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 Dannos kleines Mädchen

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NobodyKnowsNina
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BeitragThema: Dannos kleines Mädchen   Mo Feb 27, 2012 11:24 pm

Bitte haut mich nicht für diese Vorstellung...


____________________________________________________

I lay my head back down
And I lift my hands and pray
To be only yours
I pray
To be only yours



***

Gracie ließ den Kopf ins Kissen sinken und starrte ihre Zimmerdecke an. Durch das Fenster fiel fahles Licht, das Schattenspiele an den Wänden hinterließ. Ihre Freundinnen hatten sie darum beneidet, dass Brody Miller sie zum Abschlussball begleitet hatte und es war ohne Frage ein schöner Abend gewesen. Sie hatten getanzt und gelacht und die bevorstehende Freiheit gefeiert, die sie nun nach der High School erwarten würde – aber Gracie war mit den Gedanken meilenweit entfernt gewesen als Brody sie zum letzten Tanz aufgefordert und nahe an sich herangezogen hatte. Um genau zu sein: 9 Meilen weit entfernt, bei einem Mann, der in einem Haus am Strand wohnte, und der seit einer Weile ihre Tagträume von morgens bis abends beherrschte ohne dass sie sich dagegen wehren konnte. Grace nahm einen tiefen Atemzug, rollte sich mit angewinkelten Beinen unter der Decke zusammen und versuchte in ihrer Erinnerung zu dem Moment zurückzufinden, an dem aus „Onkel Steve“ plötzlich der Mann geworden war, in den sie sich hoffnungslos verliebt hatte...

War es damals am Strand geschehen?

„Grace!!!“, hatte Steve ihr zugerufen nachdem er den Volleyball beinahe unter Einsatz seines Lebens gerade noch erwischt hatte um ihn in die Höhe zu schlagen bevor er selbst ungebremst in den Sand stürzte. Grace sprang hoch, schmetterte den Ball über das Netz und – SIEG! „Woooohooooooo!!!“ Es war zugegebenermaßen kein großes Kunststück, ein gemischtes McGarrett/Williams-Doppel gegen ihren Dad und Steves Schwester zu gewinnen (Danno: klein, Mary: nicht gerade eine Sportskanone), aber das hatte sie nicht daran gehindert voller Freude ein High Five mit Steve auszutauschen. Selbst Stunden später am Lagerfeuer waren sie sich noch immer mit einem gönnerhaften Siegergrinsen begegnet, das ihren Dad das Gesicht verziehen ließ. „Tss, mein eigen Fleisch und Blut“, murmelte er vor sich hin. „Das ist alles deine Schuld, Steven. Ich hoffe dir ist bewusst, dass du aus meiner süßen, kleinen Tochter ein ausgewachsenes Ehrgeiz-Monster gemacht hast!“. Als wollte er Dannys Aussage damit unterstreichen hob Steve seine Flasche, sah Grace stolzerfüllt an und prostete grinsend ihrer Colaflasche entgegen. Er winkte sie auf seine Seite des Lagerfeuers herüber. „Komm hier her, Gracie. Da drüben sitzen nur schmachvolle Verlierer.“ Mary winkte ab und stieß ihre Bierflasche mitleidig gegen Dannys, zusammengeschweißt von der gemeinschaftlichen Niederlage. Grace setzte sich zu Steve in den Sand und lehnte sich an ihn.

Sie erinnerte sich daran, wie es sich angefühlt hatte, Steve hinter sich zu spüren. Er war warm an ihrem Rücken. Sie konnte sich mit ihrem ganzen Gewicht an ihn lehnen ohne dass er einen Zentimeter nachgab. Er war groß und stark und seine Stimme ließ seinen Brustkorb vibrieren, wenn er erzählte. Es schien das Normalste der Welt zu sein, dass sie sich in seine Umarmung kuschelte als es kühler wurde, so wie sie es schon vor Jahren als Kind getan hatte. Er zog scherzhaft die Kapuze ihres Sweatshirts in ihr Gesicht als er glaubte, sie wäre kurz vor dem Einschlafen. Sie hatte minutenlang keinen Ton mehr von sich gegeben während die anderen sich unterhalten hatten. Konnte gar nicht. Und wollte auch gar nicht – während ganze Staaten von Ameisen durch ihren Körper wuselten, begleitet von hunderten von Schmetterlingen, die in ihrem Bauch flatterten, und während sie Steves Lachen an ihrer Schulter spürte, das ihr eine Gänsehaut bescherte, die nicht wieder verschwinden wollte. Grace erinnerte sich daran, wie sie geschützt vor den Blicken der anderen ihre Augen unter der Kapuze auf Wanderschaft gehen ließ. Sie folgten den Adern an Steves rechtem Arm, zu seinem Handgelenk, dort wo die Haut an der Innenseite ganz weich aussah, und wieder zurück auf seinen Armrücken, durch jedes einzelne Härchen hindurch, bis sie schließlich auf seinen Händen zum ruhen kamen. Er hatte so große Hände. Grace wünschte sich, ihre Hand nochmal in seine legen zu können, so wie sie es damals als kleines Mädchen getan hatte als sich noch niemand etwas dabei dachte - am wenigsten sie selbst. Steves Hände. Die ihr gezeigt hatten, wie man Knoten in Seile machte, wie man einen Stock zum Grillen anschnitzte, und die – ganz im Gegensatz dazu – unbeholfen und etwas ahnungslos waren, wenn er ihr damals einen ordentlichen Zopf flechten sollte nachdem er sie zum Schwimmen mitgenommen hatte. Die Hände, die sie schon vor etlichen Jahren beschützt und das Leben ihres Vaters mehr als ein Mal gerettet hatten. Sie wünschte sich, er würde sie mit diesen Händen berühren, als sie sich dort am Lagerfeuer in seinen Armen unter ihrer eigenen Kapuze versteckte. Nicht so wie es Dean Johnson getan hatte als sie mit ihm im Kino gewesen war und er danach im Auto einen kläglichen Versuch gestartet hatte, seine Hand unter ihr Oberteil zu schieben. Nicht so, sondern so wie Steve sie berühren würde. Sie hatte eigentlich keine Ahnung, wie er es tun würde, aber sie war sich sicher, dass er ihr niemals weh tun würde. Und dass es wunderschön sein musste.

Nein, es war nicht erst damals am Strand gewesen… Es bestand nicht der geringste Zweifel daran, dass sie schon damals an diesem Lagerfeuer Hals über Kopf in einem Teenager Gefühlschaos steckte, das ihren Vater vermutlich dazu gebracht hätte, Steve beide Arme zu brechen, wenn er gewusst hätte, welche Sehnsüchte sie in seiner Tochter hervorriefen.

Es musste irgendwann kurz zuvor gewesen sein. Grace drückte ihr Kissen an sich. Irgendwann zwischen der inoffiziellen „Privatfahrstunde“, die Steve ihr gegeben hatte (und von der Danno nie, nie-mals erfahren durfte, weil sie nicht auf einer Straße stattgefunden hatte sondern auf einem unbefestigten Weg, den ihr Dad „Dreck an einem Klippenrand“ genannt hätte) und ihrem letzten Geburtstag, zu dem sie von Steve eine Einladung zum Eis essen bekommen hatte. „Ich habe nicht den blassesten Schimmer, was man einem Mädchen zum siebzehnten Geburtstag schenkt“, hatte er gesagt. „Ich bin mir nicht mal sicher, ob man noch „Mädchen“ sagen darf oder ob ich mich anhöre wie ein Trottel, wenn ich „junge Frau“ sage. Eines ist jedenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche: alle Frauen stehen auf Eis. Egal ob sie sieben, siebzehn oder siebzig sind. Alles Gute, Grace…“ Mit diesen Worten hatte er sie umarmt und dabei war ihr zum ersten Mal bewusst aufgefallen, dass er sich schon eine ganze Weile nicht mehr nach unten bücken musste um sie zu drücken. Sie musste sich nur ein klein wenig auf die Zehenspitzen stellen damit sie ihren Kopf an seine Schulter legen konnte. Und es fühlte sich erschreckend gut an…

Aber all das würde sie ihm niemals sagen können. Und er würde sie nie so ansehen wie er Catherine ansah. Wie er Catherine ansah… Grace spürte wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildete, der sich nicht hinunterschlucken lassen wollte. Sie glaubte, sich plötzlich daran zu erinnern, wann es geschehen war. Es war als Five-0 zehnjähriges Dienstjubiläum feierte. Steve hatte diese Uniform getragen in der er aussah wie der Held in einem Navy-Märchen. Wie der scheiß Prinz auf seinem scheiß weißen Gaul… und Catherine war auch da gewesen. Er hatte sie vor den Augen aller geküsst und Grace hatte sich zum ersten Mal im Leben gewünscht jemand anders zu sein. Sie hätte weiß Gott was dafür gegeben um zu bekommen was Catherine hatte. Es hatte sich angefühlt als hätte sie einen Fausthieb in die Magengrube bekommen als ihr bewusst wurde, dass Steve sie niemals so ansehen würde. Geschweige denn küssen würde. Weil sie in seinen Augen immer Dannos kleines Mädchen sein würde… und nicht zuletzt weil ihr Dad ihn mit bloßen Händen erwürgen würde, wenn er es dennoch jemals täte. Grace wälzte sich auf die andere Seite, schlug mit der Hand auf das Kissen um die Hitze daraus hervorzuklopfen, die ihr unangenehm im Nacken saß, und ließ ihren Kopf mit einem tiefen Atemzug wieder darauf sinken bevor sie mit unruhigen Gedanken einschlief.


***


„Guten Morgen, Äffchen.“ Danny kämpfte mit dem Knoten der Krawatte, die ihm lose um den Hals hing.

„Daaaad…“ Grace rollte die Augen und nahm sich einen Toast vom Frühstückstisch.

„Entschuldige mal? Nur weil du jetzt die High School hinter dich gebracht hast heißt das noch lange nicht, dass ich jetzt damit anfangen werde, mir einen neuen Namen für dich einfallen zu lassen.“ Der Knoten wollte heute einfach nicht so, wie er sollte…

„Vielleicht erinnerst du dich daran, dass du dir vor einem halben Leben schon einen ganz passablen Namen mit Mum zusammen ausgesucht hast.“

Danny gab es auf, zog sich die Krawatte vom Hals und sah seine Tochter mit einem Blick an, der wohl als „was soll man dazu noch sagen…“ zu verstehen war.

Grace blickte wortlos zurück und deutete nach einer Weile mit dem Finger auf sich selbst. „Grace.“

„Ach!... sieh an“, antwortete Danny mit gespielter Überraschung bevor er ebenfalls mit dem Finger auf sich zeigte. „Dad. Und eigentlich wollte ich dir bevor ich gehe nur sagen, dass ich dir zehn Mäuse in die Jackentasche gesteckt habe, damit du dir nach deiner ersten Schicht als offizielle Vor-College-Ferienjobberin was zu essen kaufen kannst. Für den Fall, dass dir die Betrüger in diesem Burger Schuppen den Preis der Pausen-Fritten vom Gehalt abziehen.“

Grace grinste und drückte ihrem Dad einen Kuss auf die Wange. „Hab dich lieb, Danno. Aber wehe du kreuzt dort auf.“

„Eigentlich wollten Steve und ich heute tatsächlich zum Essen…“, setzte Danny beiläufig an bevor Grace ihm ins Wort fiel.

„Auf GAR. Keinen. Fall.“ Sie spürte wie ihre Ohren heiß wurden.

„Was? Wieso nicht? Schämst du dich etwa für mich?“

„Nein… Dad!“ Sie gestikulierte wortlos in der Luft herum und suchte nach Worten… manchmal war es unbestreitbar, dass sie eine Williams war.

„Sondern?“ Danno hatte ein Talent dafür, in unangenehmen Vorstellungen herumzubohren, die ihr peinlich waren.

„Dad!!! Ich muss da eine Mütze tragen auf der ein überdimensionaler Burger aus Schaumstoff prangt!“

Danny grinste. „Und was, wenn Brody Miller vorbei kommt? Oder darf der dich auch nicht besuchen?“

„Ach, das ist mir schnuppe.“ Mist. Mist, Mist, MIST. Grace schwor sich, kein weiteres Wort zu sagen, aus Angst sich noch tiefer in das Verhör hineinzureiten.

„Nicht dass ich was dagegen hätte, wenn Jungs dir schnuppe sind, aber… Steve und ich, wir wären das größere Übel, ja?“ Danno hatte seinen „IM ERNST?“-Gesichtsausdruck. Sie sah ihren Dad wortlos an. Er schaute fragend zurück.

„Nein, es ist nur… irgendwie peinlich. Ich muss nach jeder Bestellung sagen: “

Burger Bob’s wünscht Ihnen einen guten Appetit, Mahalo!“ kam es aus der Richtung der geöffneten Terassentür. „Ich hab damals auch einen Sommer lang dort gearbeitet.“ Steve grinste über das ganze Gesicht als er hereinkam. Grace spürte wie sich die Hitze von ihren Ohren aus über ihr ganzes Gesicht verteilte, was ein untrügliches Zeichen dafür war, dass sie vermutlich soeben puterrot anlief.

„Was ist aus dem Höflichkeitsklopfen geworden, Steve?“ fragte Danny, nicht ohne dabei beschwörend die Augenbrauen nach oben zu ziehen.

„Klopf, klopf.“

„Sehr lustig. Was machst du schon so früh hier?“

„Ich komm dich abholen?!“

Was folgte, war eine Steve-Dad-Unterhaltung, deren Inhalt mehr oder weniger ungehört an Grace vorbeiging, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt war, sich darauf zu konzentrieren wieder eine normale Gesichtsfarbe anzunehmen. Was sich als ziemlich schwierig herausstellte, weil sie seit geraumer Zeit das Gefühl nicht los wurde, dass ihr Dad sie problemlos durchschauen und ihre Gedanken lesen konnte, wenn Steve in der Nähe war. Außerdem zeichneten sich Steves Brustmuskeln unter seinem Shirt ab. Sie kaute phantasierend auf dem letzten Bissen ihres Toasts herum als der Kern der Unterhaltung in ihrem Bewusstsein ankam. Dad musste irgendwelche Akten beim HPD abholen. Steve wollte direkt zum Headquarter fahren. Also würden sie nicht zusammen fahren wie sonst üblich, sondern einzeln. Und Steve hatte ihr soeben angeboten, sie mitzunehmen um sie auf dem Weg bei Burger Bob’s abzusetzen… Oh. Gott.

„Gracie?...“ Danny schnippte vor ihrer Nase mit den Fingern. „Mach schon, geh deine Tasche holen.“

Das mit der normalen Gesichtsfarbe würde sie dringend nochmal üben müssen. Jegliche Ausflüchte, den Bus nehmen zu wollen und noch massig Zeit zu haben bevor ihre Schicht los ging, wurden jäh von ihrem Dad abgesägt mit dem Satz „Red keinen Unsinn, Steve fährt sowieso dran vorbei und du willst nicht schon am ersten Tag zu spät kommen.“ Großartig. Keine fünf Minuten später saß Grace neben Steve auf dem Beifahrersitz des Silverados und konnte sich nicht entscheiden ob sie es toll finden sollte, allein mit Steve zu fahren, oder ob die Fahrt womöglich eine Tortur werden könnte. Ihr fiel nicht einmal ein Gesprächsthema ein.

„Ist gestern spät geworden, was?“ fragte Steve sie kurz nachdem sie losgefahren waren.

„Gestern?“

„Der Abschlussball?...“

„Ach so…“ Pause. Pause. Ach so?!? SPRICH WEITER! „... ging so.“ Ist eher spät geworden weil ich im Bett nicht aufhören konnte zu grübeln und die Erinnerung daran, am Lagerfeuer in deinen Armen zu liegen hat leider kein bisschen geholfen.

„War’s nicht gut?“ fragte Steve überrascht.

„Doch. Doch, klar…“

„Aber?“

„Nichts, wieso?“

Sie hielten an einer roten Ampel. Steve warf ihr einen Seitenblick zu, der ihr durch Mark und Bein ging. „Du bist so einsilbig?!“

„Wir haben gefeiert, getanzt und irgendwann sind wir nach Hause.“ Sie musste sich anhören wie eine Aufziehpuppe.

„Aha.“ Steve tat so als würde ihm das genügen. Seine Finger tippelten ungeduldig auf dem Lenkrad als er auf die Ampelschaltung wartete. Sie spürte, dass er zwei Mal flüchtig aus dem Augenwinkel heraus zu ihr herüber sah.

„Und wie war’s mit Brody?“

Oh nein – bitte, bitte… nicht. Grace spürte die Tomatenhitze in ihrem Gesicht wieder aufsteigen.

„Ganz nett.“

„Ganz nett?? WOW Grace, ich hoffe inbrünstig für den armen Kerl, dass du ihm das nicht genau so gesagt hast…“ Die nächste rote Ampel. Was hatte der Verkehr eigentlich plötzlich gegen sie? „…oder hast du das etwa?“

„Hat Danno dich beauftragt mich auszufragen?“ Irgendjemand hatte mal gesagt, Angriff sei die beste Verteidigung.

„Nein, sonst würde ich jetzt eine dreiseitige Liste in der Hand halten und Frage Nummer eins wäre gewesen: hat der kleine Perversling versucht meiner Tochter an die Wäsche zu gehen?“

„Oh Gott, BITTE!!“ Grace kniff die Augen zusammen und hielt sich die Hände vor’s Gesicht.

„Wieso? Hat er?“ Steve grinste. Sie wollte ihm eine kleben. Sie wollte ihm eine kleben und ihn dann küssen nur damit er den Mund hielt. Nur damit er den Mund hielt…

„Ich hab ihn nicht geküsst, okay?“

„Das hab ich auch gar nicht gefragt“, grinste Steve weiter. Sie wünschte sich, der Beifahrersitz würde seinen großen Schlund öffnen und sie verschlucken. „Der Arme… geht mit dem hübschesten Mädchen der Schule zum Ball und blitzt am Ende doch ab.“ Das einzig Gute war: es konnte eigentlich kaum noch peinlicher werden.

„Aber er hat’s versucht, oder?“

„Glaub schon.“

„Glaubst du. Aha… und, womit hat er es vermasselt?“

Damit, dass sein Gesicht viel zu schnell vor meiner Nase war als wir uns verabschiedet haben, was mir dementsprechend nicht genügend Zeit gelassen hat um mir deinen Kopf auf seinem Hals vorzustellen, und außerdem hab ich leider seit Wochen Tagträume in denen du die männliche Hauptrolle spielst, und es wird dir zwar nicht gefallen wenn ich das sage, aber die meiste Zeit hast du dabei kein Shirt an und flüsterst Dinge in mein Ohr, verrückt was?

„Ich glaub ich bin in jemand anders verliebt.“ Grace schluckte.

„Was, ehrlich?“ Steve hatte immer noch dieses dämliche Grinsen im Gesicht und plötzlich war ihr zum Heulen zumute. Sie sah zum Fenster hinaus und schwieg.

„So richtig?“ fragte Steve und sie konnte in seiner Stimme hören, dass das Grinsen verschwunden war.

„Ach, keine Ahnung.“ Es hörte sich erbärmlich gelogen an.

„Wieso hast du dann nicht den anderen gefragt ob er mit dir ausgeht?“ Das war kein vorgetäuschtes Interesse, offenbar wollte er es wirklich wissen.

„Der will nichts von mir.“

„Hat er das gesagt?“

„Nein. Muss er auch gar nicht.“

„Was macht dich dann so sicher?“

Wie absurd und völlig bizarr war diese Unterhaltung bitte?

„Er hat eine Freundin“ antwortete Grace schließlich.

„Oh, verstehe...“

Sie schwiegen. Im Grunde gab es dazu ja auch nichts weiter zu sagen aber irgendwie hatte Grace sich dennoch mehr Reaktion erhofft als „oh…“. Was erwartete sie eigentlich? Dass Steve es plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel ohne dass sie auch nur ein weiteres Wort sagen musste und er sie dann trösten würde? Blödsinn. Selbst wenn! Er wäre der Letzte, der sie in dieser einen Sache trösten könnte – egal wie gut er darin war und egal wie sehr sie ausgerechnet von ihm getröstet werden wollte. Weil ausgerechnet er der Grund ihres Kummers war. Völlig verrückt, wie das alles funktionierte. Und noch verrückter wie es ihr Inneres zum Kochen brachte: der reinste Wahnsinn zwischen „ich liebe dich“, „ich hasse dich“, „los halt mich fest“ und „lass mich bloß in Ruhe“. Sie starrte aus dem Fenster auf die vorbeiziehenden Häuser. Zu allem Überfluss schien sich das Gefühlschaos jetzt auch noch ein Ventil durch ihre Tränendrüsen suchen zu wollen. Sie schluckte verzweifelt dagegen an, aber es half nichts.

Als Steve vor dem Burgerladen rechts ran fuhr wischte sie sich verstohlen mit dem Ärmel die Augen trocken, griff nach ihrer Tasche und stieg aus ohne sich zu verabschieden. Eine Sorgenfalte kräuselte sich zwischen Steves Augenbrauen als er den Motor abstellte und ihr mit großen Schritten nach ging. „Hey!“ Sie blieb stehen. Und jetzt? Irgendwie wusste er selbst nicht so recht, was er tun sollte. Also tat er, was er immer tat, wenn Grace geweint hatte. Was machte es schon für einen Unterschied ob es wegen eines toten Kaninchens oder wegen Liebeskummer war? Er schloss die letzten Meter zu ihr auf, nahm sie in die Arme und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Ihre Wange hinterließ eine glühend heiße Stelle an seiner Schulter nachdem sie sich aus seinem Arm gewunden hatte und auf den Personaleingang zu lief. Er sah ihr nach und konnte ihren Dad plötzlich ziemlich gut verstehen. Hätte er gewusst, wer der Kerl war… Er hätte ihm furchtbar gern weh getan, weil er Dannos kleines Mädchen zum Weinen brachte.


**ENDE**

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BeitragThema: Re: Dannos kleines Mädchen   Mi Nov 16, 2016 5:29 pm


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Unsere hauseigene Siv hat letztens ein Siv-Gif raus gehauen, das mich gedanklich sofort 4 Jahre in diese Story zurückgeworfen hat, weil es zum Ende passt wie die Faust auf's Auge - und daher findet das Bildchen unter dieser FF ein Abschluss-Ehrenplätzchen Zwinker Ohnehin denke ich in letzter Zeit, seit nicht-mehr-so-Klein-Gracie in den neuesten Folgen extrem über den Bildschirm teenagert immer mal wieder hier dran zurück. Sie wäre jetzt (beinahe) in dem Alter Zwinker Danke für's Basteln, Siv. So schööön!

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Dannos kleines Mädchen

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