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 Project: Snow White

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Mondkind
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BeitragThema: Project: Snow White   So Dez 08, 2013 10:22 pm

So Mädels ihr habt es geschafft, ich bin unheilbar am AOL Virus erkrankt und das ist herausgekommen.*blush* 
Mir gehört keiner der Charas, die gehören alle dem CBS und dem Drehteam von Hawaii Five-O, ich hab mir die Jungs und Mädels nur mal kurz ausgeliehen. *sigh*
Nur der Weibliche Hauptcharakter ist auf meinem Mist gewachsen. kaffeeprust
Die Fanfic spielt von der ersten Season bis open end.


Und das ist sie meine kleine Hawaii Five-O FF, ich hoffe das sie euch gefällt. 



Als kleiner Vorgeschmack eine winzige Leseprobe *big smile*, mehr gibt es wenn ich das erste Kapitel fertig habe.


Leseprobe:

Genau zur gleichen Zeit steuerte ein hochgewachsener dunkelhaariger Mann die Empfangshalle an um seinen Besuch ab zu holen, bei jedem Schritt knirschte leise sein Waffenholster, welches an seinem Oberschenkel und Gürtel befestigt war und daneben schimmerte seine Dienstmarke im Licht der Neonröhren.
Megan lehnte nun entspannt an der Absperrung und beobachtete die ankommenden Menschen, Touristen, Heimkehrer die von ihren Familien begrüßt wurden und Geschäftsleute die ohne ihre Telefone oder Headset an den Ohren nicht leben konnten.

______________________________________________

 

Ich bin das Leben, du der Tod und zusammen sind wir die Ewigkeit!
Mich gibt es Doppelt, ihr habt nicht zu viel getrunken! *big smile* 


Zuletzt von Mondkind am Mo Dez 30, 2013 12:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mondkind
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BeitragThema: Re: Project: Snow White   Mo Dez 09, 2013 5:41 pm

Ich hoffe das euch die kleine Kostprobe gefallen hat und hier jetzt  *applaus*  *applaus*  das erste Kapitel.
Ach ja und Achtung Kopfkino Gefahr  *big smile* und vieleicht noch etwas holprig  *blush* ist das erste was ich seid langem geschrieben habe. 





Kapitel 1: Wenn Engel Weinen !

Die Wellen brandeten an den Strand und sahen verheißungsvoll aus, das schwarzhaarige Mädchen schnappte sich ihr Surfbrett, lief dem Wasser entgegen und warf sich in die Wellen der Brandung, paddelte hinaus und wartete auf die nächste um sie zu reiten.
Das tat sie schon seit dem frühen Morgenstunden, sie liebte es zu dieser Zeit zu surfen, es war still, wenig Leute, keine Touristen und zur Krönung des ganzen war es auch noch Samstag also keine Schule. Was sollte ihr also den heutigen Tag noch vermiesen, ihre Mutter würde heute von einem Auftrag vom Festland wieder kommen besser konnte der Tag eigentlich nicht werden.
Trotzallem sollte es für heute die letzte Welle sein, denn sie hatte noch einiges zu erledigen bevor ihre Mutter ankam und vom Flughafen abgeholt werden wollte. Als sie aus dem Wasser stieg vibrierte ihr Smartphone hartnäckig in ihrer Strandtasche, seufzend stieß sie ihr Surfbrett in den Sand grub das Telefon aus ihrer Tasche und meldete sich mit "Megan Monroe.".
Am anderen Ende der Leitung ertönte die wohlklingende Stimme ihrer Mutter "Hallo Megan.".
"Hi Mom was gibt es das du anrufst?" fragte sie auf eine Erklärung wartend, denn die Flugdaten hatte sie, also musste es etwas wichtiges sein.
"Du musst mir jetzt genau zuhören." bekam sie als Antwort "Es ist sehr wichtig das du genau dass tust was ich dir sage.".
Megan war etwas verwirrt über die Bitte ihrer Mutter die sich fast wie ein Befehl anhörte "Ok, was soll ich für dich tun?" fragte sie und bekam ohne Umschweife Antwort.
"Du musst einige Dateien von meinem Laptop herunter holen und auf einem USB Stick speichern, dann lösche alles was damit zu tun hat restlos von der Festplatte. Es darf nichts mehr darauf sein, nicht der kleinste Hinweis woran ich gearbeitet habe." Das Mädchen hörte genau zu, irgendetwas hatte ihre Mutter derartig auf dem Festland beunruhigt das sie anrief und verlangte was sie gerade zu hören bekam.
Noch ehe sie etwas Antworten konnte sprach Annabeth weiter "Diese Dateien darf niemand in die Hände bekommen, egal was passiert und für den Fall das mir etwas passiere sollte, bringst du alles zum Five-O und nur dort hin zu niemand anderes, hast du mich verstanden!".
"Ja Mom klar und deutlich, zu wem soll ich den Kram bringen?" harkte sie nach obwohl sie gerade ein winziges bisschen am Verstand ihrer Mutter zweifelte, sie musste dermaßen in der Klemme stecken das ihr nur dieser Ausweg blieb.
"Lieutenant Commander Steven McGerrett zu niemanden anderen. Ich muss jetzt auflegen der Flieger startet gleich wir sehen uns dann heute Nachmittag am Flughafen." verabschiedete sie sich von ihrer Tochter.
Nun vollends verwirrt starrte Megan auf das Display ihres Smartphone und musste erst einmal verdauen was ihre Mutter gerade von ihr verlangte hatte, dann packte sie ihre Sachen zusammen, zog sich ihr Strandkleid über, klemmte sich das Surfbrett unter den Arm und schlüpfte in ihre Flip Flops. Nachdenklich ging sie zum Parkplatz hinüber und verstaute alles im Auto. Als sie hinter das Steuer kletterte und den Motor anließ, hielt sie einen Augenblick inne, jetzt erst fiel ihr auf das die Stimme ihrer Mutter einen leicht nervösen Unterton gehabt hatte, als ob sie beobachtet wurde oder was auch immer, so kannte sie diese Frau überhaupt nicht. Eigentlich war Annabeth Monroe nicht so leicht aus der Reserve zu locken und schon gar nicht zu verunsichern, sie hatte schon so manche harte Nuss im Leben knacken müssen hatte ihre Hochzeiten und Tiefpunkte gehabt und sie neben bei noch als alleinerziehende Mutter groß gezogen, mit ihrem Vater als Rückendeckung. Langsam setzte sich der SUV in Bewegung und rollte vom Parkplatz auf die Straße hinaus.
In Gedanken fuhr sie die vertraute Strecke zu dem kleinen Häuschen welches sie mit ihrer Mutter bewohnte, steuerte den Parkplatz an und stellte den Motor ab, klaubte ihre Tasche vom Beifahrersitz und ging auf die Haustür zu, sperrte diese auf und betrat das leere Haus.
Was als sollte sie als erstes tun? Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden steuerte sie ihr Zimmer an und kramte einen USB Stick aus der Schreibtischschublade ging in das große Wohnzimmer wo ihrer Mutter einen kleinen Arbeitsplatz hatte, fuhr den Laptop hoch und wartete das sie sich einloggen konnte.
Kurze Zeit später scrollte sie sich schon durch die Ordner um die richtigen Dateien zu finden und auf den Stick zu ziehen, sie wusste woran ihre Mutter gearbeitet hatte, jedenfalls soweit wie sie ihr erzählt hatte daher brauchte sie nicht lange um den verschlüsselten Ordner auf den Stick zu ziehen und die Festplatte zu bereinigen und alle Pfade zu löschen. Da hatte sich der Informatikkurs an der Schule echt gelohnt. Nun hieß es noch einige Stunden überbrücken bis ihre Mutter auf dem Flughafen in Honolulu ankam.
Stunden später auf dem Weg zum Flughafen, Megan bog gerade in die Ausfahrt zu eben jenem ein und suchte sich einen Parkplatz nahe des Ankunft Terminals. Zur gleichen Zeit eine Parkebene weiter unten suchte ein zweiter SUV einen Parkplatz um ebenfalls dort zu parken und jemanden in Empfang zu nehmen, das dieser Tag noch ein unschönes Ende haben würde wusste niemand.
Gut gelaunt und voller Vorfreude kletterte sie aus dem Auto, sperrte es ab und machte sich auf in die Empfangshalle um auf ihre Mutter zu warten, ein Blick auf ihre Smartphone Uhr sagte ihr das sie noch ganze dreißig Minuten Zeit hatte "Gutes Timing." dachte sie und lächelte vor sich hin während sie durch die große Halle schlenderte.
Genau zur gleichen Zeit steuerte ein hochgewachsener dunkelhaariger Mann die Empfangshalle an um seinen Besuch ab zu holen, bei jedem Schritt knirschte leise sein Waffenholster, welches an seinem Oberschenkel und Gürtel befestigt war und daneben schimmerte seine Dienstmarke im Licht der Neonröhren.
Megan lehnte nun entspannt an der Absperrung und beobachtete die ankommenden Menschen, Touristen, Heimkehrer die von ihren Familien begrüßt wurden und Geschäftsleute die ohne ihre Telefone oder Headset an den Ohren nicht leben konnten.
Wie sie ihren Blick so schweifen lies, blieb er auf einen Mann haften der eben so lässig und entspannt an der Absperrung lehnte, die Unteramre auf der Brüstung abgestützt, er schien auch auf jemanden zu warten genau wie sie auf ihre Mutter, die eigentlich jeden Moment erscheinen sollte.
Er hatte ein fein geschnittenes Profil mit gerader Nase, vollen Lippen, einem drei Tage Bart, was nur zu seiner Attraktivität beitrug, Augen die von einem Kranz langer dichter Wimpern umrahmt wurden, die jede Frau vor Neid erblassen ließen. Dazu war er noch verdammt gut gebaut, die leichten Muskeln zeichneten sich unter seinem blauen T-Shirt ab, unter dem Ärmel konnte sie den Teil eines Tattoos hervorschimmern sehen. Seine braunen Haare trug er kurz geschnitten, leicht zerzaust und wenn ihre Augen ihr keinen streich spielten konnte man an den Schläfen einen Hauch von Silber erkennen, um den ganzen noch das Tüpfelchen auf dem i zu geben trug er beigefarbene Cargohosen, gleichfarbige Armeestiefel und sah in dem Outfit aus als würde er geradewegs auf irgendeine Mission gehen wollen wohin auch immer und einen tollen Hintern hatte er obendrein auch noch, so jemand brauchte echt einen Waffenschein um hier frei herumlaufen zu dürfen oder waren das nur ihre Teenager Fantasien die gerade mit ihr durch gingen? Immerhin war sie gerade erst sechzehn geworden und entdeckte langsam Interesse an Jungs in ihrem Alter und um ihre eh schon total durcheinander wiebelnden Hormonen den Rest zu geben, drehte er just in diesem Moment den Kopf in ihre Richtung so dass sie seine Augen sehen konnte, die von einem undefinierbaren blau grün sonst etwas Gemisch waren und wieder diese unverschämt langen Wimpern da konnte Frau echt tot umfallen, eine leichte röte stieg ihr in die Wangen so dass sie ihren Blick abwandte und zur Glasschiebetür sah die gerade wieder einen schwall Menschen ausspuckte.
Megan hielt nun nach ihrer Mutter Ausschau, die unter diesen Passagieren sein musste auch der Mann neben ihr schien jemanden mit seinen Blicken zu suchen und fand Augenblicke Später das gesuchte, eine junge Frau mit blonden Haaren lief strahlend auf ihn zu und umarmte ihn. Sie lächelte als sie diese Szene sah, die beiden mussten sich lange nicht gesehen haben so herzlich war die Begrüßung, dann tauchte ihre Mutter auf und die ganze vorherige Szenerie war vergessen "Hey Mom hier bin ich." winkend lief sie auf die dunkelhaarige Frau zu und flog ihr in die Arme "Ich hab dich vermisst.".
Dann ging alles ganz schnell und doch schien es als würden sich Sekunden zu Minuten und Minuten zu Stunden ausdehnen.
Der Mann, der ein Hawaiihemd mit einem fürchterlichen Surfbrett Muster an hatte, tauchte plötzlich aus dem nichts aus der Menschenmenge auf, zog eine neun Millimeter Beretta mit Schalldämpfer und drückte ab. Der Schuß war nur ein dumpfes zischen als die Kugel durch den Lauf austrat und in ihrem Ziel einschlug, ein Treffer mitten ins Herz.
Annabeth riss kurz die Augen auf, sie hatte nicht einmal die Chance gehabt sich zu wehren, dann sank sie leblos zu Boden auf ihrer hellen Bluse bildete sich ein dunkelroter Fleck.
"MOM...!!!"schrie Megan entsetzt auf, ihr Aufschrei hallte durch das Terminal und lies die Menschen für einen Augenblick erstarren, geschockt über diese kaltblütige tat sank sie neben ihrer Mutter auf die Knie und starrte auf den leblosen Körper unfähig irgendetwas zu tun.
Der dunkelhaarige Mann, der sich gerade noch mit seiner Schwester unterhalten hatte, fuhr herum als er den Schrei hörte, erfasste die Situation, zog sein Smartphone aus seiner Hosentasche, verständigte das HPD und sein Team. Wandte sich dann an die Flughafen Security, die ebenfalls angelaufen kam "Sorgen sie dafür das die Leute hier wegkommen und das der Tatort abgesperrt wird." kurz und knapp war die Anweisung der sofort folgegeleistet wurde.
Schnell hatte er den Überblick über die ganze Situation, entschuldigend wandte er sich seiner kleinen Schwester zu " So habe ich mir unser Wochenende nicht vorgestellt, tut mir Lein Mary." die junge Frau nickte "Schon ok, geh und mach deine Arbeit, ich werde hier warten." dabei warf sie einen Blick auf das Mädchen welches immer noch völlig geschockt am Boden saß, sie wusste nur zu gut wie es ihr in diesem Moment ging, etwas schlimmeres als die Mutter zu verlieren gab es nicht, außer wenn man erfuhr das der eigene Vater umgebracht worden war und ebenfalls einiges ins Rollen gebracht hatte, aber das gehörte jetzt nicht hier her.
Mittlerweile war das HPD eingetroffen gefolgt vom restlichen Five-O Team, dem Gerichtsmediziner Max Bergmann und der Spurensicherung. Routiniert wurde alles abgesperrt die Schaulustigen des Platzes verwiesen, so dass sie mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Eine Polizisten kümmerte sich jetzt um Megan führe sie weg von der Leiche, den ganzen Polizisten, sanft drückte sie das Mädchen auf eine der Bänke im Wartebereich und versuchte beruhigend auf sie ein zu wirken.
Währenddessen trat ein blonder Cop auf den dunkelhaarigen Mann zu "Hey Steve was haben wir bisher?" sein Blick wanderte über den Tatort hinüber zur Polizistin die bei dem Mädchen saß " Ist das die Tochter des Opfers?".
Steve nickte "Ja, eine Polizistin vom HPD kümmert sich gerade um sie, wir werden sie später befragen." der Blonde nickte zustimmen und steuerte nun den Gerichtsmediziner an der über der Leiche Kniete während Steve ihm erzählte was er gesehen hatte "Was haben wir Max?".
Der kleine Asiate erhob sich "Das Opfer ist Weiblich Anfang dreißig. c.a1,75 m groß, eine Kugel aus unmittelbarer Nähe direkt ins Herz." dabei zeigte er auf die Eintrittswunde "So wie es aussieht hatte die Tatwaffe einen Schalldämpfer, der Täter wusste also was er tat ." noch ehe Max weiter ausschweifen konnte und das endete jedes Mal in einem Schwall Fachchinesisch, bremste Denny ihn aus "Das heißt er hatte einen Auftrag für den Mord?"
"Ja in der Tat sieht es danach aus, wenn ich die Tote genauer untersucht und die Kugel entfernt habe kann ich mehr sagen." mit diesen Worten wandte er sich wieder der Leiche zu und veranlasste das sie in die Pathologie gebracht wurde, dann drehte er sich noch einmal um "Das Kaliber ist 9 mm.".
Steve nickte "Chin, sie zu was du von den Leuten erfahren kannst und besorg die Bänder der Überwachungskameras, Kono du sprichst mit dem Mädchen, sieh was du rauskriegen kannst.".
"Alles klar Boss." kam es synchron von beiden die sogleich ausschwärmten um ihre Aufträge zu erfüllen. Chin nahm sich die Leute vor und befragte sie, aber niemand hatte etwas gesehen oder gehört vieleicht brachten die Videos mehr, so machte er sich auf zum Überwachungsraum um sich Kopien der letzten Stunden zu holen, mit etwas Überredungskunst bekam er das gewünschte und machte sich auf den Rückweg.
Kono hingegen hatte die etwas härtere Nuss zu knacken, denn das Mädchen hatte nicht einmal mit der Polizistin geredet, jedenfalls hatte sie nicht mehr als den Namen erfahren. Kurz unterhielt sie die junge Hawaiianerin mit der Polizistin um den Namen des Mädchens zu erfahren, dann setzte sie sich zu ihr  "Hey." sie lächelte freundlich und versuchte so das Eis zu brechen "Ich heiße Kono und arbeite für Five-O, darf ich dir ein paar Fragen stellen?". Das Mädchen hob den Blick und nickte leicht "Ok." kam es leise von ihr.
"Du heißt Megan habe ich recht, das hat mir die Kollegin vom HPD gesagt." Kono versuchte so behutsam wie möglich vor zu gehen "Hast du irgendetwas erkennen können was uns helfen kann?"
Megan nickte abermals und schien nach Kono's frage einen Moment zu überlegen, sie hatte etwas gesehen "Der Typ ist aus dem Nichts aufgetaucht." setzte sie an und versuchte die aufkommenden Tränen zu unterdrücken "Ganz plötzlich, er hat eine Waffe gezogen und einfach abgedrückt und sein Hemd war fürchterlich, so ein billiges Touristen Souvenir mit Surfbrettmuster." Nun konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten schlurzend presste die ihre Hände auf die Augen, der Schock saß tief und sie würde diese Bilder nicht mehr aus ihrem Kopf bekommen.
"Das wird uns sicher weiterhelfen." versuchte Kono sie zu beruhigen, sanft legte sie ihr den Arm um die Schultern und zog sie in eine tröstende Umarmung. Sie hasste solche Momente, aber das gehörte nun mal zur Arbeit dazu und lies sich nicht vermeiden, sie hoffte das Steve und Danny mehr herausgefunden hatten, wie bestellt kamen die beiden herüber um sich zu erkundigen was ihre Kollegin herausgefunden hatte. "Ich bin gleich wieder da, ich muss nur kurz mit meinem Boss reden." dabei deutete sie mit einer kleinen Geste zu den ankommenden Männern hinüber. Megan schaute ihr nach, kramte ein Papiertaschentuch aus ihrer Tasche um sie die Nase zu putzen und die Tränen weg zu wischen "Ok.".
"Hast du etwas in Erfahrung bringen können?" Steve schaute an Kono vorbei zu dem Mädchen das sich gerade Tränen aus dem Gesicht wischte  "Nicht viel." ihr Blick folgte dem von ihrem Boss " Sie sagte das er aus dem Nichts aufgetaucht ist, abgedrückt hat und er trug ein fürchterliches Hawaii Hemd mit Surfbrettmuster, aber die gibt es an jeder Ecke zu kaufen." schloss sie ihren kurzen Bericht. Steve seufzte, das war wirklich nicht sehr viel, aber sie hatten schon mit weniger Informationen gearbeitet.
"Sonst noch irgendetwas?"es war Danny der sich jetzt zu Wort meldete "Es muss ja einen Grund gegeben haben oder was auch immer jemanden dazu gebracht hat diese Frau zu erschießen." der Blonde machte eine ausladende Geste "Immerhin wissen wir wie sie heißt, vielleicht können wir damit etwas anfangen." dann schaute er von Kono zu dem Mädchen "Das Opfer heißt Annabeth Monroe.".
"Kono versuche alles über sie herauszufinden." die Anweisung kam kurz und knapp "Familie, Verwandtschaft." die schwarzhaarige nickte "Alles klar Boss.".
"Was wird aus der Kleinen?" sie konnten Megan ja schlecht sich selber überlassen, sie war noch Minderjährig Danny schaute zu seinem Boss und besten Freund, als einer der Polizisten des HPD zu ihnen herüberkam, er war schon etwas älter und ergraute langsam "Die Frau vom Jugendamt ist da, wir haben sie vorsorglich herkommen lassen." der dunkelhaarige nickte folgte dem Blick des Beamten in die Richtung aus der eine gut beleibte Dame Mittleren Alters auf sie zu kam.
Jugendamt, bei diesem Wort hob Megan den Kopf, die konnten alles von ihr verlangen aber in ein Heim würde sie nicht gehen, nicht in einer Million Jahre. Während sich die Drei mit der Dame vom Jugendamt unterhielten, griff sie nach ihrer Tasche, sagte der Polizistin das sie zur Toilette gehen wollte, steuerte diese auch an schlich sich dann aber durch den zweiten Ausgang auf der nicht einzusehenden Seite wieder heraus und verlies durch einen Nebeneingang das Flughafengebäude.
Im selben Moment drehte sich Steve wieder zu der Stelle wo gerade eben vor nicht mal einer Minute noch das Mädchen gesessen hatte, erblickte eine peinlich berührte Polizistin, die selber gerade feststelle das sie ausgetrickst worden war. "Verdammt." sein wüster Fluch lies die Köpfe der Anderen herumfahren, ihre einzige Zeugin war verschwunden.

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   Mi Dez 25, 2013 12:31 am

Hier kommt das 2 Kapitel pünktlich zum ersten Weihnachtstag kaffeeprust , hat zwar etwas gedauert aber jetzt ist es fertig und ich hoffe es gefällt Euch.
Eine kleine Wahrnung *schon mal Badetücher verteil* es wird nass werden... *big smile* 




Kapitel 2: Der einzige Zeuge!

Auch nach einer Stunde intensiver Suche blieb das Mädchen verschwunden, das war schlimmer als eine Stecknadel im Heuhaufen suchen. Danny war mittlerweile total entnervt, Steve hatte seine Schwester nebst seinem Auto nach Hause geschickt, Kono suchte immer noch nach Verwandten und Chin bearbeitete die Videobänder um jedenfalls einen Hinweis auf den Täter zu finden, das war echt zum Mäusemelken.
Die Kleine schaffte das ganze Team auf Trab zu halten, im Hauptquartier angekommen steuerte er Kono an die über dem Tischcomputer gebeugt gerade etwas las und vor sich hin fluchte.
"Hast du was gefunden?" sein Blick wanderte auf die Bilder die Kono gerade mit einem wisch auf die Monitore an der Wand geworfen hatte. "Nein nicht wirklich, irgendwie stoße ich immer wieder rauf Hindernisse." seufzend fuhr sie sich durch die Haare "Immerhin haben wir eine Adresse und einen Einblick in ihre Akte." Kono wischte ein weiteres Mal über den Tisch und lies die Akte erscheinen, das Foto zeigte eine junge Frau in schwarzer Uniform daneben standen die wichtigsten Daten , mehr konnte sie nicht einsehen da die Akte versiegelt war.
Interessiert las er die Daten, runzelte leicht eine Augenbraue " Annabeth Monroe ist Anwältin beim Judge Advocate General's Corps der Navy." er deutete auf den Absatz "Daher bekommen wir keine weiteren Informationen vielleicht kann uns da Catherine helfen." immer noch stirnrunzelnd schaute er zu Danny hinüber "Kono du bleibst dran und ich werde mit Danny zu der Adresse fahren, vieleicht ist sie ja dort." jedenfalls hoffte er das, so machte er sich mit seinem Partner rauf dem Weg zur Adresse die ihnen Kono gegeben hatte.
Währenddessen zur gleichen Zeit, Megan fuhr gerade die Straße zu ihrem Haus hinauf, bog zur Einfahrt und trat prompt auf die Bremse so dass der Wagen mit einem Ruck halb auf der Straße und der Auffahrt zum stehen kam. Sie wusste ganz genau das sie die Haustür abgeschlossen und die Alarmanlage eingeschaltet, also schlich sie sich leise zur Tür und linste hinein, wohlwissend das es gefährlich war was sie hier gerade tat. Vorsichtig tastete sie sich zum Wohnzimmer vor schaute um die Ecke und schrak zurück, das war der Mann vom Flughafen, der sich gerade an dem Laptop ihrer Mutter zu schaffen machte, noch hatte er sich nicht bemerkt so dass sie ungesehen den Rückzug antreten konnte. So leise wie möglich schlich sie zum Auto zurück, den Wagen jetzt zu starten war reiner Selbstmord, also schnappte sie sich ihre Tasche, die eher ein kleiner Rucksack war und machte das sie hier weg kam, schnell noch die Taschenlampe aus dem Handschuhfach gegriffen und das kleine Notfallset was immer dabei lag.
Sie wusste was er suchte, denn das hatte sie die ganze Zeit bei sich, wenn er das merkte dann war sie echt am Arsch und wahrscheinlich das nächste Opfer auf seiner Liste. Jetzt blieb ihr nichts anderes übrig als runter von der Straße, die Jungs vom Five-O suchten sie sicher auch schon, wenn sie nicht schon hierher unterwegs waren und das waren sie mit Sicherheit.
Leise fluchend schlug sie sich in den Busch, sie würde Querfeldein wieder Richtung Stadt gehen, jetzt war sie froh so oft mit ihrem Großvater hier draußen gewesen zu sein, jeder Ottonormalverbraucher hätte sich hier gnadenlos verlaufen, jenseits aller Wanderwege im unwegsamen Gelände.
Der Camaro bog gerade um die Ecke, hielt in einem großen Abstand auf der Straße an "Hier ist es." Steve saß wie immer am Steuer Danny daneben auf den Beifahrersitz. Schlussendlich stiegen sie aus, zogen sich vorsorglich ihre Kugelsicheren Westen und Handschuhe an. Geduckt pirschten sie sich an das Haus heran, sicherten den Vorgarten und den Parkplatz ehe sie sich zum Haus vorarbeiteten, ein Blick in den SUV sagte beiden das sie hier gewesen sein musste oder es noch war. Steve gab Danny ein Zeichen auf die andere Seite der Tür zu gehen so dass sie von beiden flankiert wurde, vorsichtig schob er die Tür auf und schlüpfte hinein, Raum für Raum sicherten sie das Gebäude.
"Sicher." kam es aus der Küche, Danny schob sich durch die Küchentür ins Wohnzimmer während Steve vom Flur aus ins Wohnzimmer kam und auch diesen Raum sicherte.
"Alles sicher." trotzdem wanderte sein Blick durch den Raum und blieb an einem lädierten Laptop hängen " Es muss jemand vor ihr hier gewesen sein und dieser jemand war furchtbar Sauer, vieleicht kann Fong ja noch was aus dem Laptop holen." von der anderen Raumseite kam nur ein "Hmm." das Danny von sich gab während er sich einige Fotos ansah, die auf einem kleinen Spanischen Schrank standen dann legte er die Stirn in Falten "Hey Steve komm mal rüber das musst du dir ansehen.".
Er schritt durch das Zimmer und kam zu Danny hinüber der immer noch die Fotos betrachtete, als erstes fiel ihm auf das es viele Familienfotos von Ausflügen in die Umgebung waren, zu den Nationalparks und aus verschiedenen Jahren. Ein Foto stach Steve besonders ins Auge, es war ein Gruppenfoto, alle auf dem Foto abgebildeten Mitglieder trugen die blaue Navy Arbeisuniform. Ein kleiner Schriftzug am unteren Ende den Bildes besagte das es sich um eine Navy Einheit handelte also nichts außergewöhnliches, bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls, das sich dieses Team zu weitaus mehr entwickeln würde konnte Steve zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.
"Interessantes Familienalbum." Danny deutete dabei auf ein weiteres Bild welches Megan mit ihrer Mutter und ihrem Großvater zeigte, beide in Uniform der Navy im Hintergrund die USS Missouri " Die ganze Familie scheint bei der Navy zu sein." in diesem Moment fiel Steve ein das er Catherine um Hilfe bitten wollte kurzerhand rief er sie an.
"Hey Cath, ich brauche deine Hilfe." er wartete nicht auf eine Antwort und erklärte ihr was er wollte "Du musst für mich etwas überprüfen, ich schicke dir gleich ein Foto." das würde eine lange Liste werden mit Erkenntlichkeit für Catherine, da würde ein schnödes Essen nicht ausreichen, da musste er sich etwas verdammt gutes einfallen lassen.
"Ok." kam es vom anderen Ende der Leitung." Das wird aber nicht billig werden Steve." ihre Stimme hatte etwas eindeutig Zweideutiges an sich was ihn leicht grinsen lies "Alles klar, ruf mich an wenn du was hast." dann wandte er sich wieder zu Danny "Cath überprüft das Foto." schnell knipste er das Bild und sendete es zu seiner Freundin hinüber in der Hoffnung das sie etwas herausfinden würde.
Kurz darauf klingelte das Smartphone von Steve, das Display zeigte an das es Kono war "Hey Kono was hast du." er hatte das Telefon auf Lautsprecher gestellt damit Danny mit hören konnte "Ich habe mir ihre Anrufliste angesehen und der letzte Anruf war bei ihrer Tochter heute Vormittag." Also wusste das Mädchen mehr als sie und war somit in höchster Lebensgefahr, wenn der Typ tatsächlich hier gewesen war und auf dem Laptop nach irgendetwas gesucht hatte was aber nicht mehr auf der Festplatte war.
"Kannst du ihr Signal orten?" Sie mussten das Mädchen vor dem Killer finden, er wollte sich erst gar nicht vorstellen was alles passieren konnte wenn er ihnen zuvor kam "Danny wir nehmen den Laptop mit und schauen was da noch zu retten ist." in seinem Kopf hatte sich aber schon der SEAL zu Wort gemeldet und sagte ihm dass er das Mädchen suchen musste, damit der Killer sie nicht zuerst in die Finger bekam.
"Klar einen Moment." Kono lies ihre Finger über die Tastatur fliegen und ermittelte das Signal von Megan's Handy "Und hier sind sie." mit einem Knopfdruck sendete sie Steve die Daten "Was wollt ihr jetzt machen, sie suchen?" mit dieser Frage hatte sie den Nagel auf den Kopf getroffen "Im Anbetracht der Lage ja." das war klar und mehr als deutlich gewesen und Dannys Gesicht sprach in diesem Moment Bände, er versuchte erst gar nicht Steve von dieser Idee abzubringen, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte war das eh ein aussichtsloses Unterfangen.
Das HPD und die Spurensicherung waren mittlerweile auch eingetroffen um etwaige Spuren zu sichern während sich Steve am Kofferraum des Camaro zu schaffen machte stand sein Partner daneben und sah ihm dabei zu wie er seinen Munitionsvorrat aufstockte, ein Nachtsichtgerät in den Rucksack stopfte, ein Armeemesser am Gürtel befestigte, das Satellitentelefon einsteckte und last but not least ein GPS Gerät um die Position der gesuchten Person im Auge zu behalten. Der Camaro entpuppte sich immer mehr zu einer Wundertüte als einem schnittigen silbernen Sportwagen. Der Blonde schüttelte nur leicht den Kopf "Du weiß das es in ein paar Stunden dunkel wird." bemerkte er und warf seinem Freund einen vielsagenden Blick zu der ungeniert weiter seinen Rucksack packte "Das weiß ich und darum muss ich mich ran halten sie vor Einbruch der Dunkelheit zu finden und vor dem Killer." kam es aus dem inneren des Kofferraums wo er gerade den Rucksack zu machte und Schulterte.
Das GPS Gerät mit den Daten gefüttert machte er sich auf den Weg "Ich melde mich so bald ich sie gefunden habe." mit diesen Worten überquerte er die Straße, die Augen auf dem Gerät geheftet dem Signal folgend. Sie hatte gut eine Stunde Vorsprung und kannte sich scheinbar in der Gegend aus also konnte sie schon irgendwo mitten im Busch sein.
Irgendwo mitten im Busch, Megan schaute gerade auf die Compass-App ihres Smartphone um die Richtung zu bestimmen "Ok ich bin auf dem richtigen Weg." trotzallen lauschte sie auf jedes Geräusch, sie versuchte so wenig Spuren zu hinterlassen wie irgend möglich und hoffte doch irgendwie das sie heil aus dieser Sache herauskommen würde, zumal sie ja das Five-O Team ganz schön auf Trab hielt. Plötzlich knackte es laut hinter ihr, erschrocken fuhr sie zusammen und drehte sich um "Verdammt." sie fluchte halb laut und setzte sich wieder in Bewegung, dieses Mal in Laufschritt Megan wurde den Verdacht nicht los das der Killer sie verfolgte, denn so bewegte sich nicht mal ein Wildschwein. Wieder ein Knacken direkt hinter ihr, hatte er sie doch im Haus bemerkt und verfolgte sie jetzt?
Ein Blick über die Schulter sagte ihr dass sie recht hatte, das Hemd ihres Verfolgers leuchtete wie ein Signal im Dämmerlicht und lies sie nur schneller laufen, geschickt sprang sie über einen umgefallenen Baum, rutschte einen kleinen Abhang hinunter, hier musste irgendwo unterhalb der Wanderweg beginnen oder auch nicht? Schlimmer konnte es nicht mehr werden oder doch? Ein Schuss krachte, die Kugel flog haarscharf an ihrem Kopf vorbei und schlug in einem Baum ein "Scheiße." sie keuchte warf sich nach links und rannte weiter, stolperte und fiel der Länge nach auf den feuchten Waldboden, rappelte sich wieder auf als ein zweiter Schuss abgefeuert wurde sie abermals knapp verfehlte, aber wirklich nur ganz knapp. Die Kugel hatte sie an der Schulter gestreift und hinterließ eine brennende, blutende Wunde.
Steve schaute gerade auf das GPS Gerät, er war sicher schon eine Stunde oder mehr unterwegs, als er Schüsse hörte, sie hallten im Unterholz wieder und ließen seinen Kopf hoch schnellen, sie musste ganz in der Nähe sein und ihr Verfolger, mit sicherer Wahrscheinlichkeit der Mörder ihrer Mutter. Er zog seine Waffe und lief auf den Ort des Geschehens zu, leise pirschte er sich heran, sondierte die Lage und versuchte hinter den Killer zu kommen.
Dieser hatte Megan gestellt und bedrohte sie mit gezückter Waffe "Gebe mir die Daten." sein schwerer Russischer Akzent war nicht zu überhören "Oder was?"ihre Stimme zitterte zwar leicht doch ließ sie sich nicht einschüchtern "Wollen sie mich dann auch erschießen wie meine Mutter, dann bekommen sie nichts." ihr Blick war auf seinen geheftet und fixierte ihn, maß eine winzige Chance ihm zu entkommen, langsam trat sie weiter zurück hielt denn aber inne als der Boden unter ihren Füßen zu bröckeln anfing. Ein Blick nach hinten eröffnete ihr dass es unter ihr gut zehn Meter weit hinunter ging.
Geduckt umrundete er den Typen um hinter ihn zu kommen, langsam pirschte er sich heran, bereit ihm eine zu verpassen, dann war er hinter ihm und drückte ihm den Lauf seiner Waffe in den Nacken "Waffe runter." seine Stimme war nur ein tiefes grollen, Megan atmete kaum hörbar aus als plötzlich der Boden unter ihren Füßen nach gab und sie mit einem erstickten schrei abrutschte. Jetzt musste Steve im Bruchteil eines Augenblickes entscheiden, blitzschnell verpasste er dem Killer eine mit dem Griff seiner Waffe eine, das dieser benommen zu Boden ging, mit einem Hechtsprung nach vorne zu springen um nach dem Mädchen zu greifen, doch er griff ins leere und stürzte Kopf über in den unter ihnen liegenden kleinen See. Mit einem platsch landeten beide im Wasser, prustend tauchten sie wieder auf.
Einige kräftige Schwimmstöße brachten sie ans Ufer, dort lies Megan sich auf einen Stein sinken, drückte sich das Wasser aus den Haaren, warf den kleinen Rucksack neben sich auf den Boden und pellte sich aus der klatsch nassen Jacke um sich ihre Schulter an zu sehen "Verdammt." fluchte sie ungehalten, die Wunde blutete und brannte höllisch.
Steve stieg nach ihr aus dem Wasser, seine Kleidung triefte, mit einer scheinbar lässigen Bewegung wischte er sich das Wasser aus dem Gesicht, dann fiel sein Blick auf die Schulter von Megan. Die Fleischwunde die, die Kugel verursacht hatte blutete immer noch "Lass mich das mal ansehen." er hockte sich neben sie, griff vorsichtig nach ihrem Arm und betrachtete sich die Verletzung "Das muss genäht werden." war seine Antwort während er den Rucksack ab nahm und das Erste Hilfe Set heraus holte, es aufriss um ein Steriles Tuch heraus zu nehmen, eine Kompresse und eine Bandage.
"Das wird gleich etwas brennen." vorsichtig betupfte er die Wunde, wischte sanft das Blut ab und presste dann die Kompresse darauf ehe er den Verband anlegte, Megan zuckte einmal kurz und nickte, so schlimm brannte es nun auch nicht mehr, jedenfalls wurde es jetzt etwas besser.
Nach dem er alles wieder weggeräumt hatte zog er das Satellitentelefon aus der Seitentasche seines Rucksacks in der Hoffnung das es noch funktionierte und es funktionierte natürlich nicht, erfolgreich ein Satellitentelefon ertränkt dachte er grimmig und stopfte es wieder in die Tasche, jetzt hieß es erst einmal schauen ob der Russe noch da oben lag oder ob er getürmt war. "Ich bin gleich wieder da und du bleibst wo du bist." sein Ton erlaubte keine wiederworte, ein nicken war ihre Antwort und ein gemurmeltes "Ja Sir." momentan verspürte sie keine Lust wieder ab zu hauen, sie war durchnässt, ihr Arm tat weh, es wurde langsam dunkel, kein Handy funktionierte alles in allem war das eine echt miese Situation und sie hatte zum größten Teil auch noch schuld daran.
Im langsam dämmerig werdendem Licht kämpfte sich Steve den Hügel hinauf um nach dem Russen zu suchen, wenn er denn noch da war, aber irgendetwas sagte ihm das dem nicht so war und es bestätigte sich auch, das einzige was er fand war die Waffe, die er in der Hast seiner Flucht hatte liegen lassen. Vorsichtig hob er sie auf musterte sie, hoffte das es ihre Tatwaffe war und das es einige brauchbare Fingerabdrücke gab.
Einige Minuten später kam er wieder bei Megan an die brav auf ihrem Stein sitzen geblieben war, was hätte sie auch sonst tun sollen ohne sich irgendwo im halbdunkeln den Hals zu brechen, schaute ihm entgegen und wartete auf das was kommen würde. Sein Gesichtsausdruck versprach nichts Gutes "Der Typ ist weg, habe ich recht." ein knappes nicken war die Antwort gepaart mit einem finsteren und zu allem entschlossenen Blick "Ein paar Meilen Nördlich ist eine Rangerstation da können wir Telefoniren." er schnappte sich seinen nassen Rucksack, schulterte ihn und wartete das Megan Protest schlug.
"Und wie deferieren sie ein paar Meilen?" ihr Blick war fragend während sie ihre Sachen zusammen sammelte "Für einen Stundenlangen Gewaltmarsch habe ich die falschen Schuhe an." energisch wrang sie ihre Jacke aus um sie sich um zu binden, ihren Rucksack auf zu setzen und ihm zu folgen, ihr blieb ja nichts anderes übrig. Steve konnte sich ein kleines grinsen nicht verkneifen, die Kleine war echt taff damit hatte er nicht gerechnet eher mit zeter und Mordio das ihre Klamotten durchweicht waren und ihre Frisur total ruiniert, aber das blieb zum Glück aus, so zogen sie los um vor Einbruch der Dunkelheit die Station zu erreichen.
Als sie eine Weile schweigend neben einander her gelaufen waren fiel Megan ein das er sich ihr nicht mal richtig vorgestellt hatte, ok sie hatte gehört wie sein Partner ihm beim Vornamen genannt hatte und das eben jener Danny hieß aber das war es auch schon gewesen.
"Dürfte ich vieleicht ihren Namen erfahren, meinen kennen sie ja bereits." sie schaute fragend zu ihm auf, während sie weiter gingen " Lt. Commander Steven McGarrett Five-O." er hielt kurz inne als er seinen Namen und Dienstrang nannte, denn irgendetwas in Megan's Blick hatte ihm gesagt das sie ihn schon einmal gehört hatte, wahrscheinlich von ihrer Mutter, die ja ebenfalls bei der Navy gedient hatte und sicher aus allen nur erdenklichen Ecken ihre Informationen gesammelt hatte.
"Sie sind bei der Navy habe ich recht." jetzt hatte er ihre Neugierde geweckt und wenn das passierte war sie schlimmer als ein Bluthund, diese manchmal etwas nervende Eigenschaft hatte sie von ihrer Mutter geerbt, Steve würde das früher oder später am eigenen Leib zu spüren bekommen und verneinen konnte er in diesem Moment auch nicht "Ja war ich jetzt bin ich Reservist und leite die Five-O Taskforce." warum sollte er nicht ehrlich zu ihr sein, sie hatte irgendetwas an sich, was ihn an irgendjemanden aus seiner Vergangenheit erinnerte. Er wusste partout nicht wer es sein konnte, jedenfalls fehlte ihm noch der richtige Anhaltspunkt um ihm auf die Sprünge zu helfen.
Das die Person, an die er sich zu erinnern versuchte, gerade bei Max auf dem Seziertisch lag konnte er jetzt noch nicht wissen obwohl ihr Name ihm etwas sagte und er sich so halb das Hirn zermarterte während sie hier mitten im nirgendwo auf dem Weg zur Rangerstation waren.
"Meine Mom war auch bei der Navy, aber das wissen sie ja schon." sie schaute auf den Boden zu ihren Füßen, damit sie nicht noch über irgendetwas stolperte.
Eine Stunde und gefühlte zehntausens Löcher im Bauch später, kamen sie endlich an der Rangerstation an, es brannte sogar noch licht das hieß es war noch jemand da und sie konnten telefonieren. Megan hatte Steve ordentlich ausgequetscht und er hatte wundersamer weise fast alle ihre Fragen beantwortet, irgendwie mochte er die Kleine, sie war eher der Untypische Teenie, das hatte er in der letzten Stunde festgestellt, sie hatte keine Nervenden Fragen gestellt sondern eher gezielte nach seiner Dienstlaufbahn. Nun wusste sie das er ein SEAL war mit einem Haufen Auszeichnungen mit allem was dazu gehörte, für den Gouverneur die Five-O Taskforce leitete und dazu noch verdammt nett war. Steve klopfte an die Tür und der Ranger öffnete ihnen, kurz berichtete er was passiert war, ging zum Telefon um sein Team anzurufen das sie hier abgeholt werden wollten.
Es hörte sich zwar total bescheuert an, aber in der Stunde, sie sie mit Steve durch den Busch zur Rangerstation gelaufen war, hatte sie irgendwie einen Draht zu ihm gefunden, vielleicht lag es daran das auch er ein Soldat war wie ihre Mutter und ihre Großeltern und das sie irgendwie auf einer Wellenlänge schwammen und er hatte es ihr erlaubt ihn mit seinem Vornamen an zu sprechen.
Dreißig Minuten später trudelte das Team ein um sie wieder mit in die Stadt zu nehmen, Danny verpasste ihm gleich einen Vortrag den er mit einer hochgezogenen Augenbraue Kommentierte, der georderte Krankenwagen würde Megan ins Krankenhaus bringen damit man dort ihre Wunde versorgte, was danach mit ihr passieren sollte wusste er noch nicht, jedenfalls würde er sie nicht der Jugendfürsorge übergeben, daher blieben ihm nicht viele Optionen.
Auf der Rückfahrt hatte er genug Zeit zum nachdenken und kam zu dem Schluss dass er das Mädchen mit zu sich nehmen würde, anstatt sie alleine in ihrem leeren Haus zu lassen "Ich nehme die Kleine mit zu mir." verkündete er Danny der ihn nur leicht verdutzt ansah "Ok und du bist dir sicher das du mit einem sechzehn jährigen Teenager zurechtkommst?" der Blonde wollte gerade anfangen ihm zu erläutern das Teenager ziemlich anstrengend waren als Steve ihn ausbremste "Ich hab es verstanden, Mary ist auch noch da." damit war das Thema für ihn erst einmal beendet.
Zwei Stunden und eine Navy Shower später fuhr er ins Krankenhaus um Megan ab zu holen, sie zu ihrem Haus zu fahren damit sie einige Sachen zusammen packen konnte. Dort angekommen wartete sie in der Aufnahme auf Steve, da er ihr versprochen hatte sie abzuholen ehe sie mit dem Krankenwagen hier her gefahren worden war.
"Hey." er lächelte sie freundlich an als er auf sie zu kam "Was macht dein Arm?" dabei schob er seine Hände in die Hosentaschen und schaute sie abwartend an "Schon viel besser, ich habe etwas gegen die Schmerzen bekommen, eine Tetanusspritze und bin mit zehn Stichen genäht worden." sie sah nicht danach aus als ob ihr das etwas aus machen würde, jedes andere Mädchen hätte wahrscheinlich bei der Aussicht eine Narbe zurück zu behalten einen Kollaps bekommen, sie schien es aber mit Fassung zu tragen.
"Hört sich gut an, ich habe auch ein paar Neuigkeiten." verkündete er " Du kommst mit zu mir bleibst so lange bis wir den Täter gefasst und ins Gefängnis gebracht haben." Megan's Augen wurden immer größer "Ehrlich, ich muss nicht zu der Tante von der Jugendfürsorge." sie sprang auf, mit dieser Aussicht ging es ihr noch eine Spur besser "Dann brauche ich noch ein paar Sachen aus dem Haus, Klamotten und so." sie schnappte sich ihre Jacke und den Rucksack "Umziehen müsste ich mich auch." Er nickte, ging mit ihr zu seinem SUV, zwanzig Minuten später waren sie da und Megan konnte sich frische Klamotten anziehen und einiges zusammen packen. Waschbeutel und Kleidung wanderte in eine Reisetasche, sie überlegte ihr Surfboard mitnehme sollte, aber mit ihrem Arm konnte sie Surfen erst einmal abharken.
"So ich bin dann soweit." Megan kam mit der Reisetasche, ihrer Schultasche und dem Laptop aus ihrem Zimmer, Steve nahm ihr die Tasche ab, verstaute sie auf der Rückbank und setzte sich hinter das Steuer, Megan kletterte mit dem Rest auf den Beifahrersitz und schnallte sich an. Erst jetzt viel ihr ein das sie ihm etwas geben sollte, das hatte sie die ganze Zeit irgendwie verdrängt, sie nahm die Kette mit dem Herzförmigen Anhänger ab und drückte sie ihm in die Hand.
Etwas verwundert schaute er das vermeintliche Schmuckstück an und dann Megan "Was ist das?" sein Blick war fragend "Das ist ein USB Stick und darauf sind Informationen die ich dir geben soll, das war eine Anweisung meiner Mutter, leider ist er nass geworden als wir in den See gestürzt sind. Meinst du dass man da noch etwas retten kann wenn er getrocknet ist?". Er überlegte einen kurzen Moment "Unser Forensiker Charlie Fong kann sich das Ansehen und schauen was zu retten ist."

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   So Jan 19, 2014 5:57 pm

Nach dem ich euch solange habe warten lassen kommt hier endlich Kapitel 3, viel spaß beim lesen und Steve knuddeln, denn ich denke am Ende dieses Teils braucht er es.  *friend*  Kuscheln 



Kapitel 3: Ein nie verschickter Brief!

Zwei Tage später im Hauptquartier des Five-O, Fong hatte es tatsächlich geschafft die Daten vom USB Stick zu retten, auf dem Laptop hatte er außer Urlaubs- und Familienfotos nichts gefunden.
" Da hat sich jemand ausgekannt und alles gelöscht was irgendwelche Informationen zu unserem Fall haben könnte." der Blick von Chin war anerkennend dem gegenüber der die Festplatte bereinigt hatte, er beugte sich gerade über den Computertisch und schaute Kono dabei zu wie sie sich durch die Daten vom USB Stick arbeitete "Da hast du recht und doppelt verschlüsselt so wie es aussieht." Kono versuchte zum x mal die Verschlüsselung zu knacken als Steve zusammen mit Danny ins Hauptquartier kam.
"Und schon irgendetwas neues?" Danny und er stellten sich zu Chin und Kono, die sich gerade über die Daten den Kopf zerbrachen "Fong hat nichts auf dem Laptop gefunden außer Fotos, der USB Stick ist da schon etwas knackiger, Kono hat zwar etwas, aber die Datei lässt sich nicht öffnen und unser Opfer hatte ein Tablet Pc in der Handtasche, da arbeiten wir noch dran." das war alles was sie bisher herausgefunden hatten.
"Und wie sieht es bei dir aus? Wie macht sich die Kleine?" Kono schaute ihren Boss abwartend an, während Chin versuchte den Ordner zu öffnen; dieser Versuch blieb aber auch erfolglos "Sie ist in der Schule, hat darauf bestanden das sie hingeht." er hob gelassen die Schultern, sie hätte auch in seinem Haus bleiben können, aber alleine dort rum zu sitzen fand sie doof daher hatte er sie anstandslos zur Schule gefahren "Warum auch nicht, immerhin besser als alleine Trübsal zu blasen." damit war das Thema abgeharkt und der Aktuelle Fall wieder ganz oben auf der Liste, währenddessen hackte die einzige Frau des Teams weiter auf die Tastatur ein.
"Ich glaube ich habe es." Kono's ausruf lies die Jungs zu ihr sehen "Ich hab die Verschlüsselung geknackt." mit einigen Klicks öffnete sie den Ordner und präsentierte diverse Unterordner "Dann wollen wir mal sehen was das alles ist. Fall Akten, noch mehr Fall Akten." dann hielt sie plötzlich inne "Jungs ich glaube ich habe was." schon wurde sie von den Dreien umringt.
Zur gleichen Zeit an der Kukui High School, Megan betrat mit einem komischen Gefühl im Bauch das Gelände und lief auf das Schulgebäude zu. Vielleicht hätte sie doch lieber zu Hause bleiben sollen, ok ihr zu Hause war es jetzt nicht, aber bei Steve zu wohnen war besser als alleine im Haus ihrer Mutter oder seinem zu sitzen.
Zögernd betrat sie das Gebäude und steuerte ihren Spint an, die Blicke ihrer Mitschüler konnte sie die ganze Zeit im Rücken spüren. Die Presse hatte sicher ein richtiges Drama daraus gemacht auch wenn das Five-O Team die letzten zwei Tage versucht hatte sie davon ab zu schirmen, die Medien waren schlimmer als die Pest wenn sie erst einmal bei einer viel versprechenden Story Blut geleckt hatten, dann versuchten sie alles und jeden aus zu quetschen und wenn es das letzte war was sie taten. Der Mord an ihrer Mutter, die eine JAG Anwältin gewesen war, war daher ein gefundenes Fressen mal wieder der Navy auf den Zahn zu fühlen, sprich den Bodensatz des Militärs auszugraben ohne Rücksicht auf Verluste.
In Gedanken sperrte sie ihren Spind auf und kramte die Bücher für die erste Stunde zusammen, sie war froh das Steve sie hergebracht und versprochen hatte sie auch wieder ab zu holen, sie bemerkte nicht das sich jemand von hinten näherte und fuhr erschrocken zusammen als ihr eine Hand auf die Schulter gelegt wurde, drehte sich um und schaute in das leicht verdutzte Gesicht ihrer Schulfreundin Cinda "Hey Meg, ich dachte nicht das du heute kommst, nach dem was alles passiert ist." sie umarmte die dunkelhaarige fest und schaute sie dann an "Wie geht es dir?" Megan erwiderte kurz die Umarmung "Ganz gut danke, die vom Five-O passen auf mich auf." war ihre Antwort als sie zum Klassenzimmer gingen. Sie wusste was sie dort erwarten würde und sie hasste es jetzt schon, das geheuchelte Mitleid konnten sie sich sparen "Na dann auf in die Höhle des Löwen." seufzte sie und öffnete gefolgt von Cinda die Tür zum Klassenzimmer, sofort hafteten alle Blicke auf sie, sofort machte sich ein Unbehagen in ihrem Magen breit und ein dicker Klos in ihrem Hals, Megan schluckte ihn tapfer hinunter, setzte sich auf ihren Platz, legte ihre Bücherauf den Tisch und wartete auf den Beginn des Unterrichts.
Das einzige was sie davon abhielt einen zu viel zu bekommen war das Felsenfeste Versprechen von Steve sie nach der Schule ab zu holen plus minus einiger Zeit Verzögerung, hatte er vorhin im Auto zu ihr gesagt, so ließ sie auch die quälenden fragen in der Pause über sich ergehen, einige musste ihre Freundin ausbremsen und klar machen das es doch etwas zu weit ging, das war eben Cinda sie hatte ihr Herz auf der Zunge und zwei Fäuste die auch mal Tacheles reden konnten. So hatten sie sich auch vor zwei Jahren kennen gelernt als sie mit ihrer Mutter hier her gezogen war, im Trainingszentrum für Jugendliche wo die große Blondine selber Kampfsport trainierte. Kickboxen und Taekwondo waren die Leidenschaft von Megan genau wie das Surfen und etwas Freerunning oder auch Parcour eine Sportart die ihren Ursprung in Frankreich hatte und alles in der Umgebung zu einen überwindbaren Hindernis machte.
Jetzt hockten sie zusammen auf den Stufen des Schulgebäudes, mit Blick auf den Parkplatz und warteten darauf das Megan's Taxiservice erschien " Mensch hast du ein Glück, so einen Taxiservice will ich auch mal haben, natürlich ohne das was vorher passiert ist." Cinda warf ihr einen verstehenden Blick zu "Das mit deiner Mom ist echt scheiße, hoffentlich finden sie den Kerl." sie legte ihrer Freundin den Arm um die Schultern und lächelte sie aufmunternd an "Morgen ist wieder Training da können wir richtig die Sau raus lassen, das wir dir sicher gut tun."
Wie auf Bestellung fuhr ein Wagen auf den Parkplatz, nicht der blaue Silverado von Steve sondern der silberne Camaro von Danny mit Steve am Steuer und ersterer saß auf dem Beifahrersitz. "Wenn man vom Teufel spricht." mit einem nicken deutete die Blonde auf den Wagen der vor ihnen anhielt "Dein Taxi scheint da zu sein, heißer Schlitten." Cinda sprang auf und lief die Treppe hinunter gefolgt von Megan "Hallo und was sitzen denn da für Sahneschnitten drin." sie machte den Hals lang und spähte an ihrer Freundin vorbei in das Innere des Wagens "Cinda hör auf das ist ja echt peinlich." murrte die schwarzhaarige und Boxte ihrer Freundin in die Rippen "Das sind keine Sahneschnitten sondern Lt. Commander Steve McGarrett der Boss vom Five-O und das daneben muss sein Partner sein, mir fällt nur gerade der Name nicht ein." Cinda rieb sie die Seite und grinste trotzdem noch über das ganze Gesicht "Du bist manchmal echt unmöglich." Kopfschüttelnd sprang sie die letzten Stufen hinunter "Manchmal habe ich das Gefühl das du echt eine winzig kleine Sadistische Ader hast und nicht ich." Megan hatte sich zu ihr umgedreht, ging einige Schritte rückwärts drohend den Zeigefinger erhoben mit einem zweideutigen Lächeln auf den Lippen, das erste seit zwei Tagen.
"Ha sie an da kann ja jemand schon wieder ein bisschen lachen." frotzelte sie weiter "Mach weiter so und ich schicke dich Morgen als erstes auf die Bretter." siegessicher zwinkerte sie und grinste wieder "Wir sehen uns dann Morgen in der Schule und beim Training, halt schon mal einen Eisbeutel bereit, den wirst du nämlich brauchen." Megan schüttelte nur den Kopf, das war Eben Cinda, immer einen Schalk im Nacken, das Herz auf der Zunge und zwei Fäuste die Tacheles reden konnten "Der Verlierer gibt bei Kamekona eine Runde Schrimps mit Butter und Zitrone aus." lachte die Blonde und lief zu ihrem Wagen "Das bist dann ja wohl du." war Megan's Antwort.
Steve und Danny hatten das kleine Wortgefecht schmunzelnd verfolgt, irgendwie war ihnen das gar nicht mal so unvertraut, denn solche kleinen Gefechte lieferten sie sich Tag Täglich im Auto oder auch so auf der Straße, wenn sie sich mal nicht einig wurden oder wenn Danny mal wieder seine fünf Minuten hatte.
Kaum saßen sie im Auto da klingelte Steves Telefon "McGarrett." brummte er in den Hörer "Ja ok alles klar wir sind unterwegs." er legte auf setzte sich ans Steuer "Danny wir haben eine Leiche, Waikiki Beach, Kono und Chin sind schon da." er drehte den Schlüssel in der Zündung um ließ den Motor an fuhr los mit Blaulicht und Sirene "Du weißt das wir ein Kind hinten drin sitzen haben und das ein Tatort sicher nicht der richtige Ort ist nach dem was sie schon alles in den letzten zwei Tagen mit machen musste." versuchte er ihm zu erklären und warf ihm dabei einen Vorwurfsvollen Blick zu "Das weiß ich." gab Steve von sich "Aber mitten auf die Straße setzen können wir sie jetzt auch nicht, sie bleibt dann im Auto." damit hatte er wieder das letzte Wort, lenkte den Wagen den Highway entlang zum Waikiki Beach.
Als Steve den Wagen auf dem Parkplatz, oberhalb des Strandes abstellte, wo sich auch schon das rote Auto von Kono, die Harley Davidson von Chin befanden und der Wagen des Gerichtsmediziners. Megan hatte die Fahrt über geschwiegen und die beiden ihre Carguments, wie sie es kurzerhand getauft hatte, ausdiskutieren lassen. Es hätte eh nichts gebracht dazwischen zu reden außer vieleicht einen Rüffel von beiden und das riskierte sie lieber nicht.
Nun saß sie hier und schaute ihnen nach wie sie auf den Tatort zu gingen, Steve's Worte hallten ihr noch in den Ohren "Du bleibst im Wagen." sie hatte nicht widersprochen, jedenfalls würde sie sich nicht vom Auto weg bewegen aber aussteigen durfte sie ja sicher, so kletterte sie aus dem Fond des Wagens und lehnte sich dagegen ihren IPod in die Ohren stopfend beobachtete sie das Geschehen unten am Strand.
Dort wimmelte es von Polizisten die den Tatort abgesperrt hatten um die Touristen so wie die Einheimischen Badegäste in Schach zu halten. Max beugte sich gerade über die Leiche und unterzog sie eine ersten schnellen Begutachtung als Steve und Danny eintrafen.
"Was haben wir." fragte Steve den Gerichtsmediziner "Männlich, Anfang vierzig." begann er und drehte den Körper auf den Rücken "Er ist nicht ertrunken, ein Kopfschuss ist die Todesursache, dann wurde die Leiche in den Pazifik geworfen, eventuell von einem Boot aus oder von einer Klippe hinunter." beendete er seinen vorläufigen Bericht.
"Moment mal, das ist der Kerl, der vor zwei Tagen Annabeth Monroe erschossen und Megan in den Busch verfolgt hat." er starrte auf den Leblosen Körper hinunter, der immer noch das fürchterliche Hawaiihemd trug "Kono las ihn durch die Gesichtserkennung laufen vieleicht finden wir etwas, für irgendjemanden muss er gearbeitet haben." schwer aus atmend fuhr sich Steve durch die kurzen Haare, sein Blick wanderte zum Camaro hinüber wo Megan es sich auf der Motorhaube bequem gemacht hatte und für einen Moment aussah wie jeder normale Teenager. Jetzt musste er ihr klar machen das der Mörder ihrer Mutter selber ein Opfer geworden war und herausfinden wer ihn umgebracht hatte, da steckte viel mehr hinter als es den Anschein hatte.
Kurze Zeit später waren alle auf dem Weg ins Hauptquartier, die Leiche in die Pathologie unterwegs, damit Max sie Obduzieren konnte, Megan hatten sie kurzerhand mit genommen, trotz Danny's Protest das ein Polizeirevier noch weniger für Kinder geeignet war, aber da Mary schon wieder auf dem Festland war konnte er sie nicht von seiner Schwester abholen lassen, also musste sie mit. Unterwegs schaute er immer wieder kurz in den Rückspiegel als ob er sich vergewissern wollte das sie noch da war. Ihr Gesicht spiegelte keinerlei Reaktionen wieder seid Steve ihr gesagt hatte das die Leiche der Mörder ihrer Mutter war, nichts nicht mal ein Wutausbruch oder Tränen nur eisige Resignation. Im Hauptquartier angekommen setzte er sie in sein Büro "Ich bin gleich wieder da." ein nicken war die Antwort als er die Tür hinter sich zu zog.
"Schon irgendetwas gefunden?" fragte er in die Runde, gemeinschaftliches verneinen war die Antwort "Die suche läuft noch, ich schaue mir noch mal den Tablet PC an." Chin schnappte sich das Gerät und suchte sich durch die Ordne rund Dateien, Kono schaute sich ein weiteres mal die Ordner, die sie vom USB Stick hatten an, irgendetwas musste doch zu finden sein und wenn es noch so winzig war. "Moment mal was ist denn das?" Kono war auf etwas gestoßen was sie vorher übersehen hatte "Hier sind noch zwei Unterordner in einer der Fallakten." sofort waren alle bei ihr und schauten die Ordner an. Unter all den Bildern, Listen, Diagrammen und Zahlen hatten sie ihn vollkommen übersehen "Wie konnte ich das übersehen." sie schalt sich selber einen Dummkopf, doch sie konnte nichts dafür, die beiden Ordner hatten nicht das übliche gelbe Mappen Symbol sondern waren umbenannt worden in ein kleines Schloss und ein Schlüsselbund Symbol. Man konnte deutlich die Fragezeichen über ihren Köpfen sehen, als sie versuchte die Ordner zu öffnen zeigte es wieder dass sie verschlüsselt waren.
Steve fluchte leise, Danny sah genau wie Chin ratlos aus, jener hielt immer noch das eingeschaltete Tablet in der Hand, selbst Kono wusste keine Antwort. Dann kam ihm eine Idee "Vielleicht kann Megan uns helfen, immerhin sind es die Fälle ihrer Mutter." in der Hoffnung das sie etwas wusste ging er zu seinem Büro hinüber und öffnete die Tür "Könntest du bitte mitkommen." das Mädchen schaute auf als sie seine Stimme hörte, nickte und folgte ihm zu den Anderen dort zeigte er ihr die Ordner.
"Diese beiden Ordner sind Verschlüsselt und anders Markiert als die Üblichen Ordner." die junge Polizistin zeigte ihr die besagten Ordner "Weißt du etwas darüber?" Megan nickte leicht und schaute sich die Ordner an "Das hat sicher meine Mutter gemacht, wenn sie den Ordner so gekennzeichnet hat muss es etwas wichtiges sein, der Schlüssel könnte ein Hinweis auf das Passwort sein." sie überlegte was es sein konnte dann fiel ihr etwas ein, öffnete den Ordner und fand genau das was sie sich gedacht hatte "Ein Rätzel wie ich es mir Gedacht habe, sie hat Rätzel geliebt und sie immer als Gehirn Jogging bezeichnet." alle anderen schaute sie nun fragend an, ein Rätzel hatte ihnen noch gefehlt.
"Auch das noch." Danny fuhr sich durch seine drei Wetter Taft Frisur und seufzte, Steve runzelte nachdenklich die Stirn, Kono zeigte schon mehr Interesse und las vor was dort stand "So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz? Kann damit jemand was anfangen?" sie schaute in die Runde. Chin schüttelte den Kopf und tippte auf dem Tablet PC herum, er hatte gerade den E-Mail Ordner in Angriff genommen und durchforstete den Postausgang, Eingang und den Entwurf Ordner nach irgendetwas brauchbaren. Megan konnte man ansehen das ihr Hirn gerade auf Hochtouren arbeitete, sie wusste dass sie diesen Satz, den ihre Mutter so nett als Rätzel verpackt hatte schon mal irgendwo gelesen oder gehört hatte aber wo?
Noch ehe irgendjemand etwas zu diesem ominösen Rätzel sagen konnte hatte Chin etwas auf dem Tablet gefunden "Hey ich glaube ich habe etwas gefunden." sein Gesicht hatte einen merkwürdigen Ausdruck angenommen "Sieht nach einer nicht verschickte E-Mail aus." er drehte es um und zeigte es ihnen "Ich frage mich nur wie sie an deine E-Mail Adresse gekommen ist." Chin's Gesicht sprach Bände und das von Steve ebenfalls, außer den hier anwesenden hatte niemand seine Mail Adresse mit Ausnahme von Megan die sie nicht hatte. Es sein denn ihre Mutter hatte nach geforscht und sie so herausbekommen, als Anwältin hatte sie ihre Mittel und Wege gehabt an so etwas Banales wie eine E-Mail Adresse zu kommen.
"Sie war Anwältin, da kommt man an so einiges heran auch an eine E-Mail Adresse." warf Kono ein und das war einleuchtend. Chin übergab Steve das Gerät "Immerhin ist sie an dich Adressiert und fremde Post sollte man nicht öffnen."
Megan hielt sich etwas abseits, sie grübelte immer noch über das Rätzel nach als noch jemand in das Hauptquartier des Five O kam, es war eine Junge dunkelhaarige Frau in Uniform "Was ist denn hier los?" ihr Blick muster das bunte Potpourri das um den PC Tisch versammelt stand "Großes Rätzel raten." Danny deutete auf die geöffnete Datei "Was auch immer die Antwort sein soll." Cath folgte ihm, schaute sich den Text an, runzelte eine Augenbraue "Habt ihr keine Märchen vorgelesen bekommen als ihr Kinder wart?" sie warf allen einen vielsagenden Blick zu "Das ist aus Schneewittchen, als sich die Königin beim Sticken in den Finger gestochen hat." das war des Rätzels Lösung, nun fiel es auch Megan wie Schuppen von den Augen "Natürlich warum bin ich denn nicht gleich darauf gekommen." sie schüttelte den Kopf und probierte es gleich mal aus, aber es passierte nichts, der Ordner ließ sich nicht öffnen "Ok das war es nicht, Meg denk nach." murmelte sie und versuchte es erneut dieses mal aber in Hawaiianisch, ihre Finger flogen über den Touchscreen und tippten ein Wort in das Password Fenster "Wenn es das nicht ist dann weiß ich auch nicht weiter.".
"Haukea was soll das heißen?" Danny konnte man das Fragezeichen über dem Kopf regelrecht ansehen "Das bedeutet Schneeweiß, in diesem Fall bezieht es sich wohl auf das Märchen Schneewittchen." erklärte Chin mit der Antwort gab sich der Blonde Detektiv zufrieden und schaute wieder auf den Monitor interessiert was der zweite Ordner enthielt.
Mit einem Klick öffnete Megan die Datei die wiederrum einen Ordner enthielt, sie stutzte als sie den Dateinamen las Project: Snow White prangte dort in großen Lettern, sie hatte gewusst das ihre Mutter an einem Brisanten Fall gearbeitet hatte, aber das es ein Navy Geheimprojekt war hatte sie nicht gewusst, dies alles sagte schon der Name aus, den mal dort lesen konnte, das schrie förmlich nach Top Secred.
Jetzt meldete sich Cath zu Wort, die immer noch ihren braunen DINA 4 Umschlag in der Hand hatte " Project: Snow White lese ich heute schon zum zweiten Mal." sie öffnete den Umschlag und legte die Bilder und einige Seiten wo Textzeilen geschwärzt waren auf dem Tisch, dann deutete sie auf die oberste Textzeile wo man den Projektnamen lesen konnte. Steve starrte die Bilder und die Seiten an, im selben Augenblick huschte ihm eine Erinnerung durch den Kopf, er war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht in Afghanistan gewesen sondern den Hesse Brüder auf den Fersen um den halben Erdball herum. Die Nachricht von dem Bombenanschlag auf einen Spähtrupp war trotzdem bis zu ihm durchgedrungen und als das wurde es zu den Akten gelegt und Tod geschwiegen.
"So wie es aussieht war das kein normaler Bombenanschlag." Steve schob die Bilder hin und her, ein Gruppenbild war auch darunter, das was ihm als erstes daran auffiel war die Uniform der Soldaten und das SEAL Abzeichen "Wer schickt bitte ein SEAL Team als Spähtrupp raus? Das ist total unlogisch." er starrte das Bild an "Da musste mehr hinter dem Auftrag stecken." nun öffnete er die Snow White Datei und erstarrte.
"Verdammt." Steve fluchte unterdrückt und gab Kono zu verstehen das sie Megan in sein Büro bringen sollte, denn diese Bilder musste das Mädchen nicht unbedingt ansehen. Es waren Bilder vom Tatort des Anschlages, die Straße glich eher einem Schlachtfeld überall Trümmer, ein ausgebrannter Truppentransporter, ein Humvee lag auf der Seite das Heck komplett weggesprengt und Leichen von mindestens 10 Menschen, darunter 8 Soldaten.
Alle schwiegen geschockt vom Anblick dieses Grauens, so etwas konnten nur Terroristen fertig bringen. "Wann ist das passiert?" Danny schaute sich den Bericht an, den Steve gerade aufgerufen hatte "Vor 2 Jahren laut Bericht, soll ein Selbstmord Attentäter gewesen sein." las er laut vor " War das nicht ganz groß in den Nachrichten und Wochenlang Thema Nummer eins." der Blick des Blonden blieb an Steve hängen "Es hat sich aber nie einer der Terrorgruppierungen dazu bekannt, weder die Talliban noch Al Kaida, das muss noch Tiefer gehen und Annabeth als JAG Anwältin hat so wie es aussieht weiter gegraben und mitten ins Wespennest gestochen, sie muss irgendjemanden aufgeschreckt haben." schlussfolgerte Steve "Und dieser jemand hat einen Auftragskiller beauftragt sie zu ermorden und die Dateien zu beschaffen." ihm wurde in diesem Moment klar das auch Megan in höchster Gefahr schwebte, denn sie war jetzt die einzige die noch etwas darüber wissen konnte.
Als Kono wieder zu ihnen stieß hatte die Gesichtserkennung noch nichts ergeben, jedenfalls lief sie noch von daher war in dieser Sache noch nichts verloren "Sie wartet im Büro, zwar nicht so erfreut, da sie auch wissen wollte das in der Datei steht." die junge Frau konnte Steve gut verstehen, Cath nickte zustimmend "Sie wird es noch früh genug erfahren, denn einer der Toten Soldaten ist ihr Großvater." die dunkelhaarige deutete auf dem Gruppenbild auf einen der Männer "Das eine oder andere wird sich wissen, aber nicht die wirklichen Umstände und daran muss ihre Mutter gearbeitet haben an der Wahrheit über diesen Vorfall." So diskutierten sie noch eine Weile hin und her bis sich Chaterin verabschiedete, denn sie musste wieder auf den Flugzeugträger wo sie Stationiert war.
"Lassen wir es für heute gut sein." meinte er und schaute zu seinem Büro hinüber wo Megan immer noch wartete, sein Team nickte zustimmend denn es dämmerte bereits, die Zeit war wie im Fluge verfangen. Max würde sicher Morgen seinen Bericht abliefern so dass sie hoffentlich ein Stückchen weiter kamen.
"Alles klar Boss." nickte Chin zustimmend "Noch jemand Lust auf ein Bier und Shrimps bei Kamekona?" sein Blick machte die Runde "Klar warum nicht." Kono war von der Idee begeistert so wie Danny, immerhin machte der große Hawaiianer die besten Shrimps, laut seiner Aussage und köstlich waren sie allemal. Megan nahmen sie kurzerhand mit, denn etwas Abwechslung konnte nie schaden, so saßen sie 10 Minuten später alle bei Kamekona am Shrimp Truck und ließen es sich schmecken, so konnte man einen Tag voller Ereignisse gut ausklingen lassen, eine Stunde später trennten sich alle und fuhren nach Hause.
Steve hatte sich den Tablet PC mitgenommen um die E-Mail zu lesen die an ihn Adressiert war, in seinem Haus angekommen legte er ihn auf den Arbeitstisch seines Vaters. Megan war die ganze Fahrt über sehr still gewesen, all das heute hatte sie Nachdenklich gemacht "Meine Mom hat ziemlichen Mist gebaut oder?" fragte sie vorsichtig und schaute zu Steve auf der ein ebenso Nachdenkliches Gesicht hatte. Er nickte, denn anlügen wollte er sie auch nicht "Wir bekommen schon heraus wer für all das verantwortlich ist und dann kommt derjenige ins Gefängnis für sehr lange Zeit." er versuchte ihr einen Aufmunternden Blick zu, zu werfen das ging zwar etwas in die Hose entlockte dem Mädchen aber ein winziges lächeln "Und ich soll so lange ein Braves Mädchen sein und keinen Mist bauen." sie hatte den Nagel auf den Kopf getroffen so dass er schmunzeln musste "Ja das wäre vorteilhaft." meinte er und scheuchte sie dann nach oben damit sie ihre Hausaufgaben machen konnte, denn die waren an diesem Nachmittag auf der Strecke geblieben.
Jetzt konnte er sich dem Tablet zu wenden, schaltete es ein, suchte sich die Email heraus und öffnete sie, er wusste selber nicht warum aber sein Herz und Pulsschlag erhöhten sich als er auf die geöffnete Mail schaute, sie war ein Spiegel dessen was sie heute in der geöffneten Datei gefunden hatten und an ihn ganz Persönlich gerichtet.

Steve,
es tut mir leid dass du es auf diese Weise erfahren musst, aber ich brauche Deine Hilfe. Ich habe Mist gebaut und das gewaltig, Du bist der einzige an den ich mich wenden kann. Es geht um den Fall an dem ich Arbeite, hast Du schon einmal von dem Project Snow White gehört? Sicher nicht aber bestimmt von dem Bombenanschlag in Afghanistan von vor zwei Jahren, auf eine Einheit die als Spähtrupp ausgesendet worden war, laut Bericht hat niemand überlebt, wenn man dem Glauben schenken kann.
Ich glaube nicht daran, weil mir meine Recherchen etwas anderes gesagt haben, die Einheit die man da runter geschickt hat waren keine Kundschafter sondern ein SEAL-Team. Um genau zu sein SEAL-Team 12 mit einem Spezial Auftrag von dem nur eine Hand voll Leute gewusst haben.
Die Leute die für diesen Auftrag verantwortlich sind wollen alles vertuschen, es muss einen Maulwurf in unseren eigenen Reihen geben, ich bin ihm wahrscheinlich schon dicht auf den Fersen zu dicht für seinen Geschmack. Vor einer Woche bin ich auf das Festland geflogen um einen Informanten zu treffen, er ist nicht aufgetaucht, man hat ihn einen Tag nach meiner Ankunft Tod aufgefunden, Kopfschuss.
Das NCIS-LA untersucht diesen Mord, da mein Informant ein Marine war, er hat im Nachrichtendienst gearbeitet und ist so an die Informationen gekommen die er mir geben wollte. Die vom NCIS-LA haben mich auch befragt, ich habe ihnen alles gesagt was ich wusste in der Hoffnung dass sie mir mit meinem Fall weiterhelfen können.
Steve es war kein einfacher Bombenanschlag, das war ein abgekartetes spiel in dem 8 Männer ihr Leben lassen mussten. Dieser Spezialauftrag war ein Gefangenen Transport getarnt als Spähtrupp, ich weiß aber nicht wen sie in die USA überführen sollten
Es gibt noch etwas was du für mich tun musst, für den Fall das mir etwas zu stößt, pass auf meine Tochter auf und finde ihren Vater, sie ist alles was ich noch habe, als anhang habe ich einige Scans eingefügt vieleicht können sie dir bei der Suche helfen.
Annie


Während Steve die Mail las sang er in seinem Stuhl immer mehr in sich zusammen, in was war Annie da nur hinein geraten und was beinhaltete der Anhang ihrer Mail? Mit gemischten Gefühlen öffnete er sie, nicht wissend was darin stand. Er öffnete den ersten Scan, es war Handgeschrieben, Annie's wunderschöne Handschrift würde er überall wieder erkennen. Jetzt wusste er auch wieder woher er sie kannte, sie waren beide in Annapolis auf der Akademie gewesen, hatten zusammen die Grundausbildung gemacht und waren dann verschiedene Wege gegangen, da sie Jura Studieren wollte und das Stipendium bekommen hatte. Seine Augen blieben am ersten Scan hängen, das Datum brachte ihn wehmütig zum lächeln.

31 Oktober 1996;15:00 Uhr Annapolis
Es ist Halloween, wir haben tatsächlich Ausgang bekommen und ich werde heute Abend zusammen mit Steve auf eine Halloween Party gehen, ich bin gespannt ob ihm mein Kostüm gefällt. ich freue mich schon total darauf, mal sehen was er für ein Kostüm trägt oder ob er alle unsere Pläne über den Haufen wirft und sich wie jedes Jahr Chucky aus der Videothek ausleiht, ist zwar nicht so mein Film, aber wenn er ihm gefällt und es so etwas wie eine Tradition ist ihn an Halloween zu schauen dann spiele ich mit. Oder erst Party dann Film, mal sehen was der heutige Abend so bringt.


In seinem Gesicht spiegelten sich alle seine Momentanen Gefühle wieder, schmerz, Trauer, Wut und Hilflosigkeit. Steve hatte das Gefühl als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen und ihn einfach fallen lassen.
Er hatte nicht bemerkt das er einen Beobachter hatte, Megan war noch einmal runter gekommen um sich etwas zum trinken aus der Küche zu holen, hatte dann auf dem Rückweg einen Blick ins Arbeitszimmer riskiert und war wie angewurzelt stehen geblieben. In den letzten zwei Tagen hatte sie Steve als Energie geladenen fröhlichen Menschen kennen gelernt der auch gerne mal einen Scherz auf den Lippen hatte, aber jetzt war er das genaue Gegenteil davon, etwas hatte ihn bis ins Mark erschüttert um ihn nicht auf sich aufmerksam zu machen schlich sie wieder die Treppe hinauf in ihr Gästezimmer und schloss leise die Tür hinter sich.

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   Do Feb 06, 2014 5:31 pm

Und ab in die vierte Runde meiner Fanfic  *big smile* , es geht turbulent zu, traurig und Nerven aufreibend. Falls ich unseren Steve zu sehr leiden lasse sagt es und ich fahre einen Gang runter. Zwinker Wünsche euch viel spaß beim lesen und Feedback geben 



Kapitel 4: Project: Snow White!


Zwei Wochen später wurde der Leichnam endlich von der Pathologie freigegeben, nun konnte Megan ihre Mutter im Familiengrab auf dem Militärfriedhof beerdigen.
Annabeth Monroe wurde mit allen Ehren beigesetzt, viele waren gekommen um Abschied zu nehmen, Kammeraden aus dem JAG-Team ihrer Mutter, Bekannte aus der Nachbarschaft und das Komplette Five-O Team, selbst die Freundin von Steve Catherine Rollins war gekommen.
Ein Kollege aus dem JAG-Team hielt eine wunderbare Trauerrede "Annie war eine tolle Kameradin, eine wunderbare Frau und eine Mutter mit dem Herzen einer Löwin. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für uns alle, besonders für ihre Tochter, die bisher alles so tapfer gemeistert hat. Niemand wird ihr die Mutter ersetzen können, niemand je ganz den Schmerz nehmen können..."
Megan hörte diese Worte wie durch einen Schleier, die ihre Mutter so sehr lobten und klar machten was für ein Wertvoller Mensch so brutal aus dem Leben gerissen worden war. Nach der Rede folgten drei Salut Schüsse und das übergeben der Fahne, sie hatte die ganze Zeit versucht die Tränen zu unterdrücken, aber als sie die Flagge überreichten brachen die Dämme und die Tränen liefen ihr die Wangen hinunter, danken nickte sie, nahm die gefaltete Fahne und drückte sie an ihre Brust froh darüber das Steve, Catherine und die Anderen da waren.
Nach der Beisetzung machten sich alle auf den Rückweg, auf dem Parkplatz liefen sie einen Blonden Hochgewachsenen Mann in die Arme der dort neben Steve seinem Silverado stand und auf irgendjemanden zu warten schien. Megan ließ sich etwas zurückfallen und starrte den Typen nur angewidert an, das er es tatsächlich gewagt hatte hier her zu kommen, seid ihre Mutter Tod war hatte sich dieser Mistkerl nicht gemeldet und jetzt tauchte er ausgerechnet auf ihrer Beerdigung auf.
"Was wollen Sie hier und wer sind sie?" Steve wusste nicht warum, aber der Kerl war ihm unsympathisch und sein Beschützerinstinkt schaltete sich im selben Moment ein, irgendetwas war an ihm das er überhaupt nicht mochte und Megan schon gar nicht, die nun hinter ihm stand und den Fremden mit Blicken zu töten versuchte.
"Mein Name ist Joshua Stone, der Ex Lebensgefährte von Annie und ich bin hier um Megan mit zu nehmen." er machte schon Anstalten nach dem Mädchen zu greifen, diese wich angewidert zurück und verschanzte sich hinter Cath, im selben Moment kamen Kono, Danny und Chin dazu, hielten sich aber noch im Hintergrund.
"Was gibt ihnen das Recht sie mit zu nehmen?" er musterte den Blonden kurz und entschloss das er der Typ Bürohengst und Sesselpupser war den Rest verkniff er sich denn das ging weit unter die Gürtellinie. " Ich bin ihr Vormund." gab der Blonde lässig zurück "Annie hat mich als Vormund einsetzen lassen für den Fall ihres Todes."Davon hatte Megan nichts gewusst erschrocken starrte sie ihn an und klammerte sich an der dunkelhaarigen Frau fest "Cath ich will nicht mit ihm gehen, ich mag ihn nicht." das Mädchen war blass geworden und zitterte am ganzen Körper, sie hatte Josh nie gemocht und hatte nie verstanden was ihre Mutter an diesem Schleimer fand, er war einfach nur widerlich bis zu dem Tag als ihre Mom ihm den Laufpass gegeben hatte, da sie ihn inflagranti mit ihrer Assistentin erwischt hatte.
Steve hob eine Augenbraue als er das sagte, das war ja interessant zwei Wochen nach ihrem Tod tauchte dieser Typ auf und behauptete Dinge die er nicht glaubte "Haben sie das auch Schriftlich und Anwaltlich beglaubigt?" seine Stimme war kalt und stellte klar das er Megan sicher nicht freiwillig hergeben würde "Und so wie ich das sehe ist Megan nicht sehr begeistert davon und sie ist alt genug um selber zu entscheiden." seine ganze Körperhaltung gab zu verstehen das er nicht nachgeben würde egal was passierte.
Wie auf Bestellung tauchte Gouverneur Sam Denning auf dem Parkplatz auf, er war auch zur Beisetzung gekommen um Annie die letzte Ehre zu erweisen, das war er ihr als Gouverneur von Hawaii und guter Freund schuldig gewesen.
"Was ist hier los?" der große Afroamerikaner schaute sich die ihm bietende Szene an, Steve erklärte ihm in drei Sätzen was Sache war, dieser nickte und zückte sein Handy "Einen Moment bitte das lässt klären." er tippte eine Nummer ein und am anderen Ende der Leitung Meldete sich seine Sekretärin "Polly könnte sie etwas für mich überprüfen, eine Vormundschaft die ein Gewisser Joshua Stone für Megan Monroe haben soll." wies er sie an "Natürlich Gouverneur, einen Augenblick bitte." das Klappern der Tastatur summte in seinem Ohr und eine Minute später meldete sie sich wieder " Ich konnte nichts derartiges finden, keinen Antrag für eine Vormundschaft oder dergleichen." gab die junge Frau am anderen Ende wieder "Danke Polly." beendete Dennings das Telefonat, dann wandte er sich wieder an Joshua Stone.
"Es liegt kein Antrag für eine Vormundschaft vor, also würde ich ihnen raten sich zu entfernen oder ich muss sie wegen Belästigung verhaften lassen und noch etwas kommen sie dem Mädchen nie wieder zu nahe, Annie hätte sie nie als Vormund für ihre Tochter eingesetzt und das wissen sie." gab er kalt zu verstehen. Wutschnaubend verließ er den Friedhof, er würde schon bekommen was er wollte früher oder später, es war ihm egal wie, Hauptsache er bekam es.
"In einer Stunde in meinem Büro, unter vier Augen." Denning starrte Stone verächtlich hinter her ehe er sich zum gehen wandte "Wir haben etwas zu besprechen Commander." dann richtete er das Wort an Megan "Mein Herzlichstes Beileid zum Verlust deiner Mutter." seine Stimme war nun etwas sanfter geworden "Du kannst so lange bei Commander McGarrett bleiben bis ein Verwandter gefunden ist, es ist alles geregelt." .
Sie nickte dankend unfähig in diesem Moment etwas zu sagen, froh darüber das sie trotzallem nicht alleine war. Cath hatte ihr sanft den Arm um die Schultern gelegt und schob sie zum SUV hinüber damit sie einsteigen konnte. Steve nickte dem Gouverneur zu und versicherte ihm dass er da sein würde um sich das anzuhören was er zu sagen hatte.
Eine Stunde später, Steve betrat gerade das Büro von Gouverneur Sam Denning "Setzen sie sich Commander." forderte er ihn auf "Es gibt einiges was sie über Project Snow White wissen sollten." setzte er an und wartete das sich der Dunkelhaarige setzte. Nach dem er sich gesetzt hatte begann der Gouverneur zu erzählen " Einen Teil haben sie ja schon bekommen, den der auf Annabeth Laptop war, das war aber nur ein Teil, es gibt noch ein Video von der Mission." Steve riss die Augen auf "Ein Video.".
Denning nickte "Ja die Aufnahmen wurden von einer der Helmkameras gemacht und eine Kopie davon ist in meinem Besitz. Diese Mission war, wie sie ja sicher schon wissen, keine Ausspähaktion sondern ein Gefangenen Transport, ein Russischer Waffenhändler sollte in die USA überführt werden damit er sich vor dem Kriegsgericht verantworten kann." er machte eine Pause um seinen Gegenüber die Chance zu geben zu antworten "Von wem haben sie die Kopie?" wollte Steve wissen, irgendwie hatte er schon eine ungute Vorahnung "Annabeth hat sie mir gegeben, ich weiß nicht wie sie daran gekommen ist, sie ist auch mit dem NCIS-LA in Kontakt getreten, die einen Fall von einem getöteten Marine untersuchen, es scheint als ob beide Fälle auf das gleiche hinauslaufen.".
Bei jedem Wort wurden seine Augen immer größer " Das NCIS-LA hat sie auch in einer E-Mail erwähnt im Zusammenhang mit einen Bombenanschlag auf ein SEAL Team und das war nicht irgendeines, es war Team 12 welches eigentlich nicht existieren dürfte. Ich meine das Team ist eine Legende, das waren Geschichten die man sich während meiner Ausbildung erzählt hat. Dieses Team war auch verantwortlich für die Überführung habe ich recht." er sah den Gouverneur eindringlich an und wartete auf eine Reaktion "Vermutlich, aber ich weiß selber nichts genaues nur das was Annabeth mir vor ihrem Abflug letzte Woche gesagt hat, sie wollte noch einmal nach LA um dort mit dem NCIS Team zu reden und da war noch etwas." er kramte als er das sagte in einer Schublade seines Schreibtisches förderte einen schlichten braunen Umschlag zu Tage und einen kleinen unscheinbaren Schlüssel "Das hat sie mir gegeben, der Schlüssel gehört zu einem Schließfach." er übergab Steve beides, lehnte sich schwer in seinem Stuhl zurück "So etwas hat niemand verdient, sie war eine verdammt gute Anwältin man hat sie nicht umsonst die Eiserne Lady genannt." nun schmunzelte er etwas da es voll auf sie zutraf selbst Steve konnte das nicht verneinen.
"Da haben sie recht Gouverneur." er nickte ihm zu und machte Anstalten sich zu erheben um wieder an die Arbeit zu gehen, denn dieser Fall bedurfte keinen Aufschub sondern eine schnelle Lückenlose Aufklärung und das so schnell wie nur irgend möglich.
"Ich werde mich mit dem NCIS-LA in Verbindung setzen und um Mithilfe bei diesem Fall bitten, es kann nicht schaden noch ein Team hinzu zu ziehen, wer weiß was noch alles passiert und sie kümmern  sich mit ihren Leuten um den Rest, finden sie heraus wer dahinter steckt und wer noch alles damit zu tun hat." schon griff er nach dem Hörer, nickte verabschiedend und wählte dann die Nummer von Henrietta 'Hatty' Lange.
Steve nickte und verließ das Büro tief in Gedanken versunken, was mochte in den Umschlag sein und in dem Bankschließfach? Kurzerhand zückte er sein Smartphone, rief sein Team zusammen das sie in dreißig Minuten im Hauptquartier sein sollten zum Breefing.
Zur gleichen Zeit im McGarrett Home, Cath kümmerte sich um Megan die immer noch total verstört war, sie wollte nichts Essen und nichts trinken, sie hockte seid sie wieder im Haus waren draußen am Strand und starrte auf den Pazifik hinaus. Einige Zeit später setzte sich Catherine zu Megan um ihr Gesellschaft zu leisen, reichte ihr eine der beiden Wasserflaschen die sie mit gebracht hatte, schweigend nahm sie eine öffnete sie und trank einen Schluck, dann schaute sie zu Cath "Meinst du sie finden meinen Vater?" ihr Blick war fragend und zugleich voller Hoffnung "Da bin ich mir ganz sicher, weißt du etwas über ihn? Irgendetwas was weiterhelfen kann." sie wusste das es schwer für das Mädchen werden würde über den Mann zu reden der sie gezeugt hatte und dann im nichts verschwunden war.
"Nicht viel, nur das was meine Mutter mir erzählt hat und das ist mehr als dürftig." sie überlegte einen Moment ehe sie weiter sprach "Irgendwie ist sie nie wirklich darauf eingegangen, sie sagte immer nur wenn ich alt genug bin erzählt sie mir wer mein Vater ist und dann sind wir vor zwei Jahren hier her gezogen." ihr Blick wanderte wieder an den Horizont wo gerade die Sonne im Meer versank "Ich weiß nicht einmal wie er aussieht geschweige denn wie er heißt da ist nichts nur das meine Mom mal erwähnt hat das ich ihm in einigen Dingen sehr ähnlich bin , die Frage ist nur worin und das ich seine Augen hätte." sie zuckte leicht mit den Schultern und nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche "Wenn ich mir meinen Vater aussuchen könnte dann würde Steve ganz oben auf meiner Hitliste stehen."Catherine staunte als Megan das sagte und sie ansah "Wow ok bist du dir sicher, ich meine ob er sich dazu eignet?" Cath konnte sich Steve so überhaupt nicht als Vater vorstellen zum Glück war das nur eine Idee von dem Mädchen gewesen.
Mittlerweile war Megan aufgetaut, das Reden mit Catherine tat ihr gut und so konnte sie die Dinge vom Vormittag und das Ereignis auf dem Parkplatz für eine Weile vergessen. "Weißt du was er gemacht hat als er mich vor zwei Wochen mit hier her genommen hat." sie stellte ihre Flasche in den Sand und schaute sie wieder an "Er hat mir einen Schrank voll McGarrett Hausregeln aufgetischt ohne mit der Wimper zu zucken." jetzt musste die Dunkelhaarige schmunzeln, das war Steve, in seinem Haus war er der Boss und alles hatte nach seiner Nase zu tanzen, mehr oder weniger jedenfalls. "Hast du Hunger?" Cath schaute sie an denn sie meinte ein leises grummeln gehört zu haben, denn seit dem Morgen hatten sie beide nichts mehr gegessen "Ein bisschen." gab Megan zu und schaute sie verlegen an "Ok was möchtest du kochen oder etwas bestellen?" sie überlegte einen Moment "Bestellen.".
Im Five-O Hauptquartier glühten die Leitungen, alle arbeiteten auf Hochtouren als Steve durch die Tür trat "Der Gouverneur hat Kontakt mit dem NCIS-LA aufgenommen, auf dem Festland arbeiten sie an dem gleichen Fall wie es scheint." er baute sich vor seinem Team auf um sie auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen, denn Verstärkung konnten sie brauchen und einen Informationsfluss der nicht so schnell versiegte. Dann legte er den kleinen Schließfachschlüssel auf den Tisch "Chin versuche herauszubekommen zu welcher Bank und welchem Schließfach dieser Schlüssel gehört." Chin nickte "Alles klar Boss." sogleich machte er sich an die Arbeit um herauszufinden zu welcher Bank der Schlüssel gehörte.
Während Chin nach der Bank suchte hatte Steve sich in sein Büro zurückgezogen er starrte den Umschlag, der auf seinem Schreibtisch lag eine Weile lang an öffnete ihn jedoch nicht, irgendetwas hielt ihn davon ab, dann klingelte sein Telefon, hartnäckig vibrierte es auf der Tischplatte bis er danach griff "McGarrett." am anderen Ende meldete sich der Gouverneur "Es ist alles in die Wege geleitet, das Team kommt morgen um Zehn Uhr auf dem Honolulu Flughafen an." jetzt trat er aus seinem Büro um seinem Team Bescheid zu sagen "Danke Gouverneur wir werden sie Morgen pünktlich vom Flughafen abholen." damit beendete er das Gespräch und wandte sich an sein Team "Ab Morgen sind wir dann 4 Leute mehr, seid nett zu ihnen, Chin hast du was gefunden." er schaute den Hawaiianer an der nickte und dann ein Bild auf den großen Monitor warf "Der Schlüssel gehört zu einem Schließfach der First Hawaiian Bank, da werden wir heute nichts mehr erreichen die hat für heute geschlossen." ein Blick auf seine Armbanduhr sagte Steve das Chin recht hatte "Ok dann vertagen wir das und machen Schluss für heute." ordnete er an und schickte alle nach Hause.
Dreißig Minuten später fuhr er auf den Parkplatz, stellte den Motor ab, griff nach dem Umschlag auf dem Beifahrersitz, dieses Rätselhafte Stück Papier was in diesem Umschlag stecken mochte gab ihm zu denken. So in Gedanken vertieft sperrte er die Haustür auf und hätte fast Cath über den Haufen gelaufen, die gerade im Begriff war zu gehen "Hey Steve pass doch auf." er schaute auf seine Freundin hinunter "Sorry ich war in Gedanken, der Fall weißt du und das von heute Vormittag." entschuldigend sah er sie an, legte dann den Umschlag auf den Wohnzimmertisch und umarmte sie fest "Was macht die Kleine?" seine Stimme klang etwas belegt, er machte sich Sorgen um das Mädchen "Ihr geht es besser, sie ist oben und schläft. Schon irgendetwas neues?" sie löste sich etwas aus seiner Umarmung "Nein nicht viel, wir bekommen Verstärkung aus LA, das Team kommt Morgen an." erklärte er ihr kurz die Sachlage des Falls, sie nickte "Das hört sich doch schon mal sehr gut an. Ich muss dann auch langsam zurück, wir laufen Morgen früh aus." sie seufzte leicht, am liebsten wäre sie noch geblieben aber die Pflicht rief und sie musste folgen "Ruf mich an wenn du was neues weißt." Catherine verabschiedete sich mit einem Kuss und fuhr dann los um es nicht noch schwerer zu machen.
Steve blieb noch einen Moment unschlüssig im Wohnzimmer stehen dann stieg er die Treppe in den ersten Stock hoch, er riskierte einen Blick in das Gästezimmer, welches Megan bewohnte und stellte beruhigt fest das sie tatsächlich tief und fest schlief, jedenfalls etwas und jemand der schlafen konnte. Mit dem Ansatz eines Lächelns zog er sich ins ein Schlafzimmer zurück, schlaf würde ihm jetzt auch gut tun, aber vorher noch eine kleine Bettlektüre.
In den letzten zwei Wochen waren Annies Tagebuch Scans seine Abendliche Bettlektüre gewesen, er wusste nicht wieso aber diese Scans zogen ihn an wie ein Magnet, das er nicht aufhören konnte zu lesen, die Handgeschriebenen Zeilen weckten Erinnerungen in ihm schöne und welche die nicht so schön waren.
Eine dieser Erinnerungen war die Halloween Nacht die sie im ersten Scan beschrieben hatte, an viel konnte er sich nicht erinnern, aber an das was er noch wusste dafür umso besser und das jagte ihm einen heißkalten Schauer über den Rücken. Die Party war ziemlich feucht fröhlich gewesen, der Alkohol in rauen Mengen geflossen und die Stimmung immer ausgelassener geworden, danach war alles verschwommen und Bruchstückhaft vorhanden.
"Verdammt!" mit einem Satz sprang er aus dem Bett, tigerte aufgebracht im Zimmer auf und ab, was war damals in dieser Nacht passiert? Er zermarterte sich sein Hirn versuchte die Bruchstücke zu einem ganzen zusammen zu fügen. Ok da war eine Menge Alkohol gewesen, Annie in einem sexy Vampir Kostüm, immer noch eine Menge Alkohol, ein gehöriger Filmriss, ein fürchterlicher Kater am Tag danach und das schlimmste an der ganzen Sache war nur eines gewesen, das er mit seiner besten Freundin im Bett gelandet war mit gefühlten zwei Promille Alkohol im Blut. All diese Gedanken und Erinnerungen ließen seine Gefühle Achterbahn fahren, Herz und Pulsschlag veranstalteten ein Wettrennen und dann war da noch etwas, etwas das sich langsam in ihn ausbreitete, langsam und unaufhörlich. Es war Angst pure nackte Angst, vor sich selber, dem was passieren könnte oder schon passiert war, vor dem Umschlag auf der Kommode und was er beinhaltete.
In diesem Moment fühlte er sich Hilflos, haltlos, allein mit dem Chaos in sich und um sich herum, tief seufzend ließ er sich auf die Bettkante sinken stützte sein Gesicht in die Hände, versuchte sich zu beruhigen um einen klaren Gedanken fassen zu können. Als er den Kopf hob heftete sich sein Blick wieder an diesen Umschlag der Unschuldig dort drüben lag. Sollte er ihn öffnen, sollte er nicht? Er schalt sich einen Dummkopf, er war ein SEAL ausgebildet sich in jeglicher Situation, egal wie, wann und wo unter Kontrolle zu haben und zu stellen. Mit einem verächtlichen schnauben erhob er sich und stapfte entschlossen zur Kommode hinüber, griff nach dem Umschlag, löste die kleine Klammer, öffnete ihn und zog eine DINA vier Seite, die verdächtig nach einem Dokument aussah heraus.
Seine Nacht was kurz und unruhig gewesen, mürrisch, müde und total verspannt pellte er sich aus dem Bett, schlurfte ins Badezimmer und verpasste sich eine Eiskalte Dusche, der Bick in den Spiegel verhieß nichts Gutes, er hatte dunkle Ringe unter den Augen, war unrasiert und sah alles in allem total beschissen aus ein toller Start in den Tag. Unten in der Küche hörte er ein leises klappern also war Megan auch schon wach und machte scheinbar Frühstück. Eine Stunde später, nach dem Megan ihm zum Hundertsten mal gesagt hatte das er wirklich bescheiden aussah und das war noch echt nett ausgedrückt, setzte er sie an der Schule ab, gab ihr die üblichen Instruktionen "Ruf an wenn etwas ist." waren seine letzten Worte ehe er vom Parkplatz auf die Straße fuhr "Jawohl Sir." sie Salutierte und grinste ihn frech an "Nach der Schule gehe ich mit Cinda zum Market Place ist das ok?" er nickte zustimmend, denn verbieten wollte er ihr nicht alles, der Market Place war belebt und voller Menschen da dürfte eigentlich nichts passieren, so hoffte er jedenfalls.
Nachdenklich fuhr er zum Hauptquartier um Danny dort ab zu holen damit sie ihre Gäste in Empfang nehmen konnten, diese würden in gut einer Stunde am Flughafen ankommen. Dieser wartete bereits auf dem Parkplatz "Hey Steve du siehst beschissen aus." war seine Begrüßung, er kletterte auf den Beifahrer sitz und Musterte seinen Freund von oben bis unten "Hast du die Nacht durch gemacht?" dieser schaute ihn nur finster an "Nein habe ich nicht." er startete den Wagen und fuhr los, sie schwiegen eine Weile ehe Danny wieder von neuem begann "Was ist los mit dir, du bist mürrisch, siehst total beschissen aus." er hätte es noch weiter ausführen können aber irgendetwas sagte ihm das er es doch lieber lassen sollte also wechselte er das Thema, sie diskutierten über belanglose Sachen nichts ahnend das dieser Tag noch eine unschöne Wendung nehmen sollte.
Am Flughafen angekommen betraten sie das Flugfeld vom Dilling Airfield wo der Privatjet des NCIS landete, geduldig warteten sie auf ihre Gäste die das Team verstärken sollten "Und Denning meint das sie eine gute Unterstützung sind, das Beste Team was sie auf dem Festland haben." erklärte Steve Danny der ihn die ganze Wartezeit über gelöchert hatte. Dann öffnete der Jet die Tür, lies die Treppe hinunter um die Ankömmlinge heraus zu lassen.
"Ok da sind sie." sie traten auf das Flugzeug zu um sie zu begrüßen, es waren drei Männer und eine Frau "Willkommen auf Oahu, ich bin Lt. Commander Steven McGarrett und das ist Detektiv Danny Williams." er reichte dem Blonden mit dem Army Haarschnitt die Hand "Agent G Callen, Agent Sam Hanna, Agent Kensi Blye und unser LAPD Kontaktmann Marty Deeks." stellte er sein Team vor, der große Afroamerikaner löste sich von der Gruppe und trat auf Steve zu " Hey McGarrett du schuldest mir noch ein Steak." dann folgte eine freundschaftliche Umarmung, als plötzlich Steve's Handy klingelte "Einen Moment bitte." er drehte sich um, schaute auf das Display es war Duke vom HPD "Hey Duke was gibt es?" der ältere Polizist am anderen Ende der Leitung druckste etwas herum "Wir haben gerade einen Anruf von der Kukui High School bekommen, das ein Mädchen entführt worden ist." der Sergeant machte eine kurze Pause und wartete auf Antwort.
Steve wusste nicht warum aber ein ungutes Gefühl beschlich hin als Duke erwähnte wo das Mädchen entführt worden war "Alles klar Duke wir sind unterwegs." er versuchte so ruhig wie Möglich zu klingen als er antwortete "Wir sind schon am Tatort und haben Augenzeugen befragt." der Ältere holte tief Luft "Gibt es schon eine Personenbeschreibung?" fragte Steve, der innerlich immer unruhiger wurde je länger der Polizist mit seiner Antwort brauchte, im Hintergrund hörte er wie Duke einem Kollegen dankte und sich dann wieder zu Wort meldete "Ja haben wir, sie ist sechzehn, lange schwarze Haare, blaue Augen, ca. 1,70 m groß." begann er, als Duke zur Beschreibung der Kleidung kam wurde Steve zum ersten Mal seit seiner Kindheit schlecht, so richtig spei übel dass er das Gefühl hatte sein Magen würde eine dreihundertsechzig Grat Drehung machen. Als er sich wieder herumdrehte sprach sein Gesicht Bände, Danny war sofort alarmiert "Es gibt Arbeit, ein Mädchen ist entführt worden." verkündete er und steuerte Schnurstraks auf seinen Wagen zu.

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   So März 16, 2014 1:21 pm

Nach langen warten gibt es endlich Kapitel 5 zum lesen, ich hoffe das es euch gefällt freue mich immer über Feedback und haltet Handtücher und Kleenex bereit es wird nass uns Softig. Wie immer habe ich ein kleines Bannerchen dazu gebastelt, und nun viel spaß beim lesen.



Kapitel 5: Vaterfreuden!

Steve sprang in den Wagen warf den Motor an, er wartete nicht darauf das ihm jemand folgte, Danny setzte sich auf den Beifahrersitz und schnallte sich vorsorglich an "Das solltet ihr auch tun." riet er dem NCIS Team das hinten im Wagen saß und ihr Gepäck verstaut hatte. Mit quietschenden Reifen raste er vom Dilling Airfield hinunter auf die Straße Richtung Kukui High School.
Er fuhr wie eine besengte Sau, das Blaulicht kreischte, rote Ampeln wurden gepflegt ignoriert so wie der Gegenverkehr das es Danny langsam angst und bange wurde. "Steve könntest du bitte vom Gas runter gehen, wir sind hier nicht alleine." seinen Partner ignorierend bog er an der nächsten Kreuzung haarsträubend ab, fuhr die letzten Kilometer in Rekordzeit um hart bremsend auf dem Parkplatz der Schule stehen zu bleiben.
"Sag mal bist du jetzt vollkommen Irre?" der blonde Cop war kurz vorm platzen "Willst du uns umbringen oder warum fährst du wieder letzte Mensch." als Steve ihn ansah machte es plötzlich Klick in seinem Kopf, als er die Tasche in Sergeant Dukes Hand sah, da wurde ihm klar warum sein bester Freund gefahren war wie eine alte Wildsau auf der Flucht. Mit langen Schritten trat er auf den älteren zu "Was können sie mir sagen Duke?" er rückte unbewusst das Waffenholster an seiner Hüfte zurecht, wartete auf eine Antwort "Wir haben einen Schülerausweiß in ihrer Tasche gefunden Steve, das Mädchen welches entführt wurde ist Megan, die Beschreibung passt." der Dunkelhaarige nickte versuchte nicht die Fassung zu verlieren "Gab es irgendwelche Zeugen?" der ältere Cop deutete auf eine Frau Mitte dreißig die neben einer Beamtin auf der Treppe saß "Kimberly Jones, sie ist die Lehrerin von Megan. Sie kam gerade an als sie in den Wagen gezerrt worden ist." Steve nickte und trat auf die Treppe zu "Kimberly Jones? Ich bin Commander Steven McGarrett Five-O." stellte er sich vor "Können sie mir sagen was sie gesehen haben." die Lehrerin schaute auf " Es ging alles so schnell, ich bin gerade aus meinem Wagen gestiegen als dieser Kerl sie in eine schwarze Limousine gezerrt hat, auf jeden Fall ist sie nicht freiwillig mit gegangen, sie hat sich gewehrt und einen Außenspiegel zertreten." sie kramte nach einem Kleenex um sich die Nase zu putzen "Können sie den Wagen beschreiben und den Fahrer?" Steve versuchten so behutsam wir nur irgend möglich vor zu gehen.
Danny hatte begonnen sich den Tatort zu untersuchen, nach dem Steve ihm ein Zeichen gegeben hatte, das NCIS Team war auch nicht untätig und half beim befragen der wenigen Augenzeugen, vielleicht hatte ja irgendjemand etwas mit dem Handy Fotografiert oder gefilmt. Der Blonde Detektiv hatte sich schwarze Einweg Gummihandschuhe angezogen und begutachtete die Überreste des Spiegels die am Boden lagen, er drehte ein Spiegelsplitter in seiner Hand und tütete dann diesen und den Rest des Spiegels ein als er an einem kleinen roten Fleck hängen blieb, war das Blut? Er winkte einen von der Spurensicherung heran und lies sich ein Tupfer Set geben, er nahm einen abstrich und träufelte etwas Luminol darauf sofort verfärbte sich der Tupfer blau.
Derweil hatte Steve herausbekommen das der Wagen eine schwarze Mercedes Limousine war, scheinbar ein Leihwagen über den Fahrzeugverleih konnten sie vielleicht herausfinden wer den Wagen gemietet hatte, er zog sein Handy aus der Tasche und rief Kono an. Im selben Moment rief Danny nach ihm "Hey Steve ich habe Blut gefunden." der angesprochene drehte sich in seine Richtung , beendete das Gespräch, kam zu ihm hinüber, hockte sich hinunter und betrachtete die Überreste des Spiegels und den Tupfer "Lass das von Fong Analysieren, vielleicht ist es ja Blut vom Täter:" er hoffte das es nicht von Megan war, aber laut Aussage der Lehrerin könnte es auch ihres sein da sie sich gegen ihren Entführer gewehrt hatte und sich dabei verletzt haben konnte.
Zur gleichen Zeit weit außerhalb von Honolulu, irgendwo in der Nähe der Waimea Falls mitten im Hawaiianischen Busch. Der SUV fuhr einen dreckigen, schlammigen, durch den letzten Regen völlig aufgeweichten, Weg zu einer abgelegenen Jagdhütte hinauf, die Limousine hatten sie irgendwo in der Stadt auf einen Parkplatz abgestellt und den Wagen gewechselt. Megan hockte auf der Rückbank neben ihr ein Möchtegern Gorilla, dem sie ordentlich eine verpasst als er sie versucht hatte in die Limousine zu ziehen und dem Außenspiegel gleich eine mit, als sie um sich getreten hatte. Doch eines hatten beide nicht bemerkt und das war Glück für Megan, denn das Smartphone in ihrer Hosentasche würde ihr sicher noch helfen, vorausgesetzt es war ein Sendemast in der Nähe.
Ihr Kopf fuhr hoch als der Wagen anhielt, der Blick aus dem Fenster sagte ihr das sie mitten im Busch waren, dann wurde die Tür geöffnet und sie aus dem Fond des Wagens geschoben oder eher geschubst das sie strauchelnd zum stehen kam. Wütend starrte sie die beiden Männer an der eine groß und Blond und der Andere glich einem Kojack verschnitt unsanft wurde sie zur Hütte dirigiert und dort in einem Raum eingesperrt "Damit wirst du nie durchkommen." sie erdolchte den Blonden mit ihren Blicken förmlich "Steve lässt sich auf so etwas niemals ein." er lachte kurz auf " Das werden wir ja sehen." er grinste dreckig und versperrte die Tür, sie hörte das Klicken als der Schlüssel im Schloss herumgedreht wurde, dann war es still, Megan hörte durch die Tür nur dumpfes Flüstern, die beiden schienen etwas zu besprechen sie konnte aber nicht verstehen was.
Stadtdessen schaute sie sich im Raum um, dort gab es ein Feldbett, etwas das nach einer Kommode oder dergleichen aussah, einen klapprigen Tisch nebst ebenso klapprigen Stuhl und ein Blindes total verdrecktes Fenster. Sie trat auf das Fenster zu, versuchte den Dreck und Staub von der Scheibe zu wischen um einen Blick nach draußen erhaschen zu können, mehr schlecht als recht gelang es ihr ein kleines Guckloch in den Dreck zu reiben um hinaus zu spähen "Na toll mitten im Nirgendwo und es regnet wieder." sie hörte das stetige prasseln von Regentropfen auf das Wellblechdach der Hütte.
Dann fiel ihr das Smartphone in ihrer Tasche ein, sie zog es heraus und schaltete es ein "Bitte lass mich empfang haben." betete sie stumm vor sich hin als das Gerät nach einem Netz suchte, ein leises ping sagte das es ein Netz gefunden hatte, also war ein Sendemast in der Nähe "Ja sehr gut." sie musste ihre Freude leicht unterdrücken, dann suchte sie die Handykamera heraus um aus ihrem freigewischten Guckloch ein Bild zu machen, in der Hoffnung das einer vom Five-O Team die Gegend hier kannte.
Sie hatte gerade das Bild geschossen als es hinter ihr an der Tür klapperte, erschrocken schob sie ihr Smartphone in die Hosentasche und humpelte zum Feldbett hinüber um sich dort hin zu setzen. Leise fluchend ließ sie sich auf das wackelige Teil sinken und betrachtete ihren Fuß, der behelfsmäßige Verband war durch geblutet und klebte wahrscheinlich an der Schnittwunde, der Typ war echt zu blöd gewesen einen richtigen Verband an zu legen, jetzt würde die Wunde beim Wechsel wieder aufreißen. Als sich die Tür öffnete stand Joshua Stone im Rahmen und schaute sie an, er hatte einen Verbandkasten, ein Sandwich und eine Flasche Wasser in der Hand. Sandwich und Wasserflasche legte er auf den klapprigen Tisch, dann trat er auf sie zu, Megan sprang angewidert auf und brachte Abstand zwischen sie beide "Fass mich nicht an." ihre Stimme war kalt und ließ vernehmen das sie keine Angst vor ihm hatte "Ich will mir nur dein Bein ansehen." versuchte der Blonde sie zu beschwichtigen "Komm ja nicht näher du widerlicher Mistkerl." warf sie ihm an den Kopf und rückte immer weiter auf die andere Zimmerseite.
"Wenn der Verband nicht gewechselt wird, dann entzündet sich die Wunde." Megan erdolchte ihn förmlich mit ihren Blicken "Ich bin geimpft und wechseln kann ich das selber." gab sie ihm zu verstehen und forderte den Verbandkasten, den er ihr aber vorerst nicht aushändigte "Was willst du überhaupt von mir?" sie presste sich an die Holzwand in ihrem Rücken und starrte ihn unentwegt an "Von dir nichts, du bist nur mein Pfand damit ich bekomme was ich will." er knallte den Kasten auf den Tisch und stapfte aus dem Raum, versperrte die Tür um in den vorderen Teil der Hütte zu gehen, denn er musste ein dringendes Telefonat führen. Erleichtert atmete Megan aus griff sich den Verbandskasten, öffnete ihn und holte alles was sie brauchte heraus um ihre Verletzung zu versorgen, danach vergewisserte sie sich das sie niemand hören konnte und zog wieder ihr Telefon aus der Hosentasche, schnell hatte sie einen SMS mit dem Bild getippt und drückte nun auf versenden.
"Bitte bitte lass es funktionieren." betete sie wie ein Mantra vor sich hin während die kleine Sanduhr auf dem Display ablief, ein ping bestätigte das ihre Nachricht erfolgreich gesendet worden war, voller Hoffnung schob sie das Gerät wieder in die Tasche um sich dann dem Essen welches Josh da gelassen hatte zu widmen, denn schwächeln konnte sie sich jetzt nicht erlauben, jedenfalls jetzt noch nicht.
Im vorderen Teil der Hütte hatte Josh die Nummer vom Five-O gewählt und wartete auf das Freizeichen, es dauerte eine Weile bis sich jemand meldete "McGarrett." kam es vom anderen Ende "Commander kommen wir gleich zur Sache, ich habe etwas, das sie bestimmt wieder haben wollen." schnarrte er in das Telefon. Steve sträubten sich die Nackenhaare, denn er ahnte das dieser Mistkerl Megan entführt hatte "Was wollen sie.." setzte er an und wurde gleich unterbrochen "Das wissen sie ganz genau, Annie hat ihnen etwas zukommen lassen habe ich recht, einen Schlüssel für ein Schließfach und ich will den Inhalt dieses Faches." begann er seine Forderungen zu stellen.
Steve gab Chin ein Zeichen den Anruf zurück zu verfolgen, dieser nickte und begann das Signal zu lokalisieren. Er war erst vor einigen Minuten mit seinem Team und dem als LA im Hauptquartier angekommen als er den Anruf erhielt, das er zeitgleich noch eine SMS bekommen hatte, hatte er nicht bemerkt. "Sie haben 4 Stunden um mir diesen Inhalt zu bringen, in einer Stunde melde ich mich mit weiteren Instruktionen." damit war für ihn das Gespräch beendet.
"Kono ich will alles über Joshua Stone haben und zwar alles bis hin zum winzigsten Detail." gab er der jungen Hawaiianerin zu verstehen, diese Nickte und machte sich gleich ans Werk. "Chin hast du ihn orten können." er schaute zu ihm hinüber, dieser schüttelte verneinend den Kopf "Das Gespräch war zu kurz." Steve Fluchte und fuhr sich durch die Haare als sein Handy vibrierte um ihm an zu zeigen dass er eine Textnachricht hatte. Mit hochgezogenen Augenbrauen schaute er auf das Display und staunte nicht schlecht, denn die Nachricht war von Megan "Chin versuche Megan's Handy zu orten, sie muss es bei sich haben." ein kleiner schimmer Hoffnung keimte in ihm auf, das sie, dass Mädchen vieleicht ohne die Übergabe zurückholen konnten.
"Alles klar Boss." Chin nickte und machte sich an die Arbeit, das NCIS-LA Team war sichtlich beeindruckt von der Teamarbeit des Five-O. Danny erkannte sofort das Steve schon einen Schlachtplan ausarbeitete "Hat sie irgendetwas nützliches geschrieben?" fragte der kleine Blonde Cop, Steve warf das Bild, welches sie mit geschickt hatte auf den Bildschirm, er überlegte wo das sein konnte, Chin und Kono hatten ebenfalls von ihrer Arbeit aufgesehen "Das könnte in der Nähe der Waimea Falls sein." vermutete Chin und rief die Karte der Insel auf um nach dieser Stelle zu suchen "Das GPS Signal von ihrem Handy kommt auch aus dieser Gegend, also müssen ihre Entführer sie da irgendwo festhalten." erklärte er und suchte weiter nach Orten wo man jemanden verstecken konnte.
"Ich habe auch was, dieser Joshua Stone hat eine Akte, dick wie ein Telefonbuch, so wie es scheint hat er auch gedient bei der Navy als JAG Anwalt, darüber wird er wohl auch Annabeth kennen gelernt haben, aber er wurde unehrenhaft entlassen wegen einiger nicht so netten Sachen, laut Akte soll er wegen sexueller Belästigung schon mal Verhaftet worden sein, das hat ihm den Job gekostet." Kono's Blick sagte in diesem Moment alles, das sie Megan so schnell wie Möglich da raus holen mussten, nicht das dieses miese Schwein sich noch an dem Mädchen vergriff oder was auch immer mit ihr anstellte.
In Steve seinem Gesicht hatte sich eine Zornesfalte gebildet, sein Hirn arbeitete auf Hochtouren "Steve komm ja nicht auf komische Gedanken, ihr SEAL's tickt eh nicht mehr ganz normal." da Danny Steve schon einige Jahre kannte wusste er das es nicht ganz ohne Kugelhagel und diverser anderer Aktionen von statten gehen würde "Du kletterst nicht wieder irgendwo rauf und wirfst Tränengas Granaten in Häuser..." er war gerade dabei sich wieder in Rage zu reden als sich Sam Hanna einschaltete, dieser grinste breit und meinte " Wie lange seid ihr schon Verheiratet?" beide warfen ihm einen vielsagenden Blick zu, sagten damit das dieses Thema beendet war und anderes jetzt wichtig.
" Wie wollen wir vorgehen?" es war Cellan der diese Frage in den Raum warf und es war eine gute Frage. Steve überlegte einen Moment "Er will einen Austausch, dann soll er ihn bekommen aber zu unseren Gunsten." er warf Danny einen Blick zu "Danny und ich holen das Video und ihr bereitet alles vor." damit griff er sich den Autoschlüssel und machte sich auf den Weg zum Auto, der Blonde zuckte nur mit den Schultern "Er kann halt nichts aus der Hand geben.".Zehn Minuten später verhandelten sie hartnäckig mit einer Bankangestellten, die sie partout nicht an die Schließfächer lassen wollte, nun war Danny an der Reihe " Wollen sie wirklich das Leben eines Kindes mit ihren blöden Vorschriften aufs Spiel setzen." wenn er wollte dann konnte er sehr überzeugend sein und auch dieses Mal schien es zu klappen, mit Steves Vorarbeit war das jetzt sehr einfach, die junge Frau ließ sich erweichen und brachte sie zu den Schließfächern hinunter.
Wenige Minuten später saßen sie schon wieder im Auto, den Stick mit dem Video in der Tasche, aber das würde Josh nie bekommen dafür würde Steve schon sorgen denn er hatte einen Plan .Im Hauptquartier angekommen schob er den Stick in einen der USB Schlitze, rief die Datei auf und öffnete das Video.
Zu Anfang sah es nach einem standartmäßigen Einsatz aus, das SEAL Team pirschte sich an eine Villa heran, schaltete nach und nach geräuschlos die Wachen aus um sich weiter zum Haus hinauf zu schleichen. Jedes Team Mitglied besaß eine Helmkamera die alles dokumentierte und aufzeichnete was man jetzt auf dem großen Bildschirm an der Wand sehen konnte. Nach dem sie die Wachen ausgeschaltet hatten kreisten sie das Haus ein, warteten auf das Zeichen zum stürmen, bereiteten sich auf den Ernstfall vor um schnell hinein und wieder heraus zu kommen. Schnell hatten sie das Haus gestürmt, alle Wachen im inneren nebst Alarmanlage ausgeschaltet nun hieß es das Zielobjekt zu suchen und in Gewahrsam zu nehmen. Keine dreißig Minuten später waren sie, samt Zielperson aus dem Haus verschwunden und unterwegs zu ihren Fahrzeugen.
"Schnell rein und wieder raus." war das Kommentar von Sam, der genau wie Steve schon einige solcher Einsätze hinter sich gebracht hatte, nur das dieser in einem Desaster geendet war, was die nun folgenden Bilder zeigten. Die Datum und Zeitangabe auf dem Video zeigte das es jetzt einige Stunden später war kurz vor Morgendämmerung. Das Team führte ihren Gefangenen auf eines der gepanzerten Fahrzeuge zu, schob ihn hinein um sich dann auf die beiden Begleitfahrzeuge zu verteilen. Bis hier hin lief alles nach Plan, die ganze Zeit wurde geschwiegen und alles nur mit Handzeichen Koordiniert.
Der Konvoi fuhr los über Staubige Buckelpisten Richtung Flughafen auf dem Militärstützpunkt der UN zu, alles lief Planmäßig bis sie eine Stundevor ihrem Ziel waren. Da tauchte ein Zivil Fahrzeug auf, was eigentlich nicht ungewöhnlich war da ihnen auf der Fahrt schon einige begegnet waren, überholte den Konvoi und bremste ihn aus, einer der Fahrer fluchte und kletterte aus dem Humvee um zu sehen was da los war. Nichts ahnend ging er auf den Wagen zu, das Fahrerfenster öffnete sich und ohne Vorwarnung fielen Schüsse, der Soldat ging leblos zu Boden.
Dann brach das Chaos los, alle sprangen aus den Fahrzeugen, erwiderten das Feuer "Bringt den Gefangenen weg." kam es von irgendwoher, sogleich wurde dieser zum letzten Fahrzeug gezerrt und hinein gestoßen als eine zweite Warnung gebrüllt wurde "BOMBE!" war das einzige Wort, dann war es sekundenlang Totenstill ehe die Bombe explodierte, die Verbindung riss ab und alles war schwarz, beide Teams waren zu tiefst erschüttert über diesen grausamen Anschlag, jetzt aber umso Motivierter Licht ins Dunkel zu bringen.
Zehn Minuten später waren alle mit Sack und Pack unterwegs zu den Waimea Falls, Joshua Stone würde alles bekommen nur nicht das Video, auf ihn wartete ein Lebenslanger Gefängnis Aufenthalt im Hochsicherheitstrakt. Während der Fahrt hatte es wieder zu regnen begonnen, der Feldweg hatte sich in eine Schlammpiste verwandelt, das zweite Team das aus Kono, Kensi, Deeks und Chin bestand postierte sich auf dem Parkplatz unterhalb der Wasserfälle. Der Rest folgte Steve durch den Dschungel, es war nass, stickig, die Klamotten klebten und waren völlig durchnässt vom Regen und Schweiß, die Kevlar Wersten trugen ihren Teil dazu bei. Danny verkniff sich seinen Protest und stapfte missmutig hinter den dreien hinterher, Steve, Cellan und Sam schien das nichts auszumachen, waren doch zwei von ihnen SEAL's die schon an schlimmeren Orten wie diesem Missionen ausgeführt hatten. Nun war ihre Mission Megan heil und in einem Stück da raus zu bekommen, wenn es um Kinder ging kannte keiner von diesen Männer und Frauen Pardon, irgendwie war ihnen dieser kleine Wirbelwind ans Herz gewachsen, Steve ganz besonders.
So lief er an vorderster Reihe den kaum sichtbaren Trampelpfad entlang, der Boden unter ihren Füßen schmatzte bei jedem Schritt, der stetige Regen trommelte auf das Blätterdach über ihnen und als ob der Regen von oben nicht schon reichen würde mussten sie auch noch einen Hüft tiefen Wasserlauf überqueren, ihre Stiefel und Hosen sogen sich mit Wasser voll, doch das alles hielt sie nicht auf ihr Ziel zu erreichen und die Mission zu erfüllen. Sie kletterten gerade einen kleinen Hang hinauf als Steve mitten in der Bewegung inne hielt und lauschte, Danny wäre fast in ihn hinein gelaufen, sein Blick sprach Bände rührte seinen Vordermann aber nicht der gerade dabei war sich zu Orientieren, mit einer knappen Geste zeigte er die neue Richtung an die sie einschlagen mussten um hinter die Jagdhütte zu kommen.
Der Regen wurde immer heftiger und fiel in einem dichten Vorhang vom Himmel durch das Blätterdach auf die vier Männer die mittlerweile keinen trockenen Fetzen mehr am Leib hatten. Langsam kamen sie ihrem Ziel näher, durch den dichten Regen konnte man unscharf die Silhouette einer Hütte erkennen. Steve gab das Zeichen zum ausschwärmen, Danny, Cellan und Sam nickten und verteilten sich über die ganze Breite der Lichtung, auf der die Hütte stand. Langsam und mit großem Abstand zwischen ihnen pirschten sie sich an die Hütte heran, Steve verschanzte sich hinter einer Bananenstaude, nahm eine der Wachen, die gerade ihre Runde drehte, ins Visier, schnell und effektiv schaltete er die Wache aus und lies ihn lautlos zu Boden gleiten, er nickte den Anderen zu ihm zu folgen.
Auf dem Parkplatz unterhalb der Wasserfälle wartete das Restliche Team das Joshua Stone auftauchen und den Austausch, den es nie geben würde vornahm. Ein schwarzer SUV mit getönten Scheiben rollte langsam auf den Parkplatz, hielt vor ihnen an, die Türen öffneten sich und drei Männer stiegen aus zwei von ihnen waren bewaffnet und schienen so etwas wie Leibwächter zu sein, der dritte trug zweckmäßige Kleidung, wie seine beiden Begleiter die sich neben ihm postiert hatten.
Gespannt warteten alle auf eine Reaktion, der erste der etwas sagte war der Blonde "Ich habe etwas, was sie haben wollen und sie etwas das ich gerne hätte." sein Blick musterte die Vier abschätzend. Jetzt hieß es so lange wie möglich Zeit schinden damit Steve und der Rest diese hatten um Megan aus der Hütte zu holen und in Sicherheit zu bringen. Chin ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen "Ich habe das was sie wollen." er klopfte auf seine Hosentasche, worin sich der Stick befand.
Währenddessen auf der Lichtung mit der Hütte, Sam hatte sich an die zweite Wache herangepirscht, diese so leise wie möglich außer Gefecht gesetzt, er gab das Zeichen das alles gesichert war, lotste Cellan und Danny zum Haus hinüber. Steve lief geduckt zu der ihm gegenüber liegenden Wand hinüber, nickte Sam zu, presste sich dort an die Holzwand um durch das fast Blinde Fenster zu schauen ,Sam, Cellan und Danny verteilten sich um das Haus damit ihnen niemand entwischen konnte, der Regen hatte nicht nach gelassen, er viel immer noch stetig in einem dicken Vorhang durch das dichte Blätterdach vom Himmel, doch keiner der vier Männer spürte mehr die nassen Klamotten die sie am Körper trugen, jetzt hatte ihre Mission Vorrang über alles. Vorsichtig schaute er durch das Fenster, im inneren war es dämmerig so dass sich seine Augen erst daran gewöhnen mussten. Irgendwo hier musste sie sein, das sagte ihm sein Instinkt, dann hatte er sie entdeckt, Megan hockte auf dem Feldbett, sie sah müde aus und schien verletzt, trotz all dem hatte sie sich gut im Griff es hatte jedenfalls den Anschein das es so war.
Jetzt hieß es zugreifen, über Funk, den sie alle als Stöpsel im Ohr trugen und die ganze Zeit dabei hatten, gab er das Zeichen zum zugriff. Blitzschnell hatten sie die Hütte gestürmt, die letzten beiden Wachen ausgeschaltet, alles Gesichert und die Tür zum Hinterzimmer aufgebrochen oder eher aus den Angeln getreten was bei dem morschen Ding kein Problem war. Es krachte, Holzsplitter flogen durch die Luft und Megan sprang entsetzt vom Feldbett auf als eine Gestalt auf sie zu kam.
"Hey keine Angst Kleines, ich bin es." sie horchte auf als sie die vertraute Stimme hörte "Steve?"ihre Stimme war leise und erleichtert zu gleich, langsam humpelte sie auf ihn zu, gerne hätte sie ihn umarmt aber in diesem desolaten Zustand, als ob er gerade durch das größte Schlammloch auf der Insel gekrochen war, ließ sie es lieber bleiben das konnte später nachgeholt werden. Die Anderen waren mittlerweile auch aufgetaucht und füllten den kleinen Raum, alle sahen nass und dreckig aus, aber bei dem Wetter draußen kein Wunder, das einzige was immer noch saß war Danny's Frisur. "Ok lasst uns verschwinden." kam es von dem großen Farbigen in durchnässten Tarnklamotten, alle nickten zustimmend und verließen das Haus, irgendwoher hatten sie eine Jacke für Megan organisiert damit sie jedenfalls etwas trocken blieb.
Auf dem Parkplatz gab es gerade eine Pat Situation, denn keiner wollte dem Anderen das gibt was er hatte, da Stone nur mit McGarrett verhandeln wollte und dieser nicht zu gegen war. Über Funk hatte Steve Chin mitgeteilt dass sie Megan hatten und auf dem Weg zum Parkplatzunterhalb der Wasserfälle waren. "Wie es scheint hat sich das Blatt gerade gewendet Mr Stone." der Hawaiianer zog seine Waffe, Kono, Kensi und Deeks taten es ihm gleich "Sie sind verhaftet, ihre Rechte kennen sie ja." gab der Blonde mit der Surfer Frisur von sich. Dieser zog verachtend eine Augenbraue hoch, gab seinen Gorillas zu verstehen dass er einen Dreck tun würde und eröffnete das Feuer. Alle stoben auseinander suchten hinter Autos und Müllcontainern Deckung, erwiderten das Feuer, in all den durcheinander gelang es Stone in den SUV zu springen und zu verschwinden.
"Fuck." Deeks fluchte und feuerte ein ganzes Magazin hinter dem schwarzen Wagen her "Der Mistkerl ist abgehauen." er schob seine Waffe schnaubend ins Holster und stapfte zu den Anderen hinüber die gerade die Toten Leibwächter nach Papieren durchsuchten. Sie wurden fündig, beide hatten ihre Papiere dabei "Andrej und Vladimir Pekova."las Kono von den Führerscheinen ab "Mal schauen was die Verbrecherdatenbank her gibt." sie zückte ihr Tablett und gab die Namen ein " Die beiden sind Russische Staatsbürger, aber schon länger hier auf Oahu, ehemalige Marine Soldaten der russischen Armee und jetzt wohl die letzten Jahre in einer Privaten Militäreinrichtung." las sie vor. Chin hatte das HPD verständigt, einen Krankenwagen, den Gerichtsmediziner und einen Leichenwagen. Dreißig Minuten später wimmelte es von Polizisten auf dem Parkplatz und oben an der Hütte, Steve und der Rest waren mittlerweile auch auf dem Parkplatz angekommen, hatten Megan in die Obhut der Sanitäter gegeben damit diese versorgt wurde.
Schnell war alles Formale geklärt, Max hatte sich der Leichen angenommen und sie in die Pathologie bringen lassen damit er die Obduzieren konnte "Ich melde mich wenn ich Neuigkeiten habe." der kleine Asiate stieg in seinen Van und fuhr los.
Cellan, Sam und Danny unterhielten sich mit Chin und den Anderen über den Fall und das ihnen Stone durch die Lappen gegangen war "Vielleicht kann Eric den SUV über Kaleidoskop finden, ich werde ihn gleich anrufen." ersterer zog sein Handy aus der Tasche und rief in LA an, der Computerexperte setzte sich zusammen mit seiner Partnerin Nell gleich an die Tastatur um den Satelliten suchen zu lassen "Danke melde dich so bald du was hast." damit beendete er das Gespräch um sich dann wieder den Aktuellen Dingen zu widmen "Eric meldet sich wenn Kaleidoskop etwas gefunden hat." teilte er ihnen mit. Chin, Kono, Kensi und Deeks machten sich auf ins Hauptquartier um ihre Berichte zu schreiben und Informationen an Hatty weiter zu leiten, vielleicht konnte diese auch noch etwas über Joshua Stone in Erfahrung bringen, irgendwie wurden sie das Gefühl nicht los das dieser Name nicht sein richtiger war.
Bevor Max abgefahren war hatte ihm Steve noch etwas zu gesteckt "Könnten sie diese Blutprobe für mich untersuchen." er hielt dem Pathologen eine Beweismitteltüte hin in dem sich ein blutiger Verband befand "Natürlich und womit soll ich sie vergleichen?" er schaute Steve fragend an "Mit meinem Blut." erstaunt schaute Max ihn immer noch an "Ok alles klar und so diskret wie möglich." Steve nickte und lies ihn dann abfahren. Jetzt stand er bei Megan am Krankenwagen, diese saß in eine Decke gewickelt auf der Krankenliege wo sich ein Sanitäter den Schnitt an ihrem Bein ansah "Alles halb so schlimm, der Schnitt ist nicht tief." meinte der Sani und legte einen neuen Verband an "Und jetzt bringen wir dich ins Krankenhaus damit sich das ein Arzt ansehen kann." vorsichtig wurde die Krankenliege in den Wagen geschoben. "Ich komme ins Krankenhaus wenn hier alles erledigt ist." versicherte Steve ihr, sie nickte dann schloss der Sanitäter die Türen und fuhr los.
Eine Stunde später, frisch geduscht und umgezogen traf er im Krankenhaus ein mit einigen Neuigkeiten im Gepäck. Neuigkeiten die zwei Leben von Grund auf verändern sollten, er wusste nicht warum aber sein Herz klopfte ihm bis in den Hals, bei ihrer Ausbildung waren sie auf vieles vorbereitet worden, doch auf so eine Situation konnte man niemanden vorbereiten das wurde ihm jetzt klar, je näher er Megan's Krankenzimmer kam, Chin hatte ihn informiert wo man sie hin gebracht hatte und dafür war er seinem Freund dankbar denn Krankenhäuser waren noch nie so wirklich sein Ding gewesen.
Er wollte gerade an die Zimmertür klopfen als eine Krankenschwester dieses verlies, sie lächelte ihn freundlich an um sich dann ins Schwesternzimmer zu begeben. Vorsichtig klopfte er an den Türrahmen und schaute ins Zimmer "Hey Kleine." er lächelte sie an und betrat das Zimmer "Steve." Megan freute sich ihn zu sehen, setzte sich auf und klappte ihre Zeitschrift zu, es war die Aktuelle Ausgabe der Woman's Day. Er zog sich einen Stuhl heran wollte sich gerade setzen als es wieder an der Tür klopfte, diese geöffnet wurde und Max Bergmann in der Tür erschien, er sah zu Steve hinüber der gleich verstand was er wollte "Ich bin gleich wieder da." kurz ging er mit Max aus dem Zimmer. Megan hingegen fragte sich gerade was Steve eigentlich im Schilde führte, er hatte irgendwie einen Geheimnisvollen Blick drauf gehabt als ob er mehr wüsste als er ihr sagen wollte, verwirrt schaute sie ihm nach.
Einige Minuten später kam er wieder zurück und setzte sich zu ihr, Megan schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen abwartend an "Was wollte denn der Gerichtsmediziner von dir?" sie schaute ihn weiter unverblümt an "Nichts schlimmes, Max hat mir nur ein Testergebnis gebracht." er zeigte ihr den weißen Umschlag "Ich habe neben bei nach deinem Vater gesucht, das hatte ich dir doch versprochen." er lächelte sie an, versuchte seine eigene Nervosität zu überspielen, denn vor der Tür hatte Max ihm genau diesen Umschlag in die Hand gegeben und ihn vielsagend angesehen, das Testergebnis war mehr als eindeutig gewesen, als er den Umschlag geöffnet hatte, wäre er selber fast aus den Schuhen gekippt, ein kurzer Blickwechsel mit dem Asiaten und ein breites grinsen seinerseits hatten das alles noch einmal unterstrichen, jetzt musste er es nur noch Megan beibringen.
Nun saß er hier und überlegte wie er es ihr am elegantesten sagen konnte, kurzerhand drückte er ihr den Umschlag mit folgenden Worten in die Hand "Mach ihn auf." immerhin war der Inhalt ja auch für sie gedacht "Ok." sie nahm den Umschlag und schaute ihn ungläubig an, zögerte ihn zu öffnen und Steve konnte man ansehen das es ihn nicht ganz kalt lies, immerhin steckte er verdammt tief in dieser Sache drin, er musste sich selber eingestehen das er nicht ganz Unschuldig daran war und eine gute Portion Alkohol.
Megan fummelte umständlich den Umschlag auf und zog eine zusammengefaltete Seite heraus, genau so Nervös wie er entfaltete sie das Blatt und erstarrte für einen Moment, ihre Augen wurden immer größer als sie das Geschriebene las. Dieser Test war ein Vaterschaftstest und er zeigte das zu 99,99~ Prozent Steven J. McGarrett ihr Vater war. Sprachlos ließ sie das Blatt sinken und starrte ihn an, das war unmöglich oder doch nicht, sie wusste in diesem Moment nicht was sie denken oder sagen sollte überwältigt von Gefühlen wischte sie sich über die Augen. Sie hatte endlich ihren Vater gefunden oder eher er sich selber, sie hatte die letzten zwei Wochen unbewusst bei ihrem Vater gewohnt, er hatte es bis vor einigen Minuten selber nicht gewusst das er eine Tochter hatte.
Letzte Nacht war es dank der Originalen Geburtsurkunde von Megan nur ein Verdacht gewesen, der Bluttest hatte es jetzt ans Licht gebracht, er war ihr Vater das hieß er trug jetzt die Verantwortung für ein Kind oder eher einer Jugendlichen das war eine ganz neue Herausforderung für ihn genauso für Megan, das er neben bei ein ausgebildeter Navy-SEAL und der Leiter der Hawaii Five-O Task Foce war, war jetzt nebensächlich, jetzt hatte seine Tochter Priorität. Als er sie ansah hatten seine Augen einen leicht feuchten Glanz, er wusste gar nicht wohin mit sich und seinen überquellenden Gefühlen, so beugte er sich vor und zog sein kleines Mädchen einfach in eine feste aber sanfte Umarmung.
Sie hatten viel zu reden gehabt und es gab noch mehr voneinander zu erfahren, mittlerweile war es dunkel geworden, die Zeiger seiner Armbanduhr zeigten schon nach zehn an als er sich zum gehen wenden wollte doch Megan hielt ihn auf "Kannst du noch etwas hier bleiben, nur bis ich eingeschlafen bin." sie schaute ihn dabei so verdammt Unschuldig an das er nicht Nein sagen konnte "Ok." er nickte zustimmend setzte sich wieder und schaute sie an als sie auf dem Bett etwas zur Seite Rückte um ihm Platz zu machen.
Es war ein Bild zum verlieben, die Krankenschwester, die ihre Abendliche Runde drehte und in diesem Moment am Krankenzimmer vorbei kam, lächelte leicht wagte es nicht das Krankenzimmer zu betreten, denn das Bild, welches sich ihr bot war nicht zu beschreiben, es zeigte eine Vertrautheit die es nur zwischen Eltern und ihren Kindern geben konnte.
Steve war auf Megan's bitte hin noch da geblieben, jedenfalls so lange bis sie eingeschlafen war, was mindestens so untypisch für das sechszehn jährige Mädchen war wie eben gerade diese Situation. Er hatte sich zu ihr auf das Bett gesetzt, mit ihr in einer Woman's Day geblättert bis ihr die Augen zu gefallen waren, eigentlich hatte er gehen wollen, aber da sie es sich auf seinem Arm bequem gemacht hatte wagte er es nicht sich zu bewegen und sie damit auf zu wecken und irgendwann waren ihm auch die Augen zu gefallen. Die letzten zwei Wochen forderten jetzt gnadenlos ihren Tribut, es war so viel passiert, mehr als man sich hätte denken können und das Ende vom Lied war das unser Super SEAL eine ganz neue Aufgabe zugesprochen bekommen hatte, denn Vater werden konnte jeder aber Vater sein war dagegen schwerer als er gedacht hatte, das würde er früher oder später zu spüren bekommen.
Nun schliefen sie beide tief und fest, sie gönnte ihnen diesen Moment der Ruhe und des Friedens, den sie beide so brauchten, den sie alle brauchten die ganze Ohana, wie die Hawaiianer sagten und sie waren jetzt eine richtige Familie, mit allen ihren Freunden, leise zog die Krankenschwester die Tür hinter sich zu.
Als er wieder erwachte war es draußen tiefe Nacht, die Leuchtziffern seiner Uhr zeigten ihm das es schon nach eins war, hatte er so lange geschlafen? Megan lag immer noch auf seinem Arm und schlief friedlich, ihr schmales Gesicht mit der feinen geraden Nase, den vollen Lippen und den Verboten langen Wimpern wirkte völlig entspannt. Vorsichtig zog er seinen Arm unter ihrem Kopf hervor, achtete aber darauf sie nicht zu wecken, er bewegte die Finger um den Blutfluss wieder in Gang zu bringen, denn sein Arm war etwas eingeschlafen und daher leicht taub.
Ihr noch einen letzten sanften Blick zuwerfend, eine Haarsträhne aus dem Gesicht streichend verließ er das Krankenhaus, am Morgen würde er sie abholen und nach Hause bringen. Eine halbe Stunde später saß er auf einem der alten Gartenstühle , mit einem Bier in der Hand unten am Strand und dachte nach, da hatte Annie ihn aber etwas vermacht, er Prostete ihr in Gedenken zu, nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche, lehnte sich zurück und genoss das rauschen des Meeres.
Jetzt begann für Megan und ihn ein neuer Abschnitt in ihrem Leben, mit allen sich bietenden Höhen und Tiefen.


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BeitragThema: Re: Project: Snow White   Sa Mai 03, 2014 11:59 pm

Nach viel zu langem warten kommt endlich Kapitel 6, sorry das es dieses mal so lange gedauert hat  :tüte: Asche über mein Haupt  :tüte: .
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen.




Kapitel 6: Friendly Fire!

Wie versprochen kam Steve am nächsten Morgen, etwas verschlafen und süß zerzaust im Krankenhaus an um seine Tochter ab zu holen, allein schon der Gedanke das sie sein Kind war, hatte etwas ungewohntes an sich was sich aber doch irgendwie gut anfühlte und ein Hochgefühl in ihm auslöste. Er hatte ihr auch ein paar Klamotten zum wechseln mit gebracht, denn in den vom Vortag konnte sie ja nicht herum laufen. Danny begleitete ihn und grinste die ganze Zeit vor sich hin, auf der Fahrt hatte er es nicht lassen können seinen besten Freund mit dieser Sache zu foppen, Steve hatte ihm nur finstere Blicke zu geworfen, was konnte er denn dafür das der Alkohol auf dieser verdammten Halloween Party in rauen Mengen geflossen war und das er etwas zu tief ins Glas geschaut hatte, viel zu tief wie ihm jetzt bewusst geworden war, aber das Ergebnis, dieser nicht ganz gewollten heißen Nacht mit seiner damaligen besten Freundin, gefiel ihm um so besser, war Megan ihm trotz allem gut gelungen. In der letzten Nacht hatte er Zeit zum nachdenken gehabt und war zu diesem Schluss gekommen, denn ändern konnte er es nicht.
Nun musste er sich mit den Frotzelein von Danny abgeben der es mehr als amüsant fand, der große Mr Super-SEAL war gar nicht so perfekt war wie es den Anschein hatte und das war sehr Menschlich. "Bist du jetzt fertig?" Steve wirkte etwas genervt und schaute auf seinen Kumpel hinunter "Ja ich denke schon." Danny nickte "Komm schon das war nicht so gemeint, ich freue mich für dich ehrlich." dabei Boxte er ihn Freundschaftlich in den Oberarm. Er runzelte nur eine Augenbraue und klopfte an die Tür, ein leises herein ließ ihn die Tür öffnen, doch ehe er dieses ganz tun konnte hielt ihn Danny kurz auf " Hast du dir schon mal überlegt wie du das deiner Mutter beibringen willst?" er schaute ihn abwartend an. Denn das war eine gute Frage, wie brachte Steve es seiner Mutter bei das sie unverhofft Großmutter geworden war.
Soweit hatte er noch nicht gedacht, bis Danny es jetzt ansprach "Nein noch nicht." gab er zu und öffnete die Tür, jetzt hatte erst einmal Megan Vorrang vor allem und das verstand auch sein bester Freund. Das Mädchen saß auf dem Krankenbett, sie trug immer noch das Krankenhausnachthemd, da ihre Kleidung völlig verdreckt war "Hallo ihr beiden." sie schaute von einem zum Anderen, daran das Steve ihr Vater war musste sie sich noch gewöhnen, das war alles noch so neu und aufregend wie ein Sechser im Lotto zu gewinnen. Doch jetzt waren beide hier um sie ab zu holen, der Arzt hatte darauf bestanden sie über Nacht zur Beobachtung da zu behalten nur um sicher zu gehen das es ihr auch gut ging.
Steve warf Danny den gefühlten hundertsten finsteren Blick innerhalb einer halben Stunde zu, der sollte erst einmal abwarten wenn seine Grace in Megan's alter kam, jetzt stellte er die kleine Sporttasche auf dem Fußende ab "Ich habe dir etwas zum anziehen mit gebracht." er schob die Tasche etwas auf sie zu "Danke." sie griff nach der Tasche und lächelte ihren Vater an um dann in das kleine Badezimmer des Raumes zu verschwinden damit sie sich umziehen konnte, Megan fragte nicht ob er an ihrem Schrank gewesen war oder die Kleidung aus dem Hauswirtschaftsraum genommen hatte. Schnell hatte sie sich umgezogen, die schmutzigen Klamotten in die Tasche gestopft, die Haare gekämmt, mit der Bürste, die ihr netterweise eine Krankenschwester aus dem kleinen Laden unten im Eingangsbereich, mit gebracht hatte.
"Ok ich bin startklar." sie schaute die beiden Männer abwartend an als Steve's Smartphone klingelte, dieser kramte es aus den Tiefen seiner Hosentasche "McGarrett." brummte er in den Hörer, sein wiederholtes nicken sagte Danny das es etwas wichtiges war "Das war Kono, es gibt eine Video Konferenz mit der Vorgesetzten des LA Teams, die scheinen etwas gefunden zu haben." er steckte das Telefon wieder in die Hosentasche, sein Blick wanderte zu seiner Tochter "Wir nehmen sie mit ins Hauptquartier." dieses Mal wiedersprach der kleine Blonde nicht sondern lief schon einmal vor raus "Ok alles klar." an den Aufzügen wartete er auf Steve und Megan, die kurz nach ihm dort ankamen.
Megan warf den Fahrstühlen nur einen vernichtenden Blick zu und marschierte geradewegs auf das Exit Schild am Ende des Flures zu, sie würde nie freiwillig in so ein Ding einsteigen, jedenfalls nicht alleine, sie mochte Fahrstühle aller Art halt nicht und wenn sie es vermeiden konnte bevorzugte sie die Treppen. Steve guckte nicht schlecht als sie einfach an ihnen vorbei lief, direkt auf das Treppenhaus zu "Wo willst du hin?" er schaute ihr nach "Zum Treppenhaus." sie hielt auf halben Wege inne und warf ihm einen Blick zu der alles sagte "Ich werde da nicht rein gehen." Danny grinste bis über beide Ohren, sein bester Freund war noch nicht einmal zwölf Stunden Vater und hatte schon das erste, wenn auch kleine, Problem mit seiner Tochter, die gerade zeigte das sie mindestens so Stur wie er war.
"Brauchst du Hilfe oder schaffst du das alleine?" diese Frage konnte Danny sich nicht verkneifen, doch dieser erntete nur einen weiteren finsteren Blick von Steve, das würde er schon hin bekommen so hoffte er jedenfalls. Kurzerhand stellte er sie an der Tür zum Treppenhaus, schaute auf sie hinunter sein Blick sagte ihr das Wiederstand zwecklos war. Wer würde sich schon freiwillig mit einem bis unter die Haarspitzen in allen erdenklichen Kampfsportarten ausgebildeten SEAL anlegen? Megan spielte einen kurzen Moment mit dem Gedanken Protest an zu melden, doch irgendwie hatte sie keine Lust dazu das eh schon angenagte Nervenkostüm ihres Vaters noch weiter zu strapazieren, das würde sie noch zur Genüge testen können.
"Ich mag die Dinger echt nicht." gab sie zu "Wenn es nicht sein muss fahre ich nicht damit und schon gar nicht alleine das kannst du vergessen, nicht mal eine Horde Elefanten würde mich da rein bekommen." sie hatte ihm dabei die ganze Zeit in die Augen gesehen und hoffte auf Verständnis seinerseits "Du musst da ja nicht alleine rein, Danny und ich sind dabei." als er das sagte zwinkerte er ihr zu, denn der gute Danny hatte auch einen kleinen Makel, denn dieser hatte eine Abneigung gegen enge und dunkle Räume, jetzt beugte er sich etwas zu ihr "Danny ist etwas Klaustrophobisch." flüster er ihr zu und hoffte das sie das etwas entspannen würde zu wissen das es noch jemanden gab der vor etwas Angst hatte.
Fünf Minuten später standen alle drei im Fahrstuhl und fuhren abwärts, beim ersten leichten Anrucken hatte Megan nach seiner Hand gegriffen und hielt sich daran fest, leicht nervös starrte sie das Display an welches die Stockwerke anzeigte, es waren wirklich nicht viele die sie hinunter mussten aber das reichte schon. Steve hatte gemerkt wie sie nach seiner Hand gegriffen hatte und drückte ihre jetzt ganz sanft damit sie merkte das er da war, ihre kleine lag fest in seiner großen.
Eine halbe Stunde später trafen sie im Hauptquartier ein, im Auto hatte Megan sich die Carguments von beiden anhören müssen, hatte sich aber mehr darüber amüsiert als geärgert oder aufgeregt. Erwachsene waren eh manchmal ziemlich komisch, bei Danny und Steve gehörte das wohl schon zum Alltag und eben jener hatte versucht Steve Tipps in Sachen Halbwüchsige Töchter zu geben. Nun standen sie auf dem Parkplatz und Danny konnte es nicht lassen wieder damit an zu fangen, Steve stieg an genervt aus dem Wagen und lies Megan auf seiner Seite aussteigen "Musst du schon wieder damit anfangen, ich dachte das Thema hätten wir durch." er warf die Tür geräuschvoll zu und stapfte um den Wagen herum auf den hinteren Eingang zu "Wieso schon wieder, ich wollte dir nur ein paar Tipps geben." der Blonde gestikulierte mit den Händen um seine Worte zu unterstreichen. Megan lief ihnen hinter her und schüttelte nur den Kopf, sie fragte sich wer hier das Kind war, die beiden vor sich oder sie?
Damit es nicht wieder Theater gab nahmen sie dieses Mal die Treppe, das Büro von Five-0 lag im ersten Stock also auch gut ohne Fahrstuhl zu erreichen. Sie stiegen sie die Stufen hinauf und liefen den Flur zum Büro entlang, dort wurden sie schon sehnsüchtig erwartet."Na endlich was habt ihr so lange gebraucht?" es war Sam der grinsend zu ihnen sah "Es gab ein paar Familiäre Unstimmigkeiten." Danny deutete auf Steve und Megan die beide dem Blonden einen vielsagenden Blick zu warfen.
"Egal das können wir später klären, die Video Konferenz beginnt gleich." der große Afroamerikaner ließ sie in das geräumige Büro eintreten wo der Rest der beiden Teams schon versammelt war. Callen war gerade dabei die Verbindung nach LA herzustellen als sie eintraten "Ok die Verbindung steht." alle versammelten sich vor dem großen Monitor der kurze Zeit später die Videoübertragung aus LA sendete.
"Hallo Hetty, was gibt es neues?" es war Callen der das Gespräch eröffnete, auf dem Bildschirm war eine kleine Drahtige Frau mit Pagenkopf zu erkennen, daneben ein junger Mann in Shorts und Flipflops der ein Tablet in der Hand hielt "Mr Beale würden sie bitte." dieser nickte und tippte mit flinken Fingern auf seinem Tablet herum bis auf dem Bildschirm die ersten Bilder und Aktennotizen erschienen.
Währenddessen hatte Steve Megan in sein Büro gesetzt, denn so eine Video Konferenz war nichts für ein Mädchen in ihrem Alter und konnte leider leicht Stunden dauern. Er hoffte das es nicht so war und schnell über die Bühne ging, er versicherte sich noch einmal das sie für den Moment alles hatte was sie brauchte und kehrte zu dem Rest des Teams zurück. Der Techniker des NCIS-LA hatte derweil begonnen ihre Ergebnisse zu erläutern und was sie sonst noch herausgefunden hatten.
"Wir haben das Foto durch die Gesichtserkennung gejagt und Erfolg gehabt, euer Joshua Stone heißt eigentlich Ivan Kakaroff und ist Russischer Staatsbürger." begann Eric und schickte noch einige Fotos zur Ansicht herüber, die ihn eindeutig als eben jenen Identifizierten " Er lebt aber schon einige Jahre in den USA unter seinem falschen Namen, wahrscheinlich hat er sich als Diplomat ausgegeben, ist untergetaucht und dann mit seiner neuen Identität wieder aufgetaucht." schlussfolgerte der Techniker, Hatty nickte zustimmend "Dazu kommt noch das er einen älteren Bruder hat Igor Kakaroff, Mr Beale würden sie bitte." dieser nickte und schickte wieder Daten zum Five-0 Hauptquartier hinüber.
"Igor Kakaroff wie sein Bruder Russischer Staatsbürger, Waffenhändler, Schmuggler, er schreckt auch vor Mord nicht zurück und da wären wir bei eurer unbekannten Leiche aus dem Pazifik." er tippte wieder etwas in sein Tablet, dann erschien ein weiteres Foto auf dem Display "Er heißt Sergeij Romanoff, ist Auftragskiller, arbeitet schon eine Weile für die Kakaroff Brüder und dann ist da noch dieser Mann." ein weiteres Bild wurde gesendet und ließ das ganze Five-0 Team verstummen "Asiate, Chinese wahrscheinlich, die Brüder scheinen für ihn oder mit ihm zu arbeiten genaueres habe ich nicht herausfinden können.".
Steve's Augen wurden immer größer und die Zornesfalte auf seiner Stirn immer tiefer "Ich kenne diesen Kerl, das ist Wo Fat." in drei Sätzen und Präzise erklärte er die Verbindung von Wo Fat mit dem Fall der Hesse Brüder, dem Aktuellen Fall der auch den Mord an Megan's Mutter beinhaltete und Project Snow White der einem ganzen SEAL-Team den Tod gebracht hatte, als er seinen Bericht beendete wanderte sein Blick zu seinem Büro.
Megan hatte es sich dort bequem gemacht, sie saß auf seinem Bürostuhl, hatte die Füße auf den Schreibtisch gelegt und spielte mit ihrem Smartphone herum, ein Impuls sagte ihm dass er eigentlich eine Erzieherische Maßnahme hätte starten sollen, da es sich nicht gehörte die Füße auf einen Tisch zu legen, ließ es aber, da er seinen Schreibtisch auch schon des Öfteren als Ablage für seine Füße benutzt hatte ,also konnte er es ihr nicht verbieten wenn er es selber tat so drehte er sich wieder zur Konferenz und hörte was es noch zu sagen gab.
"Über Project Snow White bin ich im Bilde Commander und mein Herzlichstes Beileid zu ihrem Verlust." Hatty hatte wieder diesen Allwissenden Blick drauf der jedem einen schauer über den Rücken jagte, besonders ihr Team wusste das dann unweigerlich noch mehr kommen konnte "Ich denke das wir soweit alle Informationen ausgetauscht haben." sie faltete kurz die Hände ehe sie weiter sprach "Ehe ich das vergesse Commander McGarrett, lassen sie ihr nicht zu viel durchgehen ansonsten tanzt sie ihnen noch auf der Nase herum." sie zwinkerte und beendete dann die Konferenz.
Sein Gesicht musste in diesem Moment göttlich ausgesehen haben den Danny, der neben ihm stand, musste sich das Lachen verkneifen. Diese Frau war echt unheimlich und woher wusste sie bitte das Megan seine Tochter war? Sein Blick verfluchte gerade seinen besten Freund und langjährigen Partner "Danny könntest du bitte mal ernst bleiben, das ist nicht witzig." jedenfalls fand Steve das nicht sonderlich witzig, aber früher oder später hätte er seinem Team sagen müssen was Sache war und das er den Vater von ihr gefunden hatte. Also warum sollte er nicht jetzt alle Karten auf den Tisch legen und es ihnen sagen.
Nun starrten ihn alle an und zum ersten Mal seit langem fühlte er sich ein bisschen unwohl in seiner Haut, Sam war der erste dem Wort wörtlich ein Licht aufging "Steve du alter Schwerenöter." er grinste über beide Ohren und Boxte ihm auf die Schulter, dann schaute er zum Büro hinüber, wo Megan immer noch in Steve seinem Bürostuhl lümmelte und mit ihrem Smartphone spielte, und sein grinsen wurde noch breiter "Verdammt das ist nicht dein ernst oder? Die Kleine von Annie ist deine Tochter." nun hatte er die Katze aus dem Sack gelassen ohne das Steve etwas tun musste oder es hätte verhindern können, etwas verlegen kratzte er sich am Hinterkopf was sollte er jetzt noch dazu sagen?
"Na dann kann man ja nur gratulieren." grinste Chin und klopfte ihm auf die Schulter "Komm schon Steve du wirst bestimmt viel Spaß mit ihr haben." der angesprochene hob eine Augenbraue, denn den Spaß hatte er jetzt schon "Dann wird wohl der frisch gebackene Daddy heute einen Ausgeben müssen." warf Deeks ein "Wenn er seine Brieftasche dabei hat, SEALs scheinen nie Geld dabei zu haben." das kam von Danny der damit schon einschlägige Erfahrung gemacht hatte.
Jetzt war es Steve der alle in ihrer Euphorie ausbremste "Stopp das reicht, ich werde nichts dergleichen tun, jedenfalls Momentan nicht, wir haben hier einen Fall zu lösen." nun war er wieder voll im Boss Modus "Wenn wir das hier hinter uns haben können wir noch einmal darüber reden." damit hatte er das letzte Wort gesprochen "Gegen ein Mittagessen bei Kamekona habe ich nichts ein zu wenden." sein Blick machte die Runde, da niemand Protest einlegte war es beschlossene Sache, Mittag beim Shrimp Truck. Zehn Minuten später saßen alle um die Tische am Shrimp Truck und ließen es sich schmecken, Megan hatte bei Kamekona Küken Bonus und ihre Portion gratis bekommen was eine Protest Welle bei Deeks ausgelöst hatte. Worauf der Massige Hawaiianer antwortete "Sie ist noch im Wachstum und braucht Proteine." dabei stellte er ihr demonstrativ ihre Portion hin dazu eine Himbeer Limonade, der Rest brach in schallendes Gelächter aus.
Zwei Tage später mitten im schönsten Umzugsstress, Steve musste zugeben so schnell hatte er noch nie ein Zimmer Renoviert und bezugsfertig gemacht, Megan hatte ihren Spaß alle herum zu scheuchen und mit Arbeit zu versorgen. Besonders auf Deeks hatte sie es abgesehen, schon zum dritten Mal musste er schwer beladen die Treppe rauf und runter laufen, immerhin hatte er es gewagt ihr zu Hause zu kritisieren und den Mercury Marquis von ihrem Vater. Der Wagen war ein Klassiker und keine Schrottkiste, er hatte zwar so seine Macken aber er lief und das war das wichtigste.
Wie ein kleiner Feldwebel hatte sie sich an der Treppe postiert und überwachte alles, als es an der Tür klopfte, wer konnte das sein? Neugierig und auf alles gefasst öffnete Megan die Tür, vor ihr stand ein Mann mittleren Alters, leicht ergraut, mit Militärisch kurz geschnittenen Haaren ohne Uniform in ziviler Kleidung und noch ehe sie etwas sagen konnte ergriff der Mann das Wort "Ich möchte zu Commander McGarrett." sie nickte und ließ ihn eintreten "Einen Moment." schnell lief sie in den Garten "Dad da ist jemand der etwas von dir will." sie deutete mit dem Daumen hinter sich, Steve schaute in die ihm angedeutete Richtung "Keine Ahnung wer das ist, scheint aber vom Militär zu sein, Navy vielleicht." das Mädchen folgte seinem Blick und zuckte leicht mit den Schultern. Der überraschende unbekannte Besucher hatte auch den Rest auf den Plan gerufen. Kono kam mit Kensi, Sam und Deeks die Treppe herunter, Chin war im Garten bei Kamekona, seinem Cousin Flipper und Callen gewesen so wie Steve der jetzt auf den Mann zu ging.
"Ich bin Lt. Commander Steven McGarrett." er reichte ihm die Hand "Edward Clark." stellte er sich vor und schüttelte die ihm gereichte Hand "Ich muss ihnen etwas über Project Snow White erzählen." bei diesen Worten wurde er hellhörig "Kommen sie mit." er führte ihn hinaus in den Garten und hinunter zum Strand wo die beiden alten Gartenstühle standen, deren Farbe langsam abblätterte, dort bot er ihm einen der Stühle an "Setzen sie sich bitte.".
Megan hatte ihnen nach gesehen und runzelte dir Stirn, so wie der Rest der beiden Teams die nach draußen gekommen waren, alle wollten wissen das dieser Edward Clark ihrem Boss zu erzählen hatte und es musste verdammt wichtig sein, ansonsten hätte er nicht diesen Weg auf sich genommen.
"Was haben sie mir so wichtiges mit zu teilen das sie extra hier herkommen?" Steve schaute ihm genau in die Augen "Es geht um das ganze Project, es war von vorneherein zum Scheitern verurteilt, alles lief viel zu glatt ab, ich war der Berichterstatter zu diesem Zeitpunkt und im Nachrichtendienst." begann er zu erzählen " Da bekommt man so einiges mit, als der Konvoi nach der Aktion Richtung Stützpunkt unterwegs war und auf halber Strecke überfallen wurde, den Rest kenne sie ja. Habe ich mir alles noch einmal angesehen, jeden Bericht, jedes Video, jede Person die daran beteiligt war." er holte noch einmal tief Luft "Da ist mir etwas aufgefallen, aber vielleicht wissen sie das auch schon. Es gibt eine Verbindung zu den Hesse Brüdern die sie verfolgt haben, sie wissen dass sie für Wu Fat gearbeitet haben." Steve nickte "Ja das wusste ich bereits und das die Kakaroff Brüder ebenfalls für ihn arbeiten." damit waren sie wieder beim eigentlichen Thema.
"Genau sie beliefern ihn mit Waffen und was man sonst noch auf dem Schwarzmarkt bekommt und Informationen über gewisse Personen." er machte abermals eine kleine Pause "Da sie mittlerweile wissen das sich der jüngere der beiden Brüder bei der Navy eingeschlichen hat, als JAG Anwalt, keine Ahnung wie er das hinbekommen hat, aber es scheint das es dort jemanden gibt der ihn die letzten Jahre gedeckt hat und es ihm ermöglicht hat und dieser Jemand hat ihm auch die Informationen über Project Snow White zu gespielt und ans einen Bruder weiter geleitet." dann schob er Steve einen braunen Umschlag zu "Öffnen sie diesen erst wenn sie alleine sind, da sind wichtige Dokumente drin, alles was ich die letzten zwei Jahre zusammen getragen habe. Ich wusste ja nicht das Annabeth Monroe auch an dieser Sache gearbeitet hat, es tut mir furchtbar leid was ihr passiert ist, aber vielleicht hilft es ihnen mehr Licht ins Dunkel zu bringen." mit diesen Worten erhob er sich, reichte ihm noch einmal die Hand und verließ das Haus.
Leicht verwirrt schaute er ihm nach und dann auf den Umschlag, was war das bitte gewesen? Ein ihm Unbekannter schneite so einfach in sein Haus und ebenso wieder heraus, nachdenklich brachte er den Umschlag hinauf in sein Schlafzimmer, er würde ihn später öffnen. Eine Stunde später war es ruhig im Haus geworden, alle hatten sich verabschiedet, waren gegangen nur er und Megan waren zurückgeblieben, genossen jetzt den Moment der Ruhe nur das leise rauschen der Brandung war zu hören.
Sie war oben in ihrem neuen Zimmer, er saß hier draußen, genoss sein Bier und lies den heutigen Tag Revue passieren, dann holte er den Umschlag, setzte sich ins Arbeitszimmer an den Schreibtisch und schlitzte ihn auf, aus dem Umschlag purzelte ein USB Stick auf die Tischplatte, verwundert hob er den kleinen schwarzen Gegenstand auf, griff nach seinem Laptop und schaltete diesen ein dann steckte er dem Stick in den passenden Schlitz und öffnete ihn, es war nur eine Datei vorhanden. Als er die Datei öffnete klappte ihm die Kinnlade herunter, der Text in der Datei war ein Geständnis und zwar ein volles.
Das war echt harter Tobak, da war der Typ vor nicht einmal zwei Stunden hier gewesen und hatte ihnen etwas von einer Undichten Stelle erzählt und dann das hier. Steve überflog die Zeilen und las das er die Mission verraten hatte weil er Erpresst worden war und zwar von Ivan Kakaroff, dieser hatte gedroht seine Familie zu töten wenn er das nicht tat. Aus den nachfolgenden Zeilen konnte er entnehmen das seine Familie trotz allem getötet worden war und das er die letzten zwei Jahre mit dieser Last hatte leben müssen und dem Verrat an seinem Heimatland, das er mit dieser Schuld nicht mehr leben konnte.
Erschüttert saß er da und starrte den Monitor an, dieser Mann hatte Hochverrat begangen, besaß aber den Mut es zu zugeben wenn auch nur schriftlich aber dazu gehörte eben solcher Mut. Nachdenklich geworden klappte er den Laptop zu, er hatte nicht gemerkt dass er nicht mehr alleine war. Megan war herunter gekommen weil es plötzlich noch Stiller im Haus geworden war. Vorsichtig tastete sie sich um die Ecke, sie wusste ja nicht was ihr Vater da gerade an seinem Laptop arbeitete.
Steve saß auf dem Schreibtischstuhl und dachte nach als sie sich bemerkbar machte "Dad ist alles ok?" ihre Stimme ließ ihn aufsehen, er nickte "Alles in Ordnung." seine Mine hellte sich beim Anblick seiner Tochter wieder etwas auf, er wollte sie nicht mit noch mehr belasten als sie schon erlebt hatte. Langsam erhob er sich, irgendwie hatte er sich noch nicht ganz daran gewöhnt das Megan ihn Dad nannte, es fühlte sich noch so ungewohnt an, doch irgendwie gut.
Jetzt zog er Megan spontan in eine sanfte aber feste Umarmung, ihm war gerade danach gewesen "Ist wirklich alles ok?" sie schaute aus der Umarmung zu ihm auf, Steve nickte denn jetzt war alles in Ordnung so hoffte er jedenfalls. Wo Fat würden sie finden und einbuchten das dieser Mistkerl niemanden mehr schaden konnte und seine Kleine endlich zur Ruhe kommen und alles verarbeiten konnte.
Eine Woche später fanden Wanderer die Leiche von Edward Clark, zerschmettert am Fuße einer Klippe, die Obduktion ergab das er selbst die Klippe hinunter gesprungen war und damit den Freitod gewählt hatte um seine Schuld zu sühnen. Das NCIS-LA Team war auch wieder auf dem Festland mit der Übereinstimmung das sich beide Teams über den weiteren Verlauf des Falles austauschten.

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   So Jun 15, 2014 10:37 pm

Geschafft, Kapitel 7 ist fertig, ich hoffe es gefällt euch, es gibt einen Action Steve, er bekommt seinen Krankenhaus Aufenthalt und Mary wird Tante.
Seid gnädig zu mir wenn die Aktionszene nicht die beste ist, ich habe so etwas noch nicht oft geschrieben, es sind aber laut meinem Word Programm gut 11 Seiten und 7399 Worte geworden. kaffeeprust




Kapitel 7: Von Vätern und Töchtern!


Ein ruhiger Morgen im McGarrett Home, so schien es jedenfalls bis jetzt, Steve drehte sich gerade auf die Seite als er ein Geräusch aus dem Erdgeschoss hörte. War Megan schon auf? Er schaute zu den Leuchtziffern seines Weckers, diese sagten das es gerade sieben Uhr war und sie es eigentlich sein müsste, es war Freitag und sie hatte Schule.
Als ihn etwas aus seinem Gedanken Gang riss, mit einem Satz saß er senkrecht im Bett, hatte da etwas in der Küche geklappert? Schnell zog er sich ein Shirt über, griff in seine Nachttischschublade und holte seine Waffe heraus. Leise mit der Waffe im Anschlag schlich er zur Treppe um auf halben Weg mit seiner Tochter zusammen zu stoßen "Was ist da unten los?" ihre Stimme war nur noch ein leises flüstern, Steve legte einen Finger auf die Lippen und sagte ihr damit das sie leise sein sollte.
"Du bleibst hier oben." das war ein klarer Befehl gewesen, sein Blick sagte ihr das wiederstand zwecklos war trotzdem folgte sie ihm bis zur Treppe um dann dort stehen zu bleiben. Steve schlich sich Stufe für Stufe hinunter pirschte sich zur Küchentür vor um dann dort wie angewurzelt, die Waffe immer noch im Anschlag, stehen zu bleiben "Mom...!" er starrte die schlanke blonde Frau mit einem leicht verwirrten und erstaunten Blick an, wie war sie bitte ohne Schlüssel ins Haus gekommen? Die Alarmanlage hatte er eigenhändig gestern Abend eingeschaltet.
"Was machst du hier?" er schaute sie immer noch fragend an "Ich mache Frühstück." sie hatte eine Pfanne mit Rührei in der Hand und füllte dieses in eine Schüssel, Steve hatte währenddessen seine Waffe gesichert, auf den Kühlschrank gelegt und schaute ihr nach als sie alles ins Esszimmer trug "Und deine Alarmanlage ist auch nicht die Beste." na klasse da gab man ein Heiden Geld für die ganze Technik aus und dann das, die eigene Mutter bricht ins Haus ein.
Als sie die leicht entrüstete Stimme ihres Vaters hörte kam Megan herunter um nach zu sehen was ihn so aus der Fassung brachte. Sie ging zum Esszimmer hinüber wo ihr Vater gerade mit seiner Mutter diskutierte, das war also Doris McGarrett. Ihr Vater hatte schon von seiner Mutter erzählt, eine ziemlich merkwürdige aber spannende Geschichte so dass sie verstehen konnte dass er momentan nicht wirklich gut auf sie zu sprechen war.
"Wie du weißt muss ich mich auch um Megan kümmern und für ihre Sicherheit sorgen." er schaute seine Mutter ernst an "Und du brichst hier einfach ein." seine Stimme verriet das er immer noch aufgebracht war, das eben erwähnte Person mitten in der Tür stand, hatte keiner von beiden bemerkt, jedenfalls noch nicht "Möchtest du Orangensaft?" Doris schaute ihren Sohn an "Nein möchte ich nicht." gab er als knappe Antwort, sie schien zu ignorieren das er hier nicht alleine Wohnte.
Doris drehte sich gerade in Richtung Küche als ihr auffiel das sie nicht alleine waren, Megan lehnte in lässiger Steve Manier, mit vor der Brust verschränkten Armen, am Türrahmen "Oh..." mehr brachte sie nicht zustande als sie das Mädchen erblickte, sie sah ihrem Vater sehr ähnlich, jedenfalls von den Gesichtszügen her ansonsten kam sie eher nach ihrer Mutter, so schien es Doris jedenfalls. Sie hatte nur kurz auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer ein Foto gesehen, welches in einer Akte gelegen hatte, als sie ins Haus eingebrochen war.
Steve hatte sich ebenfalls umgedreht "Hatte ich nicht gesagt du sollst oben bleiben." das hatte er gesagt und das mehr als deutlich "Ja hattest du, aber da ich nichts ungewöhnliches, außer eure Diskussion, gehört habe bin ich runter gekommen." bemerkte sie und löste sich vom Türrahmen um beide prüfend an zu sehen. Noch ehe sie weiter reden konnte klingelte irgendwoher ein Telefon "Dad das ist bestimmt dein Telefon, meins ist in meinem Zimmer." Steve grummelte irgendetwas und suchte das Gerät, heute war es zur Abwechslung einmal willkommen das es klingelte. Während er nach seinem klingelnden Smartphone suchte, versuchte Doris sich mit ihrer Enkelin bekannt zu machen.
Diese beobachtete wie ihr Vater nach dem Telefon suchte, welches immer noch klingelte "Dad du hast es gestern neben der Tür auf den Beistelltisch gelegt, zusammen mit dem Autoschlüssel." dann hatte er es endlich gefunden "McGarrett." brummte er in den Hörer, am anderen Ende war Danny der ihm in aller Kürze erklärte das sie wieder einmal eine Leiche hatten.
"Ok alles klar ich bin in 20 Minuten da." er legte auf und lief die Treppen hinauf um sich an zu ziehen, keine 5 Minuten später war er wieder unten "Ich muss los wir haben eine Leiche." waren seine Worte, gleichzeitig griff er nach dem Telefon und den Autoschlüsseln, nicht bewusst das er etwas ganz wichtiges auf dem Kühlschrank hatte liegen lassen.
"Hast du nicht irgendetwas vergessen?" Megan schaute ihn fragend an und deutete Richtung Küche, jetzt wurde ihm erst klar das sein Waffenholster am Oberschenkel leer war, er murmelte ein danke griff sich seine Waffe, öffnete die Haustür, hielt dann aber einen kurzen Moment inne als ob er noch irgendetwas vergessen hatte.
Er schaute seine Mutter an "Mom kannst du Megan zur Schule fahren." er wartete nicht auf eine Antwort, denn Doris würde nichts anderes übrig bleiben und immerhin war sie ihre Großmutter da konnte sie das auch mal machen. Die Blonde frau kam gar nicht zum antworten da Megan ihr zu vor kam "Vergiss den Elternabend heute nicht, der ist ganz wichtig." dabei trat sie einige Schritte auf ihren Vater zu.
Sie beugte sich etwas vor "Es werden hauptsächlich Mütter da sein, einige von ihnen sind diese typischen gelangweilten Hausfrauen und Alleinerziehende." sie schaute ihn prüfend an "Die haben einfach zu viel Desperate Housewives und Friends gesehen. Und du gehörst jetzt zu der seltenen Rasse der Alleinerziehenden Väter." Megan zwinkerte ihm zu, er würde das schon verstehen, denn der Vater von Cinda war auch Alleinerziehend, sie wünschte ihm noch viel Spaß für den Elternabend, dann war sie allein mit ihrer Großmutter.
Jetzt war sie alleine mit Doris, die immer noch in der Tür zum Esszimmer stand, auf dem Tisch wurde das Rührei langsam kalt und der Orangensaft warm. "Wenn Steve schon auf Frühstück verzichtet, möchtest du denn etwas?" sie hatte ihre Worte wieder gefunden und schaute das Mädchen an. Die angesprochene drehte sich um "Klar gerne, wäre ja schade um das Rührei." sie lächelte ihre Oma an "Ich zieh mich nur schnell an dann können wir Frühstücken." keine fünf Minuten später saß sie voll angezogen zusammen mit Doris am Tisch und verspeiste das Frühstück.
Irgendwie musste sie ja ihre Großmutter bei der Stange halten, nachdem ihr Vater zu seinem Tatort aufgebrochen war und sicher erst spät heimkommen würde. Trotz aller Bemühungen konnte sie nicht so richtig warm mit ihr werden, irgendetwas war da was sie nachdenklich machte. Sie wusste von ihrem Vater dass sie beim CIA gewesen war und ihren Tod vorgetäuscht hatte, er hatte ihr von Anfang an die Wahrheit gesagt, denn seine Mutter hatte ihn schon mehr als einmal belogen. Früher oder später würde Megan ihre Großmutter mit denselben Fragen konfrontieren.
Jetzt saßen sie zusammen im Auto, nachdem Megan ihr erklärt hatte dass sie heute einen Projekttag hatten und sie daher erst später zur Schule brauchte. Also musste sich Doris als ehemalige *Lehrerin* keine Sorgen um nachsitzen oder dergleichen machen.
Danny und Steve lauschten zur selben Zeit Max der ihnen gerade seinen Bericht ablieferte, nach dem die Leiche in der Pathologie angekommen war und er sie eingehend untersucht hatte. Niemand wusste bis jetzt das dieser Fall noch größere Ausmaße annehmen sollte als er jetzt schon hatte und das er einen netten Wanderausflug in ein kleines Desaster verwandeln sollte.
Später am Abend würde Steve sich seinem ersten Elternabend stellen, was Danny wieder einmal dazu brachte, seinem Freund Tipps zu geben "Du weißt was auf dich zu kommt?" fragte der Blonde als sie das Gebäude verließen um zum Auto zu gehen. "Ja Megan hat mir gesagt worauf ich mich einstellen muss." gab er zu verstehen, sperrte den Wagen auf und setzte sich ans Steuer, schnallte sich an "Auf gelangweilte Hausfrauen und alleinerziehende Mütter." dann startete er den Motor.
Danny grinste, legte ebenfalls den Sicherheitsgurt an, Steve gab Gas, fuhr zum Hauptquartier, dort würden sie einige Berichte schreiben müssen, Recherche Arbeit leisten um den unbekannten Toten mit Hilfe der Gerichtsmedizin einen Namen zu geben, momentan hatte er nur einen Zettel mit John Doe drauf am Zeh hängen.
Eine Stunde und einen Haufen Papierkram später war es Zeit für den Elternabend, schnell zog er sich noch ein frisches Poloshirt über, schnappte sich seinen Autoschlüssel und machte sich auf den Weg. Kono, Chin und Danny wünschten ihn noch Hals und Beinbruch, als dieser ihnen ein leicht schiefes grinsen zu warf ehe er das Büro verlies.
Leicht in Gedanken fuhr er die vertrauten Straßen entlang, dieser Elternabend war Neuland für ihn aber keine Aufgabe die er nicht bewältigen konnte. Als er auf dem Parkplatz der Kukui High parkte war er guter Dinge, so dass er, sein Waffenholster aus Gewohnheit zurechtrückend, auf das Schulgebäude zu ging. Schnell hatte er das Klassenzimmer gefunden und klopfte an die Tür.
Mrs. Jones entschuldigte sich kurz, bei den schon Anwesenden Eltern um die Tür zu öffnen "Guten Abend Mr McGarrett, schön das sie kommen konnten." sie lächelte Freundlich und ließ ihn eintreten, damit er sich zu den Anderen setzen konnte. "Schön das sie alle es einrichten konnten zu kommen." sie lächelte wieder, holte sich den Stuhl von ihrem Pult heran und setzte sich.
Steve hatte sich lässig und vollkommen entspannt auf einen freien Platz gesetzt, wohlwissend, das die Augen der Weiblichen Anwesenden an ihm klebten. Obwohl ein Teil dieser Damen mit Sicherheit verheiratet war ob glücklich oder nicht, das war nicht von Belang. Selbst die Lehrerin konnte sich der natürlichen Anziehungskraft von Steve nicht entziehen, er war eben ein Mann mit Ausstrahlung in den besten Jahren. Zum Leidwesen aller aber leider nicht mehr zu haben, in beiderlei Hinsicht.
"Ich weiß das hier Elternabende nicht üblich sind, fand es aber eine nette Idee sie einmal kennen zu lernen." begann Kimberly Jones "In meinem Auslandsjahr in Deutschland als Referendarin, gab es regelmäßig solche Elternabende, die immer Anklang gefunden haben." nun begann sie zu erklären wie so etwas in Deutschland ablief und was man an so einem Abend alles besprechen konnte. Angefangen von belanglosen Sachen wie Ausflüge, Klassenreisen, Projekttage, sogar über Schüleraustausch mit den USA und anderen Ländern.
Außer Steve war noch ein Mann anwesend, er hatte Aschblondes, Militärisch kurz geschnittenes Haar und schien ebenfalls ledig zu sein. Er trug keinen Ring am rechten Ringfinger und auch sonst machte er nicht den Anschein vergeben zu sein. Jetzt beugte er sich zu Steve hinüber "Sie müssen Megan's Vater sein?" er reichte ihm die Hand "Timothy James, ich bin Cindas Vater und der Coach aus dem Gym, wo die Mädchen trainieren." er nahm die ihm gereichte Hand und schüttelte sie, irgendwie waren sie sich gleich sympathisch.
Nach diesem doch recht netten Elternabend, mit einigen Informationen für die folgende Unterrichtszeit, verabschiedeten sie sich von der Lehrerin, die nicht minder Sympathisch war. Draußen auf dem Parkplatz unterhielten sich die beiden Männer noch einen Augenblick über Gott und die Welt. Steve hatte herausgefunden dass Timothy James oder auch TJ, wie er ihm angeboten hatte, ebenfalls gedient hatte, zwar nicht die Navy aber bei der hier Stationierten Army als Pilot.
Nun stand und lehnte geballte Männlichkeit am Silverado, lässig die Arme vor der Brust verschränkt. Die Dienstwaffe an Steve's Hüfte und die Marke an seinem Gürtel, trugen noch dazu bei, dass sie alle Blicke auf sich zogen. "Lassen sie sich von denen nicht verwirren, die starren einen immer so an." meinte der Blonde und blickte kurz zu den quatschenden Frauen hinüber "Wir sind eben Raritäten." er grinste, denn sein gegenüber wusste was er meinte. So viele Allein erziehende Väter gab es hier nicht, denn sie waren ja auf einer Insel, auf einer wunderschönen noch dazu.
Ein paar Minuten später verabschiedete er sich, vielleicht würde er in der nächsten Tagen, wenn Megan zum Training ging und es seine Zeit zu ließ, einmal mit kommen und sich dort im Trainingszentrum alles ansehen, bisher hatte er nur den Parkplatz gesehen wenn überhaupt.
Eine halbe Stunde später fuhr er auf den Parkplatz, als er den Wagen abstellte, sah er dass im Wohnzimmer noch Licht brannte. War Megan etwa noch wach? Drinnen hatte sich das Mädchen,  mit ihren Schulbüchern, auf dem Wohnzimmertisch ausgebreitet und lernte.
Steve öffnete die Tür und staunte nicht schlecht " Du bist noch wach?" Sie nickte und klappte das Biologiebuch zu "Ja, irgendwie ist bei den Lehrern gerade der Prüfung Wahn ausgebrochen. " sie deutete auf ihre Notizen von heute" Ich meine 5 Klassenarbeiten in einer Woche, die spinnen doch." Megan schüttelte verständnislos den Kopf und klaubte ihre Schulsachen zusammen.
"Wo bleibt einem Schüler noch Freizeit?" sie schaute ihren Vater fragend an, da musste er ihr recht geben, so etwas hatte die Lehrerin auch angedeutet, dass die Lehrer das Lernpensum vor den Ferien noch einmal kräftig an zogen.
Obwohl es noch etwas hin war bis zu den nächsten. Jetzt hieß es erst einmal das Töchterlein ins Bett verfrachten, damit sie am nächsten Morgen zeitig zu ihrem Wanderausflug, den sie schon vor einiger Zeit geplant hatten, aufbrechen konnten.
Als Megan ihre Schulsachen zusammen hatte, hielt sie auf der Treppe noch einmal inne "Ich freue mich schon auf Morgen." man konnte es ihr genau ansehen, endlich hatte ihr Vater mal mehr Zeit für sie, als die paar Minuten Morgens beim Frühstück oder Abends.
Steve hatte sich fest vorgenommen, sich von niemand den Tag versauen zu lassen, schon gar nicht von irgendwelchen Verbrechern. Trotz allem hatte er seinem Team gesagt, was er am Wochenende vor hatte, wie gut er daran tat, dieses gesagt zu haben würde er einige Stunden später feststellen.
Das hatte bei Danny keine Begeisterungsstürme ausgelöst, denn Wandern oder dergleichen tat er nur unter Protest. So konnte er sich auf ein schönes Vater, Tochter Wochenende Freuen.
Am nächsten Morgen, war Megan schon früh auf und wuselte in der Küche herum. Sie war dabei Frühstück und Lunchpakete zu machen, denn ohne ein gutes Frühstück wollte sie nicht aufbrechen.
Gut gelaunt deckte sie den Tisch im Esszimmer, es störte sie nicht das es gerade erst sechs Uhr morgens war. Das Frühaufstehen lag ihr im Blut, so wie ihrem Vater, denn dieser schien auch schon wach zu sein. Von oben konnte man gedämpftes Türen klappen und Schubladen scharren hören.
Als Steve herunter kam trug er Cargopants, seine Armeestiefel, ein T-Shirt und darüber ein Kariertes Hemd, von dem er die Ärmel, bis zur Hälfte aufgekrempelt hatte.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es auch schon los, ein Notfallset fand noch in einem der Rucksäcke Platz, man konnte ja nie wissen ob es benötigt wurde und eine rolle Panzertape.
Am Ko'olau Mountain Range angekommen, parkten sie am Besucherzentrum den Silverado. Dort spuckte gerade ein Bus, einen Trupp Touristen aus die sich umsahen und haufenweise Andenken kauften, ehe sie mit einem Wanderführer eine der leichten Strecken in Angriff nahmen.
Auf der Übersichtskarte am Besucherzentrum, zeigte er ihr die Route die sie nehmen wollten, damit er seiner Tochter die Petroglyphen zeigen konnte, die in den Felsen geritzt waren und das Atemberaubende Panorama über das Tal bis hin zum Meer gekrönt von der Honolulu Skyline.
So marschierten sie los, den Pfad entlang, das Wetter war gut, und auf diesem Weg nicht so viele Touristen.
Megan genoss diesen Tag in vollen Zügen, Steve genau so, war es doch einer der wenigen Samstage die er mal Frei hatte. "Ich war hier schon einmal, mit Mom und Grandpa." erinnerte sich das Mädchen "Da war ich noch ganz klein, sechs oder so?" sie schaute zu ihm hinüber "Warst du oft mit deinem Dad hier oben?" er überlegte einen kurzen Moment "Er hat mich jedes Jahr mit hier her genommen." das war eine der schönen Erinnerungen.
Ungefähr eine Dreiviertelstunde später hatten sie ihr Ziel erreicht. Der Wald öffnete sich, man konnten den Wanderweg sehen, der sich wie ein roter Faden den Hügel hinauf schlängelte.
Oben angekommen bot sich ihnen ein wunderschönes Panorama, unter ihnen leuchtete saftig grün, das Tal des Ko'olau Mountain Range, in der Ferne, am Horizont konnte man die Skyline von Honolulu erkennen und den Pazifik als einen Silberstreifen.
"Wunderschön." Megan war hin und weg von dem Ausblick, Steve nickte zustimmend, genoss dieses Bild schweigend und schmunzelte als sie ihr Smartphone aus der Tasche zog, um ein Foto zu machen "Schade das wir hier keinen empfang haben." das Gerät zeigte nur Netzsuche an, so wanderte es wieder in die Tasche ihrer Cargopants.
Nach dem sie ausgiebig das Panorama betrachtet hatten, liefen sie noch ein Stück weiter nach oben, bis zu einer Felswand in der die Petroglyphen eingeritzt waren. Steve erklärte ihr was es damit auf sich hatte und was die Bilder darstellten, Megan hörte aufmerksam zu, nicht so wie Danny der sich keinen pups für so etwas interessierte, es gehörte aber zur Geschichte der Inseln wie die Vulkane aus denen sie endstanden sind.
Später auf dem Rückweg, nach dem sie eine Weile von ihrem letzten Standort aus, das Panorama noch einmal betrachtet hatten, liefen sie den Weg , bis zur Hälfte wieder hinunter um dann an einer Weggabelung, die entgegengesetzte Richtung ein zu schlagen.
Steve wollte seiner Tochter noch einige andere schöne stellen zeigen, als er plötzlich inne hielt und lauschte.
War da gerade etwas gewesen? Oder hatte nur ein Tier im Busch geraschelt. Da war es wieder, ein leises kaum hörbares Stöhnen. Megan hatte es auch gehört und schaute ihren Vater an "Was war das?" irgendwie machte ihr das gerade ein bisschen Angst.
Auf diesem Weg war niemand außer ihnen, zum Besucherzentrum waren es einige Kilometer und die Touristen nahmen andere Wege.
Langsam gingen sie den Weg weiter, immer wieder lauschend, vielleicht war da auch jemand gestürzt und verletzt, man konnte ja nie wissen wer hier noch wandern war außer ihnen. Das dieser jemand ihren ganzen Vater Tochter Tag gewaltig aus den Fugen heben sollte, wussten die beiden auch nicht.
Einige hundert Meter weiter, etwas unterhalb des Weges wurde das Stöhnen lauter "Das kommt von da drüben." Megan deutete in Richtung eines umgestürzten Baumes.
Er nickte, gab ihr zu verstehen dass sie erst einmal hier warten sollte "Ok." sie nickte und beobachtete wie er sich langsam vor pirschte, um zu sehen was sich hinter dem Baumstamm verbarg.
Als er über den Baumstamm kletterte, hockte am Boden, direkt neben ihm ein Mann "Hey alles in Ordnung?" fragte Steve als er neben ihn auf den Boden sprang und sich zu ihm drehte.
Der Mann nickte, versuchte auf zu stehen und sank wieder zu Boden "Oder vielleicht auch nicht, wahrscheinlich habe ich mir, als ich gestolpert bin etwas den Kopf angeschlagen." murmelte er und lehnte sich zurück.
Beim genaueren betrachten fiel ihm die Beule an seiner Stirn auf "Ist ihnen schlecht, haben sie Kopfschmerzen?" er winkte Megan heran, da er davon ausging, das ihnen von dem Mann keine Gefahr drohte und sie das Notfallset im Rucksack hatte.
"Sind sie Sanitäter oder so?" der Typ schaute ihn genau an, musterte Steve von oben bis unten "Nein eher oder so." neben bei kramte er das Notfallset heraus um den Kratzer auf der Beule zu desinfizieren und ein Pflaster darauf zu kleben. Er musste ihm ja nicht direkt auf die Nase binden das er ein Navy SEAL war.
Megan hatte sich auf den Baumstamm gehockt, schaute zu wie ihr Vater den verletzten versorgte, er machte es schnell und Routiniert "Darf ich fragen wie sie heißen?" sie schaute auf ihn hinunter, diese Frage war ganz unverfänglich "Ralf." jetzt versuchte er sich wieder zu erheben und schaffte es stehen zu bleiben "Vielen Dank für ihre Hilfe, ich muss jetzt weiter." Steve hatte sich ebenfalls erhoben und klopfte sich den Sand von den Knien "Sie könnten eine Gehirnerschütterung haben oder schlimmeres." versuchte er ihn davon ab zu halten alleine weiter zu gehen "Wir können sie bis zum Besucherzentrum begleiten." schlug er vor.
Doch plötzlich schlug die Stimmung um "Ich brauch keine Hilfe." seine Stimme hatte einen drohenden Unterton bekommen und sein Blick viel auf das GPS Gerät an seiner Hüfte, er schien irgendetwas zu suchen, wirkte jetzt Nervös als ob ihm die Zeit davon laufen würde.
"Oder vielleicht kann ich ja doch Hilfe brauchen." jetzt zog er einen Waffe aus seinem Hosenbund und hielt sie Steve direkt unter die Nase, dieser wich einen Schritt zurück und winkte Megan zu sich heran, die vom Baumstamm rutschte und zu ihm hinüber lief.
Das wahres wohl mit dem gemütlichen Familienausflug, schützend schob er seine Tochter hinter sich "Was wollen sie?" noch klang seine Stimme Ruhig und bestimmt "Ich habe etwas verloren und sie werden mir dabei helfen es zu finden." er fuchtelte mit der Waffe herum und sorgte dafür das die beiden sich in Bewegung setzten.
Immer wieder auf das GPS Gerät schauend trieb er seine beiden Geiseln vor sich her "Da rauf." kommandierte er und deutete auf einen kaum zu erkennenden Trampelpfad. Dieser Weg endete einige hundert Meter und war praktisch nicht mehr vorhanden, nur noch ein klaffendes Loch war da unterspült vom letzten Unwetter.
Er fluchte und verschluckte das böse F Wort hinunter welches ihm auf den Lippen lag "Dann müssen wir einen anderen Weg finden." er schubste die beiden wieder auf den Hauptweg, in die Richtung aus der sie gekommen waren, genau auf die Weggabelung die sie vor einiger Zeit genommen hatten.
"Und jetzt?" Steve schaute den Typen an und verschränkte die Arme vor der Brust, in seinem Rücken die Gabelung.
Ralf starrte von einer zur anderen Seite, dann zum gefühlten einhundertsten Mal auf das GPS "Wir gehen links." kommandierte er und fuchtelte wieder mit seiner Waffe herum.
Derweil machten sich Danny und der Rest vom Team auch ein schönes Wochenende, wäre da nicht dieses komische Gefühl was der Blonde in der Magen Gegend hatte, warum auch immer. Zum wiederholten Male versuchte er seinen besten Freund zu erreichen, natürlich wusste er das sie nicht überall empfang hatten, aber wenn sie oberhalb der Stelle mit den Petroglyphen waren, hatten sie welchen.
Er versuchte sich keine Sorgen zu machen um seiner Tochter den Tag nicht zu verderben "Alles ok Danno?" das kleine dunkelhaarige Mädchen schaute zu ihrem Vater auf "Ja alles in Ordnung Äffchen, Onkel Steve meldet sich bestimmt wenn sie mit ihrer Tour durch sind." trotzdem blieb dieses flaue Gefühl in der Magen Gegend. Irgendwann hielt es Danny nicht mehr aus und er rief Kono an das sie sich, zusammen mit Chin im Hauptquartier trafen, Grace musste dann heute ausnahmsweise mal mit kommen. Rachel war mit ihrem Mann gerade auf irgendeiner Wochenend Veranstaltung oder wo auch immer, so dass er seine Tochter nicht zu ihrer Mutter bringen konnte.
Eine halbe Stunde Später standen alle um den Magic Table herum, Grace saß in Danny's Büro und spielte ein Computerspiel.
In Kurzfassung berichtete er das er ein ungutes Gefühl hatte, alle wussten das sich Steve gerne mal in Prekäre Situationen brachte und da er Megan dabei hatte, machte der Blonde sich doppelt sorgen.
"Kono kannst du ihren letzten Standort ermitteln." die junge Frau nickte und ließ ihre Finger über die Tastatur fliegen, kurze Zeit später hatte sie das letzte Signal lokalisiert.
"Das letzte Signal kommt vom Besucherzentrum am Ko'olau Maountain Range." Kono versuchte weiterein neues Signal zu ermitteln, vielleicht hatte ja zwischendurch einer von beiden, eines der Smartphone aktiviert gehabt, so dass sie es orten konnte.
Chin überprüfte derweil die Wetterlage, man konnte ja nie wissen ob man solch eine Information brauchen konnte "Bisher hat der Wetterdienst kein schlechtes Wetter angesagt." jedenfalls das beruhigte alle ein kleines bisschen.
Eine weitere Stunde später, sie umrundeten gerade einen umgestürzten Baum, hielt Ralf inne und schaute auf das GPS "Hier muss es sein, irgendwo hier muss die Tasche sein, fangt an zu suchen, sie ist schwarz mit einem langen Trageriemen." na toll wie sollte man hier, bei diesem Dämmerlicht, eine schwarze Umhängetasche finden. Um Ralf nicht noch wütender zu machen, begannen sie mit der Suche, irgendwann hatte Megan etwas gefunden "Ich glaube ich hab sie." sie deutete einen Abhang hinunter.
Ralf trat an den Rand und schaute hinunter "Runter klettern." war sein knapper Befehl, Megan schaute ihn nur mit großen Augen an, war der Typ noch ganz frisch? Nie im Leben würde sie da hinunter klettern, jedenfalls nicht ohne die richtige Ausrüstung und die hatten sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dabei, es sei denn Steve hatte in den Tiefen seines Rucksackes, einen Klettergurt und ein Seil.
Der Typ wurde langsam richtig wütend "Runter klettern." wiederholte er und deutete den Abhang hinunter "Und womit? Sie haben nicht rein zufällig eine Kletterausrüstung in der Hosentasche?" sie warf ihm einen finsteren Blick zu, den Steve ebenfalls auffing und er wäre ein schlechter SEAL wenn er nicht einmal das im Gepäck hatte. Ralf war kurz davor Megan eine zu scheuern als ihr Vater dazwischen ging "Ohne richtige Ausrüstung und die nötige Erfahrung ist so etwas sehr gefährlich." gab er zu verstehen und versuchte so sie Wogen etwas zu glätten.
Er wusste ja nicht ob seine Tochter klettern konnte, immerhin kannten sie sich erst einige Monate und waren noch in der Kennen lern Phase, Steve setzte seinen Rucksack ab "Ich habe eine Notfallausrüstung dabei und werde hinunter gehen." dabei kramte er das Seil und den Gurt aus seinem Rucksack.
"Sie geht runter." Ralf hielt Steve abermals die Waffe unter die Nase "Sie ist aber noch nie geklettert." versuchte er ihn zu beschwichtigen "Egal, dann erklären sie ihr wie das geht." das war leichter gesagt als getan und der Gurt würde nicht richtig passen, da es sein eigener war und etwas zu groß, aber vielleicht konnte er ihn etwas verstellen und Megan noch einmal Extra mit dem Seil sichern.
Kurzerhand half er ihr in den Gurt, schnallte ihn etwas enger und befestigte das Seil daran "Bist du schon einmal geklettert?" er schaute sie an als er den Knoten noch einmal überprüfte "Ein oder zwei Mal mit Großvater in einer Halle, aber das ist schon einige Jahre her." ihr Blick wanderte wieder hinunter.
"Ok gut." er nickte und begann ihr zu erklären was sie zu tun und beachten hatte, damit ihr nichts passierte, kurz wanderte sein Blick über die Schulter zu Ralf, der verzweifelt versuchte Netz zu bekommen. Aha also hatte er noch einen Komplizen, der wahrscheinlich auf ihn wartete oder auf seinen anruf damit er ihn irgendwo abholen konnte und das hieß das er seine beiden Geiseln los werden musste.
Steve würde sich etwas einfallen lassen müssen, denn mit einer Kugel im Kopf irgendwo hier oben wollte er auch nicht enden, sein Hirn arbeitete auf Hochtouren an einem Plan, während er Megan vorsichtig und gut gesichert hinunter lies.
Vorsichtig Stück für Stück, tastete sich Megan die Felswand hinunter, immer wieder nach oben und unten schauend. Unter sich konnte sie die Tasche erkennen, die sich an einem kleinen Baum, der aus der Wand ragte, verfangen hatte "Gib mir noch etwas Seil, ich komme gleich an die Tasche." sie versuchte nach dem Tragegriff zu greifen, als es plötzlich einen Ruck gab und sie ein ganzes Stück nach unten rutschte, erschrocken schaute sie nach oben "Dad, alles ok da oben?" Megan hoffte es jedenfalls, nichts ahnend das der Typ da oben gerade total am abdrehen war.
Ohne Vorwarnung, hatte er Steve den Griff seiner Waffe über den Kopf gezogen, so dass er für einen Augenblick das Seil los gelassen hatte und seine Last am anderen Ende gefährlich in die Tiefe rutschte.
"Verdammt." er fluchte und stemmte sich mit seinem ganzen Gewicht gegen das Seil um sie nicht noch mehr abrutschen zu lassen, bei dem Ruck spürte er einen kurzen stechenden Schmerz in der Leisten Gegend, an seinen angeschlagenen Kopf dachte er in diesem Moment nicht, merkte nur das ihm etwas warmes über das Gesicht lief.
"Sind sie verrück? Soll sie sich das Genick brechen." er warf Ralf einen Tödlichen Blick zu, dieser versuchte immer noch Netz zu bekommen "Hier oben haben wir kein Netz, entweder müssen wir rauf auf den Gipfel oder zum Besucherzentrum hinunter." gab er ihn zu verstehen, während er seine Tochter weiterhin sicherte, damit sie wieder hoch klettern konnte.
Vorsichtig angelte sie nach der Tasche, fummelte irgendwie den verhedderten Trageriemen los, um sie sich dann um zu hängen. "Ich habe sie." vorsichtig begann sie nach oben zu klettern, immer wieder nach halt für Füße und Hände zu suchend. Oben angekommen ließ sie sich einfach auf den Boden sinken, ihre Knie waren weich wie Pudding und ihre Hände zitterten leicht.
Ihr erster Gedanke nach dem sie sich gesammelt hatte galt ihrem Vater "Bist du ok?" der tobende Ralf wurde gepflegt ignoriert, die Platzwunde an Steve's Stirn dagegen hatte ihre volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen "Du blutest, lass mich das mal ansehen." fürs erste musste etwas Desinfektion und ein Pflaster reichen, sie kramte gerade das Notfallset aus dem Rucksack, als ihr Geiselnehmer auf sie zu kam.
"Los weiter." befahl er und gab zu verstehen dass sie aufstehen sollten, egal was sie gerade vor hatte "Das muss desinfiziert werden, sonst entzündet es sich." gab Megan klar und deutlich zu verstehen und machte ungeniert weiter, das Blut ab zu tupfen, die Wunde etwas zu säubern und zu verarzten.
Langsam standen beide vom Boden auf, Megan schälte sich aus dem Klettergurt und packte alles wieder in den zweiten Rucksack, die Tasche hatte sie immer noch um ihre Schulter geschlungen, nicht wissend was deren Inhalt war.
"Weiter." knurrte er und deutete in die Richtung aus der sie gekommen waren, Steve schulterte seinen Rucksack und reichte Magen ihren. Ralf lief mit dem GPS vor raus, die beiden Geiseln hinter ihm her, Megan ließ sich etwas zurückfallen und versuchte selbst ein Netz zu bekommen, natürlich war hier oben ein riesen Funkloch, so dass sie nur das GPS auf ihrem Smartphone aktivierte und das schmale gerät wieder in die Taschen ihrer Hose schob.
Mittlerweile war es Mittag geworden, die Temperatur gestiegen und Ralf immer nervöser, dieser Fluchte wie ein Bauarbeiter vor sich hin, traktierte sein Telefon, bis er plötzlich innehielt. Das Gerät gab einen leisen pieps von sich, also hatten sie hier empfang, dann hörte man ihn laut Artikulieren und mit dem Kerl am anderen Ende der Leitung herum Motzen.
"Ok alles klar wir kommen da hin." er erklärte seinem Partner dass er leider zwei unerwünschte Geiseln hatte und dass diese entsorgt werden mussten, dieser war nicht sonderlich erfreut darüber und pöbelte so laut das man ihn auch ohne das Telefon hören konnte.
Jetzt hieß es für Steve sich und seine Tochter so heil wie möglich hier raus zu bekommen und das so schnell wie möglich.
"Dad hast du einen Plan?" Megan hatte ihm am Ärmel gezupft und schaute ihn fragend an "Ich arbeite gerade daran." sie konnte sehen wie er Nachdachte, wenn er alleine gewesen wäre dann hätte er ihn schon längst ausgeschaltet, da er das aber nicht war musste er sich schleunigst was einfallen lassen.
Irgendwann, nach gefühlten Stunden kamen sie an einen etwas abseits gelegenen Parkplatz an, dort parkte ein schwarzer SUV mit getönten Scheiben.
Im Hauptquartier versuchte Danny immer noch Steve zu erreichen, er wusste ja das er an einigen Stellen keinen empfang hatte, er musste ihn benachrichtigen da sie etwas, bezüglich ihrer Unbekannten Leiche heraus gefunden hatten, das es einen Juwelen Raub auf einer Schmuckausstellung gegeben hatte, die in ein paar Tagen stattfinden sollte und das noch zwei der Diebe auf freiem Fuß waren. Was der Blonde Cop nicht wusste war, dass Steve auf einen der Gangster gestoßen war und das sie gerade Wegs auf dem Weg zu seinem Partner waren.
Kono versuchte derweil immer noch ein GPS Signal zu orten und dann war es plötzlich da "Jungs ich hab was." mit einem wisch schickte sie das Bild auf den großen Monitor.
Das Signal, welches sie empfingen, war an einer ganz anderen Stelle, an der das besucherzentrum war, quasi am anderen Ende der Ausgeschriebenen Wanderwege, und davon gab es sicher einige da oben.
"Ich weiß wo das ist." Chin warf einen Blick in die Runde, dann war alles klar. Danny würde seine Tochter wieder zu ihrer Mutter bringen, Chin und Kono nickten "Wir nehmen meinen Wagen." der Asiate griff seinen Kram und dann ging es los, unterwegs würden sie das HPD verständigen.
Auf dem Parkplatz musste Steve handeln, ob er wollte oder nicht, er gab seiner Tochter zu verstehen das sie auf sein Zeichen los laufen sollte und er, wenn er die Typen erledigt hatte, nach kommen würde.
Sie nickte, auch wenn es ihr nicht gefiel ihren Vater mit diesen Typen alleine zu lassen, das wissen das ihr Vater für solche oder ähnliche Situationen ausgebildet war, machte es kein bisschen leichter ihn mit den Gangstern alleine zu lassen.
Dann ging alles Blitz schnell, ehe der Zweite Typ überhaupt aus dem Wagen steigen konnte, hatte sich Steve sich auf Ralf geworfen und schlug ihn nieder, gab Megan das Zeichen damit sie los laufen konnte. Diese sprintete aus dem Stand los, am schwarzen Wagen vorbei auf den Feldweg hinunter, die Tasche fest an sich gepresst, im selben Moment stieg der Zweite Typ aus dem Auto und setzte ihr nach, versuchte sie zu packen, erwischte aber nur ihren Rucksack.
Megan schlüpfte aus den Riemen, lief weiter den Feldweg hinunter, hinter ihr der Partner von Ralf, dieser holte sie viel zu schnell ein, packte sie und schleppte das Mädchen wieder zurück.
"Lass mich los." zeterte sie und Wand sich, damit er sie los lassen musste, dieser hielt sie aber eisern fest.
Während Steve sich mit Ralf herum prügelte, der hatte ihm seinerseits, ordentlich eine verpasst, Kampftechnisch war der SEAL klar im Vorteil, so verteilte er einige gezielte Schläge in die Nierengegend um ihn dann mit einem Finalen schlag auf die, nicht vorhandenen, Bretter zu schicken.
Kurz nach Luft ringend wollte er sich auf den Weg machen seine Tochter ein zu holen als der andere Typ, mit ihr im Schlepptau in seine Richtung kam.
"Hey Superheld." Gangster Zwei versuchte so auf sich aufmerksam zu machen, der angesprochene drehte sich zu ihm und starrte ihn an, auf alles vorbereitet was jetzt noch kommen sollte.
Der Mistkerl hielt Megan eine Waffe an den Kopf und grinste fies, er hatte aber nicht mit ihrer immer noch bestehenden Gegenwehr gerechnet.
Das Mädchen holte mit ihrem Schädel aus, verpasste ihm eine harte Kopfnuss, so das ihm hören und sehen verging und er sie los lassen musste, wütend fluchend griff er sich ins Gesicht, Megan nutzte die Gelegenheit und verpasste ihm noch einen gehörigen Tritt in die Kronjuwelen, ehe sie sich in die Richtung ihres Vaters flüchtete, der sichtlich überrascht aus der Wäsche schaute, er hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit das sie den Typen ihrerseits eine verpassen würde.
Mittlerweile hatte dieser sich wieder aufgerappelt und stampfte auf die beiden zu, Steve schob Megan hinter sich, auf alles gefasst.
Der Typ kam wie ein Bulldozer auf ihn zu, so das ihm nichts anderes über blieb als in die Offensive zu gehen, er machte einen Satz auf den Typen zu, packte ihn, hebelte ihn mit seinem ganzen Körpergewicht aus, so dass er ihn auf Rücken und Schulter warf und ihm so den Arm auskugelte.
Im selben Moment traf das Team ein, gefolgt vom HPD auf dem Abgelegenen Parkplatz ein. Steve hatte den Typen gerade KO geschlagen, Ralf, Gangster Nummer eins, rappelte sich gerade schwerfällig wieder auf als Danny aus seinem Camaro sprang und ihm seinen Fuß auf den Rücken platzierte "Liegen bleiben und Hände hinter den Kopf." der Blonde fesselte ihn mit Kabelbinder Handschellen, dann wand er sich zu Steve der gerade Duke erklärte was abgelaufen war "Dich kann man auch keinen Tag alleine lassen, du scheinst Ärger echt an zu ziehen." Tadelte er seinen besten Freund und wetterte weiter, im Grunde meinte er das ja nicht Böse, er hatte sich nur Sorgen gemacht um beide.
Jetzt ließ sich Steve schwer auf die Motorhaube des Camaro sinken, langsam ebbte das Adrenalin in seinem Blut ab und die Schmerzen in seiner Leisten gegend kamen wieder, na toll sowas konnte er auch gebrauchen und das noch vor seiner Tochter und seinen Freunden, aber auch ein Super-SEAL durfte mal schwächeln.
Nach dem Danny mit seiner Standpauke fertig war schaute er ihn an "Hey alles ok bei dir?" jetzt machte er sich echt sorgen, zum Glück hatte Chin einen Krankenwagen geordert der gerade die beiden Verbrecher zusammenflickte, der Cop winkte einen Sanitäter herbei, damit der sich Steve anschauen konnte.
Währenddessen zeigte Megan Kono die Tasche mit der Beute der Diebe, sie öffnete sie und zog ein Schmuckkästchen heraus "Mal sehen was da drin ist." meinte sie und öffnete die Schachtel, in inneren befand sich ein Diamanten Collier, ein paar passende Ohrringe, ein Fingerring und ein Armband.
"Wow das ist sicher ein paar Hunderttausend Dollar wert." schätzte das Mädchen und Kono nickte zustimmend, zusammen übergaben sie den Schmuck dem HPD, das sie ihn verwahrten bis er dem Besitzer wieder gegeben werden konnte.
Der Sanitäter kümmerte sich gerade um Steve, als Kono und Megan zu ihnen herüber kamen "Und wie geht es unserem Boss?" die Junge Asiatin schaute in die Runde. "Die Platzwunde kann mit ein paar Stichen genäht werden ,aber das Andere muss ich ein Arzt ansehen, am besten nehmen wir sie mit ins Krankenhaus und lassen sie untersuchen." meinte der Sanitäter, zog seine Gummihandschuhe aus und klaubte seine Erste Hilfe Sachen zusammen.
Das fehlte ihm gerade noch, ein Krankenhaus Aufenthalt und was passierte mit seiner Tochter? Wer passte auf sie auf? Wenn er denn bleiben musste, zum Glück bisher nur ein paar Stunden, aber jetzt sah es echt schlecht für ihn aus, da half kein Protestieren, kurzerhand wurde er abtransportiert.
Nach dem sein Team ihm versprochen hatte auf seine kleine Aufzupassen, die hatte nur mit dem Kopf geschüttelt und gemeint "Dad ich bin sechzehn und kein kleines Kind mehr." versuchte ihn zu beruhigen "Und wenn es hart auf hart kommt rufe ich deine Schwester an." versicherte sie ihn und wie schnell das gehen würde wusste sie selber noch nicht.
Eine Stunde später und eine ernüchternde Diagnose, Steve lag im Behandlungszimmer als Megan zusammen mit Danny eintrat, er wartete gerade auf den Bluttest, da die Untersuchung keine Zerrung oder dergleichen ergeben hatte, so musste er einige Ampullen Blut lassen.
Der grinste sich einen ab, immerhin lag jetzt mal der Boss im Krankenbett und nicht einer von ihnen, Megan war ans Bett getreten und umarmte ihn kurz "Und was sagt der Arzt gesagt?" sie machte sich sorgen um ihn "ich warte noch auf den Bluttest, wegen der Entzündungswerte, ist wohl keine Zerrung." meinte er trocken und setzte sich etwas auf.
Kurz darauf betrat der behandelnde Arzt das Zimmer, mit einer niederschmetternden Diagnose für den Patienten "Die Testergebnisse sind da, die Entzündungswerte gefallen mir gar nicht, sie sind sehr hoch." der Arzt blätterte in seinem Bericht " So wie es aussieht haben sie eine Appendizitis Commander, also beehren sie uns etwas länger mit ihrer Anwesenheit und der Übeltäter muss so schnell wie möglich raus wenn wir keine Bauchhöhlen Entzündung haben wollen." erklärte der Arzt und gab so zu verstehen das die Besucher jetzt gehen sollten, da sie jetzt eh nichts mehr tun konnten außer warten.
"Ok alles klar." Danny nickte "Soll ich dich nach Hause fahren?" er schaute das Mädchen an und wartete auf eine Antwort. Megan war unschlüssig sollte sie hier warten oder zu Hause? Sie wusste einen Moment nicht was sie tun sollte, war heute doch so viel passiert was sie erst verarbeiten musste.
Mittlerweile wurde Steve OP fertig gemacht, man hatte ihm einen Zugang gelegt und ihn in den OP geschoben.
"Ich denke nach Hause, hier warten macht es nicht besser." sie erhob sich und folgte dem Blonden zum Auto, Danny fand das es eine gute Endscheidung von ihr war, so fuhr er sie zum McGarrett Home, er stellte den Wagen vor dem Haus ab, lies sie aussteigen nicht ohne ihr zu sagen das sie jeder Zeit anrufen konnte.
Chin hatte den Silverado ebenfalls zurückgebracht, er stand auf dem Parkplatz, der Schlüssel im Briefkasten, Megan klaubte ihn heraus und betrat das Haus, es war so still als sie die Tür öffnete, stiller als sonst. Vielleicht lag es an den Ereignissen des heutigen Tages und das ihr Dad jetzt im Krankenhaus war und Operiert wurde.
Sie ließ sich schwer auf das weiche Ledersofa fallen, den Tag noch einmal Revue passieren, dann griff sie zum Telefon um Mary an zu rufen, sie musste jetzt irgendeine Stimme hören, sie wusste das Steve seiner Schwester schon etwas angedeutet hatte, es aber nicht am Telefon mit ihr besprechen wollte.
Kurzerhand wählte sie die eingespeicherte Nummer.
Nach kurzem klingeln meldete sich Mary "Mary McGarrett." erklang es aus dem Hörer "Hallo Mary hier ist Megan." irgendetwas in ihrer Stimme alarmierte die junge Frau "Was ist passiert?" in kurzen Worten erzählte Megan was sich ereignet hatte, am anderen Ende wusste Mary nicht ob sie wütend auf ihren Bruder sein sollte oder nicht "Hör zu, ich nehme den nächsten Flieger und komme nach O'ahu, wenn ich da bin habe ich mit Steve noch ein Hühnchen zu rupfen." gab sie ihr zu verstehen "Ich rufe an sobald ich im Flugzeug sitze." dann legte sie auf um den nächsten Flug zu buchen.
Fünf Stunden und einen Anruf von Mary später, fuhr Megan mit gemischten Gefühlen zum Flughafen, wie lange war es her dass sie dieses Terminal betreten hatte?
Fast drei Monate sicher und jetzt stand sie vor der Schiebetür und musste mit sich kämpfen hindurch zu gehen "Reiß dich zusammen Meg." murmelte sie wie ein Mantra vor sich hin als sie mit eiskalten Händen und weichen Knien durch die Tür trat, langsam lief sie auf den Empfangsbereich zu, der Flieger mit Mary musste schon gelandet sein, suchend schaute sie sich nach ihrer Tante um.
Megan merkte wie es ihr den Hals zu schnürte, die Bilder vom Mord Tag kamen wieder hoch, das furchtbare grauen was sie hatte erleben müssen, lief wie ein innerer Film vor ihren Augen ab.
Sie hoffte das Gebäude schnell wieder verlassen zu können, sie hatte nicht einmal Danny gesagt dass sie Mary angerufen hatte damit sie her kam.
Jetzt fuhr sie herum als eine vertraute stimme ihren Namen rief, aber das was Mary zu sehen bekam erschreckte sie, Megan war furchtbar blass, ihre Augen feucht und irgendwie sah sie in diesem emotionalen zustand ihrem Vater verdammt ähnlich.
"Hey Kleine." grüßte sie und zog das Mädchen in eine feste Umarmung, drückte sie an sich "Bist du ganz alleine her gekommen?" Megan nickte nur und schaffte es gerade so ein Schlurtzen zu ersticken.
"Ok lass uns erst einmal hier raus." sie sammelte ihre Tasche ein, legte Megan den Arm um die Schultern und verließ mit ihr das Gebäude.
Im Auto erklärte ihr Megan noch einmal alles, nach einem kurzen Stopp am Krankenhaus, wo eine nette Nachtschwester ihnen erklärte das jetzt keine Besuchszeit mehr war und sie bitte am nächsten Tag wieder kommen sollten, außerdem hatte es Mary gewagt sich ans Steuer von Steve seinem heiß geliebten Silverado zu setzen, was ihr aber gerade echt schnurtz piepe war.
Am nächsten Morgen fuhren sie beide ins Krankenhaus, Steve hatte die OP gut überstanden, nur das untätige herumliegen im Krankenbett fand er nicht so toll, der Arzt hatte ihm aber für die ersten Tage strenge Bettruhe verordnet, außer dem Toilettengang durfte er nicht aufstehen.
Eine Tasche mit Kleidung zum Wechseln hatten sie auch dabei, denn in diesem fürchterlichen Krankenhauskittel sollte er nicht die ganze Zeit herum liegen.
Mary klopfte an die Tür und öffnete sie "Morgen Brüderchen." sie warf ihm einen leicht vorwurfsvollen Blick zu und trat dann zusammen mit Megan auf das Bett zu "Wir haben dir etwas zum umziehen mit gebracht." sie legte die Tasche auf das Bett, zum Glück konnte nichts diesen Mann entstellen, auch kein noch so hässlicher Krankenhauskittel.
Jetzt verlangte Mary erst einmal Rede und Antwort von ihrem Bruder, auch wenn er noch etwas matschig aussah. In kurzen Sätzen und so präzise wie möglich versuchte er seiner Schwester alles zu erklären "Ok ich denke nicht das du ins Detail gehen musst, das mit den Bienchen und Blümchen kannst du weg lassen." segnete sie seinen Bericht ab, also war sie jetzt Tante einer sechzehn Jährigen Nichte.
Megan hatte sich brav im Hintergrund gehalten und zu gehört, sie kannte die Geschichte ja schon zur Genüge, war sie doch das Ergebnis einer netten kleinen ungewollten Liaison.
Kurze Zeit später traf auch das restliche Team ein, um zu sehen wie es ihrem Boss ging, Danny konnte sich einige Flapsige Bemerkungen nicht verkneifen und erntete gespielt böse Blicke und schallendes Gelächter.
Immerhin hatte jetzt das ganze Five-0 Team einen längeren Krankenhaus Aufenthalt vor zu weisen.

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Mich gibt es Doppelt, ihr habt nicht zu viel getrunken! *big smile* 
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BeitragThema: Re: Project: Snow White   So Jul 20, 2014 2:40 pm

Nun endlich geht es in die 8 Runde meiner kleinen Fanfic, ich hoffe das sie euch gefällt und ihr spaß am lesen habt.
Diesesmal geht es hoch her beim Five-0, ein Filmteam begleitet sie 24 Stunden bei ihrer Arbeit und vieles mehr.
Einen kleinen Dank an Johnny1981 und lizzy87 die sich von mir haben volltexten lassen.  Kuscheln 




Kapitel 8: Real life Show!

Einige Wochen später, Steve war wieder komplett hergestellt, Mary auf dem Festland und so langsam kehrte der Alltag im McGarrett Home ein, Megan drückte brav die Schulbank und im Five-0 Team schien auch wieder alles beim alten zu sein.
Bis auf die Tatsache das Gouverneur Denning einer Journalistin erlaubt hatte das Team 24 Stunden zu begleiten, eine gewisse Savannah Walker, die gerademit ihrer Show über die Inseln tingelte. Das sorgte nicht gerade für Jubelausbrüche im Team, eher genau das Gegenteil, keiner freute sich über ein Fernsehteam das ihnen Wort Wörtlich am Hintern klebte, nun ja jetzt hatten sie es halt am Allerwertesten kleben und mussten das Beste daraus machen.
Kono, Chin und Danny beugten sich über den Magic Table, besprachen gerade den letzten Fall um den Bericht ab zu schließen, Steve kontrollierte einige Waffen aus dem Waffenschrank, als das Filmteam, Kameramann und die Journalistin, diese sprach Routiniert in die Kamera "Wir befinden uns hier im Hauptquartier der Hawaii Five-0 Taskforce und da drüben steht Lt. Commander Steven John McGarrett der Big Kahuna dieser Spezialeinheit." die Kamera schwenkte auf Steve der in diesem Moment eine Automatische Waffe, nach einer kurzen Kontrolle, zusammen setzte. Eine kleine Filmsequenz mit einem kurzen Lebenslauf folgte, dann sprach sie Steve an.
"Commander McGarrett, die verstorbene Gouverneurin Patricia Jameson hat diese Taskforce ins Leben gerufen." setzte Savannah Walker an und Steve, der die Waffe wieder eingeschlossen hatte, stiefelte geradewegs an ihr vorbei Richtung seines Büros, vor der Tür hielt er inne als sie ihn einholte "Ich dachte sie sollen uns nur mit der Kamera folgen." ihm ging das alles eigentlich ziemlich auf den Keks .
"Das gehört auch dazu." versuchte sie ihm zu erklären "Also ich stelle fragen und sie antworten." Steve verzog etwas das Gesicht "Das ist nichts für mich." noch ehe er etwas anderes erwidern konnte, hörte man ein leises Summen aus seinem Büro "Entschuldigen sie mich bitte." er öffnete die Tür und verschwand um den Anruf an zu nehmen.
Jetzt steuerte sie Danny an, der ihr gerade den Rücken zu wandte, "Hier haben wir Detektiv Danny Williams, ein Cop aus New Jersey." weiter kam sie nicht "Keinen Kommentar." er schob demonstrativ das Kameraobjektiv aus seinem Blickfeld und verschwand ebenfalls in seinem Büro. Bei Kono und Chin war es fast das gleiche, sie Blockten einfach ab, gaben so zu verstehen dass sie nicht wirklich Interesse hatten.
Nun standen die beiden etwas ratlos im Raum, als man aus Steves Büro einen aufgebrachten ausruf hören konnte "Sie hat was!" er fuhr sich mit der freien Hand durch die kurzen Haare, er hatte mit allem gerechnet aber nie und nimmer damit "Ok alles klar ich bin unterwegs." auflegen, nach dem Autoschlüssel greifen, das alles machte er in einer fliesenden Bewegung.
Was hatte Megan da nur veranstaltet? Ok sie war die ganze Zeit schon etwas an genervt gewesen, weil sie so ein Typ aus der Football Mannschaft blöd angemacht hatte, was genau da los war hatte sie nicht gesagt nur das er seine Klappe nicht halten konnte, ansonsten hatte sie die Aussage verweigert.
Im Stechschritt verließ er sein Büro, rauschte an seinem Team und den beiden vom Fernsehen vorbei Richtung Ausgang "Hey Steve." es war Danny der ihm nach draußen folgte bis auf den Parkplatz "Was ist los?" der Blonde fing ihm am Auto ab, Steve hatte gerade den Silverado aufgesperrt "Ich muss in die Schule, Megan hat irgendwie Mist gebaut, ihre Lehrerin hat gerade angerufen." der Dunkelhaarige öffnete die Fahrertür um ein zu steigen "Sie meinte das sie dem Linebacker des Football Teams eine verpasst hat, muss gerade erst passiert sein." die Augen von Danny wurden immer größer "Ich habe es dir gesagt." der kleine Blonde drohte ihm mit dem Finger "Lass die Zügel nicht zu locker und du hast echt einen schlechten Einfluss auf deine Tochter." er war gerade dabei sich in Rage zu reden als Steve einfach in den Wagen sprang "Ich ruf an." war alles was er noch sagte ehe er die Tür zu schlug, den Rückwärtsgang einschlug, vom Parkplatz brauste und seinen besten Freund einfach stehen ließ.
Hatte Steve ihn gerade ignoriert? Und wie er das getan hatte, wütend, nachdenklich und seinen Freund verstehend ging er wieder nach oben zu Chin, Kono und dem Filmteam. Jetzt brauchten sie dringend einen Mord, Raub oder sonst etwas um diese Nervigen Typen von McGarrett ab zu lenken. Natürlich erwarteten ihn neugierige Blicke warum der Big Kahuna mit fliegenden Fahnen das Hauptquartier verlassen hatte.
"Detektiv Williams, warum hat Commander McGarrett so schnell das Büro verlassen?" Savannah Walker hatte Lunte gerochen das da etwas sehr interessantes im Busch war, ihre Fans standen auf Drama, Herzschmerz und vielerlei mehr "Kein Kommentar." gab er von sich, wandte sich dann seinem Büro zu, just im selben Moment klingelte Chin's Smartphone "Leute wir haben einen Fall, wir müssen los." er griff nach seiner Ausrüstung, genau wie Kono und Danny, dann ging es los.
In der Zwischenzeit war Steve an der Kukui High School angekommen, stellte den Wagen ab und steuerte den Sportplatz an, dort wurde gerade heftig diskutiert. Der Coach schien auf einen der Spieler ein zu reden und so wie es sich anhörte war er nicht sonderlich erfreut darüber dass dieser sich nicht im Zaum halten konnte.
Mit langen Schritten ging er über das Spielfeld, auf den Trainer und das Footballteam zu. Megan hockte auf der Bank, brütete vor sich hin, er hatte das mehr als nur verdient und konnte von Glück sagen das er einen Tiefenschutz an hatte, ansonsten hätte es Rührei gegeben. Sie hatte ihren Vater schon von weitem erkannt, allein an seinem geschmeidigen wiegenden Gang und den Cargopants, sein Gesicht sagte schon das er nicht gut drauf war und das es Ärger geben würde, zumindest eine ordentliche Strafpredigt.
Am Ort des Geschehens angekommen donnerte der Coach " Du bist für die nächsten zwei Spiele gesperrt, den Rest regeln wir zu Hause." er stemmte die Hände in die Hüften, warf seinem Team einen Blick zu "Ok Jungs das war es für heute packt ein und geht duschen." das Team tummelte sich und verließ den Sportplatz "Tobey du bleibst bitte noch einen Moment hier." er winkte den Quaterback zu sich heran.
Steve musste unwillkürlich schmunzeln als er den Coach hörte, dann kam Mrs .Jones auf ihn zu, sie hatte die ganze Zeit bei Megan gesessen und ihr gut zu geredet "Mr McGarrett, seien sie nicht zu streng zu ihr." sie schaute ihn bittend an "Sie weiß was sie gemacht hat." sein Blick wanderte zu seiner Tochter, die alles andere als geknickt aussah, eher Trotzig und stink wütend.
Er nickte, erst einmal musste er den Grund für ihren kleinen Aussetzer erfahren, so ging er auf die Bank zu auf der sie saß "Hi Dad." Megan war auf alles vorbereitet, egal was kommen mochte "Spar die deine Ansprache, wie ist das Strafmaß?" sie hatte trotzig die Arme vor der Brust verschränkt, er hob nur erstaunt eine Augenbraue an "Dazu muss ich erst einmal wissen was passiert ist." Steve versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, es reichte wenn hier ein Vater eine Szene machte.
Nun sprang sie auf und lief vor ihm aufgebracht hin und her "Wie würdest du reagieren wenn dich jemand beleidigt?" sie hielt kurz inne um tief Luft zu holen "Außerdem hat er schlecht über Großvater und Mom geredet, wir haben gerade Familien Stammbäume und so in Geschichte und da meinte er das meiner ja nicht so lang sein könnte da die Hälfte ja schon unter der Erde liegen würde, da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihm eine verpasst und nein es tut mir nicht im geringsten Leid, der soll sich wen dann gefälligst bei mir entschuldigen dieser Voll Pfosten." damit hatte sie alles gesagt.
Ok das war ein Argument wo gegen er nichts zu sagen hatte, da er ähnlich reagiert hätte, so konnte er ihr auch irgendwie nicht böse sein, nein er war sogar ein bisschen stolz auf sein kleines Mädchen, hatte sie doch dem Linebacker, und das war kein schmächtiges Kerlchen, eine ordentlich verpasst.
"Und deswegen hast du ihm eine verpasst." ein nicken ihrerseits bestätigte alles "Ja und der kann froh sein das er einen Tiefenschutz trägt ansonsten hätte er jetzt Rührei in der Hose." Autsch das hätte weh getan und zwar richtig. Jetzt gingen sie zum Coach und den Jungs hinüber, Mrs Jones stand auch bei ihnen. der Linebacker sah ziemlich lädiert aus, gerade presste er sich einen Eisbeutel auf das angeschlagene Jochbein und den ausgerenkten Kiefer.
"Ok alles klar Tobey du kannst dann auch gehen." der Coach klopfte einem dunkelhaarigen Jungen aufmunternd auf die Schulter und schickte ihn zu den Umkleiden, dann entdeckte er Steve und seine Tochter "Konnten sie alles klären, ich würde mich ja entschuldigen aber das kann mein Sohn selber machen und die Abreibung hat er sich verdient." er verpasste seinem Sprössling eine Klaps auf den Hinterkopf "Lass dir das eine Lehre sein." dann wandte er sich wieder den beiden zu "Ich muss sagen sie hat einen ganz schönen rechten Haken." dabei zwinkerte er ihr aufmunternd zu.
"Klasse gemacht." es war der Quaterback der Megan, als er ging anlächelte "So schnell macht der das nicht wieder." jetzt grinste er breit und sie schaute etwas verlegen zu Boden "Ich mag taffe Mädchen, besser als Trish und ihre Zicken Clique." er machte das Aloha Zeichen und verschwand in der Umkleide. Was war das bitte gerade, er schaute dem Jungen nach, hatte der seine Tochter angebaggert oder täuschte er sich da, Eindruck schien sie aber hinterlassen zu haben und das war gut so.
Für heute war dieses Thema erledigt, alle waren sich einig das jeder der Beteiligten seine Packung bekommen hatte, nur für Megan stand das noch aus, aber das konnte bis zu Hause warten. Sie gingen gerade zum Auto als sein Telefon klingelte "McGarrett." am anderen Ende legte Danny gleich los erläuterte ihm die Sachlage und das er bitte sofort seinen Allerwertesten an den Tatort schwingen sollte ob mit Kind oder ohne.
"Alles klar bin unterwegs." er beendete den Anruf und steckte das Gerät in die Tasche "Die Arbeit ruft." er warf ihr einen vielsagenden Blick zu, wann rief ihn die Arbeit einmal nicht, kaum dass er wieder aus dem Krankenhaus, war hatte er sich direkt den nächsten Fall gekrallt auch wenn er Bürodienst schieben durfte, ganz zu seinem Missfallen.
"Ich kann mit dem Bus fahren." sie schulterte ihre Tasche und schaute ihn an, er überlegte den Bruchteil einer Sekunde "Kommt nicht in Frage, du kommst mit." kurzerhand wurde Tochter nebst Schultasche auf den Beifahrersitz verfrachtet, ehe Protest angemeldet werden konnte. Nicht dass er etwas dagegen gehabt hätte, aber dieser Junge, der Quaterback der Football Mannschaft, ging ihm nicht aus dem Kopf.
Nun hockte sie auf dem Beifahrersitz, brav angeschnallt, wie es sich gehörte und Steve versuchte Megan klar zu machen das, was sie heute getan hatte zwar nicht die feine englische Art war "Eigentlich müsste ich dir jetzt einen Vortrag halten, aber in Anbetracht der Sachlage lasse ich noch einmal Gnade vor Recht ergehen." sein Blick wanderte kurz zu ihr dann wieder auf die Straße vor ihnen. Sie hatte schon mit dem Schlimmsten gerechnet "Du bist nicht sauer oder so?" sie betrachtete sein Profil, er schüttelte nur sachte den Kopf "Nein bin ich nicht, eher das Gegenteil, aber lass das bloß nicht Danny erfahren, sonst macht er uns beide zur Schnecke." er grinste seine Tochter frech an und zwinkerte vielsagend "Ok Dad, das bleibt dann unter uns." sie schlug bei ihm ein. Er musste zugeben das er sogar verdammt stolz auf seine Kleine war, immerhin konnte sie ihr Wort machen, zwar etwas unkonventionell für ein Mädchen aber wen kümmerte das in diesem Moment.
Am Tatort angekommen, wimmelte es von Polizei, Feuerwehr, Notarzt, einem Bestatter, Max dem Gerichtsmediziner und dem Filmteam welches sie begleiten sollte. Er parkte den Wagen etwas abseits "Du bleibst im Auto." sie nickte und kramte ihr Smartphone aus der Tasche um damit etwas herum zu spielen, eine frage wie lange es dauern konnte ersparte sie sich, denn hier konnte man nie wissen. Megan schaute ihrem Vater hinter her wie er auf den Ort des Geschehens zu ging, von hier aus konnte sie nicht viel erkennen, aber noch so viel das sie ein komplett zertrümmertes Auto sehen konnte.
Steve schritt auf sein Team zu, ignorierte gepflegt die Kamera um sich Bericht erstatten zu lassen "Was haben wir." er schaute in die Runde "Sieht nach einem Autounfall aus." begann Kono "Überhöhte Geschwindigkeit, dann die Kontrolle verloren und sich um den einzigen Pfeiler gewickelt den wir hier oben haben." sie deutete auf einen alten Strommast, der nur noch zur Hälfte vorhanden war. Die Feuerwehr Leute waren gerade dabei das Wrack zu öffnen um die Leichen heraus zu holen, von denen nicht mehr viel übrig war.
Max bereitete gerade alles für die erste oberflächliche Obduktion vor als Savannah Walker auf ihn zu kam, kaum angesprochen war er total aus dem Häuschen, outete sich als großer Fan ihrer Show und bekam prompt eine Knopfkamera an gebummelt, da mit man sehen konnte was er tat. Max kommentierte was er gerade machte, nahm Proben für das Labor und die Forensik, das Auto wurde für die Untersuchung auf einen Abschleppwagen verladen und später in der Werkstatt des HPD untersucht.
Danny erklärte weiter nach dem Kono ihren kurz Bericht abgeliefert hatte, kaum dass er geendet hatte starrte der Boss zu Max hinüber "Max was ist das?" und prompt pflückte er ihm die Kamera aus dem Revers seines Overalls, stampfte auf die Journalistin zu "Was soll das?" damit drückte er ihr die winzige Kamera in die Hand, sichtlich angepisst. In drei Sätzen und mehr als deutlich machte er ihr klar dass sie hinter der Absperrung zu bleiben hatte und das sie seine Leute gefälligst in Ruhe lassen sollte.
Sie hatte ihm gerade erklärt das sie Journalistik Studiert hatte und wusste was sie tat, in dieser Zeit hatte Steve irgendwo auf diesem Planeten, im tiefsten Dreck gesessen und Terroristen ausgespäht, mit nicht mehr als einer Flasche Wasser im Gepäck und einem Biwak das aus einer löchrigen Plane bestand. Desinteressiert hatte er ihr zugehört "Und wo waren sie in den letzten anderthalb Stunden?" sie schaute ihn herausfordernd an "Das geht sie gar nichts an." Steve machte auf dem Absatz kehrt, marschierte zu seinem Team um alles ab zu klären.
"Alles klar?" Danny schaute zu Steve auf "Und in der Schule alles geregelt?" der Blonde wollte wissen wie das kleine Desaster auf dem Spielfeld ausgegangen war "Nein alles ok sie hat ihm nur eine geknallt und das vor der ganzen Mannschaft, ok der Kiefer ist jetzt ausgerenkt und muss im Krankenhaus wieder eingerenkt werden ansonsten alles in Ordnung." Steve ließ sich ums verrecken nicht anmerken das er seiner Tochter weder Hausarrest noch sonst etwas verpasst hatte.
"Und was gedenkst du als ihr Vater zu tun?" er zog seine Stirn in Falten und wartete auf eine Antwort die er nicht bekommen würde, das Team um Savannah Walker, auch wenn es nur ihr Kameramann war, hatte eine nette kleine Familien Drama Story gerochen, die sie aber noch weniger bekommen würde.
Steve widmete sich nun wieder seinen Pflichten als Boss vom Five-0, kümmerte sich darum das alles nötige in die Wege geleitet wurde und das sie später mit Max die Ergebnisse der Obduktion besprachen, vielleicht konnte er ja noch etwas identifizieren. Nach dem dieses geklärt war, schaute sich Steve die Straße an, die eine Seite wanderte sein Blick hinauf die andere wieder herunter, eine gerade Strecke von gut tausend Metern, ideal zum Rennen fahren.
Aber hier auf der Insel illegale Autorennen? Das konnte er sich so gar nicht vorstellen, auf dem Festland gab es so etwas aber hier. So in seinen Gedanken versunken, merkte er nicht das die Reporterin seinen Pik Up entdeckt hatte und geradewegs darauf zu steuerte, nach dem alles andere uninteressant geworden war. Ihre Instinkte hatten gesagt dass er nicht alleine gekommen war, sondern dass noch jemand im Auto saß und dem wollte sie auf den Grund gehen.
Die Frau steuerte also den blauen Wagen an in dem Megan geduldig wartete, nichts ahnend auf ihrem Smartphone spielend, das sich hier gleich eine Fernsehreife Szene abspielen wollte. Nach dem der Commander die Bremsspur abgelaufen war und festgestellt hatte das, sie weit mehr als die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit auf dem Tacho gehabt haben mussten, als sie gegen den alten Strommast geprallt waren "Die hatten mindestens zweihundert Sachen drauf, das war kein normales Auto, die in der Forensik sollen den Wagen auf den Kopf stellen, ich will alles haben." gab er einem der HPD Polizisten zu verstehen, dieser nickte und Notierte sich alles.
Nach dem auch dieses getan war, schaute er auf und stutzte einen Moment, was machte diese Frau da gerade? Mit drei langen Sätzen war er ans einem Auto und baute sich, wütend wie ein Stier vor ihr auf "Verschwinden sie und die Kamera aus." er hatte dich demonstrativ vor das Beifahrerfenster gestellt, denn seine Tochter musste jetzt nicht ins Fernsehen, sie hatte in den letzten Monaten genug durch gemacht. "Sie brauchen mich nicht so an zu fahren, ok Billy wir gehen." sie zog mit ihrem Kameramann von dannen, trotzdem interessierte es sie wer die Person auf dem Beifahrersitz war.
Wütend starrte er ihr hinter her, erdolchte sie mit seinen Blicken, sein Privatleben und seine Familie hatten diese Person nichts an zu gehen, jetzt drehte er sich zum offenen Fenster hin und schaute auf seine leicht erschrockene Tochter hinunter "Alles ok." er schaute sie sanft an "War das die Tussi von dieser Talk Show." sie wusste das ein Filmteam, das ihres Vaters begleitete "Ja und wenn sie dir noch einmal zu nahe kommt dann kann ich für nichts garantieren." Provezeite er ihr und umarmte sie kurz durch das Fenster.
Savannah Walker hatte alles von weiten beobachtet, vielleicht ließ sich daraus ein Aufhänger für ihre Show machen, jetzt hieß es erst einmal heraus zu finden wer das Mädchen war. Eine Stunde später standen sie bei Max in der Pathologie um sich den ersten Bericht ab zu holen, Savannah und ihr Kameramann hinter ihnen "Würden sie bitte draußen bleiben." Danny deutete zur Tür ohne die Miene zu verziehen. Nach dem Max Danny und Steve alles erläutert hatte, traf er sich mit der Reporterin in der Besenkammer, um ihr seinen Bericht zu geben, er erzählte ihr alles in Kurzfassung, das die Leichen noch nicht Identifiziert worden waren und sie noch auf andere Ergebnisse warteten.
Das einzige was Steve noch wollte war das Filmteam in den Wind schießen, nach Hause dort ein kaltes Bier zischen und seine Tochter in Sicherheit wissen. Diese Fernseh Typen konnten einem echt auf den Zeiger gehen. Gefühlte Stunden später konnte er sich endlich in einen der alten, leicht angeschlagenen Gartenstühle, fallen lassen und sein Bier genießen, der Sonne beim untergehen zusehen, einfach mal abhängen.
Der nächste Tag würde noch anstrengend genug werden und wo er gerade an anstrengen dachte, viel ihm ein, das am Abend ja noch die Benefiz Veranstaltung im Event Center von Honolulu war. Das hatten sie schon länger mit dem Team geplant um Geld für die Kinder und Jugendhilfe zu sammeln. Mittlerweile hatte sich Megan zu ihm gesellt, eine Flasche Limo in der Hand.
Sie saß auf dem zweiten der alten Gartenstühle und hatte die Knie angezogen, die Limo stand auf dem kleinen Tisch in der Mitte, Steve nahm gerade einen tiefen Zug aus seiner Flasche, genoss einen Moment das prickeln auf der Zunge, ehe er es hinunter schluckte. Ja so konnte man den Abend genießen, keine Reporter, die Arbeit für heute erledigt nur den eigenen Tagesplan gewaltig durch einander gewürfelt.
"Was macht deine Hand." er stellte das Bier auf den kleinen Tisch und drehte sich etwas zu ihr hinüber "Es geht, tut noch ein bisschen weh, aber für einen Eisbeutel ist es eh zu spät." vorsichtig griff er nach ihrer Kleinen Hand, die Knöchel waren immer noch leicht gerötet und geschwollen, sanft tastete er sie ab, zum Glück nichts gebrochen jedenfalls konnte er nichts dergleichen ertasten "Das Tapen wir Morgen etwas dicker dann geht das." er zwinkerte ihr zu und widmete sich wieder seiner Flasche.
Sie lächelte leicht "Ok." auch sie nahm einen Schluck aus ihrer Flasche "Wird die Fernseh Tante auch dabei sein, ich meine beim Benefiz Kampf Morgen." Steve nickte, sie sollte das Team ja vierundzwanzig Stunden begleiten und da fiel der Benefiz Abend auch mit drunter, vielleicht gar nicht so schlecht, als Werbung für das Gym von Cindas Vater der dort Kinder und Jugendliche, in verschiedenen Kampfsport Arten Trainierte.
Nach dem sie ausgetrunken hatten, war es an der Zeit zu Bett zu gehen, immerhin mussten sie beide morgens früh hoch, wo bei das für beide kein Problem darstellte, denn sie waren Frühaufsteher und eine Trainingseinlage am Morgen, was konnte es besseres geben.
Früh am nächsten Morgen, Steve zog gerade seine Laufschuhe an, Megan wuselte oben in ihrem Zimmer herum um mit ihren Laufschuhen nach unten zu kommen, auf der Treppe sitzend schlüpfte sie hinein "Welche strecke haben wir auf dem Plan?" sie erhob sich und schaute ihren Vater abwartend an "Koko Head." er griff nach den Autoschlüsseln und los ging es, die Fahrt dauerte nicht lange und sie waren unten am Parkplatz.
Zu dieser Morgenstunde noch wenig besucht, hatten sie freies Feld zum Laufen, irgendwann hatte Steve mal zu ihr gemeint, das diese 1028 Stufen besser als jeder Stepper waren und davon wollte er seine Tochter heute überzeugen. Etwas dehnen zum aufwärmen und dann hinauf auf den Koko Head und wieder hinunter. "Gut das wir Wochenende haben." sie grinste, Boxte ihrem Dad in die Seite und sauste an ihm vorbei die Stufen hinauf "Mal schauen wer schneller ist." auf halber Strecke hatte er sie eingeholt "Das gibt eine Strafrunde." drohte er mit einem frechen grinsen auf den Lippen.
Kaum das sie wieder unten waren klingelte sein Smartphone, die Strafrunde mussten sie also verschieben, knurrend meldete er sich mit "McGarrett." am anderen Ende war Chin "Morgen Boss, wir haben gerade einen Anruf aus der Forensik bekommen, sie haben die Fahrgestell Nummer gefunden und konnten auch einige teilenummern sichern." gab der Asiate seinen Kurzbericht ab "Ok ich bin in einer halben Stunde da." seufzend steckte er das Telefon in seine Hosentasche "Das war es dann wohl für heute." er warf seiner Tochter einen entschuldigenden Blick zu.
"Hey schon ok." Megan nahm es gelassen, sie kannte es von ihrer Mutter auch nicht anders "Gibt ja noch genug Möglichkeiten mich da hoch zu jagen." sie zwinkerte und kletterte auf den Beifahrersitz, Steve setzte sich ans Steuer, fuhr den Wagen nach Hause, eine Navy Shower und frische Klamotten später war er auch schon auf dem Weg zum Hauptquartier, unterwegs hatte er Megan beim Gym abgesetzt.
Im Hauptquartier angekommen, konnte Chin ihn noch einiges mehr berichten auch das Filmteam mit Savannah Walker war da. Diese hatte vorher Chin ausgefragt um nähere Informationen zum Fall zu bekommen, jetzt machten sich alle auf den Weg in die Forensik wo Fong wartete um alles Weitere zu erläutern.
Bei ihrer Frage was ist ein Fong, musste Steve aufpassen sich vor Lachen nicht auf den Boden zu  werfen, er konnte es gerade noch als Husten tarnen. Später in der Halle, wo das Forensik Team die Überreste des Ausgebrannten Wagens untergebracht hatten. Charlie grüßte alle Freundlich lieferte in gewohnter Manier seinen Bericht ab " Laut Fahrgestell Nummer war das mal ein 1966 er Ford Mustang, den Besitzer ermitteln wir noch und er war getunt." dabei öffnete er die verbeulte Motorhaube.
Savannah Walker nutzte die Gelegenheit um zu erfahren das dieser Wagen für Kurzstreckenrennen getunt wurde, man konnte es am Motor erkennen, der gut und gerne 300 Pferdchen, wenn nicht noch mehr darunter hatte und einer Lachgaseinspritzung. "Und wir konnten ermitteln wo diese Teile gekauft wurden, ich habe dir die Adresse auf dein Smartphone geschickt." Steve dankte ihm und gab Danny zu verstehen dass sie dorthin fahren wollten.
"Chin, Kono ihr kümmert euch darum den Besitzer zu finden und vielleicht hat Max ja auch etwas neues." und schon waren die beiden unterwegs zur genannten Adresse, das Filmteam hinten auf der Rückbank des Camaro, während Danny und Steve gerade in den schönsten Carguments steckten, so wie es schien waren ihre Kinder, so interpretierte Savannah das jedenfalls, momentan Thema Nummer eins.
Einige Minuten später kamen sie an der kleinen Werkstatt an, diese schien momentan nicht geöffnet zu haben, sie parkten den Wagen, sie stiegen aus und schauten sich kurz um "Scheint niemand da zu sein." schlussfolgerte Danny und linste um eine Ecke, als irgendetwas im inneren klapperte. Steve gab ihm durch Handzeichen zu verstehen das sie hinein gehen würden "Sie bleiben draußen." gab er knapp zu verstehen. Mit einem nicken verpasste er der Tür einen Tritt.
Krachend flog diese aus den Angeln, quer durch den halben Raum um scheppernd auf dem Boden zu landen "Danny schneide ihm den Weg ab." der Blonde nickte und flitzte um die Werkstatt herum, Steve marschierte, alles sichernd hinein "Sie bleiben draußen." war das einzige Kommentar was er abgab als er sich zur Hintertür arbeitete.
Kurzerhand folgte Savannah mit ihrem Kammeramann Danny der gerade die Hintertür erreicht hatte, diese flog auf und der Mann stürmte an ihm vorbei, sprang über einen Zaun und rannte die Straße herunter "Warum müssen die immer abhauen." er seufzte wollte ihm gerade nachsetzen als Steve aus der Tür geschossen kam und mit der Eleganz eines Hürdenläufer über den niedrigen Zaun sprang.
Er verfolgte ihn die Straße hinunter wo Danny ihm mit dem Auto den weg abschnitt "Ok das war's Freundchen." Danny hielt ihm die Waffe unter die Nase und der Flüchtige gab auf, es gab eh kein entkommen mehr da Steve ihn von der Straßenseite hehr den weg abschnitt, das Filmteam hatte alles aufgenommen und Savannah Walker war schwer begeistert.
Der Typ stellte sich jedoch nur als kleiner Fisch heraus so dass sie ihn wieder gehen lassen mussten "Und was machen sie jetzt Commander?" er verschränkte genervt die Arme vor der Brust "Noch mal von vorne anfangen." gab er der Reporterin zu verstehen "Rückschläge und Niederlagen gehören dazu und das spornt an weiter zu machen." damit hatte er alles gesagt und wandte sich zum gehen.
Immerhin hatte er noch etwas besseres vor als sich über diesen Kerl zu ärgern, er gab seinen Team zu verstehen das es Zeit zum Aufbruch war "Wir müssen rechtzeitig an der Event Halle sein." Steve schaute auf seine Armbanduhr "Ich fahre vor und ihr bildet die Nachhut." damit war er raus aus dem Hauptquartier, in seinen Wagen und auf dem Weg zur Halle. Dort angekommen wurde er schon erwartet. Keine zehn Minuten später saß er in der Umkleide, Megan in der Umkleide für die Frauen, zusammen mit Cinda.
Diese war gerade dabei ihr die Haare ein zu flechten, während Megan ihre Hände Bandagierte und den Sitz überprüfte. Man konnte ihr anmerken das sie aufgeregt war, immerhin war das ihr erster großer Kampf, bisher waren es nur Trainingskämpfe mit Cinda oder einen von den Jungs gewesen. Den Mist hatte ihr, ihre beste Freundin eingebrockt, es war ein wunder das ihr Vater das überhaupt erlaubt hatte und das er dann auch noch mit machte war das größte überhaupt.
"Wann sind wir dran?" langsam wurde sie nervös "In einer halben Stunde, vor dir hat dein Dad seinen Kampf." Cinda versuchte sie irgendwie zu beruhigen, da sie merkte dass die Nerven ihrer Freundin fast blank lagen. Huston wir haben ein Problem und das saß vor ihr auf einen, verkehrt herum stehenden Stuhl "Ich bin gleich wieder da, versuche nicht um zu kippen." gab die Blonde zu verstehen.
Kurzerhand stapfte sie zur Umkleide gegenüber und klopfte an die Tür, einen Moment später wurde ihr geöffnet und Cinda trat ein "Wir haben drüben ein winzig kleines Problem." Steve und Timothy, Cinda's Vater, schauten sie an "Sie hat furchtbares Lampenfieber und bräuchte etwas zu Spruch." hilfesuchend schaute sie von einem zum anderen. Steve nickte und erhob sich von seinem Stuhl.
Vorsichtig öffnete er die Tür und trat in die Umkleide, Megan hockte auf ihrem Stuhl und überprüfte zum gefühlten einhundertsten Mal ihre Bandagen, man konnte ihr Ansehen das sie Nervös und aufgeregt war. Steve hockte sich vor sie und griff nach ihren Händen "Hey." er lächelte sie aufmunternd an und drückte sie sanft.
Sie versuchte etwas zu lächeln, was gründlich in die Hose ging, stattdessen kamen ihr die Tränen "Nicht weinen." sanft strich er ihr mit dem Daumen eine einzelne Träne von der Wange, er wusste das es ihre Nerven waren die da gerade Achterbahn fuhren. Kurzerhand zog er sie vom Stuhl hoch in seine Arme, Megan lehnte sich einfach an ihn um Kraft zu tanken, um sich zu beruhigen und einfach seine Nähe zu spüren.
"Ich wünschte Mom könnte jetzt hier sein." murmelte sie an seine Brust, Steve wusste das er sie nicht zurückholen konnte oder anderweitig ersetzen, niemand konnte das, doch jetzt war er hier und er war verdammt stolz auf sein kleines Mädchen. Sie hatte in den letzten Monaten so viel durch gemacht, so viel Leid ertragen müssen, doch jetzt sollte sie wieder Spaß am Leben haben, nach vorne sehen und sich auf ihre Zukunft freuen, was auch immer das für eine sein sollte.
Das Filmteam, was draußen aufnahmen machte interessierte ihn in diesen Moment nicht, jetzt zählten nur sie beide und das was vor ihnen lag, heute war es diese Veranstaltung und Morgen würde es schon wieder etwas anderes sein. Vorsichtig hob er ihr kleines Gesicht an und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn "Das hier ist unser Tag und unser Kampf." er lächelte sie an "Zeig ihnen was in dir steckt, das du nicht nur ein Hübsches Gesicht und ein schlaues Köpfchen hast." sie nickte, kostete diesen Moment in vollen Zügen aus "Ich hab dich lieb Daddy." in diesem Moment fragte er sich wie lange es her war, das ihm jemand gesagt hatte, das er ihn lieb hatte.
Jahre, Jahrzehnte? er wusste es nicht, doch das hier und jetzt zählte, das war wichtig, dieser Tag war wichtig, die Ohana war wichtig und am aller wichtigsten, das was er jetzt hier in seinen Armen hielt.
Minuten später waren sie auf den Weg in die Arena, aus den Lautsprechern dröhnte ACDC, das Publikum grölte und Jubelte übertönte damit fast die Musik, der erste Kampf war vorbei und der zweite wurde gerade angekündigt. Man konnte undeutlich die Namen der Gegner hören, Steve machte sich noch etwas locker als sie auf das Octagon zu gingen:
"Mundschutz." forderte er Danny, der sie mit begleitet hatte auf, dieser Zögerte kurz ehe er Steve, den angefeuchteten Mundschutz gab "Bist du sicher das du dass machen willst?" der Blonde stellte die Wasserflasche wieder ab und schaute seinen Freund zweifelnd an. Vor einigen Jahren hatte er hier schon einmal gekämpft, für einen anderen Fighter dem er den Arm ausgerenkt hatte.
Nun stand er wieder hier, für einen guten Zweck, dafür stieg er gerne in den Ring. Auf der Matte angekommen, erläuterte der Ringrichter in aller Kürze noch einmal die Regeln, abklatschen, beide stießen kurz mit einer Faust aneinander, der Richter schaute von einem zum anderen, nickte kurz dann hob er die Hand wie eine Start Flagge, sprang zur Seite und los ging es.
Zuerst umkreisten sie sich, abschätzen und annähern, losschlagen, Steve versetzte seinem Gegner den ersten Schlag hart unters Kinn, dieser Taumelte leicht zurück, besann sich und antwortete mit gleicher härte, Steve wurde gegen den Maschendraht geschleudert, ging kurz zu Boden, sprang auf und nutzte den Draht in seinem Rücken um sich ab zu stoßen, seinem Gegner eine harte rechte ins Gesicht zu schmettern. Dieser antwortete ebenfalls mit einer harten rechten, das beide leicht ins taumeln kamen.
Unten vor dem Ring schüttelte Danny nur den Kopf, wie hatte sich Steve dazu überreden lassen und dann auch noch Megan erlauben können hier teil zu nehmen. Diese hatte ihr Lampenfieber überwunden und feuerte ihren Vater an "Komm schon Daddy den verputzt du doch noch vor dem Frühstück." Steve wich gerade geschickt einem Side kick aus, packte das Bein seines Gegners und schleuderte ihn zu Boden, mit einem dumpfen Aufprall landete er auf dem harten Untergrund.
Sprang aber gleich wieder auf die Füße und startete einen Gegenangriff, Steve antwortete mit einigen harten Schlägen, packte ihn dann um den Rumpf und am Bein und hebelte ihn aus, krachend gingen beide zu Boden. Irgendwie schaffte er es seinen Arm zu packen und ihm auf den Rücken zu verdrehen und ihm mit seinem ganzen Gewicht auf dem Boden zu fixieren bis er abklopfte und der Ringrichter den Kampf beendete.
Jubel brach in der Halle aus als der Ringrichter den Kampf für beendet erklärte und Steve als Sieger ausrief. Megan war die erste die auf ihn zu lief "Du warst klasse." sie umarmte ihn kurz, lief dann mit Cinda wieder in den hinteren Bereich um sich warm zu machen. Danny reichte ihm ein Handtuch, schüttelte nur leicht resigniert den Kopf "Lässt dich für einen guten Zweck verprügeln." er klopfte ihn auf die Schulter "Gut gemacht." meinte er anerkennend. Steve wischte sich kurz über das Gesicht und grinste schief, dafür taten ihm aber jetzt alle Knochen weh.
Nun war Megan an der Reihe, sie hatte sich zusammen mit Cinda zurückgezogen um sich warm zu machen, etwas Stretching und dehnen, dann konnte es los gehen. Trotzallen war sie doch immer noch etwas aufgeregt, der Zuspruch ihres Vaters hatte geholfen, seine Nähe und wärme hatten ihr vollkommen die Angst genommen. "Auf in den Kampf." Cinda grinste und knuffte Megan sanft in die Seite.
Als sie wieder die Halle betraten, dröhnte die zweite Runde ACDC aus den Lautsprechern, übertönt von dem jubeln der Zuschauer, Megan warf ihrem Trainer einen kurzen Blick zu, dieser nickte aufmunternd, während Cinda ihr den Mundschutz gab. Steve stand immer noch da, das Handtuch um den Hals gelegt, er wollte keinen Moment von ihrem Kampf verpassen, dann wurden sie aufgerufen, ihre Gegnerin war von gleicher Größe und Statur wie Megan.
Die Mädchen klatschten im Ring ab, der Ringrichter gab den Kampf frei "Einen Fairen und sauberen Kampf bitte." er nickte noch einmal und zog sich zurück. Die beiden umkreisten sich, schätzten einander ein, wägten den ersten Schlag ab. Megan versuchte die Schwächen und Lücken in der Deckung ihrer Gegnerin ein zu schätzen, diese setzte gerade zum ersten Schlag an und traf sie unter dem Kinn.
Megan taumelte rückwärts, fing sich wieder, hielt die andere aber auf Abstand, wich aus und griff zum Schein an. "Was macht sie denn da?" Danny fuchtelte wild mit den Händen in der Luft herum als sie ein weiterer Schlag traf, Steve runzelte nur eine Augenbraue, verschränkte die Arme vor der Brust, in seiner ganz persönlichen lässigen Art und Weise.
"Sie testet ihre Gegnerin aus." er deutete mit einem Kopfnicken zu seiner Tochter die sich gerade wieder aufrappelte und dann, es war nur ein kleiner Impuls innerhalb eines Wimpernschlags, holte sie aus und verpasste ihr einen Schlag in die Nierengegend, ließ ihr keine Zeit zur Gegenwehr, zog ihr mit einem wunderschönen Side kick die Beine unter dem Körper weg. Diese landete hart auf dem Untergrund, rappelte sich wieder auf und ging zum Gegenangriff über, irgendwie schaffte sie es das andere Mädchen auf Abstand zu halten.
Diese war auch nicht zu unterschätzen, kraftvoll erwiderte sie die Schläge, parierte und teilte aus. Megan hatte schwer zu kämpfen, dabei war sie selber wie ein Stehauf Männchen, ging sie zu Boden, war sie gleich wieder auf den Füßen und verteilte Schläge und Tritte, das einzige was sie versuchte zu vermeiden, war der Bodenkampf, da fehlte es ihr noch an Übung und Erfahrung.
Trotz allen gaben die beiden einen guten Kampf zum Besten, bisher jedenfalls, jetzt hatte ihre Gegnerin wieder die Oberhand und verpasste ihr einen harten Schlag ins Gesicht. Megan ging zu Boden, rappelte sich leicht benommen wieder auf und schaute hoch, dabei lief ihr etwas ins Auge und tropfte zu Boden, sie dachte erst das es nur ein Schweißtropfen war, aber als sie auf die helle Matte schaute waren es rote Blutstropfen.
Das Blut lief ihr vermischt mit Schweiß die Augenbraue und Wange hinunter, noch ehe der Ringrichter reagieren konnte, war sie wieder auf den Füßen, sprang ihrer Gegnerin förmlich an um sie zu packen und aus zu hebeln, sie hatte sich den Trick beim Training mit ihrem Vater abgeschaut. Krachend gingen sie zu Boden, Megan hatte sie so gedreht das sie direkt auf der Schulter landete.
Ein leises knacken sagte ihr dass sie ihrer Gegnerin die Schulter ausgerenkt hatte, diese unterdrückte einen Schmerzenslaut und blieb am Boden liegen, Megan ließ von ihr ab, kam schwankend auf die Füße. Danny war wieder wild am gestikulieren, die ganze Halle Brüllte, das sie selbst die harten Bässe von ACDC übertönten.
Das Filmteam war die ganze Zeit nah dran gewesen und versuchte jetzt irgendetwas aus den Team Mitgliedern heraus zu bekommen. Der Ringrichter erklärte den Kampf für beendet und rief Megan als Siegerin aus, Steve war verdammt stolz auf seine Kleine, nur Danny fand das überhaupt nicht witzig und zeterte in gewohnter Manier an beiden herum "Ok Danny ich habe es verstanden." er grinste und klopfte den kleinen Blonden auf die Schulter.
Jetzt wollte er zu aller erst seiner Tochter zu ihrem Sieg gratulieren und dann musste die Platzwunde untersucht werden, zum Glück war immer ein Arzt anwesend, der sich das ansehen konnte. Stolz schloss er sie kurz in seine Arme "Du warst klasse." er drückte sie sanft, zusammen verließen sie das Octagon um in die Umkleiden zu gehen, das Team mit Kamekona und Max folgte ihnen. In den Umkleiden überhäufte das Team beide mit Glückwünschen, alle waren schwer beeindruckt .
In der Umkleideangekommen traf auch der Arzt bei ihnen ein "Dürfte ich sie bitten für einen Moment den Raum zu verlassen." der Doc stellte seine Arzttasche auf einen Stuhl ab, Steve durfte bleiben. Der Arzt untersuchte Megan, schaute sich die Platzwunde an "Ist halb so schlimm wie es aussieht." er wischte vorsichtig das Blut weg, desinfizierte die Wunde. Mit ein paar Stichen hatte er sie genäht, ein Pflaster drauf geklebt, fertig.
Sie bekamen die üblichen Anweisungen, für den Fall das ihr schlecht werden sollte oder sie sonst irgendwelche Beschwerden hatte, Steve nickte zustimmend "Alles klar Doc." Dann waren sie wieder allein in der Umkleide. Eine halbe Stunde später saßen alle in der Tikibar des Waikiki Hilton.
Ließen den Abend noch einmal Revue passieren, Savannah Walker hatte sich dafür bedankt das sie das Team 24 Stunden begleiten durfte und ihnen gesagt wann die Sendung ausgestrahlt wurde. Steve hatte eine SMS von Cath bekommen das sie in ein paar Tagen wieder zu Hause war, alles in allem war das heute gar kein so schlechter Tag gewesen, das einzige was ihm ein bisschen Bauchweh bereitete war, das er ihr sagen musste wie es sich hier in den letzten Monaten alles entwickelt hatte und das er unverhofft Vater geworden war.
Zur selben Zeit summte das Smartphone von Megan "Entschuldigt mich bitte." sie stand auf und ging zum Strand hinunter, öffnete die Nachricht.

Hi Meg,
ich bin in einer Woche wieder zu Hause, meine Zeit bei den Ärzten ohne Grenzen ist vorbei und ich habe ein Jobangebot auf Oahu bekommen.
Es tut mir Leid das ich nicht für dich da sein konnte, ich vermisse Annie genauso wie du, wenn ich wieder da bin gehen wir zusammen auf den Friedhof um sie zu besuchen. Ich werde am Montag um 18 Uhr auf dem Honolulu Airport landen. Bin schon auf Steve gespannt, Annie hat mir ja immer die Ohren von ihm voll geschwärmt und was es alles zu erzählen gibt.
LG Charlie


Sie antwortete kurz und setzte sich dann wieder zu den Anderen an den Tisch, die Stimmung war entspannt und total gelassen, Steve warf ihr einen kurzen Blick zu, Megan gab ihm zu verstehen das alles in Ordnung war und es momentan nicht besser sein konnte.

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Ich bin das Leben, du der Tod und zusammen sind wir die Ewigkeit!
Mich gibt es Doppelt, ihr habt nicht zu viel getrunken! *big smile* 
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BeitragThema: Re: Project: Snow White   So Okt 05, 2014 9:29 pm

Nach einer langen Durststrecke kommt endlich Kapitel 9. Es tut mir leid das es diesesmal so lange gedauert hat, ich hatte ein echt heftiges Schreibtief, Magenprobleme und Stress ohne ende auf der Arbeit. Aber jetzt beglücke ich euch mit knapp 14 Seiten zum lesen, schmunzeln und lachen.
Ich hoffe das neue Kapitel gefällt euch und nun viel spaß beim lesen.





Kapitel 9: Einer von Zweien!

Eine Woche später, Cath war mittlerweile wieder auf der Insel und Steve hatte sich Zeit genommen ihr alles zu erzählen was sich die letzten Monate alles zugetragen hatte. Sie hatte es mit Fassung getragen und musste nun die Neuigkeiten verdauen, das war echt harter Tobak gewesen.
Steve hatte ein Kind mit einer anderen Frau und genau diese hatten sie vor fast vier Monaten beerdigt, er hatte ihr aber auch gesagt das er es bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst hatte, das Megan seine Tochter war, erst die Ermittlungen, ein Bluttest und die Original Geburtsurkunde hatten es bestätigt.
Jetzt saßen sie auf dem Sofa und schwiegen, nachdem er geendet hatte, er war ehrlich zu ihr gewesen, das hatte er ihr am Telefon versprochen, er hatte angedeutet dass es nicht leicht sein würde und das war es für Cath auch nicht. Ok vor Steve hatte sie auch den einen oder anderen Mann gehabt, aber das stand nicht zur Debatte.
Das hier und jetzt zählte, das was gerade passierte, was gesagt worden war, die anwesenden und nicht anwesenden Personen. Er hatte sein bestes gegeben es ihr leicht zu machen, aber die Wahrheit war nie leicht, das wusste er selber und das wusste sie, denn sie hatte die Wahrheit hören wollen und diese hatte sie bekommen.
Eine Stunde später kam Megan von der Schule, Cath war bereits gegangen, sie hatte noch ihren kleinen Sportwagen weg fahren sehen als sie die Straße hoch kam. Verwundert sperrte sie die Haustür auf "Ich bin wieder da." mitten in der Bewegung hielt sie inne und schaute ihren Vater an, dieser saß immer noch nachdenklich auf dem Sofa.
Kurzerhand stellte sie ihre Schultasche auf die Treppe, legte den Schlüssel auf den Beistelltisch neben der Tür und setzte sich zu ihm auf das Ledermöbel "Du hast ihr alles erzählt?" ein nicken war die Antwort "Und wie hat sie es verkraftet?" er schaute seine Tochter an "Sie trägt es mit Fassung, muss aber erst einmal alles verdauen, war ja ziemlich viel, aber sie wollte ja alles gleich wissen." gab er als Erklärung zu verstehen "Das braucht jetzt seine Zeit zum sacken, sie meldet sich bestimmt wenn sie den ersten Schrecken überwunden hat." er hoffte es jedenfalls.
In der letzten Zeit, bevor sie wieder auf See musste, hatte es schon einige unangenehme Spannungen gegeben, er hatte einige seiner Schulden bei ihr abgegolten, in Form eines Dinners in einem teuren Restaurant oder einem Bier in einer der Strandbars, trotzdem war da immer irgendetwas zwischen ihnen was nicht so recht passen wollte. War die Luft in dieser, was auch immer on off Beziehung raus. Hatte er irgendetwas vergessen? Er wusste es nicht aber da war irgendwo der Wurm drin.
Nun hockte er mit seiner Tochter auf dem Sofa und beide sahen aus als sei ihnen ein Elefant über die Leber gelaufen "Wie war dein Tag?" Steve schaute sie prüfend an "Nicht die Wucht in Tüten, wir müssen ein Referat scheiben, was das kleinere Übel ist." begann sie ihm zu erklären "Das größere Übel ist das wir es eigentlich zu Zweit machen sollen und da liegt der Hund begraben, alle haben einen Partner nur ich nicht." sie seufzte und rutschte tiefer in die Lederpolster "Cinda will ihr Referat zusammen mit Collin machen, er ist ihr neuer Freund, was wirklich nicht schlimm ist." Megan unter strich das mit einer ausladenden Geste "Die guten Themen sind auch schon alle weg, zu dritt will das auch keiner machen." sie brach ab und schniefte leicht.
Dann schaute sie ihren Vater an "Hab ich irgendetwas falsch gemacht, das mir alle aus dem Weg gehen? Ich hab doch niemanden was getan außer dem Linebacker eine zu verpassen und das zu Recht." langsam zweifelte sie an sich, genau wie Steve gerade an sich selber "Das frage ich mich auch gerade." er legte ihr einen Arm um die Schultern und zog sie zu sich heran "Ich hab sogar Mrs Jones um Rat gefragt, sie hat versucht zu vermitteln, das hat aber auch nichts gebracht." Trost suchend kuschelte sie sich an ihn "Heute Morgen habe ich gehört wie sich die Mütter von Trish und Coleen unterhalten haben, auf dem Parkplatz, sie meinten das ich einen schlechten Einfluss auf ihre Mädchen hätte, was soll ich denn machen? Mich in Luft auflösen, ich gehe doch schon alles und jedem aus dem Weg." der Klos in ihrem Hals wurde immer dicker und drohte ihr die Luft ab zu schnüren.
Hilfesuchend schaute sie ihren Vater an, er konnte sie gut verstehen, sanft drückte er sie an sich, mehr konnte sie wirklich nicht machen "Hey lass den Kopf nicht hängen." versuchte er ihr Mut zu machen "Wir packen das schon." versuchte er gerade sich selber auf zu muntern oder sie beide?
Irgendwie wohl zweiter es, jedenfalls brauchten sie jetzt eine Ablenkung "Hast du hunger?" langsam aber sicher meldete sich sein Magen "Wir haben drei Optionen, selber kochen, bestellen oder Kamekona Shrimp Truck." er schaute sie fragend an "Also was möchtest du?" Megan überlegte einen Augenblick "Zum kochen habe ich keine Lust, bestellen ist doof, also Shrimp Truck." sie setzte sich auf und überlegte noch einmal, dann sprang sie vom Sofa und nahm den Inhalt des Kühlschrankes in Augenschein.
"Ok so wie es scheint müssen wir einkaufen, es sei denn du stehst auf Zwiebelsuppe." ihr Kopf tauchte aus den Tiefen des Kühlschrankes wieder auf und schaute zum Wohnzimmer hinüber, Steve war mittlerweile aufgestanden und linste ihr über die Schulter "Stimmt." in der kleinen Vorratskammer sah es nicht anders aus. in der letzten Zeit war das Einkaufen echt zu kurz gekommen und eher der Shrimp Truck von Kamekona ihre Futterquelle gewesen.
So hieß es jetzt auf zum Supermarkt und die Vorräte auffüllen, es gab aber noch eine Kleinigkeit die vorher geregelt werden musste "Hast du Hausaufgaben auf?" Megan klappte die Kühlschranktür zu "Sind schon fertig, hatten eine Freistunde und die habe ich genutzt." sie zwinkert ihm zu und schlüpfte an ihm vorbei, kramte einen Block und einen Stift hervor um eine Einkaufliste zu schreiben.
"Ok wir brauchen..." Megan murmelte vor sich hin und schrieb alles was nötig war auf den Zettel, von der Haushaltsrolle bis hin zum Waschpulver, da ihr Dad ja einen enormen verbrauch davon hatte "Wir können los ich hab alles aufgeschrieben." sie hielt ihm den Zettel unter die Nase, er seufzte, griff nach dem Autoschlüssel. Wenige Minuten später rollte der Silverado auf den Parkplatz des Supermarktes, die beiden stiegen aus und holten einen Einkaufwagen.
"Das ist unser erster gemeinsamer Einkauf Dad." sie grinste ihn an, sonst hatte sie mal nach der Schule etwas gekauft oder Steve hatte einen Abstecher zum Supermarkt gemacht, gemeinsam war es heute eine Premiere "Dann auf in die Schlacht." sie wedelte mit der Einkaufliste herum, trat auf die Schiebetür zu und in den Supermarkt, Steve mit dem Einkaufwagen hinter her.
Megan schaute auf ihre Liste, als erstes ging es in die Obst- und Gemüseabteilung, denn Frischkost brauchten sie auch mal wieder "Wie wäre es mit einem Salat, dazu Filetstreifen?" schlug sie vor für das Abendessen, Steve überlegte kurz und nickte dann zustimmend, warum nicht dazu ein leckeres Dressing und Brot.
Kurzerhand wurde der passende Salat und anderes Grünzeug in den Wagen gepackt gefolgt von einem leckeren Dressing, danach etwas Obst und Brot. Dann ging es in die Haushaltsabteilung, denn das richtige Waschpulver wollte gefunden werden. Megan stand vor dem Regal und schaute sich die verschiedenen Sorten an, es gab Unmengen an Waschpulver, Tabs, Gelkissen die man mit den unterschiedlichsten Temperaturen verwenden konnte.
Kurzerhand entschied sie sich für ein super Angebot, zwei für den Preis von einem, es landete im Einkaufwagen und weiter ging es zu den Frühstücksflocken, dort durchstöberte sie gerade die verschiedenen Sorten, konnte sich aber nicht wirklich entscheiden, Steve war am anderen Ende des Ganges und schaute sich Energieriegel an.
Und wie man so will, ist man ja nicht alleine in einem Supermarkt, während Megan sich durch die Müslisorten las, schoben gerade einige Jungs ihren Einkaufwagen an diesem Gang vorbei "Hey Tobey ist das nicht die Kleine von letzter Woche die Sean eine verpasst hat?" der Junge mit den hellbraunen Haaren, der als kleiner Bruder von Channing Tatum durch gehen konnte, drehte seinen Kopf in besagte Richtung.
"Ja das ist sie." er nickte leicht und schon wurde er von Bobby in besagte Richtung geschubst "Na los sprech sie an." der kleinere Blonde grinste und schob ihren Einkaufswagen in den gegenüberliegenden Gang um dort Posten zu beziehen. Tobey hingegen schlenderte zu Megan hinüber "Hey." grüßte er und schaute die Müslipackung in ihren Händen an "Die Sorte ist echt lecker, Pete kauft die auch immer." Pete war sein älterer Bruder und für die Verpflegung zuständig.
Im Hintergrund mussten Bobby und Sean sich zusammenreißen um nicht los zu lachen, das war echt total untypisch für den Quaterback, normalerweise war er um kein Wort verlegen, doch bei Megan war das irgendwie anders, er mochte sie einfach, ihre Art, ihr auftreten, sie war überhaupt nicht so Tussihaft wie Trish oder Coleen, sondern ganz Natürlich ohne irgendwelchen Firlefanz oder Tonnen an Make Up, benutzte sie das Zeug überhaupt?
"Ok dann probiere ich das mal." sie lächelte ihn an "Wie ich sehe hab ihr auch ordentlich was eingekauft." mit einem nicken deutete sie auf den vollgestopften Einkaufswagen, mit den anderen beiden Jungs "Ja Bobby hat am Wochenende Geburtstag, da haben wir ein paar Kleinigkeiten gekauft." er schob die Hände in die Hosentaschen und zuckte leicht mit den Schultern, er wusste das Junkfood nicht das Gesündeste war, aber zu Partys konnte man das mal machen.
Und warum mussten Männer immer die Hände in die Hosentaschen stecken? Dieses Phänomen hatte sie auch schon bei Danny und ihrem Vater beobachtet, die konnten das sogar synchron, gekrönt mit einem Blick passend zur jeweiligen Situation. "Könntest du bitte die Hände aus den Hosentaschen nehmen." Ihr Blick ließ ihn sofort reagieren. Sie wusste dass Männer nie etwas mit ihren Händen anzufangen wussten und sie daher entweder in die Hosentaschen verschwanden oder vor der Brust verschränkt wurden.
Steve hatte das ganze Szenario beobachtet, hielt sich aber noch zurück, momentan passierte ja nichts schlimmes, sie schienen nur zu reden, trotzdem bewegte er sich jetzt langsam zu den beiden hinüber, sein Beschützerinstinkt war erwacht und forderte das er ein wachsames Auge auf sein kleines Mädchen hatte.
Dann kam Tobey die Idee des Tages, warum fragte er sie nicht einfach ob sie ihn zu Bobby's Geburtstags feier begleitete "Hast du am Wochenende schon etwas vor?" tastete er sich vorsichtig heran "Nein momentan noch nicht, warum?" sie schaute ihm genau in die Augen und wartete auf seine Antwort "Hättest du vielleicht Lust mich zu begleiten?" sie hob eine Augenbraue an "Und wohin?" sie konnte es sich denken, wollte es aber von ihm hören " Zu Bobby's Geburtstagsparty, er macht sie am Strand, schon cool wenn man ein Haus so nah am Wasser hat." so jetzt war es raus, würde sie an nehmen?
"Hört sich toll an, ich würde gerne mit kommen, es gibt aber ein kleines Problem." sie deutete mit einem nicken auf ihren Vater der gerade auf sie zu kam, der würde es nicht ohne weiteres erlauben, wenn überhaupt "Ich muss ihn erst fragen ob ich darf." sie warf ihm einen vielsagenden Blick zu.
Mittlerweile war er bei ihnen angekommen und musterte Tobey eingehend, er erinnerte sich an den Jungen und nickte ihm freundlich zu, er schien in Ordnung zu sein. Natürlich hatte er das Gespräch zwischen den beiden mitbekommen und musste nun sein Statement abgeben, noch ehe Megan ihn fragen konnte "Das besprechen wir zu Hause." gab er ihr zu verstehen, denn ein Supermarkt war nicht gerade der beste Ort um so etwas zu tun.
Ein Blick zum Vater ein weiterer zu Tobey "Ok." gab sie nach und wie so hörte sie sich gerade wir ihr Dad an? In diesem Moment fiel besagtem Jungen ein das er sich noch gar nicht vorgestellt hatte "Tobey Marshall, wir haben und schon mal gesehen, letzte Woche auf dem Sportplatz." stellte er sich vor und reichte ihm die Hand, Steve nahm die ihm gereichte Hand und schüttelte sie kurz.
Der Junge schien ganz nett zu sein und gut erzogen, das war schon einmal ein kleiner Pluspunkt und das er Football spielte, als Quaterback das kam bei ihm echt gut an. Doch jetzt mussten sie weiter, ansonsten würde es später kein Abendessen geben, mit einer kleinen Geste deute er an das sie weiter wollten "Ich muss dann, wir sehen uns ja in der Schule." Megan lächelte freundlich, legte das Müsli zu den anderen Einkäufen in den Wagen.
Während Steve den Einkaufswagen den Gang hinunter schob, kramte Tobey sein Smartphone aus der Hosentasche "Gibst du mir deine Nummer? dann kann ich dich im Waths App speichern." immer wieder einen Blick auf seinen Rücken werfend, nicht das er sich noch umdrehte und ihn verhaftete oder so. "Na klar." sie nickte und gab ihm ihre Nummer "Er wird dich nicht gleich einbuchten wenn ich dir meine Nummer gebe." Megan zwinkerte, verabschiedete sich "Wir sehen uns." er nickte und lief zu seinen Freunden, die sich köstlich amüsiert hatten.
Megan lief ihrem Vater hinter hehr, Seelig vor sich hin grinsend und die gerade gespeicherte Nummer anschauend. Hatten der Quaterback der Schulmannschaft und der Begehrteste Junge der Schule, sie nach einem Date gefragt? Ja das hatte er und das ohne Vorbehalt, mit einem kleinen anstoß seiner Freunde.
Bei den Zeitschriften legten sie noch einmal einen kurzen Stopp ein, denn Megan wollte einer dieser Frauenzeitschriften, suchend schaute sich das Mädchen um als ihr ein Tattoo Magazin in die Hände viel, Interessiert blätterte sie darin herum "Dad kann ich auch ein Tattoo haben?" Steve drehte sich um und starrte seine Tochter an, wie bitte was wollte sie?
Sie hatte schon seit einiger Zeit mit diesem Gedanken gespielt und da ihr Dad auch Tätowiert war und das sehr großzügig an beiden Oberarmen, wusste sie das er es ihr nicht ganz verbieten konnte. So wanderte die Zeitschrift mit zwei anderen in den Einkaufswagen.
Zehn Minuten und eine schmollende sechzehn jährige später saßen sie im Auto auf dem Heimweg, als Megan's Smartphone summte, leicht verwirrt zog sie es aus der Tasche, während Steve ihr versuchte klar zu machen warum sie jetzt noch kein Tattoo haben durfte "Du bist erst sechzehn und da braucht man die Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten um sich ein Tattoo stechen zu lassen, also kannst du in zwei Jahren noch mal fragen." er warf ihr einen vielsagenden Blick zu.
Megan nickte, schmollte aber trotzdem noch ein bisschen weiter, während sie auf das Display ihres Smartphone schaute und etwas tippte. Steve bekam nur aus dem Augenwinkel mit das sie gerade einen Namen getippt hatte "Wer ist bitte Charlie?" seine Stimme verriet das er nicht erfreut darüber war, die Begegnung im Supermarkt war schon ein Junge zu viel gewesen und jetzt noch dieser geheimnisvolle Charlie.
"Ein Freund der Familie, den wir vom Flughafen abholen müssen." dabei hatte sie ihren ultimativen Dackel Killerblick drauf, den ihr Vater mindestens genauso gut beherrschte. Seufzend setzte er den Blinker um zum Flughafen ab zu biegen, dieses Kind konnte einen echt Umbringen, was hatte er da nur in die Welt gesetzt. Er schüttelte kaum merklich den Kopf und lächelte vor sich hin, bereuen tat er aber nichts, es war so wie es war und daran konnte und wollte er nichts ändern, es war gut so wie es jetzt war.
Zwanzig Minuten später hatten sie endlich einen Parkplatz am Flughafen gefunden auf dem Weg zur Empfangshalle wurde Megan doch etwas mulmig, beim letzten Mal war ihr total elend geworden nur gut das Tante Mary so schnell da gewesen war. Jetzt kam dieses elende Gefühl wieder hoch, schnürte ihr die Kehle zu, es würde noch Zeit brauchen um das erlebte an diesem Ort zu verarbeiten.
Steve merkte das Megan der Weg zum Ankunft Terminal zu schaffen machte. Ihr Gesicht sprach Bände, sie war blass geworden und als er nach ihrer Hand griff, war diese Eiskalt, so dass er inne hielt um seine Tochter an zu sehen "Du kannst auch im Auto warten, du musst nicht mit kommen."Sie schaute ihn an "Und wie willst du Charlie erkennen? Du weißt ja nicht mal ob Charlie ein Mann oder eine Frau ist." Ok das war ein Argument, als er etwas erwidern wollte sprach sie weiter "Außerdem kann ich ja nicht ewig vor meinen Ängsten davon laufen, als ich Tante Mary abgeholt habe war das die Hölle, ich hätte nie gedacht das ich jemals wieder diesen Flughafen betreten könnte, nach dem was mit Mom passiert ist." Megan rieb sich die kalten Hände und schaute sich kurz im Eingangsbereich um.
Dieser Ort war belebt, nichts deutete auf die Tragödie hin die sich hier ereignet hatte, bis auf ein kleinen unscheinbares Licht und einer angetrockneten Blüte , die Irgendjemand an den Platz gestellt hatte an dem ein Leben so brutal beendet worden war.
Er konnte sie verstehen, ihre Ängste und alles was dazu gehörte, war es ihm vor knapp 3 Jahren nicht viel anders ergangen, nur das er am Telefon mit anhören musste wie Viktor Hesse seinen Vater erschossen hatte, nun schaute er in ihre blau grünen irgendetwas Gemisch Augen und wusste das sie zusammen alles schaffen konnten, egal wie viele Steine ihnen noch in den Weg gelegt wurden.
Sanft zog er sein großes, kleines Mädchen in seine Arme und drückte sie "Zusammen schaffen wir das schon unsere Dämonen zu besiegen." sie nickte zustimmend und schaute zu ihm auf "Wir sind ja ein Team habe ich recht." er nickte und löste sich von ihr "Dann lass uns mal diesen Geheimnisvollen Charlie einsammeln, damit wir nach Hause kommen." er lächelte und steuerte die Milchglasschiebetür an, aus denen die Ankommenden Fluggäste geschwemmt wurden.
"Und wie sieht Charlie nun aus?" er schob die Hände in die Taschen seiner verwaschenen Jeans, dazu trug er ein Navy blaues V-Neck Shirt "Im Prinzip wie Mom nur drei Jahre jünger." aha nun hatte sie die Katze aus dem Sack gelassen, Charlie war also eine Frau. Steve nickte und schaute weiter die Milchglasschiebetür an, die sich wieder mit einem leisen zischen öffnete.
Sie spuckte abermals einen schwall Touristen, Heimkehrer und Geschäftsleute aus, unter ihnen musste auch irgendwo Annies jüngere Schwester sein. Angespannt und mit langem Hals suchte Megan nach ihr und dann hatte sie Charlie entdeckt "Da ist sie." die Frau in der Menschenmenge, die einen Kofferwagen vor sich her schob trug, Jeans, ein weißes Top darüber eine leichte Hemdbluse und eine Cardigan Strickjacke.
Megan hatte aufgeregt nach seiner Hand gegriffen und drückte sie, immerhin hatte sie ihre Tante fast zwei Jahre nicht gesehen. Steve schaute die junge Frau interessiert an und sie hatte recht behalten, Charlie sah ihrer älteren Schwester sehr ähnlich, fast wie Zwillinge.
Nun stand sie da mit all ihrem Gepäck, sie hatte sich den ganzen Flug darauf gefreut Megan endlich wieder zu sehen und auf Steve, wie er sich verändert hatte war sie auch neugierig. Das was sie jetzt zu sehen bekam war mehr als sie erwartet hatte, er hatte sich in der Tat verändert zum Glück ins Positive. Steve war Männlicher geworden und hatte noch etwas an Muskelmasse zugelegt, die sicher vom vielen SEAL Training kamen, nicht zu viel und nicht zu wenig genau richtig für ihren Geschmack.
Als sie ihn so musterte viel ihr auf das er einen leichten Schatten um das linke Auge hatte, war das ein Veilchen, hatte er sich etwa geprügelt? Megan hatte ihr geschrieben das er eine Taskforce für den Gouverneur leitete und das sehr erfolgreich, da steckte er sicher so manches ein wenn er einen Verbrecher verhaftete.
Langsam ging sie auf die Beiden zu, freundlich lächelte sie und hielt an "Hallo." Megan war die erste die auf Charlie zu lief "Tante Charlie, schön das du wieder da bist." sie wurde Stürmisch umarmt, erst jetzt viel ihr auf das ihre Nichte ein Pflaster über dem Auge hatte. "Wie siehst du denn aus?" war ihre erste Frage als sie Megan näher betrachtete.
"Ach das ist nichts schlimmes." sie hob abwinkend die Hand "Wir hatten am Samstag einen kleinen MMA Benefiz Kampf." sie schaute zu ihrem Vater der zustimmend nickte "Ja wir haben uns dazu überreden lassen, war für einen guten Zweck." bestätigte er und zuckte leicht mit den Schultern. Thimothy James und seine Tochter Cinda hatten ganz Arbeit geleistet um die beiden zu überreden und es hatte erfolgreich gefruchtet, die Kompletten einnahmen wurden an die Kinder und Jugendhilfe gespendet und das war eine beträchtliche Summe von mehreren Hunderttausend Dollar gewesen.
"Ok das lass ich noch mal durch gehen." jetzt trat Charlie auf Steve zu und reichte ihm die Hand "Schön dich wieder zu sehen, ist lange her." sie lächelte "Ja verdammt lange." Steve lächelte zurück und drückte sanft ihre Hand. Das letzte Mal hatte er Annies kleine Schwester gesehen als er die Akademie verlassen hatte und dann noch einmal ehe er die SEAL Ausbildung begonnen hatte, das war jetzt gut und gerne dreizehn Jahre her.
In der Tat war es das und bis zu Annies unschönen Tod hatte er nicht gewusst dass er eine Tochter mit ihr hatte, er hatte viele Dinge nicht gewusst, die sich jetzt mit der Zeit aufklärten. Doch jetzt war ihre Schwester da und konnte vielleicht noch mehr Licht ins Dunkel bringen. Langsam wurde es aber Zeit nach Hause zu fahren "Ok dann lasst uns fahren, du kannst im Gästezimmer schlafen." Steve schnappte sich die größere der beiden Taschen und lief voraus. Eigentlich hatte Charlie vor gehabt in das Haus ihrer Schwester zu ziehen.
"Ihr hättet mich auch bei unserem Haus absetzen können." sie griff sich die kleinere und leichtere Tasche, während Megan sich ihr Handgepäck schnappte, der Blick ihrer Nichte sagte das Wiederstand bei diesem Mann zwecklos war, seufzend zuckte die Ältere mit den Schultern und stiefelte ihm nach. Mit langen Schritten verließ er das Gebäude und steuerte den Parkplatz an, Charlie konnte nicht umhin ihm auf sein Hinterteil zu starren, saß doch die Jeans verdammt knackig an eben jenem, der ganze Mann vor ihr war die reinste Versuchung. Einen Nachteil hatte das Ganze, er war vergeben und sie hatte eine schwere unschöne Trennung hinter sich, außerdem hatte sie sich geschworen sich nie wieder zu verlieben, jedenfalls vorerst nicht.
Im Flugzeug hatte sie sich etwas schlau gemacht und wusste das er mit Lt. Catherine Rollins zusammen war, was die beiden für eine Beziehung hatten wusste sie nicht, aber das würde sie schon noch in Erfahrung bringen, jetzt wollte sie erst einmal etwas Essen und eine Dusche.
Minuten später saßen sie im Silverado, fuhren den Highway entlang als Steves Smartphone klingelte, grummelnd betätigte dieser die Freisprechanlage "McGarrett." bellte er in den Hörer "Was für eine nette Begrüßung." es war Danny der angerufen hatte "Ich versuche dich schon seit Stunden zu erreichen, wo treibst du dich schon wieder herum?" der dunkelhaarige rollte mit den Augen "Muss ich dir schon Rechenschaft ablegen wenn ich mal einkaufen gehe, irgendwann muss ich das ja auch mal erledigen." der Blonde grinste am anderen Ende der Leitung vor sich hin "Außerdem habe ich noch Vaterpflichten zu erledigen." so ging es eine Weile hin und her ehe Danny auf den Punkt kam.
"Ok alles klar ich bin in zehn Minuten da." er seufzte "Die Arbeit ruft, ihr müsst wohl oder übel mit kommen." er beendete das Gespräch, schaltete das Blaulicht und die Sirene ein um zum Tatort zu fahren. "Was ist denn passiert?" Charlie schaute ihn fragend an "Ein Autounfall." gab er knapp von sich und drückte das Gaspedal durch bis auf die Bodenplatte.
Am Unfallort angekommen bot sich ihnen ein Bild des Grauens, der Wagen war in zwei Teile zerrissen, total zertrümmert, es grenzte an ein Wunder das die Insassen überlebt hatten, schwer verletzt aber sie lebten und waren auf dem Weg ins Krankenhaus. "Ihr bleibt im Wagen." Steve schnallte sich ab, stieg aus dem Wagen und kramte aus dem Werkzeugkasten auf der Ladefläche seine Waffe und Dienstmarke heraus.
Während er das Holster an seinem Gürten befestigte, lief er zu seinem Team hinüber, die sich gerade mit Charlie Fong unterhielten. Dieser hatte die Bremsspuren ausgemessen und zog nachdenklich die Stirn in Falten, packte seinen Kram zusammen, ehe er sich zum gehen wandte berichtete er kurz seine vorab Ergebnisse "Sieht nach überhöhter Geschwindigkeit aus und nach den Bremsspuren zu urteilen, muss der Fahrer voll auf die Bremse getreten sein.".
Steve der nun bei ihnen stand, schaute zu den Bremsspuren hinüber, nickte und hörte Fong weiter zu "Und so wie es aussieht waren zwei Autos an dem Unfall beteiligt." Schloss er seinen Bericht. "Zwei Autos." echote Danny "Was haben die hier veranstaltet, ein Autorennen?" wie dicht er damit an des Rätsels Lösung war, wusste das Team zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Im Silverado unterhielt sich Charlie mit Megan über die letzten Monate "Wenn du magst, können wir Morgen nach der Schule zum Friedhof fahren." schlug sie ihrer Tante vor, diese nickte und lies die letzten Minuten im Auto Revue passieren.
Sie hatten sich über alles Mögliche unterhalten, auch über die Arbeit mit den Ärzten ohne Grenzen, die Charlie geleistet hatte. Dass der Auslöser dafür eine gescheiterte Beziehung war, hatte sie nicht erzählt, irgendwann würde sie es vielleicht tun, aber nicht hier und jetzt. "Ich bin gleich wieder da." sie öffnete die Tür, ehe Megan etwas sagen konnte. Der Unfall zog die Ärztin in ihr an wie ein Magnet.
Mit langen Schritten ging sie auf Steve und sein Team zu, die Ärztliche Neugierde hatte sie gepackt. Danny der sie als erster erblickt hatte Boxte Steve in die Seite " Das ist aber nicht Megan." dieser schaute in die ihm angedeutete Richtung und wollte gerade loslegen als Charlie ihm den Wind aus den Segeln nahm "Ich gehöre zwar nicht zum Team, bin gerade erst auf der Insel gelandet, denn noch bin ich Ärztin und zum Helfen verpflichtet durch den Eid den ich geleistet habe." sie schaute die versammelte Mannschaft an.
"Dr. Charlotte Monroe." stellte sie sich vor und wurde von Kono als erstes begrüßt "Herzlich Willkommen auf Oahu." die Junge Hawaiianerin lächelte sie Freundlich an, Steve hatte es für einen Moment sie Sprache verschlagen und als er sie wieder gefunden hatte "Solltest du nicht mit im Auto warten?" er deutete mit einem nicken zu seinem Pic Up hinüber, wo Megan immer noch brav wartete "Sollte ich das." es war mehr eine Feststellung als eine Frage, Steve rollte mit den Augen, Frauen verstehe einer was in deren Köpfen vor ging "Megan kannst du sagen das sie dort warten soll, ich bin aber eine erwachsene Frau und bin es gewohnt selber Entscheidungen zu treffen." Charlie schaute ihn abwartend an, dieses Mal gab er sich geschlagen, heute kam er nicht mehr gegen zwei Frauen an.
"Machen wir hier Schluss für heute, das HPD soll die Überreste ins Lagerhaus schaffen, untersuchen und ich schaffe Megan und ihre Tante nach Hause." Steve warf einen Blick in die Runde, denn hier konnten sie eh nichts mehr tun, alle waren einverstanden, klaubten ihre Sachen zusammen und Danny durfte seinen Camaro heute mal selber fahren. Mit einem breiten grinsen auf den Lippen schlenderte er auf sein schnittiges Gefährt zu, stieg ein und brauste los.
Zweit Tage später und keinen Schritt in ihrem Fall weiter, Steve diskutierte gerade in den schönsten Tönen mit Danny über den Fall und Charlotte, die gerade Thema Nummer eins war. Die beiden saßen bei einem kühlen Bier im Garten des McGarrett Home "Sie war die letzten ein, ein halb Jahre in Afrika, irgendwo mitten im Bürgerkriegs Gebiet." erklärte er ihm, das hatte Charlotte am vorherigen Abend erzählt.
Sie waren gerade mitten im Gespräch als die Haustür klappte, irgendetwas wütend in eine Ecke gezimmert wurde und jemand vor sich hin brodelte "Wenn ich das Miststück in die Finger bekomme." Megan hatte ihre Schultasche in die nächste Ecke gepfeffert, lief in die Küche um sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank zu nehmen. "Oh da hat einer aber schlechte Laune." der Blonde schaute über seine Schulter zum Haus hinauf und dann wieder zu Steve "Na los hopp hopp das ist deine Tochter nicht meine." kommandierte Danny seinen Freund, damit er ins Haus ging und heraus fand warum Megan ihre Schultasche so durch die Gegend schleuderte.
Diese hatte sich wütend vor sich hin brütend auf das Sofa gepflanzt, die Füße an der Wohnzimmertischkante aufgestützt, an ihrer Wasserflasche nippend. Mit Danny seinem Blicken im Rücken ging er ins Haus hinein, direkt ins Wohnzimmer, locker die Hände in den Hosentaschen. Ein Blick zu seiner Tochter, der nächste zur Schultasche die achtlos halb unter der Galerie lag "Was ist passiert?" mit diesen Worten ließ er sich neben sie auf das Sofa fallen, streckte seine langen Beine unter den Tisch aus.
Megan schwieg einen Moment, stellte die Flasche auf den Tisch "Coleen Summers ist passiert, elendes Miststück." grollte das Mädchen "Ich meine was denkt die sich eigentlich, nur weil ihre Eltern einen Haufen Kohle verdienen und eine ach so tolle Vorzeige Ehe führen muss sie mich runtermachen." sie verschränkte wütend die Arme vor der Brust "Wie kann ein Mensch nur so Egoistisch sein?" sie ließ ihre Füße geräuschvoll auf den Boden plumpsen.
Noch war Steve recht entspannt und hörte sich das wutschnaubende Meckern seiner Tochter an "Was geht es sie an was ich anziehe und wie ich rumlaufe? ich muss nicht aussehen wie eine Modepuppe." entnervt sprang sie auf und lief im Wohnzimmer auf und ab. Diese Zicke Coleen brachte sie dermaßen auf die Palme, das war echt zum auswachsen, wie konnte jemand so zickig und von sich eingenommen sein?
Nach ein paar Minuten hatte sie sich etwas beruhigt, Steve hatte alles mit stoischer Geduld angehört und erhob sich nun vom Sofa, ging langsam auf Megan zu "Bist du fertig." er schaute sie fragend an, sie nickte "Ich denke schon." noch ehe sie eine Entschuldigung aussprechen konnte, hatte er sie geschultert und trug sie nach draußen, Megan war völlig überrumpelt, als sie sich über der Schulter ihres Vaters wiederfand.
"Hey." kam es protestierend von ihr "Lass mich runter." sie zappelte wie ein Fisch am Haken auf seiner Schulter, aber davon ließ sich Steve nicht beeindrucken, mit langen Schritten ging er auf das Wasser zu, ignorierte die Tatsache das er normale Straßenkleidung an hatte und keine Badeshorts. Langsam ließ er sie von seiner Schulter in seine Arme rutschen, Megan hatte ihre wiederum um seinen Hals geschlungen "Nein nicht ins Wasser." sie klammerte sich weiter an ihm fest.
Danny war aufgesprungen und Steve ließ das Mädchen unelegant ins Wasser fallen. Mit einem platsch landete sie im Pazifik, prustend tauchte Megan wieder auf, spuckte einen Mund voll Wasser aus "Das war gemein Dad." schmollend richtete sie sich auf, hustete einmal kräftig und wischte sich über das Gesicht.
"Das war eine Erzieherische Maßnahme." gab er ihm zu verstehen "Erzieherische Maßnahme." echote Danny "Ich werfe meine Tochter nicht ins Wasser, ich rede mit ihr." der Blonde gestikulierte wild mit den Händen um seinen Worten Ausdruck zu verleihen. Mittlerweile hatte sich Megan von ihrem ersten Schock erholt und warf ihrem Vater einen Kampflustigen Blick in den Rücken, den hatte er ihr nämlich zu gedreht. Langsam pirschte sie sich an ihn heran, schöpfte mit den Händen Wasser, dann spritzte sie ihm die ganze Ladung in den Rücken.
"Dafür das du mich ins Wasser geworfen hast." grinste sie frech und schickte noch einen Schwall hinter her, Steve drehte sich überrascht um und bekam das ganze voll ins Gesicht, nun war er mindestens genau so durchnässt wie seine Tochter, der es einen Heiden Spaß machte, ihren Vater nass zu spritzen.
Mittlerweile war auch Charlotte aufgetaucht, diese hatte heute ein Vorstellungsgespräch gehabt und wollte nun berichten wie es ausgegangen war. Sie stand auf der Terrasse unter dem Balkon und schaute sich das ganze Schauspiel an, was sich unten am Strand abspielte. Steve zog sich lachend das nasse weiße Shirt über den Kopf, immerhin hatte er sich gerade mit seiner Tochter eine Wasserschlacht geliefert.
Danny hatte seinen Protest aufgegeben und machte sich auf den Weg um den beiden Badetücher zu besorgen "Ich hole mal Tücher damit ihr euch abtrocknen könnt." er deutete mit dem Daumen auf Haus, als er sich umdrehte bemerkte er Charlotte "Hey wir haben Besuch." rief er zu den beiden hinüber. Steve, der gerade sein Shirt aus wrang schaute zum Haus hinauf und lächelte als er sie erblickte, das nasse Kleidungsstück in den Händen.
"Was ist denn hier los?" sie schaute den Blonden fragend an "Das musst du Steve selber fragen." Danny verschwand kurz im Haus um die Badetücher zu holen, murmelte dabei etwas über Steve seine Erziehungs Methoden, was wiederum einen erstaunten Blick von Charlotte nach sich zog, dann schaute sie wieder zu Steve der jetzt an der Terrasse angekommen war. Dieser Mann hatte alles was eine Frau sich vorstellen konnte.
Muskeln an genau den richtigen Stellen, nicht zu viel und nicht zu wenig, seine Tattoos und die leichte Brustbehhaarung machten es nicht besser und dann dieses gut definierte, erotische V welches im Bund seiner tropfnassen Jeans verschwand. Na toll jetzt wurde sie auch noch rot und konnte einer Tomate Konkurrenz machen. Sie schalt sich einen Dummkopf und versuchte sich einzureden das sie nur wegen dem Vorstellungsgespräches so aufgeregt war und das sie den Job bekommen hatte.
Charlotte holte einmal tief Luft um Steve zu fragen warum er Megan ins Wasser geworfen hatte "Warum hast du sie ins Wasser geworfen?" sie schaute ihm direkt in die Augen "Danny hat etwas von einer Erzieherischem Maßnahme gemurmelt." nun verschränkte sie abwartend die Arme vor ihrer Brust "Sie musste sich mal etwas abkühlen." setzte er an, lässig das T-Shirt um den Nacken geschlungen, beide enden festhaltend "Sie hat sich sehr ausführlich über eine Schulkameradin ausgelassen." mit Details verschonte er sie, da konnte Charlotte ihre Nichte selber fragen was vorgefallen war. Diese hatte ihren Zopf gelöst und drückte sich das Wasser aus den Haaren, ehe sie ebenfalls zum Haus hinauf kam.
"Hey Charlie." grüßte sie und nahm von Danny, der gerade aus dem Haus getreten kam, das ihr hingehaltene Badetuch an, Steve drückte er es nur mit einem vielsagenden Blick in die Hand, er nahm es ihm immer noch übel das er Megan ein kaltes Bad im Meer verpasst hatte, dieser schien es aber in keiner Weise geschadet zu haben. Sie rubbelte sich die Haare trocken und grinste ihren Vater frech an "Ich geh mich umziehen und dann erzählst du uns wie es gelaufen ist." sie zwinkerte ihrer Tante zu.
Steve zuckte nur mit den Achseln und griff nach dem Badetuch das Danny ihm hin hielt "Das werde ich auch tun." erschaute die kleine Wasserlache zu seinen Füßen an, so verschwand auch er im oberen Stockwerk des Hauses um sich trockene Klamotten an zu ziehen, Charlotte war sichtlich erleichtert und der Blonde grinste sie nur an "Das ist das McGarrett Phänomen." seine Hände hatte er in die Taschen seiner Hose geschoben.
Einige Minuten später waren beide, frisch umgezogen wieder unten und hörten sich den Bericht von ihr an, das Vorstellungsgespräch war ein voller Erfolg gewesen, ihre Referenzen hatten überzeugt und sie hatte den Job bekommen "Und zur Feier des Tages, lade ich Euch zum Essen ein." verkündete sie und schaute in die Runde. Natürlich freute es alle Anwesenden das Charlotte sie eingeladen hatte, Danny konnte sich ein Kommentar nicht verkneifen.
Langsam näherte sich die Woche ihrem Ende zu, Charlotte hatte sich im Haus ihrer verstorbenen Schwester eingerichtet, Steve und sein Team arbeiteten immer noch an dem Fall mit den Getunten Autos, Megan wartete immer noch auf die Erlaubnis zu dieser Geburtstagsparty mit Tobey gehen zu dürfen.
Nun war es Freitagnachmittag und bisher hatte Steve noch keine Entscheidung getroffen, er ließ seine Tochter etwas schmoren, bevor er seine Erlaubnis gab, immerhin sollte sie merken das er nicht so schnell nachgab und genau überlegte was er erlaubte und was nicht, denn er trug die Verantwortung für sie und ihre Sicherheit. Also hatte er Tobey Marshall überprüft und ihn für nicht gefährlich eingestuft, er schien ein Solider Kerl zu sein, gut in der Schule, Quaterback der Footballmannschaft, keine Vorstrafen, so konnte er ohne Bedenken zustimmen und seine Tochter zu dieser Geburtstagsparty gehen lassen, mit einigen Auflagen das verstand sich von selber.
Charlotte hatte sich kurzerhand zum Abendessen eingeladen und etwas von Kamekona's Shrimp Truck mit gebracht, Catherine war für einen Lehrgang in San Diego und würde sich melden sobald sie wieder auf der Insel war. Alles in allem war es eine entspannte Woche gewesen, trotz Mysteriöser Autounfälle, geheimnisvoller Tanten und Begegnungen der dritten Art, die sich als Jungs herausstellten.
Sie waren gerade am Essen als Steve seiner Tochter einen Intensiven Blick zu warf "Du darfst auf diese Party gehen, aber keinen Alkohol und du bist spätestens um Mitternacht wieder zu Hause." begann er seinen Auflagenkatalog abzuarbeiten, noch ehe er geendet hatte fiel ihm Megan um den Hals und drückte ihm einen Kuss auf die unrasierte Wange. "Danke Dad du bist der beste." sie löste ihre Stürmische Umarmung um sich ihr Smartphone zu schnappen, damit sie Tobey eine Nachricht schicken konnte.
Charlotte warf ihm einen vielsagenden Blick zu, Steve grinste nur schief zurück, als Megan gut gelaunt davon sprang um ihre gute Nachricht zu versenden. Er wusste dass irgendwann der Tag kommen würde, an dem ihm ein Anderer den Rang bei seiner Tochter ablaufen würde und dieser Jemand würde sie Morgen auf eine Geburtstagsparty begleiten.
Und dann kam der nächste Abend, für Steve viel zu schnell, für Megan dagegen nicht schnell genug. Er saß auf dem Sofa und sah zu wie sie aufgeregt durch das Haus wuselte, zum gefühlten einhundertsten mal überlegte was sie anziehen sollte, dabei hatte sie genug Klamotten im Schrank da war er sich sicher. Zum Glück hatte Tante Charlie ihre Hilfe angeboten, diese freute sich für ihre Nichte und half wo sie konnte.
Eine Stunde später klopfte es an der Haustür, mit einem leisen Seufzen erhob sich Steve um die Tür zu öffnen, auf der Anderen Seite stand Tobey, lässig in Jeans und einem T-Shirt "Guten Abend Mr McGarrett." grüßte dieser freundlich, nach einer weiteren kurzen Musterung, lies er ihn eintreten und bekam gleich den selben Auflagenkatalog zu Hören wie Megan, dieser nahm es aber recht gelassen hin "Alles klar, ich werde auf sie aufpassen, als wäre sie meine Schwester." jetzt fehlte es nur noch das Tobey vor Steve Salutierte, trotzdem war die Situation etwas angespannt, Steve bot ihm einen Sessel an und setzte sich selber auf das Sofa.
Es dauerte noch ein paar Minuten ehe Megan gefolgt von ihrer Tante nach unten kam, diese hatte ihr geholfen sich etwas zurecht zu machen und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Etwas aufgeregt stieg sie die letzten Stufen hinunter "Ich wäre dann so weit." beide schaute in selben Moment zur Treppe, wo Megan auf der untersten Stufe stand, sie trug ein schlichtes Neckholder Kleid und dazu Sandalen mit Keilabsatz, die Haare zu einem lockeren Half Up hoch gesteckt und das dezente Make Up war im ersten Moment nicht zu erkennen.
Beide staunten nicht schlecht, das so wenig, so viel bewirken konnte und irgendwie löste das alles in Steve einen Instinkt aus der danach schrie, seine Tochter irgendwo vor allen Jungs in Sicherheit zu bringen. Doch Charlotte erstickte alles im Keim "Und jetzt habt viel Spaß ihr beiden." sie lächelte den Jungen freundlich an und warf seinem gegenüber einen beschwichtigenden Blick zu. Tobey hatte sich erhoben und warf Megan einen vielsagenden Blick zu "Du siehst toll aus." sie lächelte ihn an "Danke." dann konnten sie wenige Minuten später los.
Tobey besaß einen schnittigen Kobaltblauen Ford Mustang, mit diesen fuhren sie zu Bobby's Geburtstags Party, wenn Megan vorher gewusst hätte wer sie außer Bobby und seinen Kumpels dort erwartete, dann wäre sie erst gar nicht zu dieser Party gekommen. Einige Zeit später parkte er den Wagen vor dem Haus von Bobby und half Megan beim aussteigen, dann gingen sie um das Haus nach hinten in den Garten.
Dort wurden sie schon erwartet und von Bobby begrüßt "Hey toll das ihr es doch geschafft habt." er umarmte Tobey freundschaftlich und schüttelte Megan die Hand, dann gesellten sie sich zu den Anderen Gästen. Es hätte ein so schöner Abend werden können, sie waren nicht einmal eine Stunde das als noch einige Gäste eintrafen und vom Geburtstagskind begrüßt wurden, unter ihnen waren auch zwei Mädchen die Megan sofort erkannte.
"Oh nein." sie stöhnte kaum merklich auf "Nicht die beiden." Tobey, der neben ihr stand, schaute auf sie hinunter und wusste sofort wen sie meinte. Es waren Coleen und Trish die geradewegs auf sie zu stolzierten "Na wen haben wir denn da Aschenputtel?" sie schaute das schwarz Haarige Mädchen abschätzend an.
Megan schluckte gerade einen bissigen Kommentar hinunter als die gefärbte Blondine ihren Begleiter entdeckte "Hey Tobey." sofort viel sie ihm um den Hals und hab ihm links ein Küsschen und rechts ein Küsschen auf die Wange. Und als ob diese nicht schon genug Gift verspritzt hatte, tauchte auch noch Coleen auf und gab noch einen Schuss dazu, abschätzend musterte die zweite Blondine sie "Die Klamotten sind ja so etwas von vorgestern." Megan presste die Kiefer aufeinander das es schmerzte, es fehlte nicht mehr viel und sie wäre ihr ins Gesicht gesprungen, stattdessen verpasste sie ihr eine Verbale Breitseite "Nicht jeder hat das Glück alles hinten und vorne rein geschoben zu bekommen so wie du." sie holte Luft um weiter zu sprechen "Ich bin mit dem zufrieden was ich habe und das ist mehr als du jemals haben wirst.".
Und das war nicht einmal gelogen, sie hatte ihren Dad und die Ohana, die das Five-0 Team war, mehr brauchte sie nicht, sie hatte Cinda als beste Freundin und Tobey entpuppte sich auch als ein guter Freund, vielleicht auch als etwas mehr als das. Dieser hatte sich mittlerweile von Trish befreit und sie weggeschoben "Ok das reicht, ich habe schon eine Begleitung." gab er ihr zu verstehen und deutete auf Megan die Coleen gerade ihre Meinung gesagt hatte, diese war verdutzt einige Schritte auf ihren High Heels zurück gestolpert und starrte sie an, als wäre sie ein ungewöhnliches Tier.
Jetzt hatte sie echt genug, die beiden hatten ihr gerade die ganze Party verdorben, nicht das sie es schlimm fand, das sich Trish an Tobey gehängt hatte, die Äusserungen hätten die beiden sich sparen können, nun machte sie auf dem Absatz kehrt und ließ alle stehen, wütend und verletzt lief sie um das Haus und ließ sich auf die Stufen der Vortreppe sinken. Der Quaterback brauchte einen kleinen Moment um die ganze Situation zu entknoten, dann lief er Megan nach "Hey Tobey, was willst du von der?" es war Coleen die es ihm nach gerufen hatte "Die hat ja noch nicht mal Klasse.".
Er hielt inne als er das hörte "Sie hat mehr Klasse als du denkst und vor allem ist sie ehrlich und ich mag sie." bums das hatte gesessen nun war die Blonde total platt und brachte kein Wort mehr heraus, das interessierte ihn nicht die Bohne, Megan war jetzt wichtiger, diese saß immer noch auf der Vortreppe und überlegte wie sie jetzt nach Hause kam. Da sie nicht dachte das Tobey ihr folgen würde, dieser bog gerade um die Ecke als sie ihr Smartphone aus der Tasche holte.
Etwas atemlossetzte er sich neben sie auf die Stufen "Hey alles ok bei dir?" er schaute sie fragend an "Ja alles ok, nur habe ich mir das alles irgendwie anders vorgestellt." gab sie zu und spielte mit ihrem Telefon herum, immerhin war das hier doch sowas wie ihr erstes Date oder täuschte sie sich da? Tobey nickte zustimmend, er hatte es sich auch anders vorgestellt "Lass uns hier verschwinden." schlug er vor "Ich kann Bobby später über Whats App eine Nachricht schicken." jetzt sprang er voller Tatendrang auf "Hast du Hunger?" er reihte ihr die Hand um ihr auf zu helfen.
"Ja und wie." sie ließ ich hoch helfen "Lust auf Shrimps? ich kenne da einen tollen Shrimp Truck." er zwinkerte ihr zu da sie bestimmt wusste welchen er meinte "Na klar sehr gerne." einige Zeit später parkte Tobey den Mustang an Kamekona's Shrimp Truck, zusammen setzten sie sich an einend er Picknick Tische, dann holte er zwei Portionen Shrimps mit Butter und Zitrone, stellte die eine vor Megan auf den Tisch "Lass es dir schmecken, das geht auf mich." er lächelte sie an und setzte sich ihr gegenüber.
Nach dem sie gegessen hatten, unter Kamekona's Argusaugen, der sicher Steve anrufen würde, was sein kleines Mädchen so trieb oder auch nicht, stand Megan auf und schaute zum Strand hinunter, der Menschenleer war "Lass uns zum Wasser runter gehen, vielleicht sehen wir ja Schildkröten." sie griff nach seiner Hand und zog ihn mit sich an den Strand hinunter, dort zog sie ihre Schuhe aus und lief ans Wasser, Tobey war ihr langsam gefolgt.
"Sieh mal." sie deutete auf die Wasseroberfläche die nur noch vom Vollmond erhellt wurde "Eine Meeresschildkröte, einige Arten stehen auf der Roten Liste." erklärte sie ihm, dann kam ihr eine sagenhafte Idee "Ich glaube ich habe jetzt ein Thema für mein Referat." sie lächelte ihn an "Meeresschildkröten." er überlegte einen Moment "Hört sich gut an und wenn du magst helfe ich dir dabei." das freute Megan noch mehr und es hätte nicht viel gefehlt und sie wäre ihm um den Hals gefallen, aber das verkniff sie sich für diesen Moment "Wirklich, das ist klasse danke." in diesem Moment strahlten ihre Augen mit dem Mond um die Wette.
Eine halbe Stunde später lieferte er Megan wohlbehalten zu Hause ab, er brachte sie noch bis zur Haustür, sie hatten nicht bemerkt das Steve auf der vorderen Veranda Posten bezogen hatte, erst als Megan nach ihrem Schlüssel suchte entdeckte sie ihn auf einem Gartenstuhl sitzend vor sich ein Longboard auf dem Tisch "Hi Dad, du bist noch auf?" sie schaute ins Halbdunkel der Veranda "Ich konnte nicht schlafen." und das war glatt gelogen, er saß hier seit sie mit Tobey weg gefahren war, also gute zwei Stunden, denn länger waren sie nicht weg gewesen, Charlotte hatte sich kurz nach ihnen verabschiedet, da sie ihre erste Nachtschicht hatte.
Sie schaute ihren Vater zweifelnd an "Ok." war alles was sie sagte "Dann leisten wir dir noch etwas Gesellschaft und die Geburtstagsparty war nicht so Dolle." sie steckte den Schlüssel ein und setzte sich neben ihn, Toby bekam auch einen Stuhl angeboten und tat es ihr gleich "Nee war es wirklich nicht, Coleen und Trish haben mal wieder übertrieben." in drei ganzen Sätzen erklärte er alles damit Steve wusste warum sie die Party verlassen hatten nur das mit Kamekona hatte er dezent weggelassen.
Steve hörte die ganze Zeit zu "Und ihr wart nicht bei Kamekona Shrimps Essen?" jetzt starrten ihn beide verdutzt an, dann ging Megan ein Licht auf "Er hat dich angerufen habe ich recht." sie wusste nicht ob sie jetzt böse sein sollte oder nicht "Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen das er dich anruft." sie ging jede Wette ein das er den großen Hawaiianer erzählt hatte das sie heute eine Verabredung hatte, eventuell bei ihm auftauchen konnte und das er ihn dann anrufen sollte.
"Ich hab es dir gestern ja geschrieben, einen SEAL als Vater zu haben, da ist man rund um die Uhr überwacht." sie zwinkerte ihm lächelnd zu, beugten sich vor und umarmte ihren Vater kurz "Wieviel hast du ihm gegeben das er dich anruft?" flüsterte sie ihm ins Ohr, Steve's Augenbrauen schnellten in die Höhe, also hatte sie ihn durchschaut, verdammt das war doch etwas in die Hose gegangen, aber was sollte es, sie war seine Tochter und damit hätte er rechnen müssen, das sie ihn durchschaute.
Eine Stunde später verabschiedete sich Tobey mit dem Versprechen ihr beim Referat zu helfen, alles in allem war es doch noch ein schöner Abend geworden, der achtzehn Jährige hatte etwas über sich und seinen Bruder erzählt, das er eine Werkstatt besaß, in der er Autos Tunte und auch Oldtimer wieder in Schuss brachte. Zweiteres freute Steve, da er dort vielleicht einige Ersatzteile für seinen Mercury Marquise bekommen konnte.
"Und wie findest du ihn?" diese Frage brannte ihr die ganze Zeit auf der Zunge "Er ist in Ordnung." musste Steve zugeben, immerhin hatte er ihm bewiesen das er gut auf sie aufgepasst hatte, so konnte er einer eventuellen zweiten Verabredung ohne schlechtes Gewissen zustimmen. Eine Weile saßen sie noch zusammen auf der Veranda als im Haus das Smartphone von Steve klingelte "Wer ruft denn um diese Zeit noch an?" sie schaute ihn fragend an, ok außer Danny der eventuell einen neuen Fall hatte konnte sie sich niemanden vorstellen.
Steve erhob sich um den Anruf an zu nehmen, Megan folgte ihm ins Haus und machte sich auf den Weg nach oben als sie auf halber Strecke inne hielt, eher ungewollt weil die Stimme ihres Vaters plötzlich einen Merkwürdigen Ton angenommen hatte, sie verharrte und lauschte auf das gesprochene, konnte aber beim besten Willen nicht herausfinden wer am Telefon, es musste aber etwas sein was ihren Vater vollkommen aus der Fassung geraten lies.
Viele Möglichkeiten gab es da nicht, nur eine Handvoll Personen kam in Frage, diese gingen Megan gerade durch den Kopf. Könnte es Doris sein, Danny, Kamekona, Chin, Kono oder Catherin die ihm etwas dringendes Mittzuteilen hatten, gab es einen neuen Fall oder hatte der Aktuelle irgendetwas neues ergeben? Wer war der Mysteriöse Anrufer um diese Zeit?

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BeitragThema: Re: Project: Snow White   Mo Feb 09, 2015 7:24 pm

So Mädels es geht in die 10 Runde, es wird Tourbulent, gerast und es gibt einen haufen Schrott. Einen Steve der damit klarkommen muss das Megan einen Verehrer hat und das er eben jenem etwas den Kopf zurecht rücken muss, aber lest selber  Zwinker , viel spaß und wie immer freue ich mich über Feedback.




Kapitel 10: Tod auf der Rennbahn!

Es war kurz nach Mitternacht, ein Spalier aus Scheinwerfern säumte den Highway, Motoren dröhnten, Musik hämmerte in dumpfen Bässen aus den Lautsprechern, junge Leute feuerten die Fahrer, in ihren aufgemotzten Autos an, die Stimmung nahm ihren Höhepunkt als eine junge Frau, mit einem roten Tuch, in der Hand vor die Wagen trat und es mit einem Ruck hinunter riss, wie eine Startflagge bei einem Autorennen. Die beiden Kontrahenten rasten los den Highway hinunter, das die Reifen qualmten, gefährlich nahe an der Küste, der Pazifik brandete an die Felsen.
Mit quietschenden Reifen rasten sie um eine enge Kurve, das Heck des einen brach aus und drohte ihn die Klippen hinunter zu schleudern, er schaffte es aber ihn wieder unter Kontrolle zu bringen der Wagen schlingerte kurz dann war er wieder in der Spur und konnte die Verfolgungsjagd aufnehmen.
Zur selben Zeit auf der anderen Seite der Insel, in der Piikoistreet 2727, Steve hatte gerade einen Anruf bekommen, wer rief bitte um diese Zeit noch an? er schaute auf das Display seines Smartphone und staunte nicht schlecht, es war Catherine die ihn um diese Zeit anrief. Was wollte sie das sie zu so später Stunde anrief, etwas brummig meldete er sich "McGarrett." am anderen Ende der Leitung antwortete Cath " Tut mir leid wenn ich dich geweckt habe, ich vergesse nur immer wieder den Zeit unterschied." entschuldigte sie sich "Hast du nicht, ich war noch wach." .
Er sagte ihr aber nicht dass er auf Megan gewartet hatte, diese saß auf der obersten Stufe und lauschte dem Gespräch "Was gibt es das du anrufst, ich dachte dein Lehrgang sei verlängert worden?" Er war aufgestanden und lief im Wohnzimmer auf und ab "Ja und nein." Catherine druckste etwas herum "Also er ist verlängert worden und sehr lehrreich und interessant." erklärte sie ihm "Es sind sogar welche vom Pentagon dabei, die suchen ja immer neues Personal mit Fähigkeiten aller Art." irgendetwas in ihrer Stimme ließ Steve aufhorchen und mitten in der Bewegung inne halten.
"Ok hört sich interessant an und weiter?" nun war er neugierig und leicht besorgt zugleich, ihm schwante schon etwas, er wagte es nur nicht den Gedanken aus zu führen. Cath haderte einen Moment ehe sie mit der Sprache herausrückte "An mich sind sie auch mit einem Jobangebot heran getreten." ließ sie die Bombe platzen, Steve wusste das sie verdammt gut in ihrem Job beim Nachrichtendienst der Navy war, das hatte er in der letzten Zeit oft genutzt und ihr mit einigen Dinner Abenden und anderem gedankt auch wenn seine Strichliste sicher noch nicht ab gearbeitet war. Jetzt bekam er zu hören, das sie ein unwiderstehliches Job Angebot bekommen hatte, würde sie es annehmen?
Er brauchte einen Moment ehe er etwas erwidern konnte "Und wie wirst du dich entscheiden?" Das war seine erste Frage, denn so ein Angebot bekam man nur einmal im Leben. Sein einmaliges Angebot von der Gouvanoerin von Hawaii, hatte er nach kurzem zögern angenommen und nun leitete er die Five-0 Taskforce und das mit Erfolg seid nun fast 3 Jahren.
"Ich weiß es noch nicht, es ist aber sehr verlockend, ich habe um Bedenkzeit  gebeten." gab sie ihm zu verstehen, dass sie sich schon fast entschieden hatte sagte sie ihm noch nicht, das wollte sie ihm erst mitteilen wenn sie wieder auf der Insel war "In 3 Tagen bin ich wieder da." versuchte sie ihn auf zu muntern, was aber nicht wirklich helfen wollte "Ok, dann bis in 3 Tagen." was auch immer ihn da erwarten würde.
Nun hatte sie aufgelegt, einen Moment lang starrte er das erloschene Display seines Smartphone an, dann schob er es achtlos in seine Hosentasche, Megan hingegen versuchte sich so leise wie möglich in ihr Zimmer zu schleichen, hatte aber im Halbdunkel, den Sessel auf der Galerie übersehen und lief dagegen, einen unterdrückten Fluch auf den Lippen rieb sie sich ihr Schmerzendes Knie.
Natürlich hatte Steve das Rumpeln gehört und schaute nach oben, er wusste im ersten Moment nicht ob er sauer sein sollte oder nicht, für einen Augenblick trafen sich ihre Blicke, Megan erwiderte ihn schuldbewusst, sie wusste das sie nicht hätte lauschen dürfen. Ihr Vater wirkte aber nicht wütend oder so, sondern nur sehr Müde und irgendwie traurig, seine Augen hatten so einen merkwürdigen Ausdruck, das sie inne hielt und wartete das er herauf kam um ihr die Leviten zu lesen.
Doch dieses tat er nicht, er tätschelte ihr nur den Kopf und schickte sie mit folgenden Worten ins Bett "Wir reden Morgen darüber." Megan zog erstaunt eine Augenbraue hoch "Ok." dann verkrümelte sie sich etwas verwirrt in ihr Zimmer. Das klärende Gespräch am nächsten Morgen blieb aber aus, da Steve schon weg war als sie aufstand. Das einzige war ein kleiner gelber Post-it am Kühlschrank *Bis heute Abend Dad* den er da gelassen hatte.
Es war in den letzten Wochen oft vorgekommen das ein kleiner gelber Zettel am Kühlschrank klebte, mit einer kleinen Nachricht für sie, irgendwann in dieser Zeit hatte er sich das angewöhnt, total Altmodisch und Steinzeitlich, wo es doch SMS, Whats App, Skype und Co gab, aber er tat es trotzdem, es gab ihm das Gefühl das es nur etwas zwischen ihm und seiner Tochter war, etwas das keiner verstehen und worüber Danny wahrscheinlich lachen würde.
Megan lächelte über diesen Gedankengang den sie beide gerade hatten und klebte den kleinen gelben Zettel wieder an den Kühlschrank, sie fand es süß dass ihr Dad noch sowas wie Post-it besaß und sie auch benutzte. Jetzt stellte sich nur die Frage was sie mit diesem Sonntag anfangen sollte.
Cinda war verplant mit ihrem neuen Freund, Toby wollte etwas mit seinem Bruder an einem alten Auto schrauben, Charlotte war noch im Krankenhaus, also war sie heute Morgen und Vormittag alleine. Den Morgen verbrachte sie damit etwas den Haushalt zu machen, in der Garage summte die Waschmaschine und in der Küche der Geschirrspüler, nun widmete sie sich ihrem Referat, immerhin hatte sie jetzt ein Interessantes Thema gefunden und googlete etwas im Internet herum um sich zu informieren, so verging auch der Vormittag im Flug.
Danny und Steve waren seit den frühen Morgenstunden unterwegs, ersterer war nicht sonderlich begeistert da er sein Vater Tochter Wochenende hatte und seine wieder zu ihrer Mutter bringen musste, diesen Unmut ließ er an seinem Partner aus "Was soll ich denn sagen, meine hockt zu Hause alleine herum auch nicht besser." obwohl er wusste das seine Kleine keinen Mist veranstalten würde passte ihm das ganz und gar nicht und zu allem Überfluss hatte das SWAT Team einen neuen Captain bekommen und der Gouverneur hatte sie zum Rapport geordert.
So waren sie jetzt auf den Weg dorthin, einige Minuten später parkten sie vor dem Gebäude und stiegen aus. Diskutierend betraten sie es und warteten das sie ins Büro gelassen wurden, wo schon der neue Captain mit Gouverneur Dennings sprach, es war ein großer, kräftiger, dunkelhäutiger Mann in den 40ern vielleicht auch etwas älter. Das erste Aufeinandertreffen war etwas Frostig, Danny hatte versucht zu vermitteln, aber diese Alphatier gehabe der beiden war ihn nach gefühlten 10 Stunden gehörig auf den Keks gegangen, das er beide angeschnauzt hatte.
Jetzt drei Tage später hatte es sich etwas gelegt, aber eine leichte Abneigung war denn noch zu spüren während Steve dem Captain des SWAT Teams erklärte was in den letzten Wochen in ihrem Fall passiert war. Zwei Tote, zwei Schrottreife Muscle Cars, wovon einer mal ein sehr netter Ford Mustang gewesen war.
Und zum ungünstigsten Zeitpunkt Summte das Handy in Steve seiner Hosentasche, es vibrierte hartnäckig an seinem Oberschenkel, grummelnd zog er es aus der Tasche und stutzte, es war Megan die ihn anrief "Entschuldigt mich für einen Moment." er drehte ihnen den Rücken zu und ging zu seinem Büro hinüber. Lou Grover hob fragend eine Augenbraue und schaute Steve nach, der den Anruf angenommen hatte, ab und zu kam ein Hmm von ihm und ein leichtes nicken, irgendwie klang seine Tochter am anderen Ende der Leitung aufgeregt.
Danny war ebenfalls aufmerksam geworden und schaute zu Steve hinüber, der sich gerade aufgebracht, mit der freien Hand durch die Haare fuhr "Jetzt mal ganz langsam so dass ich es verstehen kann." versuchte er sie zu beruhigen "Was ist passiert?" hakte er nach "Ich weiß auch nicht, Tobey hat sich heute den ganzen Tag so komisch benommen." begann sie zu erzählen "Ich habe ein ungutes Gefühl im Bauch, das er irgendetwas ganz dummes anstellt." sie hielt an einer Ampel und wartete darauf das sie auf grün sprang und sie ihren Weg fortsetzen konnte.
"Wo bist du jetzt?" er fragte doch nicht jetzt aller ernstes wo sie war oder? "Ich sitze im Auto und fahre..." weiter kam sie nicht denn ihr Vater unterbrach sie "Wie bitte, in welchem Wagen?" jetzt klang er etwas aufgeregt, denn Megan hatte erst vor einigen Monaten ihren Führerschein bestanden und hatte, in seinen Augen jedenfalls, noch nicht genug Fahrpraxis um alleine durch die Stadt zu fahren."Im Silverado, der andere läuft ja nicht." in diesem Moment musste sie scharf bremsen "Hey du Penner, ich habe Vorfahrt, wo hast du deinen Führerschein gemacht, auf dem Rummelplatz oder was?" fluchte sie aus dem offenen Wagenfenster und warf dem PKW der sie geschnitten hatte einen Finsteren Blick zu.
Als sie so laut los fluchte, lief es Steve heiß und kalt den Rücken hinunter, hoffentlich war nichts passiert, da war es egal ob es der Wagen oder seine Tochter war "Alles ok bei dir?" er klang besorgt "Ja alles in Ordnung, so ein voll Pfosten hat mich geschnitten und fast die Vorfahrt genommen." für diesen Moment klang sie ruhig, aber im inneren sah es anders aus, sie war froh das sie gleich am Hauptquartier war und ihren Vater um Hilfe bitten konnte.
Er nickte erleichtert "Ok und wo willst du hin?" war seine nächste Frage "Ich bin auf dem Weg zu euch, wie gesagt war Tobey heute so komisch, er ist nach dem Training einfach verschwunden und als ich ihn über Whats App angeschrieben habe, hat er nur abgeblockt, ich zeig die den Chatverlauf wenn ich da bin." fünf Minuten später parkte sie den Pic Up auf dem Parkplatz, neben Danny seinem Camaro.
Im Laufschritt, zwei Stufen auf einmal nehmend, rannte sie die Treppen hinauf, auch wenn der Fahrstuhl bequemer gewesen wäre. Oben angekommen stieß sie die Glastür auf und steuerte direkt auf Steve zu, im Laufen hatte sie ihr Smartphone aus der Tasche gezogen und suchte den Chat Verlauf um diesen ihrem Vater zu zeigen. Bei ihrem eintreten, drehte sich alle Köpfe in ihre Richtung sie warf ein kurzes "Hi." in den Raum. Besonders Lou Grover staunte nicht schlecht, hatte er doch die ganze Zeit gedacht das McGarrett keine Kinder hatte, so war es ihm jedenfalls vor gekommen.
Während sie ihr Smartphone durchsuchte, viel ihr ein das Tobey schon seit einigen Wochen so merkwürdig und kurz angebunden gewesen war, bis auf das kleine was auch immer Date auf Bobby seiner Geburtstagsparty. "Ok hier ist es." sie hielt ihrem Vater das Telefon hin, dieser las den Verlauf und runzelte die Stirn, Tobey schien in der Tat etwas zu verbergen, aber was?
"Kono, überprüfe diese Nummer und versuche das Handy zu orten." die Junge Hawaiianerin nickte und nahm das Gerät von Steve in empfang "Alles klar Boss." und schon flogen ihre Finger über die Tastatur, Magen schaute ihn an "Ich hoffe das er nichts dummes anstellt." sie spielte leicht nervös mit einer Haarsträhne herum und schaute dann zu Kono, deren Augen immer größer wurden.
Steve legte ihr den Arm um die Schultern und drückte sie kurz "Steve ich hab sein Handy geortet." sie wischte einmal über den Magic Table und schickte so das Bild auf den großen Monitor "Er fährt Richtung Kalanianaole Highway, was will er da?" alle Blicke klebten am Monitor, bis Danny das angestrengte Schweigen durch brach "Haben wir da nicht den 66er Mustang vom Asphalt gekratzt und vor 3 Wochen den zweiten Wagen um einen Strommast gewickelt gefunden." Steve nickte und starrte immer noch die Sattelitenkarte mit dem, sich bewegenden Punkt an.
Grover hatte von diesen angeblichen Unfällen gehört und meldete sich jetzt zu Wort "So ähnliche Unfälle hatten wir auch mal in Chicago, die Nachforschungen haben ergeben das es Illegale Straßenrennen waren, hoch getunte Wagen mit über 300 PS unter der Haube, wir haben nie den Organisator festnehmen können." begann er zu erzählen "Er ist ein Phantom, er taucht auf und verschwindet wieder, die Rennen wurden meist über das Internet angekündigt, erst der Ort und die Zeit die man hatte um dort hin zu kommen, manchmal quer über den Kontinent." er graste sein ganzes Gehirn nach den alten Berichten ab, aber mehr konnte er ihm nicht sagen.
Steve nickte und zog seine Stirn in Falten, was trieb einen Jungen wie Tobey, der eigentlich gut erzogen war zu so einem Rennen, dazu noch Illegal und mitten in der Nacht. Einige Kilometer außerhalb der Stadt raste ein Kobaltblauer Mustang den Highway hinunter, er hatte ein bestimmtes Ziel vor Augen, einen Parkplatz am Rande des Highways, denn dort sollte der Treffpunkt des Rennens sein. Seine Hände umklammerten das Lenkrad, das die Knöchel weiß hervortraten, er presste die Kiefer zusammen und fuhr weiter, er musste dieses Renne gewinnen, weil sie das Geld gut gebrauchen konnten um die kleine Autowerkstatt am Leben zu erhalten.
Wenn sein Bruder das herausbekam, dann würde es mehr als nur Ärger geben, das wusste er aber dieses Risiko ging er ein um den Traum seines Bruders zu retten. Denn dieser hatte hart dafür arbeiten müssen um es so weit zu schaffen, er hatte dadurch und wegen ihm, auf vieles verzichten müssen und das wollte er ihm jetzt zurückgeben koste es was es wolle. Langsam kam er seinem Ziel näher und auch der Zweifel ob es richtig war dies zu tun steig in ihm auf, diesen schob er energisch bei Seite und drückte noch etwas aufs Gas.
Im Hauptquartier war Steve gerade dabei Arbeit zu verteilen, als Megan noch etwas einfiel, das war ihr im Eifer des Gefechts entfallen "Dad, mir ist da noch etwas eingefallen." McGarrett drehte sich um als Megan ihm am Shirt zupfte, abwartend schaute er seine Tochter an "Und das wäre?" er hob eine Augenbraue "Tobey hat gesagt das sein Bruder diese Woche für ein paar Tage auf dem Festland ist. Er hat etwas von einer Auto Ausstellung gesagt, die er sich anschauen wollte und das er auf den einen oder anderen Auftrag hoffte, die Werkstatt läuft momentan wohl nicht so gut." endete sie.
Nun wurde allen klar warum der Junge an diesem Rennen teilnehmen wollte, jetzt hieß es handeln "Kono check die Flüge und sieh ob auf den Fluglisten ein Patrick Marshall steht." die junge Frau nickte und rief die Flugdaten des Honolulu Airport auf. Megan hatte ihrem Vater vor einiger Zeit gesagt wie der Bruder von dem Quaterback ihrer Schumannschaft hieß, weil er wieder einmal Probleme mit dem Mercury Marquise hatte und keine Ersatzteile finden konnte.
"Ich hab was." mit einem wisch schickte sie die Flugdaten auf den großen Monitor "Ein Patrick Marshall steht auf der Flugliste, er soll heute Abend hier in Honolulu landen und zwar in genau dreißig Minuten." Steve Schalltete schnell "Danny du fängst ihm an Flughafen ab und bringst ihn hier her, Chin du gehst zu Fong und schaust was er von unserem zweiten Unfallwagen hat, Kono du fährst bitte Megan nach Hause, Grover kommt mit mir." dabei warf er Danny den Schlüssel vom Camaro zu.
Dieser freute sich diebisch das er mal seinen eigenen Wagen fahren durfte "Alles klar, wir sehen uns dann später." so zog der kleine Blonde gut gelaunt von dannen, Chin machte sich ebenfalls auf den Weg in die Forensik um dort Informationen ein zu holen. Nun waren nur noch Kono, Megan, Grover und Steve da, dieser war gerade dabei seiner Tochter den Schlüssel für den Silverado ab zu nehmen.
"Kono fährt dich nach Hause und versuche ja nicht sie zu irgendetwas zu überreden ist das klar." seine Stimme hatte einen Strengen Unterton bekommen, das Mädchen nickte und händigte ihm, etwas missmutig den Schlüssel aus "Ja alles klar." dabei zog sie eine kleine Schnute, er nickte Kono noch einmal zu und machte sich zusammen mit Grover auf den Weg.
Nach dem sich Steve vergewissert hatte das Kono, Megan auch wirklich nach Hause brachte, stieg er mit Grover in seinen Wagen, schaltete den Motor ein und fuhr los. Eine Weile schwiegen die beiden, ehe sich Lou Grover zu Wort meldete "Ich wusste gar nicht das sie eine Tochter haben." er warf Steve einen Seitenblick zu, dieser starrte auf die Straße vor ihnen überlegte und wägte die Situation ab "Habe ich bis vor einigen Monaten auch nicht gewusst.".
Steve erzählte Grover die Ereignisse der letzten Monate in aller Kürze, dieser war erschüttert, von dem was das Mädchen alles hatte durch machen müssen."Wie geht es ihr jetzt?" er musste diese Frage stellen um sein eigenes Gewissen zu beruhigen "Sie hält sich gut und die Therapie scheint an zu schlagen." die Ärzte im Krankenhaus und auch die Klassenlehrerin Mrs. Jones, hatten es Steve nahegelegt, Megan Psychologische Hilfe zukommen zu lassen.
Zum Glück hatte sich die Navy bereiterklärt die Therapiekosten zu übernehmen, was für ihn als alleinerziehender Vater eine große Erleichterung und das Mindeste war, was sie tun konnten. Während des kurzen Gespräches, hatte er stur auf die Straße gestarrt. Lou Grover konnte ihn verstehen, hatte er doch selber in Chicago ein Traumatisches Erlebnis gehabt.
Zur selben Zeit am Honolulu Airport, Danny lehnte lässig an seinem Camaro und wartete auf Patrick Marshall, der eigentlich jeden Moment aus dem Flughafen Gebäude kommen musste und wenn man vom Teufel sprach kam er auch, in diesem Fall der große Bruder von Tobey. Mit einer kleinen Bewegung stieß er sich von seinem Wagen ab "Patrick Marshall?" der kleine Blonde Cop baute sich vor ihm auf und war in der Tat zwei Köpfe kleiner als sein gegenüber.
"Ja." der Angesprochene nickte "Ich bin Detektiv Danny Williams, ich soll sie ins Five-0 Hauptquartier bringen." Danny erklärte kurz wieso, weshalb und warum, der junge Mann nickte "Momentan hat Tobey echt nur Mist im Kopf und jetzt noch die Polizei." er schüttelte leicht Resigniert den Kopf "Der bekommt was zu hören wenn ich den in die Finger bekomme." grollte er und stieg zu Danny in den Camaro.
Auf den Weg ins Hauptquartier erzählte Danny ihm, das sein Boss Commander McGarrett und Lou Grover auf den Weg waren um Tobey ab zu fangen, vorausgesetzt sie holten ihn noch ein und daran arbeiteten die beiden gerade, als ein paar Rücklichter vor ihnen auftauchten "Das muss er sein." schlussfolgerte Steve laut, schaltete das Blaulicht an und überholte den Wagen vor ihm, es war in der Tat der gesuchte Mustang. Jetzt setzte er sich vor ihn und bremste ihn aus, ganz langsam lotste er ihn an den Straßenrand.
"Mist verdammter." Tobey fluchte leise und ging vom Gas, als sich der Zivile Polizeiwagen vor ihn setzte, zu allem Überfluss kannte er das Fahrzeug auch noch, grummelnd hielt er auf dem Seitenstreifen, stellte den Motor ab und wartete. Steve sprang aus seinem Wagen, lief zum Mustang hinüber "Aussteigen." kommandierte er, murrend kletterte der achtzehnjährige aus seinem Wagen, seinem Gegenüber war an zu sehen das er überhaupt nicht begeistert war über das, was er vor hatte und das sagte er ihm auch. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und starrte ihn wütend an.
"Sag mal was ist in dich gefahren, das du so einen scheiß verzapfst? Megan ist heute Abend vollkommen aufgeregt zu mir gekommen." polterte er los, der Teenager wollte etwas erwidern, doch Steve ließ ihn nicht zu Wort kommen "Sie hat mir alles erzählt, willst du dich umbringen oder was? In den letzten drei Wochen haben wir zwei Autos vom Asphalt gekratzt. Ich weiß auch das es mit der Werkstatt nicht so gut läuft, aber dafür musst du nicht dein Leben und deine Zukunft aufs Spiel setzen oder willst du im Knast landen?" schnaubend mit geblähten Nasenflügeln holte Steve Luft um seine Strafpredigt weiter aus zu führen, als Tobey sich zu erklären versuchte "Nein natürlich nicht, ich muss aber an diesem Rennen teilnehmen, sonst denken die ich kneife weil ich schiss habe und das habe ich nicht, nicht vor denen und ich tu das nicht nur für Pete sondern auch für meinen Dad." seine grünen Augen sprühten Funken als er Steve genau in seine schaute.
Dieser Junge beeindruckte ihn, irgendwie erinnerte er ihn an sich selber, als er in diesem Alter gewesen war, als sein Vater ihn nach Annapolis auf die Akademie geschickt und Mary zu Tante Deb aufs Festland, so hörte er ihm weiter zu "Die Werkstatt hat unser Vater aufgebaut, kurz nach dem er die Marines verlassen hat, dann hat Pete sie übernommen als er ihn wegen PTBS in die Psychiatrie einweisen lassen musste, das war auch der Grund warum unsere Mutter sich hat scheiden lassen.".
Im Hauptquartier erzählte Pete gerade Danny sie selbe Geschichte, das der Vater wegen PTBS in der Psychiatrie und das die Mutter einfach gegangen war und zwei Kinder mit einem nicht mehr ganz gesunden Vater zurück gelassen hatte. "Ich war damals gerade achtzehn und Tobey dreizehn, zu Anfang ging es Vater noch gut mit den Tabletten und der Therapie, aber irgendwann ist es so schlimm geworden das ich ihn einweisen lassen musste, er konnte Realität nicht mehr von der Vergangenheit unterscheiden." er seufzte und lies sich in einen der Sessel in Danny seinem Büro sinken.
"Wir hatten nie viel Geld, sind aber immer gut damit über die Runden gekommen, ok die Konjunktur ist gerade etwas mau, aber ich habe einen Auftrag in Aussicht, ein Sondermodell für eine Spendenauktion." dabei huschte ein kleines Lächeln über seine Lippen "Ich wollte Tobey heute Abend davon erzählen, aber jetzt müssen wir ihn erst einmal zur Vernunft bringen." Danny nickte, er konnte ihn verstehen "Steve wird ihn finden und her bringen, da bin ich mir sicher.".
Auf dem Highway arbeitete Steve sein Gehirn gerade auf Hochtouren "Grover wie schnell kann das Swat Team hier sein?" er schaute zu ihm hinüber, denn er hatte einen Plan, ok dafür würde ihn Danny zwar verbal umbringen aber was sollte es, das war er gewohnt. "In ca. 15 Minuten." dabei zückte er sein Telefon und trommelte sein Team zusammen.
Diese waren in der Tat in 15 Minuten da und bekamen die Anweisung, den Parkplatz zu umstellen. Steve und auch Grover hatten sich ihre Kevlarwesten übergeworfen, gespickt mit Magazinen, Ohrstöpseln und allem was man noch brauchen konnte. Tobey wurde mit einem Knopf im Ohr ausgestattet und mit Instruktionen gespickt, was er tun sollte und was er zu lassen hatte "Also spiele hier nicht den Helden und tu genau das was ich gesagt habe." der Junge nickte Steve zu und stieg in seinen Wagen, dann fuhr er wie verabredet zum Treffpunkt für das Rennen.
Dort angekommen stellte er seinen Wagen zu den Anderen, stieg aus und lehnte sich, scheinbar lässig dagegen, darauf wartend das der Veranstalter sein Gefährt unter die Lupe nahm und ihm das Ok für das Rennen gab und in diesem Moment wollte Steve mit dem SWAT Team und Grover zu greifen. Geduldig warteten sie auf den richtige Zeitpunkt zum zu griff, der Veranstalter trat auf den Kobaltblauen Mustang zu, heute hatte er sich, zur Freude von Steve, Grover und dem SWAT Team, mal zu den Rennfahrern und ihren Autos hinab begeben.
Zur gleichen Zeit im McGarrett Home, Kono hatte Megan wohlbehalten dort abgesetzt "Soll ich dir noch etwas Gesellschaft leisten." die Junge Hawaiianerin stand noch im Wohnzimmer "Nein brauchst du nicht, ich komme schon zurecht." Megan umarmte sie kurz "Tobey wird sicher eine Menge Ärger bekommen oder?" das Gesicht der sechzehnjährigen spiegelte das wieder, was sie gerade dachte " Das denke ich auch, er wird es sicher überleben." sie zwinkerte ihr zu, da sie ahnte das Megan den Jungen mehr als nur mochte "Du magst ihn habe ich recht oder ist da etwa noch mehr als mögen?" in diesem Moment wurde Megan rot bis unter die Haarspitzen und nickte nur verlegen, Kono trat wieder etwas näher "Tobey sieht aber auch echt zum anbeißen aus." sie klopfte ihr aufmunternd auf die Schulter "Du wirst sehen Morgen sieht es schon ganz anders aus." sie knuffte dem Mädchen aufmunternd in die Seite "Nun guck nicht so, lach lieber das gefällt mir besser." irgendwie brachte Megan ein schiefes lächeln zu Stande "Schon viel besser, dann kann ich jetzt beruhigt ins Hauptquartier fahren und Bericht erstatten das ich dich heil und in einem Stück abgeliefert habe." sie zwinkerte noch einmal "Kono, sag Dad aber nicht das ich Tobey mehr als nur mag ok, das tu ich dann lieber selber." Kono nickte und verließ das Haus.
Nun war Megan allein, es war still geworden, nachdenklich stieg sie die Treppe hinauf, ging in ihr Zimmer und lies sich auf ihr Bett sinken. Ihr Dad war gerade dabei Tobey davor zu bewahren, seine Zukunft zu versauen und ihm den Kopf zu waschen, was noch alles kommen würde wusste sie in diesem Moment nicht und wollte es gerade auch nicht wissen.
Ihr Blick wanderte, während sie ihren Gedanken nach hing, zur untersten Schublade ihrer Kommode, dort hatte sie etwas verstaut, was sie zwei Jahren nicht mehr benutzt hatte, seit sie auf die Insel gekommen waren und der Großvater in Afghanistan bei einen Anschlag getötet worden war. Langsam ließ sie sich vom Bett rutschen und kniete sich vor die Schublade um sie zu öffnen, mit einem leisen scharren zog sie diese auf. Nach kurzer Überlegung griff sie hinein und zog ein kleines Säckchen heraus, dieses öffnete sie und förderte ein Paar, leicht zerschlissene, Spitzenshuhe zu Tage.
Erinnerungen wurden wach, wie sie mit dem Ballet angefangen hatte als sie noch ganz klein gewesen war und kaum ein Jahr später mit dem Taekwondo, irgendwie hatte es immer geklappt beides unter einen Hut zu bekommen und in den Sommerferien, wenn sie nicht beim Großvater war, die Sommerkurse und was da alles angeboten wurde, die verschiedensten Dinge wie Parcours oder Freerunning, wo sie schon reingeschnuppert hatte.
Jetzt saß sie hier auf dem Fußboden mit ihren Tanzschuhen in der Hand, sie waren schon lange nicht mehr rosa, eher schmutzig rosa und an den Spitzen zerschlissen, Megan lächelte als sie an den Tag dachte wo sie ihre ersten bekommen hatte, sie war so aufgeregt gewesen und dann als sie das erste Mal en Pointe Tanzen durfte war es wie im Himmel, sie hatte sich leicht gefühlt wie eine Feder. Eine innere Stimme hatte ihr in der letzten Zeit des Öfteren gesagt das sie wieder tanzen sollte, damit sie abschalten konnte, einfach mal für ein Paar stunden alles vergessen.
Megan nahm sich fest vor in der nächsten Zeit das in die Tat umzusetzen, energisch schob sie die Schublade zu, hängte ihre Balletschuhe an den Bettpfosten und machte sich Bettfertig, da sie trotzallen zur Schule musste, da war Steve hart geblieben und hatte nicht nachgegeben, irgendwann war sie dann über ihre Gedanken hinweg eingeschlafen.
Auf dem Highway war die Hölle los, das SWAT Team hatte den Parkplatz umstellt und alles im Auge, keiner der Anwesenden auf diesen Platz bemerkte etwas, der Typ Musterte immer noch Tobey seinen Mustang, nickte kurz "Mach mal die Haube auf." dieser folgte der Aufforderung und öffnete die Motorhaube, mit einem Klick sprang diese auf. Interessiert schaute er sich das innere an, der Motor war getunt das er locker über 300 Sachen auf den Tacho bekam, wenn nicht sogar mehr. Steve konnte alles über den Knopf im Ohr hören und wartete genau auf den Zeitpunkt wo sie zu greifen konnten.
Der unbekannte Veranstalter unterhielt sich kurz mit Tobey über den Wagen und ging dann zum nächsten, so machte er das mit allen fünf Teilnehmern, stellte sich dann in die Mitte "Lasst das Rennen Beginnen, es geht den Kalanianaole Highway rauf Richtung Sea Life Park Hawaii und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt, möge der Beste gewinnen." und genau das war es worauf Steve und Grover gewartet hatten, er gab das Zeichen zum  eingriff und schon hatte das SWAT Team alles umstellt "Five-0, sie können ihr kleines Rennen absagen." er gab einen vom Team ein Zeichen den Veranstalter fest zu nehmen, da zog dieser eine Waffe, aus seinem Hosenbund und eröffnete das Feuer, Steve sprang, mit einem Hechtsprung hinter eines der Autos um Deckung zu suchen und erwiderte das Feuer, die Leute stoben auseinander und versuchten in ihren Wagen zu fliehen, aber da das SWAT Team, Auffahrt so wie die Abfahrt versperrt hatten konnten sie dieses nicht. Es entbrannte eine wilde Schießerei zwischen den Fronten, irgendwie hatten einige der Teilnehmer ebenfalls Waffen dabei.
Tobey flogen die Kugeln um die Ohren, er hatte sich hinter seinem Mustang in Sicherheit gebracht er hörte wie sie in das Blech einschlugen und hoffte das sie nicht die Flasche mit dem Lachgas im Motorraum trafen, ansonsten würde es einen Knall geben und der Wagen in die Luft gehen. Steve linste hinter seiner Deckung hervor, zu der sich auch Grover durch geschlagen hatte, sein Team hatte einige Flüchtige eingefangen und in den Teamtransporter gesperrt, in diesem Moment traf eine verirrte Kugel einen der Wagen und lies die Lachgasflasche im Motorraum explodieren, es gab einen gewaltigen Knall und einen riesigen Feuerball, der Wagen wurde durch die Wucht der Explosion in die Luft geschleudert und kam einige Meter von seinem Standort, krachend auf dem Boden auf.
Alles drehte sich zur Explosion, diese Ablenkung nutzte Steve um sich auf den Veranstalter zu stürzen, er sprang ihn an wie eine Katze und warf ihn wie einen Footballspieler zu Boden, dort versuchte er die Oberhand zu behalten, es ging hin und her, beide steckten eine Menge Schläge ein, doch da Steve durch sein SEAL Training die bessere Kondition und Ausbildung hatte, hatte er ihn schnell überwältigt und fesselte ihn mit den Kabelbindern, die er in seiner Kevlarweste verstaut hatte.
"Aufstehen." er riss ihn vom Boden hoch und schubste ihn einen der SWAT Mitglieder zu, das HPD war mittlerweile auch eingetroffen und Duke trat auf ihn zu "Wie ich sehe habt ihr hier alles im Griff." der ältere lächelte leicht "Dann werden wir die Autos Konfiszieren, die Feuerwehr müsste auch jeden Moment eintreffen." er gab dem Abschlepp Team ein Zeichen und die nahmen die Autos, nebst Tobey seinen Mustang Huckepack und fuhren sie auf den Gesicherten Stellplatz des HPD.
Dieser fand das gar nicht witzig "Hey das ist mein Wagen." er protestierte und wurde von Steve sofort wieder ruhig gestellt "Du hast hier momentan am wenigsten zu melden." dann wandte er sich wieder Duke zu "Der Junge kommt mit mir, den Rest könnt ihr in eine Zelle sperren und verhören." Duke nickte und folgte der Anweisung, Tobey wurde zu Steve seinem Pic Up geschoben, Grover würde sich um den ominösen Veranstalter kümmern, so hatte sie es aus gemacht.
Eine Stunde später waren sie im Hauptquartier, Grover nahm sich unten im Verhörraum den Veranstalter vor, Steve hatte Tobey, an Danny und den Rest von seinem Team vorbei in sein Büro glotzt, auf einen der Sessel platziert und ihm klar gemacht das er jetzt das Sagen hatte. Während er ihm die Leviten las, ging er um den Schreibtisch herum und stützte sich auf der Tischplatte auf, schwer holte er Atem "Eigentlich müsste ich dich auch einsperren, ich lasse aber, so schwer es mir fällt, Gnade vor Recht ergehen, wenn du auf meinen Deal eingehst." er schaute ihm genau in die Augen "Und der währe?" er erwiderte den Blick und hielt ihm stand "Viele Optionen hast du nicht, entweder Jugendhaftanstallt oder du Meldest dich freiwillig zum Militärdienst ob es Navy, Army oder Marines sind ist mir egal." schwer ließ er sich in seinen Bürostuhl fallen, dieser ächzte unter seinem Gewicht, nun wartete er wie sich Tobey entscheiden würde, denn beides würde ihm noch obendrein ein Date verbot mit seiner Tochter einhandeln.
Der Teenager überlegte einen Moment "Ok ich geh auf den Deal ein Militärdienst ist immer noch besser als Knast." er wusste das er dann aufs Festland musste, er wusste auch schon wohin er gehen würde. Megan hatte ihm in letzter Zeit oft von ihrem Großvater erzählt der genau wie Steve ein SEAL war, er hatte ihr viel beigebracht auf ihren Camping Ausflügen auf der Insel und das hatte Tobey beeindruckt , er wollte ein Navy SEAL werden "Da ich freie Wahl habe, wähle ich die Navy, nach der Grundausbildung will ich ein SEAL werden." das lies Steve aufhorchen "Du weißt das die SEAL Ausbildung die Härteste Ausbildung ist die es gibt." er nickte, das wusste Tobey, er hatte sich auf der Navy Homepage schlau gemacht, nach dem Megan ihm so viel erzählt hatte. "Dann sind wir uns einig und der Deal steht?" Steve hielt ihm die Hand hin und Tobey schlug ein "Ja Sir, der Deal steht, im Frühjahr mache ich meinen Abschluss." damit war für heute alles geregelt und Pete konnte seinen Bruder mit nach Hause nehmen, dort bekam er von ihm auch noch einen Vortrag zu hören den Tobey mit dem Deal von Steve antwortete.
Steve hoffte das jetzt endlich Ruhe eingekehrt war, auch im Hauptquartier war für heute Schluss, den Bericht konnten sie Morgen früh noch schreiben, damit entließ er alle in den wohlverdienten Feierabend. Auch er fuhr nach Hause, als Steve in die Einfahrt bog lag das Haus im Dunkeln, es war still als er es betrat, irgendwo tickte leise eine Uhr, die Stufen knarrten leicht als er sie hoch stieg, oben angekommen, war die Tür zu Megan's Zimmer einen Spalt weit offen.
Vorsichtig warf Steve einen Blick durch den Spalt der angelehnten Tür, er konnte den dunklen Haarschopf seiner Tochter erkennen, jedenfalls sie konnte schlafen. Er hingegen hatte seit längerer Zeit kaum eine Nacht durch geschlafen, entweder war er von Alpträumen geplagt aufgewacht oder konnte nicht einschlafen, doch jetzt schob er diese Gedanken bei Seite, vielleicht konnte er ja heute Nacht etwas schlaf finden. Als sich seine Augen an das halbdunkel gewöhnt hatten, bemerkte er dass etwas am Bettpfosten hing, leise betrat Steve den Raum, der einmal sein Zimmer gewesen war und betrachtete sich das etwas genauer.
Zu seiner Verwunderung waren es keine Boxhandschuhe oder Bandagen, die sie auch immer irgendwo in ihrem Zimmer herumliegen hatte, nein es waren Ballettschuhe, kleine zierliche Spitzenschuhe die am Bettpfosten hingen und ihm klar machten das seine Tochter, trotz allem was passiert war, immer noch ein kleines Mädchen mit Träumen und wünschen war. Kurze Zeit später lag er in seinem Bett und starrte die Decke an, ihm ging so viel durch den Kopf, die letzten Fälle, Tobey der Interesse an Megan zeigte, Charlotte die aus Afrika heimgekehrt war, Catherine die ihm immer noch eine Antwort schuldig war und es gab viele ungeklärte Fragen die Antworten wollten.
Ob ein Morgen beschissen beginnen konnte? Oh ja dieser Morgen konnte es und der restliche Tag würde es noch um Längen toppen. Diese Nacht hatte Steve endlich mal mehr als nur zwei Stunden geschlafen, nun stand er in der Küche und genehmigte sich eine Tasse Kaffee, Megan war oben und machte sich fertig, dann würde er sie an der Schule absetzen und ins Hauptquartier fahren, wo er seinen Bericht schreiben musste, Steve war nicht gerade ein Freund von Papierkram.
Eine gute halbe Stunde später trat er aus der Haustür hinaus auf den Parkplatz und blieb wie angewurzelt stehen, den Blick auf einen Reifen seines Pic Up geheftet, denn dieser war platt und zwar richtig platt, vor sich hin fluchend suchte er den Wagenheber und das Rad Kreuz um dieses zu lösen und mit dem Ersatzreifen aus zu tauschen. Kurz darauf verließ Megan das Haus und staunte nicht schlecht, das war mal was ganz neues ihren Vater beim Radwechsel zu sehen, wo er doch sonst immer den Camaro von Danny fuhr.
Angesäuert und mit einen heftigen Ruck löste er die erste Schraube, das Rad Kreuz knarzte und quietschte, er musste in der letzten Nacht irgendwo in einen Nagel oder sonst etwas hinein gefahren sein, nach und nach hatte er alle Schrauben los, wuchtete den Reifen herunter und das Vollersatzrad rauf, setzte die Schrauben ein und zog eine nach der anderen fest, dass das Rad Kreuz wieder jämmerliche Laute von sich gab. Das Rad kam auf die Ladefläche und die Werkzeuge wieder in die dafür vorgesehene Box.
Dann brachte er Megan zur Schule, den Reifen in die Werkstatt und selber fuhr er ins Hauptquartier um sich den noch fälligen Berichten zu widmen. Steve saß in seinem Schreibtisch und tippte mißmutig den Bericht über den letzten Fall mit den Illegalen Autorennen, er mochte Büroarbeit nicht sonderlich, aber das gehörte leider zu seiner Arbeit dazu.
Eine gefühlte Ewigkeit später hatte er ihn endlich fertig und klappte den Laptop zu, seufzend lehnte er sich in seinem ledernen Bürostuhl zurück. Einen Moment entspannen und Luft holen, dann wollte er kurz in die Forensik zu Fong um ihn nach Neuigkeiten zum Aktuellen Fall zu fragen, als er ein vertrautes Gesicht entdeckte. Es war Cath die auf sein Büro zu ging, ihr Gesicht war ernst und etwas angespannt, was sein Leichtes lächeln gleich wieder verschwinden ließ. Die junge Frau öffnete die Tür und betrat den kleinen rundherum verglasten Raum.
"Hallo Steve." sie lächelte knapp und kam dann gleich auf den Punkt, ehe er etwas erwidern konnte "Entschuldige dass ich mich nicht gleich gemeldet habe, ich hatte einiges Privates zu erledigen." Steve nickte und nahm ihre Entschuldigung zur Kenntnis "Cath möchtest du dich setzen?" auf seine Frage hin schüttelte sie den Kopf.
"Nein danke, ich habe noch einiges zu erledigen." sie suchte nach den richtigen Worten um es so kurz und schmerzlos wie möglich für sie beide zu machen. Cath hatte sich entschieden, schon vor Tagen, noch bevor sie auf die Insel zurückgekehrt war und das musste sie ihm jetzt mitteilen. Er war aufgestanden und um den Tisch herum gekommen, jetzt lehnte er an eben jenem und wartete, mit locker vor der Brust verschränkten Armen, auf das was kommen würde.
"Ich hatte dir doch von dem Jobangebot erzählt?" Cath fuhr sich durch die Haare und Steve nickte er erinnerte sich daran, es war aus Washington vom Pentagon gekommen, jetzt ahnte er etwas wollte es aber aus ihrem Mund hören. "Ich habe lange hin und her überlegt, alles abgewogen und mich..." sie machte eine bedeutungsvolle Pause "entschieden den Job an zu nehmen, Steve so eine Chance bekomme ich nie wieder." aufgeregt lief sie auf und ab, Steve war sprachlos und schaute sie nur an.
Warum wurde er das Gefühl nicht los das er irgendwie damit gerechnet hatte, ok ihre Beziehung oder was auch immer Dingens war in der letzten Zeit, durch ihre vielen Auslandsaufendhalte recht abgekühlt und auch er hatte in den letzten Monaten viel um die Ohren gehabt. Megan hatte mit all dem nichts zu tun, sie hatte auf die eine oder andere Art und Weise sein Leben bereichert, es wieder etwas Lebenswerter gemacht und das aufkeimende Chaos etwas geordnet.
Das hatte ihm Cath auch gesagt, ehe sie auf ihren Lehrgang gegangen war, nun stand sie hier und sagte ihm das sie den Job angenommen hatte, das bedeutete unweigerlich die Trennung, da er die Insel nicht verlassen würde, allein schon wegen Megan, das Mädchen brauchte ihn und das wusste sie, Steve holte tief Luft "Ok das kann ich verstehen, ich hätte das Angebot wahrscheinlich auch nicht ausgeschlagen." er stieß sich von der Tischplatte ab und kam auf sie zu. Vor fast genau 3 Jahren hatte er das Angebot der Gouverneurin angenommen und leitete jetzt diese Tascforce und das sehr erfolgreich, er konnte sie also verstehen, nickte zustimmend dann hieß es jetzt wohl Abschied nehmen.
"Wann geht dein Flugzeug?" nun stand er ihr gegenüber und schaute sie an, sein Blick verriet ihr das es ihn nicht kalt lies, immerhin waren sie einige Jahre zusammen gewesen "In zwei Stunden." war ihre Antwort die Steve fast die Kinnlade herunter klappen ließ, sie schaute ihn schuldbewusst an, es tat ihr alles so leid aber es ging nicht anders "Alles andere ist schon erledigt, ich weiß ich hätte es dir vielleicht früher sagen sollen und nicht so kurz vor knapp, irgendwie konnte ich es nicht, es tut mir so leid Steve." sie hatte gesehen wie gut er sich mit seiner Tochter verstand, er hatte so fröhlich und entspannt gewirkt wie schon lange nicht mehr und jetzt schien sie alles wieder zunichte zu machen, in dem sie ihm auf den Kopf sagte das sie in zwei Stunden die Insel verlassen würde.
Cath suchte nach Worten, aber diese waren irgendwie verschwunden, es tat ihr genau so weh wie ihm und doch musste sie es tun "Ich muss langsam los sonst verpasse ich meinen Flug." sie wollte ihn noch einmal Umarmen, doch Steve machte einen Schritt zurück, zeigte ihr das sie ihn mehr verletzt hatte als er zugeben wollte, gab ihr zu verstehen das sie ihm geradewegs sein Herz bei Lebendigem Leib aus der Brust gerissen hatte. Sie versuchte zu lächeln, was ihr gründlich missglückte "Vielleicht sehen wir uns ja mal irgendwann wieder, Lebewohl Steve." sie machte auf dem Absatz kehrt und verließ das Hauptquartier.
Steve blieb allein im Büro zurück, zu tiefst erschüttert, sein Gehirn musste das erst einmal verarbeiten, Cath hatte gerade eben vor einer Minute ihre Beziehung beendet und das ziemlich kurz und knapp wie er empfunden hatte, vielleicht war es besser so. Er stützte seinen Kopf in die Hände und holte tief Luft, er fühlte sich erschlagen und war froh dass niemand außer ihm gerade hier im Hauptquartier war.
Dann fiel sein Blick auf ein einfach gerahmtes Foto, welches seit einigen Wochen seinen Schreibtisch zierte, Danny hatte gemeint das es überhaupt nicht hier her passen würde, da es sonst gar nicht Steve seine Art war etwas Persönliches mit zu nehmen, er hatte nur ab gewunken und es genau an dieser Stelle Platziert wo man es von seinem Bürostuhl aus jeder Zeit ansehen konnte, damit hatte er sich selber klar gemacht das es noch jemanden gab der ihn brauchte.
Es war eine Portrait Aufnahme von Megan, die ihn anlächelte, die ihm einen winzigen Hoffnungsschimmer gab, den Schmerz in seiner Brust leichter zu ertragen, im selben Moment tauchte ein Spruch in seinen Gedanken auf, er hatte ihn irgendwo mal gelesen, ihn aber sehr zutreffend gefunden.
Es gibt da ein Mädchen, welches meine Welt zu einem besseren Ort macht...Ich nenne es meine Tochter.
Und in der Tat hatte sie das getan, sie hatte Leben in seinen Tagesablauf gebracht, ihn durcheinander gewürfelt und sich zu einer Konstante entwickelt, die ihn davor bewahrte vollkommen den Verstand zu verlieren, sie hatten sich beide halt gegeben, kraft Hindernisse zu überwinden die ihnen in den Weg gestellt wurden und neuen Lebensmut zu fassen, trotz Drama und Tragödien.

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Ich bin das Leben, du der Tod und zusammen sind wir die Ewigkeit!
Mich gibt es Doppelt, ihr habt nicht zu viel getrunken! *big smile* 
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Project: Snow White

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