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 Szenen einer Ehe... Pardon: WG!

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NobodyKnowsNina
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BeitragThema: Szenen einer Ehe... Pardon: WG!   Fr Nov 18, 2011 1:58 pm



Es tut mir Leid, aber ich süchtele derart nach diesen Bromance Momenten der letzten Folgen, dass ich der Gier ein Ende setzen muss indem ich einfach selbst die zusätzlichen Szenen schreibe, die ich gerne in Steve und Dannys Zusammenleben sehen würde. Irgendwer muss es ja machen, wenn einem die Produzenten nicht genug von dem geben, was man will. Erwartet also bitte keinen ausgeklügelten Plot - es handelt sich schlichtweg um sinnbefreite, kleine Alltagssituationen zwischen Super SEAL und Jersey Cop. Und sollte Danno in einer der nächsten Folgen dann doch wieder ein eigenes Zuhause finden, werde ich das einfach geflissentlich ignorieren.... pft!

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Otta-Wahn


“Haaaands up, Baby haaands up... (klick)”

“Hrm-mhrm.” Danny räuspert sich im Türrahmen während Steve seinen kleinen, knackigen Hintern beim Abwasch gut gelaunt von links nach rechts schwingt. Er hat Kopfhörer auf den Ohren und einen Walkman anno 1987 am hinteren Bund seiner Jogginghose eingesteckt. „…Gimme your heart, gimme gimme your heart, gimme gimme…“ Keine Reaktion.

„ALL YOUR LO-HO-HOOOOVE“ vervollständigt Danny überlaut singend. Steve reißt sich mit einer schaumigen Hand die Kopfhörer herunter und wirbelt erschrocken herum. „SCHEISSE, Danny!“ entfährt es ihm und er kann sich gerade noch davon abhalten, sich nicht vor Schreck ans Herz zu fassen.

„Im Ernst, Steven?“ Danny hebt wortlos einen Finger, deutet damit auf Steves Walkman und dann auf seinen eigenen Kopf, als hätten die mit knallorangenem Schaumstoff überzogenen Kopfhörer soeben auf magische Art und Weise den Träger gewechselt. Steve verdreht seinen Oberkörper umständlich nach hinten um die Stopptaste des Walkmans zu bedienen.

Was?“ Er bläht die Nüstern und sieht Danny mit einem bierernsten Blick an, der sagt ‚Ich wüsste zu gerne was so wichtig sein kann, dass ich bei der Reinigung des Frühstücksgeschirrs unterbrochen werde‘. „WAS?!?!“ wiederholt Danny ungläubig… „Du… du…“, er gestikuliert noch einen Moment ziellos in der von Spüli-Duft getränkten Küchenluft herum und findet scheinbar keine Worte. Scheinbar. „Wo soll ich anfangen? Hands Up, Baby hands up? Ottawan?? Ich bitte dich. Und diese… Polyurethan-Kürbisse an deinen Ohren da…? Nächstes Mal wischst du dir bitte erst die Hände trocken bevor du diesen Mini-Ghettoblaster an deinem Hosenbund mit Spülschaumfingern ausschaltest. Ich wüsste wirklich nicht, wie ich in Zeiten von wasserdichten MP3-Playern den Ärzten in der Notaufnahme erklären soll, wie sich mein Partner beim Abwasch einen elektrischen Schlag eingefangen hat.“

„Sehr lustig. Wirklich.“ Steve hat noch immer die Kopfhörer um den Hals hängen und der Walkman wippt bei jedem seiner Schritte oberhalb des Sitzmuskels mit, als er das getrockenete Geschirr in die Schränke räumt. Danny starrt das Gerät an. „Hast du das Teil als Teenager zum Üben benutzt? Du weißt schon, so als Vorbereitung für das spätere Tragen eines Waffenholsters?“ Steve tut so als hätte er die Frage überhört und räumt die letzte Tasse weg. „Wenn du Glück hast, hat Kamekona noch ein paar neonfarbene Schweißbänder für Stirn und Handgelenke übrig. Das würde dein Outfit absolut stilecht vervollständigen.“ Danny kann es sich nicht verkneifen. Er kann einfach nicht.

„Der ist von Mary, ok?“ antwortet Steve endlich mit einer gewissen Ungeduld und deutet auf den Walkman. „Ich hab ihn gestern in einem alten Karton gefunden und ich wollte mir heute das Band von meinem Vater nochmal anhören… da dachte ich, kann ich die Kassette ja auch in den Walkman stecken und nebenbei was erledigen…“

„Ich wusste ja nicht, dass dein Vater Mitglied einer 80er Jahre Popgruppe war“, foppt Danny weiter.

Steve greift sich die Spülbürste und benutzt sie kurzerhand als Mikrofon-Ersatz „…und der Award für den ‚Über-Detective‘ des Jahres geht an Danny Williams, seines Zeichens Nervensäge und leider Gottes derzeit mein Partner und Mitbewohner.“ Steve drückt Danny einen vollen Müllsack in die Hand. „Die Ottawan-Kassette steckte noch im Walkman, falls du dir das als Info für die Bestandsaufnahme notieren willst.“

Danny steht mit verlorenem Gesichtsausdruck und dem Müllsack in der Hand inmitten der Küche. „Und was soll ich jetzt mit dem… Award?“

Steve setzt sich unbehelligt die Kopfhörer wieder auf und klopft Danny im Vorbeigehen auf die Schulter. „Rausbringen, Danke.“

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NobodyKnowsNina
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BeitragThema: Re: Szenen einer Ehe... Pardon: WG!   Fr Dez 02, 2011 4:39 pm

Einige Tage zuvor…

Zwei übereinandergestapelte Kartons thronen auf Dannys Armen und versperren ihm die freie Sicht vor der Nasenspitze. Steve trägt eine Schuhschachtel unterm Arm und folgt Danny im entspannten Schlendergang in die Einfahrt des McGarrettschen Anwesens. Ein amüsiertes Grinsen liegt auf seinen Lippen.

„Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, links! Nach links!“ dirigiert Steve Danny in die Garage hinein wie eine blinde Kuh. „Wenn das die letzten zwei sind, kannst du sie dort in der Ecke abstellen.“ Dannys hochroter Kopf sieht aus wie kurz vorm Platzen als er die letzten drei Schritte über eine Werkzeugkiste hinweg macht um die Kartons mit gekrümmtem Rücken in der Ecke abzusetzen. „Vielen Dank für die Hilfe“, murmelt er mit sarkastischem Unterton durch eine Reihe zusammengebissener Zähne. Er wischt sich mit einem hochgekrempelten Ärmel den Schweiß von der Stirn und streckt den Rücken durch. Steve grinst wortlos. Wie ein verdammtes Honigkuchenpferd auf einer sattgrünen Wiese. Danny schenkt ihm ein du-mich-auch-Lächeln und stapft davon. „Hey, hallo?!“ ruft Steve ihm unschuldig hinterher und hält die Schuhschachtel in die Luft. Danny scheint gar nicht daran zu denken, sich nochmal umzudrehen. Er tritt den Weg zu Steves Pick-Up an, wo ein letzter Sack voll Klamotten darauf wartet, ins Haus verfrachtet zu werden.

Steve setzt sich mit der Schuhschachtel auf die Stufe vor der offenen Haustür und sieht Danny dabei zu, wie er den Wäschesack huckepack anschleppt. Dannys Frisur löst sich bereits in ihre Einzelteile auf. Zwei lose Haarsträhnen umrahmen seinen angestrengten Gesichtsausdruck. „Ist das jetzt alles?“, fragt Steve ihn bereits von weitem. „Ja.“ – „Nix mehr hinten drin?“ – „Nein.“ – „Sicher?“ – „JAAAhergottnochmal…“, schnauft Danny abgespannt und setzt den Sack neben Steve auf der Stufe ab. „Ich frag ja nur.“ Steve blinzelt im Sitzen zu Danny hoch und betrachtet ihn einen Moment lang mit zu Schlitzen verengten Augen. „Du siehst ein bisschen dehydriert aus.“ Danny entgegnet ihm mit einem wortlosen Blick. Er atmet durch. Tiiiiiief. Duuuurch. Dieser Deal musste selbstverständlich einen Haken haben. Er hätte es trotz aller Naivität besser wissen müssen. Wohnung und Umzugsauto gratis, dafür alles andere selber machen. Vielen. Dank. Danny wirft sich den Sack über die Schulter und macht sich daran, ihn zu seinen anderen Sachen ins Haus zu bringen. „Danny?“, ruft Steve ihm hinterher, „du hast den Wagen aber schon abgeschlossen, oder?“

*

Der Rundgang durch das Haus verläuft folgendermaßen: Steve zeigt Danny jedes verfügbare Zimmer und erklärt ihm wer wie wann zuvor darin gewohnt hat. „Das ehemalige Schlafzimmer meiner Eltern: meins. Was für dich so viel heißt wie: vergiss es. Mein altes Zimmer am Ende des Flures: geht raus in Richtung Strand. Marys altes Zimmer: liegt in entgegengesetzter Richtung mit Ausblick auf die Einfahrt. Das Hobbyzimmer: mit Fenster zur Seite raus. Wenn wir das Bücherregal weiter in die Ecke rücken passt da hinten noch ein Bett hin. Und dann ist unten noch das kleine Zimmer in dem meine Mom immer allen möglichen Kram verstaut hat. Wenn du auf Harry Potter Romantik stehst, so mit beengtem Schlafplatz unterhalb des Treppenaufgangs, dann kannst du auch das haben.“ Ah ja. Danny kann sich nicht entscheiden. Er wiederholt ungefähr zweieinhalb mal die Runde, die sie soeben durch die Zimmer gemacht haben, während Steve mit verschränkten Armen an der Wand im Flur lehnt und auf seine Entscheidung wartet. Zweiein-halb mal, weil er Steves altes Zimmer und die Rumpelkammer unten eigentlich nicht nochmal sehen muss um sich entscheiden zu können. Ein Schlafzimmer in Strandrichtung… nein, Danke. Hawaiianische Wellengeräuschfolter pur. Marys altes Zimmer kommt eigentlich auch nicht in Frage, denn sollte der (nicht ganz unwahrscheinliche) Fall eintreten, dass irgendein rachedurstiger Wüstling McGarrett einen nächtlichen Besuch abstatten will um ihm die Kehle aufzuschlitzen, dann wäre vorrangig davon auszugehen, dass er sich dem Haus von vorne her nähert. Mit einem Zimmer das zur Einfahrt liegt stünden die Chancen dementsprechend mindestens drei zu eins, dass Danny abgeschlachtet würde noch bevor der Ninja SEAL im hinteren Schlafzimmer überhaupt aus seinen (vermutlich ziemlich abartigen) Träumen gerissen würde. Ganz davon abgesehen ist Flieder einfach nicht Dannys präferierte Wandfarbe. Für Gracie ja, aber nicht für ihn. Die Rumpelkammer scheidet aus Prinzip aus. Der Hobbyraum. Tja, der Hobbyraum. Danny wandert darin herum als müsse er das Raumklima noch eine Weile testen. Irgendwas fehlt hier. Steve beobachtet Danny dabei, wie er rastlos durch das Zimmer tigert und legt ungläubig die Stirn in Falten. Plötzlich bleibt Danny stehen und dreht sich mit ausgestrecktem eine-Frage-hätte-ich-da-noch Zeigefinger zu seinem Gastgeber um. Steve zieht fragend eine Augenbraue hoch. „Spuck’s aus…“ – „Ähm… in welcher Ecke dieses Zimmers liegt der TV-Anschluss? Und warum ist kein Fernseher daran angeschlossen?“ Für einen Moment ringt Steve innerlich mit einer Antwort darauf, ob Danny das gerade ernsthaft gefragt hat. „Bitte was?“ Danny sieht ihn erwartungsvoll an. „Fern-se-hen. Hier. Dieses Zimmer. An-schluss.“ Er meint es tatsächlich ernst. Steve schüttelt den Kopf. „Hier oben gibt’s keine Anschlüsse.“ Alles klar. Danny klatscht in die Hände, drängt sich im Türrahmen an Steve vorbei, schnappt sich das Bettzeug im Flur und marschiert mit Decke und Kissen beladen die Treppe hinunter. Steve folgt ihm und setzt mehrfach dazu an, ihm etwas zu entgegnen. „Nein… Danny, nein!“ Erste Stufe, zweite Stufe, „Das geht entschieden einen Schritt…“ dritte Stufe, vierte Stufe, fünfte Stufe, „wohin gehst du überhaupt, da unten ist kein Schlafzimmer mehr?!?“, sechste Stufe, siebte Stufe, „du willst ja wohl nicht auf der Couch pennen???“. Danny wirft die Bettsachen auf das Sofa. „Doch.“ Steve sieht ihn an als hätte er den Verstand verloren. „Das hier ist ein Gemeinschaftsraum. McGarrett Hausregel Nummer 1: Bewohner dieses Hauses, egal ob dauerhaft oder nur auf Zeit, schlafen nicht in Zimmern, in denen sich noch andere Bewohner des Hauses frei bewegen wollen.“ Er sammelt die Decke und das Kissen ein und trägt die Sachen wieder nach oben. Danny versucht, ihn daran zu hindern, aber Steve hält das Kissen mit gestrecktem Arm so hoch, dass sein etwas klein geratener Partner sich lächerlich machen würde, wenn er hüpfend danach greifen würde. „Ich kann nicht ohne Fernseher einschlafen!“ lamentiert er Steve auf dem Weg nach oben hinterher. „Dann lernst du es“, erwidert Steve kurz angebunden. „Nicht ohne ein Kissen schlafen können: ok. Nicht ohne einen Lichtstrahl schlafen können, der von draußen durch das Fenster einfällt: von mir aus auch noch ok. Nicht schlafen können ohne zu wissen, dass deine Tochter in Sicherheit ist – überhaupt keine Frage. Aber ohne Fernseher nicht schlafen zu können, das ist schlichtweg Humbug!“ Nicht nur dass Steve keinerlei Widerrede zu akzeptieren scheint, nein, anstatt die Bettsachen in den Hobbyraum zu bringen, der es in die engere Wahl geschafft hatte, schleppt er die Sachen jetzt in sein altes Jugendzimmer. „Was…“, Danny kocht innerlich, „was tust du da, wenn ich fragen darf?“ Steve wirft die Sachen auf das Bett. „Wenn du dich ein bisschen schneller entschieden hättest, dann hätten wir noch Zeit gehabt das Bett in den Hobbyraum rüber zu bringen. JETZT hab ich keine Lust mehr, also bleibt das Bett hier und du auch.“ Danny sieht fassungslos aus dem Fenster auf den Strand und setzt zur Gegenrede an, doch Steve unterbricht ihn noch bevor er anfangen kann. „Kein Wort über Wellengeräusche. Wer bei laufendem Fernseher pennt kann auch mit Meeresrauschen einschlafen.“ Und zack ist er verschwunden. Danny steht alleingelassen inmitten des Zimmers und gestikuliert in den Raum hinein obwohl ihn keiner mehr sieht. „Großartig. Einfach… großartig.“

*

Steve stellt die übrig gebliebene Schuhschachtel in das oberste Fach des großen Wohnzimmerschranks während Danny duscht. Das Wasser läuft seit einer Ewigkeit ununterbrochen. Steve lauscht. Er ist sich nicht ganz sicher was er zu hören hofft, aber vielleicht hört er ja irgendwas, was diesen Wasserexzess erklären könnte. Aber: …nein. Nichts. Plötzlich dämmert ihm ganz dunkel ein möglicher Grund weshalb Danny so lange brauchen könnte und seine Mine verfinstert sich. Nein, das würde er nicht… Das… Nein. Steve jagt den Gedanken mit einem Kopfschütteln fort und macht sich in der Küche daran, etwas zum Abendessen vorzubereiten.

Eine Viertelstunde später kommt Danny sichtlich erholt und in bequemen Shorts und T-Shirt in die Küche. Steve sitzt bereits am gedeckten Tisch und schneidet energisch ein Stück gebratenes Fleisch auseinander. „Wow, ist das eine Wiedergutmachung für die wahllose Unterbringung?“ fragt Danny und kann sich ein versöhnliches Grinsen nicht verkneifen als er sich an den Tisch setzt. Steve unterbricht sein konzentriertes Messerunterfangen nur kurz um zu Danny aufzuschauen („Das? Nein… nimm dir. In der Pfanne ist noch mehr“), senkt den Blick aber prompt wieder auf seinen Teller. Danny lässt sich nicht zwei Mal bitten und greift zu. Steve kaut und mustert ihn kritisch aus dem Augenwinkel heraus. Siebzehn Minuten. Siebzehn! Danny sieht entspannt aus und ist ganz offensichtlich besser gelaunt als noch vorhin. „Du hast also geduscht, ja?“ fragt Steve betont unverfänglich. „Jepp.“ – „Hast du dich im Bad zurechtgefunden?“ – „Mhm“, murmelt Danny kauend. Steve nickt ein paar Mal und stochert mit der Gabel auf dem Teller herum. „Gab’s ein Problem mit der Warmwasserzufuhr?“ Danny sieht ihn verwundert an, schüttelt den Kopf, isst dann aber unbeirrt weiter. „Weil manchmal, aber normalerweise nur früh morgens, dauert es ein bisschen bis warmes Wasser kommt“, fährt Steve fort und schaut Danny an als warte er darauf, dass er ihm eine Erklärung liefert. Der nickt stattdessen nur beiläufig… „Ahja.“ Steve wird langsam ungeduldig. Danny begreift erst nach einem Moment der Stille, dass Steve ihn bereits die ganze Zeit über wartend ansieht, und blickt von seinem Teller auf. „Ist was?“ fragt er und schaut sich kurz ratlos in der Küche um als hätte er einen entscheidenden Hinweis verpasst. „Du wohnst noch keine fünf Stunden unter diesem Dach, verbringst siebzehn Minuten unter der Dusche und fragst MICH ob was ist?“ – „Äh… hm??“ Danny versteht ganz offensichtlich die Welt nicht mehr. „Lass es mich so formulieren: wir alle brauchen ab und an ein bisschen Privatsphäre – und das ist unter anderem der Grund weshalb Gemeinschaftsräume nicht zum Schlafen da sind! – ich hätte nur nicht gedacht, dass du dich SO schnell EINlebst und SO schnell deine Privatsphäre unter einer noch beinahe fremden Dusche AUSlebst.“ Das Fleischstückchen, das auf Dannys Gabel den Weg in seinen Mund angetreten hat wird abrupt in der Luft abgebremst als Danny begreift und das Gesicht angewidert in Steves Richtung verzieht. „Nein, oder? Nein, nein, nein, sag mir nicht dass…“ Steve zwingt sich zu einem möglichst neutralen Gesichtsausdruck während Dannys Blut in Wallung gerät, „…dass du mir gerade unterstellst ich hätte mir unter der Dusche einen… Das tust du gerade nicht wirklich, oder??“ Steve holt tief Luft. „Ich bitte dich, Danny!! Nenn mir irgendeinen anderen Grund, der dich dazu bewegt haben könnte, derartig lange unter einem warmen Wasserstrahl zu verbringen!? ICH für meinen Teil weiß, warum ich damals mit fünfzehn unverhältnismäßig viel Zeit und Wasser beim Duschen verschwendet habe.“ Jetzt wo der Satz bereits ausgesprochen ist, ist er Steve doch ein kleines… bisschen… naja… peinlich. Danny weiß nicht, ob er ihm eine reinhauen oder lachen soll, und entscheidet sich stattdessen kurzfristig für die Variante des stillen Rückwärtszählens. „Ich habe mir heute beinahe den Rücken ausgerenkt bei der Schlepperei. Nummer eins. Ich habe geschwitzt wie ein Schwein weil auf dieser verdammten Insel gefühlte 95% Luftfeuchtigkeit herrschen. Nummer 2. Als wär das nicht schon Grund genug um 5 Minuten länger als gewöhnlich unter der Dusche zu stehen, hast du meine Nerven kurz zuvor auch noch enorm strapaziert als du mich vor die Zimmerwahl gestellt hast, nur um mir die Entscheidung letzten Endes dann DOCH noch ungefragt abzunehmen und mich in ein Zimmer zu stecken, das sich nachts vermutlich anhört wie das Echo eines überschwemmten Weltunterganges! UND ICH HABE – NICHT – AN MIR RUMGESPIELT!!“ Steve schaut Danny mit einem fassungslosen Blick an. „Soll das heißen, deine NORMALE Duschzeit liegt bei ZWÖLF Minuten???“

*

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