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 Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)

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dvosen
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BeitragThema: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Mi Aug 17, 2011 1:03 am

OK - Dann will ich dann auch hier mal meine FF präsentieren. In 2 anderen Foren ist sie schon on. In einem fertig abgeschlossen, in dem anderen läuft sie noch. Und dort wird sie mit mir zur Zeit heftig diskutiert. Und das liegt nur an einem einzigen Charatker.
Eine kurze Einleitung möchte ich euch noch geben.

Steve wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Wie wird er darauf reagieren. Bleibt er der, als den wir ihn kennen. Ein harter NavySeal, ein freaking Ninja? Oder erleben wir Steve von einer ganz anderen Seite?...
Aber wenn ihr mögt, lest selbst. Über zahlreiches Feedback würde ich mich freuen.

Die Charakteure entstammen, bis auf wenige Ausnahmen, alle nicht meiner Feder, ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld. Und natürlich ist sie frei erfunden.



Kapitel 1


Steve und Danny betraten grade den Flur des Hauptquartiers.
Danny hielt ein Fast Food Bag in der Hand und Steve ließ sich mal wieder, Hände gestikulierend, über Dannys Essgewohnheiten aus.
“Hör zu, eigentlich sollte es mir egal sein, was du da an Essbaren alles in dich hinein stopfst. Aber eines Tages wirst du, bei einem Verfolgungslauf, hinter mir tot umfallen.”
“Deshalb lasse ich ja auch immer dir, dem durchtrainierten Navy Seal , den Vortritt bei der Verfolgung der bösen……Jungs.” Danny blieb urplötzlich stehen und deutete mit der Hand auf Steves Büro:
“Ich glaub du hast Besuch.”
Steve sah von Danny rüber zu seinem Büro. Durch die Glasfront war eine, offensichtlich junge, Frau mit langen dunkeln Haaren zusehen.
“Kennst du sie?” Fragte Danny neugierig. Denn das Steve Damenbesuch hatte, war bisher noch nie vorgekommen.
“Noch nicht!” Sagte Steve und war schon auf dem Weg in sein Büro. Danny ließ er einfach stehen.
Steve drückte die Glastür zu seinem Büro lautlos auf. Die junge Frau betrachtete grade das alte Bild mit dem Segler darauf, welches hinter seinem Schreibtisch an der Wand hing.
“Kann ich Ihnen behilflich sein?” Vielleicht kamen die Worte etwas zu hart über seine Lippen, aber er hieß es gar nicht gut, wenn man einfach so in sein Büro herein spazierte. Noch dazu, wenn er nicht einmal da war. Die Frau zuckte kurz erschrocken zusammen und drehte sich dann zu ihm um.
“Wenn Sie Steven J. McGarrett sind? Ja!”
Steve stutzte. Es kam selten vor das ihn jemand mit seinem vollen Namen ansprach. Außerdem handelte es sich nicht um eine junge Frau, sondern um ein junges Mädchen oder eher gesagt um einen Teenager wenn nicht sogar noch um ein Kind. Steve sah das Mädchen an, er schätzte es auf höchstens 16 Jahre.
Und irgendwie kam sie ihm bekannt vor.
“Ja. Der bin ich! Was kann ich für Sie tun, wer sind sie und vor allem, wie sind sie überhaupt hier hereingekommen?”
Das Mädchen kam um seinen Schreibtisch herum auf ihn zu, dabei sah sie ihn sehr genau an. Ein leichtes Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als sie sagte: ”Ich heiße Cathy Atkins. Ein netter HPD Officer, hat mich hier hergebracht.”
Sie machte eine kurze Pause und beobachtete Steves Reaktion sehr genau. Dessen Gesicht blieb jedoch unbeweglich. Also schob sie gleich unvermittelt hinterher. “Und…ich brauche ihre Hilfe”!
“Und wobei? Haben sie sich verlaufen und finden nun den Weg nach Hause nicht mehr?” Steve grinste leicht, “dafür hätte man sie vom HPD nicht hierher bringen müssen. - dafür sind wir hier nicht zuständig!” Steve ging bei seinen Worten an ihr vorbei, hinter seinen Schreibtisch und ließ sich dort in seinem großen Lederdrehstuhl nieder. Er lehnte sich zurück und sah sie nun, mit vor der Brust verschränkten Armen, wartend an.
Seine Haltung musste ziemlich überheblich auf sie wirken.
“Wirklich sehr witzig!” entgegnete sie. Steve entging ihr leicht schnippischer Ton nicht.
Sie holte etwas aus der hinteren Hosentasche ihrer Jeans hervor, als sie auf den Schreibtisch zuging. Dabei betrachtete sie das, was sie aus der Hosentasche geholt hatte. Sie blieb vor dem Schreibtisch stehen, sah für einen Moment noch auf das Din A 5 große Foto und reichte es dann Steve.
Der nahm es entgegen und stutzte. - es war ein altes Foto. Schon ziemlich abgegriffen und auch Knicke wies es auf und es zeigte….. STEVE!
“Das habe ich bei den Sachen meiner Mutter gefunden.”
Steve sah von dem Foto auf und in ihr Gesicht.
Das Lächeln war verschwunden. Traurigkeit machte sich dafür breit und Steve hatte den Eindruck, als würde sie jeden Moment anfangen zu weinen. “bloß das nicht” dachte er noch als Cathy weiter sprach: “Da waren auch noch ein paar andere Sachen, die zu ihnen führen.”
Steve war viel zu verblüfft, um näher darauf einzugehen.
“Wer ist ihre Mutter und weiß sie, dass Sie hier sind?”
“Meine Mutter heißt Sarah Atkins - oder sollte ich sagen, sie hieß Sarah Atkins. Sie ist vor zwei Tagen ums Leben gekommen.”



Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 9:53 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Kleine Änderung am Kapitel)
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dvosen
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Do Aug 18, 2011 11:08 pm

Danke an diejenigen die bisher ihr Feedback abgegeben haben. Hier nun das nächste Kapitel

Kapitel 2

“Das tut mir leid,” sagte Steve mit ehrlichem Bedauern, fügte aber auch gleich hinzu, “ich weiß trotzdem nicht, wie ich ihnen helfen kann. Der Name Sarah Atkins sagt mit nichts! Haben sie ein Bild von Ihrer Mutter dabei?” Dabei sah er sie sich genau an. Sie war nicht besonders groß. Vielleicht 1,60m. Ihre Gesichtszüge waren ebenmäßig. Ihre Figur schlank und unter ihrem olivgrünen Top zeichnete sich sanft ihre Brust ab. Es war deutlich zu sehen, das sie einmal eine hübsche junge Frau mit blauen Augen, oder waren sie grau, werden würde.
“Nein habe ich nicht. Ich hab mir das Foto geschnappt und bin dann weg. Zu Hause hab ich es nicht mehr ausgehalten.” Bei den letzten Worten musste sie schlucken.
Steve nickte kaum sichtbar. “Hören sie… Ich weiß weder wer sie sind noch wer ihre Mutter war und wie sie gestorben ist.”
“Das war Mord!” Unterbrach sie ihn laut, “meine Mutter ist ermordet worden!!! Und ich will das Sie denjenigen finden!!!” Dabei liefen ihr jetzt doch die Tränen herunter.
Steve hatte es befürchtet. Er kam sich hilflos vor. Sicher war es nicht das erste Mal, das er jemanden in seiner Gegenwart weinen sah. Aber bisher war er immer irgendwie darauf vorbereitet gewesen.
Aber das hier war anders.
Er stand auf und wollte raus aus seinem Büro. “Ich hole ihnen ein Taschentuch.”
“Nicht nötig.“ Sagte Cathy und wischte sich die Tränen mit den Händen aus dem Gesicht. Steve blickte auf sie hinunter. Für einen Moment standen sie sich ziemlich nah gegenüber. Und diese Nähe war ihm auf eine seltsame Art, nicht direkt unangenehm, aber er spürte, dass er sich in seiner Haut gerade nicht besonders wohl fühlte.
“Im Haus gibt es Fotos von Mom. Wenn Sie, sie also sehen wollen… “
Steve verstand, nickte und zog die Tür auf. Er ließ Cathy den Vortritt. Dann trat er neben sie.
“Warten sie.” Er wollte seine Leute zusammenrufen aber er brauchte nur in Dannys Büro zugehen, wo die komplette Mannschaft versammelt war. “Hey Leute, ich brauch euch.” Drehte sich wieder um und wartete in der Halle. Chin, Kono und Danny kamen direkt hinter ihm. Alle drei sahen fragend zu Cathy.
“Die Kleine hat vor zwei Tagen ihre Mutter verloren. Sie sagt es sei Mord…“ Weiter kam Steve nicht.
“Es war Mord!” fiel Cathy ihm ins Wort, “und was die Größe angeht, - ich hoffe die Luft da oben ist nicht so dünn, dass sie Ihre Denkfähigkeit, beeinträchtigt!” Rums, das hatte gesessen.
Steve guckte ziemlich verdutzt und seine Stirn begann sich bedenklich zu kräuseln, während Chin und Kono mühsam versuchten, sich das grinsen zu verkneifen. Danny hingegen lachte laut los.
“Das - war gut. Wie alt sind sie?”
“Ich bin 15. Und Sie können ruhig du sagen. Ich heiße Cathy.”
“Danny.“ Er reichte Cathy seine Hand. “Also Cathy - Du gefällst mir.” Sagte er mit immer noch grinsendem Gesicht und sah Steve dabei von der Seite an.
Steve sah leicht gereizt in die Runde. “Gut. Wenn wir uns dann wieder beruhigt haben, kann ich ja weiter reden. Also… Cathy sagt das ihre Mutter vor zwei Tagen...“ sein Blick streifte sie kurz, bevor er fortfuhr, “ermordet wurde. Ihr Name war Sarah Atkins. Fragt beim HPD nach. Die Leiche dürfte, wenn es Mord war, noch beschlagnahmt sein. Max soll sich darum kümmern. Außerdem versucht heraus zu finden, mit wem sie Kontakt hatte. Ob es irgendwas Auffälliges gab.” Er wandte sich an Cathy. “Wo hat ihre Mutter gearbeitet?”
“Allied Security Fence, Komahana Street.”
“Okay. Fragt auch da nach. Ich fahre mit der…“ gerade noch rechtzeitig, verkniff er sich das letzte Wort. “Ms Atkins zu ihr nach Hause.” Er deutete Cathy an, dass sie mitkommen sollte.
Als Cathy an Kono vorbeiging, raunte diese ihr zu, “Hey, das eben war gut.” Cathy sah sie an und grinste kurz dabei. Danny, der dabei stand, guckte nachdenklich und sah dann zu Chin. Dieser wiederum blies die Backen auf und atmete hörbar aus. “Okay. Wer von uns macht was?
“Also ich fahre zu dieser Sicherheitsfirma.” Sagte Danny.
“Gut, dann bleiben für Kono und mich das HPD und - Max.”
“Sobald einer von uns was hat, meldet er sich.” Sagte Danny noch, bevor er auch schon auf dem Weg nach draußen war.




Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 9:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Kleine Änderung am Kapitel)
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   So Aug 21, 2011 7:27 pm

Kapitel 3

Steve fuhr mit seinem Pick up nach Kailua, zu der Adresse, die Cathy ihm genannt hatte.
Sie saß neben ihm auf dem Beifahrersitz und starrte zum Fenster hinaus. Ihre Augen schimmerten dabei feucht.
Immer wieder wandte Steve seinen Blick für einen kurzen Moment von der Straße ab und schaute zu ihr herüber.
“Was ist eigentlich mit Ihrem Vater?” riss Steve sie aus ihrer Starre.
Ohne ihn dabei anzusehen, sagte sie: ”Ich hab keinen!”
“Jeder hat einen Vater!”
“Ich nicht! Ich hatte nur meine Mom. - Mein Vater starb, bevor ich geboren wurde,”
Steve sah kurz zu ihr rüber. “Aber sie wissen, wer er ist.”
“Nein, ich weiß nur das er wohl John hieß.”
Steve schüttelte kaum sichtbar mit dem Kopf. “Haben sie ihre Mutter nie gefragt?” - Ich meine, wer will denn nicht wissen, wer seine Eltern sind?”
Cathys Blick ging nach vorn. Während sie sprach, vermied sie es Steve anzusehen. “Doch. - Hab ich - aber sie konnte oder sie wollte mir nichts sagen. - Sie waren wohl nur kurz zusammen und - bevor sie ihm sagen konnte, das sie schwanger ist, starb er bei einem Autounfall. - Das ist alles, was ich weiß.”
“Und es gibt kein Foto von ihm?”
“Keine Ahnung. Ich hab bisher jedenfalls nichts gefunden.”
“Aber sie wurden hier auf Hawaii geboren!?”
“Nein. Bis vor einem halben Jahr haben wir in Baltimore gelebt.” Cathy machte eine Pause und sah Steve von der Seite an. Sie versuchte seinen Blick, der auf die Straße gerichtet war, zu deuten. Sie konnte jedoch keinerlei Reaktionen feststellen. Denn was sie nicht wusste, war, das Steve sich sehr gut hinter seinem wahren Ich verstecken konnte. “Waren sie schon mal in Baltimore?”
Steve brauchte einen kurzen Moment, um zu antworten. “Ja - ist lange her.”
“Ist schön dort, nicht wahr? Ich jedenfalls vermisse es.”
Steve zuckte leicht mit den Schultern. “Weiß nicht. Ist schon zu lange her. Außerdem war ich auch nicht lange dort. - war kurz, bevor ich nach Annapolis gegangen bin.”
“Annapolis? Was haben sie da gemacht?”
“Navy Academy.” Sagte Steve kurz angebunden.
“Sie waren bei der Navy?”
“Ja “ Steve lenkte den Wagen an den Straßenrand und hielt an. Er machte den Motor aus, zog den Zündschlüssel und deutete zu dem Haus, das links neben ihnen stand. “Da sind wir.”
Cathy sah ihn eindringlich an. “Sie wollen nicht darüber reden!?”
“NEIN!!!” Steve machte die Fahrertür auf und stieg aus.
-
Chin und Kono standen bei Duke Lukela vom HPD.
Duke sah auf seinen PC Bildschirm vor sich: “Sarah Atkins. Weiblich, 34 Jahre, Todeszeitpunkt Montag zwischen 9.00 und 12.00 Pm. Genaue Todesursache noch unklar. Aufgefunden wurde sie im Breakers Hotel - 250 Beach Walk - Zimmernummer 106. Mehr kann ich im Augenblick noch nicht sagen. Ich warte noch auf den Bericht von Dr. Bergman.”
“Na dann soll Max sich mal ein bisschen beeilen.” Merkte Chin an.
Kono sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. “Du kennst doch Max! Beeilung ist für ihn ein Fremdwort.” Sie schüttelte dabei den Kopf, musste aber bei ihren Worten ein wenig schmunzeln.
“Wieso interessiert sich eigentlich five-0 für den Fall? Ist doch gar nicht euer Bereich.” Fragte Duke.
Chin zuckte mit den Schultern: “Das musst du Steve fragen. - Komm Cousinchen. Statten wir Max einen Besuch ab.” Er klopfte Duke kurz auf die Schultern “Danke Brah “ und verließ mit Kono das HPD.
-
Danny stand inzwischen Richard Carey, dem Chef von Allied Security Fence in dessen Büro gegenüber. Mr. Carey sah ihn erschrocken an. “Sarah ist Tod? Das kann ich nicht glauben.”
Danny sah ihn etwas ungläubig an.”Ähm, sie wollen mir erzählen, dass Sie Ms. Atkins seit zwei Tagen hier nicht vermisst haben? - Entschuldigung aber das kann ich nicht glauben.”
“Doch natürlich hab ich mich gefragt, warum sie nicht zur Arbeit gekommen ist. Ich habe ja auch ein paar Mal bei ihr angerufen, aber es sprang immer nur der Anrufbeantworter an. Ich weiß nicht, wie oft ich inzwischen darauf gequatscht und sie gebeten habe,sich zu melden.”
Danny nickte. “Gut, dann wissen sie jetzt wenigstens, warum sich Ms Atkins nicht gemeldet hat. - Was hat sie hier eigentlich gemacht?”
“Oh sie war eigentlich unsere Disponentin.”
Danny verstand nicht ganz. “Eigentlich?”
“Ja. Im Grunde hat sie hier den Laden geschmissen. Sie hat die Leute für den Sicherheitsdienst eingeteilt. Sie hat mit unseren Auftraggebern gesprochen und sie hat sich auch noch um die Buchhaltung gekümmert.”
“Also wenn ich das richtig verstanden habe, stellen sie anderen Firmen und Personen Sicherheitspersonal zur Verfügung. Außerdem bieten sie auch Komplettschutz an. Wie Alarmanlagen, Überwachungsequigment, Einbruchsicherungen. Also ein Rundumsorglospaket.”
Mr. Carey nickte: “Ja genau. Ich habe vor fünf Jahren erst angefangen und beschäftige inzwischen schon vierzig Mitarbeiter und so wie es aussieht werden es wohl demnächst noch mehr.”
“Das ist schön - für Sie und ihre Firma - mein ich, aber mich interessiert mehr mit wem Ms Atkins hier alles Kontakt hatte. - Und ob es da jemand gab mit dem sie, na ja sagen wir mal, einen engeren Kontakt hatte!?”
“Wüsste ich nicht – also, dass sie mit einem näheren Kontakt hatte. Sie kam morgens um halb neun und ging abends um sechs.”
Danny nickte. “Verstehe. Dann hätte ich gerne eine Liste von allen Mitarbeitern, die Sie beschäftigen!”
Carey sah ihn, etwas erschrocken an. “Von allen?”
“Ja. Das sagte ich bereits.” Erwiderte Danny etwas ungehalten.
“Ja gut. Ich werde ihnen eine Liste ausdrucken.” Carey drehte sich um und ging zu seinem Schreibtisch um die Mitarbeiterliste auf dem PC hoch zuladen und auszudrucken. “Was habt ihr Jungs von five-0 eigentlich damit zutun? Soweit ich informiert bin, fällt das doch gar nicht in ihren Zuständigkeitsbereich.”
“Oh. Sie können natürlich fragen - Nur eine Antwort werden sie von mir nicht bekommen!” erwiderte Danny mit einem leicht süffisanten Lächeln, während er auf die Mitarbeiterliste wartete.




Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 9:56 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Di Aug 23, 2011 4:43 pm

Heute gibt es Kapitel 4 und da dies relativ kurz ist folgt Nr. 5 direkt hinterher

Kapitel 4


Cathy betrat als Erste das Haus. Steve folgte ihr langsam.
Sie ging durch den kleinen schmalen Eingangsbereich. Steves Blick fiel auf eine große weiße gemütliche Couch, auf der allerdings etliche diverse Kleidungsstücke herumlagen.
Cathy ging rechts um die Ecke um einen kleinen, aus dunkeln Walnussholz gearbeiteten, Esstisch mit drei passenden Stühlen, herum. Ging dann zielstrebig wieder rechts, wo sich die offene Küche, aus hellem Holz, befand. Machte dort die Kühlschranktür auf, schaute kurz hinein und nahm sich dann eine große Flasche Orangensaft heraus, schraubte den Verschluss auf und setzte sich die Flasche an den Mund. Steve, der nachdem er die Unordnung mit gerunzelter Stirn zur Kenntnis genommen hatte, zwischen der Küche und dem Wohnzimmer stand, sah Cathy an: “Haben sie keine Gläser im Haus?”
“Wieso - Wollen sie auch was?” Fragte Cathy, als sie die Flasche absetzte.
Steve winkte ab: “Nein Danke!”
“Dann ist ja gut.” Cathy trank erneut aus der Flasche.
Steve sah sich derweil um. Er fragte sich ob alle Teenager in dem Alter so waren, wie diese kleine Göre vor ihm. Er konnte sich jedenfalls nicht daran erinnern jemals in diesem Ton mit seinen Eltern oder einem anderen Erwachsenen gesprochen zuhaben. Sein Blick fiel auf das Klavier, das an der Wand rechts, neben einem bogenförmigen, offen Durchgang, stand. Etwas weiter rechts daneben, stand ein, ebenfalls aus dunkeln Walnussholz, etwa 1,20 hoher antiker Schrank. Darüber hing ein Plasmafernseher. Vor der großen Glasfensterfront stand ein großer gemütlicher Sessel aus dem gleichen weißen Stoff wie die Couch. Auch darauf lagen Kleidungsstücke achtlos herum. Bis auf die große Unordnung war es eigentlich sehr gemütlich, hell und freundlich. Auf dem Tisch vor der Couch stand ein benutzter Teller, 1 Glas und eine Tasse, eine offenbar leere Chipstüte, sowie etliche, leere Kaugummi und Schokoladenpapiere.
Steve hörte hinter sich wie Cathy die Kühlschranktür wieder schloss. Sie ging an ihm vorbei auf den Schrank zu, dabei warf sie achtlos den Hausschlüssel auf die Couch. Cathy nahm ein gerahmtes Foto vom Schrank, betrachtete es, bekam einen feuchten Schimmer in die Augen und hielt es schließlich Steve entgegen. “Hier, das ist ungefähr ein Jahr alt.”
Steve ging zu ihr, nicht ohne noch mal einen Blick auf das Chaos zuwerfen, nahm ihr das Foto ab und sah es sich an. Es zeigte Cathy mit ihrer Mutter. Eine recht hübsche Frau von Anfang bis Mitte dreißig mit halblangen dunkeln Haaren. Es bestand eine gewisse Ähnlichkeit zu Cathy.
“Haben sie noch andere Bilder? - Ich meine, wo ihre Mutter noch jünger war?”
“Hier“ - Cathy öffnete die Schranktür, “sind jede Menge Fotos. - Bedienen sie sich. Ich geh unter die Dusche.”
Steve sah sie stirnrunzelnd an. Seine Augenbrauen hoben sich dabei nach oben. Er glaubte gerade, sich in einem schlechten Film zu befinden. ”Ich soll mir die Fotos allein durchsehen?“ Er hatte eigentlich damit gerechnet, dass Cathy ihm dabei helfen würde. Doch die dachte gar nicht daran.
“Klar. - Wird schon nichts verschwinden. Sie sind schließlich ein Cop!”
Steve verschloss für den Bruchteil einer Sekunde die Augen und nickte leicht mit dem Kopf. “Man merkt das ihnen der Vater fehlt,” dabei zeigte er auf das Chaos, “das ist ja wohl ihr Werk!? Und ihre ganze Art, lässt darauf schließen, dass Ihre Mutter es nicht leicht mit ihnen gehabt haben muss.”
“Wenn sie meinen!” Cathy zuckte kurz mit den Schultern, drehte sich herum und ließ ihn einfach stehen. Steve war nicht in der Lage irgendetwas darauf zu erwidern. Er starrte ihr nur mit offenem Mund hinterher wie sie durch den bogenförmigen offen Durchgang verschwand..
“Ja! Meine ich.” rief er ihr schließlich doch noch hinterher.
Da stand er nun, vor dem offenen Schrank, voll mit kleinen und mittelgroßen Kästen, Fotoalben, Papieren und diversen anderen Dingen. Es blieb ihm augenblicklich nichts anderes übrig, als sich da durch zuwühlen.
Also ging er in die Hocke und nahm sich das erste Fotoalbum vor.



Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 9:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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dvosen
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Di Aug 23, 2011 10:38 pm

Kapitel 5


Im Five 0 Hauptquartier wartete Danny bereits auf Chin und Kono.
Er hatte inzwischen die Liste, die ihm Richard Carey von den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma gegeben hatte, durch den Computer gejagt. Bei keinem gab es irgendwelche Auffälligkeiten, was Vorstrafen betraf. Das hätte ihn auch gewundert. Also hatte er sich jetzt alle die, die in Sarah Atkins alter waren, herausgepickt. Das waren immerhin noch 25 Männer, die es galt jetzt zu befragen.
Das konnte eine Weile dauern. Er fuhr grade mit den Fingern über den Computertisch um die Daten, der zuerst zu befragenden Männer, auf den mittleren Wandschirm zuwerfen als Chin und Kono herein kamen.
Chin sah zu dem Bildschirm: ”Was hast du?”
“25 Männer, alle in Sarah Atkins alter. - Ich würde sagen, mit denen fangen wir an.
Kono sah auf den Bildschirm: “Und alle unverheiratet?”
Danny sah Kono an. Ihm war nicht klar, warum seine Kollegin danach fragte. ”Nein. Nicht alle. Aber was spielt das für eine Rolle?”
“Na ja. Ich würde mit den Singles anfangen und die verheirateten erstmal rausnehmen.
Danny richtete sich auf, damit er Kono gegenüber größer wirkte. “Typisch Frau“ - sagte er mit einem Grinsen und sah dabei zu Chin. “Kono - in der Beziehung sind alle Männer gleich.”
“Genau,“ gab Chin ihm recht.
Kono lächelte, gab sich aber geschlagen. “Schon gut. Wir sollten trotzdem warten, bis Steve wieder da ist oder sich zumindest meldet.“
Danny nickte. “Ja. Was sagt das HPD und Max?”
“Duke kann noch nicht viel sagen, außer, dass sie im Breakers Hotel gefunden wurde und der Tod zwischen neun Uhr abends und Mitternacht eingetreten sein muss. Und Max hat sich die Leiche noch nicht einmal angesehen. Er sagt, das seine Mediale Phase ihn augenblicklich nicht gestattet etwas Neues zu beginnen.”
Danny sah Chin mit offen Mund an und legte den Kopf ein wenig in den Nacken. Er brauchte einen Moment, um das gehörte zu verarbeiten. “Das - - sollten wir Steve dann besser so nicht sagen!”
“Denke ich auch.“ nickte Chin und grinste dabei.
-
Steve hatte sich grade ein Bild aus einem der Fotoalben herausgetrennt, als Cathy das Zimmer betrat. Ihre langen Haare waren noch nass, Sie trug nun eine schwarze sehr eng anliegende Jeans dessen Bund auf den Hüften saß und ein grau weiß gestreiftes T-Shirt, das nicht einmal bis zum Bauchnabel reichte.
Steve sah sie an. Wäre sie 20 Jahre alter, hätte er wohl große Augen bekommen. Die bekam er jetzt zwar auch, aber aus einem anderen Grund. “Sie wollen nicht etwa so auf die Straße?”
“Also in den Keller wollte ich bestimmt nicht.“
Steve schüttelte kurz den Kopf und schloss dabei die Augen, als ob das Bild dann vor seinen Augen verschwinden würde. Für einen winzigen Augenblick kam ihm die Frage in den Sinn, was er machen würde, wenn es sich bei der Kleinen um seine Tochter handeln würde. Diesen Gedanken schob er jedoch sehr schnell beiseite. Das wollte er sich gar nicht vorstellen. Eher würde er wohl den Rest seines Lebens mit Danny auf einer einsamen Insel verbringen.
“Hören sie. Sie finden das vielleicht lustig. - Ich - nicht. Was glauben sie, wie sie in diesem Aufzug auf Männer wirken!?”
Cathy sah ihn herausfordernd an. “Wie denn?” Es schien ihr Spaß zumachen, Steve zu reizen und ihm somit eine Reaktion zu entlocken.
Steve kam aus der hocke hoch. “Okay - jetzt reicht`s! Dabei ging er zwei Schritte auf sie zu. Cathy verschränkte die Arme vor der Brust und sah zu ihm hoch, direkt in seine Augen.
“Sie sind 15! Mag sein das sich Kinder in diesem Alter so aufführen. Gut - aber - ich muss mir ihre dummen Antworten nicht länger gefallen lassen. - Sie werden sich jetzt was anderes anziehen und dann fahre ich Sie zur Jugendbehörde.”
Cathy sah ihn ungläubig an: “Jugendbehörde? Was zum Teufel wollen wir denn da?”
“Ich - ich werde Sie in deren Obhut übergeben. Da ich annehme das Sie, da sie erst vor einem halben Jahr mit ihrer Mutter auf die Insel gekommen sind, hier niemanden haben, bei dem sie vorerst bleiben könnten.”
Steve hatte wirklich diese voll. Wenn diese kleine Göre unbedingt einen Machtkampf austragen wollte, schön, aber bestimmt nicht mit ihm. Das musste er sich nun wirklich nicht antun. Er ließ sich doch von einer Halbwüchsigen nicht auf der Nase herumtanzen.
Aber Cathy ging nun ihrerseits auf Konfrontationskurs. Was bildete sich dieser Cop vor ihr eigentlich ein? Dass sie sich so einfach abschieben ließ. Da hatte er aber die Rechnung ohne sie gemacht. “Oh - sie sorgen sich um mich. - Danke - aber ich kann allein auf mich aufpassen!”
“Das sehe ich.“ Meinte Steve, mit der rechten Hand eine Rundumbewegung machend.
“Mann. Sie gehen mir auf die Nerven. Wenn es sie stört, bitte tun sie sich keinen zwang an. Die Wäsche können sie im Bad direkt vor die Waschmaschine werfen. Geschirr in die Spülmaschine. - ach und wenn Sie schon dabei sind, der Müll müsste auch raus. Die Abfalltonne steht vorne an der Straße!”
Steves Halsschlagader schwoll gefährlich an. Er stand kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Soviel Frechheit, war ihm bisher noch nicht untergekommen. Und schon gar nicht von einem 15 jährigen Teenager. “Gut. - Schluss jetzt. Sie ziehen sich jetzt sofort was anderes an und ich fahre sie zur Jugendbehörde, Sollen die sich mit ihnen rumschlagen!”
Cathy dachte jedoch nicht im geringsten daran, zu tun, was Steve ihr sagte. Sie sah ihn mit leicht zusammengekniffen Augen an und sagte mit einem leisen scharfen Unterton in der Stimme. “Sie - können fahren, wohin sie wollen. Aber - ICH werde ganz bestimmt nicht mitkommen!” drehte sich auf dem Absatz um und ging zur Haustür. Diese knallte ins Schloss, bevor Steve überhaupt reagieren konnte.
Da stand er, die Hände in die Hüften gestemmt, atmete tief ein du aus und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Er sah sich noch mal kurz um, ging zur Couch, nahm den Hausschlüssel an sich, den Cathy einfach darauf geworfen hatte, schnappte sich noch schnell das benutzte Glas, welches auf dem Tisch stand und ging ebenfalls zur Haustür.
Draußen auf der Straße angekommen sah er sich in beide Richtungen um. Von Cathy war jedoch nirgends etwas zu sehen.





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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Do Aug 25, 2011 11:08 pm

Kapitel 6



Sie hatten sich jetzt doch entschlossen weiter zumachen, ohne auf Steve zuwarten.
Kono hielt ihren roten Chevrolet vor dem Eingang zum Breakers Hotel, ein vierstöckiges lang gezogenes Gebäude in unmittelbarer Nähe zu Waikiki. Nichts besonders. Es gehörte zur Zwei Sterne Kategorie. Kono und Chin stiegen aus und gingen auf den Eingang zu.
“Meinst du, Steve hat einen bestimmten Grund, warum er uns diesen Fall untersuchen lässt?” Fragte Kono als sie das Gebäude betraten. Chin zuckte mit den Schultern. “Bei Steve weiß man nie.”
Aber nicht nur Kono machte sich darüber Gedanken. Auch er stellte sich diese Frage. Außerdem war ihm der Blick, mit dem Danny dieser Cathy nachgeschaut hatte, nicht entgangen. Also hatte sich Danny wohl dieselbe Frage gestellt.
Sie betraten die Hotellobby, sahen sich kurz um und steuerten auf die Rezeption zu, wo sie auf einen Mann mittleren Alters trafen. Chin zeigte seinen Dienstausweiss. “Detektiv Kelly, das ist Officer Kalakaua. Wir sind wegen Zimmer 106 hier.”
“Ja. Ein sehr bedauerlicher Vorfall. So eine Schlagzeile ist gar nicht gut für ein Hotel.”
“Können sie uns sagen, wo wir das Zimmer finden und uns einen Schlüssel dafür geben. Wir würden uns dort gerne umsehen. Außerdem wüssten wir gerne, auf wessen Name das Zimmer reserviert wurde.”
“Selbstverständlich. Ich werde jemanden rufen der ihnen aufschließt und um die Reservierung werde ich mich sofort kümmern. “

Chin und Kono betraten Zimmer 106. Es war ein einfaches, zweckmäßig eingerichtetes Zimmer mit einem Kingsize Bett, das benutzt worden war.
Chin und Kono holten fast gleichzeitig blaue Einmalhandschuhe aus ihren Hosentaschen und machten sich daran das Zimmer nach Spuren abzusuchen.
Im Zimmer befand sich auch eine Sitzgruppe mit zwei Sesseln und einem nicht allzu großen Tisch. Chins blick fiel auf eine geöffnete Champagnerflasche und zwei Gläser. Das eine Glas war leer, das andere jedoch noch bis zur Hälfte gefüllt. “Kono, sieh dir das an.”
Kono, die grade dabei war den Fußboden um das Bett herum nach Spuren abzusuchen, sah zu Chin. Sie ging näher ran. “Sieht aus, als wenn das hier ein Date gewesen wäre.”
Chin nickte nachdenklich. “Ja. Zumindest auf den ersten Blick. Geh und hol deinen Koffer. Wir sollten die Gläser mitnehmen. - Und das hier,” dabei nahm er das Glas mit Inhalt hoch, “auch. Du hast doch hoffentlich noch ein Schraubglas dabei?”
“Aber klar.” lächeltet Kono und ging um ihren Spurensicherungskoffer aus dem Auto zuholen..
Chin sah sich derweil weiter um. Er ging nach draußen auf den Balkon. Von hier aus sah man auf die kleine Poolanlage. Doch offenbar war niemand auf dem Balkon gewesen. Es gab jedenfalls keinerlei sichtbare Anzeichen dafür. Chin ging wieder hinein und sah sich im Bad um. Während er seinen Blick durch das Bad schweifen ließ, klopfte jemand an den Türrahmen. Chin ging zurück ins Zimmer und sah den Mann von der Rezeption das Zimmer betreten. “Sie wollten doch wissen, auf wessen Name das Zimmer gebucht wurde?”
“Ja.” Nickend antwortete Chin.
“Ja also das Zimmer wurde Montagvormittag von einem gewissen Joseph Coleman reserviert. Und - auch gleich bar bezahlt.”
“Bar?” Chin war erstaunt. Das jemand seine Hotelrechnung bar bezahlte kam mehr als selten vor. Offenbar war dieser Coleman ihr Mann. Er hatte wohl gedacht, dass man ihn dadurch nicht so schnell finden würde. Aber das dürfte das kleinste Problem darstellen. Sollte dieser Coleman hier in Honolulu gemeldet sein, würden sie das sehr schnell herausfinden. Er nahm sein Handy und drückte die Kurzwahltaste. Es dauerte nicht lange und er hatte Duke vom HPD in der Leitung. “Duke, ich brauche die Adresse von einem gewissen Joseph Coleman - Ja ich bleibe dran.” Inzwischen kam Kono zurück, sie sah Chin fragend an, als sie ihn mit dem Handy am Ohr sah. Chin machte eine abwartende Handbewegung und Kono verstand. Sie machte sich derweil daran, den Inhalt des einen Glases in ein Schraubglas umzufüllen.
“Ja Duke - es gibt zwei Joseph Coleman hier in Honolulu. Gut, Gib mir beide Adressen.“ Chin nahm einen kleinen Block und einen Stift aus seiner Hosentasche und notierte sich die beiden Adressen.
Kono hatte beide Gläser bereits eingepackt. Nun sah sie zu Chin. “Was ist?” fragte sie, als Chin das Handy wieder wegsteckte.
“Sieht so aus, als wäre der Fall schneller gelöst, als wir dachten. Komm, wir sehen uns diesen Coleman mal etwas näher an.”




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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   So Aug 28, 2011 4:06 pm

Kapitel 7

Danny saß in seinem Büro. Er hatte inzwischen die ersten Männer von der Liste befragt, war aber kein Stück weitergekommen. Alle hatten ein wasserdichtes Alibi für die besagte Zeit am Montagabend. Nun saß er hinter seinem Schreibtisch und spielte mit einem Kugelschreiber zwischen seinen Fingern, als Steve endlich kam. Danny schaute auf und erwartete, dass Steve in sein Büro kam, aber dieser rauschte an seiner Bürotür vorbei. Er stutzte und sah, wie Steve in dessen Büro verschwand. Kurz entschlossen stand er auf, verließ sein Büro und ging rüber zu Steve. Er drückte die Glastür grad in dem Moment auf als Steve sich mit einem Bier in der Hand in seinen Drehstuhl hinter seinem Schreibtisch zurücklehnte.
“Oh. Ist das jetzt dein Mittagessen?” witzelte Danny.
“Tu mir einen Gefallen, - halt einfach die Klappe!”
Danny nahm seine typische Haltung ein, wenn Steve mal wieder einen seiner berühmten Rambo Momente hatte. “Wo ist Cathy?”
“Weg!”
“Weg? Wohin weg? Ich meine - wo hast du sie gelassen?”
Steve sah ihn mit leicht zusammengekniffenen Augen an. “Keine Ahnung. Und es ist mir auch egal.”
Danny hob beide Hände in die Luft, so wie er es immer zu tun pflegte, wenn Steve für ihn etwas völlig Unverständliches tat. “Was zum Teufel ist eigentlich los? Kannst du mir mal verraten, warum wir uns erstens um einen Fall kümmern, der uns eigentlich gar nichts angeht und zweitens warum du ohne die Kleine zurückkommst?”
Steve, dem nicht entgangen war, das sein Partner kurz vor 180 stand, fühlte sich trotz allem im recht. “Hey. - erstens ist das meine Angelegenheit, wenn ich sage wir kümmern uns um den Fall, dann tun wir das und zweitens - Sie ist einfach abgehauen.”
“Ohhhhh - Nein, sag nichts. Ich kann mir denken warum!”
“Gut. Wie weit seid ihr?”
Danny sah Steve einen Moment an, dann gab er es vorerst auf Steve weiter nach Cathys Verbleib zu fragen. “Chin und Kono sind zum Breakers Hotel, dort hat man die Leiche von Sarah Atkins gefunden. Und ich habe inzwischen die ersten Mitarbeiter von dieser Sicherheitsfirma befragt. Bisher nichts - Sarah Atkins hatte offenbar keinerlei Interesse an einer näheren Beziehung.”
Steve sah mit einem durchsichtigen Blick zu Danny. Er nahm die Flasche, trank einen Schluck und stellte sie dann wieder auf den Schreibtisch. Nahm das Bild, das vor ihm lag, in die Hand und betrachtete es. “Wenn sie in einem Hotelzimmer aufgefunden wurde, muss sie mit jemandem engeren Kontakt gehabt haben. Warum sonst hätte sie sich dort aufhalten sollen?”
Danny ging auf Steves Schreibtisch zu, während er versuchte in Steves Gesicht zu lesen, der noch immer auf das Bild starrte. “Was hast du da?” riss er ihn aus seinen Gedanken. Steve hielt ihm die Fotografie entgegen. Danny griff danach und sah es sich an. Es zeigte ein junges Mädchen im alter von siebzehn oder achtzehn Jahren, mit langen dunkeln Haaren. Das Foto war schon älter, das konnte man deutlich an der Bildqualität erkennen. “Hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Cathy,” bemerkte Danny gespielt beiläufig. Er wusste, dass Steve sie drei nicht ohne Grund auf diesen Fall angesetzt hatte. Aber er kannte Steve nach über einem Jahr auch gut genug, um zu wissen, dass Steve nicht reden würde, wenn er, Danny, weiter bohrte. Er konnte nur etwas aus ihm heraus bekommen, wenn er ihn aus der Reserve locken würde.
Steve lehnte sich in seinem Drehstuhl zurück, den rechten Oberarm auf seinem Oberschenkel liegend sah er Danny an. “Schätze in spätestens vier Jahren wird man so gut wie gar keinen Unterschied mehr feststellen. - Das war Sarah mit 18.” Bei dem letzten Satz deutete er mit dem Kopf auf das Foto, das Danny noch immer in der Hand hielt.
“Du kanntest sie!?”
Steve strich sich mit beiden Händen über seine Nasenflügel. “Ja. Ist allerdings lange her. - So lange, das ich nicht sofort etwas mit ihrem Namen anfangen konnte.”
Danny zog kurz die Augenbrauen hoch, gab Steve das Foto zurück, setzte sich dann in den Ledersessel vor Steves Schreibtisch und wartete darauf, dass Steve weiter sprach.
“Als ich vorhin das Foto sah, kamen die Erinnerungen auf einmal zurück. - Nachdem meine Mutter ums Leben gekommen war, setzte unser Vater mich und Mary in verschiedene Flieger zum Festland. Mary zu unserer Tante nach Los Angeles und mich zu Onkel und Tante nach Baltimore. Da blieb ich dann ein knappes Jahr. Irgendwann lernte ich Sarah kennen. Ein Freund, der einzige den ich dort hatte, stellte sie mir vor. Sie hatte etwas dass mich anzog. Aber damals lief noch nichts zwischen uns. Richie hatte ein Auge auf sie geworfen und wegen einem Mädchen wollte ich unsere Freundschaft nicht auf´s Spiel setzen. Ich bin dann auch kurze Zeit später nach Annapolis zur Navy Academy gegangen. - Fast ein Jahr habe ich sie nicht gesehen. Dann bin ich auf Urlaub wieder nach Baltimore. Wir sahen uns wieder und haben uns öfter getroffen. Erst war es nur Freundschaft und dann - dann wurde wohl Liebe daraus. Ich musste allerdings zurück. Anfangs haben wir uns noch geschrieben, doch dann riss der Kontakt ab. Sie hatte wohl jemand anderen gefunden, einen der sein Leben nicht bei der Navy verbringen wollte und nur selten zu Hause sein würde. Ich war seitdem nie wieder dort und bis heute hatte ich auch nichts mehr von ihr gehört.”
Danny beugte sich vor und hielt dabei seine Handflächen gegeneinander. Er sah Steve abwartend an. Doch von dem kam nichts mehr. “Und - was ist - mit Cathy?”
Steve zuckte nur kurz, kaum sichtbar, mit den Schultern: !”Keine Ahnung. Sie ist vorhin einfach aus dem Haus gestürmt. - Ich bin noch durch Kailua gefahren. Nichts!”
Danny hatte zwar etwas anderes gemeint, aber er hakte nicht weiter nach. Vermutlich würde er sowieso keine Antwort bekommen. Stattdessen sagte er nur. “Und du bist natürlich völlig unschuldig daran, was!?”
Steve wollte grade etwas erwidern doch Danny ließ ihn nicht zu Wort kommen. “Verdammt, was ist eigentlich los mit dir? Hat man dich aus Stein gehauen, oder was?” dabei stand er abrupt auf. “Du magst ja im Umgang mit Waffen hervorragend sein, Mister Superseal. Aber im Umgang mit Menschen bist du eine absolute Null!” Danny fing an mit seinen Händen zur reden. “Mein Gott. Die Kleine hat ihre Mutter verloren und du hast nichts Besseres zutun, als dich wie Rambo in Afghanistan aufzuführen.”
“Oh - warte mal -” Steve wollte sich verteidigen, aber Danny schnitt ihm das Wort ab. “Nein du - hast jetzt Pause! Ich werde Cathy suchen. Du kannst inzwischen weiter die Mitarbeiter befragen. Ist alles draußen auf dem Schirm.” Mit diesen Worten ließ Danny einen ziemlich erstaunt dreinblickenden Steve zurück. Im Hinausgehen murmelte Danny zwar, aber immer noch laut genug damit Steve es hören konnte, “Vielleicht fängst du endlich mal an, über dich nachzudenken!”




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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Di Aug 30, 2011 1:16 pm

Kapitel 8


Chin und Kono betraten grade den Eingang zum Iolani Palast, in dem sich das five-0 Hauptquartier befindet, als ihnen Danny entgegen kam. Im Schlepptau hatten sie einen etwa 30 jährigen Mann, kurzes schwarzes Haar, bekleidet mit Jenas und T-Shirt . Und der Typ sah aus, als wenn er regelmäßig Sport treiben würde. Danny sah zu dem Mann, den Chin da mit Handschellen mit sich führte. “Hey, wer ist das?” Wandte er seine Frage an Chin. Dieser sah auf den Mann und sagte ein wenig triumphierend. ”Darf ich vorstellen. Mr. Joseph Coleman. Unser Mann. Er hat das Zimmer im Breakers gemietet.”
“Oh. Erste Tatortbesichtigung und direkt im Anschluss den Täter festnehmen. Respekt.“ Musste Danny neidlos anerkennen. “Das wird Steve freuen.”
“Ist er da? “
“Ja er ist in seinem Büro.”
“Alles klar. - Wo willst du hin? Der Fall ist so gut wie abgeschlossen.”
“Dieser vielleicht. Der von McGarrett noch nicht. Um den werd ich mich jetzt kümmern.” Danny klopfte Chin kurz auf die Schulter und ging dann zum Parkplatz, wo sein Camaro stand. Er wollte grade einsteigen, als sein Handy klingelte. Danny sah auf das Display. Es war das HPD. Er meldete sich.”Detektiv Willams “ Danny hörte, was am anderen Ende gesprochen wurde. Ziemlich überrascht sagte er, “ Okay stellen sie durch. - Cathy wo bist du? Ich wollte dich grade suchen.” Danny hörte kurz zu und meinte dann, “Bleib wo du bist. Ich bin in zwei Minuten da.” Er verschloss seinen Camaro wieder und ging zu Fuß um das Gebäude herum.
-
Chin betrat den Flur des Hauptquartier, als er Steve am Computertisch stehen sah. Der hörte ihn kommen und sah zu ihm. “Wo ist Kono?”
“Die ist mit den Beweisstücken im Labor.”
Steve machte ein fragendes Gesicht. “Welche Beweisstücke?
“Die wir im Hotelzimmer gefunden haben. - Und - unten im Verhörraum sitzt unser Verdächtige. Joseph Coleman. Er hat das Zimmer reserviert und auch bezahlt.” Erzählte Chin nicht ohne ein klein wenig Stolz in seiner Stimme mitklingen zulassen.
Steve nickte und setzte sich dabei auch schon in Bewegung. “Mit dem will ich reden.”
Chin grinste. “Dachte ich mir.”
-
Der Verhörraum sah eher wie ein Keller, den man grade ausgeräumt hatte, aus. Nackte kahle Wände, eine Deckenlampe und ein Stuhl. Mehr nicht. Und auf diesem Stuhl saß Coleman, mit den Händen auf den Rücken gefesselt und wartete. Er sah nicht besonders glücklich aus, aber Angst schien er auch nicht zuhaben.
Die Stahltür ging auf und Steve kam herein. In seinem Gesicht lag nicht die geringste Regung. Er stellte sich mit verschränkten Armen ungefähr zwei Meter vor Coleman hin und sah auf ihn herunter. “Also, dann erzählen sie mal.”
“Wüsste nicht, was ich ihnen erzählen sollte.” Coleman blieb ganz ruhig und unbeeindruckt von Steve.
“Gut, “ sagte Steve mit einem Kopfnicken, “dann werd ich es ihnen sagen.” Er veränderte seine Haltung nicht, nur sein Gesichtsausdruck änderte sich. Er zog seine Stirn hoch und seine Augen funkelten dabei ein wenig. “Sie haben am Montag Zimmer 106 im Breakers reserviert und bar bezahlt. Dann haben sie sich dort mit Sarah Atkins getroffen und umgebracht!“ Er machte eine kurze Pause. “Und - ich - will wissen warum?”
“Mann, das hab ich den anderen beiden schon gesagt. Ich hab nur das Zimmer reserviert und bezahlt. Mehr nicht. - Ich selber war am Montagabend gar nicht da. Hab zuhause gesessen und fern gesehen.”
Steve nickte, seine Augenschlitze wurden dabei schmaler. “Fern gesehen - Irgendwelche Zeugen?”
“Nein natürlich nicht.”
“Und warum bezahlen sie ein Hotelzimmer, wenn sie es angeblich gar nicht benutzen?”
“Man das war ein Auftrag!”
Steve zog die Stirn in Falten. Langsam verlor er die Geduld, aber noch hatte er sich unter Kontrolle.
“Auftrag!? Von wem?”
“Das kann ich ihnen nicht sagen. Das ist Firmengeheimnis. Außerdem weiß ich es auch gar nicht.”
Es klopfte von außen an der Tür. Steve drehte sich um und öffnete. Chin stand draußen und kam herein.
Er sah Steve an und dann Coleman. “Er arbeitet für die Allied Security Fence.”
Steve sah Chin mit hochgezogenen Augenbrauen an, dann drehte er sich zu Coleman um, ging bis auf einen Schritt an ihn heran und beugte sich zu ihm herunter, dabei stützte er seine Hände auf seine Oberschenkel. Gefährlich leise sagte er: “Sehen sie mir in die Augen! Sie kannten Sarah Atkins. - Sie wollten was von ihr - Sie auch von ihnen? - Haben sie sich deshalb in einem Hotelzimmer getroffen?”
“Nein.” Fiel Coleman ihm ins Wort, dabei drehte er den Kopf zur Seite, “Man - Sie hat eine Tochter, meinen sie so was halse ich mir auf?”
“Ja aber warum nicht für eine Nacht!? Ohne weitere Verpflichtung. Nur das wollte Sarah offenbar nicht. Plötzlich wollte sie nicht mehr. Und da haben sie die Kontrolle verloren!”
“NEIN. Verdammt. Ich war nicht da!”
“Das werden wir bald besser wissen. Die Gläser, die im Zimmer benutzt wurden, sind schon im Labor. Und einen Speicheltest von ihnen haben wir ja bereits.” Mischte Chin sich ein.
Steve richtete sich wieder auf. “Steck ihn in eine Zelle, Chin. Sobald wir das Ergebnis aus dem Labor haben, brauchen wir kein Geständnis mehr von ihm.” Steve drehte sich um und ging schon zur Tür, als er Coleman sagen hörte, “Das können sie nicht machen!”
Steve drehte sich noch einmal um, zeigte auf seine Dienstmarke, die rechts am Hosenbund hing,
“Sehen sie die hier? - Die - sagt - wir können!” Dabei drehte sich endgültig um und ging hinaus.
Drinnen hörte er Chin. ”Na komm schon. Hoch mit dir. Da geht´s lang”
Sein Kollege brachte Coleman aus dem Verhörraum.



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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Do Sep 01, 2011 5:22 pm

Kapitel 9


Danny saß, mit dem Rücken, an den Sockel der King Kamehameha Statue gelehnt, die vor dem Haupteingang des Iolani Palace steht, neben Cathy. Deren Augen waren gerötet.
“Scheiße was mach ich denn jetzt? Ich kann ja noch nicht mal nach Hause. Hab durch die blöde Rummeckerei von dem Arsch glatt die Schlüssel vergessen!”
Danny sah sie halb belustigt halb entsetzt an. Blöder Arsch. So hatte Steve bisher niemand genannt.
“Also zuerst solltest du solche Ausdrücke nicht verwenden. - Nicht in deinem Alter - Eigentlich überhaupt nicht. Und dann - wirst du wohl da hochgehen müssen,” dabei zeigte er auf den ersten Stock im Iolani Palace, “und Steve fragen, ob er dir den Schlüssel gibt, wenn er ihn dann mitgenommen hat.“
Cathy sah ihn mit einem erschrockenen Blick an. “Ich soll da rauf gehen!? Nie. Nein das werde ich ganz bestimmt nicht tun. Ich will den Typ nie wieder sehen. - Ich hasse ihn!”
Danny nickte ein paar Mal. “Oh - das kenn ich. Als ich ihn vor über einem Jahr kennengelernte, dachte ich genauso. - Aber jetzt ist Steve ein wirklicher Freund geworden. Auf den ich mich in jeder Situation verlassen kann.”
Cathy sah skeptisch nach vorn. “Kaum vorstellbar. Er benimmt sich doch wie ein ausgewachsenes Ekelpaket. Jedenfalls mir gegenüber.”
Danny konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. “Kann ich mir gar nicht verstehen. Ich find dich süß. - Allerdings würde ich meine Tochter Gracie auch nicht so rumlaufen lassen. Da hätt ich dann auch was gegen.”
“Na zum Glück bin ich ja nicht deine Tochter.”
“Ja“, Danny stand auf, “das ist wohl wahr. Komm. Wir sollten jetzt rauf gehen. Schließlich musst du heute Nacht irgendwo schlafen. - Und hier - ist - schlecht.” Dabei zeigte er auf die Rasenfläche rund um die Statue.
Cathy erhob sich widerwillig.”Aber lass mich bloß nicht mit ihm allein!”
-
Steve, Chin und Kono standen um den Computertisch und sahen auf den mittleren Bildschirm.
“Ich denke die können wir dann alle vergessen,” meinte Steve und zeigte auf den Schirm, “Unser Mann sitzt in der Zelle.”
Kono wirkte nicht so sicher. “Hoffentlich hast du recht.”
“Was meinst du?” Wollte Chin wissen.
“Hm - ist mir zu einfach und zu schnell.”
“Manchmal ist es einfach, Kono,” erwiderte Steve. “Sobald das Labor sich meldet, halt ich ihm das Ergebnis unter die Nase.”
Er hatte das letzte Wort noch nicht ganz ausgesprochen, als Danny zusammen mit Cathy zu ihnen trat. Cathy hielt sich dabei etwas im Hintergrund.
Steve machte eine Kopfbewegung in Danny und Cathys Richtung. “Du hattest also Erfolg!?”
“Ja. Und ich brauchte dazu noch nicht einmal mein Auto.” sagte Danny, nicht ohne einen leisen Triumph in der Stimme.
Steve deute ein Kopfnicken an. “Gut. Und was nun”?
“Na ja, “ fing Danny an , “sie braucht einen Platz zum Schlafen. - Und da sie keinen Schlüssel hat, kann sie nicht nach Hause.”
Steve verschränkte wieder die Arme vor der Brust. “Da kann sie sowieso nicht hin. Sie ist 15. Allein auf der Insel und außerdem herrscht in dem Haus das blanke Chaos.”
“Also…” setzte Cathy schon wieder gereizt an, doch Danny brachte sie mit einer raschen Handbewegung zum Schweigen. “Oh, ich würde Grace auch nicht alleine lassen. Aber irgendwo muss sie ja heute Nacht bleiben.”
Steve wollte grade was sagen, als sein Handy klingelte, er sah kurz auf das Display und dann, “ja Max.“
Es war ein kurzes Gespräch denn Steve sagte sehr schnell. “Bin unterwegs “ Er sah erst zu Cathy und dann zu Danny. “Max hat die Ergebnisse. - Komm Danny.”
Danny hob die linke Hand an, sah fragend zu Steve und deutete dann auf Cathy. “Und was ist mit ihr?”
Steve überlegte kurz. “Im HPD ist bestimmt noch eine Zelle frei.”
“Das ist doch wohl nicht ihr Ernst?” Fragte Cathy zugleich wütend und fassungslos.
“Warum? Da ist es warm, trocken - und - vor allem aufgeräumt.” gab Steve knapp zur Antwort.
“Chin kümmer dich darum.” Damit marschierte er geradewegs zum Ausgang. Cathy würdigte er mit keinem Blick.
Danny hob beide Hände in die Luft. Er war fassungslos. Er sah Steve hinterher und raunte Chin noch zu, “wag es ja nicht!” bevor er Steve folgte.



Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 10:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Sa Sep 03, 2011 6:46 pm

Hier das nächste kapitel meiner FF. Über euer Feedback würde ich mich wie immer freuen. Ich wundere mich nämlich grade ein wenig warum ihr mit Feedback in puncto dieser Geschichte so sparsam seit. Gefällt sie euch nicht? Dann dürft ihr das ruhig sagen. Auch für Kritik bin ich jederzeit offen.


Kapitel 10

Steve und Danny drückten jeder eine Flügeltür zu Max reich auf.
Danny hatte sich immer noch nicht beruhigt und das sah man ihm auch an.
Max erwartete sie bereits. Er stand am Tisch. Die Leiche vor ihm war mit einem weißen Leinentuch abgedeckt.
“Also Max, was können sie uns sagen?” Fragte Steve als sie Max auf der anderen Seite des Tisches gegenüberstanden.
Max sah beide kurz an und zog dann das Leinentuch zurück. “Weiß, weiblich, vierunddreißig Jahre alt und 1,69m groß. Zeitpunkt des eingetretenen Todes, Montagabend zirka 10.00 Uhr. Keine äußerlichen und inneren Hämatome.”
“Also nichts, das auf Gewaltanwendung schließen lässt.“ Wandte Danny ein.
Steve sah Stirnrunzelnd zu Danny, dann wieder zu Max. “Ja, das wissen wir alles schon. - Max - bitte - die Todesursache!” Steve war die Ungeduld anzusehen.
“Herzstillstand. - Verursacht durch akutes Kreislaufversagen.”
“Sie war vierunddreißig!” Steve konnte es nicht so recht glauben. “Was - hat diesen Kreislaufzusammenbruch ausgelöst?”
“Methylamphetamin - oder auch Crystal Meth genant.” Max war in seinem Element, doch bevor er weiter reden konnte, wurde er von Steve unterbrochen. “Das ist eine synthetische Droge! Meth ist als Klasse II Droge eingestuft. Methylamphetamin ist verschreibungspflichtig und wird von der DEA strengstens überwacht. Max, sind sie sicher???”
Max sah ein wenig gekränkt aus angesichts der Frage von Steve. “Absolut!”
“Können sie uns sagen, wie es eingenommen wurde? Ich meine - gespritzt oder hat sie es geschluckt?” Steve konnte es noch immer nicht glauben.
“Ich habe mir die Leiche sehr genau angesehen und nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass es injektziert wurde. Keinerlei Einstichstellen. Also hat sie es oral eingenommen.“ Max machte eine kurze Pause. “Es gibt allerdings eine Anomalie.”
Da war es wieder. Danny hasste dieses Wort. Deshalb rollte er kurz mit den Augen um Max dann, mit einer Handbewegung, zu verstehen zu geben, fort zufahren.
Max folgte der tonlosen Aufforderung, ohne irgendeine Regung zu zeigen. “Der Fututio wurde Post mortem vollzogen.”
Steve riss die Augen auf, schüttelte zweimal kurz den Kopf, als Zeichen, das er Max wohl nicht verstanden hatte. “Was, sagen sie da?”
Danny sah von Max zu Steve. “Der Beischlaf oder auch Geschlechtsverkehr!” Erklärte Danny, bevor Max antworten konnte. Dieser nickte nur bestätigend.
Steve sah Danny immer noch verständnislos an. Danny deutete diesen Blick, als wenn Steve ihn immer noch nicht verstanden hätte und fügte, nicht ohne ein leichtes Grinsen ,hinzu. “SEX, wenn du verstehst, was ich meine!”
Steve wurde es langsam zu bunt. Danny dachte wohl, dass er von allem Weltlichen und Menschlichem abgeschnitten sei. “DAS WEISS ICH, DANNY!” Er sah dann wieder zu Max. “Sie meinen das sich der Täter erst nach ihrem Tod an ihr vergangen hat???”
“Ja. Genau das sagte ich - Steht alles hier drin.” damit gab er Steve die Untersuchungsakte. “Wenn sie mich jetzt entschuldigen wollen. Ich habe schon viel zu lange an diesem Fall gearbeitet und das trotz meiner äußerst ungünstigen Medialen Phase.”
Steve nickte, als ob er Max verstanden hätte. “Ja.“
Er war schon mit Danny dabei den Raum zu verlassen, als er stehen blieb. “Was ist mit der anderen Sache?”
“Morgen - Morgen haben sie das Ergebnis.”
Danny, der keine Ahnung hatte, was Steve meinte, hakte nach. “Was für eine andere Sache?”
“Nichts!” War Steves knappe Antwort.
-
Chin und Kono saßen äußerst lässig an dem großen Tisch in der Halle des Hauptquartieres als Steve und Danny her rein kamen.
Steves Blick fiel eher zufällig rüber zu seinem Büro als sie zu Chin und Kono gingen. Er war mehr als erstaunt, zeigte auf sein Büro und sah dabei zu Chin. “Was soll - DAS???” Cathy lag in Steves Büro auf dem Ledersofa und schlief.
Chin zuckte mit den Schultern. “Das HPD hatte keine Zelle mehr frei. - Die haben da grade Hochbetrieb.”
Steve hob resignierend die Hände in die Luft. Aber sein Gesichtsausdruck sagte auch, dass er Chin das nicht abkaufte. “Na großartig. Und was machen wir jetzt mit ihr?”
Danny sah in die Runde und hob dann die Hand, als wolle er sich zu Wort melden. “Ähm - Falsch - Du - Was machst DU mit ihr?”
Steve, dem das Grinsen von Chin und Kono nicht entgangen war, guckte Danny verwirrt an.
“Wieso ich? Ich dachte wir wären EIN Team!?”
“Ja, aber - Sie ist zu DIR gekommen und nicht zu uns,” dabei zeigte Danny auf Chin, Kono und sich selbst. “Also ist das - DEIN Fall.”
Steve schaute noch mal kurz in die Runde und als er feststellen musste, dass ihm keiner seiner Leute beistehen würde, gab er es auf. Er drehte sich um, ging zu seinem Büro, drückte langsam die Glastür auf und schloss sie ebenso langsam und lautlos.
Chin, Kono und Danny sahen, wie Steve zum Sofa ging und auf die schlafende Cathy hinunter schaute.
Dann ging er zu der Vitrine mit den Schiffsmodellen darin, machte die Schranktür, unterhalb der Glasscheiben, auf und holte eine blaue Wolldecke hervor. Er ging zum Sofa, breitete die decke auseinander und deckte Cathy damit zu.
Danny machte eine anerkennende Kopfbewegung. “Ich denke, wir sollten jetzt gehen. Sieht so aus, als wenn Steve noch eine Weile bleibt.”
“Ja denke ich auch.“ stimmte Chin ihm zu und zusammen verließen sie das Hauptqaurtier.



Zuletzt von dvosen am Do Feb 07, 2013 10:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Mo Sep 05, 2011 4:56 pm

Kapitel 11

Als Danny am nächsten Morgen das Hauptquartier betrat, sah er als Erstes in Steves Büro. Der Anblick, der sich ihm bot, entlockte ihm ein sanftes und zufriedenes Lächeln. Cathy lag noch immer schlafend auf dem Sofa. Steve hatte sich die zwei Sessel vor seinem Schreibtisch so zurecht gerückt, dass er auf dem einen eine halb liegende Position eingenommen hatte und auf dem anderen hatte er seine Füße draufliegen. Auch er schlief.
Danny drückte die Glastür auf und ging leise zu Steve. Vorsichtig berührte er ihn an der Schulter. Steve schlug sofort die Augen auf. Er sah zu Danny hoch und dann rüber zu Cathy. Er legte den Finger auf den Mund und gab Danny zu verstehen, dass er leise sein sollte. Steve nahm seine Füße vom Sessel und erhob sich. Er deutete Danny an, mit ihm das Büro zu verlassen. Er blickte noch mal zurück zu der schlafenden Cathy und schloss dann leise die Tür.
“Du hast also die Nacht hier verbracht.“ Bemerkte Danny mit leichter Anerkennung in der Stimme.
“Ja - ich wollte sie nicht wecken.” Antwortete Steve und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht.
“Eine Dusche wäre jetzt nicht schlecht.”
Danny nickte. Das konnte er verstehen. “Okay. Fahr nach Hause. Ich bin ja hier.” Dabei machte er eine Kopfbewegung hinüber zu Steves Büro.
Steve sah zu seinem Büro und legte dann kurz seine rechte Hand an Dannys Oberarm. “Gut.Ich beeile mich.” Damit machte er sich auf den Weg.
-
Chin, Kono und Danny saßen am Tisch in der Halle und hatten jeder eine große Tasse Kaffee vor sich stehen, als Cathy aus Steves Büro kam. Ein bisschen verschlafen sah sie aus und ihre langen Haare ein wenig zerzaust. “Hey, was habt ihr da?”
“Kaffee,” Chin hielt seine Tasse hoch, “willst du auch einen?”
“Nein Danke. Ich trinke keinen Kaffee. Nur Tee oder Milch.” Cathy kam näher zum Tisch. Chin sah zu Danny, der sein Smiley Face aufsetzte, als wüsste er etwas. “Ja, das dachte ich mir schon.” dabei schob er eine Flasche Milch rüber zu dem freien Platz am Tisch ihm gegenüber. “Bitte. Und hier ist auch noch eine saubere Tasse.” Auch diese schob er rüber.
Cathy war überrascht und auch erfreut. “Oh danke. Du hast nicht zufälliger weise auch noch ein paar Donuts oder Pfannkuchen dabei?” Während dessen setzte sie sich.
Doch da musste Danny passen. “Nein - das wäre auch nicht gut.”
“Warum ?“ Wollte Cathy wissen, während sie dabei war die Tasse zu ignorieren und direkt aus der Flasche trinken wollte, “Ihr habt doch nichts dagegen?” fragte sie in die Runde, doch alle schüttelten den Kopf. Also setzte sie sich die Flasche an den Mund.
“Weil das - McGarrett wohl auf die Palme bringen würde, wenn hier alles voller Donut Krümel wäre.”
Antwortete Danny ein wenig theatralisch.
“Das wäre es dann aber wert,” meinte Cathy mit einem schelmischen Grinsen.
“Mir scheint, als würde es dir spaß machen ihn zu ärgern.” warf Chin dazwischen.
“Eigentlich nicht. Aber wenn der ständig an mir rumnörgelt,“ zuckte Cathy mit den Schultern und sah sich mehr unauffällig um. “Wo ist er überhaupt?”
“Er ist nach Hause gefahren, um sich zu duschen und umzuziehen.“ Erklärte Kono und Danny ergänzte: ”Er hat die Nacht ebenfalls hier verbracht.”
“Ne Dusche und saubere Klamotten könnt ich auch vertragen,” meinte Cathy und schaute dabei an sich herunter.
Danny stand auf. “Warte ich sehe nach, ob er deinen Hausschlüssel in seinem Büro hat.” Er ging zu Steves Büro, sah kurz auf dem Schreibtisch nach, ging dann dahinter und zog die erste Schublade auf. Er griff hinein und holte einen Schlüsselbund heraus. Er wedelte damit in Richtung Tisch und Cathy nickte.
Danny ging zurück in die Halle. “Schön. Hier ist er und was nun?”
Cathy stand auf. “Super. Dann kann ich jetzt nach Hause.” Dabei kam sie auf Danny zu und wollte ihm den Schlüssel abnehmen.
“Warte. Einer von uns fährt dich.”
“Sei nicht albern. Das ist nicht nötig. Ich nehm den Bus. Mach ich ja sonst auch.”
Danny sah zu Chin und Kono, die beide mit den Schultern zuckten.
“Okay. Aber du kommst dann wieder hier her zurück.”
“Ey Ey Sir.” Cathy nahm den Schlüssel und verschwand.
-
Chin, Kono und Danny standen am Computertisch, als Steve hereinkam. Sein Blick ging als Erstes rüber zu seinem Büro. “Wo ist sie?”
“Du meinst Cathy?” Fragte Danny überflüssigerweise und gab gleich die Antwort hinterher. “ich hab die Schlüssel aus deinem Schreibtisch genommen. Sie ist nach Hause gefahren.”
“DANNY !!!” Steve warf den Kopf in den Nacken und rollte mit den Augen.
“Was!? - Sie ist fünfzehn. Hätt ich ne Nanny rufen sollen? Sie ist nur nach Hause, um zu duschen.”
“Okay.” Steve nickte. Er beruhigte sich wieder und sah auf den Schirm, wo eine Reihe von männlichen Porträtfotos zu sehen waren. “Was ist das?”
“Das Labor hat sich gemeldet. - Nichts ! Die DNA Spuren stimmen nicht mit denen Colemans überein.” Erklärte Chin.
Steve sah ihn ungläubig an und dann zum Bildschirm. “Das sind alle von Allied Security?”
“Alle im Alter von dreißig bis vierzig und die noch nicht von Danny befragt wurden.” Kono ließ ihre Finger über den Computer fahren und warf ein neues Bild auf den rechten Schirm. “Und das ist der Rest der Angestellten.”
“Gut” Steve nickte. “Coleman sagt, dass er im Auftrag gehandelt hat. Sollte er recht haben, können wir davon ausgehen, dass der Auftrag von Allied Security kam. Sollte es einer gewesen sein. - Danny wir statten dieser Sicherheitsfirma einen Besuch ab. - Chin, Kono - ihr fahrt nach Kailua. Cathy ist ja zu Hause. Seht euch im Haus um. Sucht alles ab.”
“Wonach sollen wir suchen, Boss?” Wollte Kono wissen.
“Keine Ahnung. Wenn ihr es gefunden habt, werdet ihr es schon wissen.”






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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Sa Sep 17, 2011 5:22 pm

Kapitel 12



Steve und Danny waren auf dem Weg zur Sicherheitsfirma. Wie immer saß Steve am Steuer, während sich Danny darüber ausließ, dass Steve anscheinend keine Ahnung vom Umgang mit anderen Menschen hatte. “Was hat man euch eigentlich in der Armee beigebracht?”
“NAVY. Es ist immer noch die Navy!”
“Also schön. Meinetwegen die Navy. Trotzdem, du hast null Ahnung, wie man mit Kindern oder Teenagern umgeht.”
“Das liegt wohl daran, das man erst mit siebzehn bei der Navy aufgenommen wird. Da ist man dann ja aus diesem Alter raus.
“Ich frage mich ernsthaft, ob du überhaupt so etwas wie Feingefühl besitzt.”
“Aber klar. Ich besitze eine Menge Feingefühl. - Jeden Tag, wenn ich mit dir im Auto fahre.”
“Was? - Was soll das denn jetzt bitte heißen?”
“Na ja - ich habe so viel Feingefühl, das ich dich zum Beispiel nicht an der nächsten Ecke einfach aussetze. Weil du nämlich grade jetzt wieder einen ganz schönen Müll zusammenredest. “
“Ich - rede - Müll? Also das ist doch jetzt…”
“Ja. Wie grade jetzt.”
“Wie - grade - jetzt ? Was soll das denn jetzt heißen?”
“Na ja. Du verlangst von mir, dass ich Gefühle gegenüber einer fünfzehnjährigen pubertären Zicke zeige. In ein paar Tagen habe ich die doch sowieso längst vergessen. Spätestens dann, wenn der Fall abgeschlossen ist und ich sie der Jugendbehörde übergeben habe.”
“Das glaubst du!” Murmelte Danny.
“Hast du was gesagt?”
Statt darauf eine Antwort zugeben, zeigte Danny nach vorn. “Wir sind da.”
Steve lenkte den Camaro in die Einfahrt zu Allied Security und stellte den Wagen auf dem ersten freien Parkplatz ab.
-
Steve und Danny gingen einen kleinen Flur entlang.
“Wie heißt der Typ eigentlich, dem das hier gehört?”
“Richard Carey.” Kam die Antwort von Danny, als dieser ihnen auch schon aus seinem Büro entgegen trat. Steve war abrupt stehen geblieben, sah zu Danny und dann zu Carey. “Richie !?”
“Ihr…“ setzte Danny an, als Steve und Richard Carey, sich wie zwei alte Freunde in den Armen lagen.
“Klar - du kennst ihn.“ Sagte Danny mehr zu sich selbst.
“Dir gehört Allied Security?” Fragte Steve, als sie sich wieder voneinander gelöst hatten.
“Ja. Seit fünf Jahren. - schön dich wieder zu sehen, Stevie Boy.”
“Stevie Boy?” Danny schien äußerst belustigt zu sein über diesen Spitznamen.
“Halt die Klappe Danno!” und zu Carey gewandt. “Detektiv Willams kennst du ja bereits.”
“Ja wir hatten bereits das Vergnügen.” Nickte Carey und bat sie in sein Büro. “Wie kann ich dir helfen?”
Steve vergaß für einen Moment den Fall. “Wie bist du hier hergekommen? Und warum hast du dich nicht mal gemeldet.
“Oh. Ich hab vor 6 Jahren Urlaub hier gemacht, tja und da es mir hier so gut gefallen hat, bin ich gleich geblieben. Ich hab angefangen, als Bodyguard bei einer privaten Sicherheitsfirma zu arbeiten. Vor fünf Jahren hab ich dann meine eigene Firma gegründet.” Carey machte eine kurze Pause und sah Steve an. “Ich wollte eigentlich schon längst mal bei dir angerufen haben, aber die Arbeit.” Dabei machte er mit der Hand eine Geste auf seinen Schreibtisch.
“Ja ,verstehe.” Nickte Steve. “Sarah hat für dich gearbeitet!?”
“Ja. Ich kann es immer noch nicht glauben, das sie tot ist. - Ich war vor knapp einem Jahr in Baltimore. Da trafen wir uns zufällig. Sie erzählte mir, dass sie sich gerne an einem anderen Ort niederlassen würde. Ich sagte ihr, sie könnte es ja hier versuchen. Ja und vor einem halben Jahr stand sie dann hier bei mir im Büro. Und ich brauchte zufällig grade eine neue Disponentin.“ Carey zeigte echte Betroffenheit. “Weiß man denn inzwischen wie…?” Er konnte nicht weitersprechen.
Steve, der seine Hände in den Hosentaschen hatte, sah ein wenig ratlos aus. “Nein noch nicht. Bisher haben sich noch keine wirklichen Spuren finden lassen.“
Danny war ein wenig erstaunt über Steves Antwort, sagte aber nichts.
“Wir haben allerdings einen deiner Leute bei uns. - Joseph Coleman.
Danny beobachtete Carey jetzt genau.
“Joseph !?” Nickte Carey wissend. “Ja der arbeitet für mich. Seit einem Jahr. Aber das er mit Sarahs Tod zutun haben soll. Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.”
“Also zumindest hat er das Zimmer im Hotel reserviert und auch bezahlt.” Sagte Danny, bevor Steve Luft holen konnte.
“Er sagt aber auch, dass er im Auftrag gehandelt hat.” Fügte Steve hinzu.
“Ja - und jetzt wüssten wir gerne, wer der Auftraggeber war!” setzte Danny hinterher.
Carey sah ihn völlig unwissend an und zuckte mit den Schultern. “Keine Ahnung.”
“Aber das steht doch sicher in den Büchern.” Entgegnete Danny und sah dabei Carey herausfordernd an.
“Oder im Computer.” Setzte Steve nach,
“Ja - oder da.” Danny gab sich wieder mal geschlagen. Er las lieber die guten alten Auftragsbücher, anstatt sich mit moderner Technik herum zuschlagen.
Carey strich sich mit dem Finger nachdenklich übers Kinn. “Ja - da müsste ich nachschauen.”
“Würdest du das dann bitte tun!” Forderte Steve ihn zwar bestimmt aber höflich auf.
Carey brauchte einen Moment. Irgendwie schien er mit seinen Gedanken völlig abwesend zu sein.
“Ja - Ja natürlich.“ Er setzte sich hinter seinen Schreibtisch und fing an, auf der Tastatur
herumzutippen. Er sah auf den Monitor und wartete dann schüttelte er den Kopf. “Also hier ist nichts. Kein Auftrag dieser Art. Ist ja auch nicht unser Stil. Wir sind schließlich keine Partnervermittlung.”
Steve nahm die Hände aus den Hosentaschen. “Darf ich mal sehen?”
“Bitte.“ Carey drehte den Monitor, sodass Steve von der anderen Seite des Schreibtisches darauf sehen konnte. Er sah sich die Auftragsliste durch. “Okay, könnte es sein das dies - sagen wir mal - ein etwas diskreter Auftrag war, der nicht offiziell über die Firma lief?” Carey drehte den Monitor wieder zu sich und stützte sich mit beiden Unterarmen auf die Schreibtischplatte. “Ja – also,“ überlegte er laut “Ich kann mir das zwar nicht vorstellen. Anderseits…”
“Ja - was ?” Danny wurde ungeduldig.
“Na ja. Es könnte ja sein, das Sarah selbst, Coleman beauftragt hat, weil sie sich mit jemandem diskret treffen wollte. Und dann hätte sie es selbstverständlich nicht über die Firma laufen lassen.”
Danny sah Steve an. Irgendetwas stimmte mit dem nicht. Der zeigte überhaupt keine Reaktion.
“Ja klar - so könnte es abgelaufen sein. - Was sagst du?” Danny wartete auf eine Antwort von Steve. Der brauchte einen Moment, sah dann aufgeschreckt zu Danny. “Was?”
“Sarah Atkins selbst, könnte den Auftrag Coleman erteilt haben.”
Steve nickte, irgendwie geistesabwesend. “Ja. Das könnte sie.” Dann wandte er sich an Carey.
“Richie, war schön dich wieder gesehen zuhaben. Wenn dir noch was einfällt, ruf mich an.” Damit reichte er Carey die rechte Hand. Carey stand auf und erwiderte den Händedruck. “Klar mach ich.
Vielleicht kann man sich ja mal auf ein Bier treffen und über alte Zeiten plaudern.”
“Ja. Vielleicht.” Sagte Steve nur und verließ dann mit Danny das Büro.
Als sie draußen auf dem Flur waren, wollte Danny was sagen, aber Steve gab ihm zu verstehen damit noch zu warten.
















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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Sa Sep 24, 2011 5:56 pm

Kapitel 13



Chin, Kono, Danny und Steve kamen gleichzeitig am Iolani Palace an. Steve sah sich suchend um.
“Habt ihr Cathy nicht mitgebracht?”
Kono zuckte mit den Schultern. “Sie war nicht da.”
“Aber dafür haben wir das hier gefunden.” Chin hielt einen USB Stick in der Hand.
“Ja gut. - Aber wie seit ihr reingekommen, wenn Cathy nicht da war?”
“Ich hab da so meine Methoden, um in verschlossene Häuser zu kommen, ohne das Schloss zu beschädigen.” Sagte Chin. “Keine Ahnung, wo Cathy ist. Sie war jedenfalls nicht im Haus.”
“Oder nicht mehr. Vielleicht wartet sie ja schon oben.” meinte Kono, als sie das Gebäude betraten. Sie machte einen Schwenker nach rechts. “Ich hole mal die Post.”
Chin, Danny und Steve gingen die Treppe zum ersten Stock hinauf, wo ihre Büros lagen.
Oben im Flur des HQ angekommen, steuerten sie direkt auf den Computertisch zu. Chin steckte den Stick in die dafür vorgesehene Buchse an der Längsseite des Tisches. Der Datenträger öffnete sich und alle drei sahen auf die Schriftdateien.
“Sieht aus, als wären das alles Briefe,“ meinte Danny.
Oder ein Tagebuch, wenn man sich die Datumsangaben mal betrachtet und...“ weiter kam Chin nicht, da er von Kono unterbrochen wurde. “Hey Boss. Die sind beide für dich. Steht persönlich drauf.“ Kono reichte Steve zwei Umschläge. Einen kleinen weißen und einen braunen DinA 5 Umschlag. Steve nahm sie entgegen. Sah sich beide kurz an und öffnete dann zuerst den braunen Umschlag.
“Gleich zwei Briefe auf einmal.“ Bemerkte Danny ironisch,. “Muss ja für dich wie Geburtstag und Weihnachten zusammen sein.”
Für diese Bemerkung fing er sich von Steve einen bösen Blick ein. Der war grade dabei, ein DinA 4 Blatt auseinander zu falten. Seine Augen flogen darüber. Dann ließ Steve das Schriftstück sinken. Senkte den Kopf, presste die Lippen aufeinander, schloss die Augen und presste die rechte Hand, zur Faust geballt, auf Mund und Nase.
Chin, Kono und Danny sahen sich ratlos an. Es war schließlich Danny, der das Schweigen brach.
“Was ist?” Aber Steve schien ihn nicht zu hören, also fragte er lauter: “Steve - was ist los?”
Statt zuantworten, reichte Steve ihm das Schriftstück. Danny nahm es und las still. Dann sah er zuerst Chin und Kono an und dann Steve. Er hielt das Blatt Papier in die Luft. “Du hast bei Max einen Vaterschaftstest in Auftrag gegeben!?” Steve hob den Kopf und sah Danny an, als könne er in dessen Gesicht die Antwort ablesen.
“WAS?” Danny wollte hier und jetzt eine Antwort von Steve.
“Ich - ich wollte einfach - nur sicher - sein - das… “
“Sie DEINE TOCHTER ist?” Ergänzte Danny das Gestammel von Steve.
Steve sah ihn mit heruntergezogenen Augenbrauen an.
“Dafür hättest du den Test nicht machen brauchen. - DAS - hätten wir dir auch sagen können!”
Steve sah bei diesen Worten von einem zum anderen. “Ihr wusstet es?”
Chin und Kono nickten nur stumm.
“Woher? Hat Cathy was gesagt? Weiß sie es?”
Sie entschieden sich dafür, Danny reden zu lassen. “Ob Cathy weiß, dass du ihr Vater bist? Keine Ahnung. Aber verdammt. Hast du sie dir auch nur einmal angesehen? - Sie hat DEINE Augen. Genau dasselbe Blaugrau. - Und sie hat dasselbe Grinsen. - Nein, warte. - Dein Grinsen ist dämlich. - Ihres ist - süß.” Danny grinste dabei. “Und sie trinkt keinen Kaffee. Nur Tee und Milch.” ergänzte Chin.
Alle Blicke ruhten jetzt auf Steve, der wie vom Donner gerührt da stand und nicht wusste, was er sagen sollte.
Es war Kono, die das Schweigen brach. “Was ist mit dem anderen Brief?”
Steve nahm ihn wortlos vom Rand des Computertisches, riss ihn auf und begann zu lesen. Doch schnell sah er mit großen Augen auf. “Der ist von Sarah. - Aber er ist erst nach ihrem Tod abgeschickt worden.” Er hielt den Umschlag mit dem Datumsstempel hoch.
“Wie das?” Fragte Kono.
“Ich weiß es nicht.“ Meinte Steve ratlos, dessen Blick dabei auf die Dateien, die der Computer zeigte, fiel. Er stutzte, griff über den Computertisch und fuhr über eine der Dateien und warf sie damit auf den linken Wandschirm, sodass alle sie lesen konnten.

>>Hallo Steve,
Ich habe lange überlegt, ob ich diese Zeilen schreiben soll.
Ich weiß ja noch nicht einmal, ob du dich überhaupt noch an mich erinnerst.
Ich bin jetzt seit einem halben Jahr in Honolulu und kämpfe jeden Tag mit mir, einfach zu dir zu fahren.
Aber dann frage ich mich jedes Mal würdest du mich überhaupt noch kennen, und wie würdest du dann reagieren, wenn ich so plötzlich vor dir stehen würde.
Ich habe von Richie erfahren, dass du nicht mehr bei der Navy bist, sondern hier eine Task Force übernommen hast.
Richie war es auch, der mich überredet hat, hierher zu kommen, nachdem meine Eltern vor zwei Jahren starben. Eigentlich wollte ich Baltimore gar nicht verlassen. Aber Richie hat einfach keine Ruhe gegeben.
Ich habe dann seinem Drängen nachgegeben und mich ins Flugzeug hier her gesetzt. Er bot mir sofort einen Job in seiner Firma an. Er hatte sogar sofort ein Haus, das ich mieten konnte. Wir waren alte Freunde und ich fand es einfach nur rührend von ihm. Also nahm ich sein Angebot an und zog hier her.
Inzwischen fühle ich mich auch sehr wohl auf Hawaii. Jetzt Erst, verstehe ich, warum du damals so von dieser Insel geschwärmt hast. Es ist wirklich wunderschön hier und ich würde mich auch bestimmt schon viel Wohler hier fühlen, wenn, ja wenn Richie mich nicht dauernd bedrängen würde. Ich glaube er hat es nie wirklich verwunden, dass ich mich damals für dich, anstatt für ihn, entschieden habe. Selbst dann nicht, als du nach deinem Urlaub zur Navy zurückgegangen bist und dann später sogar zu den Seals.
Aber ich glaube, jetzt habe ich genug drum herum geredet. Steve, ich würde ich gerne wiedersehen. Aber ich will dich auch zu nichts drängen. Es ist deine Entscheidung ob und wo wir uns sehen.
Ich weiß, es ist alles so lange her und es ist vieles passiert in dieser Zeit.
Also, wenn du wirklich willst, dann melde dich einfach.<<

Irgendwie schien sich niemand zu trauen, etwas zu sagen.
Steve hatte sich mit den Händen auf den Rand des Tisches gestützt. Die Augenlider hielt er dabei gesenkt. “Das ist der Brief, den ich grade bekommen habe. Sie hatte ihn auf diesen Stick gespeichert. Irgendwer muss ihn ausgedruckt und an mich abgeschickt haben. - Chin - wo habt ihr den Stick gefunden?” Dabei sah er jetzt Chin direkt an.
“Im Schreibsekretär im Schlafzimmer.”
“Das war übrigens merkwürdig.” fiel Kono ein.
Steve richtete sich auf. “Was - Was, Kono war merkwürdig?”
“Na ja. Eigentlich ist das ganze Haus ein einziges Chaos. Nur das Schlafzimmer war akkurat aufgeräumt, nichts lag herum.
“Genau ,“ fiel Chin ein und nickte, “Nur der Sekretär stand offen und alle Papiere schienen durchwühlt.”
Steve nickte, “Cathy!” sagte er nur und ging schnell in sein Büro, griff nach einem Bild auf seinem Schreibtisch und kam ebenso schnell wieder zurück. Er hielt das Bild von sich, das Cathy ihm bei ihrem ersten Besuch gegeben hatte, hoch. “Sie hat das hier gefunden. Hinten, drauf,“ er drehte dabei das Bild um, so das die anderen die Rückseite sehen konnten, “ist ein Herz gemalt. Sie hat den Sekretär durch wühlt, weil sie nach irgendwelchen Hinweisen gesucht hat. Dabei hat sie den Stick gefunden und nachgesehen, was darauf ist. Dabei ist sie auf diese Tagebuchdateien,” Steve fuhr mit den Fingern auf eine der Dateien und warf sie auf den rechten Schirm, “gestoßen. Und auf den Brief.”
Danny sah auf den Schirm und dann wieder zu Steve. “Du meinst, Cathy hat den Brief ausgedruckt und dann abgeschickt?”
“Ja. - Sie wollte das ich - das hier kriege.” Dabei hielt er den Brief hoch.
Danny nickte jetzt verstehend und sah sich dabei um. “Wo ist sie überhaupt? Sie müsste doch längst wieder hier sein!”


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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Fr Sep 30, 2011 9:16 am

Kapitel 14


Cathy war auf dem Weg zur Bushaltestelle. Sie hatte sich zuhause geduscht und umgezogen. Sie trug jetzt Blue Jeans und eine großkarierte Hemdbluse. Die Ärmel hatte sie aufgekrempelt. So würde Steve hoffentlich nichts zu meckern haben. Sie hatte auch langsam keine Lust mehr ihn zu provozieren und sich mit ihm zu streiten. Er war der Einzige, der ihr jetzt noch blieb. Ihre Mutter war ebenfalls ein Einzelkind gewesen und ihre Großeltern waren bereits tot. Also musste sie jetzt alles daran setzen, dass Steve sie nicht doch der Jugendbehörde übergab. Allerdings wusste sie nicht, wie sie es ihm sagen sollte.
Einfach in sein Büro spazieren und ihm sagen, das er laut dem Digitalen Tagebuch ihrer Mutter, ihr Vater ist!? Was, wenn ihm das egal war, wenn er sich gar nicht um sie kümmern wollte?
So in Gedanken versunken, mit den kleinen Ohrstöpseln von ihrem Handy in den Ohren, bemerkte sie den schwarzen Cadilac escalade, der langsam neben ihr fuhr zuerst gar nicht. Erst durch das Hupen wurde sie aus ihren Gedanken aufgeschreckt. Sie sah zu dem Auto, das jetzt am Straßenrand hielt und erkannte dann den Fahrer. Etwas erstaunt sagte sie:”Mr. Carey! Was machen sie denn hier?”
Carey hatte inzwischen das Beifahrerfenster herunter gelassen. “Oh, ich wollte eigentlich nachsehen, wie es dir geht. Ich war grade bei euch zu Hause. Ja, und dann sehe ich dich hier entlang gehen.”
“Warum wollten sie sehen, wie es mir geht?” Cathy kam einen schritt näher an den Wagen.
“Na hör mal, deine Mutter und ich waren alte Freunde. Und außerdem hat sie für mich gearbeitet. Und du bist zur Zeit hier ganz alleine.”
“Oh- das ist zwar sehr nett von ihnen aber ich komm schon zurecht.”
“Ja, das glaube ich dir. Kann ich dich trotzdem irgendwo hin mitnehmen?”
“Ich wollte eigentlich gleich den Bus in die Stadt nehmen. Ich muss zum Iolani Palace.”
“Na gut, steig ein. Ich fahr dich hin. Mit dem Bus brauchst du ja eine halbe Ewigkeit.”
Cathy willigte nicht sofort ein. Sie überlegte einen Moment und sah dabei nach rechts und links.
“Komm schon. Es macht mir nichts aus.”
“Okay aber nur, wenn es ihnen wirklich keine Umstände macht.” Cathy ging auf den Wagen zu, öffnete die Beifahrertür und stieg ein.
“Schnall dich bitte an.” Carey ließ den Motor an und fuhr los.
Eine Weile schwiegen beide.
“Hast du dir schon Gedanken gemacht, wo du in Zukunft wohnen wirst?” Brach Carey das Schweigen.
Cathy überlegte und schüttelte dann den Kopf. “Nein. Ich habe denen von der Polizei erzählt, dass ich hier Onkel und Tante hätte. Zum Glück haben sie nicht weiter nachgefragt.”
“Na, vielleicht fällt mir ja was ein.”
Cathy sah Carey von der Seite her an. “Und was?”
“Mal sehen.” Carey bog rechts in den Kamehameha Highway ab.
“Hey. Sie hätten geradeaus weiterfahren müssen.” Bemerkte Cathy und sah dabei halb nach hinten.
“Ja ich weiß. Muss nur schnell noch was erledigen. - das macht dir doch nichts aus, oder!?”
“Ne. Darf nur nicht zu lange dauern. Sonst geben die bei five-0 noch eine Suchmeldung nach mir raus. - Ich ruf lieber an und sag, dass es später wird.” Dabei fingerte sie ihr Handy aus der vorderen Jeanstasche.
Carey reagierte schnell, sehr schnell. “Oh nein, das wirst du nicht tun.” Plötzlich hielt er eine Waffe in der linken Hand und richtete sie auf Cathy. Die hätte noch nicht einmal sagen können, wo Carey die Waffe so schnell her hatte. Für einen Moment war sie geschockt. Doch dann fand sie ihre Sprache wieder.
“Mann, was soll das?”
Doch Carey überhörte die Frage.”Handy her!” und als Cathy nicht reagierte, “los mach schon!”
Cathy, die noch nie zuvor in den Lauf einer Beretta oder sonst einer Waffe gesehen hatte, stand sichtlich unter Schock. Sie reichte langsam ihr Handy zu Carey rüber, der es schnellstens an sich nahm. Dabei musste er zwar die Waffe auf seinen Schoss legen aber Cathy war zu geschockt, um darauf zu reagieren. Außerdem hätte sie sowieso nichts tun können. Carey war ihr eindeutig überlegen. Dieser steckte das Handy in die Innentasche seines Anzug Jackett und nahm die Waffe wieder an sich. Er ließ die linke Hand, in der er die Waffe hielt, auf seinem Schoss liegen, so das die Mündung auf Cathy zeigte. Diese sah völlig verängstigt aus. “Was haben sie vor? Warum tun sie das?”
“Halt die Klappe!” herrschte Carey sie an. “Das wirst du doch früh genug erfahren.”





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BeitragThema: Re: Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)   Di Okt 11, 2011 3:16 pm

Hier nun die letzten beiden Kapitel meiner FF.
Leider habe ich sehr wenig Feedback bezüglich dieser Story hier bekommen. Das war auf den anderen Websites doch ganz anders.
Aus Sicht eines Schreibers ist es jedoch schon wichtig wenn man auf das geschriebene eine Reaktion erhält. Nicht nur das man aus Anregungen oder sachlicher Kritik lernt wie man es besser machen kann, Feedback spornt den Schreiber auch an weitere Kapitel zu verfassen. Dieses fehlte mir hier leider gänzlich, weshalb ich mich auch schwer getan habe diese Story hier überhaupt bis zum Ende ein zustellen.



Kapitel 15


Steve stand allein am Computertisch. Er sah sich nach und nach die Tagebuchdateien von Sarah auf dem Wandschirm an.
Danny war ein paar Schritte von ihm entfernt und hielt sein Handy am Ohr. ”Komm schon - geh ran.” Murmelte er dabei zu sich selbst.
Chin kam aus seinem Büro, sah zu Danny, der mit dem Kopf schüttelte, und ging auf Steve zu.
“Also dem HPD wurde kein Unfall gemeldet. Ich habe eine genaue Beschreibung von Cathy durchgegeben. Jeder Polizist auf der Straße wird die Augen nach ihr offen halten.”
Steve nickte müde. “Gut“ In dem Moment kam Kono ebenfalls aus ihrem Büro, auch sie sah zu Danny,
Der wieder mit dem Kopf schüttelte. “Ich habe jetzt alle Krankenhäuser angerufen. Nirgends ist ein Mädchen, auf die Cathys Beschreibung passt, eingeliefert worden.”
Danny nahm das Handy vom Ohr. “Nichts - Sie meldet sich nicht. Und solange sie nicht ran geht, können wir sie nicht orten.”
Steve sah gequält in die Runde. “Da stimmt was nicht. Los Danny. Wir fahren sie jetzt suchen.”
“Und wo willst du anfangen?” Fragte Danny, der keinen Sinn darin sah, planlos durch die Gegend zu fahren.
“Keine Ahnung. - Aber ich kann hier nicht tatenlos rum stehen. Also los komm.” Steve hatte es sehr eilig aus dem HQ zu kommen. Danny blieb nichts anderes übrig, außer ihm zu folgen.
-
Sie fuhren Richtung Kailua .
“Warum fährst du ausgerechnet nach Kailua? Sie könnte sonst wo sein. Vielleicht ist sie irgendwo zum Strand gegangen, weil sie allein sein wollte. War alles ein bisschen viel für sie in den letzten Tagen.”
“Danny, sie geht nicht an ihr Handy!”
“Vielleicht hat sie es zu Hause vergessen.”
“Dann hätten Chin und Kono es gefunden.”
Steve spürte, das Danny ihn vom Beifahrersitz ansah und sah kurz zu ihm rüber.
“Was?”
“Du machst dir wirklich sorgen!?”
“Danny - sie ist meine...“ Steve verstummte.
“Tochter. Warum sprichst du es nicht einfach aus?”
Steve sah wieder kurz zu Danny. “Ich…” Irgendwie schienen Steve die Worte zu fehlen.
“Du musst dich erst daran gewöhnen. Stimmts? - Okay das kann ich verstehn. Ich hatte immerhin 9 Monate zeit dazu. - Aber langsam solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden und dir überlegen, wie es weitergeht. - Mit dir und Cathy, meine ich. Was willst du machen? Sie zu dir holen, sie in eine Pflegefamilie geben?”
“Erstmal müssen wir sie finden. - Ich sag dir, da stimmt was nicht. Versuchs noch mal.”
Danny nahm sein Handy und drückte eine der Kurzwahltasten. Er wartete. Steve sah dabei hin und wieder kurz zu ihm rüber. Danny gab es auf. “Nichts. Und was nun?”
“Fahrn wir zum Haus. Vielleicht finden wir da eine Spur, die uns zu ihr führt.”
Danny nickte. “Okay - Fahrn wir zum Haus.”
Beide schwiegen für einen Moment und hingen ihren Gedanken nach. Bis Steve das Schweigen brach.
“Erinnerst du dich, was ich dir heute Morgen über Richie erzählte?”
Danny sah zu ihm rüber. “Du glaubst, er hat uns nicht alles gesagt?”
“Ich glaube, das er - Coleman beauftragt hat das Zimmer zu reservieren. Deshalb taucht auch nichts in den Unterlagen auf.”
Danny sah ihn überrascht an. Er wollte grade etwas sagen, als Steve weiter redete. “Verstehst du? - Danny - er war damals Stocksauer auf mich, als er aus der Navy flog. Ich war es damals der ihn verraten hat.”
“Ich bin überzeugt, dass du einer Menge Leute auf die Füße getreten hast. Und der eine oder andere hegt mit Sicherheit Rachegefühle gegen dich…“ Weiter kam Danny nicht.
“Genau das meine ich Danny. Er will sich an mir rächen.”
“Aber wieso dann Sarah?”
“Keine Ahnung. Vielleicht hat sie ihn durchschaut. - Er sagt, sie ist zu ihm gekommen, aber die Tagebuchdateien und der Brief sagen etwas anderes. Dass es genau umgekehrt war. Er hat Sarah hier hergelockt. - Um über sie an mich heran zukommen. Er wusste, dass Sarah früher oder später mit mir Kontakt aufnehmen würde.”
“Aber warum hat er sich nicht gleich bei dir gemeldet. Ich meine, warum wollte er über sie an dich herankommen. Das hätte er einfacher und vor allem schneller haben können.”
“Das ist das Einzige, was mir noch nicht so ganz klar ist.“
“Okay. Bleibt noch die Frage, weiß er, wer Cathys Vater ist?”
“Ich denke,“ Steve machte eine kurze Pause. “Ja - er weiß es.”
Danny musste sich plötzlich auf seinem Sitz festhalten, da Steve sehr eng, schnell und vor allem völlig unerwartet mitten auf der Straße den Wagen wendete.
“Was tust du jetzt?” Presste Danny hervor. Immer wenn Steve diese Manöver startete, wusste er, dass dieser gleich mächtig Gas geben würde.
“Das ist es Danny. - Er will mich. Er wollte über Sarah an mich ran kommen aber das ist schief gegangen. Also versucht er es jetzt über Cathy. Wenn wir Carey haben, finden wir auch Cathy.”
“Du meinst, er hat sie bei sich?”
“Ja. Ich denke er hat am Haus auf sie gewartet.”
“Großartig. Dann kann er inzwischen überall auf der Insel sein. Wir können tage nach ihnen suchen und sie trotzdem nicht finden.” Sagte Danny, als in dem Moment sein Handy klingelte. Er schaute auf sein Display und sah zu Steve rüber, dabei ließ er Steve auf das Display schauen. Er schaltete den Lautsprecher ein. “Cathy. Wo bist du?”
Doch es war nicht Cathy, die sprach. Eine männliche Stimme sagte nur.”Geben sie mir McGarrett!”
“Ich bin hier.” Sagte Steve. Seine Erregtheit versuchte er, dabei zu unterdrücken.
“Schön. Sehr schön. Hör zu. Ich hab etwas, das du mit Sicherheit noch einmal lebend wiedersehen möchtest.”
Steve versuchte ruhig zu bleiben. “Ich weiß, dass du eigentlich mich willst, Richie. Sag mir, wo ich dich finde und lass Cathy gehen.”
“Oh nein. Das siehst du völlig falsch, Stevie Boy. Ich will nicht dich - Ich will nur, dass du genau so fühlst wie ich.”
“Was meinst du?”
“Oh das wirst du schon sehen. Dann, wenn du hier bist.”
“Verdammt Richie. Sag mir, wo ich hinkommen soll und wir beide werden das unter uns klären. Aber lass Cathy dabei aus dem Spiel. Sie hat damit nichts zutun.”
“Das sehe ich ein wenig anders. Super Quarterback. Wenn du nicht willst, das der Kleinen was zustößt bevor …” Carey wurde von Cathy im Hintergrund unterbrochen. “DER TYP IST WAHNSINNIG!”
Dann hörte Steve ein klatschen, so als ob jemand geschlagen wurde, und einen Schrei. Der Zorn stand ihm dabei im Gesicht geschrieben. “Wenn du ihr auch nur ein Haar krümmst, Richie ich schöre dir, dann bringe ich dich um!!! “
“Ich warte auf dich!” Dann war das Gespräch unterbrochen.
Danny sah entsetzt auf das Handy in seiner Hand und dann zu Steve. “Und jetzt? Wir haben es nicht mal zurück verfolgen lassen. So ein Mist.”
“Das brauchen wir nicht.” Danny sah Steve fragend an. “Ich weiß, wo sie sind. Ruf Chin an. Sie sollen zum Aloha Stadium kommen.”
“Woher weißt du…?”
“Er hat Quarterback gesagt.” Mehr brauchte Steve nicht mehr zu sagen. Danny drückte die Kurzwahltaste, um Chin bescheid zu sagen.


Kapitel 16

Carey ging, Cathy, deren Hände auf dem Rücken gefesselt waren, vor sich her stoßend, einen langen Gang in den Katakomben des Aloha Stadium entlang. Careys Gesicht zeigte ein paar blutige Kratzer, die Cathy ihm wohl beigebracht haben musste, als sie versuchte, sich gegen ihn zur Wehr zusetzen. Aber auch Cathys Gesicht zeigte spuren von Gewaltanwendung. Ihre rechte Gesichtshälfte war gerötet und leicht geschwollen. Und auch ihr Gesicht zierten Kratzer.
Sie kamen in den Bereich der Mannschaftskabinen. Carey stieß eine Tür auf und sie standen im Umkleideraum. Oder besser gesagt in einem Teil davon. Sie gingen an drei rechts abzweigenden Gängen, mit Spinden und Bänken davor, vorbei. Als sie am dritten Gang vorbei waren, kamen sie nach wenigen weiteren Schritten, in den offenen Teil des Raums. Hier standen an der linken, rechten sowie an der ihnen gegenüberliegenden Wand ebenfalls Bänke. Dies war wohl der Mannschaftsbesprechungsraum.
Carey schubbste Cathy zur gegenüberliegenden Seite und stieß sie dort unsanft auf die Bank.
“Dann wollen wir doch mal sehen, wie lange McGarrett braucht.” Carey sah zu dem Gang, aus dem sie gekommen waren. Von hier aus konnte er nicht sehen, ob sich jemand dort befand. Aber auch er konnte von dort aus nicht gesehen werden. Aber er würde hören, wenn vorne die Tür geöffnet werden würde.
Trotz seiner Anspannung ließ er Cathy nicht aus den Augen und hielt seine Beretta weiterhin auf sie gerichtet.
-
Sie kamen gleichzeitig auf einem der zahlreichen Parkplätze am Aloha Stadium an. Steve und Danny schnappten sich ihre schusssicheren Westen aus dem Kofferraum und legten sie an. Chin und Kono trugen ihre bereits. Sie kamen zu Steve und Danny.
“Und was nun? Glaubst du, sie sind da drin?” Chin zeigte auf das Stadium, das vor ihnen lag.
“Ja. Ich bin sicher, das sie da drin sind.” Zeigte Steve mit dem Kopf rüber zum Stadium, während er seine Weste verschloss.
“Und wie kommen wir rein? Ich schätze jemanden zu rufen der die Schlüssel hat, dauert dir zu lange.”
Steve zeigte nach vorn, als er den letzten Verschluss seiner Weste zu hatte. “Das ist unser Eingang!” und schon lief er los. Chin, Kono und Danny taten es ihm gleich. An einem Stahlrohrgeländer von etwa 1,30 Meter Höhe blieben sie stehen. Steve stütze seine Hände auf dem oberen von drei waagerecht verlaufenden Stahlrohren ab und sah hinunter. “Ja hier geht´s.” Sagte er, kletterte über das Geländer und sprang, die gut zweieinhalb Meter, in die Tiefe. Er richtete sich auf und sah nach oben. “Na kommt schon!” Kono sprang als Erste. Sie landete sicher auf ihren Füßen und ging dabei in die Hocke. Steve half ihr hochzukommen, als sie unten war. Dann sprang Chin und als letzter Danny, der bevor er sprang, noch mehr zu sich selbst sagte, “ich hätte doch jemanden mit dem Schlüssel rufen sollen.“
Als auch Danny endlich unten war, sah sich Steve kurz um. “Chin, ihr nehmt euch die Rückseite der Zuschauerränge vor.” Er zeigte dabei nach oben zu den Gängen, von wo aus man auf die Zuschauerplätze kam. “Danny und ich nehmen das Innere des Stadium.” Mit gezückten Waffen liefen sie los.
Chin und Kono zu der Treppe ,die zu den Zuschauergängen hinauf führte. Steve und Danny geradeaus, wo sie zu einer der vier Ecken des Spielfeldes gelangten. Mit ihren Schusswaffen im Anschlag sahen sie sich rasch um. Ein Blick aufs Spielfeld, dann hoch zu den Rängen. Von Carey und Cathy keine Spur. Steve sah auf die andere Seite zum Spielertunnel hinüber.
“Da rüber.” Sagte Steve nur knapp und rannte auch schon los, nicht ohne dabei immer wieder blitzschnell nach rechts und links zusehen. Danny setzte ihm hinterher.
Sie näherten sich dem Tunnel von seitwärts. Sodass sie von drinnen nicht gesehen werden konnten. Bevor sie hineingingen, blieben sie stehen und Steve sah mit der Waffe im Anschlag schnell hinein. Der Tunnel war frei. Steve zeigte Danny an, dass er auf die andere Seite des Tunnels gehen sollte. Sein Partner huschte an ihm vorbei und befand sich jetzt auf der rechten Seite. Beide gingen sie in den Tunnel hinein. Am Ende blieben sie wieder stehen. Dannys Blick ging dabei nach links, Steves Blick nach rechts. Hier befanden sich die Gänge zu den Mannschaftskabinen und den Notfallräumen. Sowohl links als auch rechts war niemand in den Gängen zusehen. Steve zeigte Danny an, dass er nach links gehen würde. Danny verstand und ging rechts rum. Mit vorgehaltener Waffe blieb er vor der ersten Tür stehen und drückte die Klinke herunter.
Steve tat dasselbe auf der linken Seite. Er betrat eine der Mannschaftskabinen. Langsam, einen Fuß vor den anderen setzend, ging er hinein. Vor dem ersten abzweigenden Gang blieb er stehen, drückte sich mit dem Rücken an die Wand, um dann blitzschnell den Kopf vor und wieder zurück zustrecken. Die Waffe hielt er dabei zwar mit beiden Händen vor der Brust, war aber trotzdem jederzeit bereit zu schießen. Der Gang, in dem sich die Spinde befanden, war frei, also ging er mit langsamen Schritten zum nächsten. Hier dasselbe. Der zweite Gang war ebenfalls leer. Ebenso verhielt es sich mit dem Dritten.
Als Steve am dritten Gang vorbei ging, drückte er sich gegen die Wand, die sich zwischen dem dritten Gang und dem Mannschaftsbesprechungsraum befand und holte leise aber tief Luft. Seitwärts bewegte er sich jetzt vorwärts, bis er am Ende des Ganges und den Durchgang zum Besprechungsraum angelangt war. Von hier aus konnte er nur die linke Seite des Raumes einsehen. Seine Nerven waren angespannt, als er noch einen Schritt seitwärts tat und dann den Kopf blitzschnell vorstreckte, um in den restlichen Teil des Raumes zu sehen. Er stellte sich in den Durchgang, die Waffe vorgehalten und sah sich Carey auf der anderen Seite gegenüberstehen. Der hatte seine Waffe ebenfalls auf Steve gerichtet. Mit der anderen freien Hand hielt er Cathy im Klammergriff.
Steve sah sofort ihr gerötetes Gesicht und die Angst in ihren Augen. Die Kleine zitterte am ganzen Leib.

“Das hat aber ganz schön lange gedauert.” redete Carey als Erster.
“Also gut. Ich bin hier. Jetzt lass sie gehen.” Sagte Steve und zeigte dabei auf Cathy.
“Ich soll sie gehen lassen? - Das könnte dir so passen, was!? Nein, SIE bleibt schön hier.” dabei verstärkte er seinen Klammergriff noch, sodass Cathy aufstöhnte. Steve wollte instinktiv vorpreschen, doch Carey reagierte sofort und hielt Cathy die Waffe an die Schläfe. Sofort bleib Steve stehen und hob beschwichtigend die linke Hand, als ihm Carey auch schon entgegen zischte. “Keinen Schritt weiter, oder ich schieße ihr eine Kugel in den Kopf!”
“Gut ganz ruhig. - Sag mir, was du von mir willst.”
“Was ich von dir will? Du Scheißkerl sollst das spüren, was du mir angetan hast. - Du sollst dich genau so Elendig fühlen wie ich all die Jahre.”
Steve überlegte einen Moment. “Verdammt Richie. Das ist eine Ewigkeit her.“
“Ja. Es ist lange her. Aber du hast mir alles genommen, woran mir jemals etwas gelegen hat.”
“Wovon redest du verdammt noch mal?”
Carey Gesichtsausdruck war voller Zorn und er wurde zunehmend unberechenbarer. Er spuckte Steve die nächsten Worte förmlich entgegen. “Davon, dass du mir schon auf der Highschool den Rang abgelaufen hast. Bis du kamst, war ich der unangefochtene Quarterback. Mein Vater war stolz auf mich. Ja, bis zu dem Tag, als du in die Mannschaft kamst. Von da an war ich nur noch Ersatz. Aber das reichte dir ja nicht. Du musstest dir auch noch Sarah nehmen.”
Steve sah besorgt zu Cathy. Lange würde sie nicht mehr durchhalten. Er musste sehen, dass er die Sache hier zu Ende brachte.
“Das mit Sarah ist nicht wahr. Du weißt, dass sie nie etwas anderes als Freundschaft von dir wollte. Das mit ihr und mir hat sich erst viel später ergeben.”
“Das ist eine Lüge. Du hattest es von Anfang an auf sie abgesehen.” Carey schien zunehmend außer Kontrolle zu geraten. “Und als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, musstest du auch noch dafür sorgen, dass man mich aus der Navy warf. Mein Vater hat seit dem Tag kein einziges Wort mehr mit mir gesprochen!”
Jetzt langsam begriff Steve, um was es Carey ging. Aber das konnte er nicht zulassen. So ruhig wie möglich, versuchte er jetzt auf Carey einzugehen. “Ich weiß Richie, das war ein Fehler. Ich hätte dich damals nicht verpfeifen dürfen. Aber ich war jung und ich hielt es einfach für unrecht, dass nicht nur du dich zeitweise mit den Amphetaminen zu Höchstleistungen gepuscht hast, sondern sie auch noch an die anderen Jungs verscherbelt hast.”
“Hör auf! Du hast nie irgendwas bereut! Du hast mein Leben zerstört. Du hast mir alles genommen, wofür ich gelebt habe.”
“Hör zu Richie. Lass uns in Ruhe darüber reden. Ich weiß, wie du dich fühlst. Und es tut mir leid.”
“Nein - Du weißt gar nichts! Aber gleich wirst du es wissen! Mein Leben ist so wieso verpfuscht. Aber du wirst ab heute genauso leiden wie ich über all die Jahre!“
“Warum Sarah? Warum Richie?”
“Das mit Sarah war ein Unfall. Ich wollte nicht, dass sie stirbt. Aber ich hab mich wohl mit der Dosis vertan. Ich wollte nur, dass sie in Stimmung kommt. Ich wollte, dass sie dich aus ihrem Gedächtnis streicht. Sie hat immer nur von dir gesprochen.”
Steve nickte wissend. “Und warum hast du sie dann, als sie schon…“ Steve hielt inne. Nein er wollte nicht, dass Cathy das hörte.
Carey zuckte kaum merklich mit den schultern. “Keine Ahnung. Spielt jetzt auch keine Rolle mehr.”
“Komm schon Richie, sei vernünftig und nimm die Waffe runter. Ich werde dafür sorgen, dass du Hilfe bekommst.”
Carey lachte bitter. “Nein. Ich brauche keine Hilfe. Und von dir schon gar nicht. - Aber du wirst bald erfahren, wie es in mir aussieht. Dann, wenn auch dir genommen wird, woran dir etwas liegt. - Dann, wenn ich der Kleinen hier eine Kugel - mit deiner Waffe - in den Kopf gejagt habe. Dann wirst du wissen, wie es ist, wenn man verliert, was man liebt.”
Steve wollte nicht glauben, was er soeben gehört hatte. “Das - das ist verrückt. Bitte, sie hat doch mit allem gar nichts zutun. Er überlegte krampfhaft. Irgendetwas musste er tun. Aber er konnte nicht einfach schießen. Die Gefahr, dass er Cathy treffen würde, war einfach zu groß.
“Leg deine Waffe auf den Boden und schieb sie rüber!” Riss Carey Steve aus seinen Gedanken.
Steve wusste nicht, was er tun sollte. Wenn er jetzt Carey die Waffe rüber schob, hatte er verloren.
“Los mach schon.” Herrschte Carey.
Steve sah im Augenblick keine andere Möglichkeit, also ging er langsam in die Knie und legte seine Waffe auf den Boden. Dann kam er wieder hoch.
Carey hielt Steve fest im Blick. Die Waffe immer noch an Cathys Schläfe haltend.
“Und jetzt schieb sie mit dem Fuß rüber!”
Steve zögerte noch.
“Mach schon!”
Steve blieb nichts anderes übrig. Er gab seiner Waffe mit dem linken Fuß einen Stoß. Aber nicht fest genug. Die SIG Sauer P226 blieb in der Mitte des Raums liegen, so das Carey sie nicht einfach greifen konnte.
“Glaubst du, du kannst mich täuschen? Das hast du mit Absicht gemacht. - Okay - beweg dich ganz langsam und dann schieb sie weiter rüber. Und ich warne dich. Eine falsche Bewegung und… “ dabei drückte er Cathy seine Beretta fester gegen die Schläfe. Diese schrie erstickt auf.
Steve wollte grade einen Schritt vor tun, als es einen lauten Knall, von seiner rechten Seite aus, gab.
Und dann sah er auch schon, wie Carey mit einem Loch im Kopf nach hinten geschleudert wurde. Er fiel auf die Bank und kippte dann zur Seite weg. Die Waffe ließ er dabei fallen. Cathy landete etwas unsanft auf ihrem Hosenboden und knallte dabei mit dem Rücken gegen die Bank. Aber ansonsten schien sie unverletzt.
Steve sah nach rechts. Und da stand Danny, im Durchgang von der anderen Seite, immer noch mit vorgehaltener Waffe, die in Careys Richtung zeigte. Sie hörten beide ein schluchzen aus Cathys Richtung.
Steve sah rüber zu ihr. Da saß sie, am Boden, mit dem Rücken gegen die Bank gelehnt, völlig verstört und heulte wild drauf los.
Steve und Danny gingen gleichzeitig auf die andere Seite des Raumes. Danny beugte sich zu Careys Leiche runter und fühlte mehr gewohnheitsmäßig nach dessen Halsschlagader. Aber da tat sich nichts mehr.
Steve ging vor Cathy in die Hocke, seine Waffe ließ er vorher noch hinten in den Hosenbund verschwinden. “Hey - alles in Ordnung?” Fragte er leise. Cathy schien ihn irgendwie gar nicht wahrzunehmen. Es schien, als sehe sie durch ihn hindurch.
Danny drehte den Kopf in Richtung Gang, aus dem er schnelle Schritte hörte. Kurz darauf erschienen Chin und Kono im Durchgang und blieben dort stehen, um das Bild in sich auf zunehmen das sich ihnen bot. Ihre Waffen hielten sie dabei noch in den Händen, ließen diese jetzt aber erleichtert nach unten sinken. Danny hielt seine immer noch in der Hand und Steve kniete vor Cathy, die am ganzen Körper am Zittern war.
Danny steckte seine Waffe jetzt weg und ging rüber zu Chin und Kono. Er wollte Steve mit Cathy erstmal alleine lassen.
Diese jedoch schob Steve plötzlich beiseite und als Danny schon bei Chin und Kono war, rief sie ihm hinterher.
“Sag mal bist du bescheuert? Du hättest mich treffen können statt ihn!” Dabei zeigte sie auf den toten Carey.
Danny drehte sich um. Er glaubte, sich verhört zu haben. “Was? Meinst du mich?”
“Siehst du noch jemand anderen, der hier wild durch die Gegend geballert hat? Klar meine ich dich!”
Danny war fassungslos. “Also das ist… .”
Er stockte und sah von Steve zu Cathy und wieder zu Steve. Dann nickte er nur kurz.
“Ja - Sie ist DEINE TOCHTER - Fehlen nur noch die Cargopants!!!” Kopfschüttelnd sah er Chin und Kono an.
“McGarrett im Doppelpack. Ich glaubs nicht!” Damit verschwand er. Chin und Konos Blicke gingen von Steve zu Danny, der sich bereits ein Stück von ihnen entfernt hatte, dann wieder zu Steve, bevor sie sich gegenseitig ein wenig belustigt ansahen. Bevor sie sich ebenfalls umdrehten, steckten auch sie ihre Waffen weg. Dann waren Steve und Cathy allein.
Steve schaute noch zu dem Durchgang und dann zu Cathy. “Komm ich bring dich erstmal hier raus. “Er stand auf und hielt ihr seine rechte Hand entgegen, um ihr hoch zu helfen. Nach anfänglichem Zögern, nahm sie seine Hand entgegen und ließ sich von ihm hochziehen. “Du weißt es!?” Fragte sie dabei leise und ohne ihn anzusehen.
Steve nickte und es kam nur ein kurzes “Ja.“
Sie standen sich jetzt gegenüber und Cathy sah zu ihm hoch. “Seit wann?” Wollte sie wissen, doch Steve antwortete nicht gleich, sondern zog sie an sich, schlang seine Arme um sie und hielt sie einfach nur fest an sich gedrückt. “Später, wir reden später.” Sagte er leise.


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Gefährliche Vergangenheit (Fertiggestellt)

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