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 Schlaflos auf Hawaii

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AutorNachricht
joanspark
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BeitragThema: Schlaflos auf Hawaii   Sa Aug 04, 2012 8:26 am

So, Mädels, ich habe wieder ein wenig Lektüre für Euch! - Diesmal ist ein Oneshot zur Episode 2.05, die meine Phantasie beflügelte und für die ich mir einen anderen Verlauf/ein anderes Ende gewünscht hätte!
Ich hoffe, Ihr mögt die Story…


Schlaflos auf Hawaii
Steve hatte sich wieder einmal geraume Zeit im Bett herum gewälzt ohne erneut einschlafen zu können und irgendwann war er es leid, stand auf, zog sich seine Schwimmshorts an und schwamm sein tägliches Pensum.
Kaum war er dem Wasser entstiegen, frischte der Wind auf und die Wellen türmten sich zu beachtlicher Höhe und brachen mit donnerndem Getöse an den Strand. Er liebte diese Urgewalt des Meeres und es war Musik in seinen Ohren und da er noch immer vor Energie strotzte und es ohnehin noch zu früh war um ins Hauptquartier zu fahren, beschloss er, dass er seine Laufeinheit genauso gut auch noch absolvieren könnte…
Es war herrlich früh morgens am Strand zu joggen, wenn alle anderen noch in den Federn lagen und er das Gefühl hatte der einzige Mensch auf der Welt zu sein.
Diesmal hatte es jedoch noch jemanden früh ans Wasser getrieben und er sah einen einsamen Surfer am Horizont, der sich langsam wieder dem Ufer näherte und den gigantischen Wellen trotzte. Zu seinem Erstaunen stellte er kurz darauf fest, dass es sich um eine Frau handelte, denn er konnte einen Bikini erspähen und Sekunden später erkannte er auch, dass ihm die Surferin durchaus bekannt war. - Es war Kono, die sich da wagemutig ins Getümmel gestürzt hatte und er sah fasziniert zu wie sie scheinbar mühelos mit diesen Riesenwellen zurecht kam.

Seit sie suspendiert worden war, hatte er sie kaum gesehen, denn sie kam so gut wie nie mehr ins Hauptquartier und auch zu ihren gelegentlichen abendlichen Verabredungen auf ein Bierchen im Hilton war sie nicht mehr erschienen, obwohl Chin ihr immer Bescheid gegeben hatte, wenn sie alle sich dort treffen wollten.
Steve schlug sich mit seinem schlechten Gewissen herum, denn er fühlte sich dafür verantwortlich, dass sie nun in dieser Lage war und hatte schon einige Male den Telefonhörer in der Hand oder wollte nach der Arbeit mal bei ihr vorbeifahren, aber schlussendlich hatte er doch immer wieder gekniffen und je mehr Zeit verstrich desto schwieriger wurde es! Er verfluchte sich selbst für seine Feigheit, aber irgendwie konnte er nicht aus seiner Haut, denn das mulmige, komische Gefühl, wenn er an sie dachte wurde immer schlimmer.
Als er sie nun so unverhofft sah, zog sich sein Magen schmerzhaft zusammen…

Kono hatte mittlerweile den Strand erreicht, nahm ihr Brett unter den Arm und ging zu ihrem Kleiderbündel, das sie im Sand abgelegt hatte. Sie hatte ihn noch nicht gesehen, weil sie mit der freien Hand versuchte sich das Haar aus dem Gesicht zu halten und Steve wollte sich gerade wie ein Dieb in der Nacht davon stehlen als sie durch ein Geräusch aufschreckte, genau in seine Richtung und in seine Augen blickte! Ihre Augen waren feucht und er hatte nicht den Eindruck, dass das von der Gischt kam und sein Magen zog sich erneut zusammen als ihm bewusst wurde, dass sie wohl geweint haben musste!
Oh Mann, er konnte so ziemlich alles ertragen und selbst die schlimmste Folter hatte ihm bis dato kaum was anhaben können, aber Frauentränen, noch dazu von Kono, die sonst so stark und selbstbewusst war, das war einfach zu viel!
Was sollte er jetzt machen!? So tun als wenn er nichts bemerkt hätte, wäre mehr als blöd gewesen, also beschloss er zu ihr zu gehen, ihr einen guten Morgen zu wünschen und sich endlich mal länger mit ihr zu unterhalten. - Wenn nicht jetzt, wann dann!?
Er machte also einen Schritt auf sie zu, rief ihr ein „Hallo“ entgegen und hob grüßend die Hand, aber Kono, die sich mittlerweile ihre Sachen geschnappt hatte, nickte nur kurz zu ihm rüber und machte sich dann davon als wenn der Teufel leibhaftig hinter ihr her wäre!
Steve war so perplex, dass er sich zunächst nicht rührte und als er sich anschickte ihr zu ihrem Wagen zu folgen, sah er nur noch die Rücklichter und wie sie mit quietschenden Reifen von dannen raste!
Holy Shit, das hatte er aber gründlich versaut wie es ihm schien! Wenn sie schon nicht mal mehr mit ihm reden wollte, schien sie richtig sauer auf ihn zu sein!? Oder war es ihr einfach nur peinlich, dass er sie beim Weinen ertappt hatte!? - Ja, das war wohl eher der Grund, so eine toughe Frau wie Kono wollte sicherlich kaum vor ihrem Boss als Heulsuse dastehen, redete er sich selbst gut zu.
Also lief er zurück zum Haus, duschte kurz, zog seine Klamotten an und fuhr ins Büro. Das merkwürdige Gefühl aber blieb…

Derweil hatte es Kono irgendwie nach Hause geschafft! Sie warf die Haustür hinter sich zu und eilte schnurstracks in ihr Schlafzimmer um sich aufs Bett fallen zu lassen und versuchte ihre zittrigen Nerven wieder in den Griff zu bekommen!
Sie hatte eine weitere schlaflose Nacht hinter sich gebracht und war im Morgengrauen an den Strand gefahren um auf andere Gedanken zu kommen! - Surfen half ihr immer, wenn es ihr schlecht ging! Sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und von der großen Freiheit zu träumen, die sich augenblicklich einstellte, wenn sie auf dem Meer unterwegs war. In der endlosen Weite des Ozeans erschienen ihr ihre Probleme immer winzig klein und nach einer Surfsession fühlte sie sich quasi wie neu "geerdet", aber in den letzten Wochen bzw. gar Monaten war das leider nicht mehr so einfach wie in all den Jahren zuvor. Und sie wusste auch warum… Seit sie bei der Task Force Hawaii Five-0 war und mit Steve zusammen arbeitete, war nichts mehr wie früher!
Als Chin ihn ihr damals vorgestellt hatte, war die alte Kono auf Nimmer-Wiedersehen verschwunden! Ein Blick in diese faszinierenden Augen und sie wusste, dass es nie wieder so sein würde wie zuvor! Als er sie dann begrüßte und sie das erste Mal diese Wahnsinnsstimme hörte, rutsche ihr das Herz endgültig in die Hose bzw. fiel mit einem lauten Plopp direkt vor seine Füße wie es ihr schien. - Ein Wunder, dass die drei Männer das nicht gehört hatten!
Sie hatte auch Danny an diesem Tag kennen gelernt und ihn gleich gemocht, denn er hatte offen mit ihr geflirtet und da von ihm keine Gefahr ausging, konnte sie ihm lässig begegnen und auf seine Frotzeleien ebenso locker reagieren, aber bei Steve brauchte sie all ihre Kraft um routiniert und versiert ihren Job zu absolvieren. Es war wie ein Tanz auf dem Vulkan! Ein Schritt zu weit und alles wäre aus gewesen. Sie hoffte einerseits, dass sie möglichst nicht mit Steve allein arbeiten müsste und andererseits war sie froh über jede Gelegenheit bei der das dann doch der Fall war! - Es war geradezu grotesk!

Dann kam der Tag an dem sie alle am Scheideweg standen und sich entscheiden mussten, ob sie in die Asservatenkammer einbrechen sollten um Chins Leben zu retten und das Geld zu stehlen, das Victor Hesse für dessen Leben verlangte, nachdem er Chin in eine Falle gelockt hatte. Aber alle waren sich einig! - Sie machten das, „liehen“ sich die entsprechende Summe vom dort deponierten, konfiszierten Drogengeld, retteten Chin und alles war gut… bis zu dem Tag an dem Steve für den vermeintlichen Mord an Governor Jameson verhaftet worden war und sie selbst von einer Zeugin als Räuberin identifiziert wurde! Danach ging es nur noch bergab!
Steves Unschuld war relativ schnell erwiesen worden, aber sie hatte man auf dem Kieker und Fryer machte ihr das Angebot, dass er sie und ihre Jungs verschonen würde, wenn sie Undercover für ihn arbeiten würde. Sie sagte zu, auch wenn die Typen mit denen sie zusammen hängen musste sie anwiderten.
Viel schlimmer war allerdings, dass sie Steve nicht mehr sah!
Anfangs hatte sie noch gedacht, dass das gut wäre, aber mittlerweile war es die reinste Tortur und sie ertappte sich immer öfter dabei, dass sie wie ein Schulmädchen darauf lauerte, ob sie nicht irgendwo den silberfarbenen Camaro oder den dunklen Pick-up und somit Steve sehen würde. Leider war das nur selten der Fall und wenn es so war, dann sah sie immer zu, dass die beiden sie nicht erspähen konnten! Sie wusste einfach nicht wie sie das meistern sollte Steve so nah und gleichzeitig so fern zu sein, wenn sie sich treffen würden und so suchte sie auch immer nach Ausreden wenn Chin sie zu einem Bierchen ins Hilton locken wollte.

Heute Morgen war ihr all der Frust und der Liebeskummer der vergangenen Wochen und Monate wie ein unüberwindbarer Berg vorgekommen und sie hatte sich ihrem Elend ergeben und konnte die aufsteigenden Tränen einfach nicht mehr zurückhalten! – Spätestens als der Wind auffrischte und sich die Wellen so brachen wie sie es unter normalen Umständen ganz besonders schätzte, sich das Glücksgefühl, das sie dabei immer empfunden hatte, aber auch diesmal nicht einstellen wollte.
Und wer musste ihr ausgerechnet an so einem Tag im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg laufen!? Als sie erkannte, wer da ebenfalls in aller Herrgottsfrühe unterwegs war, hätte sie fast der Schlag getroffen! – Und dann war Steve auch noch auf sie zugekommen! HILFE, das war mehr als sie in dem Moment ertragen konnte…

Steve, der von all dem nichts ahnte, war in seinem Büro und machte sich ebenfalls so seine Gedanken. Fast den ganzen Morgen über blieb er in seinem Büro und erledigte Papierkram, zu dem er sonst kaum kam. Irgendwann hatte er allerdings das Gefühl, dass Danny ihn jeden Moment "beehren" und nerven würde als glücklicherweise ein neuer Fall herein kam und ihm dann keine Zeit mehr blieb weiter über die Vorkommnisse am Strand nachzudenken oder sich gar mit Danny auseinander setzen zu müssen!

Ein Volleyballtrainer war in der Umkleidekabine ermordet worden und sie teilten sich in Gruppen auf und recherchierten die Hintergründe, befragten Zeugen und versuchten den Fall zu lösen.
Zwei Tage später waren Lori und Chin zu Recherchezwecken in einem Hotel und warteten dort auf die Rückkehr der Geliebten des Trainers als plötzlich ein Killer auftauchte, der die vermeintliche Zeugin umbringen sollte. Die beiden setzten ihm nach, Lori schoss zunächst auf den flüchtenden Mann, erwischte diesen auch und wollte danach auf das davon rasende Auto zielen als Chin sie davon abhielt, denn er hatte Kono am Steuer des Wagens ausmachen können!
Die beiden fuhren zurück zum Hauptquartier, Chin erstattete Steve Bericht, der mehr als aufgebracht war und letztlich Danny und Lori befahl Kono über ihr Handy zu orten. Nachdem das geschehen war, fuhren sie los um Kono zu stellen und nach einer kurzen Verfolgungsjagd gelang ihnen das auch.
Konos Mitstreiter war mittlerweile seiner Verletzung erlegen und Kono, die vor Steve im Verhörraum saß, vermied jeden Blickkontakt mit ihm und sagte kein Wort! Weder als er mit freundschaftlichen Fragen versuchte herauszufinden, was sich da abspielte und warum sie darin involviert war, noch als er quasi ausflippte und sie anschrie.
Chin bat Steve ihm die Sache zu überlassen und Steve stürmte mehr als entnervt aus dem Raum, wo er auf Fryer traf und sich dann gleich auch noch mit dem anlegte, nachdem er erfahren hatte, dass Kono Undercover für ihn arbeite.

Wie sich herausstellte hatte Fryer Kono mehr oder minder gezwungen für ihn zu arbeiten und seinen ehemaligen Kollegen dingfest zu machen, indem er ihr drohte sonst die komplette Task Force wegen des gestohlenen Geldes an den Pranger zu stellen.
Steve verlangte, dass Kono auf der Stelle von diesem Fall abgezogen würde, aber weder Fryer noch Kono selbst ließen sich darauf ein, denn der Fall stand kurz vor dem Abschluss und noch immer war die Zeugin in Gefahr. Nachdem sie die weitere Vorgehensweise besprochen hatten, sprang Kono über ihren Schatten und wandte sich an Steve: „Ich bin froh, dass du da bist!“. Endlich sah sie ihn auch wieder an und ihm wurde erneut irgendwie mulmig, denn fast augenblicklich hatte er das Bild vor Augen wie sie tränenblind vor ihm geflohen war…

Bei dem folgenden Einsatz war er mehr als nervös und auch wenn sich das gesamte Team als Rückendeckung für Kono einfand, konnten sie es nicht verhindern, dass sie von Fryers ehemaligem Kollegen angeschossen wurde! DAS war endgültig zu viel für Steve, der daraufhin schnurstracks zu Fryer ging und ihm mit der Bemerkung „Niemand vergreift sich an meinem Team“ eine reinhaute! Anschließend versammelte er sein Team um sich und meinte, dass sie nun nach Hause fahren würden. - Endlich waren wieder alle zusammen und direkt nachdem sie im Hauptquartier einen kurzen Bericht verfasst hatten, fuhren sie los und trafen sich auf ein Bierchen im Hilton.
Die Stimmung war gut und alle hatten ihren Spaß, nachdem die Anspannung des Tages von ihnen abgefallen war, aber Steve und Kono waren merkwürdig einsilbig und Danny war das nicht verborgen geblieben. Er hatte schon seit einigen Tagen den Eindruck, dass Steve nicht 100%ig bei der Sache war und nun das. Er ließ seine Augen von Steve zu Kono und wieder zurück wandern, konnte das alles aber noch nicht richtig greifen, hatte nur nach wie vor das Gefühl, dass da was im Busche wäre und beschloss das mal besser im Auge zu behalten. Seinem untrüglichen Instinkt hatte sich noch nie etwas sehr lange entziehen können und er hatte nicht vor, dass sich das in absehbarer Zeit ändern sollte…

Nach gut zwei Stunden löste sich die Versammlung so langsam auf und alle machten sich auf den Weg nach Hause. Steve passte auf wie ein Luchs und wollte es eigentlich so einrichten, dass er mit Kono bis zum Schluss blieb, aber sowohl Kono als auch Danny machten ihm einen Strich durch die Rechnung! Kono, weil sie gleich als erstes bei der Bedienung zahlte und sich dann verabschiedete und Danny, weil er dann als zweites die Rechnung beglich und ihm so die Chance nahm Kono evtl. noch einzuholen und ihm dann auch noch wie Pech an der Backe klebte. Auch nachdem Lori und Chin schon verschwunden waren und Steve zu seinem Auto ging, hielt sich Danny hartnäckig an seiner Seite und löcherte ihn mit Fragen ‚was denn los sei‘, ‚ob etwas passiert wäre‘ usw. Steve rollte entnervt mit den Augen, erwiderte das alles in Ordnung sei, setze sich in sein Auto und ließ Danny einfach auf dem Parkplatz stehen.
Seine Gedanken überschlugen sich während er vom Parkplatz fuhr und er kämpfte mit sich, ob er schnurstracks nach Hause fahren oder doch lieber noch nach Kono sehen sollte!? Er redete sich dann selbst zu, dass es als Boss quasi seine Pflicht wäre, nach einem verletzten Teammitglied zu sehen und so fuhr er zu Konos Haus. Ihr Auto stand in der Einfahrt also war sie da und ihn hätte fast schon wieder der Mut verlassen und nur nachdem er sich selbst einen Narren und Feigling schalt und zweimal tief durchgeatmet hatte, ging er auf Konos Haustür zu und klopfte. Nachdem geraume Zeit nichts passiert war, klopfte er erneut, diesmal kräftiger und fast augenblicklich ging die Tür auf.

Kono war so verdattert ihren Boss vor der Tür stehen zu sehen, dass sie ihm diese um ein Haar wieder vor der Nase zugeknallt hätte. Steves geschulten Augen war das kurze Zucken allerdings nicht entgangen und er hatte sich rasch an ihr vorbeigedrängt und stand auch schon in ihrem kleinen, gemütlichen Wohnraum. Nachdem er ruckzuck alles inspiziert hatte – Berufsangewohnheit - wandte er sich wieder Kono zu, die noch immer perplex an der Haustür stand. Er ging zu ihr, schloss die Tür, nahm sie behutsam an die Hand und zog sie zum Sofa. Endlich fand Kono ihre Sprache wieder: "Was willst du hier, Steve? Es ist spät, ich bin müde und möchte ins Bett." sagte sie in einem so kühlen Tonfall, dass es Steve schon wieder mulmig wurde.
Diese Frau war echt zäh und es würde ein schönes Stück Arbeit werden das alles wieder ins Lot zu bringen, hatte er den Eindruck!

Sie war außerdem erschreckend blass und da sie nur noch ein Top trug, konnte er deutlich den Verband an ihrem Oberarm erkennen und er sah auch, dass die Wunde noch nachgeblutet hatte. Er stand so plötzlich auf, dass Kono zusammenzuckte, marschierte mit langen Schritten zur Haustür hinaus und war ebenso plötzlich mit dem Erste-Hilfe-Kasten aus seinem Wagen zurück und schickte sich an ihren Verband zu wechseln! Als er ihren Arm umfasste wäre Kono fast von der Couch geflutscht und hätte sich am liebsten aus dem Staub gemacht, aber sie rutschte lediglich so weit weg von ihm wie es auf ihrem kleinen Sofa überhaupt nur möglich war…
"Kono, ich weiß, du bist sauer auf mich. Es tut mir leid, dass du suspendiert worden bist und was du alles hast durchmachen müssen! Das alles war meine Schuld und du musstest das ausbaden und nun bist du auch noch angeschossen worden, weil ich nicht in der Lage war dich zu schützen…", weiter kam er nicht, denn Kono unterbrach ihn, "Hör auf dir Vorwürfe zu machen, Steve! Es war meine Entscheidung damals bei dem Coup mitzumachen, genauso wie es meine Entscheidung war, Fryers Angebot anzunehmen!"
"Aber wieso? Wieso hast du dich darauf eingelassen!? Ich verstehe das nicht!" entgegnete er, während er sich wieder näher an sie heranpirschte und erneut ihren Arm umfasste.

Da sie sich selbst in die Ecke manövriert hatte und nicht noch weiter nach hinten ausweichen konnte, ließ sie es geschehen und schloss trotzig Augen und Mund und versuchte sich mit Mantras zu beruhigen!
Dieser Mann war einfach zu viel für ihre Nerven! Gesund war es schon schwer ihm neutral zu begegnen, aber in ihrem momentan emotional und körperlich geschwächten Zustand war das einfach eine Tortur! OMG, er hatte ihren Arm mittlerweile vom Verband befreit, sich die Wunde genau angeschaut und schickte sich nun an alles wieder fachmännisch zu verbinden. - Da merkte man, dass das nicht die erste Wunde war die er verarztete und seine starken Hände waren zudem unglaublich zärtlich und ihr lief ein Schauer nach dem nächsten den Rücken hinunter!
Kaum war er fertig, sprang sie wie von der Tarantel gestochen in die Höhe und fragte mit zittriger Stimme: „Willst du was trinken!? Ich habe Wasser, Bier und Tee im Haus.“

Er wählte Wasser und kaum hatte er das ausgesprochen floh sie geradezu in ihre Küche und drückte ihre erhitzte Stirn an die kühle Kühlschranktür, denn sie musste jetzt erst mal versuchen wieder runterzukommen um halbwegs vernünftig mit ihm umgehen zu können. Wenn sie Whiskey im Haus hätte, würde sie einen großen Schluck direkt aus der Flasche trinken, aber nun musste es auch ohne gehen!
Sie öffnete den Kühlschrank und nahm ein Bier für sich selbst heraus, stellte es auf die Arbeitsplatte, nahm aus dem Oberschrank zwei Gläser, drehte sich um und wollte zur Spüle um das Wasser für Steve zu holen als sie auch schon mit ihm zusammen prallte! Er war ihr lautlos gefolgt und vor Schreck entglitt ihr das Glas und zersprang mit einem lauten Knall in etliche Teile! Sie bückten sich beide gleichzeitig um die Scherben aufzusammeln und stießen nun auch noch mit den Köpfen zusammen! DAS war zu viel für Kono, sie ließ sich einfach auf dem Fußboden nieder und versuchte krampfhaft ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.
Steve ging vor ihr in die Hocke und sah sie unverwandt an.
Warum machte er das!? Wollte er sie nun, nachdem sie die Schießerei überlebt hatte, nun doch noch um die Ecke bringen!? Konnte er nicht einfach mitsamt seiner wunderschönen Augen verschwinden, Herrgott nochmal!?
Sie senkte den Blick und konzentrierte sich auf ihre Leinenturnschuhe, die dringend mal wieder gewaschen werden müssten.
Aber einem Superseal entkam man nicht so leicht, das hätte sie sich ja denken können! Jetzt hatte er nämlich einen Finger unter ihr Kinn gelegt und zwang sie mit sanfter Gewalt ihm wieder in die Augen zu schauen! Sie war drauf und dran ihm entweder die Hand wegzuschlagen oder ihm einfach eine reinzuhauen, konnte sich aber nicht mehr aus diesem Blick lösen und ergab sich ihrem Schicksal! - Vielleicht hatte ja irgendjemand im Universum Mitleid mit ihr und sorgte dafür, dass sie auf der Stelle tot umfallen und aus diesem Dilemma befreit würde!? - Schien aber nicht der Fall zu sein! Shit!

Oops, Steve hatte etwas gesagt und sie guckte ihn nur fragend an und so wiederholte er sein „Was ist eigentlich los mit dir!? Ich habe das Gefühl, dass du nicht NUR sauer auf mich bist und mir deswegen seit Wochen aus dem Weg gehst, sondern das noch mehr dahinter steckt!?“
Ja, da hatte sie den Salat! Aus dieser Misere kam sie nun wohl nicht mehr raus!
Steve kniete direkt vor ihr, hinter ihr der Kühlschrank, rechts neben ihr die Küchenzeile, nur links war ein kleiner Fluchtweg, aber sie machte sich keine Illusionen darüber, dass sie es auch nur annähernd schaffen könnte sich an ihm vorbeizumogeln, dazu fühlten sich ihre Knie viel zu sehr wie Wackelpudding an. Also schrie sie ihm all ihr seelisches Chaos mitten ins Gesicht (und verblüffte damit nicht nur ihn sondern auch sich selbst!): „Was mit mir los ist!? Du! DU bist los! Wieso bist du in mein Leben getreten, machst mich kirre, dass ich schon selbst nicht mehr weiß wo vorne und hinten oder oben und unten ist!? Ich fühle mich seit über einem Jahr als wenn ich auf rohen Eiern balanciere und ich kann einfach nicht mehr! Sieh zu das du Leine ziehst! Und übrigens - ich kündige!“

Sie wollte aufstehen, irgendwie, aber Steve schockierte sie, indem er noch näher an sie heranrückte (OMG) und sie küsste! Einfach so! Ihr Hirn setze nun völlig aus und nachdem sie es erst einfach nur über sich ergehen ließ, dauerte es nur den Bruchteil einer Sekunde bis sie den Kuss dermaßen leidenschaftlich erwiderte (nun war eh schon alles egal!), dass es einem anderen Mann Angst und Bange geworden wäre. Nicht so Steve, der hatte sie in einer einzigen fließenden Bewegung in die Arme genommen und hochgezogen und drückte sie nun an die Kühlschranktür – und all das ohne den Mund von ihrem zu lösen und den Kuss zu unterbrechen.
Holy Shit, der Mann konnte auch noch küssen wie ein Weltmeister, es war aber auch zum Verrücktwerden mit dem Kerl!
Irgendwann, vermutlich Stunden später wie es schien, ließ er schweratmend von ihr ab und sie versuchten beide Luft zu schnappen und sich zu sammeln.
Steves Verstand hatte in dem Moment ausgesetzt als sie ihn angeschrien hatte und in ihren Augen hatte er als das gelesen, was sie wohl in den letzten Monaten gefühlt haben musste und ihm war wie Schuppen von den Augen gefallen, dass er selbst sich irgendwie nicht anders gefühlt hatte. Nur war er es nicht gewohnt sich seinen Gefühlen zu stellen oder sie zu hinterfragen, für ihn war das alles einfach darauf zurückzuführen, dass er noch immer am gewaltsamen Tod seines Vaters und all den Ereignissen danach zu knabbern hatte. Sein Leben war von einer Sekunde zur anderen in völlig andere Bahnen gedriftet und so hatte er dieses mulmige Gefühl im Magen immer darauf zurückgeführt. Nun, wo Kono ihm ihre Gefühle buchstäblich ins Gesicht geschleudert hatte, war der Knoten geplatzt! - Er war verliebt! Ach du Scheiße!

Er konnte nicht mal sagen, wann das passiert war. Sie war einfach eine Frau ganz nach seinem Geschmack! Bildhübsch, groß und schlank das waren die äußeren Attribute, aber was weit wichtiger war – sie war zudem überaus intelligent, sportlich, tough, fürsorglich und vor allen Dingen humorvoll (er konnte knochentrockene Menschen auf den Tod nicht ausstehen) und eben einfach nur absolut liebenswert! Obwohl sie frisch von der Polizeiakademie gekommen war, hatte sie sich sofort super in das Team eingefügt und war einfach eine perfekte Ergänzung seiner Truppe. Sie konnte fast so gut schießen wie er (und das wollte was heißen!) und er dachte noch immer an den Moment zurück, wo sie Victor Hesse mit einem beachtlichen Distanzschuss genau SO getroffen hatte, das er selbst ihn dann dingfest machen konnte! Und als sie danach zu ihm geeilt war und sie an dem Lagerfeuer standen, in dem die Millionen verbrannten, die sie gestohlen hatten und sich ansahen, da fühlte er dieses eigenartige Magengrummeln das erste Mal derart intensiv, dass er es einfach nicht mehr ignorieren konnte, aber er hatte es einfach als Hunger abgetan! Naja, den hatte er damals tatsächlich gehabt, aber wohl nicht nur nach etwas Essbarem, wie es schien und bei diesem Gedanken musste er schmunzeln!

Kono, die ihn die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen hatte, konnte quasi an seiner Stirn ablesen, das ihm Tausend Gedanken durchs Gehirn geisterten und dank seiner unglaublichen Mimik glaubte sie auch zu wissen, worüber er da so intensiv nachdachte! Es war einfach nur faszinierend ihm dabei zuzusehen! Er hatte seine Augen geschlossen – schade! – aber vielleicht war es auch besser so, sonst hätte diesmal sie sich wohl auf ihn gestürzt, denn seine Augen, diese unglaublich ausdrucksstarken Chamäleonaugen, die waren wohl das Beste an ihm. Aber kaum drüber nachgedacht fielen ihr andererseits auf Anhieb noch mindestens ein Dutzend weiterer Attribute ein, die ihn vom Rest der Männerwelt abhoben!
So hingen beide ihren Gedanken nach und als Steve seine Augen wieder öffnete und Kono erneut in die Augen schaute entfuhr ihm ein „Und wie sollen wir das nun den Anderen beibringen!?“
Kono zuckte nur mit den Schultern (aua, das hätte sie lieber bleiben lassen sollen!), sie hatte jetzt absolut keine Lust sich darüber Gedanken zu machen, dazu war später immer noch Zeit – oder morgen!
Sie würde jetzt erst mal den Augenblick genießen UND diesen Mann vor allen Dingen! Alles Weitere würde sich schon finden…

Diesmal kamen nun die McKono-/KoVe-Shipper auf ihre Kosten! - Ich wünsch‘ Euch angenehme Träume! :o)



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