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 Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5

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NobodyKnowsNina
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BeitragThema: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 13, 2012 8:20 pm

H50 VALENTINE


30. JANUAR 2012 – Honolulu und Umgebung

„…und da fragst du ausgerechnet mich?“
Steve und Danny waren gerade auf dem Rückweg von einer Zeugenbefragung, der Camaro schlängelte sich die Küstenstraße entlang und Steve blickte fassungslos zu Danny rüber, der ihn vom Beifahrersitz erwartungsvoll anschaute.

„Ja, Steven, da frage ich dich. Sicher hätte ich auch Kono fragen können, vielleicht auch Chin. Wobei Chin, na ich weiß ja nicht. Vielleicht doch nicht ganz der Richtige und Kono, Kono ist nun mal eine Frau. Also ja, ich frage dich. Weil ich genau weiß, dass unter dem harten Super-Seal-Panzer irgendwo ein weicher Kern schlummert und weißt du auch warum?“ ließ Danny seine Frage im Raum stehen.

Steve zog nur seine Augenbrauen in die Höhe und sah ihn halb belustigt über den Monolog und halb gespannt an, er hatte keine Ahnung was nun kommen würde. Danny allerdings war dies Aufforderung genug und redete auch gleich weiter.

„Dachte ich mir, dass dich das interessiert. Du Super-Seal verrätst dich immer dann, wenn du Grace ansiehst. Sei froh, dass die bösen Jungs diesen Blick noch nicht gesehen haben. Dann würde Dir keiner mehr den Badboy abkaufen und Angst vor dir haben. Ich zumindest hab keine mehr vor dir. Also…?“

Gerade fuhren Sie auf den Parkplatz vor dem Hauptquartier und Steve parkte das Auto. Er stellte den Motor ab und sah zu Steve rüber bevor sie beide ausstiegen und langsam ins Hauptquartier gingen.

„Das also denkst du? Ich hatte deine Menschenkenntnis eigentlich besser eingeschätzt. Aber egal, ich glaube nicht, dass ich dir da weiterhelfen kann. Vielleicht solltest du doch Kono fragen.“

„Was soll Danny mich fragen?“ entgegnete Kono gespannt als Danny und Steve ins Büro kamen, denn schon von weitem war die Diskussion der beiden zu hören gewesen.

Danny warf beide Handy in die Luft und schnaubte verächtlich während Steve mit einem Schmunzeln Kono auf den neuesten Stand der Dinge brachte.

„Unser Danno hier,“ und zeige damit mit dem Kopf auf Danny, „hat an Valentinstag ein Date. Das erste überhaupt seit er geschieden ist, seit er auf Hawaii ist, seit er Frauen im Allgemeinen überhaupt wieder hinterher schaut. Und jetzt fragt er ausgerechnet mich, was er mit seiner Herzdame anstellen soll. Ich glaube nicht, dass ich da die richtigen Tipps geben kann und dachte er fragt vielleicht besser dich. Du hast doch bestimmt auch ein Valentinstags-Date, oder?“

„Ganz schön neugierig Boss, aber ja, ich habe tatsächlich ein Date. Nur bin ich eingeladen worden. Also muss ich nichts planen. Ich mach mich hübsch und lass alles auf mich zukommen. Was hast du denn vor, Boss?“ Kono sah ihn herausfordern an. Wenn er schon so neugierig ist, ist er den anderen diese Antwort wenigstens schuldig.

Steves Gesicht durchfuhren gefühlte 20 Emotionen und er fasste sich mit der Hand in den Nacken und ließ den Kopf etwas kreisen. So war das jetzt nicht geplant gewesen. Chin der etwas weiter hinten an einem Rechner saß und bisher unbeteiligt etwas recherchierte hatte, sah von seiner Arbeit auf. Kono und Danny blickten ihn neugierig an. Er wusste nicht was schlimmer war. Gefoltert und verhört zu werden oder in die Gesichter seiner Kollegen zu blicken und diese erwartungsvolle Spannung darin zu sehen.

„Das scheint Euch ja brennend zu interessieren. Aber ich muss Euch enttäuschen. Ich bin kein großer Valentinstagsfan.“ Versuchte er aus dieser Situation herauszukommen.

„Komm schon, uns kannst du es doch erzählen. Also wer ist die Glückliche?“ Danny hatte Lunte gerochen und würde jetzt nicht aufgeben. Es kam selten vor, dass man von Mister Super-Seal eine ausweichende Antwort bekam statt den klaren Fakten, also mußte etwas im Busch sein. Sein kleines Problem würde noch warten können. Jetzt wurde es spannend.

„Also gut, du lässt mir sonst ja eh keine Ruhe. Ich treffe mich mit einer alten Freundin. Sie ist für ein paar Tage auf der Insel und wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Dass es ausgerechnet an Valentinstag ist, war mehr ein Zufall und hab ich erst bemerkt, als ich nirgends einen Tisch reservieren konnte. Keine große Sache also.“ Erzählte Steve wahrheitsgemäß. Wobei er sich insgeheim eingestehen musste, dass Lunani ihn schon ziemlich offensichtlich auf den 14. festgenagelt hatte. Aber das brauchten alle anderen ja nicht zu wissen.

„Eine ALTE Freundin oder alte FREUNDIN? Und was heißt überhaupt nichts Spannendes?“ fragte Danny nun ganz aufgeregt und auch die anderen fanden dies alles immer interessanter. Immerhin war es nicht an der Tagesordnung, dass ihr Boss Dates hatte und Steve wurde langsam bewusst, dass er nun keine ruhige Minute mehr haben würde, bis Danny wusste was er wissen wollte. Ihm würden anstrengende Tage bevorstehen.

„Was ist denn mit dir Chin? Auch schon Pläne für den großen Tag?“ versuchte Steve ein neues Ablenkungsmanöver. „Ja, ich werde mir einen netten Abend machen. Ich glaube nicht, dass ich ausgehen werde. Nichts direkt geplant,“ gab Chin kurz Auskunft und damit war das Thema für alle erledigt.

„Also dann Leute, zurück zu den Zeugenaussagen. Damit wir den Fall noch rechtzeitig abschließen. Chin, Kono, was ist bei Euch rausgekommen?“ Steve spielte die Boss-Karte und somit mussten sie das Thema vertagen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben…


12. Februar 2012 – H50-Hauptquartier + Pupukea

„Leute, packt eure Sachen, wir haben einen neuen Fall. Das HPD hat uns angefordert. Am Strand von Pupukea ist eine Leiche gefunden worden. Ist wohl kein Unbekannter hier auf der Insel. Mehr weiß ich selbst auch noch nicht, nur dass es anscheinend einige Ungereimtheiten gibt und wir uns den Tatort mal anschauen sollen.“ Fasste Steve schnell die Fakten zusammen, bevor sie sich, verteilt auf zwei Autos auf den Weg in den Norden der Insel machten.

Der Tatort war schon von weitem zu erkennen. Der Bereich war weiträumig abgesperrt. Viele Schaulustige standen an den Absperrbändern und die Wagen des HPD versperrten alle Zufahrten. Während Kono und Chin noch das Auto entluden waren Danny und Steve schon bei den Kollegen vom HPD angekommen.

Danny kam gleich zur Sache. „Also, wen oder was haben wir hier?“ „Eine Leiche, männlich, weiß, Anfang 30. Der Gerichtsmediziner vermutet Ertrinken. Er wurde heute früh hier angespült.“ Fasste ein Officer die Fakten zusammen. „Und warum sind wir dann hier. Es scheint doch alles recht eindeutig?“ hakte Steve nach. „Im Prinzip schon nur das er hier“, damit deutete er auf den Toten, der unter einer Plane verdeckt noch am Strand lag „ein…“

Weiter kam er nicht, denn er wurde durch einen ziemlich lauten, erstickten Laut von Kono unterbrochen. Steve und Danny drehten sich sofort alarmiert zu ihr um. Steve hatte schon die Hand an seiner Waffe und war bereit für eine Rambo-Nummer. Doch er ließ die Hand sofort sinken, als er sah, dass Kono neben der Leiche kniete, mittlerweile von Chin getröstet wurde und einfach nur auf‘s Meer starrte.

„Kono? … Kooono, alles klar? Kennst du ihn?“ versuchte Danny sein Glück, doch im ersten Moment reagierte sie nicht.
Doch nur einen Wimpernschlag später schüttelte sie den Kopf, nahm ihre Schultern zurück, richtete sich auf, wischte sich verstohlen eine Träne aus den Augenwinkeln, setzte ihr bestes Business-Lächeln auf und sah erst Danny und dann Steve an, die sie mitfühlend anblickten.

„Sorry Boss, geht schon wieder. Was wolltet ihr wissen? Wer das ist? … Das ist Andy Irons, der Profisurfer. Er lebt hier auf Hawaii, wenn er nicht bei der Profi-Tour mitmacht,“ referierte Kono und alle Beteiligten merkten, dass ihr sein Tod scheinbar mehr zu schaffen machte als sie zeigen wollte.
Klar, wenn es ein Profi-Surfer war, war es wahrscheinlich, dass Kono ihn kannte. Aber scheinbar war er nicht nur ein flüchtiger Bekannter.

„Nichts wofür du dich entschuldigen musst Kono. Wie gut kanntest du ihn?“ wollte Steve nun von ihr wissen. Sie überlegte kurz und fing dann an langsam zu erzählen. „Wir haben uns vor etwa 10 Jahren kennen gelernt. Ich war noch ganz am Anfang meiner Karriere und er schon ein richtiger Star. Dennoch hat er sich immer Zeit genommen uns Anfängern ein paar Tipps zu geben. Bei den Sponsoren-Partys haben wir uns dann später hin und wieder gesehen und gut verstanden. Wir waren öfters zusammen draußen. So was eben. Als ich dann aufhören musste haben wir uns nur noch selten gesehen.“ Schloss sie mit einem tiefen Durchatmen ihre Erzählung und sah wieder aufs Meer.

„Das tut mir leid Kono… Kono? … Sieh mich an,“ sagte Steve einfühlsam und Chin legte ihr wieder eine Hand auf die Schulter als sie sich wieder etwas zu ihnen drehte. Steve blickte ihr direkt in die Augen und sah den Schmerz und dieser verletzliche Blick. „Ist das alles was wir wissen müssen? Wann hast du ihn zuletzt gesehen?“

Kono holte wieder tief Luft. „Gestern früh als ich zur Arbeit bin. Er wollte ausschlafen und dann surfen gehen.“ Und kaum hörbar fügte sie hinzu „Wir wollten uns übermorgen wieder sehen, zum Essen.“ Chin zögerte nicht lange und nahm seine Cousine in den Arm, die es nun nicht mehr schaffte die professionelle Fassade aufrecht zu erhalten.

Steve und Danny wechselnden einen verstehenden und mitleidigen Blick. Kono kannte ihn also ziemlich gut. Dafür schlug sie sich tapfer. Aber sie brauchte etwas Ruhe, beschloss Steve.
„Chin, fahr Kono nach Hause. Wir kommen hier vorerst auch alleine klar. Wir melden uns, wenn wir euch brauchen.“ Chin nickte und wollte mit Kono im Arm schon langsam zum Auto gehen, also diese sich aber nicht vom Fleck rührte. „Nein, ich bleibe hier. Es ist alles in Ordnung.“

Danny schüttelte ungläubig den Kopf. Steve schien scheinbar schon auf Kono abzufärben. Er würde nicht zulassen, dass sie alles verdrängt. „Kono, Steve hat Recht. Fahr nach Haus und gönn‘ Dir etwas Ruhe. Es ist völlig in Ordnung. Sobald es etwas Neues gibt, werden wir uns melden.“

Kono schüttelte den Kopf und langsam kehrte Leben in sie zurück. „Nein Danny, das bin ich ihm schuldig. Ich kann Euch helfen. Überlegt doch mal. Es ist schon ziemlich komisch. Ein gut trainierter Profisurfer ertrinkt in einer Anfänger-Bucht. Gestern gab es kaum Wellen und ein Surfbrett hat man auch nicht gefunden. Zum Schwimmen ging er immer in den Pool. Ohne Brett fühlte er sich nicht richtig wohl im Meer. Das scheidet also auch aus. Wir müssen herausfinden was passiert ist.“

Steve und Danny brauchten noch eine ganze Weile, bis sie Kono und Chin davon überzeugt hatten doch nach Hause zu fahren. Es hatten sich am Tatort keine weiteren Spuren ergeben. Es war alles sehr mysteriös. All das was Kono aufgezählt hatte entsprach der Wahrheit und gab Rätsel auf. Steve und Danny hatten noch zwei Surfspots abgegrast und sich unter den Surfern umgehört. Allerdings gab es keine konkreten Hinweise auf einen Streit oder Probleme. Es schien, als würden alle Andy mögen.

Am nächsten Morgen bekam Steve einen Anruf von der Gerichtsmedizin noch bevor er ins Büro fuhr. Er hatte dort etwas Dampf gemacht und scheinbar waren die Jungs recht flott. Doch diesmal wollten sie nicht am Telefon mit ihm sprechen und so rief er Danny an und keine halbe Stunde später betraten die beiden die Räume der Gerichtsmedizin.

Was sie dort zu hören bekamen war nicht das was sie sich erhofft hatten. Bei der genaueren Untersuchung der Leiche hatte sich ergeben, dass Andy Betäubungsmittel im Blut hatte und er anschließend, wenn man die Strömungen und den Fundort berücksichtigt, scheinbar auf hoher See über Bord gegangen ist. Unter der Schwarzlichtlampe hatte sich dann noch eine Botschaft auf dem Körper des Toten gefunden „H50 valentine #1“.

In höchster Alarmbereitschaft verließen Sie die Gerichtsmedizin. Allem Anschein nach wollte ihnen, der five-0-Taskforce, jemand direkt schaden. Kein persönliches Motiv gegenüber Andy, scheinbar auch nicht Direkt persönlich gegenüber Kono. Denn H50 konnte nur für ihre Einheit stehen. Und der Rest deutete scheinbar darauf hin, dass der Spuk noch nicht vorbei war.

Noch bevor sie das Auto erreichen hatte Steve sein Handy am Ohr und informierte Chin über die neuesten Erkenntnisse. „Gut, wir treffen uns dann gleich im Hauptquartier. Wir lassen uns etwas einfallen.“

Danny sah währenddessen ziemlich besorgt aus. „Meinst du wirklich, dass sich jemand an uns rechen will? Wo sollen wir da anfangen? Es könnte quasi jeder sein. Der verdammten halben Insel haben wir schon in den Arsch getreten.“ Ungewöhnlicher Weise fuhren sie danach schweigend zum Hauptquartier. Jeder hing seinen Gedanken nach und überlegte was das alles zu bedeuten hatte.


13. Februar 2012 – five-0-Hauptquartier

Jetzt saßen Kono, Chin, Steve und Danny gemeinsam in Steves Büro und sprachen über die neuesten Entwicklungen. Keiner von ihnen zweifelte daran, dass die Nachricht bewusst platziert wurde. Jedoch waren sich Steve und Danny sicherer als Kono und Chin, dass es sich hier scheinbar um einen Racheakt handelt und sie der Auslöser für dieses Handeln waren.

Steve hatte schon zu viel gesehen und erlebt, als dass er zu irgendeinem Kompromiss bereit gewesen wäre. Vielleicht waren sie alle in Gefahr. „Es gibt keine Diskussionen. Telefoniert mit wem ihr müsst, aber keine Details. Wisst ihr wo Kamekonas Touristenabsteige ist?“ Alle nickten. „Gut, sie sollen dorthin kommen. Momentan ist Nebensaison. Wir werden uns allerdings arrangieren müssen. Ich sage Komekona Bescheid. Wir treffen uns dort.“

Ein geschäftiges Treiben begann. Jeder im Team wusste, dass sie erst beruhigt ermitteln konnten, wenn sie ihre Lieben in Sicherheit wussten. Das hatte oberste Priorität, denn wenn es tatsächlich jemand auf die Angehörigen der Task Force abgesehen hatte, dann zählte vielleicht jede Minute.

Kamekona war schnell informiert und versprach nachher mit der nötigen Verpflegung vorbei zu schauen. Glücklicherweise waren nur 2 Appartements belegt. Es blieben also 3 Weitere, um alle unter zu bringen. Das sollte machbar sein.

Auf dem Weg zu dem abseits und gut versteckt liegenden Strandhaus machte Steve noch einen Abstecher nach Halawa Heights. Auch wenn er wenig Lust hatte, Lunani seinen Kollegen zum Fraß vorzuwerfen hatte er keine andere Wahl, als sie abzuholen und ebenfalls zum Strandhaus zu bringen. Nur so konnte er für ihre Sicherheit garantieren. Doch er wusste schon jetzt, dass es schwierig werden würde. Lunani besuchte auch ihre Familie und wollte mit Sicherheit lieber dort bleiben.

Er war lange nicht mehr dort gewesen aber er erkannte das Haus sofort wieder. Es hatte typisch hawaiianisches Flair und einen traumhaften Blick aufs Meer. Als er ausstieg und auf die Veranda zu ging, kam ihm Lunanis Mutter schon entgegen.

„Bist du es Steven?“ fragte sie und musterte ihn ungeniert von oben bis unten und Steve konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Lunanis Mum hatte ihn schon immer gemocht und früher hätte er glatt 5 Pfund weniger wiegen können, wenn sie nicht immer so lecker gekocht hätte.

„Lange nicht gesehen, Moana. Es ist immer noch traumhaft hier oben.“ Steve wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, aber er hatte nicht viel Zeit. Seine Sorgenfalte zwischen den Augen war aber scheinbar auch Moana nicht entgangen und sie fragte Steve gleich, was ihn her geführt hätte.

Nach einem kurzen Gespräch hatte er erfahren, dass Lunani früh zum Strand gegangen war und seither nicht wieder zurück sei. Er machte sich gleich auf den Weg aber nicht ohne seine Nummer da zu lassen, damit sie ihn informieren konnten, wenn Lunani wieder zu Hause war.

Die wenigen Meter zum Strand hatte Steve schnell zurückgelegt. Doch dort war weit und breit nichts zu sehen. Er zog sein Handy aus der Tasche und versuchte auf diesem Weg Lulani zu erreichen. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis die Verbindung stand und Steves ungutes Gefühl wuchs immer mehr.

Als er das Freizeichen hörte war er kurz erleichtert aber es schien keiner abzunehmen. Als er das Handy schon wieder vom Ohr nehmen wollte hörte er etwas entfernt ein Handy klingeln. Er konnte nicht riskieren es zu ignorieren, also ging er darauf zu. Etwas weiter entfernt zwischen einigen großen Steinen lag eine Tasche und ein Handtuch, doch es war weit und breit keiner zu sehen.

Steve musste Gewissheit haben, griff in die Tasche und zog das Handy heraus. Was er sah beunruhigte ihn noch mehr. Kein geringerer als er selbst lachte ihm vom Display entgegen. Es musste also Lunanis Handy sein. Doch wo konnte sie sein?

Er drehte sich von der Landseite wieder Richtung Meer und ging darauf zu. Etwas auf dem Boden erregte seine Aufmerksamkeit. Als er weiter darauf zu ging erkannte er, dass dort mit Steinen ein Muster in den Sand gelegt war. Als er jedoch sah was es war, stieg seine Wut mit einem Mal an. Dort stand mehr als deutlich #2.

Steve wurde schlagartig klar, dass seine Befürchtungen wahr wurden. Wer auch immer auf einem Rachefeldzug war hatte nun auch Lulani in seiner Gewalt, wenn nicht gar schlimmer. Wobei er daran nicht denken wollte, er würde alles dafür tun, dass Lulani nichts zustoßen würde.

Er machte schnell noch einige Fotos mit der Handykamera, schnappte sich die Tasche und das Handtuch und verschwand vom Strand in Richtung Auto. Die Nachricht hatte er gefunden. Sein Gefühl sagte ihm, dass er hier nicht mehr finden würde. Lulanis Eltern würde er später verständigen, etwas Karenzzeit hatte er noch, bevor er diesen unangenehmen Anruf würde machen müssen.


13. Februar 2012 – Kamekonas Feriendomizil

Steve hoffte, dass alle anderen mehr Glück hatten. Doch als er am Ferienhaus eintraf und Danny und Chin vor dem Haus stehen sah ohne das erwartete bunte Treiben hatte er die Hoffnung schon aufgegeben.

Doch kurz hinter ihm kamen auch Grace und Rachel an und er schöpfte neue Hoffnung. Doch als er in das Gesicht seines Partners blickte wusste er sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. „Danny, was ist los?“

„Ich bin froh, dass Rachel und Grace hier sind, aber ich war bei Leslie in der Schule und obwohl sie jetzt Hausaufgabenaufsicht hätte war sie nicht da, sagt ihre Kollegin, die eingesprungen ist. Keiner weiß, wo sie auf einmal hin ist. Vor der Mittagspause war sie noch dort und dann war sie verschwunden ohne etwas zu sagen.“ Endlich blickte er wieder auf und Steve direkt ins Gesicht.

Beide waren jetzt schon lang genug Partner, um zu wissen, wie der jeweils andere tickt. Und Steves Gesicht gefiel ihm gar nicht. „Wo warst du eigentlich so lange? Und was soll dieses Amok-Gesicht? Noch haben wir keine konkreten Hinweise?“

„Du datest Grace Lehrerin?“ frage Steve entsetzt und schüttelte kurz den Kopf, besann sich aber, dass das Zeit bis später hatte und berichtete: „Ich war erst bei Kamekona und er bringt nachher Verpflegung für uns. Danach wollte ich Lulani abholen und mitbringen. Ihre Mutter sagte sie sei an den Strand. Dort war aber nur ihre Tasche und im Sand fand ich das hier.“ Steve zeigte Chin und Danny schnell die Bilder auf seinem iphone.

„Chin, sag Kono Bescheid, dass sie sich an der Schule nochmal umsehen soll, ob dort auch ein Hinweis stand. An einen Zufall glaub ich schon länger nicht mehr.“ Chin nickte, zückte sein Handy und folgte Dannys Bitte. Doch Steve brannte etwas anderes auf der Seele.

„Alles klar, Kono ist noch in der Gegend. Sie fährt gleich nochmal bei der Schule vorbei und meldet sich dann.“ „Also gut, was wissen wir? Lunani ist verschwunden, Leslie auch, Rachel und Grace sind hier bei uns in Sicherheit. Andy können wir leider nicht mehr beschützen. Chin, was ist mir dir? Sicher, dass du kein Valentins-Date hast?“ hakte Steve noch einmal nach. Er wurde das Gefühl nicht los, dass er irgendwas übersehen oder verpasst hatte.

Chin sah nur auf den Boden und murmelte etwas Unverständliches. Steve sah zu Danny. „Hast du ihn verstanden?“ Doch Danny sah nur zu Chin, ging einen Schritt auf ihn zu. „Chin, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt es ihm zusagen.“ „Mir was zu sagen?“ Steve wurde langsam ungeduldig. Irgendetwas war hier im Busch. „Chin, was ist los?“ wurde er nun etwas lauter.

Chin blickte auf und sah Steve besorgt an. „Naja, ich kann mein Valentinsdate auch nicht erreichen. Vielleicht ist sie aber auch noch gar nicht auf der Insel. Ich weiß es nicht genau.“ Erklärte Chin Steve die Situation.

„Dann schicken wir Kono nach der Schule noch einmal vorbei.“ Steve zückte sein Handy und wählte Konos Nummer. Während sich die Verbindung aufbaute bat er Chin ihm die Adresse zu sagen. „Palalamana Street 1“ und Steve drehte sich langsam ganz zu Chin, kniff die Augen zusammen und frage aus zusammen gepressten Lippen „Das ist mein Haus. Mit wem hast du das Date?“

Kaum hörbar sagte Chin „Mary, ich hab ein Date mit Mary.“ Steve klappte sein Handy wieder zu, warf Kono wieder aus der Leitung und wollte schon auf Chin losstürmen, als er von Danny aufgehalten wurde. „Woh, woh, woh, immer ruhig Steve. Heb Dir das für den Entführer auf.“

Steve sah ihn an und Danny fühlte sich plötzlich nicht mehr wohl in seiner Haut und ließ Steve schnell wieder los. „Und du hast davon gewusst?“ fragte der Danny. Doch dieser antwortete ihm nicht auf seine Frage.
„Komm Steve, wir fahren kurz bei dir zu Hause nachschauen. Dann holen wir gleich ein paar Sachen, Sweatshirts, Kagopants, Handgranaten und was du sonst noch so brauchst und treffen uns dann wieder im Hauptquartier. Chin, du versuchst weiter Mary auf dem Handy zu erreichen und bleibst hier bei Grace und Rachel. Wir holen die Daten aus dem Hauptquartier und kommen wieder hier her. Dann schauen wir, ob wir den Kreis der Verdächtigen einengen können,“ nahm Danny die Organisation in die Hand, während er Steve zum Wagen bugsierte.

Mary war natürlich nicht bei Steve im Haus. Aber ihr Gepäck war dort. Sie sahen sich genauer im Haus um und entdeckten im Garten den entsprechenden Hinweis ‚#4‘. Steve packte 2 Taschen und Danny war sich nicht sicher, ob nicht mindestens der Inhalt einer Tasche für einen kleinen Privatkrieg ausreichen würde.

Nach dem Abstecher über das Hauptquartier trafen sie wieder am Ferienhaus ein. Kamekona und Kono waren mittlerweile da und Grace plantschte im Pool umgeben von vielen, bunten Gummitieren, die aufblasbar waren, während die Erwachsenen auf einer der Terrassen im Schatten saßen. In der Schule hatte Kono den entsprechenden Hinweis #3 auf der Tafel gefunden.

Keine halbe Stunde später hatten sie die beiden Laptops und drei Kartons Akten unter sich aufgeteilt und suchten nach Hinweisen, wer der five-0 schaden wollen würde. Dabei stellten Sie immer wieder fest, dass es nicht gerade hilfreich war, wie sie, besonders Steve, manchmal vorgingen. Es gab mehr Verdächtige als sie jemals überprüfen konnten.

Kamekona hatte sein Versprechen gehalten und für die Verpflegung gesorgt. Das HPD konnte auch nichts Neues zu Andy Fall berichten. Es gab keine Hinweise auf ein gestohlenes Boot, keine Hinweise auf Ärger oder Feinde. Alle Spuren verliefen im wahrsten Sinne des Wortes im Sande.

Kono wirkte die ganze Zeit etwas abgelenkt aber bemühte sich wirklich dem Team zu helfen. Mittlerweile lag sie auf dem Sofa im Wohnzimmer und war eingeschlafen. Kamekona hatte ihr eine Decke übergeworfen und sie würden ihr die Ruhe gönnen, solang es irgendwie ging.

Gegen 2 Uhr in der Früh hatten sie alle Fälle überflogen und in drei Bereiche aufgeteilt. Etwa 30 Akten schieden sofort aus. Es waren eindeutige Fälle, wie z.B. die angebliche Entführung von 5 Teenagern, die nach 2 Tagen von selbst wieder aus ihrem Alkoholrausch aufgewacht und zu Hause aufgetaucht waren.

Weitere 12 Fälle waren ehr unwahrscheinlich. Es waren solche Fälle, die aufgeklärt wurden und wo sich die Betroffenen in ihre jeweiligen Schicksale gefügt und arrangiert hatten. Blieben noch 7 akute Fälle.

Steve hatte Chin immer noch nicht verziehen, dass er nichts davon wusste, dass er ein Date mit Mary hatte. Klar, die beiden hatten sich immer gut verstanden und er wäre zwar nicht begeistert gewesen, aber Chin war schon in Ordnung. Es hätte also keinen Grund für diese Heimlichtuerei gegeben. Nur dass Mary nun in Gefahr war, konnte er Chin nicht verzeihen. Es war alles sehr vertrackt und die Stimmung etwas angespannt.

Gegen halb drei hatten sie sich alle für ein paar Stunden hingelegt. Sie wollten am Morgen die sieben Fälle durchgehen und dann nach Hinweisen und Verdächtigen suchen. Es zählte jede Minute, aber sie konnten es sich nicht leisten vor Erschöpfung einen Fehler zu machen. Also war die Pause dringend nötig.



14. Februar 2012 – Kamekonas Feriendomizil

Gegen 6 Uhr war nicht mehr an Ruhe zu denken. Kamekonas Handy hatte schon zwei Mal geklingelt und obwohl sie ihm am Abend noch versichert hatten, dass er ruhig nach Hause fahren könne war er geblieben und hatte noch gegen Mitternacht einige Kontaktpersonen angerufen.

So war es auch Kamekona, der gegen kurz nach 6 in der Früh zwei weitere Akten vom akut-Stapel auf den erledigt Stapel schob. Steve kam gerade aus dem Bad ins Wohnzimmer und zog sich noch schnell ein frisches Shirt über den trainierten Oberkörper und fragte dann erstaunt „was machst du da? Das sind die akut-Fälle, da dürfen wir nichts übersehen.“

„Keine Sorge, ich habe eben mit meinen Informanten gesprochen, die Fälle könnt ihr getrost vernachlässigen. Es gibt keinerlei Hinweise, dass sich in diese Richtung etwas tut. Mein Informant steckt ziemlich tief in der hiesigen Gang-Szene drin und hat nicht mal die kleinste Andeutung gehört. Also Entwarnung.“ Damit packte er die Akten endgültig auf den unwichtigen Stapel.

Steve war jedoch skeptisch. „Und er ist wirklich vertrauenswürdig?“ hakte er nochmal nach, was ihm einen beleidigten Blick von Kamekona einbrachte. „Bra, hab ich Euch jemals falsche Infos besorgt? Du kannst dich darauf verlassen. Kümmert euch um die übrigen 5 Fälle. Ich mache jetzt mit Rachel zusammen Frühstück.“

Damit war das Thema für beide erledigt und Steve machte sich auf, den Rest des Teams zu wecken. Um halb sieben saßen alle gemeinsam beim reichhaltigen Frühstück. Grace hielt alles noch für einen spannenden Ausflug und so nahmen sie sich währenddessen etwas zusammen. Aber kaum dass sie außer Hörweite war nahmen sie sich die fünf verbliebenen Akten vor.

Auch Kono war zum Tisch gekommen und die Ruhe hatte ihr gut getan. Sie sah wieder etwas besser aus und nicht mehr so geschafft und blass wie gestern noch. Trotzdem brachte Steve es auf den Punkt „wenn der ganze Spuk vorbei ist, dann werden wir alle 1 Woche entspannen. Keine neuen Fälle, einfach nur Erholung und Zeit für die Familie.“ Seine Kollegen nickten ihn nur dankbar an und sie stürzten sich in die Arbeit.

Zwei Stunden später waren sie fast schon verzweifelt, als sie sich den vorletzten Fall vornahmen. Bisher waren sie auf keine Spur gestoßen. Sie überprüften gerade den Fall, als mehrere Morddrohungen gegen die Gouverneurin eingegangen waren. Letztlich hatten sie den Täter überführen können, weil an einem Umschlag Speichelrückstände gefunden wurden.

Die Beweisführung war damals etwas wackelig aber es reichte für eine Verurteilung aus, weil sowohl Chin, Danny, Steve und Kono, als auch der Bodyguard der Gouverneurin gegen den Täter aussagten und die Gerichtsmedizin durch die Speichelprobe einige Fakten der Überwachung bestätigten konnten.

Mittlerweile saß der Täter also in Haft. Kono checkte gerade noch einmal das persönliche Umfeld des Täters und stieß dabei auf einen Namen, der ihr sehr bekannt vorkam. Sie nahm sich den Laptop und prüfte alles zwei Mal nach, recherchierte nach Fotos und als sie den Führerschein des Cousins des Täters vor sich sah holte sie die Vergangenheit mit einem Mal ein.

Alle waren so in Gedanken und Gesprächen vertieft, dass sie erst gar nicht mit bekamen, was hier gerade geschah aber als Kono den Bildschirm zu Chin drehte und wortlos aufstand und eilig zurück ins Haus ging und Richtung Toilette verschwand, sahen alle verwundert auf.

Chin erkannte ihn sofort. Er hätte nicht gedacht, dass dieses Thema nochmal akut werden würde. „Jetzt haben wir eine Spur.“ Steve und Danny sahen ihn überrascht an, denn bis vor einer Minute sah alles noch recht hoffnungslos aus.

Chin drehte nun den Monitor so, dass auch Steve und Danny das Foto sehen konnten. „Wer ist das und was hat er mit unseren Fällen zu tun?“ hakte Danny auch gleich na. „Das ist Hank Miller. Er war damals mit Kono beim Surf-Nachwuchs. Doch so richtig hat er nie den Sprung zu den Profis geschafft. Er konnte sich immer gerade so über Wasser halten. Ich glaube in den letzten Jahren ist er noch weiter abgerutscht. Ich meine das HPD hatte ihn des Öfteren wegen kleinerer Diebstähle und Drogen zu Gast.“

„Und wieso ist er jetzt unsere heiße Spur. Er scheint ein Kleinkrimineller wie jeder andere zu sein und auch wenn ich der Erste bin, der Hawaii auf den Kopf stellt um ihn zu finden brauchen wir schon etwas mehr,“ wurde Steve nun ungeduldig.

„Naja, das war ja noch nicht alles. Kono hat sich am Anfang gut mit ihm verstanden. Sie mochte ihn als Freund. Allerdings sah Hank das immer etwas anders. Um ihn nicht zu verletzen ist Kono sogar mal am Valentinstag mit ihm ausgegangen.
Aber es wurde mit der Zeit immer schlimmer. Er tauchte auf allen Veranstaltungen auf, vor der Schule, vor ihrem Haus, einfach überall.
Als ich dann bei der Polizei angefangen hatte erreichte alles seinen Höhepunkt. Als Kono nach Hause kam, war er bereits durchs Fenster in ihr Zimmer eingestiegen. Sie hat mich angerufen und es ging so weit, dass wir eine Verfügung erwirkt haben, dass er sich bis auf 500 Meter nicht mehr nähern darf. Er war ein richtiger Stalker. Hat sich auch nicht immer an die Verfügung gehalten.
Aber als Kono dann die Knieverletzung hatte und lange in Reha war hat es aufgehört. Seit dem war er von der Bildfläche verschwunden und wir haben ihn nie wirklich vermisst. Schon komisch, dass er nun als Cousin unseres Täters wieder auftaucht,“ schloss Chin seinen Blick in die Vergangenheit.

„Das kann kein Zufall sein,“ fiel Steve ihm fast ins Wort. „Das Valentins-Date, die Verfügung und dann noch der Fall mit seinem Cousin, der verbindet Kono mit uns. Wir haben gegen ihn ausgesagt…“ Danny konnte ihm nur zustimmen, nickte und stand auf. „Ich seh‘ mal nach Kono. Wir müssen den Typen schnellstmöglich finden.“

Und dann ging alles ganz schnell. Binnen weniger Minuten hatte Steve sich voll ausgestattet. Seine Taschen lagen nahezu leer vor ihm und jeder Angehörige von kleinen Privatarmeen wäre vor Neid erblasst, wenn er Steves Ausstattung gesehen hätte.

Wäre die Zeit nicht so knapp und die Lage so ernst, hätte sich Danny ein paar spitze Bemerkungen nicht verkneifen können. Aber er wollte Steve nicht noch zusätzlich ‚motivieren‘. Und so teilten sie sich in zwei Teams auf. Kono und Chin sollte sich unter den Surfern umhören und Danny und Steve wollten alle bekannten Adressen abfahren und schauen, ob sie Hinweise finden würden.

So naiv zu glauben, dass er die Frauen in seinem Haus festhalten würde waren sie alle nicht. Aber die Insel war nicht so groß, dass er unbemerkt 3 Frauen festhalten konnte. Kamekona hatte sich parallel auf den Weg gemacht und wollte sich auch umhören. Zwei Officer vom HPD hatten derweil vor dem Strandhaus Posten bezogen und hatten ein Auge auf Rachel und Grace.

Nach zwei Stunden meldete sich Chin bei Danny. Chin und Kono hatten wenig Erfolg. In Surferkreisen war Hank schon lange nicht mehr aufgetaucht. Es gab weder Hinweise wo er sich gerade aufhielt noch darauf mit wem er seine Zeit verbrachte oder wie er sein Geld verdiente. Auch Kamekona hatte nichts Näheres herausfinden können, er hatte vor einigen Minuten bei Kono angerufen.

„Wir fahren jetzt noch zum HPD, mal hören ob die noch irgendetwas an Infos haben oder jemanden, den wir kontaktieren können. Danach fahren wir zurück ins Hauptquartier und versuchen in den Datenbanken noch etwas zu finden,“ damit legte Chin auf.

Somit wurde es immer schwieriger. Hank schien wie vom Erdboden verschwunden zu sein und mit ihm Lulani, Leslie und Mary. Im Gegensatz zu Steve, der in den Seal-Modus geschaltet hatte und nichts an sich rankommen lies machten diese Entwicklungen Danny sehr zu schaffen. Bisher hatte er immer nur wahnsinnige Angst um Rachel und Grace gehabt und er überlegte ernsthaft, ob Liebe und Geborgenheit dies alles Wert waren.

An der letzten Adresse ihres Zettels angekommen, standen sie einer kleinen Hütte gegenüber. Ehr etwas wie ein Wochenendhaus. Das Grundstück war sehr eingewachsen und hinter jedem Busch konnte die Gefahr lauern.

Steve nahm sich nicht die Zeit das Gelände zu überprüfen und alles in Ruhe auszukundschaften. Mit einem Kleinkriminellen würde er auch so fertig werden. Und noch bevor Danny überhaupt aus dem Auto ausgestiegen war, hatte Steve seine Waffe im Anschlag, war über den niedrigen Zaun gesprungen und ging nun furchtlos auf die Vordertür zu.

Danny konnte sich gerade noch etwas Deckung hinter einem Holzstapel suchen, als die erste Schrotkugel neben Steve in das Holz der Verandapfeiler einschlug. Zum Glück schien der Schütze nicht sehr treffsicher zu sein.

Danny feuerte zwei Mal zurück und verschaffe Steve damit genügend Zeit die Tür ein zu treten und den Schützen zu überwältigen. Doch schon als Steve ihn auf den Rücken drehte sah er, dass es nicht Hank war.

Danny trat hinter Steve und sah, dass die Gefahr vorüber und der Schütze überwältigt war. „Kannst du mir mal erklären was die Nummer sollte? Du kannst nicht einfach losrennen und dich umschießen lassen. Hast du mal überlegt, dass es Partner heißt, weil man sowas zu zweit macht, sich gegenseitig absichert und wenigstens Einer die Situation vorher in Ruhe überdenkt?“ Danny war einmal mehr fassungslos und seine Stimme eine halbe Oktave höher.

Doch Steve blieb unbeeindruckt, stellte den Schützen auf die Beine und im nächsten Moment drückte Steve seine Kehle mit dem Unterarm gegen die Wand. „Wir suchen Hank. Wo ist er?“ Doch der Schütze drehte die Augen zur Seite uns schwieg.

„An deiner Stelle würde ich ihm sagen was er wissen will. Er vergisst gerne seine gute Kinderstube und dann würde ich ihm keine Antwort schuldig sein wollen,“ berichtete Danny sofort. Doch der Schütze schien unbeeindruckt.

„Ich kann dich einbuchten wegen versuchten Mord oder du redest. Letzte Chance.“ Als nichts geschah packte Steve den Schützen am Kragen und ging mit ihm raus auf die Veranda, zerrte ihn zu einem abgesägten Holzstamm, wo immer das Holz gehackt wurde. Mit der einen Hand schnappte er sich die Axt, die an dem Stamm lehnte, während er mit der Schulter und dem anderen Arm den Schützen fixierte und dessen Hand auf dem Baumstamm ablegte.

„Du kannst mir gleich erzählen wo wir Hank finden oder wir kommen der Sache langsam näher.“ Damit spreizte er einen Finger ab und legte die Klinge der Axt fast darauf ab um sein Ziel zu kennen.

Der Schütze war mittlerweile bleich vor Angst und zitterte am ganzen Körper. Danny stand zwei Schritte hinter Steve und hielt sich überraschender Weise sehr zurück und lies Steve machen, solang es nicht für einen von beiden zu gefährlich wurde. Immerhin brauchten sie langsam eine Spur.

Als Steve mit der Axt Schwung holte wurde er auf einmal redselig. „Stopp, bitte, ich weiß nicht wo Hank steckt. Er war seit 4 Tagen nicht mehr hier.“ Steve ließ die Axt sinken und sie schlug neben den Fingern des Schützen in das Holz ein. Die Erleicherung war sowohl ihm als auch Danny anzusehen. „Und wo können wir ihn finden, wenn er nicht hier ist?“ „Ich hab keine Ahnung.“ Doch das war Steve nicht genug. Er löste die Axt aus dem Holz und nahm wieder Schwung. „OK, OK, also ich weiß nur, dass er eine neue Flamme hat und deren Bruder ist Ranger im Haleakalā-Nationalpark. Da gibt es eine versteckte Hütte nahe dem alten Ureinwohner-Denkmal.“

Steve warf die Axt neben sich ins Gras, band den Schützen kurzentschlossen mit zwei Kabelbindern an der Veranda fest und lief wieder Richtung Auto. Danny folgte ihm leicht verstört. „Was bitte war das denn wieder für eine Nummer? Du kannst doch nicht einfach hergehen und jemandem die Finger abhaken. Wie sollen wir das im Bericht dann wieder schön-schreiben?“

Steve ließ das kalt. „Wissen wir was wir wissen wollten?“ Dabei blickte er mit eisigem Blick zu Danny rüber, der nickte. „Na also. Und jetzt sagt dem HPD Bescheid, dass sie unseren neuen Freund abholen sollen. Er dürfte an der Veranda ja nicht zu übersehen sein. Und dann sagt Kono und Chin Bescheid, dass wir uns in 30 Minuten am Nationalpark treffen.


14. Februar 2012 – Haleakalā-Nationalpark

Steve, Chin, Kono und Danny hatten sich auf einem Parkplatz unweit des Denkmals getroffen. Chin kannte die Hütte. Er hatte früher oft Wanderausflüge hier unternommen und wusste somit wo es lang ging.

Sie bewegten sich vorsichtig voran. Immer darauf bedacht niemandem in die Arme zu laufen. Chin und Steve gingen voran und Danny und Kono folgten. Etwas weiter den Pfad entlang konnte man eine kleine Lichtung erahnen.

Vor den letzten Sträuchern gingen Chin und Steve in Deckung und Kono und Danny folgten ihnen. Kurz beobachteten Sie die Lage aber es schien niemand hier draußen zu sein, lediglich ein Geländewagen stand vor der Hütte. Steve blickte durch das Zielrohr seiner Waffe und konnte im Haus einige Schatten ausmachen aber nichts Genaues erkennen.

„Danny und ich gehen hinten rum. Wartet auf mein Zeichen.“ Er blickte sich kurz nach dem Sonnenstand um. „Achtet auf die Heckscheibe des Geländewagens,“ und schon schlug er sich mit Danny rechts herum durch das Unterholz.

Kono und Chin machten sich ebenfalls bereit. Wenige Sekunden später reflektierte etwas in der Heckscheibe des Geländewagens und Chin und Kono gaben ihre Deckung auf und liefen auf die Fronttür zu.

Der Überraschungseffekt schien gelungen. Sie kamen ohne Gegenwehr bis zur Fronttür und Steve und Danny kamen von hinten herum auch dazu, da es auf der Rückseite weder Fenster noch einen Eingang gab.

Zu viert stürmten sie die Hütte und standen zwei Männern gegenüber, von denen sie einen sofort als Hank identifizieren konnten. Doch von den Frauen war weit und breit nichts zu sehen. Steve war nicht in der Stimmung ein weiteres Verhör zu führen. Während Chin und Kono die beiden Männer in Schach hielten waren Danny und Steve schon wieder auf dem Platz vor der Hütte.

Steve schaute sich um und erkannte einen kleinen Trampelpfad, der von der Hütte weg führte. Er folgte dem Pfad und Danny hatte Mühe hinter ihm her zu kommen. Sie sahen sich genau um. Steve konnte Danny gerade noch davor bewahren in eine Wildschweinfalle zu tappen, als vor ihnen ein kleiner Höhleneingang auftauchte.

Mit äußerster Vorsicht betraten sie die Höhle und sahen sich um. Es gab eine Art Vorhöhle und zwei Gänge, die weiter in den Berg führten. Da sie nicht wussten, ob noch jemand hier war gab Steve ein lautloses Zeichen, dass Danny dem linken Gang folgen sollte. Er bog in den Rechten ein.

Nach etwa zwanzig Metern trafen beide Gänge wieder aufeinander und ein weiterer Raum lag vor Ihnen. Als sie die Ecken ausleuchteten fanden sie den wertvollen Schatz, den sie gesucht hatten.

Dort saßen alle drei Frauen aneinander gefesselt und geknebelt und blickten ängstlich aber erleichtert in Steve und Dannys Richtung. Sonst schien niemand hier zu sein.

Danny sicherte weiter den Ausgang und Steve schnitt schnell die Taue durch, mit denen die Frauen gefesselt waren und kotete die Tücher auf.

„Ist sonst noch jemand hier?“ fragte er Mary schnell, bevor er auch Lulani und Leslie befreite. Mary schüttelte nur den Kopf. Zum Sprechen war ihre Kehle zu trocken.

Steve nahm seine Feldflasche, drehte den Verschluss ab und reichte sie Lulani, die einen Schluck nahm und sie dann weiter an Rachel und Leslie gab. Mary fand zuerst ihre Sprache wieder. „Das haben wir doch bestimmt dir zu verdanken dass wir hier sind?“ frage sie gereizt und gerade heraus.

Danny, der den Eingang im Auge behielt gab ein fassungsloses Grunzen von sich und schnaubte „Ein McGarrett wie der andere. Habt ihr schonmal was von Feingefühl und Dankbarkeit gehört? Immerhin sind wir hier um Euch zu retten.“

„Ist ja gut Danny,“ war es nun an Steve, „irgendwie hat sie ja recht. Aber jetzt bringen wir euch erst einmal hier raus. Für Smalltalk haben wir später noch genug Zeit.“ Und dennoch ließ er es sich nicht nehmen erst Mary und dann Lulani kurz in den Arm zu nehmen. Lulani flüsterte er sanft ins Ohr „Es tut mir leid, ich hatte mir unser erstes Wiedersehen anders vorgestellt.“

„Wir verstehen immer noch nicht, was das alles zu bedeuten hat,“ brachte es Leslie auf den Punkt. Auch sie wurde von Danny kurz in den Arm genommen. Er erkundigte sich liebevoll, nach ihrem Befinden und versprach später alles aufzuklären.

Gemeinsam gingen sie vorsichtig zurück zur Hütte, wo nun auch einige HPD Officer vor der Tür standen. Drinnen hatten Kono und Chin schon das erste Verhör durchgeführt und das Wichtigste mit ihrem alten Bekannten geklärt als Danny und Steve dazu kamen. „Wir haben sie gefunden,“ verkündete Danny stolz und mit einem Blick auf die beiden Entführer fügte Steve hinzu „führ sie ab, Danno.“ Das wiederum ließ er sich nicht zweimal sagen, zückte die Handschellen und übergab sie nacheinander an das HPD.


Nach der ganzen Aufregung hatten sie die drei Frauen, nachdem diese versicherten, dass ihnen nichts fehlen würde, erst einmal nach Hause gebracht. Die kurze Abschlussbesprechung im Hauptquartier hatte ergeben, dass sie die Fakten richtig interpretiert hatten.

Hank war immer noch regelrecht besessen von Kono und hatte sie durch die vielen Berichte über die five-0-Taskforce leicht finden können. Außerdem wollte er sich für die Gefangennahme seines Cousins zusätzlich rächen.

Andy war also das Opfer von grenzenloser Eiversucht geworden und die drei Frauen waren Mittel zum Zweck, mit denen er seinen Cousin freipressen wollte. Nun saßen die beiden Entführer in Untersuchungshaft und alle waren wieder in Sicherheit.

Kamekona, Rachel und Grace waren schnell informiert. Das HPD brachte Dannys Familie wieder zurück zu Stief-Stan und Kamekona schaute noch schnell im Hauptquartier vorbei, wo er auch gleich alle Mitglieder von five-0 antraf.

Er klopfte Steve auf die Schulte und meinte anerkennend „ich bin stolz auf Euch.“ Steve wiederrum bedankte sich bei Kamekona für die Hilfe und als schon alle im Gehen waren fügte der stämmige Hawaiianer noch hinzu: „Übrigens gibt es da noch eine Überraschung. Bei Sonnenuntergang an Steves Strand. Keine Wiederrede und bringt Eure Herzdamen mit.“

„Eigentlich können wir es alle kaum erwarten nach Hause und unter die Dusche zu kommen. Es war ein langer Tag. Muss das wirklich heute sein.“ „Oh ja genau heute, haole,“ entgegnete Kamekona, „schließlich seid ihr Euren Ladies noch etwas schuldig. Also keine Wiederrede.“ Damit war er zur Tür draußen.


14. Februar 2012 – Strand bei Steves Haus / kurz vor Sonnenuntergang

Gegen halb neun am Abend waren tatsächlich Danny, Leslie, Lulani und Chin bei Steve und Mary eingetrudelt. Kono hatte sich entschuldigt, sie wollte sich mit Andys Eltern treffen, die mittlerweile auf der Insel eingetroffen waren.

„Und was soll das ganze nun hier?“ frage Chin müde. „Ich hab keine Ahnung. Kamekona ist am Strand verschwunden. Aber seither hab ich ihn nicht mehr gesehen,“ fasste Steve die Ereignisse zusammen, seit er nach Hause gekommen war.

Man sah allen Beteiligten an, dass sie ziemlich mitgenommen waren und recht müde von den Ereignissen des Tages. Lange würde dieser Abend sicherlich nicht dauern. Was auch immer Kamekona geplant hatte.

„Vielleicht sollten wir einfach nachsehen,“ mischte sich nun Mary in das Gespräch ein, die in einem vornehmen, bunten Sommerkleid die Treppe hinunter kam und Chin den Atem nahm.

Doch als sie durch die Terrassentür und zum Strand gingen trauten sie ihren Augen kaum. Verteilt über eine Länge von vielleicht 50 Metern standen dort 3 große weiße Pavillons. Jeweils in den Freiräumen dazwischen waren zwei große brennende Fackel-Herzen aufgestellt und zauberten eine tolle Atmosphäre.

Kamekona stand am Ende des Weges und lächelte die erstaunten Besucher an. „Ich wünsch euch einen schönen Valentinstag,“ grinste er, schlug bei Steve, Danny und Chin ein und konnte es sich nicht nehmen lassen, sich 3 kleine Bussis auf die Wange von den Ladies abzuholen und ging grinsend durchs Haus Richtung Einfahrt. Seine Mission war erfüllt.

Die drei Pärchen schlugen langsam den Weg zu je einem der Pavillons ein und stellten fest, dass sich Kamekona richtig Mühe gegeben hatte und es zeigte sich wieder einmal deutlich, dass er ein richtiges Organisationsgenie war.

Die Pavillons waren ausgelegt mit vielen Decken und Kissen. Von der Mitte des Daches hingen einige Öllampen und verbreiteten ein romantisches Licht, wie von tausend und einer Nacht. In der Mitte standen zwei Sektgläser und eine Flasche Champagner sowie ein Picknick-Korb. Der Blick aufs Meer war frei.

Die Männer mussten sich neidlos eingestehen, dass sie es selbst niemals so romantisch und perfekt hinbekommen hätten. Da war ein dickes Dankeschön für Kamekona fällig. Jetzt aber erst mal blickten sie in die erfreuten und liebevollen Gesichter ihrer Herzdamen. Vielleicht würde der Abend ja doch nicht so schnell Enden, wie angenommen und der Schrecken wäre vorerst vergessen.


Steve und Lulani machten es sich auf den Decken gemütlich und sahen sich noch einmal im Pavillon um. „Es ist traumhaft schön hier,“ sagte Lulani und sah sich verträum um und dann direkt in Steves Wahnsinns-Augen, in die sie sich schon als Teenager verliebt hatte.

„Nicht annähernd so schön wie du,“ erwiderte Steve mit leicht heißerer Stimme und lächelte Lulani an, die etwas schüchtern den Blick abwendete.

Sie kannten sich jetzt schon so lange, doch in letzter Zeit hatten sie sich selten gesehen. Seit sie aufs Festland zum Studieren gegangen war und Steve bei der Navy war, war es noch viel schwieriger geworden.

Es war immer eine besondere Beziehung zwischen ihnen gewesen. Schon damals war Steve der rastlose Teenager gewesen, der mit seinem Vater jagen ging, Kilometerweit im Meer schwamm und auch sonst immer was zu tun haben musste. Nur wenn er mit Lulani zusammen war, dann hatte er eine tiefe innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

Er fühlte sich auf Hawaii immer nur dann richtig zu Hause, wenn auch Lulani in der Nähe war. Dies wurde ihm gerade wieder richtig bewusst als er in ihre tiefbrauen Augen sah. Er hatte schon die letzten Tage viel nachgedacht und auch wenn er, wie er selbst glaubte, nicht der geborene Mann für Beziehungen wäre, würde er einen Versuch mit Lulani wagen, wenn sich ihre Gefühle nun vertiefen würden.

Doch von all dem wusste Lulani noch nichts. Auch wenn sie sich seit einigen Jahren nichts sehnlicher wünschte, als endlich diese perfekten Lippen zu küssen, so hatte sie doch Angst davor, wie es danach weiter gehen würde. Immerhin hatten gerade die letzten Tage gezeigt, wie schwierig ein Leben mit Steve werden konnte.

Noch während beide in Gedanken versunken waren sahen sie sich weiter tief in die Augen und wie von selbst bewegten sie sich immer weiter aufeinander zu, bis sich ihre Lippen zu einem ersten zaghaften Kuss trafen.

Während in Lulanis Magen ein ganzes Feuerwerk abbrannte und der Kuss zaghaft intensiver wurde, kehrte Steve zu seiner inneren Ruhe und tiefster Zufriedenheit zurück. Er hatte noch nie etwas getan, was sich so beruhigend auf aufregend zugleich anfühlte.

Dennoch mussten sie ihren Kuss unterbrechen, als Lulani beinahe das Gleichgewicht verloren hätte und über den Picknickkorb gefallen wäre. Nun lagen beide leicht seitlich und sich gegenüber. Lulani lächelte Steve an und er blickte weiter in ihre faszinierend dunklen Augen.

Der Picknickkorb stand immer noch zwischen ihnen und Steve musste gestehen, dass er durchaus eine kleine Grundlage gebrauchen könnte, falls er heute nochmal seine Kräfte mobilisieren müsste.
Er setzte sich also etwas auf und fragte sanft „wollen wir mal nachschauen, ob Kamekona sich auch richtig Mühe gegeben oder einfach nur zwei Überlebensrationen eingepackt hat?“ während er ihr zuzwinkerte. Lulani lächelte, nickte und zeitgleich meldet sich auch ihr Magen mit einem verhaltenen brummen.

Jetzt konnte Steve sich ein befreiendes Lachen nicht verkneifen und die leicht gespannte Stimmung war mit einem Mal wie weggeblasen. Es war immer noch sehr romantisch und der Picknickkorb gab alles her, was man sich wünschen konnte. Frisches Obst, Wein und allerlei regionale Köstlichkeiten mit deren Namen Steve manchmal immer noch Schwierigkeiten hatte. Seine Befürchtungen über den Inhalt waren also völlig unbegründet.

Sie beobachteten gemeinsam den Sonnenuntergang und ließen sich die Leckereien schmecken. Als die Sonne unter gegangen war und es etwas frischer wurde räumten sie den Korb beiseite und kuschelten sich aneinander. Sie brauchten nicht viel Worte, ihre Gesten und Blicke reichten völlig aus und beiden war klar, wo dieser Abend enden würde.

Steve lag etwas auf der Seite und hatte seinen Kopf auf dem Ellenbogen abgestützt. Er blickte Lulani tief in die Augen und ihren Mund umspielte ein sanftes lächeln. Sie sah so verführerisch aus im Schein der wenigen Flammen, dass er nicht länger wiederstehen konnte.

Langsam beute er sich zu ihr hinunter und sanft trafen ihre Lippen ein zweites Mal aufeinander. Nur wenige Sekunden später schlang Lulani ihre Arme um seinen muskulösen Nacken und zog ihn noch etwas weiter zu sich heran. Der Kuss wurde leidenschaftlicher und Lulani konnte sich einen wohligen Seufzer nicht verkneifen.

Für Steve war dies Aufforderung genug. Er hatte schon die letzte Minute Schwierigkeiten gehabt seine Hände bei sich zu behalten. Jetzt schickte er seine Finger zärtlich auf Wanderschaft und erkundete Lulanis Körper, bis er mit der Hand unter ihre Bluse schlüpfte.

Lulani tat es ihm gleich und strich ihm langsam über den Rücken und hinterließ eine Gänsehaut, als sie mit ihren Fingern seine Muskeln nachzeichnete.

Die Wellen schlugen leise an den Strand und ihre Herzen im gleichen Takt. Beide waren in ihre eigene Welt eingetaucht voller Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit. Diese Nacht würde nur ihnen gehören und der Beginn von einer wundervollen Zukunft sein.

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Zuletzt von NobodyKnowsNina am So Feb 19, 2012 7:23 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 12:29 pm

Ein schöner, langer One-Shot.
Ach ... ich liebe die letzten Zeilen. *sigh* soooo romantisch, aber nicht kitschig. Jedenfalls nicht in meine Augen.
Zitat :
Die Wellen schlugen leise an den Strand und ihre Herzen im gleichen Takt. Beide waren in ihre eigene Welt eingetaucht voller Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit. Diese Nacht würde nur ihnen gehören und der Beginn von einer wundervollen Zukunft sein.

Ein großes Lob an die Autorin dieses Textes. *applaus*

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 12:37 pm

Ein Valentins Krimi, das ist eine wundervoll spannende und zugleich Romantische Geschichte, die durchaus als Vorlage zu einer Folge dienen könnte top

Da war es bestimmt recht"Laut" bei drei Pavillons :tüte:

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 1:12 pm

*seufz* und *puhhh*
war das spannend !! Und war das klug durchdacht - und war das auch witzig.....und dann, damit man sich wieder von der Spannung erholt, dieser unbeschreiblich schöne Schluss... ohhh und hhmmm und "ach" verliebt verliebt

ICH MÖCHTE, dass diese Geschichte verfilmt wird - DAS möchte ich RICHTIG sehen... undzwar ganz genau so. Basta !!
Danke für die Hammerstory - ganz grosses Kino ! top
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 4:21 pm

Das ist eine perfekte Mischung: Erst der spannende Teil mit Action, Carguments und Bromance, wie man es von H50 kennt und liebt - und zum Schluss das Sahnehäubchen mit dem romantischen Picknick am Strand...Schööön! (Werde Kamekona jetzt mit ganz anderen Augen betrachten - so ein Romantiker, tsstsstss...)
Toll und spannend geschrieben! Großes Kino noch dazu! Super! *applaus*

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 5:51 pm

Oh eine Geschichte mit Kamekona, das ist super. Und dann die Vorstellung Kamekona als Liebesengel - herrlich!
Fall der Woche, SuperSeal und am Ende Romantik, schön! Hoffentlich hat Steve die anderen schnell von "seinem" Strand verscheucht! *big smile*

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 14, 2012 7:25 pm

Wie schon oben geschrieben wurde: Ganz großes Kino *applaus* top

Super spannend geschrieben und der Schluß so romantisch mit Picknick am Strand....tolle Geschichte top

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mi Feb 15, 2012 2:13 pm

Super Story mit Spannung, Witz und Romantik...man ist gefesselt und fiebert mit, dass die 3 Herzdamen noch rechtzeitig gerettet werden und dann gott-sei-dank die Erlösung, sie haben sie gefunden. Die Idee mit Kamekona als Romantiker find ich klasse und Chin und Mary zusammen zu bringen herrlich... und ich stelle mir grad bildlich die 3 Pärchen nebeneinander am Strand in den Pavillions vor... *big smile*

Toll !!! *applaus*

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Siv
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mi Feb 15, 2012 4:58 pm

Wow- da hat sich jemand aber in einen richtigen Rausch geschrieben. Zwinker

Alles drin- Action; Spannung, Humor und, wie es sich für eine anständige Valentins FF gehört, eine ordentliche Portion Romantik und Liebe...

Total schön!


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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mi Feb 15, 2012 7:18 pm

In dieser Geschichte war alles drinn, Krimi. Romantik und Cargoments. Hat mir sehr gut gefallen. Das Ende fand ich richtig romantisch *seufz* *sigh*

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mi Feb 15, 2012 9:16 pm

RESPEKT dafür, dass die Autorin dieser Geschichte einen kompletten Fall ausgetüftelt und geschrieben hat!! Der Schreibstil gefällt mir richtig gut, außerdem find ich's toll, dass Steve Lulani schon so lange kannte, und am besten hat mir dieser Satz hier gefallen

Zitat :
Er hatte noch nie etwas getan, was sich so beruhigend und aufregend zugleich anfühlte.

Das ist eigentlich so simpel, aber es beschreibt wirklich, wirklich gut, wie es in einem drin aussieht, wenn man einerseits völlig in vertraute Geborgenheit reinsinkt aber gleichzeitig auch ganz genau weiß, dass da wahrscheinlich noch mehr kommt, was neu und aufregend ist Zwinker

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Do Feb 16, 2012 10:07 am

Wow, wow und nochmal wow. Das nenn ich mal einen Oneshot der es in sich hat. Einen Fall der Woche, Spannung, ein paar echte Gänsehaut Momente und natürlich das wichtigste: Ein Valentines Happy End.

Hmm, obwohl ich sagen muss, dass ich die Geschichte mehr als Krimi einordnen würde. Ich meine - also es hat bei Lesen gekribbelt....aber halt nicht an den romantischen Stellen, sondern an den spannenden Stellen. Was das angeht: Großes Kino.

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 3:57 pm

Hallo Mädels,

ich danke Euch vielmals für die vielen tollen Kommentare. Ich habe mich sehr gefreut und finde es voll gut, dass ihr am Ende nicht der Meinung wart, dass ihr in der Zeit, wo ihr gelesen habt, was viel sinnvolleres hättet machen können, weil das alles nix war.

Ich war mir am Anfang überhaupt nicht sicher, ob es überhaupt das Richtige ist, weil es war ja doch mehr Aktion wie Romantik, aber scheinbar konntet ihr das zwischendurch im Leserausch verkaften...

leiCa schrieb:
Kamekona als Liebesengel
:lol!: Ob Flügel in der Größe überhaupt lieferbar sind????
Ich darf sowas fragen, hab selbst keine 90-60-90!
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Ich hätte auch noch ein paar Outtakes - hat jemand Interesse??

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 4:04 pm

Geschriebene Outtakes? *lol* Das weckt meine Neugier und ich bitte mal ganz lieb darum ...

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 7:05 pm

[quote="cytanea"
___________

Ich hätte auch noch ein paar Outtakes - hat jemand Interesse??[/quote]

*Hand heb* das verspricht interressant zu werden *lol* ich bitte auch mal ganz lieb darum

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 7:13 pm

*stellt sich in die Schlange und wedelt fleißig mit*

"Ich auch, ich auch!" bye

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NobodyKnowsNina
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 8:03 pm

Ich will auch Outtakes!!

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 8:09 pm

hier.... hallo - *hüpf und wink* ich möchte auch outtakes...bitte.... :FREU:
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Mo Feb 20, 2012 8:56 pm

Wow, ok. Dann werd ich die morgen mal rauskramen, nochmal drüberlesen und korrigieren und dann lass ich die Outtakes auf Euch los.

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Di Feb 21, 2012 11:10 am

Ohja ohja ohja cheers *big smile*

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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Sa Feb 25, 2012 2:52 pm

Betty schrieb:
Geschriebene Outtakes? *lol* Das weckt meine Neugier und ich bitte mal ganz lieb darum ...

So Ladies, vielen Dank für Eure Geduld. Hier nun die Outtakes. Ich hoffe, ihr steigt durch. ich habe versucht noch alles etwas zu verbinden und verständlich zu machen. Hoffe, es ist einigermaßen gelungen. Hätte selbst nicht gedacht, dass ich im nachhinein soviel rausgeworfen hatte...

Ich hoffe außerdem, dass es ok ist, es hier drunter zu posten. Ansonsten darf es ein Admin auch gerne dahin schieben, wo es besser aufgehoben ist.

Here we go:


STEVE + GRACE
„Dachte ich mir, dass dich das interessiert. Du Super-Seal verrätst dich immer dann, wenn du Grace ansiehst. Sei froh, dass die bösen Jungs diesen Blick noch nicht gesehen haben. Dann würde Dir keiner mehr den Badboy abkaufen und Angst vor dir haben. Ich zumindest hab keine mehr vor dir. Also…?“

Danny erinnerte sich zurück. Vor etwa drei Wochen war er mit Grace bei Kamekona gewesen. Grace hatte ein dickes Eis bekommen und war gerade dabei mit dem sympathischen Hawaiianer herum zu blödeln. Grace hatte ihn vom ersten Moment an gemocht und binnen weniger Minuten war auch Kamekona Grace verfallen. Er mochte das kleine Mädchen, weil es immer so fröhlich und offen war. Nicht so verkniffen wie ihr Dad.

Danny hatte sich dem Wasser zugewandt und malte sich schon wieder aus, was wohl passieren würde, wenn ein Tsunami kommen würde. Er konnte immer noch nicht ganz verstehen, wie er es tatsächlich bis auf die Insel geschafft hatte, wo er doch weder den Menschen noch den Naturgewalten hier richtig traute.

Doch plötzlich wurde sein Blick abgelenkt, als Grace neben ihm ein entzücktes Quietschen ausstieß und den Finger Richtung Wasser ausstreckte. Er folge ihrem Finger und stieß ein genervtes Stöhnen aus. Hatte man denn noch nicht einmal am Wochenende seine Ruhe?
Kein geringerer als Super-Seal himself stieg da gerade mit seinem Adonis-Körper aus den Wellen. Grace begann aufgeregt neben ihm zu hüpfen und zu winken. Ihm war es immer noch ein Rätsel, wieso das kleine Mädchen seinen Partner so gerne mochte. Er war doch ein richtig harter Knochen und die meiste Zeit sah sein Gesicht nicht gerade freundlich aus. Normal war Grace solchen Leuten gegenüber ehr immer sehr zurückhaltend.

Noch während er in Gedanken versunken war, hatte Steve sie erkannt winkte zurück und ohne Vorwarnung drückte Grace ihrem Danno das Eis in die Hand und lief mit offenen Armen auf Steve zu. Auf halber Strecke rief sie ihm ein aufgeregtes „Onkel Steve“ entgegen, der daraufhin seine einmeterfünfundachzig auf die Hälfte runterschraubte, ebenfalls die Arme ausbreitete und Gracie ihm einen Augenblick später direkt hinein flog.

Steve mochte Dannys keine Tochter. Sie erinnerte ihn immer an Mary. Sie war genauso aufgeweckt und fröhlich wie seine Schwester es früher war, bevor sie getrennt wurden und sich nur noch viel zu selten sahen.

Beide knuddelten sich kurz und als Steve zu Danny aufsah, hatte er ein großes breites Strahlen im Gesicht und setzte Gracie wieder vorsichtig im Sand ab. „Warst Du schwimmen, Onkel Steve,“ fragte die Kleine auch gleich neugierig. „Ja, war ich, jetzt wollte ich mir bei Kamekona ein Eis zur Belohnung gönnen.“

Mit Grace an der Hand trat er an die kleine Verkaufshütte heran, begrüßte Kamekona und Danny und bestellte sein Eis, nachdem er kurz mit Grace über die Geschmacksrichtung beraten hatte.

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DANNY + LESLIE
[i]„Unser Danno hier,“ und zeige damit mit dem Kopf auf Danny, „hat an Valentinstag ein Date. Das erste überhaupt seit er geschieden ist, seit er auf Hawaii ist, seit er Frauen im Allgemeinen überhaupt wieder hinterher schaut. …
„Du datest Grace Lehrerin?“ frage Steve entsetzt und schüttelte kurz den Kopf, besann sich aber, dass das Zeit bis später hatte…[/i]


Das war mal wieder typisch Rachel gewesen. Sie wollte zusammen mit Stief-Stan auf Grace Elternsprechtag gehen. Davon waren die beiden nicht abzubringen und Danny war rasend vor Wut, weil er der Meinung war, dass Stief-Stan dort nichts zu suchen hätte und wenn überhaupt er mitgehen sollte.

Als dann aber auch noch ein wichtiger Fall dazwischen kam und keinerlei Hoffnung bestand, dass Danny an diesem Tag auch nur eine freie Minute haben würde, hatte er sich wohl oder übel damit abfinden müssen, dass er den Elternsprechtag verpassen würde.

Doch so ganz ließ ihn das Thema nicht in Ruhe. Zwar hatte Rachel ihm versichert, dass er sich keine Sorgen machen müsse und Grace eine gute Schülerin war und die Lehrerin kein Grund zur Klage oder Sorge hatte. Aber dennoch hätte er gerne ein oder zwei Dinge mit der Lehrerin besprochen.

Einerseits wollte er Rachel nicht hintergehen und ein weiteres Gespräch mit der Lehrerin führen, auf der anderen Seite war er Graces Dad und war es dann nicht sein Recht, vielleicht sogar seine Pflicht? Als er wieder einmal völlig in Gedanken versunken war und Steve ihn ansprach, was in letzter Zeit los sei, hatte er ihm kurz die Situation geschildert aber deutlich signalisiert, dass er nicht weiter darüber reden wollte.

Als sich die Situation einige Tage später immer noch nicht entspannt hatte, hatte Steve kurzerhand in Graces Schule angerufen und sich bei der Sekretärin erkundigt, wer Graces Lehrerin war und wann die gute Dame denn mal eine Freistunde hätte.

Kurzerhand hatte er Danny unter einem Vorwand in den Wagen verfrachtet und ihn zur Schule gefahren. Es hatte ihn einige Neven gekostet und endlose Diskussionen, bis Danny schließlich aus dem Wagen ausstieg und seine Chance nun wahrnahm mit der Lehrerin zu sprechen. Steve hoffte nur, dass er danach den alten Danny wieder haben würde, denn momentan war er mit diesen Grübeleien im Hinterkopf nicht wirklich einsetzbar.

Was Steve nicht vermuteten konnte war, dass alle Themen ineinander übergriffen. Danny machte sich Sorgen, ob sein Job bei five-0 gut für Grace war. Er hatte Angst, dass Grace, auch wenn sie sich immer bemühten in ihrer Gegenwart nicht über Fälle zu sprechen, zu viel von seinem Job mitbekommen haben könnte und sich nun Sorgen um ihn macht. Er wollte nicht, dass es seinem Äffchen schlecht ging und er auch noch daran schuld sei.

Nach endlosen 34 Minuten kam Danny wieder aus dem Gebäude und strahlte übers ganze Gesicht. Graces Lehrerin hatte ihn beruhigen können. Zwar wusste sie aus einem Gespräch mit Grace, dass diese durchaus wusste, wie gefährlich sein Job manchmal war, sie aber gut damit umgehen würde und in der Klasse immer nur von ihrem tollen Dad schwärmen würde.
Grace Lehrerin war toll, wirklich nett und gar nicht so, wie man sich Lehrerinnen von jeher vorstellte. Sie war jung, sah gut aus und war, obwohl sie sich nicht kannten, zu Späßen aufgelegt und sehr offen gewesen. Kurz gesagt, die Chemie hatte einfach gestimmt und Danny hatte sich selbst überrascht, als er sie im Gehen zu einem Kaffee eingeladen hatte. Zu seiner größten Verwunderung, hatte sie sogar, mit einem Lächeln auf den Lippen, angenommen.

Aber das würde er Steve gleich nicht erzählen. Für ihn hatte er ein ganz anderes Thema parat. Er musste Steve noch vorsichtig beibringen, dass sie in zwei Wochen vor Grace Klasse über ihren Job berichten sollten. Leslie, Graces Lehrerin hatte ihm erklärt, dass über das Schuljahr verteilt alle Väter einmal dran kamen und nun war er an der Reihe. Und da manche Väter auch ihre Assistenten mitbrachten oder einen Mitarbeiter ihrer Firma um einen guten Überblick geben zu können, würde Danny wohl Steve mitnehmen. Sie waren im Job ja eh unzertrennlich und vielleicht brauchte er einen Super-Seal an seiner Seite, wenn die kleinen Monster auf ihn losgehen würden. Und seltsamerweise schienen die kleinen Monster Steve ja immer zu mögen, so wie Grace.

Ein paar Tage später war er also mit Leslie Kaffeetrinken gegangen und sie hatten sich gut unterhalten. Besonders gut kam bei ihr die Geschichte an, wie er Steve versucht hatte schonen beizubringen, dass sie bald Teil von Graces Projektarbeit waren.

So entwickelten sich zarte Bande zwischen den beiden, sie hatten noch ein paar Mal telefoniert und als es an der Zeit war, die Katze aus dem Sack zu lassen, hatte Danny ihr ein paar Blumen geschickt und eine Karte mit seiner Einladung für Valentinstag beilegen lassen. Ganz klassisch und oldschool, ganz Gentleman. Und Leslie hatte tatsächlich seine Einladung angenommen.

Auf die Diskussionen etwas später hätte er allerdings verzichten können. Als es kam, wie es kommen musste und Steve heraus bekam, dass er Graces Lehrerin datete hatten sie sich fast gestritten. Steve konnte Danny ja verstehen, Leslie war eine tolle Frau, da konnte man schon schwach werden. Er hatte sie ja an diesem Aktionstag kennen gelernt. Aber allein dass sie eben Graces Lehrerin war, wäre für ihn ein no-go gewesen. Wenn das was Ernstes werden würde, wie sollte sich denn da bitte Grace fühlen. Und was die Mitschüler erst denken würden…

Steve machte sich wirklich sorgen und war dementsprechend auch nicht gut auf dieses Thema zu sprechen. Er hatte Danny vorgeworfen nur mit seinem Unterleib zu denken, statt sein Hirn einzuschalten. Doch Danny hatte eine rosarote Brille auf und nur kess entgegnet, was er denn gegen einen kleinen Rollentausch einzuwenden hätte. Dann müsse er eben mal der Vernünftige von beiden sein.

Die zweite Begegnung dieser Art hatte er mit Leslie selber und es war ausgerechnet am Valentinstag. Er konnte ja selbst kaum glauben was da passiert war. Bisher ging es immer nur ihnen selbst an den Kragen, aber doch nicht auch noch ihren Familien und Freunden. Und wie er es schon vermutet hatte, hatte Leslie die ganze Entführung nicht so gut weg gesteckt.
Er hatte Leslie abgeholt und gemeinsam waren sie zu Steve gefahren. Schon während der Fahrt war sie sehr schweigsam. Als sie dann nach der Überraschung in ihrem Pavillon am Strand saßen, wurde die Stimmung immer gedrückter, bis Danny besorgt nachfrage, was denn los sei, obwohl er schon eine vage Vermutung hatte.

Leslie erklärte ihm darauf hin, dass sie wirklich gerne mit ihm zusammen sei und ihn wirklich nett finden würde. Doch dann kam das große aber. Nach dieser ganzen Entführung konnte sie sich nicht vorstellen, dass mehr aus ihnen beiden werden würde. Sie würde sich einfach immer Sorgen machen. Sorgen darum, ob Danny den Tag gut überstehen würde, Sorgen darum, ob wieder jemand kommen würde, der ihr oder Grace etwas antuen wollte, um sich zu rechen. Unter Tränen hatte sie daraufhin ihre kleine Romanze beendet und sich mehrmals bei Danny entschuldigt.

Danny selber hatte so etwas schon befürchtet. Rachel hatte immer das gleiche Problem gehabt. Alle Frauen von Polizisten hatten dieses Problem. Manche konnten damit umgehen, machen nicht. In der hintersten Ecke seines Herzens konnte er Leslie verstehen. Es war ein harter Tag für sie alle gewesen und solche Gedanken lagen nahe. Trotzdem war er unendlich traurig, denn er mochte Leslie sehr.

Gemeinsam hatten sie noch den Sonnenuntergang angesehen und den Picknickkorb geleert. Danach hatten sie sich langsam auf den Nachhauseweg gemacht. Vor Leslies Tür hatte Danny einen letzten zaghaften Versuch gestartet, als er frage, ob er sie denn mal anrufen dürfte. Doch Leslie hatte traurig erwidert, dass es wohl besser wäre, wenn er es nicht täte.

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CHIN + MARY
„Chin, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt es ihm zusagen.“ „Mir was zu sagen?“ Steve wurde langsam ungeduldig. Irgendetwas war hier im Busch. „Chin, was ist los?“ wurde er nun etwas lauter. … Kaum hörbar sagte Chin „Mary, ich hab ein Date mit Mary.“

Chin und Steve kannten sich schon ewig. Bereits zu Schulzeiten liefen sie sich immer mal über den Weg. Es war nicht so, als wären sie die besten Freunde gewesen, aber man kannte und respektierte sich. Chin konnte sich noch genau erinnern, wie sie bei einer Beachparty zusammen etwas abseits am Lagerfeuer saßen, jeder ein Bier in der Hand und Steve ihm und ein paar anderen erzählte, wie es so auf einer Militärschule war und dass er die Zeit in Hawaii vermissen würde, weil er jetzt ja nur noch in den Ferien da war.

Kurz darauf wurden sie von einem rebellischen Mädchen unterbrochen, was Steve auf einmal beschimpfte. Sie war eigentlich noch zu jung für eine Strandparty und ziemlich betrunken. Als Steve sie auf einmal überrascht ansah, sich steile Zornfalten auf seiner Stirn bildeten, er wortlos eine der rumliegenden Decken nahm, das leichtbekleidete Mädchen wortlos darin einwickelte und mit ihr verschwand.

Wie sich etwas später heraus stellte, war Mary Steve auf die Party gefolgt und dann an die falschen Leute geraten. Nach ein paar Bier hatte sie offensichtlich jede Hemmung verloren und war fest entschlossen, ihrem Bruder mal so richtig die Meinung zu sagen, was sie von seinem Verhalten hielt, seit er nicht mehr auf Hawaii war. Sie fühlte sich einsam und verlassen.

Das war die erste Begegnung von Chin und Mary. Chin war damals trotz Marys miserabler Verfassung sofort von ihr fasziniert gewesen. Sie wirkte so stark aber auch zerbrechlich zur gleichen Zeit und ihre lilanen Haare konnte man deutlich ihrer rebellischen Seite zuordnen.
Zuerst wußte er nicht, dass sie Steves kleine Schwester war, aber kurze Zeit später waren sie sich am Strand über den Weg gelaufen und Chin konnte nicht wiederstehen und hatte Mary angesprochen und so ein paar Wissenslücken füllen können. Damals war Mary noch zu jung, aber wäre sie ein paar Jahre älter gewesen, hätte Chin durchaus schwach werden können. So jedoch weckte sie hauptsächlich seinen Beschützerinstinkt.

Über die ganze Zeit hinweg hatten sie immer mal wieder Kontakt. Besonders seit Chin und Steve zusammen arbeiteten war Mary oftmals die, die Chin anrief, um zu erfahren, wie es ihrem Bruder wirklich ging und wie sich die bösen Buben auf der Insel verhielten und Chin beruhigte sie jedes Mal von Neuem. Denn wenn er eines über die Zeit gelernt hatte, dass die Geschwister, so verschieden sie auch waren, sich tief im Herzen liebten und alles für den anderen tun würden.

Nur leider klappte dies selten auf die direkte Weise. Waren sie zusammen, gerieten die hitzigen Gemüter oft aneinander. Steve wollte Mary beschützen und verschwieg ihr so einiges. Mary hingegen war zu einer starken Frau herangewachsen und versuchte nun auch Einfluss auf Steve zu nehmen, denn sie fand sein Handeln immer zu unüberlegt und impulsiv. Was wiederum zu der ein oder anderen Dummheit von Mary geführt hatte, die wiederum Steve zum ausrasten brachte.

Fast unbemerkt hatte sich nebenher zwischen Chin und Mary eine vertrauensvolle Basis aufgebaut. Eine Freundschaft. Immer wenn Chin ein Gespräch mit Mary beendete und kurz über alles nachdachte konnte er sich mittlerweile eingestehen, dass er mehr denn je fasziniert von Mary war. Nicht nur, dass ihr, die mittlerweile blonden Haare, hervorragend standen und ihre mystischen Augen besonders zur Geltung brachten, sie war auch ruhiger und ausgeglichener geworden. Etwas auf das er bei Steve wohl ewig würde warten können.

Und genau das war auch der Punkt, der ihn immer abgehalten hatte Mary auf ein Date einzuladen. Immerhin war Steve sein Chef und sein Freund. Da war die kleine Schwester tabu. Dennoch war der Wunsch in ihm immer weiter gewachsen. Vor etwa 8 Wochen hatte Mary ihn in der Nacht aus dem Bett geklingelt und ihm ihr Herz ausgeschüttet, weil Steve sie mal wieder wie ein kleines Mädchen behandelt hatte und ihr nicht den kleinsten Hinweis zu seinem Ermittlungen bezüglich ihrer Eltern geben wollte.

Es hatte Chin einige Zeit gekostet, bis er Mary wieder beruhigt hatte und sie hatten noch etwas weiter geredet, bis Chin ihr gestand, dass er eine 27-Stunden-Ermittlung hinter sich hatte und jetzt doch seinen Schlaf brauchte.

Mary war dies so unangenehm, dass sie sofort auflegen wollte, doch dann fiel ihr noch etwas ein. „Übrings bin ich in 8 Wochen zurück. Steve hat mich doch tatsächlich eingeladen, dass wir uns mal in Ruhe aussprechen können. Ich lande am 13. Ich hoffe, dass bringt kein Unglück.“ Chin war schon fast im Land der Träume, als er sich selbst sagen hörte „Perfekt, dann kannst Du ja am 14. mit mir ausgehen."

Mary hatte kurz gestutzt aber es fiel ihr nicht schwer zuzusagen. Sie mochte Chin und sie hatte schon immer eine Schwäche für trainierte Hawaiianer. Wenn es dieses eine Mal auch noch ein netter war und da bestand bei Chin kein Zweifel, …

Chin war schlagartig wieder wach. Jetzt hatte ihn seine Müdigkeit überlistet und alle Bedenken über Bord geworfen. Schnell war der Beschluss gefasst, dass Steve es nie würde erfahren dürfen. Nicht einmal, wenn sie heiraten und viele kleine McKellys kriegen würden. Sonst wäre er ein toter Mann. Wie zum Teufel war er darauf gekommen den Ehrenkodex zu brechen?! Aber er freute sich, er freute sich definitiv.

So kam es, wie es kommen mußte und 8 Wochen später bekam er die Auswirkungen zu spüren, die er nie hatte spüren wollen. Steve hatte ihn eben in die Mangel genommen und ihm deutlich gemacht, was er davon hielt, dass seine kleine Schwester und Chin ein Valentinstagsdate geplant hatten.

Was Chin Steve hoch anrechnete war, dass Steve mehrfach betont hatte, dass es nicht gegen Chin persönlich ging und er ihn eigentlich für eine gute Partie hielt, aber er machte ihm genauso deutlich, dass er niemals zulassen würde, dass seine kleine Schwester einen Cop daten würde oder vielleicht sogar eine Beziehung hätte. Das war eine von drei Sachen, die er – zur Not mit seinem Leben – verhindern würde. Man sah es bei Danny, man sah es bei seinen Eltern. Es ging einfach nicht gut. Viel zu viel Kummer und Besorgnis. So sollte Mary nicht leben.

Und dennoch standen sie dann am Strand, Chin hatte Mary behutsam im Arm und immer ein Auge auf Steve, der aber wiederum nur Augen für Lalani hatte. Chin sah dies als Chance. Er würde sich nicht einschüchtern lassen, sie waren alle erwachsene Menschen.

Doch so recht kamen Chin und Mary mit der Situation dann doch nicht klar. Sie hatten kurz ein paar Köstlichkeiten aus dem Picknickkorb probiert und sich dann aber für einen Spaziergang am Strand entschieden. Sie sprachen über Gott und die Welt, aber nicht über sich. Es schien fast, als hätten sie beide Angst davor es laut auszusprechen.

Schließlich war es Mary, die die Initiative ergriff, ihre Hand in Chins Hand legte und sich nach ein paar weiteren Schritten zu Chin umdrehte und ihm einen zaghaften ersten Kuss auf den Mund gab. Chin war so überrascht und gleichzeitig überwältigt, dass er gar nicht reagieren konnte. Mary sah ihm in die Augen und sein verdutztes Gesicht und begann zu lachen.

Als sie sich wieder beruhigt hatte meinte sie „ich mag dich Chin und ich glaube du magst mich auch. Vergess Steve, er wird dir nichts tun. Ich pass auf Dich auf.“ Chin war so verblüfft, er konnte nur lächeln und ihr dann ebenfalls einen zärtlichen Kuss geben, den Mary zufrieden und glücklich erwiderte.

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STEVE + LULANI
„Er war lange nicht mehr dort gewesen aber er erkannte das Haus sofort wieder. Es hatte typisch hawaiianisches Flair und einen traumhaften Blick aufs Meer. Nach einem kurzen Gespräch hatte er erfahren, dass Lunani früh zum Strand gegangen…“

Den Strand mochte Lulani schon immer. Nicht nur das Haus mit dem traumhaften Blick auf das Meer, welches ihr Zuhause war, hatte sie mit Wind und Wellen der Insel verbunden, sondern auch die Leidenschaft dafür, eben diese Naturgewalten zu bezwingen.

Sie war noch nicht alt, nicht einmal ein Teenager, als sie bei einem ihrer Surf-Streifzüge an einer entlegenen Bucht landete. Im Wasser war nur ein weiterer Surfer. Der Tag war traumhaft und sie freute sich darauf ins Wasser zu steigen und die Wellen zu bezwingen.
Allerdings hatte sie nicht mit der tückischen Strömung gerechnet und so fand sie sich nach wenigen Minuten am Strand wieder und wusste nicht genau, was passiert war. Ein keuchender Teenager beugte sich über sie und frage, ob alles in Ordnung sei.

Lulani blickte dem Jungen direkt in die Augen und sie würde diesen Moment nie mehr vergessen. Seine Augen waren wie der Ozean. Alles was sie so sehe liebte spiegelte sich dort wieder. Sie war so fasziniert, dass sie ihn nur anstarren konnte. Erst als der Junge verzweifelt zum Wasser lief und ihr 2 Hände voll Wasser ins Gesicht schwabbte kam sie wieder richtig zu sich.

Der Junge stellte sich als Steve vor und erklärte ihr, dass sie gerade wohl vom Board gefallen war und sie Strömung sie immer wieder unter Wasser gezogen hatte.
Er hatte sie also gerettet. Der Junge mit den Ozean-Augen war ihr Retter.

Und daran hatte sich bis heute nicht geändert. Sie hatten seit diesem Tag viel Zeit damit verbracht zu surfen und einfach am Strand zu liegen und zu quatschen. Nach dem Tod seiner Mutter war Lulani die Erste, mit der Steve gesprochen hatte und die für ihn da war.
Als er seine Schwierigkeiten hatte sich auf der Militärschule einzuleben hatte sie ihm in endlosen Telefonaten Mut gemacht und sogar dafür gesorgt, dass er wieder mit seinem Vater sprach. Lulani vollbrachte Dinge, die sonst keiner schaffte. Sie hatte vom ersten Moment den Schlüssel zu Steves Herzen.

Und wären sie nicht als Teenager auseinander gerissen wurden, wäre bestimmt ein klassisches Highschool-Pärchen aus ihnen geworden. Doch so fühlten sie sich zwar zueinander hingezogen, aber die große Entfernung machte es nicht einfach, überhaupt den Kontakt zu halten.

Fast ein Jahr war Steve völlig vom Erdboden verschwunden, als er bei den Seals war und er von einem Spezialeinsatz in den nächsten musste. Lulani konnte weder schlafen, noch essen und sorgte sich so sehr um Steve, dass es schließlich Lulanis Mum war, die Steve ausfindig gemacht hatte und ihn für einen kurzen Aufenthalt auf Hawaii nach Hause zitiert hatte.

Lulanis Mum wußte, was ihre Tochter für den jungen Mann empfand und auch wenn sie das was er beruflich tat nicht gut heißen konnte, weil es Lulani viel zu viel Kummer bereitete, mochte sie Steve. Sein spitzbübisches Lächeln, wenn er mal wieder etwas ausbrütete und die begeisterungsfähigen Augen, die sich über jede einheimische Köstlichkeit freuten, die Moana auftischte. Wäre sie nur 20 Jahre jünger, wäre sie ihm wohl ebenso verfallen wie ihre Tochter.

All die Zeit brauchte sie nicht fragen, warum Lulani nie wirklich Jungs- oder Herrenbesuch bekam. Es gab einige, die ihr den Hof machten, aber Lulani hatte schlichtweg kein Interesse. Nach außen gab sie immer vor, sich lieber auf die Schule und ihre Ausbildung zu konzentrieren. Doch insgeheim wußten alle, dass sie einfach jeden mit Steve verglich und die Anwärter dabei nur verlieren konnten. Denn Lulani hatte die einzig wahre, lebenslange Liebe bereits mit 11 Jahren am Strand von Hawaii gefunden.

THE END oder wollt Ihr immer noch mehr? Auf Vorrat hab ich leider nichts mehr.

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Betty
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   Sa Feb 25, 2012 3:11 pm

THE END oder wollt Ihr immer noch mehr? Auf Vorrat hab ich leider nichts mehr. ......

öhmm naja also ich möchte gerne noch mehr *blush* am liebsten würde ich wissen wollen wie es mit Steve und Lulani weiter geht oder ob es da auch son unschönes, trauriges Ende wie bei Danno gibt

Ich mag Deinen Schreibstil .... und irgendwie müßen wir Dich ja von Deinen Zahnschmerzen ablenken Zwinker

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Danke Nina
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Siv
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   So Feb 26, 2012 12:23 am

Was für ein Betthupferl...! *sigh*

Cytanea,
das war echt ganz große Klasse!
Sich mal kurz ne Story mit so vielen verschiedenen Handlungssträngen aus den Fingern zu saugen, das ist echt der Hammer!
So viele kleine Stellen, an denen geschmunzelt, gelächelt oder gelacht werden kann...

Ich bin total beeindruckt! Und von mir aus, darfst du gerne mit der Zahnschmerz-Wegschreib-Therapie fortfahren! Zwinker

"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren... *lol* "

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Destemona
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   So Feb 26, 2012 7:28 am

Cytanea,die Outtaks wa echt ganz Klasse und ich mag dein Schreibstil von mir aus darfs du ruhig weiter schreiben und wenn es dir hilft von deinen Zahnschmerzen weg zukommen dann erst Recht Zwinker

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Ein ganz grossen Dank an Fever Für die tolle Signatur POMPOM
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kleineLady
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   So Feb 26, 2012 10:55 am

Also meine liebe cytanea, ich kann nur sagen...ich will mehr...ich will mehr...ich will mehhhehhehher :FREU:

Ich mag wie du schreibst, ich mag was du schreibst biglove und hoffe das du du doofen Zahnschmerzen bald wieder los bist *friend*

Ich würde mich über eine Beschreibung des Aktionstags in der schule freuen *lol* und ein bisschen mehr Lulani und Steve würde mir auch gefallen *blush*

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Big Thx to Sky for this amazing Sig

"Der Narr Tut was er nicht lassen kann ,der Weise lässt was er nicht tun kann"
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BeitragThema: Re: Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5   

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Valentinstag - Story 4 von cytanea - Platz 5

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