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 Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)

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Arualy
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BeitragThema: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   So Nov 23, 2008 10:33 pm

Mich hat heute irgendwie die vorweihnachtliche Stimmung gepackt. Ich finde die Idee mit den Weihnachtsgeschichten richtig toll und konnte einfach nicht widerstehen. Meine Geschichte wird mehere Kapitel haben...natürlich nur wenn ihr wollt. :D Viel Spaß

glg Aru

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Die Personen sehen genauso aus wie die Charaktere in Moonlight. Alles andere ist frei erfunden. Hier noch ein paar Infos zu den einzelnen Rollen.

Simone Walker:
Jurastudentin, schüchtern, Single, total verliebt in ihre Internetbekanntschaft Josef Kostan, allerdings würde sie sich nie trauen diesen wirklich zu treffen

Sophia Myles: studiert Journalismus, vom Charakter her genau das Gegenteil von Simone, aufgeschlossen, kontaktfreudig, ehrgeizig, Single, möchte momentan auch keine Beziehung, da sie sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren will. Zurzeit hat sie einen Nebenjob als Engel in einem großen Kaufhaus angenommen. Sie soll sich dort um die Kinder kümmern, während die Eltern Weihnachtseinkäufe erledigen. Das Kaufhaus stellt ihr für den ersten Arbeitstag frei, wie genau diese Beschäftigung aussieht. Sophia hat sich entschieden den Kinder Geschichten vorzulesen und mit Weihnachtsplätzchen abzulenken.

....weitere folgen....

-----------------------------------------------------------------------------------------


1# Ein Engel zum Küssen


Samstagmorgen. Acht Uhr. Alles war verschneit. Binnen einer Nacht wurde das kleine Städtchen in einen Traum aus weiß verwandelt.

Doch Simone interessierte das alles im Moment sehr wenig. Sie tippte wieder wie wild auf ihrer Tastatur herum und schaute sich immer wieder das gleiche Bild an. Was ein Traummann. Diese braunen Augen, sein charmantes Lächeln. Ich könnte mich jedes Mal darin verlieren. Vielleicht sollte ich Sophia mal fragen, ob sie mich zu einem Treffen mit ihm begleiten wollte. Hm…. Aber nein sie hält mich ja jetzt schon für verrückt.

Im Zimmer nebenan zwängte sich Sophia gerade in ein aus feinem Stoff genähtem Engelskostüm. „Man…das ist doch meine Größe….das kann doch echt nicht war sein, dass mir das jetzt nicht mehr passt. Hab ich etwa soviel von den Plätzchen genascht….oh….“ Ein komischer Duft wehte ihr um die Nase. Wild rumhüpfend schaffte sie es nun doch in das weiße Kleid hineinzukommen und rannte wie von einer Tarantel gestochen in die kleine Küche.

"SIMONE", schrie nun eine schrille Stimme aus dem qualmenden Raum. „ Ich hab dir doch gesagt du sollst nach den Plätzchen schauen. Sie dir mal an wie die aussehen.“ Sie riss die Fenster auf um etwas Luft zu bekommen. Nach einem kurzen Hustenanfall hatte sie ihre Stimme wiedergefunden.
„Simone? Hallo….? Ich rede mit dir.“ Wütend rannte Sophia in ihrem Engelskostüm durch die kleine 3- Zimmer Wohnung, die sie mit ihrer Freundin teilte. Sie fand diese mal wieder an ihrem Laptop. „Man so geht das echt nicht weiter mit dir. Du hängst den ganzen Tag vor dieser Kiste und himmelst irgendwelche Typen hinterher, die du nicht kennst. Wir unternehmen ja kaum noch was zusammen.“

Simone erhob ihren Kopf und schaute in das verärgerte Gesicht von ihrer Freundin Sophia. „Was ist?“ fragte diese total unschuldig. „Was los ist? Die Plätzchen sind verbrannt. Sie sind Kohlraben-schwarz und steinhart…. die kann man jetzt wirklich nur noch als Türstopper verwenden.“

„Tschuldige“, murmelte diese vor sich hin. „Aber Josef….“ Seufzte Simone gleich. „Josef, Josef, Josef hast du vielleicht auch mal ein anderes Thema?“ Sophia war wirklich aufgebracht und stocksauer. „Versteh doch diese Typen im Internet verarschen dich von vorne bis hinten. Ich meine wer heißt heutzutage noch Josef?“ und hob fragend eine Augenbraue. „Das ist alles nur gefakt. Du glaubst doch nicht im ernst, das so jemand“.....und zeigte dabei auf das Bild dieses gutaussehenden jungen Mannes…“wirklich existiert und wenn, dann ist er ein Charakterschwein oder vergeben.“

„Is ja schon gut…ich back dir nochmal ein paar neue.“ Gab Simone jetzt klein bei, um ihre Freundin zu beruhigen. „Du weißt schon, dass ich bis heute Abend noch 500 Stück davon brauche…? Und wenn du weiter so ‚aufmerksam bist‘, mach ich das dann doch lieber selber.“

Angenervt verließ Sophia das Zimmer. Sie hatte keine Lust sich weiter mit ihrer Freundin zu beschäftigen. Ich sollte sie wirklich mal wieder unter Leute mitnehmen. Simone glaubt wirklich dieser Josef sei ihre große Liebe, dabei hat sie ihn noch nie gesehen. Ich kann und will meine beste Freundin nicht leiden sehen, wenn sie dieser Typ nur verarscht. Vielleicht sollte ich ihn mal treffen? Nein….ganz blöde Idee Sophia, dass ist ihre Angelegenheit, wenn sie deine Hilfe braucht, wird sie dich fragen.

„So auf ein Neues“ sagte Sophia seufzend als sie die steinharten und verbrannten Weihnachtsplätzchen vom Backblech in den Abfalleimer kullern ließ.

Hm…ob ich ein paar aufheben sollte, für irgendwelche Stalker, die Simone womöglich noch im Internet kennenlernt. Sie schüttelte grinsend den Kopf. Aber wirklich wohl bei dem Gedanken war ihr nicht. Ich meine heutzutage treiben sich alle möglichen Gestalten im Internet herum, aber ich weiß ja das Simone da vorsichtig ist. Sie würde sich glaube ich eher die Hände abhacken, als ihre Adresse oder sonstige persönlichen Daten über sich herauszugeben. Zumindest sagte sie das mal…oder war das bei diesem Josef was anders?Warum mache ich mir eigentlich solche Gedanken über Simone? Sie ist eine junge selbständige Frau, sie wird wissen was sie tut. Schließlich ist sie Schuld das meine schönen Vanille-Kipferl verbrannt sind.

Stunden fingen. Der Backofen glühte. Sophia schob ein Backblech nach dem nächsten in den Ofen. Ihre Haare waren mit Teigresten verklebt. Als sie das letzte Blech in den Ofen schob, atmete sie erleichtert auf und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, welches eh schon etwas weiß von dem vielen Puderzucker war.

Sie schaute auf die Uhr. Oh schon 12 Uhr…DUSCHEN…ich muss duschen. Um 14 Uhr beginnt die große Blamage für mich. Man was hat mich da geritten, als ich mich für diesen Job beworben habe. Engel in einem Kaufhaus. Und dann noch die vielen kleinen nervenden Kinder. Na prima. Das kann was werden. Aber ich brauch die verdammte Kohle.

Sophia eilte heute schon zum zweiten Mal in Simones Zimmer doch diesmal nahm sie einen kleinen roten Wecker mit. Diesen platzierte sie direkt neben dem Laptop an welchem ihre Freundin immer noch sahs. „Sooo….der Wecker ist gestellt, wenn es klingelt muss du nur die Plätzchen aus dem Ofen tun, dass wirst du hoffentlich noch hinbekommen oder?“

Simone verdrehte die Augen. „Ja Sophia. Es tut mir wirklich Leid. Kommt nie wieder vor.“ Simone kommt aus einer wohlhabenden Familie und musste sich nicht durch einen Nebenjob das Studium finanzieren. Sie versucht ihre Freundin soweit es geht zu unterstützen, aber Sophia nahm nicht gerne ihre Hilfe an, sie wollte ihr eigenes Geld verdienen und nicht auf sie angewiesen sein.

„Danke“ sagte Sophia kurz und verschwand unter der Dusche. Sie machte sich im Eiltempo fertig. Zog das Engelskostüm drüber und packte die Plätzchen in einen Korb.

Boah ist es eiskalt hier draußen…ein Glück bin ich in einem warmen Kaufhaus
, dachte sie als sie zu ihrem Auto lief. Sie stellte ihren Korb auf den Beifahrer sitz, legte ihren Haarreif an welchem ein Heiligenschein dran befestigt war darauf und fuhr los. Das wird wirklich mehr als albern. Hoffentlich erkennt mich keiner.

Dort angekommen parkte sie ihr Auto und stieg aus. Es war kurz vor zwei. Gleich würde das Kaufhaus diese Aktion eröffnen. Ich bin pünktlich. Ich schaff es. Ermutigte sich Sophia als sie mit dem Korb über den Parkplatz hetzte. Ihre blonden Locken wurden durch den eisigen Wind verweht und standen mittlerweile in alle Richtungen ab. Wenigstens hab ich mir nicht allzu viel Mühe mit der Frisur gegeben. Doch dann passierte es sie war einen Moment so in Gedanken versunken und so drauf bedacht bloß nicht unpünktlich zu sein, als sie gegen einen jungen Mann rannte der ihr den Rücken zu gekehrt hatte.

Sie konnte gerade noch das Gleichgewicht halten. Puh beinahe wäre die stundenlange Arbeit zu Nichte gewesen und die Plätzchen wären auf dem Boden gelandet. Ich bin wohl heute mein eigener Schutzengel und musste bei dem Gedanken grinsen.

„Entschuldigen Sie“ sagte sie höflich zu dem Mann den sie versehentlich angerempelt hatte. Als sich dieser dann umdrehte durchfuhr es Sophia wie ein Blitz. Oh mein Gott waren die einzigen Worte die sie denken konnte. Dieser Kerl sieht mal extrem sexy aus. Seine braunen leicht gewellten Haare. Diese Augen, die eine geheimnisvolle Farbe hatte, welche sie noch nie gesehen hatte, dieses süße Grübchen an seinem Kinn und überhaupt seine ganze Statur. Zwar trug dieser einen langen schwarzen Wintermantel. Trotzdem konnte sie erahnen, was sich wohl darunter verbarg.

Sie merkte gar nicht, dass sie ihn schon viel zu lange so anstarrte und musterte. „Alles in Ordnung blonder Engel.“ Sprach sie nun der junge Mann lächelnd an Sophia blinzelte nur und war total sprachlos. Wow was eine Stimme und dieses Lächeln. Ich glaube ich brauche jetzt jemand der mich auffängt. Dann gleich kippe ich um. Man…Sophia…sonst hast du doch auch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.
Doch in diesem Moment fiel ihr einfach nichts Passendes ein.

„Ähm…klar….nichts passiert…geht schon…alles in Ordnung…“stammelte sie vor sich hin. Sie spürte wie die Wärme in ihre Wangen stieg. Nein…bitte nicht rot werden. Sophia drehte sich schnell zur Seite, um zu vermeiden, dass dieser umwerfend gutaussehende Typ sie so sah.

Alex konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als er die junge Frau in ihrem Engelskostüm so verlegen vor ihm stehen sah. Wenn das mal nicht der süßeste Engel ist, den ich je gesehen habe. Wirklich ein Engel zum Küssen.

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TAUSEND DANK Mieze für diese wundervolle Sig *seufz*

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mo Nov 24, 2008 8:26 pm

Soooo es geht schon weiter. Ich konnte einfach nciht anders. Wobei ich glaube, dass das Kapitel nicht ganz so weihnachtlich ist. Alex schwebt gerade etwas in Gedanken. Naja aber bis Weihnachten is ja noch etwas Zeit *lol* Wird noch weihnachtlicher....versprochen *lol*

....ach und fast hätte ichs vergessen. VIELEN VIELEN DANK an alle für das liebe Feedback. Mich hat es ja heute Mittag fast vom Hocker gehauen als ich die Flut an positiven Rückmeldungen gelesen habe. Hab den ganzen Tag echt nur ein breites Grinsen im Gesicht gehabt und das mindeste was ich als Dankeschön dafür zurückgeben konnte war eben die Fortsetzung


glg Aru


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Alex O‘ Loughlin: besucht Schauspielschule, humorvoll, nachdenklich, etwas schüchtern, hat sich in einen blonden Engel verliebt

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2#Alles nur ein Wintermärchen?

Da stand er nun alleine auf dem Parkplatz des Kaufhauses mit einem Lächeln auf den Lippen. Er schaute der schönen Unbekannten hinterher die sich mit einem kurzen „Habs eilig….bye“ von ihm verabschiedet hatte und Richtung Eingang hastete. Dann erst sah er die weißen flauschigen Flügel des Engels, die leicht im Wind flatterten und musste noch breiter grinsen. Sie ist wirklich niedlich. Ich muss sie unbedingt ansprechen und nach ihrer Nummer fragen. Wie praktisch, dass ich noch so einige Einkäufe zu erledigen habe. Wäre doch gelacht, wenn ich sie dabei nicht ‚zufällig‘ irgendwo treffe.
Selbstsicher betrat er die Eingangshalle und hielt Ausschau nach dieser wunderschönen jungen Frau.

Alex suchte und suchte, zwischen den verschiedenen Regeln, in allen Abteilungen. Es vergingen Minuten. Sogar eine Stunde, die er mit Suchen zu brachte. Er vergas ganz warum er eigentlich zu diesem Kaufhaus gefahren war. Zwar wollte er in diesem Jahr früher mit dem Weihnachtsgeschenke besorgen beginnen und nicht wieder am 24ten morgens, aber im Augenblick interessierte ihn nur dieser blonde Engel. Seine Augen wanderten durch die Gänge, blieben an jeder Person haften, die nur ansatzweise so blondes lockiges Haar hatte, wie diese reizende Erscheinung auf dem Parkplatz. Aber nichts…

Hm…komisch keine Spur von ihr. Er seufzte hörbar, als sein Blick zum ‚Kinderparadies‘ herüber schweifte. Da sahs sie zwischen einer Schar von Kindern. Diese schauten sie mit großen Augen an und lauschten ihren Worten. Na endlich hab ich dich gefunden. Dachte schon du wärst mir einfach davon geflogen, dachte Alex und sofort huschte ein Lächeln über sein Gesicht.

Zuerst beobachte er sie nur, aber dies blieb nicht lange so als er zielstrebig auf diesen abgegrenzten Bereich zu steuerte. „Guten Tag der Herr, sie wollen sicherlich ihr Kind abholen oder?“ „Wie bitte? Nein, wie kommen sie darauf? Ich habe keine Kinder“ Alex war sichtlich perplex von dieser Frage. Außerdem hatte er die Frau, bevor sie ihn ansprach, gar nicht wahrgenommen. Skeptisch hob die die Fremde, die, wie es schien eine Mitarbeiterin des Kaufhauses war, eine Augenbraue. „Sie wissen schon, dass dort drinnen“, dabei zeigte sie auf den verglasten Raum, „sich das Kinderparadies ist, und der Zutritt für Erwachsene nicht gestattet ist.“

„Aber ich muss mit dieser Frau sprechen….“und deutete auf ‚seinen‘ blonden Engel. „Tut mir Leid Miss Myles arbeitet gerade wie sie sehen. Kommen sie bitte später wieder.“ Mit diesen Worten und einer eindeutigen Handbewegung wies sie Alex an zu gehen. Er wollte noch fragen, wann genau, aber als er den genervten Gesichtsausdruck dieser gesehen hatte, machte er den Mund wieder zu und behielt die Frage für sich. Ziemlich unfreundlich dieses Personal hier. Vor 18 Uhr komme ich bestimmt nicht an sie ran. So ein Mist, ich hatte Josef versprochen, heute Abend eine Männerrunde zu machen. Er kommt ja auch nicht mehr unter andere Menschen. Seit ein paar Monaten ist er so anders geworden. Richtig seltsam. Ich wollte schon länger mal mit ihm darüber reden.

Alex entwich ein tiefer Seufzer. Myles…Miss Myles….es gibt doch bestimmt nicht soviele Personen in diesem Städtchen die so heißen oder? Ich werde mich gleich mal darum bemühen mehr über sie herauszufinden.
Ohne auch nur ein einzige Geschenk gekauft zu haben, verließ er den Laden wieder. Wie wohl ihr Vorname ist? Holly…Holly Myles…ach rumraten bringt ja nichts. Ich hoffe nur die Auskunft hält was sie verspricht. Bis jetzt habe ich diese noch nie in Anspruch nehmen müssen, aber in der Werbung wird sie ja einem als das Tollste angepriesen. Naja mal schaun.

Alex stieg in seinen kleinen blau-silbernen Smart und fuhr Nachhause. Auf dem Weg dorthin machte er sich noch viele Gedanken darüber, ob er wirklich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Was ist wenn die Leute von der Auskunft mir nicht weiterhelfen können? Oder es aber zu viele Leute mit diesem Nachnamen geben. Wobei ich ihn hier zuvor noch nie gehört habe. Er grübelte weiter.

Wenn das nicht funktioniert hab ich ja immer noch ihre Arbeitsstelle…naja obwohl…die scheinen dort nicht sehr auskunftsbereit zu sein. Hm… und wenn schon, ich hab ja immer noch meinen besten Freund Josef zum Vorbeischicken, der hat diese vornehme und seriöse Art einfach besser drauf als ich. Alex musste schmunzeln. Man meint nicht, dass ich der Schauspieler von uns beiden bin. Er sollte sich wirklich mal überlegen aus der Aktienbranche auszusteigen und mit mir auf die Schauspielschule zu gehen. Josef wirkte zwar nach außen hin immer authentisch und souverän, aber ich kannte ihn besser. Naja zumindest dachte ich das.

Früher…ok was heißt früher vor einem halben Jahr sind wir beide jede Woche zusammen durch die Clubs gezogen und er hat eine nach der andern abgeschleppt. Ok ich fand das nicht wirklich toll, was mein Kumpel da abgezogen hatte, aber alles war besser als was er dann tat. Von einem Tag auf den andern wollte er nichts mehr mit mir und auch anderen Leuten zu tun haben. Wäre ich nicht so hartnäckig gewesen und hätte um unsere Freundschaft gekämpft, wäre sie womöglich zerbrochen. Aber Josef bedeutete mir einfach alles. Wir können zwar unterschiedlicher nicht sein, trotzdem herrscht zwischen uns eine enge Bindung, die auch er nicht leugnen konnte. Für den Grund dieses Sinneswandels meinte er nur, dass er wohl gerade in einer kleinen Lebenskrise steckt. Das passte zwar alles überhaupt nicht zu dem Josef, den ich kannte, aber ich wollte ihn nicht mit Fragen löchern.

Ich wusste, dass er mir was verheimlichte, dafür kannte ich ihn einfach schon zu lange und zu gut, aber ich wollte, dass er es mir selbst erzählte. Vielleicht ja heute Abend. Es war das erste Mal seit langem wieder, wo er auf mich zu kam und mich eingeladen hatte.


Alex schaute auf die Uhr als er vor seiner Wohnung parkte. 16 Uhr. Bleibt noch locker Zeit zum Duschen und mein Glück bei der Auskunft zu probieren. Er hatte schon das Telefon in der Hand als ihm einfiel, dass er eigentlich gar nicht wusste was er sagen sollte. Guten Tag, könnten sie mir bitte alle Person mit Nachnamen Myles hier in der Gegend nennen? Man wie bescheuert klingt das denn...?

Telefonbuch….genau…das altbewährte Telefonbuch, warum nicht erstmal da nachschauen.

Nervös kaute er sich auf der Unterlippe herum während er die Seiten des Buches durchblätterte. "M…."mehrmals ging er die Namen durch, doch er musste enttäuscht feststellen, dass ihr Name nicht im Telefonbuch verzeichnet war. Vielleicht ist sie erst kürzlich hierher gezogen. Vermutlich Studentin. Was ist wenn ich das nie erfahre? Da tritt einmal eine so umwerfende Frau in mein Leben und ich schaff es nicht einmal nach ihrem Namen zu fragen. Alex.....du bist echt total bescheuert. Josef verstand ja nie wie ich bei meinem Aussehen noch so lange solo bleiben konnte. Aber ich nehme eben nicht jede x-beliebige so wie er. In diesem Punkt waren wir uns noch nie einig gewesen und dies hatten wir auch schon zu genüge ausdiskutiert.

Langsam ging er Richtung Dusche. Dabei hatte ich mich so auf den Abend mit Josef gefreut und nun ist meine Laune dahin. Wegen dieser einen Frau. Es war wirklich wie in einem Märchen, als sie plötzlich in ihrem süßen Engelskostüm und ihren blonden Locken, welche ihr wunderschönes Gesicht umschmeichelte vor mir standen. Allmählich zweifelte Alex an seinem Verstand ob er sie wirklich getroffen hatte oder ob das alles nur ein Traum war. Er drehte das Wasser noch kälter um einen klaren Kopf zu bekommen.
Er stieg aus der Dusche und zog sich frische Klamotten über. Danach machte er sich noch auf der Couch gemütlich und schaltete den Fernseher ein. Ein bisschen Zeit bleibt mir ja noch bis ich zu Josef gehe.

Das Wetter. Noch mehr Schneefälle für das kommende Wochenende vorausgesagt. Ende November. Deutschland versinkt im Schnee, hallten ihm die Worte der Nachrichtensprecherin in den Ohren. Alex verdrehte die Augen. Irgendwie sehne ich mich gerade noch mehr nach meinem eigenen Wintermärchen. Zusammen mit meiner Freundin in eine Decke gekuschelt während wir den tanzenden Flammen im Kaminfeuer zu schauen. Die Wärme verbreitet sich im ganzen Zimmer der angenehme Duft von verbranntem Holz kitzelt in unseren Nasen.

Seufzend schlug Alex die Augen auf, die er soeben geschlossen hatte. Jetzt fehlt mir noch der Kamin und diese bezaubernde Miss Myles für mein persönliches Wintermärchen.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mi Nov 26, 2008 8:18 pm

Soooo die Fortsetzung is da.Erstmal vielen vielen dank für das tolle Feedback hat mich wirklich super gefreut und natürlich ermutigt weiterzuschreiben. Ich hoffe doch sehr ihr wollt sie noch haben. Hab ja ganz schön Konkurrenz bekommen. Da macht man mal ein Tag Pause und schon soviele neue Weihnachtsgeschichten. War ich so inspirierend? :lol!:

Werd mich dann gleich ma ans lesen machen. Viel Spaß euch. Und freue mich tierisch über Feedback.

glg Aru


(@ascara hab mich extra NUR wegen dir so beeilt *g* also ich hoffe du bist zufrieden *zwinker*)


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3# Der Unbekannte



Die Tür schlug mit einem Knallen gegen die Wand, als Sophia in die Wohnung stürmte. „SIMONE“ rief diese schon zum zweiten Mal an diesem Tage ihre Freundin etwas zu laut. „Ich muss dir unbedingt was erzählen“ ertönte es aus dem Badezimmer. „Du wirst es nicht glauben“

Simone lag in ihrem Zimmer auf dem Bett und ging die Unterlagen der letzten Vorlesung durch, welche sie hatte sausen lassen, da sie die ganze Nacht hindurch mit ihrer Internetbekanntschaft Josef gechattet hatte. Sie seufze: „Gar nicht so leicht sich da selbst durchzuarbeiten.“ Aber die Nacht hat sich wirklich gelohnt, fügte sie in Gedanken hinzu. Simone musste über ihren eigenen Gedanken kichern. Wie das klingt….obwohl ich ihn noch nie gesehen habe, ist er mir so nah und vertraut. Ein komisches Gefühl.

Da hörte sie wie Sophia die Tür hereinkam…naja eigentlich eher herein polterte und ihren Namen rief. Doch dieses Mal klang ihre Stimme keinesfalls verärgert, sondern eher außer Atem und aufgeregt. Simone konnte ihre Freundin nicht verstehen, welche mal wieder versuchte durch geschlossene Türen und Wände zu kommunizieren. Sophia wird es wohl nie lernen, dass ich sie nicht verstehen kann, wenn sie im Badezimmer vor sich hinbrabbelt. Die Dusche wurde eingeschaltet und trotz der plätschernden Geräusche konnte Simone ihre Freundin fröhlich unter der Dusche singen hören.

“I will keep calling you to see
If you're sleeping, are you dreaming
If you're dreaming, are you dreaming of me
I can't believe you actually picked me”

Sie staunte nicht schlecht. Man Sophia scheint echt glücklich zu sein. Was wohl auf der Arbeit passiert ist? Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen sie ist verliebt. Simone legte vor Erstaunen die Hand auf den Mund. Nein das kann nicht sein. Sie war doch immer diejenige, die mir gesagt hat, dass sie die Männer nur von ihrem Studium ablenken. Gespant wartete sie darauf bis ihre Freundin fertig geduscht hat und widmete sich solange noch ihren Unterlagen.

Mit Jogginghose, Schlabberhose und tropfnassen Haaren betrat eine breitgrinsende Sophia das Zimmer von Simone. „OH MEIN GOTT, dieser Typ….“sie drehte sich einmal um sich selbst und ließ sich neben ihre Freundin aufs Bett fallen, die dort im Schneidersitz saß und vor sich hin kicherte.

Einen Punkt an der Decke fixierend lag Sophia nun da und schwebte mit ihren Gedanken davon. Unglaublich. Umwerfend. Einfach nur geil. Schossen ihr die Wörter durch den Kopf als das Bild des Fremden im Kopf vor sich sah. „Sophia?“ Simone beugte sich fragend zu ihrer Freundin rüber.
Ach ja ich war ja nicht alleine. Hatte ich fast vergessen. Sophia räusperte sich und setzte sich auf.

"Also…du glaubst nicht was mir heute passiert ist, platze es dann sofort aus ihr heraus. Auf dem Parkplatz….also da war auf einmal dieser Typ…. Total peinlich….ich bin natürlich gegen ihn gelaufen….aber das war wahrscheinlich das Beste was mir in der ganzen letzten Zeit passiert ist und…."Sophia brachte vor Aufregung keine vollständigen Sätze heraus und Simone gelang es nur schwer diesen verwirrenden Worten zu folgen. „Du hast also jemand kennengelernt? Das freut mich, ich meine Studium konnte ja nun wirklich nicht das einzige und wichtigste im deinem Leben bleiben“

Sophia verzog etwas den Mund. Sie sah enttäuscht aus. „Naja kennenlernen würde ich nicht sagen….bräuchte ich dazu nicht mal seinen Namen?“ Man wie konnte ich nur so blöd sein ohne nach seiner Nummer oder dem Namen zu fragen einfach zu gehen. Vermutlich war er sowieso vergeben. Dieser Gedanke traf Sophia wie ein Schlag ins Gesicht, darüber hatte sie sich gar keine Gedanken gemacht. Zu sehr war sie von dem umwerfenden Aussehen des Unbekannten geblendet.

„Wie jetzt? Du kennst seinen Namen nicht? Das ist nicht dein Ernst Sophia oder?“ Sie wollte gerade ihren Lippen zu einem Grinsen formen, als sie in das traurige Gesicht ihrer Freundin sah, dies genügte ihr als Antwort und sie legte tröstend den Arm um ihre Schultern. „ Erzähl doch mal alles von Anfang an und der Reihe nach.“ Sophia fing an zu erzählen und dieses artete schnell in eine große Schwärmerei aus. Simone war sichtlich verblüfft. So kannte sie ihre Freundin nicht. Sie war nicht der Typ dafür, der sich Hals über Kopf verliebte. Eigentlich war Sophia der rationale Part und ich der emotionale Part unserer Freundschaft. Doch heute schienen wir zumindest für einen Augenblick die Rollen getauscht zu haben.

„Wir werden deinen unbekannten Traummann schon finden.“ Oh je…Simone wenn du ihr da mal keine falschen Hoffnungen machst. Kein Name, keine Adresse, Keine Nummer. Das wird echt schwierig. Fast schon unmöglich diesen wiederzufinden.

„Aber wie denn Simone?“ fragte sie ihre Freundin verzweifelt. Ein Phantombild, fiel es Sophia nun blitzartig ein. Aber sofort verwarf sie ihren Gedanken. So ein Blödsinn…die Polizei würde mich ja für verrückt erklären und dieser unwiderstehliche Typ wahrscheinlich auch. Er würde sich dann vermutlich im nächsten 'Explosiv-Das Magazin' melden „Fremde Frau im Engelskostüm ließ mich steckbrieflich in der ganzen Stadt suchen. Sophia seufzte. Nein noch eine Blamage kann ich nicht riskieren…. Aber Ich muss ihn einfach wiedersehen. Ich würde mir mein Leben lang Vorwürfe machen, wenn ich es nicht versucht hätte nach ihm zu Suchen.

Genau diese Frage hatte Simone befürchtet. Sie wusste selbst keine Antwort darauf, wollte ihre Freundin aber nicht enttäuschen und ihr Mut machen. „Ihr habt euch doch auf dem Parkplatz vor dem Kaufhaus getroffen, wo du jetzt arbeitest, vielleicht kommt er da öfters vorbei zum einkaufen. Du musst nur deine Augen offen halten, dann bin ich mir sicher, dass du ihn wiedersehen wirst. Du kennst doch den Spruch: Man sieht sich immer zweimal im Leben.“ Und nahm Sophia in die Arme. So ein Unsinn, wer glaubt schon an solche dämlichen Redensarten. Aber irgendwie doch beruhigend. Ich hoffe so für sie, dass ich Recht habe. Nur ein einziges Mal.

Nach einer langen Umarmung löste sich Sophia nun aus dieser. „Danke Simone, du bist echt die Beste.“ Du weist wie du mich aufmuntern kannst."Ich hoffe nur sie hat recht. Werde gleich morgen mal meinem Chef fragen, ob ich Überstunden machen kann.


Auf der andern Seite der Stadt


Alex schaute noch immer Gedanken versunken auf den Fernseher. Er bekam nur Wortfetzen von der laufenden Sendung mit und das Bild zog an seinen Augen vorbei ohne wirklich von seinem Gedächtnis wahrgenommen zu werden. Er musste die ganze Zeit an sie denken. Gleich morgen werde ich nochmal zu diesem Kaufhaus fahren. Fasste er nun den festen Entschluss. Vielleicht treff ich sie ja wieder. Ein Versuch ist es jedenfalls Wert. Wieder erschien das Bild von der schönen Unbekannten vor seinem inneren Auge.

Josef schoss es ihm nun durch den Kopf und er blickte auf die Uhr. Mist…schon so spät. Da kann ich mir wieder was von ihm anhören. Wenn er eins hasste war es Unpünktlichkeit. Er erhob sich von seiner Couch und schaltet den Fernseher aus. Noch einmal warf er einen Blick nach draußen. Es war bereits dunkel. Der Vollmond erhellte den Nachthimmel und es schneite noch heftiger als am Vortag. Wenn ich da mal sicher durch den Verkehr komme. Er nahm seinen schwarzen Mantel vom Haken, seine Autoschlüssel und machte sich auf den Weg zu Josef.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   So Nov 30, 2008 9:41 pm

Vielen Dank an alle für das liebe Feedback und ein Tschuldige das es etwas länger gedauert hat. Ähm....ich war etwas abgelenkt *blush* die die Zugang zum Fsk18 Bereich haben wissen wovon ich spreche. Also hier ist die FFund sogar etwas länger als sonst, so als kleine Entschädigung. Hoffe sie gefällt euch und bitte nicht sparsam sein mit dem Feedback.

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Josef Kostan: Bester Freund von Alex, Millionär, verbirgt ein Geheimnis, außerdem ist er sehr ironisch und sehr vorsichtig, wenn es darum geht andern Leuten zu vertrauen.

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4#Mein bester Freund Josef


Langsam kämpfte sich Alex durch das dichte Schneetreiben. Unzählige dicke Flocken flogen gegen seine Windschutzscheibe. Seine Scheibenwischer schnellten von der einen zu andern Seite. Die Scheinwerfer seines Autos leuchteten ihm den Weg, naja zumindest sollten sie das tun. Er konnte vor lauter Schnee kaum noch etwas erkennen. Das einzige voran er sich orientierte, waren die Lichter des Wagens, der direkt vor ihm fuhr. Gerade in diesem Moment verfluchte er seinen Smart. Wieso hatte ich mir diesen kleinen fahrenden Kasten eigentlich gekauft? Praktisch für den Innenstadtverkehr? Kein endloses Suchen nach geeigneten Parklücken? Bah…das ich nicht lache. Die Tatsache, dass man in solch einemSchneetreiben von den andern Autos vollkommen übersehen wird und von dem nächsten heran rauschenden Lkw zerquetscht, hatten sie wohl vergessen zu erwähnen.

Alex sah sich schon an der Heckseite seines Vordermannes kleben, so gefährlich nahe fuhr er diesem auf. Er hatte das Gefühl, wenn er jetzt anhalten würde, wäre er binnen weniger Minuten komplett in seinem Wagen eingeschneit .Ein kleiner weißer Hügel, mehr wäre von Außen nicht mehr sichtbar gewesen. Wann hatte es eigentlich das letzte Mal so geschneit, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern.

Nach weiteren geschlagenen zehn Minuten glaubte Alex nun bei seinem Freund Josef angekommen zu sein. Allerdings war er sich da nicht so sicher, da er immer noch nicht viel erkennen konnte außer Millionen von weißen Flocken die aus dem dunkeln Nachthimmel rieselten. Er hielt an und stieg aus um zu Schauen ob er mit seiner Vermutung richtig lag. Erleichert atmete er auf, als er zumindest die Umrisse des Hause zwischen dem Schleier von Schneeflocken erkennen konnte. Schnell schlug er den Kragen seines Mantels hoch und eilte Richtung Eingang. Josef wohnte in einer noblen Penthouse Wohnung. Insgeheim war Alex schon ein wenig neidisch. Sein Freund hatte es binnen einer Nacht zum Millionär geschafft und das obwohl er noch nicht solange im Aktiengeschäft tätig war. Aber natürlich gönnte er seinem Freund den Erfolg und freute sich für diesen. Er betrat das Gebäude und fuhr mit dem Fahrstuhl ganz nach oben.

Dort angekommen wurde ihm noch ehe er klingeln konnte die Tür geöffnet. Als hätte er mich gerochen, schoss es ihm durch den Kopf und er musste schmunzeln. Doch als dann zwei junge Damen hinter der Tür hervortraten und sich mit einem Küsschen auf die Wange von Josef verabschiedeten, war Alex sprachlos. Auch noch einige Sekunden nachdem die reizenden Damen bereits gegangen waren, stand Alex mit offenem Mund da. „Was war das?“ war alles was er hervorbrachte. „Naja du weist doch Alex durch den ganzen Stress im Job…da hab ich einfach keine Zeit mehr um auf Partys zu gehen, deswegen hab ich mir zwei nette Mädels hier eingeladen.“

Ein Lächeln umspielte Josefs Lippen. Ein Lächeln was Alex die letzten Monate so vermisst hatte. Sein Freund sah nach langem wieder etwas glücklicher aus. Aber er schien dennoch verändert. „Josef…das hast du doch echt nicht nötig…ich meine auch wenn du genug Geld hast…musst du doch nicht…“ druckste Alex herum. Josef Mine verfinsterte für einen kurzen Moment. Doch im nächsten brach er in schallendes Gelächter aus und klopfte Mick auf die Schulter. „Man Kumpel der war gut…fast hätte ich es dir geglaubt. Die Ladies waren freiwillig hier und sie haben kein Geld von mir bekommen. Also wirklich Alex du solltest mich echt besser kennen. Wenn ich jemals so tief sinke, sag mir bitte Bescheid.“ Grinste Josef seinen Freund schon fast etwas beleidigt an und schüttelte den Kopf.

„Willst du nun nicht endlich mal reinkommen?“ die beiden standen immer noch an der Tür. „Ähm…ja klar.“ Alex senkte beschämt den Kopf, dass er seinem Freund so etwas unterstellt hatte. Aber so abwegig war das doch nicht? Er kommt ja gar nicht mehr unter Leute? Woher sollte er sie also sonst kennen? Alex kam der Aufforderung seines Freundes nach und betrat die Wohnung. Groß, geräumig, offen. Es war immer wieder seltsam hierher zu kommen. Im Gegensatz zu seiner 60m² Wohnung war das hier ein Palast.
Die beiden Freunde machten es sich in einer Sitzgruppe aus drei weißen Sofas bestehend vor dem Kamin gemütlich. Dieser strahlte eine wohlige Wärme. Alex setzte sich auf die Kante des Sofas das direkt daneben stand, rieb die Hände aneinander und hielt sie ganz nah an die wärmespendende Quelle. Josef hingegen schaute den tänzelnden Flammen lieber vom Sofa, welches dem Kamin gegenüber stand, zu. Wie gern ich doch die Wärme dieses Feuer genießen würde. Am liebsten würde ich mich jetzt ganz nah davor setzen und meine Hände davor halten, so wie es Alex gerade tat, in der Hoffnung, dass etwas Wärme die kalte Hülle meines Körper erreicht und mir wieder Leben einhaucht.

Aber es war zwecklos. Die Hitze die der Kamin ausstrahlte brannte ihm bereits jetzt schon unangenehm auf der Haut, obwohl er auf der äußersten Couch Platz genommen hatte. Gedanken versunken schaute Josef auf das Feuer im Kamin, nahm das Knistern, welchem er noch vor ein paar Monaten noch so gerne gelauscht hätte, als unerträglich laut war. Doch mittlerweile hatte er sich schon fast damit abgefunden. Er sah die Vorteile die seine ‚neues‘ Leben mit sich brachte. Alle Frauen lagen ihm zu Füßen, die Unsterblichkeit, wodurch er sich so unbesiegbar fühlte. Ein unbeschreibliches Gefühl. Genauso wie der Duft und der Geschmack frischen Blutes, welches in ihm jedes Mal erneut ein totales Durcheinander erzeugte. Die verschiedenen Sinneseindrücke ließen ihn in andere Welten eintauchen und er konnte während diesen magischen Momenten einfach vergessen, was er einst so an seinem alten Leben so sehr liebte.

Nach Monate langer Selbstdisziplin, lernte er sich zu beherrschen und heute war ein ganz besonderer Tag. Ein Tag der ihn viel Mut kostete, aber dieser Reiz, diese Herausforderung zu meistern gefiel ihm Heute war der erste Tag, wo er sich sogar zutraute von gleich zwei jungen Damen, welche ihm freiwillig Blut spendeten, zu kosten. Es gelang ihm, es fiel ihm wider erwarten gar nicht so schwer von ihnen abzulassen und nicht zu viel zu trinken. Die beiden genossen es und dies machte ihn überglücklich, dennoch schwang immer noch ein gewisser Wehmut in seinen Augen mit. Josef versuchte sich mit der Situation so gut es geht zu arrangieren.

Aufgrund seines übermäßigen Blutdurstes hätte er fast seinen Freund Alex vergessen. Er hatte zwar an das Treffen gedacht, doch er wollte ihm nicht hungrig gegenüber treten. Das hatte er schon einmal getan und musste sich dafür dann einige Wochen von ihm distanzieren. Zu groß war die Scham und der Ekel vor sich selbst. Damals saß er seinem Freund gegenüber. Sie saßen auch hier in dieser Sitzgruppe. Er konnte ihm kaum in die Augen schauen, weil ihm immer wieder die Bilder in den Kopf schossen, wie er sich auf ihn stürzt und ihn bis auf den letzten Tropfen Blut aussaugt. Die Bilder verfolgten ihn manchmal sogar immer noch bis in seine Träume. Er wollte den Kontakt abbrechen, doch Alex ließ nicht locker. Im nach hinein war er ihm dafür mehr als dankbar. Schließlich hatte Josef nie viele Freunde. Er hatte schon immer Schwierigkeiten andern Menschen zu vertrauen und jetzt war es nochmal was anders. Das Geheimnis musste gewahrt werden. ‚Das ist das Wichtigste was zählt, erst danach kommt das Stillen deines Hungers‘, erklärte ihm sein Erzeuger.

Seine Finger hatten wieder die eigentlich Körpertemperatur erreicht. Als ihm auffiel das er noch seinen Mantel anhatte. Er zog diesen aus und legte ihn über das Sofa. Die Eiskristalle, die sich vorhin auf seinen Mantel gelegt hatten, waren geschmolzen. Alex wandte sich nun Josef zu. Er wirkt besorgt. So nachdenklich kenne ich ihn gar nicht, dachte Alex als er in das Gesicht seines Freundes schaute. Wenn er mir doch nur erzählen würde was ihn so bedrückt. Ob ich nachhaken sollte? Ich bezweifele langsam, ob er mir jemals davon erzählen wird, was ihn so beschäftigt.

Erst jetzt viel Alex auf das der Kamin das einzige weihnachtliche in diesem Raum für ihn darstellte. Keinen Adventskranz. Keine Dekorationen. Keine Lichter. Für Josef war Weihnachten immer das tollste, das größte. Er liebte es. „Josef?“ versuchte er seinen Freund vorsichtig anzusprechen. Es schien immer noch als sei dieser gerade in einer andern Welt und mit seinen Gedanken ganz woanders. Josefs Gesicht wirkte wie das einer Statue kalt und mit kaum wahrnehmbaren Emotionen.

Alex sprach so leise, dass er sich sicher war, dass ihn sein Freund nicht gehört haben kann, doch er antwortete. Klar und deutlich. „Ja …Alex?“
„Eines musst du mir mal erklären, wir haben Morgen den ersten Advent und du hast weder Adventskranz und auch sonst weist nichts in deiner Wohnung darauf hin das wir in gut 3 Wochen Weihnachten haben.“ Ich weiß noch wie du letztes Jahr hier alles geschmückt hattest. Da gab es ja fast kein Möbelstück, was nicht mit irgendeiner Lichterkette oder irgendetwas weihnachtlichem dekoriert war. Es klingt vielleicht kitschig. Aber Josef hatte es letztes Jahr geschafft seine komplette Wohnung in ein Paradies aus Lichter zu verwandeln und das verwunderliche daran war, es wirkte weder kitschig noch geschmacklos. Man fühlte sich wie in einem Traum.

„Ach Alex du tust so als hätten wir morgen Weihnachten. Es ist doch noch massig Zeit.“ In Wirklichkeit war Josef gar nicht danach. Es würde ihn nur an alte Zeiten erinnern und er wollte diese hinter sich lassen, aber vielleicht….wenn Alex und ich das gemeinsam machen würden. Das wäre schon schön. Wir hatten ja schon länger nichts mehr gemeinsam gemacht. Als Josef wieder anfing zu überlegen stand Alex auf und ging Richtung Küche. „Ich hol uns mal eben zwei Bier…“ Sofort war Josef wieder bei klarem Verstand und eilte seinem Freund hinterher. Ein Glück hatte dieser ihm den Rücken zu gekehrt, sonst wäre ihm womöglich aufgefallen, dass er in übermenschlicher Geschwindigkeit aufstand und zu ihm ging. „Ich mach schon Alex, hol du mal die Kisten mit der Weihnachtsdeko aus der Abstellkammer“ Alex war sichtlich verwirrt und schüttelte irritiert den Kopf. „Ok…“ sagte dieser und kam der Anweisung seines Freundes nach.

Josef machte den überdimensionalen Kühlschrank auf. Eine unnatürlich Leere herrschte darin. Schon gestern hatte er sich seine Bierflasche präpariert. Alex hätte ihm mit Sicherheit nicht abgenommen, dass er auf einmal kein Bier mehr trank und die elenden Diskussionen und Ausflüchte hatte er satt.
Er nahm die beiden Flaschen raus, ging mit diesen Richtung Couch und stellte die Flaschen auf den Tisch. Alex betrat mit drei Kartons beladen den Raum. Josef kam ihm zu Hilfe da er befürchtete, dass sein Freund womöglich gleich stolpern könnte. Sie stellten die Kisten auf den Boden und fingen an darin zu stöbern. Sie lachten viel und alberten mit dem Weihnachtsschmuck herum. Dabei bemerkten sie gar nicht wie die Zeit verging. Der Raum wurde immer heller. Er sah fast so aus wie die Jahre zuvor. „Jetzt fehlt nur noch die passende Musik. Findest du nicht auch?“

“Last Christmas
I gave you my heart
But the very next day you gave it away
This year
To save me from tears
I'll give it to someone special”

Fing Alex nun an zu singe und spielte dabei mit seinen Händen Luftgitarre. „Hast du nicht noch meine alte Gitarre hier irgendwo rumfliegen“ sagte Alex und strahlte über das ganze Gesicht. Auch Josef ließ sich sofort davon anstecken. „Man Kumpel du hast echt manchmal einen Vollschaden weist du das?“ warf er diesem grinsend zu. „Was denn? Es ist bald Weihnachten.“ Erwidert Alex und klang dabei wie ein kleines Kind, das es gar nicht mehr abwarten konnte, bis es endlich soweit war.
„Schon ok, ich werf dann doch lieber ne Cd rein, nicht das du mich nachher wieder zum singen zwingst, so wie letztes Jahr.“ Wieder konnten beide nicht an sich halten und lachten laut los.

Die Stunden vergingen. Sie tranken ‚ihr Bier‘, lachten und unterhielten sich so gut wie lange nicht mehr. „Oh schon so spät“, bemerkte Alex als er auf seine Uhr schaute. Es war bereits kurz nach 1. Ein Gähnen entfuhr ihm und blickte dabei durch die große Panoramafront nach draußen in die Nacht. Es wütete immer noch derselbe Schneesturm wie vorhin. „Hm…könnte ich vielleicht bei dir pennen? Vorhin hatte ich mehr Glück als Verstand, dass ich hier Heil ankam.“ Er deutete dabei nach draußen in das Schneetreiben. „Klar…kein Problem. Hier auf dem Sofa ist ja genug Platz.“ Na toll…wie soll ich ihm denn erklären, dass ich gerade überhaupt nicht Müde bin und dann schlafe wenn es hell wird. Heißt wohl für mich etwas weniger Schlaf heute, dachte Josef bei sich.

„Danke Kumpel.“ Alex gähnte noch einmal bis ihm langsam die Augen zu fielen und er sich langsam zu Seite neigte und auf dem Sofa einschlief. Josef holte eine Decke und legte diese über seinen besten Freund. Bei dem Anblick wie friedlich dieser schlief musste er schmunzeln.
Er ging zur großen Glasfront und schaute nach draußen. Die fallenden Schneeflocken beruhigten ihn und ließen ihn über den Abend mit seinem Freund nachdenken.

So fühlt es sich also an. Der erste Advent als Vampir. Irgendwie hat sich kaum etwas verändert, stellte Josef lächelt fest.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mi Dez 03, 2008 6:20 pm

Sooo...man der Teil is mir echt schwer gefallen...also ich konnte mich einfach net beherrschen is a bissl Fsk18 geworden *lol* ja genau Mieze und Miss ihr habt mich inspirierend :face: naja ich kann sowas net annähernd so gut wie ihr, aber hab mein bestes gegeben.

Also hier der jugendfreie Teil


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5#Das Erwachen


Sophia war heute überpünktlich an ihrem Arbeitsplatz, denn sich befürchtete, dass durch den verkaufsoffenen Sonntag und der Weihnachtsmarkt, der hier in der nähe war, die Hölle los sein würde. Doch gegen ihre Erwartungen herrschte eine ungewöhnliche Stille. Sie überlegte kurz, ob sie sich im Datum geirrt hatte, aber sie konnte sich noch genau an die Worte ihres Chef erinnern , wie er zu ihr freundlich lächelnd sagte ‚Bis Morgen Miss Myles und bringen sie starke Nerven mit, die können sie gebrauchen, denn es wird wohl noch um einiges mehr los sein als heute‘ Sie schaute sich auf dem Parkplatz mehrmals suchend um, in der Hoffnung IHN wiederzusehen.

Doch leider fand sie den gutaussehenden Unbekannten nicht. Enttäuscht darüber, dass ihr Traummann nicht aufgetaucht war, ging sie auf den großen gläsernen Eingang zu. Wie komme ich auch auf die Idee er würde hier auf mich warten. So ein Blödsinn. Dieser Typ hat bestimmt an jedem seiner zehn Finger eine andere.

Plötzlich aber nahm sie schnelle Schritte hinter sich wahr. Ist ER es vielleicht? Bin ich ihm gestern etwa auch aufgefallen, so wie er mir? Sophia’s Herz schlug nun deutlich schneller. Am liebsten hätte sie sich jetzt sofort umgedreht, doch zu groß war die Angst, dass die Hoffnung, die sich soeben wieder in ihr entzündet hatte, im nächsten Moment erlöschen könnte. Sie spürte einen kalten Luftzug, doch dieser wurde von dem warmen Atem und einer rauen angenehmen Stimme überdeckt. Sie kannte diese Stimme nur zu gut. Seit gestern hatte sie sich in ihr Gedächtnis gebrannt genau wie jede einzelne Kontur seiner Gesichtspartie. Er war es. Stand nun hinter ihr. Sophia die zunächst langsamer wurde blieb nun wie erstarrt stehen. Konnte sich nicht rühren. Sie fühlte sich wie in einem Traum, konnte nicht glauben, dass es Wirklichkeit war.

Als sie dieser jemand nun wieder mit dem gleichen Kosenamen wie gestern ansprach. „Hat denn der Himmel schon so früh morgens seine Pforten geöffnet oder bist du etwa durch den Hinterausgang hinausgeschlüpft, blonder Engel.“ Hörte Sophia ihn sagen als sie im selben Moment von zwei großen starken Händen an den Schultern gefasst und langsam umgedreht wurde. Wieder strahlten sie zwei wunderschöne Augen an und ein breites Lächeln umspielten die Lippen ihres Traummannes.

„Ja…“ mehr brachte Sophia nicht hervor. Dieser Mann schaffte es, dass sie komplett ihre Sprache verlor. Sie musste nur einmal in das faszinierende Farbenspiel seiner Augen schauen. Blaue und grüne Farbtöne vermischten sich darin. Wie können Augen nur so wunderschön sein. Sie besitzen geradezu die Farbe des Ozeans in einer klaren Sommernacht. Wäre ich die Titanic, würde ich freiwillig in ihnen versinken wollen!

Noch ehe Sophia sein bezauberndes Lächeln erwidern konnte, befanden sich seine Lippen auf den ihren. Er küsste sie einfach. Sie kannte diesen Mann nicht, noch nicht einmal seinen Namen und jetzt küsste er sie einfach. Sophia verstand die Welt nicht mehr, wusste nicht wie ihr geschah. Fordernd presste sie ihre Lippen gegen seine. So sinnlich und weich fühlte sich diese an, dass sie das Gefühl seiner Lippen keine Sekunde ihres Lebens mehr missen wollte.
Alex erwiderte die drängenden Küsse seines Engels. Für ihn war sie das wirklich. Das schönste Geschöpf, was er je gesehen hatte. Normalerweise hasste er Typen, die so aufdringlich waren und gleich der nächst besten, willigen Frau die Zunge in den Hals stecken.

Aber in diesem Moment wollte er genau das tun. Er vergas, aufgrund dieses überwältigenden Gefühls und das Verlangen, welches er sich nicht so richtig eingestehen wollte, nach dem Namen zu fragen. Alex was ist nur los mit dir, das ist doch sonst nicht deine Art, du kennst diese Frau gerade mal ein paar Minuten und schon willst du mit ihr in die Kiste steigen? Erde an Alex geht’s noch? Versuchte er sich zu ermahnen und seine aufsteigende Lust nach ihr zu kontrollieren. Ich bin kein Typ für einen One-Night-Stand und schon gar nicht mit einer Fremden nein…nein…nein…doch seine Bedenken, seine Prinzipien warf er alle über Bord als er ihre Zunge an seinen Lippen spürte, wie sie flehend um Einlass bittete.

Er zögerte keine Sekunde und kam ihrer Bitte sofort nach. Gewährte ihr Einlass in seinen Mund und fing an mit dieser seine Spielchen zu vollführen. Seine Hände umfassten ihre Hüften und er zog sie noch näher an sich heran. Ich sollte damit wirklich aufhören. Aber…aber ich kann einfach nicht…wieso macht sie es mir auch so einfach…ich kann ihr nicht widerstehen…flogen ihm noch einige unkoordinierte Satzfetzen in seinem Gedächtnis hin und her. Keuchend löste sich die Engels gleiche Gestalt von seinen Lippen und flüsterte ihm entgegen „Wie….wie…heißt du eigentlich?“ „Alex“ hauchte dieser bevor sich ihre Münder wieder vereinten und sich ihre Zungen gegenseitig liebkosten.

Alex…Alex…schoss es durch Sophia Kopf. Wie kann sich mein Körper nur so nach diesem verzehren. Sie wurde von ihm einmal um die eigene Achse gewirbelt und dann merkte sich wie sie an etwas hartem, kalten lehnte. Sie vermutete, dass dieses große schwarze Gefährt, an welchem sie nun standen und leidenschaftlich Zungenküsse austauschten, wohl ihm war. Sophia deutete mit den Augen an, dass es wohl besser sei im inneren des Wagens weiter zu machen.

Alex verstand sofort, zog leicht zitternd seinen Autoschlüssel hervor und entriegelte es. Er hielt ihr die Tür auf und Sophia hob ihr weißes Engelskleid ein Stück nach oben, machte einen kleinen Knicks und lächelte ihn verführerisch an. Mit offenen Mund schaute er sie an, ihm fehlten die Worte für diesen Anblick, doch ihm blieb keine Zeit darüber nachzudenken, denn da hatte sie ihn schon gepackt und in das innere des Wagens gezerrt.
Oh mein Gott. Und das soll ein Engel sein…? Sein Atmen beschleunigte sich und er krabbelte nun weiter auf die schöne Frau zu. Noch schnell schloss er die Türe des Autos „Ungestört“ flüsterte er zu und grinste sie mit einem schiefen Lächeln an, bei welchem jede Frau schwach wurde.

-in den Fsk18 Bereich wechseln-

„Oh mein Gott“ entfuhr es beiden gleichzeitig und sie schauten sich lächelnd an. Die Gesichter der beiden glühten. Sie waren errötet von dem berauschenden Liebesspiel, erschöpft sank Alex in Sophias Arme. Er war noch immer etwas außer Atem. „Es klingt vielleicht unhöflich, wenn ich dich das jetzt erst frage, aber irgendwie habe ich das vergessen“…er kaute sich nervös auf der Unterlippe herum, "wie heißt du eigentlich?"

Alex strich ihr eine gold-blonde Strähne aus dem Gesicht und lächelte sie entschuldigend an.

Die Autoscheiben waren beschlagen. Man konnte den Schneeregen auf das Autodach rieseln hören.

Es herrschte eine Stille. Dann öffnete sie ihren Mund und begann zu antworten, Alex Blick heftete an ihren sinnlichen Lippen.

„Josef“
Alex entfuhr ein Schrei als die Stimme seines Freundes aus dem Mund der schönen Frau kam.

Alles fing sich um ihn an zu drehen. Es fühlte sich an als würde er durch einen Strudel gewirbelt. Einen Strudel der Gefühle und der ihn den schönen Moment noch einmal in wenigen Sekunden vor Augen führte.

„Alex“ drang es von weiter weg. „Alex“ die Stimme kam näher. Er schlug die Augen auf und kullerte vor Schreck vom Sofa. „AUTSCH“, schrie er und rieb sich den Hintern.

Dann schaute er in das breitgrinsende Gesicht seines Freundes.
„Alex…ich dachte schon du stirbst mir hier auf dem Sofa weg.“ Josef lachte und streckte Alex die Hand entgegen. Dabei entging es Alex nicht wie dieser seine Körpermitte begutachtete.

„oh…ähm…“ Alex fuhr sich verlegen durch die Haare als er den nassen Fleck auf seiner Hose entdeckte. „Ich hatte so einen Traum…und…“ stammelte er. „Ich hab alles gehört, du warst ja laut genug“ witzelte Josef und klopfte ihm auf die Schulter.

„Wer ist sie?“ wollte Josef nun sofort wissen und wartete gespannt auf die Antwort seines Freundes.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Fr Dez 05, 2008 4:00 pm

Also euer Feedback war ja der Hammer *blush* hat mich natürlich ganz doll zum schreiben ermunternd. Dieses Kapitel ist wieder ganz brav und anständig :roll: Wünsch euch viel Spaß und nur so nebenbei...bin auch total süchtig nach eurem Feedback :face:

Und je nachdem wie ihr mich mit Feedbacks Leckerlis füttert gibts vielleicht heute nochmal Nachschub :lol!:


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6#Der Morgen danach…


„Alex…“ stöhnte Sophia, bevor sie schlagartig die Augen aufschlug. Heiße und kalte Schauer liefen ihr über den Rücken, als sie die Bilder ihres Traumes deutlich vor Augen sah. Sie wurde von einer heftigen Gänsehaut am ganzen Körper geschüttelt und umklammerte ihre Knie fest mit ihren Armen. Ihren Oberkörper presste sie dagegen und legte ihren Kopf auf die Knie. In dieser gebeugten Schutzhaltung verbrachte sie einige Minuten, blinzelte dabei unnatürlich oft. Das war nur ein Traum…nur ein Traum, versuchte sich Sophia einzureden und wippte dabei mit ihrem Körper vor und zurück. Aber es war so unglaublich real. ER war real. Alex….

Das Klingeln ihres Handyweckers ließ sie zusammenzucken. Die Melodie von dem Lied ‚Shine‘ ertönte und holte sie abrupt aus ihrer Lethargie. Sie griff nach dem Handy und schaltete den nervenden Ton aus, sonst war sie immer sehr ruhig und entspannt wenn sie von dieser Melodie geweckt wurde, doch heute könnte sie ihren Wecker verfluchen, da er sie so unsanft aus den Erinnerungen riss. Sie waren weg…all die schönen Bilder waren mit einem Mal verschwunden. Natürlich konnte sie sich noch an die grobe Handlung ihres Traums erinnern und das ließ sie wieder ein wenig lächeln.

Doch sie war zwiegespalten, einerseits machte sie dieser Traum unendlich glücklich, verursachte in ihr ein Gefühl, was sie lange nicht mehr gefühlt hatte, aber anderseits schämte sie sich dafür einen solchen gehabt zu haben. Sophia, dass ist ein Fremder. Du kennst ihn nicht, appellierte ihr Verstand an ihr Herz, welches sie aber schon längst an diesen Unbekannten verloren hatte. Wie komme ich eigentlich auf den Namen Alex? Hatte er sich mir vorgestellt und ich habe dies nur unterbewusst mitbekommen. Oder hab ich mir da wieder unmögliches zusammengesponnen? Sophia plädierte für das zweite. Seufzend stand sie auf, schob ihre wirren Gedanken beiseite und tapste Barfuß Richtung Küche.

„Ich brauch jetzt erstmal einen starken Kaffee“, murmelte sie vor sich hin. Doch da stieg ihr schon der Duft frischgekochten Kaffee's in die Nase. „Simone, du bist ein Schatz" stieß es aus ihr hervor, kurz bevor sie die Küche betrat, fing sie schon an zu erzählen, „Du glaubst nicht was ich heute Nacht….“ Sie ließ ihren Satz unvollendet, als sie sah, dass niemand in der Küche war. Der Tisch war weihnachtlich gedeckt, am Adventskranz leuchtete die erste Kerze. Der Kaffeeduft und der von Orangen und Zimtstangen erfüllte den kleinen Raum. Sophia Mundwinkel zogen sich augenblicklich nach oben. Simone ist wirklich süß, aber wo ist sie und warum in Gottes Namen ließ sie hier einfach den brennenden Adventskranz allein. Sophia schüttelte den Kopf, als sie plötzlich einen kleinen Zettel bemerkte.

Guten Morgen meine Süße,

tut mir leid, dass wir nicht gemeinsam frühstücken können, aber ich bin total übermüdet, du kannst dir ja bestimmt denken warum. *g* Wie ich höre bist du gerade aufgewacht, dann kann ich ja endlich schlafen. Ich dachte für einen kurzen Moment, dass du vielleicht Besuch hast….aber die Idee hab ich auch gleich wieder verworfen. Die Wände hier sind ja sehr dünn und ich weis ja wie gern du im Schlaf redest…*g*
Sei mir nicht böse, aber das musste ich eben loswerden.
Sehen wir uns nach deiner Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt? So gegen 20 Uhr? Ich werde schon etwas früher da sein, da ich mich vorher nochmal nach ein paar Weihnachtsgeschenken umschauen werde.

Hoffe bis später dann

Hab dich lieb xxx

Simone


Ein Lächeln stahl sich auf Sophias Gesicht und sie erröte. Simone zog sie schon immer gerne mit der Tatsache auf, dass sie im Schlaf redete. Eigentlich sollten ja Träume, die intimsten Erlebnisse eines Menschen sein, doch was Sophia anging war das genau der umgekehrte Fall.
Sie freute sich jetzt schon auf den Abend mit Simone. Weihnachtsmarkt ist wirklich die perfekte Idee, um den durch den Nebenjob versauten, stressigen ersten Adventssonntag ausklingen zu lassen.

Natürlich wusste Sophia sofort nach Simone’s Nachricht, warum diese noch so lange aufgeblieben war. Sie hat wohl wieder die ganze Nacht mir ihrem Josef gechattet. Es gibt echt verrückte Leute. Sie schüttelte den Kopf.
Genüsslich trank Sophia ihren Kaffee und schaute in die kleine flackernde Flamme der roten Adventskerze.


Alex hatte die ganze Zeit in das lodernde Feuer des Kamins geschaut, als er seinem Freund die ganze Geschichte erzählte. Ihm war das alles mehr als peinlich und dann auch noch dieses Missgeschick. Er konnte seinem Freund nicht in die Augen schauen. Doch er wusste genau wie sein Gesicht aussah. Ein breites Grinsen und seine Augen glänzend vor Neugierde. Die Details seines Traumes ließ er bewusst unter den Tisch fallen, auch wenn sein Freund Josef gerade zu erpicht auf diese war.

„Moment….du willst mir sagen, du kennst ihren Namen nicht?“ Alex vernahm ein unterdrücktes Lachen. „Ach vergiss es Josef, ich wusste du würdest mich nicht verstehen.“ Er seufzte, manchmal hasste er seinen Freund für seine ständig witzelnden Bemerkungen. Wieso kann er nicht einmal ernst bleiben. „Ich geh mal duschen, wenns recht ist?“ sagte Alex immer noch etwas niedergeschlagen. Josef hatte ihn mit der Frage binnen einer Sekunde auf den Boden der Realität zurückgeholt, nämlich das er die Frau nicht kannte. Er wusste einfach nichts von ihr.

Nun dreht Alex zu seinem Kumpel um und erschrak… „Josef….geht‘s dir nicht gut?“ Als er ihm vorhin vom Boden aufhalf war sein Blick noch so vernebelt gewesen und voll von diesen obszönen Bildern, dass er bis auf ein freches Grinsen nichts von diesem wahrgenommen hatte. Unter den Augen seine Freundes zeichneten sich dunkle Schatten ab, sein Gesicht war unnatürlich blass. „Du siehst echt beschissen aus….hast du etwa nicht geschlafen? So laut kann ich doch nicht gewesen sein oder?“ Bei der Vorstellung musste Alex schmunzeln. „Geht schon, Kumpel, ich hatte eine sehr angenehme Nacht auch ohne Schlaf.“ Entgegnet ihm Josef mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. „Achja? Jetzt werd ich aber neugierig.“ Sagte Alex und machte ein paar Schritte auf seinen Freund zu. Dieser wich zurück und hielt seine Hände abwehrend vor sich. „Geh bitte erstmal duschen“ und konnte es sich wieder nicht verkneifen den feuchten Fleck an Alex’s Körpermitte zu fixieren.

Alex verdrehte die Augen und ging Richtung Badezimmer. Als Josef ihn dann noch zu Recht wies doch bitte das Gästebad zu benutzen war er zwar etwas irritiert, aber tat worum ihn sein Freund bat.

Josef gähnte ein paar Male, während sein Freund unter der Dusche stand. Man bin ich fertig. Ich brauche dringend Schlaf und mein Kopf….er spürte einen leichten stechenden Schmerz. Durch den Kamin hier drin ist es eindeutig viel zu warm. Er ging zu seiner riesigen glasigen Balkontür und riss diese auf. Die ganze Stadt war von einer weißen dicken Schneedecke überzogen. Auf den Dächern. auf den Straßen. Wohin er auch schaute überall lag eine mindestens 20cm hohe Schicht von diesen wunderschönen, weißen, glänzenden Kristallen. Josef genoss sichtlich die eisige Luft die nun seinen gesamten Körper erfüllte. Das tut gut.

Nach ein paar kräftigen Atemzügen schloss er diese wieder und ging geradewegs zu seinem Geheimfach, welches sich hinter ein paar Dekoartikeln im Regal befand um sich eine Flasche Blut herauszuholen, als Alex frisch geduscht und gut gelaunt in den Raum marschierte. „Wieder von deiner Traumfrau geträumt?“ begrüßte Josef seinen Freund gleich wieder auf seine übliche witzelnde Art. „Nicht ganz…“Alex lächelte… „Ich habe beschlossen jetzt zu ihrer Arbeitsstelle zu fahren, da ja heute verkaufsoffener ist, nehme ich an das sie dort sein wird.“ Josef staunte nicht schlecht über die Entschlossenheit seines Freundes und seinen plötzlichen Optimismus und Tatendrang. „Ja genau schnapp sie dir…“ sagte er sogleich und zwinkerte ihm aufmunternd zu.

„Auf mich müsst ihr beiden Süßen leider verzichten, ich brauch jetzt dringend ne Runde Schlaf.“ Ihm entfuhr ein lautes Gähnen. Ein Glück hatte er rechtzeitig die Hand vor den Mund gehalten, denn sonst hätte Alex bestimmt seine unnatürlich spitzen Eckzähne hervor blitzen sehen.

„Was hältst du davon wenn wir heute Abend gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt gehen? Dann erzählst du mir wer genau die nette Dame war, die dir den Schlaf geraubt hatte und ich kann dir hoffentlich stolz den Namen und die Handynummer von meiner hübschen Unbekannten präsentieren.“ Schlug Alex freudig vor und seine Augen strahlten bei dem Gedanken, wenn der Abend wirklich genauso verlaufen würde. Aber würde er dann nicht lieber mit ihr auf den Weihnachtsmarkt wollen? Naja erstmal muss es soweit kommen ,dachte er und widmete sich nicht weiter den Planungen für den Abend. Was jetzt zählte war so schnell es geht zu diesem Kaufhaus zu kommen, am besten noch bevor es öffnet. Josef nickte seinem Freund nur müde zu und verschwand nach oben.

Alex packte seinen Mantel und verließ voller Hoffnung und Sehnsucht nach seinem blonden Engel die Penthouse Wohnung seines Freundes.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Fr Dez 05, 2008 11:17 pm

Danke danke danke für die lieben Worte. Bin immer noch ganz begeistert davon wie gut euch mein Gschreibsel gefällt, so hier die Fortsetzung...hab es leider nicht ganz geschafft rechtzeitig zu posten. Naja dann gibt es eben Nachschub am Nikolaus Tag :D
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7#Anders als erwartet...


Nachdem Sophia fertig gefrühstückt und sich eine wachmachende Dusche gegönnt hatte, machte sie sich für ihren Arbeitstag als Weihnachtsengel im Kaufhaus fertig.

Sie schlüpfte in ihr viel zu enges Engelskostüm, natürlich trug sie darunter eine dicke weiße Baumwollstrumpfhose, zwar sah diese richtig grässlich aus und sie vermied es eigentlich solche Liebestöter zu tragen, aber schließlich was es eisigkalt draußen und schließlich wollte sie nicht frieren, auch wenn es nur ein paar Meter zum Auto waren. Gerade als sie diese anzog, schossen ihr wieder Erinnerungen aus ihrem Traum durch den Kopf. Sie wunderte sich darüber warum sie im Traum keine Strumpfhose getragen hatte, war das ein versteckter Hinweis? Sophia musste über ihren eigenen Gedankengang grinsen.

Lächerlich. Erstens interessiert sich dieser unwiderstehliche Typ eh nicht für mich und zweites würde ich so etwas Unanständiges nie tun. Ein leichtes Ziehen im Unterleib signalisierte ihr, dass es sowohl so eine Zügellose Verlangen in ihr existierte. Das diese Szenen genauso nachspielen wollte, doch Sophia ignorierte dies und suchte ihre restlichen Engelsutensilien zusammen, weiße grazile Stiefel, die flauschigen seidenen Flügel, feine dünne Handschuhe und das silbrigen Haarteil inklusive Heiligenschein.

Was das gestern für ein Theater war mit den Plätzchen. Nur weil so eine dämliche Praktikantin mir was Falsches mitgeteilt hatte. Meine Aufgabe war klar festgelegt ich sollte den Kindern Weihnachtsgeschichten vorlesen und bekam die Bücher natürlich von der Hauseigenen Buchabteilung gestellt. Wenn ich jetzt noch daran denke, die ganzen Plätzchen für umsonst. Naja nicht ganz, mein zukünftiger Chef war regelrecht begeistert von meinem Engagement Auch wenn es meinerseits nicht ganz freiwillig war.

Als sie alles zusammen hatte schnappte sie sich ihren Mantel und ihre Autoschlüssel und lief zu ihrem Wagen. Er war schon etwas älter, da Sophia einfach kein Geld hatte sich einen besseren zu leisten, aber darum machte sie schließlich diese lästige Nebenjobs. Hauptsächlich hat sie neben ihrem Studium abends gekellnert, nur die Arbeitszeiten machten ihr wirklich zu schaffen und mit dem Geld kam sie vorne und hinten nicht zurecht. Ihr jetziger war der erste der ihr richtig Spaß bereitete und wo die Bezahlung stimmte, auch wenn sie sich in diesem Kostüm noch nicht so wirklich wohl fühlte. Nur an einem verkaufsoffenen Adventssonntag wie diesen wird das bestimmt kein Zuckerschlecken dessen war sie sich bewusst.

Sie wirkte fast tänzelnd als sie in ihrem weißen Engelskleid zu ihrem Auto schritt. Sie befreite dieses sogleich grob mit einem Besen von der riesigen Schneedecke, danach versuchte sie sich daran ihre Windschutzscheibe von der Eisschicht zu befreien. Mit festem Druck und kräfteraubenden Schüben machte sie die Scheibe mit dem Eiskratzer sauber. So das hätten wir schon mal geschafft.

Sophia setzte sich in ihren Wagen. Sie rieb ihre kalten Hände aneinander, blies ihren warmen Atem dagegen, denn trotz der Handschuhe fühlten sich ihre Finger steifgefroren an. Dabei hielt sie sich nur einige wenige Minuten im Freien auf.

Schnell steckte sie den Schlüssel ins Zündschloss, sie wollte die Heizung sofort auf die höchste Stufe aufdrehen. Sophia dreht den Schlüssel um…nichts….und noch ein Versuch….wieder nichts….alle vergeblichen Versuche den Motor zu starten, misslangen. „ Nein…das darf doch jetzt alles nicht war sein.“ Sie ließ ihren Kopf auf Lenkrad sinken. Warum muss ausgerechnet dieses Wochenende Simones Wagen in der Werkstatt sein. Sie schnaufte verärgert und überlegte wie sie jetzt am schnellsten zum Kaufhaus kommen könnte. „Laufen…mir bleibt wohl nichts anders übrig als zu laufen.“ Zwar hatte sie noch die Möglichkeit Bus zu fahren, aber sie war momentan eh knapp bei Kasse und außerdem vermutete sie, dass diese wohl sehr überfüllt sein würden und auf einen enge, stickige, Person an Person gepresste Busfahrt hatte sie nun wirklich keinen Nerv.

Sie mummelte sich noch mehr in den Mantel ein, steckte ihre Hände in die Taschen, senkte den Kopf um dem eisigen Wind zu entgehen und lief mit der Tasche worin sich unter anderem ihre Engelsflügel befanden, los Richtung Kaufhaus. Unterwegs rief sie ihren Chef an und teilte diesem mit dass sie sich wohl um eine gute Stunde verspäten würde, der Geschäftsführer Mr. Talbot mochte Sophia, schon allein wegen der Plätzchenaktion hatte sie ordentlich Pluspunkte bei ihm gesammelt, natürlich nicht zu vergessen ihr bezauberndes Erscheinungsbild.


Alex konnte, nachdem er seinen kleinen Wagen von störendem Schnee und Eis befreit hatte, ohne Probleme starten und fuhr Richtung Kaufhaus. Er musste während der ganzen Fahrt unaufhörlich lächeln soviel Optimismus steckte in ihm. Als er beim Kaufhaus ankam hatte dieses noch geschlossen. Sehr gut, dachte Alex. Es waren zwar schon einige Leute da, die bereits auf dem Parkplatz umhergingen und auf die Öffnung warteten, aber es war alles noch relativ übersichtlich. Nach 10 Minuten Wartezeit sah er wie ein Mann Anfang dreißig mit braunem Haar und Nadelstreifenanzug die Tür von innen aufschloss. Er hob eine Augenbraue, dass ist dann wohl der werte Chef von dem Laden hier, vielleicht soll ich ihm mal mitteilen, dass eine seiner Angestellten ne wirklich unfreundliche Zicke war.

Aber Alex verschwendete keinen weiteren Gedanken daran zu sehr war er darauf konzentriert jede einzelne Person mit seinen Augen zu scannen die durch die große gläserne Türe schritt. Nach geschlagenen 20 Minuten war immer noch nicht sein blonder Engel in Sicht. Ihm entwich ein tiefes Seufzen und ging mit hängenden Schultern zu seinem Auto zurück. Wahrscheinlich hat sie heute frei, wird sich wohl einen netten Tag mit ihrem Freund machen. Wie komme ich überhaupt auf die Idee, dass sie solo ist und mich attraktiv finden könnte. Und kann ich ihr eigentlich nach diesem Traum gegenüber stehen, Alex schluckte. Darüber hatte er sich noch keine Gedanken gemacht. Sollte ich froh sein sie nicht getroffen zu haben? Er ließ den Motor an und drückte aufs Gas.

Der Abend ist wenigstens schon mal geplant, etwas Ablenkung tut ganz gut. Das ist ja schlimm immer ein und dieselben Gedanken um ein und dieselbe Frau. So ein intensives Gefühl hatte er noch nie verspürt und schon gar nicht bei einer völlig Fremden.

Nach einer geschlagenen Stunde kam Sophia endlich am Kaufhaus an. Sie war völlig durchgefroren, zitterte am ganzen Körper. Ihre Lippen waren bläulich, ihre Finger starr, sie fühlten sich taub an, von ihren Zehen gar nicht zu sprechen. Die Kälte förderte die Durchblutung in ihrem Gesicht. Es war rot genauso wie ihre Ohren, dennoch brannte es vor Kälte. Eine regelrechte Wand aus schwüler mit Weihnachtsdüften erfüllte Luft kam ihr entgegen, als sie das Kaufhaus betrat, diese ließ sie beinahe nach hinten umkippen. Ihr Gleichgewichtssinn spielten ihr Streiche. Noch immer zuckte jeder Muskel ihres Körpers vor Kälte.

Sophia ging mit wackeligen Schritten Richtung Büro ihres Chefs um ihm mitzuteilen, dass sie nun da sei. Sie klopfte. Ihre Hand fühlte sich an wie aus Stein. Eiskalt und hart. Das Holz der Tür das während des Klopfens auf ihre Hand traf schmerzte. Eigentlich schmerzte im Moment jede Bewegung, jede Berührung. Sophia hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass es SO kalt war. Aber auf halben Weg blieb wollte sie nicht mehr zurückgehen und biss die Zähne zusammen.

„Herein“ tönte es von innen und Sophia trat zitternd ein. Gggg…uten Mmm…orgggen I..iiiicch…dann brach sie ab, als sie merkte das sie keine richtigen Ton herausbrachte. Ihr Chef sprang sofort auf und hielt sie an den Schultern fest. Rieb diese mit seinen Händen um etwas Wärme abzugeben und sprach dabei: „Ach du meine Güte….Miss Myles….sie sind ja völlig am Ende und durchgefroren. So können sie unmöglich arbeiten. Sie gehören zuhause in ihr Bett, sonst werden sie noch ernsthaft krank und ich wollte sie eigentlich nicht als Mitarbeiter verlieren“. Sophia kam gar nicht zu Wort. Naja wirklich sprechen konnte sie sowieso nicht.

„Die Kinder lieben sie. Ruhen sie sich lieber aus. Damit sie bald wieder fit sind. Ich fahr sie nach Hause. Sie fallen mir hier noch rückwärts um.“ Ben lächelte freundlich in seinem Blick lag etwas Besorgtes. „Aaa..lles oo…k, ggg…eht sss..chon doch auch Sophia musste sich eingestehen das dieses Gestottere und Geschlottere sich alles andere als nach ‚in Ordnung‘ anhört. Also ging sie auf das Angebot ihres Chefs ein, dieser sah eh nicht so aus als dulde er einen Widerspruch von ihr.

Er legte einen Arm um ihre Schulter und begleitete sie zu seinem Auto. Es fühlte sich etwas komisch an, schließlich kannte sie ihn kaum, hatte ihn einmal gesehen und er war eben ihr Chef. Doch im Moment hatte Sophia andere Sorgen und schenkte der seltsamen Situation, die ihr irgendwie ein wenig bekannt vor kam, keine Aufmerksamkeit mehr. Der Wagen setzte sich in Bewegung und langsam überrollte sie durch all die Kälte und die Anstrengungen die ihr Körper durch all das Zittern und Frieren durchgemacht hatte, die Müdigekeit.

Ihre Augen fielen zu.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   So Dez 07, 2008 10:49 pm

So Leute da is wieder ein neues Kapi von mir. Aber bitte springt mir nicht auf die Barrikaden :roll: Ich musste echt ein bisschen überlegen wie ich das schreibe und irgendwie is während dem Tippen wieder alles anders gekommen als ich eigentlich wollte. Also ich geh schonmal in Deckung *lol*

Trotzdem hoffe ich das euch das Kapitel gefällt und ihr mir treu bleibt *liebschau* bemühe mich auch eure Wünsche zu berücksichtigen :santa:
Sorry aber manchmal überkommt mich eben so ein Redeschwall, sagt bitte Bescheid wenn ich euch mit meinem Geschreibsel langweile *g*

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8#Überraschende Wendung


Es klingelte. Ein zweites Mal. Dann ein Sturmklingeln. „Ahhh…Sophia.“ Simone warf sich das Kissen über ihren Kopf. Nach ein paar Sekunden erbarmte sie sich doch, verdrehte genervt die Augen und ging in ihrer schwarzen Jogginghose und dazu passende schwarze Top, welches sie als Pyjama trug zur Türe. „Sophia, warum kannst du nicht einmal an deinen Schlüssel...“ rief sie durch die geschlossene Tür und brach den Satz ab, als sie diese dann aufriss . Vor ihrer Wohnung stand ein dunkelhaariger Mann mit Sophia in den Armen.

„Oh mein Gott…Sophia…sie nahm sofort ihren Kopf in ihre Hände. „Wer sind sie? Was haben sie mit ihr gemacht? Was ist mit ihr?“ Sie starrte den Unbekannten mit entsetztem und gleichzeitig besorgtem Blick an. „Beruhigen sie sich, ihre Freundin ist nur völlig erschöpft, wo kann ich sie hinlegen?“
Mit offenen Mund zeigte sie ihm den Weg Richtung Sophias Schlafzimmer. „Hier…“ öffnete die Tür und wies ihn an sie dort auf das Bett zu legen. Der Fremde tat dies und deckte Sophia noch zu. Sie schlief immer noch. Beide verließen leise den Raum.

„Entschuldigen Sie“, Ben räusperte sich und stelle sich vor, „mein Name ist Benjamin Talbot, ich bin der Geschäftsführer in dem Kaufhaus in welchem ihrer Freundin arbeitet“ Er lächelte freundlich. „Tut mir Leid das ich Ihnen so einen Schrecken eingejagt habe, aber Miss Myles kam heute völlig durchgefroren zur Arbeit, sie sagte so etwas, dass ihr Auto nicht angesprungen sei und ist aufgrund dessen den ganzen Weg durch diese Eiseskälte gelaufen.“ Ben deutete nach draußen. „Naja in diesem Zustand konnte ich sie unmöglich Arbeiten lassen, auch wenn das jetzt mehr als ungünstigste Zeitpunkt ist.“ Simone nickte Mr. Talbot nur schüchtern zu. „Also ich muss dann auch wieder, die Arbeit ruft, richten Miss Myles gute Besserungswünsche aus. Auf Wiedersehen.“ Dann war auch schon der nette Herr im Anzug verschwunden.

Sophia hat ja einen wirklich sehr zuvorkommenden Chef und er sieht auch noch richtig gut aus. Naja ich hab ja meinen persönlichen Traummann schon gefunden. Ich hoffe nur das ich bald den Mut finde ihm nach einen Treffen zu fragen. Josef.
Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht auf. Aber Sophia…wenn sie den Typ vom Parkplatz nicht wiederfindet…dieser Benjamin scheint sie wohl auch ganz sympathisch zu finden. Ich meine welcher Chef trägt seine Angestellten bis vor die Haustür? Ich könnte ihr ja mal vorschlagen, dass sie ihn als kleines Dankeschön mal irgendwohin einlädt…auf den Weihnachtsmarkt vielleicht?

Schnell verwarf sie aber ihre Verkupplungspläne. Das ist ihre Sache ich will mich da nicht einmischen. Simone überlegte einen Moment was sie machen sollte, dann entschied sie sich doch noch einmal schlafen zu legen. Josef bringt noch meinen kompletten Schlafrhythmus durcheinander, wenn das mit dem nächtlichen Chatten so weiter geht. Simone entfuhr ein Gähnen und sie tapste wieder in ihr Zimmer und ließ sich aufs Bett fallen. In nur wenigen Minuten sank sie in einen tiefen Schlaf. Träumte von sich und Josef, wie sie lachend Hand in Hand über den Weihnachtsmarkt schlenderten.

Als Alex zu Hause ankam nutzte er die verbleibende Zeit um Texte zu lernen. Er war nach dem alles andere, als glücklich verlaufenden Morgen nicht gerade motiviert, aber er tat es trotzdem. Schließlich wollte er einen guten Abschluss haben und dann richtig als Schauspieler durchstarten. Wie es sich wohl anfühlt ein erfolgreicher Schauspieler zu sein? Wenn die Mädels einem zu Füßen liegen. Alex schmunzelte bei dem Gedanken. Aber dann gab es ja immer noch das Problem mit seinen 6 Tattoos. Könnte er damit überhaupt gute Jobs bekommen? Schon bei der Anmeldung auf der Schauspielschule hatte er dies verheimlicht und wäre fast wieder hochkant rausgeflogen. Eigentlich schämte er sich nicht für seine Tattoos aber er kannte die Leute mit ihren Vorurteilen und wollte die gleiche Chance erhalten wie alle andern. Die er dann auch bekam und ihm wurde dann sogar prompt mitgeteilt, dass er ein richtiges Naturtalent sei. Leider gibt es dort auch viele Neider und deshalb hat Alex von dort auch keine richtigen Freunde und muss sich allein durchkämpfen. Alex hing wieder seinen Gedanken nach.

Sie würde Weihnachten wirklich unvergesslich machen für mich. Morgen werde ich zu der Geschäftsleitung gehen und keiner der dortigen Mitarbeiter wird mich davon abhalten. Denn ich habe irgendwie das Gefühl, wenn ich diesen Schritt nicht mache, den schlimmsten Fehler meines Lebens zu begehen. Ich muss ihr noch einmal in die Augen sehen, in dieses bezaubernde lächelnde Gesicht.

Es wurde langsam Abend. Alex holte seinen Mantel, Schal und Handschuhe und machte sich auf den Weg zu seinem Freund Josef um ihn zum Weihnachtsmarkt abzuholen. Von Josef aus waren es nämlich nur 10 Minuten zu Fuß und sie könnten gemütlich hinlaufen.


Simone wachte auf es dämmerte draußen schon. Oh ich hab wieder viel zu lange geschlafen. Dabei wollten wir doch heute Abend zusammen auf den Weihnachtsmarkt, aber ob Sophia überhaupt fit genug dafür ist. Sie stand auf und ging in das Zimmer ihrer Freundin. Diese wälzte sich unruhig hin und her, „Sophia? Bist du wach?“ fragte sie leise in den Raum. „Hm…“ Kam es vom Bett. „Wie geht es dir Süße?“ Sophia drehte sich zu ihr um und öffnete ihre Augen einen Spalt. „Beschissen…“ brachte sie kaum hörbar hervor. „Mir tut echt alles weh. Am schlimmsten sind diese unerträglichen Kopfschmerzen.“ „Soll ich dir ne deinen Lieblingstee besorgen gehen?“ erwiderte ihr Simone. „Den den wir jedes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt kaufen. Du sagst doch immer, dass du ohne diesen Tee die Weihnachtszeit für dich nicht beginnen kann.“

Simone lächelte ihre Freundin an und streichelt ihr über den Arm. Sie wusste, dass sie Sophia nicht mit Tabletten kommen musste, sie nahm diese wirklich nur im äußersten Notfall und wenn es unvermeidbar war. „Das wäre echt lieb von dir Simone, morgen geht’s mir bestimmt schon viel besser.“ Flüsterte Sophia und schloss wieder die Augen. „Ok dann mach ich mich mal auf den Weg, bin bald zurück, ruh du dich mal aus.“ Simone sprang noch schnell unter die Dusche und nach einer halben Stunde war sie bereit und ging Richtung Bushaltestelle. Der Bus war wie sie schon befürchtet hatte sehr voll, aber ein Glück dauerte die Fahrt nicht lange.

Als sie ausstieg schnürte sie sich den dunkelroten Wintermantel noch enger um ihren Körper. Ihren Schal hatte sie fast bis zu ihrer Nasespitze gebunden. Von der Haltstelle waren es nur noch ein paar Meter zu dem großen Meer aus Lichtern und den verschiedensten wohlriechenden Düften.

„Hey Süße….“ Hinter ihr standen zwei große Kerle. Keine der aussteigenden Fahrgäste schien sich für diese Situation zu interessieren. Jeder war auf sich fixiert und auf seine Bedürfnisse, außer diese zwei angsteinflößenden Männer, die scheinbar großes Interesse an Simone hatten. Alle Menschen gingen einfach an ihr vorbei, als würde sie nicht existieren, als wäre das keine bedrohliche Situation. Oder hatte Simone etwa schon Paranoia .Sie beschloss das gleich zu tun. Diese Typen einfach nicht zu beachten und weiter zu gehen.

„Wohin so eilig“ konnte sie einen der Kerle sagen hören, der andere lachte hämisch. Keine Angst Simone hier sind überall Menschen, du musst nur schreien. Sie schaute sich um, vor lauter Panik ist sie in eine kleine Seitenstraße gelaufen. Sie war allein. Allein mit diesen schmierigen Typen. Sie konnte Schritten wahrnehmen, wie sie näher kamen. Simone zitterte und fing an zu rennen, doch sie wusste nicht wohin, sie hatte nur noch einen Tunnelblick. Keuchend lief sie die Straße runter das Knirschen des Schnees unter ihren Füßen hallten unnatürlich laut in ihren Ohren wieder.

Ein paar Straßenecken weiter

Die beiden Freunde gingen Richtung Weihnachtsmarkt. „Alex muss das denn sein? Mir ist heute irgendwie gar nicht danach. Irgendwie hab ich wohl schlecht geschlafen.“ Wie sollte ich ihm nur erklären dass ich nichts esse. Lange kann ich mein Geheimnis wohl nicht mehr für mich behalten. Ein Geruch aus Angst und Geräusch was einem panischen Atmen glich riss ihn aus den Gedanken. Alex zog Josef immer noch ein wenig auf von wegen was ihm denn so fertig gemacht hätte. „Schhtt…Alex halt doch mal die Klappe.“ Irritiert schaute er seinen Freund an und folgte seinen Blicken.

Josef horchte aufmerksam in die Dunkelheit und sog unauffällig den umgebenen Duft ein. Hier ist jemand in Gefahr. Ich kann förmlich das Adrenalin riechen. „Komm mit“ zischte er Alex zu und packte ihn am Ärmel. Keine zwei Straßen weiter sah er sie und ihm stockte der Atem. Simone. Meinte es einmal im Leben das Schicksal gut mit mir? Wenn es so etwas wie einen Gott gab hatte er eindeutig jetzt seine Finger im Spiel.
Simone lief ihm direkt in die Arme. Sie hatte ihn völlig übersehen, so panisch war sie im Augenblick. Doch Josef fing sie sanft auf, damit sie nicht gegen ihn prallte. Überwältigt von ihren Gefühlen erkannte sie anfänglich den jungen Mann nicht. Ihren Retter.

„Danke, Sie sind meine Rettung.“ Sie blickte auf und schaute in das grinsende Gesicht von Josef. Ihrem Josef. Simone errötete. Sie war total überfordert mit der Situation. So hatte sie sich ein Treffen mit ihrem Traummann nun wirklich nicht vorgestellt. „Du…?“ Sie befreite sich beschämt aus seinen Armen. Nun mischte sich auch Alex wieder ein. „Ihr kennt euch? Und woher wusstest du…? Alex verstand nicht. Woher wusste Josef, dass diese junge Dame hier seine Hilfe benötigte. Alex sah wie zwei zwiespältige Kerle sich gerade aus dem Staub machten und erkannte den ernst der Lage, in welcher sich die Frau wohl eben befunden haben muss.

„Ja genau Alex, das ist Simone.“ Josef lächelte so breit dass sein Freund sofort begriff, was er ihm damit sagen wollte. Die andere Frage überging Josef galant. „ Freu mich dich endlich mal in Natura zu sehen.“ Hauchte Josef Simone zu und strich ihr eine Haarsträhne ihrer langen dunkelbraunen aus dem Gesicht. Simone kicherte und die Röte in ihrem Gesicht hielt noch immer an. „ Ich mich auch, nur irgendwie sah das erste Treffen in meinen Träumen etwas anders aus.“log Simone um Josef neugieriger zu machen. Sie vergas in welcher brenzlichen Lage sie sich eben noch befunden hat und fing sogleich an zu flirten. Sofort hatte sie das Gefühl ihm vertrauen zu können.

Schließlich chatteten sie schon über einen Monat. Sie kannten viele Details über den andern. Aber ein Treffen stand noch nie im Raum und dann so ein glücklicher Zufall. Jede Zelle in Simones Körper fing an zu kribbeln. „Achja und wie sah das aus?“ hakte Josef sogleich zu Simones Entzücken neugierig nach. „Tja das wüsstest du wohl gern“ und zwinkerte ihm mit einem verführerischen Lächeln zu. Oh mein Gott sie ist ja noch viel süßer wie auf den Bildern. Ich darf mich nicht verlieben. Das endet einfach nicht gut. Ein Vampir und ein Mensch passen einfach nicht zusammen. Der Mensch ist eine Nahrungsquelle, dient zur Lustbefriedigung mehr nicht. Doch längst wusste Josef, dass es bei Simone andere Gefühle waren. Zwar wurde er von ihrem unwiderstehlichen Geruch magisch angezogen, aber auch ihrer bezaubernder niedlichen Art verfiel Josef auf der Stelle.

„Soll ich die zwei Turteltauben vielleicht alleine lassen“ grinste Alex die beiden an. Doch innerlich war er einfach nur traurig und enttäuscht. Warum kann mir nicht so etwas passieren. So ein glücklicher Zufall? So ein Wink des Schicksals?

Auch wenn ihm die Lust auf den Weihnachtsmarkt vergangen war und die erwartete Ablenkung nun völlig nach hinter losging, trottete er den beiden dennoch hinterher. Ich muss ja nicht lange da bleiben. Nur kurz. Vielleicht kauf mir auch nur ganz viel Schokolade, Lebkuchen und Plätzchen und stopfe sie mir heute Abend vor dem Fernseher rein. Man Alex was bist du denn shcon wieder so deprimiert, ermahnte er sich selbst. Ich wollte nicht so schnell aufgeben. Morgen ist mein Tag. Morgen werde ich sie treffen oder zumindest endlich ihren Namen erfahren und dann finde ich sie. Ein siegessicheres Grinsen breitete sich auf den Lippen aus.

Er schaute den zwei zu wie sie lachend und Hand in Hand über den Weihnachtsmarkt schlenderten.

Wirklich ein süßes Pärchen die beiden. Sie wirken so vertraut, dabei schien es eben gerade so als ob sie sich heute das erste mal getroffen haben. Josef sagte doch auch so was. Ich muss unbedingt noch mal mit ihm darüber reden. Auch wenn er ungern über Gefühlangelegenheiten redete. Aber dieses Mal schien es ihm wirklich ernst zu sein. Ja er wirkte fast verliebt. Alex schüttelte den Kopf, weil das eine Seite an seinem Freund war die er nun überhaupt nicht kannte.


Simones Lächeln wich nun gar nicht mehr aus dem Gesicht. Sie unterhielt sich angeregt mit Josef und musste immerzu an ihren Traum denken, dass er sich so schnell erfüllte, damit hat sie nun wirklich nicht gerechnet.

glg eure Aru


....ich hab ja jetzt schon a bissl Angst vor euren Reaktionen... *lol*

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Di Dez 09, 2008 11:48 pm

Man danke für euer Feedback das is ja besser als jede Schoki und macht noch vieeel süchtiger :lol!:

Also hier mein nächstes Kapitel...hätte gern noch weitergeschrieben, aber dachte ich mach es noch etwas spannend :roll: Ich weis doch das ihr das so gerne mögt und will euch ja net gleich überfordern *g*

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9# Zufall oder Schicksal?

In der Gegenwart von Josef war nichts mehr von Simone’s zurückhaltender Art zu spüren, die sie sonst immer gegenüber fremden Männern pflegte. Es ist wirklich seltsam, dass ich mich so zu diesem Mann hingezogen fühle. Josef lässt Seiten an mir zum Vorschein kommen, die ich dachte nicht zu besitzen. Seit wann konnte ich überhaupt sowas wie flirten? Je länger sie sich mit Josef unterhielt je mehr er sie zum Lachen brachte, desto sehnsüchtiger wünschte sie sich mit ihm jetzt allein zu sein.

Wie gerne würde ich jetzt meine Hand über seine blasse Gesichtshaut gleiten lassen…ihn zu mir heranziehen und seine weichen Lippen auf meinen spüren. Simone schloss für einen kurzen Moment die Augen. In der Hoffnung dieses Verlangen würde sich in Luft auflösen. Ein Glück kann niemand meine Gedanken lesen. Sie schaute lächelnd zu Josef, beide schwiegen für einen Augenblick, doch sie warf ihm immerzu verstohlene Blicke von der Seite zu.

Er wirkt nachdenklich…woran er wohl gerade denkt? Simone stand die Enttäuschung über seine kurze Abwesenheit ins Gesicht geschrieben. Warum lädt er mich eigentlich nicht zu einem heißen Getränk ein? Glühwein ,Tee , O-Saft, Schokolade? Ist das nicht das erste das man macht wenn mit jemanden Fremden auf den Weihnachtsmarkt geht.
Doch Josef schien diese Sitte anscheinend nicht zu pflegen.

Im Moment würde ich echt alles trinken. Nur um länger bei ihm bleiben zu können. Ich hatte ihn zwar gerade erst getroffen. Aber ich wollte ihn nie wieder los lassen und einfach für immer mit ihm zusammen sein. Das mag vielleicht kindisch und naiv klingen, doch genauso stellte sich sie ihre Zukunft vor. Den Rest ihres Leben mit ein und demselben Mann zu verbringen. Mit Josef. Simone war selbst erstaunt über ihre Gedanken, konnte man sich nach so kurzer Zeit schon so sicher sein. Fühlte er das gleiche für sie? Sie konnte seine Blicke nicht richtig deuten.

Als sie an einem kleinen unscheinbaren Stand vorbei gingen von welchem es herrlich in den verschiedensten Düften roch, wurde Simone augenblicklich aus den Gedanken gerissen. „Sophia“ entfuhr es ihr kaum hörbar. Josef hingegen schien es gehört zu haben er schaute sie fragend an. Ups…so laut war ich doch gar nicht…. „Ich habe völlig vergessen, warum ich eigentlich hierher gefahren bin“ und grinste Josef tadelnd an. Auch wenn der Gedanke sie innerlich zerriss sich von ihm jetzt schon so schnell zu trennen. Alles in ihr widerstrebte geradezu diesem Gedanken, doch da gab es noch den Verstand der über ihr Herz siegte, der sagte das Zuhause eine Freundin wartete, die ihre Hilfe brauchte.

„Warum denn das?“ und Josef setzte wieder sein unwiderstehliches breites Grinsen auf. Simone rollte kurz die Augen und stupste ihn in die Seite. Dabei strichen einiger ihrer Haare an Josef Gesicht vorbei. „Tut mir Leid“...sie schaute kurz zu Alex dann wieder zu Josef… „die Herren, aber ich wollte eigentlich nur schnell etwas Tee für meine kranke Freundin besorgen. Ich konnte ja nicht ahnen das….“ Und begutachte mit einem vielsagenden Blick Josef von oben nach unten. Sie lächelte nur und ließ den Satz unvollendet.
Doch Josef bekam den letzten Satz von Simone nur noch unterbewusst mit zu sehr prallte ihr faszinierender und köstlicher Geruch gegen seine sensiblen Sinne. Dieser Duft, dachte Josef und versteifte sich augenblicklich. Als er auf Simones Kehle schaute konnte er förmlich ihre Hauptschlagader an ihrem Hals pulsieren sehen.

Er fixierte sie für einen Moment starrte sie an und leckte sich über die Lippen. Der schlagende Puls klang wie ein unausgesprochener aber überdeutlicher Ruf nach ihrem Blut in seinen Ohren. Man Josef beherrsch dich, ermahnte er sich selbst. Du kannst dieses Verlangen kontrollieren. Du bestimmst wann der Vampir in dir zum Vorschein kommt, sagte er zu sich selbst und wand den Blick schnell zu Alex. „ Na dann Kumpel muss ich wohl doch mit dir Vorlieb nehmen, wirklich schade.“ Entgegnete er diesem. „Danke…ich mag deine Gesellschaft wirklich auch gerne.“ Erwiderte Alex mit einem überzogenen Grinsen. Simone war verwirrt….wollte er mich jetzt etwa loshaben? Warum ist er auf einmal so abweisend. Komisch. Ich hoffe, dass er nach einem Date fragt, weil sonst scheint das ja eben alles nur gespieltes Interesse gewesen zu sein. Doch Simone schob die aufkommenden Bedenken beiseite, als sie sah wie Josef mit seinem Freund scherzte.

Männer…. „ Hast du das gehört, ihre Freundin…wenn sie nur annähernd so gut aussieht…er zwinkerte Simone zu….das wäre doch was für dich. Ein Versuch ist es wert, ich würde ja ein Treffen zu viert vorschlagen…du kannst ja nicht immer deinem wundersamen Engel hinterher himmeln.“ Er klopfte Alex lachend auf die Schulter. Dieser verzog nur das Gesicht.
„Sie existiert wirklich ob du es glaubst oder nicht.“ Alex rollte nur mit den Augen und funkelte Josef böse an. Manchmal konnten die aufziehenden Bemerkungen seines Freundes ziemlich verletzend sein.

Bei dem Wort Engel horchte sie auf und musste wieder an Sophia denken. Die Arme wartet schon solange auf mich. Ich hoffe nur sie nimmt es mir nicht übel. Doch Simone war sichtlich amüsiert über das neckende Gespräch der beiden Freunde. Diesem Alex scheint es wohl, was die Liebe angeht genauso wie Sophia zu gehen. Während sie die beiden noch unterhielten ging Simone bereits zu dem nahegelegenen Stand, der jedes Jahr die leckersten und ausgefallensten Teesorten verkaufte.

Die ältere Dame dahinter lächelte sogleich freundlich an. „Guten Abend Miss Walker.“ Begrüßte diese sie dann auch zuvorkommend. Sie kauften schon seit längerer Zeit bei ihr ein und vor allem zur Weihnachtszeit zählten Sophia und Simone zu ihren Stammkunden. „ Wo ist denn Miss Myles? Ich hoffe es geht ihr gut?“ „Nein leider nicht all zu sehr Miss Parker, aber ich denke nach ihrem leckerem Apfel-Orangen-Zimt Tee wird es ihr bestimmt bald besser gehen.“

„Richten sie ihr gute Besserungswünsche aus“ „Ja mach ich“ erwiderte Simone in dem gleichen freundlichen Ton. Miss Parker packte den Tee in eine Tüte und fügte noch hinzu. „Ich lege ihnen noch eine neue Kreation dazu. Würde mich freuen wenn sie mir mitteilen wie er ihnen schmeckt. Er nennt sich ‚Glühende Leidenschaft‘ und besteht aus Himbeere und Vanilleextrakten mit einem Hauch von grünen Zuckerkleeblättern verfeinert.“ „Hm das klingt ja köstlich, da wird Sophia ganz schnell gesund keine Frage. Danke Miss Parker“ Sie nahm die Tüte entgegen bezahlte und drehte sich zu den beiden Jungs um.

Alex starrte sie mit offenem Mund an. Ich glaube ich habe gerade halluziniert. Sagte die Frau dort eben Miss Myles. Nein das kann doch nicht sein oder? Das war Einbildung. Eine Wunschvorstellung. Mehr nicht.

„Ist was Alex….du schaust gerade so als hättest du einen Geist gesehen.“ …. Naja oder mich in vampirischer Gestalt, dachte Josef seinen Satz zu Ende. Josef fuhr sich bei dem Gedanken mit der Zunge an seine Eckzähne. Völlig normal. Also ich war es schon mal nicht, er schmunzelte.

„Nicht ganz…eh…eher gehört. Hast du auch eben den Namen Miss Myles gehört.“ Stammelte Alex immer noch leicht verwirrt vor sich hin. „Ich rede gerade mit dir und du hast nichts Besseres zu tun, als Gespräche andere Leute zu belauschen? Soviel bin ich dir also wert? Na schönen Dank auch.“ Josef verschränkte beleidigt spielend die Arme vor der Brust.
„Sorry, wenn ich deinen überaus hoch qualifizierenden witzelnden Kommentaren gerade nicht gefolgt bin“ entgegne Alex mit nur so sprühender Ironie und überzogener Höflichkeit. Ich stand vielleicht gerade davor SIE zu finden und Josef hatte nichts Anderes zu tun als mir seine blöden Sprüche reinzudrücken. Das kann doch alles nicht wahr sein.

Als Josef sah wie Alex ihn seine Antwort förmlich mit seinem Blicken aus dem Gedächtnis saugen wollte, antworte er. „Nein ich hab ihn nicht gehört. Wie gesagt ich höre meinem Gesprächspartner zu.“ Natürlich hatte ich den Namen gehört, nur als Vampir konnte ich jetzt nicht mehr unterscheiden was ich man noch mit dem menschlichen Gehör erfassen konnte und selbst redete ist es schon seltsam wenn ich dann noch gleichzeitig anderen Konversationen folge. Als Vampir war mir dies ein leichtes und tat es auch sehr gerne.

Alex Gesicht nahm einen flehenden Ausdruck an. „Nein, dass ist jetzt nicht dein Ernst?“

„Entschuldige wenn ich mich in eure Unterhaltung einmische, ich wollte wirklich nicht unhöflich sein und euch belauschen aber ich hab da eben den Namen meiner Freundin gehört.“

Mechanisch wendete Alex seinen Kopf zu Simone und machte große Augen. Wenn er noch länger seinen Mund offen hielt würde er augenblicklich an zu sabbern. Er klappte ihn langsam wieder zu und fing an zu sprechen.
„D..deine Freundin ist nicht zufällig so groß…zeigte ihre ungefähre Größe in der Luft an…hat blondes lockiges Haar die strahlendsten blauen Augen die ich je gesehen habe…und…und…arbeitet als Engel in einem Kaufhaus?“ Hoppla da bin ich aber eben ganz schön ins Schwärmen geraten, aber egal, wenn es hilft sie zu finden, mach ich mich gerne lächerlich.

Simone hielt sich kichernd die Hand vor den Mund. „ Das hört sich ganz nach meiner Sophia an“

„Sophia“ seufzte Alex. Ist denn schon Weihnachten? Ein immer breiter werdenendes Lächeln zog sich über sein Gesicht. Heute ist definitiv mein Glückstag.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Sa Dez 13, 2008 12:31 am

Also erstmal vielen Dank für eurer Feedback und sorry das es dennoch solange gedauert hat, aber irgendwie macht mich zurzeit das Buch "Geliebte der Nacht" so ziemlich fertig....dann noch eure Geschichten hier...wie soll man da noch einen klaren Gedanken fassen. So und wiedermal hab ich es nicht geschafft aufm Punkt zu kommen *blush* :roll:
Und ich versuche mal am den nächsten Kapiteln die Aufmerksamkeit mehr auf Alex-Sophia zu lenken *lol*
Freu mich über ganz viel Feedback
eure Aru

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10#Unverhofft kommt oft...


Ich kann einfach nicht fassen, dass ich soeben Sophia Traummann gefunden habe und scheinbar ist er
auch genauso interessiert wie sie, er hat ja geradezu von ihr geschwärmt und aas Alex auch noch ein guter Freund von
Josef ist, macht die ganze Sache noch viel besser.



Simone malten sich gerade in ihren Gedanken ein gemütliches
kuscheliges Weihnachten zu viert aus was dann nachts in liebevoller Zweisamkeit endet.

Sie schreckte aus ihren Gedanken, als Josef das Wort
ergriff.

„Alex….“er prustete los vor Lachen und hielt sich an der
Schulter seines Freundes fest… „ich dachte wirklich da wäre deine Fantasie mit dir durchgegangen. Man Kumpel, ich habs dir echt nicht geglaubt. Wer glaubt denn auch schon an Engel?“ Er beantwortet sich kurzerhand selbst die Frage. „Richtig
niemand. Dann könntest du ja genauso gut an Vampire glauben.“ Josef setzte ein gespieltes Lächeln auf. Nur das zweiteres definitiv existierte.

Alex zog eine Augenbraue nach oben. „Wie kommst du denn
jetzt darauf? Das kannst du doch gar nicht miteinander vergleichen.“ Manchmal sind Josefs Gedankengänge echt seltsam und da sollte nochmal jemand sagen, Frauen denken kompliziert. Er schüttelte grinsend den Kopf. Alex konnte
sein Glück immer noch nicht fassen.

Ich werde sie bald treffen. Sophia heißt der blonde Engel Sophia…Sophia…wiederholte er immer wieder in seinen Gedanken. Könnte man jemanden allein nur durch das bloße und unzählige Aufzählen des Namens zu sich herbeizaubern. Wäre Sophia wohl in der nächsten Sekunde in einer Wolke aus Sternenstaub und in ihrem süßen

Engelskleid vor ihm erschienen. Bei der Vorstellung verwandelte sich Alex’s Blick sofort in einen aus Benommenheit, Verliebtheit und Träumerei. Ist es vielleicht möglich das ich sie schon
heute treffe? Simone scheint sie gut zu kennen. Wollte sie nicht Tee für Sophia besorgen? Könnte ich diesen nicht vorbeibringen?
Alex malten sich die schönsten Szenarien ihres ‚ersten-zweiten‘ Treffens aus. Dann schaute er mit dem Farbenspiel aus grünen und blauen Tönen in Simones Augen. So als wollte er
seine unausgesprochenen Gedanken allein durch seine Blicke sprechen lassen.


Sowohl Josef als auch Simone entgingen Alex eindringliche
Blicke nicht. „Hey Alex, dass ist mein Date. Du bist doch etwa nicht so lebensmüde und….“ „ Hab schon verstanden“ entgegnete er seinem besten Freund bevor er seinen Satz zu Ende gesprochen hatte und knuffte ihm in die Seite. Simone
stieg bei dem Satz von Josef sofort die Röte ins Gesicht. Date? Oh…Bis zu dem heutigen Tag wusste ich nicht mal ob ich dieses
Wort noch richtig buchstabieren kann, solange lag mein letztes zurück.


Josef wich den Berührungen von Alex immer etwas aus und
freiwillig duldete er diese schon mal gar nicht. Er mied soweit es ginge den Kontakt zu Menschen, zumindest zu denen die er nicht vor hatte auszusaugen. Diese Gefühlsduseleien mochte er schon nicht als er noch ein Mensch war und als Vampir erst recht nicht. Früher oder später müsste ich mich sowieso von ihnen verabschieden, ich wollte mich ja von den mir vertrauten Menschen distanzieren, aber…. Simones Stimme riss ihn aus den Gedanken.

„Könnte mich vielleicht jemand von euch Nachhause fahren“, sie schaute absichtlich nur kurz in Alex Richtung um dann Josef länger anzuschauen und zu hoffen, dass er ihre Bitte
verstand.


„Mein Auto….“ Fing Alex an doch Josef schnitt ihm das Wort ab. „Meinst du damit etwa den kleinen fahrenden
Hasenstall? Das meinst du nicht im Ernst oder? Du wolltest diese bezaubernde Erscheinung doch nicht etwa anbieten damit nachhause zu fahren.“


Und zeichnete in der Luft die Kurven von Simones wohlgeformtem Körper nach. Josef sah wie Simone wieder verlegen zu Boden schaute, ihm gefiel der Anblick wie das Blut ihre Wangen schoss, doch gleichzeitig erzeugte in ihm das unbändige Verlangen nach mehr. Alex verzog auf den witzelnden Kommentar seines Freundes seine Miene zu einem gespielten Schmollmund.

Doch diesen Ausdruck hielt er nicht mal für zwei Sekunden,
als er in Josef breitgrinsendes Gesicht schaute. Beide Freunde stimmten in ein herzliches
Lachen ein.

Simone war die Situation etwas unangenehm, weil sie sich irgendwie als Auslöser für den Lachanfall der beiden Männer fühlte. „Also ich will euch zwei nicht weiter stören, ich werde einfach den nächsten Bus nehmen.“ Sagte sie mit einem
gezwungen Lächeln und drehte sich bereits um zum gehen. Na prima Simone, dass ist ja jetzt mehr als schief gelaufen. An die
Busfahrt, wollte sie erst gar nicht denken. Die Gedanken an die schmierigen Typen von vorhin erzeugten immer noch eine Gänsehaut an ihrem ganzen Körper.

Doch im nächsten Augenblick wurde sie wieder herumgewirbelt und sie schaute direkt in die schokobraunen Augen von Josef. „Oh…“ entfuhr es ihr leise. Der Anblick hatte eine hypnotisierende Wirkung auf sie. Nicht fähig etwas zu sprechen.

„DU störst gewiss nicht“ hauchte Josef ihr dicht vor ihrem
Gesicht entgegen. Die nähe von ihrem Traummann ließen ihren Puls in die Höhe schnellen. Wenn er mich noch länger mit
seiner säuselten Stimme anflirtet werde ich in Ohnmacht fallen soviel ist sicher.
„Und wie soll ich dann sicher gehen, dass du sicher zuhause ankommst, wenn ich dich nicht persönlich vorbeibringe.“ Ein zweideutiges Lächeln spiegelte sich in Josefs Augen und auf seinen Lippen wieder.

Sie schloss die Augen um diesem schelmischen Grinsen zu entgehen. Doch das war ein Fehler. Die Bilder die jetzt in Simones Kopf herumtanzten waren zu viel für sie. Ein Kuss. Immer forderndere Küsse. Zungenküsse. Sie spürte kühle, sanfte
Lippen auf ihren. Dann gaben allmählich ihre Knie nach, fühlten sich an wie Gummi bis endgültig ihre Beine versagten und sie in die Traumwelt mit Josef riss.

„Musste das jetzt sein?“ fragte Alex seinen Freund mit einem
vorwurfvollen Lächeln. Josef warf ihm einen unschuldigen Blick zu, während den erschlafften Körper von Simone in den Armen hielt. „Solch eine Reaktion“…er ließ seine Augen über Simones bewusstlosen Leib wandern…. „konnte nun wirklich
keiner erahnen.“

Skeptisch hob Alex eine Augenbraue. „Mir scheint es ja fast,
dass du es drauf angelegt hättest. So mächtig wie du wieder geflirtet hast.“

„Naja…jetzt übertreib mal nicht, normalerweise machen sie es
mir nicht so einfach und sie können zumindest noch selbstständig zu mir ins Bett steigen...aber so….“ Josef setzte ein lüsternes Lächeln auf. Alex gab seinem Freund einen Klaps auf den Hinterkopf. „Lass uns sie erstmal zu dir nachhause bringen, dann sehen wir weiter, aber soviel ist sicher, allein wird ich
dich mit ihr heute Nacht nicht lassen, nicht das du noch über sie herfällst“

„Du hast aber großes Vertrauen in deinen besten Freund.“
Josef tat wieder ein bisschen beleidigt.

Wenn er wüsste wie Recht er doch hat. Sie ist so verdammt anziehend. Jetzt wo sie bewusstlos ist, dröhnt wenigstens nicht mehr ihr immer schneller werdender Herzschlag in meinen Ohren. In diesem Zustand ist das Verlangen nach ihr wenigstens ein bisschen
erträglich.

Mit Leichtigkeit hievte er Simone auf seine Arme und trug
sie die schneebedeckten Straßen entlang zu seiner Penthouse Wohnung. Der Schnee erzeugte knirschende Laute unter ihnen. Es war mittlerweile 22 Uhr die Straßen wurden langsam leerer je weiter sie sich vom Weihnachtsmarkt, dem wohlduftenden, von Lichterglanz und Musik erfüllten Ort entfernten.

In weniger als zehn Minuten erreichten sie Josefs Zuhause. Sie
schwiegen sich den ganzen Weg über an. Kaum hatten sie die Wohnung betreten, brach Alex mit zitternden Lauten die Stille „Brrr…ist es da draußen kalt“ sagte er und schloss seine Arme um seinen Körper. „Hmm…ja es geht.“ Erwiderte ihm
sein Freund fast gleichgültig. Für einen Vampir das perfekte Wetter, das war wohl auch ein Grund für meine relative gute Selbstbeherrschung gegenüber Simone gewesen. Josef legte die junge Frau auf das Sofa, welches dem Kamin am nächsten stand und warf noch etwas Holz in die glimmende Glut.

„Woher kennst du sie? Platzte es aus Alex heraus. „Ist das
denn so wichtig?“ entgegnet Josef etwas genervt. Er wusste Alex würde es nie verstehen bzw. wieso ausgerechnet er Frauen im Internet sucht, um ehrlich zu sein wusste Josef es selbst nicht so Recht. Vielleicht suchte er jemanden der ihn nicht nur wegen seine Geldes oder dem natürlichen Charme, den ein Vampir besaß mochte, sondern wegen seinem Charakter.
Langsam werde ich sentimental, vielleicht bin ich auch einfach schon zu lange mit Alex befreundet, dass konnte ja auf die Dauer nicht gut gehen und musste irgendwelche bleibenden Schäden bei mir verursachen.

Er würde mich bestimmt mit Fragen löchern und er hatte
jetzt wirklich keine Lust auf ‚ Ein Interview mit einem Vampir‘ wobei sich das Interview wohl eher auf seine Gefühlsebene beschränkte als um sein Wesen. Schon wieder keimte in Josef, dass Verlangen auf das Geheimnis seinem Freund zu offenbaren, doch er unterdrückte dieses.Später, Später, nicht jetzt…am liebsten nie, redete er sich ein, aber ihm klar wurde das er es nicht unendlich weit hinauszögern könnte.

Außer er würde abhauen und die Stadt hinter sich lassen, aber zu wissen wie sehr Alex wohl dieser Verlust schmerzen müsste, nämlich vermutlich genauso wie ihn, ließ ihn diese Möglichkeit nie wirklich in Erwägung
ziehen.

„Schon ok Kumpel, wenn du nicht reden willst.“ Alex warf ihn einem aufmunternden Blick zu auch wenn er selbst nicht wusste, warum sein Freund so nachdenklich drein schaute. Irgendetwas muss in den letzten Monaten mit ihm passiert sein, ich werde schon noch rausfinden was, wenn er mir nicht langsam selbst erzählt was los ist, werde ich seinem Glück wohl selbst auf die Sprünge helfen müssen. Apropos Glück
….in Alex Gesicht blitzte ein breites Lächeln auf…. jetzt sollte ich mal egoistisch sein um mich um meins kümmern und….Leise Seufzende Laute weckten ihn aus seinen Gedanken auf. Simone schlug langsam die Augen auf. „Wo bin ich? Was ist passiert?“

Alex übernahm kurzerhand das Wort, da er befürchtete sein
Freund würde die junge Dame wieder aus der Fassung bringen und klärte sie über die jetzige Lage auf. „Oh tut mir Leid für die Umstände. Das ist mir noch nie zuvor passiert…“ Ihr Gesicht nahm wieder eine rötliche Färbung an.

Mir auch nicht…ergänzte Josef in Gedanken und schmunzelte über die Verlegenheit von Simone. Das pulsierende Blut in ihren Adern, ließ Josef wieder leicht verkrampfen, die letzte Nahrungsaufnahme lag für seine Verhältnis schon wieder viel zu lange zurück und hätte er gewusst, dass er heute Simone treffen würde und wie unwiderstehlich sie roch, hätte er gleich die doppelte Portion an Blut zu sich genommen. Warum musste auch Alex hier sein? Wäre er nicht im Raum gewesen, hätte ich wohl keinen Moment gezögert und hätte von ihr getrunken…doch jetzt…warum eigentlich nicht. Hunger, überdurchschnittlicher Hunger nach ihr und ihrem Blut blitze in seinen Augen auf. Sie färbten sie für eine Sekunde weiß-blau.

„Ich werde sie jetzt nachhause bringen“ ergriff nun Alex das
Wort und die Stimme seines Freundes beruhigte Josef etwas und dämpfte für einen Augenblick sein Verlangen. Zwar etwas enttäuscht darüber, dass Alex die Aufgabe, die eigentlich Josef in ihren Augen übernehmen sollte, übernahm, stimmte sie dem Vorschlag zu. Schon allein wegen der Tatsache, dass sie sich noch immer etwas schlapp fühlte. Die Ohnmacht hatte ihrem Körper wohl all seine Kräfte genommen und sie schienen noch nicht wirklich zurück gekehrt zu sein.

Josef begleitete die beiden zu Tür, setzte noch sein süßestes
Lächeln für Simone auf und verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Wange und einem verführerischen gehauchten „ Bis Bald“ von ihr. Er hörte wie das Herz von ihr für einen Moment aussetzte, er war froh, dass die Tür wenige Minuten später ins Schloss fiel. Erleichert, den Abend unversehrt überstanden zu haben ließner sich auf Sofa sinken, doch nur kurze Zeit später zückte er sein Handy und lud sich erstmal drei freiwillige Spenderinnen zu einer netten Privatparty ein. Das brauch ich jetzt definitiv.

Als Simone Alex die Adresse gesagt hatte fuhren sie los. Es
fühlte sich komisch an in einem Auto eines völlig fremden zu sitzen. Aber Simone beruhigte sich. Erstens kidnappt jemand nicht in einem Smart und zweitens wirkte er im Umgang mit seinem Freund so unglaublich sympathisch. Kein Wunder, dass sich Sophia in ihn verliebt hatte. Er schien wirklich sehr nett zu sein. Simone blinzelte Alex aus ihren müden Augen an.

Sie kamen an der kleinen Wohnung der Freundinnen an und da
Alex befürchtete, Simone wäre noch etwas zu schwach, schlag er den Arm um ihre Hüften und begleitete sie zur Wohnungstür. Natürlich nicht ganz ohne Eigennutz.

Da Simone, als Alex nach ihrer Adresse fragte so etwas nuschelte wie, dass sie bei ihrer Freundin Sophia wohnte und dann die besagte Adresse nannte, stand er nun vollends unter Spannung. Es befand sich nur noch eine weiße hölzerne Tür zwischen ihm und seinem blonden Engel. Er hörte das Rascheln von Simone Schlüsselbund und hielt die augenblicklich die Luft an, als diese mit einem leisen Klacken die Tür aufschloss.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   So Dez 14, 2008 2:16 pm

Ich habs geschafft ein Kapi ohne Josef *g* ok der Name fällt trotzdem....naja seit dem rpg bin ich wohl doch ziemlich auf ihn fixiert. :roll: Hoffe ihr nehmt mir das net übel.So endlich das langerwartende Wiedersehen zwischen Sophia und Alex. Jetzt werd ich hoffentlich mal ein bisschen die Romantikschiene fahren...wenn ihr nichts dagegen habt? Und bitte Immer schön Feedback geben....hab nämlich sonst etwas Angst, dass ich das vor Weihnachten net zu Ende schaffe.... *lol* Und ihr wollt doch ein schönes schnulziges, kuscheliges und vielleicht auch heißes Happyend. :santa: :santa:

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11# Das Wiedersehen


„Danke fürs Nachhause bringen“ sagte Simone sichtlich müde
in Alex Richtung. Sie stand schon im Flur der Wohnung, Alex befand sich immer noch auf der Türschwelle. Er hoffte so sehr, dass sie ihn noch kurz rein bat, schließlich wollte er nicht unhöflich wirken. Simone wollte gerade vor Alex Nase die Tür schließen als dieser seinen Fuß dazwischen stellte. „Ähm…Moment… ich dachte…ach nichts, sie sagten ja das es ihrer Freundin nicht so gut geht…“ und senkte betrübt den Kopf und wollte sich zum gehen umdrehen. Zumindest hab ich ihren Namen und ihre Adresse, dass ist mehr als ich mit für den heutigen Tag erträumt habe.

Als der nette junge Mann sie an ihre Freundin erinnerte,
schaltete sich Simones Gehirn wieder auf Hochleistungsbetrieb. Sophia….Nein ich kann diesen Alex jetzt nicht gehen lassen, Sophia würde mich umbringen, wenn sie das erfährt. Siezerrte etwas grob an dem Ärmel seines langen schwarzen Wintermantels. „Ach kommen sie doch noch auf einen Tee herein. Die nette Verkäuferin auf dem Weihnachtsmarkt hat uns so eine neue Sorte dazu geschenkt. Diese wollte ich
gleich mal ausprobieren und da kann ich ja gleich als kleines Dankeschön fürs Nachhause fahren, eine Tasse mitmachen.“ Auf Alex Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. „Vielen Dank für die Einladung, da sag ich doch nicht nein.“ Und betrat die Wohnung der beiden Frauen.


Simone zeigte Alex den Platz wo er seinen Mantel aufhängen
konnte und führte ihn dann in die kleine gemütliche Küche die weihnachtlich dekoriert war. Sie schaltete den sternenförmigen Lichterkettenvorhang, der am Küchenfenster angebracht an und die Küche wurde in ein gedämpftes angenehmes Licht getaucht. Simone setzte heißes Wasser auf. Dann wandte sie sich an Alex. „Entschuldigen Sie einen Moment…aber ich geh mal eben nach meiner Freundin
schauen.“

„In Ordnung…aber wollen wir das Sie nicht weglassen? Ich bin
Alex…“und lächelte sie freundlich an.

Simone erwiderte das Lächeln. „Simone…“ und reichte ihm
daraufhin die Hand, danach verschwand sie Richtung Sophias Zimmer. „Süße?“ Sie spähte zuerst durch einen kleinen Türspalt und betrat dann den Raum. Langsam ging sie auf das Bett zu und legte eine Hand auf Sophias Wange. Diese öffnete daraufhin die Augen. Sie wirkte immer noch schwach und erschöpft. Doch Sophia hatte sich mittlerweile umgezogen. Sie trug eine lange rosafarbene Jogginghose und einen weißen kuscheligen Pullover.

„Geht’s dir besser.“ Simone musste sich bemühen nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, doch in ihrem Gesicht zeichnete sich ein überbreites Grinsen ab. „Naja es geht so, wenn ich die Nacht
durchschlafe wird’s schon wieder irgendwie, aber dir scheint es ja blendend zu gehen, als seist du deinem Traummann begegnet.“

Simones Lächeln wich nicht aus ihrem Gesicht sie nickte nur verlegen. Sophia richtete sich blitzartig auf. Dabei schwankte das restliche Zimmer etwas, sie kleine leuchtende Punkte auf dunklem Hintergrund. Sie hielt sich den Kopf, aber nach ein paar Sekunden hat sich das Bild vor ihren Augen stabilisiert und sie sah wieder klar.

„Nein oder? Du hast diesen Josef getroffen?“ Nun stahl sich
auch ein Lächeln auf ihre Lippen. „Glückwunsch meine Süße. Ich freu mich so für dich“ und umarmte ihre Freundin. „Erzähl, wie war‘s, wie war er, so wie du schaust muss die Begegnung ja großartig gewesen sein.“


„Ich würde dir ja jetzt gern alles bis ins kleinste Detail
erzählen, aber wir haben Besuch“ erwiderte Simone und zwinkerte ihrer Freundin zu. „Soll ich ihn dir vorstellen?“


Sophia war sichtlich verwirrt über Simones Reaktion. „Ist
Josef etwa hier? Also ich würde ihn ja liebend gerne kennenlernen…aber ich in meinem Aufzug würde ich dich nur blamieren, außerdem bin ich eh noch etwas müde, ich bleibe lieber hier im Bett liegen und ruh mich aus, geh du nur zu
ihm.“

Simone fing an zu lachen. „Sicher, dass du nicht lieber mit
Alex und mir einen Tee in der Küche trinken willst?“ Bei dem Wort Alex klingelten alle Alarmglocken in ihrem Kopf, ihr Unterleib fing verdächtig an zu pochen und ihr Kopf produzierte die Bilder von dem sinnlichen und erotischen Traum vergangener Nacht. „Bitte wer sitzt bei uns in der Küche?“ Sie schaute Simone
mit großen Augen an, weil sie nicht glauben konnte das dieser Alex aus ihrem Traum, der das Aussehen ihres unbekannten Traumannes vom Kaufhausparkplatz besaß, sich wirklich gerade zu diesem Zeitpunkt in ihrer Wohnung befand.

„Alex, der Typ von dem du mir so vorgeschwärmt hast und nur so nebenbei ich glaub er steht auch auf dich.“ Sophia starrte ihre Freundin mit offenem Mund an. „Oh mein Gott, schau mal wie ich aussehe? Meine Haare….Was mach ich denn jetzt?“
Sie war kurz vorm verzweifeln.

„Jetzt beruhig dich doch mal, du bist krank, wir sind hier
zuhause und es ist bereits Abend, da musst du nicht perfekt gestylt herumlaufen.“

Sophia zog einen Schmollmund, weil sie wusste das Simone
recht hatte und ließ ihren Kopf zurück aufs Kopfkissen fallen. „Sag ihm ich schlafe und er solle doch bitte die Handynummer da lassen.“ Sie schob ihre Mundwinkel nach oben und ließ
sie augenblicklich wieder nach unten sinken.


Nervös trippelte Alex mit seinen Fingern auf dem Küchentisch
herum, außerdem kaute er ungeduldig auf seiner Unterlippe. Wo bleiben die beiden nur? Will mich Sophia nicht sehen? Soll ich mal
nachschauen gehen?


Alex stand auf und goss schon mal das heiße Wasser in drei
weihnachtliche Tassen die Simone bereitgestellt hat und in welchen schon der Teebeutel hing. Er schaute auf das Etikett des einen Beutels und musste schlucken. ‚Glühende Leidenschaft‘ .Ist das ein Zeichen? Wäre irgendwie zu schön um wahr zu sein. Das ist nur ein alberner Name für ein Tee, ermahnte sich Alex in Gedanken. Aber trotzdem konnte er nicht verhindern das
dieser ‚alberne Name‘ bei ihm die Bilder seines feuchten Traums in den Kopf riefen und erlebte diesen erneut im
Schnelldurchlauf.

Krampfhaft versuchte er an was anders zu denken, er schaute
aus dem Fenster und dachte an Josef und an den witzige Abend zu zweit, aber selbst das erinnerte ihn an Sophia und die besagte Nacht.

Alex spürte wie etwas gegen die Innenseite seiner Hose
drückte. Das kann doch nicht sein. Sonst bin ich doch auch nicht so….so notgeil. Was hat diese Frau nur das sie mir dermaßen den Kopf verdreht und solch eine Macht über meinen Körper hat.

Er legte die Hände in seinen Schoß um die deutliche
Erregung seinerseits zu verdecken. Man das ist mir jetzt so peinlich. Ich muss gehen. So kann ich ihr unmöglich gegenüber treten. Sie denkt ja dann noch….oh gott…ich will gar nicht wissen was sie dann von mir denkt.

Er erhob sich und ging Richtung Tür.

Währenddessen im andern Zimmer

„Sophia!“ sagte Simone nun etwas strenger. „Das wirst du
schön selbst machen, ich werde ich nicht fragen.“ Sophia grummelte vor sich hin. „Na schön…aber ich muss mich vorher noch umziehen und etwas zurecht machen…also halte ihn so lange bei Laune.“ Sie zwinkerte ihr zu und stupste sie in die
Seite. „Danke Simone was würde ich nur ohne dich tun.“ Und umarmte ihre Freundin.

Ich wollte ihn ja sehen. Unbedingt. Konnte es gar nicht abwarten, aber ein anderer Ort und unter andern Umständen wäre mir lieber gewesen. Naja ich werde das Beste daraus machen.

Sie schnappte sich schnell ein schönes enganliegendes Oberteil, eine Jeanshose und hopste freudig zur Tür um zum Badezimmer zu gelangen.

Was dann geschah würden einige Leute als Schicksal
bezeichnen oder als einen glücklichen Zufall, doch für die beiden Hauptpersonen in dieser Situation die in den Genuss dieser schicksalhaften Begegnung kamen, sahen das eher anders. Falscher Ort, falsche Zeit. Sie schauten sich direkt in die Augen.

Oh nein, dachten beide gleichzeitig.

Simone sah die erstaunten und sprachlosen Gesichter der
beiden und ergriff das Wort.

„Alex…bleib doch noch…“ Sie ging auf ihn zu nahm ihn den Mantel wieder aus der Hand und packte ihn leicht an den Schultern und schob ihn Richtung Küche. Dabei entging ihr die unübersehbare
Wölbung in seiner Hose nicht. Oh…sie schmunzelte…ich hoffe doch sehr das er an Sophia gedacht hat.

Sie drehte sich noch einmal zu Sophia um die immer noch in
der Tür ihres Zimmers stand und gab ihr mit den Augen zu verstehen, das sie ihnen gefälligst folgen solle. Sophia setzte einen verzweifelten Gesichtsdruck au, fuchtelte hilflos mit den Armen und versuchte durch ihre komisch aussehende Mimik ihrer Freundin zu zeigen, dass das so unmöglich ginge. Simone kniff die Augen zusammen und Sophia folgte daraufhin
widerwillig den beiden in die Küche.

Na das kann ja was werden. So hab ich mir unser Wiedersehen nun wirklich gar nicht vorgestellt,
sprachen die beiden verliebten wieder in Gedanken die gleichen Sätze aus.

In der kleinen gemütlichen Küche angekommen setzen sich die
drei um den Tisch. Ein Hauch von Himbeere und Vanille lag in der Luft. Simone servierte den Tee und steckte die Kerze am Adventskranz an. Es herrschte einen Moment Stille. Das kann doch nicht war sein die zwei wirken ja wie verliebte schüchterne
Teenager…und ich dachte ich wäre schlimm,
dachte Simone bei sich als sie zwischen den beiden hin und her schaute.


„Ähm….schön sie….ähm…..“ Sophia und Alex fingen beide zeitgleich an herum zu stammeln und dieses Stottern ging, als sie dies bemerkten sofort, in ein fröhliche und amüsiertes Lachen über.

Alex gab Sophia mit einer Handbewegung und einem Lächeln zu
verstehen das sie zuerst sprechen sollte. Sie ist so süß, ihr Lächeln unbezahlbar. Auch ohne ihr Engelskostüm wirkt sie wie ein Geschöpf des Himmels.

„Ich bin Sophia, schön sie jetzt richtig kennenlernen zu dürfen, unser erstes Aufeinandertreffen verlief ja etwas unglücklich…ich war in Eile….“ …was aber keine Entschuldigung dafür
war das ich ihn nicht gleich nach der Nummer und seinem Namen gefragt habe,
beendete sie den Satz in Gedanken.

„Wollen wir das Sie nicht sein lassen…Alex…“ und legte seine Hand dabei auf ihre.

Sophia fühlte sich auf der Stelle unter Strom gesetzt. Wow hat dieser Kerl einen Einfluss auf mich und meine Hormone, in ihrem ganzen Bauch kribbelte es, am liebsten würde sie jetzt vor Freude anfangen singen, ja darauf hatte sie jetzt unheimlich Lust.

Simone fühlte sich etwas überflüssig und wollte sich gerade
in ihr Zimmer verziehen. Als Sophia sich an sie wand. „Wer hat Lust auf Singstar?“ sie strahlte dabei über das ganze Gesicht. Ihr Selbstbewusstsein kehrte zurück. Ihr Körper strotzte nur so vor Energie, wo war die Müdigkeit, die Niedergeschlagenheit? Sie war weg einfach verpufft.

Die andern beiden stimmten sofort dem Vorschlag zu.

„Klar gerne.“ Sagte Alex mit einem Grinsen im Gesicht. Endlich
hab ich jemanden gefunden der meine liebe zur Karaoke teilt. Josef wird sich freuen und ihr danken.

„Ich bin sowieso mit von der Partie Süße.“ Erwiderte nun
auch Simone mit einem Lächeln. „Aber ich spiel nur eine Runde mit“ und zwinkerte dabei ihrer Freundin zu.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mo Dez 15, 2008 12:24 am

Danke an alle treuen Leser. So wieder ein neues Kapitel, will ja noch einiges schreiben und solange bis Weihnachten is ja nu auch nicht mehr :D

Also viel Spaß

eure Aru

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12# Spaß ohne Ende oder Ende ohne Spaß?



Alle drei saßen nun im Wohnzimmer vor der Playstation. Simone
überließ dem verliebten Pärchen die kleine kuschelige Zweisitzer Couch und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden.

Sie entschied sich kurzerhand selbst für eine Cd ohne die andern einzubeziehen und legte ‚Singstar-ROCKS‘ ein.

Als sie alle Einstellungen getroffen hatte und das Gerät per
Zufall das Lied und die Gesangspartner auswählte schmiss Simone mit den Worten „Achtung Sophia“ ihr das Mikro in die Arme.

Doch Sophia hatte ihrer Freundin keine Aufmerksamkeit
geschenkt, da diese zu sehr damit beschäftigt war die eindeutige Farbe seiner Augen zu entschlüsseln. Glücklicherweise bemerkte Alex Sophias leichte Abwesenheit und fing es auf bevor es an ihrem Kopf landete. „Hey vorsichtig, Simone hat einen Attentat auf dich vor.“ Sagte er lachend und hielt der irritierten Sophia das Mikro hin.

„Danke Alex, du bist mein Retter.“ Flötete sie mit gespielter Höflichkeit. Sie stand auf, gab ihrem Retter unerwartet einen flüchtigen Kuss auf den Mund und setzte sich lächelnd neben Simone auf den Boden. Beide Mädels fingen an zu singen, sie waren in ihrem Element. Zwar konnten die beiden nicht perfekt singen, aber für Karaoke klang es doch sehr gut.

Du bist die Qual,
ich war schon immer Masochist,
bringst mir kein Glück,
ich bin und bleibe Pessimist.
Schmeckst bittersüß,
saugst mich aus wie ein Vampir,

ich bin verhext,
komm einfach nicht mehr los von dir

ich lebe, weil du mein Atem bist
bin müde, wenn du das Kissen bist,
bin durstig, wenn du mein Wasser bist
du bist für mich mein zweites Ich! ich lebe!


Simone musste unentwegt bei dem Lied an Josef denken, es
erinnerte sie irgendwie an ihn. Sie konnte nicht sagen warum. Hätte sie auch nur den Hauch einer Ahnung das ihr Traummann ein Vampir ist, wäre er wohl nicht mehr ihre große Liebe…oder doch?

Das nächste Lied was dann folgte ließ Sophia erröten, vor
allem als das Gerät auch noch Alex und sie als Gesangspartner auswählte. ‚More than words‘ von Extreme.

Die leisen und sanften Klänge ertönten aus den Lautsprecher
und Sophia setzte sich zu Alex aufs Sofa. Sie hauchten beide die Töne mit soviel Gefühl in die Mikros, dass man meinen könnte sie würden es für den jeweiligen andern singen.

Saying "I love you"
is not the words I want to hear from you
it's not that I want you
not to say it but if you only knew
how easy it would be to show me how you feel

More than words
is all you have to do to make it real
then you wouldn't have to say
that you love me
'cause I'd already know

What would you do
if my heart was torn in two
more than words to show you feel
that your love for me is real


Sie schauten sich dabei tief in die Augen. Sie bemerkten gar
nicht wie Simone den Raum verließ.

Ich glaube es war genau der richtige Zeitpunkt die beiden
allein zu lassen. Da hat es ja gewaltig gefunkt zwischen den beiden. Einfach schön. Wäre schön gewesen, wenn Josef auch noch da gewesen wäre, aber irgendjemand muss ja einen einigermaßen klaren Kopf behalten.

Simone hörte die Melodie und den Gesang der immer leiser wurde aus dem Wohnzimmer und ihre Gedanken flogen ebenfalls davon. Heute lag die Liebe in der Luft und zwar in Form einer dicken rosaroten Nebelwolke die diese Wohnung zu umhüllen schien. „ Josef“ seufzte sie und schwebte fast in Richtung ihres Bettes und ließ sich mit ausgebreiten Armen darauf fallen. Sie glitt mit einem Lächeln auf den Lippen in einen erfüllten Schlaf und erlebte den wundervollen Tag mit Josef erneut. Nur tauschte ihr Gedächtnis einige Szenen ihrer unschönen Erinnerungen wie z.B. die Ohnmacht durch liebevolle
sanfte Küsse aus.

Der weile im Wohnzimmer war Sophia darauf bedacht sich auf
den Text zu konzentrieren, doch es fiel ihr schwer wenn sie in das faszinierend grün-blaue Farbenspiel seiner Augen schaute.
Ich möchte zu gerne noch einmal seine Lippen auf meinen spüren, nicht nur so kurz wie eben, wo ich ihn überrumpelt habe. Ich möchte das er es erwidert. Nein eigentlich möchte ich das er mich küsst mit soviel Gefühl wie er dieses Lied gerade
singt. Diese raue und tiefe Stimme machte mich schier wahnsinnig. Genauso wie dieses süße Grübchen am Kinn und die Haare bei welchen ich kaum der Versuchungwiderstehen konnte einfach durchzufahren.
Sophia hauchte nur noch in das Mikro kaum fähig ihre Zunge zu den Lauten zu formen, doch wie durch ein Wunder gelang es ihr und Alex war der erste der das Mikro sinken ließ und verstummte.

Dieses Lied. Wenn das kein Wink des Himmels dann weiß ich gar nichts mehr. Ich will ihr zeigen wie sehr ich sie begehre. Worte sind nutzlos, würden dieses Gefühl nicht vermitteln, der Song sprach mir aus der Seele.

Alex legte die Hand an ihr Mikro und drückte es nach unten.
Nun war es auch Sophia die nur noch sprachlos und mit leicht geöffnetem Mund dasaß und ihren gegenüber anstarrte. Erfüllt von der Magie und den Klängen dieser gefühlvollen Musik.

Langsam näherte er sich den vollen geschwungen Lippen. Beide
schlossen die Augen und genossen den Moment als ihre Lippen einander berührten. Sanft und zärtlich küssten sie sich, legten immer wieder erneut ihre Lippen aufeinander und gaben ihrem Gegenüber kurze aber dennoch so gefühlvolle Liebesbeweise. Die anfänglichen zögerlichen Küssen gingen in Liebkosungen
voller Leidenschaft über. Mein Traum wird wahr, dachte Sophia als sich Alex nun weiter über sie beugte und ihre Münder keinen Grund mehr fanden, sich jemals wieder voneinander zu trennen.

Wie konnte ich nur solange ohne sie leben, schoss es Alex
durch den Kopf als er das intensive Gefühl ihrer Lippen in jeder Zelle seines Körpers spürte. Die beiden saßen immer noch auf der Couch und Alex drehte seinen Rumpf ein Stückchen weiter zu Sophia um ihr noch näher zu kommen.

„Au……..tsch“ entfuhr es ihm und verharrte augenblicklich in
seiner Position. Nur seine Hand glitt zu seinem unteren Rücken, von wo es aus plötzlich heftig zu schmerzen begann. „Scheisse…“ …verdammt…mist….fuck….führte er das Fluchen in Gedanken weiter fort. Warum gerade jetzt.

Sein Ausdruck war schmerzverzehrt und traurig. Traurig, weil
die romantische, knisternde Stimmung zwischen den beiden mit einem Mal vorbei war.

„Sophia, ich kann mich nicht bewegen. Ich glaube ich habe
einen verdammten Hexenschuss.“ Er versuchte zu Lachen, doch irgendwie war ihm danach jetzt so gar nicht zu Mute.

Sophia musste sich ein Grinsen verkneifen, aber so wirklich
gelang es ihr nicht. „Sorry Alex….aber…der Anblick ist einfach zu komisch.“ Und hielt die Hand vor den Mund um ein lautes Lachen zu unterdrücken. „Man, Sophia, dass ist nicht witzig…kannst du mir bitte mal mein Handy aus meiner Manteltascheholen?“ Sophia warf ihm einen entschuldigenden Blick zu, eilte in den Flur und brachte dem klagenden Alex das Handy.

Dieser tippte eine Nummer ein und hielt sich das Telefon ans
Ohr. „ Hey Josef, gut das du noch wach bist, du musst mich abholen kommen, ich kann mich keinen Zentimeter von der Stelle rühren, ich glaub ich hab mir irgendeinen Nerv eingeklemmt.“ Man konnte ein lautes Lachen aus dem Handy wahrnehmen. Alex verzog genervt den Mund. Im Moment kam er sich so ziemlich verarscht vor.

Das Schicksal schien es zu amüsieren seine Spielchen mit ihm
zu spielen. Das Glück sollte ihm wohl nicht länger als eine Stunde gegönnt sein.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mo Dez 15, 2008 9:08 pm

Man heute is ja FF-Abend *freu* *freu* da mach ich doch auch gleich mit. Und danke nochmal für das liebe Feedback.
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13#Das Geheimnis....


Als Josefs kleine Freshie- Party gerade in vollem Gange
war, klingelte plötzlich sein I-Phone. „Entschuldigt mich für einen Moment ihr zweiHübschen.“ Er stand mit einer fließenden Bewegung von der schwarzen Ledercouch aus und die zwei Damen, die jeweils links und rechts von ihm saßen, richteten
sich auf und lösten sich von Josef Körper. Die ersten paar Knöpfe seines Hemds waren bereits geöffnet. Ein gut definierter leicht muskulöser Oberkörper mit einem Flaum heller Brusthaare blitze hervor. Die beiden Damen hofften inständigdass Josefs Abwesenheit nicht allzu lange anhalten würde.

Ein Vampir hat solch eine magische Anziehungskraft, dass
jede Frau spätestens wenn sie einmal ihr Blut gegeben hatte, nach solch einer Art Erlebnis süchtig sein würde. Die dritte reizende Nahrungsquelle döste bereits vor sich hin, da es Josef nicht lassen konnte und zunächst erstmal seinen übermäßigen Durst gestillt hatte, nachdem Simone und Alex seine
Penthouse Wohnung verlassen hatten.

Natürlich hätte er am liebsten von Simone getrunken, wäre am liebsten gleich über sie hergefallen, doch er wollte sich vor seinem Freund Alex nicht seiner wahren Identität offenbaren. Er befürchtete nämlich dadurch seinen einzigen Freund zu verlieren und was hatte das Leben noch für einen Sinn ohne Freunde…Geld ist eben nicht alles. Auch wenn Josef nach Außen hin genau diese Meinung vertrat.

Er schaute auf sein Display. Alex… was er wohl von mir will?
Wenn er jetzt anfängt mir von Sophia vorzuschwärmen, dann werde ich auflegen, beschloss Josef schon, bevor er überhaupt Alex Stimme hörte. „Ja? Was gibt’s Kumpel?“ meldete er sich etwas genervt da er befürchtete, dass es sich zu 99,9% um etwas unwichtiges handeln musste. „ Hey Josef, gut das du noch wach bist, du musst mich abholen kommen, ich kann mich keinen Zentimeter von der Stelle rühren, ich glaub ich hab mir irgendeinen Nerv eingeklemmt.“ Ertönte es aus der andern Leitung. Sofort hatte Josef das Bild seines hilflosen Freundes im Kopf und musste augenblicklich anfangen zu Grinsen, welches schnell in lautstarkes Gelächter überging, als er die schmerzlichen stöhnenden Laute von Alex hörte.

Ok das waren jetzt ausnahmsweise die 0.01%, aber warum sollte ich ihn abholen kommen und wo? War er etwa noch bei dieser Sophia geblieben, als er Simone nach Hause gebracht hatte? Oh mein Gott…ich möchte mir gar nicht ausdenken, wie seine Schmerzen dann zustande gekommen sind. „Wa…Was hast du denn gemacht?“ Er wischte sich eine Träne aus den Augen und versuchte sein Lachen unter Kontrolle zu bringen, aber die Vorstellung war einfach zu komisch und die Vermutung Josefs Seite, wie genau das passiert ist machte es nicht besser.

Er konnte ein Grummeln von Alex Seite wahrnehmen. „Ich
bin bei Sophia, die Adresse ist dieselbe, welche uns vorhin Simone genannt hatte. Also bitte komm schnell.“ Sagte er mit schmerzverzerrendem Gesicht inden Telefonhörer.

„Wow, du gehst aber ran, ich wusste gar nicht das du es so eilig hattest deinen Traum in die Tat umzusetzen, sonst bist du doch auch nicht so ein Aufreißer, dass ist doch mein Part….oder willst du mir ihn etwa streitig machen?“ Zog er seinen Freund mit neckenden Bemerkungen auf. „Ist dein blonder Engel nicht zufällig auch Krankenschwester, die weiße Kleidung hat sie ja schon ….und….“ Josef gefiel es Alex so zu foppen und fand einfach kein Ende mit seinen witzelnden Kommentaren. Die Situation war mehr als lustig. So herzhaft hatte Josef lang nicht mehr gelacht.

„JOSEF“ schrie ihm Alex jetzt fast schon entgegen, worauf
hin dieser sein I-Phone von seinem Ohr weghielt
und grinsend das Gerät anstarrte, welches seinen Namen brüllte.

Er räusperte sich und führte langsam wieder den Hörer ans
Ohr. Aus Angst sein Freund könnte ihm wieder etwas entgegen schreien. „Man, Alex du verstehst auch gar keinen Spaß…schon ok ich komm sofort vorbei.“

„Danke“ erklang es resigniert aus der andern Leitung und das
Gespräch wurde beendet.

Josef zu den nacheinander zu den drei Augenpaaren die ihn
alle mit einem leicht verwunderten Ausdruck anschauten. „Sorry Mädels, die Party ist zu Ende.“ Ein leises und enttäuschtes Seufzen war von seinen willigen Gästen zu hören. Glaubt mir…ich hatte mir den Abend auch ganz anders vorgestellt. Aber in letzter Zeit schien irgendwie alles verquer und unerwartet abzulaufen. Scheinbar nicht nur bei mir….

Er verabschiedete sich mit Küsschen auf die Wange von der
überaus netten Gesellschaft, schnappte sich seinen Autoschlüssel und lief zum Auto. Draußen war zwar immer noch alles schneebedeckt und die Temperaturen waren jenseits der Null Grad Grenze, doch Josef genoss die Kälte auf seinem Körper und hatte kurzerhand den Mantel, der ihm nur unnötig wärme spendete weggelassen.

Er setzte sich in seinen schicken roten Sportflitzer,
knöpfte noch rasch sein Hemd zu und warf noch kurz einen Blick in den Rückspiegel bis er in die Pedalen trat und lospreschte.

Bei Sophia und Simone Zuhause

Sophia schaute Alex mitleidig an. Der Arme erst lach ich ihn aus und dann wohl auch noch sein Freund Josef. Das ist wirklich nicht fair. Erst als sie Gedanken fertig gedacht hatte, fiel der Groschen. Sie sind befreudet? Josef und Alex? Was ein Zufall. Das ist ja herrlich….wenn das nicht Schicksal ist. Dieses Jahr wird Weihnachten definitiv das Fest der Liebe sein. Wenn ich mir vorstelle das wir zu viert Weihnachten feiern….bitte bitte lieber Weihnachtsmann….falls es dich geben sollte….erfülle mir diesen Wunsch. Ein Weihnachtsfest zu viert. Zwei verliebte Pärchen. Das wäre traumhaft.

Ein gequältes Stöhnen riss sie aus ihren Gedanken. Sanft
tätschelte sie über seine Hand. Dieser erwiderte ihre Geste nur mit einem gezwungenen Lächeln.

Dann klingelte es an der Tür. Sophia sprang sofort auf und
ließ den bereits sehnsüchtig von Alex erwartenden Besuch herein.

Sie wunderte sich etwas über die Person, die ihr nun gegen über stand. Ist das wirklich DER Josef von dem Simone die ganze Zeit sprach. Ich hatte mir nie ein Bild von ihm angesehen. Da mir Simone immer sehr detailiert sein komplettes äußeres Erscheinungsbild beschrieben hatte. Aber irgendwie hatte ich nicht so ein einen Kerl im ‚Braven Schuljungen-Look‘ erwartet. Doch als sie einen kurzen Blick inseine Augen erhaschte sah sie darin etwas Geheimnisvolles und Anziehendes.

Vielleicht war es das was Simone so an ihm faszinierte. Zwar war dieses einfache braun von Josef nicht mit dem Farbenmeer aus blaugrünen Tönen von Alex zu vergleichen, aber es hatte wahrhaftig was Interessantes. Fast Hypnotisch. Sophia musste den Blick abwenden, denn sie fühlte sich von den Augen gefangen genommen.

Josef setzte nur sein übliches freches Grinsen auf. Typisch für eine Frau die noch nie einem Vampir begegnet ist. Sie starren einem in die Augen, diese seltsame Faszination, die ein Vampir auf andere ausübte, manchmal kann das ja ganz hilfreich sein, dachte er und wartete keine Begrüßung von Sophia Seite ab sondern ging nur mit seinem gespielten Lächeln auf den Lippen an ihr vorbei und folgte dem Geruch und den keuchenden Lauten von Alex ins Wohnzimmer.

Da sah nun sein Freund wie ein Häufchen Elend und rieb sich
den Rücken. Er legte ihm die Hand auf die Schulter, Alex funkelte ihn daraufhin nur böse an. „Musste das eben am Telefon sein?“ brummte Alex diesen an. Josef überging die frage und begann sogleich seinen Freund von Sofa hochzuhieven.

Ein Glück besaß er die Stärke eines Vampirs sonst wäre er
vermutlich unter dem Gewicht von Alex zusammengeklappt der sich nun mit all seinen Kräften an ihm festhielt und um seine Schultern klammerte. Josef stützte ihn so gut er konnte. Doch wie tut man als Vampir, wenn man einen bremsenden schweren Klotz am Körper hängen hatte, der für einen selbst am gar nicht von großen Gewicht war?

Josef wandte mal wieder die Kunst der Gesichtsakrobatik an und imitierte jemanden der einen schweren Last zu tragen hatte. Das einzige unangenehme dabei war Alex Griff um seine Schultern. Wäre er ein Mensch und bräuchte Luft zum atmen wäre er vermutlich an Atemnot erstickt, so heftig drückte Alex seinen Arm um Josefs Luftröhre.

Er schleppte seinen verkrampften und völlig unbeweglichen
Freund zu seinem Wagen und half ihm einzusteigen. Egal wie sich Alex drehte und wendete, es schmerzte nur noch mehr. Sitzen, Stehen, Gehen…alles war mit unglaublichen Schmerzen verbunden. „Ah….“ Stöhnte dieser immer wieder leise bei jeder noch so kleinen Bewegung auf und biss die Zähne aufeinander.

Und wieder eine Übernachtung bei mir….ich kann ihn so ja schlecht alleine lassen….das kann ja heiter werden, dachte sich Josef der alles andere als Begeistert von der Vorstellung war.

Irgendwie schafften es die beiden Freunde Arm in Arm in
Josef Wohnung und er legte Alex vorsichtig aufs Sofa vor den Kamin. Alex verspürte wie die plötzliche Wärme die ihn umgab die Schmerzen etwas zu lindern begann. „Danke…..“ war alles was Alex noch herausbringen konnte und schloss erschöpft die Augen.

Puh das wäre geschafft. Obwohl ich als Vampir stärker bin
war das doch ganz schön anstrengend. Alex hatte sich wie ein ertrinkender der um sein Leben kämpfte an ihn geklammert. Josef neigte seinen Kopf ein paar Mal zur Seite. Ich glaub ich bin verspannt. Ne Massage wäre jetzt echt nicht verkehrt. Hm….ich lass es aber lieber mal sein, nicht das ich noch Hunger auf die attraktive Dame bekomme und Alex das durch ein blöden Zufall mit ansieht.

Er schüttelte den Kopf und ging die Treppe nach oben in sein
‚Schlafzimmer‘ Bevor ich gar nicht zum Schlafen komme, werde ich mich jetzt etwas ausruhen, auch wenn es meinen kompletten Schlafrhythmus durcheinander bringt. Aber sonst darf ich mir von Alex wieder blöde Fragen anhören, was ich die ganze Nacht getrieben habe und die Befürchtung, dass er mich hier oben liegend in meiner Kühltruhe erwischt kann ich ja auch ausschließen.

Josef entledigte sich seinen zügig seinen Kleidern und ließ
sich mit einem tiefen Seufzer in die Kühltruhe sinken. Nach nur wenigen Minuten der angenehmen Kälte glitt Josef in einen traumlosen Schlaf. Sein Körper hatte wohl noch einige Schlafdefizite vom vorherigen Tag nachzuholen und aufgrund der ungewöhnlichen Uhrzeit, wo er ins ‚Bett‘ ging, vergas er völlig sich den Wecker ausnahmsweise auf eine morgendliche Uhrzeit umzustellen.

Der Morgen brach an Alex streckte sich und gähnte dabei laut. „Huch?“ entfuhr es ihm sogleich als er merkte das die heftigen Schmerzen vom gestrigen Abend verschwunden waren. Lediglich kleine piksende Stiche verspürte er noch in seinem untern Rücken, aber das war die reinste Erholung und Entspannung zu dem was er gestern ertragen musste.

Langsam stand er von der Couch auf und kratze sich verschlafen
am Kopf. Er hatte noch die gleichen Sachen von gestern Abend an. Ich sollte vielleicht mal Duschen und mir frische Klamotten anziehen.

Alex ging die Treppe nach oben, wo er wusste das sich Josef Schlafzimmer befinden musste, allerdings war er seit er dieses Penthouse bewohnt noch nie im oberen Stockwerk gewesen.

Schön, jetzt kann ich mich hier auch mal umsehen, irgendwie kam es mir immer so vor als wolle Josef nicht das ich hier hochgehe….warum nur?

Doch diese Frage würde er sich schneller beantworten als ihm
lieb war.

Er kam an eine Tür worunter ein komisches bläuliches Licht schien und stutzte. Vorsichtig öffnete er die Tür und was er dann zu sehen bekam, verwirrte ihn noch mehr.

Eine überdimzionale Kühltruhe? Ich wusste ja schon immer das
Josef etwas eigen war aber so?

Plötzlich kam ihn der Gedanke an einen schlechten
Horrorfilm. Es wäre ja schon so groß, dass ein menschlicher Körper hinein passen würde…..eine Leiche? Alex musste bei dem Gedanken schlucken. Nein Josef ist doch kein M….

Mit etwas ängstlichen Schritten trat er weiter in den Raum, näherte sich dem gläsernen Sarg und schaute durch das leicht beschlagende Glas

„Oh mein Gott“ er schlug entsetzt die Hand vor den Mund.

In der nächsten Sekunde öffneten sich die Augen dieses
bekannten Gesichts das dort in dieser Kühltruhe lag und
schauten ihn durchdringend an.

Doch es waren nicht die Augen seines Freundes. Diese hatten
eine weiße hellblaue Färbung. Es waren die Augen eines Monsters.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mi Dez 17, 2008 1:33 am

So wieder was neues von mir glaube mittlerweile scheint es mir so als hab ich gar net mehr soviele Leser....vielleicht wegen meinem Spurt den ich hier grad hinlege :roll: aber muss sein....bin Do-Sa weg also muss ich euch ja vorher mit Stoff versorgen. Also viel Spaß und sorry das es wieder ein Josef Kapi geworden is...musste aber sein. *lol*

Und vielen Dank an alle fleißigen Leser

@kimba freut mich das ich dich was Josef angeht bekehren konnte :lol!:


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14#...wird gelüftet


Ich roch ihn schon wie er die Tür hereinkam, hatte darum gebetet, dass er wieder verwindet und das Alexs Angst einmal größer wäre als seine unbändige Neugier, aber natürlich erhörte niemand meine Gebete…wer sollte auch
die Gebete eines Vampires erhören?


Die Schritte näherten sich. Was zum Teufel hat er hier oben zu suchen? Er hörte wie Alex direkt vor seinem Freezer zum Stehen kam und konnte den schneller werdenden Herzschlag wahrnehmen. Dann ein entsetztes ‚Oh mein Gott‘ Verdammter Mist! Warum erfährt er es gerade so?!? dachte Josef und die Worte von Alex verletzten ihn mehr als er es sich je vorgestellt hatte.

Er öffnete blitzartig die Augen und traf die seines
Freundes. Der Blick wie er ihn anschaute schmerzte ihn. Wie jemand völlig Fremdes, geradezu wie ein Monster. Josef fixierte ihn, doch Alex hielt dem Augenkontakt nicht stand und wich zurück. Das habe ich befürchtet, gleich werde ich bestimmt das panische Getrampel von Schritten hören die den Raum verließen und nie mehr einen Fuß in die Wohnung setzten. Diese schrecklichen Mythen stellen Vampire als Bestien dar, Blutsauger, untote kalte Wesen ohne den Hauch von Gefühlen. Doch das stimmte nicht. Die Vampire heutzutage lebten nach strengen Regeln und was das Thema gefühlskalt angeht war Josef auch eher die Ausnahme unter den Vampiren. Es lagaber keinesfalls an der Tatsache, was er war, sondern er pflegte schon immer diese Methode mit Emotionen umzugehen.

Josef öffnete den Deckel seiner Kühltruhe und setzte sich
auf. Er schaute sofort zu Alex. Dieser starrte ihn immer noch mit fassungslosem Ausdruck an. Ich wollte rennen. Wegrennen
von diesem fremden furchteinflößenden Wesen, mein Fluchtinstinkt war geweckt, doch meine Beine folgten diesem irgendwie nicht. Ist das Josef? Mein Freund Josef?
Eine Gänsehaut lief über Alex Rücken und sein Körper wurde sogleich wieder von vielen unangenehmen Stichen, die sich wie kleine Nadeln anfühlten, übersät. Die Muskelkontraktionen verstärkten sich, Alex drückte sich gegen die Wand, er war nicht im Stande sich zu bewegen.

Ganz langsam erhob sich Josef aus seinem Freezer, rechnete
jeden Moment damit das Alex irgendetwas tat bzw. sagte. Doch keine Reaktion, so steif und unbeweglich wie eine Statue, nur an seinen blinzelnden Augen konnte man erkennen, das Alex noch ein Mensch war.

Josef hüllte seinen nackten mit feinen Eiskristallen
bedeckten Körper in einen schwarzen seidenen Morgenmantel und kam auf seinen Freund zu. Es scheint als sei Alex in einen Art Schockzustand verfallen….versuchte sich Josef das Verhalten zu erklären. Also er übertreibt…so schlimm kann ich doch nicht aussehen? Er schaute an sich herab und setzte ein leichtes Grinsen auf die Lippen. Gerade wollte er Alex Schulter
berühren, als dieser zurückzuckte. Josef…? Fragte dieser mit einem verstörten Blick in die Richtung seines Freundes. Auch wenn er die Antwort wusste, musste er sie stellen. B…bist du es wirklich? Seine Augen hatten mittlerweile schon längst wieder die normale schokoladen braune Färbung angenommen, doch sein Freund sah ihn immer noch entgeistert an.

Meint er diese Frage etwa ernst? Er verdrehte die Augen. „Ja
Alex ich bin es und nun komm schon…du wirst wohl deinen besten Freund wiedererkennen. Auch wenn dieser mal nicht vollständig angezogen dir gegenübersteht.“

Josef versucht durch einen lockeren Spruch die angespannte
Stimmung wieder zu kippen. Scheinbar gelang es ihm denn Alex verkrampften Gesichtszüge entspannten sich langsam wieder und formten sich zu einem kleinen Lächeln. Er musste schlucken und räusperte sich bevor er einen weitern Ton herausbrachte. „Ähm….Josef….ich wusste ja nicht….“

Mein Gott was sag ich da, ich glaube ich befinde mich in einem schlechten Traum oder falle gerade auf einen üblen Scherz von Josef herein. Es muss eine logische Erklärung für das geben und ich tendiere stark für zweiteres. Kontaktlinsen….er musste Kontaktlinsen…..getragen HABEN? Ich bin verwirrt….wie kann so etwas möglich sein?


Man konnte Alex von Außen ansehen wie sein Gehirn arbeitete,
wie die Rädchen sich langsam in Bewegung setzen aber trotzdem keine plausible Lösung fanden.

„Du wusstest was nicht? Das ich ein Vampir bin und mich von
menschlichem Blut ernähre?“

Alex fing laut an zu lachen fast etwas hysterisch. „Deine
Späße waren auch mal besser.“ Entgegnete er Josef. Doch dieser schüttelte nur seufzenden den Kopf.

Er meint wirklich ich verarsche ihn…?

„Na los du Vampir zeig mir mal deine scharfen Reißzähne“
brachte er unter schallendem Gelächter hervor. Bei dem Wort Vampir zeichnete er Anführungsstriche in die Luft. Man das
ist so lächerlich, aber ich mach dieses Spielchen jetzt mal mit.


Sorry Alex du wolltest es so und scheinbar verstehst du es
einfach nicht anders. Josef schloss kurz die Augen, aber nur um sie im nächsten Moment wieder zu öffnen und seiner Kehle ein bedrohliches Knurren entweichen zu lassen, so dass seine spitzen Eckzähne in ihrer vollen Größe hervor blitzten.

„Va…Va…Vampir? Ach du Sch….“ Er schlug sie dich Hand vor den
Mund und rannte so schnell ihn seine Beine trugen aus dem sterilen kühlen Raum nach unten ins Wohnzimmer. Ein Vampir?
Blut? Leichen?
Schoss es ihm durch sogleich durch den Kopf…oh mein Gott….ich habe einen Psychopathen als Freund.

„Alex...“ entfuhr es ihm mit einem knurrenden Unterton und er
schnürte sich das seidene Stück Stoff fester um die Hüften, als er seinem Freund hinterher eilte.

Er flog fast die Treppe herunter und kam vor Alex zum
Stehen. „Moment Kumpel, ich glaube wir haben noch etwas zu klären…“ leckte sich dabei über die Lippen und grinste frech. Sicherheitshalber packte er seinen Freund an den Schultern, da er befürchtete er würde ihm wieder weglaufen wollen, was natürlich zwecklos wäre. Alex wollte sich aus dem festen Griff befreien, warf einen sehnsüchtigen Blick über seine Schulter Richtung Tür. „Vergiss es…ich würde dich sowieso einholen aufgrund meiner übermenschlichen Geschwindigkeit.“

So hatte ich mir meinen Tod wahrhaftig nicht vorgestellt, ausgesaugt von einem Vampir, von welchen ich vor kurzem dachte es wäre nur schaurige Mythen und Legenden und
dann ausgerechnet von meinem besten Freund, den ich dachte so gut wie niemand anders zu kennen.


„Bitte mach schnell….“Sagte Alex mit zittriger Stimme und hielt ihm seinen Hals entgegen.

Ich hatte noch nie einem Menschen erzählt was ich war. Die meisten Freshies die ich hatte arbeiten öfters für Vampire und waren schon länger im Geschäft, daher war ich mir nicht bewusst wie schwer es sein kann jemand davon zu überzeugen, dass es Vampire gab und irgendwie hatte ich das Gefühl mit Alex einen besonders schweren Fall erwischt zu haben.

Wenn es Alex im Augenblick nicht gerade so unglaublich Ernst gemeint hätte und sein Herz vor Angst zu rasen begann, hätte Josef wohl noch etwas mit ihm gescherzt und seine Zähne quälend langsam seinem Hals genähert, doch erglaubte sein Freund würde im nächsten Moment ein Herzinfarkt erleiden.

Zwar war das Angebot mehr als verlockend, aber er entließ
Alex aus seinen Griff um ihm die Chance auf eine Antwort zu geben. Josef lächelte ihn an und versuchte so harmlos wie möglich drein zu schauen. „Ich….tu…dir….nichts….keine Angst Alex.“ Sprach er ruhig und ganz langsam zu seinem Freund, als würde er immer noch nicht verstehen können. Mit wackeligen Schritten ging er rückwärts zu der Sitzgruppe aus Ledersofas und setze sich auf das erste.

Da sein Kopf immer noch etwas schwirrte legte er sich hin, wickelte die Beine etwas an und drehte seinen Kopf zur Seite um Josef anzusehen. Dieser hatte in dem nahegelegenen Sessel Platz genommen überkreuzte die Beine und schaute Alex in die Augen. Josef kam sich gerade etwas wie der Psychiater vor der seinem Patienten, der auf dem Sofa lag bei seinen Leiden zu hörte.

„Wie kann das sein? Erklär es mir…..es ist so…so….unfassbar,
unbegreiflich, einfach….unglaublich….wie können Vampire neben Menschen existieren ohne das diese davon etwas mitbekamen?“ beide waren erstaunt darüber wie sehr sich die Lage auf einmal beruhigt hatte.

Josef erzählte seinem Freund alles wollte keine Geheimnisse
mehr vor ihm haben. Lange genug hatte er ihm dies verheimlicht und es hat ihn sehr belastet nicht mit ihm darüber offen reden zu können und sich immer neue unglaubwürdige Ausreden einfallen zu lassen.

Er erzählte ihm wie er verwandelt wurde und wie diese von
statten geht. Erklärte ihm die Ernährweise von Vampiren. Wo Alex sofort nachhakte. „Du hast ernsthaft freiwillige Blutspenderinnen?“ fragte er verdutzt auf Josef Äußerung das es genug schöne Frauen gäbe, die darauf erpicht waren ihm die leckere rote Flüssigkeit zu spenden. „Ja genau und glaub mir die Frauen genießen es.“ Dabei grinste er ihn mit einem schelmischen Lächeln zu. „Du musst Wissen das Vampire eine natürliche Anziehungskraft und Charme auf andere Menschen versprühen“

Alex lachte. „Ok das erklärt einiges. Die zwei Mädels
letztens….als ich dich besucht habe?“ „Gut kombiniert. Solltest Privatdetektiv werden.“ Beide stimmten in ein fröhliches Lachen ein.

Ich kann es immer noch nicht glauben das mein bester Freund ein Vampir ist, aber es ist so. Wer um alles in der Welt hatte eigentlich diese bescheuerten Schauermärchen von Vampiren erfunden. So wie Josef das vampirische Leben darstellt scheint es nur Vorteile zu haben…..das war also das Geheimnis, was er mir nicht sagen konnte. Ich kann ihn verstehen…ich kann ihn wirklich verstehen.

Es war zwar ein riesiger Schreck für mich zu Erfahren das mein Freund kein Mensch mehr war, aber ich musste feststellen das der Charakter, die Person, der Freund Josef derselbe war und das machte mich unglaublich glücklich und entlockte mir ein erleichtertes Seufzen.

Auch Josef sinnierte für einen Moment.

Es ist die pure Erlösung, dass Alex jetzt Bescheid weis,
trotz anfänglichem Sträuben, hatte er es doch sehr gut aufgenommen, ein Glückn und ich dachte schon ich würde ihn dadurch als Freund verlieren.

Diese Tatsache das Alex nun wusste was ich war und mich
nicht verabscheute und als Monster hinstellte, was Vampire meiner Meinung überhaupt nicht waren konnte ich nun auch mein untotes Leben in vollen Zügen genießen. Aber das gab es noch jemanden der es vielleicht erfahren sollte…Simone…Doch
in Gedanken liebäugelte Josef eher mit dem Gedanken Simone als eine seiner Freshies zu nehmen. Ihre Haut und das darunter fließende Blut duftenden einfach zu köstlich als das man der Versuchung länger widerstehen konnte.



P.S. bin ein Feedbackjunkie brauche drigend meinen Stoff :face:

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mi Dez 17, 2008 4:54 pm

WOW Leute ich bin überwältigt von dem Feedback :(
Vielen vielen Dank das war ja fast ne Überdosis.
Hier das nächste Kapitel. Ist etwas trauriger geworden und auch nicht so lang, aber danach wirds wieder besser versprochen.
Werde heute Nacht mich noch ans nächste Kapitel setzen.
:santa:
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15#Tage voll Trauer


In den nächsten Tagen konnte man fast nichts von dem
sinnlichen Wochenende entdecken an welchem sich das Leben von vier Personen mit
einem Mal veränderte.

Sophia wachte Montagmorgen mit einer schweren Grippe auf, sie
konnte sich kaum rühren, wenn sie Simone um etwas bat war es ein bitterliches Wimmern. Außerdem hatte sie hohes Fieber begleitet von heftigem Schüttelfrost. So hatte sie sich den Tag nach dem schönsten ersten Adventssonntag ihres Lebens nun wirklich nicht vorgestellt. Dabei wollte sie doch soviel mit Alex machen. Endlich hatte sie ihren Traummann gefunden und jetzt diese Grippe, die sie ans Bett fesselte. Echt grauenvoll.

Das hohe Fieber vernebelte ihre Sinne und machte es ihr
nicht möglich einen klaren Gedanken zu fassen. Es strengte sie unglaublich an. Im Moment konnte sie nur liegen und hoffen das sie diese Krankheit bald bausgestanden hatte.
In der Uni war vor Weihnachten eh nicht mehr viel los und
bei ihrem Nebenjob im Kaufhaus hatte Simone für sie angerufen und sie entschuldigt. Mittlerweile befürchtete sie, dass sie dort dieses Jahr gar nicht mehr arbeiten konnte. Doch dann musste ihr Simone wieder die Miete vorstrecken und das Geld wollte sie einfach nicht annehmen.

Immer auf Besserung hoffend verbrachte sie den ganzen Tag im Bett und trank Tee, den ihr ihre Freundin ans Bett brachte. „Danke Simone“ brachte sie leise hervor. Dann schloss sie wieder Mund und Augen und keuchte. Selbst das wenige Sprechen erschöpfte sie schon endlos. Noch einmal öffnete sie die Lippen
und presste „A..lex“ hervor. Simone tätschelte ihr über die Stirn, „Ja ich werde ihn anrufen“ sagte Simone sogleich, da sie verstand was Sophia von ihr wollte.

Ein Glück hatte Simone sich frühzeitig gegen Grippe impfen
lassen und somit bestand keine Ansteckungsgefahr für sie. Bereits nach den ersten Krankheitssymptomen heute Morgen bettelte Sophia Simone förmlich an einen Arzt zu rufen, da es ihr so schlecht wie noch nie ginge.

Simone machte sich richtige Sorgen, wenn Sophia so etwas
freiwillig sagte, musste es wirklich schlimm sein und als der Arzt dann endlich kam, bestätigte er Simone Vermutung . „Influenza- eine echte Grippe, dasbedeutet Bettruhe für mindestens die nächsten 7 Tage“ sagte dieser ernst. Nach dieser Diagnose kullerten Sophia die Tränen.

Wie soll ich das nur aushalten. Ich vermisse ihn jetzt schon so. Der Abend war so wunderschön auch wenn er so abrupt geendet hatte. Als wir ‚More than Words‘ gesungen hatten, hatte ich das Gefühl das wird dieselbe intensive Empfindung für einander verspürten. Der Kuss der dann folgte bewies unserVerlangen nacheinander. Warum musste nach diesem Abend nur solch ein grauenvoller Morgen folgen?
Warum bin ich Idiot auch nur eine Stunde in der Eiseskälte durch den Schnee gestampft. Wieder liefen ihr unaufhörlich die Tränen über die Wangen.

Der Arzt packte seinen Koffer zusammen. „Kümmern sie sich um
ihre Freundin“, er drückte ihr das Rezept in die Hand, „was Miss Myles jetzt vor allem braucht ist viel Ruhe.“ Sagte der Arzt an Simone gewandt und ging mit einem aufmunternden Lächeln die Wohnung der beiden Frauen.


....Dienstag....


....Mittwoch....


....Donnerstag....


....Freitag....


....Samstag....


....Sonntag....


So verstrichen die Tage. Seit Donnerstag hat es nun auch Alex erwischt. Er hatte sich bei Sophia angesteckt. Was ein einziger Kuss anrichten kann? Er wollte zwar für diesen Augenblick mit ihren Lippen verschmelzen und für immer mit ihnen
verbunden bleiben, aber die Folge war wirklich bitter ein Abend gegen eine Woche waren ein hoher Preis.

Nun mussten sie beide getrennt voneinander ausharren und die
Zeit abwarten bis sie einander wieder sehen durften. Josef kümmerte sich um Alex. Simone um Sophia.

Die beiden „Krankenpfleger“ telefonierten des öftern
zusammen, treffen taten sie sich aber nicht, wollten ihre Freunde nicht im Stich lassen, außerdem ging Simone wenn sie gerade nicht mit Josef telefonierte oder sich um Sophia kümmerte zur Uni.

Simone und Josef folgten also wieder dem üblichen Alltagstrott. Von jedem der vier ging Traurigkeit und Kummer aus. Die drückten und beschwerlichen Gefühle hangen die ganze Zeit wie Blei in der Luft und schienen nicht mehr verschwinden zu wollen.

Obwohl sie getrennt voneinander waren, verband sie das eine
Gefühl. Hatte dies etwas zu bedeuten? Ist Trauer nicht immer ganz eng mit der Liebe verbunden? Sollte ihnen dadurch die wahre Liebe gezeigt werden…?

Es verging einer weitere Woche voller Tristes und
Niedergeschlagenheit. Frustration machte sich auf beiden Seiten breit. Zu groß war das Gefühl der Sehnsucht. Doch langsam aber sicher kehrte Besserung ein. Es war Licht am Ende des Tunnels sichtbar.

Sophia hatte ganze 12 Tage im Bett verbringen müssen, Alex
hingegen hatte es nicht ganz so schlimm getroffen und sein Immunsystem bekämpfte den hartnäckigen Virus in 9 Tagen.

Der dritte Advent stand vor der Tür. Sie hatten sich
beschlossen zu treffen. Sowohl Sophia als auch Alex fühlten sich wieder fit genug dafür. Alle vier gemeinsam bei den Mädels in der Wohnung. Obwohl Josef zwar mehr Platz und Wohnfläche gehabt hätte wollte er den Trubel bei sich vermeiden, da er befürchtete die beiden Frauen würden auf genauso unangenehme Weise wie
Alex hinter sein Geheimnis kommen und das wollte er wenn es geht nicht noch einmal durchstehen müssen. Die Reaktion von Alex reichte ihm als Überraschung für die nächsten paar Jahre. Das nächste Mal wird er es sein, der den richtigen
Zeitpunkt bestimmt.

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mo Dez 22, 2008 1:20 am

So Leute sorry das es solange gedauert hat, aber ich war ein paar Tage weg und dan hab ich irgendwie in irgendeinem unkreativen Loch festgesteckt, aber ein Glück bin ich da wieder draußen. Hiermit möchte ich einen großen Dank an ascara, Miss und Leo aussprechen ohne ich das wohl net so schnell geschafft hätte. Also mit der länge des Kapitels hab ich aufjedenfall meinen eigenen Rekord gebrochen und kann euch hoffentlich auch inhaltlich entschädigen. Also viel Spaß beim Lesen und falls ihr Magie oder sonstige Weihnachtswunder bling bling sucht....bitte NICHT lesen...meine FF verliert zwar grad etwas den weihnachtlichen Touch aber der kommt zurück versprochen hab ja noch 2 Tage Zeit und die werden voll ausgenutzt. Bleibt mir treu :santa: glg Aru

Und bitte bitte füttert meine Muse mit tonnenweise Feedbackleckerlis, da steh ich total drauf *lol*


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16# Kindische Spielchen Teil 1


Bevor sie gemeinsam zu den beiden Frauen gingen trafen sich
Josef und Alex in Josefs Penthouse.

In den Tagen als Josef sich um Alex kümmerte, fassten die Freunde wieder mehr Vertrauen zueinander. Nach vielen weitern Fragen über die Welt der Vampire, hatte sich Alex damit abfinden können, dass sein bester Freund nun ein Vampir war. Auch wenn der eine Teil seines Verstandes dies immer noch nicht glauben konnte.

„Hi Josef“ begrüßte ihn Alex sogleich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen, als sein Freund ihm die Tür öffnete. Endlich werde ich Sophia wieder sehen. Ich kann es gar nicht abwarten. Josef hingegen schaute nicht ganz so fröhlich. „Was ist Kumpel?“ fragte Alex sofort irritiert von seiner Mine. „Ich glaube du solltest lieber alleine gehen.“ Entgegnete dieser dann ohne jegliche Emotion.

„Wie kommst du denn jetzt darauf? Also nein Freundchen so
nicht…. wir wollten schon länger mal endlich ein Treffen zu viert machen, dann kam aber diese beschissene Grippe dazwischen und jetzt willst du kneifen? Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein.“ Alex zog einen Schmollmund und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust.

„Magst du Simone etwa nicht?“

„Genau das ist es ja Alex…die Frage ist nur WAS ich an ihr
mag.“ Und grinste dabei unschuldig.

Ich wollte unbedingt von ihrem Simones Blut kosten soviel war sicher, aber mit Sicherheit nicht in Gesellschaft von Alex und Sophia. Erstens würde Sophia vor Entsetzten womöglich
schreien und auf mich einschlagen, wenn ich vor ihren Augen von ihrer Freundin naschte und zweites würde ich damit vermutlich Alex erstes offizielles Date mit Sophia durchkreuzen. Sie schien ihm wirklich viel zu bedeuten.


„Dann ist doch alles paletti.“ Alex missverstand Josefs
Andeutung. „Nun komm schon.“ Er klatschte mehrmals in die Hände um seinem Freund zu zeigen, dass er eilig hatte und er wohl die Güte hätte nicht so zu trödeln.

Lässt mir Alex eine andere Wahl? Am besten ich versuchs ihm erst gar nicht zu erklären. Ich werde das schon irgendwie hinkriegen, zur Not verführ ich sie ins Schlafzimmer. In
Josef Blick blitzte erregendes Verlangen auf. Hey…die Idee gefällt mir…sollte ich mir wirklich überlegen diese in Erwägung zu ziehen.


Mit diesem Gedanken ließ er sich von seinem Freund
mitziehen. Das einzige worauf Josef dann doch noch bestand war, dass sie mit seinem roten nagelneuen Sportwagen fuhren.

Nur wenige Minuten später hatten sie sich durch die engen
Straßen der Innenstadt gewunden. Vereinzelnde Schneeflocken fielen vom Himmel , als sie aus dem Auto stiegen und sich auf den Weg zur Wohnung begaben.

Vor lauter Ungeduld und Vorfreude klingelte Alex gleich
dreimal hintereinander. Josef verdrehte für dieses Kindische Benehmen nur die Augen. „Ja doch…ich komm schon“ ertönte von innen eine freundliches Stimme. Es war Sophia. Als die Tür aufging stand Simone direkt neben Sophia. Die vier begrüßen sich sogleich. Alex zog seine Sophia an sich und gab ihr einen
zärtlichen Kuss. ER musste sich beherrschen nicht sofort über sie herzufallen, das nachzuholen wobei sie letztes Mal unterbrochen
wurden, doch diesmal waren sie nicht allein.

Simone Herz fing kräftig an zu schlagen sie erwartete ebenso
ein Kuss wie Sophia, doch sie wurde enttäuscht. Josef gab ihr lediglich zwei Küsschen auf die Wange. Was sollte denn
da jetzt? Dachte er ich würde wieder in Ohnmacht fallen. Ist wohl ganz der Gentleman.
Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht und unterdrückte die aufkeimende Enttäuschung.

Da es bereits Abend war hatten sich die beiden Mädels nicht
mehr die Mühe gemacht extra was zu kochen-zum
Glück für Josef-sondern hatten den kleinen gläsernen Tisch im Wohnzimmer mit Snacks jeglichen Art dekoriert. Chips, Salzstangen, Gummibärchen, Kekse, Schokolade und nicht zu vergessen Plätzchen und Lebkuchen. „Den Weg ins
Wohnzimmer kennt ihr beiden ja bereits.“ Sagte Sophia grinsend und machte eine Handbewegung Richtung Wohnzimmer.

Sofort schnappte sich Sophia ein Singstarmirko und wedelte
damit vor Alex Nase herum. „ On Garde, Lust auf ein Duell mit mir.“ Alex musste bei dem Anblick kichern. Sie ist einfach zuckersüß. Ich kann ihr einfach keinen Wunsch abschlagen. „Natürlich“ und strich ihr sanft über die Wange um danach ihre Lippen mit den seinen zu vereinen. Es war nur ein winziger Augenblick bis sie sich wieder voneinander lösten, doch die beiden hatten die Augen immer noch geschlossen.

„Bitte nicht, tut das meinen Ohren nicht an.“ Schoss es
sogleich aus Josef heraus und er legte gespielt die Hände auf seine Ohrmuscheln.

„Also nein wirklich….das ist doch Kindergarten.“ „Ach Josef sei kein Spielverderber“ erwiderte Alex und versuchte ihm in die Seite zu pieken, dieser wich jedoch rechtzeitig zurück.

„Ich bin kein Spielverderber, aber es ist für mich nun
einfach kein Spaß euerm Gezwitscher und Geträller zu zuhören. Dagegen ist wirklich alles besser….“ Fügte er leicht genervt hinzu.

„Wie wärs mit Wahrheit oder Pflicht.“ Schlug Sophia nun ein
neues Spiel vor.

Aus Josef Mund entwiche ein tiefer Seufzer. „Na dann wären
wir ja schon mal beim Grundschulniveau angekommen.“

„Ach Josef du kannst auch nur meckern…“

„Das sagt der richtige…“wer hat mir die ganzen Wochen wo er
im Bett gelegen hat von Sophia die Ohren vollgejammert….zugern hätte er jetzt seinen Gedanken, aber er ließ es lieber sein und schaute hingegen nur seinen Freund mit funkelnden Augen an so dass dieser verstand.

„Also ich bin für Strippoker…ein spiel für richtige Kerle
und natürlich reizende Dame“ er zwinkerte in die Runde und ein breites Grinsen zeichnete sich auf seinen Lippen ab.

Sprachlosigkeit. Alex schaute seinen Freund mit einem
Gesichtsausdruck an, als wolle er ihn fragen ob er sie noch alle hätte. Josef konnte auf die Reaktionen bzw. die nicht vorhandenen nur Lachen.

„Dachte nicht das ihr so ein verklemmter Haufen seid.“
Spotte er.

Sophia war die erste die das Wort ergriff. „Na schön….vorher würde ich aber liebend gerne noch mehr über meine Spielpartner erfahren. Ich schlage einen Kompromiss vor. Wir spielen
erst ‚Wahrheit oder Pflicht‘ und dann Strippoker‘ dann lächelte sie Alex verführerisch an.

Wow die kleine ist ganz schön taff, dachte Josef. An der
wird Alex noch seine Freude haben. Naja wobei es scheint als habe Sophia in einer Beziehung die Hosen an.


Simone und Alex waren sichtlich erstaunt, wussten nicht so
recht wie sie auf ihre Freunde reagieren sollten. Josef hingegen war von Sophias Vorschlag richtig angetan und ein Lächeln umspielte seine Lippen. „ Tolle Idee, seid ihr beiden Hübschen auch mit von der Partie?“ und schaute dabei in Alex und Simone’s Richtung. „Also wenn nicht…ich spiele auch gern mit
Sophia alleine“ fügte er hinzu noch ehe sie eine Möglichkeit hatten zu antworten.

Josef reizte damit absichtlich die beiden andern. Er legte es sogar darauf an das der leichte Anflug von Eifersucht in ihnen aufkeimte und sich somit gezwungen fühlten am Spiel zu beteiligen. „ Das hättest du wohl gern Josef, also ich bin dabei. Du glaubst wohl nicht im Ernst, dass ich dich mit meinem blonden Engel alleine lasse.“ Ihre Hände berührten sich einen Moment und
sie sahen sich tief in die Augen. Die vier standen immer noch im Wohnzimmer.

Simone nickte nur verlegen und lächelte Josef zu. Wo bin ich hier nur rein geraten? Ich hasse Flaschendrehen, dass weiß
Sophia genau, oh man….ich werde sie später eigenhändig erwürgen für diesen ach so ‚tollen‘ Kompromiss…und dann noch Strippoker…oh mein Gott, ich glaube ich muss vor Scham auf der Stelle sterben.
„ Ich hol dann eben mal ne leere
Flasche aus der Küche, macht ihr es euch schon mal hier auf dem Boden gemütlich.

Sie schlenderte in die Küche und Simone huschte hinterher. „Sag mal geht’s dir noch gut? Erst schlägst du Flaschendrehen vor obwohl du genau weißt, dass ich es hasse und dann gehst du auch noch auf Josef wirklich beschissenen Spielidee ein…hat dir Alex plötzlich alle deine Sinne vernebelt oder hat die Grippe bei dir irgendetwas…..Simone war aufgebracht, suchte einen Ausweg aus dieser Situation. Sophia unterbrach sie kurzerhand.

„Hey, hey Simone jetzt nicht beleidigend werden. Aber wir
müssen die zwei doch irgendwie bei Laune halten und wenn wir dann noch mehr zu sehen bekommen….Das wird bestimmt lustig…..“Simone’s Augen wurden augenblicklich größer und sie bekam einen kleinen Hustenanfall, weil sie für den Moment als ihre Freundin das sagte, vergessen hatte zu atmen und ihr Körper schlagartig Luft in ihre Lungen sog.

Das ist nicht die Sophia die ich kenne…NEIN definitiv nicht. Wenn ich nur daran denke mich vor den beiden Jungs auszuziehen…oh mein Gott….und wenn diese dann noch halbnackt…Sie schluckte… Das konnte doch unmöglich Sophias Ernst sein.
Leicht panisch fing Simone an den Schrank mit den wenigen Spirituosen, die sie besaßen zu suchen. Sie griff nach einer halb leeren Wodkaflasche, die vermutlich noch von Sophias Geburtstagsparty von vor 3 Monate stammen musste und setzte sie sogleich an ihren Mund. Die klare Flüssigkeit floß ihre Kehle hinab worauf hin diese sofort heftig zu brennen begann.

Angewidert verzog sie das Gesicht. Boah ist das eklig. Sie hustete um das kratzende und brennende Gefühl aus ihrem Hals zu bekommen. Aber anders überstehe ich den Abend glaub ich nicht. Sophia schaute ihrer Freundin nur erstaunt an als sie den Wodka exte. Normalerweise trinkt Simone so gut wie keinen
Alkohol und so harte Sachen hat sie bis zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich immer vermieden, weil sie so jemand ist,der schon nach 2-3 Gläschen Sekt sehr angeheitert war, aber im Moment wusste sie sich wirklich nicht anders zu helfen.

Sie wollte gerade noch einen Schluck zu sich nehmen um Mut zu sammeln für das was nun Folgen solle, aber Sophia hielt sie davon ab. „Simone es reicht“ sagte sie etwas besorgt, weil sie genau wusste das sie kaum was vertrug. Sie wollte ihr die Falsche aus der Hand nehmen, doch Simone ließ nicht
los. „Was ist denn in dich gefahren? Du kannst dir doch nicht schon vorher die Kante geben“ fügte Sophia verärgert
hinzu.

Simone wollte gerade die Flasche zurückstellen, als sie mit einem lauten klirrenden Geräusch zu Boden fiel. Sie hatte die Ablagefläche verfehlt. „Oh mist….Ich mach das schon“, sagte Simone und ging in die Hocke um vorsichtig die Glasscherben aufzusammeln, „geh du schon mal zu unseren Gästen“ sie hatte sie zur Sophia umgedreht. „Autsch“ entfuhr es ihr, unachtsam wie sie war hatte sie sich auch sogleich in den Finger geschnitten. Blut quoll aus der offenen Schnittwunde.

Währenddessen im Wohnzimmer

Alex sah Josef mit hochgezogener Augenbraue an. Dieser trug
nur ein breites Lächeln auf den Lippen. „Was ist denn Alex?“ „Naja…“fing er an herumzudrucksen „ich finde das dies nun wirklich nicht ganz so passend für das erste Treffen ist. Und außerdem haben wir bald Weihnachten…sollten wir da nicht
irgendwas Besinnliches machen? Plätzchen backen, draußen im Schnee spazieren gehen oder sowas ähnliches? Man wie kommst du nur immer auf solche Schnapsideen?“

„Also ich weiß ja nicht an was du denkst, wenn du diese zwei
reizenden Damen siehst….Josef grinste lüstern und unbändiges Verlangen spiegelte sich in seinen Augen wieder. „ Man Josef du bist echt immer noch derselbe und dabei dachte ich, dass….“ „ …dass ich irgendwann ein genauso hoffnungsloser Romantiker werde wie du“ er verdreht die Augen „ mit Weihnachten ist das Fest der Liebe und es gibt nichts schöneres im Leben als seine große Liebe zu finden und mit ihr alt zu werden“ unterbrach er Alex und sein Satz klang wieder sehr bissig mit einem leichten Hauch von Neid, weil seinem Freund es irgendwie besser gelang seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

„Und was ist mit Simone?“ fügte Alex etwas entsetzt über seine Reaktion hinzu. Ja Simone, sie war irgendwie die erste Frau in seinem Leben, wo er sich mehr vorstellen konnte, aber sie war ein Mensch und deswegen konnte er nicht mehr als Blut und eine
ungezwungene Bindung von ihr verlangen alles andere wäre egoistisch.

„Ich habe nie behauptet das ich mehr als Sex“ und
Blut
ergänzte er in Gedanken „von ihr wollte“ Alex fiel augenblicklich die Kinnlade herunter. Arschloch….war das
einzige was er denken konnte, wie kann jemand nur so gefühlskalt sein. Er wirkt auf einmal so verändert…was hat er nur….dachte Alex als er seinen Freund genauer anschaute. Irgendwie scheint ihn etwas zu beschäftigen, er wirkt so angespannt.

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TAUSEND DANK Mieze für diese wundervolle Sig *seufz*

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Zuletzt von Arualy am Mo Dez 22, 2008 2:19 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Mo Dez 22, 2008 1:42 am

Das ich das noch erleben darf das meine Posts ma zu lang sind :lol!: Also hier der Rest
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Alex konnte nicht im entferntesten Erahnen wie gut ein
vampirischer Geruchsinn war und was Josef gerade durchmachte. Er hatte die Mädels gerochen. Ein Gemisch aus Anspannung, Angstschweiß, Alkohol und Blut lag in der Luft. Das konnte nur ihr Blut sein. Es duftete noch köstlicher als der Duft der ihre Haut ausstrahlte.

Da Josef erst kürzlich verwandelt wurde war seine Selbstbeherrschung noch nicht ganz so stark ausgereift, zwar konnte er sich mittlerweile gut unter Menschen bewegen, aber was den Blutgeruch anging konnte er sich, wenn er es mal gerochen hatte nur schwer zurückhalten davon zu kosten. Man könnte einen Vampir in dieser Situation vielleicht mit einem Hai vergleichen. Eigentlich ungefährlich nur sobald Blut ins Spiel kam handeln diese Wesen gemäß ihres animalisches Triebes.

Für einen kurzen Moment hatte also der Vampir in Josef die vollständige Kontrolle über ihn. Ich will sie. Jetzt. Ich will sie und ihr Blut intensiv spüren.

Alex hörte das Klirren nur eine Sekunde später. Der Schall
brauchte länger um an das menschliche Gehör zu gelangen als an das eines Vampirs. „Nichts passiert" tönte es aus der Küche und Alex der wegen des scheppernden Geräuschs vom Sofa aufschreckte setzte sich wieder. Immer noch machte ihn Josef
plötzlichen Sinneswandel stutzig.

Als dann aber nach 5 Minuten der Stille Simone mit
einem kleinen Verband um die Hand das Zimmer betrat, wusste Alex Bescheid. Oh….das ist es also. Er hat ihr Blut
gerochen.
Alex musste schlucken und rückte unbewusst ein Stücken von Josef weg. Natürlich bemerkte dies Josef sofort. Na schönen dank auch Kumpel, soviel zum Thema ich vertraue dir, egal ob du nun ein Vampir oder Mensch bist. Das hatte er wohl in irgendeinem Fieberwahn gesagt.

Er verkrampfte sich etwas, aber er wusste auch das in ihm ein Teil existierte, der stark genug war dieses Verlangen zu unterdrücken. Am liebsten würde er jetzt einfach zur Haustür rennen und verschwinden, aber dann würde er wohl nie
in den Genuss von Simone kommen. Vielleicht ergibt sich heute doch nochmal die Möglichkeit….allein der Gedanke gab ihn Kraft den Vampir in ihm zurückzuhalten und nicht sofort über sie herzufallen. Er wollte unter allen Umständen vermeiden, dass der Vampir in ihm die Überhand nahm und ihn den Spaß verdirbt.

Nach einigen Sekunden der Starre, sprach Alex zu ihm. „Josef
alles ok?“ Was für eine dumme Frage, dass ist offensichtlich das es ihm nicht gut ginge und was er wohl gerade brauchte. Josef setzte ein gespieltes Grinsen auf. „Was sollte sein Kumpel, mir geht es blendend.“ Einreden…Immer wieder einreden…das hilft, dachte Josef, langsam baute sich die innere Anspannung in ihm ab. Er biss die Zähnen zusammen kam den beiden Frauen entgegen und nahm Sophia die leere Flasche aus der Hand.

„Worauf wartet ihr zwei Süßen, von mir aus kann’s los gehen.“ Alex schaute immer noch eine Spur zu ängstlich in Josef’s Richtung. Auch Simone und Sophia bemerkten Josef kurze Benommenheit. Doch als Josef sich im Schneidersitz auf den Boden setze und die Flasche vor sich legte, taten es ihm die andern gleich und bildeten einen kleinen Kreis.

Josef sah einmal in die Runde und verschaffte sich so die
Zustimmung der andern mit dem Spiel zu beginnen. Er umfasste den gläsernen Gegenstand und drehte ihn mit Schwung um die eigene Achse. Die Flasche fing sich an zu drehen alle vier Augenpaare waren auf das wirbelnde Ding gerichtet. Langsam kam sie zum stehen. „Alex, wie schön….“ Ein freches Grinsen umspielte Josefs Lippen. Na warte mein Freund…glaub nicht
ich hab das leichte Abwenden von mir eben nicht wahrgenommen. Das bekommst du zurück
. „Wahrheit oder Pflicht?“ stellte Sophia ihm nun die übliche Frage.

„Wahrheit“ entgegnete Alex. Josef hielt sich die Hand vor
den Mund und täuschte ein gespieltes Gähnen vor. „Memme….war ja wieder klar.“ Erwiderte er ihm sogleich. Aber glaub nicht das ich da nicht auch fies sein kann. Eine
kleine Rache muss sein.
Das Josef das Spiel begonnen hatte, war auch er derjenige der die erste Frage stellen durfte. „Also…hast du schon mal von dieser bezauberten Erscheinung hier“, und zeigte dabei auf Sophia, „geträumt?“ Das gibt bestimmt Gesprächsbedarf zwischen den beiden. Das könnte interessant werden.

Er schaute Alex nur breitgrinsend an, dieser allerdings funkelte mit einem bösen Blick zurück. Josef ich hasse dich. Auch wenn Josef dem Gedanken lesen nicht mächtig war wusste er ganz genau was sein Freund im Augenblick dachte.

Alle sahen gebannt zu Alex und was er nun zu sagen hatte.
Natürlich war Sophia am neugierigsten von allen. Ein Glück war ich nicht an der Reihe. Sonst hätte mich Alex bestimmt gefragt, was ich denn so von ihm geträumt habe. Nein das wäre mal super peinlich geworden. Bin gespannt ob er auch schon von mir geträumt hat, aber wie es scheint weiß Josef mehr….so wie er grinst…will er seinen Freund etwa bloß stellen? Das wäre aber ganz schön fies, aber andern falls würde ich es vielleicht gar nicht erfahren. Auch wenn es was Unangenehmes für Alex zu sein scheint. Er muss da jetzt durch. Für mich.

Sie heftete ihre Augen auf seine Lippen. „Ja hab ich“ flüsterte Alex mit gesengtem Kopf und warf von unten einen kleinen verstohlenen Blick zu Sophia. „Und was?“ entfuhr es der
vor Neugier platzenden Sophia. Als sie merkte das sie ihren Gedanken aussprach, schlug sein sich die Hand vor den Mund. „Immer nur eine Frage…so sind die Regeln.“ Entgegnte Alex auf Sophia Äußerung. Da hast du dich aber sehr gut rausgeredet Alex. Zumindest für die nächsten 2 Minuten.

Sophia stieß einen kurzen enttäuschten Seufzer aus und Alex
setzte die Flasche wieder in Bewegung.

Sie blieb vor Simone stehen. Wieder wurde die übliche Frage
gestellt und auch Simone antwortete mit ‚Wahrheit‘. So na dann bin ich mal auf Josefs Gesicht gespannt, Alex konnte
sich nämlich noch genau erinnern, wie Josef der Frage auswich wie sich die beiden kennenlernten. Auch wenn Alex normalerweise kein rachsüchtiger Mensch war und keine Leute für fremde Zwecke missbrauchte, tat er im Augenblick genau das mit Simone. Er nutze sie aus für seinen kleinen Rachfeldzug. „Wie hast du Josef kennengelernt?“ Simone war überrascht über diese einfache Frage aber auch erleichert. Diesmal war es Josef der Alex mit bösen Blicken fixierte.

Ich kann jetzt schon das Lachen von Alex hören, na prima….aber ich habs ja irgendwie drauf angelegt.


„Übers Internet, wir beide waren in einem Forum angemeldet
für einsame Singles die die große Liebe suchen.“ Flötete sie mit sanfter Stimme. Wir haben über einen Monat fast täglich bzw. nächtlich, sie zwinkerte Josef zu, gechattet, naja und bei unserm ersten Treffen warst du ja dabei Alex, und kicherte.

Sie wusste nicht warum sie nicht gleich nach dem ersten Satz
geendet hatte. Lag ihr Redefluss an dem Alkohol den sie vorhin zu sich genommen hatte? Je mehr Simone erzählte desto mehr verzog Josef sein Gesicht. Wie peinlich…hätte nur noch fehlt, dass sie ihm über unsere Gespräche erzählt hätte und meine Gedichte, die ich ihr geschrieben habe. Oh Gott, ich weiß wirklich nicht was mich da geritten hat. Was diese Frau mit mir anstellte..unbegreiflich.

Doch entgegen Josef Erwartung war von Alex kein lautes Lachen zu hören sondern er erntete einen überaus erstaunten und verwunderten Blick von Seitens seines Freundes. Josef
sucht die große Liebe? Mein Freund Josef? Das klang aber vorhin ganz anders….er überrascht mich immer wieder….ich bin sprachlos, warum erzählt er mir sowas nicht…von wegen Vertrauen…schade das dies scheinbar nicht auf Gegenseitigkeit
beruht. Oder lag es daran das er nun ein Vampir war und ich ein Mensch. Mir macht dies nichts aus, er dachte an die Situation von vorhin, naja zumindest fast nichts, aber vielleicht hat er ein größeres Problem damit als ich. Ja genau vielleicht will er deswegen Simone nicht so nah an sich ranlassen.
Alex
Gehirn arbeitete auf Hochtouren.

Er verstand langsam was wohl in dem Kopf seines besten Freundes vor sich gehen musste. Man konnte förmlich das ‚Ah‘ hören und wie die Glühbirne in Alexs Kopf plötzlich anfing zu leuchten. Also wenn sich Josef deswegen von ihr fernhält muss ich dagegen unbedingt was unternehmen, Weihnachten ist das Fest der Liebe, egal wie kitschig Josef es findet, aber wenn sich die beiden lieben, was wohl der Fall ist, wenn ich nicht
komplett meine Menschenkenntnis verloren habe und diese auch auf Vampire übertragbar ist, dann werde ich wohl mal Amor spielen müssen. Der heutige Abend ist die perfekte Gelegenheit.


Simone hatte den Gegenstand schon gedreht und war gespannt
wem sie wohl die Frage stellen müsse, ihr Herz klopfte. Bitte nicht Josef…ich glaube dann bleibt mein Herz stehen. Dieser Mann hat trotz des kleinen Alkoholpegels in ihrem Blut noch die gleiche Wirkung auf sie, welche ihren Körper vollständig aus der Bahn zu werfen schien.

„Sophia“ entwich es Simone erleichert, als sie vor ihrer
Freundin zum Stillstand kam. „Wahrheit oder Pflicht?“ richtete sie nun die Frag an Sophia. „Pflicht“ sagte diese und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein, „ Ich will ja das Spiel mal etwas interessanter machen“

Ok…meine Süße…ich hoffe sie ist mir nicht böse…aber ich denke nicht…ach ich muss das jetzt einfach machen. „Gib Alex einen Kuss….einen Zungenkuss“ gab Simone keck die Anweisung. Der Alkohol schien langsam seine Wirkung zu zeigen. Sophia und Alex schauten anfangs etwas perplex doch diesen Ausdruck änderte sich sogleich in ein strahlendes Lächeln.

Josef verdrehte nur die Augen, „Ach Leute…für sowas braucht
man doch nicht so ein dämliches Spiel“

Er stand auf und ging zwei Schritte und kniete sich dann zu
Simone herunter. Sie schaute ihn verliebt mit großen runden Kulleraugen an. Ohne weiter darüber nachzudenken tat Josef nun das mit Simone was sie eigentlich von Sophia und Alex erwartet hätte. Verkehrte Welt. Sie wusste nicht wie ihr geschah, doch sie wusste nur zu genau wer ihr gegenüber war.

Ihr Puls schnellte in die höhe und ihr Herzschlag wurde unnatürlich schnell. Sanft legte er die Lippen auf ihre. Nicht ohnmächtig werden, war das einzige woran Simone im Augenblick denken konnte, doch irgendwie fühlte sie sich wieder gefährlich nah an der Grenze wo ihre Bewusstseinskontrolle aufgab.

Langsam fing er an ihre Lippen mit seiner Zunge zu liebkosen, quälend langsam fuhr er mit seiner Zunge über ihre Unterlippe und knabberte anschließend ein wenig daran. Simone Gehirn hatte währenddessen auf Sparbetrieb umgeschaltet. Ihr Körper schaffte es gerade noch die Lebenswichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten und darüberhinaus sogar den Impuls an das Gedächtnis zu senden, der ihre Lippen öffnen ließ.

Josef glitt mit seiner Zunge hinein und stupste sogleich ihre Zunge an um sie aufzufordern sich an dem Spiel zu beteiligen. Als sich die Zungen berührten durchfuhr ein Kribbeln Simones Körper und erweckten diesen aus dem Zustand der Apathie. Es schien so als hätte Josef den Knopf betätigt den Simone Körper aus dem Standby Modus beförderte. Sie packte ihn mit all ihrer Kraft und zog sich mit ihm gemeinsam in den Stand.

Simone wollte ihn und wie sie ihn wollte und dies zeigte sie Josef mit seiner Zunge. Was tu ich da? Bin ich das? Aber ich kann einfach nicht anders. Josef macht mich willenlos, nein er macht mich zum Sklaven meiner Lust, die ich noch nie verspürt habe, dachte Simone.

Sophia und Alex schauten dem Schauspiel fasziniert zu.
Irgendwie fühlten sie sich beiden gerade wie Spanner so sehr waren ihre Augen auf die beiden gerichtet. Ui meine Süße geht aber ganz schön ran, fügte Sophia in Gedanken hinzu. Scheint mir als muss ich heute doch kein Amor mehr spielen und ein Lächeln spiegelte sich auf Alexs Lippen wieder.

Sie wollten sich gerade dem gleichen Spiel hingeben, wofür sie gerade erstklassiges Lehrmaterial gesammelt hatten. Als Josef sich abrupt von Simone löste. „Whoow…nicht so stürmisch Süße.“ Normalerweise war er es der sich nicht beherrschen konnte und es fiel ihm im Augenblick so schwer wie nie den intensiven Kuss zu unterbrechen, aber gerade verspürte er wieder das leise Verlangen sie beißen zu müssen.

„So da wir uns ja nun alle untereinander vorgestellt haben,können wir ja mit meiner Idee beginnen.“

Er holte ein Päckchen Spielkarten aus seiner Hosentaschen und wedelte mit dem Kartenset in seiner Hand herum.

„Besteht noch Interesse?“ und schaute auf die beiden Verliebten, deren Münder nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.


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Kindische Spielchen Teil 2 folgt so schnell es geht...aber nur wenn ihr wollt
:D

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BeitragThema: Re: Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)   Fr Dez 26, 2008 5:12 pm

Es tut mir unendlich Leid....ich hab es einfach nicht zu Ende geschafft. Aber irgendwie ist das wieder typisch ich...erst etwas voller Euphorie beginnen und dann net zum gescheiten Ende bringen *beschämt den Kopf senk* naja hab hier nochmal versucht einen einigermaßen annehmbaren Abschluss zu schreiben, wobei ich viel lieber im normalen FF damit weiterschreiben würde. Also wen ihr wollt und Interesse besteht, kann ich euch noch mehr aus dem Leben von Alex, Sophia, Josef und Simone berichten.

Also bitte seit nachsichtig mit mir.... *lol*

Trotzdem bedanke ich mich mich bei allen für euer grandioses Feedback und das ihr meine etwas chaotische mit etwas komischen Wendepunkten versehene Story verfolgt hab. Aber irgendwie kommt eben immer alles anders :lol!:
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18#Der Tag an dem alles wieder vorbei ist?


Erste Sonnenstrahlen wurden am Horizont sichtbar. Im
Wohnzimmer lagen Alex und Sophia immer noch völlig entblößt eng einander gekuschelt auf der kleinen gemütlichen Couch. Beide Körper waren ausgelaugt und erschlafft von dem wildesten Sex den sie je erlebt hatten. Außerdem zeugten noch die getrockneten Schokoladenspuren an ihnen von dieser Unbeherrschtheit der letzten Stunden. Sophia verfolgte die atemberaubende Nacht bis tief in ihre Träume und sie stöhnte leise vor sich hin.

Der Raum konnte nur ansatzweise den heißen Abend aller Beteiligten widerspiegeln. Ihre Klamotten und allerlei Lebensmittel waren im ganzen Raum verstreut, dennoch konnten Ahnungslose nie die Phantasie aufbringen um sich vorzustellen was genau sich hier für eine unglaublich zügellose und lustvolle Orgie, welche frei von jeglichen Hemmungen war, stattgefunden haben musste.

Josef war der erste der vier der erwachte. Im Schlafzimmer
sah es nicht ganz so wüst aus, obwohl ein Vampir an dem Liebesakt beteiligt war. Dabei sagt man doch SIE wären die ausdauerndsten Liebhaber. Ein feuchtes Top und ebenso ein weißer BH hingen lose am Bettende herunter. „Ah…“ grummelte er. Mein Körper fühlt sich so verdammt schlecht an. Ich habe definitiv zu lange in diesem Bett hier gelegen, dachte Josef bei sich. Er schaute zu der nackten Verführung die sich im Bett zu räkeln begann, die zerknäulte Bettdecke verhüllte gerade das nötigste um seine animalischen Triebe unter Kontrolle zu halten.

Sie schlug die Augen auf und blinzelte ihn an. Ihre langen
Wimpern wippten auf und ab.

„Du bist kein Traum oder?“ sagte sie mit ihrer lieblichen
Stimme. Josef setzte daraufhin sein übliches freches Grinsen auf. „Nein meine Liebe“ schaute dabei auf ihre Bisswunde ab Hals strich sich währenddessen über denselben Punkt an seiner Kehle.

Mir hat noch nie jemand soviel Vertrauen entgegen gebracht,
wie macht sie das nur. Sie hatte mein anders Ich gesehen und ist bei mir geblieben. Simone akzeptierte es, es schien ihr egal zu sein ob ich Mensch oder Vampir war. Für mich war schon heute Heiligabend. Ein größeres Geschenk würde ich beim besten Willen nicht bekommen.


Auch im Wohnzimmer wurde es so langsam wieder lebendig.
Sophia schlug die Augen auf und machte sie sogleich wieder zu, als sie bemerkte wo sie lag. Oh mein Gott. Alex. Nackt. Ich auf ihm.

Sie blinzelte. Doch das Bild blieb. Ich träume nicht….er ist real. Sophia entfuhr ein Kichern und drückte Alex einen Kuss auf die Lippen. „Guten Morgen meine Sexgott“ hauchte
sie ihm entgegen, als sie den Abend in ihrem Kopf Revue passieren ließ. Auch Alex grinste breit und hob eine Augenbraue.

„Du brauchst gar nicht so unschuldig zu schauen meine kleine
Nymphomanin.“ Und drehte dabei eine ihrer blonden Locken um seinen Finger.


Tage später…..


Alex, Sophia, Josef und Simone feierten ein besinnliches
Weihnachtsfest. Doch sie hatten beschlossen sich nichts zu schenken, denn jeder hatte für sich schon sein größtes Geschenk gefunden. Die Liebe ihres Lebens.

Allerdings konnte es Alex dennoch nicht lassen seiner Sophia was zu schenken, aber er wartete bis sie wieder bei ihm Zuhause waren, bevor er seiner Sophia einen miauenden Karton
reichte. Schließlich hatten Tiere eine natürlich Angst vor Vampiren. Sophia wusste mittlerweile auch von Josef Geheimnis und reagierte ähnlich geschockt wie Alex. Dieses Erlebnis schweiste sie noch enger zusammen und zeigte nur
deutlich wie ähnlich sie sich waren und das sie wohl einfach füreinander geschaffen schienen.

Sie lächelte ihn tadelnd an. „Jetzt hab ich ja gar nichts
für dich….“ Seufzte sie. „Das macht doch nicht….sie heißt übrigens Josey“ Sophia entfernte die Schleife von dem Paket
und ein grau getigertes Kätzchen kam zu Vorschein. Es schaute sie mit großes Kulleraugen an. „Oh wie süß“ Sie nahm die Katze heraus. „Ich musste sofort an dich denken Sophia. Der Blick…einfach so unschuldig.“

„Ach und ein Vorteil hat dieses bezaubernde Wesen auch noch.“
Alex schaute erst sie an und dann das Kätzchen. „Josef wird uns wohl nicht mehr so oft besuchen kommen, heißt mehr Zeit für uns“ und legte sanft seine Lippen
auf ihre und die verschmolzen in einem leidenschaftlichen Kuss.



Epilog


Weihnachten das Fest der Liebe?

Für was benötigt man einen einzelnen Tag in Jahr um Menschen
zu zeigen wie lieb man jemanden hat. Ist es nicht eher Heuchelei wenn alle Menschen zur gleichen Zeit im Jahr ihrem Gegenüber zeigen wie gern sie ihn haben, nur weil eben der Besagte Tag ist. Aber wenn es wirklich so wäre….gäbe es wenigstens ein Tag unter den 365 Tagen wo auf der ganzen Welt Liebe und Frieden herrschte, zumindest theoretisch, praktisch sieht das natürlich wieder anders aus.

Dennoch versuchen es die Menschen. Leider artet Weihnachten
jedes Jahr bei den meisten Leuten in Hektik und in einem Kaufrausch oder Kaufzwang aus---was auch immer…. Ist das wirklich der Sinn? Zärtlichkeit? Eine Umarmung? Ist das heute denn nichts mehr wert. Zählt an Weihnachten wirklich nur das größte und teuerste Geschenk? Was sind schon bergeweise Geschenke, goldene Ketten und sonstiges sinnloses Zeug, wenn die Liebe fehlt.

Liebe ist wirklich das kostbarste überhaupt. Ein
wertvolleres Geschenk kann man einer Person einfach nicht machen. Als ihr zu beweisen, dass man sie bedingungslos liebt. Alles an ihr sowohl die Schwächen als auch die Stärken. Jeder Teenager (natürlich gilt dies auch für andere Zielgruppen)der
behauptet seine große Liebe verloren zu haben, hat seinen Traummann und die wahre Liebe in Wirklichkeit noch nicht gefunden.

Denn wenn diese bedingungslose Liebe wirklich auf Gegenseitigkeit beruht, wird sie auch nichts trennen können. Sie wird bestehen….die Liebe, die Seelenverwandtschaft….über den Tod hinaus…bis(s) in die Ewigkeit.



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ganz liebe schokoladige und weihnachtliche Grüße von der durchgeknallten Aru
:santa:

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Die Liebe und andere vorweihnachtliche Katastrophen (fertiggestellt)

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