er bei so viel Zucker noch so schlank sein konnte. Der Mann würde ihm wohl immer ein Rätsel bleiben.
Angekommen, sah Daniel nur einen riesigen grünen Berg vor sich und das Meer hinter sich. Er war in der Einöde gelandet. Steve hingegen sah in diesem grünen Berg, eine Art Paradies. Die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlte war nahezu heilig.
Sie begannen damit den Berg zu besteigen. Steve rannte den Berg förmlich hoch und Daniel kam nur mit Mühe hinterher.
„Das ist keine Wanderung, Steven. Hat dein Vater dich als Kind hierher gebracht?“
„Jedes Jahr.“
„Yeah. Das würde einiges erklären.“
„Wir könnten mit Grace hierher kommen, wenn sie älter ist“, schlug Steve vor.
Danno schnaubte. Was glaubte er eigentlich was Mädchen aus der Stadt so taten? „Gracie wird eine Pediküre und eine Maniküre haben wollen, okay? Sie ist nicht interessiert an alten Wandbemalungen.“ Steve überhörte den schnippischen Unterton seines Freundes.
„Ich erinnere mich noch daran, wie ich meinen Vater das erste Mal besiegte, um zum Gipfel zu gelangen. Ich erinnere mich daran als wäre es erst gestern gewesen.“ Steve sah sentimental durch die Gegend und Danno verstand diesen ganzen Quatsch nicht. Er kam aus der Stadt. Wieso sollte er dieses ganze Grünzeug toll finden?
„Bei allem gebührenden Respekt, aber was ist so verkehrt an einem altmodischen Baseballspiel? Was ist nur los mit dir? Du überraschst mich immer wieder.“
Steve hatte die Nase voll. Er wusste das Danno das alles nie verstehen würde.
„Sei einfach still für eine Sekunde.“
Steve sieht sich um, während Danno Steve ansieht. Er sieht so friedlich aus. Gar nicht mehr wie Rambo. Steve sieht ihn erneut an und sagt: „Schau dir diesen Ausblick an. Dieser Ausblick hat sich nicht verändert in all den Jahren. Nichtmal ein bisschen. Aber ich habe mich verändert“, er machte eine kurze Pause und fuhr dann fort: „Ich habe heute morgen wieder ein Päckchen vor meiner Türe gefunden.“
Steve schaut ein letztes Mal in der Gegend herum und auch Danno schaut nochmal kurz und konzentriert sich dann wieder auf Steve. „Glaubst du es ist von Wo Fat?“ Besorgt mustert er Steve, der auf einmal wieder bedrückt aussieht.
„Ich weiß es nicht.“
„Was denkt denn Kaye?“
„Kaye denkt, dass er ein Spiel mit mir spielt.“
„Welche Art von Spiel soll das bitte sein? Will er dir beweisen das dein Vater ein korrupter Polizist war?“
„Hör zu, mein Vater war ein großer Mann und ein noch besserer Polizist. Was immer es war woran er vor seinem Tod gearbeitet hat, es hat ihn umgebracht.“
„Und nun sind sie hinter dir her. Das erklärt aber immer noch nicht, warum jemand die Sachen wieder zurück schickt.“
„Alles deutet auf Wo Fat hin.“
„Vielleicht jagt er dich“, vermutete Danny.
Steve rollt mit den Augen und geht davon. Danno senkt den Kopf und atmet tief ein und aus. So hatte er dieses Gespräch nicht führen sollen. Er wusste doch, wie blöd der heutige Tag für Steve war. Danno rennt Steve hinterher, der schon ein ganzes Stück vorraus gelaufen ist.
Oben angekommen, zeigt ihm Steve alte Wandmalereien. Schildkröten und eine Jagd. Er versucht sich dafür zu begeistern, weil er weiß, dass es Steve wichtig ist. Vielleicht fehlt ihm einfach ein Sohn, dem er das alles zeigen kann. Vielleicht ist es genau das, was ihm fehlt und was ihn wieder ganz machen würde.
Steve dreht sich um und geht bis zum Rand der Plattform auf der sie stehen. Er traut seinen Augen nicht, denn eine Plattform tiefer liegt ein regloser Körper.
Er ruft und pfeift und auch Danno schaut nach unten, doch der Mensch reagiert nicht. Steve befestigt ein Seil am Baum und klettert dann herunter. Danno bleibt oben und schaut ihm ängstlich hinterher. Er bewundert ihn für seinen Mut und seine Stärke. Vielleicht macht einen das Stadtleben weicher und nicht so Naturverbunden. „Steve ist so anders als ich“, dachte Danno.
Dann achtete er auf Steve und sah, dass dieser mittlerweile bei dem reglosen Körper angelangt war.
„Ist er in Ordnung?“
Steve fühlt den Puls des Mannes.
„Er ist tot. Hier ist eine Schusswunde, aber kein Blut.“
Danno sah sich um. „Hier ist kein Anzeichen einer Auseinandersetzung.“
„dann muss ihn jemand hierher gelegt haben. Mit einem Helicopter oder einem Flugzeug.“
„Geh zur Seite und lass mich ein Foto machen.“ Danno zieht sein Handy aus der Tasche und schiesst ein Bild von dem Toten, damit er dies später an Chin und Kono schicken konnte. Dann sah er zu Steve. „Komm, wir gehen.“
„Nimm das Seil, Danny und zieh.“
Daniel nimmt das Seil und Steve steigt wieder zu ihm herauf.
„Sei vorsichtig und nimm dir Zeit“, bittet ihn Danny besorgt.
Doch kurz bevor Steve oben ankommt, löst sich ein Stein und wirft ihn zu Boden. Danny kann das Seil nicht mehr halten. Steve fällt und Danny verfällt in Panik. Was soll er tun? Oh nein. Steve! Steve rollt immer weiter und bleibt erst am Rand des Abgrunds liegen.
„Steve? Hey? Steve! Steve! Steve!“ Er ruft ihn immer wieder. Oh nein! Nicht Steve. Das darf nicht passieren! Immer und immer wieder ruft er seinen Namen. Steve kommt langsam zu sich. Sein Gesicht brennt, sein Arm schmerzt und er hört die panischen Rufe seines Partners.
„Steve, beweg dich nicht. Bleib wo du bist. Alles klar?“
Danno atmetet erleichtert auf, als er sieht, das sein Partner sich bewegt.
„Mir geht es gut. Danny, ich glaube ich hab mir meinen Arm gebrochen. Werf mir das Seil runter, okay?“
Er lebt. Gott sei Dank. Er läuft sofort zurück zum Seil und stellt fest, dass dieses festhängt.
„Es hängt fest. Schau, ich werde um Hilfe bitten.“
„Hier hast du keinen Empfang. Du musst ein Stück runter laufen, um telefonieren zu können.“
Steve dreht sich um und rückt ein bisschen mehr vom Rand weg,
„Okay. Beweg dich nicht!“
„Danny, wirf meinen Rucksack runter, bevor du gehst.“ Dieser tut wie Steve es verlangt und schaut ihn ein letztes Mal besorgt an.
„Hey, hör mir zu: BEWEG DICH NICHT!“, bittet er ihn ein letztes Mal.
„Sei vorsichtig“, sagte Steve, doch das hörte Danno schon kaum noch.
Aber er wusste, dass Steve nichts auf seine Warnungen gab und deswegen lief er so schnell er konnte den Pfad den sie gekommen waren wieder herunter. So lange, bis er Empfang hatte. Er sah immer und immer wieder auf sein Handy. Dann endlich zeigte sein Handy zwei Balken an und er konnte Chin anrufen.
Steve bastelt sich aus einem Stock und Klebeband eine Schiene für seinen gebrochenen Arm. Wo blieb bloß Danny? Hoffentlich hatte er sich nicht verlaufen, denn dann würde er hier vermutlich verhungern und verdursten, bevor ihn jemand fand und Danny gleich noch dazu. Die Zeit die Danny weg war, nutzte Steve, um den Leichnam zu untersuchen. Gerade als er damit begann alles aufzuzeichnen, stellte er eine komische Substanz am Leichnam sicher.
Danny unterrichtet Chin und Kono von dem Unfall und von dem Leichnam. Chin organisiert sofort ein Team, dass die beiden rettet.
Steve stellt fest, dass die Substanz von einem Fisch stammt.
Danny rennt zu Steve zurück. So schnell er nur kann. Er will ihn nicht unnötig alleine lassen. Wer weiß was der für Dummheiten machte. Als Steve Danno erblickt, ist er froh und schreit: „Hey.“
„Sie kommen.“
„Ich glaube nicht, dass wir so viel Zeit haben werden. Diese Wolken sehen schlecht aus. Wenn es anfängt zu regnen, wird alles matschig sein und einer Lawine gleichen“, stellt Steve mit Bedenken fest.
Danno weiß, dass er Steve irgendwie hoch bekommen musste, auch wenn das bedeuten würde, dass er ungesichert dort herunter musste.
„Alles klar. Ich komme runter und bringe dir das Seil.“ Er beginnt hinunter zu klettern und sein Herz klopft wie wild. Er ist nicht der Risiko-Typ. Aber andererseits konnte er auch seinen Freund nicht alleine da unten lassen.
„Nimm dir Zeit.“
Danny erreicht das Seil und löst es von dem Ast an dem es festhängt. Er klettert ohne Sicherung und rutscht ein wenig ab. Steve sieht mit Angst nach oben. Wenn Danny stürzt, hat er vielleicht nicht so viel Glück wie er selbst gerade. „Langsam! Hey! Ich werde deinen Arsch nicht auffangen, wenn du fällst.“
„Du solltest mich eher nicht fangen, wenn ich falle, okay?“
Er wirft das Seil zu Steve.
„Hab es.“
Danno klettert wieder hoch und zieht Steve hoch. Dieser versucht mit einem Arm so gut es geht zu klettern und ist froh, das Danny bei ihm ist. Das Klettern fällt ihm mit dem gebrochenen Arm nicht so leicht, so dass Danny mehr ziehen muss als normal.
„Du kriegst nie wieder Donuts. Der Heli ist da.“
Danny hatte niemals gedacht, dass Steve so schwer ist und atmete schwer ein und aus, als er sich zusammen mit ihm rückwärts auf die Plattform fallen lässt. Er legt seinen Arm auf Steves Schulter und ist froh, dass er wieder bei ihm ist und nicht da unten, so nah am Abgrund. So nah am Tod.
Hier würde er seine kleine Tochter sicherlich niemals hoch bringen.
Jemand bringt Steve zum Hubschrauber und befestigt ihn mit Gurten an sich selber. Während Steve hoch gezogen wird, lächelt er und schaut zu Danno. „Hey Danny. Danke Bruder.“
Dieser fängt an zu lächeln und freut sich darüber, das Steve sich bedankt. Er zeigt auf sich, malt ein Herz in die Luft und zeigt dann auf Steve und ganz leise, nur so das er es hören kann, fügt er hinzu: „Ich mag dich.“
Er sieht dabei zu, wie Steve in den Hubschrauber gebracht wird und macht sich dann selber auf den Weg nach unten. Er fährt erstmal zu sich nach Hause und zwängt sich in ein blaues Hemd, seine Arbeitshose und eine Krawatte. Außerdem trägt er wieder schwarze Schuhe. Er muss an Steve denken, der jetzt im Krankenhaus sitzt und einen Gipsarm bekommt. Gut das er bei ihm gewesen war. Unvorstellbar was passiert wäre, wenn Steve alleine gewandert wäre. Manchmal ist es gut zu zweit zu sein.
Er fährt zum Büro und versucht mit Chin und Kono den Fall aufzuklären. Solange Steve nicht da ist, übernimmt er das Kommando. Während Kono den Sohn des Leichnams besucht, wollen Chin und er einen Verdächtigen verhören. Dieser flüchtet aber auf seinem Boot und Danny muss in den „Ich bin Steve“-Modus schalten. Er nimmt Anlauf und springt auf das fahrende Boot. Er denkt nur an Steve. Hätte dieser Leichnam nicht dort gelegen, hätte sein Partner keinen gebrochenen Arm und wäre niemals dort herunter geklettert. Dieser Leichnam und der Verdächtige und alle anderen waren Schuld daran, dass dieser Tag noch schrecklicher gemacht wurde.
Es kotzt ihn an, dass er nicht bei Steve sein kann. Gerade heute. Am Liebsten würde er seine ganze Wut an diesem schmutzigen Kerl auslassen. Auch Chin scheint irgendwie sauer zu sein. Nach dem Verhör treffen sie sich wieder im Büro, wo Chin und Kono einen Anruf von ihrem Onkel bekommen, dass ihre Tante die folgende Nacht nicht überleben wird und das sie sofort kommen müssen.
Steve steht angelehnt an der Krankenhaustüre. Mit gesenktem Kopf denkt er an die vergangenen Stunden. Er war dem Tod nur knapp entkommen. Wäre er ein paar Meter weiter gerutscht, hätte er nicht überlebt. Ein gebrochener Arm und ein paar Schürfwunden waren wirklich harmlos. Damit konnte er leben. Womit er aber niemals leben könnte, wäre das Gesicht von Danny. Danny sah so erschrocken aus. Seine Stimme war so voller Angst gewesen. Mit meinem Tod hätte er seinen Freund verloren. Ich war es, der ihm versprochen hat, dass er nicht alleine ist auf dieser Insel. Damals, als wir zusammen auf dem Meer waren und einen zeugen in einen Käfig geworfen haben, um den Haie schwammen. Er hatte damals gesagt, dass er glaubt allein zu sein und hier niemanden zu haben. Ich weiß noch genau, dass ich gesagt habe: „Vielleicht bist du nicht so allein wie du denkst.“ Ein Hupen reißt ihn aus seinen Gedanken. Kamekona.
Steve muss lächeln, als er den übergewichtigen Eisverkäufer in seinem Geländewagen sitzen sieht.
„Mahallo Bruder. Danke für's abholen.“
„Jederzeit Bruder.“
Steve lässt sich gleich ins Büro fahren, wo Danno an seinem Schreibtisch sitzt und recherchiert.
„Hey Danny.“
„Steve!“ Danny sprang auf und klopfte Steve auf die Schulter. „Wie geht es dir?“
„Mein Arm ist gebrochen und ich habe Schürfwunden. Danke, dass du Kamekona angerufen hast.“
„Klar. Ich konnte leider nicht selber kommen. Chin und Kono sind zu ihrer Tante. Sie liegt im sterben.“
„Kein guter Tag heute.“
„Nein. Komm, setze dich zu mir. Ich mach noch kurz was fertig und bring dich auf den neusten Stand.“ Danny wollte ihn bei sich wissen und ließ ihn nicht aus den Augen, während er den Anfang des Berichtes zu Ende tippte. Er speicherte alles ab und schaltete den PC auf Standby. Dann begann er Steve alles zu erzählen.
„Wir haben auch herausgefunden, dass ein Restaurant eine große Menge des Fisches verwendet, von der die Substanz stammt“, beendet Danny den Bericht.
„Sehr gut. Lass uns dorthin fahren.“
„Steve, du solltest besser nach Hause gehen.“
„Nein. Ich will arbeiten. Ich will nicht nach Hause.“ Danny nickte und zuckte mit den Achseln. „Na gut. Dann mal los.“
Im Restaurant bitten sie darum sich die Fische ansehen zu dürfen und werden daraufhin vom Küchenchef in die Küche geführt, wo einige Boxen des Fisches stehen.
Danno zieht die Nase kraus,. Fisch. Igitt.
„Kumpel, nach dir“, sagte Danny zu Steve und grinste.
Steve setzt ein harmloses Gesicht auf und sagt: „Es ist alles für dich, Babe. Ich darf meinen Gips nicht nass machen.“
Danny nickt und zögert.
„Das ist der Tiefpunkt. Wirklich tief. Wonach genau suchen wir?“ Genervt sah er zu Steve.
„Das wissen wir, wenn wir es gefunden haben. Sei gründlich.“
„Oh, gründlich... Dafür wirst du zu hundert Prozent bezahlen.“ Er wirft ihm einen viel sagenden Blick zu und Steve sieht ihn mit einem Dackelblick an, der ihm fast das Herz schmelzen lässt.
Danno beginnt damit den Fisch anzusehen.
„Oh schau, ein Fisch. Und ein anderer Fisch“, er hebt beide nacheinander hoch und macht mit dem zweiten Schwimmbewegungen „und schaut euch diesen Fisch an. Das ist ein besonderer Fisch:“
„Dieser hat einen Einschuss.“
„Yeah. Entweder das ist eine neue Art Fische zu fangen oder es ist ein ballistischer Beweis.“
Steve schnappt sich zwei Essstäbchen und holt damit die Kugel aus dem Fisch. Danno sieht ihn an und denkt sich nichts weiter dabei. Allerdings fragt er sich kurzzeitig, wie Steve immer auf so seltsame Ideen kommt.
„Die Kugel landete in dem Fisch, nachdem sie den Körper unserer Leiche durchbohrt hat.“
„Ich bring sie zum Labor.“
Danno wischt seine Hand an Steves grauen Shirt ab und dreht sich um und geht davon. Steve sieht ihm nach und ruft dann. „Hey. Warte.“
er folgt ihm. Er fährt zum Büro und Danno nach Hause, um sein Hemd erneut zu wechseln, da er nach Fisch riecht. Im Büro trifft Steve auf Kono.
„Hey Boss. Wie geht es dir? Erfreulich dich an einem Stück wieder zu sehen.“
„Es ist gut an einem Stück wieder hier zu sein.“
„Was ist das für ein Geruch?“
„Fisch. Danny ist nach Hause, um sein Shirt zu wechseln.“ Er grinst und in Gedanken stellt er sich Danny vor, wie er gestern Abend ohne Oberteil durch seine Wohnung gelaufen ist. Er lächelt Kono weiter an und sie beginnt über den Fall zu sprechen. Steve blendet wieder alles aus, was nicht mit der Arbeit zu tun hat und konzentriert sich auf Kono's Schilderungen. Alle Ermittlungen führen zu einem Flugunternehmen. Dort erfahren sie mehr über den Leichnam und dies führt sie zu einem reichen Mann, der seinen Sohn schützen wollte.
Danno und Steve statten diesem Herren einen Besuch ab und Steve klingelt sogar ganz normal. Der Mann antwortet, öffnet aber nicht die Türe.
Danno fragt Steve: „Glaubst du er rennt davon?“
„Ja, tue ich.“ Steve tritt die Tür ein und die beiden sehen sich im Haus um. Doch jeder Raum ist leer und die Hintertür von innen abgeschlossen. Der Mann muss aber noch irgendwo sein. Steve hat eine Idee und rennt zurück zum Wagen, um ein Nachtsichtgerät zu holen, dass die Körperwärme eines Menschen anzeigt. Er läuft damit durchs Haus und entdeckt den gesuchten Mann im Keller. Beide gehen runter.
„Der Mistkerl ist im Boden“, flüstert Steve. Danno wundert sich nur wieder über die Ausdrucksweise von Steve. Auch wenn das eigentlich nichts Neues für ihn sein sollte.
Als Steve nach unten geht, zielt der Verdächtige mit einer Waffe auf ihn.
„Nimm die Waffe runter. Jetzt“, befiehlt Steve.
„Das kann ich nicht tun.“
Danno schreitet ein: „Wenn ich du wäre, würde ich sie runter nehmen.“
„Dummkopf.“
„Sie wollten ihren Sohn beschützen. Das verstehe ich“, versuchte es Steve mal mit der sanften Tour, die sonst immer Danny übernahm.
„Gar nichts verstehst du. Du hast keinen Plan...“
Danno fiel etwas ein: „Was glaubst du wie lange du hier unten bleiben kannst?“
Steve nimmt seine Waffe runter.
„Erschiess mich nicht. Wenn du mich tötest, tötet er dich.“ Sie versuchen weiterhin auf den Verdächtigen einzureden, doch dieser hört nicht hin. Also bewegt sich Danno auf das Bild seines Sohnes zu, nimmt es zur Hand und der Verdächtige lenkt seine Waffe und seine Aufmerksamkeit auf Danny. Steve nutzt diese Gelegenheit um den Verdächtigen anzuspringen und ihn somit zu überwältigen. Damit ist der Fall erledigt und wieder können sie einen Verbrecher hinter Gittern bringen. Gemeinsam fahren sie zum Flughafen, um dort darüber zu wachen, dass der Flüchtige Sohn des Verbrechers, ein Mörder, von der Polizei in Gewahrsam genommen wird. Sie sehen sich an. Sie sind ein gutes Team. Sie tun das Richtige.
Abends sind sie zusammen mit Kamekona, Chin und Kono im Hilton Hotel, um dort zu feiern. Eine Kellnerin ist ganz angetan von Steve und fragt ihn, ob sie seinen Gips unterschreiben darf. Danny gefällt das nicht und Steve ist sichtlich erfreut darüber, von so einer netten Dame angesprochen zu werden.
„Es würde ihn stören. Und mich würde es ebenfalls stören, wenn Sie seinen Gips unterschreiben“, feixte Danny.
„Es stört mich überhaupt nicht“, sagt Steve und übergeht Danny.
„Yeah. Sie darf deinen Gips unterschreiben und ich nicht? Nach allem was ich für dich getan habe? Hat er Ihnen nicht erzählt, was ich getan habe?“, sagte Danny und plusterte sich auf.
Die Kellnerin sieht Danny an. „Nein.“
„Nun, ich habe sein Leben gerettet.“
„Das ist nicht wahr“, entgegnet Steve.
„Das ist nicht wahr? Weißt du was? Das nächste Mal werd ich dich einfach inmitten vom nirgendwo sitzen lassen.“
Alle lachen und Steve stellt sich der Kellnerin richtig vor. Kamekona fragt die Kellnerin, ob sie mit ihm zum Strand geht, worauf alle wieder lachen müssen. Sie bitten ihn sich wieder zu setzen und dann schauen alle hinauf ins Feuerwerk. Während des Feuerwerks erhalten Kono und Chin den Anruf, dass ihre Tante verstorben sei. Es ist ein sogleich trauriger und ein schöner Abend. Danno ist froh Steve gerettet zu haben. Steve ist froh, dass er gerettet wurde und das er an diesem Tag nicht alleine war und Kamekona ist eh froh, dass er dabei sein darf. Nur Chin und Kono sind nicht ganz so froh, wie alle anderen.
Als sie sich später voneinander verabschieden, nehmen sich Steve und Danny in den Arm und ganz leise, so das es keiner hören konnte, flüsterte Steve Danno ins Ohr: „Danke, Bruder.“

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BeitragThema: Re: Unexpected   Fr Jun 24, 2011 1:00 pm

So, es wird mal wieder Zeit für ein neues Kapitel. Und ich hoffe ich habe in meinem wirren Zustand nicht schon wieder die Zeiten durcheinander gebracht. Heute lernen wir, warum Danny nicht schwimmt. ;)




Chapter six - Unspoken

The feeling hits your heart like an arrow in the snow
Waking all the blood that’s sweeping in you veins



Danno sah zu Steve herüber. Er lag auf dem Bauch und sonnte sich. Kein Wunder, dass er immer mehr Farbe bekam. Eigentlich waren sie verabredet um sich gemeinsam ein Footballspiel anzusehen. Wenigstens ein Sport, mit dem sie beide etwas anfangen konnten. Danno zog seine Schuhe aus und ging nur mit Shorts und Shirt bekleidet hinunter zum Strand. Er setzte sich in den Sand und sah hinaus in die Ferne. Langsam fing er an dieses nasse Etwas zu mögen. Früher war es ihm ein Rätsel gewesen, wie jemand so etwas schön finden konnte. Etwas, was solche Kraft besaß und so unberechenbar war. Nicht, dass er es nicht auch schön fand, aber auch gefährlich.
Wenn jemand am Strand spazieren ging, hielt er das für romantischen Kitsch und hatte das seiner Exfrau auch nur allzu deutlich gemacht. Vielleicht war Stan romantischer als er.
Er warf Steine ins Wasser und bei jedem „plop“, wenn der Stein die Oberfläche des Wassers traf, musste er daran denken, wie sich sein Herz angehört hatte, als Rachel gegangen war. Jetzt schlug es fast wieder normal. Trotz der seltsamen Dinge die im Moment passierten. Völlig in seinen Gedanken versunken bekam er gar nicht mit, wie Steve sich zu ihm umdrehte und ihn musterte. Steve`s Blick glitt über den Körper, der am Meer saß und aussah als würde er im Kopf gerade den Kampf seines Lebens kämpfen. Er kannte die Wirkung des Meeres auf die Menschen. Das stille Rauschen des Windes, dass einen nachdenklich machte. Das Rauschen der Wellen, dass einen beruhigte und der Geruch des Salzes, der einem das Gefühl gab im Paradies zu leben. Er stand auf und ging die paar Schritte zu seinem Partner hinunter. Neben ihm ließ er sich im Schneidersitz fallen und achtete darauf, sich nicht auf seinen gebrochenen Arm zu stützen und begann genau wie Daniel Steine ins Wasser zu werfen. Danno sah ihn an und Steve schaute zurück. Einen Moment sahen sie sich an und dann ließ Danno sich nach hinten fallen. Ihm war egal, dass seine Klamotten danach voller Sand waren. Er musste an seinen Traum denken, an die Umarmung und die Freundschaft die sie verband. Sowas hatte er in der Stadt nie gehabt. Es tat gut. Unbeschreiblich gut. Das alles war ihm so unbekannt.
Steve beobachtete Danno. Er war in den letzten Wochen irgendwie anders. Seit sie sich regelmäßig trafen. Aber auch ihm ging es besser und er fühlte sich stärker. Steve grinste, schlug Danno aufs Bein und sagte: „Hose runter, Shirt aus, wir gehen schwimmen.“ Er wickelte sich die Plastiktüte um den Arm, die er in der Hosentasche hatte.
„Im Leben nicht. Du weißt ich schwimme nur, wenn ich muss.“
„Du musst.“
Steve zog sich aus und sprang splitternackt ins kühle Nass. Danno sah ihm entgeistert hinterher. Was war denn jetzt los?
„Toll jetzt hat er den Verstand oder das was davon übrig war, komplett verloren“, murmelte er vor sich hin.
„Hilfe! Hilfe! Ich kann nicht schwimmen.“
„Das ist nicht witzig. Und komm raus da, mit deinem gebrochenen Arm. Ich will dir nicht nochmal das Leben retten.“
„Komm du rein.“
„Was sind wir? Kinder?“
„Du ja. Ich bin der Papa und bring dir das Schwimmen bei. Ich wette du schaffst es nicht, mich trotz meines gebrochenen Armes einzuholen.“
Danno seufzte. Er hasste es, wenn jemand sagte er könne etwas nicht. Er zog seine Shorts runter, schmiss sein Shirt in den Sand und lief nur mit Boxershorts bekleidet ins Wasser. Steve hob die Augenbrauen. Danno war ganz schön durchtrainiert. Das war ihm nie aufgefallen. Danno war schneller bei ihm, als er geglaubt hatte. Steve schmiss sich nach hinten und schwamm rückwärts. Danno holte ihn dennoch ein. „Mist. Du bist schnell.“
„Ich war Rettungsschwimmer. Zusätzliche Ausbildung, weißt du.“
„Klar.“ Steve lachte.
„Ernsthaft. Ich habe regelmäßig Baywatch geguckt.“
Steve verschluckte sich fast vor lachen. „Trotzdem nicht schlecht. Wieso schwimmst du dann nicht öfter?“
Danno hasste diese Frage. Er seufzte, verdrehte die Augen und starrte auf einen imaginären Punkt am Horizont.
„Weil ich es nicht tue, okay?“
Er schwamm zurück und Steve runzelte die Stirn. Das Geheimnis würde er noch lüften. Er ließ seinem Freund einen Moment Zeit um aus dem Wasser zu steigen. Sein Körper war angespannt und wirkte kleiner als sonst. Irgendwas war komisch. Steve schwamm ihm hinterher, schlüpfte in seine Shorts und lief Daniel hinterher, der gerade im Haus verschwand.
„Hey Dan, es tut mir leid.“
„Steck dir das sonst wo hin.“
Daniel stopfte das Bier in den Kühlschrank und nahm zwei kühle aus dem Kühlschrank. Er drückte Steve eins in die Hand, drängte sich im Türrahmen an ihm vorbei und ließ sich im Wohnzimmer in den Sessel fallen., Als ob es sein Zuhause war, griff er zur Fernbedienung und schaltete das Spiel ein. Kopfschüttelnd ging Steve ins Schlafzimmer, zog sich ein Shirt drüber und ließ sich dann im Wohnzimmer auf der Couch nieder. Er nahm einen großen Schluck aus der Bierflasche und blickte zu Danno.
„Würdest du mir verraten, was ich jetzt wieder gemacht hab?“
„Nein.“
„Daniel...“
„Das ist mein Name, Steven!“
„Dan, bitte. Ich wollte dir nicht zu nahe treten. Du schwimmst klasse und bist verdammt schnell. Aber seit ich dich kenne, warst du nicht einmal am Strand, um zu schwimmen. Nichtmal mit Grace.“
Danno ließ sämtliche Luft aus seinen Lungen entweichen und atmete dann wieder tief ein. Böse funkelte er Steve an. Er musste sich beherrschen nicht zu schreien oder gar etwas falsches von sich zu geben, als er sagte: „Schnell, ja. Aber nicht schnell genug.“
Steve verstand nicht. „Hast du einen Wettkampf verloren?“
„Wenn es nur das wäre. Ich dachte du hast meine Akte gelesen?“
„Nein.“
„Oh.“ Dannos Stimme war belegt und Steve dachte: „Vielleicht bin ich zu weit gegangen.“ Aber wieso? Er bekam eine Ahnung.
„Oh Danno. Du musst es mir nicht sagen.“
„Ist okay Steven. Vielleicht ist es besser, wenn ich es jemandem sage. Wenn ich es dir sage. Vielleicht hörst du dann auf mich damit aufzuziehen.“ Er machte eine Pause und Steve nickte ihm zu. „Ich war damals im Schwimmteam der Schule. Während ich bei der Polizei anfing, habe ich mich zusätzlich zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Eines Tages bin ich mit Freunden an einen See gefahren. Wir haben viel getrunken und es war total chaotisch. Marcus, ein Freund von mir, wollte unbedingt ein Wettschwimmen machen.“
Danno blickte zu Steve hinüber. Steve wurde komisch im Magen. Daniels Blick war abgrundtief traurig, nahezu leer und abwesend. Das waren nicht mehr die schönen blauen Augen. Mit so einer Geschichte hatte er nicht gerechnet, denn er konnte sich schon denken was passiert war.
„Ich bin gegen ihn angetreten. Ich war viel nüchterner als die anderen. Einer musste ja einen Überblick behalten. Wir sind geschwommen und Marcus hat auf halber Strecke um Hilfe geschrien. Er sah aus als würde er ertrinken. Also bin ich zurück und als ich bei ihm angekommen war, lachte er nur und ist weiter geschwommen. Es war ein Scherz. Ich habe ihn schnell überholt und als er das nächste Mal so aussah, als würde er ertrinken bin ich weiter geschwommen. Bis ans Ziel. Das andere Seeufer. Erst da bemerkte ich, dass er mir nicht folgt und das die anderen die ganze zeit etwas riefen.“ Danno sah Steve an. Steve wusste nicht, was er tun sollte. Er setzte sich auf die lehne des Sessels. Er legte seinem Freund eine Hand in den Nacken. „Es war ein Unfall.“
„Ich hätte schneller reagieren müssen. Ich bin sofort zu ihm und hab ihn, obwohl ich total erschöpft war, noch aus dem Wasser gezogen. Ich habe ihn eine halbe Stunde lang wieder belebt, bis der Krankenwagen kam.“
„Und seitdem schwimmst du nicht mehr?“
„Nur noch wenn ich muss.“
Sie blickten einander an. Die Geschichte hatte er schon Jahre nicht erzählt. Rachel war die Einzige die davon wusste. Es wäre sonst nicht vertretbar gewesen ihr jedes Mal, wenn sie schwimmen gehen wollte zu belügen. Steve zog Danno's Kopf an seine Brust. Das, so erinnerte er sich, hatte seine Mutter oft mit ihm gemacht. Danny atmete Steves Duft ein. Eine Mischung aus Schweiß, Meer und seinem Deo. Steve strich durch Danno's Haar. Früher wollte er auch immer blondes Haar haben, aber mittlerweile war er mit seinem zufrieden. Danny's Haare waren toll. Steve schüttelte den Kopf und ließ Daniel los.
„Was?“, fragte dieser.
„Nichts.“ Steve stand auf und ging in die Küche. Er nahm eine Tafel Schokolade aus dem Kühlschrank und ging zurück.
„Hier die soll helfen. Ich hab sie immer da, falls eine meiner Frauen mies drauf ist.“ Er zwinkerte.
„Ich bin nicht eine deiner Frauen. Ich bin dein Mann.“
Bevor Danny bewusst war, was er da gerade gesagt hatte, erwiderte Steve: „Das hättest du wohl gerne.“
„Ach sei still.“ Er riss Steve die Schokolade aus den Fingern und Stopfte sich einen Riegel in den Mund.
„Bitte erzähl es keinem.“
„Nein. Das werde ich nicht. Ich schwöre dir, sollte ich vor Ort sein, werde ich schwimmen. Immer.“
Erstaunt sah Daniel Steven an. „Danke.“
„Immer. Ich sagte dir doch, Familie geht vor.“
„Ja.“ Danno stand auf und stellte sich vor Steve. „Steven, egal was ist, ich bin für dich da. Egal wann. Egal wo. So wie du scheinbar für mich da bist. Ich rette dir das Leben, wenn es sein muss. Ich mache alles. Vielleicht habe ich dich falsch eingeschätzt. Ich glaube in deinem Inneren bist du noch schöner und noch liebenswerter als es nach außen hin den Anschein hat.“ Steve schloss die Augen, senkte seinen Kopf. „Und du bist anders als ich dachte. Danny, ich dachte du bist so ein verrückter, verweichlichter Kerl aus der Stadt. Doch du bist viel mehr.“
Sie sahen sich erneut an und Steve musste schlucken. Waren Danny's Augen schon immer so hellblau gewesen oder war der Kontrast zu den traurigen und dunklen Augen von eben einfach zu groß? Sie waren blau wie der Himmel. Augen, die ihn nun fragend ansahen.
„Du bist durchtrainiert, schnell, behältst oft einen klaren Kopf und endlich verstehe ich, warum du mich von all diesen Dummheiten abhalten willst. Du hast ernsthaft Angst um mich.“
„Ja! Verdammt. Ich will dich vor dir selbst beschützen. Du bist mir viel zu wichtig, als das ich dich bei einer deiner meist unnützen Aktionen verlieren will.Aber wehe du sagst jemanden, dass ich das gesagt habe.“
Danny nahm seine Hand von Steves Schulter. Er hatte nicht bemerkt, dass sie dort die ganze Zeit gelegen hatte. „Du bist mir auch wichtig“, gestand Steve ihm flüsternd.
Steves Blick wanderte zu Boden. Sowas hatte er selten gesagt. Und bestimmt noch nie zu einem Mann. Nicht so. Danno glaubte kaum, dass Steve das gerade gesagt hatte. Er versuchte nicht weiter darüber nachzudenken.
„Dann ist das geklärt. Lass uns endlich das Spiel gucken, bevor wir die letzten 15 Minuten auch noch verpassen.“
Steve nickte und setzte sich wieder. Was war denn da gerade los gewesen? Er hatte doch sonst nicht so gefühlsduselige Sachen auf Lager. Daniel machte ihn ja ganz weich im Kopf. Genau. Danny war Schuld daran. Sein Benehmen färbte auf ihn ab. Und doch hatte er es ernst gemeint. Er wäre für ihn da. Immer.

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BeitragThema: Re: Unexpected   Fr Jul 01, 2011 8:19 pm

Ich lass euch das nächste Kapitel einfach Mal ohne Kommentar da und sag nur: SORRY! Aber manchmal gehen einfach die Pferde mit mir durch.



Chapter seven - Unknown Feelings

Afraid of unknown feelings and certain silence
Lonesome dialogues – letters - the fool`s evidence
I wish I could talk to you, but I know it won`t come true


Daniel saß auf seinem Bett und sah sich das Bild an, dass Grace für ihn gemalt hatte. Es zeigte ihn und Steve, die Grace an den Händen hielten. Sie hatte eins für ihn und eins für Steve gemalt, bevor er sie heute morgen zurück zu Rachel gebracht hatte. Gestern waren sie zusammen mit Steve über die Promenade gelaufen, nachdem sie bei Kamekona ein Eis gegessen hatten. Steve hatte Grace in die Luft gehoben und sie fliegen lassen. Davon war sie total begeistert und Danno kam nicht drumherum es toll zu finden, wie Steve mit seiner kleinen Tochter umging. Er war süß mit Kindern. Grace schien das genauso zu sehen.
Danny lächelte und legte das Bild in einen Ordner, in dem er alle Bilder seiner Tochter aufbewahrte und legte diesen in die Schublade, in dem er alles aufbewahrte was Grace je gebastelt hatte.
Seine Tochter war das Beste was ihm je passieren konnte. Sie war sein Sonnenschein.
Gerade als er zum Sofa gehen wollte, um sich einen Film anzusehen, klingelte sein Handy. Auf dem Display erschien das Bild von Steve und der Klingelton „Sexy eyes“. Genervt nahm er ab. „Steve.“
„Danny, ich hab ein Problem. Ich brauche deine Hilfe.“
„Was ist es diesmal? Bekommst du deinen Reißverschluss nicht zu?“
„Nein. Ich versuche gerade zu kochen.“
„Schon wieder?“
„Ja. Ich dachte wir grillen.“
„Oookay... Und wo ist das Problem?“
„Ich glaub ich kann nicht alles auf einmal. Wir brauchen noch Getränke.“
„Wie du meinst. Ich komme.“
Danno rollte mit den Augen. Steve brauchte wirklich 24 Stunden Beschäftigung, damit ihm nicht langweilig wurde. Konnte er sich nicht einfach einen Film ansehen, Xbox spielen oder wie normale Menschen einfach mal nichts tun? Er nahm das Bild, was Grace gemalt hatte, zog seine Sneaker an und stieg in sein Auto. An dem kleinen Supermarkt, der auf dem Weg zu Steve lag, hielt er kurz an und holte Bier, Cola und für sich selbst Eistee. Wasser hatte Steve eh da.
Außerdem nahm er noch Schokolade mit. Bei Steve konnte man ja nie wissen, in welch einem Gespräch er ihn verwickelte.
Als er bei Steve ankam, trat er ohne zu klopfen ein. Das hatte er sich in den vergangenen Tagen abgewöhnt, weil Steve es eh meistens nicht hörte, wenn er im Garten war.
„Hey“, murmelte Danno und begutachtete Steve, der gerade das Fleisch marinierte.
„Hey.“
„Oh Schatz, du kochst für mich.“
„Ja Babe. Fleisch, so wie du magst und Salat habe ich dir gemacht, damit du auch was gesundes zu dir nimmst. Folienkartoffel habe ich auch zubereitet“, erklärte Steve.
„Danke Liebling.“ Beide schüttelten den Kopf und Danno nahm Teller aus dem Schrank und deckte den Tisch auf der Veranda.
„Danny, du brauchst noch 3 weitere Teller. Kamekona, Chin und Kono kommen auch.“
„Aha. Warum hast du das nicht schon am Telefon gesagt? Jetzt haben wir nicht genug Getränke.“
„Doch. Chin bringt auch welche mit und unser Lieblingseisverkäufer hat gemeint er habe eine Überraschung.“
„Ahja.“
Steve grinste ihn breit an. Achselzuckend nahm Daniel weitere Teller und Besteck aus der Küche und deckte den Tisch weiter ein. Er nahm die Servietten aus dem Wohnzimmerschrank und machte den Grill an. Das dumme Ding ging leider immer wieder aus. „Komm, lass mich das machen. Das ist Männersache“, erklärte sich Steve.
„Steven!“
„Danny!“
„Wenn man euch so hört, könnte man denken ihr sitzt noch im Sandkasten und streitet euch um Förmchen“, bemerkte Chin und trat auf die Veranda.
„Chin! Kono! Nehmt Platz. Danny und ich kümmern uns um alles. Was wollt ihr trinken?“
„Cola“, sagte Kono.
„Bier, natürlich“, sagte Chin.
„Danny, du hast sie gehört.“
Danny stemmte die Arme in die Seiten. Die Selbstverständlichkeit mit der Steve ihn einband war fast schon dreist. Irgendwann ging diese Freundschaftskiste zu weit. „Ja, Boss!“
Kopfschüttelnd verschwand er nach drinnen und legte die Getränke die er und Chin mitgebracht hatten in den Kühlschrank und nahm die gekühlten Getränke von Steve heraus. Er betrachtete die anderen. Chin und Steve kümmerten sich um den Grill und Kono war gerade herein gekommen.
„Brauchst du Hilfe?“
Ihre braunen Augen sahen ihn aufmerksam an. Sie war wunderschön und er hatte sie gleich vom ersten Moment an gemocht. Genau wie alle sie mochten. Sie war eine wirklich liebevolle Person. Er mochte asiatische Frauen. Die dunklere Haut, die dunklen Haare und die braunen Augen. Doch Kono war Tabu. Das hatte Chin ihnen ja gleich klar gemacht.
„Nein, geht schon.“
„Danny, kann ich dich was fragen?“
„Hm. Klar.“
„Meinst du der Boss mag mich?“
Verträumt sah sie zu Steve herüber und Danny spürte einen kleinen Stich irgendwo in seiner Herzgegend. „Natürlich. Wie könnte er dich nicht mögen?“
„So meinte ich das nicht.“
„Kono, ich glaube schon, dass er dich mag. Aber Steve spielt im Moment nur mit den Frauen. Er würde dich ausführen, mit dir eine Nacht verbringen und dich dann erst wieder anrufen, wenn er Sex will. Er kann das im Moment nicht anders.“
Kono blickte Danny traurig an.
„Er wirkt so traurig manchmal.“
„Ja. Er versucht es zu verstecken. Ich versuche ihm zu helfen.“
„Danno, du bist ein guter Mann. Ein guter Freund.“
„Ich gebe mein Bestes.“
Kono nickte und sah zu Steve, der im gleichen Augenblick zu ihr herüber sah. Er lächelte sie an und sie lächelte zurück. Dann wanderte sein Blick zu Danny und Kono beobachtete wie sein Blick zärtlich wurde, fast liebevoll. Sie sah zu Danny, der Steve ebenfalls ansah und dann nickte. Er ging auf ihn zu und gab ihm ein Bier. Er reichte Chin ebenfalls ein Bier, schüttete Kono ein Glas Cola ein und nahm sein eigenes Bier und verschwand damit am Strand. Er brauchte fünf Minuten für sich allein. Steves Blick zu Kono hatte ihn verärgert. Er wollte nicht, dass Steve Kono weh tat. Doch dann hatte er ihn angesehen und für den Bruchteil einer Sekunde hatte sich sein Magen umgedreht und die Welt war stehen geblieben. Das hatte ihm etwas gezeigt, was er zwanghaft versuchte zu verdrängen. Er war eifersüchtig, wenn Steve von seinen Dates mit Cathrine erzählte. Er war neidisch auf Steve, wenn er wieder ein Frauenherz eroberte. Und er war neidisch auf die Frauen.
Er hatte nie so viel Erfolg bei Frauen gehabt. Und das obwohl er nett war und sich immer Mühe gab. Doch er war wohl einfach nicht sexy genug.
Er bemerkte mal wieder nicht, dass sich jemand näherte. Erst die Worte „Alles okay, Dan?“ ließen ihn aufblicken. Steve sah ihn besorgt an.
„Nein. Eigentlich nicht.“
„Willst du es mir sagen?“
„Nein. Nicht wirklich.“ Danny war sich bewusst, dass die anderen die beobachteten und was sollte er Steve auch sagen? Dass er sich seltsam fühlte und Abstand brauchte? Wie sollte das gehen, wenn sie sich jeden Tag auf der Arbeit sahen?
„Okay, kommst du? Das Fleisch ist bald durch.“
Danny nickte und Steve strich einmal, kaum merkbar über Danny's Haar und ging dann zu den anderen. Steve wusste nicht, was es war, aber Konos Blick hatte ihn kalt gelassen, während er Danny's Blick immer noch spürte. Tief im Inneren. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er denken er sei dabei sich in seinen überaus männlichen Partner zu verlieben. Aber das konnte natürlich nicht sein. Danny folgte Steve und setzte sich neben Kono.
„Ihr zwei seid echt süß zusammen“, flüsterte sie ihm ins Ohr.
„Das gibt mir zu denken.“ Danny lächelte Kono an.
Kono legte ihre Hand auf Danny's, was Steve mit einem seltsamen Blick registrierte. „Ich habe seinen Blick gesehen und ich glaube, dass zwischen euch mehr ist als Freundschaft.“
„Nein. Du irrst dich. Wir sind nur Freunde.“
Heftig schüttelte Danny den Kopf und war froh, dass Konos Reaktion durch die lautstarke Begrüssung von Kamekona unterbrochen wurde. „Aloha.“
Der große Knuddelbär schleppte eine riesige Schüssel Bowle vor sich her.
„Bowle“, erklärte er knapp.
„In den Kühlschrank“, befahl Steve.
Seinen Befehlston legte er wohl nie ab. Wie er das wohl bei den Frauen machte? „Komm jetzt zum Höhepunkt!“ Danny grinste. Es war zumindest nicht ganz abwegig.
„Was grinst du so, Daniel?“
„Steven, wir sind hier privat. Kannst du mir erklären, warum du immer noch Befehle gibst?“
Steve zog die Augenbrauen zusammen und musterte seinen Freund. „Ich gebe keine Befehle.“
„Ach nein? „In den Kühlschrank“, ehrlich? Kannst du nicht sagen: „Danke Kamekona, könntest du die Bowle vielleicht in den Kühlschrank stellen?“ Sowas würden normale Menschen sagen.“
„Ich bin aber nicht normal.“
Chin lachte. „Stimmt. Das sind wir bei den 5O's alle nicht.“
Alle nickten, doch Steve und Danno funkelten sich weiter böse an. Beide hatten das Gefühl, dass es hier nicht nur um den Befehlston ging, sondern um das, was sie beide, ohne es voneinander zu wissen, schon längst ahnten. Und beide wollten es nicht wahr haben.
Während des Essens schwiegen Danno und Steve sich an. Sie redeten nur mit den anderen und ließen die meiste Zeit Chin und Kamekona Witze machen. Doch keiner der Witze konnte die Laune von Steve aufheitern und auch Danny war irgendwie nicht in der Stimmung zu Lachen. Kono flüsterte Chin etwas ins Ohr und zehn Minuten später sagte er: „Wir sollten nun gehen. Unser Paar wäre jetzt wohl gerne alleine.“ Steve sprang auf, krallte Chin am Hemdkragen und schrie: „Wir sind kein Paar.“
Danny hatte das kommen sehen und legte seine Hand auf Steves Hand, die an Chins Hemdkragen zerrte. „Steve! Das war ein Scherz. Lass Chin los. Sofort!“
Sein Griff lockerte sich. „Wenn du unbedingt jemanden schlagen willst, dann schlage mich. Aber lass die anderen da raus. Die haben mit diesem Unsinn nichts zu tun.“
Steve sah zu Danny und ließ Chin los. Er holte aus und schlug Danny ins Gesicht. Dann drehte er sich um und rannte runter zum Strand.
Danny hielt sich die blutende Lippe und setzte sich wieder.
„Kono, Kamekona, wir sollten gehen.“
„Nein. Ich schaue noch nach Dannys Lippe.“ Kono setzte sich zu Danny und hielt ihm eine Serviette hin.
„Tut es weh?“
„Nein. Ist okay. Ihr solltet nun besser gehen. Es tut mir leid. Ich regel das mit ihm. Keine Ahnung was er hat.“
„Du hast ja nichts getan.“ Kono strich ihm durchs Gesicht und ging dann zu Chin. Bevor die drei im Haus verschwanden, nickte Danny ihnen zu. Steve saß immer noch am Strand. Den Kopf auf seinen Knien liegend.
„Regel das mit ihm. Was auch immer da zwischen euch ist, kann so nicht weiter gehen. Ihr habt euch sehr verändert. Ihr beide. Wir sind nicht sauer, aber ich hatte gehofft, dass der Tag schöner ausklingen würde“, sagte Kono und folgte ihrem Cousin und Kamekona ins Haus. Danno hörte wie die Haustür ins Schloss fiel und draußen zwei Wagen starteten. Er legte den Kopf zurück und schloss die Augen. Das konnte ja herrlich werden.Seine Lippe pochte und er wusste nicht, wie er dieses Gespräch beginnen sollte.
Steve versuchte das Chaos in seinem Kopf zu ordnen. Diese unbekannten Gefühle in ihm machten ihn irre. Er konnte nicht klar denken. Es tat ihm Leid, dass er so aus der Haut gefahren war. Chin hatte das nicht verdient und es war doch nur ein Scherz gewesen. So wie es seit Wochen immer wieder vor kam. Steve hörte die leisen Schritte von Daniel hinter sich. Die anderen waren gegangen, dass hatte er mitbekommen, aber er hatte gehofft, dass auch Danny gegangen war. Aber er hätte es besser wissen müssen. Danny würde nicht gehen. Er war sein Freund und eine treue Seele. Als er neben ihm Platz nahm, sah Steve zu ihm herüber. Dannys Lippe war geschwollen. Steve drehte sich zu ihm und strich ihm sanft über die Lippe. Danny zuckte zusammen und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete, sah Steve ihn traurig an. Seine Augen rötlich und dunkel. „Es tut mir leid“, kam mit gebrochener Stimme über seine Lippen. „Ist schon gut.“ Danny nahm Steves Hand aus seinem Gesicht und legte sie behutsam auf Steves Bein. Seine Berührungen waren einfach zu viel für ihn und sein Herz reagierte immer mit solch einer Heftigkeit, dass er glaubte zu zerspringen. Steve begann zu weinen. Er war verzweifelt. Er wusste nicht mehr, was er tat. Er sprang auf und drehte sich von Danny weg, damit dieser ihn nicht so sehen musste. Doch es war zu spät. Danno hatte das glitzern in seinen Augen gesehen. Er folgte Steve und ging um ihn herum, damit er ihn ansehen musste. Sanft wischte er ihm die Tränen weg und nahm dabei Steves Kopf in beide Hände, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab Steve einen Kuss auf die Stirn. Es fühlte sich nicht mal mehr Falsch an. Er hatte nur Angst vor Steves Reaktion. Aber was sollte schon passieren? Eine dicke Lippe hatte er ja schon.
Außerdem hatte er Angst davor, wo das alles hinführen sollte. Wurde er jetzt schwul? Beide runzelten die Stirn und sahen sich lange an. Dann nahm Steve seine Hand und legte sie in Dannys Hand. Beide sahen auf ihre Hände, die scheinbar genau wussten, was sie wollten. Und sie taten, was beide für unmöglich gehalten hatten. Diese Hände gehörten zusammen. Doch was war mit dem Rest der beiden Körper?
Danny zog Steve zur Wiese und sie legten sich nebeneinander.
Steve flüsterte: „Was ist das?“
Beide neigten den Kopf und sahen sich an. „Ein billiger Twilight-Abklatsch.“
Steve lachte. „Und wer hat die scharfen Beisserchen?“, wollte er wissen.
„Du“, entgegnete Danny sicher.
„Klar. Ernsthaft. Was wird das hier? Wieso fühle ich mich so wohl bei dir?“
„Ich weiß es nicht. Wirklich nicht.“
„Wir können uns doch nicht...“, sagte Steve und fügte in Gedanken „lieben“, hinzu.
„Nein...“
„Aber...“
„Ja..“
Danny sah Steve an. Seinen Partner. Einen Mann. Sein Herz klopfte. Aber er musste es jetzt wissen. War da was oder nicht? Langsam rollte er sich auf Steve und sah ihm in die Augen. Er machte alles ganz langsam, weil er auf Steves Reaktion wartete, doch dieser reagierte einfach gar nicht. Steve wusste nicht, was Danny vor hatte, aber er war zu perplex zu denken oder handeln. Danny beugte sich weiter runter und Steve schloss die Augen. Er spürte Dannys Atem auf seiner Haut und er spürte sein schneller schlagendes Herz. Auch seins begann zu pumpen. So stark klopfte es nicht mal, wenn er eine Bombe entschärfte. Ganz langsam legte Danny seinen Mund auf Steves Mund und spürte ein Kribbeln auf seinen Lippen. Auch Steve spürte es und er vergaß, dass er seinen Partner küsste. Er legte seine Arme um Danny und begann damit den Kuss zu erwidern. Es dauerte nicht lange und der Kuss wurde leidenschaftlicher. Er öffnete seine Lippen und vergaß vollkommen wo er war, wen er küsste und was hier gerade passierte. Seine Zunge spielte mit der Unterlippe des Mundes, der ihn gerade küsste. Danny konnte es nicht fassen. Steve zu küssen fühlte sich gut an. Das leichte pieksen seiner Bartstoppeln, die weichen Lippen und sein Atem in seinem Gesicht. Als Steves Zunge um Einlass bat, öffnete er bereitwillig den Mund. Wie automatisiert begann er durch Steves Haare zu wuscheln und spürte wie Steves Hand seine Wirbelsäule entlang fuhr. Es war gut. Beide waren wie elektrisiert und die Leidenschaft machte sich auch schnell an anderen Stellen den Körpers bemerkbar. Danny löste sich von Steves Lippen, öffnete die Augen und sah Steve an. Dann sprang er auf und rief: „Verdammt.“ Er rannte ins Haus, schnappte sich seine Schlüssel und machte, dass er aus dem Haus kam. Steve blickte ihm hinterher. Unfähig sich zu bewegen und zu handeln. Unfähig diese unbekannten Gefühle in Worte zu fassen.

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BeitragThema: Re: Unexpected   Mo Jul 18, 2011 2:14 pm

Danke euch allen, für das Feedback. Hier geht es weiter...Ich duck mich dann schonmal :D




Chapter eight - Unseen

Love comes from the most unexpected places
In someone's eyes you've never met
Who wants to get to know you
In someone's smile you can't forget


Danno saß auf seinem Bett und wusste nicht was er tun sollte. Was war da nur geschehen? Er ließ sich nach hinten fallen und hielt sich die Hände vor sein Gesicht. War Rachel gegangen, weil er schwul war? Hatte er früher schonmal an einen Mann gedacht? Nein. Er hatte nichtmal aus Spaß einen Mann geküsst, so wie einige von seinen Kumpels das getan hatten. Er hatte nie auch nur irgendetwas anziehend gefunden an einem Mann. Danny rollte sich auf dem Bett zusammen und ohne es zu merken, begann er zu weinen. Erst als die ersten Tränen auf seine Hand fielen, die unter seinem Kopf lag, spürte er, dass er weinte. „Was ist mit mir los?“ Er schloss die Augen und ignorierte sein Handy, das bereits seit mehreren Minuten klingelte. Er ignorierte es, weil dieser Klingelton den Anrufer als Steve auswies und mit ihm wollte er jetzt am allerwenigsten reden. Doch als er die Augen schloss, spielten sich die Szenen von eben wieder in seinem Kopf ab. Diese Situation war so schlimm. Wie konnte er Steve je wieder im Büro unter die Augen treten? Was sollte nur aus ihnen werden? Versetzen lassen wäre eine tolle Lösung, doch er konnte sich nicht versetzen lassen, ohne dabei Gracie zu verlieren und das war die Sache nicht wert. Oder? Welche andere Möglichkeit gab es? So tun als sei nichts gewesen und so tun, als habe das alles nichts bedeutet? Das konnte er nicht. Denn es hatte etwas bedeutet. Er hatte gespürt, wie es in seinem Magen angefangen hatte zu kribbeln und wie sie sich beide anzogen, wie zwei Seelenverwandte. Er konnte es weder ignorieren, noch zugeben und er konnte schon gar nicht mit Steve über die ganze Sache reden. Als das Handy aufhörte zu klingeln, sah Danno auf die Uhr. Er hatte eine halbe Stunde versucht ihn anzurufen. Steve war wirklich hartnäckig. Das mochte er an ihm. Und scheinbar noch so viel mehr. Danno zog sein Shirt aus, zog sich die Decke über den Kopf und schloss die Augen erneut. Er schlief ein, doch das letzte was er bewusst vor seinem Inneren Auge sah, war Steve, wie er ihn angesehen hatte. Dieses Bild zauberte Danno ein Lächeln aufs Gesicht, aber das bekam er schon nicht mehr mit.
Steve währenddessen saß in seinem Haus und sah auf sein Handy. Er hatte versucht Danny anzurufen. Er hatte es eine halbe Stunde lang versucht, aber Danno wollte wohl nicht mit ihm reden. Aber wie sollte es dann weiter gehen? Sie mussten das klären, bevor sie wieder ins Büro mussten. Und das wäre morgen früh der Fall. Steve lief ein wenig im Haus rum, räumte ein paar Sachen in die Spülmaschine und sah zum Meer hinunter. „Ach verflucht!“ Er schnappte sich seine Autoschlüssel und fuhr zu Danny. Er musste mit ihm reden. Auch wenn er nicht wusste, was er sagen sollte. Er wusste ja nichtmal, was hier los war. Er wusste nur, dass dieser Kuss ihm mehr bedeutet hatte und mehr in ihm ausgelöst hatte, als jeder Sex der letzten Jahre. Dieser Kuss hatte eine Flamme angezündet. Sein ganzer Körper brannte und innerlich schien er schon lange zu verbrennen. Was wenn sie füreinander gemacht waren? Aber sie waren doch beide Männer. Das durfte nicht sein. Sie waren COPS! COPS!!!! Steve hämmerte sich mit der Hand gegen den Kopf, aber das Bild von Danny und die Gedanken verschwanden nicht. Im Gegenteil. Immer wenn er etwas tat, konnte er sich vorstellen, wie Danny ihn schräg von der Seite ansah. Er konnte hören was er sagen würde und er kannte ihn so gut, um zu wissen, dass dieser Mann gerade völlig fertig in seiner Bude hockte. Als Steve ankam, war alles dunkel im Haus. Er klopfte, doch keiner reagierte. Er ging hinein. Danny lag in seinem Bett. Die Decke bis zum Kinn gezogen und er bewegte sich unruhig. Steve schlich sich neben ihn und hockte sich vor das Bett, um Danny zu beobachten. Danny murmelte im Schlaf wirres Zeug. Er konnte doch noch nicht so lange schlafen. Sanft strich Steve ihm über die Hand, die aus der Decke lugte. Danny zog sie zurück. Steve wusste nicht was mit ihnen geschah, aber er konnte nicht ignorieren, was dort eben passiert war und irgendwie hatte er es auch gewusst und kommen sehen. Die letzten Wochen waren schon so merkwürdig gewesen. Danno, der ihm Herzchen in die Luft malt, seinen Hintern anstarrt, wenn er denkt er würde es nicht merken und diese ganzen Sprüche und die häufigen Treffen. Es war schon lange keine normale Freundschaft mehr. Steve beugte sich über Danny und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Danny öffnete die Augen und sah Steve in die Augen. „Was machst du?“
„Das wonach mir ist.“
Steve strich Danny durchs Gesicht. Und als dieser sich aufrichtete, sah Steve in dem fahlen Licht, dass er angemacht hatte, um nicht zu stolpern, dass Danny rote Augen hatte. Er setzte sich auf die Bettkante und Danny drehte sich auf den Rücken und sah die Zimmerdecke an.
„Hast du geweint?“
„Nein.“
„Warum sind deine Augen sonst so rot?“
Danny's Herz pochte. Was machte Steve hier und was sollte er antworten?
„Hab mir Seife rein gerieben.“
„Ja klar. Lügen kannst du immer noch nicht gut.“ Steve drehte sich von Danny weg und sah zu Boden. Er stützte seinen Kopf mit den Armen ab.
„Was tust du hier?“
„Wir müssen reden Dan. Wir sollten das klären, bevor wir ins Büro müssen. Ich kann nicht ignorieren, was da eben passiert ist. Und ich weißt auch nicht, ob ich das will.“ Er wendete sich wieder zu Danny, der ihn nun verdutzt anguckte. Steve wusste nicht, wie Danno reagieren würde und er wollte es auch nicht wissen. Er beugte sich über ihn und drückte ihm sanft einen Kuss auf die Lippen. „Daniel“, brachte er nur mühsam hervor.
„Steven.“ Danny schaltete seinen Kopf ab und Steve machte das selbe. Daniel griff in Steves Haare und zog ihn auf sich. Zwischen ihnen war nur die dünne Bettdecke und ihre Kleidung. Doch das machte nichts, denn, und das wussten sie beide, im Inneren hatte sich etwas miteinander verbunden, was eigentlich selten wieder rückgängig gemacht werden konnte. Ihre Herzen.
Steve legte seinen Kopf an die Schulter seines besten Freundes. Seines Partners. Danny strich über Steves Rücken und sein Herz klopfte ganz wild und er war nervös, als er fragte: „Bleibst du diese Nacht?“
Steve atmete tief ein und aus, hob seinen Kopf, sah Danno an und lächelte. „Ja.“
Als Antwort erhielt er ein Nicken und ein Lächeln. Steve stand auf, zog sich bis auf die Shorts aus und sah dann zu Danno. Es war komisch. Es war ein seltsames Gefühl, aber er wusste er musste das tun. Es war als würde er einen Fall lösen. Eine Bombe entschärfen oder das Team einteilen. Er machte es, weil es richtig war. Weil ihn im inneren etwas dazu antrieb. Danno rückte zur Seite und hob die Decke an. Steve runzelte die Stirn. Auch Danno zog die Augenbrauen hoch.
„Gott Steve! Was tun wir hier eigentlich?“
„Ich weiß es nicht Danny. Ich weiß nicht.“
Beide sahen sich an. „Das ist...“
„...verrückt“, beendete Steve den Satz, den Danny angefangen hatte.
„Ja. Aber...“
„...es fühlt sich richtig an.“
„Ja. Und deswegen komm her. Sobald es sich nicht mehr gut anfühlt, hören wir damit auf. Aber bitte komm.“
Steve nickte. Sein Partner war eindeutig das Weibchen. Er grinste und legte sich neben Danno. Sie berührten sich nicht, sondern sahen sich nur an. Beide waren irritiert und gelähmt und doch war das alles richtig so. Es war nur ungewohnt. Danny schloss die Augen und atmete einen Moment Steves Geruch ein. Er roch schon wieder nach Meeressalz und Deo. Umwerfend. Danny lächelte. „Warum lächelst du?“, fragt Steve.
„Nichts.“
„Sag schon oder ich muss dich erschießen“, droht er.
„Hallo? Meine Waffe ist näher als deine.“
„Ach? Meinst du?“
Danny hob den Kopf und holte seine Waffe unter dem Kopfkissen hervor. Steve tat es ihm gleich.
„Wie hast du die denn dahin bekommen, ohne das ich das gesehen habe?“
„Haha. Ich bin ein Super-Seal!“
„Tz.“
Sie lächelten sich an und Steve schluckte. Das würde die bescheuertste Nacht in seinem Leben werden. Er hatte schon öfter mit anderen das Bett geteilt, aber nie mit jemanden, den er scheinbar so sehr mochte. Er schob seinen Arm unter Dannys Kopf und dieser sah Steve in die Augen. Was tat sein Partner denn da? Was war hier nur los? Vielleicht war das wieder einer seiner seltsamen Träume. Genau. JA! Er träumte. Danno kniff sich in den Arm. „Aua.“
„Danno, was in Gottes Namen tust du da?“
„Ich dachte ich habe wieder einen dieser seltsamen Träume und wache auf, wenn ich mich kneife.“
„Glaub mir, wenn du träumst, dann träume ich wohl auch, denn ich kann eigentlich nicht glauben, dass ich ein schwuler Cop bin, der hier gerade mit seinem Partner im Bett liegt und versucht sich ihm anzunähern, ohne dabei zu wirken, wie ein unfähiger Klotz. Ich hab nur gar keine Erfahrungen mit Männern. Und du hoffentlich auch nicht.“
„Nein. Verdammt ich bin doch nicht schw....“
Steve zog die Augenbrauen hoch und wartete darauf, dass Danny das Wort aussprach. Doch auch dieser sah irritiert zu Steve. „Schwul?“, half ihm Steve auf die Sprünge.
„Ja. Genau. Ich mein. Ich hab ein Kind. Ich bin geschieden.“
„Und ich hab etliche Freundinnen gehabt.“
„Also kein Traum?“
„Nein.“ Dannys Hoffnungen wurden mit diesem „Nein“ in alle Winde zerschlagen und er ergab sich seinem Schicksal und seinen Gefühlen. Er rückte näher an Steve heran und dieser umarmte ihn. Danny legte seinen Kopf auf Steves Brust und fühlte sich total merkwürdig. Brusthaare! Hallo? Was soll denn daran bitte toll sein? Plötzlich fing er voll an zu lachen. Es klang fast hysterisch, darüber war er sich im Klaren. Auch Steve lachte. „Bescheuert.“
„Du sagst es Boss.“
„So geht das nicht.“ Danny rückte wieder ein Stück von Steve ab. Er dachte nach. Er drehte sich um und Steve rückte an ihn ran. Beide winkelten die Beine an und Steve umarmte Danny nun von hinten. Steve schloss die Augen. Das war alles nicht passend. Das war alles so seltsam. Aber eben hatte doch alles gestimmt. Er atmete Dannys Geruch ein. Er roch nach Haarshampoo und seinem Aftershave. Sein Kopf lag über dem von seinem Partner. Er rückte ein Stück nach unten und küsste Danny sanft im Nacken. Danny schloss die Augen. Auf seinem Körper hatte sich eine dicke Gänsehaut gebildet und er zuckte zusammen, als Steve mit einer Hand über seinen Arm strich und ihn immer wieder im Nacken küsste. „Wenn der so weiter macht, raste ich aus“; dachte Danny. Er hielt die Luft an und versuchte nicht gleich völlig die Kontrolle zu verlieren. Doch nach einigen Sekunden verlor er den Kampf, drehte sich auf den Rücken und zog Steve auf sich drauf. Dieser flüsterte ihm ins Ohr. „Küss mich schon. Ich weiß du kriegst das Bild nicht aus dem Kopf.“ Danny grinste und küsste Steve auf die Wange und gab ihm mehrere kleine Küsse, bis er den Mund erreichte. Diesmal war der Kuss nicht so zaghaft wie auf der Wiese. Es dauerte nicht lange und ihre Zungen tanzten miteinander. Bis sich Steve von ihm löste, völlig außer Atem und sagte: „Danny, wir sind eindeutig schwul.“
„Ich befürchte es auch.“
„Aber das ist doch merkwürdig.“
„Ja.“
Danny legte sich wieder neben Steve und sah zur Decke. Als Steve begann seine Hand zu streicheln, wurde es Danny zu viel. Das war einfach nicht richtig.
„Nein, stopp!“ Danny hielt Steve zurück. „Wir können das nicht tun. Hör auf. Geh jetzt! Geh! Ich hätte niemals zulassen dürfen, dass es so weit kommt.“
„Aber Daniel...“ Steve richtete sich auf und setzte sich auf die Bettkante. Er griff nach Dannys Hand, doch dieser zog sie weg.
„Nein Steve. Wir sind Partner, Freunde, aber kein Paar. Du bist sonst so ein harter Kerl. Warum bist du es jetzt nicht? Wieso kannst du mir nicht eine runterhauen und es dabei belassen? Wieso?“ Daniel stand auf und lief im Zimmer auf und ab. Auch Steve stand auf und versuchte Danny aufzuhalten. Dieser holte aus und schlug Steve in den Magen. Steve hielt sich die Stelle, ging aber weiter auf Danno zu. Es war ihm egal. Er musste seinen Freund beruhigen.
„Danny, ich weiß nicht was hier passiert. Ich weiß nicht mal mehr, wer ich bin. Ich habe keine Ahnung, warum deine Worte, deine Berührungen und deine Küsse mir so unter die Haut gehen, dass ich glaube in Flammen zu stehen. Bitte. Danny. Mach das jetzt nicht kaputt. Bitte tue nicht so, als würde es dir nicht genauso gehen. Ich habe das Gefühl, dass erst durch dich mein Herz wieder weiß, was Gefühle sind. Bitte. Du bist mein Verstand. Bitte. Ich bettel normal nie um etwas, aber Danny, ich will dich nicht verlieren.“
Danny atmete hart ein und aus und versuchte ruhig zu bleiben. „Steven. Du bedeutest mir nichts weiter. Ich habe nur in letzter Zeit einfach die Kontrolle über meine Gedanken verloren. Es tut mir leid. Ich spüre nicht das Gleiche wie du. Deine Bartstoppeln sind unangenehm im Gesicht und dein männlicher Geruch ist fast unerträglich. Nein Steve. Ich bin nicht schwul. Und du bist es auch nicht. Denk an Cathrine und Jenna und Kono und wen du nicht sonst noch so ins Bett zerrst oder zerren willst. Also geh. Ich werde auf der Arbeit so tun, als sei zwischen uns nie etwas passiert. Und nun geh!“
Steve sah Danny an und seine Gefühle drohten gerade über zu kochen, doch er wollte Danny nicht weh tun. Er wollte ihn nicht so lange schlagen, bis er blutete. Also schnappte er sich seine Klamotten und ging. Bevor er aus der Tür trat, sah er nochmal zu Danny, der ihm gerade den Rücken zudrehte und die Hände vor sein Gesicht nahm.
Steve ließ den Kopf hängen und zog sich auf der Treppe seine Klamotten drüber. Dann setzte er sich ins Auto und fuhr Heim. In ihm war alles leer. Er war unfähig zu denken und zu fühlen. Zuhause legte er sich ins Bett und zog sich die Decke über den Kopf.
Auch Danny hatte sich hingelegt und die Augen geschlossen, doch in seinem Bauch bildete sich ein riesiger Stein und sein Herz schien nur noch aus offenen Wunden zu bestehen. Aber so war es besser. Er und Steve, das würde es niemals geben. Es war auch ziemlich absurd. Zu absurd.

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BeitragThema: Re: Unexpected   So Aug 07, 2011 5:47 pm

Hoppala! Es wird wohl Zeit, dass ich euch was Neues zu lesen gebe. Im MOment komme ich kaum zum Schreiben, weswegen meine vorgeschriebenen Sachen bald zu Ende gehen. Aber ich hoffe ich bekomme diese Woche Mal einen klaren Kopf. Schrecklich ist das, wenn man so verwirrt ist, wie ich :D

Folgendes Kapitel behandelt eine Folge von H50. Und zwar die mit PDiddy :)



Chapter nine – Undercover

Why you wanna leave
When it's so easy just to stay?
Lying wrapped up in my arms
Until the break of day
Undercover


Danno rieb sich die Augen, als sein Wecker klingelte. Er ging ins Bad und duschte, zog sich an und setzte sich ins Auto um zum Büro zu fahren. Er versuchte nicht an des gestrigen Tag zu denken.
Steve hatte die ganze Nacht wach gelegen und war sehr früh aufgestanden. Als er am Wohnzimmertisch vorbei ging, sah er den Umschlag, den Danny am Tag zuvor dort hingelegt hatte. Steve öffnete ihn und zog das Bild von Gracie heraus. Er betrachtete das Bild. Danny, er und Gracie. Das würde es nie wieder geben. Um einen klaren Kopf zu bekommen, zog er Schwimmkleidung an, wickelte seinen gebrochenen Arm in Folie und ging hinunter zum Strand.
Er schwamm eine Runde und ging dann zurück ins Haus.
Steve trocknete sein Gesicht ab und bemerkte gleich das etwas in seinem Haus anders war. Er war nicht allein. Er drehte sich Richtung Küche, aus der Kamekona kam. Bekleidet mit Kochschürze und einem Teller in der Hand.
„Kamekona, was machst du hier?“
„Ich bin gekommen um dir Frühstück zu kochen.“
Nach einer kurzen Diskussion über den morgendlichen Besuch und dem ekligen Spam, entdeckte Steve einen weiteren Umschlag unter seiner Türe.
Er rennt sofort zur Türe, in der Hoffnung den jenigen noch zu sehen, der diesen Brief dort hinterlassen hatte, aber er sah niemanden. „Verdammt“, schoss es ihm durch den Kopf.
Steve öffnete den Umschlag und fand Bilder eines Unfalls vor. Bilder des Autounfalls bei dem seine Mutter ums Leben kam. Kein Unfall, wie er heute weiß. Ihm wurde übel und er verspürte den Drang sich auf der Stelle zu übergeben.
Er war fast glücklich, als sein Handy klingelte und Chin ihn zu einem neuen Fall rief. Denn das verhinderte, dass er weiter an die Bilder denken musste. Er zog sich in windeseile die Cargohose an und auch sein Hemd, schnappte sich die Autoschlüssel und fuhr zum Büro.
Gemeinsam mit den Anderen fuhr er zum Tatort. Danny ignorierte ihn vollkommen. Steve versuchte so gut es ging alles auszublenden, aber hin und wieder ertappte er sich dabei, wie er Danny ansah. Am Einsatzort entdeckte er einen angeschossenen Mann und als er seinen Puls fühlen wollte, begann dieser sich zu bewegen.
„Kevin..Kevin..““, stöhnte der Verletzte.
„Wer ist Kevin?“, fragte Steve.
„Mein Sohn.“
„Ich werde Ihren Sohn finden.“
Steve mochte es nicht wenn Kinder in solche Fälle verwickelt wurden. Das erfordert noch mehr Vorsicht als sonst. Er teilte das Team auf. Danny ging mit ihm und sie durchsuchten das Haus.
Als sie das Schlafzimmer betraten entdeckten sie die Sachen des Sohnes. Unsicher sah Steve sich zu Danno um und öffnete dann die Türe zum Kleiderschrank. Darin saß unter einer Decke Kevin. Beide steckten die Waffen weg. Danno beobachtete Steve. Er hat Angst, dass er dem Kind einen Schrecken einjagen würde, so unsensibel wie er sonst ist. Und vermutlich hatte er genauso miese Laune wie er selbst. Doch um den Jungen nicht zu sehr zu verwirren, verließ er den Raum.
Steve kniete sich auf den Boden. „Ist okay. Ist okay. Ich nehme dir jetzt die Decke vom Kopf, okay?“
Steve blieb fast das Herz stehen, als er den kleinen Jungen zusammengekauert dort sitzen sah. Weinend.
„Ich bin ein Polizist. Mein Name ist Steve. Du musst Kevin sein, richtig?“
Steve versuchte so einfühlsam wie möglich zu sein.
„Kevin, ich verspreche dir, dass dir niemand weh tun wird, okay? Du musst jetzt meine Hand nehmen, damit wir hier raus können.“
Der kleine Junge reichte ihm die Hand und Steve hob ihn hoch und hielt seinen Kopf geschützt an seiner Schulter. Er trug ihn vorsichtig nach draußen. Die Beine hingen über seinem gebrochenen Arm. Er spürte es nicht. Nur der Junge war wichtig. Dieser umarmte ihn so fest, dass Steve fast keine Luft mehr bekam. Steve hatte für einen Moment den Wunsch, der Vater dieses Jungen zu sein. Draußen kniete er sich vor Kevin, der offensichtlich Angst hatte.
„Wo sind Mama und Papa?“
Steve nahm die Hände von Kevin in seine und sah ihn an.
„Okay, hör mir zu. Ich werde dir Antworten bringen. Gerade jetzt, musst du erstmal mit Officer Lincoln mitgehen. Sie wird sich um dich kümmern. Ich werde bald zurück sein. Okay?“
Sanft streichelte er dem Jungen über die Wange. Er war noch so jung. Er erinnerte sich noch genau, wie es damals für ihn gewesen war, als seine Mutter starb. Fortan nur noch ein Elternteil zu haben, war schwer.
„Sei ein guter Junge, okay?“
Der Junge nickte und ging mit der Polizeibeamten mit.
Steve war selber zum Heulen zu Mute. Kinder brachten ihn immer aus dem Konzept. Doch er musste den Mörder schnappen. Um jeden Preis. Er wand sich zu den Anderen um und sah kurz zu Danny, der ihn ebenfalls anschaute. Danny hatte die Szene beobachtet und war gerührt gewesen, als sich Steve immer wieder zu dem Jungen umgedreht hatte. „Er ist so sanft“; schoss es ihm durch den Kopf und zwang sich schnell an etwas anderes zu denken. Ob Steve gerade an seine Mutter dachte?
Steve konnte die ganzen Informationen fast gar nicht aufnehmen. Er war besorgt um Kevin.
Mit einiger Hilfe fanden sie herraus, dass Kevins Vater ein FBI Agent ist, der undercover arbeitet. Während des ganzen Falls kamen immer mehr Rätsel auf und sie hatten gar keine Zeit sich auch nur zu unterhalten. Er und Danny arbeiteten meistens getrennt. Danno hatte sich an Kono ran gehangen und er an Chin. Später jedoch fuhr er zusammen mit Danny zu einem Verbrecher, den der FBI-Agent beschattet hatte. Vor dem Eingangstor standen zwei bewaffnete Bodyguards. Die beiden ließen Steve und Danno nicht durch und bitten sie am folgenden Tag wieder zu kommen. Einer der Türsteher drückt Steve Geld in die Hemdtasche. Steve war sprachlos. Was sollte das denn? Er war doch kein Stripper.
Danno war ebenfalls fassungslos und lachte innerlich über Steves Gesicht. Dann legte Steve die Hände aufs Lenkrad. Beide. Was bei Danny alle Alarmglocken gleichzeitig läuten ließ.
„Oh bitte tu das nicht“, bat er ihn.
„Was?“
„Bitte leg nicht beide Hände aufs Lenkrad. Immer wenn du das tust geschieht was Schlimmes und ich muss beten. Bitte.“
„Halt dich fest.“
„Warte.“
Danny schnallte sich an, weil er so eine Ahnung hatte, was Steve tun würde.
„Okay.“
Steve grinste, gab Vollgas und fuhr auf das Holztor zu. Die Türsteher sprangen zur Seite.
Steve und Danno gehen rein und treffen dort den Verbrecher mit seinem Sohn beim Mittagessen. Steve setzte sich und fing an den Verbrecher zu beschuldigen. Während des ganzen Gesprächs konnte Danno an nichts anderes denken, als daran, wie sexy Steve war, wenn er den bösen Kerl mimte. Die Dreistigkeit mit der er sich einfach setzte und sprach. Er selbst bekam nur halbherzige Drohungen raus. Etwas, was die beiden unterschied. „Ich kann kaum erwarten dir das Lächeln aus dem Gesicht zu treiben“, war da noch einer seiner besten Sätze in diesem Gespräch gewesen. Wieso war er nur nicht so schlagfertig wie Steve?
Die Ermittlungen führten sie immer weiter und am Ende konnten sie den Fall lösen. Wie immer. Doch etwas war anders an diesem Tag. Beide hatten sich benommen, als hätten sie sich nie angefreundet, als wären sie noch immer die verhassten Partner, vom ersten Tag. Danny wollte das so nicht. Er wollte Steve nicht als Freund verlieren. Aber vermutlich hatte er das bereits.
Zuhause setzte er sich auf sein Bett und dachte nach. Was, wenn er und Steve das nicht schaffen würden? Warum um alles in der Welt, denkt man an einen Menschen, an den man gar nicht denken will? Wieso denke ich verdammt noch eins an ihn? An ihn, den ich niemals erwartet hatte. Ein Kerl, der tagtäglich sein Leben riskiert, weil er Spaß daran hat und Türen eintritt, weil er nicht weiß, wie man eine Türklinke benutzt. Ganz abgesehen von dem Hang seine Verdächtigen in Lebensgefahr zu bringen und dabei zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Und das Schlimme, warum färbt es so ab? Ich darf nicht an einen Menschen denken, der so anders ist als ich. Ich muss an meine Tochter denken und meine Exfrau. Warum nur gehen mir seine Arme nicht aus dem Sinn und die Art wie er seine Hand an seine Waffe legt, wenn er sie aus der Halterung zieht? Wild entschlossen zu schießen und doch mit einem kurzen Zögern, weil er eigentlich niemanden verletzen will. Seine gespielte Härte habe ich längst durchschaut. Ich möchte nicht an seine Augen denken, in denen ich jedes Mal zu ertrinken drohe, wenn ich sie ansehe. Ich kann nicht an seine Bauchmuskeln denken und an seinen männlichen Geruch. Ich kann es einfach nicht. Das ist unnatürlich. Es ist unmöglich. Es ist nicht richtig...und doch, denke ich an die Lippen, die mich gestern Abend geküsst haben. Und dann vibrierte das Handy in seiner Hosentasche...

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BeitragThema: Re: Unexpected   Fr Aug 19, 2011 9:31 am

Es geht weiter. Danke nochmal für eure ganzen vielen lieben Feedbacks. Und ich sag nur: ES TUT MIR LEID!

*g*

Bild:



Walli:



Chapter ten - Undisclosed Desires

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart


Steve fuhr Heim und räumte noch auf. Gestern war viel liegen geblieben. Sein Blick fiel wieder auf das Bild was Gracie gemalt hatte. Er blieb stehen, stellte die leeren Flaschen weg und wusch sich die Hände. Dann ging er auf den Dachboden und suchte nach einem Bilderrahmen. Er fand einen alten und nahm sich vor bald einen moderneren zu kaufen. Unten steckte er das Bild von Gracie in den Rahmen und hängte es in die Küche neben dem Kühlschrank. Davon machte er ein Foto und schickte es Danny. „Sag Gracie Danke. Ich werde es in Ehren halten.“
Nachdem er das Chaos vom Vortag beseitigt hatte, legte er sich auf die Liege im Garten. Er sah zum Himmel. Ihm fehlte etwas. Danny fehlte ihm. Es war komisch gewesen heute. Es war, als ob sie Fremde wären und dieses Gefühl mochte er nicht. Doch er musste akzeptieren, dass Danny nicht mit ihm reden wollte. Jetzt nicht und vielleicht nie wieder. Dabei war er doch derjenige gewesen, der mit diesem ganzen Kram angefangen hatte.
Währenddessen las Danny die SMS und sah traurig auf sein Handy. Steve war so süß manchmal. Wie sollte er Gracie nur erklären, dass er und Onkel Steve nie wieder so befreundet sein würden, wie früher? Zwischen ihnen hatte sich alles geändert.
Danny sah wieder auf sein Handy und tippte: „Sie wird sich freuen, dass du es aufgehangen hast. Du wärst ein guter Vater.“
Steve registrierte sofort das piepsen seines Handys und las die SMS. Er lächelte.
„Genau wie du.“
Als Danny die Antwort erhielt seufzte er. Ja, ein Dad, der seine Tochter nichtmal jeden Tag sieht. Er legte das Handy zur Seite und begann seine Wohnung aufzuräumen, obwohl sie schon ordentlich war. Er bezog das Bett neu und ertappte sich dabei, wie er an den gestrigen Abend dachte. Steve war so voller Leidenschaft gewesen. So weich und wild entschlossen. Wieso hatte er das zugelassen? Wieso war Steve ebenso verrückt wie er? Daniel knüllte das Bettlaken zusammen, drückte es gegen seine Brust und schloss die Augen. Er musste mit Steve reden. Egal ob es nun schlimm werden würde oder nicht, aber so konnte es auch nicht weiter gehen.
Er schmiss das Bettlaken auf den Boden, griff nach seinem Schlüssel und fuhr zu Steve. Achselzuckend ging er auf das Haus zu und klopfte, doch es kam keine Reaktion. Also trat er wie gewohnt ein und steuerte gleich auf den Garten zu, wo Steven die meiste Zeit zu finden war. Und er hatte Glück. Steve lag auf der Liege im Garten und sah in den Himmel. Sein Handy hatte er auf dem Bauch liegen. So als würde er auf einen dringenden Anruf warten.
„Aloha“, rief Danny.
Steve sprang sofort auf und sah Danny an. „Hi“, flüsterte er.
Eine Weile sahen sie sich an und standen einen Meter von einander entfernt, allerdings fühlte es sich für beide wie zig tausend Kilometer an. Danny ergriff als erster das Wort und sah zum Horizont. „Wir müssen reden.“
Steve sah auf den Rasen. „Ja. Das sollten wir. Wollen wir uns setzen?“
„Ja.“
Steve ging vor und deutete auf die Stühle auf der Veranda. Dann ging er rein, holte zwei Bier aus dem Kühlschrank und setzte sich auf den Stuhl am anderen Ende des Tisches. Sie sahen sich wieder an und es schien eine Ewigkeit zu vergehen, bis Danny sagte: „Das gestern hätte niemals passieren dürfen.“
„Warum?“ Steve verstand es nicht. Was war so falsch daran? Es gab so viele schwule Paare. Auch Cops. Natürlich war es komisch, aber nicht unmöglich. Er wollte dieses Gefühl mit Danny nicht verlieren. Frauen waren seit gestern einfach aus seinem Gehirn radiert. Das Gefühl der Geborgenheit, würde nie wieder bei jemandem besser sein, als bei Daniel Williams.
„Warum? Ernsthaft? Wir sind Männer Steve. Wärst du oder wäre ich eine Frau, wäre das hier vermutlich die schönste Romanze von ganz Hawaii, aber wir sind Männer. Wir sind Cops und du so ein superSeal. Wir dürfen das einfach nicht tun. Ich kann das nicht. Wie soll ich das Gracie erklären? Wie soll ich mein Gewissen beruhigen?“
„Dein Gewissen? Danny, du übertreibst und manchmal würde ich dir am Liebsten dem Kopf waschen und dir den Mund zu kleben, so viel Unsinn wie du produzierst. Danny, ich will dich nicht verlieren.“
Steves Blick war so durchdringend, dass Danny für einen Moment nachgeben wollte, aber das konnte er nicht. „Steve, es tut mir Leid. Ich hätte einfach aufpassen müssen. Niemals hätte ich gedacht, dass ausgerechnet DU so denkst. Der knallharte SEAL, der vor nichts Angst hat und von dem ich bis vor kurzem glaubte, er wäre ein wandelnder Roboter ohne Gefühle.“
Steve nahm einen Schluck aus seiner Flasche, sah zum Meer und flüsterte: „Das war ich auch.“
Danny schluckte, atmete tief ein und aus und sah zu seinem Partner. „Es tut mir leid.“
„Schon gut Danny. Aber wie sollen wir weiter machen? Muss ich mich jetzt jeden verdammten Tag verstellen? Soll ich dich absichtlich immer Kono oder Chin zuweisen, damit wir gar nicht mehr miteinander arbeiten? Du bist mein Partner. Sehen wir uns privat gar nicht mehr? Wie soll das alles laufen Dan?“
„Beruhige dich. Ich denke wir sollten so tun, als sei nichts gewesen. Aber privat sollten wir uns wirklich nicht mehr sehen.“
„Macht dir das nichts aus?“ Beide sahen einander an und beide bemerkten, dass ihre Augen trauriger waren als sonst. Ihre Hände zitterten und als Danny aufsprang wusste Steve, dass niemals wieder etwas in Ordnung sein würde. Mit diesem Tag würden sie beide eine Narbe tragen, die genauso wenig heilen würde, wie der Tod eines geliebten Menschen. Denn es ist noch viel schlimmer nicht bei dem Menschen sein zu dürfen, den man ganz offensichtlich liebt, als zu wissen, dass jemand tot ist und nie mehr wieder zurück kommt. Das eine wäre änderbar, das andere nicht. Und diese Endgültigkeit in Dannys Blick war vernichtend. Und sie tat weh.
Danny lief auf und ab und als er sich wieder zu Steve drehte, lief ihm eine Träne über die Wange und mit gebrochener Stimme sagte er: „Natürlich macht es mir was aus. Steve, verdammt. Die ganzen letzten Wochen waren hervorragend. Ich habe in dir einen Menschen gefunden, dem ich bedingungslos vertraue und du vertraust mir. Wir haben eine sehr intensive Freundschaft aufgebaut und das würde ich niemals wieder hergeben wollen. Aber das, was dort gestern passiert ist, war einfach einen Schritt zu weit. Ich bin nicht schwul. Du bist nicht schwul. Wir sind einfach etwas fehlgeleitet im Moment. Und doch, es macht mir was aus. Weil ich dich vermissen werde. Weil ich eifersüchtig sein werde, auf jede Frau, die ab sofort in deinem Bett landet. Ich werde traurig sein, weil zwischen uns alles anders ist. Und ich werde dich vermutlich, niemals wieder ansehen können. Steve, alles was ich wollte, war dich auf den richtigen Weg zu bringen. Und ich wollte...“
„Danny...bitte...“ Steve war aufgestanden und hatte sich vor Danny gestellt. Es war ihm egal, wenn Danny gleich ausrasten würde. Er strich mit seinem Daumen die Tränen aus Dannos Gesicht. Dieser sah ihn zornig an. Er kämpfte so sehr gegen diese Gefühle an. Steve ließ sie einfach zu. Er beugte sich runter und küsste Danny auf die Stirn.
„Steve. Lass es.“
„Verdammt. Bist du so blöd? Du kannst dich dagegen nicht wehren.“
„Doch.“
Daniel stieß Steve weg und ging einen Schritt zurück. Er versuchte sich zu beruhigen atmete tief ein und aus. Das war alles so falsch. Er war doch immer der Weiche gewesen und der, der Gefühle für das Wichtigste hielt.
„Danny. Bitte. Hör mir zu. Ich weiß das alles ist seltsam. Um nicht zu sagen unerwartet und unglaublich. Du wolltest, dass ich Gefühle zeige. Hier sind sie. Ich weiß nicht, wieso ich mich bei dir geborgen fühle und sicher. Wenn du in meiner Nähe bist, bin ich ein besserer Mensch, Kein Robocop. Ich weiß es wird schwer. Und wir müssen uns die meiste Zeit verstecken. Aber bitte, mach das alles nicht kaputt.“
„Das kann ich nicht Steve. Alles was ich wollte war deine weiche Seite zu entdecken und die Spuren der Vergangenheit heilen. Ich weiß, wie sehr du in der Vergangenheit gelitten hast. Alles was ich wollte, war dich wieder lebendig zu machen, so dass du dich nicht hinter einer gewalttätigen Maske versteckst. In dir war immer dieses unausgesprochene Verlangen nach etwas Unbekanntem. Wie mir scheint hast du es gefunden, aber leider in der falschen Person. Steve, ich bin nicht was du willst. Ich bin nur der, der dir gezeigt hat, dass es besseres gibt, als eine Maske zu tragen und sich hinter Gewalt zu verstecken.“
„Ich glaube ich habe die richtige Person gefunden. Nur hat diese Person so viel Angst vor anderen, dass sie versucht mich mit Gewalt von ihr zu stoßen. Wie mir scheint kann ich dagegen nichts mehr tun.“ Steve setzte sich wieder hin und sah resigniert zu Danny. Steve würde diese Argumentation niemals gewinnen. Er würde Danny nicht gewinnen. Denn wenn Daniel einmal aufgebracht war, gab er selten nach. Und bei dieser Situation würde er niemals nachgeben. Also war das einzige was ihnen blieb das Ignorieren von Gefühlen. Das Vorspielen einer Freundschaft, die keine mehr war und das gemeinsame arbeiten würde zu einer Aneinanderreihung von Schauspielen werden. Sie hatten verloren. Daniel sah Steve ein letztes Mal an und flüsterte: „Es tut mir Leid. Vergib mir.“
Dann ging er zur Tür heraus und wusste, dass er dieses Haus niemals wieder als Freund betreten würde, sondern nur noch als Partner. Ab sofort mussten beide ihre Gefühle, welcher Art sie auch waren, verstecken. Es würde ein Spiel werden. Und das Verlangen nach dem jeweils anderen, würde sie langsam, aber sicherlich von innen zerfressen.

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BeitragThema: Re: Unexpected   So Sep 11, 2011 5:17 pm

Soo ihr Lieben :) Ich danke euch natürlich erstmal für euer Lob und dafür, dass ihr mir treu bleibt, obwohl ich so eine unzuverlässige Tomate bin, die nicht regelmässig postet. Als kleine Entschädigung gibt es heute zwei Kapitel für euch :D

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Chapter eleven - Unanswered

Why do we never get an answer
When we're knocking at the door?
Because the truth is hard to swallow
That's what the war of love is for.


Die Tage vergingen schleppend. Die Arbeit war die reinste Katastrophe. Weder Steve noch Danny wussten sich richtig zu verhalten und hin und wieder bemerkten auch Chin und Kono die Veränderung. Sie hatten nicht gefragt, was geschehen war, worüber Steve und Daniel sehr dankbar waren. Was hätten sie auch sagen sollen?
Es war wieder ein Montag und es war ein Montag nach einem Wochenende mit Gracie, als Danno in seinem Büro saß und nicht wusste was er tun sollte. Es waren schon 7 Tage vergangen und er hatte jede Nacht wach gelegen. Sogar seine kleine Tochter hatte bemerkt, dass mit ihrem Daddy etwas nicht in Ordnung war. Danny hielt einen Umschlag in der Hand, auf dem in rosa Buchstaben „Steve“ stand. Seine Tochter hatte wieder ein Bild für Steve gemalt. Danny war sich nicht sicher, was er tun sollte. Rüber gehen zu Steve und ihm den Umschlag geben oder warten bis er weg war und ihn dann auf den Schreibtisch legen und dann Feierabend machen? Aber Gracie hätte gewollt, dass Steve das Bild ansieht und Daddy ihr sagt, wie Steve reagiert hat. Danny seufzte. Es war für seine Tochter. Es war nur ein Bild und er konnte schnell wieder gehen. Er stand auf, ging rüber zu Steves Büro, klopfte und wartete auf das Nicken seines Partners. Er schloss die Tür hinter sich und blieb vor dieser stehen. Steve sah ihn erwartungsvoll von seinem Schreibtisch aus an. Sich fragend, was Danny wohl wollte. Dann sah er den Umschlag und bekam einen Schreck.
„Ist da ein Hinweis drin?“ Er deutete auf den Umschlag.
„Oh, nein. Nein. Entschuldige. Den soll ich dir von Gracie geben.“ Steve lächelte und nahm den Umschlag, den Danny ihm hin hielt.
„Danke. Hattest du sie am Wochenende?“
„Ja. Ich soll dich grüßen. Sie vermisst dich.“
„Drück sie das nächste Mal.“ Steve öffnete den Umschlag und lächelte. „Das ist schön. Aber hat sie mir ernsthaft eine pinke Hose verpasst?“
Danno musste kichern. „Ja, sie hat eine pinke Phase. Schau nur mal, was ich in den Haaren hab.“
Steve sah nochmal auf das Bild und fing an zu lachen. In den blonden Haaren steckte eine Blume.
„Oh Danny. Das ist aber eine hübsche Blume. Aber...wir sind ja nicht schwul, nicht wahr?“ Steve sah Danny herausfordernd an. Dieser zog die Stirn kraus, sah nach unten, sagte „Nein“ und verschwand aus Steves Büro.
„Mist“, fluchte er auf dem Weg zurück in sein eigenes kleines Büro. Wie war seine Tochter eigentlich auf sowas gekommen? Sie konnte unmöglich wissen, was Steve und er getan hatten und sie sollte es auch niemals wissen. Denn es war vorbei. Das war doch nur eine kurzzeitige Phase gewesen. Zumindest versuchte Danno sich das einzureden. Aber es gelang ihm nur halb so gut, wie er wollte.
In seinem Büro sah er auf die Uhr. Seine Tochter hatte gerade Schule aus. Also rief er Rachel an.
„Hallo Daniel.“
„Hallo Rachel. Gib mir mal bitte unsere Tochter.“
„Hat sie was angestellt?“
„Nein. Nein. Ich möchte sie nur etwas fragen.“
„Okay.“ Er hörte, wie Rachel Grace das Handy gab.“
„Hallo Danno.“
„Hey meine Kleine. Wie war die Schule?“
„Gut.“
„Ich soll dir von Steve „Danke“ sagen. Er fand die pinke Hose sehr hübsch.“
„Wirklich?“ Seine Tochter kicherte und schien sich zu freuen.
„Ja. Wirklich. Nur die Blume in meinen Haaren fand er seltsam. Wie bist du eigentlich darauf gekommen? Nur Frauen tragen Blumen im Haar.“
„Weil du schönes blondes Haar hast und du Onkel Steve lieb hast. Bei ihm sind die Haare zu kurz. Da kann man keine Blumen reinmachen.“
Pump. Pump. Pump. Danny hörte sein Herz so laut pumpen, dass er schon dachte er würde jeden Moment umfallen. „Nein Schatz. Onkel Steve ist nur mein Freund.“
„Aber Onkel Steve liebt dich.“
„Monkey, wie kommst du auf so etwas?“
Danny versuchte zu begreifen, wie seine Frau ihrer Tochter etwas über Homosexualität erzählen konnte ohne ihn einzuweihen. Denn woher sonst, sollte sie das kennen?
„Ein Junge aus meiner Schule hat zwei Väter. Und die gucken sich genauso an, wie du und Onkel Steve.“ Jetzt war die Bombe geplatzt oder ehr gesagt Dannys Herz wurde in Millionen Teile gefetzt. Er sah Steve doch gar nicht an. Er sah ihn nicht an. Nein!
„Achso. Aber Steve und ich sind wirklich nur Freunde mein Engel. Gibst du mir nochmal Mommy?“
„Ja. Tschüss Dad.“
„Bye Äffchen.“
Rachel hatte nun wieder das Handy und sagte amüsiert: „Was war das denn?“
„Das frage ich dich. Was hat meine Tochter bitte für einen Umgang? Sie denkt Steve und ich seien ein Paar.“ Rachel begann zu lachen.
„Seid ihr das nicht?“
„Rachel! Was soll denn das? Ich bin nicht schwul, das müsstest du doch wissen!“
„Dinge ändern sich Daniel. Menschen ändern sich und warum solltest du nicht mit Steve zusammen sein können? Man wird nicht schwul geboren. Man wird nichtmal heterosexuell geboren. Das alles entwickelt sich. Genauso wie unsere Beziehung gescheitert ist, obwohl wir beide geglaubt haben, sie würde ewig halten. Vielleicht hat Gracie gesehen, was du nicht wahr haben willst, weil es deinen Stolz und deine Ehre verletzt. Denn ein homosexueller Cop ist nicht so ein guter Cop in deinen Augen, oder? Ich kenne dich Daniel. Du hast auch mich damals erst von dir gestoßen.“
Danny ließ sich auf seinen Bürostuhl fallen. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Aber er wusste, dass Rachel Recht hatte. Das hatte sie seltsamerweise immer gehabt. Sie hatte ihm schon immer angesehen, wenn etwas falsch war oder er sich Sorgen um etwas machte.
„Aber ich stehe nicht auf Männer. Um ehrlich zu sein, dachte ich, ich liebe dich immer noch.“
„Das tust du nicht, Daniel. Du vermisst nur was wir hatten. Aber schön, dass du es gesagt hast. Ich vermisse es auch.Vielleicht stehst du nicht auf Männer. Aber vielleicht auch nur auf diesen einen. Und Gracie hat Recht. Ich habe es damals schon gesehen, wie ihr euch anseht und wie Steve traurig wurde, als du mich in den Arm genommen hast. Und er würde sein Leben für dich riskieren und du deins für ihn. Es liegt alles in euren Augen und in euren Bewegungen. Du musst es nur erkennen.“
„Ich muss jetzt auflegen.“ Danny drückte das Gespräch einfach weg und sah in das Büro gegenüber. Steve sah ihn an. Er beobachtete ihn. Was, wenn seine kleine Tochter und seine Exfrau Recht hatten? Was, wenn er es zulassen würde? Wäre er dann ein schlechterer Polizist? Nein. Wieso dann, hatte er so viel Angst sich einzugestehen, dass er Steve vermisste? Das er es vermisste, wie er seine Hand auf seine Schulter legte und wie er es vermisste, mit ihm zu reden? Danny wusste, dass er nicht ewig so weiter machen konnte. Doch er wollte auch nicht zu schnell nachgeben. Er musste sich erst ganz sicher sein was er wollte. Nur eins, das wusste er. Er wollte Steve nicht weh tun.
Er brauchte einfach mehr Zeit. Er musste sich absolut sicher sein. Um nicht mehr nachdenken zu müssen, räumte er seinen Schreibtisch auf und rief dann erneut Rachel an.
„Daniel, wieso hast du aufgelegt?“
„Weil Steve gerade in der Nähe war. Wollen wir uns vielleicht treffen?“
Rachel räusperte sich und flüsterte: „Ja. Wann?“
Zwar kam Danny das Flüstern seltsam vor, aber er wollte nichts sagen, weil er vermutete, das Stan in der Nähe war und Rachel deswegen so komisch wurde.
„Sechs Uhr?“, schlug Danny vor.
„Okay. Treffen wir uns auf halber Strecke? Dann können wir sehen wo wir hin fahren.“
„Klingt gut.“ Danny musste lächeln.
„Bis später Daniel.“
„Bis nachher. Gib Grace einen Kuss.“
Als er auflegte flatterte sein Herz und er musste lächeln. Er war ewig nicht mit Rachel alleine gewesen. Jetzt würde sich ja rausstellen, ob er wirklich schwul war.

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BeitragThema: Re: Unexpected   So Sep 11, 2011 5:18 pm

Chapter twelve – Unacted

Temptation's the one thing we'll never resist
It flirts like a maiden that yearns to be kissed
Is throwing the cradle to hells raging fires
More sinful than nursing unacted desires?

Danny fuhr pünktlich los, um zum Treffpunkt zu kommen. Als er ankam, war Rachel noch nicht da und er wunderte sich. Normal war sie immer diejenige, die überpünktlich war. Als sie nach zehn Minuten noch nicht da war, griff Danny zum Handy und versuchte seine Exfrau zu erreichen. Doch es ging niemand ran. Also setzte er sich ins Auto und fuhr zum Haus von Rachel. Als er klingelte, öffnete seine kleine Tochter die Türe. „Daddy!“ Sie sprang ihm in die Arme und er drückte sie fest an sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Hallo Monkey. Wo ist denn deine Mommy?“
„Oben. Im Bad. Sie weiß nicht, was sie anziehen soll.“
„Frauen.“ Gracie lächelte und Danny setzte sie wieder auf den Boden. Seine kleine Tochter zog ihn ins Haus uns sagte: „Stan ist auf Geschäftsreise gefahren. Er kommt erst übermorgen wieder. Bleibst du solange hier?“
„Nein Schatz. Ich fürchte nicht.“ Auch wenn Danny für einen kurzen Moment das Gefühl hatte, genau hier sein zu müssen und zu bleiben. Hier war seine Familie. Doch er wusste, das konnte und würde niemals geschehen. Rachel hatte nun Stan und auch er musste wieder weiter gehen. Danny setzte sich neben Grace auf das Sofa und wartete auf Rachel. Sie kam fünf Minuten später die Treppe runter und sagte: „Oh, hallo Daniel. Ich wollte gerade los.“
„Aha und was ist mit Gracie?“
„Ich schlafe heute bei Anna. Eine Freundin von der Schule.“
„Anna? Von ihr hast du mir noch gar nicht erzählt“, sagte Danny.
„Doch Daddy.“
„Okay.“
Rachel sah ihn an und sagte: „Ich bringe sie kurz hin. Dauert nur fünf Minuten. Anna wohnt ein paar Häuser weiter.“
„Ich warte hier.“
Danny verabschiedete sich von seiner Tochter und ging in die Küche. Er war hier nicht Zuhause, aber er hatte Durst und musste etwas tun, bis seine Exfrau zurück kam. Er schnappte sich ein Glas Wasser und ging zurück ins Wohnzimmer. In diesem Haus fühlte er sich nicht wohl. Es war zu groß und nicht so gemütlich wie das von Steve. Für einen Moment tauchten die blauen Augen und die dunklen Haare von Steve vor ihm auf. Er sah ihn grinsend an, mit einer hochgezogenen Augenbraue und verschränkten Armen. Danny schüttelte den Kopf, um das Bild los zu werden und nippte an seinem Wasser. Fünf Minuten konnten lang sein, wenn man wartete.
Mittlerweile war er sich nicht mehr so sicher, ob dieses Treffen eine gute Idee gewesen war.
Als Rachel das Haus betrat, sprang Danny auf und ging zu ihr.
„So, jetzt sind wir allein“, flüsterte sie.
„Und warum flüsterst du dann?“
„Weil es irgendwie so ist, als würde ich etwas Verbotenes tun.“
„Keine Angst Rachel. Ich bin hier um mit dir zu reden. Eben am Telefon war das zu seltsam“; beruhigte Danny Rachel.
„Du hast Recht. Willst du einen Kaffee? Ich habe auch noch Kuchen.“
„Sehr gerne.“
Rachel lächelte. „Es ist dein Lieblingskuchen.“
„Oh.“
„Ja, Stan mag ihn nicht, aber immer wenn ich ihn backe, dann...“ Sie brach ab und nahm einen Teller aus dem Schrank.
„Was dann?“ Danny lehnte sich an die Küche und sah seine Exfrau an. Sie lächelte und flüsterte: „Dann denke ich an früher. An unsere gemeinsame Zeit.“
Danny nickte. Das tat er auch oft. „Ich vermisse deinen Kuchen und deinen Blick, wenn ich abends durch die Tür kam. Du hast jedes Mal erleichtert ausgesehen.“
„Ja. Ich hatte jeden Tag Angst um dich. Jersey war gefährlicher als Hawaii.“
Danny sah das nicht so, aber er nickte. Rachel setzte zwei Teller mit Kuchen auf den Tisch und den Kaffee. Danny beobachtete, wie sie eine Strähne ihres braunen Haars hinter das Ohr verbannte und alte Erinnerungen wallten in ihm auf. Er ging auf sie zu und sie sah ihn an. Sie standen nicht weit voneinander entfernt, doch es knisterte nicht. Danny setzte sich und auch Rachel nahm Platz.
„Nun. Du und Steve?“, fragte Rachel.
„Da ist nichts Rachel.“
„Daniel, ich kenne dich und weiß du lügst.“
Danny sah sie einen Moment schweigsam an und wusste nicht recht, ob er ihr alles sagen sollte. Er kannte außer ihr nur Chin und Kono und mit den beiden wollte er ganz sicher nicht über die Situation sprechen. Rachel lächelte ihn an und wartete scheinbar darauf, dass er etwas sagte.
„Ich weiß nicht...“ Er sah weg und überlegte, wie er fortfahren sollte. „Ich weiß nicht, was geschehen ist. Ich weiß nicht mehr wer ich bin Rachel.“
Sie legte ihm eine Hand auf den Arm und sagte: „Du bist Daniel. Der Mann, der Verbrecher jagt, sich rührend um seine Fraunde und Familie kümmert und der ab und zu ein bisschen aus der Haut fährt. Vielleicht ein bisschen aggressiv manchmal, aber liebenswert. Und du weißt, was du willst.“
Danny lächelte. „Ja, mag sein. Aber in diesem Fall, weiß ich es nicht.“
„Dann lass mich dir helfen.“
Er nickte. „Danke.“
„Ich denke, du magst Steve oder?“
„Natürlich. Ja.“ Danny dachte an Steve's Kuss. Vielleicht mochte er ihn ein kleines bisschen zu sehr.
„Mehr als das.“
Stumm sah er Rachel an und nickte. Er konnte es nicht leugnen. „Wenn ich es nicht besser wüsste und ich nicht wüsste, dass mein Herz jemand ganz anderen mehr liebt, würde ich behaupten Steve sei perfekt für mich. Er ist etwas besonderes.“ Danny stand auf und ging zum Fenster. Rachel ließ ihn in Ruhe und wartete, dass Danny fortfuhr.
„Ich vermisse dich. Ich vermisse Grace. Nie habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass du Stan verlässt. Aber mittlerweile weiß ich, dass du mich nicht mehr liebst. Und Steve ist nunmal da. Er braucht mich und ich brauche ihn. Wir haben uns geküsst. Aber...“
„Du hast Angst. Du hast Angst dich auf ihn einzulassen und ihn dann zu verlieren. So wie du mich verloren hast. Aber glaub mir Danny, ich bin noch da. Vielleicht sind wir nicht mehr verheiratet, aber ein Teil von mir, liebt dich nach wie vor. Und Steve wird es genauso gehen. Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, ihr werdet jetzt für immer eine andere Beziehung zueinander haben. Intensiver als jede Freundschaft.“
Daniel sah aus dem Fenster und beobachtete eine Palme, die sich im Wind hin und her bewegte. Er war wie diese Palme, die nicht genau wusste, wie man gerade steht und sich gegen den Wind wehrt.
Rachel war aufgestanden und an Danny herngetreten. Sie legte ihm von hinten die Arme um die Tallie und legte ihren Kopf an seine Schulter. Ganz leise flüsterte sie: „Ich vermisse dich auch Daniel. Jeden Tag ein bisschen mehr.“
Beide schlossen die Augen und Daniels Herz klopfte einen Takt schneller als normal. Hier in diesem Moment wusste er, dass egal was passieren würde, er immer Rachel wählen würde. Egal was noch kommen mochte und das es richtig gewesen war Steve zurückzuweisen. So sehr es auch weh tat und so sehr es verwirrte.
Er drehte sich um und sah Rachel in die Augen. Er legte seine Arme um sie und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Dann ließ er kurz von ihr ab und da war es, dass Gefühl sie unbedingt küssen zu wollen. Doch er wusste, dies wäre ein Fehler. Sie war nun verheiratet.
Er lächelte und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Danke.“
„Du musst mir nicht danken Danny. Und nun geh und mach das Beste aus der Situation. Ich bin für dich da.“
„Und ich für dich. Und jetzt lass uns essen gehen. Du bist allein, ich bin alleine und Steve kann warten.“
Euphorisch zog er Rachel aus dem haus und fuhr mit ihr zu einem Restaurant, dass ihm Steve mal empfohlen hatte. Sie saßen dort einige Stunden und lachten miteinander und es war, als wären sie nicht das geschiedene Paar, dass kaum mehr ein Wort miteinander gewechselt hatte. Nein, sie knüpften ein neues Band.

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