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 Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)

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Miss St.John
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BeitragThema: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mi Nov 26, 2008 8:26 am

Meine lieben es weihnachtet sehr und ihr habt meine Muse dazu angestiftet ( mich angesteckt) auch mal eine Weihnachts ff zu schreiben




Charaktere: Beth Turner: Hat sich vor kurzem von ihrem Freund Josh getrennt und ist so gar nicht in Weihnachtsstimmung. Sie verschlägt es vor den Feiertagen in eine einsame Berghütte, wo sie dann eine Überraschung erwarten wird...

Alex St. John:

Sexy, Single, Geschieden, Vampir ( weiß aber keiner)
Hat eine Autopanne als er auf der Durchreise von L.A. nach Phoenix ist

Es könnte sein dass meine Geschichte ein wenig an Liebe braucht keine Ferien erinnern wird ;) Oh und vielleicht kommt euch der silberne Volvo auch irgendwie aus nem anderen Film bekannt vor? Alles Absicht^^
Sooo dann mal viel Spaß:

x-x-x-




Teil 1: Nächtlicher Besuch


An den Fensterscheiben bildeten sich Eiskristalle und die Schneeflocken wirbelten wild durch die Luft, als wollten sie miteinander tanzen.
Beth drückte ihre Nase gegen die kalte Fensterscheibe. Sie fröstelte Brrr so kalt war es schon lange nicht mehr. Ich wette das ist der kälteste Winter in L.A. Sie schlang fröstelnd ihre Arme um sich und rieb mit den Handflächen über ihre Schultern.
Gedankenverloren schaute sie in die weiße Winterwelt, die sich vor ihrem Fenster erstreckte.

Weihnachtszeit. Normalerweise liebte ich diese Zeit des Jahres. Wenn der erste Schnee die Dächer wie Puderzucker überzog und die Menschen ihre Häuser mit hellen Funkelnden Lichtern schmückten. Doch dieses Jahr… nein dieses Jahr hätte ich mich am liebsten irgendwo verkrochen und wäre erst wieder raus gekommen, wenn der Frühling den letzten Schnee zum schmelzen brachte. Und mit ihm meine Erinnerungen… Schmerzvolle Erinnerungen an meine erste große Liebe. Josh.

Beth rieb sich die Augen. Sie konnte Tränen darin aufsteigen spüren. Doch sie wollte nicht weinen. Nicht schon wieder. Es war ein Wunder, dass sie überhaupt noch Tränen übrig hatte, sie hatte das Gefühl als hätte sie die letzten Tage nichts anderes getan außer sie zu vergießen.
Nacht für Nacht hatte sie sich in den Schlaf geweint und dann war sie schließlich geflohen.
Weg von dem Ort, an dem selbst die nackten Wände seinen Namen schrien.
Hinfort von dem Schmerz, der ihr das Herz zerriss, so wie sie die Bilder zerrissen hatten, Bilder aus glücklichen Zeiten, die nun im Papierkorb lagen.

Sie schloss die Augen um den Tränen die hinter ihren Lidern brannten nicht zu gestatten, dass sie aus ihr heraus brachen. Beinahe hätte die Müdigkeit sie übermannt und die Einsamkeit in ihrem Herzen gelöscht, Einsamkeit die hier in dieser kleinen Hütte, welche sie ihre Zuflucht nannte, nun deutlicher denn je zu spüren war.

Doch dann stieg ihr plötzlich ein beißender Geruch in die Nase. Etwas verkokelte irgendwo vor sich hin…

„ Oh Scheiße nein!“, schrie sie, verärgert über ihre eigene Vergesslichkeit.
Beth rannte in die Küche, eine große schwarze Rauchwolke kam aus dem Backofen. Beth rümpfte die Nase, als der Geruch hinein kroch und setzte eine betrübte Miene auf „ Oh so ein verdammter Mist. Verbrannt! Die schönen Weihnachtsplätzchen! Sie sind alle schwarz. Ich bin ja so eine blöde Kuh! Nichts gelingt mir. Nicht einmal ein paar dämliche Plätzchen kann ich backen. Kein Wunder dass Josh mich verlassen hat.!“
Dann brach sie in einem Heulkrampf auf dem Küchenboden zusammen.

Zur gleichen Zeit fuhr ein silberner Volvo den Berg hoch.
Der Motor ätzte unter der Anstrengung der steilen Steigung. Der Auspuff gab ein verdächtiges letztes Keuchen von sich. Und dann gab es einen lauten Knall und der Wagen blieb stehen.

Alex schlug frustriert die Hände über dem Kopf zusammen „ Na Klasse! Mitten in der Pampa… weit und breit keine Menschenseele in der Nähe. Mitten auf einem verdammten Hügel…“
Er hielt die Nase in den Nachtwind, der durch die undichten Fensterscheiben zu ihm hereinwehte und schnupperte Nichts. Nada. Null. Klar St. John. Was sollte da auch schon sein? Welcher Mensch der auch nur halbwegs bei klarem Verstand ist setzt bei dieser Schweinekälte auch nur einen Fuß vor die Tür, brummte er im Stillen voller Sarkasmus.
Tja dann muss ich die Karre wohl den Hügel weiter vorwärts schieben.
Er stieg aus und stellte sich hinter das Heck, packte mit beiden Händen an um den Wagen mit aller Kraft vorwärts zu schieben. Mit aller Kraft- hätte man denken sollen, merkwürdigerweise kostete es den Mann in dem langen Mantel aber bloß ein müdes Lächeln.
Ein fester Ruck und dann noch ein bisschen gegen drücken et Voilá !
Alex schob die 1,5 Tonnen vor sich her, als wären sie ein Einkaufswagen.
Während er lief hinterließen seine Schuhe ein knirschendes Geräusch im Schnee.

In der Ferne konnte er ein schwaches Licht sehen.
„ Unglaublich!“ Ein leichtes Lächeln bildete sich um seine Mundwinkel „ Es gibt also doch noch Leben hier Draußen.“
Von dem Lichtstrahl motiviert bewegten sich seine Füße schneller den steilen Hang hinunter.
Fast hätte er den Wagen losgelassen, welcher nun schon ein enormes Tempo drauf hatte.
Er zog die Nase kraus Was war das? Es roch nach Rauch. Jeden Schritt den ich mich näher auf die kleine Hütte, deren Silhouette sich nun im Mondlicht zu erkennen gab näherte wurde der Geruch nach angebranntem stärker. Hatte da etwas jemand einen Kuchen für mich gemacht? Er lachte „ Oh Man Alex du übertreibst es in letzter Zeit ein wenig mit deinem Sarkasmus.“ Aber der Geruch nach angebranntem Teig erfüllte nun mehr und mehr die Luft.

Beth hörte wie es an der Tür klopfte.
Sie verstummte. Wer kann das denn sein? Um diese Zeit?? Und dann auch noch hier in diesem Kaff? Sie rappelte sich vom Boden auf und wischte sich die Tränen an ihrem Ärmel aus dem Gesicht.
Kurz warf sie den undefinierbaren schwarzen Klumpen in ihrem Ofen einen letzten hoffnungslosen Blick zu dann lief sie durch den Flur.
" Oh Gott wie ich aussehe", sie prüfte ihr Spiegelbild und schnitt dem verheulten Gesicht darin eine Grimasse.

Es klopfte noch einmal. Drängender.
" Ja doch! Komme schon!", rief Beth noch immer völlig ratlos wer um diese Zeit bei ihr vorbeischauen würde. Ein Hoffnungsschimmer brannte ganz kurz in ihr auf Josh!
Mit leicht wackligen Beinen umfasste sie die Türklinke, strich sich schnell noch über ihren Pferdeschwanz und öffnete die Tür.

tbc?

aber nur gegen Feedback ;-)


Zuletzt von Miss St.John am Do Dez 11, 2008 6:14 am bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet
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Miss St.John
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mi Nov 26, 2008 10:06 am

Ihr habts nicht anders gewollt^^ Es geht schon weiter. Wow! Hab mich riesig über euer Feedback gefreut. Danke!


Teil 2: Geheimnisvoller Fremder

„ Entschuldigen sie Miss… mein Wagen ist liegen geblieben, ähm…“ Der Mann , der im Türrahmen stand musterte Beth mit scheinbar nachdenklichem Blick.
Ob sie sich wohl mit Autos auskannte? Na wohl eher nicht
Beth hob skeptisch eine Augenbraue und forme die Lippen zu einem „O“.
„Ja also wissen sie… es ist sehr kalt hier Draußen. Wir haben unter Null und im Radio sagen sie, dass ein schwerer Schneesturm aufziehen soll…“, redete er unbeholfen weiter.
Oh Man! Wieso erzähle ich ihr das alles. Sie sieht nicht so aus, als ob sie das interessiert. Mit einem undurchdringlichem Ausdruck schaute Alex die kleine Frau die vor ihm stand lange an. Hübsch. Wirklich hübsch. Das Licht über der Tür war nur sehr schwach und gab nur die eine Hälfte ihres Gesichts frei. Aber was Alex sah, gefiel ihm.

Beth hatte bis jetzt keinen Ton gesagt. Sie stand einfach nur da und hörte dem Geplapper des Fremden Mannes zu. Des gut aussehenden Fremden Mannes. Des verdammt gut aussehenden Fremden Mannes . fügte sie Gedanklich an, als sie sein Gesicht in dem schwachen Lichtschein betrachtete. Er hatte einen ungewöhnlich blassen Teint, dunkles Haar, das unter einem Baseballcap hervorlinste und seine Augen… So eine Farbe hatte Beth noch nie in ihrem Leben gesehen. Sie überlegte gerade ob sie eher grün oder doch braun waren als seine raue männliche Stimme sich räusperte „ Verzeihen sie die Störung Miss… Ich sollte vielleicht einfach wieder gehen… ich finde schon irgendein Hotel in der Nähe, das mich…“
Beth zuckte zusammen „ Huh? Was? Hotel… oh. Nein. Nein wie unhöflich von mir. Kommen sie doch erst einmal rein, bevor sie mir da Draußen noch festfrieren.“, stammelte sie und errötete leicht. Ein Verlegenes Lächeln huschte über ihre heißen Wangen. Sie trat einen Schritt beiseite und ließ Alex eintreten.

Ihre Augen betrachteten ihn noch einmal und sie stellte fest, dass sie sich ganz und gar nicht geirrt hatte. Dieses Exemplar Mann war wirklich attraktiv. Sie musterte seinen dunklen Mantel, auf dem die kleinen weißen Schneeflocken zu schmelzen begannen.
Seine großen Hände nahmen nun die Kappe von seinem Kopf und brachten winzige Kleine Locken zum Vorschein.
Beth wurde ganz schwindelig Oh nein! Das geht gar nicht. Er hat Locken. Ich liebe Männer bei denen sich die Haare kräuseln, wenn sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen.
Oh Shit Beth. Reiß dich zusammen… Starr ihn vor allem nicht so an. Das ist ja peinlich. Du kennst ihn gar nicht. Vielleicht ist er ein total selbstverliebtes Arschloch. Oh ja! Ja ganz bestimmt. Alle gut aussehenden Kerle sind Arschlöcher… oder Machos… oder… oder… Oh Gott! Was wenn er ein Irrer ist? Ein kranker Psycho mit der einzigen Absicht mich zu killen!


„… Haben sie etwas dagegen wenn ich ihr Telefon kurz benutze Miss? Mein Handy bekommt kein Signal.“
Beth hätte fast geschrieen, als seine Stimme an ihr Ohr drang. So sehr war sie in ihren Wahnvorstellungen verstrickt. Sie zuckte heftig zusammen
„ Nein… Ich meine nein natürlich nicht. Es steht gleich da drüben.“ Sie deutete mit der Hand zu einer kleinen Kommode und ging dann langsam in Richtung Küche, damit der geheimnisvolle Fremde ungestört telefonieren konnte.

Beth setzte sich auf einen Stuhl gegenüber vom Ofen und sprach zu den verbrannten Plätzchen „ Für einen Killer ist er zu nett. Wobei… waren die das nicht alle? So ist es doch in den Filmen auch immer oder…“ Ihr Herz fing zu rasen an, sie spürte wie ihr der Schweiß ausbrach. Hör damit auf Beth! Du bist ja völlig panisch. Ich sollte nicht soviel Crime Tv schauen., ermahnte sie sich zur Vernunft und atmete tief aus.

„ Josef? Ich bin’s Alex. Schlechte Nachrichten, das mit unserem Treffen kannst du wohl knicken. Ich hab ne Autopanne und sitze hier fest… mitten in der Pampa. Bin jetzt gerade bei einer jungen Frau…“
Es entstand eine Pause. Beth stand auf Zehenspitzen vom Stuhl auf. Sie tapste näher an die Tür und presste ihr Ohr gegen die Wand. Das macht man nicht Beth., tadelte sie sich als sie sich dabei ertappte wie sie dem Gespräch auf dem Flur lauschte. „ Alex..“, wiederholte sie seinen Namen flüsternd.
Ich frage mich was die Pause soll. Worüber redet er gerade?

„… Ja sehr sogar. Blond. Zierlich…“, hörte sie Alex nun sagen.
Sie wurde hellhörig erkannte sofort: Blond… zierlich… Der redet über mich!
Vorsichtig trat sie noch einen weiteren Schritt näher. Sie wusste nicht ob sie das nun gut oder schlecht finden sollte, dass irgendein Fremder in ihrer Wohnung stand und mit einem Josef wie auch immer - vermutlich seinem Freund- über sie redete.

Plötzlich waren Schritte auf dem Parkett zu vernehmen. Beth hielt die Luft an und versteifte sich. Oh nein…
Tapsende Geräusche. Sie kamen näher.
Er ist doch ein Killer…. schoss es ihr durch den Kopf.

MIAU MIAUUU
Beth bekam fast einen Herzinfarkt, sie schlug sich die Hand vor den Mund.
„ Josie.“, zischte sie leise und ließ zugleich den Atem aus, den sie angehalten hatte.
Ihre kleine getigerte Katze Josie schaute aus grünen großen Augen zu ihr hoch und leckte sich die Tatzen.
„ Puh… hast du mich erschrocken… du hast sicher Hunger. Komm ich gib dir etwas…“
Sie lief zum Kühlschrank herüber und öffnete ihn.

„ Ich habe beim Hotel angerufen“, kam es da plötzlich wie aus dem Nichts. Er stand direkt hinter ihr. Beth wurde kreidebleich, sie widerstand ein zweites Mal dem Drang zu schreien.
Ich hab ihn gar nicht gehört. Verdammt! Irgendwie ist mir der Typ unheimlich. Er ist ja ganz süß aber… Brrrr , sie zitterte, eine Gänsehaut ließ die Härchen an ihren Armen aufrecht stehen.

„ Oh Verzeihung, ich wollte sie nicht erschrecken.“
Beth verdrehte die Augen „ Tun sie das nie wieder hören sie!“
Alex trat nervös auf der Stelle rum „Tut… tut mir wirklich leid.“
Sie seufzte und versuchte sich zu beruhigen.
„ Also?“, fragte sie.
Er schaute sie irritiert an „ Bitte?“
„ Sie wollten etwas sagen, bevor sie mich fast zu Tode erschreckt haben. Sie sagten… sie haben beim Hotel angerufen… und weiter?“, sagte Beth tonlos.
Alex sah aus dem Fenster. Die Schneeflocken hatten zugenommen.
„ Oh… ach ja. Das Hotel das ich anrief… nun ja…“, druckste er herum und biss sich auf die Lippen.
Beth hob die Augenbrauen „ nun ja… was?“
Meine Güte warum können Männer nicht einfach direkt sagen was sie meinen. Und da heißt es immer wir Frauen sind kompliziert
Sie schaute ihn erwartungsvoll an.

„ Sie sind ausgebucht.“, sagte er schließlich und wand den Blick dabei nicht von der Fensterscheibe.
Beth wollte wieder etwas fragen, doch dann dämmerte ihr, worauf er hinaus wollte.
„ Oh!“, machte sie und fummelte an dem Bund ihres T-Shirts herum.
„ Das ist… das ist wirklich bedauerlich…“
Alex schaute sie an. Fast schon verletzt. „ Ja bedauerlich.“, sagte er leise und ging zur Tür.

Beth zögerte. Es gibt nur dieses eine Hotel hier. Verfluchtes Kaff! Okay… okay… ich kann ihn ja schlecht einfach wieder vor die Tür setzen. Es ist kalt… und es soll einen Sturm geben. Hmmm…
Sie ging auf die Tür zu und stellte sich direkt vor Alex.
„ Warten sie! "
bitte ,fügte sie in ihrem Kopf an.
Er ließ den Türgriff los und schaute sie an. Zwei Große Fragezeichen in seinen wunderschönen Augen.

„ Bleiben sie doch einfach… bleiben sie doch einfach hier.“, murmelte Beth.
Die Wörter kamen schwer wie Blei über ihre Zunge.


Zuletzt von Miss St.John am Do Dez 04, 2008 5:32 am bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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Miss St.John
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Do Nov 27, 2008 6:18 am

Nächster Teil! Euer Feedback hat mich wirklich angeheizt. Ich danke euch ganz doll und hoffe, dass dieser Teil trotz meiner Erkältung und der Benommenheit wieder euren Geschmack trifft... Ach so und wenn ihr schön brav seid Kinder *g* dann wird der nächste eine 18 er Variante. ;) Natürlich wie immer im Freezer zu finden.



Teil 3: Es knistert

Ihre Blicke trafen sich einen Moment lang. Niemand sagte ein Wort. Beth ließ sich von der Farbe seiner Augen gefangen nehmen.
Das war wohl zu offensichtlich, denn plötzlich wand Alex diese beschämt zu Boden.
Ich konnte doch nicht einfach hier bleiben. Das war unmöglich. Irgendwann würde ich Hunger bekommen. Zwar hatte ich vor meiner Abreise noch gut gegessen und bei der Kälte fiel es mir nicht ganz so schwer meine Triebe in Zaum zu halten, aber zwangsläufig würde diese Geschichte hier nicht gut ausgehen. Außerdem.... wo sollte ich schlafen? Weit und breit keine Tiefkühltruhe, ich konnte ja schlecht in den Kühlschrank klettern... Aber zurück... Zurück kam ich auch nicht mehr. Es gab keinen Ausweg. Ich saß hier fest.

Beth trat nervös von einem auf dem anderen Fuß und kaute schuldbewusst auf ihrer Unterlippe. Das Schweigen wurde ihr langsam zu unangenehm also beschloss sie die Situation gleich mal ein bisschen aufzulockern:
" Also die Couch im Wohnzimmer kann man ausziehen... ich werde ihnen natürlich das Bett überlassen... ist gemütlicher. Was wäre ich auch sonst für ein schlechter Gastgeber nicht wahr?", plapperte sie mit einem gestelzten Lächeln. Wie blöd. Das klang sicher auch nicht besser Sie wünschte sich ein Loch, in das sie sich auf der Stelle eingraben konnte.

Alex sah noch immer unschlüssig aus, er blickte zwischen der Tür und Beth roten Wangen hin und her. Dann musste er plötzlich Schmunzeln. " Werden sie eigentlich immer so schnell rot?"
Wum! Die Farbe auf ihren Wangen wandelte sich, kaum hatte er die Worte ausgesprochen von einem leichten Rosé zu einem Tomatenrot. Sie glühte wie eine Verkehrsampel.
Beth schluckte und Alex betrachtete ihren Hals. Sah wie sich der Kehlkopf unter der Porzellanartigen Haut hin und her bewegte.
" Bitte was? Also das ist ja wohl... und sie? Haben sie immer so schlechte Manieren?", schoss sie zurück und wollte dabei unglaublich selbstbewusst wirken. Leider verfehlten ihre Piepsigen Worte die Wirkung komplett. Vielleicht sollte ich mein Angebot wieder zurücknehmen. Noch hat er eh nicht geantwortet.
" Verzeihung, ich wollte sie nicht in Verlegenheit bringen.", hörte sie ihn sich entschuldigen.
Das hat er aber offensichtlich...

Alex ging auf das Wohnzimmer zu und beäugte die alte abgewetzte Couch. Er ließ seine Handfläche über das Leder gleiten " Nett.", bemerkte er leicht ironisch. Beth klappte den Kiefer nach unten um etwas zu kontern, aber er war schon wieder viel zu schnell für sie. " Tja also... das Angebot einer so hübschen Lady sollte man nicht ablehnen richtig?" Seine Stimme klang unendlich rau wie der Wind, der in den Bergen heulte.
Beth bekam eine Gänsehaut. Jedoch war sie dieses Mal von der angenehmen Art.
Sie schluckte abermals und nickte leicht " Wie gesagt, sie können auch das Bett haben.", fiepte sie leise. Hoffentlich klang das nicht schon wieder zu zweideutig
Alex lächelte. Scheinbar hatte er sich damit abgefunden, dass er heute Nacht nicht wieder zurückfahren konnte. Er musste sich eben im Griff haben. sobald ich hungrig werde, schleiche ich einfach aus dem Haus und jage ein Tier. Hier wird es jawohl genug Wild geben. Also gut... dann bleibe ich hier... aber sicher nicht in ihrem Bett...
" Das ist wirklich sehr zuvorkommend von ihnen und ich weiß ihr Angebot zu schätzen aber ich denke ich ziehe die Badewanne vor.", wand er höflich ein.

Will der Typ mich jetzt total verarschen? Beth sah ihn ungläubig an, dann lachte sie " Ähm... sie machen Witze?"
Er schüttelte den Kopf, seine Augen waren ernst. Beth war schon wieder kurz davor sich darin zu verlieren.
" Ganz und gar nicht.", sagte Alex nun knapp.
Beth war noch immer misstrauisch. Argwöhnisch legte sie den Kopf zur Seite. Dann zuckte sie die Achseln " Von mir aus. Ganz wie sie meinen."
Oh Man! Der ist total Irre., fuhr es ihr wieder leicht panisch durch den Kopf.

Alex ging von der Couch weg und trat auf Beth zu. Er stand nun so dicht vor ihr, dass sie ihn ruhig einatmen hörte. " Ach und übrigens. Ich heiße Alex St. John. Wollen wir das alberne Sie nicht einfach sein lassen."
Er reichte ihr seine Hand. Beth fröstelte bei der eiskalten Berührung seiner Haut. Ich sollte den Kamin anschmeißen, sonst erfriert er noch.
Sie erwiderte schüchtern seinen Händedruck und lächelte leicht " Alex. Alex St. John? Schön sie kennen zu lernen. Ich bin Beth Turner."

Sie sah ihm dabei zu wie er sich in den Ohrensessel gegenüber der Ledercouch fallen ließ.
" Also Beth...", sagte er und seine Stimme traf sie wie ein Blitzschlag. Wie konnte ein Mann nur eine dermaßen rauchige Stimme haben? Das gehörte schon verboten.
Beth stützte ihr Kinn in eine Hand und versuchte ihn nicht zu auffällig anzustarren. " Ja?...", entgegnete sie wie hypnotisiert.
" Haben sie...ähm ich meine natürlich hast du etwas zu Trinken für mich?"

Es vergingen einige Stunden und Beth stellte schnell fest, dass seine Gesellschaft sie wirklich fesselte. Ja geradezu bezauberte. Das Kaminfeuer knisterte im Hintergrund und die Landschaft vor ihrem Fenster verschwand immer mehr unter einer dichten weißen Pulverdecke. In der Ferne hörte man den Sturm nahen. Beth anfängliche Bedenken schwanden immer mehr. Jetzt war sie sogar froh, dass sie in einer so stürmischen Nacht nicht allein sein musste.

Beth saß einfach nur da und lauschte dem beruhigendem Bass seiner Stimme, als er schließlich sagte " Was macht so eine attraktive junge Frau wie du, ganz allein auf einer Berghütte in einem Kaff und das so kurz vor Weihnachten?"
Beth spürte wie sich ein Kloß in ihrer Kehle bildete. Gute Frage. Ich habe sie mir auch schon das ein oder andere Mal gestellt...
Sie schaute demonstrativ aus dem Fenster als sie ihm antwortete " Ich halte nicht viel von Weihnachten.", kam es sachlich.
Alex zog erstaunt die Brauen hoch " Beth ich bitte dich... jeder mag doch Weihnachten. Ich meine, wie kann man es denn nicht lieben? All die bunten Lichter in der Stadt und der Duft nach süßem Gebäck, der die Luft erfüllt. Glückliches Kinderlachen... die Menschen haben sich gern..."
Er bemerkte dass sich ein Schatten über ihr zartes Gesicht gelegt hatte. " Oh...", machte er leise.
" Verstehe. Du hattest Jemanden."

Als Vampir wusste ich wenn eine Beziehung gerade erst in die Brüche gegangen war. Ich konnte den Schmerz in ihren Augen flackern sehen und ich hörte wie ihr Herz ein Klagelied sang.
" Das tut mir leid..."

Beth seufzte und schaute zu den Orangenen Flammen im Kamin. Wieso war er nur so verständnisvoll. Es tat ihm leid. Ha! Er kannte mich doch nicht einmal. Vielleicht brauchte er mich ja gar nicht zu bedauern. Vielleicht hatte ich es ja nicht besser verdient.
Sie spürte Tränen hinter ihren Lidern. Alex hielt ein Glas Single Malt in den Händen und ließ die Flüssigkeit darin hin und herschwappen.
" Es tut mir leid. Das war unhöflich von mir... ich hätte nicht fragen sollen.", hörte Beth ihn wieder.
Sie stand von der Couch auf und lief energisch im Raum umher " Nein! Stimmt das hättest du nicht...aber jetzt wo es schon zu spät ist und du es eh getan hast... ja ich hatte einen Freund. Und ich will nicht länge darüber reden okay." Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen nahm sie sich nun das zweite Glas, das auf dem Tablett neben der Flasche stand und goss sich selber davon ein.
Sie exte es herunter und beeilte sich, ehe er wieder schneller war, zu sagen " So! Nun aber genug von mir geheimnisvoller Fremder." Sie zwinkerte ihm zu.
" Du hast noch gar nichts über dich erzählt. Was führt so einen interessanten Mann in eine so langweilige Stadt wie Phoenix?"
Das 'interessant' war ihr rausgerutscht. Sie hoffte nicht schon wieder rot zu werden.

Alex streckte die langen Beine aus und dann begann er zu erzählen...

Ich sagte ihr, dass ich aus L.A. kam und meinen Freund in New York besuchen wollte. Dass ich vorher ein Päckchen in der Nähe von LA Push abholen sollte, für ihn.
Den Rest kannte sie... Natürlich ließ ich den Teil in dem ich ihr gestand was ich war aus.

Beth gähnte leise und Alex hörte sofort auf zu erzählen. Er schaute auf seine Uhr und stellte verwundert fest, dass es bereits nach Mitternacht war. Sie hatten beide die Zeit völlig vergessen und nicht bemerkt wie sie verflog. Die Fensterläden begannen nun heftig zu klappern und Beth zuckte erschrocken aus ihrem Halbschlaf hoch.
Sie hatte die Augen geschlossen " Huch! Hast du was gesagt? Tschuldigung ich muss eingenickt sein."
Sie gähnte noch einmal.

Alex hatte den Blick auf ihre geschlossenen Lider gerichtet. Er musste lächeln, als er sie so friedlich schlummern sah.
" Langweile ich dich so?", drang es flüsternd an ihr Ohr. Beth hatte sich in die Ecke der Couch gerollt wie ein Baby im Mutterleib.
Sie öffnete die Augen " Was? Nein! Überhaupt nicht." Das war die Wahrheit. , dachte sie träge. " Ich bin nur so müde."
Das Sofa neben ihr knartschte und drückte sich unter seinem Gewicht nach unten, als Alex platz nahm.
Sie spürte seine Finger auf ihrem Haar und gab ein leises genießerisches Seufzen ab.
Das fühlt sich schön an..., dachte sie schläfrig.
" Schlaf gut Beth.", hauchte er in ihren beginnenden Traum hinein.
Dann stand er auf und ging ins Badezimmer.


Zuletzt von Miss St.John am Do Dez 04, 2008 5:33 am bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Do Dez 04, 2008 3:33 am

Danke euch allen für euer feedback, ich war ganz gerührt


Teil 4: Heiß -Kalt

Alex ließ kaltes Wasser in die Badewanne einlaufen und entledigte sich seines Shirts. Dann zog er Schuhe und Socken aus und tapste barfuß und nur in einer hautengen Jeans bekleidet, die tief auf seinen Hüften saß in die Küche. Er öffnete den Kühlschrank und vermied dabei jedes Geräusch, da er Beth nicht wecken wollte. Mit einer Hand schaufelte er Eiswürfel in eine große Plastikschale. Diese war das einzige was er in ihrem sperrlichen Haushalt finden konnte. Mit der Schale unterm Arm lief er zurück ins Badezimmer und ließ das Eis in die Wanne gleiten. Anschließend stieg er selbst hinein.

Umgeben von eisig kaltem Wasser schloss der Vampir die Augen und wartete auf den regenerierenden Schlaf. Doch er fand keine Ruhe, er musste immerzu an Beth denken. An ihre weich geschwungenen Lippen, an die Meeresblauen Augen und ihr goldenes Engelshaar.
Alex stellte sich vor sie zu küssen…

Beth’ Lippen flüsterten seinen Namen „ Alex… Alex…“
Sie sah sein Marmorgleiches Gesicht vor sich, sie sah seine Lippen die langsam näher kamen.
Sie seufzte in wohligen Klängen.
Dann öffnete sie wie benommen die Augen. In ihrem Herzen hatte sich ein Gefühl bemerkbar gemacht, dass sie lange schon nicht mehr empfunden hatte. Sie verspürte plötzlich unglaubliche Sehnsucht.
Sehnsucht nach einem Fremden. Sehnsucht nach dem Mann den sie erst einen Abend lang kannte und der ihr schon so vertraut war, als kenne sie ihn eine Ewigkeit. Sehnsucht nach Alex.

Beth schaute auf die Uhr halb zwei Sie hatte also bloß eine Stunde geschlafen.
Vielleicht war er ja noch wach , machte sie sich selber Hoffnung und jetzt wurde ihr richtig warm, was nicht nur an dem Kaminfeuer lag.
Sie musste unwillkürlich an den Film ‚ Liebe braucht keine Ferien denken’. Beth schmunzelte.
Dieser Film zählte zu ihren Lieblingsfilmen. Es war so unglaublich was diese Amanda in ihrer kleinen Winterhütte erlebt hatte. Sie hatte Sex mit einem völlig Fremden gehabt.

Oh Beth! Du wirst doch wohl nicht…, dachte sie über sich selbst erschrocken und schloss die Augen. Sie biss sich auf die Lippen um den Gedanken, die Idee die in ihr keimte zu verdrängen.
Du kennst diesen Mann doch gar nicht Turner! , belehrte sie ihr Gewissen.
Beth schüttelte den Kopf Nein da hast du recht… aber… , sprach sie zu ihrem Gewissen und dachte wieder an Alex hübsches Gesicht. Diese perfekten Lippen. Sein Welliges Haar.
Sie rief sich seinen himmlischen Duft ins Gedächtnis. Er roch so wundervoll. So herb und so sexy und so einzigartig. Nach Alex eben.

„ Aber genau das macht die Vorstellung ja so aufregend.“, wisperte sie sich selbst zu und rollte sich von der Couch. Sie steuerte direkt auf das kleine Schränkchen über dem Kamin zu. Sie wusste was sie jetzt brauchte. Beth riss schwungvoll die Tür auf und betrachtete die kleine Auswahl an Spirituosen.
Ohne lange darüber nachzudenken nahm sie eine Flasche mit einer klaren Flüssigkeit und schraubte den Verschluss auf. Ein großer Schluck rann brennend durch ihre Kehle.
Sie verzog angewidert das Gesicht „ Pah! Brrrr…“ machte sie und schüttelte sich Das sollte genügen. Schmeckt ja scheußlich. Es muss reichen… ich werd jetzt einfach an die Schlafzimmertür klopfen und dann… Oh oder lieber das Badezimmer? Hat er nicht gesagt, er wollte im Badezimmer schlafen, überlegte sie weiter.

Sie griff noch einmal beherzt zu der Flasche und kippte einen großen Schluck in ihre Kehle " Ihhh Gitt!", machte sie und stellte den Rest zurück in den Schrank.
Okay ich hoffe es hilft... zum Mut antrinken , dachte sie und schluckte hart.

Langsam ging sie auf das Badezimmer zu und klopfte gegen die Tür.
" Hallo?", fragte sie flüsternd.
" Alex?"
Keine Antwort.
Sie klopfte noch einmal etwas lauter.
Poch Poch. Ihr Herz ahmte den Rhythmus nach.
Noch immer nichts.
Sie zögerte eine Sekunde, dann stieß sie sanft die Tür beiseite.

Alex konnte das aufgeregte Schlagen ihres Herzens hören. Es war wie ein Ruflaut.
Er roch den süßen Duft ihrer Haut, das Shampoo ihres Haars strömte ihm entgegen. Ein Duft wie eine bunte Blumenwiese im Frühjahr. Ein Duft wie Sonnenstrahlen die den Tag ankündigen.Etwas das er lange schon vergessen hatte und das ihn nun berührte.
Auf seinem Ausdrucklosem Gesicht malte sich ein Lächeln ab.
Er inhalierte die Luft, die sich nun mit Beth süßer Präsenz erfüllte.

Die Eiswürfel gaben einen klappernden Laut von sich, als sie bei Alex Bewegung gegeneinander stießen.
Er blinzelte kurz in den Lichtstrahl welcher sich durch die Tür stahl, aber seine Augen hatten sich schnell an die unerwartete Helligkeit gewöhnt.
Ihre Schitte kamen näher.

" Alex?", fragte sie vorsichtig und schaute verstohlen in das Wasser.
Oh mein Gott! Dieser Körper! Ich will ihn berühren, ich will seine Haut mit meinen Fingerspitzen nachzeichnen. Sie biss sich nervös auf die Lippen als sie seine muskelösen Oberarme sah.
Der Schwache Lichtschein reflektierte sich in seinen Augen und sie betrachtete das Farbenspiel. " Also ich... ich fühle mich ehrlich gesagt einsam und da dachte ich...", stammtelt sie leise und ärgerte sich, dass sie nicht doch mehr zum Mut antrinken geschluckt hatte. Beth trat noch ein wenig näher an die Badewanne. Jetzt sah sie dass er eine Jeans trug und zog überrascht, vielleicht auch etwas enttäuscht die Brauen hoch Wieso geht er mit Klamotten da rein? Und was sollten überhaupt die Eiswürfel?
Zögerlich streckte sie ihre Hand ins Wasser und fischte einen der schmelzenden Würfel heraus. Sie betrachtete das glänzende Eis und dann wieder Alex Gesicht. Seine Augen waren offen aber er wirkte nicht wirklich anwesend. Doch auf seinen Lippen lag ein Lächeln. " Also... vielleicht magst du mir ja ein wenig Gesellschaft leisten.", fragte sie wenig hoffnungsvoll und schaute auf den schmelzenden kleinen Quader in ihrer Hand.

Alex schwieg noch immer. Nur an der langsamen Bewegung seiner Pupillen konnte man erkennen, dass er nicht schlief.
Beth seufzte Was hab ich mir nur dabei gedacht? In diesen Filmen ist es irgendwie leichter...
" Okay ich... ich gehe...", nuschelte sie und wollte sich zur Tür umdrehen, doch dann legte sich plötzlich eine eiskalte Hand in ihren Nacken. Beth fröstelte und vergaß fast zu Atmen. Die Berührung seiner Haut war als würde man eine Eisskulptur anfassen.

" Nein nicht... bitte geh nicht.", flüsterte er und klang unglaublich rau. Sexy.
Beth fröstelte nicht mehr ihr wurde heiß. Sie bagan innerlich zu glühen. Dachte sofort wieder an ihren Traum zurück.
Er fasste nach ihrem Arm und zog sie sachte heran. Seine Augen glitzerten. " Ich fühle mich auch einsam.", sprach er und schaute ihr direkt in die Augen.
Ein Blitz ging durch Beth Körper, traf sie von den Haarwurzeln bis in die Zehenspitzen. " Ach wirklich?", hauchte sie zurück und klang nun eine Spur sehnsuchtsvoll.
Alex strich ihr mit nassen Fingern über die Innenseite ihres Arms. Sie stieß Geräuschvoll ihren Atem aus. " Du... Du schläfst also wirklich da drin...", bemerkte Beth mit schwacher Stimme. Ihre Augen konnten sich nicht aus seinem Blick lösen.

Er nickte " Ja..."
Dann stand er plötzlich auf und stieg aus dem Wasser. Kam direkt auf sie zu.
Einen Moment sagten sie beide kein Wort, sahen sich nur an. Spürten das Knistern. Die Sehnsucht die sich in den Augen des anderen ausbreitete.
Dann holte Beth tief Luft und stellte sich auf die Zehenspitzen. Sie umfasste mit ihren Armen seinen Hals. Presste ihren Oberkörper gegen seine Brust. Ihre dünnes Top war sofort klatschnass aber das war ihr egal. Sie spürte nicht einmal die Kälte die von dem Eiswasser ausging. In ihr flackerte ein sachtes Feuer "Kennst du dieses Gefühl, wenn man etwas verrücktes, etwas unüberlegtes tun will?", hauchte sie ihm zu und berührte mit ihren Fingerspitzen seinen Nacken.
Alex leckte sich über die Lippen. " Vielleicht...", entgegnete er. Seine Stimme klang verführerisch. Er umfasste sanft Beth Taillie. " Woran denkst du da genau?"
Ihr Inneres zog sich zusammen. Ihr Herz setzte einen Schlag aus " Ich wünschte du würdest mich jetzt..."
Küssen... , schrie ihr Verstand und seine weichen Lippen landeten auf ihrem Mund, hinderte sie am weitersprechen. Hinderten sie am Denken. Alles was sie wollte war er. Sie wollte ihm nahe sein. Sie wollte ihn spüren.


Weiter im FSK 18 Bereich bitte


Zuletzt von Miss St.John am Mo Dez 08, 2008 2:18 am bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Do Dez 04, 2008 3:33 am

...

Beth schmiegte sich an Alex Brust und brachte ihren flachen Atem langsam wieder unter Kontrolle. Sie lächelte " Oh Wow...", flüsterte sie.
Dann kuschelte sie ihr Gesicht in seine Halsbeuge und schlug die Augen zu.

Alex streichelte über ihr Haar und schaute benommen in die Flammen die im Kamin tanzten.
" Ja Wow...", entgegnete er und sog noch einmal den Duft ihrer Haut ein.

[Alex]

Ihr Duft war überwältigend und er breitete sich in der Hitze des Raumes aus. Kroch in jede Zelle meines Körpers. Ich schauderte als ich plötzlich sah wie ich mich über sie beugte und ihr in den Hals biss.

Um einen Schrei zu unterdrücken schlug er sich mit der flachen Hand gegen den Mund und sprang augenblicklich auf.
" Nein! Nein! Ich muss hier raus. Gott ich hätte es nicht soweit kommen dürfen... ich darf es nicht noch weiter kommen lassen!", sprach er zu sich selbst. Allerdings auf einer für das Menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Frequenz.

Ich musste sofort raus hier. Ich brauchte Blut und ich würde ganz sicher nicht ihres trinken

....
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mo Dez 08, 2008 2:25 am

Danke euch allen für eure Feedbackleckerlis. Die sind bei mir immer Willkommen und lassen mein kleines Herzchen höher schlagen. So nun wirds spannend ich hoffe ihr seid nicht enttäuscht, dass es so kommt. Aber irgendwann musste sie es ja mal erfahren...

Teil 5: Entdeckt

Alex wollte dir Tür aufreißen doch sie ließ sich nicht öffnen. Er versuchte es noch einmal, stemmte sich mit seiner ganzen Kraft dagegen- und davon hatte er nicht wenig- doch die Tür bewegte sich nicht einen Millimeter von der Stelle. Er verdrehte die Augen und warf sein Gewicht gegen das Holz. " Na komm schon.", befahl er doch die Tür war stur.
Das durfte doch nicht wahr sein. So etwas war mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Noch nicht mal zu den Zeiten als ich noch ein Leben hatte. Wieso jetzt? Wieso in einer dermaßen ungünstigen Situation. Verdammter Schnee! Er verfluchte den Schneesturm der Draußen wütete obwohl er ihn vor wenigen Sekunden noch verehrt hatte. Aber jetzt war er anscheinend daran schuld, dass Alex nicht hinaus konnte. Vor der Tür hatte sich eine zwanzig Zentimeter hohe Eis und Schneeschicht gebildet. Das Schloss war eingefroren und es gab keinen Weg mehr hinaus,

Beth Duft hing noch immer im Raum, wurde von der Hitze des Feuers zu ihm hingetragen. Sein Blutdurst wuchs, er verkrampfte seine Hände. Ich muss hier raus
Alex starrte auf das Fenster und sprang auf den Schrank der darunter stand. Er zerrte an dem Hebel, drückte ihn nach unten. Doch auch dieser war wie erstarrt. Festgefroren.
Alex wand rohe Gewalt an zerrte so fest, bis der Hebel abbrach und in seiner Hand landete.
Na Klasse! Ganz große Klasse! , fluchte er und legte den Hebel beiseite. Und was jetzt? Ich kann ja schlecht das Fenster einschmeißen.
Wobei der Gedanke mit jeder dahin streichenden Sekunde verlockender wurde.

Er raste in die Küche und versuchte es mit dem nächsten Fenster zu seiner großen Verwunderung ließ es sich öffnen. Jedoch, kaum dass er einen Fuß hinaus gesetzt hatte, versank er in einem kalten weißen Pulverberg. Alex schluckte Schnee und schaufelte sich mit seinen Händen einen Ausgang.

Ich konnte nicht fassen was ich sah: Es war alles weiß. Der Schnee türmte sich Meter hoch. Vom Wald der hinter der puderigen Landschaft verborgen lag konnte ich nichts mehr sehen.
Ich war zwar ein Vampir und ich war stark aber gegen Naturgewalten kam selbst ich nicht an. Ich hatte nicht die geringste Chance da durch zu kommen


Von seinem wachsenden Durst angetrieben versuchte er es dennoch. Mit schweren Schritten stapfte er durch den Schnee und kämpfte sich seinen Weg zum Wald frei.
Die Kälte die ihn umgab machte es zwar erträglicher doch völlig würde sie den Hunger nicht auslöschen.

Beth rollte sich auf die Seite und streckte ihre Arme nach ihm aus. Doch was sie fühlte, war nicht das was sie erwartet hatte. Sie griff ins Leere. Kein Alex.
Erschrocken riss sie die Augen auf Wo ist er? Sie stellte fest, dass sie nicht einen Faden am Leib trug. Nach zwei Sekunden wusste sie auch warum. Wir hatten Sex. Oh mein Gott ich glaub es nicht, ich hab es wirklich getan. Und es war sooo… soooo Wow! Aber wo war der Mann der sie so glücklich gemacht hatte jetzt? Für einen Moment wurde ihr ganz übel. Hatte sich dieser Traum etwa in einen jener Alpträume verwandelt die man aus den tragischen Liebesfilmen immer sah? War sie auf ihn reingefallen und entpuppte sich der geheimnisvolle attraktive Fremde etwa als ein egoistischer Herzensbrecher, der nur darauf aus gewesen war sie flach zu legen?

Tränen stiegen in Beth auf doch sie wollte sie nicht zulassen. Sie wollte einfach nicht wahr haben, dass es so sein könnte. Dazu war es viel zu wundevoll. Fast wie in einem Märchen.
Ja aber Märchen gibt es nicht Turner. Nicht jede Geschichte hat ein Happy End, unkte ihr Gewissen. Beth schüttelte heftig den Kopf „ Nein! Nein dafür gibt es sicher eine ganz einfache Erklärung!“, widersprach sie entschlossen, zog sich frische Sachen an und lief in der Hütte umher.

Sie schaute in jedes Zimmer, sogar in die kleine Abstellkammer aber Alex war nicht da.
Hatte sie sich diesen Traummann etwa nur eingebildet? War sie Opfer eines hocherotischen Traums geworden?

„ Nein!“, sagte Beth wieder und ging zum Küchen Fenster. Es stand offen. Als sie mit großen Augen das weiße Schneemeer erblickte klappte auch ihr Mund auf. „ Das ist der Wahnsinn! Soviel Schnee habe ich in meinem Leben noch nie gesehen.“ Hinter ihr erklang ein schläfriges vertrautes ‚ Mau’
Beth drehte sich zu Josie um und wollte das kleine Kätzchen hochnehmen, doch da sprang der Stubentiger auf den Schrank. Beth folgte der Katze und kniff die Augen zusammen als sie etwas Silbernes sah. Der abgebrochene Fensterhebel. Aber wie um alles in der Welt kam er denn auf den Schrank?
Sie betrachtete den Schrank der so hoch hing, dass man einen Stuhl benötigte um an die Türen zu kommen. Beth streckte sich und ging auf Zehenspitzen, sie erreichte fast den Fensterhebel, da spürte sie plötzlich einen stechenden plötzlichen Schmerz in ihrem Rücken.
„ Autsch! Oh verflucht was ist das? Ich glaub ich hab einen Hexenschuss.“ , entfuhr es ihr. Gleich darauf musste sie schmunzeln. Sie war wohl gestern Nacht zu akrobatischen Hochleistungen aufgelaufen.
Ich hab ihn mir nicht eingebildet! Diese Nacht, diese Atemberaubende Nacht ist wirklich passiert! , bekräftigte sie sich. Aber wo war er? Wo war Alex? Beth lehnte sich aus dem Fenster. Augenblick peitschte ihr ein eisigklater Wind ins Gesicht und ließ ihre Lippen aufspringen. Sie schaute über die Meterhohe Schneedecke.
Er ist also nach Draußen gegangen und hat das Fenster aufgelassen. Aber warum denn nur? Was will er denn bei dieser Eiseskälte? , fragte sie sich verwirrt.


Alex hatte den Wald erreicht und schlich in der Haltung einer Raubkatze durch das Unterholz.
Eiszapfen hingen an den Ästen, überall lastete dicker Schnee auf den Bäumen und drückte ihre Zweige nach unten. Alex war höchst konzentriert. Seine Sinne waren geschärft und liefen auf Hochtouren.
Zwei blassblaue Augen funkelten gefährlich in der Dunkelheit.
Als er eine Bewegung wahrnahm erstarrte er und hielt die Nase in den Wind um den Geruch des Tieres zu orten.
Ich tat so etwas eigentlich nicht oft. Um ehrlich zu sein hatte ich es noch nie getan. Ich bevorzugte es mir meine Nahrung aus der Blutbank zu holen. Als Vampir hatte man da so seine Quellen.
Doch hier Draußen in diesem Kaff gab es keine Quellen. Der Schnee machte es mir unmöglich weit zu kommen. Ich konnte überhaupt von Glück reden, wenn ich ein Tier finden würde.


Er pirschte sich langsam und lautlos an das Reh heran. Lauernd mit der tödlichen Elegenaz eines Löwen setzte er schließlich zum Sprung an und zerriss dem Tier mit einem bestialischen Knurren die Kehle.

Beth versuchte derweil mit aller Macht die vereiste Tür zu sprengen, doch sie resegnierte nach drei Anläufen. Der Schmerz in ihrem Rücken machte ihr den Versuch nicht gerade leichter.
Schließlich gab sie auf, zog ihre Winterstiefel an und wuchtete sich aus dem Fenster.
Ihre Füße hinterließen tiefe Abdrücke im Schnee. Sie lief orientierungslos umher, hielt nach Alex Ausschau. Wie sollte sie ihn in diesem Schneesturm nur finden? Sie sah ja kaum die eigene Hand vor Augen.
Dichte Nebelschwaden wabberten in der Luft und tauchten den Wald in einen mystischen Grauen Schleier. Beth fragte sich wo Alex hingeflüchtet sein könnte. Ob er vor ihr geflüchtet war.
Doch weit konnte er ja nicht kommen, sein Wagen war noch immer lahm gelegt und zu Fuß kam er auch nicht voran.
Was tue ich überhaupt hier Draußen? Ich renne einem Mann nach, den ich kaum kenne, derm anscheinend meine Anwesenheit egal ist , dachte sie plötzlich bitter und spürte schon wieder Tränen in ihren Augen brennen. Doch dann zerriss ein tiefes Knurren die Stille.

Beth fuhr erschrocken zusammen und blickte in den Wald.
Oh Gott was war das? Sollte es jetzt auch noch Bären hier Draußen geben?
Sie bekam eine Gänsehaut, die durch die Kälte nur noch schimmer wurde. Beth hatte sich einen engen Wintermantel übergeworfen und zog diesen nun enger um sich. Ängstlich näherte sie sich dem Wald.
Ihr erster Gedanke was Alex! Hoffentlich ist er nicht in Schwierigkeiten. Sie schaffte es einfach nicht diesem Mann etwas bösartiges zu zuztrauen. Tief in ihrem Herzen glaubte sie nicht, dass er vor ihr geflohen war, dass er sie nur ausgenutzt hatte. Nein das wollte sie noch immer nicht glauben.

Er hatte dem Reh in einer einzigen fließenden Bewegung das Genick gebrochen und saß nun am Boden, über den Körper des Tieres gebeugt. Seine Zähne waren tief in die blutenden Wunde am Hals versenkt und er trank gierig das Blut. Dass sich jemand näherte merkte er nicht, zu groß war sein Durst.
Beth schob ein Paar Äste beiseite um besser sehen zu können. Sie Atmete panisch ein und aus als sie sich dem Geräusch hinter den Büschen näherte.
Zuerst stach ihr der kupferähnliche Geruch in die Nase. Blut. Dann sah sie das tote Tier und dann...

Ein schrecklicher Schrei entwich ihren Lippen, sie wurde von der einen auf die andere Sekunde kalkweiß.
Ihre Hände zitterten, ihr Herz sprengte fast ihren Brustkorb.

Alex ließ von dem Tier ab als er einen heftigen Herzschlag vernahm. Kurz darauf wehte ihm der Geruch von Furcht und Entsetzen in seine Nase.
" Beth...", flüsterte er und wischte sich mit dem Handrücken das Blut von seinen Lippen.
" B...B...e...th...", stammelte er. Erfüllt von Scham und Abscheu vor dem was er war verbarg er sein Gesicht in seinen Händen.
Sein Anblick musste grauenvoll sein. Wie aus einem Horrorfilm. Die unnatürlich blau weißen Augen, das Blut das sein Kinn herunterlief und dann auch noch die spitzen Fangzähne, die sich ihr entblößten als er den Mund öffnete um eine Erklärung herauszupressen : "Bitte... Schau mich nich an... Bitte."

Beth wich einen Schritt zurück, ihr Gesicht war von Angst verzerrt "Was... Was... bist du?", fragte sie zitternd und schlug sich immer wieder die Hand vor den Mund.
Sie wich zurück als er sich aufrichtete und näher kam " Neeeein!" schrie sie. " Geh weg! Oh mein Gott, ich glaub ich halluziniere schon."
Sie schob das der Kälte zu. Glaubte dass die Minustemperaturen ihren Augen Streiche spielten. Fiese, entsetzliche Steiche.
Ihre vor Panik geweiteten Augen schauten immer wieder zwischen dem Monster und dem Tier am Boden hin und her.
" Was hast du... was hast du mit ihm gemacht? Wo ist er?", keuchte sie und spürte wie ihre Knie weich wurden.


tbc??
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mo Dez 08, 2008 11:56 pm

Danke für die lieben Worte und ich habe mich umso mehr gefreut, dass euch die Richtung in die sich die Story entwickelt hat so gut gefällt.
Jetzt wird es richtig traurig aber ich verspreche, dass der nächste Teil dafür umso romantischer wird, schließlich ist ja bald Weihnachten Zwinker


Teil 6:

Verliebt

Alex begann zu zittern er wagte es nicht länger sie anzusehen. " Wo ist er? Wo ist Alex?", schrie Beth wieder.
Dann nahm sie eine Hand voll Schnee, formte eine kleines Geschoss und feuerte es auf das Wesen das am Boden kauerte. " Los sag's mir! Wo ist Alex?"
Er hob schützend die Hände. Ein Schluchzen drang durch seine vor Scham zugeschnürrte Kehle " Beth ich bins... Ich bin Alex."
Er schloss die Augen und als er sie wieder öffnete um sie anzusehen hatten sie ihre natürliche Farbe wieder. Das Meer von Blau und Grüntönen die sie so sehr liebte.
Seine Raubtierartigen Zähne waren verschwunden und er wirkte nun überhaupt nicht mehr bedrohlich. Nein jetzt wirkte er wie ein beschämter kleiner Junge der sich zusammenrollte und mit seinen Händen die Schneebälle abwehrte, die sie ihm unaufhörlich um die Ohren schlug.
Sie bekam Mitleid " Oh mein Gott!", krächzte sie. " Oh mein Gott du... Alex..." Sie wollte neben ihm in die Hocke gehen und sein Gesicht berühren, sich davon überzeugen, dass er es wirklich war und sie nicht bloß träumte. Doch als sie ihre Füße bewegte knickten ihre Beine ein und sie fiel zitternd in den Schnee. Vor ihren Augen wurde es Schwarz. Sie flüchtete sich in eine tiefe, erlösende Ohnmacht.

Zwei Stunden später:

Beth erwachte in ihrem Bett. Ihr Kopf war auf ein weiches, flauschiges Kissen gebettet und eine warme Wolldecke lag über ihrem zierlichen Körper.
Als sie die Augen öffnete schaute sie sich orientierungslos in ihrem Zimmer um " Was...?", murmelte sie und richtete sich auf.
" Schtt alles Okay Beth du bist ohnmächtig geworden, ich habe dich hier her getragen.", sprach eine wunderbar raue Männliche Stimme.
Beth zuckte zusammen als ihr die Alptraumhaften Erinnerungen wieder einfielen " Hilfe!", schrie sie und zog ihre Knie an den Oberkörper.
Alex saß auf einem Sessel gegenüber ihres Bettes und starrte aus dem Fenster. Er hatte nur seine Jeans an, der Oberörper war frei.
War er eigentlich vorhin auch halb nackt gewesen? Ist mir gar nicht aufgefallen

Sie stand völlig unter Schock, registrierte gar nicht, dass sie immerzu schrie. Es schmerzte sie so zu sehen. Sie meinetwegen so zu sehen.
" Es tut mir so leid Beth.", flüsterte er und blickte aus den Augenwinkel zu ihr hin. Doch er stand nicht auf. Er ließ ihr den Sicherheitsabstand.
Beth starrte ihn unbewegt an. Wo waren die langen Zähne, die fast weißen Augen? Wo war das Monster aus dem Wald? Dieser wunderhübsche Mann mit diesem göttlichen Körper und das Dämonische Wesen von vorhin konnten unmöglich ein und die gleiche Person sein. , versuchte sie sich zu überzeugen.

Ein bekümmertes Seufzen drang von dem Sessel auf dem Alex noch immer rührungslos wie eine Statue saß " Hör mal Beth, ich weiß, dass du mir das was ich dir jetzt sage ganz sicher nicht glauben willst... Erklär mich ruhig für verrückt... ich würde es verstehen wenn du mich vor die Tür setzt... Das vorhin im Wald..."
Sie zuckte wieder zusammen " J..a...", stotterte sie und krallte sich an der Wolldecke fest.
Alex schloss erneut die Augen und atmete geräuschvoll ein " Es gibt da etwas das ich dir nicht erzählt habe. Etwas das ich dir nicht sagen wollte, weil ich mich dafür hasse."
Seine Stimme war zu einem Flüstern abgesunken. Beth klappte den Mund auf, sie wimmerte leise vor sich hin.

" Ich bin kein Mensch.", fing er mit heiserer Stimme an.
Sie lachte hysterisch auf.
Alex schmerzte ihre Reaktion doch er stand nun auf und kam auf sie zu. Vor dem Bett blieb er stehen und berührte sanft ihr Gesicht, schaute ihr in ihre furcht erfüllten blauen Augen " Es gibt Dinge Beth... Dinge jenseits von Himmel und Erde... Dinge die wir uns alle nicht vorstellen können. Aber es gibt sie. Eines davon bin ich." Er stockte und ließ wieder von ihr ab.

Beth wurde noch eine Spur blasser " Was erzählst du denn da? Ich will das alles nicht glauben. Alex... bitte... Was... was...?"
Sie fing an zu weinen und es brach ihm das Herz. Jede einzelne Träne auf ihren Wangen brannte sich in den toten Klumpen Fleisch der einst in seiner Brust gechlagen hatte.

" Ich bin ein Vampir.", sagte er mit kratzender Stimme, die einem Windhauch glich. Seine Kehle schnürrte sich zu. Das Blut was er von dem Reh getrunken hatte, reichte nicht aus um das Brennen in seiner Kehle zu lindern. Er brauchte mehr um seinen Durst zu stillen. Seine Augen fixierten die Stelle an der ihr Adamsapfel im Takt ihrer Furcht auf und ab wippte.

Beth wolte schon wieder Schreien doch ihre Stimme verweigerte ihr den Dienst. Dann wollte sie lachen und das alles hier für einen schlechten Scherz halten, doch um so länger sie ihn ansah, ihm in diese eindringlichen aufrichtigen Augen blickte, desto mehr glaubte sie ihm. Ihre Finger schlossen sich um seine " Muss ich Angst vor dir haben?", sprach sie mit fremdartiger Stimme.
Alex schüttelte den Kopf und seine weichen Locken berührten ihre Wange.
" Nein. Ich werde dir nichts tun.", verprach er.

Ich spürte wie sich ihr Herzschlag langsam wieder beruhigte. Sie atmete tief ein " Also... Dann beißt du anderen nicht in den Hals und trinkst ihr Blut?" Bei dem letzten Wort schauderte sie.
Er lächelte leicht " Nein so etwas tue ich nicht. Üblicherweise tun Vampire es schon aber ich nicht. Ich ernähre mich..."
" Von Tieren.", fiel sie ihm ins Wort und glaubte noch immer nicht so recht was sie da sagte.
Alex räusperte sich " Nicht ganz... das war heute das erste Mal, dass ich ein Tier gejagt habe. Normalerweise trinke ich Blut aus Konserven.
Beth hob skeptisch eine ihrer hübschen Brauen " Konserven?"
" Ja Blutkonserven aus der Blutbank. Ich kenne da Jemanden der... Ach weißt du können wir nicht das Thema wechsleln, es ist mir unangenehm darüber zu reden.", sagte er plötzlich und seine Wangen bekamen Farbe.

Natürlich war sie neugierig. Sie wollte alles wissen. Sie löcherte mich die ganze Nacht mit Fragen, bis ihr irgendwann die Augen zu fielen und sie in meinem Armen einschlief.
Sie nahm es ganz schön locker auf. Ich hatte ihr soeben gesagt, dass ich ein Monster war, sie hatte in das Antlitz eines Alptraums geblickt und jetzt schmiegte sie sich in meine Arme als wäre ich das einzige was ihr in dieser kalten Nacht Schutz bieten konnte. Dabei war ich die Gefahr. Ich spürte es in jeder Sekunde in der ihr Atem meine Haut berührte, mit jedem Herzschlag wurde es mir mehr und mehr bewusst.

Ich war gerade dabei mich in sie zu verlieben. In einen Menschen. Doch das Monster in mir sehnte sich nicht nur nach ihren Küssen, es wollte auch ihr Blut.
Ich musste dem ein Ende bereiten, ehe es zu spät war, ehe ich sie ernsthaft in Gefahr bringen würde.
Es schmerzte mich und ich wünschte mir es gäbe einen anderen Weg, ich wünschte diese Geschichte könnte ein Happy Ed haben, aber Monster verdienten eben kein Happy End.
Also beschloss ich noch vor dem Morgengrauen zu gehen...



Zuletzt von Miss St.John am Do Dez 11, 2008 6:17 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Do Dez 11, 2008 6:15 am

Jetzt gibt es zu der Story auch das passende Pic ganz Oben Zwinker Ich danke euch so für euer tolles Feedback. Das geht runter wie Öl. Und den nä Teil wirds auch bald geben. Ich setzt mich schnell dran versprochen :santa:
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Do Dez 11, 2008 10:35 am

sooo da hätten wirs. Es wird richtig magisch...

Teil 7: Geheimnisvolles Licht

Beth reckte sich und gab ein herzhaftes Gähnen von sich. Sie drehte sich zur Seite, um ihren Kopf gegen seine Brust zu schmiegen. Doch als sie die Augen öffnete war er fort.
" Alex?", sagte sie erschrocken. Oh nein bitte nicht schon wieder. Sie rief seinen Namen " Alex? Alex wo bist du denn?"
Wieder musste sie sich die Frage stellen, ob sie nicht nur geträumt hatte. Doch dann schüttelte sie heftig den Kopf.

Er muss mich gestern Nacht ins Bett gebracht haben. Ich erinnere mich nicht, dass ich mich hingelegt habe. Sie warf die Decke beiseite und tapste zum Fenster. Draußen war noch immer alles weiß. Wohin man auch schaute überall lag Schnee. Aber der Sturm hatte sich gelegt. Sie konnte sogar einen Strahlend blauen Himmel erkennen und- Sie staunte nicht schlecht- die Sonne war zurückgekehrt.
Sie tauchte die Schneelandschaft in ein wunderschönes goldenes Licht.

" Wow! Alex schau doch mal!", rief sie ein weiters Mal, doch sie erhielt keine Antwort. Plötzlich kam ihr ein Gedanke Sonne? Hat er nicht gestern gesagt Tageslicht würde Vampiren schaden?
Sie erschauderte kurz als sie daran dachte. Er war ein Vampir. Der Mann in den sie sich gerade verliebte war ein Untoter.

Beth rannte Barfuß zur Tür und rannte mit Schung dagegen, da sie annahm sie sei noch immer zugefroren. Doch die Tür öffnete sich auf Anhieb und Beth plumpste von ihrem eigenen Schwung getrieben mit der Nase vorweg in den Schnee. " Brrrrr", bibberte sie und krabbelte zurück ins Haus. So schnell sie konnte, zog sie sich irgendwelche Sachen aus dem Kleiderschrank an. Dabei achtete sie nicht einmal ob sie zusammen passten.
Sie wollte bloß schnell etwas Warmes finden und dann wieder raus um nach Alex Ausschau zu halten. Sie knöpfte ihren langen Wintermantel bis zum Kinn zu und stapfte durch den Schnee. Es war verdammt glatt, sie musste aufpassen, dass sie sich nicht schon wieder lang legte. " Aleeeex!", rief sie.
" Alex wo bist du denn?" Beth lief zu seinem Wagen. Sie verspürte Panik, er könnte vielleicht doch weg gefahren sein. Doch dann sah sie, dass der silberne Volvo noch immer an der Stelle stand, wo er ihn abgestellt hatte. Sie atmete erleichtert durch.

Aber wo war er dann? Ihre Augen überflogen den Himmel, der sich nun immer heller färbte. Die Sonnenstrahlen vertrieben eine dicke Watteartige Wolkenschicht. Die Sonne erhellte die Lichtung, gab Beth den Blick auf den Wald frei. Sie vergaß wie glatt es war und rannte los.

Auf der Hälfte des Weges geriet sie ins Schlittern, aber nicht weil sie- wie sie vermutete- ausgerutscht war. Nein sie lief in etwas rein. Etwas hartes, das am Boden lag. Mitten im Schnee.
Beth ging in die Hocke und erschrak " Alex! Oh mein Gott Alex, was machst du denn da?" Seine Kleidung war total zerfetzt und im Gesicht hatte er blutige Schrammen, die aber bereits verheilten.

Alex hatte die Augen geöffnet, doch sein Blick war Ausdruckslos. Er starrte in die Luft. Beth berührte vorsichtig seine kalten Wangen. Seine Lippen waren farblos, als hätten sie alles Blut verloren, was einmal darin war und unter seinen Eisblauen Augen waren dunkle Schatten. Beth schluchzte " Alex geht es dir gut? Lebst du?", presste sie hysterisch hervor. Sie sah wie sich die Sonnenstrahlen in seinen Augen spiegelten.
" Alex? Sprich doch mit mir... bitte..." Beth Augen füllten sich mit Tränen.

[Alex]

Ich lag völlig regungslos da, versuchte meine Lippen zu bewegen aber es wollte kein Ton von ihnen kommen. Mein Rücken presste sich Schutz suchend in den kalten Schnee und meine Lider begannen zu flattern als immer mehr tödliche Sonnenstrahlen auf mein Gesicht fielen. Wie ich hierher gekommen bin? Heute Morgen habe ich das Haus verlassen und wollte noch einmal in den Wald um etwas zu jagen. Ich konnte Beth unmöglich beißen. Noch ehe die Sonne den Horizont erreicht hatte wollte ich weg sein. Das hatte ich mir vorgenommen aber dann kam alles anders.

Da war dieser Bär. Er fand es scheinbar nicht nett von mir einfach in sein Territorium einzudringen. Also ging er auf mich los und zerfetzte mir mit seinen langen Klauen das Gesicht.
Jetzt könnte man sich zurecht fragen, warum ich mich nicht gewehrt habe. Ein Vampir brauchte sich so etwas doch nicht gefallen lassen. Nun ja... ich hatte es ja versucht. Ich verwandelte mich und griff ihn an, aber dann blendete mich dieser gleißend Helle Schein. Er brannte mir in den Augen und meine Haut fühlte sich an als würde sie Feuer fangen. Ich hatte noch nie so ein helles Licht gesehen. Zuerst glaubte ich ja es wäre die Sonne, aber dazu war es zu früh und ich kannte ihren Geruch. Es war definitiv nicht der gleiche...


Beth hatte sich mit ihrem Körper über ihn gelegt um ihn zu wärmen. Auch wenn sie genau wusste, dass es nicht nötig war, sie handelte aus Instinkt. Es war ihre Intuition die sie dazu antrieb. Immer mehr Tränen stiegen ihr in die Augen und tropfteb auf Alex Lippen. " Bitte Alex...", krächzte sie " Verlass mich nicht. Ich habe dich doch gerade erst gefunden.
Alex schaffte es seinen Arm ein Stückchen anzuheben. Doch sofort sackte er über ihrem Rücken wieder nach unten.

Wo war nur meine Stimme? Ich brauchte sie doch jetzt so , dachte er verzweifelt und versuchte zum zweiten Mal etwas zu sagen. Ein schwaches Röcheln kam aus seiner Kehle.
Beth fuhr sofort auf " Oh Gott sei Dank! Du lebst!", entfuhr er ihr und in der nächsten Sekunde küsste sie stürmisch seinen Mund.
" B... B... Be..." Mehr kriegte er nicht raus,ihre Zunge hinderte ihn daran weiter zu sprechen. Alex fasste kraftlos nach ihrem Gesicht und schob sie von sich. Nicht weil er ihre Küsse nicht wollte, es gab nichts was er lieber spürte, als ihre warmen weichen Lippen. Aber er musste ihr etwas sagen. Er brauchte ihre Hilfe.

" B...Be...Beth", stotterte er wieder und musste immer wieder seine Augen schließen, da er so erschöpft war. Sie versuchte ihn hoch zu zerren, scheiterte aber kläglich " Ja? Ja was ist? Kann ich etwas für dich tun Alex?" Oh das war so typisch für sie. Warum konnte sie nicht einfach mal die Klappe halten? Sie fing in den unpassendsten Momenten an zu plappern. Tief sah sie ihm in die Augen. Seine Lider klappten immer wieder zu. " H...Hi...lfe...", presste er zittrig hervor.

" Alex! Alex hörst du mich? Ich bin hier. Ich helfe dir!", rief sie und rüttelte an seinen Beinen. " Sag mir was ich tun soll!", beschwor sie ihn.

Ihre Stimme drang wie aus endlos weiter Ferne zu ihm durch. Er wusste nicht ob er träumte oder wachte aber er antwortete kaum hörbar " I..ch... br..auche... B...l...ut... So... schw...ach..." War er sich überhaupt darüber bewusst mit wem er da gerade redete? Wohl eher nicht, denn bei klarem Verstand hätte er sie niemals darum gebeten.

Beth starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an " Ich... ich weiß nicht wie das geht... ich hab so was doch noch nie gemacht." , sie sprach eher zu sich selbst als zu ihm.
Alex wollte den Kopf heben, aber er war schwer wie Blei " Gib mir... Gib mir deine H... Ha...nd", keuchte er. Beth biss sich auf die Zähne und zog den Mantel aus. Dann kniete sie vor Alex Lippen nieder und hielt ihm ihren Arm hin.

Was als nächstes Geschah ging so rasend schnell, dass sie kaum die Möglichkeit hatte zu reagieren. Sie spürte wie sich etwas spitzes in ihre Haut bohrte. Das Gefühl brachte sie vage mit dem einer Spritzennadel in Verbindung. Doch dann wurde der Schmerz größer, als würde man ihr eine Rasierklinge an die Adern halten.

" Ahhh..lex", schrie sie und verzog qualvoll das Gesicht. Sie schloss die Augen, fühlte sich mit einem Mal ihrer ganzen Energie beraubt. Beth Kopf fiel auf seine Brust.
" Verzeih mir Beth", hörte sie ihn sagen ehe sie in ein dunkles schwarzes Loch gezogen wurde.
Das ist das Ende...., schoss es ihr durch den Kopf. Ehe sie jedoch zu Boden fallen konnte, wurde sie von zwei starken Armen aufgefangen.

Alex schluckte gierig den warmen Lebenssaft ihrer Adern herunter. Er hörte ihren Schmerzenschrei, ihr klägliches Wimmern und zwang sich zu stoppen.
Als er sie ansah waren seine Lippen von ihrem Blut verschmiert. Ihre Augen waren halb geschlossen und sie hing schlaff in seinen Armen.
" Oh Grundgütiger... Was habe ich getan?", schrie er entsetzt als er registrierte was geschehen war. Er hob sie hoch und rannte in unmenschlich schnellem Tempo ins Haus zurück.

Während Alex Beth aufs Sofa legte und die Bisswunde zuerst desinfizierte und dann mit einem Handtuch verband geschahen im Wald merkwürdige Dinge:

Eine Gestalt aus reinem Licht bewegte sich durch das Dickicht und erfüllte ihn mit einem goldenen Glanz.
" Damit wäre meine Arbeit hier wohl getan.", sprach eine angenehm hohe Singsang Stimme. Sie glich dem Wind, der durch die Bäume strich.
" Scheint so... Glückwunsch! Aber musste es denn unbedingt auf diese blutige Weise geschehen?" , meldete sich die andere Stimme in einem tiefen, leicht beleidigtem Klang nun zu Wort.
" Was hätte ich denn tun sollen? Es war der beste Weg ihn aufzuhalten. Der Moment in dem er diesem Bären begegnet war schien mir perfekt. Also bin ich gleich zur Tat geschritten."
" Ja aber schau dir an, was jetzt geschehen ist. Er hätte sie fast umgebracht. Nächstes Mal solltest du vorsichtiger sein.", riet die dunklere Stimme.

Der Helle Lichterglanz löste sich auf und die Worte " Aber nun wird er sein Happy End bekommen", verhallten in der Ferne, nicht sehr viel lauter als ein Atemzug.

In der kleinen Hütte machte Beth gerade die Augen auf.
" Beth! Oh Beth es... es tut mir so unendlich Leid.", entschuldigte sich Alex. Er presste zitternd das Tuch gegen ihre Wunde.
" Alex?"
" verzeih mit bitte...", flehte er voller Scham.
" Verzeihen? Aber was soll ich dir verzeihen?", wand sie ein und lächelte ihn an.
Alex war nun sichtlich verwirrt " Beth ich... ich hätte dich fast..."
Sie hielt ihm einen Finger vor die Lippen " Still. Sprich nicht weiter. Du hast mir einen so großen Schrecken eingejagt. Du warst halb verhungert Alex. Du lagst mitten in der Sonne und wenn ich nur eine Sekunde später gekommen wäre wärst du...", sie wagte es nicht ihren Satz zu vollenden. " Ich hatte solche Angst dich zu verlieren.", flüsterte sie.
Er blickte auf ihr Handgelenk " Aber du... ich bin nicht gut für dich Beth. Heute hast du selber gesehen wozu ich fähig bin..."
Sie berührte seine Wange und hob mit ihrer unverletzten Hand sein Kinn an " Du hast es aber nicht soweit kommen lassen Alex. Du hast im richtigen Moment aufgehört"

Alex schluckte den Kloß in seiner Kehle herunter und schaute in Beth Augen. Sie waren voller Wärme und unendlicher Zärtlichkeit " Ich wollte dich verlassen", sagte er mit Tränenerstickter Stimme und fügte an " Ich wollte gehen, weil ich eine Gefahr für dich bin. Ich bin ein Monster Beth."
Sie schüttelte protestierend den Kopf " Nein Alex du bist kein Monster."
" Doch.", entgegnete er heisern.

Sie schlang ihre Arme um ihn und zog ihn zu sich " Nein bist du nicht. Ich bin mir sicher. Weißt du warum ich mir sicher bin?", fragte sie ohne auf eine Antwort zu warten.
Ihre Lippen trafen seinen Mund " Weil ich mich in dich verliebt habe Alex St. John. Ich habe mich in dich verliebt und ich würde mich nicht in ein Monster verlieben... Und wenn doch...", wisperte sie in den Kuss hinein " Dann ist es eben so. Dann ist es mein Schicksal. Ich will nicht dass du gehst Alex." Sie küsste ihn voller Begierde.
Alex seufzte und erwiderte den Kuss.
Beth drückte ihn sanft in die Kissen hinter sich " Geh nicht... Bleib bei mir. Bleib Alex...bitte.", flehte sie und er gab sich ihren Küssen hin.
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mo Dez 15, 2008 9:32 am

Nächster Teil ist im Fsk 18 Bereich zu finden Zwinker
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mi Dez 17, 2008 5:55 am

Ein riesen großes Danke für eure Feedbackflut. Da wird man wirklich süchtig nach. Und da es langsam auf Weihnachten zu geht, muss ich mich mal sputen, damit ihr noch pünktlich zum Fest euer versprochenes Happy End bekommt. Aber jetzt heißt es erstmal zittern, denn:

Teil 10: Oft kommt es anders…

Es war eine berauschende wirklich unglaubliche Nacht und Beth konnte gar nicht glauben, dass er sie wirklich bis zum Morgengrauen geliebt hatte. Ganz benommen lag ihr Kopf auf dem Kissen, sie spürte dass er an ihrem Hals saugte aber es war ihr nicht unangenehm. Im Gegenteil es war sogar sehr erregend. Indem er von ihr trank jagte er zusätzliche elektrische Blitze durch ihre Erogene Zone. Sie seufzte ein paar Mal und ihr Becken bebte sanft. Sie hörte wie er knurrte und schluckte... dann ließ er von ihr ab. Hatte sich selbst gestoppt.
" Geht es dir gut Beth?", fragte Alex besorgt. Seine Augen hatten nun wieder seine übliche Farbe angenommen. Doch Beth Lider waren zu müde, als dass sie es mitbekommen konnte.
Was sie jedoch vernahm war seine raue Stimme, die sie immer wieder an die Brandung des Ozeans erinnerte. " Alex...", flüsterte sie und ließ sich von ihrer Erschöpfung einlullen.
" Alex... ich liebe dich..."

Er löste sich aus ihrer Umarmung und setzte sich aufrecht auf die Bettkannte. Schlafen konnte er ohnehin nicht hier. Das letzte mal als er in einem Bett geschlafen hatte, war er noch ein Mensch gewesen und sein Herz hatte funktioniert. Doch jetzt musste er in einer Kühltruhe schlafen, wusste schon gar nicht mehr wie sich das Gefühl von weichen Federbetten auf seiner kalten Haut anfühlte.

Ihre Worte waren wie die schönste Musik in meinem Ohren und zugleich klangen sie wie ein Klagelied. Ein Klagelied das meinen Namen trug. Einen Vampir lieben... das war für ich unvorstellbar. Sie liebte mich. Wie konnte sie mich lieben. Das dachte er im ersten Moment. Doch dann wurde ihm ganz warm, als wäre in seinem Inneren ein Feuer entstanden. Die Vorstellung, dass sie ihn wirklich liebte rührte ihn und ließ seine Augen glänzen.
Wie gerne hätte ich ihre Worte erwidert und ihr gesagt, dass mir noch niemals jemand etwas schöneres gestanden hatte. Aber ich wusste nicht wie. Wie machte man so etwas? Meine letzte Beziehung mit einem Menschen lag über sechszig Jahre zurück und es war auch eigentlich nicht wirklich eine Beziehung sondern eher eine Affaire. Ich hatte auch bis zu dieser Nacht in der Beth mich verführte noch niemals mit einem Menschen geschlafen. Dass ein Vampir mit einem Menschen zusammen war, das war eine undenkbare Vorstellung aber ich wollte mich nicht davon lösen. Sie tat mir so gut. Ich konnte mir sogar vorstellen mit Beth gemeinsam Weihnachten zu feiern. Sie machte einen richtigen kleinen Romantiker aus mir. Ich sah uns beide unter einem festlich geschmücktem Tannenbaum sitzen, im Hintergrund knisterte das Warme Kaminfeuer und wir aßen Weihnachtsplätzchen, tollten im Schnee herum wie junge Hunde... oder verliebte Teenies... Alex musste schmunzeln und küsste Beth auf die geschlossenen Lider.
" Mhmmm", seufzte sie sanft lächelnd " Alex saß noch eine ganze Weile einfach da, hielt ihre Hand und schaute ihr beim Schlafen zu. Ihr Atem beruhigte mich jetzt nur noch und weckte in mir nicht den Willen ihr Blut auszusaugen. Das Rauschen ihres Puls nahm ich nur noch als seichte Hintergrund Musik wahr. Er berührte die Stelle ihrer Brust unter der ihr Herz schlug und schloss entspannt die Augen.

Alex bemerkte gar nicht, wie seine Lider immer schwerer wurden und er langsam eindöste. Das Feuer im Kamin war erloschen und draußen hatte es wieder angefangen zu schneien. Beth hatte sogar ein Fenster für ihn geöffnete damit er die kühle Brise besser genießen konnte. Es war das erste Mal, dass Alex außerhalb einer Gefriertruhe oder einer Badewanne voll Eis schlief. Dass er wirklich schlief und nicht bloß in einem halb wachen Zustand in einer Starre fiel. Seine Augen schlossen sich schließlich ganz und er bewegte sich nicht mehr. Er Atmete nicht. Wenn nun Jemand den Raum betreten hätte, so hätte Alex den Eindruck erwecken können, als sei er eine Statue. Ein bleicher Engel der über Beth wachte.

Klopf, Klopf
Beth vernahm ein dumpfes Geräusch.
Klopf, Klopf, Klopf Das Geräusch wurde dringlicher, schneller. Jemand klopfte an die Tür. Beth zuckte unsanft zusammen. Besuch? Wer sollte das denn sein? Sie bekam ein wenig Angst und zog Schutz suchend an Alex Hand.
Kalt! Eiskalt! , durchfuhr es sie und sofort ließ sie ihn leicht zitternd wieder los. Sie betrachtete sein Gesicht. Schläft er etwa?
"Shhht Alex?". zischte sie als es erneut klopfte. " Wach auf! " Warum schliefen Kerle immer zu den ungünstigsten Momenten? gerade jetzt brauchte ich ihn. Was wenn da nun ein Einbrecher an der Tür war? Hmpf... Beth ein Einbrecher würde wohl kaum klopfen oder? Sie verdrehte die Augen.

" Hallo? Beth?", erklang es von außen. Beth wurde stocksteif, sie rüttelte noch einmal an Alex Eishänden. Kein Lebenszeichen, wenn sie nicht gewusst hätte, dass er ein Vampir ist, hätte sie gedacht er sei tot.
" Beth mach bitte auf, ich sehe dass du da bist, das Licht ist an. Ich muss mit dir reden!"

Sie schlug sich vor den Mund um einen Schrei zu unterdrücken. " Josh?", piepste sie und fiel beinahe über Alex drüber, als sie sich hektisch zur Seite rollte. Ihr Herz machte einen kleinen Satz und zersprang dabei vor Schmerz. Josh war hier? Er war hier her gekommen? Ihm musste doch noch was an mir liegen wenn er mich hier oben besuchte. Hatte er etwa nach mir gesucht?" Ihre Gedanken überschlugen sich als sie mit schwachen Beinen zur Tür lief. Schnell warf sie einen Blick in den Spiegel Oh Gott! Ich sehe furchtbar aus! Beth hatte sich in ihrem benebelten Zustand, irgendwann vor dem Morgengrauen und nach dem heißen Sex mit einem Vampir ein altes Sweatshirt und rosa Farbige Jogginghosen angezogen, weil ihr kalt wurde. Ihr Haar war noch ganz ungekämmt. Sie hatte Ränder unter den Augen vom Schlafmangel.

" Warte... ich bin gleich da.", rief sie mit ihr fremdartig erscheinender Stimme und lief ins Bad. Hastig bürstete sie die Knoten aus ihren langen Haaren, steckte diese provisorisch zu einem Pferdeschwanz zusammen und tauschte Sweater gegen eine Taillierte schwarze Strickjacke. Mit gemischten Gefühlen lief sie zur Tür.

Josh. Er war es tatsächlich. Er stand auf ihrer Matte, die Hände hinter dem Rücken und trug einen dicken Wintermantel und eine Wollmütze unter der sie sein schwarzes kurzes Haar hervorgucken sah.
" Schatz", sagte er und lächelte sie schief an. Beth zog irritiert eine Augenbraue hoch Nein Beth Turner du wirst jetzt nicht sofort wieder weich werden.
" Spar dir das.", knurrte sie kalt und vermied es ihm in die Augen zu sehen. " Was willst du hier Josh? Ich dachte ich sei dir egal!"
Josh lehnte sich vor und schob sie beinahe aus dem Eingang " Beth lass mich bitte rein... es ist kalt und ich möchte mit dir reden. Komm schon Beth. Es ist doch bald Weihnachten." Er setzte einen süßen Hundeblick auf. Beth zögerte. Dann sagte sie " Also schön. Da bin ich jetzt aber mal gespannt, was du mir so wichtiges mitzuteilen hast."
Sie machte den Weg frei und ging mit ihm in die Küche. Dass Alex wie versteinert nur einen Raum weiter auf ihrem Bett saß, hatte sie glatt vergessen.

Josh nahm auf einem Küchenstuhl platz während Beth es vorzog stehen zu bleiben. Sie lehnte sich an die Wand und schaute ihn aus zusammengekniffenen Augen an.
„ Es tut mir leid.“ Josh schaute sich neugierig in der Küche um, während er sprach „ Ich hätte dich nicht so behandeln dürfen… Das war wirklich nicht nett von mir.“
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und reckte trotzig ihr Kinn vor „ Was genau tut dir denn leid Josh? Dass du mich wie Luft behandelt hast oder vielleicht doch eher, dass du mich ständig versetzt hast, wenn wir uns verabredet hatten oder einfach nur dass du mich so an geschrieen hast?“ und mir das Gefühl gabst ich sei eine Null im Bett

Er griff in die Tasche seines Mantels und zog ein kleines viereckiges Schächtelchen hervor, hielt es unter der Tischplatte verborgen. „Alles Beth. Es tut mir alles leid. Hör mal… ich liebe dich doch.“ Nun schaute er sie aufrichtig an.

[Beth]

Ich liebe dich. Das hatte er schon so lange nicht mehr zu mir gesagt. Jetzt wo er es sagte stiegen mir Tränen in die Augen. Sie schluckte „ Tust du das?“
Anstatt darauf zu antworten hielt er ihr die Schachtel hin. Beth bekam große Augen und eine ganz trockene Kehle. Ihr Herz blieb fast stehen. „ Was ist das?“, fragte sie aber er ordnete ihr an, es zu öffnen.
„ Ein kleines Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. In zwei Tagen ist doch Weihnachten und da ich nicht wusste ob du es lieber allein verbringen wolltest…“
Sie machte den Deckel auf „ Ohhh Josh…“, keuchte sie leise als ihre Augen die funkelnde Kette sahen. Ein Collier, so protzig mit Diamanten besetzt, dass es nicht zu übersehen war. Sie hob es aus der Schachtel. Es war ganz schön schwer.

„ Gefällt es dir?“, fragte er triumphierend grinsend. Nahm es ihr aus der Hand und legte es um ihren Hals „ Beth ich wollte dich fragen ob du nicht Lust hast einen Tag vor Weihnachten mit mir zu dieser Party zu gehen. In Los Angeles findet eine Karaoke Weihnachtsshow statt und da du doch Karaoke so liebst…“, setzte er gleich eins drauf.
Beth, der einfach nur die Worte fehlten schmolz allmählich dahin, wie Eis in der Morgensonne..
„ Ist das wirklich dein Ernst?“, rief sie begeistert aus.

Im Schlafzimmer löste sich Alex gähnend aus seiner Starre. Er öffnete seine Augen und zog die Luft ein. Beth war nicht da. Er konnte ihren Geruch nicht wahrnehmen. Stattdessen hörte er aber ihre Stimme aus einem anderen Raum klingen.
„ Ist das wirklich dein Ernst?“
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Er hatte sich die ganze Zeit über vorgenommen ihr nun zu sagen, dass er Weihnachten bei ihr bleiben wollte. Er wollte sie überraschen und hatte sich überlegt sie heute Abend zum Essen auszuführen. In ein ganz nobles Restaurant, außerhalb von Forks. Vielleicht würde er ja sogar seinen Wagen wieder hin bekommen und dann könnten sie in die nächste große Stadt fahren…

Gut gelaunt und fröhlich eine Melodie pfeifend ging er beschwingten Schrittes in auf die Küche zu „ Was ist wirklich mein Ernst?“, fragte er und plapperte direkt weiter „ Beth was hältst du davon, wenn wir beide heute Abend ausgehen? Nur du und ich und…“

Plötzlich blieb ihm der Satz im Halse hängen.
„ Alex?“, sagte Beth ein wenig perplex und schaute zur Küchentür.
Josh folgte ihrem Blick „ Wer ist Alex?“
Alex Miene verfinsterte sich, das Lächeln gefror zu Eis „ Das bin ich und sie sind ?...“ , presste er aus zusammengebissenen Zähnen hervor.


„ Josh Lindsey… Ich bin Beth Freund.“, antwortete Josh kühl und musterte den 1.88 großen dunkelhaarigen Mann der in Beth Küchentür stand argwöhnisch.
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Mi Dez 17, 2008 10:31 am

Dank eurer lieben Worte geht es auch schon weiter. Es wird traurig aber es bleibt nicht so. Versprochen.


Teil 11: … als man denkt

[Alex]

Josh Lindsey. Ihr Freund. Ihr Freund?
Alex starrte Josh an, als käme dieser von einem anderen Planeten spürte aber, dass Josh ihn ebenfalls ausgiebig musterte. Beth wurde diese ganze Situation richtig unangenehm. Ihre Wangen glühten. Immer wieder huschten ihre Blick zu Alex Augen. Ein gefährliches Funkeln lag darin und seine Lippen waren zu einer grimmigen schmalen Linie zusammengezogen. Man konnte die Feindseligkeit die zwischen den beiden herrschte fast schon aus der Luft greifen.

Wegen dem Waschlappen hat sie sich die Augen ausgeheult und ist auf ne einsame Berghütte geflohen?... Gut letzteres versteh ich. Bei dem Anblick würde ich auch fliehen , dachte Alex böse und verkniff sich ein abfälliges Grinsen.

„ Beth hat also einen Freund?“, fragte er in einem leicht provozierenden Tonfall und wich Joshs scharfen Blicken nicht aus.
„ Hat sie wohl nicht erwähnt huh? Alex…“ Josh spie den Namen förmlich aus.
Man hörte ein Schnaufen. Alex hätte am liebsten geknurrt. „ Nein, bedauerlicher Weise nicht…“

„ Aufhören!“, rief Beth mit erhobenen Händen. Herr Gott nochmal die benehmen sich ja wie zwei Kleine pubertärende Schuljungen. Sie stellte sich in die Mitte und funkekte die beiden gifttg an " Zunächst einmal ist das nicht ganz richtig Josh! Du vergisst, dass wir uns getrennt haben." Sie atmete schwer durch und schaute dann zu Alex aber er erwiederte ihren Blick nicht.

Josh legte besitzergreifend seinen Arm um ihre Taillie " Nun ja ich dachte das hätten wir hiermit geklärt." Er hob die Kette hoch, die an ihrem Hals hing und präsentierte sie Alex wie eine Trophäe.
" MEINE Beth hat mir nämlich noch eine Chance gegeben." , fügte er siegessicher an.

Alex verdrehte die Augen. Wie schön für dich...

Er betrachtete das Schmuckstück um Beth Hals und murmelte " Was für ne Verschwendung." Damit meinte er sowohl die Kette als auch Josh. Vielmehr wollte er aber ausdrücken, wie entzückend ihr Hals auch ohne diesen Kluker war, der ihn nur unnötig verdeckte. Josh hatte sofort begriffen, dass Alex ihn provozierte " Wer bist du eigentlich, dass du dir das recht rausnimmst so mit Mir zu reden? Was willst du von meiner FREUNDIN?" Letzteres betonte er auffallend und zog Beth ein wenig grob an der Hand.

" Josh... schnauz ihn nicht so an!", zischte Beth, in dem Versuch sich von ihm zu lösen.
Alex hatte den Kopf schief gelegt und war dicht an Josh heran getreten. Er überragte Josh und das allein sah schon ein wenig einschüchternd aus. Aber so richtig beängstigend fand Beth das blassblaue Funkeln in seinen Augen. Sie sah wie kalt seine Blicke waren und dass seine Kiefermuskeln sich anspannten. Ihr schwarnte übles.
" Was ist willst du mich jetzt schlagen Alex? Bist du echt so einer?", stichelte Josh herausfordernd.

Alex trat näher. Jetzt konnte er Josh Atem spüren und das hektische Trommeln seines Herzens hören. Außerdem roch er das Adranalin, die Angst die durch Josh Körper ging.
Seine Nasenflügel blähten sich und er zog den Geruch ein. Ein ganz leises, kaum hörbares Knurren grollte in seiner Brust.

[Alex]

Was fürn Schisser. Große Schnauze haben und dann den Schwanz einziehen. Piss dir bloß nicht in die Hosen Josh. Wenn du wüsstest wer ich wirklich bin... dann würdest du jetzt nicht einmal mehr hier stehen... Josh Blut roch immer verlockender. Alex hätte ihm mit einer einzigen Bewegung das Genick brechen können. Beth hätte es nicht einmal gemerkt.

Er fixierte Josh aus eisigen Augen. Seine Blicke waren so fesselnd und durchdringend, dass Josh immer nervöser wurde. Mit jeder Sekunde fühlte er sich unwohler.
" Weißt du was Josh...", sagte Alex in einem so gefährlich ruhigen Tonfall, dass Beth eine Gänsehaut bekam. " Al...ex... nicht.", fiepte sie.
Alex ignorierte ihren Kommentar und streckte seine Hand aus, als wollte er Josh angreifen. Jener zuckte zusammen. " Na los tu´s doch... Davon wirst du Beth auch nicht bekommen...", schtachelte Josh Alex weiter an.

Der hatte gesessen. In Alex Innerem zog sich jede Faser schmerzhaft zusammen, sein Herz drohte zu zerspringen. Seine Lungen fühlten sich taub an, obwohl sie tot waren. Etwas schnürte seine Kehle zu. Es brodelte in ihm, ein grollendes Gewitter...
Die grimmige Schmale Linie zitterte kurz dann erschien ein bedauerndes Lächeln auf den Lippen des Vampirs. " Das bist du mir nicht wert. Das ist nicht mein Niveau."
Er drehte sich um und trat durch die Tür hinaus in den Schnee. Ohne zu warten lief er immer weiter davon.

" Was ist das für ein Vollidiot Beth?"
Beth fixierte mit leerem Blick die geschlossene Tür. ALEX! NICHT GEHEN! , schrie jede Zelle ihres Hirns. Josh hielt ihre Hand noch immer unklammert. Sie riss sich von ihm los und rannte aus dem Haus. " Alex! Alex warte doch! Bitte warte doch! "

Alex lief so schnell, dass man keine Bewegung wahr nahm. Er hatte vergessen darauf zu achten, das menschliche Tempo einzuhalten.
Er wollte einfach nur noch weg. So schnell wie möglich raus, bevor er explodieren würde und etwas täte, was er hinterher vielleicht bereute.
Mit einem so heftigen Ruck, dass der ganze Wagen wackelte, riss er die Tür seines Volvos auf und kletterte auf den Fahrersitz. Er drehte an dem Zündschlüssel " Komm schon geh an... Tu mir den Gefallen" Der Motor stotterte. Alex trat das Gas bis zum Anschlag durch. Ein Keuchen, ein Ächzen. " Komm schon spring an!", flehte er während Tränen der Wut und des Schmerzes sein Blickfeld vernebelten.

Beth Lungen bersteten, sie bekam keine Luft mehr so schnell rannte sie. Ihre Beine fühlten sich an, als ständen sie in Flammen.
" Aleeex! Aleeeex nein!" Ich darf ihn nicht verlieren. Ich will ihn nicht verlieren! Josh war in diesem Moment vergessen. Sie schaute sich nicht einmal mehr nach ihm um.
Wie von selbst rannten ihre Beine zu dem silbernen Wagen.

Eine Rauchwolke kroch aus dem Auspuff. " Neeeein!", schrie Beth und warf sich gegen das Heckfenster. Sie klopfte gegen die Scheiben. Mit all ihrer Kraft versuchte sie an dem Wagen zur rütteln, ihn aufzuhalten, als er wenige Zentimeter von ihr weg rollte.

" Aleeeex! Aleeeex bleib hier... Bleib bei mir!", schrie sie hysterisch. Beth rannte zur Frontscheibe, sprang ihm fast auf die Motorhaube.
Er kurbelte das Fenster herunter " Beth geh von der Motorhaube weg." Alex Stimme klang zittrig.

[Alex]
Wieso musste sie mir so weh tun? Wieso musste das Schicksal so gegen mich sein? Ich dachte es könnte alles gut werden, aber dann taucht plötzlich dieser Josh... ihr Ex oder Freund... was auch immer...auf und nimmt sie mir weg. Das sollte ich nicht zulassen... Alles in mir schrie dass ich mir das nicht gefallen lassen sollte.
Aber was sollte ich denn tun? Ihm eine aufs Maul hauen? Glaubt mir, das hätte ich zu gerne getan aber das war nicht meine Art.


" Geh doch einfach Beth. Mach es mir nicht so schwer. Geh rein. Geh zu deinem Josh. Es ist vielleicht besser so, er ist ein Mensch, mit uns wäre das sicher eh nicht gut ausgegangen.", hörte Beth ihn rufen. Tränen glitzerten in seinem Blick.
" Nein! Nein! Neeeeein!, brüllte sie fassungslos. Alex machte eine leichten Schlenker und sie glitt von der Motorhaube, landete auf ihrem Po und krabbelte unbeholfen auf
" Aleeeeex!"

Ich liebe dich Beth. Leb wohl. , dachte er und rollte langsam die Senkung runter. Im Rückspiegel sah er wie sie dem Volvo nach lief.
Sie dachte schon sie hätte ihn verloren, als der Wagen plötzlich zum Stehen kam.
"Oh es lebe die Technick!" jubelte Beth und sprang das Kleine Stückchen des Berges herunter, bis sie genau nebem Alex Fenster stand.

Sie schaute durch das Glas, was ihn von ihr trennte und sah dass er sein Handy umklammert hielt. Aber da war noch etwas. Alex Augen, sie wurden immer glasiger. Alex schienBeth nicht zu bemerken. Oder er wollte es nicht.
Er fing an zu weinen. Sie konnte die Tränen sehen die über seine Wangen rollten.

[Beth]

Oh es tut mir so leid... was hab ich nur getan...

Im Inneren des Wagens presste Alex sich in den Sitz, schloss die Augen und klammerte sich an sein Handy, als wäre er ein Ertrinkender und das Handy sein Boot.
" Josef...", krächzte er mit Tränen ertickter Stimme. " Kannst du... kannt du mich bitte abholen... sofort..."
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Fr Dez 19, 2008 11:12 am

Ich habe einen Spurt hingelegt, weil ihr mich so mit Feedback füttert. Macht schön weiter so, ich brauch das richitig. Zwinker Es geht weiter. Gleich zwei Teile hab ich für euch

Neue Charaktere: Josef Kostan, lebt in New York und ist Alex bester Freund. Er ist ebenfalls ein Vampir und wird seinem Freund etwas erzählen, das er noch nicht wusste...
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Teil 12: Ein treuer Freund

" Alex? Was ist denn los? Heulst du etwa?", kam es ein wenig genervt vom anderen Ende der Leitung. Josef verdrehte die Augen. Der stellte sich aber auch manchmal wirklich an wie ein kleiner Junge. Was für ne Memme! Josef zog seinen besten Freund gerne mal wegen seiner Emotionalen Ausbrüche auf. Er selber war stets der Coole Typ, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Aber in Josef sah es ganz anders aus. Er versteckte seine Zerbrechlichkeit bloß hinter Mauern.
Josef kam aus New York und er machte sich nichts aus Weihnachten. Es war ihm einfach nur unbegreiflich, wie die Menschen wie die Lemminge durch die Einkaufscentren jagen konnten und sich um die letzten Weihnachtserrungenschaften prügelten, die das Fenster so hergab. Der totale Stress. Hetzte. Josef hasste Hektik. Da blieb er lieber in seiner Luxus Villa sitzen und genoss die Ruhe mit seinen Freshies. Das war doch viel besinnlicher als diese ganze verlogene Weihnachtskacke und weitaus köstlicher als jeder Glühwein, den die Märkte zu geben hatten. Zumal das Zeug eh nicht geschmeckt hätte.

Gerade wollte er ganz spontan eine kleine Party schmeißen, sich mit den hübschen Ladys vergnügen, da rief Alex an und jammerte ihm ins Ohr, er sollte ihn direkt abholen.
Meine Güte, der hat vielleicht Nerven. Wenn das wieder so ne ' Josef ich hasse was ich bin und ich leide' Geschichte wird, dann bekommt er aber was zu hören
Ganz im Gegensatz zu Alex mochte Josef das Vampir'leben' . Er genoss es in vollen Zügen. Josef konnte sich alles leisten was er wollte. Eine noble, geschmackvoll eingerichtete Villa mit Pool, einen roten Maserati und Quellen der Erfrischung die sich ihm auch noch liebend gerne hingaben... Aber Geld allein machte bekanntlich nicht glücklich.
Deswegen war er einsam. Deswegen hatte er Angst vor dem Fest, das alle so liebten. Weil er immerzu an seine große Liebe Sarah denken musste.
Wann würde sie endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen?

Seine Schokobraunen Augen wurden traurig als er so aus dem Fenster schaute und den Schneeflocken beim Fall zu sah.
" Kommst du jetzt? Bitte...", riss ihn eine jammernde Stimme zurück ins Jetzt. " Alex.", seufzte er und warf einer dunkelhaarigen Schönheit einen bedauernden Blick zu.
" Natürlich komme ich. Hab ich dich denn je im Stich gelassen?"
Ein weinerliches' Danke Man' war zu hören, ehe Josef sich seinen Mantel griff, die Autoschlüssel raus nahm und auflegte. Wo Alex war wusste er längst.
Bei diesem Blonden Engel in diesem Kaff. Ob er wegen ihr so klang, als würde die Welt untergehen?

Die drei leicht bekleideten Ladies saßen mit großen Kulleraugen und drei Schmollmündern- einer süßer als der andere auf Josef Couch und klimperten mit den Wimpern.
" Sorry meine Süßen aber wir müssen das leider auf ein anderes Mal verschieben. Daddy braucht meine Hilfe." Er rollte mit den Augen und stieß ein leises Seufzen aus.
Sofort war ein einstimmiges ' Oooch' zu vernehmen und die Damen erhoben sich. Bewegten sich hüftschwingend in ihren Flatterkleidchen und stöckelten auf Josef zu.

" Bye Josef", säuselte Samantha eine rothaarige Schönheit mir endlos langen Beinen und tief ausgeschnittenem Dekoletté. Sie gab ihm einen dicken Schmatzer auf die Wange und machte Lady Nummer Zwei Platz. Christina. Ein weiblicher goldblonder Engel mit einem knackigen Po und grünen Katzenaugen. Auch sie küsste Josef voller Sehnsucht auf die Wange und säuselte ein verführerisches " Wir sehen uns ". Dann wackelte sie mit ihrem Popöchen und ging durch die Tür.
Die letzte im Bunde war eine dunkelhaarige Rasse Schönheit. Ihr Name war Isabella. Italienisches Blut und so viel Feuer. " Ciao Josef mio Bello." Es folgte ein 'Bacio' oder auch zu Deutsch dicker Kuss und ihre rot geschminkten Lippen ließen Josef eine süße Erinnerung da.

Zwei Minuten später saß Josef Kostan, der reichste Vampir L.A.s in seinem roten Sportflitzer und war auf dem Weg nach Forks. Einem kleinen Kaff, das sicher nicht mehr als 50 Einwohner hatte und wo man das Wort Party mit Kühen in Verbindung brachte... Na ja wie auch immer. Alex brauchte seine Hilfe, da ließ er jede Freshie Party ausfallen. So war er nun einmal. Josef mochte zwar manchmal etwas seltsam sein und seine Gefühle hinter Ironischen, bissigen Bemerkungen verstecken, aber er war der beste und treuste Freund, den man sich wünschen konnte.

Alex saß noch immer wie gelähmt in seinem Volvo. Die Lider geschlossen, mit Tränen kämpfend wie ein hilfloser Junge. Nichts erinnerte in diesem Moment an den starken, selbstsicheren, gefährlichen Vampir der er war.
Sophia drückte ihre Nase an der Scheibe platt und klopfte zögerlich gegen das Glas. Eisblumen hatten es mit einem hübschen Muster verziert.
" Alex..." Sie hörte ihr Herz in ihren Ohren klopfen, so aufgeregt war sie. " Alex bitte komm raus... Sprich mit mir."
Im Inneren tat sich etwas. Die Statue auf dem Sitz bekam tatsächlich so etwas wie Mimik. Seine Lider gingen auf und er drehte den Kopf zum Fenster.
" Beth... geh doch endlich rein. Josh wartet sicher schon." Wie er das sagte klang es fast flehend.
Beth klopfte noch einmal gegen die Scheibe, sie legte ihre Handfläche gegen die kalten Eisblumen und schaute ihn traurig an.

[Alex]

Umso länger ich sie sah, desto mehr wusste ich dass ich mich in sie verliebt hatte und desto größer wurde die Sehnsucht in meinem Herzen, welches sich schmerzerfüllt zusammenzog, mit jedem ihrer Atemzüge. Mir war, als könnte ich sie sogar jetzt durch die Scheiben die uns trennten spüren.

Alex legte seine Hand gegen die Innenscheibe genau dort hin, wo auch Beth ihre Finger hatte und streichelte das Glas. Das Glas beschlug als sein kalter Atem seufzend sichtbar wurde.
„ Alex Josh ist nicht mein Freund. Wir haben uns getrennt.“, hörte er sie sprechen.

Das war egal. Alleine die Tatsache, dass er wieder in ihrem Leben aufgetaucht war, sagte mir, dass ich darin kein Platz mehr hatte. Das Schicksal gab mir einfach keine richtige Chance ein Teil ihres Lebens zu werden. Josh hingegen war ein Mensch, seine Zeit war nur begrenzt und dass er gerade jetzt hier auftauchte, war wohl ein Zeichen.

„ Beth… siehst du nicht wie er dich anschaut? Er liebt dich. Du hast ihm doch verziehen…“, sagte Alex mit mechanischer Stimme und wand den Blick zum Lenkrad.
Verdammt, was rede ich denn da? Ich mach ihn ihr auch noch schmackhaft…

[Beth]

„ Liebt er mich denn nicht? Ich sehe es in seinen Augen… Versteht er denn nicht, dass Josh mir völlig egal ist? Alles was ich will ist er… Es ist verrückt, es ist als hätte er mich verzaubert. Liebe auf den ersten Blick… Ich kenne ihn kaum und kann mir schon nicht mehr vorstellen ohne ihn zu sein. Ich will dass er Teil meines Lebens ist. Nicht Josh…

Genau das musste sie ihm sagen. Sie kaute auf ihrer Unterlippe und rann mit ihrer Stimme, öffnete leicht die Lippen und sagte „ Aber… Alex… Ich…“

Eine Schrille Hupe zerriss die Stille und ließ Beth Herz zusammenzucken. Ihre Hand sank an der Scheibe runter und dann zog Beth sie weg.
Ein roter Sportwagen mit getönten Scheiben kam mit quietschenden Reifen direkt hinter Alex silbernem Volvo zu stehen. Beth klappte vor Staunen der Mund auf. Diese Karre ist ein echter Hingucker! Nicht zu übersehen. Aber wer in Forks…

„ Einen wunderschönen guten Tag die Lady. Ich heiße Josef Kostan und bin gekommen um meinen Freund Alex abzuholen.“, kam eine charmante Stimme ihren Gedanken zuvor. Beth schaute auf das Nummernschild. Ein Wagen aus New York,

New York? Josef… Oh! , kombinierte sie viel zu spät. Ihre großen blauen Augen huschten zu Josef Kostan. Er war schlank, hatte einen modischen, sehr edlen langen Mantel an. Beth vermutete, dass es ein Designerstück war. Valentino? Ihre Augen wanderten weiter an dem Mann herunter zu seinen Schuhen. Lackschuhe, ebenfalls edel. Schnell schaute sie zu seinem Gesicht, als dieser merkte, dass sie ihn ausgiebig musterte, blickte sie beschämt auf ihre Hände.

„ Sie sind sicher Beth richtig?“, erklang es von Josefs blassen Lippen. Seine Schokobraunen Augen waren warm und strahlten Freundlichkeit aus, aber irgendetwas anderes lag auch darin. Beth konnte nicht leugnen, dass sie für einen Moment fasziniert war. „ Oh äh… ja Beth. Ich bin Beth Turner… Mr. Kostan.“, stammelte sie.
„ Josef“, sagte Alex, der plötzlich zwischen den beiden auftauchte.
Dieser funkelte Alex an zog die Mundwinkel hoch um sie danach gleich wieder fallen zu lassen und zischte in einem für Beth nicht hörbarem Ton „ Hast du endgültig den Verstand verloren oder hat der Fraß aus der Konserve den du dir immer rein ziehst dich verblöden lassen?? SIE ist heiß! Du willst sie doch nicht etwa hier alleine lassen? Bald ist Weihnachten!“

Ich check nicht was da passiert ist, dass er mich anruft, wenn dieser blonde Engel da ist! , dachte Josef und nickte Beth höflich zu.

Doch die Erklärung folgte auf dem Fuße.
Schwer atmend und nach Luft keuchend rannte Josh die Steigung runter und rief „ Beth! Beth wo…“ Er stoppte und schaute zwischen Alex und dem Fremden, der neben einem roten Maserati stand hin und her.
Alex warf Josef einen viel sagenden Blick zu und zischte auf gleicher Lautstärke „ Nimmst du mich jetzt mit? Oder muss ich ihn dir erst noch vorstellen?“

„ Beth wer ist das?“, wollte Josh wissen, ohne sich auch nur die Mühe zu machen sich Josef vorzustellen.
Alex funkelte Josh an „ Es wird wirklich Zeit…“, wand er sich dann an Josef und hob einen Sekundenbruchteil die Mundwinkel an. Ein falsches Lächeln.

„ Warum ist der immer noch hier?“, meldete sich nun wieder Josh zu Wort und schaute Alex hasserfüllt an.
Josef rollte unverhohlen mit den Augen Was für ein Armleuchter. Und wegen dem will Alex den Schwanz einziehen? Das ist doch nicht sein ernst.

„ Ich wollte gerade GEHEN , knurrte Alex und betonte letzteres mit einem auffälligen Blick in Josefs Richtung.

[Josef]
Ich konnte es in seinen Augen sehen. Er mochte Beth wirklich… und er konnte diesen Josh nicht ab. Tja wen wunderte es auch? Aber gehen? Deswegen gehen und seine Liebe aufgeben? Oh nein, das war ein Fehler. Ich wusste es, denn ich hatte ihn selber einmal gemacht. Alex sollte das nicht passieren. Wenn er diese Beth wirklich wollte, wenn er sich in sie verliebt hatte, dann sollte er auch dafür kämpfen.

Josef zerrte Alex unsanft am Arm „ Ja genau wir gehen.“, sagte er und hustete.
Alex warf ihm einen verwirrten Blick zu. Josef drückte Alex auf den Beifahrersitz und rief Beth zu „ Also dann… ER meldet sich Beth!“
Die Tür flog zu und Josef brauste davon ohne dass Alex eine Möglichkeit hatte etwas zu erwidern. Sein Freund schaute nur völlig buff zu ihm herüber und zwang sich nicht in den Rückspiegel zu schauen. Nicht in Beth traurige wunderschöne Augen
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Fr Dez 19, 2008 11:12 am

13: Ein Machtwort sprechen

„ Sag mal was sollte das eben?“, fauchte Alex als Josef das Ortsschild von Forks passierte. „ Bist du bescheuert? Ich habe nicht vorgehabt mich bei ihr zu melden. Dann hätte ich auch gleich bleiben können!“ Josef antwortete nicht er schaute auf die Straße.
„ Verdammt Josef! Sie hat keinen Platz für mich in ihrer kleinen perfekten Welt! Sie hat diesen Josh.“
Anstatt Alex zu antworten stellte Josef die Musikanlage an. Harte Bässe dröhnten in Alex Ohren.
„ Joseeeef!“, brüllte Alex und sah wie sein Freund grinste.
„ Oh ja das ist witzig, So witzig.“, knurrte Alex und rollte genervt mit den Pupillen. „ Redest du jetzt nicht mehr mit mir?“

Das tat er tatsächlich nicht. Den ganzen Weg bis über den Freeway sagte Josef nichts. Keinen Ton. Erst als er abfuhr und in eine Seitenstraße einbog, die Alex überhaupt nicht bekannt vorkam, brach Josef endlich die Stille „ Du willst nach Hause?“
Alex schaute ihn an, als hätte er die Frage nicht verstanden „ Ja“, sagte Alex knapp. Fügte dann aber noch etwas sanfter an „ Fahr einfach okay. Frag mich nicht…“ nicht jetzt

Josef trat auf die Bremsen , der Wagen geriet ins schlendern und drehte sich einmal um sich selbst. Da Josef ein ziemliches Tempo drauf hatte, wurde Alex durchgerüttelt.
„ Was soll das schon wieder?“

Josef beugte sich zu ihm „ Was das soll? Das fragst DU mich? Hör mal Alex ich glaube du hast wirklich den Verstand verloren. Ich werde dich nicht nach Hause fahren. Tut mir leid aber den Gefallen tue ich dir nicht.“ Schliff ihn aus dem Wagen und zerrte ihn über die Straße.
„ Josef! Lass das? Du bist ja irre!“, rief Alex und versuchte sich zu befreien, doch Josef hatte ihn schon durch den Eingang einer kleinen urigen Kneipe geschliffen.

„Zwei Bier!“, trällerte er und setzte Alex auf eine Eckbank. Er selber nahm auf einem Hocker gegenüber seines Freundes platz.
Alex wollte schon wieder protestieren, aber Josef kam ihm zuvor“ Ich will dir jetzt mal was erzählen mein Freund.“, fing er an und klang merkwürdig ernst.
Alex seufzte. Bitte verschone mich doch mit deinen Ratschlägen.

Josefs Augen wurden plötzlich sehr traurig, man konnte Schmerz darin aufflackern sehen „ Liebst du diese Frau Alex?“
Das war direkt. Mit einer solchen Frage hatte Alex nicht gerechnet. „ Was?“
Der Wirt brachte zwei Krüge mit Bier und stellte sie vor beiden auf dem Tisch ab. Josef nahm einen großen Schluck, während Alex nur in die Schaumkrone starrte.

„ Liebst du sie? Was ist daran so schwer zu verstehen? Antworte mir einfach.“, beharrte Josef.

Alex schloss die Augen und atmete schwer ein. Natürlich liebe ich sie. Ich will keine Minute mehr ohne sie sein, in ihrer Nähe fühle ich mich nicht wie ein Monster und ihre Lippen machen mich süchtig. Wenn das Liebe ist… diese Sehnsucht und dieses ständige Verlangen… die Eifersucht die mein Herz zerfetzt, wenn ich an diesen Josh denke,,, dass er sie berührt… sie MEINE Beth… Ja dann, dann liebe ich sie!

Er schaute in die Schokoladen Augen seines besten Freundes „ Ja. Ja ich glaube das tue ich.“
Eine Hand berührte Alex Schulter „ Was willst du dann noch hier Alex? Wieso bist du dann nicht bei ihr? Wenn du sie liebst, dann geh zu ihr, sag ihr das.“
Wow solche gefühlvollen Worte aus Josefs Mund war ich nicht gewohnt.

Alex seufzte „ Aber sie hat jetzt ihn. Er ist ein Mensch Josef. Josh ist ein Mensch…
Das Bierglas in Josefs Hand schwappte beinahe über als er es auf den Tisch knallte „ Ja und? Meinst du deswegen ist er der richtige? Nur weil er ein sterblicher ist? Weiß sie dass du ein Vampir bist?“
Alex nickte nur.
„ Noch besser! Alex verflucht! Worauf wartest du noch? Willst du dass dieser Langweiler sie dir vor der Nase wegschnappt? Hast du mal gesehen wie sie dich ansieht Alex? Oh Man da ist die pure Begierde in ihrem Blick. Sie steht auf dich. Ihr ist es offensichtlich egal was du bist oder?“

Alex spürte schon wieder Tränen in seinen Augen „ Wir haben miteinander geschlafen.“, krächzte er rau.
Josef fiel nun fast aus allen Wolken. „ Geh Alex!“
„ Ich hab sogar von ihr getrunken…“, fuhr er fort und schaffte es dass Josefs Kinnlade herunter fiel.

Josef hielt seinen Freund an beiden Schultern fest und rüttelte ihn „ Alex wenn du diese Frau liebst und sie dich und wenn sie weiß, was du bist und es sie nicht stört, dann beweg endlich deinen trainierten Arsch und schnapp sie dir! Schnapp sie dir ehe er jemand anderes tut. Mein Gott Alex ich sehe doch wie du sie anschaust. Wie deine Augen funkeln, wenn nur ihr Name fällt. Anstatt zu jammern solltest du etwas tun… Kämpf um sie! Junge, du wirst dich doch wohl nicht von so einer Weichbirne einschüchtern lassen? Wo ist der Alex, den ich kenne hin? Der Alex mit der großen Klappe, der selbstbewusste junge Mann, der nicht aufhört bis er sein Ziel erreicht hat?“
Alex schien darüber nachzudenken „ Meinst du…“
Heftiges Kopfnicken „ Mach nicht den gleichen Fehler den ich mit Sarah gemacht habe mein Freund.“, sagte er benommen. „ Handel Alex. Nutze diese Chance bevor sie dir genommen wird. Die Liebe kommt nicht so oft zu uns, man sollte sie niemals ignorieren.
Komm schon Alex… es ist doch bald Weihnachten und seien wir ehrlich. Willst du dass sie mit Josh das Fest der Liebe feiert?“

Alex Augen erhellten sich, die Hoffnungslosigkeit darin schwand und das trübe Blau machte einem helleren Platz „ Nein!“, sagte er entschlossen und schob das Bierglas mit einem Ruck beiseite.
„ Dann tu wasl!“, riet ihm Josef mit eindringlich fixierendem Blick, der keinerlei Widerspruch duldete.
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BeitragThema: Re: Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)   Sa Dez 20, 2008 3:59 am

Hoffe ihr lest auch noch alle brav mit, bei meinem Tempo das ich gerade vorlege. Es geht allmählich aufs Ende zu und da es ja ein Märchen sein soll fehlte mir der magische Aspekt noch etwas. Nach diesem Kapitel wird es dann richtig bezaubernd. ja ja Zwinker Bitte lasst mir Feedback da. Ich lieeeebe es so. Ihr macht mich immer wieder sprachlos :-*


14. Eine traurige Liebesgeschichte

Alex stand auf, setzte sich aber gleich wieder hin " Sarah?" Hatte Josef gerade gesagt, ich sollte nicht den gleichen Fehler machen wie er mit Sarah?
" Wer ist Sarah?" Er schaute zu Josef, dessen Augen dunkel geworden waren. Josef war in sich zusammen gesunken. " Fehler gemacht... warte mal! Heißt dass du hast... Deine große Liebe...?"

Ein tiefer Seufzer erfüllte den Raum, Josef griff nach dem Bierglas und spülte er in einem Zug herunter. danach verzog er das Gesicht " Pah! Wieso trinke ich das eigentlich?"
Alex schob das Glas beiseite " Josef. Wer ist Sarah?", drängte er und schaute wie gebannt in das blasse Gesicht seines besten Freundes. Soviel Traurigkeit lag in seinem Blick.
Josef räusperte sich "Äh...häm... Ich habe noch nie mit irgendwem darüber gesprochen." Sie brach und als er fortfuhr klang sie kratzig " Es ist gut 50 Jahre her. Ich war damals unter dem Synonym Charles Fizzgerald bekannt, da ich kurz davor stand aufzufliegen. Es war ein regnerischer Tag und ich stand auf dem Bahnhof. Wollte nach New York fahren, da traf ich sie. Rotes welliges Haar, porzellanfarbene Haut und die schönsten Augen die ich jemals gesehen hatte. Sarah Whitley..." Seine Augen nahmen einen melancholischen verträumten Ausdruck an. Alex hatte diesen Ausdruck noch nie in Josefs Augen gesehen. Wenn Josef ihren Namen aussprach klang seine Stimme weich und zärtlich und seine Augen bekamen einen goldenen Schimmer. Josef schwieg für zwei Minuten und schloss die Lider. Seinen Erinnerungen nachhängend hatte er den Ort verlassen.

" Und weiter...", holte Alex ihn zurück. Wie hypnotisiert hing er an Josefs Lippen, konnte kaum glauben was dieser ihm gerade erzählte. Josef Kostan, der Josef Kostan sollte sein Herz verloren haben?

Josef schaute Alex an, noch immer an. Seine Augen wirkten sogleich wieder verträumt als er leicht zitternd seine Stimme erhob " Sie stieg mit mir in den Zug und bat mich um Feuer. Ab der Sekunde an, wo sie mir in die Augen sah, ihre zarte Stimme mein Ohr schmeichelte war es um mich geschehen. Ich wusste..." Er stockte " ich wusste, sie war die richtige." Josef wurde immer leiser und am Ende senkte er den Blick, ehe Alex Fragen stellen konnte, flüsterte er " Ich hab sie so geliebt. Sie wusste was ich bin... Ich habe es versucht vor ihr zu verbergen aber sie war zu clever. Irgendwann hat sie es rausbekommen. Es war ihr egal, sie liebte mich trotzdem und eines Tages bat sie mich, sie zu verwandeln."

Alex saß regungslos da, blickte aus großen Augen seinen Freund an, klappte den Mund auf und schlug sich dann die Hand davor " Oh mein Gott Josef! Und du hast...", er ließ es unvollendet, sah wie Josef seine Finger anspannte und in den Stoff seines Sakkos krallte " Ich wollte es nicht, aber sie hat nicht locker gelassen, also gab ich nach. Glaub mir du hättest nicht anders reagiert, wenn die Frau die du über alles liebst, in deinem Bett gelegen hätte und dich in einem perfekten Augenblick gebeten hätte es zu tun."
Alex wusste nicht ob das stimmte, er dachte kurz an Beth und stellte sich vor, sie würde diesen Wunsch äußern. Was würde er tun? Er wusste es nicht.
Josef sagte, er hatte einen Fehler gemacht. Also stellte ich mich darauf ein, dass jetzt etwas Dramatisches kommen würde. Was er dann zu mir sagte übrertraf alle Dramatik die ich mir jemals vorgestellt hatte. Die Traurigkeit griff von ihm zu mir über und mir wurde ganz kalt.

" Es hat nicht funktioniert." Worte so leise, so zerbrechlich wie Glas. Josef schüttelte den Kopf und dann legte er ihn auf die Tischplatte.
Keine zwei Sekunden später hatte Alex sich zu ihm gebeugt, berührte seine Schultern, hielt ihn fest, so wie er es zuvor mit ihm gemacht hatte. " Oh Josef... das tut mir so leid. Oh Gott es tut mir so leid.", sagte er leise und schaute seinen Freund mitfühlend an. Alex war davon ausgegangen, dass Josef Sarah umgebracht hatte. Doch er wurde schnell eines besseren belehrt.

" Sie ist irgendwo in der Verwandlung hängen geblieben. Seit 50 Jahren warte ich darauf dass sie wach wird... dass meine Sarah mich anschaut... Seit 50 Jahren.", sagte er mit Tränenerstickter Stimme. Er verbarg sein Gesicht in seinen Handflächen und murmelte " Und du willst deine Beth einfach diesem Josh überlassen?"

Alex war erstarrt. Seine Kehle fühlte sich rau an und unsagbarer Trauer schnürte sie zu. Sämtliche Wärme, die ihn einmal umgeben hatte war gewichen. Er fror. Es war so unglaublich kalt, das es schon absurd war. Vampire froren nicht, aber er fror. Sein Herz fühlte sich an wie ein zerbrochener Eisklumpen.
" Oh... Oh Josef..", gab er nur immer wieder leise von sich. Die Stimmung war erdrückend. Josefs Gesicht von Schmerz und Kummer gezeichnet. Alex zerbrach beinahe bei diesem Bild.

Josef hob den Kopf, seine Augen waren rot und blutunterlaufen. Tränen liefen über seine Wangen. Ein Gefühlsausbruch, wie er ihn noch nie zugelassen hatte.
" Du hast die Chance Alex... du kannst sie nutzen. Ich habe sie nicht mehr. Ich habe Hunderte von Jahren gebraucht um sie zu finden und dann von jetzt auf gleich habe ich sie verloren... für immer ver...lo...ren..." Er zitterte. Das war einfach zu viel. Noch nie hatte er jemanden sein Geheimnis anvertraut. Niemand wusste davon und niemand kannte den emotionalen, zerbrechlichen Josef, der sich hinter der kalten Fassade versteckte. Jetzt kannte Alex ihn.

Schweigen. Alex schüttelte langsam den Kopf und murmelte unverständliche Ausdrücke der Anteilnahme. Dann nach zwei quälend stillen Minuten, nahm er Josefs Hand, berührte sie kurz mit seiner und sagte " Heißt das... du weißt wo sie ist?" Er zitterte nun auch. Sein ganzer Körper bebte und er spürte wie seine Augen feucht wurden.
Dafür, dass er Josef am Telefon so die Ohren voll gejammert hatte schämte er sich plötzlich zutiefst. Was war schon seine Geschichte im Gegensatz zu dieser hier? Nichts. Eine lächerliche Eifersüchtelei. Gekränkter Stolz... aber das was Josef durchmachen musste... unvorstellbar.

Josefs Mundwinkel deuteten ein Lächeln an, aber es wirkte nicht echt. Es erreichte seine Augen nicht " Ja... Sie ist in New York. Sie liegt in ihrem Bett in ihrem Elternhaus. Noch immer so schön und jung wie ich sie damals verlassen habe... Sie altert nicht. Ich habe sie nicht verwandelt, aber irgendetwas muss doch geschehen sein. Es hat angefangen… nur hat es eben niemals richtig geendet."

Alex biss sich auf die Lippen, wagte kaum seine Idee auszusprechen. Er hatte Angst jedes weitere Wort könnte Josef nur noch tiefer in den Abgrund zerren, den er geöffnet hatte.
" Und wenn du... wenn du es noch einmal versuchst? Vielleicht hast du ja irgendetwas..." Alex brach ab. Das was er da von sich gab klang albern und dumm.
Doch Josef ging nicht weiter auf seine Bemerkung ein. Er atmete geräuschvoll und schloss noch einmal die Augen, als wollte er in sein Innerstes schauen.
" Das habe ich schon versucht Alex. Ich versuche es jeden Tag. Was meinst du warum ich nach New York gezogen bin? Warum ich L.A. verlassen habe?"
Wegen ihr! Oh mein Gott natürlich..., beantwortete Alex sich selbst die Frage ehe Josef es tat " Ich bin jeden Tag bei ihr aber sie will einfach nicht. Sie nimmt mein Blut nicht. Ich kann tun was ich will, es ist hoff...nungs...los...", endete er mit schwacher Stimme. Konnte kaum noch sprechen.

[Alex]

Er tat mir so leid. Ich wollte ihm helfen. Ich wollte dass er wieder glücklich war. Wieso hatte er mir nicht viel eher davon erzählt, dann hätte ich seinen Schmerz mit ihm geteilt. Jede Sekunde… Ich wollte ihm so gerne helfen… hätte ich nur gewusst wie.

„ So… und nun wieder zu dir.“, wechselte Josef abrupt das Thema und machte eine Geste Richtung Tür „ Du fährst jetzt auf der Stelle zurück zu deiner Beth und rettest ihr Weihnachten, klar! Ich gebe dir sogar meinen Wagen. Das biete ich dir kein zweites Mal an mein Freund.“ Josef fixierte ihn eindringlich und klang tot ernst,
Die Schlüssel vor Alex Nase haltend stellte er sich in seiner ganzen Größe vor Alex hin.

Alex betrachtete den Schlüsselbund, blickte aber mehr durch ihn hindurch. Die Worte seines besten Freundes schien er gar nicht wahrgenommen zu haben.

„ Josef ich will dir helfen… irgendwas fällt uns da schon ein…“, sagte er und versuchte überzeugend zu wirken. „ Ich meine… es ist doch bald Weihnachten… ist das nicht die Zeit der Wunder?“

Josef lachte schrill, fast panisch „ Alex das ist wirklich zu gütig von dir, aber ich habe aufgehört an Wunder zu glauben. Weihnachten…“, spuckte er das letzte Wort voller Verachtung aus „ Wunder? Pah! Das ich nicht lache… wenn es wirklich so was wie Wunder gäbe… wenn es Engel und Gott und Wünsche und den ganzen verlogenen scheinheiligen Kram gibt…“ Er seufzte und schaute Alex traurig an „ Dann wäre Sarah längst bei mir. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als das.“

Alex spürte den überwältigenden endlosen Schmerz der schon wieder in Josefs Stimme mitschwang. „ Vielleicht gibt es ja doch Wunder…“, flüsterte Alex und fühlte sich hilflos. Er widerstand dem Drang Josef zu umarmen, wollte ihm all diese Last von seiner Seele nehmen. Doch er hatte keine Macht über das Schicksal. Auch Vampire waren gegen manche Dinge machtlos.

Schließlich nahm er Josefs Schlüssel und sagte so sanft es ihm möglich war „ Wenn du es nicht kannst, dann werde ich für dich an Wunder glauben. Josef wenn es doch irgendwie so etwas wie Engel gibt… wenn die Hoffnung wirklich zuletzt stirbt… wenn kleine Kinder an den Weihnachtsmann glauben und man vom Fest der Liebe spricht… vielleicht können wir und dann auch einfach etwas wünschen.“

Ein Schnaufen war die Antwort „ Glaubst du etwa wirklich an den Weihnachtsmann Alex?“ Josef musste lachen.

Vor dem roten Wagen blieben sie beide stehen und bevor Alex einstieg sagte er ganz ruhig „ Wenn du dir etwas wünschen könntest was wäre es dann?“
Josef rollte mit den Pupillen „ Ach hör doch auf mit diesem Blödsinn!“
Da war er wieder, der Josef den Alex kannte, der immer so tat als hätte er keine Gefühle. Aber das zog jetzt nicht mehr.
„ Nein Josef, ich meine es ernst. Was würdest du dir wünschen? Komm schon, tu mir den Gefallen, sag es mir einfach.“

„ Herrgott okay, wenn es dich so glücklich macht. Wenn es wirklich so etwas wie einen Weihnachtsmann gäbe…“ Er schüttelte sich bei dem Wort „ Also WENN und das ist ein fettes dickes WENN dann würde ich mir wünschen, dass Sarah aufwacht. Dass sie Weihnachten mit mir verbringt… So und jetzt geh! Fahr endlich und dass du mir ja nicht ohne deine Beth zurückkommst!“, ging er direkt zum nächsten Thema über.

Alex lächelte als er in den Wagen stieg. Er drückte auf einen Knopf und das Dach schob sich auf. Ein Cabrio. Ein Vampir in einem Cabrio.
„ Josef!“, rief er seinem Freund zu, der noch immer mit nachdenklichem Blick an der Straße stand. „ ich werde es mir wünschen.“
Verständnisloser Blick. Josef hob die Brauen hoch „ Häh?“
„ Na, dass sie aufwacht und Weihnachten mit dir verbringt. Ich wünsche es mir für dich. Ich wünsche es mir zu Weihnachten.“

Josef schüttelte nur den Kopf und schaute den Rücklichtern seines Wagens nach.
Hoffnungsloser Romantiker… wenn er doch nur recht hätte mit seiner Naivität…
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Eingeschneit ( Ein Beth/ Alex Weihnachtsmärchen) (fertiggestellt)

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