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 Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)

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BeitragThema: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So Dez 18, 2011 9:25 pm

Ja ja.. ich weiss.. der Titel wird euch bekannt vorkommen.. *blush* .. aber mir ist keiner eingefallen und der passt so gut..
Und ja.. eigentlich wollte ich ja erst mal die ganze Geschichte zu ende schreiben und dann erst anfangen zu posten.. Aber ich habs mir jetzt doch anders überlegt. Also nicht böse sein wenn die Kapis nicht im Wochentakt kommen...

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Dunkelheit umgab ihn. Dennoch nahm er verschwommen die Gestalten wahr die auf ihn zu kamen. Er wollte aufstehen aber sein Körper gehorchte ihm nicht. Das Nächste, was er mitbekam, war ein schmerzhafter Tritt gegen seine Brust. Und gleich noch einer traf ihn in den Rücken. Er stöhnte auf und legte gleichzeitig schützend die Arme um seinen Kopf. Immer wieder traten sie zu und die Schmerzen rasten durch seinen Körper und schliesslich schrie er laut auf vor Schmerz.

Schweissgebadet schreckte Steve aus dem Schlaf hoch. Er atmete ein paar Mal tief durch, bevor er seine Beine aus dem Bett schwang und aufstand. Er machte sich nicht mal die Mühe das Licht anzuknipsen, weil er wusste, dass es die Dunkelheit die ihn umgab, nicht verdrängen konnte. Langsam ging er Richtung Tür. Inzwischen gelang ihm das sogar ohne das er irgendwo dagegenstiess. Er ging zur Treppe legte seine Hand ans Geländer und ging runter ins Wohnzimmer.

Dort angekommen tastete er sich weiter, bis er an der Minibar angekommen war. Er öffnete sie und griff hinein. Schliesslich bekam er eine Flasche zu fassen. Er zog sie raus, öffnete sie und roch daran. Scotch... genau dass, wonach er gesucht hatte. Er setzte die Flasche an seine Lippen und nahm einen grossen Schluck. Das Zeugs brannte in seiner Kehle, aber das war ihm egal. Er trank zwei weitere Schlücke bevor er, mit der Flasche in der Hand, Richtung Sofa ging.

Kurz vor seinem Ziel stiess er schmerzhaft mit dem Schienbein gegen die Ecke des Salontischchens. "Ah... Shit.." fluchte er wütend zog mit der Flasche auf und warf sie gegen die Wand. Na ja, zumindest dachte er, dass er die Wand treffen würde. Aber das Klirren von Glas belehrte ihn eines besseren. Die Flasche war direkt durch die gläserne Balkontüre geflogen. Und damit nicht genug. Jetzt fing auch noch die Alarmanlage an zu schrillen. Steve beeilte sich um die Wand zu erreichen, wo die Anlage hing. Und nach einigen kleineren Zusammenstössen mit seinen Möbeln hatte er sie schliesslich gefunden und deaktivierte sie.

Danach ging er langsam zurück zur Minibar, fasste erneut rein, zog eine neue Flasche raus und öffnete sie. Nachdem er daran gerochen hatte, setzte er sie an seine Lippen und begann zu trinken. Nach ein paar Schlücken setzte er sie kurz ab, um zum Sofa zu gehen, wo er sich hinsetzte. Kurz hielt er inne und atmete ein paar Mal tief durch. Im Moment wollte er nur eins. Vergessen! Vergessen, was ihm diese Mistkerle angetan hatten, vergessen, was er wegen ihnen alles verloren hatte. Und im Moment war der Alkohol das Einzige was ihm dabei half. Also setzte er die Whiskyflasche wieder an seine Lippen und trank weiter.
---
Das Klingeln seines iPhones riss Danny aus dem Schlaf. "Ja..­" meldete er sich schlaftrunken, war aber sofort hellwach, als die Stimme am andern Ende sagte. "Hier ist das ­HPD. Gerade eben wurde ein Alarm in McGarretts Haus ausgelöst. Es ist schon ein Streifenwagen unterwegs, aber sie wollten ja verständigt werden, wenn da was ist."
"Okay.. ich bin in zehn Minuten da." ­erwiderte Danny, bevor er auflegte, aus seinem Bett sprang und sich in Windeseile anzog. Er griff nach seiner Waffe, steckte sie ins ­Holster, nahm den Autoschlüssel vom Tisch und rannte zu seinem Wagen.

Zehn Minuten später traf er bei Steves Haus ein. Er fuhr die Auffahrt rauf, stoppte und stieg aus. Er ging zu den beiden Beamten, die schon da warteten. "Habt ihr irgendetwas Verdächtiges gehört oder gesehen?" fragte er. Sie schüttelten den Kopf. "Es ist alles ruhig und nirgendwo ist Licht zu sehen."
"Okay. Einer behält die Türe im Auge und der andere kommt mit mir mit." sagte Danny zog seine Waffe und ging dann vorsichtig ums Haus rum. Bei jedem Fenster, wo sie vorbei gingen, spähte er kurz rein, konnte aber nichts Verdächtiges sehen.

­Schliesslich kamen sie auf der Terrasse an. Sie sahen das zerbrochene Fenster sofort. Danny knipste die Lampe an, die er dabei hatte und leuchtete vorsichtig zum Fenster. Sofort erkannte er das die Scherben draussen auf der Terrasse lagen, und als sie näher kamen, nahm er den Geruch von Scotch wahr. Obwohl er jetzt schon vermutete das hier wohl kein Einbrecher am Werk gewesen war, ging er vorsichtig weiter. Er griff durch die zerbrochene Scheibe und öffnete die Verriegelung der Tür, damit er sie aufmachen konnte.

"Stehen bleiben! Oder ich schiesse!" erklang Steves nicht mehr ganz nüchtern klingende Stimme. "Hey.. ich bin es.. Danny. Du kannst die Waffe also ruhig wieder weglegen." erwiderte Danny laut. " Was willst du den hier?" fragte Steve und legte die Waffe auf den Tisch. "Deine Alarmanlage ist losgegangen. Wir dachten, dass jemand eingebrochen ist." antwortete Danny und machte Licht. "Ach, dass, das war nur ein kleiner Unfall." erwiderte Steve griff nach der Flasche und begann wieder zu trinken.

Danny drehte sich zu dem Beamten um der noch immer hinter ihm stand. "Ich brauche euch hier nicht mehr. Aber danke, dass ihr mich angerufen habt."
"Kein Problem. Ich bin dann mal weg." sagte der Beamte und ging. "Du kannst ruhig auch gehen. Ich komme gut alleine zurecht." sagte Steve zwischen zwei Schlückchen aus der Flasche. "Ja.. das sehe ich." antwortete Danny, steckte seine Waffe zurück ins ­Holster , ging zu Steve und nahm ihm die Flasche aus der Hand. "Hey.. Was soll dass? Gib sie wieder her!" sagte Steve wütend und wollte aufstehen. Aber er war zu betrunken, um auf die Beine zu kommen. "Gib mir meine Flasche zurück!" forderte er Danny auf.

"Nein.. du hast schon genug getrunken." erwiderte Danny ruhig. "Ich bestimme, wann ich genug habe. Also gib sie mir zurück!" schrie Steve ihn an. "Nein tu ich nicht." sagte Danny nahm die Flasche und warf sie durch die offene Balkontüre nach draussen wo sie durch den Aufprall am Boden zu Bruch ging. " Ich hab noch mehr davon." sagte Steve nur. "Verdammt Steve! Was ist los mit dir?! Wieso ..."
"Was los ist?! Du fragst mich, was los ist?! Ich kann nichts mehr sehen! Ich bin blind Danny! Blind! Verstehst du!" schrie Steve und leise fügte er an." Und ich hab Sam verloren."
"Das du Sam verloren hast ist ganz alleine deine Schuld! Und das weisst du auch! Ich und der Rest des Teams hätten euch beschützt! Aber du wolltest das nicht! Also erwarte jetzt kein Mitleid von mir, was Sam betrifft!" erwiderte Danny schroff.

Steve schloss seine Augen und atmete tief durch. Er wusste, dass Danny recht hatte. Das er Sam verloren hatte war ganz alleine seine Schuld.


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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So Jan 08, 2012 1:13 pm

Vielen dank für die vielen grossartigen feedbacks die ich von euch für Kapitel eins bekommen habe.. ihr seit grossartig..*friend* .. und ich hoffe das euch meine Geschichte auch weiterhin gefällt... *blush*

Kapitel 2
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Rückblende... 11 Tage vorher..
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"Okay... was soll dass?" fragte Danny und riss Steve so aus seinen Gedanken. "Was soll was?" fragte er zurück. "Na, dass!" antwortete Danny und zeigte auf das Schaufenster vor dem Steve eben stehen geblieben war. "Das ist schon der dritte Juwelierladen vor dem du stehen bleibst seit wir hier im Hawaiian Village angekommen sind. Und da frag ich mich, natürlich was dass zu bedeuten hat."
"Es hat nichts zu bedeuten. Ich mein.. ich dachte nur ich schau mal... weil Sam doch bald Geburtstag hat.. und ich noch immer kein Geschenk für sie habe. Vielleicht finde ich eine hübsche Kette oder so was." antwortete Steve. "Ah.. na klar. Deshalb stehst du ja auch vor dem Schaufenster in dem Ringe ausgestellt sind." erwiderte Danny und schaute Steve an. " na ja... ich.. das ist.." fing Steve an zu stottern, und als er sah, wie Danny anfing zu grinsen, fügte er genervt an, "Lass uns essen gehen. Kono und Chin warten bestimmt schon auf uns." und ging an Danny vorbei Richtung Tropical Bar und Grill.

Und wirklich Kono und Chin sassen schon an einem Tisch draussen auf der kleinen Terrasse. "Wo wart ihr beide denn? Wir wollten uns doch schon vor fünfzehn Minuten hier treffen." sagte Chin. "Hey.. das ist alleine seine Schuld. Er musste ja, auf dem weg hierher, unbedingt noch einen Schaufensterbummel machen." verteidigte sich Danny. "Wusste gar nicht das du auf so was stehst Boss." grinste Kono Steve an. "Wonach hast du denn ausschau gehalten? Hier gibt es doch gar keine Navy Shops." setzte Chin nach. " Er sagt, dass er ein Geburtstagsgeschenk für Sam sucht. Einen.." ein Tritt gegen sein Schienbein lies Danny mitten im Satz innehalten. Dafür kam ein "Aua" über seine Lippen."Kannst du nicht einfach mal etwas für dich behalten?" fragte Steve ihn. "Ich hab ja gar nichts gesagt!" verteidigte sich Danny und rieb sich kurz die Stelle wo ihn Steves Fuss getroffen hatte. Steve verdrehte nur kurz die Augen, bevor er sagte; "Ich hab Hunger." Die Speisekarte packte sie öffnete und zu lesen begann.

Danny tat es ihm gleich. Er tat so, als ob er die Karte ebenfalls lesen würde, schaute dabei aber Kono an die ihn fragend ansah. Ihre Lippen formten den lautlosen Satz; "Was war es?"
Danny brachte unauffällig seine Hände zusammen und dann tat er so, als ob er sich einen Ring über den Ringfinger schieben würde. Kono verstand sofort und fing an zu lächeln. Sie beugte sich zu Chin rüber und flüsterte ihm ins Ohr, was sie eben erfahren hatte. Daraufhin erschien auch auf seinem Gesicht ein Lächeln. Steve war diese plötzliche Stille nicht ganz geheuer deshalb schaute er von der Karte hoch und schaute in drei Gesichter, die ihn angrinsten. "Was?" fragte er leicht genervt. "Nichts.. was soll den los sein?" erwiderte Chin und begann die Karte vor ihm durchzublättern. "Was hast du ihnen erzählt?" fragte Steve jetzt Danny leise. "Nichts.. oder hast du mich vielleicht was sagen hören, seit du mir gegen mein Schienbein getreten hast?" sagte Danny und setzte dabei eine Unschuldsmiene auf. "Du..."

"Sind sie schon bereit, um zu bestellen oder brauchen sie noch einen Moment?" wurde Steve von der Kellnerin unterbrochen. "Also ich weiss was ich will. Und ihr?" fragte Danny und schaute in die Runde. "Wir sowieso." antwortete Chin. "Ich nehme den Gegrillten Island Fisch mit braunem Reis und dazu ein Wasser." antwortete Steve. "ich nehme das New York Steak, blutig, und ein Bier." sagte Danny.
Für mich bitte ein Caesar Salat mit gegrilltem Fisch und ein Wasser." bestellte Kono. "Und für mich das Gleiche wie er hat." sagte Chin und zeigte dabei auf Steve. "Aber bitte mit weissem Reis. Und dazu ein Wasser." Die Kellnerin schrieb alles auf und ging dann.

"Also das Essen haben wir uns echt verdient, nachdem wir diesen Fall abgeschlossen haben." sagte Danny. "Na ja.. So ganz abgeschlossen ist er ja noch nicht. Da wartet schon noch etwas Papierkram auf uns." erwiderte Chin. "Daran wollen wir jetzt mal nicht denken. Sondern einfach das Essen und die herrliche Aussicht geniessen. Zudem ist heute Freitag da haben die hier doch auch ein Feuerwerk." erwiderte Danny und lehnte sich in seinem Stuhl zurück um die Aussicht auf den Strand und das Meer zu geniessen."Tut mir leid. So lange werde ich nicht bleiben. Ich hab Malia versprochen, dass ich sie im Krankenhaus abhole, wenn ihre Schicht vorbei ist. Und das ist heute um 9 Uhr." sagte Chin entschuldigend. "Und ich hab heute auch noch was vor." sagte Kono. "Okay.. und was ist mit dir? Musst du auch nach Hause?" fragte Danny und schaute Steve an. " Nein.. Sam ist für ein Paar Tage bei ihren Eltern in San Francisco. Also hab ich Zeit." erwiderte Steve. "Gut. Wenigstens einer der nachher noch ein Bierchen mit mir trinkt." sagte Danny erleichtert.

Es dauerte nicht lange und sie bekamen ihr Essen. Nachdem sie gegessen hatten, zahlten Chin und Kono und gingen. Danny und Steve bestellten sich noch ein Bier redeten über diese und jenes, bis das Feuerwerk losging. Als sie eben dabei waren zuzusehen wie die Raketen in den buntesten Farben am Nachthimmel explodierten fragte Steve plötzlich; "Wie wusstest du, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, um Rachel zu fragen, ob sie dich heiratet?"
Überrascht schaute Danny seinen Partner an. Der jedoch vermied jeglichen Blickkontakt mit ihm, indem er einfach weiter in den Himmel starrte, wo die nächste Rakete in einem prächtigen Farbenspiel explodierte.

Danny war zu perplex um Steve gleich zu antworten. Er hätte niemals erwartet, dass dieser 'von sich überzeugte' selbstsichere Seal ihm jemals so eine Frage stellen würde. Zuerst überlegte sich Danny, ob er jetzt mit einem dummen Spruch auf Steves Frage antworten sollte. Aber als er sah wie krampfhaft Steve in den Himmel starrte, nur um ihn nicht ansehen zu müssen, wurde ihm bewusst das dies einer dieser seltenen Momente war, in denen Steve für einen kurzen Augenblick sein Innerstes öffnete und es deshalb völlig fehl am Platz gewesen wäre, Witze darüber zu machen. "Gewusst habe ich es nicht. Aber ich habe es gefühlt. Tief in mir drin habe ich gefühlt, dass es der richtige Zeitpunkt war." antwortete er schliesslich. "Denkst du.." Steve stockte, fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und schaute Danny dann an. "Denkst du .. ein Kerl, wie ich, wird dass auch Fühlen?" fuhr er schliesslich fort. Danny schaute ihn an. Die Unsicherheit in Steves Augen war nicht zu übersehen. "Ja wirst du. Weil du Sam liebst. Und weil du in ihrer Nähe schon lange nicht mehr der harte Seal bist, für den du dich so gerne ausgibst." erwiderte Danny augenzwinkernd und entlockte Steve damit doch tatsächlich ein flüchtiges Lächeln.

"Wie hast du Rachel gefragt?" fragte Steve weiter."Was meinst du mit, wie ich sie gefragt habe? Ich hab mit ihr geredet. Wie hätte ich sie sonst.."
"Nein ich meine.. Wie hast du ihr den Antrag gemacht?" unterbrach Steve Danny. "Du glaubst doch nicht wirklich das ich dir dass jetzt erzähle." antwortete Danny. "Warum nicht?" fragte Steve überrascht. "Weil du, mein lieber Freund, deine Gehirnzellen mal ganz alleine anstrengen wirst, um rauszufinden wie und wo du Sam diese Frage stellen willst."erwiderte Danny. "Ach komm schon.."
"Nein.. vergiss es. Ich erzähle es dir, wenn du mir erzählst, wie du Sam den Antrag gemacht hast." unterbrach Danny ihn. "Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht noch zu früh dafür ist. Ich meine.. wir sind erst knapp ein Jahr zusammen. Was wenn sie nein sagt? Und was wenn sie ja sagt und dann das Gleiche passiert wie bei dir und Rachel. Ich.."
"Hey.. egal wie lange man sich kennt. Es gibt keine Garantie, dass eine Ehe das ganze Leben lang hält. Aber wenn du dieses Risiko nicht eingehst, verpasst du vielleicht das Beste in deinem Leben." unterbrach Danny ihn. "War es bei dir das Risiko wert?" fragte Steve. " Ob es... Ja.. Auf jeden Fall. Denn wäre ich dieses Risiko nicht eingegangen, dann wäre Grace jetzt nicht auf der Welt.Und sie ist das Beste was mir in meinem Leben "passiert" ist." antwortete Danny und Steve konnte den Stolz in seinen Augen sehn. Für einen Moment schwiegen sie, sassen nur da und sahen zu, wie die letzten Raketen den Nachthimmel über ihnen bunt erhellten. Dann tranken sie ihr Bier aus, bezahlten die Rechnung und gingen dann Richtung Parkhaus, wo Dannys Wagen stand.

Auf dem Weg dorthin blieb Steve ein weitere mal vor einem Schaufenster stehen. Dieses Mal trat Danny zu ihm. "An was hast du denn gedacht?" fragte er nur. Steve zeigte auf einen Ring, der weiter hinten im Schaufenster lag. Es war ein Platinring, etwa 4mm breit, mattierte Oberfläche mit einer Glanzrille in der Mitte."Was hältst du von dem?" fragte Steve. "Wow.. der hat einen stolzen Preis!" entfuhr es Danny. "Du sollst mir sagen, wie du den Ring findest!" erwiderte Steve. ""Ja.. ich denke der würde Sam gefallen." antwortete Danny jetzt. "Das dachte ich mir auch. Sie mag es ja eher schlicht. Und mit Gold kann sie sich nicht wirklich anfreunden. Also dachte ich dass ihr so was sicher gefallen würde." erwiderte Steve. "Aber du hast schon gesehn, was das Ding kostet. Fast 1000 $!" sagte Danny."Was Solls. Wenn ich diesen Schritt wirklich mache, dann will ich es auch richtig machen." erwiderte Steve riss sich vom Ring los und ging weiter Richtung Parkhaus.Danny folgte ihm."Du bist verrückt." Steve schaute Danny mit einem leichten Grinsen im Gesicht an."Stimmt.. verrückt nach Sam."

"Wie lange bleibt sie eigentlich weg?" fragte Danny, als sie bei seinem Wagen angekommen waren. "Eine Woche." antwortete Steve. " Dann hast du ja noch etwas Zeit um dir darüber im Klaren zu werden, ob du wirklich schon für diesen Schritt bereit bist." sagte Danny und stieg ein. Steve tat es ihm gleich und Danny fuhr los. Als Steve vor seinem Haus ausstieg schaute er Danny noch mal kurz durch die geöffnete Autotür an. "Danke Kumpel."
"Kein Problem." antwortete Danny der genau wusste dass sich dieses danke nicht nur aufs nach Hause Fahren bezog. "Wir sehen uns am Montag im Büro." fügte er an. "Ja.. schönes Wochenende." erwiderteSteve, bevor er die Autotür zuschlug und Danny losfuhr.

Steve ging ins Haus. Er schloss die Türe hinter sich zu und ging ins Büro. Er setzte sich hinter den Schreibtisch und griff nach dem Foto, das draufstand. Es zeigte Sam und ihn am Strand. Er stand hinter ihr, hatte ihr seine Arme um die Taille geschlungen und hielt sie so fest, während sie sich an ihn lehnte und ihre Arme auf seine gelegt hatte. Oh Gott.. sie war erst einen Tag weg und schon vermisste er sie. Er griff zu seinem iPhone und wollte sie eben anrufen als ihm bewusst wurde, dass es in San Francisco jetzt schon zwei Uhr morgens war. Er machte einen tiefen Atemzug und steckte das Telefon wieder in die Tasche zurück. Er ging rauf ins Schlafzimmer, zog sich bis auf die Shorts aus und legte sich ins Bett und kurze Zeit später war er eingeschlafen.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So Feb 12, 2012 12:35 pm

Ja ja.. ich weiss.. es hat lange gedauert.. *blush* .. sorry..
Aber hier nun das nächste Kapitel... Und vielen dank für das Feedback das ihr mir für die letzten Kapitel hinterlassen habt. *friend*
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Kapitel 3
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Als Steve am nächsten Morgen aufwachte, griff er automatisch neben sich. Enttäuscht musste er feststellen, dass diese Seite des Bettes leer war. Ein leiser Seufzer entwich aus seinem Mund, bevor er die Decke zurückschlug, damit er aufstehen konnte. Er ging zum Schrank, nahm sich frische Sachen raus und ging unter die Dusche. Wenig später trat er frisch geduscht uns angezogen aus dem Bad. Er ging runter in die Küche und machte sich einen Kaffee. Mit der Tasse in der Hand setzte er sich schliesslich an den Tisch. Er trank einen Schluck Kaffee, bevor er sein iPhone aus der Tasche zog. Neun Uhr. Das hiess in San Francisco war es jetzt schon elf Uhr also wählte er Sam's Nummer. "Guten Morgen. Gut geschlafen?" fragte sie, als sie abhob. Er wusste, wieso sie ihn das fragte. Denn ab und zu gab es Nächte in denen er schweissgebadet aufwachte weil ihn Albträume aus seiner Vergangenheit heimsuchten. Und sofort erinnerte er sich an die Nacht in der Sam das erste Mal von seinen Albträumen erfahren hatte.

Als er schweissgebadet aus dem Schlaf hochschreckte war sie schon wach und strich ihm sanft übers Gesicht. "Es ist alles in Ordnung. Du bist zu Hause." beruhigte sie ihn. Er atmete tief durch. "Es tut mir leid."
"Was tut dir leid?" fragte sie überrascht. "Dass ich dich mitten in der Nacht geweckt habe. Ich.."
"Das muss dir nicht leidtun. Ich liebe dich und ich bin für dich da. Egal wann und wo. Und wenn du mir etwas erzählen willst, dann hör ich dir zu." unterbrach sie ihn. " Ich .. ich kann es dir nicht erzählen.. nicht weil ich es nicht will.. Ich.." stotterte er rum. " Oh ich verstehe. Navy Geheimsache." erwiderte sie. Er nickte nur. "Tut mir leid..."
"Hey.. Ich verstehe dass okay?! Sagte sie und gab ihm einen Kuss. " Danke." war das Einzige, was er in diesem Moment sagen konnte. "Bitte. Und was Gutes hat die Sache doch." sagte sie lächelnd. "Was denn?" fragte er. " Na ja.. wenn wir schlafen würden, könnte ich das hier jetzt nicht machen." antwortete sie und küsste ihn. " Er lächelte zog sie in seine Arme und küsste sie noch mal.


"Steve.. bist du noch dran?" riss ihn Sams besorgte Stimme aus seinen Gedanken. "Ja bin ich. Und ja ich habe gut geschlafen. Aber bestimmt noch besser, wenn du bei mir gewesen wärest." antwortete er. "Bist du sicher? Ich glaube ja eher, dass du dann gar nicht zum Schlafen gekommen wärest." erwiderte Sam eindeutig zweideutig. Und sofort entwickelte sich eine gefährliche Wärme in seiner Lendengegend. "Hey.. höre auf damit." protestierte Steve. "Womit?" fragte Sam scheinheilig. "Das weisst du genau! Du bist noch eine ganze Woche weg und ich hab keine Lust auf eine kalte Dusche. Also sei bitte nicht so grausam zu mir." antwortete Steve.

"Okay.. Also was hast du heute vor?" wechselte sie das Thema. "Ich mach eine kleine Wanderung."
" Wohin?" fragte Sam weiter. "Ich mach den Mt. Olympus Trail." antwortete Steve. "Oh klar... für einen Seal ist eine Vierstundenwanderung natürlich ein Spaziergang." sagte Sam. "Na ja.. Wenn du nicht da bist, muss ich mich ja sonst irgendwie beschäftigen." erwiderte er. "Hast du nicht eben gesagt, ich solle damit aufhören?" fragte Sam, und obwohl er sie nicht sehen konnte, wusste er das sie eben ein breites Grinsen im Gesicht hatte. "So war das nicht... Ich meine das war.." er unterbrach sein Gestotter und fragte stattdessen."Wie geht es Marry?"
"Schon wieder ganz gut. In zwei Tagen darf sie nach Hause, muss sich aber noch schonen." antwortete Sam. "Dann sag ihr bitte das ich ihr gute Besserung wünsche. Und einen schönen Gruss an Peter." sagte Steve. "Werde ich ausrichten. Und du.. Pass auf dich auf, während ich weg bin. Okay!" sagte Sam. "Werd ich. Du aber auch auf dich. Und Sam... Ich liebe dich."
"Ich dich auch. Ich ruf dich Morgen an. Okay?" erwiederte Sam. "Okay. Bye Sam."
"Bye Steve." erwiderte Sam und legte auf.Steve steckte sein iPhone zurück in die Hosentasche trank seinen Kaffee aus, packte seinen Rucksack, nahm seine Autoschlüssel vom Tisch und ging zu seinem Wagen.

Nachdem er die kurvenreichen Strassen von St.Louis Heights hinter sich gelassen hatte kam er beim Parkplatz des Waahila Ridge Trails an. Er tauschte seine Flip Flops gegen die Wanderschuhe ein die im Kofferraum lagen, warf sich den Rucksack über die Schultern und ging los. Zuerst gings durch einen Wald aus Eisenholzbäumen, die aber später von Obstbäumen und Farnen abgelöst wurden. Schliesslich wurde der Pfad enger und steiler und nach etwas weniger als einer Stunde kam er am ende des Waahila Ridge Trails an. Hier stand ein Schild das einem davor warnte den Weg rauf zum Mt.Olympus zu wandern, weil der nicht kontrolliert und instand gehalten wurde.

Steve beachtete es nicht. Er kannte den Weg denn er war hier oft mit seinem Vater rauf gewandert. Er wusste, dass dieser Weg ziemlich schmal war und bei Regen auch rutschig, aber die letzten Tage hatte es nicht geregnet also war es im Moment trocken. Nach einiger Zeit kam er an eine Grassnarbe von der aus er den Diamond Head und das Meer sehen konnte. Er setzte sich kurz hin, packte seine Wasserflasche aus und trank einige Schlücke während er die Aussicht genoss. Das letzte Mal war er mit seinem Vater hier gewesen. Damals war er fünfzehn Jahre alt und die Welt war noch in Ordnung gewesen für ihn. Aber das änderte sich schnell, als seine Mutter im selben Jahr diesen tödlichen "Autounfall" hatte und ihn sein Vater dann auf die Militärakademie auf dem Festland schickte. Er hatte es lange Zeit nicht verstanden, wieso ihn sein Dad damals weggeschickt hatte und deshalb den Kontakt zu ihm nicht gerade "gepflegt". Was ihm jetzt wirklich leidtat, weil er inzwischen wusste, dass sein Dad es nur getan hatte, um ihn zu beschützen. Er atmete tief durch packte seine Wasserflasche wieder ein und ging weiter.

Der Weg hatte sich seit damals nicht verändert. Noch immer war er mit dichtem Farn bewachsen das ihm gegen die Beine schlug. Aber das war ihm egal. Schliesslich kam er auf dem Gipfel des Mt. Olympus an. Von hier konnte er das Palolo und das Manoa Valley überblicken. Er setzte sich hin, öffnete seinen Rucksack und trank einen Schluck, bevor er ein Sandwich rauszog und zu essen begann. Dabei genoss er die Stille, die hier oben herrschte. Nachdem er das Sandwich gegessen hatte, blieb er einfach eine Weile sitzen, schloss die Augen und genoss die Sonne, die ihm ins Gesicht schien. Etwas später nahm er sich einen Apfel aus dem Rucksack und zog sein Messer aus der Hosentasche. Und während er den Apfel auseinander schnitt und ihn ass, erinnerte er sich an den Tag, wo Sam ihm dieses Messer geschenkt hatte.

Der Duft von Kaffee und frischgebackenen Brötchen weckten ihn an diesem Morgen. Als er seine Augen öffnete stand Sam vor ihm mit einem Tablett in der Hand. "Guten Morgen." sagte sie. "Morgen." antwortete er und setzte sich auf. Sie stellte ihm das Tablett hin. "Für mich?" fragte er überrascht als er all die Köstlichkeiten, die drauf waren sah. "Für wen den sonst." antwortete sie und gab ihm einen Kuss. "Alles Gute zum Geburtstag und guten Appetit." fügte sie an und wollte gehen. "Hey.. wo willst du denn hin?" fragte er, als sie Richtung Türe ging. "Runter in die.."
"Komm her und setzt dich zu mir." unterbrach er sie. "Aber.."
"Hey.. ich hab Geburtstag! Da wirst du mir doch wohl diesen Wunsch erfüllen. Oder?" fragte er. Sie lächelte und setzte sich zu ihm aufs Bett. Er nahm ein Brötchen strich etwas Butter und Marmelade drauf und streckte es ihr entgegen. "Du weisst doch das ich nicht gerne alleine Frühstücke." Sie nahm ihm das Brötchen ab. "Danke."
"Bitte." erwiderte er und strich sich auch ein Brötchen.

Nachdem sie fertig gefrühstückt hatten, stellte er das Tablett rüber auf den Nachttisch und gab ihr dann einen Kuss. "Danke für das leckere Frühstück." sagte er zog sie zu sich und küsste sie erneut. Und während er sie noch enger an sich ran zog, gab er ihr einen weiteren Kuss. "Hey.. was soll das?" fragte sie. "Ich hab lust aufs Dessert." antwortete er lächelnd und küsste sie erneut. Sie stiess ihn sanft von sich weg. "Das muss noch warten. Wie haben noch was anderes vor. Also geh duschen und zieh dich an, damit wir pünktlich da sind." sagte sie, stand auf ging zum Schrank und holte frische Kleider für ihn raus. "Na gut." antwortete er mit einem tiefen Seufzer, schlug die Decke zurück und stand auf. "Oh, oh... ich glaub das wird ne ziemlich kalte Dusche werden." grinste sie, als sie die Ausbeulung in seinen Shorts bemerkte. "Das ist nicht komisch!" erwiderte er schnappte sich die Kleider und verschwand im Bad. Als er fünfzehn Minuten später runter in die Küche kam, war Sam gerade mit dem Abwasch fertig. "Okay.. was haben wir noch vor?" fragte er. Das ist eine Überraschung." antwortete sie nahm ihren Autoschlüssel vom Tisch und ging Richtung Türe. "Na komm schon. Und nimm deine Sonnenbrille mit. Die brauchen wir." fügte sie an, als er sich nicht bewegte. "Okay." sagte er nahm seine Sonnenbrille und ging ihr nach.

Ihre Überraschung war eine ATV Tour über Stock und Stein. Urwald und Bäche. Nach zwei Stunden war die Tour zu Ende. Sie parkten die ATV's stiegen ab und legten die Helme zurück. Als Sam ihre Brille absetzte, fing Steve an zu lachen. "Was ist so komisch?" fragte sie. "Dein Gesicht .. es ist voller Dreck." antwortete er noch immer lachend. "Denkst du deins sieht besser aus?" fragte sie. " Nein, wahrscheinlich nicht." gab er lächelnd zu. "Hat dir das Fahren wenigstens Spass gemacht?" fragte sie. Er trat zu ihr, nahm sie in den Arm und bevor er sie küsste, sagte er. "Ja hat es. Danke."
Nach einem weiteren Kuss lies er sie los und sie gingen sich erst mal den Dreck aus dem Gesicht und von den Armen waschen. Danach gingen sie noch etwas kleines Essen, bevor sie zurück nach Hause fuhren.

"Ich geh erst mal duschen." sagte Sam, als sie im Haus angekommen waren. "Nimmst du mich mit'" fragte er hoffnungsvoll. "Nein.. tut mir leid. Es ist noch immer nicht Zeit für den Nachtisch." antwortete sie lächelnd. "Schade." erwiderte er enttäuscht ging in die Küche und holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank. Sam ging rauf ins Bad und stellte sich unter die Dusche. Danach zog sie sich frische Sachen an und ging runter ins Wohnzimmer wo Steve sass. "Die Dusche ist jetzt frei. Und neue Sachen hab ich dir auch schon bereitgelegt"
"Okay.. dann werd ich mir heute wohl doch noch eine warme Dusche gönnen können." sagte er augenzwinkernd und verschwand nach oben.

Während Steve unter der Dusche stand bereitete Sam die nächste Überraschung vor. "So.. jetzt bin ich den Dreck auch los." sagte er als er zurückkam. "Was hast du also jetzt noch vor?" fragte er. "Ich zeige es dir gleich. Aber erst musst du deine Augen schliessen." antwortete sie. "Sam.."
"Bitte Steve." unterbrach sie ihn flehend. "Na gut." gab er Kleinbei und schloss seine Augen. Sam nahm seine Hände und führte ihn runter zum Strand. "Okay.. du darfst sie wieder aufmachen." Steve öffnete die Augen und sah das sie ein Picknick vorbereitet hatte. "Setzt dich." sagte sie nahm eine Flasche Wein aus dem Korb und schenkte zwei Gläser ein. Dann setzte sie sich auch hin und gab ihm eins der Gläser. "Danke. Auf was wollen wir anstossen?" fragte er und hielt ihr sein Glas entgegen. " Auf diesen Moment. Lass uns einfach auf diesen Moment anstossen." erwiderte sie lächelnd und erst in diesem Moment fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Es war alles genau so wie damals. Wie an dem Tag wo er sie das erste Mal geküsst hatte. Sie hatte sogar ihr Haar mit demselben Band zusammengebunden und die Kleider die sie trug waren auch die von damals. Er schaute an sich runter und war sich sicher. Sie hatte ihm genau die Sachen raus gelegt die er damals trug. Ein Lächeln erschien auf seinen Lippen und er trank einen Schluck Wein. Ja es war derselbe wie damals. Und auch dass was sie zum Essen eingepackt hatte, war genau das, was er damals eingepackt hatte.

Nachdem sie gegessen und den Wein getrunken hatten stand sie auf und ging zum Korb. "Ich hab noch etwas für dich." sagte sie zog ein kleines Geschenk raus und streckte es ihm hin. "Noch ein Geschenk? Ich hab heute doch schon so viel von dir bekommen." erwiderte er stand auf ging zu ihr. Er nahm das Geschenk und öffnete es. Darin war ein Messer. Er hatte ja immer so eins in der Tasche nur war das Alte schon ziemlich "abgenutzt". "Wow.. woher wusstest du das ich ein Neues brauche.. das ist toll. Vielen dank." sagte er steckte das Messer ein nahm Sam in den Arm und küsste sie. "Schön das es dir gefällt." erwiderte sie lächelnd. "Es ist toll... genau so wie der ganze Tag heute. Vielen dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. sagte er und küsste sie erneut. "hab ich gerne getan." antwortete sie zwischen zwei weiteren Küssen. "Und weisst du was das Beste ist?" fragte er. "Nein, was denn?" fragte sie zurück. "Dass ich das Dessert noch vor mir habe." antwortete er grinsend nahm sie an der Hand und zog sie sanft mit sich Richtung Haus.


Er riss sich selber aus seinen Gedanken, weil die Erinnerung an diese Nacht mal wieder eine Wärme in seiner Lendengegend auslöste, die schnell peinliche Ausmasse annehmen konnte. Schliesslich wollte er es vermeiden, dass er mit ausgebeulter Hose einem anderen Wanderer begegnete, der vielleicht des Weges kam. Und das bischen kalte Wasser, das er mit sich trug brauchte, er noch um seinen Durst zu stillen. Er atmete tief durch. Ass seinen Apfel zu Ende, wusch die Klinge mit etwas Wasser ab, wischte sie an seinem Hosenbein trocken klappte das Messer zu und steckte es in die Tasche. Er trank noch einen Schluck, bevor er die Flasche wieder in den Rucksack packte und sich dann auf den Rückweg machte.

Zu Hause angekommen ging er erst mal Duschen, bevor er in die Garage ging und wieder etwas am Mercury rumbastelte der noch immer nicht wirklich einwandfrei lief so verging die Zeit im Fluge und schon bald war es zeit fürs Nachtessen. Er ging in die Küche und machte sich ein Steak mit Salat. Er setzte sich an den Tisch und ass. Oh Gott.. er hasste es alleine zu essen. Zumindest seit Sam bei ihm eingezogen war. Früher hatte ihm das nicht viel ausgemacht. Er dachte sogar das er das brauchte. Aber seit er mit Sam zusammen war, wusste er das er sich das nur eingeredet hatte. Er hatte es sich eingeredet um sich nicht eingestehen zu müssen das ihm seine Familie fehlte. Und jetzt.. jetzt fehlte Sam ihm. Denn sie war inzwischen zu seiner Familie geworden. Und er wollte das dass auch so blieb. Er wollte, dass sie bei ihm blieb. Für immer. Ja genau das wollte er. Er würde sie fragen, ob sie bei ihm bleiben will. Für immer, als seine Frau. Er atmete tief durch. Nur wie sollte er sie fragen? Und würde sie ja sagen? Was wenn nicht? Vielleicht sollte er noch etwas warten. Aber wie lange?. Oder vielleicht doch nicht? "Tief in mir drin habe ich gefühlt, dass es der richtige Zeitpunkt war." hörte er Dannys Worte noch immer in seinem Kopf. Aber würde er es wirklich auch fühlen? War er überhaupt dazu fähig so was zu fühlen? Und sofort konnte er Dannys Stimme wieder in seinem Kopf hören; "Ja wirst du. Weil du Sam liebst. Und weil du in ihrer Nähe schon lange nicht mehr der harte Seal bist, für den du dich so gerne ausgibst."Steve strich sich mit der Hand übers Gesicht und atmete erneut tief durch. " Ich hoffe du hast recht. " sagte er leise vor sich hin stand auf und wusch das Geschirr ab. Dann setzte er sich noch etwas vor den Fernseher bevor er schliesslich schlafen ging.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So März 11, 2012 4:23 pm

Ich weiss es hat wieder so lange gedauert.. aber es ging einfach nicht eher. ich hoffe ihr verzeiht mir. Und ich weiss das ihr eigentlich wissen wollt was mit Steve passiert ist. Aber das muss leider noch bis zum nächsten Kapitel warten..
Nochmal ein danke an die, die mir ein feedback hinterlassen haben und an all jene die meine geschichte lesen... *friend*

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Kapitel 4
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Der Sonntagmorgen startete gleich wie der Samstag. Er stand auf ass Frühstück und telefonierte schliesslich mit Sam. Aber anstelle von einer Wanderung ging er an diesem Morgen gleich in die Garage um am Mercury rumzubasteln. Kaum hatte er damit begonnen klingelte sein iPhone. Er wischte sich die ölverschmutzten Hände an einem Lappen ab, und zog dann sein Handy aus der Tasche. "Chin.. was gibt es?" nahm er den Anruf entgegen. "Nichts Besonderes. Ich wollte dich nur fragen ob du lust hast heute mit mir Speerfischen zu gehen." antwortete Chin. "Gerne, hab eh sonst nichts vor." antwortete Steve. "Gut ich hole dich in einer Stunde ab. Und du nimmst das Bier mit." sagte Chin. "Geht klar. Bis dann." erwiderte Steve und legte auf. Er bastelte noch etwas am Wagen rum bevor er sich schliesslich umzog und die Kühlbox mit Eis und einem Sixpack Bier füllte. Und wenig später traf Chin bei Steve ein.

Sie luden die Kühlbox in Chins Wagen und fuhren los. Nach nicht ganz einer Stunde kamen sie beim Kualoa Nationalpark an. Sie zogen sich um nahmen ihre Ausrüstung und gingen ins Wasser. Nachdem sie eine ganze Weile im Wasser gewesen waren und auch einige Fische "erlegt" hatten, gingen sie zurück zum Wagen und legten die Fische in die Kühlbox die Chin mitgenommen hatte. Danach trockneten sie sich etwas ab, bevor Steve zwei Flaschen Bier aus seiner Kühlbox zog und sich damit an den Strand setzte. Chin kam wenig später zu ihm und setzte sich auch hin. Steve gab ihm ein Bier. "Danke. Und das ist für dich." sagte Chin und streckte ihm ein Sandwich hin. Steve schaute ihn nur fragend an. "Na ja.. du weisst doch, wie Frauen sind. Malia war der Meinung, dass wir auch feste Nahrung zu uns nehmen sollten." klärte Chin ihn grinsend auf. "Steve grinste ebenfalls und nahm Chin eins der Brödchen ab. "Danke." sagte er und nahm einen Bissen.

Wortlos sassen sie eine Zeit lang da, assen ihre Sandwiches, tranken Bier dazu und genossen die Aussicht aufs Meer und Mokoli'i Island bis Steve schliesslich fragte; "Hattest du keine Bedenken Malia zu fragen, ob sie deine Frau werden will?"
"Wieso bedenken? Ich liebe sie." antwortete Chin. "Ich weiss das du sie liebst. Ich meinte auch Bedenken, das ihr etwas passieren könnte, wenn sie mit dir verheiratet ist." versuchte Steve ihm zu erklären, was er meinte. " Nein hatte ich nie. Und weisst du weshalb nicht?" fragte Chin. Steve schüttelte nur den Kopf. "Weil es keinen Unterschied macht, ob sie meine Frau oder "nur" meine Freundin ist.Ich liebe sie, und wenn das wirklich ein Verbrecher ausnutzen will, dass sie mir nahe steht, dann tut er das deshalb und macht keinen Unterschied zwischen verheiratet oder nicht." fuhr Chin fort.

Steve atmete tief durch und schaute dann raus aufs Meer sagte aber kein Wort. "Steve... Denkst du nicht es, wird langsam Zeit die Vergangenheit hinter dir zu lassen und in die Zukunft zu sehen?" fragte Chin schliesslich. "Das... Das ist nicht so einfach. Nicht solange Wo Fat noch irgendwo da draussen ist. Er hat schon einmal meine Familie zerstört. Was wenn er es wieder tut? Sagte Steve und der Hass in seiner Stimme war nicht zu überhören. "Weisst du, ich würde dir gerne versprechen das, dass nie geschehen wird. Aber das kann ich nicht. Aber ich kann dir Versprechen das, dass ­ganze Team versuchen wird das zu verhindern. Dein Vater, er hat keinem mehr vertraut, war auf sich alleine gestellt. Aber du nicht. Du hast uns. Dein Team, deine Freunde. Verstehst du?!" sagte Chin. "Ich habe Angst sie zu verlieren." sagte Steve leise, während er noch immer raus aufs Meer schaute.

"Ich weiss. Aber da bist du nicht alleine. Jeder hat Angst das er den Menschen verlieren könnte, den er liebt. Das ist normal und hat nichts damit zu tun, wer du bist. Steve.. lass nich zu das die Dinge, die in deiner Vergangenheit geschehen sind, dich daran hindern glücklich zu sein und das zu finden, wonach du dich schon so lange sehnst. Eine Familie."
" Five - 0 ist meine Familie." unterbrach Steve ihn sofort und sah Chin an. " Das ist nicht dasselbe und das weisst du. Aber Sam... sie könnte dir dass geben, was du dir wirklich wünscht. Lass dir diese Chance nicht nehmen. Von niemandem." erwiderte Chin. Steve sagte nichts sondern setzte die Bierflasche an die Lippen und trank einen Schluck während sein Blick wieder in die Ferne schweifte.

"Hätte dir einer vor etwas mehr als einem Jahr gesagt, dass du eines Tages vor der Entscheidung stehen würdest, eine Frau zu fragen, ob sie dich heiraten will. Du hättest ihn für verrückt erklärt. Oder?" fragte Chin mit einem grinsen im Gesicht. Steve schaute ihn einen kurzen Moment an und fing auch an zu grinsen. "Definitiv." antwortete er wurde dann aber sofort wieder ernst. "Hattest du keine Angst das Malia Nein sagen könnte?" fragte er. "Doch die hatte ich. Weil ich sie damals, als das HPD mich verdächtigt hat das Geld gestohlen zu haben, verlassen habe. Ich dachte ich tu das Richtige. Würde sie beschützen, damit sie nicht auch einen schlechten Ruf bekommt, weil sie mit mir zusammen ist. Aber das Einzige was ich getan habe war ihr wehzutun. Und deshalb hatte ich auch Angst, dass sie Nein sagen könnte." antwortete Chin.


Kurz sassen sie da ohne ein Wort zu sagen und tranken ihr Bier leer dann fragte Chin; " Warum hast du Angst, dass Sam Nein sagen könnte?"
"Wegen meiner Vergangenheit." antwortete Steve. "Die kennt sie doch." erwiderte Chin. "Nein.. ich meine ja.. sie weiss viel aus meiner Vergangenheit, mehr als sonst ein Mensch, aber trotzdem nicht alles. Da gibt es Dinge die kann ich ihr nicht erzählen. Nicht weil ich nicht will, sondern weil.. " Steve stockte. "Weil es Geheimsache ist." beendete Chin den Satz. Steve nickte. "Hat sie jemals danach gefragt?" fragte Chin."Wonach?" fragte Steve verwirrt. " Nach den Dingen die du getan hast." sagte Chin. "Nein hat sie nicht. Sie hört mir jedes mal zu, wenn ich ihr irgendwas aus meiner Vergangenheit erzähle, aber danach gefragt hat sie nie." antwortete Steve. "Dann denke ich, das sie der Meinung ist das du ihr, all die wichtigen Dinge aus deiner Vergangenheit, die sie wissen muss und wissen darf auch erzählst. Und das sie gut damit leben kann, dass sie nicht jedes Detail deiner Navy Vergangenheit kennt." sagte Chin. "Ich hoffe du hast recht." antwortete Steve und atmete tief durch."Steve.. höre auf dir zu viele Gedanken zu machen, was sein könnte. Höre dieses eine Mal einfach nur auf das, was dein Herz dir sagt und nicht auf deinen Verstand. Und ich bin sicher ich hab recht." erwiderte Chin.

Steve fuhr sich kurz mit der Hand übers Gesicht, bevor er dann in den Himmel schaute. "Ich glaube es fängt bald an zu regnen." beendete er abrupt das Thema. Chin wusste, dass dies Steves Art war, zu sagen, dass er nicht weiter über seine Gefühle für Sam, reden wollte und Chin akzeptierte dass. Es hatte ihn ohnehin überrascht, dass Steve so offen mit ihm über seine Bedenken und Ängste, was Sam betraf, geredet hatte. Wo dieser sonst so knallhart scheinende Seal, seine Gefühle doch meist für sich behielt. "Ja.. sieht fast so aus. Wir sollten unser Zeugs wohl lieber einpacken und zurück fahren." erwiderte Chin ­schliesslich, stand auf und fing an die Ausrüstung im Wagen zu verstauen. Steve kam zu ihm und half ihm dabei. Sie hatten sich eben in den Wagen gesetzt, als die ersten Tropfen auf die Frontscheibe klatschten. "Was ist.. kommst du mit zu mir und wir werfen die Fische auf den Grill?" fragte Chin. "Wenn Malia nichts dagegen hat." antwortete Steve. "Bestimmt nicht." sagte Chin. "Okay." erwiderte Steve und Chin fuhr los.

Der regen hatte längst aufgehört, als sie bei Cins Haus ankamen. Natürlich hatte Chin recht gehabt und Malia hatte nichts dagegen, dass Steve mitgekommen war. Und während die beiden Männer im Garten den Fisch grillten, machte sie in der Küche einige Salate als Beilage fertig. Als der Fisch gar war, setzten sie sich an den gedeckten Tisch, und assen ihr Abendessen. Danach sassen sie noch eine ganze Weile gemütlich zusammen und redeten über alles Mögliche bevor Chin Steve gegen zehn Uhr abends nach Hause fuhr.

Bevor Steve ausstieg, wurde er ernst. "Chin... was ich dir heute am Strand gesagt habe..."
"Ach du hast irgendwas gesagt? Komisch.. ich erinnere mich irgendwie nur noch daran, dass wir da Bier getrunken haben." unterbrach Chin ihn. Steve schaute ihn mit einem erleichterten Lächeln an. "Danke."
"Dazu sind Freunde doch da. Gute Nacht Steve." sagte Chin. " Wir sehen uns morgen." erwiderte Steve stieg aus und ging ins Haus während Chin davon fuhr.Steve ging rauf ins Bad, stellte sich unter die Dusche, putzte sich anschliessend die Zähne und legte sich dann hin.
Kurz dachte er darüber nach was Chin zu ihm gesagt hatte, dass er die Vergangenheit endlich hinter sich lassen solle,
und er wusste das Chin im Grunde recht hatte. Nur war das einfacher gesagt als getan. Irgendwann schlief er dann ein.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Sa März 24, 2012 9:49 pm

So..erst mal wie immer an dieser Stelle ein Danke an die fleissigen FB schreiber.. *friend*
Und hier nun das neue Kapitel...
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Kapitel 5
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In dieser Nacht schlief er nicht gut, weil ihm zu viel im Kopf "rum" ging. Immer wieder erwachte er und hatte dann mühe wieder einzuschlafen. Als er um sechs Uhr morgens ein weiteres Mal aus dem Schlaf hochschreckte, beschloss er aufzustehen. Er zog sich die Badeshorts an, ging runter in die Küche und brühte sich einen Kaffee. Als der fertig war, setzte er sich, mit der Tasse in der Hand, raus auf die Terrasse und trank, ihn wärend er zusah wie die Wellen gegen das Ufer schlugen. Als die Tasse leer war, stellte er sie auf den Tisch, stand auf und ging ins Wasser.

Er liebte das Wasser, es war sein Element. Darin fühlte er sich frei und schwerelos. Und meist half das Schwimmen ihm dabei, den Kopf freizubekommen und einfach mal "abzuschalten" wenn ihn Dinge zu sehr beschäftigten. Doch heute funktionierte das nicht. Während er schwamm, dachte er an Sam. Sie liebte das Wasser genau so sehr wie er und seit einem guten Monat gab er ihr Unterricht im Surfen. Zuerst wollte er nicht. Weil er der Meinung war, das Kono viel besser dafür geeignet war als er. Aber Sam hatte darauf bestanden das er sie unterrichtet.

Am Anfang war er ein miserabler Lehrer gewesen. Hatte kaum Geduld mit ihr gehabt und war der Meinung gewesen das sie seine Anweisungen viel Schneller und besser hätte umsetzten müssen als das sie dass konnte. Obwohl sie schnell lernte, war ihm das nicht schnell genug gewesen. Als er sie beim dritten Mal wieder mal genervt anfuhr.
"Sam.. gib dir etwas mehr Mühe! Ich hab dir jetzt schon zig Mal erklärt, wie man auf dem Ding aufstehen muss und du machst es noch immer nicht 100% richtig! Es scheint, dass du meine Anweisungen einfach nicht verstehst. Vielleicht bin ich doch nicht der Richtige, um dir das beizubringen und du solltest besser Kono fragen, ob sie es tut." Sam hatte ihn nur angesehen. Und er war erstaunt gewesen, dass er keinerlei Wut oder Enttäuschung in ihren Augen gesehen hatte, obwohl sein Ton eben alles andere als "nett" gewesen war.

"Nein.. ich möchte, dass du mich weiter unterrichtest." erwiderte sie ruhig. "Aber ich bin anscheinend ein schlechter Lehrer." antwortete er. "Nein bist du nicht. Du machst das toll. Und ich versuche auch wirklich all das umzusetzen, was du mir sagst, aber das braucht Zeit und Geduld. Verstehst du?" hatte sie ihn gefragt. Er hatte tief durchgeatmet. "Es tut mir leid. Ich..."
"Hey.. das muss dir nicht leidtun. Ich weiss das du das jahrelang so gelernt hast. In deinem Beruf hattest du niemals Zeit, um wirklich geduldig zu sein. Jede Anweisung musste präzise und ohne Fehler umgesetzt werden, weil Leben davon abhingen. Das von andern und dein eigenes. Du konntest dir keine Fehler leisten also musste immer alles auf Anhieb funktionieren. Jede Anweisung musste sofort und zu 100% fehlerlos umgesetzt werden. Aber es gibt noch andere Dinge, die nicht so wichtig sind. Die nicht auf Anhieb klappen müssen. Dinge die ihre Zeit brauchen und denen du diese Zeit auch geben kannst, weil sie nicht so wichtig sind. Verstehst du? Ich möchte das du mir das Surfen beibringst damit du lernst geduldig zu sein. Und beides klappt nicht von heute auf Morgen, sondern braucht Zeit." hatte sie ihn unterbrochen.

"Nur deshalb willst du von mir das ich dir das Surfen beibringe? Um mir eine Lektion in Geduld zu erteilen?! Das habe ich nicht nötig! Verstehst du! Hatte er sie wütend "angefahren". "Nein Steve so hab ich das nicht..."
Er hatte ihr nicht mal mehr zugehört, sondern hatte sich sein Brett geschnappt und war ins Wasser gerannt. 'Was denkt sie sich eigentlich?! Ich brauche niemand der mir zeigt Geduld zu haben! Die habe ich! Mehr als genug!' dachte er wütend, während er raus aufs Meer paddelte. Irgendwann setzte er sich dann einfach auf sein Brett und schaute eine Weile den Surfern zu. Plötzlich fiel ihm ein Junge auf, der vielleicht so an die acht bis zehn Jahre alt war. Immer wieder versuchte er eine Welle zu erwischen, um auf ihr zu reiten, aber irgendwie schaffte er es nicht auf dem Brett aufzustehen, ohne dabei ins Wasser zu fallen. Und sofort kamen die Erinnerungen an seine Kindheit zurück. An damals, als er als Kind das Surfen gelernt hatte.

Wieder mal hatte er es nicht geschafft auf dem Brett aufzustehen, ohne ins Wasser zu fallen. Enttäuscht ging er aus dem Wasser, schmiss sein Brett hin und setzte sich in den Sand. "Hey Steve.. keine Lust mehr zum Surfen?" war Mamo fragen zu ihm gekommen. "Nein.. ich lerne es ja doch nicht auf dem Surfbrett aufzustehen, ohne ins Wasser zu fallen." antwortete er enttäuscht. "Ach was. Das wird schon. Ich zeige es dir noch mal und dann versuchst du es einfach weiter. Du wirst es schaffen. Ich weiss es." erwiderte Mamo. "Denkst du wirklich?" fragte er. "Klar. Weisst du selbst die Profisurfer haben mal so angefangen wie du. Das Einzige was du brauchst ist etwas Geduld und Zeit. Keiner lernt das von heute auf Morgen. Verstehst du?" fragte Mamo. Er nickte nur. "Gut, dann nimm dein Brett und schnapp dir die nächste Welle." antwortete Mamo und zeigte ihm noch mal, wie er aufstehen musste, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Und wirklich bei der nächsten Welle schaffte er es auf dem Brett stehen zu bleiben.

Und in dem Moment war es ihm wie Schuppen von den Augen gefallen. Sam hatte recht. Er hatte es in all den Jahren bei den Seals verlernt, geduldig zu sein. Alles musste immer auf Anhieb klappen sonst war er unzufrieden mit sich selber. Und noch schlimmer. Inzwischen setzte er das auch bei andern voraus. Selbst bei Dingen die nicht so wichtig waren erwartete er das die Leute um ihn rum sofort all das konnten und begriffen, was er von ihnen erwartete. Er hatte seine Augen geschlossen und tief durchgeatmet und schliesslich war er mit der nächsten Welle zurück zum Strand gesurft.

Er war aus dem Wasser gegangen hatte sein Surfbrett in den Sand gesteckt und war zu Sam gegangen die aufgestanden war, um zu ihm zu kommen. "Steve.. ich hab das wirklich nicht so... "
Er hatte sie nicht ausreden lassen, sondern in seine Arme gezogen und ihr einen langen Kuss gegeben. "Du hast recht. Ich habe es wirklich verlernt geduldig zu sein. Und das sollte ich ändern. Zumindest was die Dinge in meinem Privatleben angehen. Denkst du , du kannst mir dabei helfen, auch wenn ich mich eben wie ein Idiot aufgeführt habe?" fragte er leise. "Hey... du bist kein Idiot.. manchmal etwas aufbrausend.. aber kein Idiot. Und natürlich helfe ich dir so gut ich kann. Schliesslich will ich doch wirklich surfen lernen." hatte sie lächelnd erwidert. Er hatte zurückgelächelt und sie dann noch mal geküsst.

Langsam verblasste die Erinnerung und er war wieder zurück im Hier und jetzt. Er war inzwischen schon eine ganze Strecke geschwommen und es war Zeit umzukehren. Also schwamm er zurück ging aus dem Wasser duschte sich das Salz vom Körper, zog sich an und fuhr anschliessend ins Büro.

An diesem Morgen war er mal der Erste. Was in letzter Zeit sonst eigentlich nie vorkam, weil er die gemeinsame Zeit mit Sam beim Frühstück immer bis zuletzt genoss und sie dann meist auf den letzten Drücker ins Büro fuhren. Denn sobald sie im Büro ankamen, hatten sie ihre Regeln. Die hatten sie aufgestellt, als sie sich endlich eingestanden hatten, wie sehr sie sich liebten und zusammen sein wollten. Keine Küsse und Umarmungen am Arbeitsplatz. Hier waren sie "nur" Kollegen. Und was es schon gar nicht gab waren gemeinsamen Einsätze. Weil er der Meinung war, das dass viel zu riskant war. Denn wenn der Mensch, den man liebt, in Gefahr kam dann war die Gefahr einfach zu gross das das logische Denken aussetzte und man Dinge tat die andere oder sich selber in noch grössere Gefahr brachte und das wollte er um jeden Preis verhindern. Also blieb Sam meist im Büro und unterstützte sie am Computer, indem sie sehr schnell Daten und Infos für sie suchte, die ihnen weiterhalfen. Ab und zu schickte er sie allerdings mit einem vom Team los um Leute zu befragen, weil er wusste, dass Sam zwischendurch einfach mal aus dem Büro raus wollte. Zudem verstand sie sich überraschend gut mit Danny. So gut das bei ihm, nach einiger Zeit doch tatsächlich ein klein wenig Eifersucht aufgekommen war.

Sam hatte schnell bemerkt, dass irgendetwas mit ihm los war, und hatte ihn deshalb eines Abends zur Rede gestellt. Während er an den Tag dachte, tauchte Steve ein weiteres Mal ab in seine Gedankenwelt.
Sie hatten gerade das Abendessen fertig gegessen als Sam sagte: "Wir müssen reden."
"Worüber" fragte er. "Darüber wie du Danny in letzter Zeit behandelst." antwortete sie. "Ich behandle ihn wie immer." sagte er. "Nein tust du nicht. In letzter Zeit lässt du ihn dauernd die Berichte schreiben. Oder du rufst ihn an und teilst ihn zum Dienst ein obwohl du genau weisst das es sein Wochenende mit Grace ist und du stattdessen genauso gut Chin oder Kono für diese Dinge "abstellen" könntest. Also sage mir nicht das du ihn, so wie immer behandelst." sagte Sam. Er antwortete nicht sondern atmete nur ein paar Mal tief durch. "Hey.. was ist los?" wollte sie wissen. "Nichts ist los.. Ich weiss gar nicht, was du hast! Wieso interessiert du dich überhaupt so für Danny.?!" antwortete er aufgebracht. Sam sah ihn nur an und dann legte sich ein Grinsen auf ihr Gesicht. "Jetzt verstehe ich, was los ist. Du bist eifersüchtig."
"Nein bin ich nicht" antwortete er hastig. "Oh doch das bist du. Die Frage ist nur ... auf mich oder auf Danny."erwiderte sie. "Wieso sollte ich auf dich.." er sprach nicht zu Ende, weil er gemerkt hatte, dass er ihr eben bestätigte, dass sie recht hatte.

Er stand auf und ging Richtung Terrasse. Sam kam zu ihm und hielt ihn am Arm fest. "Hey.. schau mich an." er tat es nicht. "Steve bitte, schau mich an." dieses Mal drehte er sich zu ihr um und sah sie an. "Es gibt absolut keinen Grund, um eifersüchtig zu sein. Erstens.. Danny ist nur ein Freund. Zweitens ist er so gar nicht mein Typ. Und drittens.. das Wichtigste.. Ich liebe dich.. und nur dich. Verstehst du?" sagte sie trat näher an ihn ran und hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. Kurz schaute er sie nur an, sah in ihre Augen und wusste das sie die Wahrheit sagte. Er legte seine Arme um sie, zog sie eng an sich und gab ihr einen Kuss. Als sich ihre Lippen wieder voneinander lösten, sagte er leise. "Es tut mir leid. Ich.." Sie legte ihm ihren Zeigefinger auf die Lippen um zu verhindern, dass er weitersprach. "Du musst dich nicht dafür entschuldigen."
"Aber.." wollte er weiter sprechen aber Sam legte ihm einfach einen weiteren Finger auf den Mund und schüttelte leicht den Kopf. Als sie ihre Finger von seinen Lippen nahm, fing Steve an zu grinsen. "Nicht dein Typ.. hä?" sagte er nur. "Überhaupt nicht." antwortete sie grinsend. "Bin ich den dein Typ?" fragte er lächelnd. "Hmm.. lass mich mal sehen." erwiderte sie löste sich aus seiner Umarmung, trat einen Schritt zurück und musterte ihn von Kopf bis Fuss. "Definitiv mein Typ." antwortete sie schliesslich lächelnd. "Hey.. reduzierst du mich gerade eben auf mein Äusseres?" fragte er. "Gut möglich." antwortete sie leicht grinsend."Und ich dachte immer du liebst mich wegen meiner Inneren Werte."sagte er gespielt enttäuscht. "Hey.. das tue ich doch auch. Aber was gibt es den Besseres als wenn ein so wundervoller Innhalt, in einer so sexy Verpackung steckt." antwortete sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht trat auf ihn zu und küsste ihn.


"Was machst du den um diese Zeit schon im Büro?" wurde er ziemlich abrupt von Dannys Stimme zurück in die Gegenwart gerissen. "Kannst du nicht anklopfen?" fragte Steve. "Hab ich.. aber du warst so in deinen Gedanken versunken, dass du es nicht gehört hast. Zudem hast du meine Frage nicht beantwortet." erwiderte Danny. "Ich will diesen Bericht heute noch fertig schreiben." sagte Steve. Danny schaute ihn nur mit seinem "Das ist nicht dein ernst" Blick an, sagte aber kein Wort. "Was siehst du mich so an?" fragte Steve schliesslich. "Irgendwie fällt es mir gerade ziemlich schwer zu glauben das bei dir die Berichteschreibwut ausgebrochen sein Soll. Wo du dich sonst doch so gerne davor drückst." antwortete Danny und sah in weiter mit diesem Blick an. Steve verdrehte kurz die Augen. "Ich bin schon hier, weil ich nicht gut geschlafen habe... Okay!?" erwiderte Steve genervt. "Ja.. dass kaufe ich dir schon eher ab. Willst du einen Kaffe?" fragte Danny. "Lässt du mich danach in Ruhe?" fragte Steve im Gegenzug. Danny nickte. "Okay." sagte Steve stand auf und ging zusammen mit Danny zum Kaffeeautomaten.

"Wie war dein "Samfreies" Wochenende?" fragte Danny nach dem ersten Schluck Kaffee. "Das geht dich nichts an." antwortete Steve nur. "Wow.. so schlimm. Du hast sie wohl ziemlich vermisst.. was?" stichelte Danny weiter. "Halt einfach die Klappe." erwiderte Steve genervt. "Hey.. das war nur eine ganz normale Frage. Wieso also reagierst du so genervt darauf?" fragte Danny. "Ich bin nicht genervt..."
"Doch bist du. Aber vielleicht liegt das ja an deinem Sexentzug." unterbrach Danny ihn einfach. "Was?!... Nein.. Ich.." Steve sprach nicht weiter, weil er sah, dass Danny angefangen hatte zu grinsen. Stattdessen warf er den leeren Becher in dem Mülleimer und ging zurück in sein Büro. Danny stand noch immer grinsend da und schaute Steve nach der eben im Büro verschwand. Normalerweise war es ja immer Steve, der ihn mit solchen Sachen aufzog. Deshalb genoss er es jetzt umso mehr das er den Spiess mal umdrehen konnte. Als er den Kaffee ausgetrunken hatte, warf er den Becher weg und ging zurück in sein Büro.

Es war kurz nach zwölf Uhr mittags als Danny an Steves Bürotüre klopfte. Steve schaute vom Computer hoch, sah Danny und rief nur; "Ja." Danny trat ein. "Hast du Hunger?"fragte er. "Nein." antwortete Steve. "Ach komm schon .. Ich lade dich ein." sagte Danny. "Ich sagte Nein." erwiderte Steve. "Auch nicht, wenn ich verspreche, kein Wort mehr über Sam zu verlieren?" fragte Danny. Steve schaute ihn an. "Und wieso sollte ich dir das glauben?"
"Weil ich es dir verspreche. Hoch und heilig."antwortete Danny. "Okay.. aber nur weil ich mir eine Einladung von dir nicht entgehen lassen will." sagte Steve stand auf und ging Richtung Türe. "Und wohin gehen wir?" fragte Steve auf dem Weg zum Auto. "Ins Hawaiian Village. Ich hab da einen Gutschein für ein Mittagessen gewonnen." antwortete Danny. "Ach deshalb lädst du mich ein." sagte Steve und stieg ein. Sie fuhren ins Hawaiian Village parkten den Wagen im Parkhaus und gingen essen.

Eine Stunde später Verliesen sie das Restaurant wieder und gingen Richtung Parkhaus. Als sie beim Juwelier vorbei gingen, blieb Steve vor dem Schaufenster stehen und schaute sich erneut die Ringe an. Danny trat zu ihm. "Na los.. geh rein und kauf das Ding." sagte er. "Ich weiss nicht.. ich.."
"Hey.. du wirst es sowieso irgendwann tun. Also warum nicht jetzt. Dann hast du wenigstens etwas , worüber du dir nicht mehr den Kopf zerbrechen musst. Und zudem musst du dir dann auch keine Gedanken mehr darüber machen das du den Zeitpunkt, um Sam zu fragen, ob sie dich heiratet, verpasst, weil du zuerst noch den Ring besorgen musst." unterbrach Danny ihn. Steve schaute ihn an, dann den Ring im Fenster und nach einem kurzen Zögern ging er schliesslich in den Laden rein.
Zehn Minuten später kam er wieder raus. "Und?" fragte Danny, "Ich kann ihn heute Abend abholen." antwortete Steve. "Gut dann können wir in Zukunft ja wieder hier lang gehen ohne das du dauernd stehen bleibst." grinste Danny und ging Richtung Parkhaus.

Der Rest des Tages verlief ruhig und als Steve am Abend das Büro verlies hatte er sogar den Bericht fertig geschrieben. Gut gelaunt fuhr er zum Juwelierladen und holte den Ring ab. Auf dem Weg nach Hause fiel ihm der Wagen auf, der mit offener Motorhaube am Strassenrand stand. Er kannte ihn. Es war der Wagen seines Nachtbarn. Er ging vom Gas und fuhr langsamer. Und als er nahe beim Wagen war, sah er das Kai, der 16 jährige Sohn seines Nachtbarn, hinter dem Steuer sass und versuchte den Wagen zu starten. Er fuhr ran, hielt an und stieg aus. "Hey Kai.. brauchst du Hilfe?" fragte Steve. "Mr. McGarrett... Sie schickt der Himmel. Mein Dad wird mich umbringen, wenn er merkt, das ich seinen Wagen genommen habe, ohne ihn zu fragen. Dabei wollte ich doch schon längst wieder zu Hause sein. Lange bevor er und Mam nach Hause kommen. Aber die Karre ist einfach stehen geblieben. "Sprudelte es aus Kai raus. "Aber Benzin hast du schon noch im Tank?" fragte Steve grinsend. "Natürlich hab ich Benzin im Tank. Wofür halten sie mich?" erwiderte Kai beleidigt. "Hey.. war nur ein Witz." beruhigte Steve ihn augenzwinkernd. "Dann lass uns mal sehen, woran es sonst liegen könnte." fügte er an und ging nach vorne um sich den Motor anzusehen.

"Versuche ihn mal zu starten." rief er Kai zu der noch im Wagen sass. Kai tat es, aber ausser einem Stottern kam da nichts. "Okay.. das reicht. Hast du eine Taschenlampe im Wagen?" fragte Steve, da es schon anfing, Dunkel zu werden. "Ich glaub schon. "sagte Kai, ging zum Kofferraum und suchte danach. "Ich hab sie gefunden." sagte er nach einer Weile und ging zu Steve. "Gut.. leuchte mal hier rein." sagte Steve ohne das er vom Motor hochschaute. Das Nächste, was er mitbekam, war ein harter Schlag an seinen Kopf der ihn benommen zu Boden gehen lies. Die Lichter eines Wagens kamen näher, stoppten vor ihm und dann hörte er wie Türen geöffnet und wieder zugeschlagen wurden. Instinktiv wusste er das, dass Ganze hier nichts Gutes zu bedeuten hatte. Er versuchte auf die Beine zu kommen, aber sein Körper gehorchte ihm nicht. Er war einfach noch zu benommen vom Schlag auf seinen Kopf. Das Nächste was er spürte war ein schmerzhafter Tritt gegen seine Brust. Und gleich noch einer traf ihn in den Rücken. Er stöhnte auf und legte gleichzeitig schützend die Arme um seinen Kopf. Immer wieder traten sie zu und die Schmerzen rasten durch seinen Körper. 'Oh Gott.. ich will nicht sterben. Nicht jetzt, wo ich so kurz davor bin, Sam zu fragen, ob sie mich heiratet.'

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Ich weiss ich hatte euch versprochen das ihr erfährt was mit Steve passiert ist.. Aber das Kapitel hat sich so in die länge gezogen das ich es noch nicht wirklich geschaft habe.. *blush* .. ich hoffe ihr verzeit mir...

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So Apr 01, 2012 8:07 pm

So entlich hab ich das nächste Kapitel abgetippt.. :blush: .. Danke an die fleissigen Feedbackschreiber und an die sonst "mitlesen".. *friend*
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Kapitel 6
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Ein harter Tritt gegen seine Schulter riss Steve aus seinen Gedanken. Er schrie laut auf, als sein Schultergelenk aus der Gelenkpfanne sprang. Gleichzeitig verlor er seine Deckung und prompt traf ihn ein Tritt gegen die rechte Seite seines Kopfes. Sofort wurde es Nacht um ihn, weil er das Bewusstsein verlor. Allerdings war die nur von kurzer Dauer. Er wurde aus seiner Bewusstlosigkeit gerissen, als sie ihn an den Armen packten und brutal auf die Beine hochzerrten. Steve stöhnte auf, als ein stechender Schmerz, ausgehend von seiner Schulter, seinen Körper durchzuckte. Noch immer hielt er seine Augen geschlossen, spürte aber wie ihm jemand ins Haar fasste und dann seinen Kopf schmerzhaft nach hinten zog.

"Sieh mich an!" wurde ihm befohlen. Steve öffnete seine Augen, aber trotzdem blieb alles schwarz um ihn rum. "Hör gut zu, denn ich sage es dir nur einmal! Wenn dir das Leben von Samantha etwas bedeutet, dann sorge dafür, dass sie sich von dir fernhält! Sonst ist sie die Nächste, die wir uns vorknöpfen! Hast du verstanden?!" fragte der Kerl. Steve nickte schwach. "Ich fragte ob du dass verstanden hast!" schrie der Kerl ihn an und riss noch stärker an Steves Haaren. "Ahhh.. ja .. ich habe verstanden." antwortete Steve. "Gut." antwortete der Kerl und lies Steves Haare los. "Okay Leute.. verschwinden wir hier."
Die harten Griffe um Steves Arme lösten sich und sie liessen ihn los. Kraftlos sackte Steve zusammen und blieb auf dem Boden liegen. Schritte entfernten sich. Türen gingen auf und wurden zugeschlagen, ein Motor gestartet, und bevor sie wegfuhren, sagte einer der Kerle; "Und du... in fünf Minuten kannst du einen Krankenwagen rufen. Hast du verstanden!?"
"Ja .. Sir.. " hörte Steve Kai antworten dann fuhr der Wagen weg und gespenstige Ruhe kehrte ein. Dann hörte Steve die Schritte, die auf ihn zu kamen und schliesslich spürte er, wie ihm ein Tuch auf die blutende Kopfwunde gedrückt wurde. "Wieso Kai?" fragte Steve nur. "Es tut mir leid... aber sie haben meine Eltern in ihrer Gewalt. Und wenn ich nicht genau das tue, was sie sagen dann bringen sie Mam und Dad um. Ich konnte nicht anders.. verstehen sie?" fragte Kai verzweifelt. "Ja.. ich verstehe es." antwortete Steve nur.

Nachdem die fünf Minuten um waren, rief Kai einen Krankenwagen. Steve kam es vor als dauerte es Stunden, bis er endlich die Sirenen hörte, dabei waren in Wirklichkeit gerade mal zehn Minuten vergangen. Der Krankenwagen hielt an und ein Notarzt stieg aus. "Was ist passiert?" wurde Kai gefragt. "Er wurde überfallen und sie haben auf ihn eingetreten." antwortete Kai. Steve hörte wie jemand zu ihm kam sich zu ihm runterbeugte und anfing sein Hemd aufzuknöpfen. "Wie ist ihr Name?" wurde er gefragt. "McGarrett.. Steve McGarrett." antwortete Steve. "Okay Mr. McGarrett. Ich werde.."
"Ich kann nichts sehen! Wieso kann ich nichts sehen?" unterbrach Steve ihn einfach. Und schon spürte er wie sein Augenlied leicht angehoben wurde, aber den Lichtstrahl, mit dem ihm der Arzt ins Auge leuchtete, den konnte er nicht sehen. "Was ist?" wollte Steve wissen. "Ich weiss es nicht. Das müssen wir in der Klinik abklären." antwortete der Arzt und fing dann an vorsichtig Steves Brustkorb abzutasten. "Steve stöhnte auf, als er einen leichten Druck gegen seine linke Schulter spürte. "Ich denke die ist ausgerenkt. Wir Fixiren sie etwas und dann bringen wir sie ins Krankenhaus." sagte der Arzt und fixierte den Arm, indem er ihn an Steves Körper band. Er versorgte auch noch die Platzwunde an Steves Kopf, bevor sie ihn auf die Trage hoben und in den Krankenwagen schoben.

Wenig später kamen sie im Krankenhaus an. Steve wurde sofort in die Notaufnahme gebracht. "Was ist mit ihm?" fragte eine Stimme, die neu für Steve war. Er wurde überfallen und hat einige Fusstritte abbekommen. Er hat diverse Abschürfungen, Hämatome, Platz und Quetschwunden am ganzen Körper. Eine vordere Schulterluxation und eine starke Hirnerschütterung. Zudem kann er nichts sehen." gab der Notarzt Auskunft. " Okay.. ich hab alles notiert." antwortete der andere Arzt. Und zu Steve gewannt fragte er. "Wie heissen sie?"
"Steve McGarrett." antwortete Steve.
"Wie war das?" hörte Steve eine entfernte Stimme, und dann hörte er eilige Schritte, die auf ihn zu kamen. "Oh mein Gott... Steve." hörte er jetzt deutlich die vertraute Stimme von Malia. "Okay Bob.. Ich übernehme ihn" sagte sie zu dem Arzt und nahm ihm das Krankenblatt ab, wo er eben alles aufgeschrieben hatte, was ihm der Notfallarzt mitgeteilt hatte. Sie war noch nicht damit durch als Steve verzweifelt sagte. " Malia... Ich kann nichts sehen. Wieso kann ich nichts sehen!?" Malia legte ihm beruhigend eine Hand auf den Arm. "Ich weiss es noch nicht. Aber wir finden es raus. Soll ich Sam anrufen und ihr sagen, was passiert ist?" fragte sie. "Nein..auf keinen Fall! Keiner soll das tun! Hörst du?! Keiner darf sie anrufen! Verstehst du mich?! Keiner!" antwortete Steve aufgebracht. "Hey.. beruhige dich. Solange du es nicht willst, wird sie nichts erfahren. Aber die andern vom Team die darf ich anrufen oder?" fragte Malia. Steve nickte nur. "Gut. Und jetzt wirst du grüntlich untersucht. Bringt ihn rauf.. ich will ein CT vom Kopf bis zu den Hüften, damit wir sicher sind, dass er keine Inneren Verletzungen hat." sagte sie zu einem Pfleger. "Geht klar." antwortete der und schob Steve in den Lift.

Eine Stunde Später war das CT abgeschlossen und Steve wurde in ein anderes Zimmer geschoben. "Steve." hörte er Malias Stimme. "Du hast zum Glück keine Inneren Verletzungen ausser zwei angebrochenen Rippen. Also werden wir dir jetzt als Erstes die Schulter wieder einrenken. Und deshalb bekommst du gleich eine kurze Narkose verabreicht."
"Die brauche ich nicht. Ich kann.."
"Steve... Dein Körper musste heute schon genug Schmerzen ertragen. Also gönne ihm eine Pause." unterbrach Malia ihn. Er atmete tief durch. "Okay." willigte er schliesslich ein, fragte danach aber gleich. "Was ist mit meinen Augen? Wieso kann ich nichts sehen?"
"Das weiss ich noch nicht. Aber ich hab einen Spezialisten kommen lassen, der sich die CT-Bilder ansieht. Ich bin sicher er wird rausfinden, was los ist. Aber inzwischen kümmern wir uns erst mal um deine Schulter." antwortete Malia.

Eine Schwester trat ins Zimmer und legte Steve erst mal eine Infusion am rechten Arm. Er bekam auch ein Beruhigungsmittel gespritzt, bevor dann der Narkosearzt kam, und ihm die Maske aufsetzte. "Und jetzt ganz langsam von 100 an rückwärts zählen." sagte er und Steve tat es. Zumindest solange bis er den Zusammenhang der Zahlen verlor. Und irgendwann brummelte er einfach irgendwelche Zahlen und schliesslich war er eingeschlafen. Zwei Ärzte kamen und renkten ihm die Schulter wieder ein. Um sicherzugehen das es auch wirklich geklappt hatte machten sie anschliessend eine Röntgenaufnahme. Und als sie sicher waren, dass das Schultergelenk wieder richtig in der Gelenkpfanne sass, legten sie ihm einen Verband an der den Arm ruhigstellte. Zudem legten sie ihm auch noch einen Stützverband an um die Rippen zu schützen und verbanden die Platzwunde am Kopf neu. Die Schwester kümmerte sich anschliessend noch um die Schürfwunden und Hämatome.

Als Steve aufwachte, wusste er nicht, wo er war. Er riss die Augen auf und sofort kam Panik in ihm auf als er nichts ausser Dunkelheit wahrnahm. Er wollte aufstehen, aber eine Hand drückte ihn sanft zurück aufs Bett. "Bleib liegen." hörte er Chins Stimme. "Chin.. wie.. woher.. "
"Malia hat mich angerufen." unterbrach Chin ihn. "Wie spät ist es?" fragte Steve. "Schon fast Mitternacht." antwortete Chin. " Weiss Malia wieso ich nichts sehen kann?" fragte Steve. "Ich weiss nicht.. aber wir können sie fragen." sagte Chin ging aus dem Zimmer und holte Malia rein. "Wie fühlst du dich?" fragte Malia. Er antwortete nicht sondern fragte; "Was ist mit meinen Augen?"
"Der Spezialist hat sich die Bilder angesehen. Er sagt, dass eine Schwellung auf deinen Sehnerv drückt. Wir geben dir jetzt Medikamente, die werden dafür sorgen, dass die Schwellung verschwindet." antwortete Malia. "Werde ich.." Steve stockte kurz. "Werde ich wieder sehen können?" beendete er die Frage aber doch. "Er denkt ja. Aber es gibt keine 100% Sicherheit dafür." antwortete Malia. Steve schloss seine Augen und atmete tief durch. Malias Pager pipste. "Ich muss zurück in die Notaufnahme." sagte sie und ging.

"Hey.. das mit deinen Augen.. das wird schon wieder." versuchte Chin Steve zu beruhigen. Steve öffnete seine Augen. "Ihr müsst sie finden Chin. Ihr müsst diese Mistkerle finden. Und zwar so schnell wie möglich." sagte Steve wütend. "Das werden wir Steve. Kono und Danny sind schon dabei den Jungen zu verhören der gesehn hat, wie sie dich überfallen haben." antwortete Chin. "Er hat es nicht nur gesehen. Er hat mich in die Falle gelockt." sagte Steve. "Dann ruf ich Danny an, damit er ihn verhaftet." sagte Chin und zog sein IPhone aus der Tasche. "Nein.. er hat es nur getan, weil sie sonst seine Eltern getötet hätten." sagte Steve. "Hat er dir das gesagt?" fragte Chin. Steve nickte. "Und du glaubst ihm?"
"Ja das tue ich. Er hat keinen Grund, um zu lügen." antwortete Steve. "Okay.. Dann weiss er oder seine Eltern vielleicht, wie die Kerle ausgesehen haben. Ich fahre zurück ins Revier und werde dafür sorgen, dass die Eltern auch befragt werden. Und du solltest etwas schlafen." erwiderte Chin. "Ja... das sollte ich vielleicht." sagte Steve und konnte ein leises Stöhnen nicht unterdrücken. "Scheint die Schmerzmittel, lassen nach." stellte Chin fest und drückte den Knopf, der eine Schwester rief.

Es dauerte nicht lange und sie trat durch die Tür. "Ich denke er braucht etwas gegen die Schmerzen." sagte Chin. "Nein tue ich nicht. Ich.."
"Steve.. Dein Körper braucht Ruhe. Aber die wirst du ihm nicht geben können, wenn du Schmerzen hast. Verstehst du." unterbrach Chin ihn. Steve atmete tief durch und schon stöhnte er wieder auf, weil sich dabei die beiden angebrochenen Rippen schmerzhaft "meldeten". "Okay." stimmte er schliesslich zu. Die Schwester spritzte ihm das Schmerzmittel und ging wieder raus. Chin blieb noch bis Steve eingeschlafen war dann verliess er das Zimmer und fuhr ins Hauptquartier von H5-0.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Mi Apr 18, 2012 7:22 pm

So.. ich hab mal wieder nachschub.. dieses mal ist es halt "nur" ein "übergangskapitel" aber auch die müssen leider sein.. *blush*

Kapitel 7

"Wie geht es Steve?" fragte Danny als Chin durch die Tür des Verhörraums trat. "Sie haben ihn ziemlich übel zugerichtet. Malia sagt sie hätten ihn mit Fusstritten malträtiert. Er hat eine starke Hirnerschütterung, angebrochene Rippen, eine ausgerenkte Schulter, diverse Blutergüsse, Platz - Schürf - und Quetschwunden am ganzen Körper und das Schlimmste ... eine Schwellung, die auf seinen Sehnerv drückt." antwortete Chin. "Und was heisst das genau?" wollte Danny wissen. "Er kann nichts sehen." sagte Chin. "Du meinst er ist blind?" fragte Danny entsetzt. Chin schaute ihn an. "Im Moment.. ja.."
"Im Moment. Das heisst er wird wieder sehen können. Oder?" fragte Kono. "Die Ärzte hoffen es. Aber es gibt keine Garantie dafür." erwiderte Chin. Danny fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und Atmete einmal tief durch. Als er sich etwas gefasst hatte, sagte er;"Wir sollten Sam anrufen."
"Nein. Er hat Malia gesagt, dass er auf keinen Fall will, dass jemand Sam anruft, und ihr sagt, was passiert ist." erwiderte Chin. "Wieso nicht?" fragte Kono. Chin zuckte leicht mit den Achseln. "Keine Ahnung."

"Warscheinlich weil dieser eine Kerl gedroht hat, dass er Samantha, was antut, wenn sich Mr. McGarrett nicht von ihr fernhält." mischte sich jetzt Kai ein der bisher nur still dagesessen, und zugehört hatte. Chin sah ihn an. "Du hast Steve in die Falle gelockt und.."
"Wie war dass? " unterbrach Danny Chin laut, trat zu Kai, packte ihm am Shirt und zerrte ihn vom Stuhl hoch. "Du verdammter Mistkerl! Was hat dir Steve getan?" schrie er Kai an. "Ich hatte keine Wahl. Ich.." Danny hörte ihm gar nicht zu sondern drückte ihn wütend gegen die nächste Wand. "Wie viel haben sie die dir dafür bezahlt?" schrie er weiter. "Nichts.. ich.." stotterte Kai rum. "Danny! Lass ihn los!" sagte Chin und versuchte Dannys Hände von Kais Shirt zu lösen. Aber Danny dachte gar nicht daran sondern krallte seine Hände noch fester in den Stoff von Kai's T-Shirt. "Verdammt Danny! Du lässt ihn jetzt sofort los!Hast du verstanden?!" befahl Chin laut. Danny schaute ihn an. "Er ist schuld das Steve im Krankenhaus liegt und vielleicht nie wieder sehen kann!"
"Ich hatte doch keine Wahl. Sie hätten sonst meine Eltern umgebracht. Verstehen sie? Wenn ich nicht getan hätte, was sie wollten, hätten sie Mam und Dad getötet." sagte Kai und war dabei den Tränen nahe. "Und dass soll ich dir glauben!?" schrie Danny ihn weiter an. "Steve glaubt ihm." mischte sich Chin nun wieder ein.Danny schaute ihn kurz an und dann lies er Kai los.

Kai war so eingeschüchtert, dass er sich kein Bischen bewegte sondern wie versteinert da stand. "Setz dich wieder hin." sagte Chin. Kai tat es. "Hör zu. Ich will, dass du mir alles erzählst, was du weisst. Jedes noch so unwichtig scheinende Detail kann wichtig sein. Okay?" Kai nickte nur. "Gut.. sagte Chin und drehte sich dann zu Kono um. "Ruf seine Eltern an. Sie.."
"Hab ich schon. Sie sind auf dem Weg hierher." unterbrach Kono ihn. " Okay.. dann warte drausen auf sie und bring sie her, sobald sie da sind." sagte Chin. Kono nickte und ging raus. Chin wandte sich wieder Kai zu. "Okay Kai. Erzähl uns, was genau los war."
"Ja Sir." erwiderte Kai und fing an zu erzählen.

"Vor zwei Tagen, wir sassen gerade auf der Terrasse und haben gefrühstückt, waren sie plötzlich da. Sechs bewaffnete Männer. Sie sagten, dass wir alle sterben würden, wenn wir nicht genau das tun, was sie wollen. Und gestern haben sie mich dann mit dem Auto meines Vaters losgeschickt. Ich musste an einer bestimmten Stelle anhalten und einer der Kerle hat dann irgendwas am Auto gemacht so das er nicht mehr angesprungen ist. Und dann musste ich auf Mr. McGarrett warten. Ich sollte ihn ja anhalten und um Hilfe bitten. Aber als sein Auto kam, konnte ich einfach nicht aussteigen, weil ich Angst hatte, dass er es sowieso merkt. Ich dachte vielleicht fährt er vorbei. Aber er hat wohl das Auto meines Dad's erkannt und hat angehalten. Und dann hat er nach dem Motor geschaut .. und weil es begann dunkel zu werden hat er mich nach einer Taschenlampe gefragt. Da bin ich ausgestiegen und hab nachgesehen, ob eine im Kofferraum liegt. Ich hab auch eine gefunden und auch einen grossen Schraubschüssel. Auf einmal dachte ich wieder an das, was die Kerle von mir wollten. Und das sie meine Eltern töten, wenn ich es nicht tue. Also nahm ich die Taschenlampe in meine linke und den Schraubschlüssel in meine rechte Hand und bin nach vorne zu Mr. McGarrett gegangen. Er hat nicht mal hochgeschaut... und da habe ich zugeschlagen. Er ging zu Boden und dann kamen die Kerle in ihrem schwarzen Chevy Silverado Pick up, ohne Autonummer, angefahren, stiegen aus und.." Kai stockte. "Ich dachte sie bringen ihn um." fuhr er geschockt fort.

"Wie haben sie ausgesehen?" unterbrach Danny ihn. "Ich.. ich weiss nicht. Sie.. sie trugen alle schwarze Skimasken. Aber es waren alles Weisse." stotterte Kai, weil nur schon Dannys Blick ihm Angst einjagte. "Was hatten sie an? Kannst du dich an ihre Kleidung erinnern?" fragte Chin. Kai nickte. "Fünf von ihnen trugen eine Art Uniform, Dunkelblau, und schwarze Kampfstiefel. Aber der eine.. der hatte normale Klamotten an. Jeans und ein blaues Hemd. Zudem war der auch nicht so muskulös wie die andern fünf. Aber er gab die Befehle."
"Wie gross waren sie?" fragte Danny. "Drei etwas so gross wie Mr.McGarrett und zwei etwas kleiner. Und der andere war in etwa so gross wie ich."
"Haben sie irgendetwas gesagt?" fragte Chin weiter. "Nur das sie uns töten, wenn wir nicht genau das tun, was sie wollen. Und der eine Kerl, der die Befehle gab, wollte dann alles über Mr. McGarrett und seine Freundin wissen. Wie lange sie schon zusammen sind und so ein Zeugs."
"Und was hast du ihm erzählt?" fragte Danny. "Nur dass sie schon seit einiger Zeit bei ihm wohnt. Und das ich ab und zu gesehen hab, dass die beiden am Strand unten rumgeknutscht haben."
"Du beobachtest die beiden also heimlich." stellte Danny fest. " Nein... das hab ich nicht.. Das war Zufall.. Ich.."

Kai's Rumgestotter wurde unterbrochen, weil die Tür des Verhörzimmers aufging und Kono eintrat. "Seine Eltern sind da." sage sie und machte platz, damit die beiden eintreten konnten. "Kai.. bist du in Ordnung?" fragte seine Mutter sofort ging zu ihm und nahm ihn in den Arm. "Ja mir geht es gut. Aber ich hatte solche Angst, dass sie euch etwas antun." sagte Kai und schloss seine Mutter ebenfalls in die Arme. "Ist das wirklich nötig das sie meinen Sohn um diese Uhrzeit noch verhören? Er hat doch nichts getan was....
"Nichts getan? Er hat Steve in einen Hinterhalt gelockt. Und so diesen Mistkerlen geholfen damit sie Steve zusammenschlagen konnten. Verdammt.. man hat auf Steve eingetreten und vielleicht wird er nie wieder was sehen können! Und sie sagen er hat doch nichts getan!" unterbrach Danny schreiend Kai's Vater. "Oh gott.... Ich.. Es tut mir leid. Glauben sie mir, wenn ich es hätte verhindern können, dann hätte ich es getan. Und Kai würde nie einem Menschen etwas antun. Aber er hatte keine Wahl. Hätte er diesen Männern nicht geholfen, dann hätten sie uns alle getötet. Verstehen sie?" sagte Kai's Vater. "Mr. Kahua.. wir brauchen nicht nur die Aussage von Kai, sondern auch die von ihnen und ihrer Frau. Sie müssen uns alles sagen, woran sie sich erinnern. Nur so haben wir eine Chance die Männer zu fassen, die Steve das angetan haben." lenkte Chin die Aufmerksamkeit auf sich. "Wir sagen ihnen alles, was wir wissen. Aber bitte lassen sie dann unseren Sohn gehen." flehte Kai's Mutter. "Ich verspreche ihnen das sie ihn mit nach Hause nehmen können sobald wir ihre Aussagen haben." versprach Chin. "Gut. Dann lassen sie uns anfangen. Was wollen sie wissen?" fragte Kai's Vater. "Alles.. ich möchte jede Einzelheit wissen an die sie sich erinnern können." antwortete Chin. "Okay." erwiderte Kai's Vater und begann zu erzählen, was er wusste.

"Das ist alles, was ich ihnen sagen kann. Mehr weiss ich nicht." beendete er seine Ausführungen nach einer Weile. " Du hast was vergessen." mischte sich seine Frau ein. "Was soll ich vergessen haben?" fragte er verwirrt. "Der eine hatte ein Tattoo auf dem rechten Unterarm. Wir haben es nur ganz kurz gesehen.. aber es sah aus wie ein Anker." antwortete Kai's Mutter. "Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Aber als der eine Kai vom Stuhl hochgezerrt hat, ist ihm kurz der Ärmel seiner Uniform hochgerutscht. Und da war dann das Tattoo." stimmte Mr. Kahua seiner Frau zu. "Okay damit können wir vielleicht was anfangen. Sie dürfen jetzt gehen. Aber es kann sein das wir sie noch mal brauchen falls wir die Kerle gefunden haben." sagte Chin. Kai's Vater nickte nur stumm. Kono brachte ihn und seine Familie raus.

"Wirklich viel haben wir ja nicht erfahren." meinte Danny enttäuscht. " Könnte schlimmer sein. Irgendwie klingt mir das Ganze so, als ob die Kerle was mit der Navy oder so zu tun haben. Oder hatten. Denn ich glaube nicht, dass aktive Marines einen Seal so zurichten würden. Dazu sind sie zu sehr verbunden. Wir müssen alle Halter von Dunklen Chevy Silverados überprüfen. Vielleicht finden wir sie so. Aber jetzt sollten wir uns erst mal für ein paar Stunden aufs Ohr hauen." erwiderte Chin. "Aber.."
"Danny. Ich weiss das du die Kerle finden willst und das so schnell wie möglich. Aber wir müssen auch an unsere Sicherheit denken. Wenn wir uns zwischendurch nicht ausruhen, sind wir ein viel zu leichtes Ziel, weil die Konzentration nachlässt. Verstehst du?" unterbrach Chin. " Du hast recht. So ein paar Stunden schlaf könnte ich echt gebrauchen." erwiderte Danny und ging Richtung Türe doch bevor er raus ging drehte er sich noch mal zu Chin um. "Was meinst du, ob wir Steve sagen sollten, dass er und Sam heimlich beobachtet werden, wenn sie bei sich zu Hause am Strand liegen?" Chin schaute ihn an, Danny schaute Chin an und dann begannen die beiden Männer gleichzeitig zu lächeln. "Nein." erklang es gleichzeitig aus ihrem Mund und unweigerlich mussten sie grinsen. " Hoffen wir für die beiden, dass Kai nie ne andere Show als "rumknutschen" zu sehen bekommt." fügte Danny grinsend an und trat durch die Tür. Auf dem Parkplatz angekommen trafen sie auf Kono. "Wir treffen uns morgen früh um acht Uhr wieder hier." sagte Chin und stieg ein. Es war drei Uhr morgens als Danny als Letzter vom Parkplatz fuhr.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Do Apr 26, 2012 5:59 pm

So.. dieses mal wieder ein Kapitel wo unser Seal auch drinn vorkommt. Aber eure Fragen werden leider noch immer nicht beantwortet.. *blush* ... aber das kommt noch... irgendwann *lol* .. auf jeden fall danke an all die fleissigen FB schreiber und ich hoffe ihr bleibt auch weiter an der Geschichte drann auch wenn sie euch noch keine Antworten liefert.
Aber jetzt zu dem was euch wirklich interessiert....
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Kapitel 8
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Schweissgebadet schreckte Steve aus dem Schlaf hoch. Er hatte geträumt. Davon wie sie auf ihn eintraten. Hatte die Schmerzen gefühlt und schliesslich hatte ihn sein eigener Schrei aus dem Schlaf gerissen. Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Wie gerne hätte er Sam jetzt bei sich gehabt. Gespürt, wie sie ihm sanft mit ihrer Hand übers Gesicht strich und ihn beruhigte, dass alles gut werden würde. Aber sie war nicht hier. Und nichts war gut. Er konnte nichts sehen und wusste nicht mal, ob es noch mitten in der Nacht war oder schon Morgen. 'Was wenn Sam anruft?' schoss es ihm durch den Kopf. "Ich brauche mein Handy." murmelte er vor sichh hin, richtete sich langsam auf und stand vorsichtig auf. Er musste auf die Zähne beissen um nicht laut aufzustöhnen, weil jede Bewegung schmerzte. Kurz blieb er stehen, bevor er ein paar Schritte ging. Allerdings kam er nicht sehr weit. Plötzlich überkam ihn das Gefühl von Schwäche und dann sackte er zu Boden, wo er bewusstlos liegen blieb.

"Steve....Steve...." hörte er ein leise Stimme. Er versuchte sie einfach nicht zu beachten. Aber die Stimme lies nicht locker. "Steve... Steve.." ref sie lauter nach ihm. "Steve wach auf." konnte er nun deutlich Malias Stimme hören. Er schlug die Augen auf, um ihr zu zeigen, dass er wieder bei bewussten war. "Was hast du dir nur dabei gedacht einfach aufzustehen?!" rügte sie ihn. "Ich .... ich wollte nur.. " er sprach nicht weiter, sondern fasste sich an den Kopf, weil er das Gefühl hatte, dieser würde nächstens explodieren. Er stöhnte kurz auf. "Ja... genau deshalb hättest du nicht aufstehen dürfen. Du hast eine ziemlich starke Hirnerschütterung und deshalb solltest du eigentlich im Bett liegen bleiben. Ich hätte vielleicht besser auf Chin hören sollen." sagte Malia und half Steve vorsichtig auf die Beine. "Was hat er denn zu dir gesagt?" fragte Steve neugierig, während sie ihm half zurück ins Bett zu kommen. "Dass ich dich am Bett festbinden soll, damit du keine Dummheiten machen kannst. Und weisst du was? Wenn du noch mal aufstehen solltest dann mach ich das auch. Hast du verstanden?!" sagte sie als Steve wieder im Bett lag. "Verstanden Mam." antwortete Steve. "Aber ich werde wohl ein ernstes Wörtchen mit Chin reden müssen. " fügte er an. "Warum?" fragte Malia verwirrt. "Na von wegen seinen Boss ans Bett festbinden lassen zu wollen." erwiderte Steve mit einem leichten Grinsen.

"Wieso bist du überhaupt aufgestanden?" fragte Malia. Sofort verschwand das Grinsen aus Steves Gesicht. "Ich wollte nur mein Handy holen."
"Dazu hättest du nicht aufstehen müssen. Das liegt nämlich in der Schublade vom Beistelltisch. Hier neben deinem Bett." sagte Malia öffnete die Schublade nahm das Handy raus und drückte es Steve in die Hand. "Aber eigentlich sind die Dinger hier nicht erlaubt."
"Ich weiss. Aber wenn Sam anruft... Sie darf keinen Verdacht schöpfen, dass etwas nicht stimmt." sagte Steve und legte das iPhone unter sein Kissen. "Wie spät ist es überhaupt?" fragte er. "Kurz nach halb sieben und meine Schicht ist jetzt zu Ende. Aber ich werde der Schwester bescheid geben, dass sie dich festbinden soll, wenn du noch mal das Bett verlassen solltest." antwortete Malia. "Ich werde es nicht wieder tun." versprach er. "Ach übrigens.. wo ist der Rest von den Sachen, die ich in den Taschen hatte'"
"Die sind alle in der Schublade." Ich werde heute Abend wieder nach dir sehen."
"Okay." erwiderte er bevor Malia ging.

Er versuchte gerade es sich in seinem Bett bequem zu machen, als die Tür erneut aufging. "Guten Morgen Mr. McGarrett. Ich bringe ihnen ihr Frühstück." hörte er die gut gelaunte Stimme einer Frau. "Ich hab keinen Hunger." antwortete er mürrisch. Sie lies sich dadurch aber nicht beirren. " Ich lasse es ihnen trotzdem mal hier." ignorierte sie seinen Tonfall, zog den Tisch ans Bett und stellte das Frühstück drauf. Dann verschwand sie wieder. Der Duft von frischen Brötchen und Kaffee stieg Steve in die Nase und lies ihn dann doch nach der Tasse greifen. Es dauerte etwas, bis er sie ertastet hatte, aber schliesslich hatte er es geschafft. Vorsichtig begann er das heisse Gebräu zu trinken. Und irgendwann griff er dann doch noch nach einem der Brötchen und ass es. "Na sehen sie. Es war doch gut hab ich das Frühstück hier stehen lassen." stellte die Pflegerin erfreut fest, als sie erneut das Zimmer betrat. "Wie spät ist es?" fragte Steve. "kurz vor halb acht." antwortete sie und räumte die Reste von Frühstück weg. "Ich lasse ihnen einen Krug Tee hier." sagte sie und stellte ihn, zusammen mit einem Glas auf den Tisch. Dann war sie auch schon wieder weg. Steve schloss die Augen. Das Hämmern in seinem Kopf brachte ihn fast um den Verstand aber er sträubte sich dagegen, ein Schmerzmittel zu verlangen.Er würde auch ohne auskommen. Und wirklich. Irgendwann schlief er trotz Schmerzen ein.

Das Klingeln seines iPhones weckte ihn. Er wusste sofort das es Sam war die anrief. Weil sie es, in einem unbeobachteten Moment, doch tatsächlich geschafft hatte, ihm sexy Eyes als Klingelton auf sein Handy zu laden. Und jetzt erklang jedes Mal dieser Song, wenn sie anrief. Er hätte ihn ja schon längst geändert, wenn er damit nicht Danny hätte ärgern können. Er mochte dieses Lied nicht und nervte sich jedes Mal, wenn es aus seinem iPhone erklang. Steve griff unters Kissen, zog sein Handy hervor und nahm ab. "Hi Sam."
"Hallo Steve. Bist du schon im Büro?" wollte sie wissen. "Ja.. wir haben heute Morgen einen neuen Fall rein bekommen. Ein Tourist wurde in Chinatown ermordet. Deshalb muss ich auch gleich los." log er. "Okay..dann sollte ich dich nicht mehr länger aufhalten. Pass auf dich auf. Und Steve.. Ich vermisse dich."
"Ich dich auch. Aber wir sehen uns ja schon bald wieder. Bye Sam."
"Bye Steve." erwiderte sie und legte auf. Er legte das iPhone wieder unters Kopfkissen. Er hasste es, sie anlügen zu müssen. Aber es ging nicht anders. Denn, wenn sie die Wahrheit wüsste, dann würde sie sofort zurückkommen. Und das wollte er nicht. Solange sie in San Francisco war, war sie in Sicherheit. Zudem.. er wollte nicht das sie ihn so sah. Blind...Hilflos..



"Hey Partner." riss ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. "Ich bin es Danny." fügte Danny an und schloss die Türe hinter sich. Er musste schwer schlucken, als er Steve so da liegen sah. Sein rechtes Auge war halb zugeschwollen und von einem zünftigen Veilchen umrandet. Und auch sonst war seine rechte Gesichtsseite zerschunden und leicht geschwollen. Zudem klebten Pflaster auf seiner Stirne und seinem Wangenknochen. "Danny... wie spät ist es?" riss ihn Steve aus seinen Gedanken. "Halb neun. Oh man.. du siehst echt scheisse aus." entfuhr es Danny unüberlegt. Und am liebsten hätte er sich dafür gleich selbst in den Hintern getreten. "Das brauchst du mir nicht zu sagen. Ich kann fühlen wie ich aussehe." antwortete Steve. "Sorry.. ich wollte..."
"Habt ihr schon etwas raus gefunden?" unterbrach Steve Dannys Rumgestotter. "Noch nicht viel. Nur was für einen Wagen sie gefahren haben und das einer von ihnen ein Tattoo am Unterarm hatte. " antwortete Danny. "Was für ein Tattoo?" fragte Steve sofort nach. "Einen Anker. Wir denken sie haben etwas mit der Marine zu tun, oder hatten. Viel ist es noch nicht aber ich verspreche dir wir finden die Kerle." antwortete Danny. "Das müsst ihr auch. Und zwar schnell. Bevor Sam zurückkommt." erwiderte Steve. "Wir tun, was wir können. Aber..."
"Wieso bist du dann noch hier? Hier findest du die Kerle bestimmt nicht. Also geh und suche sie!" unterbrach Steve ihn schroff. "Hey.. lass deine schlechte Laune nicht an mir aus. Ich war es nicht der dich so zugerichtet hat. Okay?!" erwiderte Danny leicht verärgert und ging Richtung Türe. "Es tut mir leid." entschuldigte sich Steve gerade laut genug das Danny ihn hören konnte. "Schon gut. Ich hab zu wenige geschlafen und deshalb etwas überreagiert." beschwichtigte Danny. "Ich komm am Abend noch mal her. Brauchst du etwas?"
"Ja. Wenn du zu mir nach Hause fahren, und mir einige meiner Sachen bringen könntest... Du weisst schon. Das Übliche. Was man halt so braucht. Und ein paar meiner Pyjama Hosen." antwortete Steve. "Bist du sicher? Ich meine wozu brauchst du den Pyjama Hosen? Ich bin mir sicher die Schwestern sehen dich viel lieber in diesem hübschen Spitalhemd hier rumliegen." erwiderte Danny, und obwohl Steve ihn nicht sehen konnte, wusste er das Danny ihn eben angrinste. "Ich gebe dir gleich Spitalhemd." sagte Steve und wollte nach dem Kissen greifen, um es nach Danny zu werfen. Aber mitten in der Bewegung hielt er inne und stöhnte kurz auf weil sich eben seine Rippen schmerzhaft "gemeldet" hatten.

"Ich...ich muss los." sagte Danny, weil er im Moment nicht wusste, was er sonst tun oder sagen sollte. "Okay.. und kannst du mir noch sagen, wie spät es ist?" fragte Steve, bevor Danny raus ging. "Zehn Minuten später als bei deiner Letzten Nachfrage." antwortete Danny flapsig, was ihm aber sofort leidtat als er Steves Gesichtsausdruck sah. "Wir sehen uns." verabschiedete er sich und verlies fluchtartig Steves Zimmer. Draussen im Gang angekommen blieb er stehen, atmete ein paar Mal tief durch und fuhr sich schliesslich mit der Hand durchs Haar.
'Wie konntest du?!" meldete sich sein Gewissen. 'Steve wollte wissen, wie spät es ist, weil er sein Zeitgefühl völlig verloren hat. Er hat keine Ahnung, wie schnell oder langsam die Zeit verrinnt. und was machst du? Du speist ihn mit "Zehn Minuten später als bei deiner Letzten Nachfrage" ab. Du bist ein Idiot Danno!' klagte ihn sein Gewissen weiter an. "Ja. Bin ich." murmelte er vor sich her und erntete dafür einen mitleidigen Blick einer Schwester, die eben an ihm vorbei ging. 'Na toll.. ich sollte wohl besser gehen bevor sie mich noch hier behalten, weil sie denken, dass ich aus der Klapsmühle abgehauen bin.' dachte er und setzte sich in Bewegung.

Er war noch keine fünf Minuten unterwegs, als sein Handy klingelte. " Ja Chin?" hob er ab. "Ja ich bin zurück auf dem Weg ins Büro. .. Ich denke in etwa fünfzehn Minuten bin ich... nein warte sagen wir vierzig Minuten. Ich hab noch etwas zu erledigen." sagte Danny legte auf und fuhr auf den Parkplatz vor dem Geschäft, das ihm eben ins Auge gestochen war. Er stieg aus, ging in den Laden rein und zehn Minuten später kam er auch schon wieder raus. Er setzte sich ins Auto und fuhr zurück ins Krankenhaus.

Als er vor Steves Zimmertür angekommen war, atmete er kurz durch, bevor er klopfte und eintrat. "Hey Partner. Ich bin es noch mal."
"Hast du etwas vergessen?" fragte Steve verwundert. "Nein.. ich hab dir etwas mitgebracht." antwortete Danny ging zu Steve und befestigte sein Mitbringsel an Steves linkem Handgelenk. "Was ist das?" wollte Steve wissen. "Eine Uhr. Ich.."
"Danny.. Ich bin blind! Was soll ich da mit einer Uhr? Willst du mich verarschen! Das ist..."
"Neun Uhr und fünf Minuten." wurde Steve von einer elektronisch klingenden Frauenstimme unterbrochen. "Eine .. eine sprechende Uhr?!" stellte Steve überrascht fest. "Ja.. Ich dachte ich bring dir so ein Ding damit du mir nicht dauernd in den Ohren liegst mit .."Wie spät ist es". Und jetzt fahr ich ins Büro." sagte Danny und ging Richtung Türe. Hey.. Sorry... ich... danke." stotterte Steve rum und Danny sah, dass es seinem Partner wirklich leidtat, dass er ihm eben noch an den Kopf geworfen hatte, ob er ihn verarschen wolle. "Schon gut. Ich hoffe es stört dich nicht das sie Rosafarben ist." erwiderte Danny. "Das ist nicht dein ernst. Oder? Ich mein die ist nicht wirklich Rosa." fragte Steve. Danny grinste leicht, was Steve natürlich nicht sehen konnte. "Warum den nicht.Ich dachte rosa gefällt dir. Du hast ja auch rosa Zahnbürsten bei dir zu Hause." zog er Steve auf. "Danny. Sag mir das sie nicht Rosafarben ist."
"Ich muss los. Chin und Kono warten auf mich." sagte Danny und ging zur Türe. Steve hörte, wie er sie öffnete. "Danny!"
"Den Rest bringe ich dir am Abend vorbei." ignorierte Danny ihn und ging raus. Bevor er die Türe schloss, hörte er Steve noch mal laut sagen. "Danny.. sag mir das sie nicht Rosafarben ist!" er grinste, schloss die Türe und verlies das Krankenhaus.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Sa Jun 09, 2012 9:57 pm

So.. nun hab ich es doch noch geschaft.. Ich hab heute ein ganzes Kapitel fertig geschrieben ... crazy .. Und jetzt hoffe ich das es zügiger weiter gehen wird.. Danke an alle die noch weiter lesen und an alle die mir immer feebacks hinterlassen.. Aber nun zu dem was ihr wirklich lesen wollt.
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Kapitel 9
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Kaum war Danny zur Türe raus verschwunden drückte Steve auf den Rufknopf an seinem Bett, um eine Schwester zu rufen. Es dauerte nicht lange und die Türe ging auf. "Brauchen sie etwas?" wurde er gefragt. Und in dem Moment kam er sich so dämlich vor das er sie gerufen hatte nur, um zu erfahren, ob die Uhr an seinem Handgelenk rosafarben war. "Ja.. ich.. gibt es hier so was wie einen Radio?" fragte er deshalb schnell. "Das nicht aber einen Fernseher." antwortete sie. "Der nützt mir nur nicht viel." erwiderte Steve. "Wieso nicht? Auch dem kann man zuhören." antwortete die Schwester und drückte ihm eine Fernbedienung in die Hand. "Brauchen sie sonst noch etwas?"
"Nein danke... oder doch. Ich hätte da eine kleine Frage. Was für eine Farbe hat die Uhr an meinem Handgelenk?" fragte er. "Dunkelblau." antwortete sie und ging.

Steve griff nach der Uhr an seinem Handgelenk. Blau! Die Uhr, die ihm Danny gebracht hatte, war blau und nicht rosafarben, wie ihm sein Partner hatte weismachen wollen. Ein leichtes Grinsen huschte über Steves Gesicht denn er war sich bewusst das er er verdient hatte dass Danny ihn hatte glauben lassen die Uhr wäre rosafarben. Wo er ihn doch gleich so unfreundlich angefahren hatte, als er sie ihm umgeschnallt hatte. Kurz lag er ruhig da, dann fing er an mit dem Daumen über die tasten der Fernbedienung zu streichen, bevor er auf einen der Knöpfe drückte. Zu seinem Glück hatte er auf Anhieb den Sendeplatz von CNN gefunden. Nachrichten waren immer gut. Er legte die Fernbedienung auf den Tisch und hörte der Nachrichtensprecherin zu. Irgendwann vielen ihm aber die Augen zu und er schlief ein.

Danny war inzwischen im Büro angekommen. "Gibt es etwas Neues?" fragte er Kono. "Ja der schwarze Silverado wurde vor zwei Tagen als gestohlen gemeldet." antwortete sie. "Shit..!" fluchte Danny und schlug mit der flachen Hand auf die Tischplatte. "Also eine Sackgasse!"
"Vielleicht nicht. Das HPD hat den Wagen heute Morgen unten am Hafen gefunden." erwiderte Kono. "Okay.. dann sollten wir gleich hinfahren und..."
"Chin ist schon auf dem Weg dahin." unterbrach Kono ihn. "Gut.. dann.. dann werden wir warten, bis er anruft oder zurück ist. Ich bin in meinem Büro." sagte Danny und verschwand durch die Türe von Konos Büro.

Kurze Zeit später sass er hinter seinem Schreibtisch und starrte Löcher in die Luft. Er dachte an Steve und an, dass was ihm diese Kerle angetan hatte. Er wollte diese Mistkerle so schnell wie möglich hinter Gitter bringen, aber im Moment hatten sie noch keine einzige Spur, die wirklich hilfreich war. Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar. Um sich abzulenken bis sie etwas von Chin hörten, begann er an seinem Bericht vom letzten Fall zu schreiben.

Fünfzehn Minuten später trat Kono durch die Türe. "Chin ist zurück."
Danny lies den Stift sofort fallen und folgte Kono. Sie trafen Chin beim grossen Computertisch. "Hast du irgendetwas raus gefunden?" fragte Danny sofort. "Nicht wirklich. Im Wagen war nichts zu finden. Allerdings ist die Spurensicherung noch immer dabei nach Spuren zu suchen. Vielleicht finden die ja noch etwas Brauchbares. Und Charlie Fong kümmert sich um die halb verbrannten Uniformen, die ich in einer Tonne gefunden habe." antwortete Chin. "Dann hoffe ich mal das Fong sich beeilt und möglichst schnell etwas findet, was uns weiterhelfen kann. Ich fahre inzwischen zum Besitzer des Wagens. Ich will wissen wann und wo genau dieser Wagen gestohlen wurde." sagte Danny und ging Richtung Türe. "Ich komme mit." sagte Kono und lief ihm hinterher. "Okay.. dann bin ich wohl der, der hier bleibt und euch anruft falls es etwas Neues gibt." rief er den beiden noch hinterher, bevor die Türe zuging.

Dreissig Minuten später kamen Danny und Kono bei der Adresse an die ihnen das HPD gegeben hatte. Sie stiegen aus und klopften an die Türe. "Wer ist da?" erklang eine Männerstimme durch die Gegensprechanlage. "hier sind Detektive Williams und Detektive Kalakaua. Wir würden uns gerne mit ihnen über ihren gestohlenen Wagen unterhalten." ewiderte Danny. Die Tür ging auf. Und ein grossgewachsener durchtrainierter Kerl mit kurz geschorenen Haaren stand ihnen gegenüber. "Kommen sie rein." sagte er und trat zur Seite. Danny und Kono folgten ihm ins Haus. Er brachte sie ins Wohnzimmer, bot ihnen aber keinen Platz an. "Haben sie meinen Wagen schon gefunden?" fragte er stattdessen. "Ja. Heute Morgen unten am Hafen." antwortete Kono. "Gut. Und wann bekomme ich ihn zurück?" fragte der Kerl weiter. "Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind. Aber wir hätten da noch ein paar Fragen an sie Mr. West. Wann und wo genau wurde ihr Wagen gestohlen?" fragte Danny.

"Das hab ich doch dem HPD alles schon erzählt." erwiderte West genervt. "Ja das wissen wir. Aber ihr Wagen würde bei einem Verbrechen verwendet das nun H5-0 bearbeitet, und deshalb möchten wir das ganze noch mal von ihnen persönlich hören." antwortete Danny. "Na gut. Wenn ich dadurch meinen Wagen früher zurück bekomme. Er wurde mir vor zwei Tagen unten am Hafen gestohlen. Ich hab ihn am Morgen abgestellt als ich zur Arbeit ging. Und als ich am Abend zurückkam, war er weg. Wann genau er gestohlen wurde, weiss ich nicht weil ich den ganzen Tag draussen auf See war. Ich arbeite bei der Küstenwache. Aber das wissen sie ja sicher." antwortete West. "Ist sonst jemandem was aufgefallen?" fragte Danny weiter. "Das weiss ich nicht. Mir hat auf jeden Fall keiner was gesagt." antwortete West. "Okay.. danke für ihre Geduld.Und sobald die Untersuchungen an ihrem Wagen abgeschlossen sind, bekommen sie ihn zurück." sagte Danny. "Gut. Ist sonst noch etwas? Weil meine Kumpels holen mich nächstens ab." sagte West und schon war ein Hupen von draussen zu hören. "Da sind sie ja schon. Sind wir fertig?" fragte er nach. Danny nickte. Jack West brachte sie zur Türe. Draussen angekommen sahen sie den Pick up der in der Einfahrt stand. Zwei Männer sassen darin. Danny beachtete sie nicht, sondern ging zu seinem Wagen und stieg ein. Nur Kono musterte den Wagen und die Männer die darin sassen kurz bevor sie schliesslich auch einstieg. Danny fuhr los.

"Hast du das gesehen?" fragte Kono als sie einige Häuser weiter weg waren. "Was geshen?" fragte Danny verwundert. "Der Kerl auf dem Beifahrersitz, der seinen Arm auf dem Türrahmen aufgestützt hatte, der hatte ein Tattoo auf dem rechten Unterarm." antwortete Kono. "Also mich interessiert nun wirklich nicht wenn ein Kerl ein Tattoo..."
"Es war ein Anker!" unterbrach Kono ihn einfach. Danny trat voll auf die Bremse. "Ein Anker?! Wieso sagst du mir das erst jetzt?! Wir müssen zurück und uns diesen Kerl vorköpfen! Vielleicht.."
"Danny! Wir haben noch keine Beweise um den Kerl festzunehmen. Ein Tattoo alleine reicht noch nicht. So was können Duzende haben. Wenn wir den Kerl jetzt mitnehmen und verhören, ohne dass wir ihm etwas nachweisen können, dann ist der in ein oder zwei Stunden wieder draussen und kann abtauchen. Willst du dass?" unterbrach Kono ihn ein weiteres Mal. "Nein.. Ich.."
"Gut dann fahr weiter. Ich hab das Kennzeichen des Wagens. So können wir nachsehen wer der Halter ist. Und vielleicht finden wir ja irgendetwas raus das uns weiter hilft. Und vielleicht haben Chin oder Charlie auch bald einen Beweis gefunden, der uns weiterhelfen kann." sagte Kono. Widerwillig fuhr Danny weiter.

Zurück im Hauptquartier gingen sie sofort zum Computertisch und gaben da die Nummer des Wagens ein. Kurze zeit später wurde der Name Ethan Black ausgespuckt und ein Bild von ihm angezeigt. "War das der Kerl mit dem Tattoo?" fragte Danny. Kono schüttelte den Kopf. "Der hier sass am Steuer."
"Er hat keine Vorstrafen oder sonst was." stellte Danny enttäuscht fest. "Aber er arbeitet auch bei der Küstenwache. Vielleicht finde ich irgendeinen Zusammenhang zwischen West, Black und dem andern Kerl der noch im Wagen sass." sagte Kono. "Und wie lange dauert dass?" fragte Danny. "Ich hab keine Ahnung. Aber bestimmt gehts nicht schneller, wenn du mir dabei zusiehst." erwiderte Kono leicht genervt. Sie konnte zwar verstehen, dass Danny die Kerle so schnell wie möglich schnappen wollte, die Steve so übel zugerichtet hatten, weil sie dass ja auch wollte, aber seine Ungeduld nervte im Moment einfach nur. "Okay.. Ich geh zu Charlie Fong. Vielleicht weiss der schon mehr." sagte Danny und verschwand durch die Türe. Froh darüber das sie nun in Ruhe arbeiten konnte machte sich Kono ans Werk.

"Schon etwas raus gefunden?" fragte Danny als er ins Labor von Fong trat. Erschrocken zuckte Fong zusammen, da er Danny nicht hatte kommen hören. "Würden sie das nächste Mal bitte anklopfen Detektiv Williams! Und nein ich habe noch nichts Neues rausgefunden. Das dauert auch noch eine Weile weil ich erst alle Tests und Untersuchungen abschliessen muss." erwiderte Fong. "Wie lange?" war das Einzige, was Danny interessierte. "So lange, wie es eben dauert, bis ich etwas Brauchbares gefunden habe. Ich rufe Chin an, sobald ich etwas weiss." antwortete Fong lies Danny stehen und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Danny schaute noch ein paar Minuten zu bevor er sich bewusst wurde das Fong ihn einfach ignorierte. Etwas genervt über dieses Verhalten machte er sich auf den Weg zurück ins Büro.

Als Kono sah wie er durch die Türe trat sagte sie sofort. "Nein ich habe noch nichts für dich und es dauert auch noch eine Weile." Ohne etwas zu erwidern, drehte Danny sich um und ging in Chins Büro. "Hey Chin.. gibt es etwas Neues?" fragte Danny. "Ausser das du alle mit deiner Ungeduld nervst?! Nein." antwortete Chin. "Ich bin nicht ungeduldig! Ich will nur so schnell wie möglich diese Mistkerle schnappen. Ich will, dass sie dafür büssen was sie Steve angetan haben! Versteht denn das keiner?" erwiderte Danny aufgebracht. "Danny.. das wollen wir doch alle! Und jeder hier tut, was er kann. Aber es geht nicht schneller, wenn du die Leute dauernd fragst, wie lange es noch dauert! Kono ist nicht Sam. Sie ist zwar gut was Computer betrifft aber bei ihr dauert das eben ein klein wenig länger, als wenn Sam das machen würde. Und Fong gibt auch sein Bestes. Also lass die beiden in ruhe arbeiten." antwortete Chin. "Und was soll ich inzwischen machen? Rumsitzen?" fragte Danny. "Falls dir sonst nichts einfällt.. Ja!" erwiderte Chin und tippte weiter an seinem Bericht. Danny verlies Chins Büro und ging in sein Eigenes.

Er setzte sich hinter seinen Schreibtisch atmete kurz einige Male durch und begann wieder an seinem Bericht zu schreiben. Allerdings konnte er sich nicht wirklich darauf konzentrieren und nach einer Stunde gab er es auf. Er schaute auf die Uhr. Es war schon bald Mittag und langsam bekam er hunger. Er ging zu Kono. "Was ist?!" fragte sie genervt. "Ich wollte nur fragen, ob du hunger hast. Ich würde uns dann etwas besorgen gehen." antwortete Danny ruhig. "Oh.. ja.. sehr gerne. Eine Pizza wäre nicht schlecht." antwortete sie mit einem entschuldigenden Lächeln.
"Und was für eine hättest du gerne?" fragte Danny. "Eine Margherita." antwortete sie. "Okay." sagte Danny und ging zu Chin. "Willst du auch eine Pizza?"
"Ja gerne. Wenn du mir eine Pizza Hawaii bringen könntest." antwortete Chin. "Das ist zwar keine Pizza. Aber okay.. du musst sie ja essen." sagte Danny und ging.

Fünfundvierzig Minuten später war er zurück im Büro. In der Hand drei Pizzaschachteln und drei Flaschen Wasser. Er klopfte kurz an Chins Türe und als der Danny durch die Glastüre sah stand er auf und folgte Danny. Der ging direkt zu Kono. "Essen ist da." sagte er und ging dann weiter in den Raum, wo sie sonst mit Zeugen sprachen. Da stand ein grosser Tisch, auf dem er die Pizzaschachteln und die Flaschen abstellte. Wenig später assen sie ihre Pizzas. Als sie alle satt waren, ging Kono wieder an den Computer und Chin in sein Büro. Danny setzte sich kurz an seinen Schreibtisch, beschloss dann aber, nach zehn Minuten Nichtstun, dass es besser war zu gehen. Er ging in Chins Büro."Ich werde zu Steve's Haus fahren und ihm einige Sachen holen, die er braucht. Und anschliessend fahre ich zu ihm ins Krankenhaus."
"Tu das. Und bestell Steve einen Gruss von uns." erwiderte Chin erleichtert darüber, dass Danny einige Zeit beschäftigt sein würde.

Danny verlies das Hauptquartier und fuhr los. In Steves Haus angekommen begann er die Sachen einzupacken, die er Steve bringen wollte. Schliesslich hatte er alles in einer Tasche verstaut und ging zur Haustüre. Er hatte sie schon einen Spalt geöffnet, als er sie wieder schloss, die Tasche abstellte und in die Garage ging. Sofort erinnerte er sich wieder an das erste Zusammentreffen mit Steve. Wie sie sich mit gezogener Waffe gegenübergestanden hatten. Wie Steve in sein Appartement kam und ihm eröffnete, dass er nun sein neuer Partner sein würde. Oh Gott hatte er diesen eingebildeten Seal am Anfang gehasst. Und manchmal gab es auch heute noch Momente, in denen Steve ihn auf die "Palme" trieb. Aber trotz den Meinungsverschiedenheiten, die sie des Öfteren hatten, war Steve in den letzten Jahren mehr als nur sein Partner geworden. Er war sein Freund und der Gedanke, dass er Steve als Partner verlieren könnte, weil er vielleicht für immer blind sein könnte, machte ihm mehr zu schaffen, als er sich selber eingestehen wollte. Er atmete tief durch ging zurück ins Haus schnappte sich die Tasche und ging.

Auf dem Weg ins Krankenhaus besorgte er noch etwas Essbares für Steve. Denn er war sich sicher das sein Partner das Essen im Krankenhaus genauso wenig mochte wie er damals. Als er Steve's Zimmer betrat lag Steve mit geschlossenen Augen im Bett. Danny wollte ihn nicht weiter stören deshalb stellte er die Tasche leise neben dem Schrank ab. Gerade als er sich umgedreht hatte um zu gehen erklang Steve's Stimme. "Rieche ich da Pizza?"
Danny drehte sich zu ihm um. "Ja.. ich dachte die schmeckt sicher besser als dass, was du hier zu essen bekommst." antwortete Danny und stellte die Pizza vor Steve auf den Tisch. Steve tastete nach der Schachtel, öffnete sie und schaffte es schliesslich ein Stück Pizza in die Hand zu nehmen. Er biss ein Stück ab. "Oh Pizza Hawaii." stellte er fest bevor er einen weiteren bissen nahm. "Ja du magst dieses Zeugs ja auf deiner Pizza." antwortete Danny und begann die Sachen, die er Steve gebracht hatte, in den Schrank zu räumen.

"Und habt ihr schon etwas raus gefunden?"fragte Steve während er ass. "Nein noch nicht. Aber den Wagen haben sie heute Morgen am Hafen gefunden. Und die Kleider die sie versucht haben zu verbrennen. Fong arbeitet daran sie zu analysieren." antwortete Danny. Das mit dem Kerl, der das Tattoo auf dem Unterarm hatte, verschwieg er. Er wollte nicht, dass Steve sich falsche Hoffnungen machte, solange sie noch nichts Handfestes gegen den Kerl in den Händen hatten. Als Danny alles im Schrank verstaut hatte, drehte er sich wieder zu Steve um. Der war gerade dabei das zweitletzte Stück Pizza zu "verdrücken". "Hey.. du kannst dir ruhig Zeit lassen. Ich ess dir nichts weg!" sagte Danny. "Weiss ich.. hat ja auch Ananas drauf. Aber ich hab einen riesen Kohldampf. Wie du sagtest.. das Essen hier ist nicht so toll." antwortete Steve und nahm den nächsten Bissen. Zwar hatte er eben gelogen, denn eigentlich hatte das Mittagessen ganz gut gerochen. Aber da eine Schwester ihm beim Essen hatte helfen wollen, hatte er einfach behauptet er hätte keinen Hunger. Denn er wollte sich auf keinen Fall füttern lassen wie ein Kleinkind. Dannys Pizza kam deshalb wie gerufen. Die stillte seinen Hunger und zudem konnte er die mit den Händen essen. "Hast du auch etwas zu trinken mitgebracht?" fragte Steve mampfend. "Nein.. hab ich nicht. Aber du hast doch Tee." antwortete Danny. "Den mag ich nicht. Könntest du mir nicht etwas am Automaten ziehen? Zwei oder drei Flaschen Wasser? Geld sollte im Nachttisch sein." sagte Steve. "Okay." antwortete Danny öffnete die Schublade und nahm ein paar Dollars raus. Bevor er die Schublade schloss, fiel sein Blick auf die kleine Schmuckschachtel, die darin lag. Er musste sie nicht öffnen denn er wusste genau, was sie enthielt. Er schloss die Schublade und ging zum Automaten.

Nachdem er drei Flaschen Wasser gezogen hatte, ging er zurück zu Steve. Er drückte ihm eine Flasche in die Hand. "Die anderen stelle ich dir auf den Nachttisch." sagte Danny und stellte sie ab. "Danke." antwortete Steve öffnete die Flasche und trank sie halb leer. Danach ass er auch noch das letzte Stück Pizza. Gerade als er damit fertig war, klopfte es an die Türe und ein Arzt trat ein. "Mr. McGarrett ich bin Dr. Evans, der Augenspezialist. Wie geht es ihnen?" fragte er.
"Ich kann noch immer nichts sehen." antwortete Steve. "Ja ich weiss. Und falls sich das bis morgen früh nicht ändert, würde ich gerne ein weiteres CT machen, um zu sehen, ob die Schwellung noch immer auf den Sehnerv drückt und eine Operation nötig sein könnte, um den Druck auf den Sehnerv zu verringern." sagte Dr. Evans. "Wieso haben sie das nicht gleich gemacht?" wollte Steve wissen. "Weil der Eingriff gewisse Risiken birgt und weil wir normalerweise sehr gute Ergebnisse mit Kortisongaben haben. So das die Schwellung innerhalb eines Tages zurück geht. Zudem hilft eine OP nicht, wenn die Blindheit durch ein Schocktrauma ausgelöst wurde." antwortete Dr. Evans. "Wollen sie damit sagen, dass ich mir meine Blindheit nur einbilde?!" fragte Steve wütend. "Nein.. auf keinen Fall hab ich das so gemeint. Und wir wissen ja noch gar nichts Genaues. Deshalb sag ich ja das wir Morgen vielleicht noch ein CT machen müssen." versuchte Dr. Evans Steve zu beruhigen sah aber das ihm das nicht wirklich gelang. "Ich muss gehen. Ich hab noch einen Termin." verabschiedete er sich deshalb schnell und verlies das Zimmer.

"Was denkt sich dieser Kerl eigentlich! Ich bilde mir doch nicht ein, dass ich blind bin.! Ich .."
"Steve.. beruhige dich. Er ist bloss ein Arzt. Und die erzählen doch andauernd irgendwelche Sachen, wenn sie nicht genau wissen, um was es sich handelt. Also nimm das nicht so ernst. Okay." unterbrach Danny ihn, um ihn zu beruhigen. "Steve atmete tief durch. "Ich hasse Krankenhäuser." sagte er schliesslich, lehnte sich zurück und schloss die Augen. "Na ja.. ich glaube ausser den Menschen die hier arbeiten, geht es allen so. Ich muss zurück ins Büro. Falls heute noch einer vom Team bei dir vorbei schaut, soll er dir etwas zu Essen mitbringen?" fragte Danny. "Nein danke. Für heute bin ich satt. Aber wenn mir morgen Mittag vielleicht einer was bringen könnte. Falls einer Zeit hätte." antwortete Steve. "Klar ich denke das ist machbar. An was hast du den gedacht?" fragte Danny. "Chickenwings wären nicht schlecht." Antwortete Steve. "Bekommst du." sagte Danny und ging Richtung Türe. "Hey Danny!" Rief Steve ihm nach. "Ja Steve?" fragte Danny und drehte sich noch mal zu Steve um. "Danke das du mir meine Sachen vorbei gebracht hast. Und die Pizza. Und auch noch mal für die Uhr." fügte Steve an. "War doch nichts." antwortete Danny und öffnete die Türe. "Ich habe übrigens raus gefunden, dass sie nicht rosafarben ist, sondern Blau." sagte Steve lächelnd. "Da du sie noch immer trägst, hatte ich auch nichts anderes erwartet." erwiderte Danny grinsend und ging.

Auf dem Korridor wurde er von Dr. Evans aufgehalten. "Darf ich sie etwas fragen Mr...."
"Williams." half Danny ihm aus. "Und sicher. Fragen sie nur."
"Gibt es in Mr. McGarretts Umfeld Leute, die ihm wirklich nahestehen und Morgen vielleicht herkommen könnten, wenn ich die neuen Untersuchungsergebnisse vorliegen habe?" fragte Dr. Evans. "Sicher gibt es da Leute die ihm Nahestehen. Aber weder seine Freundin noch seine Schwester können so schnell hier sein." antwortete Danny. "Gibt es denn, da gar niemanden der herkommen könnte?" fragte Dr. Evans. "Na ja.. wenn es reicht, dass ich sein Partner bei 5-0 bin. Wieso ist es so wichtig das jemand dabei ist?" fragte Danny. "Sie haben doch gesehen, wie er heute reagiert hat, als ich ihm erklären wollte, dass seine Blindheit vielleicht nicht nur durch die Schwellung verursacht wird. Und falls sich mein Verdacht morgen bestätigt dann hätte ich gerne jemand dabei, wenn ich ihm das sage. Nur um ihn zu beruhigen." sagte Dr. Evans. "Sie denken also wirklich das er nichts sehen kann liegt daran, dass er vom Überfall traumatiesiert ist?" fragte Danny. " Nein nicht ganz. Nicht vom Überfall, sondern das, das Trauma beim Überfall ausgelöst wurde. Aber ich werde ihnen das alles genauer erklären, wenn sich mein Verdacht morgen bestätigen sollte." sagte Dr Evans. Danny atmete tief durch."Ich bezweifle zwar das ich Steve wirklich beruhigen kann, wenn er so was zu hören bekommt. Aber ich werde da sein."
"Gut. Wenn sie mir ihre Handynummer geben, rufe ich sie an, sobald ich Morgen die Ergebnisse vorliegen habe." sagte Dr. Evans. Danny schrieb sie ihm auf und verlies danach das Krankenhaus



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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   So Jun 24, 2012 7:35 pm

So dieses mal hat es nicht ganz so lange gedauert mit dem neuen Kapitel, Hoffe es gefällt euch obwohl es dieses mal nicht ganz so lang geworden ist. Und hier auch noch mal ein dickes Dankeschön an all die Feedback "geber" und die leser.. *friend*

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Kapitel 10
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Nachdem Danny weg war, dauerte es nicht lange und die Türe zu Steves Zimmer ging erneut auf. "Mr. McGarrett ich bin hier um ihre Verbände zu wechseln." hörte er die Krankenschwester sagen, die eben reingekommen war. Um sich unnötige Schmerzen zu ersparen, setzte er sich ganz langsam auf. "Anscheinend haben sie ja doch noch Hunger bekommen." stellte die Schwester fest, als sie die Pizzaschachtel sah. "Na ja.. mein Partner hat sie mir mitgebracht, da konnte ich nicht gut Nein sagen, weil er sonst mit Sicherheit eingeschnappt gewesen wäre." versuchte Steve sich raus zu reden. "Aha.. ihr Partner." erwiderte die Schwester in einem Tonfall der Steve sofort klar machte, was sie eben dachte. "Ja .. mein Partner bei einer Spezialeinheit. Oder dachten sie da an was anderes?" fragte Steve."Nein.. natürlich nicht.. ich... kann ich die leere Pizzaschachtel wegwerfen." wechselte sie das Thema. "Ja gerne." antwortete Steve leicht grinsend. Sie warf die Schachtel weg und trat dann wieder zu Steve. "Ich fange mit den Pflastern in ihrem Gesicht an." sagte sie und fing an sie vorsichtig zu entfernen und neue draufzukleben. "Gut das hätten wir. Und jetzt noch den Rest ihrer Verbände." sagte sie und half ihm das Krankenhaushemd auszuziehen, damit sie die Verbände an seinem Oberkörper wechseln, und die Blutergüsse mit einer Salbe einreiben konnte.

Nach einer halben Stunde war sie damit fertig. Als sie ihm wieder ins Hemd helfen wollte, fragte Steve. "Kann ich stattdessen nicht eine Pijamahose anziehen?"
"Aber sicher. Haben sie den eine hier?" fragte sie. Steve nickte. "Im Schrank." Er hörte, wie sie zum Schrank ging und ihn öffnete. Wenig später war sie wieder bei ihm und half ihm die Pijamahose anzuziehen. "Ich fürchte ein T-Shirt werden sie sich nicht überziehen können, solange ihre Schulter noch ruhig gestellt bleiben muss." sagte sie wenig später. "Muss ich den eins tragen?" fragte Steve nur. "Nein, müssen nicht. Ist ja auch genug warm hier drin." antwortete sie. "Gut." sagte Steve und legte sich vorsichtig hin. Seine Kopfschmerzen veranlassten ihn sich dabei an den Kopf zu fassen, und leise aufzustöhnen. "Soll ich ihnen etwas gegen die Schmerzen geben?" fragte die Schwester. "Nein.. ist nicht nötig." antwortete er. "Sie wissen aber schon das sich ihr Körper viel schneller erholen kann, wenn er die Schmerzen nicht auch noch selber bekämpfen muss. Weil dann kann er sich auf die Heilung Kozentrieren und muss nicht auch noch dauernd Endorphine freisetzen, um die Schmerzen erträglicher zu machen." antwortete sie. "Okay dann geben sie mir etwas. Aber nur etwas Schwaches." willigte er schliesslich ein nur, damit sie aufhörte zu reden. Denn mit jedem Wort, das sie sagte, schienen seine Kopfschmerzen heftiger zu werden. "Gut." sagte die Schwester und ging raus. Kurze Zeit später kam sie zurück und spritzte Steve das Schmerzmittel. "Das sollte helfen. Sonst klingeln sie einfach." sagte sie, räumte ihre Sachen zusammen und ging. Es dauerte nicht lange und Steves Schmerzen liessen nach. Dafür wurden seine Augenlieder schwer und ohne das er es wollte schlief er ein.

Danny fuhr zurück ins Revier und ging da dann direkt zu Kono ins Büro. Chin stand auch bei ihr. "Habt ihr inzwischen etwas raus gefunden?" fragte Danny. "Ja. Aber wie weit uns das hilft, weiss ich noch nicht. Ich hab dass hier gefunden." antwortete Kono und zeigte Danny ein Foto, auf dem fünf Junge Männer in Navi Uniformen zu sehen waren. Danny erkannte Jack West und Ethan Black sofort. "Wer sind die anderen Drei?" wollte er wissen. "Ihre Namen sind James Carter, Andrew Young und Sean Hale. Sie haben zusammen die Ausbildung bei der Navi angefangen. Aber nur drei von ihnen haben sie auch beendet. James Carter und Andrew Young wurden schon früh ausgemustert, weil sie den Anforderungen während der Ausbildung nicht gewachsen waren. Inzwischen ist aber keiner mehr bei der Navi. West, Black und Hale sind bei der Küstenwache, Carter und Young arbeiten für eine Sicherheitsfirma hier in Hawaii. Und der Kerl hier." Kono zeigte mit dem Finger auf Sean Hale; " Der sass heute Morgen mit Black im Wagen. Das ist der Kerl mit dem Tattoo."
"Okay.. dann sollten wir Mr. Hale mal einen Besuch abstatten und ihn.."
"Mit welcher Begründung Danny? Dass er ein Anker Tattoo auf dem Unterarm hat, das unsere Zeugen nur für einen kurzen Moment gesehen haben. Denkst du, sie würden es wieder erkennen, wenn wir ihnen fünf Kerle gegenüberstellen, die alle so was auf dem Unterarm tätowiert haben? Ich glaube nicht, dass sie zu einhundert Prozent schwören könnten, welches Tattoo es nun war. Wir brauchen mehr Danny. Einen Beweis, der wirklich stichfest ist und beweist das einer oder alle Fünf für den Überfall auf Steve verantwortlich sind. Und ein Motiv wäre auch nicht schlecht. Sonst sind die innerhalb von zwei Stunden wieder auf freiem Fuss und das könnte für die Zeugen und Steve gefährlich werden." unterbrach Chin Danny. Danny atmete tief durch. Es ging ihm wirklich gegen den Strich, dass er nichts tun konnte. Dass er diese Mistkerle nicht endlich hinter Gitter bringen konnte. Aber Chin hatte recht. Wenn sie keine besseren Beweise hatten, als das Tattoo dann würden die Kerle innerhalb weniger Stunden wieder freikommen. "Okay.. dann lasst uns endlich irgendetwas finden, dass uns hilft, die Kerle einzulochen. Ich fahre zu den Kahuas, vielleicht ist ihnen inzwischen ja noch etwas eingefallen." sagte Danny. "Gut. Wir werden inzwischen versuchen mehr über die Fünf hier rauszubekommen." sagte Kono. "Tut dass." erwiderte Danny und ging.

Am Haus der Familie Kahua angekommen klingelte er an der Türe. "Wer ist da?" wurde er gefragt. Detektiv Williams von 5-0. Ich hätte da noch ein Paar Fragen an sie." antwortete Danny. Die Türe ging auf. "Kommen sie rein." sagte Mr. Kahua und trat zur Seite, sodass Danny rein konnte. Sie gingen ins Wohnzimmer und setzten sich da hin. "Was wollen sie denn noch wissen? Wir haben ihnen doch schon alles gesagt." sagte Mr. Kahua. "Na ja.. ich dachte vielleicht fällt ihnen noch etwas ein. Immerhin waren die Kerle ja hier in ihrem Haus. Und vielleicht erinnern sie sich hier an etwas, was sie auf dem Revier einfach vergessen hatten. Deshalb möchte ich das sie mir alles noch mal genau erzählen. Vielleicht haben die Kerle ja irgendetwas gesagt oder getan was uns hilft sie zu schnappen." erwiderte Danny. "Okay.. ich glaube ja nicht, dass ich ihnen irgendetwas Neues erzählen kann, aber wenn sie alles noch mal hören wollen. Von mir aus." antwortete Mr. Kahua und begann zu erzählen.
Als er damit fertig war, hatte Danny wirklich nichts gehört, was er nicht schon wusste. Er atmete tief durch. Es musste doch irgendetwas geben, was sie weiter bringen konnte. "Was haben die Kerle nachts gemacht? Haben sie hier irgendwo geschlafen?" fragte Danny. "Das weiss ich nicht. Sie haben uns nach oben ins Schlafzimmer gebracht und einer hat uns dann da bewacht. Was die andern in dieser Zeit gemacht haben weiss ich nicht."antwortete Mr. Kahua. "Einer hat das Haus von Mr. McGarrett beobachtet." erklang plötzlich Kai's Stimme hinter ihnen. Danny drehte sich zu ihm um. "Woher weisst du dass?" fragte er. "Ich musste auf die Toilette, und als ich dabei an meinem Zimmer vorbei ging, hab ich ihn gesehen." antwortete Kai. War es einer mit Uniform oder der andere?" fragte Danny. "Einer in Uniform." erwiderte Kai. "Okay.. zeig mir, wo genau der Kerl Steves Haus beobachtet hat." sagte Danny stand auf und ging Kai, nach der die Treppe rauf ging. "Von dem Fenster aus hat er das Haus beobachtet."
Danny ging zum Fenster öffnete es und schaute raus. Von hier sah man den Strand vor Steves Haus und die Terrasse. Er wollte das Fenster eben wieder schliessen als ihm etwas ins Auge stach. "Rauchst du?" fragte er Kai. "Nein.Wieso?" fragte Kai überrascht. Danny zog einen Handschuh aus der Tasche, zog ihn an und hob danach den Zigarettenstummel auf der draußen auf dem Fenstersims lag. "Weil der dann wohl von dem Kerl ist, der von hier aus Steves Haus beobachtet hat." antwortete Danny und packte den Stummel im Handschuh ein, weil er keine Tüte zur Hand hatte. Danach ging er wieder nach unten wo Mr. Kahua noch immer auf dem Sofa sass. "Und haben sie etwas gefunden?" fragte er. "Ja hab ich. Und ich hoffe das uns, dass jetzt hilft, die Kerle hinter Gitter zu bringen." erwiderte Danny und ging zur Türe. "Ach übrigens.. danke für die erneute Aussage." fügte er an bevor er schliesslich das Haus verlies.

So schnell er konnte fuhr er zurück ins Hauptquartier. Beim Reingehen klopfte er an Chins Bürotüre und gab ihm ein Zeichen, das er mitkommen soll. Chin stand sofort auf und folgte Danny in Konos Büro. "Ich hab etwas gefunden." sagte Danny und hielt den Handschuh hoch. Und was genau hast du gefunden?" wollte Chin wissen, da er den Inhalt nicht sehen konnte. "Einen Zigarettenstummel." antwortete Danny. "Okay.. dann bring ich den besser sofort zu Max. Vielleicht kann er die DNA bestimmen." sagte Chin und wollte gehen. "Ich habe auch etwas Neues raus gefunden." sagte Kono bevor Chin verschwand. Er stoppte und kam zurück. "Was denn?" fragte er. "Sean Hale ist der Sohn von Sam Hale."antwortete Kono. "Sam Hale? Das ist doch der Kerl, der damals die falsche Tsunamiwarnung ausgelöst hat, um das Geld aus der Asservatenkammer zu stehlen." sagte Danny. " Ja genau. Und Sean ist sein Sohn." erwiderte Kono. "Dann hätten wir ja ein Motiv für den Überfall auf Steve. Gute Arbeit Kono." lobte Danny. "Dann habt ihr wohl nichts dagegen, wenn ich jetzt Steve besuchen gehe. Oder?" fragte sie. "Nein.. geh ruhig. Aber sag ihm noch nicht was wir bisher rausgefunden haben." sagte Chin und ging.

Wieso soll ich Steve nichts davon erzählen?" fragte sie Danny. "Na ja.. du kennst doch Steve. Wenn er wüsste, das wir Namen haben aber noch keiner von denen hinter Gitter sitzt, wäre er fähig sich selber aus dem Krankenhaus zu entlassen nur um die Kerle dingfest machen zu wollen. Also ist es besser er weiss noch nichts davon, bis wir sie wirklich verhaftet haben." antwortete Danny. "Du hast recht. Ich werd ihm nichts sagen." erwiderte Kono und ging. Danny schaute sich noch mal das Foto der fünf Männer an. Er war sich ziemlich sicher das dass die Kerle waren, die Steve so übel zugerichtet hatten. Aber er war sich auch bewusst das, da immer noch einer fehlte. Der Kerl, der die Befehle gegeben hatte. Der der Schuld war an dem, was sie Steve angetan hatten. "Ich werde rausfinden, wer hinter der ganzen Sache steckt. Auch wenn ich dafür sämtliche Polizeiregeln brechen muss. Ich werde ihn finden." sagte er leise vor sich hin, bevor er in sein Büro ging.

Steve hatte zwar nicht gehört, wie die Türe aufging. Und auch nicht das jemand eingetreten war. Aber er spürte, dass er nicht mehr alleine im Zimmer war. "Wer ist da?" fragte er laut. Er erhielt keine Antwort hörte aber deutlich das Atmen eines Menschen. Steve wusste gleich das hier irgendetwas nicht stimmte. Sein Herzschlag erhöhte sich sofort und ein Adrenalinstoss jagte durch seinen Körper. Er wollte den Knopf drücken um eine Schwester zu rufen aber da packte ihn auch schon eine Hand am Handgelenk und hinderte ihn daran. Das Nächste was er spürte war der kalte Stahl eines Messers, das gegen seinen Hals gedrückt wurde und ihn so daran hinderte, um Hilfe zu rufen. Steve schluckte schwer. "Wer bist du?" fragte er. "Das weisst du doch schon längst." hörte er den Kerl sagen, dessen Stimme ihm nicht mehr aus dem Kopf ging, seit dem Abend, an dem sie ihn zusammengeschlagen hatten. "Was willst du?" fragte er mit möglichst fester Stimme. Denn er wollte nicht das der Kerl merkte das dass Gefühl der Angst in ihm hochkroch. "Ich will dich nur noch mal daran erinnern, dass du dafür sorgst, dass Samantha sich von dir fernhält. Wäre doch schade, wenn ihr das Gleiche passieren würde, wie dir. Oder?" hörte Steve den Kerl hämisch sagen, bevor er spürte, wie ihm das Messer die Haut aufritzte und das Blut anfing, seinem Hals entlang, runter zu seiner Schulter zu laufen.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Sa Jun 30, 2012 1:39 pm

So.. da ich euch nicht zu lange "hägen" lassen wollte mit diesem Chliffi.. hier das neue Kapitel.. Und nochmal danke an die Feedbackschreiber *friend*
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Kapitel 11
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"Steve.." sein Name lies ihn hochschrecken. "Wo ist er'" fragte er sofort. "Wer?" wurde er gefragt und sofort erkannte er Konos Stimme. "Der Kerl der hier..." er stockte und griff sich an den Hals. Und mit einem Mal wurde ihm bewusst das er dass eben nur geträumt hatte. Der Kerl war nie hier gewesen und was da seinem Hals entlang lief, war auch kein Blut, sondern sein eigener Schweiss. "Ist alles in Ordnung, Boss?" fragte Kono. Er wischte sich mit der Hand über das schweissnasse Gesicht. "Ja .. alles klar." log er und um das Thema zu wechseln, fragte er. "Habt ihr schon etwas raus gefunden?" Kono schaute ihn einen Moment lang an. Er sah nicht gut aus und das bezog sich jetzt nicht nur auf die bleuen Flecken und die Schwellungen in seinem Gesicht. Und obwohl Chin und Danny ihr gesagt hatten das sie Steve nichts erzählen sollte tat sie es. Denn ihr Gefühl sagte ihr das er im Moment einfach jede noch so kleine Information, die zur Aufklärung dieses Falls beitrugen, brauchen konnte. Das es ihm gut tun würde zu wissen, dass sie zumindest schon eine Spur hatten, die sie zu den Kerlen führen konnte. "Ja haben wir. Wir haben ein paar Namen, die zur Täterbeschreibung passen könnten. Aber leider noch nicht genug Beweise um sie festzunehmen. Aber Max und Charly arbeiten daran. Und die finden sicher etwas raus. Ich verspreche dir wir werden die Fünf schon bald Schnappen und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch den Kerl haben, der hinter all dem steckt."
"Ihr habt also noch keine Ahnung, wer der Drahtzieher hinter der ganzen Sache ist'" fragte Steve. "Nein im Moment leider noch nicht. Aber ich bin sicher das wird sich schon bald ändern. Wenn wir erst mal ein paar der Kerle gefasst haben, wird bestimmt einer reden." antwortete Kono. "Falls ihr dann einen Zeugen braucht. Ich würde ihn jederzeit an seiner Stimme erkennen."sagte Steve und Kono hörte deutlich den Hass, der in seiner Stimme mitschwang.

Kurz sagte keiner etwas bevor Kono sagte: "Denkst du nicht, wir sollten Sam über alles informieren? Ich meine der Kerl will, dass sie sich von dir fernhält. Vielleicht weiss sie, wer das sein könnte."
"Nein.. kein Wort zu Sam." erwiderte Steve sofort. "Aber..."
"Nein Kono! Wenn wir Sam erzählen was passiert ist wird sie sofort zurückkommen. Und das will ich nicht. Solange sie bei ihren Eltern ist, ist sie in Sicherheit. Und das soll auch so bleiben. Verstehst du. Kein Wort zu Sam, solange die Kerle noch frei rumlaufen. Versprich es mir!" unterbrach Steve sie aufgebracht. "Okay Boss.. ich verspreche es." versprach sie. "Gut.. Wie spät ist es eigentlich?" fragte er, weil er die Uhr, die Danny ihm gebracht hatte, nicht gerne benutzte, wenn Leute bei ihm waren. "Kurz nach sechs Uhr." antwortete sie ihm. "Du solltest Feierabend machen." sagte Steve. "Hab ich doch schon getan." antwortete sie. "Naja.. am Krankenbett deines Bosses rumzuhängen ist ja nicht gerade das, was man einen tollen Feierabend nennt." erwiderte Steve. "Es gibt Schlimmeres." antwortete sie und obwohl Steve sie nicht sehen konnte, hörte er an ihrem Tonfall, dass sie dabei grinste. "Wirklich? Was denn?" fragte Steve. "Zum Beispiel Danny das Surfen beizubringen." antwortete sie. Steve fing an zu grinsen. "Lass ihn das bloss nicht hören."

Das Klopfen an der Türe unterbrach sie. Eine Schwester trat ein. "Mr. McGarrett.. ich bringe ihnen ihr Abendessen."
"Was gibt es denn." fragte Steve. "Spaghetti.. ich kann sie ihnen auch klein schneiden, sodass sie..."
"Ich hab keinen Hunger." unterbrach Steve sie. "Sind sie sicher?" fragte sie nach. "Ja natürlich bin ich sicher!" erwiderte er schroff. "Gut dann nehme ich es eben wieder mit." antwortete sie und ging. "Hast du heute überhaupt schon etwas gegessen, Boss?" fragte Kono die sich bei der Szene eben so ihre Gedanken gemacht hatte. "Ja.. Danny hat mir eine Pizza mitgebracht, als er heute Nachmittag hier war." antwortete Steve. Kono schaute ihn einen Moment lang an. Seine Antwort eben hatte ihren Verdacht bestätigt, dass sein "Ich hab keinen Hunger" nur eine Ausrede war und da was ganz anderes dahintersteckte. "Oh dass hätte ich ja fast vergessen. Ich hab die was mitgebracht. Aber ich habe es im Wagen liegen lassen. Ich geh und hole es mal eben rauf." sagte Kono. "Okay." erwiderte Steve, bevor sie zur Türe raus verschwunden war.

Konos Weg führte sie nicht zu ihrem Wagen, sondern zur Krankenhaus Kantine. Dort kaufte sie einige Früchte ein und ging damit zurück zu Steve. "So.. Hier bin ich wieder. Ich dachte nämlich ich bringe dir einige Vitamine mit. Ich hoffe du magst Bananen und Äpfel."
"Ja tu ich. Danke. Du kannst sie einfach auf den Nachttisch stellen." sagte Steve. Kono tat es. Kurz sagte keiner von beiden mehr etwas bis Steve sagte; "Na los, geh nach Hause."
"Aber.."
"Hey.. es nützt nichts, wenn du deine freie Zeit damit vergeudest, hier bei mir rumzuhängen. Geh nach Hause und geniesse deinen Feierabend. Ich komme hier auch ganz gut alleine klar. Schliesslich hab ich doch noch dass hier, falls ich unterhalten werden will." unterbrach er sie lächelnd und hielt die Fernbedienung in die Luft. "Bist du sicher?" fragte sie. "Ganz sicher." antwortete er lächelnd. "Okay.. dann also ... bye Boss." sagte Kono. "Schönen Feierabend." erwiderte Steve, bevor sie zur Türe raus verschwand.

Draussen auf dem Korridor begegnete Kono Malia die eben auf dem Weg zu Steve war. "Hi Malia."
"Hallo Kono. Warst du bei Steve?" fragte Malia. "Ja. Und ich hätte da eine Bitte an dich. Könntest du dafür sorgen, dass man Steve ab jetzt Essen bringt, das er alleine essen kann?" fragte Kono. "Was meinst du mit alleine?" fragte Malia überrascht. "Na ja.. irgendetwas das er essen kann, ohne das ihm jemand etwas zerschneiden oder sonst irgendwie dabei helfen muss. Hamburger, Sandwiches.. Fingerfood eben. Er ist ein Seal. Einer der immer alles unter Kontrolle haben will. Und er ist sich nun mal nicht gewohnt, dass er auf Hilfe angewiesen ist. Deshalb lehnt er sie ab. In diesem Fall, indem er einfach sagt, dass er keinen Hunger hat. Aber er isst die Pizza, die ihm Danny vorbei gebracht hat." sagte Kono. Malia atmete tief durch. "Steve macht es sich schwerer als es sonst schon ist. Aber ich werde dafür sorgen, dass sein Essen möglichst angepasst wird. Hat er denn ausser der Pizza schon etwas gegessen?" fragte sie. "Ich weiss es nicht. Aber ich habe ihm ein paar Äpfel und Bananen dagelassen. Die kann er essen, wenn er Hunger hat. Und Malia.. lass Steve nicht merken, dass du weisst wieso er nichts `Normales` isst. Und erzähle Chin nichts davon. Du weisst doch, wie Männer sind. Die würden Steve dann sofort mit Essen überschütten und Steve würde merken das sie es wüssten." sagte Kono. "Keine Angst. Das hier bleibt unter uns. Unser Patient ist einfach etwas schwierig was dass mögen des Krankenhaus Essens angeht." erwiderte Malia augenzwinkernd. "Gut..Danke. Bye Malia." verabschiedete sich Kono. "Auf wiedersehen Kono." erwiderte Malia und ging.

Sie klopfte an Steves Zimmertüre und trat dann ein. Steve war eben dabei, eine Banane zu essen. Also hatte Kono voll ins Schwarze getroffen, wieso Steve das Krankenhausessen ablehnte. "Wie fühlst du dich?" fragte sie. "Etwas besser als gestern. Aber in meinem Kopf hämmert es noch immer." antwortete Steve während er den letzten Bissen der Banane ass "Ja das kommt von der Hirnerschütterung. Du solltest möglichst viel schlafen und die nicht zu sehr anstrengen. Wenn du willst, kann ich dir ein Schmerzmittel spritzen." sagte Malia. "Nein.. so schlimm sind die Schmerzen nun auch wieder nicht." erwiderte Steve sofort. "Aber.."
"Ich brauche keine Schmerzmittel. Okay!" unterbrach er sie laut. "Deine Entscheidung. Falls du deine Meinung änderst, brauchst du nur zu klingeln. Übrigens dein CT ist morgen auf zehn Uhr angesetzt." informierte sie Steve. "Okay." erwiderte er nur. Malias Pager piepste. "Ich muss los." sagte sie und ging. Steve schloss die Augen. Es war nicht so das er das Schmerzmittel nicht hätte brauchen können. Denn er hatte wirklich üble Kopfschmerzen. Aber jedes Mal wenn sie ihm dieses Zeug bisher gespritzt hatten, hatte er diese Albträume bekommen und nach dem Letzten, den er hatte, versuchte er jetzt das möglichst zu vermeiden. Er lies den Fernseher an und hörte einige Zeit dem Nachrichtensprecher zu, bevor er einschlief.

Irgendwann schreckte er aus dem Schlaf hoch. Er wusste nicht wieso, aber wahrscheinlich hatte er wieder geträumt. Nur konnte er sich dieses Mal nicht daran erinnern. Er griff zur Uhr an seinem Handgelenk und drückte auf den Knopf. "Drei Uhr und sechs Minuten" erklang die elektronische Frauenstimme. Steve atmete tief durch. Es war noch mitten in der Nacht. Er versuchte wieder einzuschlafen aber er schaffte es nicht. Zu viel ging ihm im Kopf rum. Er griff zur Nachttischschublade, machte sie auf und griff hinein. Es dauerte nicht lange und er hatte gefunden, wonach er gesucht hatte. Vorsichtig zog er das Schmuckkästchen raus und öffnete es. Er griff hinein und nahm den Ring raus. Während er ihn zwischen seinen Fingern festhielt, dachte er an Sam, und an dass was der Kerl gesagt hatte. Er wusste, wenn er Sam die Wahrheit erzählen würde, dann würde sie genau das Gegenteil von dem tun, was der Kerl wollte. Sie würde sich nicht von ihm fernhalten. Aber sie musste. Vor allem solange die Kerle noch nicht hinter Gitter sassen und er noch nichts sehen konnte. Denn in diesem Zustand konnte er sie unmöglich beschützen. Also musste ihm etwas einfallen, damit er Sam von sich fernhalten konnte. Die Frage war nur wie. Er atmete tief durch und legte den Ring zurück ins Kästchen. Er schloss es und legte es in die Schublade. Zum Glück war Sam noch bis samstags weg. So hatte er noch Zeit um sich etwas einfallen zu lassen. Und während dem er darüber nachdachte schlief er ein.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Mo Jul 16, 2012 8:55 pm

Ich weiss ich hatte versprochen das Sam wieder auftaucht.. .. aber das Kapitel wurde irgendwie zu lang und ich musste es zweiteilen.. also werdet ihr noch etwas auf sie warten müssen *blush*
An dieser Stelle auch wieder mal ein Danke an die Feedbackschreiber. Ihr seit spitze *friend*

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Kapitel 12
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Das Klingeln seines iPhones riss Steve aus dem Schlaf. Der Klingelton verriet ihm sofort, dass Sam anrief. Er drückte auf den Knopf seiner Uhr. 'Sechs Uhr und Fünf Minuten'. Er zog das iPhone unter dem Kissen hervor und ging ran. "Hi Sam."
"Guten Morgen Steve. Hab ich dich geweckt?" fragte sie scheinheilig. "Hier ist es jetzt kurz nach sechs Uhr morgens. Natürlich hast du mich geweckt." brummelte er verschlafen ins Telefon. "Tut mir leid. Aber, da du mich die letzten Tage immer gleich abgewimmelt hast, weil du wegen dem Fall, weg musstest, dachte ich, ich ruf dieses Mal eher an. Habt ihr den Fall den inzwischen gelöst?" fragte sie. "Nein noch nicht."antwortete er knapp. "Aber habt ihr wenigstens schon eine Spur?" fragte Sam weiter. "Sam.. Ich werde nicht am Telefon über einen Fall reden. Da weiss man nie, wer zuhört. Okay?!" erwiderte er etwas genervt. "Okay. Wie geht es dir?" fragte sie um das Thema zu wechseln. "Gut." war seine knappe Antwort. "Wow.. also gesprächig bist du heute ja nicht gerade." erwiderte sie. " Sam.. es ist erst sechs Uhr morgens. Und ich bin erst nach Mitternacht ins Bett gekommen. Also was erwartest du von mir?" fragte er genervt. "Tut mir leid. Ich dachte nur so hätten wir ein wenig Zeit, um miteinander zu reden. Du fehlst mir nämlich." sagte sie entschuldigend. "Ja.. du mir auch. Aber trotzdem würde ich gerne noch eine oder zwei Stunden schlafen." erwiderte er nur. Er hörte, wie sie tief durchatmete. "Okay.. Dann lass ich dich schlafen. Ich liebe dich."
"Ich dich auch. Bye Sam." sagte Steve. "Bye Steve." antwortete sie und legte auf.

Steve legte das Telefon zurück unters Kopfkissen. "Oh Gott.. er hasste es so sehr, sie anzulügen. Aber im Moment hatte er keine andere Wahl. Er musste es tun, um sie von sich fernzuhalten. Denn nur so konnte er sie im Moment schützen. Er schloss die Augen, um noch etwas zu schlafen, als die Tür aufging und eine gut gelaunte Stimme erklang. "Guten Morgen Mr. McGarrett. Ich bringe ihnen ihr Frühstück. Brötchen und etwas Aufschnitt. Möchten sie Kaffee dazu oder lieber etwas anderes?" fragte sie und stellte das Tablett auf dem Tisch ab. "Kaffee ist gut." erwiderte Steve. Sie schenkte ihm eine Tasse ein und ging dann wieder raus.


Er tastete nach der Tasse, und als er sie gefunden hatte, nahm er einen Schluck Kaffee. Dann griff er nach einem Brötchen und dem Aufschnitt und begann zu essen. Als er genug hatte, schloss er seine Augen und lehnte sich zurück. Doch noch, bevor er eingeschlafen war, kam schon wieder die Schwester rein um die Sachen abzuräumen. "Können sie mir mal verraten, wieso man im Krankenhaus schon um die Zeit geweckt wird?" fragte Steve genervt. "Weil es viel zu tun gibt. Sie sind schliesslich nicht der einzige Patient hier." erwiderte die Schwester schnippisch, da ihr die schlechte Laune von Steve gerade gewaltig auf die Nerven ging. Ohne ein weiteres Wort verlies sie das Zimmer. "Sie sind schliesslich nicht der einzige Patient hier." äffte Steve sie wütend nach. "Wieso weckt ihr mich dann nicht als letzten!" fügte er brummelnd an, bevor er die Augen schloss. Es gab nichts Schlimmeres als Krankenhäuser. Er konnte es nicht erwarten, bis er endlich hier raus konnte.

Als der Rest des Teams von 5-0 ins Büro kam, wurden sie von Max darüber informiert, dass er die DNA von der Zigarette zwar bestimmt hatte, aber dass es keine Übereinstimmung in der Datenbank gab. Das hiess solange sie nicht etwas Handfestes hatten konnten sie nicht einfach losziehen und die fünf Verdächtigen dazu zwingen einen Speicheltest zu machen. Dazu brauchten sie mehr. Also fuhren Chin und Danny zum HPD wo der Gestohlene Wagen noch immer nach Spuren abgesucht wurde.

"Habt ihr irgendetwas gefunden?" fragte Chin einen der Beamten, als sie den Untersuchungsraum betraten. "Fingerabdrücke. Aber noch keine, die im System drin sind. Und ein Paar Haare. Die können aber auch vom Besitzer sein." antwortete der Beamte. "Oder was wahrscheinlich ist. Von einem seiner Freunde, mit denen er sicher des Öfteren unterwegs ist. Also werden die uns wahrscheinlich auch nichts nützen." sagte Danny resigniert und ging. "Danke für die Informationen." bedankte sich Chin und ging dann Danny nach. Draussen beim Wagen angekommen setzten sie sich rein. Aber Danny fuhr nicht gleich los. Wütend schlug er mit den Händen gegen das Lenkrad. "Verdammt.. Ich will diese Mistkerle endlich hinter Gitter sehen. Und das lieber Gestern als heute. Aber obwohl wir wissen das die das waren sind uns noch immer die Hände gebunden. Wie ich das hasse!" fluchte er laut. "Hey wir kriegen sie. Das verspreche ich dir." versuchte Chin ihn zu beruhigen. In diesem Moment klingelte Dannys Telefon.

"Williams." nahm er den Anruf entgegen. " Dr. Evans. Ja natürlich. Ich komme vorbei." sagte Danny und legte auf. Er schaute kurz auf die Uhr. Es war schon elf Uhr. "Hey.. ist etwas mit Steve?" fragte Chin besorgt. "Nein eigentlich nicht. Er hatte heute diesen untersuch, wegen seinen Augen. Und der Arzt will, dass jemand bei ihm ist, wenn er ihm die Ergebnisse mitteilt." antwortete Danny. "Du meinst der Arzt könnte ihm sagen, dass er für immer blind sein könnte?" fragte Chin. " Ich hoffe nicht. Aber ich weiss es nicht. Er hat gestern von einem Trauma geredet. Aber darauf hat Steve ziemlich sauer reagiert. Deshalb will der Arzt das heute jemand mit dabei ist der Steve beruhigen kann, falls er sich wieder so aufregt wie gestern." sagte Danny. "Na ja.. ob du dafür der Richtige bist." zog Chin ihn auf. "Haha.. sehr witzig. Ich setzte dich beim Büro ab und fahre dann ins Krankenhaus." wechselte Danny das Thema und fuhr los. Denn an die Möglichkeit das sein Partner nie wieder sehen konnte wollte er im Moment einfach nicht denken.

Nachdem er Chin abgesetzt hatte fuhr er auf direktem Weg ins Krankenhaus. Dr. Evans erwartete ihn schon. "Gut das sie da sind Mr. Williams. Dann können wir Mr.McGarrett die Ergebnisse ja mitteilen."
"Und die wären?" fragte Danny. "Dass was ich vermutet habe. Ein Trauma ausgelöst während des Überfalls. Aber genaueres werde ich ihnen und Mr.McGarrett gleich mitteilen." sagte Dr. Evans und ging in Steves Zimmer. Danny folgte ihm. "Hi Partner." begrüsste er ihn. "Was machst du den hier?" fragte Steve sofort. "Ich habe ihn hergebeten." mischte sich Dr. Evans ein. "Wieso?" fragte Steve aufgebracht. "Weil ich denke, dass es gut ist, wenn jemand mit dabei ist, wenn ich ihnen die Ergebnisse mitteile." antwortete Dr. Evans. Steve atmete tief durch. "Okay, wenn es unbedingt sein muss. Aber reden sie endlich! Was ist mit meinen Augen?"
"Die Untersuchung hat meine These bestätigt. Die Schwellung ist zurückgegangen. Sodass sie nicht weiter auf den Sehnerv drückt. Ebenso hat die Untersuchung gezeigt, dass der Sehnerv nicht beschädigt ist. Und..."
"Und weshalb kann ich dann noch immer nichts sehen?" unterbrach Steve ihn laut. "Dazu wollte ich eben kommen. Ich denke, dass ihre Blindheit durch eine Blockade in ihrem Gehirn ausgelöst wird. Diese Blockade entstand während des Überfalls auf sie. Auslöser könnte die Angst gewesen sein das sie sterben könnten. Oder..."

"Angst vor dem Sterben?! Ich bin ein Seal! Ich habe dem Tod schon öfters ins Auge gesehen, als sie sich vorstellen können! Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Also sagen sie mir jetzt nicht, dass ich mir meine Blindheit nur einbilde!" Schrie Steve ihn an. "Ich sage ja auch nicht das sie sich ihre Blindheit einbilden. Sie ist real, weil ihr Gehirn so auf das Trauma reagiert, das sie durchgemacht haben. Und auch wenn sie denken, dass sie schon oft in solchen Situationen gesteckt haben, muss es dieses Mal anders gewesen sein. Eine Kleinigkeit, die anders war als die anderen Male, wo sie dem Tode ins Auge gesehn haben und was dazu führte das sie jetzt nichts sehen können." sagte Dr. Evans der einige Meter von Steve zurück gewichen war, weil es so aussah, als ob Steve nächstens aus dem Bett springen würde.

"Wenn das stimmen würde, dann müsste mein Gehirn doch diese Blockade wieder lösen jetzt, wo ich in Sicherheit bin. Aber dem ist nicht so! Also sollten sie aufhören mir hier etwas von einem Trauma zu erzählen und lieber einen Arzt hinzuziehen, der etwas von seiner Arbeit versteht!" schrie Steve aufgebracht. "Hey.. beruhige dich." sagte Danny ruhig und drückte Steve zurück aufs Bett. "Ich will mich nicht beruhigen! Der Kerl hier sagt mir gerade das ich verrückt bin!" schrie Steve weiter. "Nein nicht verrückt, sondern traumatisiert. Das ist ein Unterschied. Sie sollten mit jemandem darüber reden, was an jenem Abend passiert ist. Und zwar nicht nur eine Schilderung der Tatsachen, sondern was sie während des Überfalls gefühlt haben. Über ihre Ängste und.."
"Ich werde zu keinem Seelenklempner gehen! Ich bin nicht verrückt! schrie Steve und wollte aus dem Bett aber Danny hielt ihn zurück. "Es ist vielleicht besser, wenn sie jetzt gehen." sagte er zu Dr. Evans , während er Steve noch immer festhielt. Der Arzt nickte und verschwand wortlos zur Türe raus.

Als Dr. Evans verschwunden war lies Danny Steve los. "Was bildet sich dieser Kerl ein?! Ich brauche keinen Psychiater! Ich bin in Ordnung! Ich nur nichts sehen. Und dieser Kerl ist nicht fähig raus zu finden warum!" sagte Steve noch immer aufgebracht. " Was hast du zu verlieren Steve?" fragte Danny. "Wie meinst du dass?" Fragte Steve verwundert. "Was hast du zu verlieren, wenn du mit einem Therapeuten reden würdest?" fragte Danny ein weiteres Mal. "Was ich.... ?! Alles Danny! Ich würde alles verlieren!" schrie Steve ihn an. " Und das wäre?" fragte Danny ruhig. "Eben alles. Wenn ich zu einem Therapeuten gehe, dann wird das in meiner Akte vermerkt und somit wäre ich ab sofort unfähig wichtige Aufträge auszuführen. Und das hiesse auch das man mir die Leitung von 5-0 entziehen würde!" schrie Steve wieder. "Okay.. ich habe verstanden. Hätte ich übrigens, auch wenn du mich nicht angeschrien hättest." lies Danny trocken fallen, bevor er weiter fuhr; "Vielleicht musst du ja gar nicht mit einem Psychiater reden. Vielleicht reicht es ja, wenn du mit jemandem andern darüber sprichst."

"Mit wem? Mit dir vielleicht?" fragte Steve schnippisch. "Ich fühle mich geschmeichelt, dass du dabei an mich denkst. Echt das bin ich. Aber ich denke dafür stehen wir uns noch nicht nahe genug." erwiderte Danny ironisch. "Aber ehrlich gesagt hab ich da eher an Sam gedacht."
"Nein! Auf keinen Fall!" erwiderte Steve sofort. "Wieso nicht Steve? Du liebst sie. Und sie liebt dich. Ihr kannst du alles erzählen, was mit deinen Gefühlen zu tun hat. Sie wäre perfekt. Verstehst du dass denn nicht?" fragte Danny. "Nein.. Du verstehst nicht! Ich will nicht, dass sie erfährt, dass ich nichts mehr sehen kann! Ich.."
"Das wird sich wohl kaum vermeiden lassen. Spätestens, wenn sie zurückkommt, wirst du es nicht mehr vor ihr verbergen können." unterbrach Danny ihn. "Vielleicht doch." erwiderte Steve. "Und wie willst du dass schaffen?"fragte Danny verwundert.

"Na ja.. solange ich nichts sehen kann, kann ich sowieso nicht mehr arbeiten. Also könnte ich den Gouverneur bitten mich für tot.."
"Vergiss es! Und zwar ganz schnell!" unterbrach Danny ihn wütend. "Warum? Das wäre die beste Lösung für alle. Ich.."
"Nein Steve! Das wäre vielleicht die beste Lösung für dich. Aber da spiele ich nicht mit! Ich werde Sam nicht glauben lassen, dass du tot bist! Das werde ich ihr nicht antun! Niemals! Verstehst du?!" unterbrach Danny ihn laut. "Verdammt Danny.. so könnte ich sie von mir fernhalten. Und somit wäre sie in Sicherheit. Ich will nicht dass ihr etwas zustösst. Ich .. ich kann sie im Moment doch nicht mal mehr beschützen." sagte er leise. "Wie können das tun. Kono, Chin und ich können Sam und dich beschützen."antwortete Danny. " Nein das könnt ihr nicht. Ihr könnt nicht Tag und Nacht für sie da sein. Ihr habt anderes zu tun. Deshalb wäre es das Beste, wenn sie denkt, ich wäre tot. Dann..."

"Nein Steve. Ich werde bei so etwas nicht mitspielen. Nicht wenn es dabei die Frau trifft, die dich über alles liebt. Und wenn du sie liebst dann solltest du nicht mal daran denken ihr so was anzutun. Von mir aus sag ihr das du Ungeziefer im Haus hast und deshalb der Kammerjäger kommen muss. Und das es deshalb besser ist, wenn sie noch eine Woche länger bei ihren Eltern bleiben soll. Oder was weiss ich. Aber auf keinen Fall werde ich ihr vorspielen, dass du tot bist." erwiderte Danny wütend. Steve atmete tief durch. "Okay..ich werde mir etwas anderes überlegen. Aber eines musst du mir versprechen. Du darfst ihr nicht sagen, dass ich nichts sehen kann. Kein Wort zu ihr, solange ich blind bin. Und ich will auch das kein anderer ihr etwas sagt. Verstehst du? Niemand soll ihr sagen, dass ich blind bin! Versprich es mir!" sagte Steve. Danny atmete tief durch. "Okay.. ich verspreche es. Und jetzt gehe ich und versuche den Fall zu lösen." sagte Danny und ging.


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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Sa Jul 21, 2012 3:58 pm

So hier ist also das nächste Kapitel.. Und ich musste mit schrecken feststellen das ich den feedbackschreibern dieses mal gar nicht auf ihr Feedback geantwortet habe .. Tut mir echt leid.. ich wollte es wirklich, aber hast vor lauter Basteln und schreiben dann doch verpeilt ... *blush* .. Dafür seit ihr doch die, die mch anspornen weiter zu schreiben auch wenns mal nicht so läuft wies sollte. Deshalb nochmal ein ganz dickes "Danke" an euch alle.
Einige Wünsche kann ich euch in diesem Kapitel erfüllen .. einige leider nicht... aber ich hoffe ihr seit trotzdem einigermasen zufrieden mit mir Zwinker .. aber jetzt zu dem was euch wirklich interessiert....
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Kapitel 13
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Auf dem Weg zurück ins Büro, hielt Danny bei einem kleinen Restaurant an um etwas zu essen. Kurz nach Halbeins war er dann zurück im Büro. Von Kono und Chin war weit und breit nichts zu sehen. "Wahrscheinlich essen gegangen" murmelte er vor sich hin und ging in sein Büro. Er las noch mal alles durch was sie inzwischen von dem Fall zusammengetragen hatten.

Eine gute Stunde später traten Kono und Chin durch die Türe. "Wie geht es Steve?" wollte Chin wissen. Danny erzählte den Beiden was der Arzt gesagt, und wie Steve darauf reagiert hatte. "Zudem hat er mir das Versprechen abgenommen, das keiner von uns ein Wort zu Sam sagen darf, das er nichts sehen kann." beendete er seine Erzählung. "Gut hast du ihm die Idee mit seinem vorgetäuschten Tod ausgeredet. Sam so was glauben zu lassen wäre echt das Letzte gewesen. Vor allem jetzt." sagte Kono etwas wütend darüber, dass Steve an so was auch nur denken konnte. "Was meinst du mit 'vor allem jetzt'?" fragte Danny sofort nach. "Na ja.. ich meine... jetzt, wo es so gut läuft zwischen den Beiden." stotterte sie rum. Danny schaute sie misstrauisch an. Irgendwie hatte er das Gefühl das Kono ihm nicht die Wahrheit sagte. Das sie irgendetwas wusste es ihm aber nicht sagen wollte. Aber bevor er nachhaken konnte, trat Fong ins Büro.

"Ich habe raus gefunden, woher die Uniformen kommen. Es gibt nur eine Firma auf dem Festland die die herstellt. Und die hier wurden an eine Firma hier in Hawaii geliefert. An.."
"Lass mich raten. An die Phoenix-Security in Honolulu." unterbrach Chin ihn. "Woher weisst du dass?" fragte Fong überrascht. "Weil zwei Kerle die wir verdächtigen, für diese Firma arbeiten."antwortete Chin. "Hast du sonst noch etwas gefunden das uns weiterhelfen könnte?" fragte Kono. Fong schüttelte den Kopf. "leider nicht."
"Okay.. danke für die Infos." bedankte sich Kono. "Tut mir leid das es nicht mehr ist." entschuldigte sich Fong bevor er das Büro verlies. "Und was jetzt? Fahren wir da hin und verhaften die beiden?" fragte Danny. "Und weshalb? Nur weil wir Uniformen von der Firma gefunden haben? Da arbeiten nicht nur zwei Leute. Ich denke ich werde erst mal da anrufen und nachfragen, ob sie Uniformen vermissen." erwiderte Chin. "Gut und wir schauen Mal nach was wir sonst noch über die Firma in Erfahrung bringen können." sagte Danny und ging mit den Beiden raus zum grossen Computertisch. Kono gab den Namen der Firma ein und sofort wurde eine Telefonnummer ausgespuckt. Chin nahm sein Handy und rief bei der Firma an.

Nach einem kurzen Gespräch legte er wieder auf. "Die Uniformen wurden vor einer Woche auf dem Weg in die Reinigung gestohlen." informierte er Kono und Danny.
"Und was jetzt?" fragte Kono. "Wenn wir an die DNA der beiden kommen würden, oder besser gesagt, an die Information, ob einer der beiden raucht, und wenn ja dann an dessen DNA. Und wenn wir dann endlich eine Übereinstimmung hätten, könnten wir zumindest mal einen der Kerle festnehmen." sagte Chin. "Und wie willst du an sie rankommen?" fragte Danny. "Wir müssten jemanden in die Firma einschleusen." antwortete Chin. "Und an wen hast du dabei gedacht? Wir waren heute bei West. Die Gefahr das uns einer erkennt ist da schon ziemlich gross. Vor allem wenn einer der Kerle in der Firma auftauchen sollte, um Carter und Young zu treffen." erwiderte Kono. "Ich werde das tun. In der Hoffnung, dass Hale mich nicht erkennt, falls er mal da auftauchen sollte." sagte Chin. "Das ist aber ziemlich riskant." sagte Kono. "Ich weiss, aber wir haben keine andere Wahl. Ich weiss nicht, wen wir sonst da rein schicken könnten." erwiderte Chin. "Und wie willst du da rein kommen?" fragte Danny. "Ich werde mit dem Management der Firma reden. Ich bin sicher die sind auch daran interessiert raus zu finden, wer ihre Uniformen gestohlen hat." antwortete Chin. "Okay und ich muss noch mal los. Ich habe Steve nämlich versprochen, dass ich ihm etwas zu Essen vorbei bringen werde." sagte Danny.

"Wenn du mir sagst, wohin ich das Essen bringen muss, kann ich das auch machen." hörten die Drei plötzlich eine Stimme hinter ihrem Rücken. Erschrocken drehten sie sich um. "Sam! Was tust du den hier?!" fragte Danny überrascht. "Ich bin zurückgekommen, weil ich endlich wissen will, was hier los ist." antwortete sie nur. "Was soll hier schon los sein? Wir sind mitten in einem Fall. Das ist alles." erwiderte Danny. Sie schaute die Drei kurz an. "Kommt schon! Denkt ihr das ich total bescheuert bin?! Ich weiss das ihr mich anlügt. Dass Steve mich anlügt! Also was verdammt ist hier los?" fragte sie wütend. Keiner der Drei antwortete ihr. "Okay...wenn keiner von euch redet dann ist Steve mir wohl eine Erklärung schuldig. Wo ist er?" fragte sie. "Er ist nicht hier." antwortete Danny. "Das sehe ich! Aber du weisst wo er ist! Also bring mich zu ihm!" erwiderte Sam. "Das geht nicht." sagte Danny. "Und warum nicht? Du wolltest doch eben zu ihm fahren, um ihm sein Essen vorbei zu bringen. Da kannst du mich doch einfach Mittnehmen." sagte Sam. "Nein.. das geht nicht. Weil .. weil er.."
"Danny.. was ist hier los!?" unterbrach sie ihn laut. "Und lüge mich ja nicht an!" setzte sie bedrohlich hinzu. Danny atmete tief durch. "Okay.. du wirst es ja doch erfahren. Steve ist im Krankenhaus." antwortete Danny jetzt. "Was? Wieso.. warum.. geht es ihm gut?" fing sie an rum zu stottern, während ihre Gesichtsfarbe immer bleicher wurde. Ihre Beine fühlten sich plötzlich so kraftlos an und hätte Kono nicht blitzschnell reagiert und sie festgehalten wäre sie wohl zusammengesackt. "Danny hol einen Stuhl!" befahl sie. Danny tat es. Als Sam sicher auf dem Stuhl sass fragte Kono; "Geht es wieder?" Sam nickte. " Wieso hat er mir nichts gesagt?" fragte sie leise. "Das soll er dir besser selber beantworten. Wenn du dich besser fühlst, fahr ich dich zu ihm." antwortete Danny. "Okay.. geht schon wieder. War nur der Schock." antwortete Sam stand auf und ging Richtung Türe. So sah sie auch nicht wie Danny sich zu Chin wandte und die Worte, "Ruf Steve an", zuflüsterte. Chin nickte und Danny verlies zusammen mit Sam das Hauptquartier.

Zur selben Zeit wie Sam im H5-0 Büro auftauchte, bekam Steve besuch im Krankenhaus. Er war gerade dabei sich Nachrichten anzuhören, als es klopfte und jemand eintrat. "Hallo Steve." vernahm er eine vertraute Stimme. "Catherine.. was tust du denn hier?" fragte er überrascht. "Ich bin für ein paar Wochen auf Hawaii und habe gehört, was passiert ist. Wie geht es dir?" fragte sie und trat an sein Bett. "Ganz gut." antwortete er. "Und was ist mit deinen Augen?" wollte sie wissen." Woher weisst du davon?" fragte er überrascht. "Na ja..Du weisst doch. Die Navi hat da so ihre Quellen." antwortete sie. " Er atmete kurz tief durch. "Ich kann noch immer nichts sehen." erwiderte er schliesslich. In diesem Moment klingelte sein iPhone. Er zog es unter dem Kissen hervor und hob ab. "McGarrett... Was? Wann? Shit! Okay.. danke Chin." sagte er, bevor er auflegte und das Telefon zurück unters Kissen schob. "Stimmt etwas nicht?" fragte Catherine. "Sam ist auf dem Weg hierher." antwortete er. "Oh.. Soll ich gehen?" fragte Cat. "Warum solltest du?" fragte Steve überrascht. "Na ja.. ich weiss nicht. Vielleicht ist sie ja so eifersüchtig. Also, wenn du willst, dann geh ich wieder." antwortete sie. "Nein.. bleib. Und könntest du mir vielleicht einen Gefallen tun?" fragte er. "Wenn ich kann." antwortete sie. "Okay.. höre zu...."

Unterdessen waren Danny und Sam im Krankenhaus angekommen.Wobei Danny noch schnell angehalten hatte um ein paar Chickenwings für Steve zu besorgt. Sie hatten nicht viel gesprochen, weil Sam zu sehr in Gedanken vertieft war und Danny froh war, dass er ihr nichts erzählen musste. Denn er war der Meinung das, dass Steve mal ganz alleine tun sollte. Sie gingen rauf zu Steves Zimmer. Danny klopfte, lies aber Sam den vortritt beim Eintreten. Und er wäre beinahe in sie rein gelaufen, als sie wie angewurzelt stehen blieb. Und erst jetzt sah er weshalb. Steve küsste eine andere Frau. Und wie er sie küsste. Nicht mal einfach so ein kleines Küsschen. Nein es war ein inniger Kuss. "Was.. ich... Steve?" stotterte Sam rum. Sofort unterbrach Steve seinen Kuss. Und als sich die Frau aufrichtete, erkannte Danny Catherine. "Sam... was tust du den hier? Ich dachte.. Ach egal.Ich wollte es dir zwar nicht auf diese Art sagen. Aber wenn du es jetzt schon weisst. Ich hab in den letzten Tagen als du weg warst gemerkt, dass ich mehr für Cat empfinde als für dich. Sam.. das zwischen uns.. es ist aus. Und es wäre gut, wenn du vielleicht bei mir ausziehen könntest, bis ich hier raus komme." Die Worte von Steve prasselten wie Messerstiche auf Sam ein und sie war nicht fähig, mehr als ein "Okay" von sich zu geben. Dann drehte sie sich um und stürmte an Danny vorbei aus dem Zimmer. "Wie kannst du ihr so etwas antun?!" sagte Danny wütend und warf Steve die Tüte mit dem Essen aufs Bett, bevor er Sam hinterher eilte.

Er fand sie draussen im Gang. Ihr Kopf gegen die Wand gelehnt. Er wusste, dass sie weinte. Vorsichtig legte er ihr die Hand auf die Schulter. "Sam.."
"Hast du es gewusst?" unterbrach sie ihn. "Sam.."
"Ob du es gewusst hast, will ich wissen." schnitt sie ihm das Wort ab. Er atmete tief durch. "Nein hab ich nicht. Ich habe nicht gewusst, dass er so ein riesen Idiot ist." antwortete Danny. Sie wischte sich die Tränen weg und drehte sich zu ihm um. "Kannst du.." weiter kam sie nicht. Sie wurde aschfahl im Gesicht hielt sich die Hand vor den Mund und stürmte ins Klo. Danny ging ihr nach. Er hörte, wie sie sich übergab. "Sam.. geht es dir gut?" fragte er.. klatschte sich aber gleich selber gegen die Stirne. 'Was für eine dämlich Frage. Natürlich ging es ihr nicht gut. Immerhin hatte Steve soeben "Schluss" mit ihr gemacht.' Sie antwortete ihm nicht sondern übergab sich ein zweites Mal. "Du solltest vielleicht besser draussen warten. Bevor sie dich noch verhaften." sagte sie. "Mich? Ich glaub kaum das die mich verhaften, weil ich auf dem Männerklo rumhänge." erwiderte er leicht amüsiert. "Männerklo?" erwiderte Sam und kam raus. Erst jetzt bemerkte sie das sie wohl die falsche Tür erwischt hatte. Schnell wusch sie sich die Hände und spülte den Mund aus, bevor sie raus ging.

Danny folgte ihr. "Kannst du mich nach hau.. ich meine.. kannst du mich zu Steves Haus fahren? Mein Wagen steht noch da und ich muss packen." sagte sie. "Hey.. Steve wird noch einige Tage im Krankenhaus bleiben müssen. Also lass dir Zeit. Du musst nicht gleich heute ausziehen." erwiderte Danny. "Doch muss ich... ich kann nicht in diesem Haus bleiben. Es... es gehört Steve. Verstehst du?" antwortete sie leise. Er nickte. "Und wo willst du hin?"
"Ich weiss nicht. Ich werde schon irgendetwas finden. Ein Hotel oder so was." antwortete sie. Diese Idee gefiel Danny gar nicht. Nicht solange diese Kerle, die Steve überfallen hatten, noch frei rumliefen. Ein Hotel war zu wenig sicher. Da gab es zu viele fremde Leute die täglich ein und aus gingen. Da würde es Sam nicht mal auffallen wenn sie von jemandem beobachtet würde. "Hör zu Sam. Rachel und Stan sind mit Grace und dem Kleinen nach England gefahren, um Rachels Eltern zu besuchen. Also wird Grace für die nächsten Wochen nicht bei mir sein. Also wäre in der Zeit ein Zimmer bei mir frei. Du.."
"Das kann ich nicht annehmen." unterbrach sie ihn. "Hör zu Sam. Hotels sind ganz schön teuer. Und die, die nicht teuer sind, sind Absteigen. Glaub mir ich weiss wovon ich rede. Du willst doch nicht in einem fensterlosen Kellerzimmer mit Schimmelpilz enden so wie ich.. Zudem .. ich bin dir noch etwas schuldig." sagte Danny. "Nein bist du nicht." antwortete sie. "Doch bin ich. Dafür, dass du mir das Leben gerettet hast." erwiderte er. "Du hättest das auch für mich getan." antwortete sie. "Ja.. aber trotzdem. Zudem könntest du dann in der Zeit in aller Ruhe eine neue Wohnung suchen und das Geld, das du sparst, in die Kaution stecken, die du ganz sicher hinterlegen musst." sagte er. Sie atmete tief durch. Er hatte recht. Das Geld würde sie noch gut gebrauchen können. Wenn auch nicht unbedingt für eine neue Wohnung. "Okay." willigte sie schliesslich ein. "Gut, dann lass uns fahren." sagte Danny und verlies mit Sam das Krankenhaus.

"Wie kannst du ihr so etwas antun?!" hörte Steve noch immer Dannys Worte in seinem Kopf. Er wusste er hatte ihr wehgetan. Denn seine Worte hatten auch ihm selber wehgetan. Aber er hatte keinen andern Ausweg gesehen als diesen. Nur so konnte er sie von sich fernhalten und damit beschützen. "Steve? Bist du in Ordnung?" hörte er Cat fragen. "Ja.. mir geht's gut. Danke das du mir diesen Gefallen getan hast." antwortete er. "Hab ich doch gerne getan." sagte sie und es war die volle Wahrheit. Sie hatte ihm diesen Gefallen gerne erfüllt, weil sie dadurch das einzige Hindernis das zwischen ihr und Steve stand, aus dem Weg geräumt hatte. Sie liebte Steve noch immer. Und jetzt wo Sam weg war, würde sie ihn vielleicht dazu bringen können, dass er sie auch lieben würde. "Ich hab dir übrigens noch etwas mitgebracht. Ein bisschen Schokolade." sagte sie um ihn auf andere Gedanken zu bringen. "Oh.. danke. Leg sie doch bitte in die Schublade." antwortete er nur. Sie öffnete sie und wollte die Pralinen reinlegen, als sie das Schmuckkästchen darin liegen sah. Vorsichtig öffnete sie es und sah den Ring, der darin lag. Sie schaute Steve an. Der wischte sich eben möglichst unauffällig eine Träne weg die sich langsam ihren Weg über seine Wange bahnte. Sie schloss das Kästchen wieder legte die Pralinen in die Schublade und macht sie zu. In dem Moment wo sie den Ring gesehen hatte wurde ihr bewusst das sie Steve niemals zurück gewinnen würde. Dass es nur eine Frau gab, die er wirklich liebte. So sehr das er sogar bereit war sie aufzugeben, nur um sie zu beschützen.Und diese Frau war Sam.

In dem Moment wusste sie, was sie zu tun hatte. "Steve.. ich muss leider gehen. Ich hab noch einiges zu tun das nicht warten kann." sagte sie. Steve nickte nur. "Bye Cat." verabschiedete er sich. "Bye Steve." erwiderte sie und ging. Als er hörte wie die Türe hinter ihr ins Schloss fiel lies er seinen Tränen freien Lauf. Wieso? Wieso passierte ihm das immer wieder? Er hatte schon so viel in seinem bisherigen Leben verloren. Hatte schon so viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Und jetzt? Jetzt hatte er sein Augenlicht verloren und damit auch seine Arbeit und sein Team. Und das Schlimmste.. um sie zu beschützen, hatte er auch noch Sam wegschicken müssen. Die Frau, die er über alles liebte. Wieso traf es immer ihn? Wieso meinte es das Schicksal nicht wenigstens einmal in seinem Leben gut mit ihm und lies ihn sein Glück finden? Hatte er, dass denn nicht auch mal verdient? Er war wirklich stark im Nehmen. Aber jetzt war der Punkt erreicht, wo er einfach nicht mehr stark sein konnte. Wo all die unterdrückten Gefühle, Schmerzen und Ängste an die Oberfläche drängten und ihn dazu veranlassten aufzustehen den Tisch zu packen und ihn mit voller Wucht durch den Raum zu werfen. Es folgte ein lautes Klirren von Glas, als der Tisch durchs Fenster flog. Aber Steve achtete gar nicht darauf sondern packte den Nachttisch und stiess ihn geräuschvoll um.

Von all dem Krach allarmiert, der aus dem Zimmer drang, ging die Türe auf und eine Schwester trat ein. Als sie sah wie Steve wütend die Matratze vom Bett zerrte rannte sie zurück ins Schwesternzimmer und forderte Hilfe an. Es dauerte nicht lange und drei Pfleger kamen angerannt. Sie gingen in Steves Zimmer und packten ihn. "Lasst mich los!" schrie er und versuchte, um sich zu schlagen. Aber die Pfleger hielten ihn zu gut fest. Einer zog eine Spritze aus der Tasche und rammte die Nadel unsanft in Steves Schulter. Wenige Minuten später wirkte das Beruhigungsmittel und Steve lies sich ohne Gegenwehr zurück ins Bett bringen. Er war inzwischen so weggetreten, dass er nicht einmal mehr merkte, wie sie ihm seine Hände am Bett festbanden. Und kurze Zeit später war er eingeschlafen.

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BeitragThema: Re: Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)   Mi Aug 29, 2012 5:10 pm

Ich weiss.. und ich schäme mich auch.. *blush*
Trotzden hier nochmal ein Danke an die Feedbackschreiber, und die die noch mitlesen trotz dieser ellenlangen Lücken zwischen den Kapitels.. Danke .. und es tut mir leid.. ich würde euch gerne Besserung geloben.. aber leider kann ich dass nicht denn mein Hawaii Urlaub rückt schon in die Nähe und ich hab noch so viel zu tun.. Sorry.. *blush* Aber immerhin hab ich noch ein Kapitel vor der Reise geschafft. Allerdings klärt sich hier so gar nix auf.. trotz der länge.. ich nenne sowas immer gerne "ÜBERGANGSKAPITEL" *crazy*
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KAPITEL 14

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Schweigend fuhren Danny und Sam zu Steve's Haus. Da angekommen hielt Danny an, krammte seinen Hausschlüssel hervor und streckte ihn Sam entgegen. "Sam.. ich muss leider zurück ins Büro. Kommst du alleine klar?" fragte er vorsichtig. Sie nickte nur. "Okay. Wenn du hier fertig bist, dann fahr einfach zu meiner Wohnung und mach es dir da gemütlich. Welches Grace's Zimmer ist wirst du schon rausfinden." fuhr er mit einem Augenzwinkern fort. Sam nahm die Schlüssel und schaute ihn dann kurz an. "Danke." erwiderte sie nur und stieg aus. Danny schaute ihr nach, wie sie zur Haustüre ging. Dort angekommen zögerte sie kurz, bevor sie ihren Schlüssel aus der Tasche nahm und ausschloss. Als sie im Innern des Hauses verschwunden war, fuhr Danny kopfschüttelnd los. Er wusste genau, wie Sam sich jetzt fühlte. Er hatte das Gleiche durchgemacht als Rachel ihn verlassen hatte. Wie konnte Steve ihr so was antun? Ihr so weh zu tun, obwohl er sie in Wirklichkeit über alles liebte. "McGarrett du bist ein Idiot." murmelte Danny vor sich her und fuhr ins Büro.

Kaum hatte Sam die Haustüre hinter sich geschlossen, begannen ihr die ersten Tränen übers Gesicht zu laufen. Wieso hatte er sie gerade jetzt verlassen? Jetzt wo sie ihn so sehr gebraucht hätte. Sie lehnte sich an die Wand und lies sich daran zu Boden gleiten. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und begann zu weinen. Nachdem sie ihren Tränen eine ganze Weile einfach freien Lauf gelassen hatte, meldete sich eine Stimme in ihrem Kopf. 'Was soll dass?! Nimm dich zusammen! Es war doch klar das er irgendwann geht. Oder dachtest du wirklich, du könntest ihn für immer halten? Einen Kerl wie ihn? So etwas Besonderes bist du nun wirklich nicht! Er hat jetzt eine Andere und du musst das Akzeptieren. Also hör auf hier rum zu flennen! Du hast jetzt Wichtigeres zu tun als dass!' Sie atmete tief durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und stand auf. Ja sie hatte Besseres zu tun. Sie musste ihre Sachen packen und so schnell wie möglich hier raus. Und dann hatte sie noch eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung, die sich auf den gesamten Rest ihres Lebens auswirken würde.

Sie ging in die Garage und holte da zwei Kartons. Mit denen in der Hand ging sie nach oben ins Schlafzimmer und fing an ihre Kleider einzupacken. Als sie damit fertig war, ging sie ins Bad und packte auch da, die wenigen Sachen ein die ihr gehörten. Danach brachte sie die beiden Kartons nach unten und stellte sie vor der Haustüre ab. Kurz schaute sie sich noch in der Küche, im Wohn- und im Arbeitszimmer um, um zu sehen, ob da noch etwas rumstand, dass ihr gehörte. Aber sie stellte schnell fest das dies nicht der Fall war. Das alles hier gehörte Steve. Sie wollte schon gehen, als ihr Blick auf das Foto fiel, das auf Steve's Schreibtisch stand. Darauf waren Steve und sie zu sehen. Wange an Wange und mit einem Lachen im Gesicht. Steve hatte das Bild gemacht. Vor fast drei Monaten, bei ihrem Kurzurlaub auf Maui. Das würde er sicher nicht mehr haben wollen also nahm sie es und packte es in eine der Kisten. Dann brachte sie die Kisten raus zu ihrem Wagen und lud sie in den Kofferraum. Schliesslich schloss sie die Haustüre hinter sich zu, stieg ins Auto und machte sich auf den Weg zu Dannys Wohnung.

Danny war inzwischen im Büro angekommen und natürlich wollten Kono und Chin wissen, was Steve Sam erzählt hatte. "Gar nichts." antwortete Danny. "Was soll das denn heissen?" fragte Kono verwundert. Danny erzählte ihnen kurz, was genau im Krankenhaus los gewesen war. Fassungslos schaute Kono ihn an. "Wie konnte er das tun!?"
"Frag mich etwas Leichteres. Manchmal weiss ich echt nicht, was im Kopf dieses Seals vorgeht. Ich meine... wer ausser ihm kommt schon auf die Idee, der Frau die man im Grunde liebt, zu sagen, dass man sie nicht mehr liebt?! Das ist so was von idiotisch!" antwortete Danny.

"Er denkt, dass er sie nur so beschützen kann. Indem er sie von sich fernhält." erklang eine Stimme hinter ihnen. Und als sie sich umdrehten, stand Catherine da. "Was willst du denn hier?" fragte Danny schroff. "Ich wollte fragen ob ich euch bei dem Fall, der Steve betrifft, irgendwie helfen kann damit ..."
"Ja das kannst du! Geh zu Sam und erzähle ihr die Wahrheit. Das Steve nicht dich liebt, sondern nur sie!" unterbrach Danny sie wütend. "Das kann ich nicht. Ich..."
"Ja klar! Weil es dir gelegen kommt, dass Steve Sam von sich fernhält! Weil du denkst, das du dann wieder eine Change hast bei Steve zu landen! Aber eins sage ich dir.. Er wird dich niemals so lieben, wie er Sam liebt!" schnitt Danny ihr ein weiteres Mal wütend das Wort ab. "Das weiss ich! Okay!" erwiderte sie laut. "Ach ja.. wirklich?" fragte Danny abschätzig. " Ja wirklich! Ich hab den Ring im Nachtisch gesehen. Und auch die Träne, die ihm übers Gesicht gelaufen ist. Ich... Ich habe ihn noch nie weinen sehen. Nicht ein einziges Mal. Deshalb wurde mir klar, wie sehr er Sam lieben muss. Aber ich kann ihr nicht die Wahrheit sagen, bevor diese Kerle hinter Gitter sind. Denn er würde es mir nie verzeihen, wenn ihr etwas passieren würde, weil ich ihr die Wahrheit erzählt habe. Also.. wenn du willst, dass ich ihr alles erzähle, dann wirst du dafür sorgen müssen, dass diese Kerle endlich hinter Gitter sitzen. Und das geht vielleicht sogar etwas schneller, wenn du mich helfen lässt." erwiderte Cat.

"Ich wüsste nicht, wobei du uns helfen könntest. Wir.."
"Ich schon." unterbrach Chin Danny. "Wir könnten sie bei der Sicherheitsfirma einschleusen. Bei ihr besteht keine Gefahr, dass sie von jemandem als Cop erkannt wird."
"Der Job könnte aber trotzdem gefährlich werden."wandte Danny ein. "Ich komm damit klar. Schliesslich habe ich eine NAVY Ausbildung hinter mir. Bitte Danny.. lass mich euch helfen." flehte Cat. "Danny atmete einmal tief durch. "Okay.. aber du tust genau das was wir dir sagen und nichts anderes! Hast du verstanden!?"
"Verstanden!" antwortete Cat.

Chins Telefon klingelte. Er nahm es aus der Tasche und ging rann. "Hallo Malia. Ist was mit Steve? Was? Wann? Okay. Danke. " er legte auf. "Ist irgendetwas mit Steve?"fragte Kono besorgt. "Ja.. Malia sagt, dass Steve ausgerastet ist und dabei sein Zimmer demoliert hat."antwortete Chin. "Verdammt! Ich wusste es! Ich wusste das, dass irgendwann passieren würde! Wieso frisst der Kerl auch alles in sich rein, anstatt mit jemandem darüber zu reden, was in ihm vorgeht. Dieser Dickkopf!" fluchte Danny vor sich hin. "Weil die einzige Person mit der er über so was reden würde, Sam ist. Und die hält er im Moment krampfhaft von sich fern!" erwiderte Chin. Danny fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. "Ich fahr zu ihm."
"Das bringt im Moment nichts. Sie haben ihm ein Beruhigungsmittel gespritzt. Deshalb wird er die nächsten drei Stunden schlafen. Und dann fahre ich zu ihm." sagte Chin. "Aber.."
"Danny! Ich fahre zu Steve, weil du dich um Sam kümmern wirst. Denn ich bin sicher ihr geht es auch nicht gut. Und ich will nicht, dass sie auch noch auf irgendeine Art "austickt". Verstehst du?" unterbrach Chin ihn. Danny nickte. "Du hast recht. Ihr geht es nicht besonders gut. Was ja auch kein Wunder ist, nachdem Steve sie so unerwartet "abserviert" hat. Aber genau wie Steve, wird sie das eher in sich hinein fressen, als mit jemandem darüber zu reden." erwiderte Danny kopfschüttelnd. "Ja.. in der Beziehung sind sich die beiden leider viel zu ähnlich." seufzte Kono.

"Okay Leute. Trotz.. oder eben gerade wegen unserer beiden "Sorgenkinder" haben wir noch eine Menge zu tun. Ich ruf jetzt erst mal bei der Phoenix-Security an damit wir Cat so schnell wie möglich da einschleusen können." wechselte Chin das Thema griff zum Telefon und rief den Chef des Unternehmens an. Wenig später legte er wieder auf. "Du kannst morgen da anfangen. Als Putzfrau."
"Als Putzfrau!? Hätte es nicht als Sicherheitsbeamtin sein können." fragte Cat. "Nein.. denn nur als Putzfrau kommst du, ohne aufsehen zu erregen in alle Räume der Firma. Selbst in die Männerumkleide." erwiderte Chin. "Okay.. dann eben als Putzfrau." antworte Cat und verdrehte dabei leicht die Augen. "Und sagt ihr mir auch noch, wonach ich da genau suchen soll?"
"Aber sicher." sagte Chin und rief die Infos auf dem Computer auf, die sie inzwischen zusammengetragen hatten.

In der nächsten Stunde bekam Cat alle wichtigen Infos zu hören. " Dein Job ist es rauszufinden, ob einer der beiden die in der Firma arbeiten raucht. Und wenn ja brauchen wir einen Zigarettenstummel, Haare oder sonst etwas, womit wir die DNA bestimmen können. Erst wenn wir eine Übereinstimmung mit der DNA vom Zigarettenstummel haben, den wir am Tatort gefunden haben, können wir endlich jemanden verhaften." sagte Danny. "Okay... Ich denke das werde ich hin bekommen. Wann genau soll ich morgen da auftauchen?" fragte Cat. "Um acht Uhr morgens. Der Boss der Firma wird dich dann durchs Gebäude führen und dir alles zeigen." antwortete Chin. "Okay.. ich werde pünktlich da sein. Sonst noch etwas?"
"Ja.. du bekommst noch ein kleines Mikro fürs Ohr. Sodass ich mithören kann, was da drinnen vor sich geht. Nur falls ich eingreifen muss." sagte Chin und ging mit Cat in sein Büro.

Danny schaute ihnen nach. Es war ihm anzusehen das er nicht gerade begeistert davon war das Cat jetzt an dem Fall mitarbeitete. Hey.. sie will nur helfen. Und was sie getan hat, tut ihr wirklich leid. Sonst wäre sie nicht hier." riss Kono Danny aus seinen Gedanken. "Ich hoffe du hast recht. Und was ich noch mehr hoffe.. das Sam nicht rausfindet das Cat jetzt an diesem Fall mitarbeitet. Sonst flippt sie mit Garantie aus. Vor allem weil ich dafür sorgen, muss das sich Sam aus dem Fall raus hält. Und dass auch noch ohne das ich ihr von der Drohung erzähle, die der Kerl ausgesprochen hat. "antwortete Danny. "Das wird nicht einfach werden." sagte Kono. "Wem sagst du dass!" erwiderte Danny mit einem kurzen Augenverdreher.Er schaute auf die Uhr. Inzwischen war es schon kurz nach vier Uhr. "Da ich hier im Moment eh nicht mehr allzu viel tun kann, fahr ich jetzt nach Hause. Ich bin sicher Sam will wissen, was mit Steve genau passiert ist und einkaufen gehn muss ich auch noch. Sonst verhungert sie noch, während sie bei mir zu Gast ist."
"Ja tu das. Ich regle noch alles mit Chin und Cat und mach dann auch Schluss." erwiderte Kono. Danny verabschiedete sich auch noch von Chin und Cat bevor er das Gebäude verliess. Unterwegs hielt er noch kurz an, um einzukaufen, bevor er schliesslich nach Hause fuhr.

Mit zwei Tüten in der Hand klopfte er an seine Tür. "Wer ist da?" erklang Sams Stimme von drinnen. "Ich bin es, Danny,"
Sie öffnete die Tür. "Soll ich dir etwas abnehmen?"fragte sie als sie die Tüten in seiner Hand sah. "Nein geht schon." antwortete er und ging an ihr vorbei Richtung Küche. Sam schloss die Tür und ging ihm dann nach. "Hast du Graces Zimmer gefunden?" fragte Danny. "Ich glaub schon." antwortete Sam. "Was heisst dass denn?" fragte er verwundert. "Na ja...ich war mir nicht ganz sicher, ob du derjenige bist, der sein Bett mit Duzenden von Stofftieren teilt ... oder der, der seine Kleider im ganzen Zimmer verteilt rumliegen lässt. Aber ich habe mich dann doch für das Zimmer mit den Stofftieren und den fliederfarbenen Wänden entschieden, weil Grace keine Krawatten trägt." antwortete sie grinsend. "Hey.. meine Kleider liegen nicht rum.. das ist ein ausgeklügeltes Stapelsystem." verteidigte er sich. "Wenn du das sagst." erwiderte sie nur und schaute zu, wie er die gekauften Sachen verstaute.

"Sag mal... ist das dein ernst?!"fragte sie plötzlich. "Was?" wollte er wissen. "Na dass.. Tiefkühlpizza, Tiefkühllasagne, Mikrowellen Cheesmakaronies und so weiter. Isst du auch etwas anderes als diesen Mist?" antwortete sie. "Hey.. das ist kein Mist.. ich mag das Zeugs." verteidigte er sich. "Und was ist dass? Masaladas? fragte Sam und zog die Schachtel aus der Tüte. "Die sind fürs Frühstück." antwortete er nahm ihr die Schachtel ab und verstaute sie im Schrank. "Weisst du überhaupt, wie ungesund das ganze Zeugs ist? Wenn du das weiter in dich reinstopfst, bekommst du irgendwann mal einen Herzinfarkt." sagte Sam. "Fang du jetzt nicht auch noch an. Es reicht, dass Grace mir dauernd sagt, wie ungesund ich esse." antwortete Danny und verstaute den Rest seines Einkaufes in den Schränken. "Du solltest mehr auf sie hören. Ich mein.. ab und zu kannst du so was ja essen. Aber doch nicht dauernd. Ich geh los und besorge uns was fürs Abendessen." sagte Sam schnappte sich den Autoschlüssel und war durch die Tür verschwunden, bevor Danny noch was erwidern konnte. "Das kann ja heiter werden. Wahrscheinlich bekomme ich jetzt nur noch Grünfutter und Körner zu essen, während sie hier ist." brummelte er vor sich hin und warf die leeren Tüten in den Müll. Dann ging er in sein Zimmer und sah sich um. Na ja..sah wirklich nicht gerade ordentlich aus hier drinnen. Und da er eh auf Sam warten musste, ­wegen dem Essen, begann er seine Klamotten aufzusammeln und zu verräumen.

Dreissig Minuten Später war Sam zurück. "Magst du Spaghetti?" fragte sie und stellte die Tüten auf den Tisch. "Ja." antwortete er nur. "Gut." sagte Sam packte die Sachen aus die sie eingekauft hatte und fing an zu kochen. "Kann ich dir helfen?" fragte Danny aus purer Höfflichkeit, denn insgeheim hoffte er das sie nein sagte. Deshalb erschrak er auch, als sie sagte. "Ja." atmete aber erleichtert auf, als sie anfügte. "Du könntest schon mal den Tisch decken während ich koche."
"Okay.. das bekomme ich hin." antwortete er und machte sich ans Werk.

Fünfundvierzig Minuten später assen sie. "Mmm.. Die schmecken richtig gut."stellte er, nach zwei Bissen, überrascht fest. "Danke. Und gesünder als das Zeugs, das du heute eingekauft hast." erwiderte sie und ass weiter. Als sie mit fertig gegessen hatten Räumte Danny den Tisch ab und verstaute das Geschirr in der Spülmaschine. "Erzählst du mir, was mit Steve passiert ist?" fragte Sam auf einmal. Danny hatte schon befürchtet das, dass irgendwann kommen würde. Er stellte den letzten Teller in die Maschine und stellte sie an, bevor er sich gegenüber von ihr an den Tisch setzte. Er musste höllisch aufpassen, dass er ihr nichts erzählte, was er ihr nicht erzählen sollte. Und er hasste sich dafür, dass er Steve versprochen hatte, ihr nicht zu sagen, dass er blind war. Aber Steve war sein Partner, und deshalb durfte er sein Versprechen nicht brechen. Sonst würde Steve ihm nie mehr wirklich vertrauen. " Sie haben Steve in einen Hinterhalt gelockt und ihn dann ziemlich übel zusammengeschlagen."
"Wie? Ich meine wie haben sie es geschafft ihn in eine Falle zu locken. Steve ist ein Seal." erwiderte Sam. "Kai.. der Junge von nebenan war der, der Steve in die Falle gelockt hat." antwortete Danny, und als er den verwirrten Blick von Sam sah, begann er ihr alles zu erzählen. Na ja.. fast alles. Von der Drohung, die der Kerl ausgesprochen hatte, erzählte er nichts. Und auch dass Steve seit dem Überfall nichts mehr sehen konnte, verschwieg er ihr.

"Und ihr denkt ihr wisst, wer hinter dem Überfall auf Steve steckt?" fragte Sam. "Ja.. aber wir haben noch keine handfesten Beweise. Aber ich bin sicher wir werden sie bald verhaften können." antwortete Danny. "Vielleicht kann ich euch dabei ja helfen. Ich.."
"Nein Sam. Du hältst dich aus diesem Fall raus." unterbrach er sie sofort. "Aber...
"Ich sagte nein! Du hast im Moment keinen klaren Kopf. Und ich will nicht das dir etwas passiert nur, weil du dich nicht zu einhundert Prozent auf den Fall konzentrieren kannst! Zudem bist du sowieso noch offiziell bis am nächsten Montag im Urlaub." unterbrach er sie laut. "Ich möchte doch nur helfen. Bitte Danny." flehte sie ihn an. "Nein Sam. Solange Steve nicht wieder auf den Beinen ist, habe ich das sagen bei Five-0. Und ich sage, dass du dich aus dem Fall raus zu halten hast. Denn ich habe keine Lust Steve mitzuteilen das dir etwas zugestossen ist, während ich das Kommando hatte." erwiderte Danny. "Warum? Das wäre ihm doch inzwischen so was von egal." sagte Sam und Danny konnte deutlich den Schmerz in ihrer Stimme hören. "Hey.. das ist nicht wahr. Du bist noch immer ein Teil seines Teams und keiner aus diesem Team ist ihm egal! Verstehst du?! Auch du nicht." versuchte er sie etwas aufzumuntern.

Sie atmete tief durch. "Kann ich dann nicht wenigstens irgendwelche Akten archivieren, damit ich nicht hier rumsitzen muss? fragte sie. Denn sie wollte nicht alleine sein. Denn sobald sie alleine war, dachte sie an Steve. Und sie wollte nicht an Steve denken, weil es einfach zu weh tat. "Nein.. du wirst das Büro nicht betreten, bis der Fall abgeschlossen ist. Denn ich kenne dich gut genug, um zu wissen, dass du dich sofort in den Fall einschaltest, sobald du im Büro bist. Und du musst nicht hier rum sitzen. Du kannst dir in aller Ruhe eine neue Wohnung suchen. Solange bis du eine gefunden hast die dir gefällt. Und jetzt setzte ich mich vor den Flimmerkasten und schau mir das Spiel der Warriors an." sagte Danny nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und verschwand im Wohnzimmer. Sam blieb noch kurz mit geschlossenen Augen und tief durchatmend in der Küche sitzen. Und als sie sicher war das sie ihre Gefühle unter Kontrolle hatte ging sie rüber zu Danny. "Darf ich mich dazu setzten?" fragte sie. "Klar." antwortete Danny und rutschte auf die rechte Seite rüber damit Sam sich hinsetzten konnte.

Als das Spiel zu Ende war stand Danny auf. "Ich gehe Schlafen. willst du noch fernsehen?"
"Nein.. ich glaube ich geh auch schlafen." antwortete Sam. "Okay... willst du zuerst ins Bad?" fragte Danny. "Nein geh nur. Du musst Morgen früher raus als ich."
"Okay."erwiderte er und verschwand im Bad. Es dauerte nicht lange und er kam wieder raus. "Bad ist jetzt frei. Gute Nacht Sam."
"Nacht Danny." rief Sam ihm nach, bevor er in seinem Zimmer verschwand. Sie stand auf, ging ins Bad, putzte sich die Zähne und ging dann ins Bett. Kaum hatte sie das Licht ausgemacht und die Augen geschlossen waren sie da. Die Bilder von Steve.. wie er Catherine küsste. Und seine Worte halten in ihrem Kopf. "Sam... das zwischen uns.. es ist aus." und sofort stieg ihr das Wasser in die Augen und sie begann leise zu weinen. Irgendwann hatte sie dann keine Kraft mehr zu weinen und sie schlief ein.

Nachdem Chin, Cat die Ausrüstung erklärt hatte, und sie dann gegangen war, machte er sich auf den Weg ins Krankenhaus. Und da er noch viel zu früh dran war und Steve sowieso nach schlafen würde, hielt er noch kurz an einem Restaurant an um etwas zu essen. Als er dann eine Stunde später bei Steve im Zimmer stand, schlief dieser immer noch. Also nahm Chin sich einen Stuhl und setzte sich neben Steves Bett.

Wenig später trat Malia ins Zimmer. Chin stand auf ging zu ihr und gab ihr einen Kuss. "Hey.. ich bin im Dienst." protestierte sie lächelnd. "Steve schläft noch und sonst ist doch keiner hier ausser uns." grinste er. "Er wird bald aufwachen." erwiderte sie und sah Steve an. " Chin... Was ist los mit ihm?"
Chin erzählte ihr kurz, was Steve heute getan hatte. "Verstehst du.. er hat Sam weggeschickt, obwohl er sie über alles liebt. Und das nur weil er dankt, dass es der einzige Weg ist, um sie zu beschützen. Indem er sie von sich fernhält. Ich glaub das alles war heute einfach etwas zu viel für ihn." beendete er seine Erzählung. "Übrigens ... muss das sein, das ihr ihn ans Bett fesselt? fragte Chin. "Er ist völlig ausgerastet Chin. Er hat einen Tisch durchs Fenster geworfen! Er hätte jemanden verletzen können! Auch sich selber."antwortete sie. "Hey... Ich bin sicher das er das nicht wieder tun wird. Also bitte binde ihn los." bat Chin. "Ich weiss nicht....
"Bitte Malia. Er macht im Moment schon genug durch. Erspare ihm bitte die Demütigung das ihn jemand, so sieht. Ich bin sicher er wird es nicht wieder tun. Bitte." flehte Chin. "Na gut." gab sie nach und band Steves Hände los. "Ich frage mich nur, wie ich den Pflegern erklären soll wieso ich ihn losgebunden habe, obwohl sie ihn zu dritt stoppen mussten."
Chin zog Malia in seine Arme und gab ihr einen Kuss. "Danke.. und weisst du was.. sag denen doch einfach das seine Freundin ihn verlassen hat weil er blind ist. Dan verstehen sie es sicher, wieso Steve so ausgerastet ist."
"Okay.. und du redest mit ihm. Sag ihm das er nicht noch mal so was abziehen soll. Sonst stecken wir ihn in eine Zwangsjacke. Und das meine ich ernst." sagte sie und gab Chin noch einen Kuss. "Das werde ich. Ich verspreche es." erwiderte Chin. "Gut.. ich muss wieder auf die Station verabschiedete sie sich und ging.

Fünfzehn Minuten später schlug Steve die Augen auf. "Hey Steve."sagte Chin nur. "Chin... was machst du denn hier?" fragte Steve. "Was ich hier mache? Ich bin hier, weil ich wissen will, was mit dir los ist." antwortete Chin. "Was heisst was mit mir los ist. Nichts ist los mit mir." erwiderte Steve aufgebracht. "Ach ja.. dein Krankenzimmer zu verwüsten und einen Tisch durchs Fenster zu werfen nennst du also nichts? Verdammt Steve! Du hättest jemanden verletzen können! Und ich will wissen, wieso du das getan hast! sagte Chin laut. "Ich.. das wollte ich nicht. Ich wusste nicht das da, dass Fenster ist. Ich...die schlechten Nachrichten waren heute einfach etwas viel." gab Steve schliesslich zu. "Aber ich werde es nicht wieder tun." fügte er sofort an. "Das hoffe ich auch. Denn sollte das noch mal vorkommen dann werden sie dich in eine Zwangsjacke stecken. Und das ist keine leere Drohung. Verstehst du?!" sagte Chin. "Ich sagte, ich werde es nicht wieder tun! Okay!" antwortete Steve laut.

"Okay.... Brauchst du irgendetwas?" fragte Chin. "Nein.. im Moment nicht." antwortete Steve. "Gut..schaust du dir heute das Spiel der Warriors an?" fragte Chin. "Ich bin blind Chin. Wie soll ich mir da ein Spiel ansehen?!" antwortete Steve nur. Chin verdrehte kurz die Augen. "Aber an den Ohren hast du nichts, oder? Also könntest du es dir zumindest anhören. Und da du selber gespielt hast solltest du ja noch fähig sein dir die Spielzüge im Kopf vorzustellen."
"Vielleicht." erwiderte Steve nur. Chin schüttelte den Kopf. Stur wie immer dieser Seal. "Wir könnten es uns zusammen.. "
"Nein danke. Du hattest sicher einen anstrengenden Tag, also fahr nach Hause, leg die Beine hoch und schau dir da das Spiel an." unterbrach Steve ihn. "Okay.. es scheint du willst keine Gesellschaft haben. Gut Nacht Steve." sagte Chin und ging. "Nacht Chin." sagte Steve, bevor die Tür ins Schloss fiel.

Kurze zeit später ging die Türe wieder auf. "Hey Steve. Wie fühlst du dich?" hörte er Malia sagen. "Ganz gut. Meine Schulter schmerz etwas." antwortete er. "Ist ja auch kein Wunder. Denn eigentlich solltest du sie ja auch schonen und nicht irgendwelche Tische durch die Gegend werfen." sagte Malia. "Es war nur einer." erwiderte Steve. "Ja.. aber das war schon einer zu viel. Versprich mir das du sie ab jetzt ruhig hältst. Und das mindestens noch für eine Woche." sagte Malia. "Versprochen."
"Gut.. ich muss wieder los. Brauchst du noch etwas? Schmerzmittel oder so was?" fragte sie. "Nur die Fernbedienung." erwiderte Steve. Malia nahm die Fernbedienung vom Nachtisch und drückte sie Steve in die Hand. "Danke."
"Bitte gern geschehen." erwiderte Malia und ging. Steve schaltete den Fernseher ein. Nicht weil er sich wirklich für das Programm interessiert, nein er tat es damit er abgelnkt war. So dass er nicht die ganze Zeit an Sam denken musste. Erst hörte er sich einige Nachrichten an und anschliessend das Spiel der Warriors. Allerdings schlief er dabei irgendwann ein.


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Schatten der Vergangenheit ( Fortsetzung zu Count down 72 Stunden)

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